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Entrümpeln…. 29. Januar, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, Kinder - Famile.
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Vor 33 Jahren im Februar zogen wir in unser Haus, der Liebste, „die Jungsbrüder“ und ich.

Das Haus bot wunderbar viel Platz, auch dann noch, als „die Kleinen“ die Familie größer werden ließen.

Als echtes Kind der Nachkriegszeit (geboren 1949) hatte ich früh gelernt: „Das kann man noch gebrauchen!“ Gemeint waren Stoffe, Wollreste, Holzbretter, Nägel, Schnürbänder, Einmachgläser, Bücher, Spiele, Puppen, Teddybären und kleine Autos, Jacken, Hosen, Mützen, Handschuhe, Koffer, Taschen und Tüddelkram, also eigentlich alles! Und in der Tat waren meine Großmutter, meine  Mutter und alle ihre Schwestern sehr geschickt darin, aus dem, was man noch gebrauchen konnte, sinnvolle neue Nutzungen zu kreieren – das galt natürlich in erster Linie für Stoffe, Wolle und Kleidungsstücke, aber auch die einen oder anderen Dinge wurden einem neuen nützlichen Zweck zugeführt. (Der Meinige berichtet ähnliche Erfahrungen mit seinem Vater, da geht es um Steine, die abgeklopft und dann zum Bau des Gartenhäuschens genutzt wurden, um Nägel, die wieder gerade gebogen wurden und um Werkzeuge und Werkstoffe im weitesten Sinn und aller Art.)

Wie man sich nach dieser langen Einleitung sicherlich schon denken kann, setzte auch ich die Tradition des „das kann man noch gebrauchen“ fort, und so sammelten sich im Laufe der Jahre viele, viele Sachen in den Schränken und Regalen der Zimmer ebenso, wie in den Schränken und Regalen im Keller und in zahllosen Kisten und Kartons auf dem Spitzboden des Hauses.

Das große Haus kann das verkraften. Nur wir, der Liebste und ich, denken immer öfter mit Sorge an den Tag, an dem wir (oder unsere Nachgeborenen) das Haus räumen müssen, weil wir die Treppen nicht mehr schaffen und in eine kleinere Wohnung ziehen müssen  oder der Herrgott einen anderen Aufenthaltsort für uns bereitet hat und dann die Kinder vor der Aufgabe stehen, das „das kann man noch gebrauchen“ zu entsorgen. Weder die eine, noch die andere Option ruft bei mir Begeisterung hervor, wobei ich mich schon mit dem Gedanken an den Himmel beschäftige und ihn auch durchaus attraktiv finde, aber den Kindern das Entrümpel zuzumuten, nein, dieser Gedanke behagt mir ganz und gar nicht.

Es war mir schwer, die letzte kleine Wohnung der Eltern nach ihrem Tod auszuräumen… manche der „das kann man noch gebrauchen“ meiner Mutter liegen heute wohlverwahrt in einem Karton im Schrank… ein bisschen Adventsschmuck, Nähzeug, etwas Wolle, Stoffreste, die sie vermutlich noch verarbeiten wollte, Briefe und Karten ihrer Freunde  und viele, viele Bücher meines Vaters, die sich nicht mehr innerfamiliär verteilen ließen…. aber Bücher in den Abfall, zumal Vatis Bücher?

Mit den Feiertagen – und das geht vermutlich den meisten Menschen ähnlich – wuchs die Flut dessen, was wir schon seit annodunnemal entsorgen wollten, weiter an.

Heute nun schritten der Liebste und ich zur Tat, beluden das Auto mit Kartons und Körben voller Dinge, die definitiv nicht mehr gebraucht werden würden, jedenfalls hatte ich mir  fest vorgenommen, nicht den 47. Karton und das 138. Gummiband zu behalten, auch nicht die Wärmeplatte, die nicht mehr funktioniert oder das Bügeleisen, das allenfalls noch dekorativen Zwecken dienen könnte, wäre es nicht zu modern und von der Farbgebung her zu hässlich, als das es noch zur Zierde der Wohnung gereichte. Der vertrocknete Adventkranz hatte auch ausgedient und da ich noch ca. 3 -6 Strohkränze unterschiedlicher Größe für den Fall der Fälle horte, besteht auch gar kein Grund, einen weiteren meiner Sammlung hinzuzufügen. Auch die nicht mehr passenden Rollos der Dachflächenfenster (die Fenster wurden schon vor Jahren durch größere ersetzt!) boten wenig Verheißungsvolles für weitere Nutzung und wurden mit verladen, ebenso einige ausrangierte Blumentöpfe.  Das alles konnte ich leichten Herzens der Abfallwirtschaft überantworten.

 

20150129_115807[1]

 

Aber bei einem Teil, fiel mir das doch ausgesprochen schwer und ich habe lange mit mir gerungen, den Karton vielleicht doch ein weiteres Mal in irgendeine Ecke zu stellen, um ihn der Nachwelt zu erhalten.

20150129_115801[1]

 

Das ist nämlich nicht irgendein Karton, weit gefehlt, es ist der „Fernseher“ der kreativen  Kleinen, den diese, in Ermangelung eines echten, eigenhändig herstellten und ihrer Puppen-und-Teddy-Ecke zugesellten. Wie man sieht, läuft gerade  die „Sesamstraße“…..

So etwas schmeißt man doch nicht in den Müll!

Eigentlich nicht…. aber dann doch…..   😦

 

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Von Beer 7 übernommen: Voreingenommenheit in der FAZ 28. Januar, 2015

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, medien, politik, terrorismus.
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Gestern die Gedenkreden – heute die anti-israelische / anti-jüdische Propaganda….
Da kann man doch nur noch verzweifeln ….
Der Begriff „Lügenpresse“ – ist er nicht mehr als berechtigt?

Blick auf die Welt - von Beer Sheva aus

UN-Soldat durch israelischen Beschuss getötet titelt die FAZ heute. Nicht etwa: „Hisbollah greift israelisches Militaerfahrzeug an“

Der Bericht selber widerspricht der Schlagzeile:

Bei Vergeltungsschlägen der israelischen Armee ist daraufhin im Südlibanon auch ein Blauhelmsoldat getötet worden. Das bestätigte UN-Sprecher Andrea Tenneti der Deutschen Presse-Agentur. Er könne die Nationalität des Toten nicht angeben, solange dessen Hinterbliebene noch nicht informiert seien. Wer geschossen hat und wo genau der Soldat getötet wurde, wollte Tenenti ebenfalls nicht mitteilen. „Unifil-Kommandeur General Luciano Portolano ist mit allen Seiten in Kontakt und drängt auf Zurückhaltung, um eine Eskalation zu vermeiden“, fügte er hinzu. (Hervorhebung von mir)

Ganz unabhaengig davon, aus welcher Waffe die Kugel kam, muss klar sein, dass Hizbollah mit ihrem Angriff die volle Verantwortung traegt. Irgendwie muss der Vorfall doch so hingedreht werden koennen, dass Israel als Kriegsverbrecher dasteht.

Um den Angriff der Hizbollah auf die Grenzpatrouille zu rechtfertigen, packt die FAZ die folgende Gemme…

Ursprünglichen Post anzeigen 94 weitere Wörter

Noch haben sie eine Stimme… 28. Januar, 2015

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, judentum, meditatives.
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… die Überlebenden der Todes- und Vernichtungslager.

Es ist an uns, auf sie zu hören.

Es ist an uns, derer zu gedenken, die ihrer Stimme, ihrer Würde, ihres Lebens beraubt wurden.

Und es ist an uns, für sie zu reden und zu bezeugen, dass sie lebten und leben wollten und Deutsche ihnen genau das nicht zubilligten…

damals nicht …

und heute?

Stellvertretend für die Vielen….

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Mahnmal in Hannover….

Die Losung des heutigen Tages…. 25. Januar, 2015

Posted by Rika in christsein und glaube.
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Unkommentiert weitergereicht:

Hütet euch, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an.
5.Mose 11,16

Herrnhuter Losungen

Keine Briefe mehr aus Rungholt…. 23. Januar, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, israel.
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Es ist still geworden, viel zu still.

Kein Brief mehr aus Rungholt, keine Geschichten aus dem ganz normalen  israelischen Alltag, keine  Kommentare zur Politik Israels, keine Sinn machenden Erklärungen zu Propaganda und / oder Lügenmärchen aus den Gebieten und keine erhellenden Klarstellungen zu deutschen Pressemeldungen zu Konflikten zwischen Israel und seinen Nachbarn.

Nichts

Es ist, als sei Rungholt ein zweites Mal untergegangen.

Ich finde das sehr betrüblich und hoffe inständig, dass es der Briefschreiberin „nur“ an Zeit mangelt und nicht etwa an Gesundheit und würde mich sehr freuen, wenn bald wieder ein Brief eintrudelte aus Rungholt.

Alles Gute Dir, liebe und verehrte Lila!

Schreib doch mal wieder!

 

Die Meinungsfreiheit soll vor den Medienhäusern verteidigt werden… 16. Januar, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau, mohammed, politik, terrorismus.
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heißt es in einem Beitrag bei pro-medienmagazin.

Nun ist ja die Idee der Muslime gar nicht so schlecht, für die Presse- und  Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Aber wie kommen sie auf die Idee, dies ausgerechnet da zu tun, wo die Meinungsfreiheit ohnehin Tag für Tag oder Woche für Woche „demonstriert“ wird in Form der jeweiligen Tageszeitung oder des Wochenmagazins?

Es ist lobenswert, dass sich Muslime mit den Redakteuren solidarisieren wollen, sofern es  tatsächlich um Solidarität mit denjenigen gehen soll, die auch mal eine kesse Lippe gegen den Islam oder Mohammed riskieren. Aber davon kann man doch eigentlich nicht ausgehen. Leider.

Wenn es ihnen wirklich um Pressefreiheit geht, wenn sie wirklich um freie Meinungsäußerung bemüht sind, dann sollten sie vielleicht mit   „Charlie-Hebdo-Karikaturen“    vor ihre Moscheen ziehen und dort demonstrieren für die Freiheit der Meinung, der Religion, der  Rede, der Kunst, der Satire und der Karikatur.

 

Sie könnten auch ein Foto des Bloggers Raif Badawi mitführen und sich mit ihm solidarisieren und dafür eintreten, dass seine entsetzlichen Qualen durch die öffentlichen Auspeitschungen nach dem Freitagsgebet sofort beendet werden. Weil es unislamisch ist, Menschen absichtsvoll zu quälen, weil es unislamisch ist, für die freie Rede so grausam bestraft zu werden.

Denn das sagen die Funktionäre der Muslimverbände doch auch immer,

 

 „Wir lehnen es entschieden ab, dass Verbrecher während ihrer Mordtaten den Namen Allahs anrufen. Kein Muslim kann sich zur Rechtfertigung seiner Verbrechen auf den Namen Allahs berufen.“

 

Aber nicht Raif Badawi ist der  Verbrecher! Die Imame und Richter sind es die ihn eines Verbrechens bezichtigen, des Verbrechens, seine Meinung frei geäußert zu haben.  Der Henker ist es, der Allahu Akbar ruft, während er zur Peitsche greift und sein furchtbares Handwerk ausführt.

Es sei unislamisch einen Menschen zu töten, sagen die Vertreter der Muslime mit Berufung auf Sure 5 , 32  :

„Wer ein menschliches Wesen tötet, so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte“.  

Und diese Folter tötet einen Menschen, grausam, schrecklich, langsam….

 

Fremde Feder: DIE Rede der Mahnwache von Berlin…. 14. Januar, 2015

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, islam, israel, judentum, politik, terrorismus.
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Gehalten hat sie der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,  Abraham Lehrer, anlässlich der sogenannten „Mahnwache“  in Berlin.

veröffentlicht ist sie auf der Internetseite des Zentralrats.

In nüchterner Klarheit und ohne jede Polemik beschreibt Herr Lehrer die Probleme, die (nicht nur) Juden mit dem Erstarken des Islam weltweit haben. Er redet auch für mich, die ich Christin bin, er spricht mir aus dem Herzen:

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wir stehen heute hier, immer noch voller Trauer und unter Schock. Die schrecklichen Bilder aus Frankreich lassen uns nicht los. Die hohe Zahl der Toten und Verletzten erschüttert uns zutiefst.
Mit Menschenverachtung haben die Terroristen ihre brutalen Pläne umgesetzt und unschuldige Menschen kaltblütig ermordet.

Die jüdische Gemeinschaft weltweit ist von den Ereignissen tief getroffen. Denn wieder einmal hat sich gezeigt: Die Islamisten wollen unsere freiheitlichen westlichen Demokratien treffen UND sie wollen die Juden vernichten.
In Frankreich wurden Zeichner ermordet, weil sie für die Meinungs- und Pressefreiheit eintraten. Es wurden Polizisten ermordet, weil sie diese Menschen schützten.
Und es wurden Juden ermordet – weil sie Juden waren.

Wenn uns etwas fernliegt, dann ist es, alle Muslime zu verdächtigen oder gar diese Religion zu verunglimpfen. Racheakte wie etwa Anschläge auf Moscheen verurteilen wir voll und ganz!
Und wir wollen an dieser Stelle auch unseren tiefen Respekt bekunden vor Lassana Bathily: Ein Moslem aus Mali, der in dem koscheren Supermarkt bei Paris mehreren Menschen, Juden, das Leben gerettet hat.
Ihm ging es nicht um die Religion. Ihm ging es um die Menschen.
Das ist und bleibt auch immer unsere Richtschnur!

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Fremde Feder: „Heiko Mass, der Weltanschaungsminister“ 13. Januar, 2015

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, islam, medien, politik, terrorismus.
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Ich finde langsam kaum noch Worte für das Unbehagen, das mich angesichts von Mahnwachen und „Bunt-statt-braun-Märschen“ überkommt. Und so reiche ich diese Fremde Feder weiter….  sie gibt einen Teil meines eigenen Befremden wieder:

In der vergangenen Woche fielen mehrere tausend Menschen dem militanten Islam zum Opfer. Und wie reagiert die politisch-mediale Elite Deutschlands? Mit Warnungen vor Islamkritik. Jene Religion, der nun einmal auch die Attentäter von Paris angehörten, soll desto fester umarmt werden. Man muss es sich immer wieder klar machen: Die Zeichner und Texter der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ starben, weil sie auf massive, mitunter gehässige Weise den Islam kritisierten. Daraus ziehen Politiker und Journalisten den Schluss, man könne sich am besten mit den Ermordeten solidarisieren, indem man sich von deren Arbeit distanziere. Weil Islamkritik lebensgefährlich sein kann, möge mit ihr Schluss sein. Wenn das die Attentäter noch erleben dürften.

 

Den weiteren  Text von Alexander Kissler  ab hier :

I

Im allgemeinen Durcheinander hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) am schnellsten den Überblick verloren. Am Freitag besuchte er eine Berliner Moschee und warb dafür, „Ängste und Sorgen“ ernst zu nehmen – mutmaßlich jene auf muslimischer Seite. Er sei sich mit den Muslimen einig, „keine Religion, kein Gott kann so etwas rechtfertigen“.

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Von der Satire im Islam… 12. Januar, 2015

Posted by Rika in gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau, mohammed.
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berichtet der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide in Zeit-online und seine Ausführungen sollen belegen, dass die Muslime keineswegs wegen der Karikaturen ihres Propheten sauer sind und auch die Attentäter von Paris keineswegs wegen der Karikaturen mordeten (auch wenn sie laut Zeugenaussagen ausdrücklich riefen, dass der Prophet  gerächt sei),  sondern weil sie in den denkbar schlechtesten sozialen Bedingungen leben mussten und aus lauter Frust auf schlechte Ideen kamen und diese dann auch umsetzten.

Professor Khorchide schreibt in leicht-lockerem Stil über den Humor der Ägypter, die sich mit hintersinnigen Geschichten über ihre Obrigkeit lustig zu machen wissen. Das erinnert an „Radio Eriwan“ oder an die Witze, die die Bürger in der DDR machten  und so spöttisch mit dem Regime umgingen.

Er berichtet über islamischen Humor im Mittelalter und erzählt einige der wirklich netten Begebenheiten und Legenden. Sogar  den „Humor“ des Propheten selbst  gibt er  weiter:

Mohammed selbst nahm übrigens Spott und Beleidigungen ganz gelassen hin. So wird berichtet, dass er einen Nachbarn hatte, der ihm jeden Tag Müll vor seine Haustür gelegt hat. Als der Prophet an einem Tag keinen Müll vor seiner Haustür fand, machte er sich Sorgen um den Nachbarn, dass ihm etwas Schlimmes widerfahren sein könnte und besuchte ihn. Der Nachbar war in der Tat an dem Tag krank und war sehr überrascht, dass Mohammed nach ihm fragt. Mohammed hat all die Jahre nichts gegen den Mann unternommen, er ignorierte seine Handlung und zeigte vorbildlich, wie man erhaben über den Dingen stehen kann. Mohammed würde heute Karikaturen über ihn ebenfalls gelassen sehen und sie einfach ignorieren.

 

Die  Geschichte***  aber, in der davon berichtet wird, wie  Mohammed mit denen umgeht, die  Spottlieder über ihn singen,  die erzählt Khorchide vorsichtshalber nicht. Die Spötter wurden nämlich umgehend mit dem Tode bestraft!

Auch unterlässt es der Professor,  uns Ungläubige darüber aufzuklären, dass es das Bilderverbot im Islam / Koran gibt und daher allein schon eine Zeichnung des Propheten eine unglaubliche Beleidigung darstellt, sei sie auch noch so schön und wohlwollend. Wie viel mehr muss eine verzerrende und sogar bewusst negative Karikatur als Beleidigung aufgefasst werden?! Warum spricht Herr Khorchide nicht darüber? Glaubt er, dass wir es nicht verstehen könnten? Meint er, dass er damit der muslimischen Ummah Schaden würde? Unterlässt er es, weil er selber unter kritischer Beobachtung durch seine Glaubensgenossen steht?

Ich denke nicht, dass dies „Sand in die Augen streuen“, das Beschwichtigen und Kleinreden zur Aufklärung über die Unterschiede dient , die es doch ganz offenbar zwischen den Religionen  gibt und die sich im Verhalten ihrer jeweiligen Anhänger niederschlagen.

Es macht doch gar keinen Sinn, die Probleme, die Religionen, bzw. Religionsgemeinschaften  miteinander haben, zu verschweigen!

Wir wissen doch aus der eigenen Geschichte, dass die Anhänger des Katholizismus und des Protestantismus (und dessen vielen Spielarten) nicht nur sanft und ökumenisch einwandfrei miteinander umgegangen sind. Münster, die Stadt in der Khorchide lehrt, ist doch ein beredtes Zeugnis für diese  Konflikte. Am großen Turm der Lamberti-Kirche zu Münster kann man heute noch die Käfige sehen, in denen die Ketzer ausgestellt wurden, bis die Vögel auch das letzte bisschen Fleisch von den Knochen gepickt hatten. Dreißig Jahre dauerte in Deutschland das Wüten der Religionen gegeneinander und auch nach dem Westfälischen Frieden herrschte allenfalls das Schweigen der Waffen aber doch keine Eintracht ALLER Christen miteinander. Und macht nicht auch gerade das Beispiel der Ketzer von Münster und der Dreißigjährige Krieg insgesamt deutlich, dass es keineswegs in den Auseinandersetzungen nur um den „rechten Glauben“, sondern auch und wohl vor allem um Politik und  „weltliche“ Macht, um Einfluss und Vermögen ging!

So wie auch die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen des Islam nicht nur und in erster Linie der Frage nach dem „wahren Islam“ dienen, sondern eben auch handfeste Machtinteressen verfolgen.

Das alles sollte doch in unserem schönen und ach so aufgeklärtem Deutschland offen zur Sprache gebracht werden können, verbunden mit dem Hinweis auf die möglichen Konfliktlinien, die sicher auch zwischen Christentum und Islam vorhanden sind oder zwischen einer weitgehend säkularen und einer  vorwiegend religiösen Gesellschaft.

Wir lösen die Probleme weder durch Mahnwachen, noch durch Wegsehen, Verharmlosen oder  Beschwichtigen.

Die Geschichten  über humorvolle Muslime, wie die, die uns der Professor aus Münster so blumig überreicht,  mögen zur Entkrampfung beitragen können, sofern sie nicht (wieder nur) dazu dienen sollen, uns Sand in die Augen zu streuen. Genau das aber steht zu befürchten und entspricht leider den Erfahrungen der letzten Jahre.

Aber was mich wirklich daran ärgert, ist die Tatsache, dass er sich nicht vorstellen kann oder will, dass Lieschen Müller lesen und im Internet surfen und rechnen  (1 und 1 zusammenzählen)  und sich dabei eine eigene Meinung bilden kann und diese sogar öffentlich vertreten DARF.

 

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Abu Afak, ein Mann sehr hohen Alters, wurde umgebracht, weil er Anekdoten über Muhammad verfasst hatte. Salem ibn Omayr tötete ihn auf Geheiß des Propheten, der zuvor die Frage gestellt hatte: „Wer wird für mich mit diesem Schurken fertig?“ Die Ermordung eines so betagten Mannes bewegte Asma bint Marwan dazu, respektlose Worte über den Propheten zu äußern. Dafür wurde auch sie mit dem Tode bestraft.“

(aus: Ali Dashti: 23 Jahre – Die Karriere des Propheten Muhammad, Verlag Alibri, Aschaffenburg 2003, S. 161)

2) „Ibn Chatal besaß zwei Sklavinnen, Fartana und ihre Freundin, die über den Propheten Spottlieder sangen. Mohammed ordnete deshalb an, diese beiden zusammen mit ihrem Besitzer zu töten“.

(aus: Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten, Tübingen/Basel 1976, S. 218)

 

Quelle:

„Liebet eure Feinde… 12. Januar, 2015

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, islam, israel, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
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…. segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen.“ Matthäus 5, 44

Das fällt mir  nicht leicht und manchmal scheint es mir schier unmöglich zu sein.

Gestern war ich in Aufruhr, als ich während der Berichterstattung über die große Demonstration für Einheit und Frieden in Paris ausgerechnet Mahmud Abbas in der ersten Reihe marschieren sah.

Ausgerechnet Abbas…

– ein Mann, der als Präsident einem Gebilde vorsteht, das nur wenig größer als die gesamte Region von Hannover und Braunschweig ist und  das nach seinem erklärten Willen aber „judenrein“ werden soll, wenn erst einmal der Status eines eigenen Staatswesens erreicht sein wird,

–  ein Mann, der Straßen und Schulen nach den Mördern jüdischer Kinder, Frauen und Männer benennen lässt,

–  der in seiner Doktorarbeit den Holocaust an den Juden leugnet,

–  der mit der mörderischen Hamas eine „Einheitsregierung Palästina“ bildet,

–  der den mörderischen Terror gegen Israel befürwortet,

–  der die Morde an Juden bejubelt und sogenannte Kollaborateure mit Israel hinrichten lässt,

–  der den Verkauf von Land an Juden mit dem Tode bestrafen lässt,

–  der  die Menschenrechte missachtet und  in den Dreck tritt,

–  der die arabischen Christen in seinem „Hoheitsgebiet“ auf üble Weise bedrängt und verdrängt,

–  der keine Möglichkeit auslässt, Israel und insbesondere Jerusalem die jüdische Geschichte und das jüdische Erbe       abzusprechen, der historisch- jüdische Stätten als ur-islamisch bezeichnet und Jesus Christus als den „ersten        Palästinenser“ bezeichnet.

Ich konnte und kann es immer noch nicht fassen, mit welch heuchlerischer Frechheit dieser Mann sich an einer Demonstration beteiligt, die dem Andenken ermordeter unschuldiger Künstler, Journalisten, jüdischer Supermarktkunden und mutiger Polizisten gewidmet war, die ein Zeichen setzen sollte für Toleranz, für die Rechte von Kunst und Kultur, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, die universalen Menschenrechte. Welch eine schreckliche Heuchelei, welch eine entsetzliche  Verhöhnung der Opfer. Lächelnd schüttelte ihm Frau Merkel die Hand – mir war es ein furchtbarer Graus…

Ich hatte Mühe, im Laufe des späten Nachmittags und Abend meine Fassung wieder zu finden.

Und dann plötzlich, weit nach Mitternacht  – beim abendlichen Zähneputzen dieser Gedanke, besser gesagt, die plötzliche Erinnerung an das Wort Jesu: „Liebet eure Feinde“:

„Das kann ich nicht!“, denke ich. „DEN nicht!“

Nun ist Herr Abbas nicht mein „persönlicher Feind“, ich kenne ihn ja nicht einmal von Angesicht zu Angesicht, weiß nur das von ihm, was ich über ihn lesen kann und gelesen habe.  Aber ich empfinde ihn als „Feind“. Als Feind vieles dessen, was mir wichtig ist, allem voran Israel.

„Segnet, die euch fluchen!“ sagt Jesus.

„Wie soll das gehen?“ denke ich, immer noch die Zahnbürste in der Hand.

Ich will es versuchen…. mit dem Segnen ist es schwierig, aber daran denken, dass auch er ein  von Gott geliebter Mensch ist, das kann ich, auch wenn es schwer fällt und so vertraue ich ihn betend Gottes Gnade an.

 

Was aber nun  nicht gleichfalls bedeutet, dass ich ihn zukünftig NICHT kritisieren werde….  das eine schließt das andere nicht aus.

Und hier noch einmal Matthäus 5, 44 im Kontext:

43Ihr habt gehört, daß gesagt ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“ 44Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, 45auf daß ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.…

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