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Paradoxe Situation…. 7. Januar, 2015

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, islam, medien, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
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Heute titelt welt-online so:

Wo der Hass auf Christen besonders groß ist

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Wenn ich mir die Karte anschaue, sind es mit wenigen Ausnahme wie Nordkorea, China, Indien  und Laos zum Beispiel, allesamt Ländern, in denen der Islam vorrangig und gleichzeitig politisch-ideologische Basis ist.

Die oben genannte paradoxe Situation ergibt sich heute für  mich aus diesem Sachverhalt:

In meinem Heimatblättchen, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ werde ich heute ebenfalls in einem größeren Artikel mit dem Islam konfrontiert, allerdings läuft die dortige Darstellung in die gegenläufige Richtung, heißt es doch in dem Artikel, der sich mit PEGIDA beschäftigt:

„Der Widerstand gegen die erste Demonstration der islamfeindlichen Pegida-Bewegung am Montag in Hannover bekommt immer mehr Wucht. ….  Nach HAZ-Informationen wollen sich die Islamfeinde, die in Hannover als Hagida („Hannoveraner gegen die Islamisierung des Abendlandes“) auftreten am Montag gegen 17.30 Uhr am Steintorplatz versammeln und von dort zum Opernplatz ziehen. …“

(Hervorhebung von mir, Quelle: HAZ, Mittwoch, 7. Januar 2015, Nr. 5, Seite 12)

An keiner einzigen Stelle ist in dem Artikel die Rede davon, dass es durchaus kritikwürdige Aspekte an der „Religion des Friedens“ – wie es in der Selbstdarstellung von Muslimvertretern immer wieder heißt –  gibt. Kritik am Islam ist im Rahmen der Pegida-Debatte  ganz offenbar und  absolut unerwünscht, vielmehr werden alle Menschen, die sich kritisch zum Islam äußern oder es gar wagen, gegen ihn Stellung zu beziehen, als ISLAMFEINDE gebrandmarkt.

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich kritisch zum Islam stehe. Und ich habe in der Diskussion um PEGIDA sehr eindeutig gesagt, dass ich weder zu den Unterstützern dieser Bewegung gehöre, noch selbst an einer Demonstration teilnehmen würde.

Nach der Ansicht der Autoren (Tobias Morchner und Andreas Schinkel) des HAZ-Artikels bin ich eine Islamfeindin, der man mit „Wucht“ entgegentreten muss.

Vielleicht sollte ich gerade deshalb an der Pegida-Demonstration teilnehmen, um denen ins Gesicht zu sehen, die völlig undifferenziert Menschen einen Stempel aufdrücken und dies in dem Bewusstsein, das Richtige zu tun.

„Richtig“ muss es ja sein, wenn sich der Ministerpräsident, Stephan Weil, der Innenminister, Boris Pistorius, die Sozialministerin, Cornelia Rundt, der Oberbürgermeister, Stefan Schostok, linke Gruppen, verschiedene Migrantenorganisationen, Gewerkschaften, Vertreter aller Parteien und Religionsgemeinschaften den Demonstranten gegen Hagida anschließen. Wo die Mehrheit ist, findet sich vermutlich auch Erkenntnis, Wahrheit und Gewissheit.

Die Gewissheit über das was richtig oder falsch ist, ist mir in dieser Frage längst abhanden gekommen –  wenn ich sie denn je gehabt hätte.

Was ich mir aber bewahren möchte, ist der kritische Blick auf die Situation und die Ereignisse selbst, auch wenn ich damit zur FEINDIN erklärt werde von denen, die es doch so gut mit Hannover und ALLEN? seinen Bürgerinnen und Bürgern meinen.

Eine Frage möchte ich an die Runde der PEGIDA-Gegner stellen:

Wo wart IHR ALLE als im Sommer 2014 eine sehr kleine Schar auf dem Kröpke stand, um gegen Antisemitismus in Deutschland und für ISRAEL und dessen Recht auf Selbstverteidigung und Eigenstaatlichkeit einzustehen? Damals standen wir mit vielleicht 150 bis 200 Leuten ziemlich verloren da und die Polizei musste einige „Südlander“ davon abhalten, unsere bescheidene Solidaritätskundgebung zu stören.

Wie ich ansonsten mit dieser paradoxen Situation umgehe?

Ich sollte mehr beten!

NACHTRAG passend zum Tag:

In Paris hat es einen schrecklichen Terroranschlag auf das Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ gegeben, es wird von Verletzten und 11 Toten berichtet, aber nur in den nicht-deutsch-sprachigen Medien erfährt man, dass die Täter  sich auf Allah und Mohammed bezogen, während sie um sich schossen….

spiegel-online

The Telegraph

auch welt-online  lässt nur sehr indirekt durchblicken, dass die Attentäter vermutlich „beleidigt“ waren wegen einiger satirischer Beiträge über den Propheten und seine Anhänger….

DAS macht mich richtig wütend.

!4.!4 Uhr

Jetzt, wieder einige Zeit später, räumen auch unsere Berichterstatter ein, es könne sich um islamischen Terror gehandelt haben.

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Kommentare»

1. Eitan Einoch - 7. Januar, 2015

„Die Terroristen hätten mehrfach „Allah ist groß“ skandiert. Nach Augenzeugenberichten sollen sie bei dem Überfall auch „Wir haben den Propheten gerächt“ gerufen haben.“

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/paris-tote-bei-anschlag-auf-charlie-hebdo-a-1011717.html

2. Rika - 7. Januar, 2015

Eitan Einoch, diesen Zusatz gab es bei spiegel-online und nahezu allen anderen deutschen Medien erst, als er nicht mehr zu verleugnen war.
Bis dahin war nur über die Tat zu lesen. Ich habe es fast zeitgleich mitbekommen und entsprechend in den Nachrichten der diversen Medien verfolgt!

Eitan Einoch - 7. Januar, 2015

Das überrascht mich nicht. Aber Hand aufs Herz, wer soll es denn sonst gewesen sein? Vielleicht Buddhisten, die in ihrer Kindheit kein Nintendo spielen durften?

3. Rika - 8. Januar, 2015

Ich wollte es gestern nicht so offen sagen, Eitan, aber ich denke, es war der Mossad…….

Nein, im Ernst, ich finde es schon über alle Maßen befremdlich, wie unsere Medien mit den Ereignissen in Paris umgegangen sind.
Fürchterlich die Frau des ZDF vor Ort, sie wand sich wie ein Aal, als sie nach ihren Vermutungen bezüglich der Täter gefragt wurde.
Schrecklich die Kommentare in den ÖfRen und geradezu unterirdisch die Stammtischrunde bei Plasberg, wobei der Gastgeber fast noch schlimmer war als die Gäste – mit einer einzigen Ausnahme:
Roland Tichy !

Da soll man dem deutschen Nachrichtenwesen noch vertrauensvoll begegnen? Misstrauen ist angesagt bei allem, was einem die Herrschaften so als Nachricht auftischen… am ehrlichsten sind sie noch in den Kommentaren … da weiß man wenigstens, dass sie eine Meinung und keine Nachricht weitergeben.

4. Jens Frank Fotografie - 8. Januar, 2015

was hat ihnen an roland tichy gefallen?


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