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Mein kurzer, subjektiver Zwischenruf…. 11. März, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau, politik.
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Nein, die Sendung gestern habe ich nicht gesehen, weil ich Quasselsendungen, auch „Talkshow“ genannt, grundsätzlich meide.

Darum kann und will ich auch nicht auf  „Menschen  bei Maischberger“ eingehen, wohl aber meinen kleinen und gar nicht feinen Kommentar zu einem Bericht im focus abgeben, dort heißt es über einen Redebeitrag von Frau Künast – Bündnis 90 / Die Grünen:

Höhepunkte der peinlichen Art liefern nur die aberwitzigen Vergleich der ehemaligen Grünen-Chefin Renate Künast: Sie entschärft Thiels Argumente mit Passagen aus dem Alten Testament („Auge um Auge, Zahn um Zahn“) und argumentiert, dass das Christentum zu Zeiten von Hexenverbrennung und Kreuzzügen ja auch nicht besser gewesen sei.

Sie fragt allen Ernstes: Warum wird der Koran für seine Rückständigkeit kritisiert, Romane aus dem 18. Jahrhundert aber nicht für ihr konservatives Frauenbild?

Wie kann eine studierte Juristin und eigentlich kluge Frau so einen – Verzeihung –  BULLSHIT von sich geben, so er denn tatsächlich so geäußert worden sein sollte? Ist das politisch motiviertes Theater? Desinformation oder gar Dummheit? Absichtsvolle Falschbehauptung? Die Passage aus dem Alten Testament mit Auge und Zahn ist in der Vergangenheit sooo oft falsch interpretiert und anschließend von Theologen und Rabbinern klar gestellt worden, dass man sie doch nun wirklich nicht als Argumentation gegen die Bibel nutzen kann, schon gar nicht, wenn Jura die eigene Profession ist, stellt doch gerade diese Passage eine der frühesten und  wichtigsten Überlieferungen einer durchaus   „modern“ zu nennenden  RECHTSVORSCHRIFT da, die eben nicht, wie so häufig falsch interpretiert, einem blinden Rachegedanken Raum gibt, sondern die Verhältnismäßigkeit von Schaden und Schadensersatzleistung regelt. Ist es Rücksichtnahme auf Muslime? Oder doch einfach nur Wichtigtuerei um jeden Preis, weil der Stern der eigenen Macht und Berühmtheit langsam aber sicher unter den Horizont der  öffentlichen Wahrnehmbarkeit sinkt? Und was den Vergleich eines „heiligen“ religiösen Buches mit der Unterhaltungsliteratur des 18. Jahrhunderts angeht, da will ich zugunsten der Gescholtenen und in freundlicher Barmherzigkeit  einen spontanen und gründlichen Blackout vermuten, der für einen derartige Fehlleistung gesorgt hat.

Wie auch immer, mich bestätigt dieses Verhalten   (und mehr noch so eine Selbstdarstellung der geistigen Verfassung einer wesentlichen Protagonistin der Partei)  in meinem festen Vorsatz, dass ich nie und nimmer diesen Verein wählen werde…..

Ja, ja, auch in anderen Parteien gibt es Tölpel, Dumme, Selbstdarsteller, Lügner und… und… und…!  Sie – die Politiker –  sind allemal  auch einfach nur Menschen wie Du und ich. Aber kaum eine andere Partei schwingt sich auf, als Besserwisser die Welt zum Guten zu verändern, wie es „Die Grünen“ nun einmal tun. Das fing mit dem Dosenpfand an und hört mit Windradanlagenwäldern noch lange nicht auf….

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Kommentare»

1. Paul - 12. März, 2015

Liebe Rika,
Zustimmung und lang anhaltender Beifall für Deine Philippika.
Auch die Nachsicht des sehr Nachsichtigen ist mal erreicht.

Herzlich, Paul

2. Paul - 12. März, 2015

Was ist den heute mit mir los?
„Auch die Nachsicht des sehr Nachsichtigen ist mal erreicht.“ – ist natürlich Quatsch.

Sie ist mal zu ende, erschöpft, überfordert.
Oder:
Auch der friedfertigen Rika „geht mal der Hut hoch.“

Herzlich, Paul

3. Rika - 12. März, 2015

Danke, lieber Paul,
dass Du mir das Attribut „friedfertig“ trotz meiner oft so kratzbürstigen Kommentare zugestehst!
Ja, es geht mir der Hut hoch und ich muss gestehen, dass das leider gar nicht so selten passiert … aber nicht immer seinen Niederschlag hier findet….
Mein Liebster könnte Dir ein Lied davon singen…. wobei der Hut nur äußerst, äußerst selten des Liebsten wegen hoch geht, er aber dennoch nicht „amused“ ist, wenn ich mich über dies und das echaufiere…. siehe dazu Sprüche Salomos, 25, 24
Mit lieben Grüßen
Rika die friedlich zankende 🙂

4. Paul - 12. März, 2015

Liebe Rika,
ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor:
Salomo 25,24:
„Die aber gerecht richten, denen geht es gut, und reicher Segen kommt auf sie.“

Du hältst Dich an Matthaeus 7:1. (Darum bemühe ich mich auch.)

Jedenfalls lässt Dein Zwischenruf für mich keine andere Schlussfolgerung zu.

Zanken, Streiten, Meckern, „Hut hoch gehen“, bedeuten nicht, dass ich richte, sondern, dass ich meine Meinung unmissverständlich kund tue.

An meiner Tür hängt der Spruch:
„Meckern ist wichtig, nett sein kann jeder.“

Einem Streitgespräch gehe ich nicht aus dem Weg. Es macht mich fassungslos, wenn aus einem Streit Verärgerung oder Feindschaft entstehen.

Streitgespräche haben die Wissenschaft und damit die Menschheit durch Erkenntnisgewinn vorangebracht.

Leider ist „Streit“ ein bei uns negativ belasteter Begriff. Nennen wir es doch lieber Diskussion, Disput.
Das war Dein Zwischenruf.
Jedenfalls für mich.

Herzlich, Paul


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