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Was will er denn in Tel Aviv? 15. März, 2015

Posted by Rika in araber-"palästinenser", israel, meine persönliche presseschau, politik.
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Ayman Odeh sei der neue Stern am israelischen Polithimmel, schwärmt Gil Yaron bei welt-online.

Seine Lobeshymne auf den arabischen Israeli, der sich laut Yaron anschickt mit seinem Parteienbündnis  die drittstärkste Kraft im israelischen Parlament, der Knesset, zu werden, ist mit

„Ein Araber auf dem friedlichen Marsch nach Tel Aviv“

übertitelt.

Nun steht die Knesset meines Wissens nach in Jerusalem, der Hauptstadt des Staates Israel.

Was, um alles in der Welt, will der Mann dann in Tel Aviv?

An den Strand gehen? In die Disco? Shoppen?

Nein, natürlich nicht! Er will ins Parlament!  Da aber nach Lesart der Deutschen die Regierung Israels „in Tel Aviv“ verortet wird,  muss welt-online in einer wunderbaren Doppeldeutigkeit und  aller geografischen Gegebenheiten des Sitzes der Knesset zum Trotz behaupten, der Mann sei unterwegs nach Tel Aviv.

Dahin will er allerdings auch, schreibt Herr Yaron:

Und so setzt er auf friedliche Mittel, will einen „Marsch der Millionen“ auf Tel Avivund Jerusalem organisieren, um die Bürgerrechte der Araber einzufordern,

Na klar, die israelischen Araber haben keine Bürgerechte (Wahlrecht, Teilhabe an Bildung und öfffentlichen Aufgaben usw), sie stellen zwar  Abgeordnete in der Knesset, können Richter, Lehrer und Ärzte werden, dürfen sogar in der Armee dienen, haben aber ansonsten keinerlei Bürgerrechte….  Wie das?

An Martin Luther King nehme er sich ein Beispiel, der habe ja auch mit friedlichen Mitteln seine politischen Ziele verfolgt.  Großartige Ziele hat Herr Odeh vor Augen:

Laut eigenen Angaben hat er zwei Vorhaben: „Das eine besteht aus 80 Punkten, wie wir innerhalb von zehn Jahren die sozialen Unterschiede in Israel überwinden. Das andere ist nur ein Punkt: verhindern, dass die Rechte wieder regiert.“

Der 80-Punkte-Plan zur Überwindung der sozialen Unterschiede ist für die Galerie und wird, wie alle linken Fünf- oder Zehnjahrespläne im einstmals real existierenden Sozialismus der DDR zeigten, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit scheitern.

Bleibt der andere „nur ein Punkt“. Rechte verhindern. Um das zu erreichen  schmiedete Ayan Odeh eine interessante Allianz, dazu lesen wir:

Seit Jahren sinkt die Wahlbeteiligung von Israels Arabern, die ohnehin bereits unter dem jüdischen Durchschnitt lag. Andere erwogen, für jüdische Parteien zu stimmen. Bis Ayman Odeh vor wenigen Wochen Islamisten, Kommunisten, ultralinke Juden und palästinensische Nationalisten einte

Hervorhebung von mir.

Islamisten und ultralinke Juden, das hat ein Geschmäckle…. Terroristen und jüdische Selbsthasser im Verein mit palästinensischen Nationalisten, da muss und wird es doch dank der vereinten Kräfte auch in absehbarer Zukunft endlich klappen mit dem Traum des Palästinenser-„Präsidenten“ Dr. Holocaustleugner Abbas von einem von Juden befreiten Staat „Palästina“  mit der Hauptstadt Jerusalem … glorreiche Zeiten könnten anbrechen.

Doch die Einschränkung, diese Allianz könne nicht von langer Dauer sein, wird  ein paar Zeilen weiter gleich mitgeliefert…

Nun denn… bleibt der Marsch….. möge der Kandidat und seine Followers  ohne Blasen an den Hacken in Tel Aviv ankommen….

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Nebenbei bemerkt:

Heute, 16. 3. 2015,  bei welt-online ein wunderbarer Kommentar Broders zu den Wahlen in Israel und dem Deutschen Bemühen, endlich den Konflikt zwischen Israelis und „Palästinensern“ zu lösen.

Für die Deutschen ist Netanjahu ein rechter Buhmann“

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Kommentare»

1. caruso - 18. März, 2015

Wie das Beispiel Gil Yaron wieder einmal zeigt: Judesein allein schützt nicht vor Dummheit. Sagt eine alte Jidene. – Und die „Welt“? Der Presse ist es anscheinend vorgeschrieben, welche Stadt Israels Hauptstadt sein soll. Was die Bewohner des Staates Israel wollen und was auch der Realität entspricht, ist wurscht. Was ich nicht sehen will, das gibt es nicht – ist die Parole der Politik.
lg
caruso


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