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Terror ist Terror! 31. Juli, 2015

Posted by Rika in araber, israel, terrorismus.
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Vielleicht, so denke ich in diesem Moment, habe ich mich zu sehr darauf konzentriert, den Terror GEGEN Juden in den Fokus meiner Aufmerksamkeit zu rücken und habe dabei viele kleine Anzeichen für Terror VON  Juden schlicht ausgeblendet.

Was aber in den letzten Tagen passiert ist, lässt sich nicht ausblenden und lässt sich auch nicht entschuldigen, so bitter  das für eine erklärte „Freundin Israels“ auch immer sein mag.

Terror ist Terror –  feige, hinterhältig, grausam, menschenverachtend tödlich –  und durch nichts und gar nichts zu rechtfertigen!

Nicht durch eine schwere Kindheit oder untragbare soziale und politische Verhältnisse und erst recht nicht durch „Heilige Schriften“, welcher Religion auch immer.

Es macht mich fassungslos und traurig, von dem Anschlag auf die Gay-Parade***  in Jerusalem zu hören. Zwar kann ich verstehen, dass es frommen Menschen, die sich an Torah, Bibel oder Koran orientieren, völlig gegen den Strich geht, wenn Lesben und Schwule offenherzig gewandet und fröhlich ihre Liebe demonstrierend durch die Straßen ziehen….  (das gilt  vermutlich auch in Bezug auf Heteros, die zu lauter Musik feiernd und knutschend  in schrillen und anzüglichen Gewändern die freie Liebe propagieren…)  ABER ich finde jeden Akt von Gewalt gegen diese Form der Lustbarkeit im öffentlichen Raum absolut inakzeptabel, zumal es jedem Gegner derartiger Events doch vollkommen frei gestellt ist, die entsprechende „Lustmeile“ zu meiden und so dem Ärgernis aus dem Weg zu gehen. (Die Besonderheit dieses Attentats, auf die ich hier nicht näher eingehen will, die aber dennoch zu berücksichtigen ist,  beschreibt Audiatur)

Ich bin in einer christlich-frommen Familie aufgewachsen und diese Familie gehörte zu einer Gemeinde, die sich (zur damaligen Zeit) sehr strikt gegen jede Form von „Lustbarkeit“ wandte, egal ob Kino, Kirmes, Theater oder Schützenfest. Mir hat das nichts ausgemacht, ich war es nicht anders gewohnt. Meine Eltern erzählten aus dieser meiner Kinderzeit – ich muss 6 oder 7 Jahre alt gewesen sein –  gern folgende Geschichte: In unserer Stadt war Kirmes und nahezu alle Kinder meiner Umgebung gingen natürlich mit ihren Eltern und Geschwistern auf die Kirmes. Ich nicht. Natürlich nicht. Ein Nachbarkind, mit dem ich viel spielte, fragte mich, ob ich nicht mitgehen wolle. „Nein“, war meine Antwort, „auf der Kirmes ist der Teufel“. So hatte ich es gehört und so glaubte ich es. Am Tag darauf trafen der Nachbarjunge und ich wieder aufeinander. „Du Ulli“, sagte er, „du kannst ruhig auf die Kirmes gehen, ich habe genau aufgepasst, der Teufel war nicht auf der Kirmes!“

Nein, der Teufel mit Hörnern und  Pferdefuß war ganz gewiß nicht auf der Kirmes.  Allerdings  hatte ich schon damals wohl keine konkrete Vorstellung vom Aussehen des Teufels, so wenig ich eine bildhafte Vorstellung von Gott hatte, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern.  Ich bin aber in den weiteren Jahren bis zu meinem Erwachsensein immer wieder mit der Frage konfrontiert gewesen, ob eine Party zu der ich eingeladen war, ein Kinobesuch den meine Freundinnen mit mir machen wollten, die Tanzstunde die für junge leute in dem Alter nahezu obligatorisch war, mit meinem Glauben in Einklang zu bringen sei. Und manchmal habe ich mich dagegen entschieden an einer derartigen Veranstaltung teilzunehmen.

Warum ich das so ausführlich schreibe? Ich will damit verdeutlichen, dass mir die Strukturen in denen „Fromme“ aufwachsen, glauben und denken, sehr vertraut sind und ich nachvollziehen kann, was in ihnen vorgeht, wenn sie mit Verhaltensweisen konfrontiert werden, die ihren religiösen Überzeugungen zuwider laufen.

Aber gerade weil ich das aus eigener Erfahrung kenne, lehne ich Gewalt (in jeder Form – auch in verbaler) zur Durchsetzung religiöser Vorschriften und zur Umsetzung strikter,  religiös ausgerichteter Verhaltensweisen ab.

Die Weisungen Gottes, der Bibel, die Gleichnisse, Predigten und Lehren Jesu, habe ich im Laufe meines Lebens als ein großartiges Angebot an mich, an uns Menschen zu verstehen gelernt, ein Angebot Gottes aus Liebe zu uns Menschen. Und diese Liebe Gottes zu uns schließt Gewalt gegen andere „geliebte Menschen Gottes“ vollkommen aus.  Ich kann immer nur für mich selbst entscheiden, ob und wie ich die Lehre Jesu umsetze, ich kann nicht meinen Nächsten dazu zwingen, es so zu verstehen und zu handhaben, wie ich es tue. Manchmal ist das schwer. Und manchmal lege ich schon einen ziemlich „missionarischen Eifer“ an den Tag, um andere von „meiner Wahrheit“ zu überzeugen,  wie der Liebste immer mal wieder missbilligend feststellt….  und mich damit wieder auf den Teppich holt.

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Und heute – heute eine weitere schreckliche Nachricht über einen Anschlag. Das macht mir zu schaffen.

Welche Motive haben die jungen(?) Männer, die in einem Dorf in der Nähe Rammalahs zwei Häuser in Brand setzten und damit die schweren Verletzungen der Bewohner und  den Tod eines Babys zu verantworten haben?  Spielt die Religion auch hier eine Rolle? Isr es die gleiche Überzeugung, das Land gehöre nur und ausschließlich ihnen, wie sie auch die Anhänger der Fatha und Hamas immer wieder als Begründung für ihren Kampf gegen Israel zum Ausdruck bringen? Noch ist das Spekulation, wenngleich man befürchten muss, dass es – wie in jeder Gesellschaft – auch in der israelischen Gesellschaft Menschen gibt, die die vermeintlichen und die  berechtigten Interessen der israelischen Juden um jeden Preis und mit allen Mitteln – auch denen der Gewalt – verteidigen und erkämpfen.

Die Brandstiftung  ist eine schreckliche Tat. Und sie steht vermutlich und leider in einer Reihe von Anschlägen, die in den letzten Jahren gegen Muslime und  / oder Christen verübt wurden (siehe Einschub). Es seien „die Siedler“, national-religiöse Siedler wird bei diesen Anschlägen – wie dem auf die Brotvermehrungskirche  – vermutet.

Siehe dazu diesen Einschub:

„Die von den Aktivisten aufgebaute Taktik, um schrittweise die „Erlösung“ herbeizuführen, ist, „Schwachpunkte“ in Israel zu treffen. Damit wollen sie Debatten auslösen und so Unterstützer gewinnen. Die Gruppe wurde von einem Aktivisten aus Jerusalem angeführt, der nun in Safed lebt. Aufgrund der von ihm ausgehenden Gefahr hatte man ihn bereits mit einer einjährigen Zugangssperre für Judäa, Samaria und Jerusalem belegt.

Die Zelle begann zunächst mit anti-christlichen Aktivitäten, darunter ein vandalistischer Angriff gegen das Dir Rafat Kloster im April 2014. Auch versuchten sie – erfolglos – den Israelbesuch des Papstes zu stören. Im vergangenen Jahr begannen sie mit schwerwiegenderen Brandanschlägen gegen palästinensische Häuser, so am 23. November 2014 in Khirbet Abu Fellah und im Dezember 2014 in A-Dirat im Süden Judäas.

In den letzten Monaten mehrten sich die Angriffe der Zelle gegen christliche Ziele wie die Dormitio-Abtei und die Brotvermehrungskirche. Die anti-christliche Stimmung nahm in der letzten Zeit noch zu. Auf dem Blog des Anführers war am 20. Mai zu lesen, dass „nur diejenigen Juden genannt werden, die den Götzendienst verweigern, gegen das Christentum kämpfen und anstreben, Kirchen aus dem Heiligen Land zu entfernen“.

Die ISA und die Polizei verfolgen mit größter Ernsthaftigkeit jegliche Absicht oder Aktivität von Angriffen auf religiöse Stätten im Staat Israel und kooperieren miteinander, um die Aktivistenzellen zu zerschlagen.“  

Quelle:http://newsletter.israel.de/i/f-Q4Xqb4eT72EvFGzIr_XveAYKlWw3Xt#86dc67e7-34a7-4c9e-bced-6fe57afe29c3  ]

Auch diese Anschläge sind ver- und zerstörend, wobei das in doppelter Hinsicht gilt: Sie zerstören in der Realität Häuser, Dinge, Sachen menschliches Leben  und sie zerstören Vertrauen und Zutrauen in die Kraft eines friedlichen Miteinanders. Für mich ist das verstörend, denn es stört mein ideales Bild vom friedlichen Israeli, der in Frieden mit seinen Nachbarn leben will. Zum Glück, so rette ich mich in den Glauben an ein friedliches Israel, ist die überwiegende Mehrheit der Israelis gegen Anschläge dieser Art, und gegen ein ausschließlich nur für Juden offenes Israel. Vor allem aber steht die israelische Regierung den terroristischen Anschlägen – verübt von Israelis – mit Entschiedenheit entgegen.

Und so finden sich dann auch sehr schnell die Reaktionen der politischen Verantwortlichen, die die Anschläge – insbesondere den der letzten Nacht, aufs Schärfste verurteilen….

Damit allerdings unterscheidet sich die israelische Politik und Gesellschaft dann doch von der der Nachbarn in Ramallah und Gaza, wo jeder gelungene Anschlag gegen Juden und Israel gefeiert und bejubelt wird.

Ich aber  will mich nicht dem Vorwurf aussetzten und schon gar nicht der Versuchung erliegen, auf einem Auge blind zu sein.

TERROR IST TERROR  und er ist zu ächten und zu verurteilen, gleichgültig wer ihn verübt und welche Motive ihn dazu bewegen.

Und so werde ich auch in Zukunft die benennen, die vermeintlich mit der Rückendeckung ihrer Religion, seien es Christen oder Juden oder Muslime, Terror gegen Andersgläubige inszenieren mit Worten oder Taten.

Und hoffe dabei sehr, dass mich jemand auf den „Balken in meinem Auge“  hinweist ….

…………………………………

*** Ein, wie ich finde, bemerkenswertes Argument darf angesichts der Tragödie nicht unter den Tisch fallen, über facebook wurde ich darauf aufmerksam: So abstrus das klingt, aber: Das Attentat des ultra-orthodoxen Fanatikers wurde überhaupt erst möglich, weil es in Jerusalem einen Pride gibt. Das ist für den Nahen Osten eine absolute Ausnahme. Neben Tel Aviv handelt es sich bei dem Jerusalem Pride um den einzigen Pride, der in dieser Region überhaupt möglich ist.“   Quelle: http://www.gaystream.info/#!Was-wir-nach-der-Messerattacke-auf-dem-Jerusalem-Pride-nicht-vergessen-sollten/cjds/55bb40760cf285bbf3017203

Über jüdischen Terror schreibt Ulrich Sahm: Einblicke in eine jüdische Terrororganisation

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Fremde Feder: Die Tagesschau hat wieder zugeschlagen 27. Juli, 2015

Posted by Rika in aktuell.
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Niemals, da bin ich ziemlich sicher, werden es Chayas bemerkenswerte Beiträge als Ergänzung zu Richard C. Schneiders „Reportagen“ in die ARD schaffen. Deshalb halte ich es geradezu für meine Blogerinnenpflicht, ihre sehr erhellenden Kommentare hier weiter zu reichen.

Dass ich kein ausgemachter Fan von Herrn Schneider und der   ARD   Nachrichten   und  Berichterstattung über und aus Israel bin, gebe ich gerne zu....

Das ZDF ist allerdings und   leider   keinen Deut besser!

Ich, die Siedlerin | Eine jüdische Stimme aus Judäa

(…und ich hatte mich schon auf die „Thementage“ gefreut…. 😦 )


schneiderschauDie Tagesschau hat wieder zugeschlagen!
Das bekannteste Sprachrohr für palästinensische Belange in Deutschland, das ARD-Studio in TelAviv, unter der Regie ihres Nahost-Korrespondenten Richard Chaim Schneider, bereitet sich für den nächsten Beitrag zum Thema Israel vor.
Und wie könnte es auch anders sein? Im Mittelpunkt stehen natürlich Palästinenser.In diesem Beitrag sind es solche, die sich mangels Baugenehmigung und ohne Interesse daran, sich in den dutzenden von palästinensischen Städten und Dörfern der Hebron-Berge anzusiedeln, ihr eigenes illegales Blechdorf aus dem Boden stampfen, es nach den Ruinen der antiken jüdischen Stadt Sussia nennen, die sich im Umkreis von einigen hundert Metern  befinden, und sich dann über die Zwangsräumung durch Israel beschweren.

Allgemeinansicht:  Region der südlichen Hevron-Berge Allgemeinansicht:
Region der südlichen Hevron-Berge

Der Rechtsstreit um die arabische Besiedelung zwischen den Ruinen der antiken Stadt Susya und ihrem Ausgrabungsgebiet, und der 1983 wenige Kilometer weiter von ihr gegründeten jüdischen Siedlung Susya…

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Sein Hut, der hat vier Ecken…. 20. Juli, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Da steht er nun, der Hut, und es ist eine helle Freude ihn zu betrachten.

Es ist, so wurde uns erzählt, bei den Chemikern an der Uni in Hamburg ein beliebter Brauch, dem „Delinquenten“ nach der Verteidigung, der Disputation im Promotionsverfahren,  einen eigens für ihn gestalteten Doktorhut zu überreichen.  Und so ist auf dem Geviert des Hutes alles  das versammelt, was den damit frisch dekorierten jungen Mann auszeichnet, bzw. und besser gesagt, was typisch ist für ihn abseits des akademischen Betriebes, dem er lang genug angehörte, um  den Kolleginnen und Kollegen Gelegenheit zu bieten,  die  diversen Eigenheiten und Eigenschaften kennenlernen und studieren zu können.

Wieviel Arbeit in diesem Hut steckt, denke ich …  und meine beides, die Arbeit „am“ Hut und  die Arbeit „für“ den Hut:   die lange Zeit des offiziellen Lernens an Schule und Universität –  Büffeln für Prüfungen und Klausuren, wieder und wieder,  Laborarbeit während der gesamten Studienzeit, Schreiben der Bachelorarbeit, der Masterarbeit und schließlich ganz gezielt das Arbeiten für die Doktorarbeit im Labor und das Schreiben der Arbeit selbst.

Dankbar sind wir, die Eltern, dass wir unseren Sohn all die Jahre begleiten konnten, seinen „offiziellen Lernweg“ ebenso wie das Lernen, das das Leben selbst mitbringt, erfordert, ausmacht …   das Miteinander in der Familie und den sozialen Strukturen – Freundschaften, Kolleginnen und Kollegen, Gruppen in Freizeit und  Gemeinde.

Wir freuen uns mit ihm über „den Hut“ und darüber, dass er immer noch der liebenswerte „Kleine“*** ist, eingebettet in den Kreis seiner Geschwister und der Familie. Und so waren wir als Familie auch (fast) alle  dabei, als er im Hörsaal seine Dissertation „verteidigte“  –  dabei will ich gerne gestehen, dass es mir ebenso  ging wie meinem kleinen Enkel, der seinen Vater flüsternd fragte: „Papa, was redet der Bias da?“,  denn außer den Wörtern in den einleitenden und  verbindenen Sätzen  verstand ich eigentlich so gut wie nichts von dieser doch sehr eigenen Sprache mit der Chemiker die Wirksamkeit bestimmter Stoffe, Verbindungen und Verfahren beschreiben. Es war dennoch sehr beeindruckend für mich diesem Vortrag zu folgen, den „der Kleine“ souverän, flüssig und eloquent vor dem Publikum aus Prüfungsausschuß, Kolleginnen und Kollegen seiner Arbeitsgruppe,  Studierenden, Freunden hielt – so als hätte er in den letzten Jahren nichts anderes getan, als wissenschaftliche Referate und Vorträge zu halten. Die anschließende Befragung bewältigte er sicher und mit konzentrierter Aufmerksamkeit…..  Mutterherz, bleib ruhig!  Er macht es so gut!

Der erste Gratulant war sein Doktorvater –  ihm schlossen sich die beiden prüfenden Professoren an und dann in langer Reihe alle im Hörsaal Anwesenden, der Liebste schätzte sie auf etwa 60 Personen.  …  „der Hut“  wurde überreicht und anschließend   lange und ausführlich gefeiert …. An dieser Stelle sei es erlaubt, nicht nur die HutbastlerInnen lobend zu würdigen, sondern auch die netten Menschen, die mit vielen Köstlichkeiten das Buffet bereicherten und die „Feierlocation“ gestalteten und dekorierten! Chapeau!

Welch ein wunderschöner Tag!

Doktorhut Tobias

Herzlichen Glückwunsch, lieber Tobias!

Alles Gute und Gottes Segen für Deinen weiteren „Lern- und Lebensweg“!

“Sagt allezeit für alles dem GOTT und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus.” Epheser 5,20…   Das fällt an solch einem Tag ganz leicht….

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*** Unsere beiden jüngsten Kinder wurden von ihren Geschwistern (und auch von uns Eltern) immer  zusammenfassend „die Kleinen“ genannt … und manchmal nenne ich sie immer noch so…. und scheine dabei zu vergessen, dass die „Kleinen“ doch inzwischen „groß“ sind und  wunderbare, erwachsene Menschen und „der Kleine“  ein Mann !  Ich bin so dankbar für diese tiefe Verbundenheit zu ihm –  wie wir sie zu allen unserer Kinder haben und die Kinder untereinander…  Ja, Dank sei GOTT, wem sonst.

Zwischenschritt…. 19. Juli, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Zwischenschritt….?

Der scheint mir nötig, denn ich will über etwas gänzlich Anderes schreiben, als das, was hier in den letzten Einrägen steht.

Und damit es nicht so völlig unpassend aufeinander folgt, gibt es dies hier als „Zwischenschritt“ …

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MEDION Digital Camera

Iris am Teich

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Märchenhaft…. 17. Juli, 2015

Posted by Rika in atomabkommen, gesellschaft, iran, israel, politik, terrorismus.
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Seitdem der Klatsch-und Tratschpresse der Pfauenthron verloren ging – den jüngeren Lesern sei gesagt, dass einst die Hofberichterstattung aus dem Palast des Schahs von Persien zu der beliebtesten Wochenlektüre der Deutschen (Frau) gehörte und es ein überaus tragischer Verlust für alle Friseursalonbesucherinnen war, als diese mit der triumphalen Rückkehr des erzkonservativen Ajathollah Ruholla Chomeini aus seinem Pariser Exil abrupt zum Erliegen kam -, also seitdem hat es kaum so einen Jubel über Persien – besser bekannt als Iran –  mehr gegeben.

Allerdings jubeln weniger die Friseure und ihre treuen Kundinnen, als vielmehr die vielen, vielen großen und kleinen Geschäftemacher, die nun die glänzende Sonne des Mammon über Teheran aufgehen sehen. Der Wirtschaftsminister höchstselbst gibt den Startschuss und alle, alle werden ihm folgen. Nebenbei werden auch die Hersteller von Scheuklappen wahnsinnig gute Geschäfte machen. Denn die – ich meine die Scheuklappen – wird man im Land der Mullahs wohl brauchen, damit man die Menschenrechtsverletzungen einfach nicht zu Gesicht kriegt. Denn uns hier in Deutschland ist die Wahrung und Verteidigung der Menschenrechte sehr, sehr wichtig und unsere reisenden Staatsdiener mahnen sie überall an, wo immer und  wann immer sie dazu Gelegenheit haben.

Ganz nebenbei – heute ist der Herr Außenminister in Kuba und mahnt da vor allem die „Menschenrechte“ an (wie die Nachrichten im Deutschlandfunk halbstündlich verkünden)  – um vermutlich anschließend die Lage in Kuba für deutsche Geschäftsleute zu sondieren, haben doch die USA ihre Politik der strikten Isolierung Kubas ein wenig gelockert.

Die Mahnung zur Einhaltung der Menschenrechte in Kuba ist nach bundesrepublikanischer Weltanschauung schon sehr wichtig, schließlich ist Kuba ja ein von antikapitalistischen Kommunisten regiertes Land, mit dem vor einigen Jahren noch die sozialistische Völkerfreundschaft durch die damalige DDR gepflegt wurde.  Allerdings ist mir bisher nicht zu Ohren gekommen, dass dort Frauen gesteinigt werden, wenn sie von einem fremden Mann vergewaltigt wurden oder – was natürlich gar nicht sein darf – der Liebe wegen schwach wurden  und es zu einem nicht durch den Trauschein geregelten Sexualverkehr gekommen ist. Auch habe ich bisher nicht gehört, dass Schwule an Baukränen aufgehängt werden und Gläubige, die sich  von der herrschenden Religion  Ideologie abgewendet haben, auf Geheiß eben dieser getötet werden.

Ja, die Menschenrechte sind sehr wichtig. Vor allem sind sie dort wichtig, wo kein Geld die Welt regiert… die armen Schlucker haben ja sonst nichts, um das sich unseren Damen und Herren Minister kümmern könnten.

Aber der Iran hat … JETZT!

Jetzt haben sie nämlich diesen supertollen Atomvertrag abgeschlossen, der Iran und die 5+1-Gruppe (also die 5 Vetomächte und Deutschland), der in ein neues strahlendes Zeitalter führen wird. Die Iraner strahlen gleich mehrfach.

1. dürfen sie ihr Atomprogramm nahezu ungehindert fortsetzen. Natürlich dient es nur der friedlichen Nutzung. Die Iraner sind nämlich total abhängig von der Kernenergie, weil sie weder Kohle (Erbarmung) noch Erdöl oder Erdgas besitzen, die Sonne einfach nicht genug scheint, um die Energiekrise durch Solarenergie zu bewältigen und auch der Wind wenig Anlass zur Freude bietet.  Windräder, wie sie hierzulande ganze Landstriche  schmücken, sind da völlig unangebracht. Ebenso übrigens wie die Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen. Für ausgedehnte Maisfelder fehlt in Iran das Wasser, ist ja alles nur Wüste dort.  Das müssen selbst die Grünen bei uns hier in Deutschland verstehen und auch die Kanzlerin, die ja bekanntlich der Atomkraft abgeschworen hat.

2. können die Iraner  auf dem Weg der unfriedlichen Nutzung der Kernenergie problemlos weiter marschieren. Zwar müssen sie einige ihrer Zentrifugen abschalten (keineswegs zurückbauen) und auch dürfen ab und zu mal Kontrolleure vorbei schauen und sehen, wie friedlich es bei der Nutzung der Atomkraft doch zugeht, aber da diese Kontrollen langfristig vorher anzukündigen sind (laut Vertrag!), kann man doch   alle Leichen schnell unter den berühmten Teppich kehren   alles so einrichten, wie es die Kontrolleure zu sehen wünschen,  nicht wahr?!

3. werden die Iraner froh darüber sein, dass niemand es als Vertragshindernis angesehen hat, dass die Regierung hundertausende Iraner auf den Straßen Teherans „Tod Amerika!   Tod Israel“ brüllen lässt. Man stelle sich mal vor, die amerikanische Regierung wäre darob beleidigt und hätte den schönen Vertrag deshalb nicht mehr abschließen wollen. Aber, wie heißt es doch so schön, „die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“ Allerdings sei hier vermeldet, dass nicht alle Amerikaner „dumme Kälber“ zu sein scheinen, im Kongress, so las ich, formiert sich Widerstand gegen den Vertrag…. aber der hat wohl wenig Aussicht auf Erfolg. (Dass Israel vernichtet werden soll nach dem Willen der iranischen Regierung, nimmt man dagegen billigend [und mit heimlicher Zustimmung?!] inkauf.)

4. schließlich, strahlen die Iraner, weil sie den Vertrag zu ihren Gunsten unterschrieben haben und darum nun wieder weltweiten Handel treiben dürfen. Der wird ihnen viele, viele Euros und Dollar einbringen, mit denen sie dann den Terrorismus noch besser fördern können, als sie es ohnehin schon tun.

Ist das nicht prima? Es ist wie im Märchen….  aus Stroh wird Gold, Hans findet eine goldene Gans, die Goldmarie steht unter dem Fenster – es regnet Gold  und Herr Gabriel legt dann die goldenen Eier des Handels mit Iran den deutschen Geschäftemachern ins ungemachte*** Nest…

Ein kleiner Schatten ist leider doch auszumachen. Herr Netanjahu hält den Vertrag für den größten Fehler der jüngeren Geschichte. Er kann einfach nicht glauben, dass über Teheran nun die Sonne des Friedens strahlend hell wie am ersten Tag der Schöpfung aufgehen wird. (Siehe dazu Ulrich Sahm, „Israel droht mit Selbstverteidigung“)

Ich glaube das auch nicht und teile Herrn Netanjahus Bedenken.

Ich fürchte, dass nicht die helle Sonne des Friedens über Teheran aufgeht, sondern der mächtige Schatten des Bösen   Mordors  den Nahen Osten bedroht….. und nicht nur ihn, sondern uns gleich mit.

*** Das Nest ist zwar fertig, aber ich nenne es ungemacht, weil es vor Dreck stinkt… siehe Scheuklappen und so.

Allen, die an einer sehr gut begründeten Darlegung der Probleme interessiert sind, als ich sie in meiner Glosse geleistet habe, sei neben Ruth Brachas Text (siehe „Fremde Feder“) der Text Joachim Nikolaus Steinhöfels empfohlen, der die Probleme ganz wunderbar auf den Punkt bringt: „Das Atomabkommen ist eine bedingungslose Kapitulation

Fremde Feder: „Mogelpackung fertig verschnuert“ 17. Juli, 2015

Posted by Rika in atomabkommen, iran, israel.
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Leider bin ich aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage einen eigenen Text zum sogenannten Atomvertrag mit Iran zu schreiben.
Danke an Ruth, die in ihrer gewohnt sachlich-nüchternnen Analyse dazu Stellung nimmt.
Hier ihr Text:

Blick auf die Welt - von Beer Sheva aus

Wie vorhergesagt, der Westen ist auf alle iranischen Forderungen vom April eingeschwenkt, damit Obama sein historisches Abkommen erlangt.

1) Sofortige Aufhebung aller Sanktionen – mit dem Implementationstag, der ganz allein vom Iran abhaengt, werden alle Sanktionen auf einmal aufhoben.
2) Weitere Entwicklung von effizienteren Zentrifugen in Fordo -ja, ausdruecklich zugestanden
3) Inspektionen, wenn ueberhaupt,nur nach vorhergehender Anmeldung und Genehmigung durch den Iran – ja, nur „verdaechtige“ Orte duerfen bei einer Voranmeldung von mindestens einer Woche und Genehmigung durch den Iran besucht werden. Unter den Kontrolleuren kann kein US-Amerikaner sein.
4) Kein Ausserlandschaffen der bisher anreicherten Uranbestaende – natuerlich, angereichertes Uranium kann alternativ auch „verduennt“ werden. Wie lange es wohl dauert, diese Verduennung rueckgaengig zu machen, falls sie ueberhaupt bei allem angereicherten Material durchgefuehrt wird?
5) Keine Einschraenkungen beim iranischen Raketenprogramm – aber klar doch, bald koennen auch wieder Waffen an den Iran geliefert werden, Russland steht schon in den…

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