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Endlich! 28. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, asyl, flüchtlinge, gesellschaft, migration, politik, terrorismus.
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Endlich wird  öffentlich darüber diskutiert.

Christliche Flüchtlinge sind auch in deutschen Flüchtlingslagern nicht vor Übergriffen durch Muslime sicher. 

Man muss es sich  vor Augen halten, um zu begreifen, wie anmaßend und unzumutbar so ein Verhalten ist.

Muslimische Menschen fliehen vor der Gewalt in einem muslimischen Land in ein Land, das seit Jahrhunderten christlich geprägt und immer noch mehrheitlich von Christen bewohnt ist. Sie, die Muslime,  werden freundlich und mit Beifall am Bahnsteig in Empfang genommen, ehrenamtliche und freiwillige Helfer – viele von ihnen Christen – kümmern sich, organisieren und arbeiten, manche bis zur Erschöpfung. Den Ankommenden  wird die gesuchte Sicherheit vor Terror, Krieg  und Gewalt geboten, zwar ist das Dach über dem Kopf zunächst für die meisten von ihnen  nur eine Notunterkunft, aber sie werden mit allem versorgt, was man für das tägliche (Über)Leben braucht.

In der Notunterkunft sind aber nicht nur muslimische Flüchtlinge. Auch Christen sind vor dem Terror, vor Krieg und Gewalt geflohen. Sie gehörten nicht nur in ihren Heimatländern zu einer Minderheit, sie sind es auch in den Flüchtlingsunterkünften.

Was aber müssen sie zu ihrem Entsetzen dort erleben?

Drohungen erfahren sie,  verbale und auch körperliche Gewalt durch Flüchtlinge, die wie sie vor dem Terror in ein sicheres Land geflohen sind.

Muslime hetzen Christen –  in Deutschland, in einem christlichen Land.

Das ist unfassbar.

Völlig fassungslos macht mich aber diese Haltung:

Eine Trennung nach Religionen hält Lauinger aber für falsch: Gerade intensiv religiöse Muslime müssten lernen, mit anderen Religionen zu leben. „Es ist ein Spagat zwischen der konfliktvermeidenden getrennten Unterbringung und der klaren Anforderung, andere Kulturen und Religionen zu dulden.“

Der das sagt,  ist Thüringens Justiz- und Migrationsminister von den Grünen, Dieter Lauinger.

Ausgerechnet an christlichen Flüchtlingen sollen Muslime lernen, wie man sich im Umgang mit anderen Religionen zu verhalten habe?

Die OPFER werden zum Trainingsfeld für die Täter?

Meint er das wirklich ernst?

Weiß er überhaupt, was er da von sich gibt?

Würde er auch  Vergewaltiger in großer Gruppe scharenweise und ohne weitere therapeutische oder sozialpädagogische Begleitung in ein Frauenhaus schicken, damit sie an  vergewaltigten und misshandelten  Frauen lernen, dass ‚man das nicht darf‘, dass es ungesetzlich ist und dem gesellschaftlichen Miteinander nicht entspricht Frauen  zu vergewaltigen, Frauen zu misshandeln? Was würden die Frauen dazu sagen?

Der Vergleich mag geschmacklos sein und absurd dazu. Aber genau das ist doch die Situation der bedrängten Christen. Sie fliehen in eine Schutzeinrichtung und werden dort erneut misshandelt.

Nein, für die Belehrung darüber, wie unsere Gesellschaft in Deutschland funktioniert, dass der Staat nicht nur  Religionsfreiheit  propagiert, sondern auch allen gewährt  und dass dies durch die Gesetze des Landes geschützt ist, für diese Belehrung sind nicht die geflüchteten Christen zuständig, das auch denen  begreiflich zu machen, die bisher mit ganz anderen Systemen von Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenrechten gelebt haben und die mit einer anderen ideologischen Basis aufgewachsen sind, als wir in Deutschland, das ist allein Sache des Staates und seiner rechtlichen Einrichtungen und der Verwaltung. Und noch mehr ist es Sache des Staates, entsprechende Sanktionen zu verhängen, wenn Asylbewerber sich nicht an diesen gesellschaftlichen Konsens halten wollen.

Das Asylrecht ist kein Freibrief zur Durchsetzung der ideologisch geprägten Lebensweise der Flüchtlinge.

Das scheint aber weder die Ankömmlinge noch manche Mitglieder der Parteien zu bekümmern, die nach mehr Multikulti oder mehr Arbeitskräften durch Zuwanderer rufen.

Doch die Forderung nach einer Trennung der religiösen Gruppen wird lauter – und sei es auch nur, weil zunehmend die Konflikte zwischen den verschiedenen muslimischen Traditionen auch hier in deutschen Asylantenheimen aufbrechen und  auch die Polizei  an ihre Grenzen kommt, wie man diesem Bericht entnehmen kann:

An der Belastungsgrenze angelangt“Polizei will muslimische und christliche Flüchtlinge getrennt unterbringen

ENDLICH !

Ich plädiere damit aber weder für eine Ghettoisierung der Zuwanderer noch für Apartheid deutscher Prägung. Die Trennung kann nur eine vorläufige Maßnahme zum Schutz der Minderheiten sein, bis die Asylverfahren abgeschlossen sind und die Bewerber bei erfolgreicher Prozedur in eigene Wohnungen ziehen können.

Die Regierungen aller Bundesländer müssen aber jetzt und dringend  deutlich machen, dass nur, wer sich an die Regeln hält, die das Grundgesetz vorschreibt, auch ein Recht darauf hat, in Deutschland zu leben.

Die Täuschung…. 22. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, araber, gesellschaft, islam.
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Unter Täuschung verstehen wir im Allgemeinen, dass etwas nicht so ist wie es scheint.

Alle kennen wir das Phänomen der optischen Täuschung. Es gibt viele wunderbare Beispiele aus der Wahrnehmungspsychologie, die das sehr anschaulich belegen.

Wegen Täuschungsversuch muss mancher Schüler eine 6 unter seiner Klassenarbeit hinnehmen … vielleicht hätte er es ohne Täuschung immerhin auf eine 4 gebracht.

Mutwillige Täuschung wurde auch Herrn zu Guttenberg zum Verhängnis, der seine Doktorarbeit mit dem gedanklichen Eigentum anderer ein bisschen aufgehübscht hat, ohne dies jedoch explizit kenntlich zu  machen.

Tarnen und Täuschen wird als  listige Finte in  „Auseinandersetzungen“ angewandt – im Boxkampf beispielsweise „links antäuschen, rechts zuschlagen“ oder so ähnlich (mit Boxkämpfen kenne ich mich nicht so aus)

Eine besondere Form der Täuschung ist religiöser Natur und wird vor allen Dingen im Islam unter dem Begriff  Taqiyya geübt:

Laß uns ins Gesicht mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie verfluchen.                                                                            Ibn Kathir

Ein besonders gut gelungenes Beispiel solcher Täuschung kann man jetzt bewundern. Die Hamburger Kapernaum-Kirche wurde vor Jahren aus Geldnot aufgegeben, ein Investor kaufte die architektonisch interessante Kirche, doch das Gebäude stand auch danach lange ungenutzt  leer und verwahrloste mehr und mehr. Schließlich erwarb ein Hamburger Moschee-Verein die ehemalige Kirche und begann, sie zu  einer Moschee umzubauen. Hamburger Christen, so war in   diversen   Pressemitteilungen     zu lesen,  zeigen sich begeistert über die neue Nutzung der ehemaligen Kirche und loben das Neue als einen Hort der Toleranz und des friedlichen Miteinanders. Ausdrücklich wird lobend hervorgehoben, dass man auf das eigentliche Zeichen einer Moschee auf dem Turm verzichtet habe, um die Christen in der Nachbarschaft nicht zu irritieren.

So leuchtet nicht der klassische Halbmond über Hamburg-Horn, sondern der arabische Schriftzug „Allah“, der sei, so wird behauptet,   weniger dominierend, schließlich sei das Gebäude ja eine Kirche gewesen und unter „Allah“ könnten sich ja sowohl Christen wie Juden und Muslime versammeln, sei Allah doch der Name für Gott.  Diejenigen Christen,  die das so bejubeln, müssen wohl in völliger Unkenntnis über Islam und dessen Herrschaftsanspruch sein, sonst könnten sie diese Bedeutung und Symbolik unmöglich gut heißen.  Denn wer sich unter Allah beugt, gibt sein Christsein auf. Das sieht auch Daniel Abdin, der Vorsitzende des Al Nour Zentrums, das der Eigentümer der  neuen  Moschee  ist so:

Er betrachtet das gelbe gläserne Kreuz in der Mitte des Fensters. Das Symbol: typisch christlich. Abdins Blick – entschlossen. „Ich kaufe mir Farben und male ein paar Stellen über – dann erkennt man es nicht mehr“, sagt er. Das muss sein. Kreuz und Islam – das passt nicht.

Nein, Kreuz und Islam – das passt wirklich nicht.

Mögen einige Christen auch davon überzeugt sein, dass der Glaube an Gott den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, wie er im apostolischen Glaubensbekenntis bezeugt wird, identisch sei mit dem Glauben an (den)  Allah des Islalm, so sehen das Muslime selbst vollkommen anders. Für sie ist Jesus nichts anderes als ein großer Prophet, der auf Mohammed hinweist, den letzten Offenbarer göttlichen Willens.

Anlässlich der Grundsteinlegung zu einem Anbau der „neuen Moschee“ ist der kuwaitische Botschafter nach Hamburg-Horn gekommen. Laut den Presseberichten betont der Botschafter, dass die Moschee, die äußerlich immer noch wie eine Kirche aussehe, damit zu einem Symbol der Toleranz werde:

„Dies macht das Gebäude zweifelsohne zu einem wichtigen Symbol für religiöse Toleranz“

Und der  Botschafter  schaut lächelnd in die Kamera….

In Kuwait selbst ist man weniger tolerant, auch fehlen dort die entsprechenden Symbole. Unvorstellbar, dass eine Moschee zu einer Kirche umgewidmet werden könnte. Toleranz in unserem bisher verstandenen Sinn, ist für den Isalm ebenso unvorstellbar.

Dafür wurde unter der Herrschaft des Islam das Tarnen und Täuschen perfektioniert.

Fallen wir nicht länger darauf herein.

Mit Kopf, Herz und Hand… 21. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, asyl, aus meinem kramladen, einwanderung, flüchtlinge, gesellschaft, migration, politik, soziale arbeit.
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Wer wie ich lange Jahre bei „Pestalozzi“ gearbeitet hat, kennt das Motto:

Mit Kopf, Herz und Hand„.

Es ist sozusagen  Leitmotiv und Handlungsanweisung in einem. Eine pädagogische „Dreifaltigkeit“, wenn man so will, die man nicht einfach auseinander dividieren sollte. Denn fehlt es an „Kopf“, entsteht trotz aller herzlichen und herzhaften Bemühungen leicht Chaos, fehlt es an „Herz“, gerät die Hilfe allzu schnell zu einem reinen und kalten Pragmatismus, lässt man die „Hand“ aus dem Spiel, bleibt es bei klugen oder frommen Sprüchen und  nichts wird geändert.

Mir scheint, es ist dieser Dreiklang, den wir in der aktuellen Situation eines stetigen Zustroms von Flüchtlingen dringend brauchen.

Es ist schön, wenn Menschen Herz zeigen, es ist fantastisch, dass so viele Freiwillige sich engagieren, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass neben Herz und Hand der Kopf ein wenig auf der Strecke geblieben ist, ja, dass viele Leute in diesem Land den Kopf am liebsten in die Verbannung schicken möchten, weist er doch unüberhörbar auf die vielfältigen Probleme hin, die mit noch so gutem Herzen und größtem freiwilligen Einsatz nicht zu bewältigen sind.

Es klingt unbarmherzig, wenn der Kopf sagt, dass nicht alle, die hier in Deutschland Aufnahme finden möchten, aufgenommen werden können und das Herz möchte einem bluten angesichts der vielen, vielen Menschen, die zurückgewiesen werden müssen.

Denn „alle“ ist eine vollkommen unbekannte Größe im Zusammenspiel der bereits bekannten Faktoren und Kräfte, als da zum Beispiel sind:

Aufnahmekapazitäten in Deutschland angesichts des bevorstehenden Herbstes und Winters.   Allein  die Ansage „alle aus Syrien“ erweist sich dabei als ein nicht zu koordinierendes Mammutproblem. Gestern sah ich im ZDF einen Bericht über die unermüdlich schuftenden Freiwilligen, die in der Nähe von Celle ein Zeltlager für die Flüchtlinge vorbereiteten. Mit größter Mühe gelang es ihnen Feldbetten zu organisieren. Von warmen Unterkünften in festen Gebäuden war gar nicht erst die Rede. Eine junge syrische Familie wurde von dem Fernsehteam begleitet. Sie kam in das in buchstäblich letzter Minute fertig gestellte Lager. Der Vater stellte erbittert fest, er sei nicht aus Syrien geflohen, um in einem Zelt in Deutschland zu frieren, er habe Sicherheit gesucht für sich, seine Frau und sein Kind und er sei davon ausgegangen , dass man ihnen eine Unterkunft in einem Haus biete….

Verteilung auf die einzelnen Bundesländer.  Nicht alle Bundesländer beteiligen sich nach gleichem Prozentsatz zur „eigenen Bevölkerung“ an der Unterbringung der Flüchtlinge. Doch dies, die Verteilung auf die Länder, Städte und Gemeinden ist eben nicht nur eine Frage der Organisation durch die Helfer in Land und Kommunen, sondern, wie ich zunächst zu meiner Verblüffung, dann aber mit wachsendem Unbehagen feststellen musste, auch eine Frage der Einstellung der Hilfesuchenden. Denn viele der Flüchtlinge haben sehr konkrete Vorstellungen davon, wo und wie sie in Deutschland (Europa) in Zukunft wohnen wollen, und nicht jeder und jede, die dem Horror in Syrien entkommen sind, freuen sich darüber, in der Lüneburger Heide oder in der Uckermark zu landen. Dass aber auch eine Großstadt wie  Berlin nicht für alle zum Traumziel gehört, wurde  in der letzten Woche eindrucksvoll deutlich,  als ein ICE, der dorthin unterwegs war, kurzerhand mitten auf der Strecke per Nothalt  zum Stehen gebracht wurde und gut 180 Personen ausstiegen und verschwanden. Es ist müßig darüber zu spekulieren, ob sie einfach keine Lust auf Berlin hatten oder sich „nur“ der Registrierung entziehen wollten.

Arbeit und Bildung spielen in der bundesdeutschen Wirklichkeit für alle hier lebenden Menschen, seien es Ureinwohner, (Welt)-Kriegsflüchtlinge, Arbeitsmigranten oder vorübergehend hier lebende Ausländer eine herausragende Rolle. Von dem Bildungsniveau des / der Einzelnen hängt seine / ihre Chance auf einen Arbeitsplatz ab, doch nicht jeder und jede, der / die über eine gute Bildung und Ausbildung verfügt, erhält auch quasi automatisch einen  Arbeitsplatz, der das Auskommen einer / eines  Einzelnen und /   oder der von ihr /  ihm  abhängigen Familie sichert. Ganz zu schweigen von denjenigen, die es aufgrund schwieriger sozialer Bedingungen oder der intellektuellen Gegebenheiten gar nicht zu einem qualifizierten Schulabschluss gebracht haben. Das ist doch schon seit langem bekannt. Ich kann viele traurige Geschichten von Schülerinnen und Schülern erzählen, die nach der Schule chancenlos waren und im gnadenlosen Abseits unserer wunderbar verführerischen Konsumgesellschaft landeten. Im Hinblick auf die Flüchtlinge hört man immer wieder, sie seien wichtig für unseren Arbeitsmarkt und wichtig für den Fortbestand des arbeitenden Teils der Bevölkerung  – der demografische Wandel mache eine „Auffrischung“ geradezu notwendig. Desgleichen wird darauf hingewiesen, dass doch viele gut ausgebildete Fachkräfte ins Land kämen. Nun habe ich mich vor Jahren im Rahmen meines Studium auch mit Statistik beschäftigen müssen und dabei Bekanntschaft mit der sogenannten Normalverteilung gemacht, auch als „Glockenkurve“ veranschaulichend beschrieben. Gehe ich demzufolge davon aus, dass das Bildungsniveau unter den Flüchtlingen in etwa gleich verteilt  ist wie im Bundesdurchschnitt der hier Lebenden, muss ich doch mit einem nicht unerheblichen Anteil derjenigen rechnen, die aufgrund ihrer Bildung keinerlei Chance auf einen Arbeitsplatz haben.  (siehe diese kritische Stellungnahme zur  jetzigen bundesdeutschen Wirklichkeit)

Nachhaltigkeit ist ein anderes Stichwort, das genannt werden sollte, wenn man über  „alle können kommen“ redet. Unter Nachhaltigkeit verstehe ich die bisher geübte Praxis, dass auch vielen derjenigen, denen kein Asylrecht eingeräumt werden konnte, dennoch aus diversen humanitären Gründen ein unbegrenzter Aufenthaltsstatus gewährt wurde. Bei den bisherigen Anträgen  Asylsuchender ging das meiner Meinung nach auch in Ordnung – da siegte sozusagen das Herz über den Kopf, um bei meinem Eingangssatz zu bleiben. Ganz anders sieht es aber aus, wenn wir – wie prognostiziert – mit jährlichen Asylanträgen im 500 000er Bereich oder höher zu rechnen haben. Können diejenigen politischen Entscheidungsträger,  die heute fordern, dass tatsächlich alle aufgenommen werden, auch gewährleisten, dass das nicht zu erheblichen Verwerfungen innerhalb des sozialen Gefüges unserer Gesellschaft führen wird? Und damit meine ich noch nicht einmal die relativ großen  kulturellen Unterschiede, die zwischen einer von der europäischen Geschichte und Kultur geprägten Gesellschaft einerseits und der Herkunftskultur der Zuwanderer anderseits bestehen. Ich beziehe mich bei meinen Überlegungen rein auf die sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten.

Wie ist es also mit „Kopf, Herz und Hand“ bestellt?

Bei uns an der Pestalozzi-Schule stand „Kopf“ unter anderem für Regeln und Grenzen, an die sich alle zu halten hatten. Das galt sowohl für die Verwaltung, Leitung und Vorstand der Einrichtung (wirtschaftliche Aspekte kann man auch bei den besten pädagogischen Konzepten nicht an die Seite schieben) als auch für alle Kinder und Jugendlichen in den Gruppen, für die Schülerinnen und Schüler, die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Lehrerinnen und Lehrer.  Dass im Einzelfall das „Herz“ über den „Kopf“ gestellt wurde, auch das gehörte zur gelebten Gemeinschaft zur gemeinsamen Realität.

Übertragen auf das zu bewältigende Flüchtlings-Problem heißt das für mich, dass wir bei allem Mitleid und aller geforderten Barmherzigkeit nicht die bestehenden Gesetze und Regelungen außer Kraft setzen sollten. Wir leben in einem Rechtsstaat mit gut begründeten gesetzlichen Bestimmungen zu Fragen des Asyls. Wir gehören darüberhinaus zur europäischen Staatengemeinschaft, die gleichfalls gemeinsame Regeln  aufgestellt und beschlossen hat. Daran sind wir gebunden und daran sollten wir uns halten. Und so zurückfinden zu einem Gleichklang aus Vernunft, Menschlichkeit und daraus abgeleiteter Aktion – nicht kopflos, nicht herzlos, nicht untätig.

Mit Kopf, Herz und Hand !

Dazu gehört für mich auch die realistische und nicht moralisierende  Berichterstattung zur Flüchtlingsfrage und ein fairer Umgang mit den Staaten, deren  wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen  nicht auf Rosen gebettet sind wie bei uns hier in Deutschland. Wir können und dürfen nicht darüber urteilen – und  entscheiden schon gar nicht -, wie andere Staaten ihren Umgang mit dem Problem handhaben und bewältigen wollen oder können.

Deutschlands Regierung sollte sich weder zum Oberlehrer noch zum Richter über andere europäische Regierungen aufspielen, „am deutschen Wesen“ wäre die Welt beinahe zu Grunde gegangen….  und eben nicht genesen…  !

Anti-israelische Propaganda … 15. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, israel, judentum, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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… im von Zwangsgebühren finanzierten Rundfunk…  rechtzeitig zu Rosch ha-Schana.

Man hätte ja vielleicht anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes eine interessante und informative Sendung darüber machen können, wieso das jüdische Neujahr nichts mit Silvester zu tun hat und darüberhinaus nicht an einen festen Termin im gregorianischen Kalender gebunden ist. Man hätte über die wunderbaren Gebräuche berichten können, die sich rund um das Fest entwickelt haben, ja, man hätte sogar den Zusammenhang der Hohen Feiertag von Rosh HaShana über Jom Kippur bis zu Sukkot darlegen und erklären lönnen.

Und ich kann mir gut vorstellen,  dass es genug Hörerinnen und Hörer geben würde, die so eine Sendung mit Interesse verfolgen, weil sie einfach etwas mehr über das Judentum erfahren.

Man hätte…  aber man hat nicht.

Man hat es stattdessen vorgezogen, eine Sendung  anti-israelischer Propaganda mit dem Titel

„Baustelle Palästina“   Architektur unter der Besatzung

zu präsentieren, getreu wohl dem unausgesprochenen Leitmotiv  der Kulturschaffenden im deutschen Rundfunkwesen, dass es nichts Positives über Israel zu vermelden gibt – und wenn es doch einmal unumgänglich ist, über Israels  Kompetenz in Wissenschaft und Technik zu berichten, dann auf jeden Fall aber mit dem deutlichen Hinweis, dass Israel nicht müde wird, die Palästinenser zu schikanieren und zu unterdrücken.

Und damit auch in der oben genannten Sendung von vornherein klar ist, was der Zuhörer als wesentlichen Ertrag der Sendung behalten soll, wird sie in dem begleitenden Text so eingeleitet:

Im „Heiligen Land“ sind Zerstörung und Wiederaufbau tägliche Realität. Im Westjordanland, in Ostjerusalem und in Gaza ringen palästinensische Denkmalschützer, Kulturschaffende, Architekten und Stadtplaner in diesem Spannungsfeld.

Zerstörung und Wiederaufbau – darunter geht es nicht. Und selbstverständlich ist für Zerstörung Israel verantwortlich, während der mühsame Wiederaufbau nur unter den schrecklichsten Bedingungen durch die „Palästinenser“ bewerkstelligt werden muss. An dieser Stelle sei mir gestattet darauf hinzuweisen, dass der „Wiederaufbau des völlig zerstörten Gazastreifens“ leider, leider immer noch nicht wirklich in Gang gekommen ist, weil die von Israel gelieferten Baumaterialen umgehend von der Hamas für den dringend erforderlichen „Wiederbau“ der Terrortunnel und Kommandostellen der „Freiheitskämpfer“ requiriert und eingesetzt wurde. Aber das erfahren die Hörer der Sendung natürlich nicht.

Stattdessen geht es nach der Vorstellung eines architektonischen Meisterwerkes, das gleichzeitig als „politisches Manifest“ beschrieben und gefeiert wird,  so weiter:

Es geht bei den Architekten von ShamsArd aus Ramallah aber nicht allein um Ästhetik – oder um Ökologie. Bauen ist in einem Land, das permanent von den Israelis kontrolliert wird, ein politischer Akt:

„Der Markt für Baumaterialien in Palästina ist schwierig, da alle Materialien importiert werden müssen – aus den arabischen Nachbarstaaten, oder vom israelischen Besatzungsstaat. Wir wollen aber Unabhängigkeit in unserer Architektur. Wir müssen die Kontrolle über unsere Architektur und das Baumaterial haben, denn die Israelis könnten ja die Exporte stoppen. (…) Wir wollen nicht von Israel abhängen – weder beim Bauen, noch beim Essen, noch beim Leben. Wenn eine Nation nicht ihre eigene Produktion entwickelt, gibt es keine Freiheit.“

Es ist natürlich unangenehm, dass man beim Bauen, Essen und Leben so total von den Importen aus den arabischen Nachbarstaaten abhängig ist und richtig schrecklich ist natürlich die Abhängigkeit von den verhassten Israelis, das leuchtet doch selbst den objektivsten und sanftmütigsten Zuhörern unmittelbar ein. Da hätte es eigentlich des nächsten Hiebs gegen Israel gar nicht mehr bedurft:

Wie sehr Architektur immer auch ein Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse ist, zeigt sich im Alltag palästinensischer Architekten überdeutlich. Die Gebiete des Gaza-Streifens und des Westjordanlandes sind streng abgeriegelt von Israel – ein Kontakt zwischen beiden Palästinensergebieten ist kaum möglich. Auf den Straßen sind Check Points zu passieren. Eingeteilt ist Palästina in die Zonen A, B und C. Nur in der A-Zone hat die Palästinensische Autonomiebehörde das alleinige Sagen – und damit auch das Baurecht. In der B-Zone kontrollieren Israelis und Palästinenser gemeinsam. Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.

„Herrschaftsverhältnisse“ ist ein ganz wunderbarer Kampfbegriff der antiimperialistisch ausgerichteten Nichtherrscher unter Linken und Grünen und mir aus längst verflossenen Göttinger Studienzeiten immer noch seltsam vertraut, lagen doch auf den Tischen in der Mensa, in den Seminarräumen und Hörsaalgebäuden entsprechende Flugblätter aus, die uns alle auf den antiimperialistischen Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ einzustimmen hatten.  Und wenn nicht die RAF ihren Kampf gegen jene furchtbaren Strukturen, die uns so ein unbeschwertes Leben in der vom Kapitalismus beherrschten BRD ermöglichten, wenn also die RAF ihren Kampf nicht so gewaltsam auch mit Hilfe der Palästinenser und ihres Terrorchefs Arafat ausgetragen hätte, wer weiß, vielleicht hätten mich die Streitschriften doch noch zu einer halbwegs guten Linken gemacht… so aber… Nun ja.

Zurück zu den Bauten in der C-Zone: „Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.“ Natürlich fällt es den Berichterstattern unseres staatstragenden Rundfunks gar nicht ein, ebenso darüber zu berichten, dass es Israelis bei Strafe verboten ist, in der A- oder B-Zone zu bauen, und schon gar nicht kommen sie auf den Gedanken zu erwähnen, das selbstredend für jegliches Bauen und egal in welcher Zone, in denen die Israelis mitreden, eine Genehmigung notwendig ist und deshalb sämtlichen Gebäuden, die ohne Genehmigung errichtet werden, der Abrissbagger zu Leibe rückt. (Chaja hat das in mehrern Beiträgen sehr gut beschrieben!) Das trifft auch auf die Häuser der sogenannten „Siedler“ zu.

Dass die Moderatoren und Redakteure von keinerlei historischen Kenntnissen  in ihren Bemühungen um den Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ gebremst werden, geschenkt. Und so hörte ich dann auch voller Erstaunen diese (hier schriftlich wiedergegebene) Passage:

Einzelne Initiativen im Land wollen das Alte bewahren – oder im Krieg zerstörte Häuser wieder aufbauen: 4000 Häuser wurden allein in Nablus, einer 2000 Jahre alten Stadt, durch die israelischen Bombardements zerstört – viele von historischem Wert. Aber es gibt keine Denkmalschutz-Gesetze, kaum Geld und wenig Bewusstsein in der Bevölkerung. Für Quais Assali ist Denkmalschutz eine Frage der palästinensischen Identität:

„Nicht nur die palästinensische Architektur ist durch die Okkupation bedroht, sondern auch die Kultur. Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, weil ihnen die Okkupation aufgezwungen wird. Zugleich erleben sie gerade eine gesichtslose Moderne. Da ist es schwierig, die eigene Identität zu bewahren.“

Quais Assali

Die Moderatoren vergessen zu erwähnen, dass die von den Arabern  „Nablus“ genannte Stadt  die Nachfolgerin des alten Sichem ist, das schon zu biblischen Zeiten – schon vor rund 4000 Jahren –  existierte und in der Bibel mehrfach genannt wird.

Kleiner Exkurs: Das Internet ist eine Quelle der Erkenntnis, so findet sich dort das „Handbuch zur biblischen Alterthumskunde, von Ernst Friedr. Karl Rosenmüller,  der Theologie Doctor, und der morgenländischen Literatur ordentl. Professor zu Leipzig„. Erschienen ist das gute Stück „1827 zu Leipzig in der Baumgärtnerschen Buchhandlung“ und es behandelt in seinem Zweiten Teil „Palästina, oder das Land der Hebräer„. In seinem dritten Kapitel widmet sich der Professor „Samaria“ und den „Städten Samaria’s“ . Darin ist wiederholt die Rede von Sichem, nicht aber von Nablus.

Die Erwähnung Nablus hingegen kann man in einem alten Reisebericht aus dem Jahr 1837 nachlesen. Der Ort stand bis zur Einrichtung des britischen „Mandatsgebiet Palästina“ unter türkischer Herrschaft. Nach der Staatsgründung wurde Israel bekanntlich von seinen arabischen Nachbarn mit einem verheerenden Krieg konfrontiert, in dessen Folge „Nablus“ unter jordanische Besatzung fiel.

Es verwundert mich jedoch  nicht, dass,  Zitat s.o. :  „Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, …“ Wie sollen sie, die Menschen, die heute im von Arafat erfundenen Staat Palästina leben,  eine eigene Geschichte haben, wenn sie in der Mehrheit und  bis auf die wenigen durch die arabischen Gebiete ziehenden Beduinen  und die im Land lebenden Drusen doch so gut wie nichts mit der tatsächlichen Geschichte des Landes zu tun haben, sondern erst im Zuge der vermehrten Besiedlung des Landes durch Juden, die aus der Diaspora in ihr angestammtes Land zurückkehrten, als Lohnarbeiter aus den umliegenden arabischen Gebieten nach dem damals allgemein so genannten Landstrich „Palästina“ einwanderten. Die behauptete reiche arabische Kultur im Land hat es doch so nie gegeben!

Welche Identiät hätten sie also bewahren können, von der in der Sendung die Rede ist?

Juden aber, egal in welchem Land der Welt sie gelebt haben und leben, haben niemals ihre jüdische Identität, die IMMER  mit dem „Land der Väter“ und mit Jerusalem auf engste verknüpft war, verloren. (Oft genug ist ihnen das zum schrecklichen Verhängnis geworden.) Sie wussten immer und waren sich dessen absolut sicher,  die uralte Stadt Jerusalem  ist das eigentliche kulturelle und spirituelle Zentrum  jüdischen Lebens ….  Der  Satz „Nächstes Jahr in Jerusalem“ war / ist Teil jeder Sederfeier in der Diaspora.

Aber das können die Verantwortlichen der Kultursendung natürlich nicht wissen und vermutlich ergeht es ihnen ähnlich wie Frau Merkel, für die das „Internet“ noch vor kurzer Zeit absolutes „Neuland“ war, sie konnten sich leider auch nicht im Internet informieren und so auf die Sendung vorbereiten. So mussten sie der anti-israelischen, pro-palästinensischen Propaganda einfach hilflos zuhören….

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Nachlesen und hören kann man die Sendung unter diesem Link.

„Europa zeigt sein kaltes Herz“…. 14. September, 2015

Posted by Rika in gesellschaft, islam, mohammed, politik, terrorismus.
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Diese Grafik habe ich bei facebook entdeckt:

Wer mag schon ein kaltes Herz haben?

Wer mag schon gegen die Grundwerte  handeln?

Die Würde des Menschen steht –  so wird mehr suggestiv als ausgesprochen direkt beklagt –  zur Disposition in Europa, weil …?

Weil es in Europa an Solidarität fehle. Zitat: „Sobald es um die Rettung von Menschen statt Banken geht, fehlt in Europa die Solidarität.“

Ist das so?

Ja, das ist so.

Aber nicht, weil Europa nicht genug Flüchtlinge aufnimmt, wie es der Text suggerieren möchte.

Es ist so, weil Europa seit Jahr und Tag tatenlos zusieht, wie Leuten der Kopf abgeschnitten wird, Frauen und Mädchen vergewaltigt werden, ganze Landstriche verwüstet, alte Kulturdenkmäler dem Erdboden gleichgemacht werden und alles das, was wir unter menschlichen  Werten, Menschenwürde,  Kultur und Lebensqualität verstehen, im Namen einer unbarmherzigen, archaischen und mitleidlosen Ideologie, die sich als „Religion“ geriert mit Füßen getreten und in den Dreck gestampft wird.

Wir schauen zu und kaum einer, der in der Politik, Kirche, Gesellschaft im Rampenlicht steht, sagt laut und deutlich, dass ISIS sehr wohl etwas mit Islam zu tun hat, mit einem Islamverständnis nämlich, das nichts, aber auch gar nichts gemein hat mit unserem Verständnis von Religion und  Religionsausübung. Wir lassen sie doch gewähren, die Kämpfer für die Sache Allahs, und, was  die Situation keineswegs besser macht, wir fallen auf das Mantra der Muslime herein, die uns mit treuem Augenaufschlag versichern, die Islamisten (das ist die Vorstufe zur ISIS) hätten nichts mit dem Islam zu tun.

Warum nehmen wir auch das seit Jahr und Tag widerspruchslos hin?

Wenn die Islamisten nichts mit dem Islam zu tun haben, warum gibt es denn keinen weltweiten und  gewaltigen Aufstand der Muslime gegen den Wahnsinn, der in Syrien abgeht?

Diese Frage hat mir bis heute niemand schlüssig beantwortet und solange diese Frage unbeantwortet ist, behaupte ich nach wie vor, dass der durch Mohammed und Koran  etablierte Islam selbst zuständig ist für die Verbrechen, die in seinem Namen von sogenannten Islamisten  Muslimen verübt werden.

Und ist es nicht bezeichnend, dass  das reiche Saudi Arabien zwar keine Flüchtlinge aufnehmen, wohl aber die Finanzierung des Baus von 200 Moscheen in Deutschland sicher stellen will?

Mag mir jemand das vielleicht erklären?

Mein Herz ist nicht kalt.

Es blutet….  und weint.

Die Speisung der Fünftausend… 12. September, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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…   „und sie aßen alle und wurden gesättigt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, zwölf Handkörbe voll. Die aber aßen, waren ungefähr fünftausend Männer, Frauen und Kinder.“  Matthäus 14, 20 und 21

So berichtet es das Matthäus-Evangelium. Das, was die Fünftausend aßen, waren eigentlich nur fünf Brote und zwei Fische, die die Jünger zu Jesus brachten, nicht genug für so viele Menschen. Jesus, so schreibt die Bibel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, sie zu verteilen.

Ein Wunder, ganz zweifellos.

Als Kind habe ich über dieses Wunder gestaunt und mich gefreut. Das hat Jesus toll gemacht, aber er war ja auch Jesus und  Jesus traute ich alles zu, gar keine Frage.

Ich traue Jesus immer noch alles zu – auch wenn es Fragen gibt. Sicher, mein Zutrauen in Jesus hat sich verändert, ist nicht mehr so kindlich  (wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…), aber es ist immer noch stark – meistens jedenfalls.

Manchmal allerdings scheint es mir abhanden gekommen zu sein.

Jetzt zum Beispiel kommt es mir oft so vor, als setzte ich lieber auf meinen Verstand, als auf die wundersame Wirkung der jesuanischen Botschaft. Da frage ich doch erst gar nicht, „HERR, was willst du, dass ich tun soll?“  Und ich habe ein ganz dummes und unangenehmes Gefühl, wenn ich nicht in die allgemeine Freude über die vielen Flüchtlinge einstimmen mag, denen wir jetzt hier in Deutschland eine sichere Zuflucht bieten können. Da überwiegt meine Skepsis. Und die ist riesengroß!

Wie soll das gehen?

Dass unsere Wirtschaft stark und die Hilfsbereitschaft der Leute groß ist, ja, das habe ich schon verstanden. Aber wird das gut gehen mit uns und den Fremden – langfristig, meine ich, wenn die erste Euphorie verflogen ist? Was, wenn sie doch lieber Syrer, Iraker, Afghanen, Pakistani  und NOrdafrikaner bleiben wollen, mit all ihren kulturellen Eigenheiten und Bräuchen,  statt „Deutsche“ zu werden, die nach unserer Wertordnung und Vorstellung leben? Haben wir denn nicht schon jetzt mit einigen Migrantengruppen  Schwierigkeiten, weil sie unsere Gesellschaftsordnung als nicht  wirklich kompatibel mit ihrer Religion und Kultur empfinden?

Und von diesen Überlegungen ganz abgesehen, wie soll das werden in den nächsten Wochen und Monaten?  Habt Ihr, haben wir eine Vorstellung davon, wie es ist, mit dreihundert anderen Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht leben zu müssen… draußen ist es kalt und nass, keinen Hund würde man vor die Tür jagen … wie soll es also gehen ohne bessere Wohnangebote – und die sind ja so schnell nicht bereitzustellen.  Was ist mit den Kindern – und den Lehrern, die sie unterweisen sollen in unserer Sprache, die so ganz anders ist als die ihre?

„HERR, wie stellst DU DIR das eigentlich vor?“ würde ich am liebsten fragen. Verglichen mit den Problemen heute, war die Sache mit den Broten und Fischen doch ein Klacks – und außerdem hätten die Leute damals auch zur Not die paar Meilen zurück in ihre Dörfer gehen können…

„Und sie aßen alle und wurden gesättigt!“

Ich bin sicher, dass wir die Flüchtlinge satt machen können – ich meine, dass sie keinen Hunger leiden, aber „der Mensch lebt nicht von Brot allein…“ hat Jesus auch gesagt und damit meinte er eben mehr als die tägliche Versorgung mit Nahrung.

Vielleicht muss das Wunder  in mir anfangen….