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Die Speisung der Fünftausend… 12. September, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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…   „und sie aßen alle und wurden gesättigt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, zwölf Handkörbe voll. Die aber aßen, waren ungefähr fünftausend Männer, Frauen und Kinder.“  Matthäus 14, 20 und 21

So berichtet es das Matthäus-Evangelium. Das, was die Fünftausend aßen, waren eigentlich nur fünf Brote und zwei Fische, die die Jünger zu Jesus brachten, nicht genug für so viele Menschen. Jesus, so schreibt die Bibel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, sie zu verteilen.

Ein Wunder, ganz zweifellos.

Als Kind habe ich über dieses Wunder gestaunt und mich gefreut. Das hat Jesus toll gemacht, aber er war ja auch Jesus und  Jesus traute ich alles zu, gar keine Frage.

Ich traue Jesus immer noch alles zu – auch wenn es Fragen gibt. Sicher, mein Zutrauen in Jesus hat sich verändert, ist nicht mehr so kindlich  (wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…), aber es ist immer noch stark – meistens jedenfalls.

Manchmal allerdings scheint es mir abhanden gekommen zu sein.

Jetzt zum Beispiel kommt es mir oft so vor, als setzte ich lieber auf meinen Verstand, als auf die wundersame Wirkung der jesuanischen Botschaft. Da frage ich doch erst gar nicht, „HERR, was willst du, dass ich tun soll?“  Und ich habe ein ganz dummes und unangenehmes Gefühl, wenn ich nicht in die allgemeine Freude über die vielen Flüchtlinge einstimmen mag, denen wir jetzt hier in Deutschland eine sichere Zuflucht bieten können. Da überwiegt meine Skepsis. Und die ist riesengroß!

Wie soll das gehen?

Dass unsere Wirtschaft stark und die Hilfsbereitschaft der Leute groß ist, ja, das habe ich schon verstanden. Aber wird das gut gehen mit uns und den Fremden – langfristig, meine ich, wenn die erste Euphorie verflogen ist? Was, wenn sie doch lieber Syrer, Iraker, Afghanen, Pakistani  und NOrdafrikaner bleiben wollen, mit all ihren kulturellen Eigenheiten und Bräuchen,  statt „Deutsche“ zu werden, die nach unserer Wertordnung und Vorstellung leben? Haben wir denn nicht schon jetzt mit einigen Migrantengruppen  Schwierigkeiten, weil sie unsere Gesellschaftsordnung als nicht  wirklich kompatibel mit ihrer Religion und Kultur empfinden?

Und von diesen Überlegungen ganz abgesehen, wie soll das werden in den nächsten Wochen und Monaten?  Habt Ihr, haben wir eine Vorstellung davon, wie es ist, mit dreihundert anderen Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht leben zu müssen… draußen ist es kalt und nass, keinen Hund würde man vor die Tür jagen … wie soll es also gehen ohne bessere Wohnangebote – und die sind ja so schnell nicht bereitzustellen.  Was ist mit den Kindern – und den Lehrern, die sie unterweisen sollen in unserer Sprache, die so ganz anders ist als die ihre?

„HERR, wie stellst DU DIR das eigentlich vor?“ würde ich am liebsten fragen. Verglichen mit den Problemen heute, war die Sache mit den Broten und Fischen doch ein Klacks – und außerdem hätten die Leute damals auch zur Not die paar Meilen zurück in ihre Dörfer gehen können…

„Und sie aßen alle und wurden gesättigt!“

Ich bin sicher, dass wir die Flüchtlinge satt machen können – ich meine, dass sie keinen Hunger leiden, aber „der Mensch lebt nicht von Brot allein…“ hat Jesus auch gesagt und damit meinte er eben mehr als die tägliche Versorgung mit Nahrung.

Vielleicht muss das Wunder  in mir anfangen….

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