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Die Arbeisbeschaffungsmaßnahme der IG Metall 25. Oktober, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, einwanderung, gesellschaft, gewerkschaft, integration, migration, politik.
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Zuerst las ich darüber bei facebook, dann hörte ich ein Interview im Radio mit dem neuen IG-Metall Vorsitzenden, Jörg Hofmann.

Herr Hofmann fordert alle Betriebe seines Zuständigkeitsbereiches auf, „Arbeitnehmer  [zu] entlassen, die offen rassistische und fremdenfeindliche Kommentare    IM  INTERNET  veröffentlichen“.

(Hervorhebung von mir)

Wohl gemerkt, es geht nicht um Mitarbeiter, die im Betrieb vor Ort fremdenfeindliche Äußerungen tun, es geht auch nicht um Anfeindungen gegen Ausländer im Betrieb und auch nicht um Mobbing, das sind ja alles Tatbestände, die in der Regel durch die (firmeninternen) Arbeitsplatzrichtlinien geregelt sind. Den Betriebsfrieden störende Handlungen im Betrieb, die Verunglimpfung  und das Mobben von Arbeitskollegen müssen sofort und in aller gebotenen  Schärfe  geahndet werden, wobei  vermutlich  vor der fristlosen Entlassung in aller Regel Gespräche und Abmahnungen erfolgen werden. Darüber darf es und wird es keine Diskussionen geben. Das ist gesellschaftlicher Konsens.

Aber das ist nicht das, was Herr Hofmann wiederholt sagte und wohl auch meint.

Es geht um fremdenfeindliche Kommentare im Netz.

Wie stellt Herr Hofmann sich die Kontrolle vor?

Um den Veröffentlichungen im Internet nachgehen zu können, müssten die Betriebe einen sogenannten Netz-Wart einstellen, nicht zu verwechseln mit dem „Netzwart“, wie er etwa  bei unserem VC Grapbsch (meinem Lieblingsvolleyballverein) tätig ist, ehrenhalber natürlich und damit beauftragt, vor Spielbeginn das Netzt ordentlich aufzuhängen und nach Spielende wieder sorgfältig im Netzschrank zu verwahren .

Nein, es geht um eine Person die Obacht gibt, dass nur ja niemand aus der Belegschaft nicht genehme Kommentare gegen Flüchtlinge, Ausländer und Migranten im weltweiten Internet verbreitet.

Die Rede ist von Aufpassern.

Die Idee ist nicht neu.

Ein Blick in unsere nicht allzu ferne Vergangenheit genügt.

Ich war noch ein Kind als ich das Wort „Blockwart“ zum ersten Mal hörte. Es hatte keinen schönen Klang, obwohl der, der es sagte, ein überaus liebenswerter Mensch war – mein geliebter Großvater. Er redete über einen Mann im Nachbarhaus. Kein angenehmer Zeitgenosse, wie ich seinen Worten entnehmen konnte, einer, vor dem er regelrecht Angst gehabt hatte in den dunklen Jahren des Tausendjährigenreiches, das noch nicht sehr lange zurücklag, damals und immer noch seine langen und vor allem düsteren Schatten warf.

Dieser Blockwart war ja nicht nur dafür zuständig zu überprüfen, ob der Splitterschutz vor den Kellerfenstern in Ordnung war für den Fall, dass eine Bombe nahe des Hauses für Verherung sorgte  und ob bei „Verdunkelung“ wirklich alles dunkel blieb und kein einziges Lichtlein die Dunkelheit erhellte.  Das ist durchaus doppeldeutig zu verstehen. Denn der Blockwart war auch gleichzeitig beauftragt darauf zu achten, wer in seinem Zuständigkeitsbereich gegen die gültige Parteilinie der NSDAP heimlich still und leise aufbegehrte  oder gar öffentlich seinen Unmut äußerte und damit Unruhe stiftete im schönen  deutschen Reich und so versuchte, Zuversicht und Licht in das Dunkel der ideologischen Finsternis zu bringen.

Blockwart zu sein, bedeutete Befugnisse zu haben und Macht auszuüben. Vor dem Blockwart konnte man nie sicher sein. Gleichzeitig verhinderte der Blockwart die Sicherheit für einen bestimmten Personenkreis  – nicht erst  in den schrecklichen Kriegszeiten.  Juden und  im Sinne der Partei „zweifelhafte Volksgenossen“ wurden der GESTAPO gemeldet  und später in fürchterlichen Bombennächten wurde ihnen der Zugang  zum Bunker oder zum „sicheren Keller“ verwehrt. Blockwarte waren gleichzeitig Augen, Ohren, Hände und Füsse der Partei und des Führers. Und wenn meine Großeltern und Eltern vom Blockwart sprachen, löste das in mir  dummpfe Ängste aus, obwohl ich doch vier Jahre nach Kriegsende geboren wurde.

Diese Ängste und  Schrecken haben ihre sehr nachhaltigen Spuren hinterlassen. Und so wundert es mich gar nicht, dass  diese Erinnerungen augenblicklich  beim Lesen der oben genannten Nachricht wieder auftauchten.

Herr Hofmann reaktiviert den Blockwart, nur lässt er ihn nicht mehr um die Häuser schleichen, er beauftragt ihn vom sicheren Platz aus das Internet dahingehend zu beobachten, ob jemand gegen die „Parteilinie“ (ja, die gibt es heute wieder, die Linie der Partei der guten Menschen) verstößt. ich weiß zwar nicht so genau, wie Herr Hofmann sich das konkret vorstellt, aber ich hätte da  Ideen für  Stellenausschreibungen und mehr.

„Gesucht werden in jeder Hinsicht integere Persönlichkeiten, die den Werten und Normen unserer Gewerkschaft entsprechen und die willens sind  darüber zu wachen, dass niemand diesen Werten zuwider handelt, sei es in Wort, Schrift oder Bild. Die Personen sollten über ein ausgeprägtes Unrechtsbewusstsein (im Sinne des  Vorstandes der IG-Metall) und gute IT-Kenntnisse verfügen.  Betriebe, in denen aufgrund der Zahl ihrer Mitarbeiter ein Personalrat tätig ist, müssen einen Internetüberwachungswart einstellen, bzw. können einen Mitarbeiter dazu mit entsprechenden Deputatsstunden abordnen. 

Allen anderen Betrieben wird empfohlen, sich regionsweise  zu einem Internetüberwachungsverein zusammen zu schließen und einen  Netzwart gegen entsprechendes Entgeld fest einzustellen.  Bewerber mit Migrationshintergrund werden bevorzugt.“  

 Über die Meinungsfreiheit im Hinblick auf Internetäußerungen entscheidet der Netzwart nach den von der IG-Metall vorgegebenen Kriterien.

Darüberhinaus sollte in jedem Ort eine Meldestelle eingerichtet werden, in der jeder Bürger seine Netzbeobachtungen melden kann. Die Verwaltung der Meldestelle obliegt der oder dem Migrationsbeauftragten oder einer von ihr oder ihm beauftragten und  i.S. der oben genannten Qualifikation zuverlässigen Person. Der so beauftragte Stelleninhaber wird aus dem „Fond zur Abwehr von volksschädigendem Verhalten“ bezahlt.

Der IG-Metall wird es so mühelos gelingen, viele der jetzt neu eingewanderten Menschen in Arbeit und Lohn zu bringen. Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die sich in jeder Hinsicht  für die Gesellschaft Gewinn bringend auszahlen wird.

PS  Ich hätte vielleicht auch noch den Stasi-Vergleich bemühen können, aber davon kann ich aus eigener Anschauung – und diese ist mir gegenwärtig – nichts sagen.

Vermutlich bin ich ein Nazi… 23. Oktober, 2015

Posted by Rika in einwanderung, flüchtlinge, integration, islam, meine persönliche presseschau, politik.
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… dabei bin ich seit 35 Jahren SPD-Mitglied und auch meinem Selbstverständnis nach sozial und demokratisch.

Christin bin ich auch.

In manchen Situationen hat das für Irritationen gesorgt. In meinem Ortsverein wurde immer heftig gegen Christen gestänkert, auch in meiner Gegenwart, bis es mir eines Tages zu viel wurde und ich mir das  verbat  –  mit dem Hinweis darauf, gläubige Christin zu sein. Da schluckten die Genossen.  Bei mancher schönen Freizeit mit vielen netten Frommen kam auch das Gespräch auf Politik und die Sozis – auch fromme Christen können stänkern, bis ich die Katze aus dem Sack ließ und mich als „Soze“ zu erkennen gab. Da schluckten die Frommen.

Freikirchlich bin ich auch. Als junges Mädchen machte ich die Erfahrung, dass ich von meinem Religionslehrer als (noch nicht) Getaufte vor der versammelten Klasse als „Heidin“ bezeichnet wurde. Ich setzte mich mutig zu Wehr. Vielleicht schluckte auch der Lehrer, das habe ich damals nicht so genau wahrnehmen können, es war mir auch völlig schnuppe.

Solchermaßen sozialisiert und erfahren glaubte ich mich auf der sicheren Seite was  Nazis und Rassismus angeht. Ich könnte jetzt noch weitere Pluspunkte ins Spiel bringen, die ganz sicher stellen würden,  dass ich bestimmt kein Nazi bin, ja, gar keiner sein kann. Aber alle diese „Beweise“ könnten vermutlich mit der ganzen verbalen Macht derjenigen, die ganz bestimmt keine Nazis sind, aber ca 30% oder mehr der deutschen Bevölkerun dafür halten, mühelos in ihr Gegenteil verkehrt werden. Deshalb lass ich die mal außen vor.

Nein, was mich in diesen Tagen befürchten lässt, doch ein Nazi zu sein, ist die einfache Tatsache, dass ich die Flüchtlingskrise mit Sorge betrachte. Ich gehöre nicht zu denjenigen die meinen, wir müssten oder sollten die halbe Welt retten – ob wir das können und schaffen oder nicht. Ich bin auch nicht der Meinung, dass alle verabredeten Übereinkünfte der EU-Staaten wegen der anhaltenden Bestrebungen vieler Menschen (in zugegebenermaßen schwierigsten Bedingungen) nach Deutschland zu kommen  außer Kraft gesetzt werden müssten oder dürften. Noch leben wir in einem Rechtsstaat und ich hoffe doch sehr, dass das so bleibt. Auch finde ich nicht, dass Deutschland farblos oder gar einfarbig ist und darum unbedingt und um den Preis des friedlichen Miteinanders „bunter“ werden muss. Selbst bei mir auf dem Land am Rand der großen Stadt finde ich es jetzt schon schön bunt. Von mir aus kann das so bleiben. Ich stimme auch nicht mit vielen Kirchenoberen überein, die meinen Imame könnten getrost in Kirchen Allah anrufen und sowieso sei es völlig gleichgültig an wen wir glauben und zu wem wir beten. An der Stelle bin ich ziemlich eindeutig, wie man an vielen meiner Blogbeiträge zum Thema Islam unschwer erkennen kann. Und wenn es spießig ist, Deutschland als meine Heimat zu betrachten, mein Land schön zu finden und es zu lieben, dann bin ich bestimmt ein Spießer, wobei ich schon Wert darauf legen, dass zu meinem Inventar der Spießigkeit keine Gartenzwerge gehören, wohl aber ein gepflegtes Gärtchen und dass ich ein winziges Deutschlandfähnchen habe (seit dem Sommermärchen), das ich zu fussballerischen Weltereignissen sogar aus dem Kellerverlies hervorhole und es dezent im heimischen Garten zur Schau stelle.

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Dass ich immer wieder mal aus gegebenem Anlaß mit einem Israelfähnchen spazieren gehe, fällt wohl eher nicht auf patriotisches Spießertum, oder?

Alle diese von mir genannten Merkmale treffen aber auf Menschen zu, die nach Meinung eines Kommentators im Deutschlandfunk ganz eindeutig als „Nazis“ anzusehen sind. Jedenfalls traf mich heute beinahe der Schlag, als ich das hörte und mir eingestehen musste:

Mensch, Rika, du bist ein Nazi.

Wer hätte das gedacht. Man lernt doch immer noch was dazu über sich und die Welt. Und an Leuten wie mir, so sagte der Mann im Radio, liegt es, dass Flüchtlingswohnheime brennen und Fremdenhass zunimmt. Das hätte ich ja nun erst recht nicht vermutet. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen ein Flüchtlingswohnheim anzuzünden oder gegen Ausländer zu hetzen.  Ausländerhetze wird einem allerdings schon dann attestiert, wenn man kritisch dem Islam gegenüber steht.  Eine kritische Haltung zum Christentum, zu Bischöfen und Päpsten wird zum Glück aber weiterhin als notwendig und legitim angesehen, es gilt der  kirchlichen Obrigkeit und dem missionierenden Kolonialismus entschieden entgegen zu treten und den christlichen Glauben zu brandmarken als ein Hindernis für Fortschritt und Wissenschaft.  Bei Islam ist das jedoch ganz anders. Da ist man mit einer kritischen Einstellung  bereits ein Rassist, wie ich unlängst hörte. Wobei mir allerdings noch nicht bekannt war, dass „Islam“ eine Rasse ist. Da habe ich wohl in der Schule nicht aufgepasst. Früher dachte ich, Islam sei eine Religion, in letzter Zeit denke ich eher, dass es sich  bei „Islam“ um eine religiöse Ideologie mit faschistischen Anklängen handelt –  Hamed Abdel Samad hat ein Buch darüber geschrieben, ich habe es gelesen.

Wie dem auch sei, der Mann im Radio macht Leute wie mich für schreckliche Sachen verantwortlich.

Dabei will ich nur in Ruhe und Frieden in diesem Land leben, tue niemandem etwas zu leide und rufe weder zu Anschlägen gegen Flüchtlinge noch zum Sturz der Regierung auf.

Ich gehe noch nicht einmal abends in meinem Dorf spazieren, geschweige denn in Dresden.

Fremde Feder: Rote Karte für Ihre Israel-Berichterstattung 14. Oktober, 2015

Posted by Rika in aktuell.
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Seit Jahren schon nehme ich Anstoß an der Berichterstattung über Israel – und immer denke ich, dass es nicht noch schlimmer kommen kann, denke, dass es Journalisten doch ebenso wie mir möglich sein müsste, Schlüsse aus dem zu ziehen, was Hamas und Fatah verlautbaren, dass sie nämlich nie und niemals mit Israel Frieden machen werden, sie müssten doch auch über Abbas gelesen haben, der unverhohlen zu Mord und Blutvergießen aufruft, Mörder zu Helden erklärt. Journalisten könnten wie ich die Charta der Hamas lesen, aber sie folgen lieber antiisraelischer Propaganda und faseln von Siedlungen, die den Frieden stören…
Gerd Buurmann ruft dazu auf, diesen Journalisten endlich die Rote Karte zu zeigen.
Folgen wir diesem Aufruf, wehren wir uns endlich gegen diese verlogenen Form der Berichterstattung über Israel.

Tapfer im Nirgendwo

In den letzten Wochen sind Menschen in Jerusalem und Israel gestorben, weil sie Juden waren, von brutalen Terroristen ermordet, die Juden töten wollten.

Diese Terroristen wurden unter anderem von den regierenden Parteien Hamas und Fatah angefeuert, unterstützt und/oder angeworben.

Die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden in ihrer Charta (Artikel 7). Mahmud Abbas von der Fatah hat vor den Vereinten Nationen erklärt, Israels Existenz nicht länger anzuerkennen. Beide Parteien erklären öffentlich:

„Die Stunde des Gerichtes und Frieden wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten.”

Die Folge dieser Erklärung ist das Schlachten in Jerusalem und Israel! Der Schlachtruf »Itbah al Yahud« gehört bei den Attacken fest zum Repertoire der Täter. Übersetzt heißt das: »Schlachtet die Juden«.

Bei der Verteidigung von Juden durch israelische Sicherheitskräfte wurden ebenfalls Menschen getötet. All diese Menschen würden jedoch noch leben, wäre der Angriff von arabischer Seite nicht erfolgt!

Hätte die Verteidigung…

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So weit reicht die Pressefreiheit nun aber doch nicht! 6. Oktober, 2015

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, medien, meine persönliche presseschau, politik, pressefreiheit.
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Durch einen Facebookeintrag bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden, in dem Uta Deckow, Leiterin Politik-Desk Landesfunkhaus Sachsen, über die Pressefreiheit räsoniert.

Die Pressefreiheit ist ein wirklich hohes politisches und demokratisches Gut und ich werde sie nach Kräften verteidigen. Die Vorfälle, die Frau Deckow berichtet, sind in der Tat geeignet, die Arbeit der Journalisten als gefährdet zu bezeichnen, aber steht damit wirklich die „Pressefreiheit“ auf dem Spiel?

Der Titel des Artikels scheint das  suggerieren zu wollen:

„Pressefreiheit ja – solange es die eigene Meinung deckt“

Der Text jedoch besagt etwas gänzlich anderes. Es wird ausführlich über die Schwierigkeiten der Journalisten geklagt, die es wagen, über die (vermutlich ihrer Meinung nach nicht von der Meinungsfreiheit gedeckten) Aufmärsche der „GIDA-Marschierer“ zu berichten. Aber sind die -in keinster Weise zu tolerierenden –  Anpöbelungen, Bedrohungen und Beschimpfungen durch intolerante und rechtslastige Demonstranten tatsächlich als Angriff auf die Pressefreiheit zu bewerten?

Soviel ich weiß, wird die Freiheit der Presse durch die Gesetze unseres Landes reguliert und bestimmt und nicht durch noch so unangenehm auftretende Gruppen, die anderer Meinung sind, als die Mehrheit der Bevölkerung und die Mehrheit der Mitglieder der politischen Parteien oder die der Parlamente oder gar der Regierung. Diese aber, Regierung und Parlamente, wären für eine mögliche Einschränkung der Pressefreiheit  mittels Gesetzgebungsverfahren zuständig. Oder irre ich mich da? Und davon kann doch in Deutschland überhauupt keine Rede sein.

Ich kann ja verstehen, dass Frau  Deckow eine Lanze für die Vertreter ihrer Zunft brechen und auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen will, die mitunter den Presseleuten das Leben schwer machen. Darin – auf diese unschönen  Situationen aufmerksam zu machen, unterstütze ich sie sogar und verkneife mir hier darum auch beinahe  jeglichen Fingerzeig auf Journalisten, die durch ihre Art der Berichterstattung, durch Auslassungen oder Hervorhebungen, durch gefakte Bilder oder durch das  völlige Ignorieren des Kontextes bei der Auswahl von Zitaten bestimmter, ihnen nicht genehmer Personen des öffentlichen oder politischen Lebens dazu beitragen, dass das unschöne Wort von der Lügenpresse immer häufiger die Runde macht.  Als  Beispiel der oben genannten Methoden des seriösen Münchhausen-Journalismus sei hier nur die Berichterstattung über Israel und den israelischen Regierungschef genannt. Und selbst diese – zumindest für mich  wenig erfreulichen – Prunkstücke journalistischer Tätigkeit würde ich sogar von der Freiheit der Meinungsäußerung und der Pressefreiheit gedeckt sehen. Wie heißt es doch in der Überschrift zum Artikel so schön: Pressefreiheit ja – solange es die eigene Meinung deckt. Als eine die Demokratie liebende Bürgerin dieses Landes gestehe ich eben auch Journalisten eine eigene Meinung zu, selbst dann, wenn sie mir nicht gefällt.

Unter „eigener Meinung“ haben und mitteilen dürfen  versteht Frau Deckow vermutlich auch diesen Vergleich:

Wir schildern was ist, jeder Journalist aus seinem Erleben, aus seiner Sicht – objektiv geht gar nicht, aber neutral – darum bemühen wir uns. Auch meine Kollegin, die gestern für MDR 1 RADIO SACHSEN vor Ort war.

Dann wurde sie bedroht. „Lügenpresse“-Aufkleber wurden ihr auf die Jacke geklebt – von hinten. Und eine Frau versuchte, ihr von vorn einen Aufkleber quer über die Brust zu heften. Und: eine ganze Reihe von Menschen stand herum, schaute zu – schlimmer noch – fotografierte.

Woran uns Journalisten das erinnert? Nazis brandmarkten Juden mit Aufnähern auf deren Jacken.

Hervorhebung von mir.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen …. oder besser nicht, denn dann müsste man vor Ekel ausspeien, im hohen Bogen ausspucken.

Diese Frau vergleicht allen Ernstes die sicherlich respektlosen Angriffe auf ihre Journalistenkollegin mit  der „Brandmarkung der Juden auf deren Jacken“ durch den gelben Stern, wie er von  der nationalsozialistischen  REGIERUNG Deutschlands unter Adolf Hitler angeordnet, befohlen und überwacht wurde.

Schlimmer kann man nicht die eigene Hybris zur Schau stellen, mit der man sich als Opfer geriert, das denen der jüdischen Opfer im Nationalsozialismus kaum nachsteht. Ich möchte der Dame nicht absichtliche Leugnung oder Relativierung des Holocaust unterstellen, aber ihr Vergleich, selbst wenn er in völliger Gedankenlosigkeit  und lediglich mit der Absicht, eine möglichst große Wirkung zu erzielen angestellt wurde, kommt dem doch sehr, sehr und gefährlich nahe. Gefährlich deshalb, weil Juden heute schon wieder um ihre Sicherheit bangen müssen. Weil jüdische Männer in manchen Bezirken Berlins eben nicht mit der Kipa herumspazieren, um sich nicht als Jude erkennen zu geben. Weil immer noch Polizisten jüdische Einrichtungen rund um die Uhr bewachen müssen und weil „Jude“ auf deutschen Schulhöfen inzwischen zum Schimpfwort degradiert ist und es eben nicht nur tumbe Nazis sind, die dafür verantwortlich sind, sondern das Problem längst der sogenannten Mitte der Gesellschaft entspringt.

Frau Deckow prangert die (rechten und als Nazi verpönten) Pegida-Demonstranten an und merkt selbst nicht, welchen Ungeist sie da verbreitet.

Sich selbst,  bzw. ihre Journalistenzunft, auf eine Stufe mit den von den Nazis verfolgten, bedrohten und gemordeten  Juden zu stellen, das ist mehr als unanständig, das ist  widerwärtig und verachtenswert.

Und das ist auch durch keinerlei Pressefreiheit gedeckt.

Zeit für die Eberesche II 3. Oktober, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Meine geliebte Eberesche ….

 

 

Wieder ist es Zeit ihr Loblied zu singen. Nach dem schrecklichen Rupfen vor fünf  Jahren hat sie sich prima erholt und  hat – wie um uns zu zeigen, dass sie unverwüstlich ist –  unglaublich viele neue Triebe gebildet, so dass sie nun fast wieder so hoch ist wie vor dem Rupfen.

 

Der Liebste wird vermutlich nicht noch einmal auf die Leiter steigen…   so wächst und wächst das  einstmals so kleine Bäumchen und erfreut die Vogelwelt  – und uns natürlich auch.

 

 

 

 

Unglaublich viele Beeren hat die Eberesche  in diesem Jahr angesetzt und so herrscht ein reges und munteres Fressen in dem  dichten Geäst  und dem immer noch erstaunlich grünen Blätterwald. Die Amseln machen sich über die Beeren her und entwickeln dabei bewunderungswürdige Taktiken um auch die äußersten Beeren zu erreichen. Viele Meisen tummeln sich in den Zweigen, sie jagen wohl eher kleinste Spinnen, Käfer und Insekten.

Goldener Oktober  im Gärtchen … und doch ist es unverkennbar Herbst geworden… allem Sonnenschein zum Trotz. Im Schatten ist es schon empfindlich kühl da draußen und drinnen wärmt seit gestern wieder die Heizung.

eberesche

 

Meiner Seele tut es gut, einfach nur in das herbstlich goldene Gärtchen zu schauen….

Fremde Feder: NEWS: Jüdisches Elternpaar von Terroristen im Auto hingerichtet 3. Oktober, 2015

Posted by Rika in aktuell, araber-"palästinenser", attentat, fatah, hass, israel, mord, terrorismus.
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Es hat kein Ende…
Der palästinensische Kampf gegen Israel hört geht fort und fort und fordert immer wieder unschuldige Opfer.

Der Tod des Ehepaares Henkin scheint so entsetzlich sinnlos….

Unsere Medien haben nur sehr verhalten über das feige Attentat berichtet ….  wäre es anders wenn?

Sie – die Palästinenser – werden niemals aufhören Israel zu bekämpfen. Das wird in allen Reden ihrer „Führer“ deutlich. Nur unsere Politiker hier in Deutschland und Europa behaupten immer noch wider besseres Wissen, es seien „die Siedlungen“, die den Friedensprozess behinderten.

Ich, die Siedlerin | Eine jüdische Stimme aus Judäa

Mit Entsetzen, in tiefster Trauer und Wut berichte ich über diese Tat.

Seht in ihre Gesichter, und seht nicht weg. Na'ama und Eytam Henkin hy"d (Quelle: INN) Seht in ihre Gesichter, und seht nicht weg. Na’ama und Eytam Henkin hy“d
(Quelle: INN)

Gestern abend (01.10.15) fuhren das Elternpaar Na’ama und Rabbiner Eytam Henkin, in ihren 30ern aus der Siedlung Neria, mit ihren vier Kindern auf der Autobahn 555 in Samaria, zwischen den Ortschaften Elon More

Karte zum Attentatsort Karte zum Attentatsort

und Itamar, im Umkreis der Stadt Shchem (Nablus). Die Autobahn führt am arabischen Ort Bayt Furik vorbei. In der Nähe von Bayt Furik wurden aus einem vorbeifahrenden Auto auf das Fahrzeug von Familie Henkin mehrere Schüsse abgefeuert. Beide Eltern wurden schwer verletzt. Ihr Auto hielt auf der Straße an. Vorbeifahrende israelische Fahrer erkannten, dass es sich um eine Terrorattacke handelte, und riefen Einsatzkräfte. Als erste medizinische Versorgung ankam, bemühten sie sich, Na’ama und Eytam wiederzubeleben, doch mussten in kurzer Zeit ihren Tod feststellen. Die vier Kinder…

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„So geht Integration….“ 2. Oktober, 2015

Posted by Rika in aktuell, einwanderung, emanzipation, frauen, gesellschaft, integration, muslimische frauen, politik, sharia, vollverschelierung.
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schrieb eine Nutzerin bei facebook

und postete den Beitrag über  die wunderbare Hilfsbereitschaft vieler Frauen, die einer  Flüchtlingsfrau einen Friseurbesuch ermöglichen wollten. Das Problem war weniger die Finanzierung einer solchen Hilfeleistung, als vielmehr die Tatsache, dass die Betroffene unter dem Recht von Sharia und Ehemann steht. Der Ehemann untersagt seiner Frau, die Vollverschleierung im öffentlichen Raum abzulegen oder sich gar – was beim Barte des Propheten ganz und gar nicht erlaubt ist – von einem männlichen Friseur bedienen zu lassen, ja, nicht einmal die Anwesenheit eines Mannes in dem entsprechenden Salon sei statthaft, man benötige vielmehr einen separaten Raum, zu dem – außer dem Ehemann natürlich – nur weibliche Arbeitskräfte Zutritt haben (die ja eigentlich nach  islamischer Logik ebenfalls verschleiert sein müssten, damit der Eheman sein lüsterndes Auge   nicht über Gebühr im Zaum halten müsste…)

Es meldeten sich ungemein viele Frauen, die Adressen von halal-Friseurläden posteten, um das nett gemeinte Angebot eines Friseurbesuches für eine Flüchtlingsfrau zu ermöglichen.

Aber „geht so Integration“?

So geht Hilfsbereitschaft, aber nicht Integration.

Denn das, was die Frauen so liebevoll-freundlich anbieten, ist doch nichts anderes als die Zementierung der Separation sehr traditioneller muslimischer Frauen vom öffentlichen Leben. Die Frau gilt  als Eigentum des Mannes und kein anderer Mann soll sie zu Gesicht bekommen.

Haben wir Frauen in Deutschland  jahrelang Debatten zum Thema „Emanzipation“ geführt, um vor einer religiös-archaischen Männersippe den Bückling zu machen?

Viele Frauen in Deutschland regen sich meiner Meinung nach zu Recht darüber auf, dass die katholische Kirche Frauen den Zugang zu sämtlichen kirchlichen und geistlichen Ämtern bis heute verweigert.  – Ich möchte allerdings ausdrücklich hervorheben, dass die evangelische Kirche das bis vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls getan hat und in manchen Freikirchen auch heute noch nach dem Wort des Apostel Paulus verfahren wird, das da lautet: „Das Weib schweige in der Gemeinde.“

Aber es herrscht doch ein geradezu lautes Schweigen der (gleichen ?)  Frauen, wenn es darum geht, den Herrschaftsanspruch muslimischer Männer über ihre Frauen an den öffentlichen Pranger zu stellen. Die gleichen muslimischen Männer, die ihre Frauen unter Kopftuch, Niqab oder Burka zwingen, begrapschen unverschleierte (deutsche) Frauen mit den Augen und ihre Bezeichnungen für modern und  westlich gekleidete Frauen sind alles andere als schmeichelhaft. (Das Problem, dass muslimische Väter nicht mit Lehrerinnen reden wollen, weil sie eine FRAU sind, gibt es ja nicht erst seit heute, ist aber bisher in der Öffentlichkeit weitgehend unter den Teppich gekehrt worden,)

Warum weisen wir diese Männer nicht in die Schranken?

Warum machen wir nicht SIE für die Zügelung ihrer scheinbar überbordenenden sexuellen Lust verantortlich, statt ihnen zuzugestehen, ihre Frauen unter Kartoffelsack ähnlich Gebilde zu stecken oder sie gleich ganz aus dem öffentlichen Leben fern zu halten, nur damit ja kein anderer Mann auf schmutzig-unzüchtige Gedanken kommen kann?

Haben wir nicht dafür gekämpft, dass Frauen nicht nur nominell vor dem Gesetz gleichberechtigt sind, sondern auch als gleichwerte und gleich wertvolle Menschen in der Gesellschaft geachtet werden, deren Wort etwas gilt, deren Argumente man ernst nimmt? Sollten unsere Politikerinnen  am Ende nur die Alibifrauen sein, die öffentlich die Verwirklichung des Gleichheitsanspruchs dokumentieren, gleichsam ala  „lass die Mädels man reden, machen tun wir!“? Die Kanzlerin quasi als erste Machtquotenfrau Deutschlands (Heide Simonis möge mir verzeihen… 🙂 )!

Das kann es doch nicht sein!

Als ich vor gut 40 Jahren meinen damaligen Schulrat fragte, ob das Dienstrecht es zuließe, dass ich neben meiner Arbeit an der Schule ein Psychologiestudium aufnehme, antwortete dieser wirklich sehr, sehr freundliche und nette Herr, dass es dem Dienstrecht völlig gleichgültig sei, ob ich in meiner Freizeit Tennis spielte oder studierte, aber „Frau Rika, besinnen Sie sich doch auf ihre wahren Werte als Frau und Mutter!“  Zu einem der Themen meiner mündlichen Prüfung im zweiten Examen wählte ich „Emanzipation“, was mir die freundliche Belehrung seitens des Schulrates (bei Einreichung meiner Themen) einbrachte, Emanzipation bedeute „aus der Hand geben“ was dem Ursprung nach meinte, eine Tochter aus der väterlichen Gewalt zu entlassen …   und vermutlich hat er in Gedanken hinzugefügt, aber nur, um sie der Gewalt des Ehemanns unterzuordnen.

Mehr als vierzig Jahre ist das her. Ein langer Zeitraum für mich, aber ein Klacks in der gesellschaftlichen Entwicklung seit der Zeit der alten Römer. Dass die Entwicklung der Emanzipation der Frau bisher an den  Männern im muslimischen Kulturraum vorbeigegangen ist, bedeutet aber doch nicht, dass ich diese Männer als Frau aktiv darin unterstütze, in ihrem archaischen Denken zu verbleiben. (Das gilt auch für die immer noch in christlich frommen Kreisen anzutreffenden Haltungen und Vorstellungen.)

Integration in unsere Gesellschaft kann nicht bedeuteten, dass wir die Entwicklung anhalten oder sogar zurückdrehen. Muslimische Männer haben sich unserer Rechtsvorstellung anzupassen, nicht wir unsere Rechtsvorstellung den muslimischen Männern.

……..

Und ich hoffe sehr, dass es mehr als Wahlkampfgetöse ist, was Julia Klöckner zu diesem Thema zu sagen hat und dass sie damit eine Debatte angestoßen hat, die nicht so bald verstummt. Manches braucht einen langen Atem.