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Schön war es und bitter-schade zugleich…. 26. März, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Traumhaft schönes Wetter in Südtirol, glänzend präparierte Pisten am Kronplatz, herrlicher Schnee, die seit langem bevorzugte Unterkunft wie immer einladend und freundlich, Familie und Freunde beieinander….

Es hätte also ein Traumurlaub werden können…    wäre nicht ein erheblich großer Wermutstropfen in die Winterglückseligkeit gefallen. Der kleine Tropfen Wermut war ja längere Zeit bekannt: Der jüngste Sohn hatte im Februar die neue Stelle angetreten und natürlich noch keinen Anspruch auf Urlaub im März. Damit hatten wir gerechnet, es tat uns zwar leid, aber gleichzeitig freuten und freuen wir uns doch darüber, dass der Jüngste es so gut getroffen hat in „seiner“ neuen Firma.

Schlimmer traf es den Zweitältesten und seine Frau. Mit deutlichen Erkältungssymptomen sich plagend waren sie in den Urlaub gestartet, hoffnungsvoll noch der erste Abend nach der Ankunft in der großen Runde. Am nächsten Morgen die Ernüchterung: Fieber, Halsschmerzen, Nase zu, nicht aufhörender Husten bei dem einem, Zahnschmerzen, Fieberschübe und Schlappheit bei der anderen.  Arztbesuch statt Piste. Verdunkeltes Zimmer wegen schmerzender Augen statt Sonnenschein auf der Hütte.

So schade, so bitter!

Da fällt es mir doch  schwer davon zu berichten, wie schön es für uns war:

Die herrliche Landschaft zu genießen und die  Lieblingspisten zu fahren….

 

MEDION Digital Camera

Auf dem „Marchner“….   natürlich mit Rucksack und seit ein paar Jahren mit Helm 😉

 

„Du fährst wie ein junger Gott!“, meinte der Liebste zu mir und ich war – abgesehen davon, dass ich doch eher für eine Göttin, als für einen  Gott gehalten werden sollte –  wirklich sehr glücklich, überhaupt skifahren zu können, hatte ich mich doch schon seit Wochen mit einer schmerzenden Hüfte geplagt und war nur dank der Spritze des Orthopäden meines Vertrauens überhaupt in der Lage mit Lust und frei von jeder schmerzenden Pein das Skifahren zu genießen.

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Der Kaffee auf der Terrasse auf dem Klausberg….

 

….

 

 

…die ersten Skitage der Enkel zu begleiten….

Wie viel hat sich doch verändert, seit unsere Kinder das Skifahren erlernten. Sehr nette Skilehrer arbeiten nach  einem hervorragenden pädagogischen und methodischen Konzept…  Spielerisch lernen schon die Kleinsten die Grundzüge des Skifahrens… Auf ausgelegten Matten ist die Fußstellung vorgezeichnet und  mit „Pizza grande“, „großes Pizzastück“ verdeutlichten die Skilehrer die Beinstellung für die ersten Fahrversuche am leicht abfallenden Hang. Mit „Schneepflug“, wie es noch zu meiner Lernzeit hieß, können Kinder heute nichts mehr anfangen. Kennen Stadtkinder überhaupt noch einen einfachen Pflug, geschweige denn einen „Schneepflug“, und gibt es den überhaupt noch???

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So schön zu beobachten mit welcher Freude und Konzentration  unser ältester Enkel dabei war…

MEDION Digital Camera

 

Und dann die  Siegerehrung nach dem abschließenden „Rennen“ am letzten Skischultag…

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Zweiter Platz für den Enkel….  „Wie mein Papa!“, verkündet er stolz und ich denke an die mehr als 30 Jahre zurück,  als der Vater  des Kleinen mit uns die ersten Pisten fuhr… und wir später dann immer wieder mit allen Kindern in Südtirol das Skifahren in vollen Zügen genießen konnten.

Die beiden Kranken konnten kaum an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, von den abendlichen Spielerunden ganz zu schweigen. Dabei hatten wir alle uns gerade auch darauf so lange schon gefreut, die Gemeinschaft mit der Familie und den Freunden zu erleben…. schließlich waren wir eine große Runde von  achtzehn Leuten  mit einer Altersspanne von 1 1/2 Jahren bis 71  🙂

Langsam sind sie die beiden auf dem Weg der Besserung.

Dankbar sind wir dafür, dass wir vor Unfällen bewahrt blieben und auch die Rückfahrten  nach Hause relativ stressfrei verliefen, wobei der Liebste das Auto der Kranken fuhr… wie gut, dass er doch so fit ist.

Und vielleicht gelingt es uns ja im nächsten oder übernächsten Jahr mit „alle Mann“ und Kind und Kegel  in Südtirol gemeinsam eine schöne Zeit zu genießen.

 

 

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Ich glaube, mein Schwein pfeift…. 2. März, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, integration, islam, migration, schule - kinder, sharia, wahlrecht.
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sagte man früher wenn man seine Fassungslosigkeit oder sein Erstaunen über eine Situation, ein Ereignis oder eine Behauptung ausdrücken wollte.

Und das ist genau das, was ich hiermit tun will!

Allerdings, Schweine pfeifen in der Regel nicht, sie quieken allenfalls, wenn sie sich in Gefahr wähnen…. ich weiß das, der Bauer von gegenüber hat noch  vor etwa  20 bis 25  Jahren regelmäßig in seinem Hof ein oder zwei Schweine geschlachtet… wir konnten das Quieken deutlich hören… und sahen dann das geschäftige Treiben und das Schwein auf der Leiter. Anschließend war Schlachtefest angesagt. Das war damals so üblich auch in unserer Gegend und vermutlich wird es in vielen bäuerlichen Gegenden heute noch so gemacht.

Aber zurück zum Thema: Ich glaube, mein Schwein pfeift!

23 Jahre habe ich als Werk- und Hauswirtschaftslehrerin an Sonder-, respektive Förderschulen  gearbeitet. Die Zubereitung von Gerichten mit Schweinefleisch gehörte ganz selbstverständlich in meinen von den Rahmenrichtlinien gedeckten Unterrichtsplan. In den 6 Jahren vor der 15 Jahre währenden Kinderpause gab es nie auch nur die kleinste Kritik daran, Schweinefleisch zu essen. Es wär an dem damaligen Schulstandort in der Abgeschiedenheit eines nordhessischen Dorfes auch sehr, sehr merkwürdig gewesen, wenn irgendwelche Eltern sich negativ zum Schweinefleisch geäußert hätten.

Bei einem Schlachter machte ich die nähere Bekanntschaft mit dem Handwerk des Schweineschlachtens, betreuten wir Lehrer doch unsere Schüler in den diversen Berufspraktikumsstellen. In aller Herrgottsfrühe fand ich mich beim besten Metzger des Dorfes ein, Meister und Gesellen und auch mein Schüler standen schon bereit. Ein Wagen fuhr vor, 4 oder 5 Schweine, so genau weiß ich es nicht mehr, wurde ausgeladen und vorübergehend in einem kleinen Gehege untergebracht, bis eines nach dem anderen zunächst mit dem Bolzenschußapparat betäubt, dann mit dem Messer abgestochen und den sich anschließenden Arbeitsgängen überlassen wurde… Abbrühen, entfernen der Borsten, abspülen, den Bauch öffnen und alles ausnehmen, was darin befindlich war…  Bis zu diesem Punkt habe ich alles mit angesehen, es war übrigens das erste Mal – und blieb auch das einzige Mal – , dass ich dieser Prozedur beiwohnen konnte. Dann bekam ich einen Schnaps auf meine bestandene „Erstschlachtung“….   das Schwein tat mir zwar ein bisschen leid, aber Wurst, Schinken und Fleisch aß ich auch weiterhin in Maßen und mit Vergnügen.

Nach der Kinderpause – wir lebten bereits im Land mit den meisten Schweinezuchtbetrieben, im schönen Niedersachsen – unterrichtete ich nun mehr ausschließlich das Fach  „Hauswirtschaft“, von den Schüler der Einfachheit halber „Kochen“ genannt. Und das taten sie mit Vergnügen: KOCHEN,  die lästige Ernährungslehre und die unweigerlich notwendigen Abwasch- und Aufräumarbeiten mehr oder weniger  billigend in Kauf nehmend. In den ersten Jahren hatten wir nur zwei oder drei muslimische Schüler an der Schule, die allesamt vollkommen säkular lebten, d.h. irgendwelche zu beachtenden Speisevorschriften gab es nicht. Das änderte sich im Laufe der Zeit. Und ich musste immer häufiger Rücksicht nehmen auf meine muslimischen Schüler. Nicht nur, dass sie kein Schweinefleisch essen durften, es war auch darauf zu achten, dass in Würstchen, die als Geflügelwürstchen ausgewiesen waren, nicht trotzdem Schweinefleisch verarbeitet war, was übrigens sehr oft der Fall ist. Auch das Kleingedruckte auf den Zutatenlisten ist genauestens zu beachten, nicht selten taucht dort der Begriff „Gelatine“ auf, die in aller Regel ebenfalls vom Schwein gewonnen wird. Ich hatte  – und habe es immer noch – viel Verständnis für diese besonderen Bedingungen, denen muslimische Kinder und Jugendliche unterworfen sind.  Ich lernte von meinen Schülern auch, dass es nicht einfach genügt, statt des Schweinefleischs eine Alternative anzubieten, ich musste auch darauf achten, dass die übrigen Lebensmittel für die muslimischen Schüler in einer  getrennten „Küche“ zubereitet wurde. (Mit Küche bezeichneten wir die 4 verschiedenen Küchenzeilen innerhalb der großen Küche, in denen jeweils 2 oder 3 Kinder gemeinsam arbeiteten). Einer meiner Schüler machte mich nämlich eines Tages darauf aufmerksam, dass  Geschirr, Besteck und Küchengeräte auf gar keinen Fall mit „Schwein“ in Berührung kommen dürfe.

In Israel hatte ich vor Ort und bei lieben Freunden das Prinzip der Trennung zwischen „milchigen“ und „fleischigen“  Speisen in Tat und Tun kennen gelernt (per Lektüre war es mir schon bekannt), das ja ebenfalls streng drauf achtet, Milchiges und Fleischiges nicht mit gleichem Geschirr und in gleichen Töpfen zuzubereiten oder anschließend im gleichen Spülbecken zu reinigen.

Ich konnte mich also gut auf diese Bedingungen einlassen.

Ich hätte aber niemals darauf verzichtet, Schweinefleisch zu verarbeiten „nur“ weil meine muslimischen Schüler es nicht essen durften. Es gab immer eine Alternative, wobei ich ehrlicherweise bekennen muss, dass manchmal die Alternative darin bestand, dass die Muslime das  Fleisch einfach nur weglassen und sich deshalb mit den Beilagen begnügen mussten. „Kochen“ in der Schule will ja auch bezahlt sein und oft genug habe ich aus meinem privaten Geldsäckel etwas zugegeben.

Mit der Zeit wurde das Vorgehen ganz normal,  einfach zur  Macht der Gewohnheit, Dinge so oder so zu regeln.

Darum kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen, dass sich Mensen an Kitas, Schulen und Unis, in Firmen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen  den Zwang auferlegen, auf Schweinefleisch generell zu verzichten, um Muslimen nicht das gemeinsame Essen schwer oder unmöglich zu machen. Mit etwas gutem Willen lässt sich das doch regeln. So wie es ja in größeren Einrichtungen auch längst Usus ist, täglich ein vegetarisches Gericht anzubieten – und das ist nicht mehr der Milchreis, wie es noch zu meinen Studentenzeiten üblich war. Meine Tochter war immer total begeistert von der Vielfalt der Speisen aus denen sie in ihrer Uni-Mensa auswählen konnte.

Geradezu lächerlich finde ich darum die Erwiderung,  der in ihrer Volkserziehungbessenheit  unverbesserlichen Grünen (und neuerdings auch Mitglieder anderer Parteien),  auf den Vorschlag der CDU in Schleswig-Holstein, Schweinefleisch nicht verpflichtend vom Speiseplan zu entfernen.

So schreibt Frau Göring-Eckardt beispielsweise auf Twitter:

Witzig: fordert Integrationspflicht für Vegetarier. Unsere heißt Mettbrötchen! http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Schweinefleisch-Pflicht-in-oeffentlichen-Kantinen 

 

Das ist so strunzdumm, dass es fast schon wieder amüsant daherkommt, wäre es nicht als typisch grüne Provokation geschrieben.

Mit Sicherheit hat die CDU nicht gefordert, dass Tag für Tag auf jedem Speiseplan jeder Mensa ausschließlich „Schwein“ zu stehen habe…

 

Herr Lindner von den Liberalen gibt sich auch in Ernährungsfragen ganz liberal,  wenn er schreibt:

 

Erst , jetzt . Verrückte Idee:wie wäre es, wenn einfach jeder selbst entscheidet was er isst?CL