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Was lehrt mich das? 30. November, 2016

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", israel, plo, politik, terrorismus.
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Es ist nun eigentlich   nicht so, dass ich noch über die „besonderen Beziehungen Deutschlands zu Israel“ belehrt werden müsste, dazu habe ich schon aus jeweils gegebenem Anlass  verschiedentlich Stellung genommen, aber tief in mir schlummert sie noch, die Hoffnung nämlich, dass die „besondere Beziehung zu Israel“ nicht nur darin bestehen möge, an Holocaust-Gedenktagen Reden zu halten und Kränze an Denkmalen zu hinterlegen oder bei Staatsbesuchen hin und her dem israelischen Partner zu versichern, treu an seiner Seite zu stehen. Darin haben sie nämlich  alle große Übung, die Damen und Herren Repräsentanten unseres Staates. Die Herren der christlichen Kirchen stehen den Politikern darin nicht nach… und das Tempelberg-Abenteuer der Bischöfe liegt ja erst wenige Tage zurück!

Vor allem  üben sie sich auch immer wieder ungefragt darin, Israel prächtige Ratschläge zu geben  zur Erlangung eines dauerhaften Friedens mit den unfriedlichen Nachbarn, wohingegen die Nachbarn in keinster Weise auch nur ansatzweise gebeten oder gar gedrängt werden, Schritte zum Frieden mit Israel zu unternehmen. Im Gegenteil, Deutschland finanziert die Renten für die Terroristen, die  in selbstmörderischen Aktionen Juden mit in den Tod reißen, Deutschland finanziert Schulbücher, die offen zum Hass auf Israel erziehen, Deutschland unterstützt die Autonomiebehörde unter Herrn Abbas in jeder nur vorstellbaren Weise.

In der vergangenen Woche, als ein gewaltiger Feuersturm in Israel tobte, der Tausende Menschen zunächst aus den sicher geglaubten Wohnungen vertrieb, bevor er so viele Häuser  für immer vernichtete, sang der Herr Außenminister cool bis ans Herz hinan wieder einmal die Litanei von den Siedlungen, die den Frieden bedrohen.    Das ist nämlich sein Lieblingsthema, damit, so kommt es mir vor, stellt er immer wieder die besondere Beziehung Deutschlands zu den arabischen Freunden  Feinden Israels unter Beweis (was seine stellvertretenden Pressesprecherin, Saswan Chebli,  Flüchtling aus „Palästina“ in 3. Generation –   vor 38 Jahren geboren in Berlin –   gewiß sehr erfreut).

Die Entstehung der gewaltigen Feuer wurde ganz sicher durch die wochenlange Trockenheit im Land begünstigt, aber auch der schreckliche Verdacht einer neuen Dimension des Terrors  hat leider seine Berechtigung, fanden sich in den sozialen Netzwerken doch ganz schnell wahre Freudengesänge über die Feuer die Juden bedrohen und das zionistisches Land niederbrennen.

Doch während viele Länder Israel zu Hilfe eilten, Löschflugzeuge und Feuerwehrleute schickten, blieb Deutschland seltsam untätig.

Axel Feuerherdt beschreibt den deutschen Beitrag so:

„Aufschlussreich ist auch die Reaktion der deutschen Bundesregierung: Tagelang war nichts von ihr zu der Feuerkatastrophe im jüdischen Staat zu vernehmen – kein Hilfsangebot, keine Solidaritätsadresse, nicht einmal eine förmliche Betroffenheitsbekundung. Dann nahm das Auswärtige Amt doch noch Stellung zu Israel – aber nicht zu den Bränden, sondern zur Entscheidung der Jerusalemer Stadtverwaltung, das Planungsverfahren für die Erweiterung einer Siedlung in Ost-Jerusalem wieder aufzunehmen. Diesen Beschluss verurteilte das Außenministerium als „völkerrechtswidrig“. Erst am Freitag rang es sich dazu durch, in einer kurzen Erklärung seiner „allergrößten Sorge“ über die Flächenbrände Ausdruck zu geben und seine Bereitschaft, Hilfe zu leisten, zu verkünden. Andere Länder waren da bekanntlich längst aktiv geworden. So sieht sie aus, die deutsche Prioritätensetzung und die angebliche „tiefe Verbundenheit“ mit dem jüdischen Staat.“

Deutschland, das lerne ich aus diesen zurückliegenden Tagen, hat mit Israel wenig bis nahezu nichts am Hut, jedenfalls nichts, wenn es um aktuell dringend benötigte Hilfe geht. Dann steht Deutschland schweigend und ruhig an Israels Seite und wartet einfach ab, wie sich die Lage entwickelt.  So wie es geschwiegen hat, als auf den Straßen in Frankfurt und Berlin der antisemitisch-muslimische Mob tobte und „Juden ins Gas“ brüllen durfte, ohne dass Polizei oder Staatsanwaltschaft einschritt.

Ist das das Preisgeld, das „Deutschland“   – besser gesagt seine muslim-affine Regierung  –   dafür zahlt, dass Islamisten hierzulande (noch) Ruhe geben? Oder  – und das ist mein gegenwärtiger und nicht enden wollender Albtraum –   ist das  der sichere Beweis dafür, dass die Islamisierung der Bundesrepublik Deutschland bereits sehr weit fortgeschritten ist und es im Gefolge dieser Entwicklung zu einer entsetzlichen Paarung  zwischen altem deutschen mit ebenso altem muslimischen Antisemitismus und Judenhass kommt?!!?

Einen lesenswerten Artikel zu diesem möglichen Zusammenhang gibt es auch bei Tichys Einblick, darin lautet das bedauerliche Resumee: „Der deutsche Staat des real existierenden Merkelismus hat seine Seite am grünen Banner des Propheten längst gewählt.  Das wurde nicht nur bei der Verabschiedung jenes unsäglichen Desintegrationspapier der Deutschland-Vernichterin Özoguz deutlich. Das tiefe Schweigen zum Feuer-Initfada in Israel könnte nicht lauter zu hören sein.“

Es wird Zeit, höchste Zeit dagegen aufzustehen.

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Opa liest vor…. 18. November, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, eltern, familie, lesen, schule - kinder.
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in der Schule des Enkelkindes nämlich.

Heute ist der „Bundesweite Vorlesetag“  –   und die Schule des Enkelkindes hatte schon vor einiger Zeit nachgefragt, ob Großväter oder Väter an diesem Freitag in der Schule vorlesen könnten.

Und Opa konnte.

Ausgerüstet mit Brille und ‚Vorlesehut‘ (meinem Strohsonnenhut) machte er sich auf den Weg. In der Schule trafen sich  weitere Großväter, Väter und sogar ein „Promi“, um einer jeweils kleinen Gruppe aus einem schon vor gut 10 Tagen ausgewählten Buch vorzulesen.

Sehr vergnügt kam der Liebste nach Hause, erzählte von seiner Erfahrung als Vorleseopa und der Freude, die er dabei empfunden hatte.

Opa ist ein sehr erfahrener Vorleser.

Jeden Abend – na, fast jeden Abend –  hat er für unsere Kinder vor dem Schlafengehen  Geschichten gelesen, Astrid Lindgren war die bevorzugte Autorin. So kamen Michel, Ronja, die Löwenherz-Brüder und viele andere Gestalten der Astrid-Lindgren-Welt in unser Haus. Ich bin sehr froh, dass der Liebste all die Jahre lang diese wichtige Tätigkeit übernommen hatte. Nicht, dass ich nicht gern gelesen hätte, aber eine seit meiner frühen Kindheit bestehende  Besonderheit machte und macht mir das Vorlesen schwer – und nicht nur das Vorlesen, auch das  stille Lesen so ganz für mich allein:

Ich weine,   heule wie ein Schlosshund, schniefe und schnaufe und die Tränen laufen mir in wahren Sturzbächen über das Gesicht.

Schon meine Eltern erkannten sofort an meinen völlig verheulten Augen,  dass ich etwas gelesen hatte, was mich bewegt – und es waren nicht unbedingt traurige Schnulzen…

Jetzt ist es der Liebste, der mich  manchmal beim Lesen beobachtet und natürlich genau merkt, wenn ich wieder ergriffen bin von dem was da schwarz auf weiß gedruckt in mein Leben einbricht. Manchmal neckt er mich dann und bricht damit den Bann, der mich im Weinen gefangen hält.

Als ich das erste Mal in Vertretung des Vaters für die Kinder das abendliche Ritual vollziehen wollte  – die überaus traurige Geschichte von den Brüdern Löwenherz stand auf der Agenda  –  und ich schon nach drei Sätzen kaum noch  sprechen, geschweige denn lesen konnte, waren meine Kinder zutiefst verstört,  „Was ist denn los, Mutti?“ war ihre bange Frage.

Nichts! Gar nichts! Aber die Geschichte ist so herzzerreißend, so traurig oder freudig, so spannend oder zart, dass mir prompt das Wasser in die Augen steigt, die Stimme brüchig wird, der Hals eng, so eng, dass es einfach nicht weiter gehen will mit der Leserei.

Dabei ist es doch  beinahe egal, ob ich eine Geschichte der berühmten Schwedin vorlese oder ein Sachbuch über  was auch immer. Denn ich bin auch ergriffen von den Wundern der Natur, den phantstischen Beschreibungen historischer Ereignisse, biblischen Geschichten  oder ganz sachlich einfach nur von genialem Erfindergeist. Ich schlucke und atme schwer, selbst wenn ich ganz profane Dinge erzähle, aber eben solche, die mich berühren – und mich berührt fast alles.  (Es kann gut sein, dass ich,  gleich wenn ich dem Liebsten diesen kleine Blogeintrag vorlesen will, über meine eigenen wenigen Sätze so gerührt bin, dass ich heulen muss…  ist schon mal vorgekommen)

Die Heulerei über das was mich bewegt, ist ein Familienerbe.

Mein Vater – auch er erzählte und las vor –   konnte prima heulen, manchmal fand ich das nicht so passend.   Sein Vater las mir zwar nicht vor, aber  in manchen  Familiengesprächen, deren stille Zeugin ich als Kind noch war, rührten meinen Großvater bestimmte Themen zu Tränen, die Stimme zitterte  und das verdächtiges Glitzern lag in den Augen.  Mein lieber Cousin väterlichseits leidet ebenfalls am „weinenden Erbe“ und auch mein Bruder ist nicht davon verschont. Natürlich haben wir diverse Techniken entwickelt, um die größten Peinlichkeiten zu vermeiden, aber so richtig will zumindest mir das nicht gelingen.

Und darum liest Opa vor.

Opa liest mit  Begeisterung. Voller Lust und Freude.

Und nicht nur den Enkeln oder den Kindern in der Schule ….  manchmal auch mir…. in der blauen Stunde …. wenn  draußen das Licht ganz zart den frühen Abend ankündigt  und  es drinnen ganz heimelig wird….

…. und jetzt muss ich schon wieder heulen….

Sanft, sehr sanft und stetig kommt die Flut…. 17. November, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, integration, islam, migration, politik.
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Wer  –  wie ich –  immer wieder mal an der Nordsee ist und dem stetigen Gang der Gezeiten zusieht, wird sich kaum der Faszination dieses ewigen Wechsels von Ebbe und Flut entziehen können.

Doch das, was ewig gleich im immer währenden Rhythmus geschieht, ist nur scheinbar gleich, das Kommen und Gehen ist das einzig Gleiche, unwiderstehlich, unbeirrbar, ohne jede Möglichkeit des menschlichen Eingreifens   –   sieht man davon ab, dass die Menschen im Laufe der Jahrhunderte gelernt haben, den Einflußbereich des Wassers einzudämmen. Doch niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass damit das Wasser auch beherrschbar wäre.

Die Menschen hinter den Deichen hoffen und vertrauen darauf, dass die Deiche auch mächtigen Stürmen und Wellen standhalten, so wie es die Deichbauer in unzähligen Modellen und Versuchen berechnet haben, aber sicher, wirklich sicher können sie nicht sein, nur wachsam Wind, Wellen, Meer und Deich beobachten, Verteidigungsstrategien und Evakuierungspläne für den extremen Notfall bereit halten.

Wenn bei starkem auflandigen Wind bei Flut das Wasser gegen die Deiche treibt und  gegen  die Sieltore drückt, das Meer die Salzwiesen überflutet und im Kutterhafen die Kaimauer nicht mehr auszumachen ist, dann, ja dann begreift man schnell die gewaltige Kraft des Wassers und die Gefahr, die das Meer  für Mensch und Tier bedeuten kann.

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(Das ist KEIN Sturmbild…. das fehlt mir noch in meiner Sammlung)

Wenn aber die Flut bei Windstille nahezu geräuschlos und ohne den leisesten Wellenschlag langsam über das Watt kriecht, sich die Priele unendlich langsam wieder füllen und das Meer wie ein Spiegel vor den Salzwiesen liegt, dann, ja dann ist es schwer vorstellbar, dass dieses wunderbare Spiel der Natur auch  schrecklich, atemberaubend, alles bedrohend sein kann.

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Ende Oktober erlebte ich so ein spiegelglattes, wellenloses, atemberaubend schönes und himmlisch-friedliches Auflaufen der Flut. Kein Wind.  Ruhig und glatt die See, kaum ein Plätschern am Steg.

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Meditative Ruhe…. Gedanken kommen und gehen wie die Flut….

Und ich dachte bei dem Betrachten dieses Schauspiels, dass Veränderungen, die so sanft und stetig in betäubender Ruhe passieren,  mögliche Abwehrreaktionen verhindern, lähmen, ausschalten und die Gefahren, die diese Veränderungen mit sich bringen, den Menschen nicht ersichtlich werden.

Und plötzlich ist das Wasser da …. und wenn dann Wind aufkommt und der Sturm losbricht, wird es verheerend.

Ich weiß, dass dieses Bild unzureichend ist, wie alle Metaphern die wir benutzen, um Unbegreifliches zu beschreiben.

Ich empfinde unsere gesellschaftliche Realität in einer Phase des Umbruchs und das Bedrohliche verbirgt sich noch…. wie die tödliche Gewalt des Wassers beim leisen Auflaufen der Flut.

Das Auflaufen des Wassers…. in diesen Tagen…..

 

Kinderehen…

Integrationsgipfel

Journalistenhandbuch zum Thema Islam

Impulspapier

Es ist der 9. November 2016 9. November, 2016

Posted by Rika in gesellschaft, hass, judentum, politik.
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Der 9. November ist ein denkwürdiger Tag.

Das wissen wir alle.

Heute diskutiert die halbe Welt über das Wahlergebnis in den USA, Donald Trump wurde gewählt, er wird der nächste Präsident.

 

Vielleicht denkt die halbe Welt heute nicht an den Tag des Infernos, als am 9. November 1938  in Deutschland die Synagogen brannten.

Das möchte ich bei all dem Hype um die als „Weltuntergang“ beschworene Wahl Donald Trumps nicht  vergessen.

 

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2032

Das Bild war Teil einer Ausstellung von Synagogen-Bildern in der Marktkirche Hannover.

 

Die Synagogen brannten und bald auch  Menschen, jüdische Menschen.

 

 

 

 

 

Der neunte November neunzehnhundertachtunddreißig war nicht der Anfang, der lag weit davor,  er war „nur“ der Auftakt zum Schlimmsten….“    (himmel und erde 2013)

 

 

 

Was für ein Kreuz…. 6. November, 2016

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau.
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mit dem Kreuz auf dem Tempelberg!

Vermutlich werden mir in Deutschland alle nur halbwegs gebildeten Menschen zustimmen, dass das Kreuz auf Kirchtürmen, in Kirchen, Klassenräumen, Amtsstuben und  Krankenhäusern (sofern sie dort noch erlaubt sind), auf Bergspitzen und das, getragen an Ketten in verschiedensten Ausführungen und Größen, nicht einfach nur als ein schmückendes Gebilde oder Kleinod gesehen, sondern  als ein christliches Symbol verstanden wird  (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Es gibt in Deutschland Berufsgruppen, da gehört das Kreuz  – getragen an einer Kette – zwar nicht zur Berufskleidung, aber doch zur Ausstattung und Kennzeichnung der besonderen Beziehung ihres Trägers zu demjenigen, den das Kreuz versinnbildlicht: JESUS CHRISTUS.

Zu den „berufsmäßigen christlichen Kreuzträgern“ gehören nach alter Tradition Angehörige der geistlichen Stände  wie  Bischöfe, Kardinäle und  in Rom der Papst. Manche von ihnen tragen das Kreuz ständig, andere „nur“ bei liturgischen Handlungen.

Es begab sich aber vor kurzer Zeit, dass  eine Gruppe von hohen katholischen und evangelischen  Geistlichen nach  Jerusalem pilgerte, der Stadt, in der alles begann  und in der  sich das Wunder von Pfingsten ereignete, das viele Christen heute als die Geburtsstunde der Kirchen bezeichnen. An diesem geschichtsträchtigen Ort wollte man neu über das nachdenken und  debattieren, was gemeinsam unter „christlicher  Kirche“ zu verstehen und zu leben sei. Nach den Aussagen der Beteiligten strebten  – nach Jahren der  streitbaren Verschiedenheit    –   „[strebten] die evangelische und die katholische Kirche ein Miteinander in versöhnter Verschiedenheit an“.(Quelle)

Zu einer richtigen Pilgerreise nach Jerusalem, so mögen sich die Geistlichen gedacht haben, gehört auch ein Besuch auf dem Tempelberg. Der Tempelberg steht unter jordanischer Verwaltung. Für „normale“ Touristen, sofern sie keine Muslime sind, ist er nur zu bestimmten Zeiten und über einen bestimmten Aufgang zugänglich. Juden ist es nicht erlaubt, auf dem Tempelberg zu beten.   Die evangelischen und katholischen hohen Würdenträger  erfreuten sich aber der Gastfreundschaft  des Scheichs  Omar Awadallah Kiswani

161020-93-000166 Bedford-Strohm und Marx treffen Scheich

Quelle

und  kamen damit  in den Genuß eines unproblematischen Besuchs auf dem „Haram Al-Scharif“.

 Haram Al- Sharif  – das ist  nach Willen der UNESCO die  einzig zutreffende und gültige Bezeichnung des Areals, auf dem einst der  JÜDISCHE TEMPEL  stand.

Der Tempel   (erbaut etwa 950 Jahre vor Chr.)  in dem sich nach dem Zeugnis der Tora   das Allerheiligste befand, das Zentrum mit der Bundeslade, gleichsam die „Beurkundung“  des Bundes, den G’tt der HERR mit seinem Volk Israel geschlossen hatte.

Der Tempel, in dem Jesus nach dem Zeugnis der Bibel nach seiner Geburt  „dargebracht wurde“, in dem er als Zwölfjähriger mit den Schriftgelehrten seiner Zeit über die Tora sprach und aus dessen Vorhof er später Händler und Geldwechsler vertrieb – „Steht nicht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. Markus 11,17“

Der jüdische Tempel, der  nach  historischem Zeugnis wie die ganze Stadt Jerusalem im Jahr 70 nach Chr. von den Römern zerstört wurde.

Mit der Resolution der UNESCO, den jüdischen Bezug zum Tempelberg und damit auch zu Jerusalem zu verleugnen, ist ein weiterer propagandistischer Schritt gegen Israels Legitimität ein jüdischer Staat zu sein gemacht worden. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass lediglich sechs Staaten, darunter auch Deutschland, gegen die Resolution der UNESCO gestimmt haben.

Diesem Areal also, das  von muslimischen Eroberern ab 686 mit dem Felsendom und später mit der Al Aksa-Moschee bebaut wurde, galt der Besuch des katholischen Kardinals und des evangelischen Bischofs und ihren Begleitern.  Allerdings war der Besuch mit einer kleinen Bitte verbunden:

Die hohe Geistlichkeit sollte doch bitte auf Wunsch des einladenden Gastgebers die sichtbaren Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit ablegen, die Kreuze, die unübersehbar an einer Kette hängen, gut sichtbar auf des Bischofs und des Kardinals Brust.

Zitat aus dem Bericht des Sonntagsblatt: „Seitens des Waqf, der muslimischen Religionsbehörde des Tempelbergs, gab es offenbar die klare Maßgabe für die Frauen, das Haupt zu bedecken, und für die Bischöfe, keine sichtbaren Kreuze zu tragen. Erzbischof Ludwig Schick und die anderen Diözesanbischöfe, die ein Jackett trugen, konnten ihre Amtskreuze einstecken.“

Um des lieben Friedens willen, so die Begründung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland – also des höchsten Repräsentanten evangelischer Christen in Deutschland -, sei man der Bitte nachgekommen.

Zitat: „Seine christliche Grundhaltung sei nicht, das Kreuz „demonstrativ vorneweg zu tragen“ und dadurch Zwietracht zu säen, sagte Bedford-Strohm: „Ich habe als Repräsentant einer Religion die Aufgabe, friedensstiftend zu wirken. Wenn ich das nicht tue, werde ich meiner Verantwortung nicht gerecht“, betonte der Ratsvorsitzende.“ (Quelle)

Nicht Zwietracht säen zu wollen ist zweifellos eine einem christlichen Bischof würdige Haltung. Dem Frieden zu dienen, ist ganz zweifellos im Sinne Jesu.

Ich möchte aber den Bischof fragen,  was er den arabischen Christen sagen will, die um ihres Glaubens willen, um des Kreuzes willen verfolgt, bedrängt, bedroht werden gerade auch in den Gebieten, die unter palästinensischer Selbstverwaltung stehen in Bethlehem zum Beispiel.

Ich möchte ihn  – explizit den evangelischen Bischof, der sich in Deutschland so sehr für die Belange der Muslime einsetzt –  fragen, wie er den Christen unter die Augen treten will, die in Syrien und Irak um des Kreuzes willen von Muslimen verfolgt, vergewaltigt, getötet werden,  und nein, ich lasse die Entschuldigung ausdrücklich NICHT gelten, dass es sich bei den Mördern um Islamisten handele, die angeblich  ein falsches Islamverständnis haben.

Ich möchte den Bischof  fragen , was er den Menschen in Ländern unter muslimischer Herrschaft sagen will, die sich vom Islam abwenden und Christen werden und damit Jesus nachfolgen und beinahe buchstäblich“ihr Kreuz auf sich nehmen“, wie es im Evangelium heißt, droht doch Apostaten, vom Islam Abtrünnigen die Todesstrafe, die oft genug auch vollzogen wird .

Ich möchte den Bischof fragen, wie er den christlichen Flüchtlingen unter die Augen treten kann, die um des Kreuzes willen selbst hier in Deutschland in Flüchtlingsunterkünften bedroht werden von Muslimen.

Und ich frage mich, was Juden in Israel und Deutschland zu dieser Geste des „Friedens“ sagen, ein deutscher Bischof, der sein Kreuz ablegt, um den „Haram al Scharif“  besichtigen zu können, in friedvoller Unterwerfung unter die Bitte des gastgebenden Scheichs….

Ich erinnere an den Besuch Papst Benedikts in Jerusalem im Jahr 2009, er besuchte den Tempelberg und trug das Kreuz. Niemand nahm an dem Zeichen seines christlichen Bekenntnisses Anstoß. Und ich bin sicher, dass niemand in Israel an dem Kreuz, das ein Bischof trägt, der  im Bischofsgewand auftritt, Anstoß nimmt, da doch jederman erkennen kann, dass er ein christlicher Geistlicher ist, der ein Sinnbild seines christlichen Glaubens trägt.  Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass man eher schon auf die Äußerungen, die ein deutscher Bischof in Israel über „Siedlungen und Friedenshindernisse“ von sich gibt mit Unmut reagiert.

Ich werfe dem Bischof nicht (in erster Linie)  vor, mit dem Ablegen des Kreuzes Jesus verleugnet zu haben, ich mache ihm zum Vorwurf, dass er seine christlichen Geschwister, die gerade unter Muslimen  in Bedrängnis leben, verraten hat. Es wäre ein starkes Zeichen der Solidarität gewesen, das Kreuz, das unzweideutig auf Christus weist, zu tragen auch und gerade in Gegenwart eines hohen muslimischen Würdenträgers, gerade auf dem Tempelberg.

„Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, sie selig macht, alle die daran glauben!“ sagt Paulus im Römerbrief, 1,16

Das Kreuz ist – auch für die meisten Menschen erkennbar  –  ein Zeichen dieses Evangeliums.