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Sanft, sehr sanft und stetig kommt die Flut…. 17. November, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, integration, islam, migration, politik.
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Wer  –  wie ich –  immer wieder mal an der Nordsee ist und dem stetigen Gang der Gezeiten zusieht, wird sich kaum der Faszination dieses ewigen Wechsels von Ebbe und Flut entziehen können.

Doch das, was ewig gleich im immer währenden Rhythmus geschieht, ist nur scheinbar gleich, das Kommen und Gehen ist das einzig Gleiche, unwiderstehlich, unbeirrbar, ohne jede Möglichkeit des menschlichen Eingreifens   –   sieht man davon ab, dass die Menschen im Laufe der Jahrhunderte gelernt haben, den Einflußbereich des Wassers einzudämmen. Doch niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass damit das Wasser auch beherrschbar wäre.

Die Menschen hinter den Deichen hoffen und vertrauen darauf, dass die Deiche auch mächtigen Stürmen und Wellen standhalten, so wie es die Deichbauer in unzähligen Modellen und Versuchen berechnet haben, aber sicher, wirklich sicher können sie nicht sein, nur wachsam Wind, Wellen, Meer und Deich beobachten, Verteidigungsstrategien und Evakuierungspläne für den extremen Notfall bereit halten.

Wenn bei starkem auflandigen Wind bei Flut das Wasser gegen die Deiche treibt und  gegen  die Sieltore drückt, das Meer die Salzwiesen überflutet und im Kutterhafen die Kaimauer nicht mehr auszumachen ist, dann, ja dann begreift man schnell die gewaltige Kraft des Wassers und die Gefahr, die das Meer  für Mensch und Tier bedeuten kann.

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(Das ist KEIN Sturmbild…. das fehlt mir noch in meiner Sammlung)

Wenn aber die Flut bei Windstille nahezu geräuschlos und ohne den leisesten Wellenschlag langsam über das Watt kriecht, sich die Priele unendlich langsam wieder füllen und das Meer wie ein Spiegel vor den Salzwiesen liegt, dann, ja dann ist es schwer vorstellbar, dass dieses wunderbare Spiel der Natur auch  schrecklich, atemberaubend, alles bedrohend sein kann.

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Ende Oktober erlebte ich so ein spiegelglattes, wellenloses, atemberaubend schönes und himmlisch-friedliches Auflaufen der Flut. Kein Wind.  Ruhig und glatt die See, kaum ein Plätschern am Steg.

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Meditative Ruhe…. Gedanken kommen und gehen wie die Flut….

Und ich dachte bei dem Betrachten dieses Schauspiels, dass Veränderungen, die so sanft und stetig in betäubender Ruhe passieren,  mögliche Abwehrreaktionen verhindern, lähmen, ausschalten und die Gefahren, die diese Veränderungen mit sich bringen, den Menschen nicht ersichtlich werden.

Und plötzlich ist das Wasser da …. und wenn dann Wind aufkommt und der Sturm losbricht, wird es verheerend.

Ich weiß, dass dieses Bild unzureichend ist, wie alle Metaphern die wir benutzen, um Unbegreifliches zu beschreiben.

Ich empfinde unsere gesellschaftliche Realität in einer Phase des Umbruchs und das Bedrohliche verbirgt sich noch…. wie die tödliche Gewalt des Wassers beim leisen Auflaufen der Flut.

Das Auflaufen des Wassers…. in diesen Tagen…..

 

Kinderehen…

Integrationsgipfel

Journalistenhandbuch zum Thema Islam

Impulspapier

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