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Damit er mir nicht verlustig geht…. der Text der Käßmann’schen Bibelarbeit nämlich 30. Mai, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, politik.
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Eine Bibelarbeit der ehemaligen Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden Dr. Margot Käßmann hat Irritationen und heftige Kritik auf diversen Seiten ausgelöst.

Ich war in Berlin nicht dabei, kann also keinen Ohrenbericht liefern.

Aber in Zeiten in denen Kirchentage in der veröffentlichten „Mitteilung“ eher Parteitagen der Grünen gleichen, als einem von Gottes Geist bewegten Christentreffen, macht es für mich schon Sinn, genau hinzuhören und hinzusehen was wer gesagt hat, zumal, wenn „wer“ ein so prominenter Mensch ist wie Frau Käßmann.  (Vermutlich gab es unendlich viele spirituelle Angebote von Bibelarbeiten und Gebetstreffen, nur finden und fanden die leider gar keinen Weg in die Veröffentlichung, so dass  bei einem Nicht-Teilnehmer, der nur auf die Berichte in den Medien angewiesen ist, leicht das „Parteitagsfeeling“ entstehen kann.)

Ich hatte Schwierigkeiten eine irgendwie autorisierte Fassung dessen, was Frau Käßmann gesagt haben sollte, zu bekommen. Im Netz kursierten vielerlei Mutmaßungen. Aber zum Glück hat die Landeskirche Hannover nicht nur das Redemanuskript der vorgesehenen  Bibelarbeit eingestellt – denn das war es, was Frau Käßmann eigentlich „machte“, sie hielt eine Bibelarbeit zu einem sehr bekannten Text aus dem Lukasevangelium (Kapitel 1, 39 – 56,  Maria und Elisabeth begegnen sich, zwei Frauen, die sich jeweils mit einer nicht für möglich gehaltenen Schwangerschaft konfrontiert sehen)  -, sondern hat darüber hinaus auch die im ursprünglichen Text nicht vorhandene und wohl auch nicht vorgesehene  Passage in Käßmanns Bibelarbeit über  einen Auszug aus dem vermeintlichen Wahlprogramm der AfD protokolliert und veröffentlicht. Frau Käßmann ist ja für ihre Spontaneität bekannt und dafür, dass sie durchaus sehr deutliche Worte findet – man erinnere sich nur an ihr „Nichts ist gut in Afghanistan“, oder ihren Vorschlag, waffenlos mit Taliban und Terroristen zu verhandeln....  So wird sie wohl einer blitzartigen Eingebung folgend den Bezug zu AfD und „braunem Wind“ im Zusammenhang mit der Auslegung des Lukastextes hergestellt haben.

Warum sie nun aber so heftig darauf insistiert, „falsch“ zitiert und wieder gegeben worden zu sein,  entzieht sich meiner Kenntnis und ich habe wenig Lust, mich an weiteren Spekulationen zur Käßmann’schen Rhetorik zu beteiligen und will hier auch nicht weiter dazu Stellung nehmen mit Ausnahme der von mir bei Facebook getroffenen Aussage, dass eine Bibelarbeit eine Bibelarbeit sein sollte und kein politisches Manifest, und dass ich mir erlaube, meine eigenen Schlüsse aus einem Text zu ziehen und ich es mir verbitte, von vornherein auf eine einzige Interpretation oder Auslegung festgenagelt zu werden. Ich kann und will selber darüber nachdenken und entscheiden, welche Relevanz ein biblischer Text für mein Leben hat. Dazu bedarf es nicht der politischen Belehrungen durch eine ehemalige Bischöfin, die eine „Bibelarbeit“ hält….

Damit er mir aber nicht verlustig geht, hier nun der komplette Text, wie ihn die Landeskirche Hannover eingestellt hat.

(Aus der Erfahrung heraus, dass manche Links im Laufe der Zeit gelöscht werden und Texte dann nicht mehr auffindbar sind, auf die ich mich bezogen habe, die Komplettversion und nicht nur der Link zum Text. 😉  )

https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2017/05/2017_05_26_2

Der Text  Landeskirche Hannover (es fällt auf, dass der folgende  Satz nicht in allen Veröffentlichungen vorkommt.  „Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“       Mir ist allerdings nicht bekannt, warum das so ist.  (Die Hervorhebung des Satzes im nachfolgenden Text ist von mir.)

Berlin. Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hat in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Berlin die AfD angegriffen. Die Forderung der rechtspopulistischen Partei nach einer höheren Geburtenrate der „einheimischen“ Bevölkerung entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern. Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht„, kritisierte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter tosendem Beifall.

Käßmann verwies darauf, dass selbst sie als mehrfache Großmutter bereits türkischstämmige Mitschüler gehabt habe. Diese seien mittlerweile deutsche Eltern von deutschen Kindern.

Die evangelische Theologin nahm den Bibeltext aus dem Lukas-Evangelium über den Besuch der mit Jesus schwangeren Maria bei der mit Johannes dem Täufer schwangeren Elisabeth auch als Beleg für den Wandel der Rolle der Frau. „In nur einem einzigen biblischen Kapitel gibt es hier zwei Reden von Frauen! Das ist mehr, als mancher Theologenkongress heute zu bieten hat“, rief Käßmann aus. Marias Rede über den Sturz der Mächtigen und die Erhöhung der Niedrigen sei geradezu ein „Revolutionslied“.

Sie halte Frauen allerdings nicht für die besseren Menschen, sagte Käßmann. Das machten die „Hetztiraden von Alice Weidel oder Marine le Pen“ deutlich. Sie rief Männer und Frauen gleichermaßen auf, „widerständig zu sein gegen Rassismus, Sexismus, Hetze gegenüber den Schwachen“.

Den christlichen Glauben nannte die einstige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine „Ermutigung zum Handeln in der Welt“. Wer danach lebe, könne sich „nicht hineinschläfern lassen in die Verantwortungslosigkeit“, äußerte sich Käßmann überzeugt.

Wegen des großen Publikumsandrangs war Käßmanns Bibelarbeit kurzfristig in eine größere Messehalle verlegt worden. Der 5.000 Menschen fassende „CityCube“ war bis auf den letzten Platz besetzt.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

 
 
 

AUSZUG AUS DER BIBELARBEIT VON DR. KÄSSMANN IM WORTLAUT

[…] „Bei uns gibt es diese ständige Beurteilung: Wann ist der richtige Zeitpunkt, was ist die richtige Familienkonstellation?

Im Wahlprogramm der AfD für dieses Jahr ist das sehr klar. Da heißt es: „Die Wertschätzung für die traditionelle Familie geht in Deutschland zunehmend verloren.“1 Erste Frage: Stimmt das?

Weiter: „Die zunehmende Übernahme der Erziehungsaufgabe durch staatliche Institutionen wie Krippen und Ganztagsschulen, die Umsetzung des ‚Gender-Mainstreaming‘-Projekts und die generelle Betonung der Individualität untergraben die Familie als wertgebende gesellschaftliche Grundeinheit.“2 Zweite Frage: Was ist denn das für ein Vorwurf, wen soll der treffen?

Und weiter: „Den demografischen Fehlentwicklungen in Deutschland muss entgegengewirkt werden. Die volkswirtschaftlich nicht tragfähige und konfliktträchtige Masseneinwanderung ist dafür kein geeignetes Mittel. Vielmehr muss mittels einer aktivierenden Familienpolitik eine höhere Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung als mittel- und langfristig einzig tragfähige Lösung erreicht werden.“3 Keine Frage mehr, jetzt ist es klar. Frauen sollen Kinder bekommen, wenn sie „biodeutsch“ sind. Das ist eine neue rechte Definition von einheimisch gemäß dem so genannten kleinen Arierparagraphen der Nationalsozialisten: zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern. Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht. So einfach klein und eng können selbst die Neonazis sich die Welt im Jahr 2017 nicht malen.

Ich bin mehrfache Großmutter, aber schon ich bin mit Kindern von Einwanderern aus Anatolien in die Schule gegangen, die einen deutschen Pass haben. Ich denke an Fehim, der hat Abitur gemacht, er und seine Frau Ayse sind Deutsche, haben drei Kinder, die studiert haben und sind Großeltern demnach biodeutscher Kinder. […]“

1 Wahlprogramm der AfD 2017, Langfassung S.41
2 Ebd.
3 Ebd.

epd/ekd.de

Zum Text der Bibelarbeit von Margot Käßmann

 
 
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Kommentare»

1. Rika - 30. Mai, 2017

Gerade bei achgut gefunden:
http://www.achgut.com/artikel/frau_kaessmann_verschlimmbessert_sich

Daraus dieses Textzitat:
„Nur mit zwei höchst fragwürdigen rhetorischen Tricks, die die Grenze der Falschaussage schon definitiv überschritten haben, funktioniert dann die Zusammenfassung, die Frau Käßmann folgen lässt: „Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

Weiß man das jetzt? Wenn mit zwei falschen Aussagen – erst wird einheimisch zu biodeutsch, dann ein gerügter Satz zum Parteiprogramm – Wissen hergestellt wird, schlussfolgert ein denkender Mensch: Ja, jetzt weiß ich es. Der braune Wind weht aus deinem Mund, liebe Margot Käßmann!

Vollends absurd wird es, wenn Frau Käßmann sich jetzt darüber beschwert, ihre Aussagen wären aus dem Kontext gerissen und damit verfälscht worden. Am 26. Mai war der einzig mögliche Kontext die offizielle Mitteilung der Hannoverschen Landeskirche. Weder die Landeskirche noch Frau Käßmann sahen sich veranlasst, die getätigten Aussagen in einen Kontext zu stellen. Denn mit Kontext hätte Frau Käßmanns „brauner Wind“ nie funktioniert. Kontextlos zu zitieren, um sich dann über die Kontextlosigkeit zu echauffieren, ist ein weiterer hübscher Trick, der leider zu durchschaubar ist.“

2. Rika - 31. Mai, 2017

Ich will doch noch eine kurze Stellungnahme zur Bibelarbeit schreiben, die sich ja mit dem Text aus dem Lukas Evangelium beschäftigt, nachzulesen in Kapitel 1, und zwar geht es mir um diesem Satz den Frau Käßmann laut Mitschrift äußerte:

„Es wird darum gehen, als Frauen und Männer widerständig zu sein gegen Rassismus, Sexismus, Hetze gegenüber den Schwachen. Und das sind diese beiden schwangeren Frauen auf ihre je eigene Weise. Sie spüren die Zusage Gottes zu ihrem Leben, auch wenn es auf ungeraden Wegen verläuft.“

Die beiden Frauen, von denen Frau Käßmann meint, sie seien „widerständig“ gewesen, waren einmal Elisabeth, die Mutter des Johannes, bekannt als „Johannes der Täufer“ und zum anderen Maria, die Mutter Jesu. Aber waren diese beiden Frauen wirklich „widerständig“?

Schauen wir uns zunächst die Geschichte der Maria an:
Lukas (ich nutze die Neue Genfer Übersetzung, Kapitel 1 ab Vers 26) beschreibt die Situation ziemlich genau; der Engel des Herrn bringt der völlig überraschten Maria die Nachricht, dass sie schwanger werden und einen Sohn gebären wird. „Wie soll das zugehen?“ fragte Maria den Engel. „ich bin doch noch gar nicht verheiratet!“ Der Engel erklärt ihr daraufhin die eigentlich unmögliche Situation und weist zudem in diesem Gespräch auf Elisabeth hin, die ebenfalls schwanger ist, obwohl sie lange Zeit als „unfruchtbar“ galt. Maria, vermutlich überwältigt von der Situation, sagt schließlich: „Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mir geschehen.“
Soweit der Text.

Wo, so frage ich mich, ist an diesem Text „Widerstand“ auszumachen? Ist nicht eher das genaue Gegenteil der Fall? „Ich bin die Dienerin des Herrn“, antwortet Maria und fügt sich vollkommen widerspruchslos in ihr von GOTT aufgelegtes Schicksal.

Mit Elisabeth verhält es sich ein wenig anders. Sie ist nach Auskunft der Bibel die Frau des Priesters Zacharias. Lapidar berichtet Lukas über das Ehepaar: „Beide lebten so, wie es Gott gefiel, und hielten sich in allem genau an die Gebote und Weisungen des Herrn. Sie hatten keine Kinder, denn Elisabeth war unfruchtbar und jetzt waren beide alt.“(Lukas 1, 6 -7)

Widerspruch gegen Gottes Gebote und Weisungen? Davon ist keine Rede. Nicht einmal klagende Fragen werden direkt ausgedrückt, etwa warum die beiden trotz des frommen Lebenswandel keine Kinder haben… das war zur damaligen Zeit doch eine Schande, ein Ausschlusskriterium aus dem gesellschaftlichen Zusammenleben.
Angedeutet wird das in einigen Versen später, ab Vers 24 : „Bald darauf wurde seine Frau schwanger. Die ersten fünf Monate verbrachte sie n völliger Zurückgezogenheit. Sie sagte:’Der Herr hat Großes an mir getan! Die Menschen verachteten mich, aber er hat mich gnädig angesehen und hat meine Schande von mir genommen.'“

ich kann beim besten Willen in diesen Versen über Elisabeth und Maria keine „Widerständigkeit“ entdecken, vielmehr ist davon die Rede, dass im Vertrauen auf Gott eine nur schwer zu ertragende Situation ausgehalten wurde – Elisabeths Kinderlosigkeit -, und eine sehr junge Frau sich widerstandslos darauf einlässt, ein „nichtehelich gezeugtes Kind“ zu bekommen. Ganz zweifellos eine große Herausforderung, wurde das doch nicht nur mit der Ächtung durch die Gesellschaft bestraft, sondern drohte auch die Steinigung, sofern der Verlobte sich ihrer nicht erbarmt hätte, was Josef, wie wir wissen, ausdrücklich auf Geheiß des göttlichen Boten tat.

Auch in den folgenden Versen, in denen es um die Begegnung zwischen Elisabeth und Maria geht, ist von Widerstand nicht die Rede.
Der Lobpreis Gottes steht im Zentrum der Aussage, die wir als den Lobgesang der Maria kennen – und ebenso in dem Lobgesang des Zacharias.

Das Erbarmen, die Güte, Liebe und Zuwendung Gottes ist die Basis für das eigene Leben, ER ist es , der an uns handelt …. und durch uns.

Nicht auf Widerstand gründet sich das Handeln dessen, der nach Gottes Willen und Verheißungen lebt, sondern auf Erbarmen, Liebe und Gnade.
Und daraus können wir aufstehen und eine Absage an Hass, Gewalt und Terror machen.
Nicht aus uns selbst.

Eine ehemalige Bischöfin hätte das eigentlich so weitersagen können.

3. Elżbieta B. Wawrzyńska - 13. Juni, 2017

Christina Aus der Au Heymann (* 1966 in Luzern) ist eine schweizerische evangelisch-reformierte Theologin und Philosophin. Sie ist Dozentin an der Theologischen Fakultät der Universität Basel und Geschäftsführerin des Zentrums für Kirchenentwicklung der Universität Zürich. Prof. Dr. Aus der Au gehört dem Vorstand des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags an und ist die Präsidentin des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin und Wittenberg im Jahr des 500. Reformationsjubiläums 2017. […]

Bei einer Podiumsdiskussion des diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentags im Festsaal des Roten Rathauses (Offene Gesellschaft – Wo sind die Grenzen der Toleranz) am 27. Mai 2017 warb Aus der Au sinngemäß dafür, die Beschneidung des Geschlechtsorgans eines muslimischen Mädchens zu tolerieren und diese FGM besser durch einen ausgebildeten Arzt durchführen zu lassen als durch einen Laien im Hinterhof; Zitat Christliches Medienmagazin pro:

Für Menschen, die die Menschenrechte verletzen, dürfe es keine Toleranz geben, sagte Aus der Au. Doch in der konkreten Begegnung etwa mit Muslimen gebe es in der Hinsicht nicht nur schwarz und weiß. Wenn beispielsweise eine Muslima hierzulande mit ihrer Tochter zum Frauenarzt komme, um aus religiöser Tradition heraus deren Schamlippen zu beschneiden, sei das gegen die Menschenrechte. Doch weigerte sich der Arzt, das zu tun, würden sie möglicherweise zu einem „Kurpfuscher“ gehen, der die Gesundheit der jungen Frau gefährde. Deshalb könnte der Arzt den Eingriff gegen seine eigentliche Überzeugung vornehmen und dann gemeinsam mit Betroffenen etwas gegen diese religiöse Praxis unternehmen. […]

(pro Christliches Medienmagazin 28.05.2017 Kirchentag)

Zitatende. Sicherlich ist die Chitan al-inath (sunat perempuan) genannte Beschneidung auch aller Mädchen sowohl mindestens der schafiitischen Madhhab (Rechtsschule) des sunnitischen Islam als auch den schiitischen Dawudi Bohra Religionspflicht (wadschib). Keine der vier sunnitischen Rechtsschulen verwirft die Mädchenbeschneidung, die islamische FGM wird islamrechtlich vielmehr als makruma, ehrbar bewertet bzw. als sunna, nachahmenswert.

Ja, die FGM ist auch ein sehr islamisches Problem. Und doch irrt sich Dr. Aus der Au, denn auch im Namen des interreligiösen Dialogs oder des gelingenden interkulturellen Zusammenlebens darf niemand, und schon gar kein Arzt, das weibliche Genital einer Minderjährigen (unter 18 Jahre alt) beschneiden d. h. verstümmeln.

Noch die geringst invasive FGM, beispielsweise aus dem Bereich von FGM Typ IV ein Nadelstich (pinprick) oder Einschnitt (ritual nick), könnte zu Infektion, Sepsis, Nekrosen oder gar zum Tod des weiblichen Kindes oder der weiblichen Jugendlichen führen und auch die mit noch der geringst invasiven Genitalverstümmelung einhergehende psychische Traumatisierung hat der freiheitliche Rechtsstaat nicht straffrei zu stellen.

[…]

Strafanzeige wegen Billigung bzw. Bewerbung der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) und wegen Aufruf an Ärzte zur Durchführung der FGM gegen Prof. Dr. Christina Aus der Au, Theologin, Frauenfeld (TG), Schweiz

https://eifelginster.wordpress.com/2017/05/31/470/

„Glaubt man dem Pro-Medienmagazin, so hat die Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au in einer Debatte mit Michael Schmidt-Salomon am Rande des #DEKT2017 den moralischen Tiefpunkt ihres Vereins neu ausgelotet:

‚ Wenn beispielsweise eine Muslima hierzulande mit ihrer Tochter zum Frauenarzt komme, um aus religiöser Tradition heraus deren Schamlippen zu beschneiden, sei das gegen die Menschenrechte. Doch weigerte sich der Arzt, das zu tun, würden sie möglicherweise zu einem „Kurpfuscher“ gehen, der die Gesundheit der jungen Frau gefährde. Deshalb könnte der Arzt den Eingriff gegen seine eigentliche Überzeugung vornehmen und dann gemeinsam mit Betroffenen etwas gegen diese religiöse Praxis unternehmen. ‚ “

https://demystifikation.wordpress.com/2017/05/31/aus-der-aus-amputationsambitionen/


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