jump to navigation

EUTOPIA …. 29. April, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen, einwanderung, gesellschaft, integration, medien, politik, wahlrecht.
Tags: , , , , , , ,
3 comments

Da stöbere ich im Netz und stoße auf dieses wirkmächtige Bild….

 

Bild könnte enthalten: 1 Person

Mein Europa“ in Kombination mit dieser Herrschaftspose  –   da werde ich rebellisch, bekomme ich auf der Stelle das große Würgen.

Welch eine Vermessenheit, welch eine Hybris.

Hat man dem guten Mann nicht gesagt, dass  sein „Mein Europa“ nur ein  Teil des großen Europa ist, dass EUROPA  mehr ist als die „Europäische Union“, denn nur um die geht es doch bei den anstehenden Wahlen.

Europa, dieser alte Erdteil, vielfältig, vielschichtig, vom Atlantik bis an den Ural reichend, vom Nordmeer bis zum Mittelmeer, Heimat vieler Völker, ein Gebiet so vieler Staaten. Und da redet der Herr Weber von „mein Europa“.

Sicher, wir habe es uns angewöhnt von „Amerika“ zu sprechen, wenn wir eigentlich die USA meinen, aber müssen, nein, können wir diese Sprachregelung einfach so auf unseren alten Kontinent übertragen und die „EU“ gleichsetzen mit den „Vereinigten Staaten von Amerika“? NOCH gibt es die „Vereinigten Staaten von Europa“ nicht und angesichts der mehr als 2000-jährigen Geschichte Europas mit seinen  einerseits längst verflossenen Imperien des Altertums wie den noch gar nicht so lange zurückliegenden Machtzentren der Neuzeit – Stichpunkt Kolonialmächten – , den Irrungen und Wirrungen der Entwicklung vom  Mittelalter bis zur Neuzeit, mit der Machtbesessenheit vergangener „Reiche“ und fürchterlichen Kriegen, verbietet es sich meiner Ansicht nach geradezu, diese Gleichsetzung auch nur subversiv zu betreiben.  Der Zusammenschluss freier und eigenständiger europäischer Staaten – und es sind  ja lange nicht alle Staaten auf dem europäischen Kontinent an diesem beteiligt – aus zunächst rein wirtschaftlichen Gründen bedeutet doch noch lange nicht eine eigene gemeinsame auch  politisch wirksame Macht zu sein. Ist es nicht gerade die schier überbordende Anzahl von VERWALTUNGSbeamten in Brüssel, die das allzu deutlich machen? Ist nicht die Regulierungswut dieses gigantischen Apparats ein sichtbares Zeichen  für die eigentliche politische Bedeutungslosigkeit, quasi so etwas wie eine Übersprungshandlung, die davon ablenken soll, dass das „mein Europa“ des Herrn Weber ein zahnloser Tiger ist, der sich aber immer und überall wichtig macht und ein Mitspracherecht einfordert, wo es gar nichts mitzusprechen und schon gar nichts mit zu entscheiden  gibt, auch weil die staatliche Legitimation und Macht dazu schlicht fehlt? Weder wählen die Bürger der zur EU gehörenden Staaten eine gemeinsame Regierung, noch einen gemeinsamen Repräsentanten, wir entsenden lediglich „Abgeordnete“ in einen „Parlament“ genannten Verwaltungsapparat.

Das müssen wir uns immer wieder bewusst machen. Es gibt keinen „Staat  Europa“, es gibt und gab eine rein geografische Definition, die wir EUROPA nennen.

Zu dem verlogenen Slogan „mein Europa ist sicher und schützt seine Außengrenzen“ möchte ich nicht explizit Stellung nehmen, denn dann könnte es mir passieren, dass ich meine gute Kinderstube vergesse und in eine verbale Attacke gleite, die ich mir selber nicht verzeihen könnte. Unsere angeblich sicheren Außengrenzen beruhen auf einem mehr als schmutzigen Deal, der noch dazu nur unzureichend die Außengrenzen sichert. Vielmehr werden die Staaten in die Ecke der Bösen stellt, die sich tatsächlich um die Grenze ihres Staatsgebiet kümmern, die sie von Nicht-EU-Staaten trennt. Dass die EU ihre Grenze IN der Türkei (als NICHT-EU-STAAT) gegenüber Syrien und dem Irak „sichert“, ist doch ein mehr als schändliches Vorgehen, eine einzige furchtbare Angelegenheit, die der Bevölkerung – vor allem in Deutschland – weismachen soll, DASS  die Grenze sicher sei, wobei dieses „SICHER“ ja nicht etwa eine Sicherung vor einer erkennbaren Kriegsgefahr bedeutet, sondern lediglich und vor allem verhindern soll, dass Flüchtlinge aus dem Nahen Osten einen Weg in die EU finden. Was auf dem Mittelmeer passiert, die undurchsichtige Kombination aus Schlepperbanden und Seenotrettung will ich erst gar nicht thematisieren.

Was also meint der Herr Weber mit „…. ist sicher und schützt seine Außengrenzen“ wirklich? Er spricht damit ein diffuses Gefühl sehr vieler Menschen in Deutschland an, die sich mit der aktuellen Entwicklung hinsichtlich der Einwanderung – und das ist es doch, was eigentlich passiert – vollkommen überfordert und ohnmächtig fühlen und  die das Geschwätz von den Fachkräften, die angeblich dringend gebraucht und aus Ländern mit einem sehr niedrigen Bildungswesen und entsprechendem Bildungsstand importiert werden, einfach nicht mehr hören wollen und schon gar nicht glauben können. In einer wirklich offenen und demokratischen Gesellschaft müsste man diese Vorbehalte eigentlich ansprechen und benennen können. Leider geht aber genau das nur sehr, sehr bedingt. Schnell werden die Skeptiker dieses grandiosen Einwanderungsplans in die Schmuddelecke gestellt, in die man die Populisten, Rassisten und neue wie alte Nazis abschiebt, nicht zu vergessen auch diejenigen, die man „islamophob“ nennt, weil sie berechtigte Vorbehalte gegen die Religion des Friedens hegen.

Leider – so kommt es mir vor – ist der Zeitpunkt zu einem offenen Diskurs längst verpasst. Und leider wird die so notwendige Auseinandersetzung überlagert, bzw. verdrängt von dem ungeheuer wichtigen Thema der „Klimarettung“, das besonders jetzt in der Zeit des Wahlkampfs für die Wahlen zu EU hohe Wellen schlägt, Greta sei Dank.

Bei facebook habe ich etwas sarkastisch kommentiert, man möge den Begriff „Europa“  wieder rein geografisch definieren und das, was Herr Weber mit „Mein Europa“ meint EUTOPIA benennen….

In Anlehnung an eine Utopie, eine Utopie von einem Staat, den es vermutlich niemals geben wird… die „Vaterländer“ haben einfach eine viel zu lange und immer noch viel zu mächtig wirksame   Geschichte…

 

NACHTRAG

Und vielleicht, so denke ich, ist das auch gut so mit den Vaterländern und ihrer mächtig wirksamen Geschichte. Wie ich darauf komme? Ich habe „in Broders Spiegel“ gesehen und seine Bedenken hinsichtlich eines Wahlplakats der Grünen aufgenommen, die klingen in etwa so: Heute gehört uns – nein, nicht Deutschland –  EUROPA und morgen die ganze Welt…. Da ist etwas dran, fürchte ich und diese Utopie von Macht hat in ein fürchterliches Verhängnis, in ein ungeheuerliches Morden geführt….  die deutsche Hybris ist , wie Broder befürchtet, nicht überwunden….

Seinen Gedanken kann man hier folgen

 

 

Das ist doch kein Beinbruch… 28. April, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
Tags: , , , , ,
2 comments

…. sagt man so leicht dahin, wenn es um eine Lappalie geht.

Stimmt.

Ein Beinbruch ist keine Lappalie  –  wie ich nun am eigenen Leib erfahren habe.

Es tut weh.

Es geht leider auch nicht schnell vorbei.

Man braucht Geduld und einen langen Atem – das ist mir nicht von der Natur in die Wiege gelegt worden.

Mein großes Glück war, dass ich noch in Bruneck operiert wurde. Mein noch viel größeres Glück bestand und besteht darin, dass der Liebste der geduldigste und liebevollste Krankenpfleger war – und zeitweise und notwendigerweise immer noch ist -, den man sich nur vorstellen kann.

Nachdem endlich das verletzte Bein wieder voll belastbar war konnte ich ja die Reha in Bad Nenndorf antreten – auch das erwies sich als großes Glück. Ich kam in ein perfekt organisiertes System, ein schönes Haus und traf auf wirklich sehr engagierte und freundliche Therapeuten und Mitarbeiter, die für jede nur mögliche  Lebenslage im Bereich der Reha bestens geschult und zuständig waren. Ein Glück war es auch, dass ich rechtzeitig meine drei Wochen VOR dem Umbau des hauseigenen Sole- und Bewegungsbades absolvieren konnte, unmittelbar nach der Beendigung meiner Reha-Zeit wurde das Bad wegen des notwendigen Totalumbaus komplett geschlossen und die armen Patienten, die nach mir die Reha antraten, müssen nun zum öffentlichen Solebad pendeln – auch wenn das per Shuttle-Bus geschieht, so ist es doch ungleich aufwendiger, als nur mal eben die Ebene zu wechseln, von Ebene 1 auf Ebene Null mit dem Fahrstuhl zu fahren und direkt vor dem Bad zu landen (was auch den unschätzbaren Vorteil hatte, dass das lästige Umziehen im eigenen Badezimmer vonstatten ging und ich nur in Badeanzug und Bademantel den Transfer bestreiten musste!).

Nun bin ich schon seit gut einem Monat wieder zu Hause, ich habe eine gute Physiotherapeutin zu der ich allerdings gefahren werde,  noch muss ich für die Wege außerhalb des Hauses die Gehhilfen („Krücken“) in Anspruch nehmen und auch die Schmerzen sind noch nicht gänzlich verschwunden, halten sich aber in erträglichen Grenzen, so dass ich keine Medikamente dauerhaft nehmen muss…. Dennoch empfinde ich die Einschränkungen in meiner Mobilität immer stärker als wenig angenehm und das Maß meiner bisher aufgebrachten Geduld neigt sich deutlich dem Ende zu…

Alles in Allem bin ich aber nach wie vor unglaublich dankbar, dass mein Beinbruch letztlich „nur“ ein Beinbruch war und nichts Schlimmeres passiert ist.    Ich danke meinem Mann, meiner Familie, den Ärzten, Pflegern und Therapeuten und nicht zuletzt dem, der meinem Glauben nach auch mein Leben in seiner Hand hält…. Gott, dem Vater.

 

Natürlich habe ich alle wesentlichen politischen und pseudo-politischen  Entwicklungen als Zeitungsleser und Nachrichtenkonsument wahrgenommen – zu manchen hätte ich gerne meinen Senf dazu gegeben, bei einigen habe ich das auch getan, aber letztlich hatte  ich  nicht den Nerv zu einem  langem Schrieb zu jedem neu aufkommenden Aufreger.

Und natürlich habe ich auch die Schrecken der letzten Wochen unübersehbar mitbekommen, sie sind wahrlich  kein Beinbruch, sie sind unermesslich viel, viel schrecklicher und es überkommt mich ein Entsetzen und Schaudern, das ich kaum beschreiben kann.

Fremde Feder: „Alle wissen das“ … aber alle liegen falsch 17. April, 2019

Posted by Rika in aktuell.
add a comment

Ein zu wichtiger Text, um ihn zu übergehen, weil ich noch nicht wieder selbst geschrieben habe… Meine Befindlichkeit, respektive die meines Beines wird demnächst Thema sein, versprochen.

abseits vom mainstream - heplev

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 12. April 2019

Ich weiß nicht, wie oft ich es erlebt habe, dass Judäa und Samaria als „besetzte Palästinensergebiete“ bezeichnet und jüdische Siedlungen dort „nach internationalem Recht illegal“ genannt wurden. Aber die Gebiete sind nicht „palästinensisch“, sie sind nicht „besetzt“, jüdische Gemeinden dort sind nicht illegal und Israel unterdrückt keine Millionen Palästinenser, die auch dort leben.

Premierminister Netanyahus Versprechen Israels Souveränität auf die Siedlungen auszuweiten – übrigens nicht, „die Westbank zu annektieren“, wie so viele Schlagzeilen behaupten – hat die Debatte über diese Themen wieder angeheizt. Aber es hat sich nichts verändert. Hier ein paar beliebte, aber falsche Aussagen zu Judäa/Samaria und die jüdischen Gemeinden, die dort gegründet wurden:

1. Die „Westbank“ ist „palästinensisches Land“, das Israel besetzt hält

Judäa und Samaria waren, wie der Rest von Israel und Jordanien, vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil des Osmanischen Reichs. Nach dem Krieg…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.496 weitere Wörter

%d Bloggern gefällt das: