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Glockengeläut für die Rettung des Planeten 28. November, 2019

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, Grüne Ideologen, klima, meine persönliche presseschau, politik.
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Heute lese ich in meiner Tageszeitung, dass am morgigen Freitag die Glocken der großen Marktkirche in Hannover läuten werden – Punkt 12.oo Uhr, und dass man eine Andacht abhalten wird zur Rettung des Klimas.

Morgen ist nämlich der 29. November und die Klimaretter der FfF-Bewegung haben zu einer machtvollen und weltweiten Demonstration aufgerufen. Da muss die evangelische Kirche, die in Deutschland für den lutherischen Zweig der Protestanten ja ihr Hauptquartier (EKD) in Hannover hat, natürlich ein deutliches Zeichen zur Unterstützung setzen, Andacht und Glockengeläut und vermutlich auch das eine oder andere Statement der Kirchenführer vor laufenden Kameras und zahlreichen Mikrofonen. 

Eigentlich kann man nichts dagegen haben, dass Andachten abgehalten werden…

Ich finde es aber ein bisschen einseitig mit der Beandachtung. Andachten zur Rettung der Seelen finden nämlich nicht so öffentlichkeitswirksam statt, wenn überhaupt. Das kann ich allerdings so genau ja nicht wissen, weil es weder in meiner Zeitung steht, noch in der Tagesschau verkündet wird.

Andachten zur Rettung des Klimas haben ja durchaus biblische Vorbilder, wenn man das Gebet um Regen, wie es die alten Israeliten bereits vor der Geburt Christi übten, auch als „Klimarettung“ begreifen möchte. Regen ist immerhin ein wesentlicher Teil dessen, was wir Wetter nennen, und Wetter wiederum macht gemeinsam mit anderen Faktoren das aus, was uns als „Klima“ so herzergreifend an selbiges Herz gelegt wird.

In der Bibel wird eine spektakuläre Geschichte erzählt: Es hat lange Wochen, Monate, ja sogar Jahre nicht geregnet, die Felder sind vertrocknet, das Vieh darbt genauso wie die Menschen, eine Katastrophe ist nicht mehr abzuwenden, es sei denn, man würde die höhere Macht anrufen und um Beistand, beziehungsweise Einsicht und Erbarmen mit den armen Menschen bitten. Die armen Menschen der damaligen Zeit hatten es nämlich  einfach zu anstrengend gefunden, sich an die Ge- und Verbote zu halten, die ihnen der Gott ihrer Vorväter, der „Schöpfer Himmels und der Erden“, wie man ihn auch betitelte, aufgetragen hatte. Sie hatten sich unter Anleitung ihres Königs bequem eingerichtet in ihrer Wahlgötterwelt, die von Baal und seinen Priestern bestimmt wurde. Der König hatte sich diesem schönen Götter-Kult angepasst und an den Altären des Baal vergessen, dass er eigentlich sein Königtum, ja, sein ganzes Sein dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs verdankte. Der Prophet Elia, der ihn immer wieder mal auf diesen EINEN hinwies und ihm gleichzeitig klar machte, dass die Trockenheit ein deutliches Zeichen Gottes sei, nicht länger den falschen Göttern zu folgen, redete aber gegen den Wind, er fand kein Gehör.

Schließlich, als das Murren und Leiden des Volkes zu groß wurde, ließ sich Ahab, der König, auf einen Wettstreit ein.  Er ordnete an, dass sowohl die Priester des Baal an einem Altar Opfer bringen und um Regen bitten würden, als auch der Prophet Elia.  Ich erspare es mir, die ganze Geschichte hier weiter zu erzählen, wer will, kann sie ja in der Bibel nachlesen im Buch der Könige: 1. Könige, Kapitel 18, ab Vers 16.   Der Wettstreit endet schließlich damit, dass die Priester der falschen Götter elendig versagen, Elia aber Gehör bei Gott findet und das Land durch den Regen endlich wieder fruchtbar wird.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass die Freude über Gottes Segen durch  Regen nicht sehr lange anhielt und die Menschen ziemlich bald wieder fremden Göttern huldigten, Göttern, die sie in Form von Statuen verehrten…

Nun ja, das hat sich bis heute wohl nicht geändert. Auch wir erheben immer noch alle möglichen ideellen wie materiellen Gottheiten und erwarten von ihnen die Rettung aus Schwierigkeiten und Gefahr. Und so läuten eben die Glocken in Hannovers größtem Kirchturm zur Ehre der „Bewegung“, die in seltsamer Verklärung menschlicher Hybris angetreten ist, die Welt zu retten.

SOS möchte ich da schreien, SAVE OUR SOULS …. und lass uns erkennen, dass wir nicht Gott sind, nicht einmal kleine Götter.

 

Die Anführer der Bewegung und ihre vielen Nach- und Mitläufer verkünden ganz offen, dass sie nicht eher Ruhe geben werden, bis sie die Macht haben, die Zukunft dieser Welt zu entscheiden. Sie wähnen sich als stark, gar als die Stärkeren….  Wenn sie sich da mal nicht irren… denn Gott lässt sich nicht spotten.

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Und hier zum xten Mal meine Erklärung: Ja, wir haben den Auftrag, die Schöpfung zu verwalten, zu bewahren und zu pflegen. Wir sollen sorgsam mit unserer Umwelt, mit der Natur und den Ressourcen umgehen. Wir sollen für Chancengleichheit für alle Menschen einstehen, denn sie alle sind Geschöpfe Gottes. 

Aber wir haben nicht die Macht, die Temperaturen auf unserem Planeten auch nur um ein Zehntelgrad zu justieren, wir verfügen weder über die Sonne, noch über Meer, Wolken und Wind.

CO2 ist die neue Gottheit, die wie eine Monstranz vor den „FfF-Kriegern“ hergetragen wird – sie dient aber nicht der Umwelt, sondern der Ausbeutung der Menschen, denn im Namen der CO2-Verhinderung werden Gesetze erlassen, Ge- und Verbote ausgesprochen und lauern Zwangsmaßnahmen und die Einschränkung der Freiheit für die Meinungsäußerung in Schrift und  Rede.

 

„Seenotretter“ = „Judenretter“… 25. November, 2019

Posted by Rika in aktuell, Christlicher Antisemitismus, gesellschaft, migration.
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Bisher bin ich davon ausgegangen, dass es – zumal für Christen – eine unumstößliche Übereinkunft hinsichtlich des Verbrechens gibt,  das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben:

Der Holocaust, die Vernichtung, die Ermordung von 6 Millionen europäischen Juden ist ein mit keinem anderen Ereignis vergleichbares Verbrechen.

Ich bin außerdem davon ausgegangen, dass dies auch unabhängig von jedem Kontext gilt, in welchem auch immer auf den Holocaust verwiesen wird.

Seit heute weiß ich, dass das ganz offenbar nicht so ist. Und es sind nicht die „Rechten“, die mir heute die Augen geöffnet haben. Es ist ausgerechnet ein in der „christlichen Welt“ durchaus angesehener Mann, Dr. Michael Diener. Herr Dr. Diener meinte in typisch christlicher Nächstenliebe mit einem spektakulären Vergleich auf die im Mittelmeer agierenden „Seenotretter“ hinweisen zu müssen und verstieg sich zu einer unsäglichen Behauptung, die bei idea veröffentlicht wurde:

Kassel/München (idea) – Die Seenotretter im Mittelmeer stehen in der Tradition von Menschen, die in der Nazi-Zeit Juden vor dem Tod in Vernichtungslagern bewahrten. Diese Ansicht vertrat der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Michael Diener (Kassel), in einem YouTube-Video.

In dem Film würdigten Vertreter der evangelischen Kirche, der katholischen Kirche und der Mennoniten den Einsatz des Seenotrettungsschiffes „Alan Kurdi“ im Mittelmeer.
Diener erklärte in dem Video, die Arbeit der Besatzung sei im Sinne eines zentralen Satzes aus dem Film „Schindlers Liste“ (1993): „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Der Film basiert auf der wahren Geschichte des deutschen Industriellen Oskar Schindler, der im Dritten Reich tausende Juden vor dem Tod in Vernichtungslagern bewahrte.
Die Besatzung der „Alan Kurdi“ nehme die menschliche Verantwortung wahr, Leben zu retten, wo immer es möglich sei, so Diener. In dem Video sprach außerdem der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), den Seenotrettern den Aaronitischen Segen (4. Buch Mose 6,24-26) zu.
Der Dekan des katholischen Bistums Regensburg, Roman Gerl, erklärte, die Helfer auf dem Schiff setzten „ein starkes Signal der Nächstenliebe“. Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden, Pastorin Doris Hege (Frankfurt am Main), wandte sich an die Mitglieder der Crew mit den Worten: „Sie sind ein Segen für die Menschen, die auf dem Mittelmeer Hilfe suchen.“

(Hervorhebung von mir)

Quelle 

Der freundlichste Vorwurf, den ich Dr. Diener mache, ist der, dass er zwar in purer Gedankenlosigkeit, aber dennoch einfach nur etwas ethisch absolut „Tolles“ sagen wollte, etwas, das ein leuchtendes Vorbild für uns alle sein sollte.  Und natürlich ist das, was Menschen, die als „Gerechte unter den Völkern“ heute geehrt werden, mit beispiellosem Mut und ebensolcher Selbstlosigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus auf sich nahmen und ausführten, um Juden vor dem sicheren Tod zu retten, die höchste Form ethischen Handelns und geübter Menschlichkeit.

Aber kann man die Situation der Betroffenen (Juden unter Verfolgungsdruck, Migranten in Seenot auf dem Mittelmeer) auch nur annähernd vergleichen? Haben sich Juden selber in die Gefahr begeben, vernichtet zu werden? Sind sie nicht vielmehr der mit höchster Akribie und Präzision arbeitenden Mordmaschine der  Nationalsozialisten und ihrer Helfershelfer zum Opfer gefallen?  Und nehmen nicht die Emigranten aus Afrika freiwillig jedes Risiko auf sich, der besseren  Lebensbedingungen in Euroopa wegen? Kann man das wirklich vergleichen?

Und ebenso die Retter.  Begeben sich die „Seenotretter“ wirklich in vergleichbare Schwierigkeiten wie diejenigen Menschen, die Juden retteten, obwohl sie davon ausgehen mussten, dass sie, wenn sie dabei beobachtet und erwischt würden, selber mit dem Tode bedroht sein würden? Ich kann beim besten Willen keine vergleichbaren Umstände erkennen.

Die „Seenotretter“ im Mittelmeer zeichnen sich in der öffentlichen Wahrnehmung doch weniger als „selbstlos“, denn vielmehr als Beifall heischend aus. Und der Beifall von Kirchenführern, Politikern, Medien und sogenannten „Kulturschaffenden“, die sich alle im hellen Licht der großartigen  Retter sonnen wollen, ist ihnen ja auch gewiss. Ich weiß, ich klinge gerade ziemlich zynisch. 
Für mich sind die „Seenotretter“ nicht die großartigen Typen, die andere Menschen aus dem Wasser fischen und in Sicherheit bringen, nach meiner Wahrnehmung handeln sie in einer rechtlichen Grauzone, die den Schleppern viel Arbeit abnehmen und noch mehr Geld einbringen und so dazu beitragen, dass wie in einem ‚Perpetuum Mobile‘ das System stabil bleibt: Schlepper bringen die Migranten in untauglichen und nicht hochseefähigen Booten aus der jeweiligen und begrenzten Meilenzone und überlassen sie mit dem tröstlichen Hinweis, die „richtigen Schiffe“ seien ja schon unterwegs, um sie aufzunehmen, ihrem ungewissen Schicksal. Die auf solche Weise nach Europa gelangten Migranten geben die freudige Kunde von ihrer Ankunft im Gelobten Land per Smart- oder I-Phone weiter … denn darüber verfügen doch fast alle Ärmsten der Armen auf den Schlepperbboten, notwendigerweise, dient es doch der Planung des weiteren Weges nach geglückter Anlandung an Europas Gestaden.

Und auch dies noch:  „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“,  Der Satz stammt aus dem Talmud und findet seine Ergänzung in diesem Satz: „Die Gerechten aus den Völkern haben einen Platz in der kommenden Welt“.  In Yad Vaschem in Jerusalem wird der  „Gerechten aus den Völkern“ gedacht – derjenigen Menschen, die Juden retteten.

Herr Diener sollte das eigentlich wissen…..  und nicht eine alte jüdische Weisheit moralisierend vereinnahmen und dabei gleichzeitig ausgerechnet sechs Millionen getötete Juden mit den von Schleppern in Schwierigkeiten gebrachten Migranten vergleichen…. das ist es, was ich angesichts dieses Statements empfinde.

 

 

Es ist die Kanzlerin und nicht (nur) der Heusgen… 19. November, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau, politik, zweistaatenlösung.
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Wieder einmal hat der Vertreter Deutschlands in der UN einer Abstimmung GEGEN Israel seine Stimme gegeben.

Wie eigentlich immer in den letzten Jahren stimmte damit Deutschland für die Resolutionen gegen Israel. In der Kritik steht in besonderer Weise der Botschafter, Christoph Heusgen.

Die Bildzeitung nimmt sich dieses Vorgangs an und schreibt:

Es ist ein schändliches Ritual: Jedes Jahr bringen autoritäre Staaten wie Syrien, Jemen und Saudi-Arabien zahlreiche Resolutionen bei der UN ein, die sich gegen ein Land richten – Israel. Doch das Bittere ist: Die UN-Generalversammlung macht mit und nimmt fast alle anti-israelischen Resolutionen an.

Auch die Bundesrepublik stimmt meist FÜR die Resolutionen – und damit GEGEN Israel. Und das, obwohl die Bundesregierung immer wieder betont, an der Seite Israels zu stehen.

Einer der Mitverantwortlichen für das anti-israelische Abstimmungsverhalten Deutschlands bei der UN ist Botschafter Christoph Heusgen (64), Deutschlands ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen – und bekannt für seine äußerst kritische Sicht auf den jüdischen Staat.

 

Herr Heusgen wird als langjähriger, zuverlässiger Beamter im Dienste der Bundesrepublik vorgestellt:

Der studierte Ökonom arbeitet seit den frühen achtziger Jahren im Auswärtigen Amt und legte eine beachtliche Karriere hin. Nach Stationen in den USA, Frankreich und der EU-Schaltzentrale Brüssel übernahm er 2005 als Ministerialdirektor die Abteilung 2 im Bundeskanzleramt.

Und weiter:

 Heißt: Er wurde der wichtigste außen- und sicherheitspolitische Berater der Bundeskanzlerin. Zwölf Jahre lang war er Angela Merkels (65, CDU) wichtigster Ansprechpartner in außenpolitischen Fragen, bis er 2017 nach New York in die deutsche Vertretung bei den Vereinten Nationen wechselte.

 

Der wichtigste Berater der Kanzlerin.

Da zeigt sich doch auch, wes Geistes Kind die Kanzlerin ist und wie sie wirklich in Bezug auf Israel tickt.

Sie und Heusgen ziehen am gleichen Strang. SIE hat die Richtlinienkompetenz aller Politikbereiche. Nehmt sie, nehmen wir sie  nicht länger aus der Schusslinie, die eigentliche Drahtzieherin antiisraelischer Maßnahmen sitzt im Bundeskanzleramt auf dem Chefsessel.

Es ist ein bitteres Resümee, das ich hier ziehe. Aber, wie ich befürchte, ein durchaus zutreffendes. Mehrmals schon habe ich in diesem Blog zu der seltsamen Israelpolitk Angela Merkels Stellung genommen.

Es wird endlich Zeit, sie öffentlich zu demaskieren und sie so zu bezeichnen, wie sie aufgrund ihrer Politik zu benennen ist, eine antiisraelische Protagonistin, ein Wolf im Schafspelz.

Man sollte ihr die von den jüdischen Verbänden und Institutionen verliehenen Preise aberkennen …..  Aber das wird vermutlich nicht geschehen, so wenig wie ein Wechsel in ihrer desaströsen Israelpolitik.

Wissenschaft ist nicht mehr frei in Deutschland 17. November, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, Grüne Ideologen, klima, politik, presse.
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Wissenschaftler werden an ihrem jährlichen Treffen behindert! 

 

Nicht nur die schrecklichen Aktionen der Antifa in verschiedenen deutschen Großstädten  erinnern in diesen Wochen und Monaten an die dunkle Zeit des Tausenjährigenreiches, in dem der „Saalschutz“ (SS) und die Sturmabteilungen (SA) der Nationalsozialisten viele der Menschen in Angst und Schrecken versetzten, die sich der Ideologie der Nationalsozialisten nicht beugen wollten.

Offenbar bedienen sich auch die „Bewahrer des Klimas“ unlauterer Methoden, um die Theorien und Darlegungen der Wissenschaftler zu hintertreiben, die sich nicht ihrer Ideologie vom „Menschen gemachten Klimawandel“ und der Gefahr der Auslöschung des Lebens binnen kommender Jahrzehnte anschließen wollen. Die Anhängerschaft der Klimahysteriker und Katastrophenprophetin Greta trommeln derzeit gegen EIKE, einem unabhängigen Institut, das sich ebenfalls mit der Thematik „Klima“ beschäftigt, in seinen Forschungsergebnissen aber nicht deckungsgleich mit den Phobikern liegt und demzufolge auch andere Schlussfolgerungen zieht.

Die Machenschaften der Klimahysteriker kann man in dem folgenden Text nachlesen, die Quelle ist oben verlinkt:

„von EIKE-Redaktion
Die 13. Internationale Klima- und Energiekonferenz in München ist aufs Höchste gefährdet. Links-grüner Mob „zwang“ „mittels Absingen von Liedern und dem Verteilen von Flugblättern“, die Hotelleitung NH Congress Center in München-Ost (Aschheim) den Beherbungs-Vertrag widerrechtlich zu kündigen. EIKE ging heute vor Gericht und verlangt in einem Eilantrag die Rücknahme der Kündigung. Solange das nicht entschieden ist, gehen wir vom ursprünglich vorgesehenen Ort und dem publizierten Datum aus.

Wir vom Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE) sind ein gemeinnütziger e.V. wie z.B. das PIK, und planen, wie jedes Jahr, eine wissenschaftliche Konferenz zu aktuellen Klima- und Energiethemen. Es soll bereits die 13. Internationale Klima- und Energiekonferenz werden. Wieder in München.
Mehr als 200 internationale Wissenschaftler und Experten haben sich angesagt, ihre Reisen gebucht und bezahlt, ebenso wie ihre Hotels. Viele davon im Konferenzhotel NH Congress Center in München-Ost (Aschheim). Teilweise kommen sie aus Übersee, den USA, Kanada und auch aus dem fernen Australien. Auch Medienvertreter wollten akkreditiert werden. Deutlich mehr als sonst.
Doch das alles störte die links-grüne Antifa. Und sie machte diesmal richtig mobil.
Angeblich leben wir in einem sicheren Rechtsstaat.
Wirklich?
Bilden Sie sich selber Ihre Meinung, nachdem Sie gelesen haben, wie es aktuell um unsere Klima- und Energiekonferenz steht.

Flyer der links-grünen Antifa, wie er im NH-Hotel verteilt wurde. EIKE wird Strafanzeige stellen.
Eine Vorbemerkung sei noch erlaubt.
Vielleicht hat sich noch nicht ausreichend herumgesprochen, aber seine Gemeinnützigkeit erhielt EIKE auch auf Grund seiner wissenschaftlichen Arbeit und den daraus hervorgehenden begutachteten Veröffentlichungen sowie der Förderung der wissenschaftlichen Bildung, wie sie auf eben dieser Konferenz stattfinden sollte. Im Mai des Jahres wurde mit dessen Management der Vertrag unterzeichnet, kurz darauf die stattliche Anzahlung geleistet.
Doch das alles missfiel der links-grünen Antifa und ihren Hilfstruppen und sie rief zur Blockade auf. Die Initialzündung orchestrierte zunächst der Redakteur Paul Gäbler des Berliner Tagesspiegels, dort sonst für Sport & allerlei Gedöns zuständig. Der war wohl unterbeschäftigt aber überindoktriniert und denunzierte zunächst EIKE beim lokalen Management des NH Conference Centers in München-Ost
Zunächst hatte er EIKE als „AfD-nahen Klima-Leugner Thinktank“ verleumdet und fragte dann im September per Anruf das Management des Hotels scheinheilig, „ob die Positionen des Vereins bekannt sind“. Das lokale Management wollte sich dazu nicht äußern, schließlich hatten sie einen guten Kunden zu verlieren, doch beim Weiterbohren des „Journalisten“ Gäbler meldete sich dann die Pressesprecherin des Konzerns in Berlin und gab eine Unterwerfungserklärung in Form einer Pressemitteilung ab und sonderte ab: „Ein Leugnen des menschengemachten Klimawandels ist mit den Wertevorstellungen der NH Hotelgruppe nicht vereinbar.“ Ein weiteres Vorgehen werde geprüft, teilte man mit. Und so berichtete es triumphierend Propagandist Gäbler in seinem Artikel.
Danach blieb es zunächst eine Weile ruhig. Besorgte Rückfragen seitens EIKE, ob der Vertrag gefährdet sei, blieben seitens des NH-Managements in Berlin unbeantwortet. Dadurch beruhigt und wegen der großen Nachfrage nach Teilnahme an der Konferenz vereinbarte EIKE mit dem lokalen Management sogar noch wenige Tage vor dem Termin eine deutliche Aufstockung der ursprünglich geplanten Teilnehmerzahl. Der Vertrag wurde dann ohne weitere Rückfragen seitens NH gern erweitert. Doch dann geriet dessen Management in Panik. Mit Näherrücken des Termins machte die Münchner Antifa mit ihren Hilfstruppen aus der Umweltszene (Umweltinstitut München e.V., Etat 2018 rd. 1,5 Mio €) mobil. Sie erschien am Sonnabend dem 9.11.19 mit einem Mob von 15-20 Personen in den Räumen des Hotels und belästigten Gäste und Mitarbeiter.
Man mischte sich unter die Gäste in der Lobby und verteilte ein Flugblatt an Mitarbeiter und Gäste, in welchem weiteren Aktionen angekündigt wurden, für den Fall, dass die Konferenz stattfände. Damit „zwangen“ sie offenbar „mittels Absingen von Liedern und dem Verteilen von Flugblättern“ , so die Hotelleitung des NH Congress Center in München-Ost (Aschheim), diese zur Kündigung. Zeitgleich wurde dem NH-Management ein offener Brief des Umweltinstitut München zugestellt, mit der Aufforderung, EIKE keine Tagungsräume zur Verfügung zu stellen.
Daraufhin kündigte das Hotel – trotz zuvor zugestandener Vertragserweiterung – den Vertrag, wegen befürchteter Gefahr für Gäste und Mitarbeiter. Auf die Idee, wie in funktionierenden Demokratien üblich, sofort die Polizei wegen des Straftatbestands versuchter gewaltsamer Erpressung oder zumindest Nötigung zu benachrichtigen, kam die Hotelleitung gar nicht. Man beugte sich dem „Druck“ der bis dahin nur im Absingen von Liedern und dem Verteilen eines Flugblattes bestand, dem neuen Faschismus, von Grün-Links. Und wieder berichtete der Berliner Tagesspiegel (TS) triumphierend, aber auch Indymedia und andere, über die selbst geschaffene Sensation. „NH-Hotelgruppe lädt Eike aus, Klimawandel-Leugner müssen sich neuen Veranstaltungsort suchen“ lautete die triumphierende Überschrift im Tagesspiegel. Das ist dem Verhalten von Brandstiftern vergleichbar , die erst einen Brand legen um dann stolz über ihn zu berichten.
Sämtliche Versuche des EIKE-Vorstandes, diese Kündigung abzuwenden, weil nachweislich auf Verleumdung und Lügen beruhend, änderten jedoch nichts an der NH-Entscheidung.
Dagegen geht EIKE nun juristisch vor. Das bekannte Anwaltsbüro Steinhöfel hat unsere Vertretung in diesem, unserer Meinung nach, besonders schweren Fall von Nötigung und Erpressung zur Unterdrückung wissenschaftlicher Fakten übernommen. Das Ziel ist der Erlass einer einstweiligen Anordnung den geschlossenen Vertrag zu erfüllen. Der Ausgang ist jedoch offen. Wenn der Rechtsstaat hierzulande doch noch funktioniert, so sollte das Gericht eine Entscheidung zu unseren Gunsten fällen. In jedem Fall werden wir unser Leser und andere Medien umgehend über den weiteren Verlauf informieren.
Alternative Hotelangebote, die EIKE bisher angefordert hatte, wurden nach Offenlegung des Sachverhaltes zurückgezogen, also auch hier die gleiche Feigheit, derselbe Opportunismus vor Feinden unserer Demokratie.
Unsere Schlussfolgerung:
Offensichtlich haben alle Hotels bereits soviel Angst vor der Antifa und ihren Schlägern, sowie deren grünen Hilfstruppen, so dass sie kein Vertrauen mehr auf den Schutz durch unseren Rechtsstaat haben. Dies lässt sie zu willigen Opportunisten werden. Ein Rechtsstaat der dies zulässt, ist kein Rechtsstaat mehr. Ohne Wenn und Aber!
Wir können natürlich nicht ausschließen, dass sich empörte Bürger oder gar betroffene Konferenzbesucher, deren Reisekosten nun vergeblich ausgegeben wurden, denn bekannterweise kassieren Flug- und Bahngesellschaften, besonders bei Sonderangeboten, sofort, beim NH-Conference Center nache den Gründen fragen und sich über das Zurückziehen der Hotelleitung beschweren. Vielleicht würde das NH-Conference Center sogar zur Besinnung kommen, sich auf den Rechtsstaat besinnen und Strafanzeige gegen die Antifa (Unbekannt) stellen. Der Ruf, dem Druck der Straße gewichen zu sein, wird vielleicht mehr zukünftige Besucher des NH Conference Center abschrecken, als Besucher, die offenbar vergessen haben, wohin es führt, wenn man Faschisten aller Couleur, ob links, grün oder braun, nicht mit allen Mitteln unseres Rechtsstaats bekämpft und sofort vor den Richter bringt.“

Hinweis: Die im Original enthaltenen Fotos wurden nicht mit hierher kopiert. Bitte den Text auch in der angegebenen Quelle lesen.

 

Mich macht es fassungslos, dass in Deutschland 74 Jahre nach der Diktatur der Nationalsozialisten und 30 Jahre nach dem Ende der DDR-Diktatur wieder eine diktatorische Ideologie die Deutungs- und Meinungshoheit zu gewinnen scheint und alle, die dieser Ideologie  (manche Leute nennen es „Haltung“ ) nicht folgen wollen oder können, mit Gewalt affinen Maßnahmen einschüchtern, unterdrücken, mundtot machen und an der Veröffentlichung gegenteiliger Theorien, Konzepte oder auch nur dem Äußern einer „Meinung“ behindern.

Nichts weniger als unsere Freiheit steht auf dem Spiel, sollten sich die grünen Ideologen und ihre Anhängerschaft durchsetzen.

 

„Leute, kauft nicht bei Juden….“ 12. November, 2019

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, politik.
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„Leute, kauft nicht bei Juden“

So und nicht anders fasse ich den Beschluss der EU auf, Waren jüdischer Produzenten, die in den von Israel verwalteten Gebieten leben und arbeiten, ausdrücklich mit dem Zusatz  zu kennzeichnen „aus jüdischen Siedlungen in dem von  Israel besetzten „Westjordanland“. Zeitungen, Magazine und Nachrichtenverbreiter via Rundfunk und Fernsehen reden dabei betont und dennoch falsch von „völkerrechtswidrig besetzten Gebieten“.

Es hat sich offenbar immer noch nicht herum gesprochen, dass die Osloer Verträge, die ja keineswegs aufgehoben sind, eine Teilung der Verantwortung für das von Jordanien 1967 (zurück) eroberte Gebiet westlich des Jordans vorsehen. Vollmundig wird von Völkerrecht gesprochen, wobei es überhaupt nicht definiert und damit klar ist, wie der Status dieses Gebiets, das fälschlicherweise als „Palästinensergebiet“ oder gleich „Palästina“ bezeichnet wird, nach dem endgültigen Friedensschluss einmal sein wird. Fest steht doch bisher lediglich, dass es eine Autonomieverwaltung für die Teile der Gebiete gibt, die den arabischen Bewohnern laut Oslo-Vertrag zur Verantwortung zivilrechtlicher Leitung auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Kompetenzen  übertragen wurde. Der Chef dieser Autonomiebehörde lässt sich Präsident nennen, er – Mahmud Abbas – wurde vor vielen Jahren gewählt, seine Amtszeit ist seit 10 Jahren oder länger längst abgelaufen, weitere Wahlen zu seiner Legitimation haben jedoch nicht stattgefunden – und werden wohl auch in naher Zukunft nicht durchgeführt.

Zu den rechtlichen Aspekten der „besetzten Gebiete“ ist bei Audiatur ein von Ulrich Sahm kommentierter Email-Verkehr mit einem Mitarbeiter der Bundesregierung veröffentlicht worden, diese Dokumentation erspart mir nähere Erläuterungen der Rechtslage, nachlesen kann man es hier und auch hier  gibt Ulrich Sahm sachkundige Auskunft über den Status der „Gebiete“.

 

Angesichts der Tatsache, dass kein anderes Land, kein anderer Staat der Welt mit derartigen Auflagen von der EU belegt wird, kann man nicht nur, nein man muss sogar davon ausgehen, dass es eine politisch motivierte Schikane gegen Juden gibt, die in einem Landstrich leben, dessen staatliche Zugehörigkeit noch nicht abschließend geklärt ist, wohingegen die Produkte arabischer Bewohner der gleichen Gegend nicht ausdrücklich gekennzeichnet werden müssen als in „umstrittenen Gebieten hergestellte“ Artikel, sondern – und das ist zu vermuten – als Herkunftsangabe „Palästina“ angeben wird, als gäbe es ein Staatswesen, das diesen Namen trägt.

Die unrühmliche Rolle, die Deutschland seit Jahren in Bezug auf die angeblich „illegalen Siedlungen“ abgibt, ist ein Trauerspiel, das uns mit Scham erfüllen sollte…. aber wohl nur wenigen tatsächlich die Schamesröte ins Gesicht treibt. Ich erinnere mich mit Schrecken an die Parteimitglieder der „Linken“, die vor einigen Jahren per Schiff Gaza befreien wollten, ich sehe Bilder, auf denen Männer und Frauen mit Schildern vor öffentlichen Gebäuden stehen, auf denen zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen wird, ich denke an unseren Bundespräsidenten, der sich an Arafats Grabmal ehrfürchtig tief verneigt, an einen ehemaligen Außenminister, der sich mit zweifelhaften NGOs in Israel trifft und Netanjahu brüskiert… ich denke an eine Kanzlerin, die Abbas weitere Millionen Euro zur Finanzierung des Terrors zusagt, an eine Bundestagsvizepräsidentin, die lachend Shake Hands mit den iranischen Mullahs zelebriert, obwohl die Mächtigen des Iran nicht einmal hinter vorgehaltener Hand zur Vernichtung des Staates Israel aufrufen….

All das macht mich wütend, ohnmächtig und traurig.

Dass diese Vorschrift von der EU ausgerechnet am 9. November verkündet wird, ist zusätzlich eine beleidigende und unverständliche Aktion.

Und doch gibt es noch eine zweite Dimension.

Der Ursprung für meinen Gedanken  findet sich in der Tora, in dem Bericht über Josefs, der von seinen Brüdern verkauft wird, in Ägypten zum Berater des Pharao aufsteigt und auf diese Weise seine Sippe Jahre später vor dem Verhungern rettet.
„Josef aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Bin ich etwa an G’ttes Stelle? Ihr zwar, ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt, G’tt aber hatte beabsichtigt, es zum Guten zu wenden, damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten.“ ( 1. Mose 50, 19 und 20 , Elberfelder Übersetzung)

So kann ich mir vorstellen, dass eine Vorschrift, die den jüdischen Bewohnern Samarias und Judäas Schaden bringen könnte oder sogar sollte, am Ende zum Segen wird, weil Menschen sich nicht mehr irre machen lassen durch furchtbare Parolen, Verbote  und Gesetze, wie sie zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland gegen Juden angewendet wurden.

„Jetzt erst recht!“ meinte auch der Liebste zum Kauf der Produkte aus den jüdischen Städten und Dörfern Judäas und Samarias.

 

 

 

 

 

Fremde Feder: 9. November – Deutschland fordert Juden auf, wieder Opfer zu sein 10. November, 2019

Posted by Rika in aktuell.
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Ausgerechnet Deutschland…
ausgerechnet in diesem Zeitraum…
ausgerechnet an diesem Tag…

Wer denkt sich so etwas aus?
Ist das die Staatsräson, von der die Kanzlerin in Jerusalem vor der Knesset so vollmundig redete?
Ist das der energische Kampf gegen Antisemitismus, dessen sich die Politiker rühmen und der uns aufgetragen ist?

Danke für diesen Text, den ich ungekürzt übernehme ….

Tapfer im Nirgendwo

Am 9. November 2019, einundachtzig Jahre nach der Reichspogromnacht, in der in Deutschland Juden misshandelt, Synagogen niedergebrannt, Toras geschändet und jüdische Geschäfte zerstört wurden, fand in Deutschland eine Feier zum dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls statt, bei der die deutsche Regie dachte, dass es endlich mal wieder Zeit wird, Juden zu kritisieren.

Während der Show wurde folgende Aussage an Juden gerichtet: „Es reicht mit der Besatzung!“ Damit die Juden auch wissen, das sie gemeint sind, wurde die Nachricht selbstverständlich auf Hebräisch verfasst.

An einer anderen Stelle wurde auf Hebräisch erklärt: „Land ohne Mauer“

Welche Mauer gemeint war, wurde an anderer Stelle mit einem Bild gezeigt:

Am 9. November 2019 forderte Deutschland Israel auf, die Sebstverteidigung aufzugeben.

Die Mauer in Israel wurde nicht wie die Mauer in Deutschland gebaut, um Menschen einzukerkern. Sie musste gebaut werden, um Menschen zu schützen. Die Mauer in Israel ist ein notwendiger Schutz vor Selbstmordattentäter, die vor…

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9. November 2019 10. November, 2019

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, familie, gesellschaft, HOLOCAUST, judentum.
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Tag der Freude

Tag der Scham

Tag der Trauer

 

Ja, ich erinnere mich mit großer Freude an den 9. November 1989, an dem ich in fassungslosem Staunen das Wunder der  ungeplanten Öffnung im antifaschistischen Schutzwall zwischen der damaligen DDR und der damaligen Bonner Republik BRD im Fernsehen mit ansehen konnte.

Und dennoch tritt in meiner persönlichen Wahrnehmung dieser Freudentag immer hinter den anderen 9. November zurück, den Tag, an dem im Jahr 1938 überall in Deutschland die Synagogen brannten, jüdische Geschäfte zerstört, geplündert und ausgeraubt wurden, unsäglich viele Menschen gefangen genommen und in die Konzentrationslager verbracht wurden.

Dem Gedenken an die Pogrome – die sich ja nicht auf den 9. November beschränkten – mischen sich heute große Sorgen über den zunehmend virulent werdenden Antisemitismus bei, der neben den „altbekannten“ Akteuren der ewig gestrigen, dem Nationalsozialismus anhängenden Deutschen neue Gesichter und Formen des Judenhasses hervorbringt. Sie finden sich mitten unter uns, in allen Schichten der Gesellschaft…. bis hinein in die Spitzen von Parteien, Kirchenämtern und Regierungsangehörigen.

 

Die Anfänge, derer wir uns erwehren sollen, haben längst Fahrt aufgenommen … und manchmal bezweifele ich, ob wir überhaupt noch Zeit haben, um,   wie Bonhoeffer es formuliert hatte, „dem Rad in die Speichen fallen“ zu können….

 

Gestern war ich mit meinen Enkeln an der Stelle, an der 1938 in Hannover die Synagoge in Flammen aufging…  wenigstens das Vergessen können wir verhindern….

 

 

Hannover, Rote Reihe 6

 

 

 

 Mein letzter Satz klingt nach Resignation….
und gemahnt doch, aufzustehen und nicht müde zu werden….

 

Was man so meint…. 7. November, 2019

Posted by Rika in baptisten, christsein und glaube, familie, gesellschaft.
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Neulich hatte ich bei Facebook ein kleines Scharmützel mit Günter Mahler, der in der Zeitschrift „Die Gemeinde“ in einer eigenen Rubrik unter der Überschrift „Mahler meint“ seine Sicht auf die Welt und das was sie (vielleicht/ vermutlich/ vermeintlich) zusammenhält oder auch nicht, äußern darf.
Seit mindestens 50 Jahren lese ich „Die Gemeinde“, früher noch in anderem Look und unter anderem Namen. Viele strittige Themen wurden in der langen Zeit abgehandelt… sie spiegeln gleichzeitig den Prozess, der sich auch in der Freikirche, der ich angehöre, hin zu mehr Liberalismus und zu weniger „Schrifttreue“ vollzieht.
Nicht jeder findet diesen Prozess gut, nicht jeder findet ihn schlecht und nicht wenige verzichten auf einen eigenen Standpunkt und schauen mehr darauf, was der prominente Bruder X oder die bekannte Schwester Y zu sagen haben und schließen sich dann der geäußerten Meinung an, getreu dem Motto, wenn die oder der das so sehen und sagen, muss es ja stimmen.
Zweifellos hat der natürlich richtig „meinende Mahler“ gegenüber einer gar nicht prominenten Person- wie mir beispielsweise – erheblich mehr Bonuspunkte und natürlich entsprechend mehr Befürworter dessen was er für – nun ja – richtig ausgibt.
Nun ist das mit „richtig“ so eine Sache, denn das entsprechende Gegenüber, der Antagonist des „richtig“ ist eben nicht „fast richtig“ oder „vielleicht richtig“ oder „kann man so sagen richtig“, sondern schlicht und einfach „falsch“. Nicht, dass Herr Mahler das so explizit sagen würde oder sagt, nein, er macht das sehr geschickt.
In der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ skizziert er die verschiedenen Strömungen, die sowohl im politischen wie im gemeindlich-christlichen Leben zu einer Polarisierung innerhalb der Gesellschaft führen. Das ist an sich eine lobenswerte Angelegenheit. Allerdings fällt mir auf, dass er sich dabei fast ausnahmslos ironisch-kritisch derjenigen Meinungen annimmt, die als rechts / populistisch / evangelikal oder charismatisch beschrieben werden könnten und die er wohl auch meint und kritisiert.
Angefangen bei der Publizistin Liane Bednarz, dessen Buch er als Zeichen für einen Rechtsruck „in unseren Gemeinden“ ausmacht (gemeint ist der Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden – Baptisten / Brüdergemeinden),
über den Streit
über das rechte Schriftverständnis – gestritten wird angeblich über die Verbalinspiration und / oder die historisch-kritische Exegese,
über die Gleichgeschlechtlichkeit – den Begriff Homosexualität vermeidet er aber -,
über das Lebensmodell Familie,
über die Abtreibungspraxis – die Diskussion darüber nennt er einen „evangelikalen Dauerbrenner“,
bis über den Streit über die Einführung eines neuen Lehrplans in Baden-Württemberg – er verzichtet auf die nähere Beschreibung dessen, was streitwürdig ist, meint aber wohl die geänderten Pläne in Bezug auf Sexualität, die viele Christen auf die Barrikaden treibt,nimmt Günter Mahler sich der Menschen an, die anders ticken, denken und schreiben als er.
Natürlich darf der Hinweis auf die AfD ebenso wenig fehlen, wie ein Seitenhieb auf das Nachrichtenmagazin idea, das die Publizistin Gabriele Kuby zur „Journalistin des Jahres kürte“, weil sie eine der „prominenten Kämpferinnen gegen die liberale Sexualmoral, den Genderwahnsinn und die Zerstörung der christlichen Familie“ sei.
Als weitere Fakten für die „Auferstehung von fundamentalistischen und biblizistischen Standpunkten“ in unserer Freikirche nennt Mahler die „Bewunderung von amerikanischen Megachurches“, die „Wiedervereinigung Deutschlands und unseres Bundes“, galt es in der DDR doch gegen den Staat „den rechten Glauben“ zu bewahren, was laut Mahler dazu führt, dass in den Ostländern besonders viele „Christen in der AfD“ zu finden seien, die sich für die „Bewahrung des christlichen Abendlandes“ mühten, sich gegen Islamisierung und Genderwahn und für die christliche Familie einsetzten.
Mahler beobachtet „die Eroberung unserer Gemeinden durch die ‚charismatische Bewegung‘ und betrachtet mit Sorge „eine junge Generation“, „die kein Interesse an historisch-kritischer Auseinandersetzung mit der Bibel hat, sondern Tag und Nacht in einer Haltung der Anbetung leben möchte“. Er nennt den Augsburger Theologen Johannes Hartl einen „Guru dieser Bewegung“.
Zum Abschluss seiner Meinung verkündet Mahler die tröstende Feststellung: „Unser Gemeindebund ist bunt“ und beteuert: „Wir wollen nicht ‚Herren über den Glauben sein, sondern Gehilfen zur Freude ‚ (2. Korinther 1, 24)“. Und er fragt: „Wo hat die Gemeinschaft der versöhnten Verschiedenheit seine Grenzen?“
Nach Mahler „Immer da, wo Werte, die durch Gott gesetzt sind, verletzt werden. Immer da, wo Ausgrenzung geschieht und Ablehnung gelebt wird. Und auch immer da, wo Menschen proklamieren, im alleinigen Besitz der göttlichen Wahrheit zu sein.“ Und er wünscht „uns allen ein gutes Urteilsvermögen und dem Präsidium viel Weisheit und Mut“.
Das – Weisheit und Urteilsvermögen – wünsche ich Günter Mahler in hohem Maße… möge er über seine eigenen Worte noch einmal gründlich nachdenken… insbesondere was Ausgrenzung und Ablehnung beispielsweise von Birgit Kelle oder Johannes Hartl angeht, die er hier namentlich nennt.
Mich hat er in dem oben genannten Zwist „rechtspopulistische- Evangelikale“ genannt…. nun ja…
Das Attribut war mir bisher noch nicht zugeschrieben worden.

Quelle und Zitate aus „Die Gemeinde“, Ausgabe 22, 3. November 2019, Seite 16, „Mahler meint“