jump to navigation

Trump hat einen Plan und das ZDF die „richtige“ Meinung 29. Januar, 2020

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, HOLOCAUST, iran, israel, israelkritik, medien, meine persönliche presseschau, mord, plo, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , , , ,
1 comment so far

Gestern lief im ZDF der sehr bemerkenswerter Film mit dem Titel „Ein Tag in Auschwitz„.

Anhand eines Fotoalbums, das von dem „Fotographen in Auschwitz“ eigens zur Dokumentation der „tadellosen Abwicklung“ eines Transportes  (hier ungarischer Juden)  angelegt war, wurden die Stationen nachgezeichnet, die die Unglücklichen bis zu ihrem Ende durchlaufen mussten. Die Ankunft in Auschwitz – Birkenau, der „Empfang“ an der Rampe, die Einteilung der Menschen in die Gruppen, die sofort der Gaskammer zugeführt wurden und die, die in das Arbeitslager kamen. Der Historiker, der die Dokumentation weitgehend erstellt hat, gibt die sachliche Auskunft, dass zwischen 70 und 80 % der Menschen eines jeden Transports sofort zu den Gaskammern und in die Vernichtung geführt wurden.

Zeitzeugen kommen zu Wort. Überlebende der Shoah.

Der Film ist ein ruhiges, unaufgeregtes und darum umso eindrücklicheres Zeugnis des Verbrechens, das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben. Die Bilder sprechen für sich, die Zeugen reden klar, ohne Pathos, aber mit mühsam gefundenen Worten für etwas, was sich eigentlich gar nicht in Worte fassen lässt.

Unmittelbar nach dem Ende des Films – natürlich wie immer – das nächste  Programm.

Das nächste Programm sind die „heute“-Nachrichten mit Claus Kleber.

Die Anmoderation ist für mich ein Schock. Mit ätzender Stimme und kaum verhohlener Verachtung „ordnet Herr Kleber ein“, wie er seine Aufgabe beim ZDF in routinierter Selbstdarstellung beschreibt. Es geht um den Friedensplan, den der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorlegt.

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht mehr mitbekommen habe, was Donald Trump im Einzelnen vorgesehen hat. Ich höre die kommentierenden Worte Claus Klebers und mir wird schlecht.

Wie kann man nur, denke ich, nach so einem Film zum Holocaust die Nachrichtensendung mit einem derartigen Introitus beginnen? Es ist mir, als sei die Zeit stehen geblieben und wir seien wieder in der Zeit des Tausendjährigen Reiches und jemand würde mit empörter Stimme das Unrecht anprangern, das die Juden angeblich über diese Welt gebracht haben.  Die Sympathie des Herrn Kleber,  seine alleinige Sorge gilt nicht etwa den unter dem palarbischen Terror leidenden Israelis, nein, sie gilt  den Tätern, den „Palästinensern“, die um ihr Land gebracht werden sollen, denen Trump mit seinem Friedensplan so übel mitgespielt habe.

Als Nicola Albrecht zugeschaltet wird, ist mir so  schlecht, dass ich das Zimmer verlassen muss, in dem der Liebste dem Fortgang der Nachrichtensendung folgt.

Ich kann mir diese antiisraelische Propaganda im Staatsfernsehen einfach nicht mehr zumuten, schon gar nicht in diesen Tagen, in denen deutsche Politiker  vollmundig und äußerst medienwirksam der toten Juden gedenken und irgendetwas von „Nie wieder“ von sich geben, aber gleichzeitig den Mördern und den von der Vernichtung der heute lebenden Juden träumenden Politkern  die Hand schütteln und ihnen zusichern, alles für ihr Wohlergehen zu unternehmen.

Es ist  (beinahe nur*) eine einzige widerliche Show der „Guten Deutschen“, die aus dem Holocaust vor allen Dingen gelernt haben, dass es auf eine perfekte Performance der politischen Meinung ankommt. Das gilt für die Selbstdarsteller im Politikzirkus ebenso wie für die Meinungsmacher in den öffentlich-rechtlichen und allen Medien  darüber hinaus.

ZDF  = Zentrale Deutsche Fehlinformation. Die ARD steht dem ZDF allerdings in nichts nach.

 

Gerd Buurmann hat in seinem Blog dazu so Stellung genommen: „Die volle neue Einseitigkeit

 

 


* beinahe nur – Ich will denen nicht Unrecht tun, die aus tiefem Herzen das Grauen der Shoah beklagen.

 

Der Film „Ein Tag in Auschwitz“ ist mit begleitendem Material auch für den Unterricht an Schulen vorgesehen.

 

 

 

Der Kommentar der Schande… 25. Januar, 2020

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, HOLOCAUST, israel, judentum, medien, politik, presse.
Tags: , , , , , , , , , , , , , ,
2 comments

Es ist ein Kommentar der Schande.

Und damit er nicht verloren geht und wir uns auch in 5 Jahren noch daran erinnern können, wer und wie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk über Israel und den Holocaust  schreiben und / oder reden   darf und mit unsäglichen Worten die überheblichste und  mieseste Stellungnahme zum Holocaustgedenktag geschrieben hat, die ich je gelesen habe, teile ich diesen furchtbaren Text.

 

 

Leider eine vertane Chance
Stand: 23.01.2020 18:43 Uhr

„An Bundespräsident Steinmeier lag es nicht: Der Gedenktag in Yad Vashem wurde von den egoistischen Auftritten Israels und Russlands überschattet. Eine vertane Chance im Kampf gegen Antisemitismus.
Ein Kommentar von Sabine Müller, ARD-Hauptstadtstudio, zzt. Jerusalem

Dieser Tag in Jerusalem sollte ein Tag des würdigen Gedenkens sein und ein eindrucksvolles Signal für den gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus. Wie traurig, dass das nicht überzeugend geklappt hat. Ja, vieles war würdig und überzeugend, und dazu hat der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beigetragen.
Er wurde den Erwartungen an den ersten Redeauftritt eines deutschen Staatsoberhaupts in Yad Vashem gerecht und hielt als Vertreter des Landes der Täter eine beeindruckend einfühlsame und klare Rede – und das auf Englisch, wohlgemerkt. Eine Rede über deutsche Schuld und deutsche Verantwortung, darüber, dass es keinen Schlussstrich unter das Erinnern geben darf und über die traurige Erkenntnis, dass Deutsche 75 Jahre nach Auschwitz nicht immun sind gegen das Böse. Wie sagte Steinmeier richtig: Der Antisemitismus von heute habe zwar andere Täter und benutze andere Worte, es sei aber trotzdem „dasselbe Böse“. Das war würdig.
Unwürdiges Verhalten von Israel und Russland
Unwürdig war dagegen, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten. Wie sie vor der offiziellen Veranstaltung sozusagen ihre eigene politische und erinnerungspolitische Privatparty feierten – mit neuen Verbalattacken gegen Polen und demonstrativ überlangen bilateralen Gesprächen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Präsident Wladimir Putin.
Wie sie die Einweihung eines Denkmals zur Erinnerung an die Belagerung Leningrads gnadenlos überzogen, wie sie 90-jährige, 100-jährige Holocaust-Überlebende eine Dreiviertelstunde lang in Yad Vashem warten ließen wie bestellt und nicht abgeholt – und dazu noch mehr als 40 Staats- und Regierungschefs.
Was ein würdiger Tag mit eindrucksvollen Signalen sein sollte, hinterlässt einen schalen Nachgeschmack, allen warmen Worten von „Nie wieder“ bei der Gedenkfeier und allen Beschwörungen der Einigkeit zum Trotz. Wie damals bräuchte es auch heute eine konzertierte, gemeinsame Anstrengung gegen neuen Antisemitismus, gegen neues völkisches Denken.
Es bleiben etliche Zweifel

Aber es sind Zweifel angebracht, wie viel internationale Einheit wirklich da ist und wie sehr letztlich nicht doch nationale Eigeninteressen dominieren. Dass Putin und Netanyahu immerhin ihre Auftritte bei der Gedenkveranstaltung in Yad Vashem eklatfrei hinter sich brachten, ändert nichts an diesen Zweifeln.
Und es sind Zweifel angebracht, ob aus dem Erinnern an diesem Tag und an denen, die in den nächsten Tagen noch folgen, ob aus all den nochmal erzählten herzzerreißenden Schicksalen der Toten und Überlebenden, ob daraus tatsächlich konkrete Schritte folgen, mit denen der grassierende weltweite Antisemitismus zurückgedrängt werden kann. Und so war dieser Gedenktag letztlich leider auch eine vertane Chance.“

Soweit der Kommentar Sabine Müllers vom Hessischen Rundfunk.

„Unwürdig war dagegen, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten.“

Hat man je so einen Satz lesen müssen, einen Satz, der nicht etwa die Täter beschuldigt wegen ihrer unvorstellbaren Morde, Brutalitäten, Verstümmelungen, Folterungen und ihrem schrecklichen, unmenschlichen Vernichtungswahn in jeder nur denkbaren Form nachgegangen zu sein, sondern ein Satz, der den Opfern und deren Angehörigen gilt?

1992 war ich zum ersten Mal in Israel und zum ersten Mal in Yad Vaschem, blind vor Tränen in der Halle der ermordeten Kinder, stumm vor Entsetzen in der Ausstellung der Dokumente, die das unvorstellbare Grauen der Lager und der Vernichtung bezeugen – bis heute. Die Wucht der – natürlich – in Deutsch verfassten Briefe und Protokolle, die den ganzen unfassbaren Wahn nicht nur der „Täter vor Ort“ in den Lagern, sondern den der Zuträger und Mitläufer in jeder noch so kleinen Stadt und Gemeinde Deutschlands für alle Zeiten offen legen, traf mich tiefer, als ich es je hätte vermuten können.

Es ist ausschließlich das Verdienst Israels, diese Zeugen der Geschichte zusammengetragen und der Welt zugänglich gemacht zu haben, Zeugen einer Geschichte des Grauens und der Finsternis, wie sie schlimmer nicht sein könnte.

Und da kommt diese Person daher und redet davon, Israel habe den Gedenktag teilweise gekapert? Hat sie denn nicht das kleinste Gespür für die Ungeheuerlichkeit dieses Vorwurfs? Mehr noch für die Dimension dessen, was Yad Vaschem bedeutet?

Ich kam damals nach Yad Vaschem nicht als Unwissende. Ich hatte mich mit der Geschichte des Antisemitismus, mit der Judenverfolgung in all den Jahrhunderten vor der Shoa beschäftigt und glaubte, auch alles über die Shoa zu wissen…. dieses „wissen“ bezog sich, wie ich sofort spürte, auf die rein verstandesmäßige Erfassung des Verbrechens, und obwohl ich immer schon  emotional von dem berührt war, was ich gelesen und erfahren hatte, diese unmittelbare Begegnung mit den Tätern durch ihre eigenen  Dokumente ihrer „Taten“ traf mich wie ein Schock. Ich wurde mit den Abgründen „meines Volkes“ konfrontiert und ich spürte, dass ich mich dem niemals würde  entziehen können – obwohl ich, 1949 geboren, nicht selbst zu den Tätern gehörte, aber vielleicht – und das ist doch die Frage, die wir uns bei allem Bekennen zu „nie wieder“ stellen müssen – doch die „DNA des Verbrechens“ in mir trage.

Können wir Nachgeborenen denn wirklich so sicher sein, wie wir uns im Tausendjährigenreich verhalten hätten? Wären wir begeistert gewesen von nächtlichen Fackelaufmärschen, Lagerfeuerromantik, feurigen Reden? Hätten wir heimlich oder sogar offen eingestimmt in „kauft nicht bei Juden“ (zeigt nicht die Anhängerschaft der BDS-Bewegung gerade in Deutschland, dass dieses Virus immer noch sehr virulent ist?)? Wären wir Zuträger gewesen für die GESTAPO und hätten wir Menschen mit abweichenden Meinungen „gemeldet“, wohl wissend, was Regimegegnern passierte? Oder wären wir abgetaucht in die innere Emigration, stumm geworden, unsichtbar? Hätten wir zu denen gehört, die sich mutig dem Geist des Nationalsozialismus entgegen stellen?

Und diese Person stellt sich hin und lobt unseren Präsidenten, den Repräsentanten des Tätervolkes und doch und gleichzeitig den Präsidenten, der mit den Mullahs kungelt, die Israel vernichten wollen und der sich vor dem Judenmörder Arafat verneigt und hebt die Würde seiner Rede hervor, während sie Netanjahu bezichtigt, den Gedenktag zu kapern!

„Dass Putin und Netanyahu immerhin ihre Auftritte bei der Gedenkveranstaltung in Yad Vashem eklatfrei hinter sich brachten, ändert nichts an diesen Zweifeln.“

Diese Person stellt mit ihrer Wortwahl – und das sicherlich mit voller Absicht – den Ministerpräsidenten Israels in eine Reihe mit den Despoten der Welt und tröpfelt das Gift ihres Hasses zielsicher mit jedem Wort in die unkritischen Ohren ihrer Zuhörer. Es sind Worte wie „immerhin“ oder „Auftritt“ die in diesem Zusammenhang eine suggestive Kraft der Verachtung entfalten. Sabine Müller wählt sie und nutzt sie wie weiland die Journalisten des „Stürmer“, um die unterschwelligen Gefühle zu aktivieren, die den Judenhass befeuerten.

Es macht mich fassungslos, ohnmächtig und beinahe stumm.

Es sind die ekelhaften Kommentare wie dieser, die dem Antisemitismus in Deutschland einen gehörigen Schub verleihen können, weil sie genau das Muster bedienen, das den heutigen Antisemitismus aller Orten aufblühen lässt wie Primeln am ersten Frühlingstag.   „Wir sind doch die Guten. Wir haben aus der Geschichte gelernt, aber  „Seht her, die bösen Juden in Israel versauen uns den schönen Gedenktag, der an unsere unermesslich schrecklichen Taten erinnert, aus denen WIR  gelernt haben, „nie wieder“ zu sagen. Nur die Juden wollen dieses „NIE WIEDER“ einfach nicht mitmachen, die stören unsere feierliche Totenklage.“

Nie, nie, niemals wieder möchte ich eine Rede unserer Politiker zum Holocaustgedenktag hören, solange dieser Kommentar nicht öffentlich, laut und deutlich von den Spitzenpolitikern aller Parteien, von der Kanzlerin, dem Präsidenten und der Ministerriege als schamlos, niederträchtig und zutiefst antisemitisch gebrandmarkt wird.
.
.

******************************************************************************
.
.

E R G Ä N Z U N G

„Unwürdig war dagegen, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten. Wie sie vor der offiziellen Veranstaltung sozusagen ihre eigene politische und erinnerungspolitische Privatparty feierten – mit neuen Verbalattacken gegen Polen und demonstrativ überlangen bilateralen Gesprächen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Präsident Wladimir Putin.
Wie sie die Einweihung eines Denkmals zur Erinnerung an die Belagerung Leningrads gnadenlos überzogen,…“

„Erinnerungspolitische Privatparty“ …. „Erinnerung an die Belagerung Leningrads“
Auch hier eine bewusste Verachtung, schlimmer noch, eine entsetzliche Verharmlosung des Verbrechens, das Deutschlands Wehrmacht an der Bevölkerung Leningrads verübte. Es war ja nicht eine harmlose „Belagerung“, es war ein bewusstes Töten der Leningrader durch Aushungern. Bestialisch geplant und erbarmungslos ausgeführt.
Schlimmer als es Sabine Müller tut, kann man die Geschichte des Mordens kaum zu antirussischen / antiisraelschen Propagandazwecken ausschlachten – und ich wähle den Begriff mit voller Absicht, denn das ist es, eine neuerliche Vernichtung menschlicher Würde, diesmal mit Worten.
Was den Worten folgen kann, hat uns die 12-jährige Geschichte des Tausendjährigenreiches gelehrt.
Was auch immer man über Putins Macht und Diktatur denken und sagen kann, die Blockade Leningrade war ein Verbrechen. Ein Verbrechen von der deutschen Regierung geplant und ausgeübt. Dieses Gedenken an das ungeheure Verbrechens als „erinnerungspolitische Privatparty“ zu bezeichnen, ist eine weitaus größere Schande, ein überaus größeres Vergehen, als es die Verspätung Putins und Netanjahus je sein könnte.

 

 

 

„Ich will, dass das sofort geschieht!“ 21. Januar, 2020

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, Grüne Ideologen, klima, medien, politik.
Tags: , , , , , , , , , ,
2 comments

„Ich will, dass das sofort geschieht!“ sprach die junge Greta vor den Wirtschaftsfachleuten und Politikern in Davos.   ( „An die Zuhörer, die „wichtigsten Führer der Weltwirtschaft“ gerichtet, fordert sie, dass unter anderem sofort alle Investitionen in die Gewinnung fossiler Brennstoffe gestoppt werden. „Wir wollen nicht, dass diese Dinge bis 2050, 2030 oder selbst 2021 erledigt werden. Wir wollen, dass das jetzt geschieht. (Quelle))

Wie ein bockiges kleines Mädchen, das mit seiner Mutter an der Supermarktkasse steht mit den Füssen aufstampft und zornig verlangt, sofort die Gummibärchen zu bekommen, steht Greta da und stellt ihre Forderungen. Die Mutter an der Supermarktkasse ist aber gerade mit der Abwicklung des Einkaufs beschäftigt. Ihr „warte bitte, bis wir zu Hause sind!“ beruhigt das Mädchen aber genauso wenig, wie es Greta gelang, sich zu beruhigen und die Panik zugunsten eines ruhigen Nachdenkens hinter sich zu lassen.

Bei ruhigem Nachdenken hätte die junge Aktivistin, als die sie immer bezeichnet wird, doch auf die Idee kommen können, dass solche gewaltigen Umstellungen in der Energieversorgung, der Wirtschaft, ja sogar in den privaten Haushalten keine „jetzt auf gleich Veranstaltung“ sein kann, dass ein planloses Vorgehen nichts als Chaos hervorbringen würde.

Man kann moderne Volkwirtschaften nicht von heute auf morgen zu einem gänzlich anderen Wirtschaften und Verhalten zwingen, weil wir es nämlich selbst sind, die diesen plötzlichen Umschwung gar nicht leisten könnten, selbst wenn wie es wollten nicht. Wir können nicht alle CO2-Emissionen jetzt und sofort zurückfahren, weder die, die bei der Stromerzeugung notwendigerweise entstehen, noch die, die wir unserer Mobilität gemäß emittieren.

Wir können nicht auf die sichere Energieversorgung durch Kraftwerke verzichten, noch auf die Energie, mit der wir unsere Wohnungen heizen oder unsere Kraftfahrzeuge bewegen, weil unsere Lebensgewohnheiten es bei aller Liebe  nicht hergeben. Millionen Menschen hängen bei ihren täglichen Verrichtungen vom frühen Morgen bis in den späten Abend von  Energie ab, sei es für den morgendlichen Kaffee, die Fahrt zum Arbeitsplatz  oder die Beschäftigung am Feierabend, sei es für die Wärme und Beleuchtung in der Wohnung oder in den Schulen, Krankenhäusern, Fabriken, Büros und  Geschäften. Wir leben in Deutschland in einer Klimazone die es notwendig macht, von Oktober bis Mai  die Innenräume zu heizen. Arbeitgeber fordern eine hohe Mobilität von den Arbeitnehmern, denn nicht jede Wohnung liegt direkt neben dem Arbeitsplatz. Die meisten Arbeitsplätze sind an Werkzeuge und Geräte gebunden, die ohne Strom nicht funktioniere können. Wir selbst sind an warmes Essen gewohnt, an saubere Kleidung, an warmes Wasser zur Körperpflege, an zumindest wöchentliches Duschen, an den Gebrauch von Haushaltsgeräten aller Art – wer benutzt heutzutage keinen Mixer, um Teig zu rühren oder Sahne zu schlagen, in meiner Kindheit war das noch reine Handarbeit -, wer möchte auf Fernsehen, Radio, Computer, Handy oder Smartphone zugunsten des Klimas verzichten? Wem genügen die heimischen Produkte für die Mahlzeiten – also Obst und Gemüse aus regionalem Anbau und ohne den Einsatz von Gewächshäusern? Verzicht auf Kaffee, Tee, Tabak, Schokolade, Erdnüsse, Sojasprossen, Ananas, Orangen, Mandarinen, Tomaten, Paprika und Papaya? Alle diese Dinge müssen aber irgendwie befördert werden, mit Flugzeugen, Schiffen, Zügen, LKWs von den Erzeugern zu den Verbrauchern.

Es ist eine Utopie, den Verzicht SOFORT einzufordern. Selbst Gretas Bahnfahrten erfordern Energie….

Natürlich ist ein Umdenken auch und gerade im Bereich unseres Konsums notwendig. Müssen wir jede neue Mode mitmachen, jeden Monat oder mehrmals im Jahr neue Klamotten anschaffen? Brauchen die Kinder wirklich soviel Spielzeug und muss man unbedingt immer wieder neue elektronische Spielereien für Erwachsene kaufen? Muss man unbedingt alle 6 Wochen zum Friseur oder die neuesten Kosmetikprodukte erwerben, in Fitnessbuden rennen, jeden Schnickschnack und jede neue Masche mitmachen? Brauch man neben der Tageszeitung noch diverse Magazine? Alle paar Jahre neue Möbel, Computer, Fernseher in XXL-Größe?

„Ich will, dass das sofort geschieht!“ richtet sich eben nicht nur an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft. Jeder von uns ist damit gemeint. Ausnahmslos jeder.

Und jeder von uns mag überlegen, was er SOFORT  aufgeben will, was er ohne Not aufgeben kann, welche Umstellung SOFORT möglich ist und welche eine längere Planungsphase benötigt, um nicht im Chaos oder einer Katastrophe zu enden.

Ich fürchte nicht erst seit heute, dass wir mit SOFORT genau die Katastrophe herbei führen, vor der Greta solch unvorstellbar große Angst hat und Angst schürt. In der guten Absicht den Planeten zu retten, könnten wir nämlich allzu leicht unsere Zivilisation zerstören.

Das, was wir Zivilisation nennen, ist doch nur eine äußerst zerbrechliche Hülle über der unbändigen Natur  –  und damit meine ich vor allem die Natur des Menschen….

————————————————————————————————–

Auf das Problem einer sicheren Energieversorgung durch die sogenannten Erneuerbaren will ich hier nicht eingehen, nur zum xten Mal darauf hinweisen, dass Windkraft und Sonne uns nicht in dem von uns bisher  gewohnten Maß versorgen werden, wenn Kohle, Gas und Atom ihr Werk bei uns nicht mehr verrichten werden und auch die Nachbarn nicht mehr großzügig ihre Produkte zur Verfügung stellen, bzw. teuer verkaufen.

Klimahysteriker – irreversibel irre…. 16. Januar, 2020

Posted by Rika in gesellschaft, Grüne Ideologen, hilfe!, klima, medien, politik, presse.
Tags: , , , , , , , , , ,
add a comment

Ich bin eine bekennende Leugnerin des „menschengemacht“ in Zusammenhang mit Klimaveränderung. Und natürlich leugne ich ebenso die aus dem Klimawandel resultierende Klimakatastrophe.

Zwar leugne ich mitnichten den Klimawandel als solchen, wieso sollte ich auch, schließlich wandelt sich das Klima seit dem Anbeginn der Zeit, aber bei „von Menschen verursacht“ setzt mein logisches Denken ein und die Phantasterei aus.  Denn wenn man sich allein die gegenwärtige, weltweite Serie von Vulkanausbrüchen anschaut, so muss man doch zu der Erkenntnis kommen, dass unsere gute alte Erde (und mit ihr das gesamte Planetensystem) keineswegs statisch im Sinne von „‚wir haben fertig‘ würde der Schöpfer sagen“, ist, sondern sich immer noch in einem stetigen Prozess der Entwicklung befindet, einem Prozess, den die Evolutionstheoretiker bekanntermaßen für die gesamte Entstehung unserer vorhandenen Flora und Fauna und sogar für uns Menschen annehmen. Wieso sollte also ausgerechnet das Klima eine nur statische Form haben? Und so wenig wir das Ausbrechen von Vulkanen, die Erschütterungen bei Erdbeben oder die Entstehung von verheerenden Gewittern und NATURkatastrophen beeinflussen können durch die Einführung von Versicherungen oder Steuern, so wenig wird es uns gelingen, den Klimawandeln zu steuern oder sogar aufzuhalten, um einer herbei phantasierten Katastrophe zu entgehen. Das ist meine Grundhaltung zu dem Thema und noch traue ich mich – trotz zu erwartender Proteste im Internet und Freundes- und Familienkreis –  diese Haltung auch laut und deutlich zu vertreten.

Das könnte mir aber in Zukunft zum Verhängnis werden – nicht, dass ich es jetzt schon besonders nett fände, wegen meiner Haltung einem Shitstorm ausgesetzt zu sein. Nein, es erfordert mittlerweile sogar ein bisschen Mut, sich als Menschengemachterklimakatastrophenleugner zu outen.

Doch ginge es nach dem Willen eines gewissen Herrn von Fabeck, so müsste ich in Zukunft für jede „menschengemacht-Leugnung“ oder gar für jede Klimakatastrophenleugnung mit einer hohen Geldstrafe rechnen und im Wiederholungsfall sogar mit einer Gefängnisstrafe, wenn nicht gar mit lebenslanger Verbannung in irgendein Lager…. Das jedenfalls musste ich heute einem Beitrag entnehmen, den ich bei Achgut gelesen habe.

Wer will, kann ihn ja dort an Ort und Stelle nachlesen.

https://www.achgut.com/artikel/verharmlosung_der_klimakatastrophe_muss_straftat_werden

Mir bleibt dazu nur ein kommentierender und hier nun auch veröffentlichter Gedanke:

Die Klimahysteriker sind irreversibel irre. Man muss vor ihnen warnen. Dringend.

 

Vom Faktencheck zum Meinungsterror… 15. Januar, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, medien, meinungsbild, politik, presse.
Tags: , , , , , , , ,
1 comment so far

Eigentlich ist die Installation einer schnellen Einsatztruppe zur Verhinderung von missbräuchlichen Informationen im Internet ja eine gute Idee, eigentlich.

Um die Nutzer des Internet vor Falschaussagen und irreführenden –  aber als Tatsache verkauften –  Informationen zu schützen, wurde der „Faktencheck“ eingeführt, von höchster politischer Ebene gut geheißen und gefördert.

Das Recherche-Team „Correctiv“ übernahm diese ehrenvolle Aufgabe und fördert seither alle „Nicht-Fakten“ zutage,deren sie habhaft werden können und stellt sie öffentlich an den Pranger.  Eigentlich – wieder ist  dieses Wort sehr angebracht – eigentlich könnte das eine gute Sache sein, würde der Faktencheck grundsätzlich bei allen großen Blogs und Internetmedien angewandt. Bei näherer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass die Faktenchecker vor allen Dingen akribisch auf den als  „Rechts“ vermuteten, georteten,befindlichen oder zumindest so angesehenen Seiten unterwegs sind, um ein wachsames Auge darauf zu haben, dass der allgemein gültigen Meinung der im eher linken Spektrum angesiedelten Meinungsbildner kein Wind entgegen bläst in Form  der vom Mainstream der regierungsnahen Veröffentlichungen abweichenden  Informationen, Artikel und Berichte.

Es geht – so scheint es mir – im Kampf für die Wahrheit weniger um die Fakten, als vielmehr darum, die Deutungshoheit der politisch relevanten Themen nicht an „Rechte“ oder vermeintlich Rechte zu verlieren. Dabei wird jede noch so kleine Möglichkeit genutzt, die Glaubwürdigkeit der als „Rechts“ bezeichneten und damit gebrandmarkten Internetmedien infrage zu stellen.

Zu den von Correctiv dem rechten Spektrum zugeordneten Blogs und Medien gehört u.a. auch „Tichys Einblick“ (T.E.).  Roland Tichy gehört zu denjenigen Journalisten, die auch aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation kritisch Stellung nehmen zu wirtschaftspolitischen Fragen.
Eng mit wirtschaftspolitischen Themen ist logischerweise auch die Debatte um die Auswirkungen des Klimawandels verbunden. Roland Tichy macht in seinen Beiträgen keinen Hehl daraus, dass er den Faktor „menschengemacht“ für zu gering erachtet, um die gewaltigen wirtschaftlichen Folgegekosten zu rechtfertigen, die nicht nur der Umbau der Energieversorgung in Deutschland, sondern in dessen Folge auch die Umstrukturierung der gesamten deutschen Industrie jetzt schon mit sich bringt und  auch weiter bringen wird. So verwundert es nicht, dass mit diesem, dem politischen Credo der Grünen und linksgerichteten Politiker und Journalisten entgegen stehenden Standpunkt, die spezielle Aufmerksamkeit der Wahrheitswächter, genannt „Faktenchecker“,  erregt wurde.  Ich erspare es mir, den gesamten konfliktträchtigen Verlauf der Auseinandersetzungen vor Gericht zwischen Correctiv und T.E. zu schildern. Die Suchmaschine wird hinreichend Auskunft dazu geben können.

Gestern las ich bei Facebook die triumphale  Berichterstattung des Rechercheteams von Correctiv  bei Gericht den Sieg davon getragen zu haben. Ich setzte,  ob der Wortwahl der Mitteilung wegen, einen Kommentar ab, in dem ich mein Bedauern darüber ausdrückte, dass damit der Meinungsfreiheit unabhängiger Journalisten ein Bärendienst erwiesen sei und heute doch weder Schnüffeldienste noch Stasimethoden tatsächlich notwendig seien.

Wie nicht anders zu erwarten, meldeten sich etliche, Correctiv nahestehende, Kommentatoren zu Wort, um mich umgehend in meine Schranken zu verweisen. Dies jedoch nicht mit sachbezogenen Beiträgen und Belegen für die Notwendigkeit Faktenchecks durchzuführen oder gar für die Rechtfertigung des ergangenen Urteils, nein, die Herren und Damen wurden sofort sehr persönlich und übten sich in möglichst beleidigenden Erwiderungen. Ich gebe zu, dass der Begriff „Stasimethoden“ sehr geeignet ist, die sich auf der Seite der Guten Glaubenden zu triggern und so die Wut und Verachtung der Person gegenüber, die diesen Ausdruck gebraucht und jede Form der Beleidigung als gerechtfertigt anzusehen.

Dass sie damit aber mit ihrem Verhalten genau eben diesem Ausdruck entsprechen, entgeht den Leuten an der Tastatur vollkommen:

Sie machen andere klein, sprechen ihnen jedes Urteilsvermögen ab, beschimpfen und beleidigen, kommentieren gegen eine Person und nicht im Sinne einer Sache, verunglimpfen und schüchtern ein. Am Ende der „Diskussion“, die ich auf diese unerquickliche Weise erlebte, empfand ich so viel an Hass der mir entgegen schlug, dass ich es nicht  länger ertragen wollte und konnte und meinen ersten Kommentar löschte  und damit auch den gesamten Diskussionsverlauf.

Im Nachdenken darüber ist mir aber klar geworden, dass mein Wegtauchen, mein „aus-dem-Wege-gehen“ aber genau das Verhalten ist, das denjenigen die Deutungshoheit über zeitrelevante Themen überlässt, die am lautesten auftreten, die pöbeln und andere Meinungen nicht zulassen und damit dazu beitragen, die Meinungsfreiheit in  diesem Land auf kaltem Weg zu beschneiden.

Es ist nicht die Politik, die gezielt die Freiheit der öffentlichen Rede beschneidet, es sind die Handlanger, unkritischen Unterstützer  und Zuträger der mit der Wahrung der Wahrheit beauftragten  Faktenchecker.

Denen will ich nicht das Feld überlassen.

 

Die Heiligen Drei Könige…. 5. Januar, 2020

Posted by Rika in asyl, aus meinem kramladen, flüchtlinge, gesellschaft, medien, meditatives, politik.
Tags: , , , , , , , , ,
add a comment

„Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: „Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“ Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und ganz Jerusalem mit ihm; und er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich bei ihnen, wo denn der Christus geboren werden solle. Sie aber sagten ihm: Zu Bethlehem in Judäa, denn so steht durch den Propheten geschrieben: „Und du, Bethlehem, Land Juda, du bist keineswegs die Geringste unter den Fürsten Judas, denn aus dir wird ein Führer hervorkommen, der mein Volk Israel hüten wird.

Nachlesen kann man diese Geschichte (und das, was auf diese Verse folgt) im Evangelium des Matthäus, Kapitel 2, Vers 1 ff.

Soviel sei den Bibelunkundigen noch verraten: Herodes fürchtete um seine Macht und ließ alle  Knaben bis zum Alter von 2 Jahren töten. Josef, der irdische Vater Jesu, hatte aber eine nächtliche Mahnung erhalten und war rechtzeitig mit Maria und dem neugeborenen Kind nach Ägypten geflohen.

Irgendwann und irgendwie setzte aber die Legendenbildung ein und aus den Weisen oder Sterndeutern wurden Könige.  Selbstverständlich waren diese Männer nicht einfache „Weise aus dem Morgenland“, wie es in ihrer Selbstauskunft noch heißt, nein, sie wurden von der Katholischen Kirche  nicht nur in den Adelsstand und zu Königen erhoben, sondern auch zugleich zu Heiligen erklärt. Als evangelisch-freikirchliche Christin ist mir die Heiligenverehrung nicht so ganz geläufig, ich würde eher sagen, sie ist mir suspekt. Aber ich verstehe, dass die Menschen damals wie heute Vorbilder brauchen, an denen sie sich orientieren und von denen sie sich auf magische Weise Hilfe versprechen. „Meine Hilfe kommt von dem  HERRN,  der Himmel und Erde gemacht hat“, wie es im Psalm 121 heißt, reicht da wohl nicht ganz aus, es müssen Heilige her und nach Möglichkeit auch noch irgendwelche Hinterlassenschaften dieser Edlen, die man ansehen oder sogar berühren kann, um die Magie perfekt zu machen. (Das ist heute immer noch so…. wenn ich nur daran denke, wie manche Klamotten, die große Stars getragen hatten, Reliquien gleich  verehrt werden…)

Doch zurück zu den Heiligen Drei Königen.

Morgen ist der Feiertag der Heiligen. Ihnen zu Ehren werden Gottesdienste gefeiert, in den Kirchen werden die Weihnachtskrippen mit den entsprechenden Figuren von Caspar, Melchior und Balthasar bestückt und Kinder ziehen als Sternsinger gewandet von Tür zu Tür, bitten um eine Spende für Hilfsbedürftige in  aller Welt und der sie begleitende Erwachsene gibt dem Haus, der Familie, die die Sternsinger aufgenommen haben, den Segen für das ganze Jahr.

Diese Aktion finde ich – obwohl ich nicht katholisch bin – wirklich ganz hervorragend. Und so ein bisschen beneide ich meine katholische Freundin um das Segenszeichen, das während des ganzen Jahres an ihrer Haustür sichtbar ist. Wir nüchternen Evangelen haben leider nicht nur keine prunkvollen Messen, unsere (freikirchlichen) Pastoren sehen eher wie „du und ich“ aus, wir haben auch wenig genug an „Greifbarem“ an dem wir uns in schweren Zeiten der seelisch-geistlichen Not im wahrsten Sinne des Worte festhalten können… keinen Rosenkranz und keinen Herrgottswinkel im Haus.

Das ist manchmal wirklich sehr karg.

Solchermaßen, aber höchst ungewohnt  karg mag auch manchem Kirchenbesucher in diversen Kirchen Deutschlands heute die Weihnachtskrippe vorgekommen sein. Wie evangelisch-de berichtet, hat nämlich ein „Künstlerkollektiv“ in zahlreichen Kirchen die Heiligen Drei Könige geklaut, um der Verlautbarung nach gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik zu protestieren.

„Die Aktion solle „aufrütteln und das Thema Lagerunterbringung neu in die gesellschaftliche Diskussion einbringen“, erklären die Aktivisten des Künstlerkollektivs.

„Die EU-Abschottungspolitik habe verhindert, dass die beiden Könige das neugeborene Flüchtlingskind Jesus von Nazareth begrüßen können, heißt es in dem Schreiben weiter. Ein König sitze im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fest. Die Situation dort sei eine humanitäre Katastrophe, die Menschen hungerten und seien kaum vor Kälte und Regen geschützt. Ein weiterer König werde im sogenannten Ankerzentrum im bayerischen Deggendorf festgehalten. Sein Ersuchen, den Messias mit Geschenken zu begrüßen, werde „als offensichtlich unbegründet abgelehnt“. Zur effektiveren Durchsetzung seiner Abschiebung dürfe er den Landkreis nicht verlassen, heißt es.“

Nun geistern also nicht mehr nur Maria und Josef mit dem Kinde durch die heutige Welt auf der Suche nach einer Flüchtlingsunterkunft, wie man  es in manchen frömmelnden Geschichten lesen konnte, nein, auch die Könige sind offenbar als Wiedergänger der heiligen Drei unterwegs und sitzen im Lager fest.

Das ist ja nun jammerschade. Gewiss hätte sich die Heilige Familie mit dem Kinde über den Besuch der königlichen Heiligen sehr gefreut und natürlich auch über deren Geschenke, die man sicher in kargen Zeiten sehr gut hätte gebrauchen können. Leider ist der heutige Aufenthaltsort der Heiligen Familie aber ebenso unklar wie das Herkunftsland der Könige… damals hieß es ja schlicht, sie seien aus dem Morgenland gekommen. Das könnte heute Syrien sein oder Irak oder der Iran.

NEIN!

Der Iran kann es ganz gewiss heutzutage nicht sein. Das hätte Soleimani mit Sicherheit nicht geduldet, dass sich Männer aufmachen, um den Juden in Bethlehem oder in irgendeinem anderen Ort des von den Mullahs verfluchten Gebildes richtige Geschenke zu bringen, also solche, die wir unter Geschenk verstehen. Soleimanis „Geschenke“ waren Raketen auf israelische Kinder, Terrorangriffe im Jemen, blutiger Terror von Boko Haram, vorzugsweise gegen Christen, die Aufrüstung der Hisbollah zur baldmöglichen Vernichtung Israels, die Unterstützung der Hamas…. https://www.welt.de/politik/ausland/article204727820/Iran-Trump-zu-Soleimani-Haette-vor-vielen-Jahren-getoetet-werden-sollen.html
Lauter Geschenke, die weder die heilige jüdische Familie von damals erfreut hätten, noch die Juden und Israelis von heute. Zum Glück wurde dem Burschen nun das Handwerk gelegt, ausgerechnet von einem Präsidenten, der seit seiner Wahl mit Spott, Häme, Beleidigungen und Verachtung der versammelten deutschen Politikerelite und deren treu ergebener Presse überschüttet wird.

Aber ich schweife ab.

Es geht ja um die entwendeten Könige.

Bei evangelisch.de wird die Aktion sehr wohlwollend berichtet. Mein etwas despektierlich anmutender Kommentar, den ich bei Facebook-evangelisch.de abgab und in dem ich behauptete, es seien doch wohl eher Kriminelle am Werk gewesen (ich halte Diebstahl generell für kriminell) wurde entrüstet zurückgewiesen. Man machte mich freundlich darauf aufmerksam, dass die Künstlerkollektivisten doch den Gemeinden zugesichert hätten, die Heiligen Könige gut zu behandeln und nach einer angemessenen Frist auch wieder zurück zu geben.

Heutzutage muss es wohl immer um eine richtig spektakuläre Aktion gehen, um auf sich aufmerksam zu machen. Da reicht kein Spendenaufruf.  Da muss eine Anlandung in einem Hafen mit Gewalt erzwungen werden, oder die Asche jüdischer Opfer des Holocaust entgegen aller  geltenden Regeln der Totenruhe aufgeklaubt und in einer Stele ausgestellt werden oder eben nun – zwar etwas harmloser –  aber im gleichen falsch verstandenen Widerstandskampf gegen was auch immer Heiligenfiguren entwendet werden.

Vielleicht, so denke ich, hätte man aber auch öffentlich Herrn Kardinal Wölki um eine sehr großzügige Spende für die im Lager festsitzenden Könige und deren Mitleidenden bitten können. Schließlich hat Herr Wölki doch auch schon mal ein Boot vor dem Dom zur Mahnung aufstellen lassen. Vor dem Hohen Dom zu Köln nämlich, in dem sich Teile der Gebeine der Heiligen Drei Könige als Reliquie befinden.

Es ist vermutlich nicht nett von mir, wenn ich dezent darauf hinweise, dass wohl nicht nur früher diese Reliquien der Kirche und damit auch der Stadt Köln jährlich ein hübsches Sümmchen an Pilgergeldern beschert haben….

Gehört dein Bauch wirklich dir….? 4. Januar, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, eltern, familie, familienpolitik, frauen, gesellschaft, Kinder - Famile, mütter, mord, politik, väter.
Tags: , , , , , , , , , , , ,
1 comment so far

„Mein Bauch gehört mir!“

Mit dieser Parole warben prominente Frauen zu Beginn der 70er Jahre für die Löschung des Paragraphen 218, der Abtreibung unter Strafe stellt. Abtreibung, so behaupteten sie, sei das natürliche Recht der Frau, darüber zu entscheiden, ob sie Mutter werden wolle oder eben nicht. Damals, zu Beginn dieser Debatte, hatte ich durchaus Sympathien für die Haltung der Frauen. Es war die Zeit der vielen Diskussionen über Feminismus und Emanzipation, und als junge Frau wollte ich natürlich auch eine moderne und aufgeschlossene Frau sein. Ich habe heftig mit diskutiert im Freundes- und Familienkreis.

Dann beschlossen mein Mann und ich eine Familie zu gründen. Ich wurde  schwanger und wir bekamen unser erstes Kind, einen kleinen Sohn. Drei Geschwister kamen im Laufe der nächsten sieben Jahre hinzu, allesamt sehr erwünscht. Alle wunderbare Kinder – wunderbare Menschen auch heute.

Damit veränderte sich meine Haltung zu Abtreibungen deutlich, zumal die moderne Medizin doch Mittel und Wege bereit stellt, eine Schwangerschaft zu verhüten. Abtreibung als Mittel der „Verhütung“ ein Kind zu bekommen ist die perverseste Abkehr von allen ethischen Grundlagen, die das Menschsein ausmachen.  Natürlich muss es Ausnahmen geben, etwa wenn eine Frau durch ein Gewaltverbrechen schwanger wird und sie sich außerstande sieht – und auch außerstande ist – das Kind dieses Verbrechens auszutragen und zu gebären. Da geht Barmherzigkeit vor Recht und Gesetz.

Heute aber werden durch die „Legalisierung“ des 218 (Abtreibung ist immer noch ein Straftatbestand, die Strafe wird jedoch ausgesetzt)  jährlich allein in Deutschland über 100 000 Kinder im Mutterleib getötet, darunter viele Kinder, die durch die Frühdiagnostik als „behindert“ aussortiert werden – oftmals mit dem ausdrücklichen Zuspruch durch die behandelnden Ärzte. Unsere Gesellschaft erlaubt es sich, im Laufe von nur 10 Jahren mehr als eine Million Menschen das Recht auf Leben abzusprechen und zu töten. Gleichzeitig jammern die Politiker, die diesem Wahnsinn zustimmen, darüber, dass unsere Gesellschaft überaltert und deshalb darauf angewiesen sei, Menschen zu importieren, etwa nach dem gleichen Muster des Denkens, dass man Nahrungsmittel, die in unseren Breiten nicht natürlicherweise wachsen und gedeihen, ja auch einführt, egal woher und zu welchen Bedingungen. Wir haben uns alle an dieses global mögliche „Mehr an Gütern“ längst gewöhnt… ich auch.
Die in diesen Tagen wieder heftig geführte Diskussion um das Recht von Gynäkologen für die Möglichkeit zu werben, in ihrer Praxis eine  Abtreibung vornehmen zu lassen, zeigt, wie virulent nach wie vor die Frage danach ist, wer letztendlich über Leben und Tod entscheidet. Kann man dieses Recht tatsächlich „nur“ der Frau zubilligen, die kein Kind bekommen will oder hat nicht auch das noch ungeborene Kind ein verbrieftes Recht auf Leben?

Heute las ich bei Facebook einen Artikel von Andreas Laun in „Die Tagespost“ zum Thema Abtreibung. Er ist deutlich, streckenweise ungemein schmerzhaft in seiner Ausdrucksweise, und er bringt auch das zum Ausdruck, was mich selber umtreibt.

Ich kopiere den Artikel in voller Länge hierher, weil ich ihn sehr, sehr wichtig und gut finde und weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Links im Laufe der Jahre nicht mehr funktionieren und ein Text, auf den ich mich in meinem Kommentar beziehe, plötzlich nicht mehr auffindbar ist.

Hier nun der Text im vollem Umfang:

Warum die Kirche Zeichen setzen muss gegen den Brudermord der Abtreibung.

Mit Kain hat jener Blutstrom begonnen, der seither durch die Weltgeschichte fließt, schäumend und die Täter berauschend. Namen und historische Ereignisse bilden seine Seitenarme: Sie erinnern an Dschingis Khan, an die islamischen Eroberungen ab dem 7. Jahrhundert, an die chinesische Kulturrevolution, an die Genozide an den Armeniern, in Kambodscha und Ruanda, an die Menschenopfer der Azteken, an zwei Weltkriege, an Hitlers Shoa und Stalins Archipel Gulag.
„Gott ist tot, wir haben ihn getötet“, schrieb Friedrich Nietzsche. Brudermord und Gottesmord setzen sich fort in der Geschichte, in einer immer radikaleren Gottlosigkeit der modernen, westlichen Welt, die Gott heute in seinen Geboten, in seiner Offenbarung, in seiner Schöpfung bekämpft. Papst Benedikt XVI. deutete den Holocaust als Versuch, mit dem jüdischen Volk auch seinen Gott und seine Ordnung auszulöschen. Im Anschluss daran formuliert Kardinal Robert Sarah „das größte Verbrechen der modernen Geschichte: Der Hass und der Wille, das jüdische Volks auszumerzen, ist ein Gräuel. Lag alldem nicht der Plan zugrunde, Gott zu töten, indem man das Volk auslöschte, das so viele Jahrhunderte hindurch die Erinnerung an Seinen Bund weitergeben hat.“ Während man Tötungsprogramme in größter Ähnlichkeit zu Diktaturen entwickelt, versucht man den Tod zu besiegen durch wissenschaftliche Projekte. Gleichzeitig organisiert und legalisiert man das Morden und Sterben.
„Blutrausch macht noch süchtiger
als Alkohol und andere Drogen“
Nach den beiden Weltkriegen hätte man annehmen können, die Menschen würden unter dem Eindruck des Erlebten nie wieder Kriege führen. Es kam anders: Viele Kriege wurden seit 1945 geführt, blutig und grausam wie eh und je. Man rüstet weiter und entwickelt trotz Hiroshima und Nagasaki sogar in armen Ländern Atomwaffen. Blutrausch macht noch süchtiger als Alkohol und andere Drogen.
1973 begann das nächste Blutbad, den Zahlen nach größer als alles was es gab, unter dem Schutz und Druck von Heuchelei und legitimierter Lüge. Es begann in den USA mit dem Grundsatzurteil „Roe versus Wade“, durch das in den USA Abtreibung legitimiert wurde. Mittlerweile folgen fast alle Staaten der Welt den Amerikanern, auch unter Druck und mit Hilfe von unbeschreiblich viel Geld. Wenn Gott nicht existiert, lebt der Mensch in einem Vakuum, weil es dann auch keine Ordnung gibt, die nicht der Mensch selbst macht und machen kann. Dann gibt es kein Naturrecht, also kein Recht, das sich aus der von Gott geschaffenen Natur erkennen lässt. Dann gibt es nur menschengemachte Gesetze und Autoritäten. Daraus folgt dann aber, dass der Staat Abtreibung straffrei erklären kann. Eine rechtspositivistische Sicht führte dazu, dass jedes Jahr Millionen von Kindern weltweit ermordet werden. Und dazu, dass arme Länder gedrängt oder erpresst werden, ebenfalls liberale Abtreibungsgesetze zu erlassen. Inzwischen hört man von Veränderungen der Lage, in manchen US-Bundesstaaten wird Abtreibung erneut verboten. So war in der „Tagespost“ zu lesen: „Die Abtreibungslobby hat keine Zukunft, weder in Deutschland noch irgendwo sonst. Und sie weiß es auch oder ahnt es mindestens längst.“ Es wird ein Erwachen kommen, davon bin ich überzeugt. Wir alle werden wie Macbeth rufen: „Zu wissen, dass ich ’s tat. Besser von mir selbst nichts zu wissen!“ Es wird ein bitteres Erwachen sein.
Verlogene Begriffe sollen das Gewissen betäuben
Unsere Zeit hat die Globalisierung des Abtreibungsmordes hervorgebracht. Die Welt betäubt ihr Gewissen immer noch beharrlich, durch verlogene Begriffe wie Unterbrechung, Fleischklumpen, Befreiung der Frau. Die Argumente für Abtreibung sind einfach zu widerlegen, doch die Welt, die so viele Rätsel des Universums gelöst hat, stellt sich dumm. Der Geist der großen und kleineren Mörder lebt weiter und mordet ohne Unterlass. Während man die Erinnerung an den Holocaust wach hält, geht der neue große Mord an den ungeborenen Kindern weiter und weiter. Ihren Müttern will man verbieten zu leiden – an ihrer Erinnerung an das, was sie getan haben und nicht vergessen können.
Bezeichnend, dass es bei der Europawahl kaum ein Politiker wagte, das Thema anzusprechen. Sicherlich, es gibt Politiker in allen Ländern, die gemäß dem Naturrecht, das Gott allen Menschen ins Herz geschrieben hat, denken und auch handeln würden, wenn es ihnen möglich wäre. Aber die Mehrheit tut nicht einmal das, was möglich wäre. Offenbar hat niemand von den mächtigen und einflussreichen Leuten Vladimir Palkos Buch „Die Löwen kommen“ gelesen, über die Feigheit und Blindheit der angeblich christlichen Politiker, die sich bei jeder Gelegenheit zur Rechtsstaatlichkeit bekennen, ohne zu wissen, dass es Rechststaatlichkeit nur gibt, wenn das Naturrecht anerkannt wird. Alle schweigen, wenn etwa eine Hebamme in Norwegen gekündigt wird und keine andere Anstellung erhält, weil sie sich weigert, einer Abtreibung zu assistieren.
Wenn Europa einmal erwacht, muss es sich von der teuflischen Irrlehre befreien, dass die Mehrheit in jedem Fall Recht schaffen kann. Gegen das Massenphänomen Abtreibung steht die jüdisch-christliche Kulturgeschichte Europas. In Goethes „Faust“, einem Hauptwerk der deutschen Literaturgeschichte, spielt Abtreibung eine zentrale Rolle: Gretchen treibt ab und begeht aus der Sicht Goethes damit ein Verbrechen.
„Wie ist es möglich, so viele Frauen zur
Überzeugung zu bringen, sie hätten ein Recht,
ihr eigenes Kind töten zu lassen?“
Wie ist es möglich, so viele Frauen zur Überzeugung zu bringen, sie hätten ein Recht, ihr eigenes Kind töten zu lassen? Bei fast allen Tieren verteidigen die Mütter ihre Jungen sogar dann, wenn sie dabei ihr Leben riskieren. Abtreibung ist gegen den Urinstinkt alles Weiblichen, sogar im Reich der Tiere. In einer Welt, in der der Mensch selbst weithin für ein Tier gehalten wird, sollte es nicht beleidigend sein, an diese Beobachtung zu erinnern: Auch Tiermütter verteidigen ihre Jungen, in vielen Fällen gegen ihre Väter oder fremde Männer. Mit dem Gottesmord und den aus ihm folgenden Morden steht Europa am Abgrund. Es ist im Begriff, Selbstmord zu begehen. Angesichts des globalisierten Abtreibungsmords und seiner Folgen müssten die Befürworter und Täter mit Macbeth rufen: „Wir haben den Schlaf, den unschuldigen Schlaf ermordet.“ Und: „Nicht das Wasser eines Ozeans kann das Blut von unseren Händen waschen.“ Oder auch mit Lady Macbeth: „Noch immer riecht es hier nach Blut.“ Ja, das tut es in Folge der tabuisierten Abtreibungen.
Wir Christen bräuchten für uns und die ganze Welt dringend eine Weltsynode über Kain und Abel: einen gemeinsamen Schrei der Kirche. Und viele Ladys Macbeth, die auf der Bühne der Welt weinen, weil sich das Blut an ihren Händen nicht abwaschen lässt – höchstens durch den Beichtpriester, wie Shakespeare wusste. Man sollte die Stimmen von Papst Johannes Paul II. und von Mutter Teresa hörbar machen. Die Heilige von Kalkutta sagte: „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß töten kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch?“
Europas Bischöfe sollten eine unübersehbare Demonstration planen
Alle Bischöfe Europas sollten eine gemeinsame Demonstration planen, ein Zeichen, das man nicht übersehen kann und das auch in den Medien nicht vertuscht werden kann. Die Kirche sollte akribisch suchen nach den Lecks, durch die die Ideologie des Tötens auch in kirchliche Strukturen eingedrungen ist. Man müsste dies ebenso aufdecken wie die Missbrauchsfälle. Man darf auch hier nichts vertuschen, denn Abtreibung ist der schlimmste Missbrauch eines Kindes. Abtreibung zu „entkriminalisieren“, als ob man ein Verbrechen durch ein Gesetz zu einer guten Tat machen könnte, müsste als unannehmbar gebrandmarkt werden.
Vielleicht ist auch bei vielen Christen, die Abtreibung eigentlich ablehnen, der Gedanke Macbeths eingedrungen: „Zu meinem Vorteil muss sich alles fügen. Ich bin einmal so tief in Blut gestiegen, dass, wollt ich nun im Waten stillstehen, Rückkehr so schwierig wär als durchzugehen.“ Als Christen können wir hinzufügen: Jesus ist durchgegangen, aber nicht als Täter, sondern als Opfer für alle!

 

Ich denke, dass ich dem nichts hinzufügen muss oder sollte.

Die Schönfärberei des NDR 3. Januar, 2020

Posted by Rika in atomabkommen, gesellschaft, hamas, iran, islam, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , ,
add a comment

Ich sitze vor meinem Bügelbrett und versuche, den über die Feiertage angefallenen Wäscheberg zu „verarbeiten“…. legen, bügeln und so fort.

Das Radio dudelt… die Moderatoren des NDR1 versuchen meine Bügellaune mit neckischen Spielchen (Die Entenjagd) und lustigen Übergängen von einer Dudelei zur nächsten zu heben. Ich mag nämlich nicht in lautloser Stille bügeln und seit ich mit dem Deutschlandfunk wegen seiner unsäglichen Propagandasendungen gebrochen habe, höre ich halt die Dudelei des NDR. Meistens ist das ja auch ganz nett.

Heute muss sich aber die eigentlich fürs Regionale zuständige Redaktion auch um das Weltgeschehen kümmern, ich ahnte zwar schon, dass es bei dem Thema „Tötung eines iranischen hohen Militärs“ nicht ohne Seitenhiebe gegen die USA so ganz allgemein und Trump so ganz speziell abgehen würde und machte mich schon auf die den Blutdruck steigernden Worthülsen gefasst, aber was dann folgte, machte mich doch nahezu sprachlos. Ein als Experte für Ägypten und Nahost einbestellter Reporter antwortete auf die Frage nach der Bedeutung Soleimanis für den Iran, dieser – also Soleimani – sei für die Al-Quds-Brigaden zuständig gewesen und deren Aufgabe bestünde darin, zu befreundeten Milizen und Kontakt zu halten, sie zu unterstützen und bei weltweiten Operationen zu helfen. So wahr, so schlimm.

Wer nun aber glaubt, allein diese Auflistung hätte irgendeine kritische Äußerung des Reporttierenden nach sich gezogen, irrt gewaltig.

Der Mann brachte es fertig, die Verbindung der Al-Quds-Brigaden zu Boko Haram, Hisbollah und den im Jemen operierenden terroristischen Rebellen zu benennen OHNE auf deren auschließlich terroristischen Charakter und Auftrag hinzuweisen.

Da verschlug es mir dann doch die Sprache und ich musste erst einmal mein Bügelbrett im stich lassen, um diese Ungeheuerlichkeit aufzuschreiben….

Und natürlich vergaß der Experte auch nicht, einzig und allein Donald Trump zu beschuldigen, im Nahen Osten die Kriegsgefahr zu schüren….

War da denn nicht noch was?

„Lücken“ und „Lügen“ geschickt platziert zwischen schönen Oldies der amerikanischen Hitparade…. Das hat doch was.

Und nun zurück ins Bügelzimmer…..

NACHTRAG
Möglicherweise ist einigen Verantwortlichen des NDR ein Licht aufgegangen, jedenfalls sendete NDR1 später einen Kommentar, der sehr deutlich machte, dass Soleimani „sehr viel Blut an den Händen klebt“, wie der Kommentator sagte.

 

Ich war nie gut in Geografie… 2. Januar, 2020

Posted by Rika in klima, medien, politik.
Tags: , , , , , , , ,
add a comment

Ich war leider nie gut in Geografie. Zwar hatte ich keine Mühe, mir die diversen Informationen zu merken, aber ganz offensichtlich ließ mich mein visuelles Gedächtnis immer dann im Stich wenn es darum ging, Städte, Flüsse, Berge oder ähnliche geografische Fixpunkte zielgenau auf einer Landkarte zu orten.

Ich hatte immer nur eine ziemlich ungenaue Vorstellung davon, wo beispielsweise Bayreuth in Deutschland liegt oder wo genau sich Burkina Faso befindet.

Ähnlich ergeht es mir auch mit Spitzbergen. Ich weiß nur, dass diese Inselgruppe irgendwo weit nördlich von Hannover und jenseits des Nordpolarkreises im Nordmeer liegt. So bin ich natürlich sehr dankbar für alle Informationen, die meine Wissenslücken irgendwie schließen oder zumindest verkleinern.

Gestern zum Beispiel blieb ich beim Zappen durch die Programme bei einer sehr sehenswerten Sendung über Reisende auf großen und auch kleinen Schiffen im Nordmeer hängen. Die Reisegruppe machte nämlich einen Besuch auf Spitzbergen. Und die Stimme aus dem Off erzählte mir, dass wegen des Klimawandels Spitzbergen nun nicht mehr dauerhaft schneebedeckt sei… wie vielleicht noch vor 30 Jahren, eine Zeitangabe  fehlte nämlich, die wäre aber meiner Meinung nach doch notwendig gewesen.

Mehr intuitiv als vom bewussten Wissen gesteuert, wollte ich dieser Off-Stimme nicht glauben. Irgendetwas stimmte nicht an der Geschichte.

Heute Morgen, noch im Aufwachen, fiel es mir wieder ein: Nonnengänse!

Vor Jahren hatte ich einen Film über Nonnengänse gesehen, die im Sommer ihre – für unsere Verhältnisse – öden Brutplätze in Spitzbergen aufsuchen, um dort ihr Jungen auszubrüten und aufzuziehen. Die jungen Nonnengänse müssen sich in der kurzen Vegetationszeit soviel Fett anfressen, dass sie die strapaziöse Flugreise über tausende Kilometer zurück in ihre Winterquartiere überhaupt schaffen. Wie, so dachte ich heute Morgen, können junge Nonnengänse aber auf den total verschneiten Inseln Spitzbergens überhaupt genug Fressbares finden und wie dumm wäre es von Mutter Natur, die Entenvögel noch dazu mit einem Instinkt auszurüsten, der sie in unwirtliches Gelände führt, um ausgerechnet da ihre Jungen aufzuziehen?

Ich hatte im Herbst riesige Schwärme von Nonnengänsen beobachtet, die auf dem Nachbarfeld unserer Wiese sich den notwendigen Reiseproviant für ihren Weg zurück ins Winterquartier in die wärmeren Gebieten Europas anfutterten. Die Nönnchen blieben 3 – 4 Tage, dann war das Feld abgegrast und die Gänse verschwunden. Ich hatte mit Interesse die Tiere beobachtet und im Internet nähere Informationen über sie gesucht und auch gefunden.

Hier zum Beispiel, der wunderschönen Fotos wegen … und auch hier, da die Informationen sehr gut sind.

Die Nonnengänse und Spitzbergen ließen mir heute Morgen  keine Ruhe.

Besser gesagt, die Informationspolitik des Bildungsfernsehens ließ und lässt mir keine Ruhe. Es ist die verkürzte Darstellung eines Sachverhaltes zur Befeuerung einer ganz bestimmten, ideologisch bevorzugten Theorie, die mich irritiert.  So wie die Stimme aus dem Off berichtete, muss man davon ausgehen, dass Spitzbergen erst seit wenigen Jahren im Sommer eisfreie Küstenzonen hat und natürlich wird das – wie sollte es auch anders sein – mit dem menschengemachten Klimawandel in Beziehung gebracht. Aber so sind die realen Verhältnisse nun einmal nicht. Mit ein wenig mehr Bewusstsein für „Wahrheit“ hätte der Off-Mann darauf hinweisen können, dass es in der langen Geschichte Spitzbergens sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen gab und der Wandel, den wir heute registrieren, seit ewigen Zeiten vonstatten geht.

Das ist doch nicht zu viel verlangt, oder doch?

 

 ERGÄNZUNG
Man könnte mich angesichts dieses kurzen Statements für kleinkariert halten, aber es ist genau diese Methode der Halbwahrheiten und Weglassungen in den allgemeinen Sendungen wie in den Nachrichtenportalen, die mein bisher großes Vertrauen in die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien zunichte gemacht haben. Viel zu viele Beispiele unlauterer Berichte, nebulöser Behauptungen ließen sukzessive meinen Glauben an sachlich richtige Informationen schwinden. Es ist nichts mehr von ihm geblieben.

%d Bloggern gefällt das: