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Trump hat einen Plan und das ZDF die „richtige“ Meinung 29. Januar, 2020

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, HOLOCAUST, iran, israel, israelkritik, medien, meine persönliche presseschau, mord, plo, politik, terrorismus.
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Gestern lief im ZDF der sehr bemerkenswerter Film mit dem Titel „Ein Tag in Auschwitz„.

Anhand eines Fotoalbums, das von dem „Fotographen in Auschwitz“ eigens zur Dokumentation der „tadellosen Abwicklung“ eines Transportes  (hier ungarischer Juden)  angelegt war, wurden die Stationen nachgezeichnet, die die Unglücklichen bis zu ihrem Ende durchlaufen mussten. Die Ankunft in Auschwitz – Birkenau, der „Empfang“ an der Rampe, die Einteilung der Menschen in die Gruppen, die sofort der Gaskammer zugeführt wurden und die, die in das Arbeitslager kamen. Der Historiker, der die Dokumentation weitgehend erstellt hat, gibt die sachliche Auskunft, dass zwischen 70 und 80 % der Menschen eines jeden Transports sofort zu den Gaskammern und in die Vernichtung geführt wurden.

Zeitzeugen kommen zu Wort. Überlebende der Shoah.

Der Film ist ein ruhiges, unaufgeregtes und darum umso eindrücklicheres Zeugnis des Verbrechens, das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben. Die Bilder sprechen für sich, die Zeugen reden klar, ohne Pathos, aber mit mühsam gefundenen Worten für etwas, was sich eigentlich gar nicht in Worte fassen lässt.

Unmittelbar nach dem Ende des Films – natürlich wie immer – das nächste  Programm.

Das nächste Programm sind die „heute“-Nachrichten mit Claus Kleber.

Die Anmoderation ist für mich ein Schock. Mit ätzender Stimme und kaum verhohlener Verachtung „ordnet Herr Kleber ein“, wie er seine Aufgabe beim ZDF in routinierter Selbstdarstellung beschreibt. Es geht um den Friedensplan, den der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorlegt.

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht mehr mitbekommen habe, was Donald Trump im Einzelnen vorgesehen hat. Ich höre die kommentierenden Worte Claus Klebers und mir wird schlecht.

Wie kann man nur, denke ich, nach so einem Film zum Holocaust die Nachrichtensendung mit einem derartigen Introitus beginnen? Es ist mir, als sei die Zeit stehen geblieben und wir seien wieder in der Zeit des Tausendjährigen Reiches und jemand würde mit empörter Stimme das Unrecht anprangern, das die Juden angeblich über diese Welt gebracht haben.  Die Sympathie des Herrn Kleber,  seine alleinige Sorge gilt nicht etwa den unter dem palarbischen Terror leidenden Israelis, nein, sie gilt  den Tätern, den „Palästinensern“, die um ihr Land gebracht werden sollen, denen Trump mit seinem Friedensplan so übel mitgespielt habe.

Als Nicola Albrecht zugeschaltet wird, ist mir so  schlecht, dass ich das Zimmer verlassen muss, in dem der Liebste dem Fortgang der Nachrichtensendung folgt.

Ich kann mir diese antiisraelische Propaganda im Staatsfernsehen einfach nicht mehr zumuten, schon gar nicht in diesen Tagen, in denen deutsche Politiker  vollmundig und äußerst medienwirksam der toten Juden gedenken und irgendetwas von „Nie wieder“ von sich geben, aber gleichzeitig den Mördern und den von der Vernichtung der heute lebenden Juden träumenden Politkern  die Hand schütteln und ihnen zusichern, alles für ihr Wohlergehen zu unternehmen.

Es ist  (beinahe nur*) eine einzige widerliche Show der „Guten Deutschen“, die aus dem Holocaust vor allen Dingen gelernt haben, dass es auf eine perfekte Performance der politischen Meinung ankommt. Das gilt für die Selbstdarsteller im Politikzirkus ebenso wie für die Meinungsmacher in den öffentlich-rechtlichen und allen Medien  darüber hinaus.

ZDF  = Zentrale Deutsche Fehlinformation. Die ARD steht dem ZDF allerdings in nichts nach.

 

Gerd Buurmann hat in seinem Blog dazu so Stellung genommen: „Die volle neue Einseitigkeit

 

 


* beinahe nur – Ich will denen nicht Unrecht tun, die aus tiefem Herzen das Grauen der Shoah beklagen.

 

Der Film „Ein Tag in Auschwitz“ ist mit begleitendem Material auch für den Unterricht an Schulen vorgesehen.

 

 

 

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Kommentare»

1. AMC - 30. Januar, 2020

Bin sehr froh, dass ich rund um das „Gedenken“ jegliches Fernsehen, Nachrichten usw. vermieden habe, und das wenige, was mir trotzdem an die Ohren drang, war schon zu viel. Auch wenn es zynisch klingt: Man kann Gedenkfeiern, Denkmäler usw. entweder zur „Mahnung“ errichten, oder eben aus Stolz auf etwas. In Verbindung mit vielen Äußerungen und Handlungen der Öffentlichen und der Politik scheint mir Letzteres sehr wahrscheinlich.

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