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„Morgens um sieben… 21. Juni, 2020

Posted by Rika in aktuell, einwanderung, gesellschaft, integration, medien, migration, politik, presse, terrorismus.
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… ist die Welt noch in Ordnung“  lautete der Titel eines Buches, das später auch verfilmt wurde. Und obwohl ich das Buch damals gelesen habe, kann ich mich beim besten Willen nicht mehr an den Inhalt erinnern.

Aber der Titel gefällt mir immer noch: „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung.“

Damals, als unsere Kinder noch im schulpflichtigen Alter waren, geriet die Welt morgens um sieben allerdings manches Mal in leichte Unordnung, mussten doch während mehrerer Jahre immer mindestens drei unserer  vier Kinder den Zug „kurz nach sieben“ nach Hannover erwischen, um zur Schule zu fahren…  Als der Jüngste auch „Fahrschüler“ wurde, hatte der Älteste das Gymnasium erfolgreich beendet, den beiden anderen Geschwistern stand der Abschluss aber noch bevor.

Ich habe jahrelang den schönen Satz gepflegt, dass ich –  wenn ich morgens gegen 7.30h im Auto saß, um ebenfalls zur Schule zu fahren – den schwierigsten Teil des Tages schon bewältigt hatte, ich war aufgestanden.  Ich bin nämlich eine bekennende Eule.

Und so mag es auch nicht verwundern, dass ich heute erst im späten Verlauf des Vormittags davon erfuhr, dass in Stuttgart die Welt alles andere als in Ordnung war, dass diese Unordnung schon Stunden weit vor „sieben“ begonnen und sich im Laufe der Nacht zu einem echten Krawall gesteigert hatte, in dessen Verlauf Scheiben zu Bruch gingen, Geschäfte geplündert wurden, Polizeiautos demoliert und Beamte sogar verletzt wurden.  Die Welt also weder in Ordnung, noch in sonntäglicher Ruhe war.

Ich gehe davon aus, dass es auch in früheren Jahren zu erheblichen Störungen der Ordnung in den Nächten des Wochenendes gekommen ist, Schlägereien vor Diskotheken und Nachtlokalen keine Seltenheit waren und die Polizei ordnend eingreifen musste. Ab und zu, wenn es wohl allzu hoch her gegangen war, konnte man in der Zeitung am Montagmorgen darüber lesen.

Was sich aber in Stuttgart zur nachtschlafender Zeit abgespielt hatte, war mit eher „verhältnismäßig harmlos“ zu nennenden Saufgelagen oder Prügeleien nicht mehr zu beschönigen.

Und erste Berichte ließen das Schlimmste befürchten.

Wenn es jetzt von Seiten der Polizei heißt, „ein politischer  Hintergrund sei auszuschließen“, wie ich es in einer Notiz las, mag das zwar der Beruhigung der Bevölkerung dienen, die nicht Sorge tragen muss, es könnten US-amerikanische  oder französische Zustände auch hierzulande um sich greifen, aber für mich klingt diese Beschwichtigung eher wie das Pfeifen im Walde, um sich selber Mut zu machen  den Gefahren zu begegnen,  die im Dunkeln lauern.

Wenn sich viele Gruppen vor allem junger Männer zusammen finden, um einer ganz normalen Polizeikontrolle mit massiver Gewalt zu begegnen, so hat das sehr wohl etwas mit einem „politischen Hintergrund“ zu tun.
Der politische Hintergrund ist in der Berichterstattung der letzten Tage zu finden, in der die Polizei in übelster Weise beschimpft und des Amtsmissbrauchs durch Beamte bezichtigt wird – und zwar nicht in der Form, dass man das verfehlte Verhalten einzelner Beamter mit Recht kritisiert, sondern gleich das gesamte „System Polizei“ infrage und unter den Generalverdacht der gewaltsamen Ausübung ihres polizeilichen Auftrags stellt. Eine sogenannte journalistisch tätige, aber nicht näher gendergerecht zu definierende  Person hat in Ausübung der journalistischen Tätigkeit gar von der Polizei als „Abfall“ gesprochen, der auf dem Müll zu entsorgen sei,  und wurde nach einem nicht unerheblichen Sturm der Entrüstung, der sich über die Person ergossen hatte, von der CSU um Verzeihung gebeten… WAS ist das anderes als „politisches Handeln“, sowohl von der journalistisch tätigen Person wie auch von den Verantwortlichen bei der CSU?

Frau Esken mochte in den Tagen zuvor selbstverständlich auch nicht in der Empörung über die – wohlgemerkt in Deutschland arbeitenden – Polizisten zurückstecken, will man sich doch einer Klientel andienen, die die Verhältnisse in den USA  (nach dem gewaltsam durch einen Polizisten herbei geführten  Tod des Verdächtigen George Floyd) 1:1 auf die in der Bundesrepublik herrschende Gewaltenteilung übertragen und daraus durchaus  gewaltsam Potential schlagen.  Was ist das anderes als ein „politischer Hintergrund“?

Gewalt GEGEN die Polizei, die ihrem erteilten Auftrag nachgeht, verdächtige Personen zu überprüfen, möglichen Schaden abzuwenden und ungeklärte Situationen zu klären, ist eine Straftat und  muss in aller Schärfe benannt und geächtet werden. Haben sich Kanzlerin und Präsident inzwischen zu den „Krawallen ohne politischen Hintergrund“ in Stuttgart geäußert?

Liegt ein politischer Hintergrund nur dann vor, wenn man Gewalt mit einer nicht genehmen politischen Haltung in Verbindung bringen kann, oder, um es deutlich zu sagen, wenn man Gewalt dem rechten Parteienspektrum zuordnen kann?

Kneift die Polizei mit diesem Ausdruck vor ihrer eigenen Courage, sich der Gewalt der Straße entschieden entgegen zu stellen und das Kind dann auch beim Namen zu nennen?

Ich will mich nicht an Spekulationen beteiligen, nicht mit dem Finger in die eine oder andere Richtung zeigen.

Aber ich will sehr deutlich sagen, dass ich schwarzsehe für den Zusammenhalt einer Gesellschaft, wenn man die Ordnungsmacht der Polizei durch unüberlegte politische Statements schwächt, um einer Wählerschaft zu gefallen, mit der man sich die zukünftige Mehrheit zu sichern glaubt.

Ich sehe schwarz für eine Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist, die rechtliche Ordnung für alle hier lebenden Menschen durchzusetzen und die aus vermeintlichem „Willkommen für Neuankömmlinge“ von vornherein Menschen ausnimmt, sich an die bestehenden Gesetze zu halten.

Ich sehe schwarz für eine Gesellschaft, die von Journalisten eingelullt wird durch verharmlosende Berichte und so in eine trügerische Falle der Toleranz und vermeintlichen Sicherheit bar jeden Risikos gelockt wird.

Nächte wie in Stuttgart dürfen nicht verharmlost werden. Sie müssen als das benannt werden, das sie sind: eine Gefahr für das einvernehmliche Zusammenleben in einer friedlichen und offenen Gesellschaft.

Was sich bereits bei dem G-20-Gipfel in Hamburg an Gewaltpotential gesellschaftskritischer Gruppen offenbarte, könnte sich als zerstörerischer entfalten, als der politische Gegner selbst,  gegen den sich die Gewalt richtet.

Ich habe mir nicht vorstellen können, dass es nach der RAF jemals wieder eine Gruppierung schaffen würde, die Gesellschaft  in ihren verbrieften Rechten und Grundfesten anzugreifen   …   um sie zu zerstören?

 

 

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Kommentare»

1. David - 22. Juni, 2020

Es geht natürlich darum, die Gesellschaft mit allem, was dazugehört, zu zerstören. Es ist doch die bekannte Art von Linken/Sozialisten/Kommunisten und dergleichen, daß sie die bestehende Ordnung im Sinn des Wortes „zerschlagen“ wollen (s. Stuttgart, Hamburg, Frankfurt, aber auch Vorgänge wie in Hambach etc. als „Vorübungen“), um dann auf den Trümmern ihre Neue Weltordnung (NWO) einzuführen. Sie sagen das doch schon in aller Öffentlichkeit immer wieder und auch schon ganz lange, jedoch hört ihnen keiner zu, sondern es wird beschwichtigt, was das Zeug hält. Es ist auch nicht der geschichtlich erste Versuch. Alle haben ins Desaster geführt, die Beispiele sind bekannt.

Die linken Schläger und Terroristen werden von nahezu allen Parteien wohlwollend und finanziell sowie politisch begleitet. Man nehme nur den Fall der „Verfassungsrichterin“ Borchardt als Beispiel oder auch die „“Debatte“ zum Verbot der Antifa im Bundestag letzthin. Es gibt deswegen auch nur müde Reaktionen auf Vorgänge wie in Stuttgart. Ich habe irgendwo gelesen, die Polizei habe gesagt, so etwas würde nicht wieder vorkommen. Das ist schlichtweg ein übler Witz. Wenn gegen solche Terroristen, Plünderer und dergleichen nicht schnell und streng auf dem Boden des (noch) existierenden Rechtsrahmen vorgegangen wird, wird sich das Geschehen wie ein Krebsgeschwür in die Gesellschaft hineinfressen – mit allen üblen Folgen, die wir heute schon erahnen können.

Der „molekulare Bürgerkrieg“ (Enzensberger 1996 (!)) hat jedenfalls begonnen.

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