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Der Eid des Hippokrates… 8. Juli, 2020

Posted by Rika in frauen, gesellschaft, Kinder - Famile, mütter, politik.
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Aus gegebenem Anlass zitiere  ich diesen Text.

Der hippokratische Eid

„Ich schwöre bei Appollon dem Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und
allen Göttern und Göttinnen, indem ich sie zu Zeugen rufe, daß ich nach meinem
Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Vereinbarung erfüllen werde:
Den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleichzuachten meinen Eltern und ihm an dem
Lebensunterhalt Gemeinschaft zu geben und ihn Anteil nehmen zu lassen an dem
Lebensnotwendigen, wenn er dessen bedarf, und das Geschlecht, das von ihm stammt,
meinen männlichen Geschwistern gleichzustellen und sie diese Kunst zu lehren, wenn
es ihr Wunsch ist, sie zu erlernen ohne Entgelt und Vereinbarung und an Rat und
Vortrag und jeder sonstigen Belehrung teilnehmen zu lassen meine und meines Lehrers
Söhne sowie diejenigen Schüler, die durch Vereinbarung gebunden und vereidigt sind
nach ärztlichem Brauch, jedoch keinen anderen.
Die Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meinem
Vermögen und Urteil, mich davon fernhalten, Verordnungen zu treffen zu
verderblichem Schaden und Unrecht. Ich werde niemandem, auch auf eine Bitte nicht,
ein tödlich wirkendes Gift geben und auch keinen Rat dazu erteilen; gleicherweise
werde ich keiner Frau ein fruchtabtreibens Zäpfchen geben: Heilig und fromm werde
ich mein Leben bewahren und meine Kunst.
Ich werde niemals Kranke schneiden, die an Blasenstein leiden, sondern dies den
Männern überlassen, die dies Gewerbe versehen.
In welches Haus immer ich eintrete, eintreten werde ich zum Nutzen des Kranken, frei
von jedem willkürlichen Unrecht und jeder Schädigung und den Werken der Lust an
den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.
Was immer ich sehe und höre, bei der Behandlung oder außerhalb der Behandlung, im
Leben der Menschen, so werde ich von dem, was niemals nach draußen ausgeplaudert
werden soll, schweigen, indem ich alles Derartige als solches betrachte, das nicht
ausgesprochen werden darf.
Wenn ich nun diesen Eid erfülle und nicht breche, so möge mir im Leben und in der
Kunst Erfolg beschieden sein, dazu Ruhm unter allen Menschen für alle Zeit; wenn
ich ihn übertrete und meineidig werde, dessen Gegenteil.“

(Hervorhebung von mir)

Die moderne Fassung dieses alten Textes:

Genfer (Ärzte-)Gelöbnis
Vom Weltärztebund 1948 in Genf beschlossene Neufassung der ärztlichen Berufspflichten (in Anlehnung
an den Hippokratischen Eid; vom Dtsch. Ärztetag modifiziert):

„Bei meiner Aufnahme in den ärztl. Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der
Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Erhaltung u. Wiederherstellung
der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren. Ich werde mit allen meinen Kräften
die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner
ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung. Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztlichen Kunst nicht in Widerspruch zu den
Geboten der Menschlichkeit anwenden. Ich werde meinen Lehrern u. Kollegen die schuldige Achtung
erweisen. Dies alles verspreche ich feierlich auf meine Ehre.“

Und dies ist der Anlass:

„Viele junge Ärzte wollen keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchführen. Die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Bärbl Mielich (Grüne), sagte im Interview mit der Tageszeitung (taz), viele Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, seien 60 Jahre und älter. Es gebe mittlerweile Engpässe in der „Versorgung mit Schwangerschaftsabbrüchen“.

Weiter sagte die Grünen-Politikerin: „In Stuttgart beispielsweise hat 2015 eine Tagesklinik geschlossen, in der sehr viele Frauen aus dem ganzen Bundesland versorgt worden sind. Und wenn ich so etwas höre, sehe ich einen Handlungsbedarf.“ Deshalb prüfe das Land Baden-Württemberg, ob hierzu eine Pflicht an Unikliniken eingeführt werden kann. Bislang ist dies nicht möglich, da Schwangerschaftsabbrüche keine Kassenleistung sind. Mielich: „Deshalb prüfen wir, inwiefern wir die Unikliniken, die ja dem Land unterstehen, dazu verpflichten können. Ob wir etwa Neueinstellungen davon abhängig machen können, dass Ärzte und Ärztinnen bereit sind, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.

Grund für Weigerung für Mielich offen

Einen Grund, warum Ärzte sich weigern, Abtreibungen durchzunehmen, sieht sie nicht. „Für mich ist die Frage nicht beantwortet, warum die jungen Mediziner und Medizinerinnen das nicht machen wollen. Ob das daran liegt, dass sie sich gar keine Gedanken machen und das Problem nicht sehen, oder ob sie aus persönlichen, ethischen Gründen nicht wollen. Oder ob sie Angst haben vor Verfolgung und einem schlechten Image.“

Eine Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich unter Strafe gestellt. Innerhalb der ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft bleibt der Eingriff unter anderem dann straffrei, wenn zuvor eine Beratung stattgefunden hat oder die Schwangerschaft auf ein Sexualverbrechen zurückzuführen ist.“  (Hervorhebungen von mir)

Quelle

Für mich sind die Äußerungen der Staatssekretärin unfassbar – unfassbar empathielos was das Thema insgesamt betrifft und ein unfassbar offenes Zeugnis für die Schlichtheit des Gemüts dieser Frau, die sich offensichtlich noch um Medizin und das Selbstverständnis der Ärzte gekümmert hat, nie etwas von dem Eid gehört hat, der Ärzte dazu verpflichtet, Leben zu retten, statt es zu nehmen und sich niemals selbst  mit den ethischen Fragen und Problemen eines Schwangerschaftsabbruch befasst hat. Ich kann nur vermuten, dass sie unreflektiert die Forderungen vieler linker und grüner Frauen bedient, die einen Abbruch für das natürliche Recht der Frau halten. Dass allerdings auch in letzter Zeit  CDU-Frauen und sogar Stimmen aus dem kirchlichen Bereich sich diesen Forderungen anschließen, will ich nicht unterschlagen. Es sind für mich deutliche Zeichen einer Verschiebung aller Werte, für die neben „der Kirche selbst“ auch gerade die als „christlich“ firmierte Partei bisher eingetreten sind.

Eine Gesellschaft in der Zwang auf Ärzte ausgeübt werden soll Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, in der in den Schwangerschaftskonfliktberatungen Frauen, die ein Kind mit  Trisomie 21 erwarten, zum Abbruch aufgefordert werden  und in der die  assistierte Selbsttötung als Fortschritt propagiert wird, ist dabei ihre ethische Basis und ihr moralisches Fundament zu verlieren.

Mussten Ärzte noch vor 40 Jahren mit harten Strafen rechnen, wenn sie Abbrüche vornahmen, so sollen sie heute gezwungen werden, genau das zu tun.

Mich entsetzt diese Entwicklung von Jahr zu Jahr mehr.

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Kommentare»

1. David - 9. Juli, 2020

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie das wirklich wundert. Sie verfolgen doch die „Entwicklung der Dinge“, den täglichen Irrsinn, den Versuch, die Deutschen im Gefolge einer ewigen Schuld gleichsam auszumerzen und durch Leute aus aller Herren Länder zu ersetzen. Dann ist doch das, was die Grünen fordern (Mielich ist nur ein Beispiel), völlig „logisch“. Auch die Jusos haben auf ihrem letzten Parteitag gefordert, Abtreibungen bis unmittelbar vor der Geburt zuzulassen. Eine Verpflichtung der Ärzte abzutreiben, setzt dem sozusagen noch die Krone auf.

Demgegenüber muß man das gespielte Entsetzen sehen, wenn etwa ein „Flüchtlingskind“ irgendwo an einem Strand im Mittelmeer tot aufgefunden wird, was, wie heute klar ist, nur eine Fake News war. Da laufen dieselben Grünen und Linken, die das Unsägliche von unseren Frauen und Familien fordern, zur Höchstform auf. Welche Attribute soll man diesem Handeln geben? Schändlich? Verwerflich? Alle Attribute sind viel zu schwach.

Gleichwohl fügt sich alles in das große Bild ein, in den großen Austausch, an den „großen Reset“ des Landes, der politisch auf Kosten der Bevölkerung angestrebt ist, um auf den vorhandenen Trümmern ein neues, besseres, gerechteres Land aufzubauen. Auf diesem Weg fügt sich Steinchen zu Steinchen. Daß solchen Utopien immer wieder gefolgt wurde und sie immer grandios gescheitert sind, ist bekannt. Man denke nur an die im „Schwarzbuch des Kommunismus“ genannten Zahlen. Und trotzdem wird es immer wieder angegangen und findet immer wieder zu allen Schandtaten (sic!) bereite, skrupel- und verantwortungslose sowie bornierte und fanatisierte Mitläufer.

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2. Rika - 9. Juli, 2020

Stimmt, ich bin nicht verwundert. Ich bin entsetzt – und gleichzeitig ist es mir unbegreiflich, wie dieser Prozess, schleichend und unaufhaltsam, überhaupt kein Aufschreien in der Öffentlichkeit hervorruft…. nein, auch das ist nicht wirklich unbegreiflich. Es ist die logische Folge aus einer jahrelangen Indoktrination durch harmlos klingende Beiträge in den öffentlichen Medien, in Talkshows, Magazinen und auch in Filmen.
Der Prozess der Erziehung ist umso erfolgreicher, je weniger er in seiner dramatischen Veränderung zunächst spürbar ist. Würde statt des Zuckerbrotes von Anfang an die Peitsche regiert habe, gäbe es eine wirklich streitbare Opposition – auch außerhalb der Parlamente.
So aber verpuffen einzelne Stimmen wie die des Rufers in der Wüste.

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