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Widerstandskämpfer in Corona-Zeiten… 24. November, 2020

Posted by Rika in aktuell.
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Mit zunehmendem und blankem Entsetzen lese und höre ich von den modernen Widerstandskämpfern heutiger Tage.

In der „Tradition der Geschwister Scholl“ trat am vergangenen Samstag eine „Jana aus Kassel“ in Hannover auf – wobei hier ein klitzekleines Wörtchen fehlt, nämlich „vermeintlichen“, in der „vermeintlichen Tradition“ müsste es heißen. Dieses Wörtchen fehlt aber ganz offenbar auch im Gedankengebäude der „ich bin die Jana aus Kassel“ Protagonistin. Da steht sie auf der notdürftig errichteten Bühne vor dem Opernhaus und behauptet allen Ernstes, wie einst Sophie Scholl im Widerstand gegen die Nazis, so befände sie, die Jana aus Kassel, sich seit Februar im Widerstand zur Verteidigung von Freiheitsrechten und Demokratie, organisiere Demonstrationen und hielte Vorträge und engagiere sich irgendwie gegen die, wie sie meint, die unsere Freiheit und unsere Demokratie aufs Spiel setzen mit den Anweisungen und Aktionen im Kampf gegen „Corona“.

Was damit der vorläufige Höhepunkt einer fürchterlichen Folge von „Widerstandskämpfen“ gegen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung war, hat ja eine monatelange Geschichte höchst unterschiedlicher „Kampfformen“. Der Kampf begann bereits mit den ersten Informationen über das seltsame Virus, das binnen weniger Wochen seinen Weg von China aus über die ganze Welt antrat und die Gesundheitssysteme vieler Staaten ins Chaos stürzte und Menschen Krankheit, Einsamkeit und Elend oder gar den Tod brachte. Noch bevor das Virus selbst vollständig enträtselt und seine Übertragungswege ermittelt werden konnte (der Prozess dauert übrigens immer noch an), meldeten sich Feld-Wald-und Wiesen-Ärzte zu Wort, die ihre Sicht der Dinge den vorsichtigen Verlautbarungen der Virologen entgegen hielten. Man hantierte mit Zahlen und Tabellen, bemühte Vergleiche mit den alljährlichen Grippe- und Erkältungswellen und tat alles dafür, das Virus zu verharmlosen, die forschenden Wissenschaftler zu verteufeln und den Verschwörungstheoretikern Tor und Tür zu öffnen.

Auf den Internetplattformen diskutieren zahllose Experten und übertrafen sich in seltsamen Schlussfolgerungen und Ratschlägen gegenseitig. Ich will das hier nicht alles im Einzelnen aufrühren und schon gar nicht möchte ich eine Plattform für weitere unnütze Diskussionen bieten. Nur in einem Punkt waren (und sind) sich aber alle „Experten“ völlig einig, die Maßnahmen, die die Landesregierungen in der Zusammenarbeit mit Virologen anordneten, dienten und dienen nicht der Eindämmung der Pandemie.

Vielmehr wurde mehr oder weniger laut und deutlich gemunkelt, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie könnten die Regierung nutzen, um unsere Freiheitsrechte einzuschränken oder längst geplante Globalisierungsmaßnahmen endlich unter dem Deckmantel des Kampfes für die Gesundheit des Volkes unbemerkt in die Tat umzusetzen.

Dieser Gedanke, muss ich gestehen, ist mir allerdings nie gekommen.

Ja, auch ich hielt die Corona-Maßnahmen zu Beginn der Welle für wenig überzeugend, um nicht zu sagen, für „nicht hilfreich“, weil ich sie einfach nicht für ausreichend und sie zudem als viel zu spät in Angriff genommen ansah. Der Herr Gesundheitsminister beruhigte die leicht verunsicherte Gesellschaft, stocherte dabei aber im Nebel und verkündete, alles im Griff zu haben. Das Stochern selbst nehme ich ihm gar nicht über, aber seine Überzeugung er habe alles im Griff, die verübele ich ihm sogar sehr.

Es gehört dieses „Stochern im Nebel“ – etwas salopp gesagt – zu dem, was man wissenschaftliches Arbeiten an noch unbekannten Problemen nennt. Und mit jedem „forschenden“ Schritt lichtet sich dieser Nebel ein ganz kleines bisschen oder verdichtet sich auch wieder, wenn man nämlich auf dem Holzweg war oder ist. Wir konnten dieses Vorgehen beinahe täglich in den Verlautbarungen des RKI und den prompten Reaktionen anderer Bevollmächtigter in Sachen Corona, die zu anderen Erkenntnissen oder Schlussfolgerungen kamen, miterleben. Was eigentlich immer in Forschungsprozessen passiert, der Austausch über das Vorgehen, der Abgleich der (vorläufigen) Ergebnisse, fand aber nicht nur im Labor, sondern eben auch auf großer Bühne statt, ohne dass das Vorgehen für das staunende und leicht verwunderte Publikum ausreichend gut beschrieben und kommuniziert wurde. Es verunsicherte die Leute. Dass das aber auch den nicht offiziell bevollmächtigten Experten ganz prima in die Karten spielte, ließ sich leicht an der Menge der Meinungen ablesen, die in den sozialen Medien zur Diskussion gestellt wurden.

Selbst in von mir als „seriös“ angesehenen Onlineportalen stellten selbsternannte, aber fachfremde Experten nimmermüde ihre eigenen Theorien ins Netz und lieferten so den „Widerstandskämpfern“ die nötige Munition.

Und das ist bis heute so geblieben. Mit Hilfe von Schaubildern, Statistiken und Tabellen soll bewiesen werden, wie falsch die Regierungen der Länder samt Bundeskanzlerin in ihren Strategien liegen.

Kann man es darum den vielen Menschen wirklich übel nehmen, die sich ins Getümmel stürzen und abstands- und maskenlos von einer Demo zur nächsten eilen und sich dabei wie Helden fühlen? Masken- und abstandslos zu demonstrieren, ist allerdings nicht nur übel zu nehmen, sondern als ein Akt der Entsolidarisierung mit den von Corona betroffenen oder durch Corona besonders gefährdeten Mitmenschen deutlich zu verurteilen.

Mich verwundert solches Treiben angesichts der vielen Meinungsäußerungen in den sozialen Netzwerken allerdings überhaupt nicht. Es war doch nur eine Frage der Zeit, wann die Skeptiker auf die Straße gehen würden, angetrieben von dem hehren Vorhaben, ihre Freiheit, ohne Mundschutz und Abstand sich mit anderen Menschen zu treffen, mit allen Mitteln zu verteidigen, koste es was es wolle. Da gab es Organisatoren, die empfahlen, die Kinder in die erste Reihe zu stellen, damit mögliche Wasserwerfer gar nicht erst in Aktion treten würden, lustige herzförmige rote Luftballons sollten den Standort der Kinder anzeigen.

Wisst Ihr, woran mich das erinnert? Es erinnert mich an das schändliche Treiben der Hamas, die auch Kinder und Jugendliche vorschickt, wohl wissend, dass israelische Streitkräfte niemals auf Kinder schießen würden! Kinder als Schutzschilde für die Feiglinge oder als Schutzschilde für die Raketenabschussanlagen, die in zivilen Häusern mit vielen Familien und Kindern installiert werden.

Ich hätte mir niemals vorstellen wollen, dass die Strategie der Hamas auch unter zivilisierten Menschen in Deutschland Anwendung finden könnte, dort die Hamas, hier die Leute, die ungern von Wasserwerfen durchnässt werden möchten. Es ist der gleiche schreckliche Ungeist. Statt diejenigen zu schützen die am notwendigsten den Schutz der Erwachsenen benötigen, verkriechen sich diese Feiglinge hinter Kindern!

Und noch etwas finde ich höchst bemerkenswert.

Wie in den sozialen Medien, so sind auch bei den Demonstrationen seltsame Verbrüderungen zu beobachten. Der alte ApO-Opa marschiert neben dem mutigen Pegida-Spaziergänger, die Leute von „wir sind jung, wir sind laut weil ihr uns die Zukunft klaut“ haben keine Probleme, dass einige ihrer Mitkämpfer auch der Fraktion der Verschwörungstheoretiker angehören, die „Bunten“ und auch die „Blauen“ und die „Braunen“ sind auf den Beinen gegen die vermeintlichen Ignoranten ihrer schönen, ach so wenig bunten (Vor)Urteile, wonach die Regierung das Volk in Isolationshaft nehmen will, um besser regieren zu können, sprich, die Interessen der Regierenden durchsetzen zu können, zum Nachteil der Menschen dieses Landes.

Ich gebe ja zu, dass ich nicht unbedingt ein Freund unserer Kanzlerin bin und viele ihrer spontanen Entscheidungen falsch finde. Ich gebe auch zu, dass ich mir ein starkes Parlament zurück wünsche, das der Regierung auf die Finger sieht und zur Not auch kräftig draufhaut – also Widerspruch einlegt und wirklich ausreichende Diskussionen und Debatten einfordert, bevor ein neues Gesetz in spätnächtlicher oder – nach durchwachter Nacht – in frühmorgendlicher Stunde im Hauruck-Verfahren verabschiedet wird, wie wir es in den vergangenen Jahren allzu oft erlebt haben. Die Medien bewunderten die Kanzlerin für ihre Ausdauer und ihr Stehvermögen in solchen nächtlichen Marathonsitzungen. Ich bewunderte allenfalls ihre tolle Strategie, die mich an Sitzungen des ASTA oder des Studentenparlaments erinnert, in denen auch diejenigen ihre Anliegen durchboxen konnten, die genug Kaffee und Preludin verkonsumiert hatten, um nicht vor Müdigkeit und Erschöpfung einzuschlafen…

Was ich aber bei allem Verständnis für das Unbehagen vieler Menschen nun überhaupt nicht verstehe, ist, dass man – wie „Jana aus Kassel“ oder das elfjährige Mädchen, das sich gar mit Anne Frank verglich – allen Ernstes die heutige gesellschaftspolitische Situation Deutschland, unser Rechtssystem und unsere demokratischen Errungenschaften auch nur ansatzweise für vergleichbar oder gar deckungsgleich mit dem System der Gewaltherrschaft der Nazis halten.

Niemand wird an seiner freien Meinungsäußerung gehindert, jeder Mensch hat das Recht, eine Demonstration anzumelden oder an ihr teilzunehmen. Keiner wird aufgrund der Kritik an der Regierung verhaftet und unter Folter zu Geständnissen erpresst, die den Kopf kosten würden, wie es ein im Tausendjährigenreich durchaus übliches Verfahren war, mit dem politischen Gegner umzugehen. Wer allerdings im Netz und auf der Straße krude Ideen verbreitet und schreckliche Vergleiche anstellt, muss sich nicht wundern, wenn er Hohn und Spott erntet, daran mag dann so mancher „Widerstandskämpfer“ tatsächlich verzweifeln. Ich würde allerdings nüchtern und total cool sagen, dass ihm das dann auch zurecht geschieht…

Schließlich muss jeder Mensch die Konsequenzen für die eigene Dummheit tragen und ertragen.

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Kommentare»

1. Klaus - 24. November, 2020

Danke für das durchdachte und ausgewogene Statement.
Klaus

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2. David - 25. November, 2020

Leben Sie in einem anderen Land als ich? Schon möglich, wenn ich das lese: „Niemand wird an seiner freien Meinungsäußerung gehindert, jeder Mensch hat das Recht, eine Demonstration anzumelden oder an ihr teilzunehmen.“ Beide genannten Punkte müßte man richtigerweise etwa so formulieren:

– Niemand wird an seiner freien Meinungsäußerung gehindert, wenn es die richtige/gewünschte ist.

– Jeder Mensch hat das Recht, eine Demonstration anzumelden oder an ihr teilzunehmen, wenn die Meinung der Regierenden vertreten wird oder die Demonstranten eine linke Agenda haben.

Das ließe sich fortsetzen, aber das will ich gar nicht tun. Jedenfalls bin ich überrascht, hat sich doch der Tenor Ihrer Blogbeiträge ziemlich scharf geändert, das Wort „eingeschlichtet“ fällt mir dazu ein.

Man kann die aktuellen Ausgangssperren und Notstandsmaßnahmen, vulgo „Lockdown“, weil es „netter“ klingt, natürlich begrüßen. Aber die Frage muß erlaubt sein, ob das überhaupt angemessen ist, ob deswegen das Grundgesetz außer Kraft gesetzt werden muß, das bisher doch in allen Sonntagsreden gleichsam als heilig beschworen wurde (was es natürlich schon längst nicht mehr war bzw. noch ist).

Ich will diese Diskussion hier nicht eröffnen, sondern nur auf ganz wenige Beiträge hinweisen, die ich für recht interessant halte:


Beitrag des ZDF: Moderator immer schön im Gendersprech, er unterbricht – wie üblich – seinen Interviewpartner dann, wenn dessen Aussagen zu sehr in Richtung Kritik abgleiten, und versucht dabei, ihn als unglaubwürdig hinzustellen. Auch hinter den Fragestellungen steckt natürlich eine klare, vorgegebene Agenda. Aber immerhin.

https://www.reitschuster.de/post/klinik-studie-2020-weniger-beatmete-als-2019/
mit besonderer Betonung der klinischen Befunde des Vorsitzenden der Helios-Kliniken

Und schauen Sie doch mal auf diesen Bericht aus dem Jahr 2018:
https://www.klinikum-bad-hersfeld.de/grippewelle_krankenhaeuser_stossen_an_kapazitaetsg.html
Die Grippewelle forderte nach offiziellen Zahlen etwa 30.000 Todesopfer in Deutschland. Gab es irgendeine Aufregung? Erinnern Sie sich noch daran? Ich nicht.

Und vielleicht noch dieser Link:
https://www.corodok.de/wenn-ich-dir-vor-einem-jahr-gesagt-haette/
Später, wenn hohe Arbeitslosigkeit, Massenarmut und Unruhen grassieren werden, wird es wieder heißen: „Davon haben wir nichts gewußt.“

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3. Rika - 25. November, 2020

Mhhh, ich bin mir nicht so sicher, was sich bei mir eingeschlichen haben sollte.
Es ist nur so, dass ich zu Corona durchaus meine eigene Meinung habe, die sowohl von der Regierungslinie als auch von der der Kritiker abweicht.
Ich halte nämlich die Regierungslinie für zu zögerlich und zu wenig konsequent. Dieses Hin und Her, das Gezerre der Länder untereinander und mit dem Kanzleramt um die richtigen Maßnahmen, tragen weder zum ausreichenden Schutz noch zur Zuversicht der Bevölkerung bei, so wenig wie die vielen Meinungen der „Experten“, die sich für die besseren Krisenmanager halten.
Ich sagte es vielleicht schon an anderer Stelle, 5 meiner nächsten Verwandten sind Mediziner – ich muss gestehen, dass ich dem Urteil meiner nächsten Verwandten mehr vertraue als den Statistiken, die Herr Frank bei Achgut oder die Boris Breitschuster zitiert. Meine Angehörigen berichten nämlich von der Basis und beziehen ihre Einsichten nicht aus Publikationen im Internet.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass es Gebiete in Deutschland gibt, die nahezu frei von Corona sind und andere, die einen Hotspot mit sehr hohen Fallzahlen darstellen. Dass man in diese Gebieten mit unterschiedlichen Maßnahmen vorgehen muss, dürfte auf der Hand liegen, aber leider lässt doch die Feinjustierung auch zu wünschen übrig.

Was das ZDF und seine Berichterstattung angeht, auf die verzichte ich weitgehend, ich kann also getrost Ihrer Vermutung widersprechen, ich sei inzwischen auf Mainstreamlinie abgedriftet.
Ich schaue grundsätzlich keine Nachrichten des ZDF, weil ich mich dabei immer viel zu sehr aufrege. Auch verzichte ich auf jegliche Talkrunden, ob in ARD oder ZDF. Ich denke, dass ich trotzdem gut informiert bin über alle Bereiche, die das Thema Corona betrifft.

Heute las ich, man möge doch nur die besonders gefährdeten schützen, dann könnten alle anderen so leben wie sie möchten und wie sie es gewohnt sind.

Aber wie soll dieser Schutz aussehen? Und wer ist besonders gefährdet – die Alten, die Vorerkrankten? Was aber, wenn es einen Menschen trifft, der weder alt noch vorerkrankt ist, aber dringend an die Beatmung muss, die aber nicht ausreichend zur Verfügung steht?

Der Punkt ist doch ganz einfach der, nicht die Leute mit den milden Verläufen sind das Problem, diejenigen, die ohne Beatmung keine Überlebenschance haben, für die muss ausreichend vorgesorgt werden. Und je größer die Menge der Infizierten ist, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr Menschen geben wird, die beatmet werden müssen. Das ist die einfachste Kurve, die man im Bereich der Statistik kennenlernt, die berühmte Glockenkurve der Normalverteilung. Und mehr an Statistik muss eigentlich nicht sein. Es gibt eine verfügbare Menge an Beatmungsplätzen und eine hoffentlich entsprechend große Anzahl an Fachpflegekräften, die man nämlich für diese Intensivbetten benötigt. Dem stehen die wahrscheinlich auflaufenden Schwerstfälle gegenüber, die es ganz zweifellos gehäuft geben wird, wenn man ohne Lockdown versucht, mit der Pandemie fertig zu werden. Und sehr, sehr schnell werden dann die Fallzahlen so hoch werden, dass Ärzte entscheiden müssen, welchem Patienten sie die Intensivbehandlung zukommen lassen, und wem nicht.
Das gilt es zu verhindern.
In Deutschland ist das bisher gut gelungen, in anderen Ländern so gut wie gar nicht.

Und was die Alten und ihren Schutz betrifft.
Die Altenheime haben aus der ersten Welle gelernt, sie haben entsprechende Maßnahmen ergriffen und sie scheinen ja auch zu wirken, die verheerenden Schwerstfälle in Alten- und Pflegeheimen sind zurück gegangen.
Aber es gibt darüber hinaus auch Alte wie mich, die auch zu der Kohorte der Gefährdeten gehören.
Ich verzichte weitgehend darauf, mich in irgendwelche Geschäfte zu begeben, um einfach nur zu shoppen… noch kaufen mein Mann und ich unsere Lebensmittel, bei dem Lockdown im Frühjahr hat das unser Sohn für uns erledigt, der hier in der Nähe wohnt. Wir verzichten auf den früher regelmäßigen Kontakt mit unseren Enkelkindern. Wie verzichten darauf, Freunde zu besuchen, mein Mann vermisst seine Doppelkopfrunde und den Sport, ich unterhalte mich mit der Nachbarin über den Gartenzaun, aber wir kommen uns dabei nicht nahe. Den Gottesdienst schaue ich mir im Stream oder im TV an. Ab und zu gehen wir im Dorf oder im Tiergarten in Hannover spazieren, immer auf der Hut, anderen Leuten nicht zu nahe zu kommen.
Wir benutzen weder Busse noch Bahnen und sind darum froh, dass wir beide noch fit genug sind, um selber Auto fahren zu können.

Ich hoffe, wünsche mir und bete, dass ich zu Weihnachten wenigsten einen Teil meiner Kinder treffen kann…. noch bin ich nicht sicher, dass das gehen wird.

Wie also soll der Schutz für mich Alte aussehen?

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4. David - 25. November, 2020

Ich habe schon die 50er Jahr bewußt erlebt, bin also auch ein Alter. Umso mehr ergrimmen mich die Dinge, die in der Politik vor sich gehen. Daß es anders geht, habe ich über Jahre hinweg erlebt – ja, auch in Deutschland geht es anders! Das Problem sind die Luschen in der Regierung und die Systemlinge, die an deren Tropf hängen, ihnen einschmeicheln, Geld absahnen und ideologiegetrieben bewußt gegen das Land und seine Bevölkerung agieren sowie vorsätzlich in den Untergang führen. Ein Irrenhaus. Den von Ihnen angesprochenen „Schutz“ erwarte ich nicht, im Zweifel steht man immer allein.

Ja, es ginge bei uns anders – und es ging damals anders.

Daß ich all das in meinen letzten Jahren noch mitmachen muß, ist wirklich schlimm.

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5. David - 26. November, 2020

Eine Ergänzung, die aufzeigt, wie manipulativ all die „offiziellen“ Meldungen sind:

Sie entsinnen sich sicher noch an den R-Wert, der zu Beginn im März sehr intensiv diskutiert und als das Maß aller Dinge dargestellt wurde: Es war die Forderung, er müsse unter 1 liegen, nur dann habe man das „Pandemiegeschehen“ im Griff.

Schauen Sie doch mal auf diesen Beitrag mit aktuellen Werten vom RKI::

https://www.reitschuster.de/post/r-wert-gesunken-einschraenkungen-verschaerft/

Kann man hier irgendeine Konsistenz der Beurteilung sehen – oder haben Sie nicht denselben Eindruck wie ich, daß hier geradezu unverschämt manipuliert wird, eben so, wie man es meint zu brauchen?

Oder schauen Sie auch auf die Bettenbelegungen.

Angesichts dieser Lage reklamiert die Merkel, daß die Verschärfung von Notstandsmaßnahmen und Ausgangssperren „alternativ“ los sei. Es ist nicht zu fassen.

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6. Rika - 26. November, 2020

Ich habe alle Berichte Boris Reitschusters gelesen.
Aber, wie ich es schon sagte, der Umgang und die Strategie zu Corona ist ein Prozess, der immer noch anhält. Je mehr erforscht wird und je mehr Fakten als gesichert angesehen werden können, um so besser kann man auch Strategien entwickeln, dass diese sich im Verlauf des Geschehens ändern, erscheint mir daher als völlig normal. Eines meiner Kinder ist Chemiker…. und ich fand es spannend, die Berichte über die Laborarbeit zu hören, wie die Forschung an einem noch nicht bekannten Objekt mit jedem weiteren Schritt zu mehr Verständnis und Klarheit führt…. und oftmals auch zu der Erkenntnis, dass man auf dem Holzweg war. Vielleicht sind viele von uns nicht in der Lage, dieses Prozesshafte zu verstehen, sie reagieren immer nur auf den jeweils aktuellen „Ist-Stand“ und übersehen dabei, dass sich dieser ändern kann mit jedem neuen Erkenntnisgewinn.
Darum halte ich es für falsch, jemanden auf seine Erkenntnisse vom Frühjahr festzunageln.
Um es mal schlicht zu sagen, die Entdeckungen der Ursachen und Verläufen vieler Krankheiten hat sich seit der Pest doch gewaltig verändert. Niemand macht mehr böse Geister für unerklärliche Phänomene und Krankheiten verantwortlich, wir schlachten weder Opfertiere zur Abwehr noch verbrennen wir Hexen als vermeintliche Urheber schlimmer Seuchen.
Dass man aber lieber gestern als morgen GENAU wissen möchte, womit man es zu tun hat und wie man dagegen vorgehen muss, halte ich für eine zutiefst menschliche Gegebenheit.
Fassen wir uns in Geduld.

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