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wordpress macht keinen spaß mehr… 7. Februar, 2021

Posted by Rika in aktuell.
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Seit 2007 schreibe ich meinen Blog „himmel und erde“ unter dem Schirm von WordPress.

In den ersten Jahren war es leicht, einen Beitrag zu verfassen und auch angenehm, die Beiträge anderer Blogger zu lesen. Doch inzwischen haben die Verantwortlichen von WordPress die Bedingungen erheblich geändert. Da ja nicht-kommerzielle Blogger das günstige kostenlose Angebot nutzen, müssen sie seit einigen Jahren das Aufploppen von Werbebannern in Kauf nehmen. Und manchmal passen diese Werbungen überhaupt nicht zum Text.

Doch auch die Benutzeroberfläche wurde immer wieder geändert, angeblich zum Vorteil für die Blogger. Aber mir geht es so, dass ich den „alten Modus“ weitaus bedienungsfreundlicher fand, als diese neue Version je sein könnte.

Nun überlege ich ernsthaft, WordPress zu verlassen und mir eine andere Plattform zu suchen, auf der ich wieder gut und günstig schreiben kann.

Das neue Geschäftsmodell von WordPress, dass mich wohl auf fiese Weise zwingen will, ins profitorientierte Modell zu wechseln, macht mir einfach keine Freude mehr.

Wie geht es anderen „WordPress-Bloggern“ damit?

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Vögel sind auch nicht die besseren Menschen… 7. Februar, 2021

Posted by Rika in aktuell.
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In der Nacht von Samstag auf Sonntag begann es zu schneien.

Tagelang war in allen Medien darauf hingewiesen worden, dass ab diesem Wochenende ein ähnliches Schneechaos zu erwarten sei, wie wir es im Winter 1978/79 erlebt hatten, als nämlich nach ununterbrochenen Schneefällen – vor allem in Norddeutschland – der Verkehr auf Straßen und Schienen zum Erliegen kam, Schneeverwehungen hatten sowohl für die Kraftfahrzeuge wie auch für Züge ein Durchkommen unmöglich gemacht.

Zu allem Überfluß waren unter der extremen Schneelast viele der großen Überlandtrassen der Stromversorger gebrochen, sodass in Teilen Norddeutschlands wegen des Stromausfalls Kälte und nächtliche Dunkelheit in den Häusern herrschte, Landwirte ihre Tiere nicht mehr versorgen konnten und in den Kliniken die Notstromaggregate unermüdlich ihre Arbeit verrichten mussten, um die lebensrettenden Geräte und Maßnahmen aufrecht halten zu können.

Wir waren damals vom Schneefall unterwegs zu Freunden in Nordhessen überrascht worden und nur dank des Geschicks des Liebsten blieben wir nicht an dem berüchtigten, weil steilen, Autobahnabschnitt hinter der Werrabrücke liegen und erreichten die Freunde unversehrt – was wirklich Grund zur Dankbarkeit war, denn unser erstes Kind war gerade erst drei Monate alt und natürlich mit uns im Auto unterwegs.

All das erinnerte ich anlässlich der vielen Warnungen im Radio, und dennoch wartete ich am Samstag beinahe sehnsüchtig auf richtig viel Schnee…

Heute Morgen nun der Anblick strahlenden Weiß um uns herum. Das Gärtchen hatte sein Winterkleid angelegt und vom Himmel fiel unablässig der Schnee. Wunderschön.

Der Liebste und ich hatte in Erwartung einer möglichen Schneekatastrophe gut vorgesorgt mit allen notwendigen Lebensmitteln und auch sonstigen Gütern, die das Überleben bei sibirischer Kälte im Großraum Hannover sichern sollen. Sogar an unsere gefiederten Freunde im Gärtchen hatten wir gedacht und noch eine zusätzliche Ration Vogelfutter gekauft. Auch hatte ich vorsorglich eine zweite Futterstelle unter der Fichte angelegt und die bekannten „Meisenknödel“ in den Jostabeerenbusch gehängt.

Das war eine gute Entscheidung, wie sich schnell zeigte.

Bald schon fanden sich Amseln, Tauben, Meisen und Finken ein. Die Tauben tun mir ein bisschen leid, sie bekommen nämlich nur etwas von den Brosamen ab, die vom Vogelhäuschen zur Erde fallen, für das Futterhaus selbst sind nämlich die Tauben zu groß. Die Amseln haben da schon erheblich mehr Chancen trotz ihrer Körperfülle das Futterhaus zu entern, und natürlich plustern sie sich nicht nur der Kälte wegen gewaltig auf, nein, sie machen auch all den anderen kleinen Piepmätzen klar, wer der Herr am Futterplatz ist. Ich lasse sie gewähren, auch wenn mir die kleinen Meisen und Rotkehlchen leidtun, mehr noch als die Tauben. Schließlich beglücken mich die Amseln im Sommer mit ihren wunderbaren Abendkonzerten in den lieblichsten Flötentönen, die man sich nur vorstellen kann. Richtig ärgerlich bin ich aber über die frechen Buch- und Grünfinken. Den ganzen Sommer über haben sie sich nicht im Gärtchen blicken lassen, halfen weder beim Vertilgen von Spinnen und Läusen, wie es Rotkehlchen und Meisen ja unermüdlich tun, noch betörten sie durch schönen Gesang oder wenigstens durch tolle Flugmanöver. Sie waren einfach nicht da! Aber nun spielen sie sich auf, dass es eine Art ist, versperren den Meisen den Zugang zum Futterhäuschen oder greifen sie sogar schon im Anflug an. Hat der Mensch Töne?

Es zeigt sich einfach auch in der Vogelwelt, zuerst kommt das Fressen und dann kommt die Moral oder so etwas wie Solidarität unter den Vögeln, die doch alle unter dem strengen Regiment des Schnees leiden.

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