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So schaffen wir das…. NICHT 13. Dezember, 2021

Posted by Rika in aktuell.
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Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person und Text „„Die fünf wichtigsten Dinge sind: Ein Kind weniger bekommen, ohne Auto leben, Flugreisen vermeiden, grüne Energie beziehen und vegetarisch oder vegan leben." Susan Joy Hassol, Klimakommunikatorin vธലu nau 0018 Made 1a“

Diese hübsche „Kachel“ (so nennt man die plakativen Statements bei Facebook) fiel mir heute auf.

Ja! Natürlich! Das ist es! Endlich sagt das mal jemand!

Um den Planeten zu retten, müssen wir Menschen einfach aufhören mit all dem Unfug, der uns zwar Freude macht, aber leider dazu beiträgt, die ganze Welt zu zerstören.

Also bitte, bekommt ein Kind weniger – weniger als ursprünglich geplant. Aus drei mach zwei, aus zwei mach eins und aus eins mach keins. Ist doch ganz einfach. Aber Vorsicht, in China hat das mit den 1-Kind-Familien zwar richtig gut geklappt, aber nun merkt man, dass das doch keine so gute Idee war… Wie soll das mit der Versorgung der Alten, wie mit den benötigten Arbeitskräften und wie mit den Renten funktionieren? Ach, ich vergaß, es geht ja darum, dass wir uns zur Rettung des Planeten sukzessive ganz abschaffen. Dann ist das in Ordnung… Mir kann das ja ohnehin egal sein. Ich bin alt. Aber ich habe Schuld auf mich geladen. Ich habe viel zu viele Kinder in die Welt gesetzt. Und die müssen nun ausbaden, was ich angerichtet habe. Es tut mir ja sooo leid. Bitte verzeiht mir, dass es Euch gibt.

Auto? Lasst das Auto in der Garage, noch besser, schafft es gleich ganz ab. Geht zu Fuß oder fahrt mit dem Fahrrad. Ziele im Nahbereich, die nicht mit dem Fahrrad zu erreichen sind, kann man auf dem Land getrost vergessen, in der Stadt fährt die Straßenbahn und der Bus hält an jeder Ecke. An den Bodensee oder an die Nordsee kommt man mit der Bahn. Alles ganz easy.

Flugzeuge? Wozu braucht man Flugzeuge? Nord-, Ost- oder Bodensee siehe oben. Auf Malle wird man doch wohl verzichten können und noch weiter wegzureisen wäre ohnehin ein Verbrechen am Planeten.

Grüne Energie – was ist das? Man will uns ja ständig einreden, Windräder seien grün, dabei sind sie hoch, riesig, aus schlecht recycelbaren Materialien, mit Bodenfundamenten, die jedem Naturschutz in Feld, Wald und Flur Hohn sprechen, und Windräder laufen darüber hinaus nur, wenn der Wind weht… heute weht er gerade nicht so gut. Kaum ein Ästchen rührt sich in den Bäumen vor meinem Fenster.

Zum Glück gibt es ja noch die Solaranlagen…. angeblich, so las ich neulich, dienen sie dem Natur- und Artenschutz, besonders aber den Fledermäusen. Das ist doch schön. Noch schöner ist es, dass sie unzähligen Kindern in Afrika und Südamerika die unnötige Plackerei in der Schule ersparen und ihnen gleich sichere Arbeitsplätze bieten, durch den Abbau der nötigen Rohstoffe nämlich. So lernen Kinder in fernen Ländern früh, dass nur durch harte Arbeit der Lebensunterhalt verdient wird und man auf solche Fisimatenten wie Autos oder Flugzeuge doch gut verzichten kann… Möglicherweise verzichten sie dann später sogar ganz freiwillig darauf, überhaupt ein Kind zu bekommen, dem das gleiche Schicksal beschert wäre….

Vegetarisch oder vegan zu leben, ja das ist zukünftig ein Muss. Die armen Tiere, die bisher als Nahrungsmittel getötet und missbraucht wurden, sollen endlich in Frieden leben können. Allerdings muss man sich fragen, ob man dann Kühe, Schweine, Hühner, Gänse und Enten nur noch in freier Wildbahn antreffen kann, zoologische Gärten wird es ja in Zukunft auch nicht mehr geben, oder plant man, die Tiere (wie später auch die Menschen) einfach aussterben zu lassen. Ich meine, welcher Bauer würde denn nur noch zum Vergnügen 2 Schweine und 3 Kühe halten, damit Kinder (sofern es noch Kinder gibt) am lebenden Getier sehen können, welche Verbrechen ihre Vorfahren früher verübt haben, Tiere in Ställen einzusperren ist Tiermissbrauch.

Wir gehen so herrlichen Zeiten entgegen, wir entwickeln uns nicht mehr länger, wir retardieren, natürlich nur zum Wohle des Klimas und des Planeten. Ich frage mich allerdings, was „wir“ davon haben, wenn es uns nicht mehr gibt und gar nicht mehr den unfassbar gut geretteten Planeten bewundern können.

Also ich setze ja persönlich ganz andere Akzente:

Ich liebe das Leben. Und ich vertraue dem Leben. Ich vertraue darauf, dass es immer Menschen geben wird, die sich Gedanken machen, wie wir es besser machen können, nicht, indem wir etwas verbieten, sondern indem wir den uns von Gott geschenkten Verstand nutzen, um an Lösungen zur Bewältigung der Zukunft zu arbeiten. Ich las gestern ein Interview mit dem neuen Nobelpreisträger für Chemie, Benjamin List. Auch er macht sich Gedanken, aber die weisen in eine ganz andere Richtung als die des Verbots. Was können Wissenschaftler dazu beitragen, Technologien zu entwickeln, die mehr sind, als nur eine Steuer auf CO2? Was können Biologen dazu beitragen, die Ernährung von beinahe 8 Milliarden Menschen zu sichern? Wie wird man dem Energiehunger begegnen, ohne die Ressourcen auszuplündern?

Sicher, ich kann ein Schild basteln auf dem die oben genannten 5 wichtigsten Dinge aufgezählt sind und mich in Hannover damit vor den Hauptbahnhof stellen oder vor der Staatskanzlei aufkreuzen, dem Landtag. Ich kann die Kachel auch bei Facebook teilen oder als Weihnachtsgruß an meine Verwandten, Bekannten und Freunde verschicken.

Aber noch lieber würde ich sagen:

Ihr seid klug, nutzt euren Verstand, macht eure Kinder stark durch Liebe und Vertrauen, vertraut dem Leben, vertraut dem Schöpfer und mäßigt euch da, wo es für euer Leben sinnvoll erscheint und möglich ist. Überlegt selbst, was ihr tun könnt und wie ihr leben wollt und lauft nicht den Heilsbringern und Schreihälsen nach.

Ihr seid verantwortlich für euer Leben – NUR FÜR EUER LEBEN !

Nehmt diese Verantwortung wahr. Das ist genug.

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