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Unter dem Radar? 3. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Der Krieg gegen die Ukraine steht seit Wochen im ungeteilten Fokus medialer Aufmerksamkeit.

In diesen Wochen werden wir täglich mit erschütternden Bildern und Reportagen konfrontiert, womit – so denke ich – aber langsam eine Grenze des Erträglichen erreicht wird. Nicht etwa, weil uns die Lage der Menschen in der Ukraine gleichgültig wird, sondern weil unser eingebautes „Alarmsystem“ bei Daueralarm irgendwann abschaltet. Man kann es nicht mehr hören, schaltet ab. Das ist vielleicht nicht die ganz feine Art, mit den Problemen anderer Menschen umzugehen, aber dennoch eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Das intuitive Ausschalten des Daueralarms macht uns wieder handlungsfähig,  müssen wir doch handlungsfähig bleiben, um mit gut durchdachtem Vorgehen die Ursachen des Alarms angehen und zu Lösungen kommen zu können.

Zu den Alarmtönen gehören ganz sicher auch die immer unverschämter gestellten Forderungen der „Kriegsteilnehmer“ nach schweren Waffen, seien es die vom Krieg tatsächlich bedrohten und betroffenen ukrainischen Politiker oder die deutschen Sympathisanten der ukrainischen Verteidiger, die den Kanzler und die Regierung bestürmen, ohne Rücksicht auf die gesamte Gemengelage, die Ukraine mit modernsten und schwersten Waffen zu versorgen und dabei sogar einen Gegenschlag Russlands auch auf die EU und die Nato-Staaten in Kauf zu nehmen.

Der Daueralarm, dem wir ausgesetzt sind, hat aber für eine ganz andere politische Entwicklung höchst positive Eigenschaften: Er hält alle anderen Themen unter dem Radar der Aufmerksamkeit. Doch nicht nur das, die mit dem Krieg in der Ukraine verbundenen wirtschaftlichen Sanktionen beschleunigen ein Vorhaben, das ohne das Kriegsgeschehen vermutlich heftigste Diskussionen auslösen würde.

Dazu fand ich heute diesen interessanten Beitrag, der aber nicht nur mich „alarmieren“ sollte.

Hier kann man ihn nachlesen:   https://eike-klima-energie.eu/2022/06/03/die-zerstoerung-des-deutschen-gasnetzes/

Es geht um nichts Geringeres als um den Rückbau einer Infrastruktur, die bisher die private, wie die industrielle Versorgung mit einem der wichtigsten Energieträger sicherstellte.

Dass dieses Vorhaben in dem von Habeck geführten Wirtschaftsministerium vorangetrieben wird, kann eigentlich nur diejenigen verwundern, die in Robert Habeck einen netten Mann sehen, der zwar eine Vision von einer zukünftigen heilen Welt hat und dabei als gutmütiger Onkel angesehen wird, der aber nicht daran denken würde, die jetzige Grundlage für unser Wohlergehen zerstören zu wollen. Doch genau das ist der Plan:

„Patrick Graichen, Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), hatte auf der Handelsblatt-Tagung „Stadtwerke 2022“ am 10. Mai 2022 in Berlin die Stadtwerke aufgefordert, mit den Planungen zum Rückbau zu beginnen. Graichen führte zur Begründung aus: „Natürlich ist im Jahr 2045 da kein Gas mehr in den Netzen“ und der Betrieb einzelner Heizungen mit klimaneutralem Wasserstoff als Erdgasersatz sei „Träumerei“, wie die „Welt“ berichtete. Bis 2025 sollte es in jeder Kommune eine Wärmeplanung geben, die klare Vorgaben macht, wie lange noch welches Gasnetz betrieben werde, sagte der Staatsekretär. Das wäre dann der dritte finale Anschlag auf die Sicherheit der Energieversorgung Deutschlands: nach dem Kernenergie- und dem Kohleausstieg folgt der Erdgasausstieg.“

Es geht in dieser Vorlage nicht nur um die Einstellung der Gasversorgung, es geht darum, die Infrastruktur, das Leitungsnetz zu zerstören…. „zurückzubauen“ hört sich ja viel harmloser an, nicht wahr?

„Das Oster-Paket des Dr. Robert Habeck

Die Bundesregierung hat dem Bundestag ein Gesetzespaket zur Änderung der Stromerzeugung in Deutschland (genannt Oster-Paket) zugeleitet. Zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren in allen Rechtsbereichen soll im Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) der Grundsatz verankert werden, dass „die Nutzung erneuerbarer Energien im überragenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient“. In der Begründung des Gesetzesentwurfs heißt es weiter: „Im Jahr 2030 sollen mindestens 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, und bereits im Jahr 2035 soll die Stromversorgung fast vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden“. Die Strommenge soll bis 2035 auf 750 Terawattstunden (TWh) ansteigen, um Elektromobilität und Wärmepumpen zusätzlich mit Strom zu versorgen. Bis 2030 sollen bereits 600 TWh aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Solar und Wind, stammen. Wie realistisch ist das? Wie versorgungssicher ist das? Und wie teuer wird das?  Darüber schweigt das Gesetzespaket. Der heutige Stromverbrauchmix zeigt die Ausgangslage.(Quelle: BDEW Jahresbericht 2021, S. 33)

Ich will hier nicht weitere Absätze des ganzen Berichts zitieren. Jeder kann den Beitrag lesen.

Mir graut es vor diesen Vorhaben und seinen Folgen… und beinahe bin ich froh, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit die vollständige Umsetzung des Plans im Jahr 2045   (sollte er tatsächlich so durchgeführt werden) aus Altersgründen nicht erleben werde.

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