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(Kein) Heiliger Geist ….? 6. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Keine Angst, dies wird keine Pfingstpredigt.

Nur ein kleiner Hinweis auf das, was wir Menschen aus dem gemacht haben, dessen Anfang mit diesen Worten beschrieben wird:

„Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis.

Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.

Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: Ein Tag.“

Quelle: Das erste Buch Mose (Genesis) in der Elberfelder Übersetzung von 1985, revidiert 1991

Mit Ehrfurcht und Staunen bin ich mein ganzes Leben lang dem Schöpfer-Gott und Schöpfer-Geist begegnet, und auch heute noch halte ich mich an diese unerschütterliche Gewissheit: Gott ist der Schöpfer! Doch sein „Schöpfen“ ist kein einmaliger Akt, der mit Genesis (1. Mose) 2,3 sein Ende fand. In der jüdischen Tradition wird betont, dass Gott schuf, erschafft und erschaffen wird. Das ist für mich der grundlegende Gedanke zu allem, was die Schöpfung Gottes ausmacht. Gott lebt in seiner Schöpfung, Gott arbeitet an seiner Schöpfung, Gott wird an seiner Schöpfung weiter arbeiten.

In den letzten Jahren haben wir Menschen es uns angewöhnt daran zu glauben, dass wir Gott als Schöpfer-HERR ablösen können. Wir wollen uns nicht nur nach der biblischen Aussage die Schöpfung „untertan machen“, sie bewahren, pflegen, hüten, achten, nein, wir wollen Gott gleich sein und bilden uns ein, Macht über alle Faktoren zu haben, die bisher unserer Macht entzogen waren – und müssen dabei doch zur Kenntnis nehmen, dass wir auch mit den besten Absichten und dem absoluten Willen dazu nicht in der Lage sind.

Wenn man den folgenden Text liest, kann man eigentlich nur verzweifeln. Immer mehr Menschen verbrauchen immer mehr Ressourcen, benötigen immer mehr Nahrung, Wohnraum, Kleidung, Arbeit, Energie. Wir kriegen es einfach nicht in den Griff.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/dws-skandal-und-nachhaltigkeitsziele-wie-wir-den-kollaps-herbeiwirtschaften-a-d768db0d-2479-40da-a136-ba9c12e0fc0b

Und das, was noch in früheren Jahren unter „Bewahrung der Schöpfung“ verstanden wurde, der pflegliche und Ressourcen schonende Umgang mit der Natur und den Schätzen der Erde, hat eine drastische Veränderung und Zuspitzung erfahren: Heute wollen wir Macht über die klimatischen Bedingungen und Veränderungen der Erde haben – und vergessen, dass Gott immer noch schafft und schaffen wird.

In den Kirchen werden Bittgebete zur Klimakrisenbewältigung gesprochen, Pläne vorgelegt, wie man die Erderwärmung stoppen, zumindest aber um 2° genau regulieren kann. Welch eine menschliche Hybris, dem Turmbau zu Babel gleich!

Manchmal – so auch heute – denke ich, dass wir nicht damit anfangen sollten, „klimagerecht“ Fenster, Dächer und Wände zu verändern, Kunststoffe und Plastik zu verbieten, das Auto durch das Fahrrad zu ersetzten und dergleichen Vorhaben mehr umzusetzen und dabei in einen mehr oder weniger heftigen Aktionismus zu verfallen, sondern dem Vertrauen auf den Schöpfer-Gott und Schöpfer-Geist wieder mehr Raum zu geben. „He’s got the whole world in his hands…“

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden….

Unser Leben ist endlich. Und so notwendig der bewahrende Umgang mit der Natur auch immer sein mag, das Ziel unseres irdischen Daseins ist nicht das Aufgehen in der Natur.

Wir sind aufgehoben in Gottes ewigem Geist und Sein, in seiner Herrlichkeit .

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“ Johannes 3, 16

Wer mag, kann die Pfingstpredigt des Petrus nachlesen, in der es nicht um den Wind „Ruach“ geht, der Windkraftanlagen antreiben kann, sondern um den Heiligen Geist, der darauf hinweist, dass in Jesus Christus errettet wird, wer seinen Namen anruft. (Apostelgeschichte 2, 14 und folgende…)

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