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Kurzer Zwischenruf zum Thema Abtreibung… 25. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Die Parlamentarier des Deutschen Bundestages haben sich für die Streichung des § 219a ausgesprochen – und viele aus dem links-grünen Lager begrüßen diese Entscheidung und liebäugeln mit weiterem Abräumen von Hürden, die einer Abtreibung im Wege stehen.

Dazu mein kleiner und kurzer Zwischenruf:

Seit wie vielen Jahren können Frauen in Deutschland auf bewährte Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft zurückgreifen?

War es erst neulich, oder gibt es sie noch gar nicht?


Ab wann werden Jungen und Mädchen in den Schulen darüber aufgeklärt, was bei einem Koitus passieren kann? Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich bereits in den frühen 70er Jahren an einer Sonderschule in Nordessen einen entsprechenden Unterricht erteilt.


Also komme mir niemand mit der Ausrede, man habe ja nicht wissen können, dass beim Sex ein Kind entstehen könnte und überhaupt wisse man absolut nichts über Verhütung.


Dieses Argument – Frauen müssten beim Beischlaf jetzt aufpassen, wie ich es in einem Kommentar las – ist in höchstem Maße anachronistisch und außerdem extrem frauenfeindlich. Schließlich gehören zum Kindermachen ZWEI Personen unterschiedlichen Geschlechts, ein Mann und eine Frau.

Wieso soll die Frau aufpassen? Wieso nicht der Mann?

Die „Gummimethode“ mag zwar wenig beliebt sein, funktioniert aber meistens recht gut und ist einem Mann durchaus zuzumuten, jedenfalls ist sie deutlich weniger „gefährlich“ als eine Abtreibung, die zulasten der Frau UND des ungeborenen Kindes geht.
Ich bin absolut gegen Abtreibung als „Verhütungsmethode“, billige aber jeder Frau in einem ernsten Konflikt zu, über eine Abtreibung nachzudenken…. wobei ich lieber zugunsten des Kindes entscheiden würde, wenn es keine medizinischen oder extreme psychologischen Probleme gibt, die gegen die Austragung des Kindes sprechen.


Statt Werbung für Abtreibungen nun jubelnd zu begrüßen, sollten die Parlamentarier lieber darüber nachdenken, welche Hilfen – außer dem Töten – man für die betroffenen Frauen anbieten könnte… Ideen dazu hätte ich sehr, sehr viele.

Abtreibungsbefürworter hören es zwar nicht gerne und sprechen es noch weniger gerne aus, aber:

Jede Abtreibung ist eine Tötung werdenden Lebens.

Auch ein Zellklumpen hat das Potenzial, Professor oder Kanzlerin zu werden, wenn man ihn denn wachsen und sich entwickeln lässt. Insofern akzeptiere ich das häufig zu hörende Argument nicht, in den ersten Tagen nach der Nidation könne ja noch nicht von einem menschlichen Wesen geredet werden, und diesen Zellhaufen zu entfernen sei nichts anderes, als einen Pickel an der Nase auszudrücken oder einen Zahn ziehen zu lassen… wobei mir das Beispiel mit dem Zahn noch besser gefällt, schließlich ist ein Zahn, den man zieht, ebenso für immer weg wie nach einer Abtreibung der Zellhaufen, aus dem ein Mensch werden sollte… wenn man ihn gelassen hätte.

Er hat es immer noch nicht begriffen… 25. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Kassels Oberbürgermeister möchte die Documenta 15 „nicht unter Generalverdacht“ gestellt wissen und hält darum die Absage des Kanzlers für „unangemessen“.

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/documenta-kassels-ob-kritisiert-scholz-absage/

Die Absage eines Documenta-Rundgangs ist aber die einzig richtige Konsequenz, die der Kanzler aus der zutage tretenden Gesamtkonzeption des Künstlerkollektivs aus Indonesien ziehen konnte.

Längst geht es nicht mehr „nur“ um das „Wimmelbild“, auch nicht mehr „nur“ um den unsäglichen Vergleich, der in dem Guernica-Gaza-Gemälde angestellt wird, in welchem die israelischen Streitkräfte, die sich des Terrors AUS Gaza erwehren, mit den faschistischen Kampfverbänden gleich gestellt werden, die die Bombardierung der spanischen Stadt Guernica zu verantworten hatten.

Es geht – so möchte ich es ausdrücken – um den „Basso continuo“, der sich durch die gesamte Ausstellung zieht, angefangen mit den ersten kritischen Stimmen, die sofort abgewiegelt wurden bis hin zu den Filmen, die als „Begleitmusik“ des „universalen Befreiungskampfes der Völker“ gezeigt werden sollen, wobei, das müsste doch auch dem OB klar sein, es eben beispielsweise nicht um den Befreiungskampf der verarmten Bevölkerung Südamerikas gegen die linken Rebellen oder die Drogenbarone geht, sondern ausschließlich und ausdrücklich um die geforderte „Befreiung Palästinas“ vom angeblichen israelischen Joch. Hätte sich Christian Geselle auch nur ansatzweise mit den Grundlagen der Hamas oder zumindest mit denen der PLO beschäftigt, wäre er gar auf die Idee gekommen, sich die Reden der antiisraelischen Ajatollahs in Iran und die der antiisraelischen Demagogen anderswo auf der Welt anzuhören, müssten ihm doch die Ohren geklingelt haben, angesichts dieser stets vorhandenen (unterschwelligen) antiisraelischen Töne.

Um es ganz klar zu sagen: Bei allen kritischen Tönen zu Israel geht es in aller Regel nicht um die Politik des Staates – wäre es das, müssten man ständig die Politik vieler anderer Staaten weitaus kritischer unter die Lupe nehmen -, es geht immer um das „Vorhandensein“ des Staates Israel, ihn zu delegitimieren ist das Ziel jeglicher Kritik, selbst dann, wenn alle unsere Präsidenten, Kanzler und Außenminister von der Staatsräson des Existenzrechts Israels unermüdlich reden und gleichzeitig die „Siedler“ zum Friedenshindernis erklären.

Natürlich käme niemand in der Bundesrepublik, der an verantwortlicher Stelle Politik macht, auf die selbstmörderische Idee, offiziell das Vorhandensein Israels zu beklagen, aber ich nehme im Gegenzug leider gar nicht wahr, dass die arabischen Nachbarn oder die Palästinenser in die Pflicht genommen werden, Israel als jüdischen Staat ohne Wenn und Aber endlich, endlich anzuerkennen.

Ich kriege immer nur mit, dass mit tränenreicher Geste in Yad Vaschem Kränze niedergelegt und dabei „nie wieder!“ und „deutsche Scham“ oder „Verantwortung“ in die aufgestellten Mikrofone geredet wird, aber die gleichen Personen in Windeseile – zumeist noch am gleichen Tag – nach Ramallah eilen, um dem ewigen Präsidenten Abbas ihre Aufwartung zu machen und zu beteuern, das Deutschland seinen Verpflichtungen zur Unterstützung der armen palästinensischen Flüchtlinge (in x-ter Generation) nachkommen werde. Wir finanzieren die Renten der palästinensischen Judenmörder, als gäbe es nicht einen einzigen Grund, genau das zu verweigern. Wir fördern die Schulen in den Palästinensergebieten, die die Kinder zum Hass auf Israel erziehen.

DAS ist die Tonart, die auch in der Documenta 15 schwingt!

Und DAS hätte Herr Geselle doch einfach und schlicht zur Kenntnis nehmen können, wenn schon nicht vor dem Eklat und angesichts der vielen kritischen Stimmen zuvor, so doch zumindest jetzt. Es gibt doch genug Publikationen zu dem Thema.

Dass zum gegenwärtigen Stand nicht einmal eine Aufsichtsratssitzung zu den Rücktrittsforderungen vorgesehen ist, spricht doch Bände.

Die Rolle, die Frau Roth in diesem üblen Spiel übernommen hat, soll hier nicht weiter ausgeführt werden. Ihre Haltung zu BDS ist bekannt, ihre Distanzierung von den Darstellungen des Wimmelbilds kann man durchaus als Versuch der Schadensbegrenzung einordnen, nicht aus innerer Überzeugung, vermute ich, sondern aus politischem Kalkül. Ihrer Aussage nach soll es nun der Bund richten.

Antisemitismus – ganz gleich in welcher Maskerade er auch immer auftreten mag – muss geächtet und bekämpft werden, nicht mit Talkshows oder Debatten, sondern mit der entschiedenen Verhinderung seiner jeweiligen Formen und Spielarten.

Darum ist die Absage des Kanzlers richtig und notwendig.

Der Kanzler der Bundesrepublik kann und darf sich nicht gemein machen mit einer Sache, die den Keim des Antisemitismus in sich trägt, selbst dann nicht, wenn das große Bedauern ausgedrückt wird über den „Fehler“, der immer noch nicht wirklich eingesehen wird. Antisemitismus ist kein Problem, weil es unsere Vergangenheit betrifft, er ist das Problem, das über die (vor allem unsere) Vergangenheit weit hinausreicht und auch nicht auf dieses Land der Täter und seiner Millionen Opfer begrenzt ist, wie die Indonesier es darzustellen suchen.

Antisemitismus betrifft ALLE, alle Länder und Völker, die ein Problem damit haben, dass es Juden gibt und den Staat ISRAEL !

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