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Sapere aude…. 29. September, 2022

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Im Laufe eines interessanten Disputs (in einem anderen Blog) über eine von mir getätigte Aussage, die meinem Gegenüber aber nicht gefiel, wies mich mein Gesprächspartner auf meine „selbstverschuldete Unmündigkeit im Sinne Kants“ hin.

Nun will ich hier nicht auf die Unverschämtheit des Diskutanten eingehen, mir indirekt nahezulegen, mich im Hinblick auf meinen Verstand doch besser seiner Leitung zu bedienen, als mich fürderhin entschlossen auf meinen eigenen Grips zu verlassen und damit in „selbstverschuldeter Unmündigkeit“ zu verharren.

Ich gehöre bereits seit meiner frühesten Kindheit zu den Menschen, die sich ungern vorschreiben lassen, was und wie sie zu denken haben, wobei ich mich natürlich im Laufe meines Lebens leiten, lehren und belehren ließ – zunächst von Eltern, Großeltern und der Lieblingstante, die teils streng, teils liebevoll das neugierig-aufmüpfige Kind mit Information und Wissen betrauten und dabei darauf achteten, dass das „eigene Denken des Kindes“ auf nicht gar zu viele Abwege geriet. Später mühten sich Lehrerinnen und Lehrer, den wachen Geist der Schülerin anzuregen, zu fördern und zu schulen und in gesellschaftlich verträgliche Bahnen zu leiten, einzuhegen in die Konzepte der vorherrschenden und politisch erwünschten Ansichten und Meinungen in Schule und Gesellschaft. Gleichzeitig wuchs mit diesem Bemühen aber auch das, was man wohl einen „kritischen Geist“ nennen kann. Und dieser kritische Geist war es wohl auch, der es der Studentin damals ermöglichte, den Autoritäten an Fachhochschule und Universität zu widersprechen, wenn die vorgegebene Linie nicht mit der eigenen Denkweise übereinstimmte.

Der kritische Geist ist mir geblieben. Nur weil ein Professorentitel mein Gegenüber schmückt, der ihn als „Meister seines Fachs“ ausweist, heißt das doch – meinem Verständnis nach – noch lange nicht, dass die anerkannte fachliche Überlegenheit generell sein und auf alle anderen Gebieten angewendet werden kann oder gar angewendet werden muss – des Titels zuliebe?.

Der kritische Geist ist mir auch geblieben, wenn es darum geht, Nachrichten nicht nur aufzunehmen, sondern auch zu durchdenken und einzuordnen. Deshalb konnte ich mich auch nie mit Claus Klebers Verständnis von Journalismus abfinden, das nämlich davon ausging, dass der Moderator der Nachrichtensendungen des ZDf (und der ARD, Kleber sprach für beide Anstalten) die Nachrichten für die Zuschauer einzuordnen habe, damit diese Nachricht, Szenerie und Situation „richtig“ verstehen.

Wenn ich über einen Tatbestand gut informiert werde, die Hintergründe dabei nicht ausgelassen werden, bin ich durchaus in der Lage, sie selbst einzuordnen. Vielleicht geschieht diese Einordnung aber nicht im Sinne des Moderators oder der Richtlinie eines Senders und bleibt vielleicht sogar lückenhaft, aber sollten wir nicht alle in der Meinungsbildung frei sein, uns zu entscheiden, ob wir einer vorgegebenen Ansicht folgen oder uns eigene Gedanken machen?

Ich habe immer schon gesagt, dass Gott mir einen gut funktionierenden Verstand geschenkt hat und es mir gefällt ihn auch zu gebrauchen. Meiner Überzeugung nach ist es sogar unsere Pflicht, den eigenen Verstand einzuschalten und ihn zu einzusetzen, Dinge und auch Ansichten und Meinungen zu hinterfragen.

Ganz sicher – und auch das ist ein Teil meines kritischen Bewusstseins – sind mir aber auch Grenzen gesetzt. Grenzen des Wissens und Grenzen des Verstandes und Verstehens. Deshalb lasse ich mich immer noch gerne belehren – im Sinne von Erweiterung meines Horizonts und Wissens durch sachliche Informationen und auch durch einander widersprechende Expertisen, Meinungen und Ansichten.

Aber ich lasse mich nicht gerne für dumm verkaufen, nicht von Nachrichtenleuten, nicht von Propagandisten, nicht von Politikern und /oder Leuten, die ihre eigene Agenda vertreten.

Nur Mut, gebraucht den Verstand!

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WER war das? 28. September, 2022

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Mögliche Pipeline-Sabotage:
EU droht mit einer «robusten und gemeinsamen Reaktion»

Das ist passiert: Die EU hält Sabotage als Ursache für die Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 für wahrscheinlich und droht mit Gegenmassnahmen. «Alle verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass diese Lecks das Ergebnis einer vorsätzlichen Handlung sind», erklärte der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Jede vorsätzliche Störung der europäischen Energieinfrastruktur sei völlig inakzeptabel und werde «mit einer robusten und gemeinsamen Reaktion beantwortet werden». Auch der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach von Sabotage“, erfahre ich von dem sogenannten „Briefing“ der NZZ per Mail.

Also die Empörung der EU kann ich durchaus nachvollziehen, ich teile sie sogar.

Und ich finde auch, dass eine Reaktion folgen muss.

Nur wie sich die EU das mit einer „robusten und gemeinsamen Reaktion“ vorstellt, kommt mir noch etwas rätselhaft vor.

Wenn wir Kinder früher dumme Sachen gemacht hatten und uns herausreden wollten, ja nicht wirklich etwas mitgemacht zu haben, bekamen wir den folgenden Spruch zu hören:

Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

Also nach meinem Verständnis ist zwar klar, dass da etwas mit Absicht zerstört wurde, aber wer das war und wer möglicherweise mitgegangen war, ist doch eine reine Mutmaßung (so möglich sie auch immer sein mag!). Und damit, den Übeltäter definitiv zu benennen, befindet man sich doch noch im Reich der Spekulation.

Auf Spekulationen kann man aber doch keine „robuste Reaktion“ aufbauen.

Will sagen, vor dem „Hangen“ kommt das „Fangen“.

Also, wer war es und wer weiß es?

Fremde Feder: Geschichte wiederholt sich: Bethlehems Christen stehen vor der Auslöschung 28. September, 2022

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2018 besuchte ich im Rahmen einer Gruppenreise auch eine kleine Baptistengemeinde in einer muslimisch dominierten Stadt in Judäa.
Die Gespräche, die wir mit dem Pastor der Gemeinde und einigen Gemeindemitgliedern führen konnten, werden im Wesentlichen durch diesen Bericht auf eine breitere Ebene gestellt.
Leider haben das viele Christen in Deutschland und viele geistliche Würdenträger immer noch nicht erkannt oder können es nicht sehen.
Wenn aber schon die „eigenen Geschwister“ blind für die Nöte der Christen sind, wie viel weniger kann man dann von deutschen Politikern Unterstützung für die Christen im Nahen Osten erwarten, die unter einer muslimischer Mehrheitsbevölkerung leben?

Medien BackSpin

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 1. September 2022

Bethlehem, das als Geburtsort Jesu Christi gilt, wird im christlichen Glauben verehrt und zieht jedes Jahr mehr als eine Million Pilger an, die kommen, um in der berühmten Geburtskirche zu beten. Hier stehen täglich hunderte Schlange, um eine kleine Felsgrotte zu betreten, in der ein 14-zackiger Silberstern die Worte trägt: „Hic de Virgine Maria Jesus Christus natus est“, was heißt: „Hier wurde Jesus Christus von der Jungfrau Maria geboren.“

Vor 70 Jahren nannte auch eine beträchtliche Anzahl an Christen Bethlehem ihr dauerhaftes Zuhause; die Bevölkerung der Stadt in der Westbank und der umgebenden Dörfer war zu 90 Prozent christlich.

2016 warnte die damalige Bürgermeisterin von Bethlehem, Vera Baboun, die Zahl sei auf 12 Prozent gesunken, auf nur noch 11.000 Menschen.

Aus der gesamten von der palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Westbank wird berichtet, dass weniger als 50.000 Christen verbleiben, während es im Gazastreifen, der von den…

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Hin- und hergerissen… 26. September, 2022

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Hin- und hergerissen bin ich angesichts einer Meldung, die die ARD heute veröffentlicht:

Die Deutsche Umwelthilfe regt an, dieses Jahr die Weihnachtsbeleuchtung wegzulassen – wegen der Energie-, aber auch der Klimakrise. Allein der private Stromverbrauch dafür entspreche dem einer mittleren Großstadt pro Jahr.

Das Bild, das sie zur Illustration dieser Forderung eingestellt hat, entspricht dabei ganz sicher nicht den Vorstellungen der Mehrheit der Bevölkerung, was den adventlichen Lichterschmuck privater Haushalte angeht. In meinem Dorf habe ich jedenfalls noch nie in den vergangenen 40 Jahren ähnliche Beleuchtungsorgien zur Weihnachtszeit gesehen, wohl aber festlich mit Schwibbogen und ähnlichen Aufstellern geschmückte Fenster oder einfache Lichterketten an Haustüren oder kleinen Bäumchen im Vorgarten.

„“Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energieknappheit, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten“, so Resch. Er wies auf den Stromverbrauch hin: „Allein die privaten Beleuchtungsorgien verursachen pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden – so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr verbraucht.““

Natürlich kann man im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten, wobei ich mich daran erinnere, dass im Nachkriegsdeutschland während der Adventszeit Kerzen in die Fenster gestellt wurden, um auf die immer noch nicht heimgekehrte Kriegsgefangenen hinzuweisen. Immer wieder haben Menschen Kerzen angezündet, um auf einen Verlust, auf ein Unrecht, auf politisch Verfolgte aufmerksam zu machen. Warum also nicht auch ein Licht FÜR die Ukraine entzünden?

Natürlich kann man angesichts der Energiekrise auf die Weihnachtsdeko verzichten. Der Verzicht auf die sonst übliche Weihnachtsdekoration wäre einerseits sogar richtig.

Er entspräche nämlich dem eigentlichen Charakter dieser Zeit, die in den früheren Jahren der Christenheit als Fastenzeit galt, in der es um die Besinnung auf das Wesentliche ging, nämlich auf die Erinnerung an die Geburt des Erlösers. Dies, die Adventszeit als Fastenzeit zu erleben und zu gestalten, ist in den letzten Jahrzehnten (Jahrhunderten?) dem öffentlichen Bewusstsein verloren gegangen.

Auf der anderen Seite wird Christus als das von Gott gesandte „Licht“ gefeiert, das den Menschen Hoffnung und Weisung gibt. Jesus selbst sagt von sich „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh. 8, 12) und fordert auch seine Nachfolger auf, „Licht der Welt“ zu sein, womit aber ganz sicher nicht der Sinn auf „Beleuchtung“ gelegt ist, wie wir Licht im Allgemeinen verstehen.

Die Ankunft dieses „Lichts“ symbolisch in der Adventszeit zu feiern, indem wir Kerzen anzünden und Lichter am Abend in die Fenster stellen, sollten wir trotz der Energiekrise und trotz aller Bemühungen um die Rettung des Planeten nicht aufgeben, ist es doch ein Zeichen dafür, dass wir aus einem anderen „Licht“ leben als dem, das durch Kraftwerke, gleich welcher Art, mit Strom versorgt und betrieben wird.

Es tut darüber hinaus auch der Seele gut, der Dunkelheit der vor uns liegenden Jahreszeit ein „Licht aufzustecken“, das im wahrsten Sinne des Wortes das Dunkel erhellt.

Dass man dabei aber in Maßen vorgehen sollte – und das betrifft ganz sicher auch die bisher so üppigen Beleuchtungen der Innenstädte zur Haupteinkaufszeit des Jahres -, das versteht sich doch von selbst.

Doch der Mensch lebt eben nicht nur von „Brot allein“, wie die Bibel es in einem anderen Zusammenhang sagt. Wir Menschen benötigen zu unserem Wohlergehen auch Symbole, Zeichen, Rituale, die uns Trost und Hoffnung geben und sogar gerade dann leuchten, wenn die Aussichten dunkel und alles andere als verheißungsvoll und gut sind.

Lasst uns also sorgsam mit dem Licht des Lebens umgehen, im realen, wie im übertragenen Sinn und trotz aller Mängel Lichter anzünden, mit dem Gedanken an den, der die Hoffnung der Welt ist und dessen Geburt wir zu Weihnachten feiern — und dessen Wiederkunft wir gerade in der Adventszeit hoffnungsvoll entgegensehen.

Rosch ha-Schana 25. September, 2022

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Mit dem Bild, das ich der Wikipedia-Seite entnommen habe, grüße ich meine jüdischen Freundinnen und Freunde und die jüdischen Leser, die meine Seite besuchen und wünsche allen:

שנה טובה ומתוקה

Mögen die Feiertage in Frieden und Ruhe gefeiert werden können und gleichzeitig der Beginn für ein friedvolles Jahr  5783  sein.

Wir alle sehnen uns nach Frieden, nach einem Leben ohne Krieg, Not, Angst und Verlust.

G’TT schenke uns diesen Frieden und SEINEN Segen zu unserem Tun und Lassen.

Glückliche Tage…. 24. September, 2022

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Ja, es waren glückliche Tage auf der Wiese.

Tage, für die ich sehr, sehr dankbar bin.

Aber auch die glücklichen Tage waren nicht gänzlich unbeschwert.

Da waren und sind die Sorgen, die ich mir um den Schaden mache, der im Häuschen entstanden ist und nun behoben werden muss. Ich hoffe inständig, dass die Balkenkonstruktion nicht auch betroffen ist. Aber selbst wenn das so sein sollte, so ist es doch „nur“ ein Schaden, der durch Fachleute behoben werden kann.

Wie viel schwerer wiegen die Besorgnisse, die mit dem Weltgeschehen zusammenhängen. Nicht auszudenken, was passieren wird, wenn der Herr im Kreml seine Drohungen wirklich wahr machen sollte. Noch hoffe ich darauf, dass sich der Kanzler nicht von seinem Weg abbringen lässt, allen Forderungen der „Krieger“ in den Parteien und den darüber schreibenden Journalisten nach schweren Waffen für die Ukraine NICHT nachzugeben und alles zu vermeiden, was den Eindruck erwecken könne, Deutschland sei indirekt oder gar direkt am Krieg in der Ukraine beteiligt. Des Kanzlers Mantra „keine Alleingänge“ sollte endlich auch von denjenigen ernst genommen werden, die so vollmundig von „deutschen“ Waffenlieferungen reden, ohne sich vermutlich auch nur ansatzweise darüber Gedanken zu machen, welche Folgen das haben könnte.

An dieser Stelle sei auf den konfrontativen Auftritt Baerbocks hingewiesen, wie er in der aktuellen Ausgabe des Spiegel (Nr. 38) auf den Seiten 30 ff unter der Überschrift „Baerbock lässt es scheppern“ beschrieben wird. Zitate: “ Ein vertraulicher Austausch zwischen der Annalena Baerbock und Olaf Scholz am Nachmittag im Kanzleramt. …. Einen Tag später sagt Baerbock der FAZ, sie habe Verständnis für die Forderungen der Ukraine nach modernen Kampfpanzern. Die Entscheidung solle man nicht auf die lange Bank schieben. Damit setzt sie sich so deutlich von der Haltung des Kanzlers ab, dass man es auch als kleinen Affont werten kann. … Der FAZ sagte sie, über moderne Kampfpanzer könne nur gemeinsam entschieden werden, in ‚einer Koalition und international‘. …. ‚In der entscheidenden Phase, in der sich die Ukraine gerade befindet, halte ich das aber auch nicht für eine Entscheidung, die lange hinausgezögert werden sollte.‘ Ein Satz, der Scholz zum Handeln bewegen soll.“

Offensichtlich hat Frau Baerbock es immer noch nicht verwunden, dass nicht sie Kanzler wurde und die Richtlinien der Politik bestimmen kann. Schlimm genug, denke ich, dass sie Außenministerin ist und noch schlimmer, dass sie von Diplomatie nichts hält, sondern lieber als Elefant im Porzellanladen auftritt und ihre Gesprächspartner reihenweise abwatscht, siehe Überschrift „Barbock lässt es scheppern“…

Natürlich darf sich „der Westen“ nicht von Moskaus Kriegsrhetorik beeinflussen lassen und mit Maßnahmen reagieren, die der Angst vor einer Ausweitung des Krieges geschuldet sind – Bangemachen gilt nicht! So haben wir als Kinder geantwortet, wenn uns jemand mit Schauergeschichten zähmen wollte. Aber ebenso natürlich müssen alle Schritte doch dahingehend überprüft werden, wie groß der Effekt auf die russische Bereitschaft ist, den Krieg weiterzuführen, respektive ihn zu beenden und wie groß gleichzeitig der Schaden kalkuliert werden muss, der dem eigenen Land durch seine Solidarität mit der Ukraine erwächst.

Schon jetzt zeichnet es sich doch ab, dass die Sanktionen gegen Russland verheerende Auswirkungen auf das gesamte wirtschaftliche Leben in Deutschland haben. Der Mangel an bezahlbarer Energie, die in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Kosten sowohl in der Produktion von Industrie und Handwerk, als auch im Verbrauch in den privaten Haushalten steht, ist doch unübersehbar. Es bedarf doch nicht eines Milchmädchens, um zu rechnen und klarzumachen, dass ein Zurückfahren der Produktion unmittelbare Auswirkungen auf die Einnahmen der Firmen UND die des Staates hat, von den Verlusten an Marktanteilen will ich gar nicht reden, auch nicht von den Folgen für die Beschäftigten und ihre Familien. Wie soll der Staat bei sinkenden Steuereinnahmen die extrem hohen Ausgleichszahlungen und dringend notwendige Hilfen finanzieren, wie der Ukraine die versprochenen Millionen und Milliarden für Waffen und Wiederaufbau zur Verfügung stellen?

Dass der Wirtschaftsminister zwar einen deutlich besseren Überblick hat als ich hier an meinem Computer, steht außer Frage, aber ich frage mich schon, ob er den ausreichend großen Sachverstand inzwischen erworben hat, um den Herausforderungen gut überlegt und strukturiert begegnen zu können. Allein sein Gekungel um die Atommeiler lassen doch Schlimmes befürchten, weil der Minister von Amts wegen eben nicht nur für die Wirtschaft zuständig ist, sondern gleichzeitig dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet ist. Da streiten permanent zwei Seelen in der Brust eines Mannes, der bisher vor allem schöne Worte fand, um visionäre Zustände eines klimafreundlichen Deutschlands zu beschreiben, das irgendwie die Versöhnung von Industrie und Umwelt hinbekommt – so ganz ohne qualmende Schlote und CO2 speiende Zerstörer des Planeten, dafür mit „Windradwäldern“ bis zum Horizont und Solarfeldern, die im gleißenden Sonnenlicht funkeln… Gibt es etwas Schöneres als diese Technik in bisher unberührter Natur? Und wäre es nicht wunderbar, wenn Papi und Mami nur noch an drei Tagen in der Woche arbeiten müssten? (Könnten, muss es eigentlich heißen, weil an allen anderen Tagen gar keine Arbeit getan werden kann, denn nicht nur die großen Industrieanlagen lägen ja still und sanft im ewigen Schlaf, auch Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen wären von der Deindustrialisierung betroffen, den Kunden fehlte das Geld für Anschaffungen und Konsumgüter, die nicht landwirtschaftlich erzeugt werden können. Aber das wird der Minister niemals laut sagen!) Schöne neue Welt.

So ähnlich müssen es sich diejenigen vorstellen, die jetzt schon die Kinder aktivieren, um für die Rettung des Planeten auf die Straße zu gehen. Ich staune nicht schlecht, mit welcher Euphorie über den FfF-Tag in den Medien berichtet wird. Ob die Journalisten wirklich verstanden haben, um was es Luisa Neubauer und Co wirklich geht? Autofreie Städte, gar keine Verbrenner mehr – das betrifft auch die Heizungen in den Wohnungen mehrerer Millionen Menschen allein in Deutschland, Öffis und Fahrrad statt Auto, wobei man davon ausgehen muss, dass die Fahrräder in China produziert werden, denn die Produktion dieser Dinger ist ganz sicher in Deutschland nicht CO2-frei zu bewältigen. Keine Textilien mehr aus heimischer Produktion, wir verlagern die Umweltsünde dann eben kurz nach Indien oder Bangladesch. Aber wie kriegt man die Jeans für 5.95 Euro emissionsfrei nach Deutschland geliefert? Durch Lastensegler?

Ach, ich vergaß, die Regeln sollen ja global gelten. Auch keine Umweltsünden in den Ländern außerhalb Europas. Nur noch friedvolle grüne Agrarwirtschaft mit einigen wenigen glücklichen Hühnern, für diejenigen, die nicht vollkommen vegan leben wollen. Schweine- und Rinderhaltung ist ja nicht nur extrem umweltschädlich, sie ist auch ganz eindeutig gegen das Selbstbestimmungsrecht von Schweinen und Kühen – Schafe und Ziegen fallen auch darunter, vermutlich auch Kamele, Esel und Lamas, da bin ich aber nicht ganz sicher.

Dann war da noch der große Abschied von der Queen…. was sage ich, von einer ganzen Epoche, einem Jahrhunderte währenden Zeitalter geradezu.

Niemand wird bestreiten, dass mit dem Tode Queen Elizabeth II. ein „Machtfaktor“ im Weltgeschehen beendet ist, auch wenn diese Macht weniger auf politischem Handeln beruhte, als auf der persönlichen Größe der Queen und ihrem integrativen Einfluss auf die Staaten des Commonwealth. Die Zeit der großen Monarchien ist zu Ende, auch wenn es in Europa natürlich weiterhin „Königshäuser“ geben wird, die ihren repräsentativen Pflichten getreulich nachgehen werden, wobei die Einschränkung gemacht werden muss, dass ihre „Notwendigkeit“ ganz entschieden von der Frage abhängen wird, ob nicht gewählte Präsidenten die kostengünstigere Variante für ein Land und seinen Etat darstellen würde. Wenn sich dann noch Skandal an Skandälchen reiht, werden vermutlich auch die enthusiastischsten Anhänger monarchischer Traditionen ins Grübeln geraten ob der Frage, wie zeitgemäß eine kostspielige Hofhaltung einer skandalträchtigen Königsfamilie immer noch ist.

Ich will an dieser Stelle keine weitere Lobeshymne der wunderbaren Wegführung der Queen singen, aber dennoch einen Aspekt beschreiben, der mich zutiefst berührt hat, trotz des Aufwands an Pomp und Pracht bei den Feierlichkeiten zur Beisetzung der britischen Monarchin. Es war der Moment, in dem die Insignien der Macht – Zepter, Reichsapfel und Krone – vom Sarg der verstorbenen Königin gehoben und auf dem Altar der Kirche von Windsor abgelegt wurden. Die Herrschaft, die ihr – dem Verständnis des Gottesgnadentums nach – von Gott verliehen wurde, wird an ihn, den Höchsten, den „König der Könige“, wie ihn die Bibel benennt, zurückgegeben.

Leider wurde dieser Zusammenhang von den kommentierenden Berichterstattern weder gesehen noch benannt. Dabei waren beide Gottesdienste geprägt von der tiefen Verbundenheit der Königin mit Christus, wie es immer wieder in den Ansprachen, den Lesungen aus dem Neuen Testament und den Psalmen, den Gebeten und Gesängen deutlich wurde.

Und so wurde aus der Queen Elizabeth die „Schwester Elizabeth“, die, wie wir Normalsterblichen, auf Gottes Gnade angewiesen ist und im Glauben mit dem Ewigen Leben in Gottes Herrlichkeit rechnen kann. Dass diese Botschaft in all der prachtvollen Inszenierung nicht untergegangen ist, hoffe ich voller Zuversicht angesichts der 4 Milliarden Menschen, die den Gottesdiensten per Fernsehen beiwohnten. Wann haben je so viele Menschen gleichzeitig einem Gottesdienst folgen und das Zeugnis hören können von Gott dem Schöpfer, Jesus Christus dem Erlöser und dem Heiligen Geist, der uns in aller Wahrheit leitet? Allein dafür hat sich der ungeheure Aufwand gelohnt, ist meine ganz nüchterne Feststellung und Meinung.

Ja, es waren schöne Tage auf der Wiese…. ich habe sie genossen, trotz allem. Ich möchte sie nicht missen. Und ich wünsche mir, dass sie mir in ähnlicher Weise geschenkt sein mögen….

Sonnenaufgänge …. Touren mit dem Trike …. Gespräche am Feuerkorb mit dem Liebsten …. die Ruhe eines Regentages …. das Tosen des Windes …. die wunderbare Schönheit der Schöpfung Gottes.

Es ist nicht das Wetter…. 17. September, 2022

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Es ist nicht das Wetter, das mich frösteln lässt.

Zwar ist es kühl auf der Wiese, der Wind ist stark und beinahe stürmisch, graue Wolken bedecken den ganzen Himmel und immer wieder kommt es zu heftigen Schauern, aber ich muss mich ja nicht draußen aufhalten und gegen die Kühle im Haus kann ich mich wappnen – mit warmer Kleidung und mit dem Feuer, das ich gegen Abend im Kaminofen entzünden werde, wenn langsam auch alle Aktivitäten im Haus zur Ruhe kommen.

Es ist auch nicht die Aussicht auf die Arbeit und Bürokratie, um den Schaden im Wiesenhaus zu beheben, die mich frösteln lässt. Damit kann ich umgehen, das kriegen wir hin. Wir sind sozusagen „sturmerprobt“.

Es sind die Nachrichten, die mich selbst in der Abgeschiedenheit unserer kleinen Siedlung hinter dem Deich erreichen, obwohl ich Nachrichten nur noch in homöopathischer Dosierung aufnehme und alle Sendungen meide, die meine Ängste schüren und meinen Blutdruck in die Höhe treiben könnten.

Manche der Schreckensmeldungen erreichen mich eben doch.

Ich bin ziemlich irritiert, wie tiefenentspannt viele Menschen zu sein scheinen, die mit gleichmütiger Gelassenheit all diese Ankündigungen an sich abperlen lassen, die uns eigentlich in höchste Alarmbereitschaft versetzen müssten.

Als Beispiel sei der folgende Bericht genannt, den man unter diesem Link lesen kann:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energie-mangel-viele-chemiefirmen-stoppen-die-produktion-18321698.html?GEPC=s13

Daraus zitiere ich einige Passagen

„In der Chemieindustrie macht sich Angst breit. „Wir haben lange davor gewarnt, dass Produktion stillgelegt wird und Unternehmen ganz aussteigen. Und genau das findet jetzt statt“, sagt Wolfgang Große Entrup. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) schildert die Lage im Gespräch mit der F.A.Z. dramatisch. Vor allem im Mittelstand stünden Unternehmen mit dem Rücken zur Wand. „Wir haben sehr viele, die schreien buchstäblich um Hilfe.“

Dabei geht es nicht nur um die Gaspreise, obwohl diese ein riesiges Problem darstellen. Neben den enormen Energiepreisen, sind es weitere Faktoren, die ursächlich mit dem Ukraine-Krieg und den Sanktionen zusammenhängen und die der Industrie das Leben schwer machen – und damit natürlich auch allen Menschen, die durch ihre Arbeitsplätze direkt davon betroffen sind. So heißt es in dem Bericht weiter:

„Nach Große Entrups Worten beginnen jetzt Wertschöpfungsketten zu reißen. Ammoniak, Harnstoff, Adblue, Salzsäure, Vorprodukte für die Pharmaindustrie, selbst Basischemikalien würden schon knapp. „Die Zusammenhänge werden offensichtlich und klar“. Trotzdem werde die Lage in der Politik noch immer unterschätzt. Es gebe viel Aktionismus, viele Kommissionen, aber die nötigen Hilfen kämen nicht an. Und vieles, was versprochen worden sei, etwa der unbürokratische „Fuel Swap“, der Unternehmen ermöglicht, ihren Betrieb kurzfristig auf Öl umzustellen, funktioniere noch nicht.“

Die Lage wird von der Politik wohl auch deshalb immer noch unterschätzt, weil der Wirtschaftsminister ein studierter Schöngeist ist, der zwar wunderbar fein gedrechselte Reden abliefern kann und das Volk mit seinen märchenhaften Umschreibungen der eigentlich rauen Wirklichkeit einlullt und in den Schlaf der Ahnungslosen versetzt und der Kanzler ihn gewähren lässt, vermutlich um das komplizierte Zweckbündnis seiner Regierung nicht zu gefährden, in dem auch Herr Lindner als Finanzminister ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Ganz abgesehen von den jeweiligen Rücksichtnahmen, die jede Partei auf ihre Wählerschaft nehmen muss, um die Garanten für die Wiederwahl bei Laune zu halten. Irgendwann, so fürchte ich, wird das Spiel nicht mehr aufrecht zu halten sein und die Strategie wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Es ist aber ein Irrtum zu denken, mit der CDU an der Spitze ließen sich die Probleme leichter lösen. Wenn man sieht, wie vehement allein Frau von der Leyen die weitere Unterstützung der Ukraine mit Geld und Waffen fordert, kann von einer Abkehr der bisherigen „Kriegspolitik“ der EU und einer möglichen Regierung unter Merz doch gar nicht die Rede sein.

Noch viel weniger, wenn man die Beteiligung der Grünen in Betracht ziehen muss, wehren die sich doch mit allen rhetorischen Mitteln gegen eine Forderung, die der Verband der chemischen Industrie erhebt:

„Der Branchenverband will sich diesen Montag mit seinem dramatischen Appell und einem ganzen Forderungskatalog nach Berlin wenden. Um Zeit zu gewinnen und die Strompreise zu dämpfen müssen nach seinen Vorstellung zunächst alle Kraftwerke ans Netz. Auch die bestehenden Kohle- und Atomkraftwerke. Auch wenn ein kurzfristiges Überschreiten des nationalen CO-2-Budgets nicht zu vermeiden sei, wie Große Entrup sagt.“

Weder wird die Grüne Basis dem Weiterlaufen der Atomkraftwerke zustimmen, noch werden sie vorübergehend die Schritte zur Bewältigung der Klimakrise verlangsamen oder ganz einstellen, zumal die sanfte Deindustrialisierung, wie sie „Grünen Visionären“ vorschwebt, ein Kernpunkt „Grüner Politik“ ist, die auf dem Umweg über die Ukrainekrise so ganz nebenbei und quasi unter dem Radar läuft.

Es ist nicht anzunehmen, dass Grüne Politiker sich des Hilferufs der Industrie entgegenkommend annehmen werden, das Zähneknirschen, sollten sie tatsächlich auf die Bedenken eingehen, ist doch deutlich zu hören.

Die Bedenken und der Ruf nach Hilfe aber werden laut und lauter:

„In Not geratene Versorger sollen nach dem Willen des VCI mit einer Beteiligung des Staates „zielgerichtet und temporär“ gestützt werden. Die angekündigte Strompreisbremse für den Basisverbrauch müsse auf industrielle Verbraucher ausgedehnt werden. Das schon beschlossene Energiekostendämpfungsprogramm sollte zudem verlängert und auf den Mittelstand angepasst werden. Betreiber von Chemieparks – Kern der Chemieproduktion in Deutschland – würden davon aktuell nicht profitieren.

Wie teuer die Hilfsmaßnahmen würden, darüber könne man heute nur spekulieren, sagt Groß Entrup. Klar sei aber, dass die Politik Unternehmen und Wertschöpfungsketten nur „von vorne“ retten könne. „Das Geld wird der Staat sowieso ausgeben müssen. Besser jetzt in die Struktur als nächstes Jahr zur Finanzierung der Arbeitslosigkeit.“

Die Aussichten auf die nächsten Wochen und Monate sind mindestens so grau wie die Wolken über der Wiese. Dabei ist es nur der Notruf einer Sparte, den ich hier aufgegriffen habe. Von kleinen mittelständischen Betrieben anderer Branchen ist hier nicht die Rede, auch nicht von den Familien, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten, von Alten mit schmaler Rente oder Menschen mit geringem Einkommen.

Das alles lässt mich frösteln. Leider helfen dagegen weder dicke Pullover noch warme Socken…. und selbst mein Gottvertrauen könnte langfristig auf die Probe gestellt werden… jedenfalls was den irdischen Teil betrifft, der ja noch mein Dasein bestimmt, so sehr die Aussicht auf den Himmel auch tröstlich ist.

Von der Maus und anderen Katastrophen 12. September, 2022

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Es ist schon ein paar Jahre her, dass unser jüngster Sohn zwei niedliche Rennmäuse kaufte und sie in seinem Zimmer in einem großen Terrarium hielt und beobachtete… Da offenbar aus Versehen statt zweier gleichgeschlechtlicher Mäuse aber ein Pärchen ins Haus gekommen war, reichte ein Terrarium bald nicht mehr aus, am Ende seiner „Mäuse-Phase“ tummelten sich die kleinen Viecher in 5 Terrarien….Irgendwann waren die meisten auf natürliche Weise von hinnen geschieden oder der Zoohandlung gegen Abgabe von Futter überlassen worden… man kann sich denken, wie „natürlich“ deren Ableben war.

Die lange Vorrede ist nötig, um klarzustellen, dass ich weder an einer Mäusephobie leide, noch mit Abscheu oder Entsetzen auf Mäuschen reagiere, die über die Terrasse laufen oder sich sogar mal ins Haus verirren. Aus dem Haus werden sie auf die ein oder andere Weise entfernt, im Garten führen sie ein freies Leben.

Aber nun dies!

Zuerst kam die Maus, dann starb die Queen und am Ende hatten wir Wasser in der Küche des Häuschens…

Am Morgen des 8. September erhielt ich per Smartie ein Foto, das eine selbstgebastelte Mausefalle zeigt. Der Zweitgeborene im Hause Rika, der gerade mit seiner Frau im Häuschen ein wenig Entspannung suchte, hatte es geschickt. Das Mäuschen war zur nachtschlafenden Zeit durch den Wohnraum geflitzt und hatte sich, als es unsere Schwiegertochter bemerkte, unter einen Küchenschrank geflüchtet. Die liebe Schwiegertochter war noch wach und telefonierte, als sie das Mäuschen durch die Gegend rennen sah. Der Gatte wurde gerufen, er suchte, aber fand die Maus nicht, baute daraufhin die Falle und legte sich schlafen, die leicht beunruhigte Ehefrau an seiner Seite. Kurz und unruhig war auch die Nacht. Ein Holzhaus knackt und gibt nächtens sowieso seltsame Töne von sich, bzw. hört man diese Töne in der Stille der Nacht besonders gut und laut. Wenn dann noch eine Maus ihr Unwesen treibt, ist es mit der Ruhe nicht weit her.

Per Telefon beratschlagten der Liebste und sein Sohn am Morgen des 8. September, woher die Maus gekommen sein mochte. Der Liebste erinnerte sich daran, bei unserem letzten Besuch, im Flur des Häuschens gesehen zu haben, dass die Dichtung im Fußboden, rund um die Eintrittstelle der elektrischen Zuleitung, einen Spalt aufwies. Da ein Holzhaus immer noch „arbeitet“, sind auftretende kleine Risse eigentlich nichts Besonderes, der Liebste widmete dem Loch keine weitere Aufmerksamkeit.

Das tat nun der Sohn – und entdeckte neben dem noch größer gewordenen Loch eindeutige Hinweise für das Vorhandensein einer Maus: zahlreiche Mäuseköttel.

Im Baumarkt wurde eine neue Kartusche mit Silikonpaste erworben und das Loch großzügig zugeschmiert. Der Sohn war mit seinem Werk zufrieden und wir zwei hier in unserem Dorf zufrieden mit dem Sohn und dem Foto, das er geschickt hatte. Der Tag war gerettet.

Und dann das!

Mein Telefon benachrichtigte mich vom Tode der Queen.

Nun kenne ich die Queen ja nicht näher, auch ist es nicht meine Queen, aber tief in meinem Herzen muss wohl noch ein Rest Ehrfurcht vor Königen, adeligen Ständen und damit verbundenen Zuständen in „Great Britain“ vorhanden sein.

Ich vermute, dass der Einfluss einer gewissen Jane Austen zu einer seltsamen Vorliebe fürs „Britische“ geführt haben wird, unterstützt von den spleenigen Geschichten um Inspektor Barnaby und der Soap-Serie Downton Abbey, deren Folgen ich ja inzwischen ebenso wie die „Austen-Filme“ mehrfach angesehen habe. (Das ist eine Marotte von mir, manche Bücher und auch Filme kann ich ein Dutzend Mal und mehr lesen und sehen und mich immer wieder an Einzelheiten ergötzen, die ich bei vormaligem Betrachten überlesen oder übersehen hatte.)

„Ich bin eine verkappte Monarchistin“, sagte ich zu meinem Bruder am Telefon, mit dem ich mehr oder weniger regelmäßig telefoniere und mit dem ich mich dabei auch über Nachrichten und Neuigkeiten aus allen Bereichen des Lebens unterhalte.

Elizabeth II war nur zwei Jahre jünger als unsere Mutter, die schon vor 13 Jahren starb.

Vielleicht ist es auch diese „zeitliche Nähe“, die mich berührt, auch wenn das Leben dieser beiden Frauen unterschiedlicher kaum sein konnte.

Im Rückblick auf die historischen Gegebenheiten, auf Diktatur und Krieg und Elend hierzulande, auf Krieg, Elend und Tradition einer seit Jahrhunderten bestehenden Monarchie dort, nötigt mir das Leben der britischen Königin mindestens so großen Respekt ab, wie das Leben und die Leistung meiner Mutter mir liebevolle Anerkennung und Würdigung aufträgt.

Im Nachdenken über die vergangenen Jahre kam mir der folgende Satz in den Sinn:

„Und ich beneide ihn“, sagt der männliche Held, Mr. Knightley in Buch und Film „Emma“an einer Stelle über einen anderen Protagonisten. Der Grund seines Neids ist hier nicht von Belang. Aber dieser Satz hat sich mir tief eingeprägt und fiel mir jetzt in leichter Abwandlung ein:

„Und ich beneide sie!“

Die Briten nämlich, die unbekümmert um die Vergangenheit, ihre Traditionen und Rituale pflegen, im kollektiven Jubel ebenso zusammenstehen, wie in tiefster Trauer. (Das Thema Macht, Kolonialismus und Rassismus will ich hier nicht behandeln, es spielt natürlich eine wesentliche Rolle in der Geschichte Großbritanniens und des britischen Empire.!)

Nationalstolz, Nation – wie hadern wir hier in Deutschland nicht nur mit den Begriffen, sondern auch mit ihrer Bedeutung und stellen beide schnell unter den Generalverdacht, nationalistisch zu sein.

Ich sah mir im Fernsehen die Sendungen mit den Nachrufen auf die verstorbene Königin an, seufzte ein bisschen über das traurige Ereignis, das die Briten getroffen hatte und ging zu Bett.

Im Übergang zum 9. September traf mich der nächste Schock! Mein Telefon versorgte mich mit einem Video-Schnipsel, das mich in sofortigen Alarm versetzte.

Wieder war es eine Beobachtung unserer Schwiegertochter, die den Alarm auslöste. Sie war auf Socken in die Küche gegangen – und die Socken wurden nass! Es war aber kein Wasser vom Waschbecken auf den Boden getropft, das Wasser quoll aus einer Fuge zwischen den Fliesen. Es musste also irgendwie unter die Fliesen gelangt sein und hatte dort möglicherweise schon großen Schaden angerichtet.

An Schlaf war nicht mehr zu denken. Ich durchsuchte mein Fotoarchiv nach den Bildern vom Auf- und Ausbau des Häuschens, der Liebste beschäftigte sich mit den Unterlagen der Versicherung.

Gegen 3.00 morgens sanken wir aufgedreht und todmüde zugleich ins Bett.

Früh um 6.00 h war die Nacht vorbei…

Der Liebste fuhr mit unserer Volleyballgruppe nach Freiburg. Ich hatte an der Fahrt der langen Zugfahrt unter Maskenpflicht wegen nicht teilnehmen wollen.

Wie gut, dachte ich, dass ich nicht mitgefahren bin.

Ich führte zahlreiche Telefonate mit unserem Bauunternehmer und mit Handwerkern vor Ort an der Küste…

Wie gut, dass der Samstag (10. 9.) nicht auch noch mit Hiobsbotschaften aufwartete, sondern mir die besondere Freude bescherte einen der drei Geburtstage zu feiern, die am 8., 9. und 10. in der Familie anstehen.

Katastrophenmeldungen an Geburtstagen sind nämlich gar nicht schön….

Habecks Masterplan 8. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Langsam wird klar, wie Robert Habeck regiert. Der Wirtschaftsminister ist, positiv formuliert, verbindlich, wendig und voller Erfindungsreichtum. Wenn er etwas gegen jemanden durchsetzen will, dann sucht er nicht den offenen Streit – sondern lässt seine Leute hinter den Kulissen einen Weg finden...“

Leider ist der Rest dieses Artikels von Petra Pinzler (Warum die Methode Habeck an ihre Grenzen stößt) bei der ZEIT auch hinter den Kulissen (der Bezahlschranke) verborgen. Darum habe ich keine Ahnung, wie es nach diesen schönen Sätzen weitergeht.

Wer verbindlich, wendig und voller Erfindungsreichtum hinter den Kulissen arbeiten lässt, bildet den positiven Gegensatz zu „offenem Streit“, wie ihn diejenigen praktizieren, die öffentlich die Probleme diskutieren und über Lösungswege verhandeln.

Ich würde ja die Methode Habecks als Mauschelei im Hinterzimmer bezeichnen, verbindlich-wendig, eben das Fähnlein der Erkenntnis im Wind der Meinungen oder der Gegenargumente schwenkend und mit Erfindungsreichtum, aber ohne jede Verbindlichkeit, mal das eine, mal das andere geschickt zugunsten der eigenen Darstellung als „Problemlöser“ je nach Problemlage wenden, wie man es ja bei Maischberger beobachten konnte.

Geht es aber um Fakten, wie sie die Gesetze der Natur, der Physik und Mathematik unerschütterlich und gar nicht zu wenden darstellen, dann kommt die Methode Habeck an ihre Grenzen, dann bringt es der Redekünstler allenfalls noch fertig, mit immer neuen sprachlichen Wendungen das Gegenüber so zu verwirren und / oder einzuschläfern, dass man seine Ahnungslosigkeit, die er geschickt mit Worten zu verbergen sucht, kaum wahrnehmen kann. Frau Maischberger war aber nicht nur hellwach, sie war auch sehr gut vorbereitet und ließ den Minister nicht vom Haken ihrer Fragen.

Die Experten aber, die Herrn Habeck gründlich und deutlich die Faktenlage klarmachen, und das eben nicht im Hinterzimmer, sondern auch offen wagen, werden sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen, als lägen sie im „Streit“ mit Habeck?

Wieso seine Gasumlage ein schwerer Fehler war, sollte nicht offen diskutiert werden können, wie es um die Energieversorgung – und damit um die Existenz der Betriebe bestellt ist, die mit ihrer Produktion komplett vom Gas, zumindest aber von zuverlässiger und bezahlbarer Energie abhängen, kann nicht offen debattiert werden, warum sich ein AKW nicht als Notfallreserve eignet, sondern im (durchaus reduzierten) Dauerbetrieb gehalten werden muss, darf nicht berichtet werden, OHNE mit dem Attribut „Streit“ versehen zu werden? Ist es Streit, wenn bei Sachthemen kritisch nachgefragt wird?

Gerade in Bezug auf die Energieversorgung ist Offenheit und Transparenz das einzige Mittel, um Vertrauen in der Bevölkerung für die Maßnahmen zu erhalten. Das gilt insbesondere auch für das Thema „Kernenergie und Atomkraftwerke“, das ganz sicher bei den Wählern der Grünen heftige Reaktionen hervorrufen wird.

Zum Thema Habeck und die AKW empfehle ich diesen Artikel:

Daraus diese Absätze:

Auf der Pressekonferenz erklärte der Wirtschafts- und Energieminister, dass die beiden Kernkraftwerke genutzt werden könnten, „wenn es die Situation gebiete“. Am wichtigsten war Habeck die Feststellung, am Atomausstieg festzuhalten: „Das heißt auch: Alle drei derzeit in Deutschland noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke werden planmäßig Ende 2022 regulär vom Netz gehen. Am Atomausstieg, wie er im Atomgesetz geregelt ist, halten wir fest. Neue Brennelemente werden nicht geladen und Mitte April 2023 ist auch für die Reserve Schluss.“

So formuliert Habeck verbindlich-wendig, dass alles beim Alten bleibt, aber, das Volk könne beruhigt sein, wenn es zum Notfall kommen sollte, könne man ja flugs die AKWe hochfahren.

Dass das aber ganz und gar nicht geht, muss ihm da bereits klar gewesen sein, wie in dem Artikel zu lesen ist:

Nun wird bekannt, dass die Geschäftsführung der Preussen Elektra, die das Kernkraftwerk Isar 2 betreibt, sich am Dienstag mit einem Brief an den für energiepolitische Fragen zuständigen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Patrick Graichen, der zudem ein enger Vertrauter Habecks ist, gewandt hat. Preussen Elektra bestätigt, so wie der Stresstest es auch ergeben hatte, dass der Versorgungsbeitrag der drei Kernkraftwerke erforderlich sei, aber die Idee, sie in einen Reservebetrieb zu schicken, um sie bei Bedarf wieder hochzufahren, technisch nicht möglich wäre.“

„In dem Schreiben von Guido Knott, dem Chef von Preussen Elektra, das dem Spiegel vorliegt, heißt es: „Zwei der drei laufenden Anlagen zum Jahreswechsel in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren, ist technisch nicht machbar und daher ungeeignet, um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern.“ Knott verwies darauf, dass dem Ministerium seit dem 25. August bekannt ist, dass „ein flexibles Anheben oder Drosseln der Leistung nicht mehr möglich ist“. Offensichtlich hat Habeck die technischen Einwände ignoriert oder schlichtweg nicht verstanden.“

Und weiter:

Robert Habeck, der sich schon mit der wunderlichen Welt des Insolvenzrechts auseinanderzusetzen hatte, zeigte sich irritiert über den Brief der Preussen Elektra und kommentierte: „Ich habe den Brief mit einiger Verwunderung heute Morgen zur Kenntnis genommen.“ Wieso das? Ihm waren doch schon Ende August die Monita zur Kenntnis gebracht worden. In Habecks Augen hatte die Preussen Elektra das Konzept der Einsatzreserve nicht verstanden, bei dem es sich nicht um das Hoch- und Herunterfahren des Kraftwerks handele, sondern um die Entscheidung, ob die beiden AKWs überhaupt benötigt würden oder nicht. Was heißt das? Ging es nur um graue Theorie? Nur um ein Spiel der Phantasie oder eine theoretische Überlegung, lediglich um ein Gedankenspiel? Sollte die Öffentlichkeit mit dem Formelkompromiss beruhigt werden, mit dem das grüne Wirtschaftsministerium hoffte, über die Niedersachsen-Wahl am 9. Oktober zu kommen? Doch die Taktik des „Wasche mir den Pelz, doch mache mich nicht nass“ mag auf grünen Parteitagen und in der Mirakelwelt grüner Stuhlkreise funktionieren, in der Physik, in der Technik, in der Wirtschaft funktioniert sie nicht, da sind klare Ansagen vonnöten, denn das Atom hört nicht auf Ideologie.“

Wäre Habeck, was manche Leute inzwischen für möglich halten, wirklich zu dumm, das zu verstehen, müsste man ihm wegen schwerwiegender mangelnder Kompetenz die Führung des Wirtschaftsministeriums entziehen. Es wäre doch unverzeihlich, einen Mann, dem die kognitiven Möglichkeiten fehlen, die Materie, mit der er es zu tun hat, zu durchschauen, in so einer verantwortungsvollen Position zu halten, noch dazu in einer Krise, wie sie die Bundesrepublik kaum je erlebt hat.

Da der Minister aber immerhin von einer Universität promoviert wurde, kann man ihm mangelnde Intelligenz wohl kaum zuschreiben.

Eher sollte man sich mit der „Methode Habeck“ beschäftigen, wie sie von seiner Biografin beschrieben wird:

Der Grünen-Vorsitzende stellt es gern so dar, als sei seine steile Parteikarriere eine Verkettung von glücklichen Zufällen; tatsächlich ist sie eher das Ergebnis von gut kaschierter Zielstrebigkeit und erheblichem Einsatz. Habeck hat kein Problem damit, dass andere in seinem Interesse zurückstecken müssen. „Er hält sich für Gottes Geschenk an die Menschheit“, sagt ein Grünen-naher Politikwissenschaftler, der es sich mit niemandem verscherzen und deshalb anonym bleiben möchte.“

Bei einem weniger gut aussehenden Schwiegermutter-Typ würde man vermutlich nicht von „Methode“ sprechen, sondern von eiskaltem Vorgehen gegen den politischen Gegners, ob innerparteilich oder parteiübergreifend.

Tatsächlich baut Habeck, so beschreiben es Freunde, einen gewissen Druck auf, wenn er seine fairen Vier-Augen-Gespräche führt. „Guck mal, hier bin ich“, signalisiere er dann, „ich würde den Job super machen, und am Ende profitieren wir alle.“ Dem Konkurrenten schiebt er so die Verantwortung dafür zu, mit der eigenen, weniger strahlenden Persönlichkeit womöglich ein schlechteres Ergebnis für die Grünen zu holen. So machte er es nicht nur bei Hentschel, so machte er es wohl auch bei der grünen Spitzenfrau Monika Heinold, die er bei der Landtagswahl 2012 nicht als Co-Kandidatin neben sich haben wollte, obwohl sie auf Platz eins der Landesliste stand. Eine gewisse Genugtuung dürfte es dementsprechend für Heinold bedeutet haben, dass Habeck mit seiner Solonummer kein wesentlich besseres Ergebnis holte als die Doppelspitze 2009.“

…..

Auch gegenüber Cem Özdemir ging Habeck in gewohnter Weise vor, als es 2017 um die Spitzenkandidatur ging. Er rief Özdemir an und teilte ihm mit, dass das zwar jetzt irgendwie blöd sei, sich aber nicht vermeiden lasse: Er werde gegen Özdemir kandidieren. Formal kann man gegen eine solche Konkurrenz gar nichts einwenden, jeder Grüne hat schließlich das Recht, sich um jede Parteiposition zu bewerben. Aber aus der Perspektive des Angegriffenen, der jetzt plötzlich gegen Habecks Charme, sein Charisma und seine Entschlossenheit anzutreten hat, mag sich das trotzdem manchmal wie Nötigung anfühlen.“

Die Methode Habeck scheiterte bei Frau Maischberger, weil die kluge Journalistin nicht nur gut vorbereitet war, ich sagte es bereits, sondern auch eine große Erfahrung im Umgang mit Blendern, Scharlatanen und machtbewussten Selbstverliebten hat.

Habeck wurde demaskiert und vorgeführt, seine Methode funktionierte nicht.

Man kann nur hoffen, dass das mehr und mehr in das Bewusstsein der Leute dringt und sie – vor allen Dingen die Frauen – sich nicht mehr von der smarten Teddybärfassade blenden lassen. Ich darf das sagen, ich bin eine Frau.


Wer wissen möchte, welche Auswirkungen Habecks Masterplan für Deutschland hat und wie die Methode Habeck erkennbar schwerwiegende Veränderungen herbeiführen wird, sollte diesen Beitrag lesen:

Die Deindustrialisierung Deutschlands hat begonnen

Zehn Prozent der deutschen Mittelständler sehen sich vor dem Zusammenbruch. Stahlfabriken machen dicht, Papierfabriken stehen vor dem Aus. Der Papierhersteller Hakle ist erst der Anfang. Die Aluminiumindustrie hat ihre Produktion weitgehend stillgelegt. Alarmierend ist auch die Lage von Chemie- und Düngemittelfabriken.

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Ist es Sarkasmus oder pure Verzweiflung, wenn ich vermute, dass Putin mit seinem Angriff auf die Ukraine ungewollt (?) den grünen Plänen für ein industriearmes Deutschlands ganz wunderbar in die Hände spielt, zumal auch die USA als Unterstützer der Ukraine von einem schwachen Deutschland und einer nicht minder schwachen EU profitieren werden…

Nicht mal die Haltung ist überzeugend… 7. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Nach Frau Baerbock ist „Haltung“ die neue wesentliche Basis der Politik und wird umgesetzt mit „klare Kante“ zeigen.

Aber da sitzt der wichtigste Mann des Kabinetts bei Maischberger und bietet eine jammervolle Gestalt, von „Haltung“ kann keine Rede sein und der „klaren Kante“ fehlen schlicht Wissen, fachliche Kompetenz und Ausdrucksvermögen. (Wer kein ausreichendes Wissen von Fach und Materie hat, kann auch nicht wirklich darüber Auskunft geben, da helfen selbst schöngeistige Formulierungen nicht weiter.)

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/irre-habeck-aussagen-bei-maischberger-weiss-der-minister-nicht-was-eine-insolven-81246176.bild.html

Habeck wird unsicher, formuliert vorsichtig: „Man würde dann insolvent werden, wenn man mit der Arbeit immer größeres Minus macht.“ Maischberger zusehends fassungslos: „Ja. Aber: Wie wollen Sie denn kein größeres Minus machen, wenn Sie Leute bezahlen, aber nichts mehr verkaufen?“

Der Bundeswirtschaftsminister verheddert sich immer weiter in seinen Erklärungen, sagt: „Ich weise darauf hin, dass es nicht automatisch eine Insolvenzwelle geben muss. Aber es kann sein, dass sich bestimmte Geschäfte nicht mehr rentieren und die dann eingestellt werden. Vielleicht werden sie später wieder aufgenommen, das kann ja sein. Also, das ist dann ja keine klassische Insolvenz.““

Maischberger fasst nach weiteren gestotterten Erklärungen Habecks zusammen:

„Moderatorin Maischberger hakt noch einmal nach : „Also, die sind dann pleite, weil sie nicht mehr arbeiten können, aber melden nicht Insolvenz an. Ich glaube, den Punkt muss man sich tatsächlich noch mal überlegen, aber ich hab das Gefühl, die richtige Antwort ist da noch nicht gefallen bei Ihnen …““

Es passiert äußerst selten, dass ich „BILD“ zitiere, aber dieser Bericht muss einfach sein.
Wir sind nicht nur in einer schweren Krise, wir haben einen Wirtschaftsminister, der in Bezug auf „Wirtschaft“ keine Qualifikationen vorzuweisen hat. Eine Formulierung, mit der ich es höflich ausdrücken könnte, nämlich „keine Qualifikationen zu haben scheint“, ist nach diesen entlarvenden Äußerungen wirklich nicht mehr angebracht.
Es ist ein Trauerspiel, ein Desaster, eine Offenlegung von fachlicher Inkompetenz, wie man sie selten bei einem Minister gesehen hat, schon gar nicht bei einem, der ein solch entscheidendes Ministerium leitet.

Ein Märchen war die bisherige politische Karriere des Dr. phil. Robert Habeck, der vor seiner Zeit als Politiker der Grünen gemeinsam mit seiner Frau Märchenbücher schrieb.

Das Schöne an Märchen ist ja, dass am Ende meistens alles gut wird.

Den Glauben, dass mit diesem Wirtschaftsminister überhaupt noch irgendetwas gut werden kann, habe ich spätesten seit dem heutigen Morgen verloren, als ich mich mit der geballten Inkompetenz des Wirtschaftsministers Robert Habeck konfrontiert sah.

Schöne Reden, Haltung, Authentizität, wie sie so sehr von Journalisten und Wählern bewundert werden, sind leider keine hinreichenden Fähigkeiten, einer Krise zu begegnen, wenn eben keine Sachkompetenz vorhanden ist.

NUR schöne Reden, Haltung und die viel gepriesene Authentizität sind allenfalls für Schönwetterzeiten tauglich, um das Wahlvolk mit freundlichen Geschichten zu beglücken und bei der Stange zu halten.

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