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Glückliche Tage…. 24. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Ja, es waren glückliche Tage auf der Wiese.

Tage, für die ich sehr, sehr dankbar bin.

Aber auch die glücklichen Tage waren nicht gänzlich unbeschwert.

Da waren und sind die Sorgen, die ich mir um den Schaden mache, der im Häuschen entstanden ist und nun behoben werden muss. Ich hoffe inständig, dass die Balkenkonstruktion nicht auch betroffen ist. Aber selbst wenn das so sein sollte, so ist es doch „nur“ ein Schaden, der durch Fachleute behoben werden kann.

Wie viel schwerer wiegen die Besorgnisse, die mit dem Weltgeschehen zusammenhängen. Nicht auszudenken, was passieren wird, wenn der Herr im Kreml seine Drohungen wirklich wahr machen sollte. Noch hoffe ich darauf, dass sich der Kanzler nicht von seinem Weg abbringen lässt, allen Forderungen der „Krieger“ in den Parteien und den darüber schreibenden Journalisten nach schweren Waffen für die Ukraine NICHT nachzugeben und alles zu vermeiden, was den Eindruck erwecken könne, Deutschland sei indirekt oder gar direkt am Krieg in der Ukraine beteiligt. Des Kanzlers Mantra „keine Alleingänge“ sollte endlich auch von denjenigen ernst genommen werden, die so vollmundig von „deutschen“ Waffenlieferungen reden, ohne sich vermutlich auch nur ansatzweise darüber Gedanken zu machen, welche Folgen das haben könnte.

An dieser Stelle sei auf den konfrontativen Auftritt Baerbocks hingewiesen, wie er in der aktuellen Ausgabe des Spiegel (Nr. 38) auf den Seiten 30 ff unter der Überschrift „Baerbock lässt es scheppern“ beschrieben wird. Zitate: “ Ein vertraulicher Austausch zwischen der Annalena Baerbock und Olaf Scholz am Nachmittag im Kanzleramt. …. Einen Tag später sagt Baerbock der FAZ, sie habe Verständnis für die Forderungen der Ukraine nach modernen Kampfpanzern. Die Entscheidung solle man nicht auf die lange Bank schieben. Damit setzt sie sich so deutlich von der Haltung des Kanzlers ab, dass man es auch als kleinen Affont werten kann. … Der FAZ sagte sie, über moderne Kampfpanzer könne nur gemeinsam entschieden werden, in ‚einer Koalition und international‘. …. ‚In der entscheidenden Phase, in der sich die Ukraine gerade befindet, halte ich das aber auch nicht für eine Entscheidung, die lange hinausgezögert werden sollte.‘ Ein Satz, der Scholz zum Handeln bewegen soll.“

Offensichtlich hat Frau Baerbock es immer noch nicht verwunden, dass nicht sie Kanzler wurde und die Richtlinien der Politik bestimmen kann. Schlimm genug, denke ich, dass sie Außenministerin ist und noch schlimmer, dass sie von Diplomatie nichts hält, sondern lieber als Elefant im Porzellanladen auftritt und ihre Gesprächspartner reihenweise abwatscht, siehe Überschrift „Barbock lässt es scheppern“…

Natürlich darf sich „der Westen“ nicht von Moskaus Kriegsrhetorik beeinflussen lassen und mit Maßnahmen reagieren, die der Angst vor einer Ausweitung des Krieges geschuldet sind – Bangemachen gilt nicht! So haben wir als Kinder geantwortet, wenn uns jemand mit Schauergeschichten zähmen wollte. Aber ebenso natürlich müssen alle Schritte doch dahingehend überprüft werden, wie groß der Effekt auf die russische Bereitschaft ist, den Krieg weiterzuführen, respektive ihn zu beenden und wie groß gleichzeitig der Schaden kalkuliert werden muss, der dem eigenen Land durch seine Solidarität mit der Ukraine erwächst.

Schon jetzt zeichnet es sich doch ab, dass die Sanktionen gegen Russland verheerende Auswirkungen auf das gesamte wirtschaftliche Leben in Deutschland haben. Der Mangel an bezahlbarer Energie, die in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Kosten sowohl in der Produktion von Industrie und Handwerk, als auch im Verbrauch in den privaten Haushalten steht, ist doch unübersehbar. Es bedarf doch nicht eines Milchmädchens, um zu rechnen und klarzumachen, dass ein Zurückfahren der Produktion unmittelbare Auswirkungen auf die Einnahmen der Firmen UND die des Staates hat, von den Verlusten an Marktanteilen will ich gar nicht reden, auch nicht von den Folgen für die Beschäftigten und ihre Familien. Wie soll der Staat bei sinkenden Steuereinnahmen die extrem hohen Ausgleichszahlungen und dringend notwendige Hilfen finanzieren, wie der Ukraine die versprochenen Millionen und Milliarden für Waffen und Wiederaufbau zur Verfügung stellen?

Dass der Wirtschaftsminister zwar einen deutlich besseren Überblick hat als ich hier an meinem Computer, steht außer Frage, aber ich frage mich schon, ob er den ausreichend großen Sachverstand inzwischen erworben hat, um den Herausforderungen gut überlegt und strukturiert begegnen zu können. Allein sein Gekungel um die Atommeiler lassen doch Schlimmes befürchten, weil der Minister von Amts wegen eben nicht nur für die Wirtschaft zuständig ist, sondern gleichzeitig dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet ist. Da streiten permanent zwei Seelen in der Brust eines Mannes, der bisher vor allem schöne Worte fand, um visionäre Zustände eines klimafreundlichen Deutschlands zu beschreiben, das irgendwie die Versöhnung von Industrie und Umwelt hinbekommt – so ganz ohne qualmende Schlote und CO2 speiende Zerstörer des Planeten, dafür mit „Windradwäldern“ bis zum Horizont und Solarfeldern, die im gleißenden Sonnenlicht funkeln… Gibt es etwas Schöneres als diese Technik in bisher unberührter Natur? Und wäre es nicht wunderbar, wenn Papi und Mami nur noch an drei Tagen in der Woche arbeiten müssten? (Könnten, muss es eigentlich heißen, weil an allen anderen Tagen gar keine Arbeit getan werden kann, denn nicht nur die großen Industrieanlagen lägen ja still und sanft im ewigen Schlaf, auch Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen wären von der Deindustrialisierung betroffen, den Kunden fehlte das Geld für Anschaffungen und Konsumgüter, die nicht landwirtschaftlich erzeugt werden können. Aber das wird der Minister niemals laut sagen!) Schöne neue Welt.

So ähnlich müssen es sich diejenigen vorstellen, die jetzt schon die Kinder aktivieren, um für die Rettung des Planeten auf die Straße zu gehen. Ich staune nicht schlecht, mit welcher Euphorie über den FfF-Tag in den Medien berichtet wird. Ob die Journalisten wirklich verstanden haben, um was es Luisa Neubauer und Co wirklich geht? Autofreie Städte, gar keine Verbrenner mehr – das betrifft auch die Heizungen in den Wohnungen mehrerer Millionen Menschen allein in Deutschland, Öffis und Fahrrad statt Auto, wobei man davon ausgehen muss, dass die Fahrräder in China produziert werden, denn die Produktion dieser Dinger ist ganz sicher in Deutschland nicht CO2-frei zu bewältigen. Keine Textilien mehr aus heimischer Produktion, wir verlagern die Umweltsünde dann eben kurz nach Indien oder Bangladesch. Aber wie kriegt man die Jeans für 5.95 Euro emissionsfrei nach Deutschland geliefert? Durch Lastensegler?

Ach, ich vergaß, die Regeln sollen ja global gelten. Auch keine Umweltsünden in den Ländern außerhalb Europas. Nur noch friedvolle grüne Agrarwirtschaft mit einigen wenigen glücklichen Hühnern, für diejenigen, die nicht vollkommen vegan leben wollen. Schweine- und Rinderhaltung ist ja nicht nur extrem umweltschädlich, sie ist auch ganz eindeutig gegen das Selbstbestimmungsrecht von Schweinen und Kühen – Schafe und Ziegen fallen auch darunter, vermutlich auch Kamele, Esel und Lamas, da bin ich aber nicht ganz sicher.

Dann war da noch der große Abschied von der Queen…. was sage ich, von einer ganzen Epoche, einem Jahrhunderte währenden Zeitalter geradezu.

Niemand wird bestreiten, dass mit dem Tode Queen Elizabeth II. ein „Machtfaktor“ im Weltgeschehen beendet ist, auch wenn diese Macht weniger auf politischem Handeln beruhte, als auf der persönlichen Größe der Queen und ihrem integrativen Einfluss auf die Staaten des Commonwealth. Die Zeit der großen Monarchien ist zu Ende, auch wenn es in Europa natürlich weiterhin „Königshäuser“ geben wird, die ihren repräsentativen Pflichten getreulich nachgehen werden, wobei die Einschränkung gemacht werden muss, dass ihre „Notwendigkeit“ ganz entschieden von der Frage abhängen wird, ob nicht gewählte Präsidenten die kostengünstigere Variante für ein Land und seinen Etat darstellen würde. Wenn sich dann noch Skandal an Skandälchen reiht, werden vermutlich auch die enthusiastischsten Anhänger monarchischer Traditionen ins Grübeln geraten ob der Frage, wie zeitgemäß eine kostspielige Hofhaltung einer skandalträchtigen Königsfamilie immer noch ist.

Ich will an dieser Stelle keine weitere Lobeshymne der wunderbaren Wegführung der Queen singen, aber dennoch einen Aspekt beschreiben, der mich zutiefst berührt hat, trotz des Aufwands an Pomp und Pracht bei den Feierlichkeiten zur Beisetzung der britischen Monarchin. Es war der Moment, in dem die Insignien der Macht – Zepter, Reichsapfel und Krone – vom Sarg der verstorbenen Königin gehoben und auf dem Altar der Kirche von Windsor abgelegt wurden. Die Herrschaft, die ihr – dem Verständnis des Gottesgnadentums nach – von Gott verliehen wurde, wird an ihn, den Höchsten, den „König der Könige“, wie ihn die Bibel benennt, zurückgegeben.

Leider wurde dieser Zusammenhang von den kommentierenden Berichterstattern weder gesehen noch benannt. Dabei waren beide Gottesdienste geprägt von der tiefen Verbundenheit der Königin mit Christus, wie es immer wieder in den Ansprachen, den Lesungen aus dem Neuen Testament und den Psalmen, den Gebeten und Gesängen deutlich wurde.

Und so wurde aus der Queen Elizabeth die „Schwester Elizabeth“, die, wie wir Normalsterblichen, auf Gottes Gnade angewiesen ist und im Glauben mit dem Ewigen Leben in Gottes Herrlichkeit rechnen kann. Dass diese Botschaft in all der prachtvollen Inszenierung nicht untergegangen ist, hoffe ich voller Zuversicht angesichts der 4 Milliarden Menschen, die den Gottesdiensten per Fernsehen beiwohnten. Wann haben je so viele Menschen gleichzeitig einem Gottesdienst folgen und das Zeugnis hören können von Gott dem Schöpfer, Jesus Christus dem Erlöser und dem Heiligen Geist, der uns in aller Wahrheit leitet? Allein dafür hat sich der ungeheure Aufwand gelohnt, ist meine ganz nüchterne Feststellung und Meinung.

Ja, es waren schöne Tage auf der Wiese…. ich habe sie genossen, trotz allem. Ich möchte sie nicht missen. Und ich wünsche mir, dass sie mir in ähnlicher Weise geschenkt sein mögen….

Sonnenaufgänge …. Touren mit dem Trike …. Gespräche am Feuerkorb mit dem Liebsten …. die Ruhe eines Regentages …. das Tosen des Windes …. die wunderbare Schönheit der Schöpfung Gottes.

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