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Terror hat viele Gesichter…. 7. Januar, 2016

Posted by Rika in aktuell, araber, asyl, gesellschaft, integration, islam, mohammed, sharia, terrorismus.
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Bisher, so schien es, wurden Terrorakte von sogenannten „Islamisten“ vor allem in den Ländern außerhalb Europas verübt.  Aber auch  unsere europäischen Nachbarn bekamen bereits den Terror zu spüren, wobei in diesen Fällen die Berichterstatter gerne darauf verwiesen, dass die tristen Lebensbedingungen junger muslimischer Männer zu Gewaltausbrüchen führe oder aber  – sofern Juden Opfer muslimischer Gewalttäter wurden – Israels Politik dafür die Verantwortung trüge.

Für uns in Deutschland war der Terror weit weg…

Scheinbar.

Als bereits im Herbst erste – nur sehr verhalten vorgetragene – Meldungen über sexuelle Übergriffe durch  muslimische Männer auf muslimische  Frauen in mehreren Flüchtlingsunterkünften in den sozialen Netzwerken auftauchten  (die sonst über jeden rechtslastig stinkenenden Furz berichtenden  Medien hielten sich sehr, sehr bedeckt) konnte ich nicht verstehen, dass man allein reisenden Frauen oder Frauen mit kleinen Kindern zumutete, ohne jede Wahrung der Intimsphäre inmitten junger Männer zu kampieren. Im Gegensatz offenbar zu den Verantwortlichen für Flüchtlingsunterkünfte hatte ich schon früh davon gehört, dass sexuelle Übergriffe auf Frauen  in muslimisch dominierten Gesellschaften Sharia konform durchaus eher die Regel als die Ausnahme sind.

Als immer wieder mit dem Anschwellen des Flüchtlingsstroms von Übergriffen muslimischer Flüchtlinge auf christliche Flüchtlinge in den Flüchtlingsheimen die Rede war, entsetzte mich die schier unglaubliche Floskel, Muslime könnten durch die Anwesenheit der Christen in den Unterkünften schon mal das Zusammenleben einüben. (Wenn ich den Link finde, gibt es hier die Quelle dazu)

Als im November das Freundschaftsspiel der Niederländischen Nationalmannschaft gegen die Deutsche Nationalelf in Hannover sehr, sehr kurzfristig abgesagt wurde, weil den für die Sicherheit zuständigen Behörden eine akute Terrorwarnung vor islamischen Attentätern ins Haus geflattert war, löste die seltsam verquaste Mitteilung des Bundesinnenministers bei mir in erster Linie das Gefühl aus, der Herr Minister hielte das Volk für  zu dumm und  man könne ihm  nicht zumuten, realistisch über die Sicherheitslage in Hannover und darüber hinaus in Deutschland aufgeklärt zu werden.

Als zudem nach den Anschlägen in Paris klar wurde, dass der Kopf der Attentäter mit falschem Pass offenbar unbehelligt und im Gemenge der Flüchtlinge durch Deutschland reisen konnte, verstand ich die Weigerung der Kanzlerin,  Deutschlands Grenzen besser zu kontrollieren und zu schützen,  nicht mehr.

Als die Behörden in der Adventszeit nicht mehr ausschließen mochten, dass es zu terroristischen Anschlägen durch Islamisten auf Weihnachtsmärkten kommen könnte und man deshalb die Polizeipräsenz verstärken würde, dachte ich, dass damit bereits ein Ziel der islamischen Terrororganisationen erreicht sei: Die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung.

Als in etlichen europäischen Großstädten die öffentlichen Silvesterfeiern mit dem Hinweis auf mögliche Terrorakte durch Islamisten abgesagt wurden, dachte ich, dass damit der Angriff auf den westlich-europäischen Lebensstil bereits im vollen Gange sei.

Als ich wieder und wieder von den Nachrichtenleuten in den öffentlich-rechtlichen Volksmanipulieranstalten hörte, Terror durch Islamisten habe weder etwas mit Islam noch mit Muslimen und schon gar nichts mit den ins Land einwandernden muslimischen Flüchtlingen zu tun, musste ich eine lange Blog-Pause einlegen, um nicht verbal übergriffig zu werden.

Die Pause ist jetzt vorbei.

Der Terror, von dem wir täglich hören, ob in afrikanischen Staaten von Boko Haram begangen oder  in asiatischen Ländern durch ISIS, Taliban oder alQaida,  trägt ein und dieselbe hässliche Fratze: Es ist die dunkle Seite der  Religion des Friedens  – und eigentlich will sie mir  eher als die einzige Seite dieser  Religion gleichen Ideologie  erscheinen, die Angst und Schrecken verbreitet seit dem ersten Auftreten ihres Propheten und  Kriegsherrn Mohammed.   Dieser beruft sich auf die Anweisungen Allahs, der eben nicht nur barmherzig ist – wie er in einigen Suren gepriesen wird, sondern  seinen Anhängern auch befiehlt, Hass, Gewalt und Blutorgien an denen zu verüben, die sich nicht seinem Diktat unterwerfen. Die Islamisierung des gesamten östlichen und südlichen Mittelmeerraums geschah weniger durch überzeugende Missionierung durch das Wort, als vielmehr mit Hilfe des Schwertes. Das wird sehr häufig einfach übersehen.  Der Einsatz von Gewalt zur Durchsetzung islamischer Belange, hat sich bis heute nicht geändert. Keine einzige der von den Anhängern des Propheten verübten Terrorakte, die  nicht ausdrücklich im Namen Allahs begangen wird. Aber „unsere“ Politiker, Kleriker, Medienschaffenden werden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht müde uns mit der ständigen Wiederholung des Mantras Islam sei Friede , Islam habe nichts mit Islamismus zu tun und Islamisten nichts mit Islam zu „beruhigen“ – bei gleichzeitiger Beschimpfung derjenigen,  die sich als resistent gegen die Beeinflussung erweisen und Widerworte geben, mal laut und öffentlich in durchaus nicht immer angemesserner Art und Weise ( jedoch die Demonstrationsfreiheit in Anspruch nehmend), mal mit intellektueller Eleganz  in Büchern, Artikeln, Diskussionsrunden. Wobei zu den Diskussionsrunden gesagt werden muss, dass dem renitenten Widerständler gegen das Mantra der Regierung meistens ein halbes Dutzend regierungstreue Vasallen permanent ins Wort fallen dürfen, ohne von irgendeiner Moderatorin, einem Moderator dafür in die Schranken gewiesen zu werden.

Zu dem Terror, den wir via Nachrichten, Intenet, TV und Printmedien täglich aufnehmen, der uns aber nicht wirklich und direkt betrifft, gesellt sich der Meinungsterror derjenigen, die entgegen aller Wahrnehmung dessen was um uns herum passiert, vom friedlichen Islam reden und  vor bösen Islamophoben warnen.

Dabei hat der Terror  viele Gesichter …

Hass und Gewalt bedürfen nicht einmal tödlicher Waffen, um „Menschsein“ zu vernichten, Menschen abgrundtief  zu erniedrigen, zu verletzen, ihnen ihre Würde zu rauben, ihre Unschuld, ihr Vertrauen in unser gesellschaftliches Zusammenleben und in die Sicherheit unserer Ordnungen, ihnen das Leben selbst zu vergällen, die Freude auszutreiben mit brutaler, zielgerichteter Gewalt.

Die Frauen in Köln haben das erfahren, erlebt, erlitten …. statt fröhlicher Silvesterfeiern ein Horrortrip der Extreme.

Doch nicht nur die Frauen in Köln. Auch  in anderen Städten Deutschlands werden immer mehr Übergriffe auf Frauen gemeldet.

Und die Politiker schweigen lange, melden sich erst zu Wort, als die Verlautbarungen über sexuelle Übergriffe auf Frauen durch „mutmaßlich“ arabische / nordafrikanische / muslimische Männern nicht mehr zu überhören sind durch die Informationen in den sozialen Netzwerken. Wer nun aber glaubt, das „unsere“ Politiker ganz entschieden Partei ergreifen für die Frauen und mit aller Schärfe gegen die Terrorbanden vorgehen, sieht sich getäuscht. Die große Sorge gilt den Flüchtlingen, die doch bitte nicht unter Generalverdacht zu stellen sind (was ich ausdrücklich nicht tue), die noch größere Angst haben sie aber vor den „Rechtspopulisten“, die nun Oberwasser kriegen  und am Ende sogar Wahlen entscheidend beeinflussen könnten.

Wenn in einer ersten Reaktion auf die Sexualdelikte von Köln in einer öffentlichen Verlautbarung davon die Rede ist, wie Frauen sich verhalten sollten, damit „so etwas nicht passieren kann“, dann ist das nicht nur ein Armutszeugnis für diejenigen, die solche Äußerungen machen, dann ist das ein Einknicken vor der „Kultur“ derjenigen, für die unverschleierte, ohne männliche Begleiter spazieren gehende Frauen „Schlampen“, „Nutten“, „Huren“ sind, die man in aller Öffentlichkeit ungestraft erniedrigen und missbrauchen kann.

Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, eine Demütigung und Erniedrigung aller jungen Mädchen, die nichts anderes vorhaben, als ihr Leben frei zu gestalten und so zu leben,  wie ihre männlichen Altersgenossen eben auch. Dazu gehört sich zu kleiden wie man möchte, auszugehen, wann man möchte, zu lieben wen man möchte und NEIN zu sagen, wenn es einem nicht gefällt, dass ein anderer einem allzu dicht auf die Pelle rückt.

Dass sexuelle Übergriffe auf Frauen durch den Islamischen Staat als Terror geächtet  und dementsprechend bekämpft wird, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und ich halte gar nichts von der relativierenden Aussage, dass Vergewaltigungen zum Kriegshandwerk dazu gehören und durchaus üblich waren und ist und auch in hundert Jahren noch sein werden. Das ist eine nicht einmal stillschweigende Übereinkunft mit  Vergewaltigern und eine zusätzlich Vergewaltigung aller Opfer solcher Täter.

Dass  sexuelle Übergriffe auf Frauen auch in Deutschland (ähnlich wie schon seit Jahren in Schweden) sozusagen als Kollateralschaden behandelt werden könnte, „man“ sie in Kauf nimmt, um nicht als fremdenfeindlich oder gar rassistisch zu gelten, das ist die Sorge, die mich getrieben hat, diesen Text zu verfassen, der nicht jedem gefallen wird.

——————————–

Und dies noch:

Ist es nicht geradezu ein Hohn, dass in München mit einem unvorstellbar großen Polizeiaufgebot der Hauptbahnhof geräumt und gesperrt wurde, weil man von einer Bombendrohung oder ähnlicher Gewalt ausging und in Köln „lediglich“ tausend unbewaffnete Männer unter den Augen der völlig unterbesetzten Polizeikräfte einen widerlichen Terror an Frauen begehen konnten – vor Kölns größtem christlichen Heiligtum, dem Dom (mit Reliquien der Könige aus dem Morgenland!)?

An diese Form des Terror hatte niemand gedacht – und wohl auch nicht denken können….  aber genau dieser Terror wird subtil nachwirken … bald ist Karneval in Köln. Im letzten Jahr hatte man einen Mottowagen verändert, um Muslime nicht zu verägern oder zu provozieren. Wo und wie wird Prinz Karneval in diesem Jahr sein Zepter schwingen können? Schon ist zu hören, dass Verbandsmuslime Forderungen stellen….

 

NACHTRAG:

Bei spiegel online wird vorsichtig formuliert, es sei noch nicht sicher, ob die Täter von Köln Ausländer gewesen seien…..

Ach Ihr Leute vom Spiegel…..Nach den Schilderungen der Frauen waren das alles fesche  Jungs aus der Eifel, die sich mal einen flotten Abend inner richtigen Stadt machen wollten… gelle? Da sollte doch mal das wunderbare Poizeiteam aus Hengasch tätig werden… Vielleicht finden die die Übeltäter….

Und an anderer Stelle las ich, dass es Drogendealer gewesen seien…. das finde ich auch ganz nett…  1000 Drogendealer verabreden sich zur Silvesterparty in Köln – und dann gibts keinen Schnee…

 

Und etwas schuldbewusst gebe ich zu, dass ich es mit der Unschuldsvermutung nun gar nicht genau genommen habe… weder bei den Jungs aus der Eifel, noch bei den mutmaßlich vermutlichen mit Drogen dealenden  (und/ oder)  muslimischen Heißspornen aus Nordafrika oder so…

 

 

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Endlich! 28. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, asyl, flüchtlinge, gesellschaft, migration, politik, terrorismus.
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Endlich wird  öffentlich darüber diskutiert.

Christliche Flüchtlinge sind auch in deutschen Flüchtlingslagern nicht vor Übergriffen durch Muslime sicher. 

Man muss es sich  vor Augen halten, um zu begreifen, wie anmaßend und unzumutbar so ein Verhalten ist.

Muslimische Menschen fliehen vor der Gewalt in einem muslimischen Land in ein Land, das seit Jahrhunderten christlich geprägt und immer noch mehrheitlich von Christen bewohnt ist. Sie, die Muslime,  werden freundlich und mit Beifall am Bahnsteig in Empfang genommen, ehrenamtliche und freiwillige Helfer – viele von ihnen Christen – kümmern sich, organisieren und arbeiten, manche bis zur Erschöpfung. Den Ankommenden  wird die gesuchte Sicherheit vor Terror, Krieg  und Gewalt geboten, zwar ist das Dach über dem Kopf zunächst für die meisten von ihnen  nur eine Notunterkunft, aber sie werden mit allem versorgt, was man für das tägliche (Über)Leben braucht.

In der Notunterkunft sind aber nicht nur muslimische Flüchtlinge. Auch Christen sind vor dem Terror, vor Krieg und Gewalt geflohen. Sie gehörten nicht nur in ihren Heimatländern zu einer Minderheit, sie sind es auch in den Flüchtlingsunterkünften.

Was aber müssen sie zu ihrem Entsetzen dort erleben?

Drohungen erfahren sie,  verbale und auch körperliche Gewalt durch Flüchtlinge, die wie sie vor dem Terror in ein sicheres Land geflohen sind.

Muslime hetzen Christen –  in Deutschland, in einem christlichen Land.

Das ist unfassbar.

Völlig fassungslos macht mich aber diese Haltung:

Eine Trennung nach Religionen hält Lauinger aber für falsch: Gerade intensiv religiöse Muslime müssten lernen, mit anderen Religionen zu leben. „Es ist ein Spagat zwischen der konfliktvermeidenden getrennten Unterbringung und der klaren Anforderung, andere Kulturen und Religionen zu dulden.“

Der das sagt,  ist Thüringens Justiz- und Migrationsminister von den Grünen, Dieter Lauinger.

Ausgerechnet an christlichen Flüchtlingen sollen Muslime lernen, wie man sich im Umgang mit anderen Religionen zu verhalten habe?

Die OPFER werden zum Trainingsfeld für die Täter?

Meint er das wirklich ernst?

Weiß er überhaupt, was er da von sich gibt?

Würde er auch  Vergewaltiger in großer Gruppe scharenweise und ohne weitere therapeutische oder sozialpädagogische Begleitung in ein Frauenhaus schicken, damit sie an  vergewaltigten und misshandelten  Frauen lernen, dass ‚man das nicht darf‘, dass es ungesetzlich ist und dem gesellschaftlichen Miteinander nicht entspricht Frauen  zu vergewaltigen, Frauen zu misshandeln? Was würden die Frauen dazu sagen?

Der Vergleich mag geschmacklos sein und absurd dazu. Aber genau das ist doch die Situation der bedrängten Christen. Sie fliehen in eine Schutzeinrichtung und werden dort erneut misshandelt.

Nein, für die Belehrung darüber, wie unsere Gesellschaft in Deutschland funktioniert, dass der Staat nicht nur  Religionsfreiheit  propagiert, sondern auch allen gewährt  und dass dies durch die Gesetze des Landes geschützt ist, für diese Belehrung sind nicht die geflüchteten Christen zuständig, das auch denen  begreiflich zu machen, die bisher mit ganz anderen Systemen von Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenrechten gelebt haben und die mit einer anderen ideologischen Basis aufgewachsen sind, als wir in Deutschland, das ist allein Sache des Staates und seiner rechtlichen Einrichtungen und der Verwaltung. Und noch mehr ist es Sache des Staates, entsprechende Sanktionen zu verhängen, wenn Asylbewerber sich nicht an diesen gesellschaftlichen Konsens halten wollen.

Das Asylrecht ist kein Freibrief zur Durchsetzung der ideologisch geprägten Lebensweise der Flüchtlinge.

Das scheint aber weder die Ankömmlinge noch manche Mitglieder der Parteien zu bekümmern, die nach mehr Multikulti oder mehr Arbeitskräften durch Zuwanderer rufen.

Doch die Forderung nach einer Trennung der religiösen Gruppen wird lauter – und sei es auch nur, weil zunehmend die Konflikte zwischen den verschiedenen muslimischen Traditionen auch hier in deutschen Asylantenheimen aufbrechen und  auch die Polizei  an ihre Grenzen kommt, wie man diesem Bericht entnehmen kann:

An der Belastungsgrenze angelangt“Polizei will muslimische und christliche Flüchtlinge getrennt unterbringen

ENDLICH !

Ich plädiere damit aber weder für eine Ghettoisierung der Zuwanderer noch für Apartheid deutscher Prägung. Die Trennung kann nur eine vorläufige Maßnahme zum Schutz der Minderheiten sein, bis die Asylverfahren abgeschlossen sind und die Bewerber bei erfolgreicher Prozedur in eigene Wohnungen ziehen können.

Die Regierungen aller Bundesländer müssen aber jetzt und dringend  deutlich machen, dass nur, wer sich an die Regeln hält, die das Grundgesetz vorschreibt, auch ein Recht darauf hat, in Deutschland zu leben.

Mit Kopf, Herz und Hand… 21. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, asyl, aus meinem kramladen, einwanderung, flüchtlinge, gesellschaft, migration, politik, soziale arbeit.
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Wer wie ich lange Jahre bei „Pestalozzi“ gearbeitet hat, kennt das Motto:

Mit Kopf, Herz und Hand„.

Es ist sozusagen  Leitmotiv und Handlungsanweisung in einem. Eine pädagogische „Dreifaltigkeit“, wenn man so will, die man nicht einfach auseinander dividieren sollte. Denn fehlt es an „Kopf“, entsteht trotz aller herzlichen und herzhaften Bemühungen leicht Chaos, fehlt es an „Herz“, gerät die Hilfe allzu schnell zu einem reinen und kalten Pragmatismus, lässt man die „Hand“ aus dem Spiel, bleibt es bei klugen oder frommen Sprüchen und  nichts wird geändert.

Mir scheint, es ist dieser Dreiklang, den wir in der aktuellen Situation eines stetigen Zustroms von Flüchtlingen dringend brauchen.

Es ist schön, wenn Menschen Herz zeigen, es ist fantastisch, dass so viele Freiwillige sich engagieren, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass neben Herz und Hand der Kopf ein wenig auf der Strecke geblieben ist, ja, dass viele Leute in diesem Land den Kopf am liebsten in die Verbannung schicken möchten, weist er doch unüberhörbar auf die vielfältigen Probleme hin, die mit noch so gutem Herzen und größtem freiwilligen Einsatz nicht zu bewältigen sind.

Es klingt unbarmherzig, wenn der Kopf sagt, dass nicht alle, die hier in Deutschland Aufnahme finden möchten, aufgenommen werden können und das Herz möchte einem bluten angesichts der vielen, vielen Menschen, die zurückgewiesen werden müssen.

Denn „alle“ ist eine vollkommen unbekannte Größe im Zusammenspiel der bereits bekannten Faktoren und Kräfte, als da zum Beispiel sind:

Aufnahmekapazitäten in Deutschland angesichts des bevorstehenden Herbstes und Winters.   Allein  die Ansage „alle aus Syrien“ erweist sich dabei als ein nicht zu koordinierendes Mammutproblem. Gestern sah ich im ZDF einen Bericht über die unermüdlich schuftenden Freiwilligen, die in der Nähe von Celle ein Zeltlager für die Flüchtlinge vorbereiteten. Mit größter Mühe gelang es ihnen Feldbetten zu organisieren. Von warmen Unterkünften in festen Gebäuden war gar nicht erst die Rede. Eine junge syrische Familie wurde von dem Fernsehteam begleitet. Sie kam in das in buchstäblich letzter Minute fertig gestellte Lager. Der Vater stellte erbittert fest, er sei nicht aus Syrien geflohen, um in einem Zelt in Deutschland zu frieren, er habe Sicherheit gesucht für sich, seine Frau und sein Kind und er sei davon ausgegangen , dass man ihnen eine Unterkunft in einem Haus biete….

Verteilung auf die einzelnen Bundesländer.  Nicht alle Bundesländer beteiligen sich nach gleichem Prozentsatz zur „eigenen Bevölkerung“ an der Unterbringung der Flüchtlinge. Doch dies, die Verteilung auf die Länder, Städte und Gemeinden ist eben nicht nur eine Frage der Organisation durch die Helfer in Land und Kommunen, sondern, wie ich zunächst zu meiner Verblüffung, dann aber mit wachsendem Unbehagen feststellen musste, auch eine Frage der Einstellung der Hilfesuchenden. Denn viele der Flüchtlinge haben sehr konkrete Vorstellungen davon, wo und wie sie in Deutschland (Europa) in Zukunft wohnen wollen, und nicht jeder und jede, die dem Horror in Syrien entkommen sind, freuen sich darüber, in der Lüneburger Heide oder in der Uckermark zu landen. Dass aber auch eine Großstadt wie  Berlin nicht für alle zum Traumziel gehört, wurde  in der letzten Woche eindrucksvoll deutlich,  als ein ICE, der dorthin unterwegs war, kurzerhand mitten auf der Strecke per Nothalt  zum Stehen gebracht wurde und gut 180 Personen ausstiegen und verschwanden. Es ist müßig darüber zu spekulieren, ob sie einfach keine Lust auf Berlin hatten oder sich „nur“ der Registrierung entziehen wollten.

Arbeit und Bildung spielen in der bundesdeutschen Wirklichkeit für alle hier lebenden Menschen, seien es Ureinwohner, (Welt)-Kriegsflüchtlinge, Arbeitsmigranten oder vorübergehend hier lebende Ausländer eine herausragende Rolle. Von dem Bildungsniveau des / der Einzelnen hängt seine / ihre Chance auf einen Arbeitsplatz ab, doch nicht jeder und jede, der / die über eine gute Bildung und Ausbildung verfügt, erhält auch quasi automatisch einen  Arbeitsplatz, der das Auskommen einer / eines  Einzelnen und /   oder der von ihr /  ihm  abhängigen Familie sichert. Ganz zu schweigen von denjenigen, die es aufgrund schwieriger sozialer Bedingungen oder der intellektuellen Gegebenheiten gar nicht zu einem qualifizierten Schulabschluss gebracht haben. Das ist doch schon seit langem bekannt. Ich kann viele traurige Geschichten von Schülerinnen und Schülern erzählen, die nach der Schule chancenlos waren und im gnadenlosen Abseits unserer wunderbar verführerischen Konsumgesellschaft landeten. Im Hinblick auf die Flüchtlinge hört man immer wieder, sie seien wichtig für unseren Arbeitsmarkt und wichtig für den Fortbestand des arbeitenden Teils der Bevölkerung  – der demografische Wandel mache eine „Auffrischung“ geradezu notwendig. Desgleichen wird darauf hingewiesen, dass doch viele gut ausgebildete Fachkräfte ins Land kämen. Nun habe ich mich vor Jahren im Rahmen meines Studium auch mit Statistik beschäftigen müssen und dabei Bekanntschaft mit der sogenannten Normalverteilung gemacht, auch als „Glockenkurve“ veranschaulichend beschrieben. Gehe ich demzufolge davon aus, dass das Bildungsniveau unter den Flüchtlingen in etwa gleich verteilt  ist wie im Bundesdurchschnitt der hier Lebenden, muss ich doch mit einem nicht unerheblichen Anteil derjenigen rechnen, die aufgrund ihrer Bildung keinerlei Chance auf einen Arbeitsplatz haben.  (siehe diese kritische Stellungnahme zur  jetzigen bundesdeutschen Wirklichkeit)

Nachhaltigkeit ist ein anderes Stichwort, das genannt werden sollte, wenn man über  „alle können kommen“ redet. Unter Nachhaltigkeit verstehe ich die bisher geübte Praxis, dass auch vielen derjenigen, denen kein Asylrecht eingeräumt werden konnte, dennoch aus diversen humanitären Gründen ein unbegrenzter Aufenthaltsstatus gewährt wurde. Bei den bisherigen Anträgen  Asylsuchender ging das meiner Meinung nach auch in Ordnung – da siegte sozusagen das Herz über den Kopf, um bei meinem Eingangssatz zu bleiben. Ganz anders sieht es aber aus, wenn wir – wie prognostiziert – mit jährlichen Asylanträgen im 500 000er Bereich oder höher zu rechnen haben. Können diejenigen politischen Entscheidungsträger,  die heute fordern, dass tatsächlich alle aufgenommen werden, auch gewährleisten, dass das nicht zu erheblichen Verwerfungen innerhalb des sozialen Gefüges unserer Gesellschaft führen wird? Und damit meine ich noch nicht einmal die relativ großen  kulturellen Unterschiede, die zwischen einer von der europäischen Geschichte und Kultur geprägten Gesellschaft einerseits und der Herkunftskultur der Zuwanderer anderseits bestehen. Ich beziehe mich bei meinen Überlegungen rein auf die sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten.

Wie ist es also mit „Kopf, Herz und Hand“ bestellt?

Bei uns an der Pestalozzi-Schule stand „Kopf“ unter anderem für Regeln und Grenzen, an die sich alle zu halten hatten. Das galt sowohl für die Verwaltung, Leitung und Vorstand der Einrichtung (wirtschaftliche Aspekte kann man auch bei den besten pädagogischen Konzepten nicht an die Seite schieben) als auch für alle Kinder und Jugendlichen in den Gruppen, für die Schülerinnen und Schüler, die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Lehrerinnen und Lehrer.  Dass im Einzelfall das „Herz“ über den „Kopf“ gestellt wurde, auch das gehörte zur gelebten Gemeinschaft zur gemeinsamen Realität.

Übertragen auf das zu bewältigende Flüchtlings-Problem heißt das für mich, dass wir bei allem Mitleid und aller geforderten Barmherzigkeit nicht die bestehenden Gesetze und Regelungen außer Kraft setzen sollten. Wir leben in einem Rechtsstaat mit gut begründeten gesetzlichen Bestimmungen zu Fragen des Asyls. Wir gehören darüberhinaus zur europäischen Staatengemeinschaft, die gleichfalls gemeinsame Regeln  aufgestellt und beschlossen hat. Daran sind wir gebunden und daran sollten wir uns halten. Und so zurückfinden zu einem Gleichklang aus Vernunft, Menschlichkeit und daraus abgeleiteter Aktion – nicht kopflos, nicht herzlos, nicht untätig.

Mit Kopf, Herz und Hand !

Dazu gehört für mich auch die realistische und nicht moralisierende  Berichterstattung zur Flüchtlingsfrage und ein fairer Umgang mit den Staaten, deren  wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen  nicht auf Rosen gebettet sind wie bei uns hier in Deutschland. Wir können und dürfen nicht darüber urteilen – und  entscheiden schon gar nicht -, wie andere Staaten ihren Umgang mit dem Problem handhaben und bewältigen wollen oder können.

Deutschlands Regierung sollte sich weder zum Oberlehrer noch zum Richter über andere europäische Regierungen aufspielen, „am deutschen Wesen“ wäre die Welt beinahe zu Grunde gegangen….  und eben nicht genesen…  !

Unangemessene Fragen….? 28. August, 2015

Posted by Rika in araber, asyl, einwanderung, flüchtlinge, gesellschaft, politik.
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Ist es Hass?

Wenn man in diesen Tagen die Zeitungen oder Magazine liest, schlägt einem immer wieder ein Wort entgegen:

HASS    –     Hass, vor allem  in Kombination mit Ausländer oder Fremden.

Fremdenhass ist der am häufigsten gemachte Vorwurf gegenüber denjenigen,  die nicht in das geforderte „Willkommen, willkommen!“ einstimmen mögen und das auch mehr oder weniger klar zum Ausdruck bringen. Und, nein, damit meine ich nicht die Brandstifter und Steinewerfer,  sondern diejenigen, die es wagen, ihre Skepsis zu artikulieren. Skepsis, darüber nämlich, ob und wie es gelingen kann, den Zustrom der „Flüchtlinge“ sinnvoll zu verteilen, den Menschen Wohnung, Nahrung und Arbeit zu bieten und sie in die Gesellschaft zu integrieren  bzw. sie wieder  „abzuschieben – wohin auch immer. Die Fragen danach sind doch ganz offenbar nicht erwünscht, „man“  scheint zu  befürchten, dass sie den „Ausländerhass“ befördern. Aber sind sie nicht dringend geboten? Ich möchte doch wissen, was wie wo warum erörtert und angeordnet wird. Aber wenn schon mein Nachfragen als „feindlich“ eingestuft, meine Skepsis als „Hass“ gewertet wird, verschieben sich damit nicht alle Werte?

Wenn Sigmar Gabriel von „Pack“ spricht, das seiner Meinung nach nicht zu Deutschland gehöre, hat er ganz sicher (zunächst) alle diejenigen auf seiner Seite, die mit Entsetzen und Abscheu auf die dramatischen Gewaltexzesse reagieren, die sich vor Notunterkünften für Flüchtlinge abspielen. Es geht in der Tat nicht an, dass Flüchtlinge, die hier – aus welchen Gründen auch immer – Zuflucht suchen, mit roher Gewalt konfrontiert werden durch die, die damit nicht einverstanden sind. Aber gehören diese ideologisch verblendeten Gewalttäter nicht auch zu „uns“?  Was haben wir, was hat „die Gesellschaft“ denn getan, um einer demokratie- und gesellschaftsfeindlichen Gesinnung entgegen zu treten – vor Jahren schon, als erkennbar wurde, dass die Leute ein wenig anders ticken, als wir es so gerne hätten?

Haben wir – „die Gesellschaft“ –  nicht auf ganzer Linie versagt, wenn Leute  „Ausländer raus“ vor Flüchtlingsunterkünften brüllen oder „Jude, Jude, feiges Schwein“ in den Straßen Berlins skandieren?

Wie und wann  reagieren wir auf Gewaltausbrüche?

Was tun wir gegen Menschen die meinen, Autos abzufackeln sei eine irgendwie legitime Form des politischen Protests? Und was unternehmen wir gegen diejenigen, die Polizisten als „Bullen“ titulieren und mit aggressiver Lust gegen die bürgerliche Ordnung und deren Hüter vorgehen? Wie reagieren wir auf (zumeist) junge Männer , die ein Fußballspiel zum Anlass nehmen für Gewaltorgien gegen „die anderen“ Fans, die auf den Straßen Unheil anrichten und ganze Zugabteile zerlegen?

Gewalt als Ausdruck des eigenen Unwillens gegenüber einem gesellschaftlich verabredeten  Konsenz oder der rechtlich verbrieften Ordnung wird doch nicht in jedem Fall deutlich von „der Politik“ verurteilt. Es finden sich immer und in jeder Partei Leute, die mit „Verständnis“  auf Verhaltensweisen reagieren, die eigentlich nicht akzeptabel sind. Das gilt sowohl für die „Ausländer-raus-Brüller“, wie für diejenigen, die gegen Israel  lauthals Todesdrohungen ausstoßen oder  die vergleichsweise  „harmlosen“ Fußballfans, die Züge zertrümmern.

Wenn sehr verschämt in den Medien darüber berichtet wird, dass es in deutschen Grossstädten „no-go-areas“ gibt, in die selbst Polizisten nur in Mannschaftsstärke gehen möchten, wenn man liest, dass arabische Clans mafiaähnliche Strukturen geschaffen haben und über ganze Stadtteile herrschen, wenn am deutschen Recht vorbei muslimische „Friedensrichter“ Recht sprechen und dabei nach Sharia-Recht urteilen, ist es dann „Hass“, wenn man mit Skepsis auf ein „noch mehr“ an arabisch-muslimischen Zuwanderern reagiert? Würde Herr Gabriel die für die no-go-areas Verantwortlichen  auch als  „Pack“ bezeichnen und würden „man“ ihm darin auch zustimmen?

Wenn Frau Merkel sehr deutlich sagt, dass es kein Recht auf die Verletzung der Würde anderer gebe, gilt das dann wirklich für alle Menschen, die in Deutschland leben?

Und darf man diese Fragen stellen OHNE als rassistisch und fremdenhassend gebrandtmarkt zu werden?

Den Flüchtlingen muss jetzt schnell und unbürokratisch geholfen werden. Aber ebenso schnell müssen Konzepte und Regeln erstellt werden, die die Einwanderung nach Deutschland regeln, denn das ist es doch, was wir derzeit – und vermutlich auch in Zukunft – erleben und bewältigen müssen. Und zwar vollkommen unabhängig vom geltenden Asylrecht.

Unsere Gesellschaft wird sich verändern, aber wir sollten regeln wie!