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Meine schwerwiegende Bildungslücke – Intersektionalität 10. Juli, 2020

Posted by Rika in christsein und glaube, emanzipation, frauen, gesellschaft, Grüne Ideologen, medien, politik, soziale arbeit.
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„Mit schamhaftem Erstaunen muss ich feststellen, welche wesentlichen Forschungen und die daraus resultierenden Erkenntnisse in den letzten 40 Jahren meines Lebens an mir vorbei gegangen sind. Ich war zu sehr mit der Arbeit in Beruf, Familie, Küche und auch Kirche beschäftigt, als dass ich mich um die wirklich wichtigen, Identität ausmachenden Fakten und Begriffe hätte kümmern können.
Durch einen Fb-beitrag über Peggy Piesche bin ich auf meine extreme Bildungslücke gestoßen. Nun denke ich darüber nach, welche dramatischen Auswirkungen intersektionale Erfahrungen für mein Leben gehabt haben könnten … und ob es nicht endlich an der Zeit wäre, das mit Hilfe geschulter Therapeuten aufzuarbeiten…. nicht, dass ich mit einem mir bisher nicht bekannten und nicht aufgearbeitetem Trauma sterbe…

Bitte nicht missverstehen, ich halte es für richtig, sich über die verschiedensten Formen von Diskriminierung bewusst zu werden. Aber ich halte gar nichts davon, das ganze Leben auf den Prüfstand dieses Forschungsgegenstandes zu stellen, wie es manche Leute vehement fordern….“

(Das war mein einleitender Kommentar bei facebook zu dem unten stehenden Link.)

Und hier nun der Link zur Wissenslücke:

„Intersektionalität (von englisch intersection „Schnittpunkt, Schnittmenge, Straßenkreuzung“) beschreibt die Überschneidung und Gleichzeitigkeit von verschiedenen Diskriminierungsformen in einer Person: Intersektionelle Diskriminierung liege vor, „wenn – beeinflusst durch den Kontext und d…
DE.WIKIPEDIA.ORG
…………………………………………………………………………………….
(Man möge an Ort und Stelle weiterlesen.)
Ich halte es für „m“ein gelingendes Leben nicht für absolut notwendig, (m)(s)ich mit allen Formen der intersektionalen Diskriminierung zu beschäftigen, um zu erforschen,  dass und was  mit (mir) und (m)einer persönlichen Entwicklung schief gelaufen sein könnte.
Aber natürlich gibt es Menschen, die unter der Erfahrung von Diskriminierung leiden und für die es sinnvoll und richtig ist, das aufzudröseln, was ihr Leben ausmacht und auch zu großen Teilen determiniert hat.
Bisher war ich – naiv und etwas betriebsblind will mir scheinen – davon ausgegangen, dass man in psychotherapeutischen Sitzungen den Problembereichen auf den Grund gehen kann und dabei Erkenntnisse über sich gewinnt, die dazu beitragen, den Schwierigkeiten zukünftig begegnen zu können.  Jetzt, nach der zugegebenermaßen oberflächlichen Information durch wiki, habe ich eher den Eindruck, dass es weniger darum geht, Menschen zu stärken indem sie Erkenntnisse über sich gewinnen, als ihnen vielmehr ein Instrument der Schuldzuweisung in die Hand zu geben, im Sinne von „weil Faktor 1 und die weiteren  Faktoren 2 – 45 mein Leben beeinflussten, ist aus mir das geworden was ich bin. Nicht ich bin für mein Leben verantwortlich, die ausschlaggebenden Faktoren sind es.“  Ich gebe zu, dass das etwas sehr salopp formuliert ist.  Danach dient die Ursachenforschung weniger der individuellen Problemlösung, als vielmehr der Forderung an die Gesellschaft, jede nur denkbare Form von Diskriminierung zu erkennen und zu ächten, wobei ich vermute, dass oftmals „das Gefühl, diskriminiert zu sein“  von den realen Umständen und Fakten nicht gedeckt ist.
Menschen können sich auf der Basis von Intersektionalität viel zu leicht als Opfer begreifen und sind damit auf eine Rolle festgelegt, die es ihnen nicht ermöglicht, eigenständige Verantwortung für ihr Leben unabhängig von den sie umgebenden  ungünstigen Faktoren zu übernehmen.
.
Als Christin ist für mich ein Aspekt interessant, der durch die Schriften des „Neuen Testaments“ gegeben ist, wonach jeder Mensch ein Geschöpf Gottes ist und gleichzeitig auf den „Stand“ verwiesen wird, in dem und mit dem er lebt. Es mag in diesen Wochen nun gar nicht passend sein auf den Brief des Apostel Paulus an Philemon zu verweisen…. ich tue es trotzdem, weil in ihm sehr deutlich gesagt wird , dass wir alle, so wie wir sind, durch Christus „geliebte Brüder (und Schwestern) sind“.  Für mich  spielt nicht der diskriminierende Faktor – den ich durchaus auch persönlich kenne – die entscheidende Rolle, sondern dass ich ein „Kind Gottes“ bin.  In meiner Herkunftsgemeinde  meiner Heimatstadt saß der einfache und arme Hilfsarbeiter am „gleichen Tisch des HERRN“ wie der reiche Fabrikbesitzer, Kaufmann oder Bauer. Die „reiche Schwester“ neben der armen. Die Klassenunterschiede waren zwar nicht aufgehoben, sie spielten aber nicht die entscheidende Rolle….  (Und darin lag wohl auch der tiefere Sinn, dass es in meiner Gemeinde verpönt war, den eigenen Reichtum durch den Schmuck, den Frauen tragen könnten, zu demonstrieren. Die Frauen meiner Kindheit kamen recht „schmucklos“ daher…)
…..
Ich habe dies ins Blaue hinein geschrieben  –  und werde mich sicher noch weiter mit den sich daraus ergebenden Fragestellungen beschäftigen.
Sollte ich mit diesen Aussagen jemanden gekränkt haben, so bitte ich um  Entschuldigung  – und Nachsicht.
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Der Eid des Hippokrates… 8. Juli, 2020

Posted by Rika in frauen, gesellschaft, Kinder - Famile, mütter, politik.
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Aus gegebenem Anlass zitiere  ich diesen Text.

Der hippokratische Eid

„Ich schwöre bei Appollon dem Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und
allen Göttern und Göttinnen, indem ich sie zu Zeugen rufe, daß ich nach meinem
Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Vereinbarung erfüllen werde:
Den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleichzuachten meinen Eltern und ihm an dem
Lebensunterhalt Gemeinschaft zu geben und ihn Anteil nehmen zu lassen an dem
Lebensnotwendigen, wenn er dessen bedarf, und das Geschlecht, das von ihm stammt,
meinen männlichen Geschwistern gleichzustellen und sie diese Kunst zu lehren, wenn
es ihr Wunsch ist, sie zu erlernen ohne Entgelt und Vereinbarung und an Rat und
Vortrag und jeder sonstigen Belehrung teilnehmen zu lassen meine und meines Lehrers
Söhne sowie diejenigen Schüler, die durch Vereinbarung gebunden und vereidigt sind
nach ärztlichem Brauch, jedoch keinen anderen.
Die Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meinem
Vermögen und Urteil, mich davon fernhalten, Verordnungen zu treffen zu
verderblichem Schaden und Unrecht. Ich werde niemandem, auch auf eine Bitte nicht,
ein tödlich wirkendes Gift geben und auch keinen Rat dazu erteilen; gleicherweise
werde ich keiner Frau ein fruchtabtreibens Zäpfchen geben: Heilig und fromm werde
ich mein Leben bewahren und meine Kunst.
Ich werde niemals Kranke schneiden, die an Blasenstein leiden, sondern dies den
Männern überlassen, die dies Gewerbe versehen.
In welches Haus immer ich eintrete, eintreten werde ich zum Nutzen des Kranken, frei
von jedem willkürlichen Unrecht und jeder Schädigung und den Werken der Lust an
den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.
Was immer ich sehe und höre, bei der Behandlung oder außerhalb der Behandlung, im
Leben der Menschen, so werde ich von dem, was niemals nach draußen ausgeplaudert
werden soll, schweigen, indem ich alles Derartige als solches betrachte, das nicht
ausgesprochen werden darf.
Wenn ich nun diesen Eid erfülle und nicht breche, so möge mir im Leben und in der
Kunst Erfolg beschieden sein, dazu Ruhm unter allen Menschen für alle Zeit; wenn
ich ihn übertrete und meineidig werde, dessen Gegenteil.“

(Hervorhebung von mir)

Die moderne Fassung dieses alten Textes:

Genfer (Ärzte-)Gelöbnis
Vom Weltärztebund 1948 in Genf beschlossene Neufassung der ärztlichen Berufspflichten (in Anlehnung
an den Hippokratischen Eid; vom Dtsch. Ärztetag modifiziert):

„Bei meiner Aufnahme in den ärztl. Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der
Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Erhaltung u. Wiederherstellung
der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren. Ich werde mit allen meinen Kräften
die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner
ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung. Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztlichen Kunst nicht in Widerspruch zu den
Geboten der Menschlichkeit anwenden. Ich werde meinen Lehrern u. Kollegen die schuldige Achtung
erweisen. Dies alles verspreche ich feierlich auf meine Ehre.“

Und dies ist der Anlass:

„Viele junge Ärzte wollen keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchführen. Die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Bärbl Mielich (Grüne), sagte im Interview mit der Tageszeitung (taz), viele Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, seien 60 Jahre und älter. Es gebe mittlerweile Engpässe in der „Versorgung mit Schwangerschaftsabbrüchen“.

Weiter sagte die Grünen-Politikerin: „In Stuttgart beispielsweise hat 2015 eine Tagesklinik geschlossen, in der sehr viele Frauen aus dem ganzen Bundesland versorgt worden sind. Und wenn ich so etwas höre, sehe ich einen Handlungsbedarf.“ Deshalb prüfe das Land Baden-Württemberg, ob hierzu eine Pflicht an Unikliniken eingeführt werden kann. Bislang ist dies nicht möglich, da Schwangerschaftsabbrüche keine Kassenleistung sind. Mielich: „Deshalb prüfen wir, inwiefern wir die Unikliniken, die ja dem Land unterstehen, dazu verpflichten können. Ob wir etwa Neueinstellungen davon abhängig machen können, dass Ärzte und Ärztinnen bereit sind, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.

Grund für Weigerung für Mielich offen

Einen Grund, warum Ärzte sich weigern, Abtreibungen durchzunehmen, sieht sie nicht. „Für mich ist die Frage nicht beantwortet, warum die jungen Mediziner und Medizinerinnen das nicht machen wollen. Ob das daran liegt, dass sie sich gar keine Gedanken machen und das Problem nicht sehen, oder ob sie aus persönlichen, ethischen Gründen nicht wollen. Oder ob sie Angst haben vor Verfolgung und einem schlechten Image.“

Eine Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich unter Strafe gestellt. Innerhalb der ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft bleibt der Eingriff unter anderem dann straffrei, wenn zuvor eine Beratung stattgefunden hat oder die Schwangerschaft auf ein Sexualverbrechen zurückzuführen ist.“  (Hervorhebungen von mir)

Quelle

Für mich sind die Äußerungen der Staatssekretärin unfassbar – unfassbar empathielos was das Thema insgesamt betrifft und ein unfassbar offenes Zeugnis für die Schlichtheit des Gemüts dieser Frau, die sich offensichtlich noch um Medizin und das Selbstverständnis der Ärzte gekümmert hat, nie etwas von dem Eid gehört hat, der Ärzte dazu verpflichtet, Leben zu retten, statt es zu nehmen und sich niemals selbst  mit den ethischen Fragen und Problemen eines Schwangerschaftsabbruch befasst hat. Ich kann nur vermuten, dass sie unreflektiert die Forderungen vieler linker und grüner Frauen bedient, die einen Abbruch für das natürliche Recht der Frau halten. Dass allerdings auch in letzter Zeit  CDU-Frauen und sogar Stimmen aus dem kirchlichen Bereich sich diesen Forderungen anschließen, will ich nicht unterschlagen. Es sind für mich deutliche Zeichen einer Verschiebung aller Werte, für die neben „der Kirche selbst“ auch gerade die als „christlich“ firmierte Partei bisher eingetreten sind.

Eine Gesellschaft in der Zwang auf Ärzte ausgeübt werden soll Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, in der in den Schwangerschaftskonfliktberatungen Frauen, die ein Kind mit  Trisomie 21 erwarten, zum Abbruch aufgefordert werden  und in der die  assistierte Selbsttötung als Fortschritt propagiert wird, ist dabei ihre ethische Basis und ihr moralisches Fundament zu verlieren.

Mussten Ärzte noch vor 40 Jahren mit harten Strafen rechnen, wenn sie Abbrüche vornahmen, so sollen sie heute gezwungen werden, genau das zu tun.

Mich entsetzt diese Entwicklung von Jahr zu Jahr mehr.

Politische Nachtgedanken – oder auch … 9. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, asyl, christsein und glaube, flüchtlinge, frauen, gesellschaft, hass, integration, migration, politik, terrorismus.
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ein Hasswort zum Sonntag.

Auch am Samstag, den 7. März wurde wie an jedem Sonntag bei der ARD das Wort zum Sonntag ausgestrahlt, dieser eigentlich als christliche Botschaft gedachte MiniClip am Ende der Woche. Traten vor vielen Jahren noch Pastoren im würdevollen pastoralen Outfit vor die Fernsehgemeinde und stellten das Evangelium in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen, so hat heutzutage auch in dieser ehrwürdigen Institution der Zeitgeist das Sagen und locker-freundliche Geistliche aller Denominationen nutzen die Gelegenheit, um die politische Sicht auf die Lage der Welt aus christlicher Perspektive zu beschreiben.  (Erinnert sich noch jemand an Dorothee Sölle, die diese Art des Nachtgebets aus der Taufe hob?)

In diesen Tagen und Wochen  wiederholt sich an den Grenzen der EU das dramatische Geschehen, das schon 2015 für herzzerreißende Szenen sorgte und dazu beitrug, dass unsere Regierung nicht nur kurzerhand das Schengen-Abkommen außer Kraft setzte, sondern in Folge der unvorhersehbar großen Flüchtlingszüge – aus Syrien vor allem – mit der Türkei, bzw. dessen Alleinherrscher ein Abkommen schloss, um exakt diese wenig schönen Bilder an den Grenzen  zu vermeiden. Gegen sehr viel Geld versprach Erdogan die Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei zu versorgen und sie von der EU fern zu halten. (Ich weiß, dass das eine sehr verkürzte Darstellung ist, aber ich will nicht bei „Adam und Eva“ in diesem konfliktträchtigen Thema anfangen.) Die Vereinbarungen, die die EU mit der Türkei vertraglich aushandelten, waren jedoch auf 4 Jahre begrenzt. Diese Zeit ist abgelaufen. Ein Nachfolgevertrag wurde nicht abgeschlossen.

Gleichzeitig hat Erdogan strategisch geschickt damit begonnen, sein Hoheitsgebiet Richtung Syrien auszudehnen, mit der vorgeschobenen Begründung, er wolle dazu beitragen den Bürgerkrieg in Syrien zu befrieden.  Seine Forderung, darin auch von der EU mit weiteren Zahlungen unterstützt zu werden, lief zunächst ins  Leere, bis er auf die glorreiche Idee kam, die in der Türkei bisher versorgten Flüchtlinge auf den Weg in die EU zu schicken. Das Ergebnis sind die Krawalle an der Grenze zu Griechenland. Flüchtlinge versuchen (durchaus mit Unterstützung der türkischen Behörden) die Grenze zu überwinden, die griechischen Grenzbeamten bemühen sich unter Einsatz von Tränengas und mit Hilfe des Militärs das zu verhindern.

Die Bilder an der Grenze sind nicht schön – ja, es ist zynisch, das so zu sagen und doch enthält diese Bemerkung sehr viel Bedenkenswertes.

Offenbar hat dieses Bedenkenswerte auch Frau Pastorin Behnken zu ihrer geharnischten nächtlichen Politpredigt veranlasst. Hier kann man sie nochmals hören und auch sehen – solange das Video online gestellt bleibt.

 

 

 

 

Ich habe die Wut- und Hassrede nicht live gesehen, sondern bin erst durch Facebook und die dort geschriebenen Kommentare darauf aufmerksam geworden – und habe mir deshalb die Aufzeichnung angesehen.

Mir verschlug es beim Betrachten die Sprache.

Bei Facebook kommentierte ich so:

Es stimmt ja, wir sehen Not und Elend an den Grenzen Europas.
Wir sehen Not und Elend in Afrika, in Afghanistan, in Syrien, in Irak, in viel zu vielen Ländern der Welt.
Und natürlich sind wir auch gefordert zu helfen.
Und die meisten Menschen, die ich kenne, wollen auch helfen, aber sie sind sich nicht sicher, ob die propagierte Art und Weise wie die Hilfe geschehen soll, die richtige ist.
Wie schon im Herbst 2015 so stellt sich mir auch jetzt wieder die Frage, was wir wirklich tun sollen. Alle, die nach Europa und vor allem nach Deutschland wollen wirklich aufnehmen? Überfordert uns das nicht? Ich sagte auch damals schon, dass ich nicht daran zweifle, die finanziellen Mittel dafür bereit stellen zu können, aber kann unsere Gesellschaft die Integration so vieler Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis tatsächlich leisten, ohne daran zu scheitern? Und damit meine ich, dass der bisherige Zusammenhalt dieser Gesellschaft nicht mehr zuverlässig und stark erscheint. Bruchlinien, die bisher zwar erkennbar, aber nicht brüchig waren, brechen tatsächlich auf, man sortiert Menschen ein in die Guten und die Nazis. Dazwischen scheint kein Raum mehr für vorsichtige Kritik an der Politik, kein Raum mehr für die Schwachen im eigenen Land, die Sorge haben oder sogar Angst vor dem Prozess der Veränderung. Nochmals, wem ist damit gedient, grenzenlos zu sein, eine unbestimmte Zahl von Migranten ins Land zu lassen?
„Flüchtlinge“, dieses Wort weckt Erinnerungen an Krieg, Flucht und Vertreibung in der finsteren Zeit des Nationalsozialismus und manche mögen im „Kümmern für Flüchtlinge“ so etwas wie eine nachzuholende Wiedergutmachung sehen… als könne man je wieder gut machen, was Deutschland der Welt angetan hat.
Vielleicht sollten wir aber auch den Mut haben zu unterscheiden zwischen den tatsächlichen „Flüchtlingen“, den Menschen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat fliehen und denjenigen, die „nur“ ein besseres Leben wollen. Auch das ist ein legitimer Wunsch, Millionen Europäer sind in die „Neue Welt“ aufgebrochen, weil sie hier keine Zukunft hatten. Aber dieses kleine Europa der EU ist nicht der Kontinent Amerika. Und man muss realistischer Weise doch sagen, dass nicht Millionen Menschen, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa auf den Weg machen, hier tatsächlich ein erträgliches Auskommen finden werden.
Ich finde es gefährlich, vor dieser Realität die Augen zu schließen und mit dem Gebot christlicher Nächstenliebe alle Argumente vom Tisch zu wischen und denjenigen, die sich der Sicht der kirchlichen Vertreter nicht anpassen wollen oder können, ein schlechtes Gewissen zu machen.
Helfen ja sicher. Aber an Ort und Stelle, mit Kopf, Herz und Hand – mit der realistischen Einschätzung, die der Verstand ermöglicht, mit Mitleid und Barmherzigkeit des Herzens und der Tatkraft bei der Umsetzung der Entscheidungen.
Das war schon 2015 das Gebot der Stunde, aber Frau Merkel entschied sich für einen dreckigen Deal mit Erdogan, dem man – wie sich zeigt – nicht trauen konnte und nicht trauen kann.
Und auch das noch:
Wo bleibt der leidenschaftliche Einsatz für die christlichen Brüder und Schwestern, die unter dem Druck der Verfolgung ächzen und Not leiden und oft genug den Tod ertragen um dieses Glaubens willen.
Da bleiben die Kirchen seltsam stumm. Obwohl genau das schon von Paulus empfohlen wird…. Hilfe üben – den Brüdern und Schwestern zuerst.
Dieses Wort zum Sonntag war eine politische Ansage mit einem winzig kleinen frommen Nachsatz aus den Seligpreisungen…. so viel Evangelium durfte dann gerade noch sein, wobei aber der Name dessen, der diese Seligpreisungen aussprach, verschämt verschwiegen wird, nur der Hinweis auf einen Mann, der vor gut 2000 Jahren lebte…

Dieser Mann – das will ich gerne ergänzen – war, nein ist JESUS CHRISTUS, Heil der Welt.

Ist es nicht interessant, als Pastorin hätte sie doch prima abheben können auf den Bericht aus der Apostelgeschichte, der besagt, dass Paulus in der Nacht einen Traum hatte, in dem er aufgefordert wurde, aus Kleinasien – der heutigen Türkei – nach Europa zu kommen. „Komm herüber und hilf uns“ heißt es da. (Apostelgeschichte 16, 9)  Sie hätte doch gut sagen können, dass wir Christen in Europa nun diejenigen sein sollten,   den Menschen in „Kleinasien“ zu helfen. („Kleinasien“, so wurde noch zu meiner Schulzeit der Bereich des heutigen Nahen Ostens genannt.)  Das hat sie aber nicht, da musste eben die schöne Geschichte von Zeus und Europa herhalten….

Und auch das schrieb ich bei Facebook zu dem Hasswort zum Sonntag:

Die engagierte Frau Pastorin Behnken hätte auch dieses Thema für ihre politischen Nachtgedanken im Wort zum Sonntag wählen können…. zumal ja der Weltfrauentag am Sonntag vor der Tür stand …..

Weltfrauentag: Verfolgt, weil sie Frauen und Christinnen sind

Weltfrauentag: Verfolgt, weil sie Frauen und Christinnen sind

Und auch hier wäre die  Umkehrung des Hilferufes von damals angesagt: Kommt herüber und helft uns!  Doch dazu schweigt die Kirche seit Jahren.

Die verfolgten Brüder und Schwestern sind ihr kein engagiertes Eintreten wert, obwohl eine Empfehlung der Apostel aber genau das ausspricht, nämlich sich zuerst um die Brüder und Schwestern zu kümmern, die in Not sind. Und die Not unter den Christen in muslimisch oder atheistisch-kommunistisch dominierten Ländern ist groß.

 

 

Gehört dein Bauch wirklich dir….? 4. Januar, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, eltern, familie, familienpolitik, frauen, gesellschaft, Kinder - Famile, mütter, mord, politik, väter.
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„Mein Bauch gehört mir!“

Mit dieser Parole warben prominente Frauen zu Beginn der 70er Jahre für die Löschung des Paragraphen 218, der Abtreibung unter Strafe stellt. Abtreibung, so behaupteten sie, sei das natürliche Recht der Frau, darüber zu entscheiden, ob sie Mutter werden wolle oder eben nicht. Damals, zu Beginn dieser Debatte, hatte ich durchaus Sympathien für die Haltung der Frauen. Es war die Zeit der vielen Diskussionen über Feminismus und Emanzipation, und als junge Frau wollte ich natürlich auch eine moderne und aufgeschlossene Frau sein. Ich habe heftig mit diskutiert im Freundes- und Familienkreis.

Dann beschlossen mein Mann und ich eine Familie zu gründen. Ich wurde  schwanger und wir bekamen unser erstes Kind, einen kleinen Sohn. Drei Geschwister kamen im Laufe der nächsten sieben Jahre hinzu, allesamt sehr erwünscht. Alle wunderbare Kinder – wunderbare Menschen auch heute.

Damit veränderte sich meine Haltung zu Abtreibungen deutlich, zumal die moderne Medizin doch Mittel und Wege bereit stellt, eine Schwangerschaft zu verhüten. Abtreibung als Mittel der „Verhütung“ ein Kind zu bekommen ist die perverseste Abkehr von allen ethischen Grundlagen, die das Menschsein ausmachen.  Natürlich muss es Ausnahmen geben, etwa wenn eine Frau durch ein Gewaltverbrechen schwanger wird und sie sich außerstande sieht – und auch außerstande ist – das Kind dieses Verbrechens auszutragen und zu gebären. Da geht Barmherzigkeit vor Recht und Gesetz.

Heute aber werden durch die „Legalisierung“ des 218 (Abtreibung ist immer noch ein Straftatbestand, die Strafe wird jedoch ausgesetzt)  jährlich allein in Deutschland über 100 000 Kinder im Mutterleib getötet, darunter viele Kinder, die durch die Frühdiagnostik als „behindert“ aussortiert werden – oftmals mit dem ausdrücklichen Zuspruch durch die behandelnden Ärzte. Unsere Gesellschaft erlaubt es sich, im Laufe von nur 10 Jahren mehr als eine Million Menschen das Recht auf Leben abzusprechen und zu töten. Gleichzeitig jammern die Politiker, die diesem Wahnsinn zustimmen, darüber, dass unsere Gesellschaft überaltert und deshalb darauf angewiesen sei, Menschen zu importieren, etwa nach dem gleichen Muster des Denkens, dass man Nahrungsmittel, die in unseren Breiten nicht natürlicherweise wachsen und gedeihen, ja auch einführt, egal woher und zu welchen Bedingungen. Wir haben uns alle an dieses global mögliche „Mehr an Gütern“ längst gewöhnt… ich auch.
Die in diesen Tagen wieder heftig geführte Diskussion um das Recht von Gynäkologen für die Möglichkeit zu werben, in ihrer Praxis eine  Abtreibung vornehmen zu lassen, zeigt, wie virulent nach wie vor die Frage danach ist, wer letztendlich über Leben und Tod entscheidet. Kann man dieses Recht tatsächlich „nur“ der Frau zubilligen, die kein Kind bekommen will oder hat nicht auch das noch ungeborene Kind ein verbrieftes Recht auf Leben?

Heute las ich bei Facebook einen Artikel von Andreas Laun in „Die Tagespost“ zum Thema Abtreibung. Er ist deutlich, streckenweise ungemein schmerzhaft in seiner Ausdrucksweise, und er bringt auch das zum Ausdruck, was mich selber umtreibt.

Ich kopiere den Artikel in voller Länge hierher, weil ich ihn sehr, sehr wichtig und gut finde und weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Links im Laufe der Jahre nicht mehr funktionieren und ein Text, auf den ich mich in meinem Kommentar beziehe, plötzlich nicht mehr auffindbar ist.

Hier nun der Text im vollem Umfang:

Warum die Kirche Zeichen setzen muss gegen den Brudermord der Abtreibung.

Mit Kain hat jener Blutstrom begonnen, der seither durch die Weltgeschichte fließt, schäumend und die Täter berauschend. Namen und historische Ereignisse bilden seine Seitenarme: Sie erinnern an Dschingis Khan, an die islamischen Eroberungen ab dem 7. Jahrhundert, an die chinesische Kulturrevolution, an die Genozide an den Armeniern, in Kambodscha und Ruanda, an die Menschenopfer der Azteken, an zwei Weltkriege, an Hitlers Shoa und Stalins Archipel Gulag.
„Gott ist tot, wir haben ihn getötet“, schrieb Friedrich Nietzsche. Brudermord und Gottesmord setzen sich fort in der Geschichte, in einer immer radikaleren Gottlosigkeit der modernen, westlichen Welt, die Gott heute in seinen Geboten, in seiner Offenbarung, in seiner Schöpfung bekämpft. Papst Benedikt XVI. deutete den Holocaust als Versuch, mit dem jüdischen Volk auch seinen Gott und seine Ordnung auszulöschen. Im Anschluss daran formuliert Kardinal Robert Sarah „das größte Verbrechen der modernen Geschichte: Der Hass und der Wille, das jüdische Volks auszumerzen, ist ein Gräuel. Lag alldem nicht der Plan zugrunde, Gott zu töten, indem man das Volk auslöschte, das so viele Jahrhunderte hindurch die Erinnerung an Seinen Bund weitergeben hat.“ Während man Tötungsprogramme in größter Ähnlichkeit zu Diktaturen entwickelt, versucht man den Tod zu besiegen durch wissenschaftliche Projekte. Gleichzeitig organisiert und legalisiert man das Morden und Sterben.
„Blutrausch macht noch süchtiger
als Alkohol und andere Drogen“
Nach den beiden Weltkriegen hätte man annehmen können, die Menschen würden unter dem Eindruck des Erlebten nie wieder Kriege führen. Es kam anders: Viele Kriege wurden seit 1945 geführt, blutig und grausam wie eh und je. Man rüstet weiter und entwickelt trotz Hiroshima und Nagasaki sogar in armen Ländern Atomwaffen. Blutrausch macht noch süchtiger als Alkohol und andere Drogen.
1973 begann das nächste Blutbad, den Zahlen nach größer als alles was es gab, unter dem Schutz und Druck von Heuchelei und legitimierter Lüge. Es begann in den USA mit dem Grundsatzurteil „Roe versus Wade“, durch das in den USA Abtreibung legitimiert wurde. Mittlerweile folgen fast alle Staaten der Welt den Amerikanern, auch unter Druck und mit Hilfe von unbeschreiblich viel Geld. Wenn Gott nicht existiert, lebt der Mensch in einem Vakuum, weil es dann auch keine Ordnung gibt, die nicht der Mensch selbst macht und machen kann. Dann gibt es kein Naturrecht, also kein Recht, das sich aus der von Gott geschaffenen Natur erkennen lässt. Dann gibt es nur menschengemachte Gesetze und Autoritäten. Daraus folgt dann aber, dass der Staat Abtreibung straffrei erklären kann. Eine rechtspositivistische Sicht führte dazu, dass jedes Jahr Millionen von Kindern weltweit ermordet werden. Und dazu, dass arme Länder gedrängt oder erpresst werden, ebenfalls liberale Abtreibungsgesetze zu erlassen. Inzwischen hört man von Veränderungen der Lage, in manchen US-Bundesstaaten wird Abtreibung erneut verboten. So war in der „Tagespost“ zu lesen: „Die Abtreibungslobby hat keine Zukunft, weder in Deutschland noch irgendwo sonst. Und sie weiß es auch oder ahnt es mindestens längst.“ Es wird ein Erwachen kommen, davon bin ich überzeugt. Wir alle werden wie Macbeth rufen: „Zu wissen, dass ich ’s tat. Besser von mir selbst nichts zu wissen!“ Es wird ein bitteres Erwachen sein.
Verlogene Begriffe sollen das Gewissen betäuben
Unsere Zeit hat die Globalisierung des Abtreibungsmordes hervorgebracht. Die Welt betäubt ihr Gewissen immer noch beharrlich, durch verlogene Begriffe wie Unterbrechung, Fleischklumpen, Befreiung der Frau. Die Argumente für Abtreibung sind einfach zu widerlegen, doch die Welt, die so viele Rätsel des Universums gelöst hat, stellt sich dumm. Der Geist der großen und kleineren Mörder lebt weiter und mordet ohne Unterlass. Während man die Erinnerung an den Holocaust wach hält, geht der neue große Mord an den ungeborenen Kindern weiter und weiter. Ihren Müttern will man verbieten zu leiden – an ihrer Erinnerung an das, was sie getan haben und nicht vergessen können.
Bezeichnend, dass es bei der Europawahl kaum ein Politiker wagte, das Thema anzusprechen. Sicherlich, es gibt Politiker in allen Ländern, die gemäß dem Naturrecht, das Gott allen Menschen ins Herz geschrieben hat, denken und auch handeln würden, wenn es ihnen möglich wäre. Aber die Mehrheit tut nicht einmal das, was möglich wäre. Offenbar hat niemand von den mächtigen und einflussreichen Leuten Vladimir Palkos Buch „Die Löwen kommen“ gelesen, über die Feigheit und Blindheit der angeblich christlichen Politiker, die sich bei jeder Gelegenheit zur Rechtsstaatlichkeit bekennen, ohne zu wissen, dass es Rechststaatlichkeit nur gibt, wenn das Naturrecht anerkannt wird. Alle schweigen, wenn etwa eine Hebamme in Norwegen gekündigt wird und keine andere Anstellung erhält, weil sie sich weigert, einer Abtreibung zu assistieren.
Wenn Europa einmal erwacht, muss es sich von der teuflischen Irrlehre befreien, dass die Mehrheit in jedem Fall Recht schaffen kann. Gegen das Massenphänomen Abtreibung steht die jüdisch-christliche Kulturgeschichte Europas. In Goethes „Faust“, einem Hauptwerk der deutschen Literaturgeschichte, spielt Abtreibung eine zentrale Rolle: Gretchen treibt ab und begeht aus der Sicht Goethes damit ein Verbrechen.
„Wie ist es möglich, so viele Frauen zur
Überzeugung zu bringen, sie hätten ein Recht,
ihr eigenes Kind töten zu lassen?“
Wie ist es möglich, so viele Frauen zur Überzeugung zu bringen, sie hätten ein Recht, ihr eigenes Kind töten zu lassen? Bei fast allen Tieren verteidigen die Mütter ihre Jungen sogar dann, wenn sie dabei ihr Leben riskieren. Abtreibung ist gegen den Urinstinkt alles Weiblichen, sogar im Reich der Tiere. In einer Welt, in der der Mensch selbst weithin für ein Tier gehalten wird, sollte es nicht beleidigend sein, an diese Beobachtung zu erinnern: Auch Tiermütter verteidigen ihre Jungen, in vielen Fällen gegen ihre Väter oder fremde Männer. Mit dem Gottesmord und den aus ihm folgenden Morden steht Europa am Abgrund. Es ist im Begriff, Selbstmord zu begehen. Angesichts des globalisierten Abtreibungsmords und seiner Folgen müssten die Befürworter und Täter mit Macbeth rufen: „Wir haben den Schlaf, den unschuldigen Schlaf ermordet.“ Und: „Nicht das Wasser eines Ozeans kann das Blut von unseren Händen waschen.“ Oder auch mit Lady Macbeth: „Noch immer riecht es hier nach Blut.“ Ja, das tut es in Folge der tabuisierten Abtreibungen.
Wir Christen bräuchten für uns und die ganze Welt dringend eine Weltsynode über Kain und Abel: einen gemeinsamen Schrei der Kirche. Und viele Ladys Macbeth, die auf der Bühne der Welt weinen, weil sich das Blut an ihren Händen nicht abwaschen lässt – höchstens durch den Beichtpriester, wie Shakespeare wusste. Man sollte die Stimmen von Papst Johannes Paul II. und von Mutter Teresa hörbar machen. Die Heilige von Kalkutta sagte: „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß töten kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch?“
Europas Bischöfe sollten eine unübersehbare Demonstration planen
Alle Bischöfe Europas sollten eine gemeinsame Demonstration planen, ein Zeichen, das man nicht übersehen kann und das auch in den Medien nicht vertuscht werden kann. Die Kirche sollte akribisch suchen nach den Lecks, durch die die Ideologie des Tötens auch in kirchliche Strukturen eingedrungen ist. Man müsste dies ebenso aufdecken wie die Missbrauchsfälle. Man darf auch hier nichts vertuschen, denn Abtreibung ist der schlimmste Missbrauch eines Kindes. Abtreibung zu „entkriminalisieren“, als ob man ein Verbrechen durch ein Gesetz zu einer guten Tat machen könnte, müsste als unannehmbar gebrandmarkt werden.
Vielleicht ist auch bei vielen Christen, die Abtreibung eigentlich ablehnen, der Gedanke Macbeths eingedrungen: „Zu meinem Vorteil muss sich alles fügen. Ich bin einmal so tief in Blut gestiegen, dass, wollt ich nun im Waten stillstehen, Rückkehr so schwierig wär als durchzugehen.“ Als Christen können wir hinzufügen: Jesus ist durchgegangen, aber nicht als Täter, sondern als Opfer für alle!

 

Ich denke, dass ich dem nichts hinzufügen muss oder sollte.

Ich bin Oma …. und ’ne ganz patente Frau…. 28. Dezember, 2019

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Wie oft, so denke ich gerade, mussten sich Busfahrer während langer Fahrten mit Schulklassen oder sonstigen lustigen Reisegesellschaften das berühmte Lied über die Motorrad fahrende Oma anhören? Mir fallen spontan mindestens zwei Reisen aus meiner lange zurück liegenden Jugendzeit ein, während derer wir die lange Busfahrt durch intensives Singen dieses und ähnlicher Spaßlieder ein wenig erträglich gestalteten. Ob das den Busfahrern wohl gefallen hat?

Diese Version des Oma-im-Hühnerstall-Liedes spuckte mir das Suchmaschinchen aus:

„Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
(Liederbuch 1980)

Text: anonym
Melodie: nach „Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen“

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad

1.Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad, meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, meine Oma ist ne ganz patente Frau.

2.Meine Oma lernt im Suppenteller schwimmen, ja schwimmen, ja schwimmen, meine Oma lernt im Suppenteller schwimmen und der Opa fährt im Schlauchboot hinterher.

3.Meine Oma fährt im Panzer zum Finanzamt …

4.Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio …

5.Meine Oma bäckt im Kühlschrank eine Torte …

6.Meine Oma hat nen Schlüsselbund mit Kompass …

7.Meine Oma hat nen Nachttopf mit Beleuchtung …

8.Meine Oma hat nen Löffel mit Propeller …

9.Meine Oma hat ne Teekanne mit Schutzblech …

10.Meine Oma hat ne Glatze mit Geländer …

11.Meine Oma hat nen Petticoat aus Wellblech … |
[S. 43]

12. Meine Oma hat nen Goldfisch, der raucht Pfeife …

13. Meine Oma hat nen Sturzhelm mit Antenne …

14. Meine Oma hat nen Papagei mit Blue Jeans …

15. Meine Oma hat im Strumpfband nen Revolver …

16. Meine Oma hat Klosettpapier mit Blümchen …

17. Meine Oma hat nen Bandwurm, der gibt Pfötchen …

18. Meine Oma hat ne Brille mit Gardinen …

19. Meine Oma hat nen Waschbecken mit Sprungbrett …

20. Meine Oma hat nen Krückstock mit nem Rücklicht …

21. Meine Oma hat nen Kochtopf mit nem Lenkrad …

22.
Meine Oma hat nen Dackel, der trägt Höschen …

23. Meine Oma guckt die Tagesschau mit’m Fernrohr …

24. Meine Oma springt auf Stelzen in die Disco …

25. Meine Oma …………………….

26. Meine Oma ……………………..

27. Meine Oma ……………………..“

Quelle: http://www.liederlexikon.de/lieder/meine_oma_faehrt_im_huehnerstall_motorrad/editionc

Alle diese Strophen besingen auf witzige Weise eine Oma, die mitten im Leben steht, den einen oder anderen liebenswerten Spleen pflegt und sehr kreative Lösungen für absonderliche Probleme aller Art zu finden scheint, kurz, diese Oma ist, wie auch der Refrain nach jeder Strophe betont, „eine ganz patente Frau“.

Nun leben wir ja im Zeitalter des Wandels, des Klimawandels, um genau zu sein, noch genauer, im Zeitalter des menschengemachten Klimawandels. Und da sich das Jahr dem Ende zuneigt und man auch einen lustigen Beitrag im Rückblick auf das Gewesene produzieren wollte, so mussten sich wohl die Verantwortlichen beim WDR gedacht haben, sollte man doch kreativ werden. Kinder, so werden sie außerdem gedacht haben, gehen immer. Kinder sind fröhlich, spontan, witzig und erwärmen schon beim Zuschauen das Herz aller Menschen. Leider war aber die Kreativabteilung des WDR so ein wenig in Zeitdruck. Einen Sketch zu basteln war wohl nicht mehr möglich, aber ein kleines Gedicht, besser noch ein Liedchen, von Kindern gesungen, das müsste noch zu schaffen sein. Aber Text und eine dazu passende eigene Komposition… nein, das war nicht mehr zu leisten. Aber es gibt ja eine Menge lustiger Melodien, die man mit einem neuen Text versehen kann. Und dann spielte auch noch der Zufall perfekt in die Hände der unter Druck stehenden Verantwortlichen. Da hatte doch so ein junger Mensch (dessen Name mir nicht einfällt, dem ich aber auch nicht die Ehre geben will, meine Zeit in die Googelei zu inverstieren)  neulich erst mit harschen Worten darüber getwittert, dass sich doch bitte schön die Großeltern nicht mehr in die Zukunft der Enkel einzumischen hätten, da die Omas und Opas ja ohnehin bald abtreten würden – oder vielleicht sogar sollten, so genau habe ich den wichtigen Beitrag nicht mehr im Kopf. Aber „Großeltern“ ergaben das alles entscheidende Stichwort. Gab es da nicht mal was mit ’ner Oma?

Und schon wurde die alte Oma im Hühnerstall reaktiviert, mit ein paar neuen, aber wenig originellen Attributen versehen, der Kinderchor zum Einsingen des Elaborats einbestellt und fertig war der satirische Beitrag zum Jahresrückblick des WDR:

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. …

Meine Oma fährt mit ´nem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator. …

Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett, ein Kotelett, ein Kotelett. Weil Discounterfleisch so gut wie gar nix kostet.

Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, geläutert, geläutert. Stattdessen macht sie jetzt zehnmal im Jahr ‘ne Kreuzfahrt.

 

Das hätte, wenn – wie gesagt – schon nicht originell, aber wenigstens doch ein bisschen witzig sein können, hätte man den Originalrefrain beibehalten und eine leicht verpeilte,, aber ansonsten doch ganz patente Oma präsentiert.

Aber patente Omas (so vermute ich) sind für die modernen Macher der Unterhaltungssendungen allenfalls  die „Omas gegen Rechts“, doch die kommen ja bei Klima nicht vor. Und alle anderen Omas sind nicht nur von gestern, sondern ebenso anrüchig wie „alte weiße Männer“, mit denen will auch niemand etwas zu tun haben, die stellt man am besten ins Abseits. Also musste natürlich und zwangsläufig der Refrain geändert werden. Das war allerdings eine recht schwierige Aufgabe, da ja der Text dem Takt des Liedes angeglichen werden musste.  Also irgendwie rein taktmäßig so klingen wie „eine ganz patente Frau“, ohne aber das verflixte „patent“. Und Frau klingt ja auch irgendwie nach vorgestern und passt nicht in ein satirisches Lied. Aber coolen Menschen fällt natürlich dann doch die passende Formulierung ein:

Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau

Die Macher fanden das vermutlich megacool und megawitzig. Und auch so dicht am Puls der Zeit. So, liebe Leute, springt man schnell noch auf den mit jugendlichem Elan dahin brausenden Umweltschutzzug auf. Prima.

Aber, und das finde ich persönlich außerordentlich tröstlich, das Publikum zeigte in seiner Reaktion wesentlich mehr Verstand als alle WDR-Verantwortlichen zusammen und sehr viel freundliche Menschlichkeit den Omas gegenüber und sogar Mitgefühl für das gescholtene Borstenvieh, das ja ebenfalls auf ganz gemeine und ehrabschneidende Weise in einem Lied verhohnepipelt wurde.

Es ergoss sich ein wahrer Shitstorm über den WDR und die Kreativabteilung des Senders. Mir persönlich taten die jungen Sängerinnen leid, die in Bild und Ton und für alle gut erkennbar ihre Omas durch den Dreck zogen…. ob sie das ihrer eigenen Oma wohl zu Heiligabend in der guten Stube singen würden, fragte ich mich? Vielleicht schon. Sind doch unsere lieben Kinder inzwischen recht abgebrüht, was die öffentliche Beschimpfung anderer Leute angeht. Nur, dass es bisher immer darum ging, ganz allgemein die bösen Klimaleugner in die ihnen zugestandenen Ecken zu stellen oder mutig am FfF-Tag Schilder zu präsentieren, auf denen die Unbelehrbaren mit unschönen Ausdrücken bedacht werden. Omas standen bisher nicht unter Generalverdacht.

Und natürlich verstanden sich die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten bisher immer auch als Streiter gegen Hass und Intoleranz. Die ARD hat sogar einen eigenen Faktenfinder, um all die Hasser zu widerlegen, die ungefragt ihre unausgegorenen Statements und üble Beschimpfungen per Internet unter die Leute zu bringen wünschen.  Für die Belehrung der Bürger sind nämlich ganz alleine die mit unseren Gebühren finanzierten  Medien zuständig, allenfalls noch die Ableger der ehemals großen Magazine – nein, nicht die Bunte oder das Goldene Blatt…

Auch die Sprachüberwachung zur Erkennung von Hass und Gewalt steht ganz allein den damit beauftragten Rechercheteams zu, die im Sinne der Netzdurchsetzungsverordnung tätig werden. „Feine Sahne Fischfilet“ allerdings darf (durfte) sogar mit freundlichster Billigung des Bundespräsidenten  „Bulle……..ne und Fresse einschlagen“ besingen, andere dürfen das nicht.

Ach, ich verstehe,  gemessen an „Bullen……ne“ ist „Umweltsau“ doch ganz harmlos. Oder?

Kein „harmlos“. Vielmehr eine energische Zurückweisung.

Denn die „Umweltsau“ wusste Danny Hollek noch zu steigern und veröffentlichte diesen netten Satz:

„Lass mal über die Großeltern reden, von denen, die jetzt sich über #Umweltsau aufregen. Eure Oma war keine #Umweltsau. Stimmt. Sondern eine #Nazisau.“

Bei Facebook gefunden, habe ich das so kommentiert:

„Ich bin die Enkelin und die Tochter derjenigen, die als „Nazisau“ beschimpft werden und gleichzeitig als Oma die so bezeichnete „Umweltsau“… und ich habe mir bislang nicht vorstellen können, dass diese Titulierungen im Einklang stehen können mit dem Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Hass und Verachtung scheinen nun auch als Standard im öffentlich-rechtlichen Sprachgebrauch zu werden.“

Der schleichende Verfall ethischer / moralischer Übereinkommen für unsere und in unserer Gesellschaft wird so überdeutlich erkennbar.

Und mehr möchte ich eigentlich zu diesem Zeitpunkt nicht hinzufügen.

 

Doch dies noch: Ich bin Oma und ’ne ganz patente Frau!

 

 

 

 

Eine Provokation soll es sein… 18. März, 2018

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sich für menschliches Leben einzusetzen.

„Spahn provoziert neuen GroKo-Krach über Abtreibungen

 

Ich gebe ja zu, dass Herr Spahn  drastische Worte gewählt hat, als er einen Vergleich zog zwischen der Fürsorge für tierische Lebewesen und der für menschliche (ungeborene) Lebewesen.

Aber vielleicht ist es dringender denn je geboten, mit eben solchen drastischen Worten und Vergleichen den Wahnsinn zu verdeutlichen, der derzeit in Deutschland grassiert.

Wegen der schützenswerten Juchtenkäfer wurde jahrelang um den Bau von Stuttgart 21 gestritten. In Hannover musste, bevor der Klagesmarkt umgebaut werden konnte, ein seltenes Kraut aus den Ritzen zwischen den Pflastersteinen sorgsam entfernt und an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden. Die Elbvertiefung wird mit dem Ringen um eine äußerst seltene Spezies im Uferbereich immer wieder juristisch bekämpft und damit verzögert. Wölfen sichert man einen überaus hohen Schutzstatus zu. Gegen Massentierhaltung gibt es heftige Proteste (wohl zu Recht).

Ungeborenes Leben hat weniger Fürsprecher in der öffentlichen Debatte.

Mehr als Einhunderttausend  Ungeborene werden Jahr für Jahr abgetrieben. Das entspricht in der schieren Anzahl der Getöteten in etwa der Bevölkerung einer Stadt wie Göttingen oder Hildesheim.

In der jetzt geführten Debatte geht es aber mitnichten um ein generelles Verbot von Abtreibungen, diese juristische Angelegenheit wurde schon vor Jahren mit der Änderung des § 218 geregelt. Was die Abtreibungsbefürworter auf die Palme bringt, ist die neu entflammte Debatte darüber, ob ein Gynäkologe im Internet auf seine Praxis aufmerksam machen und dabei auch den Hinweis auf die Durchführung von Abtreibungen geben kann oder nicht. Dieses Verfahren wird durch den § 219 geregelt. Die Werbung für Abtreibung ist demnach per Gesetz verboten.

Bei einer Anzahl von mehr als 100 000 Abtreibungen pro Jahr kann man doch davon ausgehen, dass die abtreibungswilligen Frauen bisher keine Probleme hatten, eine entsprechende Einrichtung für ihr Vorhaben zu finden. Von daher verstehe ich die angeblich  dringende Notwendigkeit nicht, den Paragraphen 219 nun gänzlich zu streichen, wie es die (nur vermutete Mehrheit der) SPD fordert.

Frau Barley wird mit diesen Worten in dem oben verlinkten Artikel zitiert:

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) betonte. «Ich verlasse mich auf das Wort der Kanzlerin, die zugesagt hat, eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden.» Es gehe nicht um Werbung, sondern um Information. «Daran muss jetzt die gesamte Bundesregierung arbeiten», sagte Barley der Deutschen Presse-Agentur. Ärzte bräuchten Rechtssicherheit und Frauen Unterstützung in einer Krisensituation.

 

Mir erschließt sich die Forderung nach mehr Rechtssicherheit für Abtreibungsärzte nicht. Es geht bei § 219 doch nicht um die Abtreibung an sich, sondern schlicht und ergreifend darum, ob ein Arzt im Internetauftritt seiner Praxis auf die Spezialbehandlung „Abtreibung“ hinweisen darf oder nicht. An seiner rechtlichen Situation hinsichtlich der Tötung von menschlichem Leben – dieses Tun nämlich straffrei zu stellen – ändert sich doch gar nichts. Und auch für  die betroffenen Frauen ändert sich nichts.

Wenn Frauen und die mit ihnen sympathisierenden Männer so massiv gegen den § 219 auftreten, bedeutet das doch in erster Linie, dass auf diesem Weg die Abtreibung menschlichen Lebens endgültig zu  einer ganz „normalen“  ärztlichen Tätigkeit erklärt werden soll, wie etwa die Entfernung des Blinddarms oder der Rachenmandeln. Bisher hat es doch offenbar funktioniert, dass Frauen die Ärzte fanden, die den Eingriff vornehmen. Wozu also die Änderung?

Und hat Herr Spahn nicht Recht?

Machen nicht insbesondere die Grünen ein ziemliches Gewese um alles was lebt, mit Ausnahme um noch nicht geborene Menschen?

Und ist das nicht ein ganz schrecklicher Skandal?

Ein Skandal insbesondere in einem Land, das so viel auf seine sozialen Errungenschaften hält. Ungewollt Schwangere, die sich in einer Notlage befinden, müssen und können mehr Unterstützung finden, als es bisher schon möglich ist. Dass das mit der Information über die Ärzte, die Abtreibungen vornehmen geschehen soll,  kann doch nicht zu dieser notwendigen Unterstützung zählen!

DAS LEBEN ZU SCHÜTZEN muss die eigentliche und wichtige Aufgabe zum Thema Abtreibung sein. Dazu gehört auch der Schutz der Frauen, die mit einer Abtreibung ein hohes gesundheitliches und psychisches Risiko eingehen, dessen Langzeitfolgen aber in einer Krisensituation kaum zu übersehen sind. Verantwortung für Frauen kann darum eben auch bedeuten, sie darin zu stärken, ein nicht geplantes und / oder nicht gewolltes Kind dennoch zu bekommen.

„Kein Mensch ist illegal!“ lautet ein Schlagwort im Umgang mit Migration.  Ungeborene Kinder haben diesen Zuspruch in gleicher Weise verdient und das Recht, in Deutschland zu leben und aufzuwachsen

 

By the way,  der demographische Wandel macht auch den Grünen und Linken Sorgen, sie plädieren für nahezu ungebremste Einwanderung, um der immer mehr schrumpfende Bevölkerung ein bisschen entgegen zu wirken.  Aber 100000 Kinder nicht leben zu lassen, ist für sie gar kein Problem.

Da kann man doch ins Grübeln kommen über die ethischen und moralischen Werte….

Oder?

 

 

Kein schöner Text nach Weihnachten… 29. Dezember, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, einwanderung, flüchtlinge, frauen, gesellschaft, integration, islam, migration, politik.
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Die Freude an der Weihnachtsbotschaft Gottes :

Jesus kommt in die Welt, um die Welt – die Menschen –  mit Gott zu versöhnen„,

darf nicht darüber hinweg täuschen, dass wir immer noch in einer unversöhnlichen Welt leben, in der Menschen gegeneinander wüten, Kriege führen, Verrat üben, einer dem anderen nicht traut, Menschen andere Menschen bedrohen und sogar töten…. aus nichtigen Gründen.

Das Evangelium von Jesus Christus ist der radikalste Kontrapunkt, den man sich nur vorstellen kann,  zu dem Wahnsinn, den unsere Welt in dieser Zeit erlebt.  Aber hören wir ihn noch, diesen Kontrapunkt? Mehr noch, wird er noch gepredigt in den Kirchen und Gotteshäusern unseres Landes?

Wir Menschen brauchen Jesus! Diesen jüdischen Jesus aus Nazareth, der durch sein Leben die Vision von einem Leben in Gottes Frieden wieder in unser Bewusstsein rückt, der uns klar macht, dass jeder Mensch ein geliebtes Geschöpf Gottes ist, mit dem ewig gleichen Wert des Menschseins, das  dem Ebenbild Gottes entspricht, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, reich oder arm.

Aus dieser Ebenbildlichkeit Gottes, wie sie die Bibel seit Urzeiten beschreibt, leiten wir in Deutschland die „unantastbare Würde des Menschen“ ab. Vielen ist es in Vergessenheit geraten, dass dies der Urgrund jeglicher Menschenwürde ist: Wir sind alle Geschöpfe Gottes, nach seinem Willen geschaffen, ihm zu Ehren sollen wir leben.

Leider, so mein Eindruck, haben auch viele kirchliche Würdenträger unserer Zeit diesen Aspekt zugunsten einer allgemeinen „Bewahrung der Schöpfung“ vernachlässigt, predigen sie „Willkommenskultur“ und betreiben  „Nächstenliebe als politisches Programm“, dem die christliches Gemeinschaft zu folgen hat. Sie legen nicht den Finger in die Wunde und benennen das, was Gottes Ordnung widerspricht, sie weisen nicht auf, was schief läuft in der gegenwärtigen kulturellen Auseinandersetzung zwischen denen, die schon immer hier lebten und denen, die neu kommen. Sie fordern Respekt für die Religion des Friedens und schließen ihre Augen vor dem, was so offensichtlich ist in der „Offenbarung des Koran“ über die Würde des Menschen:

Frauen haben nicht den gleichen Wert wie Männer, Ungläubigen wird jeder Wert und jede Daseinsberechtigung abgesprochen – man darf sie töten, ohne dafür bestraft zu werden, Christen und Juden werden als Hunde und Schweine bezeichnet – und auch so behandelt in den Ländern, in denen der Islam Staatsreligion und politisches Gesetz in Eins ist.

Darüber schweigen die christlichen Anführer dieser Welt. Sie dienen sich vielmehr dem Islam an und nennen es „Nächstenliebe“ oder  „wir glauben alle an den gleichen Gott“.  Statt intensiv auf Christus hinzuweisen als den, den diese Welt braucht, suchen Kirchenführer das „Gemeinsame“ mit dem Islam – und blenden alles Trennende aus.

Ich nenne das Blindheit, Torheit, Sünde.

Wir versündigen uns an Muslimen, wenn wir ihnen aus vermeintlicher Toleranz das Evangelium von Jesus vorenthalten und statt dessen in unseren Kirchen Suren des Koran vorlesen lassen.

Wir versündigen uns an Muslimen und an Christen, wenn wir aus vermeintlichem „kulturellen Verständnis“ dazu schweigen, wenn Frauen und Mädchen von muslimischen Männern verachtet oder gar bedroht, drangsaliert und sogar getötet werden, weil es der Koran so vorgibt.

Wir versündigen uns an unseren Mitmenschen, wenn wir es zulassen, das Gesetz des Koran gleich-gültig neben unser Grundgesetz zu stellen und es zulassen, dass mit zweierlei Maß Recht gesprochen wird über Männer und Frauen.

Es ist nicht Nächstenliebe, wenn wir zulassen, dass muslimische Männer hier ihre kulturellen Eigenheiten pflegen und ausleben und dabei Frauen und Mädchen benachteiligen. Es ist ein Verbrechen an Frauen und Mädchen, egal ob muslimischen oder christlichen Glaubens oder sonstiger kultureller Prägung.

Es ist nicht Toleranz sondern Feigheit, wenn wir großzügig darüber hinwegsehen, dass sich archaische Stammesriten in unseren Städten breit machen und der  der  Gottesebenbildlichkeit entsprechenden  Würde des Menschen Hohn sprechen.

Wir Christen sollten nicht länger dazu schweigen.

Wir sollten mutig auf den hinweisen, der zu unserem Wohl und Heil in die Welt gekommen ist, Jesus, der Christus, Gottes Sohn.

Ich weiß, dass dieser letzte Satz für meine jüdischen Freunde nicht nachzuvollziehen ist. Das Wissen um Jesus mag uns einen, wie Schalom Ben Chorin es formulierte, der Glaube an ihn trennt uns. Ich lasse den Satz dennoch so stehen… er ist das Fundament meines Lebens.

 

Einen ganz und gar nicht religiösen Text zum Thema „Gleichheit von Frau und Mann“  und damit eben auch zu  „Menschenbild“ und „Menschenwürde“ fand ich bei „publico“, ich empfehle ihn zur Lektüre….

Krieg gegen Frauen

 

 

 

 

 

 

 

„Barbie trägt jetzt auch Kopftuch“… 15. November, 2017

Posted by Rika in aktuell, familie, frauen, islam, meine persönliche presseschau, migration, politik.
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titelt mein Käseblättchen auf SEITE EINS!

Das ist doch mal ne Meldung die es wirklich verdient hat, nicht irgendwo im Kultur- oder Wirtschaftsteil einer Zeitung aufzutauchen, sondern ganz prominent und hübsch bebildert gleich auf Seite 1 ins Auge des Betrachters  / Lesers zu fallen.

Bevor ich weiter schreibe, ist hier eine Erklärung nötig:

Ich kämpfe gerade mit meiner generellen abgrundtiefen Abneigung sowohl gegen Barbie wie auch gegen das Kopftuch, man möge mir bitte verzeihen, wenn ich mit diesen ungünstigen Voraussetzungen nur zu einer relativ bissigen Stellungnahme imstande bin.

Meine Haltung zum „Erkennungsmerkmal für  muslimische Frauen“ (muslimische Männer sind in Deutschland ja eher unauffällig gewandet) habe ich ja in verschiedenen Beiträgen hinreichend beschrieben, das muss ich nicht wiederholen, wenngleich sich die Argumentationsgrundlage  auch zu diesem Fall natürlich in keinster Weise geändert hat, nachlesen kann man es beispielsweise hier und hier.

Soweit meine Vorrede.

 

Isabell Rollenhagen, die Autorin des HAZ-Barbie-Titels schreibt einleitend:

„Wespentaille, blonde Wallemähne, weiße Haut: Barbie ist seit mehr als einem halben Jahrhundert der Inbegriff eines uralten westlichen Frauenbildes.“

 

Nein, Barbie ist nicht der Inbegriff eines „uralten“ Frauenbildes, es ist der Inbegriff einer sensationellen Marketingentscheidung eines amerikanischen Spielwarenherstellers:

(1945 wurde Mattel von Harold Matson, Elliot Handler und dessen Frau Ruth Handler in einer Garage gegründet. Der Firmenname setzt sich zusammen aus Matsons Spitzname „Matt“ und „Elliot“. Die ersten Produkte waren Bilderrahmen und Puppenmöbel aus Holz. Die Erweiterung des Angebots um Puppenkleider war sehr erfolgreich, und so entschied sich das Ehepaar Handler, nach Trennung von dem Partner Matson, sich vermehrt auf Spielzeug zu konzentrieren.

Im Jahre 1959 erschien die erste Barbie-Puppe und 1961 die Ken-Puppe  Quelle )

 

Das mit dem „uralten Frauenbild“ relativiert die Autorin dann im nächsten Satz bereits sehr schnell:

Dem Spielzeughersteller Mattel hat dies in den vergangenen Jahren nicht nur von Frauenrechtlerinnen viel Kritik eingebracht.

Warum wohl protestierten Frauen gegen eine Puppe, die in keinster Weise dem gängigen „Frauenbild“ unserer Gesellschaft entsprach, sondern auf geradezu obszöne  Weise Frauen auf blond, dünn, langbeinig – und, wie ich immer vermutete, blöd reduzierte?  Barbie ist eine Anziehpuppe mit ungeheuer schlechtem Geschmack, mehr nicht. Ich jedenfalls finde mich in diesem von Mattel in Kunststoff geprägtem und von der Autorin als „uralt“ propagierten  „Frauenbild“ nicht wieder.

Frau Rollenhagen schreibt unbekümmert und bar jeder Logik weiter:

 

Doch das US-Unternehmen lernt dazu  – und präsentiert immer wieder auch Puppen, die sich von den Stereotypen abwenden sollen. Die neueste Idee: Barbie bekommt einen Hidschab, also ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt.

 

Das ist fein.

Dem Stereotyp „uraltes westliches Frauenbild“ wird jetzt das des „ururalten, archaisch-muslimischen Frauenbildes“ an die Seite gestellt.

Da freuen sich aber die linientreuen Islamverehrer und noch mehr die supertoleranten deutschen, nicht-muslimischen  Islamversteherinnen,  die ja schon längst jede Solidarität mit den unters Kopftuch gezwungenen Frauen aufgekündigt und damit  die emanzipatorische Entwicklung der Frauen  in Deutschland feige verraten haben.

So unterlässt es natürlich auch Frau Rollenhagen, in irgendeiner Weise kritisch auf das „Kopftuch“ an sich einzugehen, vielmehr schließt sie sich dem Werbejubel an, indem sie fortfährt:

Für die Barbie in der „Sheroes-Kollektion“ dient die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31) als Vorbild, wie der Mattel-Konzern auf seiner Website bekannt gab.  …. Mit den Sherors-Puppen  … will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die zeigen können, dass Mädchen alles werden können, was sie wollen.“

In der Tat, muslimische Mädchen im Hidschab können etwas werden …..   ABER  eben nicht ALLES  und schon gar nicht  was SIE  wollen. Sie können nicht mit flatternden Haaren am Strand von Malibu oder Sankt Peter Ording im Sand spielen…. nicht mit leichtem Sommerkleidchen im Zoo spazieren gehen ….  nicht ungestüm mit gleichaltrigen Mädchen wie Jungen im Freien toben…     und sage mir niemand, dass kleine Mädchen genau das auf gar keinen Fall wollen!

 

Diesen winzig kleinen kritischen Einschub vermissen ich in dem Bericht von Seite 1 der HAZ, vom 15. November 2017.

Dafür erfahre ich dies:

Die Sportlerin ist begeistert: „Ich bin stolz, zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt.“ Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden.

 

Ich vermute einfach mal so ins Blaue hinein, dass es der Kindheitstraum der Sportlerin war, wie viele kleine Mädchen mit einer Barbie spielen zu wollen. Das wurde ihr verwehrt, weil ja die Barbie dem  „uralten westlichen Frauenbild“ entsprach und die vermutlich streng muslimischen Eltern genau das verhindern wollten:  Ihre Tochter sollte auf gar keinen Fall einer „westlichen Frau“ ähnlich werden.    Jetzt also können auch muslimische kleine Mädchen mit einer Barbie spielen, die das genaue Abbild ihres muslimischen Frauenbildes ist.

Es sei ihnen gegönnt….

 

Nur von einer deutschen, westlich sozialisierten Frau hätte ich in einem Bericht zu dieser PR-Strategie erwartet, dass zumindest in  einem Halbsatz  das Problem des Kopftuchs für das Selbstbestimmungsrecht kleiner Mädchen angesprochen wird.

Ergänzender Einschub aus einem älteren Kommentar von mir zum damaligen Kopftuchurteil, den ich auch für die „Hidschab-Barbie“ für relevant halte:  „Nun müssen sich halt diejenigen Muslima rechtfertigen, die kein Kopftuch tragen…. Was ist also so großartig an dem Urteil?  ….. WAS ist so großartig an einer Hidschab tragenden Barbie?  
Es ist pädagogisch vollkommen falsch, weil es den jungen Mädchen und Frauen, die aus dem vermeintlich “religiösen” Zwang ausbrechen wollen, nun eine zusätzliche Last in Form Kopftuch tragender Lehrerinnen- und Puppen-vorbilder aufbürdet.
Ich kann darin keinen Fortschritt für die integrationswilligen Muslime erkennen, eher dient es den Extremen zur Rechtfertigung ihrer pseudo-religiösen Ideologie und dem Frauen verachtenden Verhaltenskodex eines archaischen Kultes.

 

Ich habe übrigens lange Zeit versucht, eine Barbie  mit ihrem „uralten westlichen Frauenbild“ von meiner Tochter fern zu halten, zumal das liebste Töchterlein ein gutes Dutzend bezaubernder Puppen besaß….    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich schließlich einen ganz schändliche Deal mit der liebsten Tochter gemacht habe: Die weigerte sich nämlich, zum Abschluss des Schwimmkurses auch die abschließende Prüfung zu machen… alle guten Worte waren vergeblich. Da habe ich sie schlicht erpresst: Wenn Du das Seepferdchen schaffst, bekommst du eine Barbie….  Ich weiß, ich weiß, das war keine pädagogische Glanzleistung. Aber sie schaffte das Seepferdchen und bekam eine Puppe… es war nicht die Original-Barbie…. sie landete auch alsbald in irgendeiner Spielzeugkiste ….

Ich konnte Barbie nicht nur wegen des angeblich „westlichen Frauenbildes“ nicht leiden. Ich fand sie einfach grottenhässlich, völlig unproportioniert und zudem steif und ungelenk…  Nun ja, über Geschmack kann man nicht streiten oder eben doch….

 

„Emma“ – eine Leseempfehlung…. 1. August, 2017

Posted by Rika in emanzipation, familie, frauen, gesellschaft.
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Als junge Fachlehrerin legte ich in den frühen 70er Jahren demonstrativ die „Emma“ auf meinen Platz am Lehrertisch… ich war ja so fortschrittlich, emanzipiert und großartig-modern, dem Feminismus nicht abhold….

Wir waren ein überwiegend junges Kollegium mit einem jungen Schulleiter, aber es gehörten auch einige „alte Knaben“ und nicht mehr ganz jugendliche, um nicht  zu sagen  ältere Damen zu unserer pädagogisch wertvollen ( ja, was denn auch sonst 🙂 )  Lehrerriege. Schülerinnen und Schüler gab es noch nicht, Lehrerinnen und Lehrer auch nicht. Man war Lehrer oder Schüler.  Allenfalls gebrauchte  man in der weiteren persönlichen Beschreibung den Ausdruck „die Schülerin xyz“ oder „die Lehrerin xxx“.  In der Vielzahl jedoch waren es Lehrer und Schüler. Basta.

Möglicherweise, das erinnere ich aber nicht genau, kann es sogar das Bestreben der damaligen  „Emma“ gewesen sein, die Geschlechterzuordnung in der Begrifflichkeit deutlich zu machen,  dem gesellschaftlichen Rang der Frauen und Mädchen  einfach mehr Aufmerksamkeit und Gewicht zu geben.

Es waren die Jahre der ersten kleinen – und dennoch so großen –  Veränderungen in der Bewusstwerdung von  männlich/weiblich.  „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ mischten die wenigen Talkshows auf,  und wir Frauen sollten lernen, dass wir nicht als Mädchen geboren, sondern dazu gemacht würden….  (erschienen als Buch von Ursula Scheu)   eine Behauptung, der ich eine zeitlang widerspruchslos folgte, bis mir nach der Geburt meiner wunderbaren Tochter so sehr  deutlich wurde, dass sie sich doch schon rein äußerlich von ihren ebenso wunderbaren Brüdern unterschied und ich eigentlich nicht wollte,  sie zu einem „Nicht-Mädchen“,  aber eben auch „Nicht-Jungen“  zu machen, denn sie war ja KEIN Junge!  Sie, so wurde mir beinahe schlagartig klar, als ich dieses kleine Wesen eines späten Abends in den Armen hielt und stillte, sollte sich in ihrer Entwicklung  ihrer Weiblichkeit bewusst werden  und sie genießen können, was aber nicht bedeutete, dass sie nicht auch das alles machen und ausprobieren dürfte, was ihren Brüdern in den Sinn kam…  Ich wollte, so nahm ich mir sehr bewusst vor,  unsere Tochter ihren ureigensten Weg gehen lassen….  Und ich glaube, dass sie das bis heute tut.

 

Wie auch immer,

mehrere Jahre war die „Emma“ der Quell meiner weiblichen Weiterentwickelung, bis ich mich schließlich für „genug emanzipiert“ hielt und auf weitere Emmalektüre verzichtete.  Alice Schwarzer war nicht mehr das große Vorbild, sondern eine Frau wie viele andere auch, die im öffentlichen Leben mehr oder weniger deutlich Position bezogen zu den verschiedensten Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Wesentlich  für mich war es in den Jahren der Familienzeit und Kindererziehung eine Balance gefunden zu haben zwischen meiner  „Rolle“  / Arbeit in der Familie (und dem ehrenamtlichen Engagement in Kindergarten, Schule und Gemeinde)  und meiner nach der Kinderpause neu aufgenommenen Berufstätigkeit und darin „meinen“ ureigensten Erkenntnissen und Empfindungen folgen zu können, nicht nach einem Schema leben zu müssen, das mir von außen aufgedrückt wurde. Ich war immer sehr gerne „nur Hausfrau“ in der Zeit, als die Kinder noch klein waren und habe das nicht als einen Makel oder eine Minderwertigkeit hinsichtlich einer wie auch immer formulierten gesellschaftlichen Relevanz erlebt. Im Gegenteil. Ich war – und bin es heute noch – stolz darauf, gemeinsam mit meinem Mann unsere vier Kinder auf ihrem Weg ins Leben und darüber hinaus begleitet und beraten zu haben, und so daran beteiligt zu sein, dass sie einen guten Platz in Gesellschaft und Beruf gefunden haben.  Ich halte das – diese „Familienarbeit“ –  generell für eine große gesellschaftliche Leistung aller Frauen, die in meinen Augen viel zu wenig Wertschätzung durch die Politik und in den Medien  erfährt.

Und nach diesem kleinen Einschub zurück zu  „Emma“.
Ein Artikel nämlich, auf den ich bei facebook aufmerksam wurde,  könnte mich verleiten, wieder einmal eine „Emma“ zu erstehen…

Zumindest aber bringt er mich dazu, ihn  hier als Link weiterzureichen, denn er beschäftigt sich mit einem wundersamen Phänomen unserer Zeit, dem ich so abhold bin, wie man nur sein kann. Ich könnte allerdings mein ablehnendes Unbehagen nicht so präzise begründet in Worte fassen:

Emma:  „Sargnägel des Feminismus“

Daraus dieser kurze Auszug, in dem es um die vermeintliche Wissenschaftlichkeit der sogenannten „Gender Studies“ geht:

Der angestrengte Jargon schaukelt gewichtige Denkleistungen vor, der junge Erwachsene weder zum kritischen Befragen der Gegenwart animiert, noch zu unabhängigen Denkerinnen und Denkern ausgebildet – sie werden vielmehr eingeschüchtert. Weil sie unweigerlich annehmen, dass das, was sie in einem universitären Rahmen zu hören bekommen, intellektuell gewichtig sein muss, wird ihr Verstand nicht geschärft, sondern vernebelt.

Konkreter: Das Studium der Gender Studies macht Studierende oftmals nicht schlauer, sondern in vielen Fragen dümmer. Sie lernen nicht, globale Probleme objektiv zu erfassen, sondern sie durch eine hochgradig antiimperialistische Agenda zu filtern. Ein Workshop, den Dietze zu „Ethnosexismus und Migration“ anbot, befasste sich etwa mit „abendländischen Überlegenheitsnarrativen, zum Beispiel der Demokratie als der besten aller Regierungsformen, der Säkularität als der besten aller Rationalitäten“. Womit „der Überzeugung“ widersprochen werden sollte, dass die westliche Welt über „ein maximal fortgeschrittenes sexuelles Regime“ verfügen. Die Verächtlichkeit gegenüber Rechtsstaatlichkeit und Religionsfreiheit, die sich durch diese Botschaft aus dem akademischen Paralleluniversum zieht, ist ebenso offenkundig wie die subkutane Faszination für religiös legitimierte Diktaturen, in denen es weder das eine noch das andere gibt.

 

 

Mein mütterlicher Rat – etwas salopp formuliert und alles andere als wissenschaftlich begründet, lautet daher:
Liebe Frauen, Mädchen, Männer und Knaben, nehmt Euch diesen Emma-Text zu Herzen, genießt Eure jeweilige biologische Einzigartigkeit ganz ohne jeden politisch-ambitionierten Weltverbesserungswahn….
Und bleibt – oder werdet wieder – ‚ganz normal‘ … ohne jeden Genderquatsch und sprachverhunzende Binnensterne oder Genderneuwortschöpfungen….

 

 

 

Was doch zu erwarten war … 16. Januar, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, flüchtlinge, frauen, gesellschaft, integration, medien, migration, politik, terrorismus.
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Noch  sind die Diskussionen um die Ereignisse in Köln nicht verstummt, werden in den üblichen Redeveranstaltungen bei Plasberg, Maischberger, Illner und so weiter die üblichen Worthülsen kunstreich gedrechselt, versuchen nimmermüde Politikerklärer hinter das soziokulturelle Geheimnis von Massenaufläufen zu kommen, die das Ziel haben  Frauen und Mädchen sexuell zu belästigen, predigen die üblichen Volksbeschwörer, das alles habe nichts mit der Religion zu tun, der mehrheitlich die Schutz suchenden Flüchtlinge/Asylanten/Migranten anghören und versichern Regierungsmitglieder bzw bezweifeln Oppositionsleute  und ihre jeweiligen Parteigenossen, dass  alles Notwendige unternommen werde, dass  bereits vorhandenen Gesetze  angewendet werden, bzw. neue geschaffen und dass überhaupt alles getan wird, damit die (jeweilige)  Partei bei den nächsten Wahlen keine Einbußen erleidet    die Parteien an dem rechten Rand der Gesellschaft keinen Zulauf erhalten.

Einschub:  Der linke Rand der Gesellschaft ist ja dank jahrelanger Indoktrination zu DDR-Zeiten  – Faschismus und damit verbundener Rassenwahn und Fremdenfeindlichkeit gab es nur im kapitalistischen Westen – ohnehin über jegliche Xenophobie erhaben und müsste nur noch dahingehend  zivilisiert werden, dass seine jungen Heißsporne nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit fremde Autos abfackeln oder verkleidet als „Antifa“ ganze Straßenzüge im antifaschistischen Kampf zerlegen oder weitgehend friedfertige Demonstrationen gewaltsam ins Chaos stürzen. Einschub Ende

Die Auseinandersetzung um die Bewältigung der Flüchtlingskrise gerät in eine neue Phase. Es lassen sich die Ungereimtheiten bisheriger Berichterstattung nicht länger beibehalten: einerseits wird vor Terrorangriffen gewarnt, andererseits wird genau diese Gefahr heruntergespielt mit dem Hinweis, man wolle niemanden unter Generalverdacht stellen und  – siehe oben – nicht den falschen Parteien in die Hände spielen.

Nach dem bejubelten „Willkommen, willkommen“   wird jetzt die Skepsis thematisiert: „Schaffen wir das wirklich?“ Und es wird langsam klar, dass „wir“ zwar die finanzielle Herausforderung wuppen können, daran habe ich kaum gezweifelt – „wer, wenn nicht wir“ -, dass es uns aber kaum gelingen wird, die tatsächliche Integration der Flüchtlinge in unser Wertesystem mit der notwendigen Geschwindigkeit, die der permanent große Zuwachs junger muslimisch sozialisierter Männer nötig macht, zu bewerkstelligen, zumal erschwerend hinzukommt, dass die Neuankömmlinge hier auf Muslime treffen, die 5, 10 oder mehr Jahre in Deutschland leben und gar nicht daran denken, sich in unser Gesellschaftssystem zu integrieren, gar nicht erst von denen zu reden, die in der 3. oder 4. Generation muslimischer Einwanderung in Deutschland leben und den Islam als Basis ihres Shariah konformen Zusammenlebens ganz neu für sich entdecken.

Jetzt wird laut darüber nachgedacht,  karnevalistische Veranstaltungen stark einzuschränken, weil die Sicherheit für Abertausende nicht zu gewährleisten ist. (Das wird sich im Sommer bei den vielen schönen Freiluftveranstaltungen im öffentlichen Raum fortsetzen.)  Flüchtlingsmännern wird der Zugang zu öffentlichen Schwimmbädern verwehrt, weil Frauen massiv belästigt wurden und  sich in ihrer Sicherheit bedroht fühlen. Immer mehr „Einzelfälle“  sexueller Belästigung durch „südländisch aussehende Männer“ aus allen Teilen Deutschlands werden berichtet und auch die Geschehnisse in den Asylunterkünften werden nicht länger unter den Teppich gekehrt, weil es einfach nicht mehr zu verheimlichen ist, dass es Probleme gibt, mehr Probleme, als sich die Verantwortlichen offenbar im Vorfeld vorstellen konnten. Endlich wird das große offizielle Schweigen gebrochen, das zwar eher nicht „von Oben“ angeordnet wurde, dem sich aber zu viele Öffentlichkeitsarbeiter in den Medien freiwillig unterworfen haben, um die schöne Willkommenskultur nicht in Verlegenheit zu bringen.

Das alles war doch zu erwarten und es gab viele Menschen die das ganz ohne prophetische Fähigkeiten schon frühzeitig klar erkannt hatten. Es ist das Versagen der Politiker und der Medien, dass sie die Bedenkenträger, die Mahner und Warner nicht ernst genommen und sie stattdessen ins Abseits gestellt haben.

Dietrich Bonhoeffer wird der Satz zugeschrieben, „dem Rad in die Speichen fallen“, manchmal, so denke ich, ist es besser zu versuchen das Rad zu verlangsamen, es anzuhalten, als es in falscher  Hoffnung auf einen guten Ausgang ungebremst laufen zu lassen. Und so hoffe ich, dass das zarte Pflänzchen „Einsicht“ in die Notwendigkeit einer Neuausrichtung unserer Willkommenskultur nicht niedergetrampelt wird, von wem auch immer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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