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80 JAHRE und 7 Tage… 27. Januar, 2022

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, HOLOCAUST, judentum, meditatives, politik.
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„80 Jahre und 7 Tage“

 

Diese Zeitspanne nannte der Präsident der Knesset des Staates Israel in seiner Rede im Deutschen Bundestag zum Gedenken der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus und wies darauf hin, dass nur wenige Kilometer vom Reichstag entfernt das Haus am Wannsee steht, in dem vor 80 Jahren und 7 Tagen eine Konferenz hochrangiger Vertreter des Staates, der SS, der Wehrmacht, der Verwaltung stattfand, in der in nur wenigen Stunden das Schicksal der europäischen Juden besiegelt werden sollte, für immer verbunden mit dem Begriff „Endlösung“, der doch nichts anderes besagt, als VERNICHTUNG !

Vernichtung jüdischer Frauen, Männer, Kinder, Säuglinge und Greise aus allen Machtbereichen der Deutschen. Um die Mörder zu schonen – so kann man es in den „Wannsee-Protokollen“ nachlesen – musste das Morden effektiver, „Ressourcen schonender“ durchgeführt werden, der fabrikmäßig durchgeführte Massenmord nahm in einer schönen Villa in einer idyllischen Landschaft seinen Anfang.

Mickey Levy, der Präsident der Knesset, konnte während seiner Rede, in der er Teile des Kaddisch für die jüdischen Toten sprach, nur mühsam die Tränen zurückhalten …

Und dennoch – so dachte und denke ich – trotz der Trauer, trotz des Gedenkens an die Toten, die Entrechteten, Traumatisierten, trotz des Leids, das mit diesem Tag verbunden ist, ist es auch ein Tag des Triumphs des Lebens über die Mordpläne der Henker.

80 Jahre und 7 Tage nach den Beschlüssen zur „Endlösung“ steht der Präsident der Knesset des jüdischen Staates Israel im Parlamentsgebäude und vor den Abgeordneten des Deutschen Volkes und gedenkt der Toten und spricht doch von Aufbruch, Zusammenarbeit und Vertrauen.

ISRAEL und alle Juden weltweit haben in diesem Moment über Hitler und sein Verbrechensregime gesiegt – mit dem leidvollen Opfer von Sechs-Millionen Leben.

Daran will ich alle Tage meines Lebens erinnern.

Der Schrecken und das Morden der Nazis und all ihrer Helfer und Zuträger darf niemals vergessen werden.

Die Mahnung, die Mickey Levy mit nur zwei Worten aussprach, geht an uns alle:

NIE WIEDER

Antisemitismus darf niemals mehr die Oberhand gewinnen, ganz gleich, in welcher „Verkleidung“ er auftritt: nicht in seiner klassischen Form, nicht als Rassismus, nicht als religiöse Pflicht, nicht als Antizionismus, nicht als allgemeine „Kritik an Israel“, und schon gar nicht als neuerlicher Aufruf zur Vernichtung Israels und der Juden, wie es leider immer wieder bei Aufmärschen zum Al-Quds-Tag passiert.

 

 

Der Anregung zum Gedenken an die über eine Million ermordeten jüdischen Kinder folgend, brennen heute Kerzen in unserem Haus, am Fenster meines Arbeitszimmers und am Fenster der Vorderseite des Hauses.

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Trump hat einen Plan und das ZDF die „richtige“ Meinung 29. Januar, 2020

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Gestern lief im ZDF der sehr bemerkenswerter Film mit dem Titel „Ein Tag in Auschwitz„.

Anhand eines Fotoalbums, das von dem „Fotographen in Auschwitz“ eigens zur Dokumentation der „tadellosen Abwicklung“ eines Transportes  (hier ungarischer Juden)  angelegt war, wurden die Stationen nachgezeichnet, die die Unglücklichen bis zu ihrem Ende durchlaufen mussten. Die Ankunft in Auschwitz – Birkenau, der „Empfang“ an der Rampe, die Einteilung der Menschen in die Gruppen, die sofort der Gaskammer zugeführt wurden und die, die in das Arbeitslager kamen. Der Historiker, der die Dokumentation weitgehend erstellt hat, gibt die sachliche Auskunft, dass zwischen 70 und 80 % der Menschen eines jeden Transports sofort zu den Gaskammern und in die Vernichtung geführt wurden.

Zeitzeugen kommen zu Wort. Überlebende der Shoah.

Der Film ist ein ruhiges, unaufgeregtes und darum umso eindrücklicheres Zeugnis des Verbrechens, das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben. Die Bilder sprechen für sich, die Zeugen reden klar, ohne Pathos, aber mit mühsam gefundenen Worten für etwas, was sich eigentlich gar nicht in Worte fassen lässt.

Unmittelbar nach dem Ende des Films – natürlich wie immer – das nächste  Programm.

Das nächste Programm sind die „heute“-Nachrichten mit Claus Kleber.

Die Anmoderation ist für mich ein Schock. Mit ätzender Stimme und kaum verhohlener Verachtung „ordnet Herr Kleber ein“, wie er seine Aufgabe beim ZDF in routinierter Selbstdarstellung beschreibt. Es geht um den Friedensplan, den der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorlegt.

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht mehr mitbekommen habe, was Donald Trump im Einzelnen vorgesehen hat. Ich höre die kommentierenden Worte Claus Klebers und mir wird schlecht.

Wie kann man nur, denke ich, nach so einem Film zum Holocaust die Nachrichtensendung mit einem derartigen Introitus beginnen? Es ist mir, als sei die Zeit stehen geblieben und wir seien wieder in der Zeit des Tausendjährigen Reiches und jemand würde mit empörter Stimme das Unrecht anprangern, das die Juden angeblich über diese Welt gebracht haben.  Die Sympathie des Herrn Kleber,  seine alleinige Sorge gilt nicht etwa den unter dem palarbischen Terror leidenden Israelis, nein, sie gilt  den Tätern, den „Palästinensern“, die um ihr Land gebracht werden sollen, denen Trump mit seinem Friedensplan so übel mitgespielt habe.

Als Nicola Albrecht zugeschaltet wird, ist mir so  schlecht, dass ich das Zimmer verlassen muss, in dem der Liebste dem Fortgang der Nachrichtensendung folgt.

Ich kann mir diese antiisraelische Propaganda im Staatsfernsehen einfach nicht mehr zumuten, schon gar nicht in diesen Tagen, in denen deutsche Politiker  vollmundig und äußerst medienwirksam der toten Juden gedenken und irgendetwas von „Nie wieder“ von sich geben, aber gleichzeitig den Mördern und den von der Vernichtung der heute lebenden Juden träumenden Politkern  die Hand schütteln und ihnen zusichern, alles für ihr Wohlergehen zu unternehmen.

Es ist  (beinahe nur*) eine einzige widerliche Show der „Guten Deutschen“, die aus dem Holocaust vor allen Dingen gelernt haben, dass es auf eine perfekte Performance der politischen Meinung ankommt. Das gilt für die Selbstdarsteller im Politikzirkus ebenso wie für die Meinungsmacher in den öffentlich-rechtlichen und allen Medien  darüber hinaus.

ZDF  = Zentrale Deutsche Fehlinformation. Die ARD steht dem ZDF allerdings in nichts nach.

 

Gerd Buurmann hat in seinem Blog dazu so Stellung genommen: „Die volle neue Einseitigkeit

 

 


* beinahe nur – Ich will denen nicht Unrecht tun, die aus tiefem Herzen das Grauen der Shoah beklagen.

 

Der Film „Ein Tag in Auschwitz“ ist mit begleitendem Material auch für den Unterricht an Schulen vorgesehen.

 

 

 

Der Kommentar der Schande… 25. Januar, 2020

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, HOLOCAUST, israel, judentum, medien, politik, presse.
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Es ist ein Kommentar der Schande.

Und damit er nicht verloren geht und wir uns auch in 5 Jahren noch daran erinnern können, wer und wie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk über Israel und den Holocaust  schreiben und / oder reden   darf und mit unsäglichen Worten die überheblichste und  mieseste Stellungnahme zum Holocaustgedenktag geschrieben hat, die ich je gelesen habe, teile ich diesen furchtbaren Text.

 

 

Leider eine vertane Chance
Stand: 23.01.2020 18:43 Uhr

„An Bundespräsident Steinmeier lag es nicht: Der Gedenktag in Yad Vashem wurde von den egoistischen Auftritten Israels und Russlands überschattet. Eine vertane Chance im Kampf gegen Antisemitismus.
Ein Kommentar von Sabine Müller, ARD-Hauptstadtstudio, zzt. Jerusalem

Dieser Tag in Jerusalem sollte ein Tag des würdigen Gedenkens sein und ein eindrucksvolles Signal für den gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus. Wie traurig, dass das nicht überzeugend geklappt hat. Ja, vieles war würdig und überzeugend, und dazu hat der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beigetragen.
Er wurde den Erwartungen an den ersten Redeauftritt eines deutschen Staatsoberhaupts in Yad Vashem gerecht und hielt als Vertreter des Landes der Täter eine beeindruckend einfühlsame und klare Rede – und das auf Englisch, wohlgemerkt. Eine Rede über deutsche Schuld und deutsche Verantwortung, darüber, dass es keinen Schlussstrich unter das Erinnern geben darf und über die traurige Erkenntnis, dass Deutsche 75 Jahre nach Auschwitz nicht immun sind gegen das Böse. Wie sagte Steinmeier richtig: Der Antisemitismus von heute habe zwar andere Täter und benutze andere Worte, es sei aber trotzdem „dasselbe Böse“. Das war würdig.
Unwürdiges Verhalten von Israel und Russland
Unwürdig war dagegen, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten. Wie sie vor der offiziellen Veranstaltung sozusagen ihre eigene politische und erinnerungspolitische Privatparty feierten – mit neuen Verbalattacken gegen Polen und demonstrativ überlangen bilateralen Gesprächen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Präsident Wladimir Putin.
Wie sie die Einweihung eines Denkmals zur Erinnerung an die Belagerung Leningrads gnadenlos überzogen, wie sie 90-jährige, 100-jährige Holocaust-Überlebende eine Dreiviertelstunde lang in Yad Vashem warten ließen wie bestellt und nicht abgeholt – und dazu noch mehr als 40 Staats- und Regierungschefs.
Was ein würdiger Tag mit eindrucksvollen Signalen sein sollte, hinterlässt einen schalen Nachgeschmack, allen warmen Worten von „Nie wieder“ bei der Gedenkfeier und allen Beschwörungen der Einigkeit zum Trotz. Wie damals bräuchte es auch heute eine konzertierte, gemeinsame Anstrengung gegen neuen Antisemitismus, gegen neues völkisches Denken.
Es bleiben etliche Zweifel

Aber es sind Zweifel angebracht, wie viel internationale Einheit wirklich da ist und wie sehr letztlich nicht doch nationale Eigeninteressen dominieren. Dass Putin und Netanyahu immerhin ihre Auftritte bei der Gedenkveranstaltung in Yad Vashem eklatfrei hinter sich brachten, ändert nichts an diesen Zweifeln.
Und es sind Zweifel angebracht, ob aus dem Erinnern an diesem Tag und an denen, die in den nächsten Tagen noch folgen, ob aus all den nochmal erzählten herzzerreißenden Schicksalen der Toten und Überlebenden, ob daraus tatsächlich konkrete Schritte folgen, mit denen der grassierende weltweite Antisemitismus zurückgedrängt werden kann. Und so war dieser Gedenktag letztlich leider auch eine vertane Chance.“

Soweit der Kommentar Sabine Müllers vom Hessischen Rundfunk.

„Unwürdig war dagegen, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten.“

Hat man je so einen Satz lesen müssen, einen Satz, der nicht etwa die Täter beschuldigt wegen ihrer unvorstellbaren Morde, Brutalitäten, Verstümmelungen, Folterungen und ihrem schrecklichen, unmenschlichen Vernichtungswahn in jeder nur denkbaren Form nachgegangen zu sein, sondern ein Satz, der den Opfern und deren Angehörigen gilt?

1992 war ich zum ersten Mal in Israel und zum ersten Mal in Yad Vaschem, blind vor Tränen in der Halle der ermordeten Kinder, stumm vor Entsetzen in der Ausstellung der Dokumente, die das unvorstellbare Grauen der Lager und der Vernichtung bezeugen – bis heute. Die Wucht der – natürlich – in Deutsch verfassten Briefe und Protokolle, die den ganzen unfassbaren Wahn nicht nur der „Täter vor Ort“ in den Lagern, sondern den der Zuträger und Mitläufer in jeder noch so kleinen Stadt und Gemeinde Deutschlands für alle Zeiten offen legen, traf mich tiefer, als ich es je hätte vermuten können.

Es ist ausschließlich das Verdienst Israels, diese Zeugen der Geschichte zusammengetragen und der Welt zugänglich gemacht zu haben, Zeugen einer Geschichte des Grauens und der Finsternis, wie sie schlimmer nicht sein könnte.

Und da kommt diese Person daher und redet davon, Israel habe den Gedenktag teilweise gekapert? Hat sie denn nicht das kleinste Gespür für die Ungeheuerlichkeit dieses Vorwurfs? Mehr noch für die Dimension dessen, was Yad Vaschem bedeutet?

Ich kam damals nach Yad Vaschem nicht als Unwissende. Ich hatte mich mit der Geschichte des Antisemitismus, mit der Judenverfolgung in all den Jahrhunderten vor der Shoa beschäftigt und glaubte, auch alles über die Shoa zu wissen…. dieses „wissen“ bezog sich, wie ich sofort spürte, auf die rein verstandesmäßige Erfassung des Verbrechens, und obwohl ich immer schon  emotional von dem berührt war, was ich gelesen und erfahren hatte, diese unmittelbare Begegnung mit den Tätern durch ihre eigenen  Dokumente ihrer „Taten“ traf mich wie ein Schock. Ich wurde mit den Abgründen „meines Volkes“ konfrontiert und ich spürte, dass ich mich dem niemals würde  entziehen können – obwohl ich, 1949 geboren, nicht selbst zu den Tätern gehörte, aber vielleicht – und das ist doch die Frage, die wir uns bei allem Bekennen zu „nie wieder“ stellen müssen – doch die „DNA des Verbrechens“ in mir trage.

Können wir Nachgeborenen denn wirklich so sicher sein, wie wir uns im Tausendjährigenreich verhalten hätten? Wären wir begeistert gewesen von nächtlichen Fackelaufmärschen, Lagerfeuerromantik, feurigen Reden? Hätten wir heimlich oder sogar offen eingestimmt in „kauft nicht bei Juden“ (zeigt nicht die Anhängerschaft der BDS-Bewegung gerade in Deutschland, dass dieses Virus immer noch sehr virulent ist?)? Wären wir Zuträger gewesen für die GESTAPO und hätten wir Menschen mit abweichenden Meinungen „gemeldet“, wohl wissend, was Regimegegnern passierte? Oder wären wir abgetaucht in die innere Emigration, stumm geworden, unsichtbar? Hätten wir zu denen gehört, die sich mutig dem Geist des Nationalsozialismus entgegen stellen?

Und diese Person stellt sich hin und lobt unseren Präsidenten, den Repräsentanten des Tätervolkes und doch und gleichzeitig den Präsidenten, der mit den Mullahs kungelt, die Israel vernichten wollen und der sich vor dem Judenmörder Arafat verneigt und hebt die Würde seiner Rede hervor, während sie Netanjahu bezichtigt, den Gedenktag zu kapern!

„Dass Putin und Netanyahu immerhin ihre Auftritte bei der Gedenkveranstaltung in Yad Vashem eklatfrei hinter sich brachten, ändert nichts an diesen Zweifeln.“

Diese Person stellt mit ihrer Wortwahl – und das sicherlich mit voller Absicht – den Ministerpräsidenten Israels in eine Reihe mit den Despoten der Welt und tröpfelt das Gift ihres Hasses zielsicher mit jedem Wort in die unkritischen Ohren ihrer Zuhörer. Es sind Worte wie „immerhin“ oder „Auftritt“ die in diesem Zusammenhang eine suggestive Kraft der Verachtung entfalten. Sabine Müller wählt sie und nutzt sie wie weiland die Journalisten des „Stürmer“, um die unterschwelligen Gefühle zu aktivieren, die den Judenhass befeuerten.

Es macht mich fassungslos, ohnmächtig und beinahe stumm.

Es sind die ekelhaften Kommentare wie dieser, die dem Antisemitismus in Deutschland einen gehörigen Schub verleihen können, weil sie genau das Muster bedienen, das den heutigen Antisemitismus aller Orten aufblühen lässt wie Primeln am ersten Frühlingstag.   „Wir sind doch die Guten. Wir haben aus der Geschichte gelernt, aber  „Seht her, die bösen Juden in Israel versauen uns den schönen Gedenktag, der an unsere unermesslich schrecklichen Taten erinnert, aus denen WIR  gelernt haben, „nie wieder“ zu sagen. Nur die Juden wollen dieses „NIE WIEDER“ einfach nicht mitmachen, die stören unsere feierliche Totenklage.“

Nie, nie, niemals wieder möchte ich eine Rede unserer Politiker zum Holocaustgedenktag hören, solange dieser Kommentar nicht öffentlich, laut und deutlich von den Spitzenpolitikern aller Parteien, von der Kanzlerin, dem Präsidenten und der Ministerriege als schamlos, niederträchtig und zutiefst antisemitisch gebrandmarkt wird.
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E R G Ä N Z U N G

„Unwürdig war dagegen, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten. Wie sie vor der offiziellen Veranstaltung sozusagen ihre eigene politische und erinnerungspolitische Privatparty feierten – mit neuen Verbalattacken gegen Polen und demonstrativ überlangen bilateralen Gesprächen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Präsident Wladimir Putin.
Wie sie die Einweihung eines Denkmals zur Erinnerung an die Belagerung Leningrads gnadenlos überzogen,…“

„Erinnerungspolitische Privatparty“ …. „Erinnerung an die Belagerung Leningrads“
Auch hier eine bewusste Verachtung, schlimmer noch, eine entsetzliche Verharmlosung des Verbrechens, das Deutschlands Wehrmacht an der Bevölkerung Leningrads verübte. Es war ja nicht eine harmlose „Belagerung“, es war ein bewusstes Töten der Leningrader durch Aushungern. Bestialisch geplant und erbarmungslos ausgeführt.
Schlimmer als es Sabine Müller tut, kann man die Geschichte des Mordens kaum zu antirussischen / antiisraelschen Propagandazwecken ausschlachten – und ich wähle den Begriff mit voller Absicht, denn das ist es, eine neuerliche Vernichtung menschlicher Würde, diesmal mit Worten.
Was den Worten folgen kann, hat uns die 12-jährige Geschichte des Tausendjährigenreiches gelehrt.
Was auch immer man über Putins Macht und Diktatur denken und sagen kann, die Blockade Leningrade war ein Verbrechen. Ein Verbrechen von der deutschen Regierung geplant und ausgeübt. Dieses Gedenken an das ungeheure Verbrechens als „erinnerungspolitische Privatparty“ zu bezeichnen, ist eine weitaus größere Schande, ein überaus größeres Vergehen, als es die Verspätung Putins und Netanjahus je sein könnte.

 

 

 

9. November 2019 10. November, 2019

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Tag der Freude

Tag der Scham

Tag der Trauer

 

Ja, ich erinnere mich mit großer Freude an den 9. November 1989, an dem ich in fassungslosem Staunen das Wunder der  ungeplanten Öffnung im antifaschistischen Schutzwall zwischen der damaligen DDR und der damaligen Bonner Republik BRD im Fernsehen mit ansehen konnte.

Und dennoch tritt in meiner persönlichen Wahrnehmung dieser Freudentag immer hinter den anderen 9. November zurück, den Tag, an dem im Jahr 1938 überall in Deutschland die Synagogen brannten, jüdische Geschäfte zerstört, geplündert und ausgeraubt wurden, unsäglich viele Menschen gefangen genommen und in die Konzentrationslager verbracht wurden.

Dem Gedenken an die Pogrome – die sich ja nicht auf den 9. November beschränkten – mischen sich heute große Sorgen über den zunehmend virulent werdenden Antisemitismus bei, der neben den „altbekannten“ Akteuren der ewig gestrigen, dem Nationalsozialismus anhängenden Deutschen neue Gesichter und Formen des Judenhasses hervorbringt. Sie finden sich mitten unter uns, in allen Schichten der Gesellschaft…. bis hinein in die Spitzen von Parteien, Kirchenämtern und Regierungsangehörigen.

 

Die Anfänge, derer wir uns erwehren sollen, haben längst Fahrt aufgenommen … und manchmal bezweifele ich, ob wir überhaupt noch Zeit haben, um,   wie Bonhoeffer es formuliert hatte, „dem Rad in die Speichen fallen“ zu können….

 

Gestern war ich mit meinen Enkeln an der Stelle, an der 1938 in Hannover die Synagoge in Flammen aufging…  wenigstens das Vergessen können wir verhindern….

 

 

Hannover, Rote Reihe 6

 

 

 

 Mein letzter Satz klingt nach Resignation….
und gemahnt doch, aufzustehen und nicht müde zu werden….

 

Halbes Gedenken und ganzes Vergessen… 3. September, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, HOLOCAUST, medien, politik.
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Vor 80 Jahren brachen die Deutschen den Zweiten Weltkrieg vom Zaun.

Das ist wohl noch die harmloseste Bezeichnung des unheilvollen Wahn, den Hitler von langer Hand plante und mit Hilfe der begeisterten Volksgenossen und der ihm treu ergebenen Wehrmacht umsetzte. An anderer Stelle las ich die irreführende Formulierung, ‚der Zweite Weltkrieg sei ausgebrochen‘. So wie eine Masernepidemie oder ähnliche Massenerkrankungen halt ausbrechen können. Niemand trägt dafür die Verantwortung.

Für das große Morden gab es aber Verantwortliche – und uns Nachgeborenen bleibt die abgrundtiefe Scham über die Verbrechen der Altvorderen und die Verantwortung dafür, dass sie sich nie wieder in unserem Namen wiederholen mögen. Jedenfalls sind das die Textbausteine, die in keiner guten Erinnerungs- und Gedächtnisrede fehlen dürfen. Und ich meine das keineswegs ironisch…. es ist eine Anmerkung, die meiner Erfahrung mit dem Anhören solcher Reden entspricht.

Achtzig Jahre sind eine lange und kurze Zeit zugleich. Ein Menschenleben währt in der Regel  nach Auskunft der Bibel (Psalm 90,10) Siebzig Jahre und wenn es darüber hinaus fortbesteht, so wird ihm gemäß biblischer Ansage Mühe und Arbeit als „köstliches Ding“ attestiert.

Achtzig Jahre im Gedächtnis der Völker sind aber eine sehr kurze Zeitspanne und die  Erinnerungen über die Wunden, die geschlagen und erlitten wurden, zeigen genau darin das Zwiespältige des gemeinsamen Erinnerns auf:  Es gab die, die die Wunden schlugen und die, die daran furchtbar gelitten haben. Das lässt sich auch mit guten Reden nur schwer darstellen, wie viel weniger mit einer schlechten, weil mangelhaften Rede!

Es war unserem Bundespräsidenten vorbehalten, so eine schlechte Rede in gut gemeintem Betroffenheitsmodus zu halten.  In Polen.

Mit dem „Überfall auf Polen“ begann der Krieg, der 60 Millionen Menschenleben forderte…  Familien ins Unglück stürzte, sie unvorstellbarer Gewalt und kaum nachvollziehbarem Leid aussetzte  – oder gleich  ganz auslöschte. Herr Steinmeier setzte diese Schuld der Deutschen aufs Trefflichste in bildhafte Rede  – und schlug dennoch furchtbar fehl, „vergaß“ er doch schlicht und ergreifend das ungeheure Verbrechen, das wie kein anderes  das Wüten der Deutschen – Nationalsozialisten wie Christen und Gleichgültige gleichermaßen darin verstrickt – unübersehbar deutlich bis in unsere Gegenwart und Zukunft hinein kennzeichnet: Den Mord an den europäischen Juden, der mit ungeheurer Präzision im von Deutschen besetzten Polen organisiert und durchgeführt wurde. Hat Herr Steinmeier das nicht im Blick gehabt, hat er vergessen, dass Willy Brandt angesichts dieses unvorstellbaren Grauens in Warschau buchstäblich auf die Knie ging, weil Worte – so demutsvoll sie auch gesprochen sein mögen – einfach nicht ausreichen, niemals ausreichen werden?

Wenn man sich dann noch daran erinnert, dass Herr Steinmeier  in demutsvoller Gebärde am Grabmal eines der größten Terroristenführer unserer Zeit einen Kranz niederlegte, dann muss dieses „Vergessen“ umso schwerer wiegen, dann zeigt dieses „Vergessen“ mehr als deutlich, was davon zu halten ist, wenn Herr Steinmeier sich gegen Antisemitismus und für „Frieden in Nahost“ ausspricht – es ist nichts als eine Aneinanderreihung inhaltsleerer Worthülsen…. und es lässt mich in ratloser Fassungslosigkeit zurück. Vertraut er blind seinen Redenschreibern – und was geht in denen vor? Liest er sich das Elaborat seiner Helfershelfer nicht durch, fällt ihm gar nicht auf, was er da liest, besser gesagt, eben nicht zu lesen kriegt? Entsprechen die Worte dieser Reden seinen eigenen Gedanken und Gefühlen? Beugt er sich – in Ramallah – „nur“ dem Protokoll, wenn er sich vor Arafat verbeugt und fehlt ihm der Mumm, der Mut, die eigene Gewissheit und charakterliche Größe, an dieser Stellen dem Protokoll zu wider zu handeln oder eine Rede um das zu ergänzen, was jede normale menschliche Regung angesichts dieser ungeheuerlichen Geschichte doch sofort ins Bewusstsein rücken würde?

Es gab einmal eine Zeit, da habe ich Herrn Steinmeier auch ob seiner Hilfe für seine krebskranke Frau sehr geschätzt.  Er hat längst meine Achtung verspielt durch nichtssagendes  Gedenkgeschwafel und durch sein Handeln, das dem Gerede Hohn spricht und /  oder es vollkommen demaskiert ins Gegenteil verwandelt.

 

Dass er darüber hinaus die „Gedenkrede“ quasi zur Werbeveranstaltung  für die EU instrumentalisierte, ist angesichts der derzeitigen außen- wie innenpolitischen strategischen Ausrichtung schon kaum mehr „nur“ als schlechter Geschmack zu benennen. Es gibt sicher viele, die ihn dafür loben. Das Medienecho ist entsprechend, wie dieses Beispiel zeigt.

 

Das Befremden, das Steinmeiers „Vergesslichkeit“ auslöste, findet hingegen in den offiziellen Medien kaum Beachtung. Auch das spricht Bände über die Verfasstheit unserer Nachrichtenerzähler und ihrer Abonnenten.

 

 

 

 

  

Frau Merkel war in Israel…. 5. Oktober, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", atomabkommen, einwanderung, fatah, gesellschaft, hass, HOLOCAUST, iran, israel, israelkritik, politik.
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„Kanzlerinnengesülze“  kommentierte ich bei facebook wenig charmant den Beitrag, der über die Visite Frau Dr. Merkels in Israel und ihren Besuch der Gedenkstätte Yad Vaschem  berichtete.  Die Kanzlerin hatte sich  mit folgenden Worten  in das Buch der Gedenkstätte eingetragen:

 

 Vor fast 80 Jahren, in der Pogromnacht des 9. November schlugen den jüdischen Menschen in Deutschland Hass und Gewalt in ungeahntem Ausmaß entgegen. Was aber dann folgte, waren die beispiellosen Verbrechen des Zivilisationsbruchs der Shoah. Daraus erwächst die immerwährende Verantwortung Deutschlands, an dieses Verbrechen zu erinnern und Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt entgegenzutreten.“

 

Quelle

Ich will zumindest hier begründen, was mich zu dem despektierlichen Begriff „Kanzlerinnengesülze“ veranlasste.

Da ist zunächst das Statement selbst.

Nicht erst mit der Pogromnacht schlugen den jüdischen Menschen Hass und Gewalt entgegen. „Hass und Gewalt“ reduziert die Kanzlerin hier auf die Zerstörung jüdischer Einrichtungen, die Plünderung der Geschäfte, die Zerstörung und Brandschatzung Hunderter Synagogen in Deutschland.  Hass und Gewalt, so mag die Physikerin gedacht haben, sei in erster Linie ein physikalisches Phänomen, der Angriff auf die körperliche Unversehrtheit der Menschen ebenso, wie auf ihren Besitz oder die von der jüdischen Gemeinschaft genutzten Einrichtungen.  Die perfide und  grausame psychische Gewalt gegen Juden in Deutschland, die dem Novemberpogrom von 1938 aber schon Jahre zuvor vorausging, bleibt aber bei dieser sprachlichen Beschreibung „Hass und Gewalt schlugen in der Pogromnacht entgegen“, verborgen. Psychische Gewalt, die sich im Verlust der Würde und bürgerlichen Rechte,  der bürgerlichen Teilhabe, der Ausgrenzung von allen öffentlichen Einrichtungen und Plätzen, der Verlust der Arbeitsplätze, der Aberkennung akademischer Titel und Auszeichnungen niederschlägt. Psychische Gewalt,  die zunächst bereits ab 1933 schleichend, dann immer offener von Seiten des Staates gegen die jüdischen Bürger und Nachbarn   gerichtet ist, aber auch von  gesellschaftlichen, künstlerischen und  akademischen   Institutionen und nicht zuletzt auch und sogar von kirchlichen Einrichtungen, ja, von Kirchenoberen selbst.

Es sei ebenso an den sogenannten Arierparagraphen erinnert, der Anlass war,viele, viele jüdische Mitarbeiter und Beamte ihres Arbeitsplatzes zu berauben, mit dessen „Hilfe“ Professoren aus den Universitäten, Juristen aus dem öffentlichen Dienst  enfernt und Lehrer aus den Schulen verbannt wurden,  wie an die so offen sichtbaren Hinweise darauf, dass Juden kein Platz mehr in der Gesellschaft zuerkannt wurde, sei es durch  Parkbänke, die mit dem Schild versehen waren  „Nicht für Juden“, durch Geschäfte mit der Aufschrift „Juden unerwünscht“ oder dem hinlänglich bekannten Satz, „Deutsche, kauft nicht bei Juden“.

 

Frau Merkel verdichtet die Ausgrenzung der Juden und die Angriffe auf Juden unter der Herrschaft der Nationalsozialisten  sehr gekonnt, um nicht zu sagen geschickt auf die Begriffe Hass und Gewalt. Denn das bietet ihr eine phantastische  Vorlage, den Blick auf die Gegenwart zu lenken. „Hass und Gewalt“ haben heutzutag in der politischen Begrifflichkeit Hochkonjunktur. Und natürlich sind wir alle gegen Hass und gegen Gewalt. Wer sollte das auch nicht sein, gehört es doch zu den Errungenschaften jeder Erziehung, Hass und Gewalt schon von Kindergartentagen an zu ächten und als für das gesellschaftliche Miteinander nicht förderlich zu brandmarken – mit Recht, wie ich ausdrücklich betone.

Doch zurück zum Eintrag: „Was aber dann folgte, waren die beispiellosen Verbrechen des Zivilisationsbruchs der Shoah.

Ja. Die Ausgrenzung der Juden aus der  Gesellschaft in Deutschland gipfelte in der systematisch geplanten und ebenso systematisch durchgeführten Auslöschung jüdischen Lebens in Europa durch industriemäßig betriebenes Morden: Vernichtung durch Arbeit, Vernichtung durch Folter, Vernichtung durch die Erschießungskommandos der SS, Vernichtung durch medizinische Versuche, Vernichtung durch willlkürlich verhängte Strafen, Vernichtung durch Tod in den Gaskammern. Es war und bleibt für alle Zeit der beispiellose Zivilisationsbruch, den Deutsche zu verantworten hatten. Und ich sage hier sehr bewußt „Deutsche“ und nicht Deutschland. Es waren Menschen, die die Pläne entwarfen, die Konzentrationslager bauten, die Gaskammern und Krematorien für Aber- und Abertausende. Es waren Menschen, die als Wachen in den KZs arbeiteten, die an der „Rampe“ standen, die die Züge fuhren, die die Juden in den Städten zum Abtransport zusammentrieben. Es war nicht das „anonyme Deutschland“. Jeder einzelne  an der Vernichtung Beteiligte, hatte einen Namen, führte ein ansonsten ziviles Leben.

Daraus erwächst die immerwährende Verantwortung Deutschlands, an dieses Verbrechen zu erinnern“ schrieb die Kanzlerin weiter. Die Verantwortung, zu erinnern.  Das tut „Deutschland“. „Es“ legt an den beiden Gedenktagen – dem 9. November, Nacht der Pogrome und Nacht der Zerstörung der Synagogen –  und am 27. Januar – offizieller Gedenktag zur Befreiund des Vernichtungslagers Auschwitz – Kränze nieder, seine politischen und kirchlichen Repräsentanten halten Reden und Schüler inszenieren Gedenkveranstaltungen. Die Reden – treffen sie noch die Bevölkerung von heute? Und was wissen die Leute über die Shoa, den Holocaust wirklich? Und hat nicht in den letzten Jahren eine unmerkliche Veränderung in den Aussagen dieser Reden stattgefunden, immer weiter weg vom Gedenken, immer mehr hin zu den allgemeinen Floskeln, die die Kanzlerin in ihrem letzten Teil bemüht?

und Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt entgegenzutreten.“

Antsemitismus entgegentreten. DAS wäre wirklich gut, wenn das auch passierte. Aber erschöpft sich das nicht längst  in allgemeinen, floskelhaften Reden und dem Einsetzen eines „Antsemitismusbeauftragten“.

Wann hat denn die Kanzlerin tatsächlich „Gesicht gezeigt“, wann hat sie beispielsweise je  in einer eigens anberaumten Sondersendung scharfe Kritik geübt am „Al KudsTag“, an dem Tausende durch die Straßen deutscher Großstädte ziehen und anti-israelische Parolen brüllen, israelische Fahnen verbrennen, ihren Hass auf Juden ungebremst äußern? Wann weist sie die Anhänger der BDS-Bewegung deutlich in ihre Schranken, und zwar ganz ausdrücklich mit dem Hinweis, dass BDS eine zutiefst antisemitische Bewegung ist, die in Wirklichkeit doch nichts mit der realen Politik Israels zu tun hat, sondern aus blankem Hass auf „Juden in Israel“ besteht. Da ist er doch wieder, der alte Nazi-Slogan „Deutsche, kauft nicht bei Juden“, er ist doch nur marginal abgewandelt in „Deutsche, kauft nicht bei Israelis“, nicht bei den Israelis, die Arabern in den Gebieten Arbeit und Lohn geben in Industrie und Landwirtschaft.

„Künstler, singt nicht für Juden, spielt nicht Theater für Juden“,  „Sportlern tretet  nicht gegen Juden an“.  ISRAELIS, denen dieser Boykott  in letzter Zeit immer häufiger gilt,  SIND JUDEN!

Doch auch in Deutschland, ja, ja, hier bei uns ruft BDS zum Boykot künstlerischer Darbietungen auf, Darbietungen jüdischer Israelis für ein Publikum  in Deutschland.

Hat man je vernommen, dass die Kanzlerin sich deutlich dagegen ausspricht? Ich würde das aber angesichts der aktuellen Entwicklung in Deutschland von der Regierungschefin erwarten.

Sie macht aber lieber den großen Rundumschlag: „Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt entgegenzutreten.“

Nicht, dass ich etwas dagegen hätte… ich sagte es ja schon.

Aber die Verklausulierung „Fremdenfeindlichkeit“ verhindert die scharfe Zurückweisung des Antisemitismus durch Fremde. Machen wir uns doch nichts vor! Neben dem wieder erstarkenden „traditionellen deutschen Antisemitismus“ wächst der importierte Antisemitismus, eingeführt von denjenigen, die als Schutzsuchende, Flüchtlinge, Asylanten nach Deutschland kommen und ihre Kultur, ihre religiösen Überzeugungen und ihren religiös begründeten Antisemitismus mitbringen. Und manche von ihnen bringen auch Gewalt mit und Hass. Hass auf Israel, Hass auf Juden.

Fremdenfeindlichkeit, die wird sehr schnell denjenigen unterstellt, die einfach nur kritisch nachfragen, ob und wie unsere Gesellschaft die Aufnahme und Integration vieler Menschen aus einem völlig fremden Kulturkreis bewältigen und schaffen kann. „Fremdenfeindlichkeit“, dieser Begriff wird zu einer sprachlichen Waffe gegen die Mahner und gegen die Kritiker einer als nicht länger planvoll wahrgenommenen Regierungskpolitik.

Und „Fremdenfeindlichkeit“ wird von vielen Leuten des öffentlichen Lebens in Politik und Kirchen dem Begriff Antisemitismus gleich gestellt, obwohl sich diese Gleichstellung gerade aufgrund unserer Geschichte absolut verbietet. Das macht mich sprachlos.   Ich bin ausdrücklich gegen Fremdenfeindlichkeit, einer Fremdenfeindlichkeit, die sich in Herabsetzung, Verächtlichmachung, Ausgrenzung gegenüber den Menschen äußert, die in Deutschland Zuflucht suchen, Feindlichkeit, die sich in Gewaltaktionen gegen Fremde niederschlagt, die Hass auf andere für „gutes Recht“ hält.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Iran.

Wie kann sich die Kanzhlerin und mit ihr Herr Scholz hinstellen und allen Ernstes treuherzig behaupten, der Iran-Deal sei wichtig und Deutschland würde mitnichten daran festhalten, weil die Wirtschaft gute Geschäfte mit dem Iran machen will und macht, sondern weil DER DEAL ISRAELS SICHERHIET DIENE!  Was hat die Regierung für Berater? Sprechen die kein Arabisch, kein Farsi, kein Türkisch? Wissen die nicht, was die Mullahs seit Jahr und Tag in den Moscheen und Fernsehsendungen predigen, welchen Hass sie auf Israel Tag für Tag immer  und immer wieder äußern, wie groß ihr Wille (und dank des Atomdeals wohl auch ihre Möglichkeiten) sind, Israel zu vernichten?

Und wie schon so oft in diesem Blog, frage ich wieder, warum in den öffentlichen Stellungnahmen NIEMALS  die Herren von der Fatah und Hamas aufgefordert werden, Israel anzuerkennen als Staat der Juden? Immerhin dazu hat sich die Kanzlerin halbherzig durchgerungen, zu verlautbaren, dass Israel ein jüdischer Staat sei.

Aber ein entschiedenes Eintreten für Israel waren ihre Worte nicht.

Mir kam und kommt es eher so vor, als sei das „digitale Entwicklungsland“ Deutschland dringend auf die Zusammenarbeit mit den hervorragenden Spezialisten in Israel angewiesen und als würde man nun endlich erkennen, dass der „Industriestandort Deutschland“ vor gut 12 Jahren, als die Kanzlerin überraschend erklärte, aus der Atomkraft aussteigen und sich ganz dem Wind und der Sonne verschreiben zu wollen (und dem Mais) in einen tiefen Schlaf der grünen Gerechten gefallen sei, in dem man von einem wunderbaren Abgas- und Emmisions freien herrlichen Land träumt…. und nun plötzlich feststält, dass man mit Biobauernhöfen allein kein Wirtschaftswachstum generieren kann. (Das war nun ein bisschen übertrieben und frech und gehört eigentlich nicht zum Thema….. es dient nur meiner eigenen Psychohygiene, man möge mir verzeihen.)

 

Anbiederung der Kanzlerin und ihrer Regierung an Israels Wirtschaftsleistung ohne Zusicherung, für seine Exitenz mit allen Mitteln einzustehen, bei der UN, in der EU, in Deutschland, bei rechten, linken und muslimischen Israelwidersachern,   das schien  mir  gegeben zu sein.

Darum mein „Kanzlerinnengesülze“.

 

ES freut mich, dass viele Israelis in Israel den Besuch sehr viel positiver empfunden habe, als ich hier an meinem PC.

„Am Israel chai“ … 12. April, 2018

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Ich kopiere im vollen Wortlaut und unter Missachtung der „Goldenen Regel der Blogger“, die Kolumne  Dr. Rafael Korenzechers hierher.

Herr Dr. Korenzecher ist Herausgeber der Monatszeitung „Jüdische Rundschau„.

Ich unterstreiche diese Kolumne Wort für Wort und Satz für Satz  –   auch wenn ich selbst  an manchen Stellen –  wie beispielsweise bei der durchaus berechtigten  Kritik an unserer Regierung –  nicht die  drastische Wortwahl nutzen würde, derer sich Dr. Korenzecher bedient.   Dennoch, ein Hinzufügen eigener ergänzender Kommentare erübrigt sich. Der Text spricht für sich  –  und eben auch für das, was ich denke, meine und empfinde:

 

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

 

die Zeit läuf schnell – das gemeinsame Mahl des Seder-Abends, der alljährlich als wichtiges Familienfest begangenen wird, liegt in diesem Jahr bereits hinter uns.

Das noch andauernde einwöchige Pessachfest erinnert alljährlich an das Ende der pharaonischen Unterdrückung der Juden. Nach dem unter Führung Moses von Pharao abgetrotzten Auszug des jüdischen Volkes aus ägyptischer Knechtschaft und der nach 40 Jahren Wanderschaft am Ende dieses Exodus stehenden Ankunft im Gelobten Land markiert Pessach die Einleitung der jüdischen Eigenstaatlichkeit vor bereits mehr als drei Jahrtausenden.

Das vor 70 Jahren auf altem, dem jüdischen Volk durch diverse Fremdherrschaften nahezu zwei Jahrtausende lang geraubten Gebiet wiederbegründete, demokratische Israel mit seiner ungeteilten Hauptstadt Jerusalem ist somit – allen anderslautenden Behauptungen und Ansprüchen seiner Feinde zum Trotz – einer der am längsten auf seinem Territorium legitimierten Staaten der Welt.
Angesichts des diesjährig zu gleichen Zeit begangenen wichtigen christlichen Osterfestes sei an dieser Stelle festgehalten, dass neben der Gestalt des im Königreich Judäa geborenen Religionsgründers Jesus und vielem anderen aus seiner jüdischen Welt auch das am Vorabend des Pessachfestes mit der Verlesung der Geschichte des jüdischen Auszugs aus Ägypten seit alter Zeit jährlich zelebrierte Seder-Mahl, dem gemäß den christlichen Schriften auch der Jude Jesus beigewohnt hat, als heiliges Abendmahl Eingang in die christliche Lehre gefunden hat.

Die nach dem Exodus der Juden aus Ägypten im weiteren Verlauf des Pessach-Geschehens entstandenen zehn Gebote bilden eine erste frühe Vorlage für als Menschenrechte anzusehende moralische Wertvorgaben menschlichen Zusammenlebens und stellen einen unverzichtbaren, allgemein gültigen ethischen Verhaltenskodex dar. Als großes jüdisches Erbe haben die zehn Gebote in kaum zu überschätzender Weise in wachsendem Maße bis heute ein Unrechtsbewusstsein für die Verletzung zwischenmenschlicher Normen geschaffen. Obwohl von der Menschheit nie wirklich erreicht, haben sie maßgeblich nicht nur die Rechtsgrundlagen und die Verhaltensethik des jüdisch-christlichen Abendlandes geprägt, sondern ausgehend von dort die zivilisatorische Entwicklung der gesamten Menschheit im Sinne einer gelebten Humanität beeinflusst.

Es darf nicht ohne Stolz gesagt werden, dass sich das zahlenmäßig kleine jüdische Volk im Laufe seiner häufig und besonders im letzten Jahrhundert von unendlichem Leid begleiteten Geschichte nahezu unschätzbare Verdienste um Humanität, Ethik und die Zivilisation unseres Planeten erworben hat. Nahezu unschätzbar ist auch der überproportionale kulturelle, wissenschaftliche und technologische Beitrag jüdischer Menschen und des winzigen Staates Israel auf dem Gebiet der Medizin, der Naturwissenschaft , der Technologie, der heutigen digitalen Revolution und nahezu allen anderen Bereichen des menschlichen Lebens.

Angesichts dieses Sachverhalts und des zweifelsfrei belegten historisch legitimierten Anspruchs auf sein Jahrtausende altes Staatsgebiet und seine ungeteilte Hauptstadt Jerusalem ist es besonders bedrückend und beschämend, dass die Delegitimierung des jüdischen Staates und die gemeinsam mit den brutalen muslimischen Landusurpatoren praktizierte Leugnung der geschichtlichen Bezüge des jüdischen Volkes zu seinem rechtmäßigen Stammland in Judäa, Samaria und Galiläa heute wieder die Richtlinien der deutschen und westeuropäischen Politik bestimmen und nur sieben Jahrzehnte nach der durch Nazi-Deutschland vor den untätigen Augen der Welt verübten bestialischen Ermordung von Millionen unschuldiger jüdischer Opfer tradierter rechter und neu-importierter islamischer Antisemitismus vor allem in unserem Lande und den Ländern Westeuropas täglich neuen traurigen Höhepunkten entgegensteuern.

Abgrundtiefer, weiten Teilen der Muslime von klein auf anerzogener Mord-Hass auf alles Jüdische hat – weiterhin uneingestanden von unserer Politik und vielfach verschwiegen von unseren Medien – mit wachsendem hiesigen Anteil der muslimischen Bevölkerungsgruppe bereits zu tiefgreifenden destruktiven Veränderungen unserer Gesellschaft und einer massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen aller, besonders aber der des jüdischen Populationsanteils geführt.

Das noch im letzten Jahr als skandalöse Besonderheit berichtete, von den Lehrern, Elternvertretern und der Schulleitung tatenlos geduldete Hinausprügeln eines jüdischen Gymnasiasten durch muslimische Mitschüler aus einer Berliner Schule ist nicht nur im Wesentlichen ungeahndet geblieben. Es ist zwischenzeitlich an einer wachsenden Zahl von Schulen mit höherem Anteil islamischer Schüler geradezu zur Norm geworden und stellt den Alltag jüdischer Schüler und Schülerinnen an derartigen Schulen dar, wo sie vor den Augen einer untätigen links-ideologisierten und häufig Islam-affinen Schulbehörde nicht nur gemobbt, verängstigt und verprügelt, sondern sogar mit dem Leben bedroht werden. Jüdisches Leben in unserem Lande und anderen Teilen West-Europas ist ohne durchgehenden Schutz seiner Kindergärten, seiner religiösen Einrichtungen und fast aller anderen Bereiche nicht mehr ohne Gefahr für die körperliche Unversehrtheit jüdischer Menschen möglich.

Das letzte Mal, dass sich jüdische Schüler und ihre häufig ratlosen und gedemütigten Eltern in Deutschland in einer derartigen Ausgrenzungs- und Bedrohungssituation befanden wie in den gegenwärtigen Zeiten der linksdurchseuchten Judenhasseinlass-Regierung der Kanzlerin Merkel war zur Zeit der Nazi-Diktatur und liegt inzwischen 73 Jahre zurück. Jedenfalls sollte es sich, glaubt man den markigen „Never Again“- Parolen unserer Islam-affinen Bessermenschen und den gemeinsam mit den bestens Regierungs-domestizierten offiziellen jüdischen Vertretern hingeheuchelten Gedenktagsritualen für tote Juden eigentlich nie wieder möglich geworden sein.

Statt wirksamer Abhilfe ist die in Nazi-Deutschland verordnete Zwangsmarkierung von Juden in der Regierungszeit der Kanzlerin Merkel lauwarmen, von offiziöser Seite erteilten duckmäuserischen Empfehlungen an Juden gewichen, weitgehend auf das Tragen jüdischer Identifikationsmerkmale zu verzichten, um die hiesigen Muslime nur nicht zu provozieren.
Schlimmer noch – zu einer echten und dringend erforderlichen politischen Umbesinnung gegenüber dem Islam hat das hauptsächlich von der Kanzlerin verantwortete unbeschreibliche Geschehen in unserem Staat die im Wesentlichen Wahl-gescheiterte und trotz halsbrecherischer Koalitionsakrobatik und künstlicher Beatmung durch die einschlägigen Ja-Sager-Medien im Bundestag fast wieder – und diesmal sogar wegen ihrer eigenen Leute – durchgefallene Angela Merkel aber nicht geführt.

Auch weiterhin beharrt die Kanzlerin bei der wieder aus gutem Grunde in Deutschland entbrannten Islam-Debatte gegen jede historische Wahrheit und jede der Selbsterhaltung unserer Demokratie dienende Vernunft auf der geschichts-verfälschenden These, der Islam gehöre zu Deutschland.

Nahezu täglich finden zwischenzeitlich und mit zunehmender Tendenz mehrfach und an mehreren Orten hauptsächlich von unser zahnloses Strafsystem weder fürchtenden noch achtenden muslimischen Tätern verübte Messerattacken auf Unschuldige und Unbewaffnete. Über jedes erträgliche Maß traurig und wütend macht der soeben zu beklagende sinnlose und bestialische Mord an der 85-jährigen jüdischen Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll durch einen islamischen Mörder in Paris. Bleibt zu hoffen, dass dies und die ebenfalls durch einen muslimischen Täter in Frankreich verübte kaltblütige Ermordung eines jungen Polizisten nicht die neue Islam-Terror-Saison 2018 eröffnet worden ist.

Die mit dieser Regierung der Wahlverlierer jetzt wohl unausweichlich auf uns zukommenden neuen Demontage-Jahre für unser Rechtssystem und unsere freiheitliche westliche Lebensart gehen unvermindert weiter.

Unsere Politik übt sich trotz erfolgter Wahlabstrafung in links-ideologischem Islam-Appeasement und unterlässt so gut wie nichts, um die mangelnde Integrationsbereitschaft eines nicht unerheblichen Anteils der Muslime durch ubiquitäre Erleichterungen und Anpassung unserer Lebensweise an die Islamisierung unserer Welt zu honorieren, was verbunden mit der zwischenzeitlich Alltag gewordenen Verunsicherung und Angst vor islamischer Gewalt tatsächlich zu einer immer spürbarer werdenden Änderungen unserer liebgewordenen Gewohnheiten und unseres Verhaltens geführt hat.
Gleichzeitig tobt – von unseren Medien bestenfalls unter häufiger Ausblendung der islamischen Täter-Identität gerade eben noch erwähnt, aber wegen der Fülle der Vorfälle kaum noch hinreichend und Ursachen-bezogen thematisiert – auf unseren Straßen und den öffentlichen Plätzen unserer Städte ein Krieg der Messer gegen alle und jeden, Frauen und Kinder keinesfalls ausgenommen.

Angesichts der nahezu ausschließlich von Muslimen verübten Messerattacken in Supermärkten und Vergewaltigungen und Angriffen auf Joggerinnen vermag es niemanden mehr zu verwundern, dass die Amtsführung dieser neuen alten Kanzlerin mit ihrer nahezu unkontrollierten Einlasspolitik für islamischen Judenhass sowie dessen Frauen- und Demokratieverachtung in den bisherigen viel zu vielen Jahren ihrer Amtszeit ein Sicherheitsdesaster für diese Republik und ganz besonders für die jüdische Bevölkerungsminderheit angerichtet hat. Dass sie damit den größten Vertrauensverlust der Bürger gegenüber der Demokratie und den größten Rechtsruck der Nachkriegsgeschichte in unserem Staat zu verantworten hat, ist geradezu folgerichtig.

Nicht anders verhält es sich in der fast durchweg verfehlten Außenpolitik und ihren mit links-ideologischen Vorgaben gefundenen Affinitäten. Mit ihren bisherigen ministerialen Fehlgriffen Steinmeier und Gabriel im Außenamt wurde Nähe zu islamischen Unrechtsregimen wie der Türkei und dem Iran erzeugt, wurden Terror-Finanzierer wie Abbas hofiert und eine massiv Israel-averse Außenpolitik verschuldet. Dazu gehören unabdingbar auch nahezu alle Gepflogenheiten der Diplomatie überschreitendes, haltloses Bashing des amerikanischen Präsidenten und eine massive Zerrüttung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses und eine durchaus gefährliche Verschärfung des osteuropäischen Konfliktes und der Gegnerschaft zu Russland, für das, anders als ständig beim evidentem islamischen Fehlverhalten praktiziert, auch nur die geringste Unschuldsvermutung gelten gelasssen wird.

Ob eine politische Entfrostung des vorsätzlich durch die beiden vorgelaufenen Fehlbesetzungen im Außenamt, S.Gabriel und F.W. Steinmeier vereisten politischen Klimas mit dem nun erfolgten Wechsel im deutschen Außenministerium und dem Besuch des neuen deutschen Außenministers Heiko Maas in Israel bleibt trotz der nunmehr vernehmbaren weniger dissonanten Tonlage und trotz des Verzichts auf diplomatische Brüskierungen aus Deutschland noch abzuwarten.

Wie weit dies durch die von Heiko Maas während seiner Reise betonte Ablehnung jeder Form des Antisemitismus – also auch der gewalttätigen islamischen Komponente – und durch die neuen Töne einer positiven Würdigung des bevorstehenden 70. Jahrestages der Wiedergeburt des Staates Israel möglich und von unserer Regierungspolitik und seiner eigenen von linkem antijüdischen Vorbehalt und nicht zu übersehender Israel-Feindschaft geprägten Partei mitgetragen wird, werden wir sehr bald an den hiesigen Unterstützungs-Zusagen gegenüber dem Terrorfreund Abbas, an dem deutschen Abstimmungsverhalten in der UNO, an der Positionierung in der Problematik des desaströsen Atomabkommens mit dem Iran und an der künftigen Haltung Deutschlands zum Thema der von Präsident Trump mit klarer geschichtlicher Legitimierung betriebenen Anerkennung Jerusalems, die im Übrigen besonders Deutschland gut zu Gesicht gestanden hätte, aber bisher vehement abgelehnt worden ist.
Anlass zur Skepsis gibt die auch in Deutschlands Politik und ihren nachgeschalteten Medien an den Tag gelegte Reaktion und ausgebliebene eindeutige Verurteilung der Hamas-Bande für die neueste Grenzprovokation aus Gaza.

Dabei scheint es weder für die Terrorbosse aus Gaza noch für die Israel-feindliche Politik der UNO und auch nicht für unsere mit Krokodiltränen für tote Juden nur mangelhaft cachierte politische Israel-Aversion eine Rolle zu spielen, dass es außer dem erklärten Ziel der Hamas-Terroristen und des Terror-gegen-Israel Förderers Abbas, Israel zu vernichten , wie auch zuvor schon keinen wirklichen Grund für diese neuerliche Grenzattacke gegen Israel gibt.
Wissen sollte man dazu, was vielfach in Vergessenheit geraten ist und auch bei unseren Israel-Diffamierungs-Medien vorsätzlich unerwähnt bleibt: Es war der von unserer Politik und unseren Medien als Hardliner beschimpfte israelische Ministerpräsident Ariel Scharon, der bereits im Jahre 2005 den freiwilligen Rückzug Israels aus dem im 6-Tage Krieg 1967 von Ägypten übernommenen Gaza-Streifen veranlasste. Die letzten der 8.000 dort ansässigen Juden verließen Gaza am 12. September 2005 und hinterließen ein entwickeltes Gebiet mit funktionierender Wirtschaft, das in der Lage war die Bevölkerung zu versorgen und sogar den Überschuss zu exportieren.

Seither ist in Gaza Hitlers Traum verwirklicht worden. Gaza ist 100 % judenrein. Und dies, obwohl in Gaza schon seit dem Altertum Juden ansässig waren, die erst im Jahre 1929 während massiver arabischer antijüdischer Pogrome aus Gaza vertrieben wurden.
Statt – wie es sinnvoll und erhofft war – mit Israel zu kooperieren, übernahm die Terrororganisation Hamas bereits 2006 durch Wahlen (soviel zur Friedensliebe der gazanischen Bevölkerung) die Macht in Gaza, die sie seither – irrwitzigerweise erheblich finanziert durch westliche Gelder – auch gegenüber der eigenen Zivilbevölkerung mit Gewalt, willkürlichen Verhaftungen, Folter und Erschießungen mit eiserner Hand aufrecht hält.

Gleichzeitig und zur Ablenkung von den wachsenden durch Korruption und Bereicherung der Hamas-Bosse entstandenen desaströsen wirtschaftlichen Probleme wurde das unversöhnliche Feindbild zu Israel bis heute perpetuiert und führte zu unzähligen Grenzprovokationen, Mordanschlägen auf Israel, Raketen-Beschüssen auf den israelischen Nachbarn und folgerichtig immer wieder zu Reaktionen der angegriffenen Israelis.

Jetzt ist es wieder soweit und die weltweiten zu Marionetten der Gaza-Bosse degenerierten Staaten der UNO, die EU und auch unser Land tun wie von den Puppenspielern der Hamas geheißen:
Trotz Tonnen an westeuropäischem Geld und Sachzuwendungen für ihren Terror gegen Israel hat die Hamas und haben die ihr folgenden Gazaner das ihnen geschenkte, einst blühende Gaza gründlich ruiniert, verwüstet und unbewohnbar gemacht. Jetzt machen sie sich gerade auf im nächsten Schachzug mit einem sogenannten „Marsch der Rückkehr“ zu versuchen, ob ihnen nicht auch in Israel und Jerusalem glücken könnte, was sie so trefflich in Gaza geschafft haben.

Die Hamas hat mehrere Hundert Millionen der vom Westen und der UNO kassierten Gelder verwendet, um „Protestcamps“ für 300.000 Menschen direkt an der Grenze zu Israel zu organisieren. Überschreitet die Grenze und „Keinen Zentimeter von Palästina werden wir aufgeben!“ lautet die Devise. Der jüdische Staat soll und muss – und zwar insgesamt – l von der Landkarte verschwinden.
„Entweder wir kehren heim, (wo das auch immer sein soll) oder der Dritte Weltkrieg beginnt!“ klingt es martialisch aus Gaza.

Und natürlich klappt alles vorzüglich und ganz so wie es die Terrorbosse und Strippenzieher der neuerlichen antiisraelischen Eskalation geplant haben. Die Marionetten von der UNO, der EU und bei uns tanzen im von der Hamas vorgegebenen Takt.
Nur noch schnell 17 Menschen , wenn möglich auch Kinder opfern. Menschenleben – auch das der eigenen Bevölkerung – ist für die Mörderbosse aus Gaza ohnehin ein billiges Gut und schon bricht der Zorn der Welt und unserer Politik mit gelebtem antijüdischem Vorbehalt über Israel herein.
Israels Grenze wird mit Waffengewalt angegriffen. Welcher Staat würde sich nicht verteidigen? Egal!

Endlich kann wieder auf Israel einprügelt werden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, die EU und natürlich auch unsere Regierung und ihre Medien äußern ihre tiefe Sorge, fordern Israel zur Mäßigung auf und verlangen eine internationale Untersuchung mit dem Ziel, Israel für seine unangemessene Aggression zu verurteilen.
Obwohl die israelische Armee besonnen reagiert: Unter den 17 Provokateuren, die getötet wurden, befanden sich zehn namentlich bekannte Terroristen der Hamas und anderer islamischer Terrorgruppen.

Trotzdem, wie von der sogenannten Völkergemeinschaft nicht anders zu erwarten und auch von den Strategen der Hamas-Mörderbande nicht anders geplant : Auch jetzt wieder Israel-Dämonisierung pur.
Wenn es um Israel geht, kennen die von Diktatoren und Unrechtsregimen dominierte UN(nütz)Organisation , die Islam-Appeaser aus der westlichen Sphäre der EU und unsere links-durchseelten Gesinnungsmedien in trauter Eintracht und abstruser Dauer-Konsequenz nur einen Schuldigen : den demokratischen jüdischen Staat und seine vorbildlich humanistischen Werten verpflichtete Verteidigungs-Armee.

Die bekanntermaßen höchste Autorität für Frieden und Demokratie, der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Vorfälle an der Gaza-Grenze als „Massaker“ verurteilt. Seine Regierung werde „israelischen Terror“ immer und überall anprangern, sagte Erdogan am Samstag vor Anhängern in Istanbul und sprach von einem „unmenschlichen Angriff“. Er fügte hinzu: „Wir werden unsere palästinensischen Brüder in ihren rechtmäßigen Anliegen bis zum Ende unterstützen.“
Die Bevölkerung von Afrin wird von der Türkei ohne jede Not aus reinem imperialen Antrieb massakriert. Die reguläre türkischen Armee plündert, mordet, brandschatzt und vergewaltigt kaum anders als ihre Janitscharen in dem 1453 gemeuchelten, eroberten und immer noch bis heute besetzten Konstantinopel. Die UNO bleibt dazu hochgradig unbesorgt .

Wehe aber wenn Juden es wagen, angemessen und verantwortlich ihre Grenzen und ihre Frauen und Kinder vor der Terror-Provokation der Hamas zu schützen. Selbst wenn wir die Farbe der Wand annehmen würden, um ja nicht durch unsere Existenz zu provozieren, würden uns unsere eingeschworenen hiesigen und weltweiten Hasser unser Jude-Sein und den Umstand, dass wir immer noch am Leben sind, niemals verzeihen.

Erfreulicherweise sind der jüdische Staat Israel und seine Menschen am Vorabend des auch auf den Monat April fallenden Jom Ha’atzmaut, der in diesem Jahr den 70. Geburtstag der Wiedergeburt der israelischen Demokratie kennzeichnet, jung, vital, erfolgreich, lebensbejahend, kreativ, wirtschaftsstark, unabhängig und verteidigungsbereit genug, um sich weder von Deutschland noch von der EU gängeln zu lassen.

Die Abkehr der USA von der Islam-affinen und Israel-feindlichen Obama-Politik und die historisch richtige Zuwendung und der Erfolg des neuen Präsidenten Trump verschaffen Israel nach 70 Jahren seiner Neugründung endlich auch die Anerkennung seiner heiligen, ungeteilten und ewigen jüdischen Hauptstadt.

Die ebenfalls im April durch die großen jüdische Fest und Gedenktage Jom HaSchoah und Jom HaZikaron zu ehrenden jüdischen Opfer und Helden des Aufstandes im Warschauer Ghetto und des Kampfes für Freiheit und Unabhängigkeit des jüdischen Volkes in seinem Staat Israel hätten diesen 70. Jom Ha’atzmaut mit tiefer Genugtuung über das heutige demokratische kleine, große Eretz Israel erlebt.

In diesem Sinne wünsche ich Medinat, Memshalah und dem ganzen Am Israel, sie mögen unbeschadet auch diesen Angriff ihrer Feinde überstehen und einen unbeschwerten und fröhlichen 70. Geburtstag des neuen Staates Israel in Frieden und Freiheit feiern.

Unseren Lesern, Freunden und uns allen alles erdenklich Beste.

Am Israel Chai – leolam waed!

Ihr Dr. Rafael Korenzecher

Meine Rede zu „Benjamin Netanyahus Rede auf Deutsch“ 20. Februar, 2018

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In München tagte die Sicherheitskonferenz….

Unsere Medien berichteten darüber.  Ausnahmsweise stand auch ein Deutscher im Fokus der Berichterstattung: Unser Noch-Außenminister Sigmar Gabriel, der, wie man lesen konnte, um sein Amt als Chef des AA fightet.

Dabei sollte das Augenmerk doch nicht so sehr auf die privaten Ambitionen eines Profi-Politikers gerichtet sein, als vielmehr auf die Krisenherde dieser Welt. Derer gibt es viele und einige haben in der Tat das Zeug dazu, die Welt in einen neuen, alles umfassenden Krieg zu stürzen. Die Protagonisten dieses Szenario sind bekannt und bei den deutschen Medien „beliebt“, bringen sie doch mächtig Aufmerksamkeit und damit auch Kasse. Da haben wir einmal den Konflikt in dem schönen Teil der Welt, in dem  gerade die olympischen Winterspiele stattfinden. Der Herrscher aus der berühmten Dynastie der „Kim“ spielt mit dem Feuer, er droht und provoziert. Da kann der andere „Liebling“ der Medien natürlich nicht ruhig bleiben, Donald Trump, der demokratisch gewählte Präsident einer der stabilsten Demokratien der Welt beantwortet die koreanischen Provokationen auf seine, eben „Trump’s Weise“. Das „gefällt“ den Medien auch, jedenfalls was den „Ertrag“ seiner ebenfalls die deutschen Gemüter provozierenden Auftritte angeht, wenngleich sie – Nachrichtensprecher und Moderatoren, Kommentatoren, Leitartikler –  natürlich immer und immer wieder betonen, wie sehr Trump doch eigentlich zu verabscheuen ist.  Denn lärmende Präsidenten, die sich nicht einmal darum bemühen ein seriöses präsidiales Gehabe deutscher Prägung öffentlich zu zelebrieren, sind doch allemal besser fürs Geschäft, als die „show-mäßigen Langweiler“ aus Berlin mit ihrer stoischen Gelassenheit und formvollendeter Betroffenheitslyrik und Gestik.

Der andere Krisenherd in Dauerstellung ist der berühmt berüchtigte „Nahostkonflikt“ zwar mit unterschiedlichen Szenarien und wechselnder Besetzung auf der politischen Bühne, aber  einem Superstar: ISRAEL, repräsentiert von seinem Ministerpräsidenten, der in unseren Medien  IMMER  die Rolle des Schurken schlechthin zugewiesen bekommt. Da mag Herr Erdogan sich gerade daran machen, die Kurden von der Bildfläche verschwinden zu lassen – mit Hilfe deutscher Panzer übrigens – und einen autokratischen Herrschaftsstaat aufzubauen, da können die Herren des Iran laut und vernehmlich darüber spekulieren, wie lange sie brauchen, um Israel endgültig aus den Geschichtsbüchern zu tilgen oder von der Landkarte zu radieren und seelenruhig in Syrien und Libanon ihre militärischen Einrichtungen zur Umsetzung ihrer Pläne installieren, der Schurke ist wer???

Bejamin Netanyahu !

WER denn auch sonst?

Netanyahu warnt seit Jahren vor dem militärischen Erstarken des Iran, vor dessen Einflussnahme auf die gesamte Region, vor der Bedrohung, die von Iran nicht nur für Israel ausgeht.

Das nervt natürlich. Nervt diejenigen, die mit den Mullahs Irans Geschäfte machen wollen, jetzt, da das Atom-Abkommen mit Iran endlich wieder den freien Zugang zu einem lukrativen Handelsraum ermöglicht, weil die Sanktionen weggefallen sind, die zuvor doch die Dinge unglaublich kompliziert gemacht haben…. musste man doch Industrieprodukte, die sich vorzüglich zum Bau von Atomanlagen eigneten – speziell zu solchen Anlagen, die die Anreicherung mit waffenfähigem Uran möglich machten -, sehr umständlich als landwirtschaftliche Gerätschaften ausgeben, dazu gedacht, die Landwirtschaft des Iran den deutschen Standards anzupassen…  (ich stelle mir dabei unter anderem  Güllefahrzeuge vor….)   Und so verwundert es natürlich gar nicht, dass auch die Rede, die Benjamin Netanyahu in München gehalten hat, von den Medien als fürchterliche Bedrohung ausgegeben wurde. Ich spare mir an dieser Stelle jeglichen Hinweis auf Quellen, das machen die Medien ja auch. Sie behaupten etwas, ohne die Konsumenten ihrer   famosen Nachrichten  Märchenerzählungen mit den Tatsachen näher zu belästigen.

Deshalb, und weil man zwar in ARD und ZDF böse Kommentare zu Netanyahus Rede hören konnte und die großen Magazine sich auch nicht in frommer Zurückhaltung übten oder wenigsten nahe an der Wahrheit blieben, kopiere ich die Übersetzung der Rede hierher.

Dankenswerter Weise hat achgut die Übersetzung und Online-Stellung übernommen. Möge sich jeder seine eigenen Gedanken zur Rede, zu Netanyahu  und zu Israel machen… und ich hoffe doch sehr, dass das eigene Denken zu Ergebnissen kommt, die nicht unbedingt mit der  „Einordnung“ der Nachrichten durch die Klebers, Slomkas, Miosgas und Sievers der schönen heilen Fernsehwelt entsprechen.

Hier ist sie, die Rede. Dank an achgut, 

Benjamin Netanyahus Münchner Rede auf Deutsch

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hielt heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz die folgende Rede:

„Das ist eine wunderschöne Stadt. Es ist voll von beeindruckenden Denkmälern, reichlich ausgestatteten Museen, wunderschöner Architektur. Und durch diese Konferenz ist München in den letzten vier Jahrzehnten, Herr Vorsitzender, zum Synonym für Sicherheit geworden. Das ist wichtig, denn, wie ich gestern Abend sagte, ohne Sicherheit ist nichts wirklich möglich – nicht Freiheit, nicht Wohlstand, nicht der Frieden, den wir hegen und ersehnen.

Aber für das jüdische Volk ereigneten sich in dieser Stadt zwei berüchtigte Dinge. 1972 wurden 11 unserer Olympioniken auf dem Münchner Flughafen massakriert. In vielerlei Hinsicht hat dieser Akt der Grausamkeit den Aufstieg des internationalen Terrorismus eingeläutet, und wir alle haben ihn seither bekämpft.

Und vor 80 Jahren fand hier ein weiteres Ereignis mit weitreichenden Folgen statt. Hier wurde ein katastrophales Abkommen unterzeichnet, das die Welt auf einen Kurs in Richtung des schrecklichsten Krieges der Geschichte brachte. Zwei Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg, zwei Jahrzehnte nach einem Krieg, der 60 Millionen Menschenleben forderte, entschieden sich die Führer, die sich in München trafen, Hitlers Regime zu beschwichtigen, anstatt es zu konfrontieren. Diese Anführer waren edle Männer. Sie dachten, sie würden ihrer höchsten Verantwortung für die Erhaltung des Friedens nachkommen. Aber der Preis für ihr Handeln würde sich bald zeigen.

Die Zugeständnisse an Hitler ermutigten nur das NS-Regime und erleichterten seine Eroberung Europas. Anstatt einen Weg zu wählen, der den Krieg hätte verhindern können, oder zumindest seinen Umfang und sein Ausmaß zu begrenzen, machten diese gut gemeinten Führer einen breiteren Krieg unvermeidlich und weitaus kostspieliger. Irgendwann nach dem Krieg fragte Roosevelt Churchill, wie würde er diesen Krieg nennen? Und er antwortete sofort, ohne zu zögern, den Unnötigen Krieg. Er sagte, es hätte nie einen Krieg gegeben, der leichter aufzuhalten gewesen wäre.

Im Gefolge des Münchner Abkommens sollten im Zweiten Weltkrieg 60 Millionen Menschen sterben, darunter ein Drittel meines eigenen Volkes, sechs Millionen Juden, die im Holocaust von den Nazis und ihren Mitarbeitern ermordet wurden. Wir werden nie vergessen, und wir werden niemals zulassen, dass die historische Wahrheit neu geschrieben wird.

Wir werden nicht vergessen; wir werden nicht verzeihen; wir werden immer für die Wahrheit kämpfen.

Heute versammeln wir uns, zweieinhalb Jahre nach der Unterzeichnung eines weiteren Abkommens in einer anderen Stadt im Herzen Europas. Auch dort unterzeichneten edle Männer und Frauen, hochgesinnte Führer, die darauf hoffen, einen Krieg zu vermeiden, ein Abkommen, das die eigene Bevölkerung brutalisiert und die Nachbarn terrorisiert. Lassen Sie mich eines klarstellen. Iran ist nicht Nazi-Deutschland. Es gibt viele Unterschiede zwischen den beiden. Nun, zum einen hat sich der eine für eine Herrenrasse ausgesprochen, der andere für einen Herrenglauben. Juden im Iran werden nicht in die Gaskammern geschickt, obwohl religiösen und ethnischen Minderheiten grundlegende Freiheiten vorenthalten werden. Und es gibt natürlich noch viele andere Unterschiede.

Aber es gibt auch einige auffällige Gemeinsamkeiten. Der Iran erklärt offen seine Absicht, Israel mit seinen sechs Millionen Juden zu vernichten. Es macht absolut keinen Hehl daraus. Der Iran versucht, unsere Region, den Nahen Osten, zu dominieren, und versucht, die Welt durch Aggression und Terror zu dominieren. Sie entwickelt ballistische Raketen, um tief in Europa und auch in die USA vorzudringen.

Henry Kissinger sagte, der Iran müsse sich entscheiden, ob er ein Land oder eine Sache sei. Nun, das Regime im Iran hat sich für eine Sache entschieden. Der Kommandant der Revolutionsgarde, Ali Jafari, sagte, wir seien auf dem Weg zur Herrschaft des Islam weltweit. Das heißt, auch hier. Das ist nach meinem Dafürhalten die größte Bedrohung für unsere Welt. Nicht nur für Israel, nicht nur für unsere arabischen Nachbarn, nicht für Muslime weit und breit, sondern auch für Sie. Denn, einmal mit Atomwaffen bewaffnet, wird die Aggression des Iran ungebremst sein und die ganze Welt umfassen. Schauen Sie sich an, was sie jetzt tun, bevor sie Atomwaffen haben. Stellen Sie sich vor, was sie später tun werden, wenn – Gott möge es verhindern – sie sie haben.

Genau wie vor 80 Jahren hat ein Abkommen, das als Beschwichtigung angesehen wurde, das Regime nur ermutigt und den Krieg näher gebracht. Das Atomabkommen mit dem Iran hat den Countdown zu einem iranischen Atomwaffenarsenal in etwas mehr als einem Jahrzehnt begonnen. Und die Sanktionserleichterung, die der Deal mit sich brachte, hat den Iran nicht gemäßigt. Es hat sie innerlich nicht moderater gemacht und äußerlich nicht moderater gemacht. Tatsächlich hat es einen gefährlichen iranischen Tiger in unserer Region und darüber hinaus freigesetzt.

Durch seine Stellvertreter, schiitische Milizen im Irak, die Huthies im Jemen, die Hisbollah im Libanon, die Hamas im Gazastreifen, verschlingt der Iran riesige Streifen des Nahen Ostens. Nun hat es eine positive Folge der wachsenden Aggression des Iran in der Region gegeben. Es hat Araber und Israelis näher zusammengebracht als je zuvor. Das kann paradoxerweise den Weg für einen breiteren Frieden und letztlich auch für einen palästinensisch-israelischen Frieden ebnen. Das könnte passieren. Aber es wird nicht passieren, wenn die Aggression des Iran weiter zunimmt, und nirgendwo sind die kriegerischen Ambitionen des Iran klarer als in Syrien.

Dort hofft der Iran, ein zusammenhängendes Imperium zu vollenden, das Teheran mit Tartus, das Kaspische mit dem Mittelmeer verbindet. Seit einiger Zeit warne ich vor dieser Entwicklung. Ich habe in Wort und Tat deutlich gemacht, dass Israel rote Linien hat, die es durchsetzen wird. Israel wird den Iran weiterhin daran hindern, eine permanente militärische Präsenz in Syrien aufzubauen. Israel wird weiterhin handeln, um den Iran daran zu hindern, eine weitere Terrorbasis zu errichten, von der aus Israel bedroht wird. Aber der Iran versucht weiterhin, diese roten Linien zu überschreiten. Letzte Woche erreichte seine Schamlosigkeit neue Höhen, buchstäblich neue Höhen. Sie schickten eine Drohne auf israelisches Territorium, die die Souveränität Israels verletzte und unsere Sicherheit bedrohte. Wir zerstörten diese Drohne und das Kontrollzentrum, das sie von Syrien aus betrieb, und als unser Gebiet beschossen wurde, zerstörte Israel syrische Flugabwehrbatterien. Israel wird es dem iranischen Regime nicht erlauben, uns eine Schlinge des Terrors um den Hals zu legen. Wir werden ohne zu zögern handeln, um uns zu verteidigen. Und wir werden, wenn nötig, nicht nur gegen die Vertreter des Iran vorgehen, die uns angreifen, sondern auch gegen den Iran selbst.

Später spricht Herr Zarif zu Ihnen. Er ist das sanfte Sprachrohr des iranischen Regimes. Ich zolle Mr. Zarif Anerkennung. Er lügt mit Beredsamkeit. Letztes Jahr auf dieser Konferenz sagte Zarif, ich zitiere: „Extremismus wird durch Mangel an Hoffnung und Respekt angetrieben.“

Nun, wenn das stimmt, warum verweigert das iranische Regime dann seinem Volk Hoffnung und Respekt, indem es Journalisten und Aktivisten inhaftiert? Zarif sagte, es sei falsch, Iran als radikal zu bezeichnen. Wenn das stimmt, wie nennt man dann ein Regime, das Schwule an Kränen auf den Plätzen der Stadt aufhängt? Zarif sagte, dass Konflikte in Syrien und im Jemen nicht militärisch gelöst werden können. Wenn das wahr ist, warum schickt der Iran dann Kämpfer und Waffen, um die Gewalt genau an diesen Orten zu schüren? Kein Zweifel, Herr Zarif wird das ruchlose Engagement des Iran in Syrien schamlos leugnen.

Der Iran bestreitet auch, dass er letzte Woche eine Aggression gegen Israel begangen hat, dass er eine Drohne in unseren Luftraum geschickt hat, um unser Volk zu bedrohen. Nun, hier ist ein Stück von der iranischen Drohne, oder was davon übrig ist, nachdem wir sie abgeschossen haben. Ich habe es hierher gebracht, damit Sie es selbst sehen können. Herr Zarif, erkennen Sie das? Das sollten Sie aber. Es gehört ihnen. Sie können eine Botschaft an die Tyrannen von Teheran mitnehmen: Testen Sie nicht die Entschlossenheit Israels.

Und ich habe auch eine Botschaft für alle, die heute hier versammelt sind. Ich möchte, dass Sie das iranische Volk unterstützen. Ich möchte, dass Sie diejenigen in der Region unterstützen, die Frieden wollen, indem Sie sich mit einem iranischen Regime auseinandersetzen, das den Frieden bedroht.

Ich habe mit den Menschen im Iran über Videobotschaften gesprochen. Die Resonanz ist erstaunlich. Das habe ich vor den jüngsten Demonstrationen gesehen. Ich bat unsere Geheimdienstler, mir zu erklären, wie es möglich ist, dass wir Namen von Leuten bekamen, die unterstützen, was ich sagte, aus dem Iran, die ihr Leben riskierten, ihre Familien. Ich sagte, dass dort etwas vor sich geht. Diese Leute wollen Freiheit. Sie wollen ein anderes Leben. Sie wollen wirtschaftlichen Wohlstand. Sie wollen Frieden. Sie wollen diese weit verbreitete iranische Aggression nicht. Und ich habe erklärt, dass wir keinen Streit mit den Menschen im Iran haben, sondern nur mit dem Regime, das sie quält. Und ich nutze diese Gelegenheit, um den Familien der 66 iranischen Zivilisten, die heute bei dem Flugzeugunglück ihr Leben verloren haben, unser Beileid auszusprechen. Wir haben keinen Streit mit dem iranischen Volk, aber wir sind absolut entschlossen, die Aggression des iranischen Regimes zu stoppen und zurückzudrängen.

Lassen Sie uns heute, meine Damen und Herren, hier in München versprechen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Beschwichtigung funktioniert nie. Der Zeitpunkt, um einen Krieg zu verhindern, ist spät, aber es ist noch nicht zu spät. Ich bin überzeugt, dass dieses Regime eines Tages fallen wird, und wenn es das tut, wird der große Frieden zwischen dem alten jüdischen Volk und dem alten persischen Volk wieder aufblühen. Wenn das geschieht, werden die Menschen im Iran frei atmen, und die Menschen in der Region werden aufatmen. Aber heute müssen wir deutlich sprechen, wir müssen mutig handeln. Wir können dieses gefährliche Regime stoppen. Wir können ihre Aggressivität zurückdrängen und so eine friedlichere, wohlhabendere und sicherere Welt für unsere Region und unsere Zukunft schaffen.

Standpunkt – Holocaust 3. Februar, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, aus meinem kramladen, HOLOCAUST.
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Via Facebook erst erfuhr ich von einem Interview, das Ingo Zamperoni  (ARD) mit Alice Weidel (AfD) in den „Tagesthemen“  am Tag der Holocaust-Gedenkveranstaltung im Bundestag  geführt hatte.

Einschub:

Ich habe die beeindruckende Rede der Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch während der Gedenkstunde miterlebt. Diese Rede spricht für sich. Für den unvorstellbaren Schrecken, für die Maßlosigkeit des Mordens, für die unbarmherzige, bar jeder Menschlichkeit durchgeführte „Endlösung“. Frau Lasker-Wallfisch redet in einer Klarheit und Deutlichkeit, die keinerlei Spielraum lässt für Ausflüchte und Entschuldigungen. Sie schont sich nicht – das Erinnern muss doch immer noch grausam schmerzen – und sie schont uns nicht. Sie gewährt uns keine kleinen Fluchten… außer denjenigen, die in aller Unmenschlichkeit damals Menschlichkeit gelebt und den Verfolgten geholfen haben.  Und es hat mich irritiert und verstört, dass an manchen Stellen ihrer Rede Beifall im Plenum aufbrandete, an denen betretenes und betroffenes Schweigen angebracht gewesen wäre. 

 

Ein Diskutant bei Facebook nahm das Interview in der ARD zum Anlass, über die ethische und moralische Fehlbarkeit der AfD-Politikerin zu schreiben. Ich halte sowohl das Interview, wie die Stellungnahme dazu für unredlich, dem Gedenken  vollkommen unangemessen.

Nichts und niemand sollte in Deutschland den Holocaust instrumentalisieren für seine politischen Ansichten … so edel sie auch sein mögen.

Wir erleben es doch Jahr für Jahr, wie dieser ursprünglich so wichtige Appell „NIE WIEDER“ zunehmend verwässert wird, relativiert wird, auf alles und jedes angewandt wird, was irgendwie geeignet ist, sich moralisch über andere zu erheben oder Stimmung für oder gegen andere Meinungen und Wertvorstellungen zu machen.

Ich erlebe mit Schaudern, wie die Gedenkveranstaltungen zu reinen Pflichtübungen verkommen, Leute Betroffenheit heucheln oder mimen, die sich einen Dreck darum kümmern, wie es Juden heute in Deutschland geht, die es mit größter Gleichgültigkeit aufnehmen, dass jüdische Einrichtungen mehr als 70 Jahre nach dem Kriegsende immer noch geschützt werden müssen, die es gar nicht zu interessieren scheint, was bei Demonstrationen in Deutschland auf den Straßen wieder gebrüllt wird. Ich bin entsetzt darüber, dass es Menschen gibt, die „nie wieder Antisemitismus“ sagen und gleichzeitig dazu aufrufen, Israel zu boykottieren und die ihre unverhohlene Abneigung gegen den jüdischen Staat als berechtigte Kritik an der Politik der Regierung Israels „tarnen“, frei nach dem Motto: Ich habe ja nichts gegen Juden, aber das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

Ich wehre mich strikt gegen jegliche Relativierung des Holocausts und darum habe ich meinem Gesprächspartner dies   erwidert – dazu stehe ich – das ist mein Standpunkt, Zitat:

 

Ich habe schon vor Jahren das Buch Anita Lasker-Wallfischs gelesen: „Ihr sollt die Wahrheit erben“… DAS ist doch der Sinn und meiner Meinung nach der einzige Sinn des Gedenkens: Zu „unserer“ Wahrheit gehört es, dass Deutsche mit unvorstellbarer Präzision und sagenhafter Organisation nahezu alle europäischen Juden umgebracht haben – auf unvorstellbar grausame Weise. Das und nur das ist die Wahrheit. Und ich finde, dass man am Tag des Gedenkens weder politische Propaganda noch Relativierung des Holocaust betreiben darf, indem man irgendwelche Vergleiche zu den heutigen Verhältnissen zieht. Die Verhältnisse sind weder auf Seiten der “ möglichen Täter“  – ob von rechts oder von links oder religiöser Provenienz ,  noch auf Seiten möglicher Opfer – ganz gleich welcher Art und Weise auch immer –  so, wie sie in Deutschland während des Nationalsozialismus waren. Das gilt für Kirchen, Christen, Muslime, Politiker, Parteien und Verbände. Die einzigen, die tatsächlich wieder berechtigte Sorgen haben können – aus begreiflichen Gründen – sind Juden, also die Nachfahren der Opfer von damals. Alle anderen Menschen in diesem Land haben – verdammt noch mal – nicht das Recht den Holocaust in irgendeiner Weise für sich zu „nutzen“!!! Das gilt auch für Moderatoren, die sich ganz offensichtlich profilieren wollen.

 

Dem will und kann ich nichts hinzufügen.

 

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