jump to navigation

„Am Israel chai“ … 12. April, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, HOLOCAUST, islam, israel, judentum, plo, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , , , , , ,
add a comment

Ich kopiere im vollen Wortlaut und unter Missachtung der „Goldenen Regel der Blogger“, die Kolumne  Dr. Rafael Korenzechers hierher.

Herr Dr. Korenzecher ist Herausgeber der Monatszeitung „Jüdische Rundschau„.

Ich unterstreiche diese Kolumne Wort für Wort und Satz für Satz  –   auch wenn ich selbst  an manchen Stellen –  wie beispielsweise bei der durchaus berechtigten  Kritik an unserer Regierung –  nicht die  drastische Wortwahl nutzen würde, derer sich Dr. Korenzecher bedient.   Dennoch, ein Hinzufügen eigener ergänzender Kommentare erübrigt sich. Der Text spricht für sich  –  und eben auch für das, was ich denke, meine und empfinde:

 

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

 

die Zeit läuf schnell – das gemeinsame Mahl des Seder-Abends, der alljährlich als wichtiges Familienfest begangenen wird, liegt in diesem Jahr bereits hinter uns.

Das noch andauernde einwöchige Pessachfest erinnert alljährlich an das Ende der pharaonischen Unterdrückung der Juden. Nach dem unter Führung Moses von Pharao abgetrotzten Auszug des jüdischen Volkes aus ägyptischer Knechtschaft und der nach 40 Jahren Wanderschaft am Ende dieses Exodus stehenden Ankunft im Gelobten Land markiert Pessach die Einleitung der jüdischen Eigenstaatlichkeit vor bereits mehr als drei Jahrtausenden.

Das vor 70 Jahren auf altem, dem jüdischen Volk durch diverse Fremdherrschaften nahezu zwei Jahrtausende lang geraubten Gebiet wiederbegründete, demokratische Israel mit seiner ungeteilten Hauptstadt Jerusalem ist somit – allen anderslautenden Behauptungen und Ansprüchen seiner Feinde zum Trotz – einer der am längsten auf seinem Territorium legitimierten Staaten der Welt.
Angesichts des diesjährig zu gleichen Zeit begangenen wichtigen christlichen Osterfestes sei an dieser Stelle festgehalten, dass neben der Gestalt des im Königreich Judäa geborenen Religionsgründers Jesus und vielem anderen aus seiner jüdischen Welt auch das am Vorabend des Pessachfestes mit der Verlesung der Geschichte des jüdischen Auszugs aus Ägypten seit alter Zeit jährlich zelebrierte Seder-Mahl, dem gemäß den christlichen Schriften auch der Jude Jesus beigewohnt hat, als heiliges Abendmahl Eingang in die christliche Lehre gefunden hat.

Die nach dem Exodus der Juden aus Ägypten im weiteren Verlauf des Pessach-Geschehens entstandenen zehn Gebote bilden eine erste frühe Vorlage für als Menschenrechte anzusehende moralische Wertvorgaben menschlichen Zusammenlebens und stellen einen unverzichtbaren, allgemein gültigen ethischen Verhaltenskodex dar. Als großes jüdisches Erbe haben die zehn Gebote in kaum zu überschätzender Weise in wachsendem Maße bis heute ein Unrechtsbewusstsein für die Verletzung zwischenmenschlicher Normen geschaffen. Obwohl von der Menschheit nie wirklich erreicht, haben sie maßgeblich nicht nur die Rechtsgrundlagen und die Verhaltensethik des jüdisch-christlichen Abendlandes geprägt, sondern ausgehend von dort die zivilisatorische Entwicklung der gesamten Menschheit im Sinne einer gelebten Humanität beeinflusst.

Es darf nicht ohne Stolz gesagt werden, dass sich das zahlenmäßig kleine jüdische Volk im Laufe seiner häufig und besonders im letzten Jahrhundert von unendlichem Leid begleiteten Geschichte nahezu unschätzbare Verdienste um Humanität, Ethik und die Zivilisation unseres Planeten erworben hat. Nahezu unschätzbar ist auch der überproportionale kulturelle, wissenschaftliche und technologische Beitrag jüdischer Menschen und des winzigen Staates Israel auf dem Gebiet der Medizin, der Naturwissenschaft , der Technologie, der heutigen digitalen Revolution und nahezu allen anderen Bereichen des menschlichen Lebens.

Angesichts dieses Sachverhalts und des zweifelsfrei belegten historisch legitimierten Anspruchs auf sein Jahrtausende altes Staatsgebiet und seine ungeteilte Hauptstadt Jerusalem ist es besonders bedrückend und beschämend, dass die Delegitimierung des jüdischen Staates und die gemeinsam mit den brutalen muslimischen Landusurpatoren praktizierte Leugnung der geschichtlichen Bezüge des jüdischen Volkes zu seinem rechtmäßigen Stammland in Judäa, Samaria und Galiläa heute wieder die Richtlinien der deutschen und westeuropäischen Politik bestimmen und nur sieben Jahrzehnte nach der durch Nazi-Deutschland vor den untätigen Augen der Welt verübten bestialischen Ermordung von Millionen unschuldiger jüdischer Opfer tradierter rechter und neu-importierter islamischer Antisemitismus vor allem in unserem Lande und den Ländern Westeuropas täglich neuen traurigen Höhepunkten entgegensteuern.

Abgrundtiefer, weiten Teilen der Muslime von klein auf anerzogener Mord-Hass auf alles Jüdische hat – weiterhin uneingestanden von unserer Politik und vielfach verschwiegen von unseren Medien – mit wachsendem hiesigen Anteil der muslimischen Bevölkerungsgruppe bereits zu tiefgreifenden destruktiven Veränderungen unserer Gesellschaft und einer massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen aller, besonders aber der des jüdischen Populationsanteils geführt.

Das noch im letzten Jahr als skandalöse Besonderheit berichtete, von den Lehrern, Elternvertretern und der Schulleitung tatenlos geduldete Hinausprügeln eines jüdischen Gymnasiasten durch muslimische Mitschüler aus einer Berliner Schule ist nicht nur im Wesentlichen ungeahndet geblieben. Es ist zwischenzeitlich an einer wachsenden Zahl von Schulen mit höherem Anteil islamischer Schüler geradezu zur Norm geworden und stellt den Alltag jüdischer Schüler und Schülerinnen an derartigen Schulen dar, wo sie vor den Augen einer untätigen links-ideologisierten und häufig Islam-affinen Schulbehörde nicht nur gemobbt, verängstigt und verprügelt, sondern sogar mit dem Leben bedroht werden. Jüdisches Leben in unserem Lande und anderen Teilen West-Europas ist ohne durchgehenden Schutz seiner Kindergärten, seiner religiösen Einrichtungen und fast aller anderen Bereiche nicht mehr ohne Gefahr für die körperliche Unversehrtheit jüdischer Menschen möglich.

Das letzte Mal, dass sich jüdische Schüler und ihre häufig ratlosen und gedemütigten Eltern in Deutschland in einer derartigen Ausgrenzungs- und Bedrohungssituation befanden wie in den gegenwärtigen Zeiten der linksdurchseuchten Judenhasseinlass-Regierung der Kanzlerin Merkel war zur Zeit der Nazi-Diktatur und liegt inzwischen 73 Jahre zurück. Jedenfalls sollte es sich, glaubt man den markigen „Never Again“- Parolen unserer Islam-affinen Bessermenschen und den gemeinsam mit den bestens Regierungs-domestizierten offiziellen jüdischen Vertretern hingeheuchelten Gedenktagsritualen für tote Juden eigentlich nie wieder möglich geworden sein.

Statt wirksamer Abhilfe ist die in Nazi-Deutschland verordnete Zwangsmarkierung von Juden in der Regierungszeit der Kanzlerin Merkel lauwarmen, von offiziöser Seite erteilten duckmäuserischen Empfehlungen an Juden gewichen, weitgehend auf das Tragen jüdischer Identifikationsmerkmale zu verzichten, um die hiesigen Muslime nur nicht zu provozieren.
Schlimmer noch – zu einer echten und dringend erforderlichen politischen Umbesinnung gegenüber dem Islam hat das hauptsächlich von der Kanzlerin verantwortete unbeschreibliche Geschehen in unserem Staat die im Wesentlichen Wahl-gescheiterte und trotz halsbrecherischer Koalitionsakrobatik und künstlicher Beatmung durch die einschlägigen Ja-Sager-Medien im Bundestag fast wieder – und diesmal sogar wegen ihrer eigenen Leute – durchgefallene Angela Merkel aber nicht geführt.

Auch weiterhin beharrt die Kanzlerin bei der wieder aus gutem Grunde in Deutschland entbrannten Islam-Debatte gegen jede historische Wahrheit und jede der Selbsterhaltung unserer Demokratie dienende Vernunft auf der geschichts-verfälschenden These, der Islam gehöre zu Deutschland.

Nahezu täglich finden zwischenzeitlich und mit zunehmender Tendenz mehrfach und an mehreren Orten hauptsächlich von unser zahnloses Strafsystem weder fürchtenden noch achtenden muslimischen Tätern verübte Messerattacken auf Unschuldige und Unbewaffnete. Über jedes erträgliche Maß traurig und wütend macht der soeben zu beklagende sinnlose und bestialische Mord an der 85-jährigen jüdischen Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll durch einen islamischen Mörder in Paris. Bleibt zu hoffen, dass dies und die ebenfalls durch einen muslimischen Täter in Frankreich verübte kaltblütige Ermordung eines jungen Polizisten nicht die neue Islam-Terror-Saison 2018 eröffnet worden ist.

Die mit dieser Regierung der Wahlverlierer jetzt wohl unausweichlich auf uns zukommenden neuen Demontage-Jahre für unser Rechtssystem und unsere freiheitliche westliche Lebensart gehen unvermindert weiter.

Unsere Politik übt sich trotz erfolgter Wahlabstrafung in links-ideologischem Islam-Appeasement und unterlässt so gut wie nichts, um die mangelnde Integrationsbereitschaft eines nicht unerheblichen Anteils der Muslime durch ubiquitäre Erleichterungen und Anpassung unserer Lebensweise an die Islamisierung unserer Welt zu honorieren, was verbunden mit der zwischenzeitlich Alltag gewordenen Verunsicherung und Angst vor islamischer Gewalt tatsächlich zu einer immer spürbarer werdenden Änderungen unserer liebgewordenen Gewohnheiten und unseres Verhaltens geführt hat.
Gleichzeitig tobt – von unseren Medien bestenfalls unter häufiger Ausblendung der islamischen Täter-Identität gerade eben noch erwähnt, aber wegen der Fülle der Vorfälle kaum noch hinreichend und Ursachen-bezogen thematisiert – auf unseren Straßen und den öffentlichen Plätzen unserer Städte ein Krieg der Messer gegen alle und jeden, Frauen und Kinder keinesfalls ausgenommen.

Angesichts der nahezu ausschließlich von Muslimen verübten Messerattacken in Supermärkten und Vergewaltigungen und Angriffen auf Joggerinnen vermag es niemanden mehr zu verwundern, dass die Amtsführung dieser neuen alten Kanzlerin mit ihrer nahezu unkontrollierten Einlasspolitik für islamischen Judenhass sowie dessen Frauen- und Demokratieverachtung in den bisherigen viel zu vielen Jahren ihrer Amtszeit ein Sicherheitsdesaster für diese Republik und ganz besonders für die jüdische Bevölkerungsminderheit angerichtet hat. Dass sie damit den größten Vertrauensverlust der Bürger gegenüber der Demokratie und den größten Rechtsruck der Nachkriegsgeschichte in unserem Staat zu verantworten hat, ist geradezu folgerichtig.

Nicht anders verhält es sich in der fast durchweg verfehlten Außenpolitik und ihren mit links-ideologischen Vorgaben gefundenen Affinitäten. Mit ihren bisherigen ministerialen Fehlgriffen Steinmeier und Gabriel im Außenamt wurde Nähe zu islamischen Unrechtsregimen wie der Türkei und dem Iran erzeugt, wurden Terror-Finanzierer wie Abbas hofiert und eine massiv Israel-averse Außenpolitik verschuldet. Dazu gehören unabdingbar auch nahezu alle Gepflogenheiten der Diplomatie überschreitendes, haltloses Bashing des amerikanischen Präsidenten und eine massive Zerrüttung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses und eine durchaus gefährliche Verschärfung des osteuropäischen Konfliktes und der Gegnerschaft zu Russland, für das, anders als ständig beim evidentem islamischen Fehlverhalten praktiziert, auch nur die geringste Unschuldsvermutung gelten gelasssen wird.

Ob eine politische Entfrostung des vorsätzlich durch die beiden vorgelaufenen Fehlbesetzungen im Außenamt, S.Gabriel und F.W. Steinmeier vereisten politischen Klimas mit dem nun erfolgten Wechsel im deutschen Außenministerium und dem Besuch des neuen deutschen Außenministers Heiko Maas in Israel bleibt trotz der nunmehr vernehmbaren weniger dissonanten Tonlage und trotz des Verzichts auf diplomatische Brüskierungen aus Deutschland noch abzuwarten.

Wie weit dies durch die von Heiko Maas während seiner Reise betonte Ablehnung jeder Form des Antisemitismus – also auch der gewalttätigen islamischen Komponente – und durch die neuen Töne einer positiven Würdigung des bevorstehenden 70. Jahrestages der Wiedergeburt des Staates Israel möglich und von unserer Regierungspolitik und seiner eigenen von linkem antijüdischen Vorbehalt und nicht zu übersehender Israel-Feindschaft geprägten Partei mitgetragen wird, werden wir sehr bald an den hiesigen Unterstützungs-Zusagen gegenüber dem Terrorfreund Abbas, an dem deutschen Abstimmungsverhalten in der UNO, an der Positionierung in der Problematik des desaströsen Atomabkommens mit dem Iran und an der künftigen Haltung Deutschlands zum Thema der von Präsident Trump mit klarer geschichtlicher Legitimierung betriebenen Anerkennung Jerusalems, die im Übrigen besonders Deutschland gut zu Gesicht gestanden hätte, aber bisher vehement abgelehnt worden ist.
Anlass zur Skepsis gibt die auch in Deutschlands Politik und ihren nachgeschalteten Medien an den Tag gelegte Reaktion und ausgebliebene eindeutige Verurteilung der Hamas-Bande für die neueste Grenzprovokation aus Gaza.

Dabei scheint es weder für die Terrorbosse aus Gaza noch für die Israel-feindliche Politik der UNO und auch nicht für unsere mit Krokodiltränen für tote Juden nur mangelhaft cachierte politische Israel-Aversion eine Rolle zu spielen, dass es außer dem erklärten Ziel der Hamas-Terroristen und des Terror-gegen-Israel Förderers Abbas, Israel zu vernichten , wie auch zuvor schon keinen wirklichen Grund für diese neuerliche Grenzattacke gegen Israel gibt.
Wissen sollte man dazu, was vielfach in Vergessenheit geraten ist und auch bei unseren Israel-Diffamierungs-Medien vorsätzlich unerwähnt bleibt: Es war der von unserer Politik und unseren Medien als Hardliner beschimpfte israelische Ministerpräsident Ariel Scharon, der bereits im Jahre 2005 den freiwilligen Rückzug Israels aus dem im 6-Tage Krieg 1967 von Ägypten übernommenen Gaza-Streifen veranlasste. Die letzten der 8.000 dort ansässigen Juden verließen Gaza am 12. September 2005 und hinterließen ein entwickeltes Gebiet mit funktionierender Wirtschaft, das in der Lage war die Bevölkerung zu versorgen und sogar den Überschuss zu exportieren.

Seither ist in Gaza Hitlers Traum verwirklicht worden. Gaza ist 100 % judenrein. Und dies, obwohl in Gaza schon seit dem Altertum Juden ansässig waren, die erst im Jahre 1929 während massiver arabischer antijüdischer Pogrome aus Gaza vertrieben wurden.
Statt – wie es sinnvoll und erhofft war – mit Israel zu kooperieren, übernahm die Terrororganisation Hamas bereits 2006 durch Wahlen (soviel zur Friedensliebe der gazanischen Bevölkerung) die Macht in Gaza, die sie seither – irrwitzigerweise erheblich finanziert durch westliche Gelder – auch gegenüber der eigenen Zivilbevölkerung mit Gewalt, willkürlichen Verhaftungen, Folter und Erschießungen mit eiserner Hand aufrecht hält.

Gleichzeitig und zur Ablenkung von den wachsenden durch Korruption und Bereicherung der Hamas-Bosse entstandenen desaströsen wirtschaftlichen Probleme wurde das unversöhnliche Feindbild zu Israel bis heute perpetuiert und führte zu unzähligen Grenzprovokationen, Mordanschlägen auf Israel, Raketen-Beschüssen auf den israelischen Nachbarn und folgerichtig immer wieder zu Reaktionen der angegriffenen Israelis.

Jetzt ist es wieder soweit und die weltweiten zu Marionetten der Gaza-Bosse degenerierten Staaten der UNO, die EU und auch unser Land tun wie von den Puppenspielern der Hamas geheißen:
Trotz Tonnen an westeuropäischem Geld und Sachzuwendungen für ihren Terror gegen Israel hat die Hamas und haben die ihr folgenden Gazaner das ihnen geschenkte, einst blühende Gaza gründlich ruiniert, verwüstet und unbewohnbar gemacht. Jetzt machen sie sich gerade auf im nächsten Schachzug mit einem sogenannten „Marsch der Rückkehr“ zu versuchen, ob ihnen nicht auch in Israel und Jerusalem glücken könnte, was sie so trefflich in Gaza geschafft haben.

Die Hamas hat mehrere Hundert Millionen der vom Westen und der UNO kassierten Gelder verwendet, um „Protestcamps“ für 300.000 Menschen direkt an der Grenze zu Israel zu organisieren. Überschreitet die Grenze und „Keinen Zentimeter von Palästina werden wir aufgeben!“ lautet die Devise. Der jüdische Staat soll und muss – und zwar insgesamt – l von der Landkarte verschwinden.
„Entweder wir kehren heim, (wo das auch immer sein soll) oder der Dritte Weltkrieg beginnt!“ klingt es martialisch aus Gaza.

Und natürlich klappt alles vorzüglich und ganz so wie es die Terrorbosse und Strippenzieher der neuerlichen antiisraelischen Eskalation geplant haben. Die Marionetten von der UNO, der EU und bei uns tanzen im von der Hamas vorgegebenen Takt.
Nur noch schnell 17 Menschen , wenn möglich auch Kinder opfern. Menschenleben – auch das der eigenen Bevölkerung – ist für die Mörderbosse aus Gaza ohnehin ein billiges Gut und schon bricht der Zorn der Welt und unserer Politik mit gelebtem antijüdischem Vorbehalt über Israel herein.
Israels Grenze wird mit Waffengewalt angegriffen. Welcher Staat würde sich nicht verteidigen? Egal!

Endlich kann wieder auf Israel einprügelt werden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, die EU und natürlich auch unsere Regierung und ihre Medien äußern ihre tiefe Sorge, fordern Israel zur Mäßigung auf und verlangen eine internationale Untersuchung mit dem Ziel, Israel für seine unangemessene Aggression zu verurteilen.
Obwohl die israelische Armee besonnen reagiert: Unter den 17 Provokateuren, die getötet wurden, befanden sich zehn namentlich bekannte Terroristen der Hamas und anderer islamischer Terrorgruppen.

Trotzdem, wie von der sogenannten Völkergemeinschaft nicht anders zu erwarten und auch von den Strategen der Hamas-Mörderbande nicht anders geplant : Auch jetzt wieder Israel-Dämonisierung pur.
Wenn es um Israel geht, kennen die von Diktatoren und Unrechtsregimen dominierte UN(nütz)Organisation , die Islam-Appeaser aus der westlichen Sphäre der EU und unsere links-durchseelten Gesinnungsmedien in trauter Eintracht und abstruser Dauer-Konsequenz nur einen Schuldigen : den demokratischen jüdischen Staat und seine vorbildlich humanistischen Werten verpflichtete Verteidigungs-Armee.

Die bekanntermaßen höchste Autorität für Frieden und Demokratie, der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Vorfälle an der Gaza-Grenze als „Massaker“ verurteilt. Seine Regierung werde „israelischen Terror“ immer und überall anprangern, sagte Erdogan am Samstag vor Anhängern in Istanbul und sprach von einem „unmenschlichen Angriff“. Er fügte hinzu: „Wir werden unsere palästinensischen Brüder in ihren rechtmäßigen Anliegen bis zum Ende unterstützen.“
Die Bevölkerung von Afrin wird von der Türkei ohne jede Not aus reinem imperialen Antrieb massakriert. Die reguläre türkischen Armee plündert, mordet, brandschatzt und vergewaltigt kaum anders als ihre Janitscharen in dem 1453 gemeuchelten, eroberten und immer noch bis heute besetzten Konstantinopel. Die UNO bleibt dazu hochgradig unbesorgt .

Wehe aber wenn Juden es wagen, angemessen und verantwortlich ihre Grenzen und ihre Frauen und Kinder vor der Terror-Provokation der Hamas zu schützen. Selbst wenn wir die Farbe der Wand annehmen würden, um ja nicht durch unsere Existenz zu provozieren, würden uns unsere eingeschworenen hiesigen und weltweiten Hasser unser Jude-Sein und den Umstand, dass wir immer noch am Leben sind, niemals verzeihen.

Erfreulicherweise sind der jüdische Staat Israel und seine Menschen am Vorabend des auch auf den Monat April fallenden Jom Ha’atzmaut, der in diesem Jahr den 70. Geburtstag der Wiedergeburt der israelischen Demokratie kennzeichnet, jung, vital, erfolgreich, lebensbejahend, kreativ, wirtschaftsstark, unabhängig und verteidigungsbereit genug, um sich weder von Deutschland noch von der EU gängeln zu lassen.

Die Abkehr der USA von der Islam-affinen und Israel-feindlichen Obama-Politik und die historisch richtige Zuwendung und der Erfolg des neuen Präsidenten Trump verschaffen Israel nach 70 Jahren seiner Neugründung endlich auch die Anerkennung seiner heiligen, ungeteilten und ewigen jüdischen Hauptstadt.

Die ebenfalls im April durch die großen jüdische Fest und Gedenktage Jom HaSchoah und Jom HaZikaron zu ehrenden jüdischen Opfer und Helden des Aufstandes im Warschauer Ghetto und des Kampfes für Freiheit und Unabhängigkeit des jüdischen Volkes in seinem Staat Israel hätten diesen 70. Jom Ha’atzmaut mit tiefer Genugtuung über das heutige demokratische kleine, große Eretz Israel erlebt.

In diesem Sinne wünsche ich Medinat, Memshalah und dem ganzen Am Israel, sie mögen unbeschadet auch diesen Angriff ihrer Feinde überstehen und einen unbeschwerten und fröhlichen 70. Geburtstag des neuen Staates Israel in Frieden und Freiheit feiern.

Unseren Lesern, Freunden und uns allen alles erdenklich Beste.

Am Israel Chai – leolam waed!

Ihr Dr. Rafael Korenzecher

Advertisements

Wenn der Islam zu Deutschland gehört…. 17. März, 2018

Posted by Rika in einwanderung, gesellschaft, integration, islam, judentum, meine persönliche presseschau, migration, sharia.
Tags: , , , , , , , , , , ,
add a comment

wie es seit Wulffs Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit im Jahr 2010 immer mehr zur Kanzlerinnen-Doktrin geworden ist, geht es nicht einfach nur um die „Religion“ namens Islam, nein, dann  gehört  das gesamte  islamische System, das untrennbar aus  Koran, Sunna und Hadith   miteinander verwoben ist, ebenfalls zu Deutschland.

Was aber bedeutet das?

Auf einer muslimischen Internetseite wird dazu Folgendes gesagt:

Die Art und Weise, wie Mohammed inmitten seiner Gemeinde lebte und seine Pflichten als beispielhafter muslim erfüllte, wie er die Gläubigen auf den Wegen Gottes führte und die erforderlichen Regeln festlegte – all das verdeutlicht seinen Weg (sunna). Das Leben des Propheten hat also für gläubige muslime absoluten Vorbildcharakter, jede seiner Handlungen ist göttlich inspiriert.

Wie im Kapitel

► Mohameds Handlungen sind von Allah göttlich legitimiert

dargelegt wird, sind alle Taten und Anweisungen des Propheten unhinterfragt und unhinterfragbar.

► Die Unabänderlichkeit der Heilsbotschaft Allahs

 

 

Weiter heißt es:

2. Autorität der sunna

Wenn sich zu einem bestimmten Sachverhalt oder einer Streitfrage im ahadith Erläuterungen oder Anweisungen finden, dann sind sie für den Gläubigen verbindlich. Im Lexikon des Islam heißt es dazu:

Die Autorität der sunna ist im Koran verankert, der von den muslimen fordert, sich der Führung des Propheten zu unterwerfen und ihm zu folgen. Die Gläubigen dürfen sich Gott und seinem Gesandten nicht widersetzen und  dürfen ihnen den Gehorsam nicht verweigern:

Sure 33, Vers 21: Wahrlich in dem Gesandten Allahs hattet ihr ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.

Sure 72, Vers 23: Allein eine Predigt von Allah und Seine Sendung liegt mir ob, und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, für den ist Dschahannams Feuer ewig und immerdar.

Sure 4, Vers 14: Wer aber gegen Allah und Seinen Gesandten rebelliert und Seine Gebote übertritt, den führt Er ein in ein Feuer, ewig darinnen zu verweilen, und es trifft ihn schändende Strafe.

Der Prophet gilt als die letzte Instanz bei allen Entscheidungen eines muslims. Ein Gläubiger darf, wenn Allah und sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, in dieser Angelegenheit nicht mehr frei zu wählen:

Sure 33, Vers 36: Und nicht geziemt es einem gläubigen Mann oder Weib, wenn Allah und Sein Gesandter eine Sache entschieden hat, die Wahl in ihren Angelegenheiten zu haben. Und wer gegen Allah und Seinen Gesandten aufsässig wird, der ist in offenkundigem Irrtum.

Die Anwesenheit des Propheten inmitten der Gemeinde gilt somit als Garantie für die Wahrheit der Glaubenslehre und die Richtigkeit der getroffenen Maßnahmen … denn seine Autorität ist ihm von Allah selbst verliehen:

Sure 4, Vers 64: Und wir entsandten Gesandte nur, daß ihnen gehorcht würde mit Allahs Erlaubnis. Und wenn sie, nachdem sie wider sich gesündigt, zu dir kämen und Allah um Verzeihung bäten, und der Gesandte für sie um Verzeihung bäte, wahrlich, sie würden Allah vergebend und barmherzig erfinden.

So gilt der Grundsatz:

Sure 4, Vers 80: Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah, und wer den Rücken kehrt … so haben wir dich nicht entsandt zum Hüter über sie.

(Digitale Bibliothek: A. T. Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam, S. 325, Verlag Herder)

► Die absolute Gehorsamspflicht gegenüber Allah und Seinem Gesandten

 

(Hervorhebung der Textteile von mir)

Das Vorbild, das Mohammed mit seiner Lebensführung allen ihm nachfolgenden Generationen von  Muslimen gegeben hat, hat bis in die Gegenwart  „Gesetzescharakter“ und absolute Gültigkeit:

3. Das Vorbild aus der sunna hat absoluten Gesetzescharakter

Die hadith-Sammlungen sind nach Kapiteln geordnet. In der Sammlung von Muslim sind die Begebenheiten zum „Heiligen Krieg“ (Kitab Al-Jihad wa’l-Siyar) in Kapitel 19 zusammengetragen und umfassen die Nummern 4293 bis 4472, also 179 Einträge. Wie absolut die Vorbildfunktion Mohameds Gültigkeit hat läßt sich auch daran erkennen, daß dieses Kapitel zusätzlich in 50 thematische Unterkapitel eingeteilt ist. Da wie gesagt jede Handlung des Propheten als göttlich inspiriert angesehen wird, hat man folgerichtig aus jeder Handlung oder Anweisung des Propheten eine zu befolgende Regel abgeleitet. Diese Gebote haben denselben Anspruch auf absolute Richtigkeit und sind ebenso wie die koranischen Gebote strikt einzuhalten. Hier einige Kostproben:     Quelle

 

Die ewige Gültigkeit der aus Koran und Sunna abgeleiteten Gesetze verhindert jede wie auch immer geartete Reform des Islam zu einem System, das  in Deutschland oftmals als „Euro-Islam“  bezeichnet wird. Die Vorstellung, der von Mohammed eingesetzte Islam könnte im Sinne moderner, europäischer Auffassungen vorsichtig  reformiert werden, käme aber der Apostasie gleich, dem Abfall vom Islam.

Die Frau Bundeskanzlerin ließ sich in ihrer Erwiderung auf Seehofers Stellungnahme, der Islam gehöre NICHT zu Deutschland  dazu hinreißen  Herrn Seehofer  zu kritisieren:

Angela Merkel (CDU) hat sich in der Debatte um die Rolle des Islams in Deutschland von den Äußerungen des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) deutlich distanziert. Deutschland sei zwar stark vom Christentum geprägt, aber inzwischen lebten vier Millionen Muslime in Deutschland, sagte die CDU-Chefin bei einem Treffen mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven am Freitag in Berlin. „Diese Muslime gehören auch zu Deutschland und genauso gehört ihre Religion damit zu Deutschland, also auch der Islam.“ Man wolle einen Islam, der auf der Grundlage des Grundgesetzes basiert. „Wir müssen alles tun, um das Zusammenleben gut zu gestalten zwischen den Religionen.“

(Quelle)

und macht damit deutlich, dass sie im Wesentlichen immer noch nicht begriffen hat, dass der Islam keine Religion wie jede andere ist, sondern in erster Linie ein pseudoreligiöses Konstrukt mit absolutem Machtanspruch. Das gilt im übrigen auch für alle Politiker und Medienschaffenden, die sich in ähnlicher Weise zum Islam äußern und damit der Islamisierung weltweit Vorschub leisten.

„Lesen bildet“ …. habe ich mal gelesen. Man müsste es eben auch in diesem Fall tun, das Lesen.

„Einen Islam, der auf der Grundlage des Grundgesetzes basiert“, wie es die Kanzlerin etwas verschwurbelt formuliert, kann und wird es nicht geben, weil er in nahezu allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen  geradezu konträre Positionen vertritt.

Nehmen wir nur den Satz in der weiteren Merkel’schen Rede, in der sie die Religionsfreiheit anspricht, die in Deutschland gewährt wird. Religionsfreiheit  bedeutet die freie Ausübung der Religion, zu der ein Mensch sich bekennt. Der Islam duldet aber keine anderen Religionen als ebenbürtig und gleichberechtigt an. Es redet ausdrücklich davon, dass Judentum und Christentum Fälschungen der ursprünglichen islamischen Lehre seien und Mohammed als letzter Prophet Allahs gesandt wurde, um die „Fälschungen“ rückgängig zu machen. Wer als Jude oder Christ zum Islam konvertiert, kehrt nach islamischen Lesart zurück in das „Haus des Islam“. Dieses Haus zu verlassen, ist jedoch bei Todesstrafe verboten. Diese schlichte Tatsache allein schon widerspricht unserem Grundgesetz.

Frau Merkel und alle, die ihr in der Einlassung zum Islam folgen, zeigen, dass sie sich nicht ausreichend mit dem Thema auseinandergesetzt haben und relativ blind Leuten wie Ayman Mazyek folgen, der ihnen Sand in die Augen streut, ganz im Sinne des „Dschihad“ nämlich, den zu führen, jedem Muslim aufgetragen ist und an dessen Ende die weltweite Unterwerfung unter den Islam steht. Islam ist Unterwerfung.

Aus vermeintlicher Toleranz werfen sie die Prinzipien über Bord, die uns die Freiheit in unserer Gesellschaft sichert.

Natürlich gehört dazu die Religionsfreiheit.

Es ist gut, dass wir in Deutschland das Prinzip der Religionsfreiheit haben und jeder seine Religion  leben kann.

Aber man muss dieses Gesetz doch trennen von den Inhalten, die von den Religionen verbreitet und gelebt werden. Der Inhalt und damit auch der ethische und moralische Gehalt der bisher in Deutschland vorherrschenden Religion  ist doch gleichzeitig der, der die Geschichte Deutschlands geprägt und sein gesellschaftliches Gefüge und seine Kultur bestimmt hat. In den mehr als 1000 Jahren seit der großen Christianisierung des von vielen verschiedenen Stämmen bewohnten Gebietes, das heute „Deutschland“ ist, haben sich doch kulturelle, religiöse und rechtliche Grundsätze herausgebildet, die eben auf diesem „Christentum“ fußen, das wiederum auf dem noch älteren Judentum basiert. Den Islam, als gemeinsame Identität, hat es in Deutschland nie gegeben. Und deshalb kann man mit Fug und Recht unterscheiden und wie Seehofer, Söder und sehr viele Menschen sagen:

Menschen mit einem deutschen Pass gehören unterschiedslos zu Deutschland, Menschen aus anderen Ländern, die hier leben und arbeiten und unsere gesellschaftlichen Ordnungen und Gesetze respektieren und einhalten, sind  als Mitbürger willkommen.

Der Islam aber gehört NICHT  zu Deutschland und zwar aus den Gründen, die im Islam selbst zu finden sind. Er ist mit unserem Rechtssystem, mit unserer Auffassung von Demokratie, Menschenrechten, Gleichberechtigung und freier Religionsausübung NICHT kompatibel.

Und niemand muss sich wegen dieser Meinung und Auffassung kritisieren lassen.

Jauchzet…. frohlocket…. 10. Dezember, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, judentum, meditatives.
Tags: , , , , , ,
add a comment

Seit vielen Jahren ist es im Hause Rika Tradition die Adventszeit mit der wunderbaren ersten Kantate aus Bachs Weihnachtsoratorium einzuläuten….. morgens zum Frühstück…   vor dem Gottesdienstbesuch… am Adventkranz brennt die erste Kerze…

Doch nicht nur zum Frühstück erklingt die Aufforderung zu jauchzen und zu frohlocken, auch beim adventsonntäglichen Kaffeetrinken ergötzen wir uns an der wunderbaren Musik. Das hatte vor zwei Jahren  auch der kleine Enkelsohn mitbekommen und fand großen Gefallen an der Musik. Bei einem der nächsten Besuche fragte er:

„Omi, kann ich den Chor hören?“

„Was meint das Kind mit ‚Chor'“, fragte ich mich…. und dann auch das Kerlchen selbst.

„Den Chor und die Trommel!“ meinte es.

Ich wusste augenblicklich, welche Musik der kleine Mann meinte.

Chor und Trommel.

Das trifft es doch gut. Mit einem ‚Trommelwirbel‘ in die Zeit der Erwartung…

Hier sind sie, der Chor und die Trommel….

 

Jauchzet!  Frohlocket! Auf, preiset die Tage!

Jauchzen und freuen, auch wenn vielen von uns in diesen Tagen so oft  das Herz schwer ist angesichts der vielen bösen Stimmen, die sich erheben gegen das Volk der Juden, aus dessen Mitte ER gekommen ist, CHRISTUS, das Heil der Welt.

Ich wünsche allen Menschen eine schöne, friedliche und gesegnete Zeit des Advent.

 

Fremde Feder: Reden über Jerusalem 7. Dezember, 2017

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, araber, fatah, gesellschaft, islam, israel, israelkritik, judentum, medien, plo, politik, presse, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , , , , ,
2 comments

„Redet mit Jerusalem freundlich“ , lautet eine berühmte Aufforderung, die wir schon in der Bibel lesen können … (Jesaja 40,2)

Seit gestern ist Jerusalem  ganz besonders in aller Munde, doch die meisten, die über  – nicht „mit“ – Jerusalem reden, tun das nicht freundlich, jedenfalls nicht wenn mit „Jerusalem“ die israelische Regierung gemeint ist, analog zu „Berlin macht… tut… schweigt…“, wenn Frau Merkel ein bedeutungsschweres Statement zur politischen Lage der Welt,  die sie ja permanent zu retten beabsichtigt, verkündet oder verkünden lässt…

Nein, die Reden über Jerusalem sind in aller Regel nicht freundlich.

Aber es gibt Ausnahmen, eine davon fand ich heute bei mena-watch.

. Thomas Eppinger hat sie gehalten, bzw. aufgeschrieben. Ich nehme mir die Freiheit und stelle sie hier ungekürzt ein. Ich weiß, dass das nicht so ganz den Regeln entspricht, aber die Erfahrung aus 10 Jahren Blog machen dieses Vorgehen nötig, denn schon oft habe ich nur ein kurzes Zitat, versehen mit einem Link eingestellt, doch nach 3 oder 4 Jahren war der Link nicht mehr stabil, der ganze Text nicht mehr auffindbar. Das ist oftmals sehr schade…

Für den nun folgenden Text wäre es aber mehr als das. Darum, lieber Thomas Eppinger, Sie mögen mir verzeihen, wenn ich Ihren Text einfach hierher kopiere…  er ist zu gut, um in 4 Jahren oder so nicht mehr auffindbar zu sein.

Reden wir über Jerusalem. Das Ende einer diplomatischen Scheinheiligkeit

Von Thomas Eppinger

Treffen sich ein Jude, ein Christ und ein Moslem.
Christ: „Ihr Juden habt Jesus umgebracht!“
Jude: „Nein, das waren die Muslime!“
Moslem: „So ein Blödsinn. Vor zweitausend Jahren gab es noch gar keine Muslime!“
Christ: „Da hat er recht!“
Jude: „Stimmt, dann können wir ja jetzt über Jerusalem sprechen!“

Ja, reden wir über Jerusalem. Und überspringen wir die feindseligen Kommentare der üblichen Verdächtigen von Jakob Augstein bis Michael Lüders, gehen wir an dieser Stelle nicht auf die Phrasen von einer drohenden Gewaltspirale ein, lassen wir die Appeaser außen vor, die vor einer Störung des Friedensprozesses im Nahen Osten warnen. Wir kennen die Sprüche seit Jahren.

Außerdem: Syrien, Jemen, Sunniten gegen Schiiten, Iran gegen Saudi-Arabien, islamischer Fanatismus, arabischer Nationalismus, autokratische Herrscher, die jedes demokratische Pflänzchen im Keim ersticken – der Frieden im Nahen Osten hängt von ganz anderen Dingen ab als vom Sitz der amerikanischen Botschaft in Israel. Die breite Front gegen die Anerkennung der israelischen Hauptstadt durch den amerikanischen Präsidenten war vorhersehbar. Sie ist eine logische Folge des Mainstreams in Politik und Medien, der seit Jahren durch die schrittweise Delegitimierung Israels gekennzeichnet ist.

Reden wir also über Jerusalem. Reden wir darüber, dass diese Stadt schon jüdisch war, als es Christen und Muslime noch gar nicht gab. Dass der erste Tempel vom Sohn Davids fast tausend Jahre vor der Geburt Jesu errichtet wurde. Dass Jerusalem schon vor 3000 Jahren die Hauptstadt von Juda war. Dass erst im 7. und 8. Jahrhundert der Felsendom und die Al-Aqsa Moschee unter islamischer Herrschaft errichtet worden sind, an eben jenem Ort, an dem einst der erste und der zweite Tempel standen, und der den Juden zu dem Zeitpunkt schon seit mehr als eineinhalb Jahrtausenden heilig war. Doch so schwer 3000 Jahre auch wiegen mögen, die Neuzeit wiegt noch schwerer.

Reden wir also über die Gründung Israels, über den Teilungsplan der UNO von 1947, in dem Jerusalem als corpus separatum vorgesehen war, der von den Vereinten Nationen durch einen Treuhänderrat und einen Gouverneur regiert werden sollte. Ausländische Truppen sollten die Stadt schützen und den gleichberechtigten Zugang für Gläubige aller drei abrahamitischen Religionen zu ihren heiligen Stätten sicherstellen. Israel hat diesen Teilungsplan akzeptiert, während eine Allianz aus Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und Irak schon am Tag nach der Unabhängigkeitserklärung über Israel hergefallen ist. Den Unabhängigkeitskrieg hat Israel gewonnen, das jüdische Viertel der Altstadt Jerusalems und den Osten der Stadt jedoch an Jordanien verloren. In Westjerusalem, das unter israelischer Hoheitsgewalt stand, galt seit 1948 israelisches Recht. 1949, nach dem Waffenstillstandsabkommen, erklärte Premierminister David Ben-Gurion Jerusalem zum untrennbaren Teil Israels und dessen ewiger Hauptstadt, der Beschluss des Parlaments folgte am 4. Januar 1950.

Reden wir darüber, dass während der jordanischen Besatzung von 1949 bis 1967 vom religiösen Interesse an den islamischen Heiligtümern wenig zu spüren war. Einige örtliche Institutionen wurden geschlossen, wie das Arabische Hochkommissariat und der Oberste Muslimische Rat, andere wurden nach Amman verlegt. Daniel Pipes bezeichnet das Jerusalem unter jordanischer Herrschaft als „isolierte Provinzstadt von weniger Bedeutung als Nablus“ und beschreibt die diplomatische Bedeutungslosigkeit der Stadt für die arabische Welt:

„Kein arabischer Führer kam während der neunzehn Jahre, die Jordanien Ostjerusalem kontrollierte, hierher und König Hussein (regierte 1952 – 1999) selbst kam nur selten zu Besuch. König Faysal von Saudi-Arabien sprach nach 1967 oft von seiner Sehnsucht in Jerusalem zu beten, jedoch schien es ihn nie gekümmert zu haben dort zu beten, als er die Chance dazu hatte. Wahrscheinlich am bemerkenswertesten ist, dass die Gründungsurkunde der PLO, der Palästinensische Nationalvertrag von 1964, Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt oder auch nur andeutet.“

Bis heute steht die politische Symbolik im krassen Gegensatz zum nachlässigen Umgang der palästinensischen Behörden mit den angeblich so bedeutsamen islamischen Stätten Jerusalems.

Reden wir vom antisemitischen Furor während der Besatzungszeit. Nach dem Einmarsch der jordanischen Truppen in Ostjerusalem im Mai 1948 wurden Tausende Juden vertrieben, deren Familien seit Jahrhunderten in der Stadt gelebt hatten. Jordanien verweigerte den Israelis den Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, und zum Friedhof auf dem Ölberg, seit mehr als 2500 Jahren eine jüdische Begräbnisstätte, was ein klarer Bruch des Waffenstillstandsabkommens von 1949 war. Hunderte jüdische Gräber wurden von einer Autobahn zerstört, die direkt über den Friedhof geführt wurde.

„Die Grabsteine, die das Andenken von Rabbis und Weisen ehrten, wurden von der Bauabteilung der jordanischen Arabischen Legion für Fußböden und Latrinen verwendet (die Inschriften auf den Steinen waren noch sichtbar, als die Israelis die Stadt befreiten). Das alte jüdische Viertel der Altstadt wurde verwüstet, 58 Jerusalemer Synagogen – manche davon Jahrhunderte alt – wurden zerstört, andere wurden als Vieh- und Hühnerställe genutzt. Direkt neben der Westmauer entstanden Slumsiedlungen.“

Der 1997 wiedererrichtete Große Bogen der Hurva-Synagoge (Von MathKnight, CC BY 2.5)

Schon nach der Sprengung der Hurva-Synagoge 1948 brachte der jordanische Kommandeur Abdullah el Tell die Strategie seiner Truppen präzise auf den Punkt: „Zum ersten Mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im Jüdischen Viertel. Kein einziges Gebäude verbleibt intakt. Das macht eine Rückkehr der Juden unmöglich.“ Die Juden vertrieben, ihre Häuser und Synagogen zerstört, ihre Gräber geschändet. Die Hoheit über Ostjerusalem jemals wieder aus der Hand zu geben, ist für Israelis nicht verlockend.

Reden wir darüber, dass die Israelis trotz alldem bei der Rückeroberung der Stadt 1968 auf den Einsatz schwerer Waffen verzichteten, um Moscheen und Kirchen zu schonen. Sie verwehrten den Muslimen nicht den Zugang zu ihren heiligen Stätten und unterstellten den Tempelberg einer autonomen muslimischen Verwaltung: dem Waqf. Die arabisch-palästinensischen Einwohner haben den Status von „ständigen Einwohnern“, können sich innerhalb Israels bewegen und sind auch sozialversichert. Auch der Zugang zur israelischen Staatsbürgerschaft steht ihnen offen. Heute sind rund ein Drittel der Einwohner Jerusalems Muslime.

Reden wir auch darüber, dass Donald Trump mit der Anerkennung der israelischen Hauptstadt nur eine Jahrzehnte lange diplomatische Scheinheiligkeit beendet. „Seit Jahrzehnten erkennt die internationale Gemeinschaft stillschweigend an, dass die Stadt der jüdischen Könige David, Salomon und Herodes, die Stadt, in der bis zur Zerstörung durch die Römer der Tempel stand, und in der Jesus als „König der Juden“ von den Römern gekreuzigt wurde, die Stadt, die Juden seit 2000 Jahren beim Pessachfest beschwören – „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ –, dass diese Stadt, die nur deshalb Christen und Muslimen heilig wurde, weil sie seit jeher den Juden heilig ist, die Hauptstadt des jüdischen Staates ist und sein muss.“, schreibt Alan Posener dazu in der WELT. Ganz allein ist Trump mit seiner Entscheidung übrigens nicht. Im April dieses Jahres nahm die Welt schweigend zur Kenntnis, dass Russland Westjerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat. Und im Mai hat das tschechische Parlament Jerusalem als Hauptstadt anerkannt.

Und zuletzt, reden wir noch darüber, dass es den Frieden keinen Schritt näher gebracht hat, ständig den Druck auf Israel zu erhöhen. Denn selbst die schmerzhaftesten Zugeständnisse Israels reichten den Palästinensern nicht, deren eigentliches Ziel immer lautete: „Geht zurück ins Meer. Oder sucht euch ein anderes Land.

Unabhängig davon, wann bzw. ob die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlegen, markiert die Anerkennung der israelischen Hauptstadt eine Wende in ihrer Nahostpolitik. Schon mit der Ankündigung steigt der Druck auf die arabische Welt, endlich die Realität anzuerkennen: Es kann niemals ein „Rückkehrrecht“ für Palästinenser geben, die nicht in Israel geboren wurden. Und Jerusalem wird die Hauptstadt Israels bleiben. Vielleicht wird es einmal auch die Hauptstadt eines palästinensischen Staates sein, aber nie wieder werden sich die Juden aus ihrer Stadt vertreiben lassen. Je geschlossener Europa sich dem anschließen würde, desto größer wäre die Aussicht auf Erfolg. Leider beweist der Kontinent vorläufig nur, wie recht Dan Shueftan mit seinem Bonmot hatte: „Immer wenn Du Zweifel hast, frag die Europäer – und mach dann das Gegenteil.“

 

Fremde Feder: Das christliche Erwachen gegenüber der Heiligkeit des Tempelbergs bringt prophezeihtes „Haus des Gebets für alle Nationen“ näher 22. Juli, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", christsein und glaube, fatah, islam, israel, judentum, plo, terrorismus.
Tags: , , , , , , , , ,
add a comment

Ich  übernehme den  Text, den ich von heplev übernommen habe, auch wenn der Akzent dort anders gesetzt ist, als ich es hier kommentiere.

Anlass für mein Rebloggen des langen Aufsatzes sind die arabischen Ausschreitungen in Jerusalem, die sich gegen die von Israel installierten Sicherheitskontrollen an den Zugängen zum Tempelberg entzündet haben. (Und der fürchterliche Mord an drei Israelis, die am Shabbat von einem Araber bestialisch umgebracht wurden – getreu dem Aufruf muslimischer Autoritäten folgend, die zum „Tag des Zorns“ als Reaktion auf die neuen Sicherheitskontrollen aufgerufen hatten.)

Israelische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche arabisch-israelische  Angreifer erschossen, die zuvor die  drusischen Polizisten mit Schüssen getötet hatten.  Um zu verhindern, dass Waffen von „betenden Muslimen“ auf den Tempelberg gelangen und dort gelagert werden, hat die Polizei in Jerusalem verfügt, dass Metalldetektoren an den Eingängen angebracht werden. Diese gibt es bereits seit Jahren an den Zugängen zur Kotel (Klagemauer) und natürlich auch an den „heiligen Stätten der Muslime“ in Mekka und Medina …. was  aber bisher in keinster Weise als Behinderung für Betende betrachtet wurde.

Zur Klarstellung:   Nicht „Israel“ verhindert, dass Christen im „Haus des Gebets für alle Nationen“ beten können, es ist der Ungeist des sich virulent ausbreitenden Islam extremster Prägung, der ja nicht nur den Tempelberg ganz offiziell seines ureigen Namens beraubt hat (Siehe UN-Resolution), es ist der Islam, der mit Hass gegen Juden (und Christen gleichermaßen) agitiert und jedes jüdische – und damit auch frühchristliche – Zeugnis in Israel und Judäa-Samaria auszulöschen versucht.

Hier in Deutschland, will mir scheinen, erfüllt sich aber gerade eine andere uralte biblische  Prophetie vor unseren Augen:

1. Mose 12, 3  „Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.“ (Elberfelder Übersetzung)

Moses Mendelsohn übersetzt die gleiche Bibelstelle so:

Ich will nämlich segnen, die dich segnen; wer dir flucht, den will ich verfluchen, und mit dir werden sich alle Geschlechter des Erdreichs segnen.“

Diese Verheißung gilt Abraham  –  und ihm allen Menschen, die G’ttes Bund mit Abraham als ewigen Bund der Verheißung annehmen und anerkennen.

(Meine sehr persönliche Anmerkung dazu: Der Mitgliederschwund der christlichen Kirchen in Deutschland und Europa hat exakt mit dieser Verheißung zu tun….  Die ständige Verurteilung Israels durch christliche Bischöfe und Pfarrer und ihrer „gläubigen Schäfchen“, das Ablegen ihres Kreuzes durch die höchsten deutschen christlichen Vertreter auf dem Tempelberg, das gemeinsame Beten mit den Nachfolgern Mohammeds und der Gleichstellung G’ttes mit dem Allah des Koran in Anbiederung an die, die „Juden vom Gesicht der Erde tilgen wollen“, wie führende islamische Gelehrte in Anlehnung an den Koran fordern, das alles hat Auswirkungen auch auf die Entwicklung der Kirche.)

 

Doch nun zum Text:

 

abseits vom mainstream - heplev

Adam Aliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 20. Juni 2017

sie bringe ich zu meinem heiligen Bergund erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.
(Jesaja 56,7)

Bisher ist der blutige Kampf um den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden ausgetragen worden, aber ein neues Erwachen bei einigen Christen zu dessen Bedeutung schafft eine sich verschiebende vormessianische Wirklichkeit an dem bereits brisanten Ort. Der sich entwickelnde Status der Christen auf dem Tempelberg zeigte sich vor ein paar Wochen in einer muslimisch-christlichen Konfrontation, die beinahe in Gewalt endete.

Der Showdown auf dem Tempelberg involvierte Nate Waller, den Leiter der Aktionen von Hayovel, einer Organisation, die christliche Freiwillige nach Israel bringt, um biblische Prophetie zu erfüllen, indem sie in Weinbergen in Samaria arbeiten. Als regelmäßiger Besucher des Tempelbergs ist Wallers Verbindung zu dem…

Ursprünglichen Post anzeigen 740 weitere Wörter

Holocaust…. 29. Januar, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, judentum, politik.
Tags: , , , , , , , ,
add a comment

Zum ersten Mal mit dem „Begriff“  HOLOCAUST  konfrontiert wurde ich durch die amerikanische Fernsehserie „Holocaust – die Geschichte der Familie Weiss“, die 1979 auch im deutschen Fernsehen gesendet wurde.

Ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, den Begriff  HOLOCAUST  je zuvor gehört zu haben.

Wohl erinnere ich mich daran, dass später im Elternrat der Schule meiner Kinder darüber diskutiert wurde, ob man diese Serie Kindern zumuten dürfe. Viele Eltern sprachen sich dagegen aus, ich vertrat damals die Meinung, dass man das, was Deutsche damals jüdischen Kindern „zugemutet“ hatten, die Qualen an Leib, Seele und Geist zu erleiden, durchaus in filmischer Darstellung den heute in Frieden und Freiheit lebenden Kindern zumuten dürfe, zumal die Serie auf schulgerechte Länge gestutzt und um allzu grausame Details „bereinigt“ war.

Für das, was Deutsche den europäischen Juden angetan hatten, gab es meiner Erinnerung nach vor dem Ausstrahlen dieser Fernsehserie  keinen „Begriff“ im allgemeinen Sprachgebrauch, ja, eigentlich gab es auch kaum ein allgemeines Sprechen oder Reden über das  Schreckliche, das Böse, das unaussprechlich Furchtbare. Zu meiner Schulzeit zwischen 1956 und 1966 und auch während meines ersten Studiums  von 1967 – 1972 wurde nicht über  „das“ offen geredet, was  in den nichtjüdischen Familie  in den Gesprächen der Älteren anklang, es wurde von „Judenverfolgung“, verharmlosend von „Reichskristallnacht“ gesprochen,  ganz allgemein erklärt, dass im Dritten Reich Juden  verfolgt und in Lagern umgebracht wurden.

Meine ersten detaillierten Informationen über das Grauen entnahm ich  einem Roman, den meine Eltern im Bücherregal stehen hatten und den ich heimlich las, weil er ja eigentlich für Erwachsene gedacht war, ich aber noch im zarten Teenageralter oder sogar etwas jünger war… so genau weiß ich es nicht mehr. Der Roman hieß „Exodus“, von Leon Uris.

Was ich da las, konnte ich nicht fassen.

Und ich begann zu fragen … meine Eltern, meine Großeltern, Tanten und Onkel, sogar die Freunde meiner Eltern. Manchmal, so erinnere ich es, kam es dabei zu heftigen Diskussionen und Vorwürfen meinerseits. Ich bin in einer gläubig-frommen Familie aufgewachsen. Wir gehörten einer sogenannten Brüdergemeinde an. Ich erfuhr von Bespitzelungen der Gottesdienste durch die Gestapo während der Naziszeit … und von Angst. Meine Großväter lebten aber in der festen Überzeugung, dass, wer die Juden antaste, Gottes Augapfel antaste, so habe ich es von ihnen selbst gehört, aber auf meine vorwurfsvolle Frage, warum sie denn Gottes Augapfel nicht geschützt hätten, gaben sie keine Antwort.

Erst viel später, als ich mich intensiv mit mir selber auseinander gesetzt hatte und mir die Frage gestellt hatte, wie ich damals reagiert hätte, und ich diese Frage nicht wirklich abschließend zu meinen Gunsten beantworten konnte, habe ich aufgehört, meine Familie dafür zu verachten, dass sie nichts gegen Hitler und das Regime unternommen hatte. Im Wissen um das, was geschehen ist, kann man sich leicht zum mutmaßlichen Widerstandskämpfer stilisieren, aber ich bin ein Mensch, der sich schnell begeistern kann, wenn jemand mit genügender Überzeugung für seine Sache wirbt. Ich bin aber auch jemand (geworden), der schlecht damit umgehen kann, wenn anderen Unrecht geschieht, dann mische ich mich ein, argumentativ oder tatkräftig. Wenn ich heute über die Frage nachdenke, wie ich mich verhalten hätte zu Adolfs Zeiten, kann ich mir aufgrund meiner Struktur beides vorstellen, damals nämlich ein Anhänger und Bewunderer gewesen zu sein oder ein erklärter Gegner. Und vielleicht hätte mich die Angst ebenso gelähmt, wie meine Familie damals. Ich bin nicht stolz darauf (und heute habe ich eine sehr klare Haltung)  und genau das macht mich heute wachsam für Situationen und politische Entwickelungen, die ich als gefährlich ansehe. Gefährlich für mich, für unsere Gesellschaft, für die Zukunft.

Doch zurück zu meiner Überschrift über diesen Blogbeitrag:

HOLOCAUST

Wer von uns verbindet den Begriff heute noch so  exclusiv  mit der Vernichtung der europäischen Juden?

Wer denkt bei Holocaust zuerst an  SECHS MILLIONEN GETÖTETE JUDEN ?

In der diesjährigen Gedenkstunde des Bundestages anlässlich des  „Holocaustgedenktages“ am vergangenen Freitag gedachte man der  Euthanasie-Opfer während der Nazizeit; von Juden war in keinem einzigen Satz die Rede.  Nicht dass man mich falsch versteht, ich finde es richtig, auf die vielen, vielen Menschen hinzuweisen, die als „unwertes Leben“  im Zuge der Euthanasie-Aktion der Nazis getötet wurden. Auch sie waren Opfer einer fürchterlichen Ideologie, die sich anmasste, Menschen einen Wert zuzumessen oder abzuerkennen, sie für lebenswert zu halten oder sie „als Last für  den Volkskörper“ dem Tode preis zugeben.

EINSCHUB: Wir müssen meiner Meinung nach gut aufpassen, ob dies nicht in anderer Form wieder zum Tragen kommt, etwa in der pränatalen Diagnostik, wenn es darum geht, ob ein Fötus, ein Kind, das das Down-Syndrom oder eine andere Form der Behinderung  hat, ausgetragen werden soll oder nicht, ob es seiner Familie zumutbar ist oder nicht. Gleiches gilt bei der Frage, welche medizinische Versorgung Schwer- und Schwerstkranken lebenslang zuteil werden darf / soll / muss und unter welchen Umständen der Tod eines alten und / oder schwerkranken Menschen bewusst mit Hilfe von Medikamenten herbei geführt werden soll / darf oder nicht.)

Der Holocaust, die geplante und straff organisierte Vernichtung der Juden hatte aber noch eine weitere,  eine andere erschreckendere Dimension, sie richtete sich ausdrücklich und ausschließlich, mit dem vermeintlich legalen Hinweis auf die angeblich „mindere Rasse“  gegen die Angehörigen des jüdischen Volkes – und gleichzeitig  traf es Deutsche, Holländer, Ungarn, Franzosen, Griechen, Italiener, Ukrainer, Polen… allesamt jüdische Bürger ihrer jeweiligen Heimatländer

In vielen Städten, so auch in Hannover, gibt es ein Mahnmal oder eine Gedenkstätte, auf den Holocaust hinzuweisen. In Hannover wurde seit der Errichtung des Mahnmals an dieser Stelle der Opfer gedacht. Das Mahnmal liegt zentral, mitten in der Stadt, alle (den Behörden bekannten) Namen der Hannover’schen Opfer sind eingraviert, ihr Alter ist angegeben, das Datum und der Ort ihrer Deportation. Sie, die Opfer, sollten wieder mitten in die Stadt zurück geholt werden, als ein Zeichen, dass sie hierher gehörten und gehören.  Am Holocaustgedenktag legten Vertreter der Stadt Hannover, des Landes Niedersachsen und die der jüdischen Gemeinden in Hannover dort Kränze nieder und es wurde in Ansprachen der Menschen gedacht.  Ich habe in all den Jahren ebenfalls das Mahnmal aufgesucht am Tag des Gedenkens, habe eine Kerze angezündet oder Blumen hinterlegt an der Stelle, an der der Name eines Angehörigen meiner Freundin eingraviert ist. In diesem Jahr wunderte ich mich und war verstört, dass weder Kränze noch Blumen am Mahnmal zu sehen waren. Dann fiel mir ein, dass in Hannover Ahlem, auf dem Gelände der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule  die zentrale Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust eingerichtet worden ist, weil dort die hannoverschen Juden von SS und Gestapo gesammelt wurden, bevor  von dort aus die Deportationen selbst begann.

Ahlem liegt weit vom Zentrum entfernt.

Wer nimmt es überhaupt wahr, dass dort der ermordeten jüdischen Bürger Hannovers  gedacht wird?

Doch vermutlich nur diejenigen, die sich ohnehin mit dem Thema beschäftigen.

Zwar waren in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler einer berufsbildenden Schule an der Gedenkzeremonie beteiligt,  doch  für die meisten Hannoveraner blieb das Erinnern „unsichtbar“, so wenig im Bewusstsein der Bürger, wie die Tat damals, denke ich ….

Im Internet lese ich und das Fernsehen berichtete auch bereits, dass Herr Trump in seiner Ansprache zum Gedenken an den Holocaust zwar der „Opfer“ gedachte, aber mit keinem Wort die Juden erwähnte. Und natürlich wird er dafür heftig kritisiert.

Aber vielleicht ist es auch ganz anders, als alle Kritiker ihm vorwerfen, und für ihn ist allein schon der Begriff   „HOLOCAUST“ explizit und eindeutig, eben „nur“  verbunden mit der Vernichtung der europäischen Juden, und es kommt ihm darum gar nicht in den Sinn, extra auf die „jüdischen Opfer“ hinzuweisen.

Bei uns in Deutschland gibt es Gruppierungen, die von einem „Holocaust“ an Tieren reden, die von einem „Holocaust“ fantasieren, der in Gaza stattgefunden haben soll, verübt durch Israelis, die angeblich aus dem Holocaust nichts gelernt hätten.

Der beinahe schon inflationäre Gebrauch des Begriffs, der ursprünglich für das „Singuläre“ für die  Vernichtung des europäischen Judentums  stand, kann meiner Meinung nach dazu führen, dass immer weniger Menschen sich mit dem furchtbaren Schrecken der Ermordung von 6 Millionen Juden befassen.

Ich habe mir schon vor einiger Zeit angewöhnt  das hebräische Wort „Shoah“ zu gebrauchen, wenn ich über die Vernichtung der Juden spreche.

In Israel käme vermutlich kein Mensch auf die Idee, SHOAH anders zu verstehen…..

oder das Wort anders zu gebrauchen.

…………………………………………………………………………………………………………..

Siehe dazu auch diese Erklärung bei HaGalil

Es ist der 9. November 2016 9. November, 2016

Posted by Rika in gesellschaft, hass, judentum, politik.
Tags:
1 comment so far

Der 9. November ist ein denkwürdiger Tag.

Das wissen wir alle.

Heute diskutiert die halbe Welt über das Wahlergebnis in den USA, Donald Trump wurde gewählt, er wird der nächste Präsident.

 

Vielleicht denkt die halbe Welt heute nicht an den Tag des Infernos, als am 9. November 1938  in Deutschland die Synagogen brannten.

Das möchte ich bei all dem Hype um die als „Weltuntergang“ beschworene Wahl Donald Trumps nicht  vergessen.

 

.

 

2032

Das Bild war Teil einer Ausstellung von Synagogen-Bildern in der Marktkirche Hannover.

 

Die Synagogen brannten und bald auch  Menschen, jüdische Menschen.

 

 

 

 

 

Der neunte November neunzehnhundertachtunddreißig war nicht der Anfang, der lag weit davor,  er war „nur“ der Auftakt zum Schlimmsten….“    (himmel und erde 2013)

 

 

 

Anti-israelische Propaganda … 15. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, israel, judentum, meine persönliche presseschau, terrorismus.
Tags: , , , , , , , ,
2 comments

… im von Zwangsgebühren finanzierten Rundfunk…  rechtzeitig zu Rosch ha-Schana.

Man hätte ja vielleicht anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes eine interessante und informative Sendung darüber machen können, wieso das jüdische Neujahr nichts mit Silvester zu tun hat und darüberhinaus nicht an einen festen Termin im gregorianischen Kalender gebunden ist. Man hätte über die wunderbaren Gebräuche berichten können, die sich rund um das Fest entwickelt haben, ja, man hätte sogar den Zusammenhang der Hohen Feiertag von Rosh HaShana über Jom Kippur bis zu Sukkot darlegen und erklären lönnen.

Und ich kann mir gut vorstellen,  dass es genug Hörerinnen und Hörer geben würde, die so eine Sendung mit Interesse verfolgen, weil sie einfach etwas mehr über das Judentum erfahren.

Man hätte…  aber man hat nicht.

Man hat es stattdessen vorgezogen, eine Sendung  anti-israelischer Propaganda mit dem Titel

„Baustelle Palästina“   Architektur unter der Besatzung

zu präsentieren, getreu wohl dem unausgesprochenen Leitmotiv  der Kulturschaffenden im deutschen Rundfunkwesen, dass es nichts Positives über Israel zu vermelden gibt – und wenn es doch einmal unumgänglich ist, über Israels  Kompetenz in Wissenschaft und Technik zu berichten, dann auf jeden Fall aber mit dem deutlichen Hinweis, dass Israel nicht müde wird, die Palästinenser zu schikanieren und zu unterdrücken.

Und damit auch in der oben genannten Sendung von vornherein klar ist, was der Zuhörer als wesentlichen Ertrag der Sendung behalten soll, wird sie in dem begleitenden Text so eingeleitet:

Im „Heiligen Land“ sind Zerstörung und Wiederaufbau tägliche Realität. Im Westjordanland, in Ostjerusalem und in Gaza ringen palästinensische Denkmalschützer, Kulturschaffende, Architekten und Stadtplaner in diesem Spannungsfeld.

Zerstörung und Wiederaufbau – darunter geht es nicht. Und selbstverständlich ist für Zerstörung Israel verantwortlich, während der mühsame Wiederaufbau nur unter den schrecklichsten Bedingungen durch die „Palästinenser“ bewerkstelligt werden muss. An dieser Stelle sei mir gestattet darauf hinzuweisen, dass der „Wiederaufbau des völlig zerstörten Gazastreifens“ leider, leider immer noch nicht wirklich in Gang gekommen ist, weil die von Israel gelieferten Baumaterialen umgehend von der Hamas für den dringend erforderlichen „Wiederbau“ der Terrortunnel und Kommandostellen der „Freiheitskämpfer“ requiriert und eingesetzt wurde. Aber das erfahren die Hörer der Sendung natürlich nicht.

Stattdessen geht es nach der Vorstellung eines architektonischen Meisterwerkes, das gleichzeitig als „politisches Manifest“ beschrieben und gefeiert wird,  so weiter:

Es geht bei den Architekten von ShamsArd aus Ramallah aber nicht allein um Ästhetik – oder um Ökologie. Bauen ist in einem Land, das permanent von den Israelis kontrolliert wird, ein politischer Akt:

„Der Markt für Baumaterialien in Palästina ist schwierig, da alle Materialien importiert werden müssen – aus den arabischen Nachbarstaaten, oder vom israelischen Besatzungsstaat. Wir wollen aber Unabhängigkeit in unserer Architektur. Wir müssen die Kontrolle über unsere Architektur und das Baumaterial haben, denn die Israelis könnten ja die Exporte stoppen. (…) Wir wollen nicht von Israel abhängen – weder beim Bauen, noch beim Essen, noch beim Leben. Wenn eine Nation nicht ihre eigene Produktion entwickelt, gibt es keine Freiheit.“

Es ist natürlich unangenehm, dass man beim Bauen, Essen und Leben so total von den Importen aus den arabischen Nachbarstaaten abhängig ist und richtig schrecklich ist natürlich die Abhängigkeit von den verhassten Israelis, das leuchtet doch selbst den objektivsten und sanftmütigsten Zuhörern unmittelbar ein. Da hätte es eigentlich des nächsten Hiebs gegen Israel gar nicht mehr bedurft:

Wie sehr Architektur immer auch ein Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse ist, zeigt sich im Alltag palästinensischer Architekten überdeutlich. Die Gebiete des Gaza-Streifens und des Westjordanlandes sind streng abgeriegelt von Israel – ein Kontakt zwischen beiden Palästinensergebieten ist kaum möglich. Auf den Straßen sind Check Points zu passieren. Eingeteilt ist Palästina in die Zonen A, B und C. Nur in der A-Zone hat die Palästinensische Autonomiebehörde das alleinige Sagen – und damit auch das Baurecht. In der B-Zone kontrollieren Israelis und Palästinenser gemeinsam. Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.

„Herrschaftsverhältnisse“ ist ein ganz wunderbarer Kampfbegriff der antiimperialistisch ausgerichteten Nichtherrscher unter Linken und Grünen und mir aus längst verflossenen Göttinger Studienzeiten immer noch seltsam vertraut, lagen doch auf den Tischen in der Mensa, in den Seminarräumen und Hörsaalgebäuden entsprechende Flugblätter aus, die uns alle auf den antiimperialistischen Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ einzustimmen hatten.  Und wenn nicht die RAF ihren Kampf gegen jene furchtbaren Strukturen, die uns so ein unbeschwertes Leben in der vom Kapitalismus beherrschten BRD ermöglichten, wenn also die RAF ihren Kampf nicht so gewaltsam auch mit Hilfe der Palästinenser und ihres Terrorchefs Arafat ausgetragen hätte, wer weiß, vielleicht hätten mich die Streitschriften doch noch zu einer halbwegs guten Linken gemacht… so aber… Nun ja.

Zurück zu den Bauten in der C-Zone: „Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.“ Natürlich fällt es den Berichterstattern unseres staatstragenden Rundfunks gar nicht ein, ebenso darüber zu berichten, dass es Israelis bei Strafe verboten ist, in der A- oder B-Zone zu bauen, und schon gar nicht kommen sie auf den Gedanken zu erwähnen, das selbstredend für jegliches Bauen und egal in welcher Zone, in denen die Israelis mitreden, eine Genehmigung notwendig ist und deshalb sämtlichen Gebäuden, die ohne Genehmigung errichtet werden, der Abrissbagger zu Leibe rückt. (Chaja hat das in mehrern Beiträgen sehr gut beschrieben!) Das trifft auch auf die Häuser der sogenannten „Siedler“ zu.

Dass die Moderatoren und Redakteure von keinerlei historischen Kenntnissen  in ihren Bemühungen um den Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ gebremst werden, geschenkt. Und so hörte ich dann auch voller Erstaunen diese (hier schriftlich wiedergegebene) Passage:

Einzelne Initiativen im Land wollen das Alte bewahren – oder im Krieg zerstörte Häuser wieder aufbauen: 4000 Häuser wurden allein in Nablus, einer 2000 Jahre alten Stadt, durch die israelischen Bombardements zerstört – viele von historischem Wert. Aber es gibt keine Denkmalschutz-Gesetze, kaum Geld und wenig Bewusstsein in der Bevölkerung. Für Quais Assali ist Denkmalschutz eine Frage der palästinensischen Identität:

„Nicht nur die palästinensische Architektur ist durch die Okkupation bedroht, sondern auch die Kultur. Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, weil ihnen die Okkupation aufgezwungen wird. Zugleich erleben sie gerade eine gesichtslose Moderne. Da ist es schwierig, die eigene Identität zu bewahren.“

Quais Assali

Die Moderatoren vergessen zu erwähnen, dass die von den Arabern  „Nablus“ genannte Stadt  die Nachfolgerin des alten Sichem ist, das schon zu biblischen Zeiten – schon vor rund 4000 Jahren –  existierte und in der Bibel mehrfach genannt wird.

Kleiner Exkurs: Das Internet ist eine Quelle der Erkenntnis, so findet sich dort das „Handbuch zur biblischen Alterthumskunde, von Ernst Friedr. Karl Rosenmüller,  der Theologie Doctor, und der morgenländischen Literatur ordentl. Professor zu Leipzig„. Erschienen ist das gute Stück „1827 zu Leipzig in der Baumgärtnerschen Buchhandlung“ und es behandelt in seinem Zweiten Teil „Palästina, oder das Land der Hebräer„. In seinem dritten Kapitel widmet sich der Professor „Samaria“ und den „Städten Samaria’s“ . Darin ist wiederholt die Rede von Sichem, nicht aber von Nablus.

Die Erwähnung Nablus hingegen kann man in einem alten Reisebericht aus dem Jahr 1837 nachlesen. Der Ort stand bis zur Einrichtung des britischen „Mandatsgebiet Palästina“ unter türkischer Herrschaft. Nach der Staatsgründung wurde Israel bekanntlich von seinen arabischen Nachbarn mit einem verheerenden Krieg konfrontiert, in dessen Folge „Nablus“ unter jordanische Besatzung fiel.

Es verwundert mich jedoch  nicht, dass,  Zitat s.o. :  „Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, …“ Wie sollen sie, die Menschen, die heute im von Arafat erfundenen Staat Palästina leben,  eine eigene Geschichte haben, wenn sie in der Mehrheit und  bis auf die wenigen durch die arabischen Gebiete ziehenden Beduinen  und die im Land lebenden Drusen doch so gut wie nichts mit der tatsächlichen Geschichte des Landes zu tun haben, sondern erst im Zuge der vermehrten Besiedlung des Landes durch Juden, die aus der Diaspora in ihr angestammtes Land zurückkehrten, als Lohnarbeiter aus den umliegenden arabischen Gebieten nach dem damals allgemein so genannten Landstrich „Palästina“ einwanderten. Die behauptete reiche arabische Kultur im Land hat es doch so nie gegeben!

Welche Identiät hätten sie also bewahren können, von der in der Sendung die Rede ist?

Juden aber, egal in welchem Land der Welt sie gelebt haben und leben, haben niemals ihre jüdische Identität, die IMMER  mit dem „Land der Väter“ und mit Jerusalem auf engste verknüpft war, verloren. (Oft genug ist ihnen das zum schrecklichen Verhängnis geworden.) Sie wussten immer und waren sich dessen absolut sicher,  die uralte Stadt Jerusalem  ist das eigentliche kulturelle und spirituelle Zentrum  jüdischen Lebens ….  Der  Satz „Nächstes Jahr in Jerusalem“ war / ist Teil jeder Sederfeier in der Diaspora.

Aber das können die Verantwortlichen der Kultursendung natürlich nicht wissen und vermutlich ergeht es ihnen ähnlich wie Frau Merkel, für die das „Internet“ noch vor kurzer Zeit absolutes „Neuland“ war, sie konnten sich leider auch nicht im Internet informieren und so auf die Sendung vorbereiten. So mussten sie der anti-israelischen, pro-palästinensischen Propaganda einfach hilflos zuhören….

.

Nachlesen und hören kann man die Sendung unter diesem Link.

AD ME’AH VE ESRIM….. 15. Juni, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, freunde, gesellschaft, israel, judentum.
Tags: , , , , , ,
2 comments

„Hundertundzwanzig sollst du werden!“ lautet ein traditioneller jüdischer  Wunsch zum Geburtstag.

Und das ist es, was ich „Dienste in Israel“ anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Herzen wünsche.

Ich erinnere mich vage an einen Gottesdienst in meiner Gemeinde im  Frühsommer vor 34 oder 35 Jahren. Mitglieder unserer Gemeinde berichteten über ihre Reise nach Israel. Sie hatten aber  keine gewöhnliche Urlaubsreise als Touristen gemacht, sie kamen vielmehr von einem Erntehelfereinsatz in einem Kibbuz zurück und hatten auch eine große Kiste Orangen mit gebracht, um zu verdeutlichen was sie dort unten in der Nähe des Gazastreifens eigentlich gemacht hatten:  Orangen geerntet.

Das war, so erinnere ich mich, das erste Mal, dass ich etwas von „Dienste in Israel“ erfuhr.

Immer wieder in den darauf folgenden Jahren gab es in meiner Gemeinde viele Impulse aus und für Israel, Informationen über die Arbeit von „HaGOSCHRIM“, den „Brückenbauern“, wie die Organisation in Israel auch genannt wird. Junge Leute aus Deutschland gehen als Volontäre für drei, sechs, neun oder zwölf Monate nach Israel, arbeiten in einem Kibbuz oder in einer der vielen sozialen Einrichtungen für pflegebedürftige Menschen –  Senioren im Pflegeheim oder schwer- und schwerstbehinderte junge und auch ältere  Menschen.  In Deutschland werden sie durch „Dienste in Israel“ auf Land, Leute und ihre Aufgabe vorbereitet (inklusive einem ersten Anfängerkurs Hebräisch),  in Israel werden sie duch Mitarbeiter von DiI betreut – Wohnung und Büro sind in Jerusalem – und von den Ansprechpartnern in den Einrichtungen eingewiesen, angeleitet und begleitet. Ich habe die Wohnung in der „Hagai schewa“ als einen Ort der Begegnung kennengelernt …. unser ältester Sohn war 13 Monate als Volontär im Land, zunächst hatte er nur einen dreimonatigen Kibbuz-Einsatz geplant, dann kam sein Anruf…  „Ich würde gerne länger bleiben…!“ Aus organisatorischen Gründen musste er nach einem weiteren „Urlaubsmonat“ in Israel zurück nach Deutschland kommen und dann drei Monate später erneut nach Israel aufbrechen für 9 Monate Dienst in einem Altenheim in Kfar Saba…

DIENSTE IN ISRAEL  – was wäre es ohne die Volontäre und was wäre es  ohne die schier unermüdliche Arbeit von Fridegart und Egon Maschke und aller nachfolgenden Leiter und Mitarbeiter ? Ich erinnere mich daran, dass Fridegart, wann immer sie hörte, dass jemand aus dem Großraum Hannover nach Israel reiste,  mit der Bitte an die Reisenden herantrat, doch eine „Kleinigkeit“ für die Mitarbeiter im Jerusalemer Büro mitzunehmen, und so kam es, dass ich einmal mit einem riesigen Kochtopf zu meinen Füßen den Flug nach Israel antrat und dieses Ding dann auch noch per Bus und Scherut durchs halbe Land transportierte….  Jeder und jede, die mit Maschkes jemals wegen Israel in Kontakt waren, könnten ähnliche Geschichten erzählen…. und über allem stand immer der vertrauensvolle Auspruch : „Be’Esrat HaSchem“  – mit Gottes Hilfe  und der dazu gehörende Dank „Toda laEl“ –  „Dank sei GOTT“ – „wem sonst“, wie Fridegart oft und gern hinzufügte….

Am vergangenen Wochenende dann das große Fest.

Ein Fest der Begegnung und des Dankes – TODA RABA, TODA LA’EL!

Rückblick auf die 40 Jahre, Erinnerung an die Anfänge, Ehrung der Begründer des Werkes – Fridegart und Egon Maschke -, Dank an die vielen, vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in all den Jahren. Dank auch an die israelischen Behörden, ohne die das alles gar nicht möglich wäre, Dank an die vielen Spender, ohne deren finanzielle Hilfe eben auch gar nichts mgölich wäre, denn DiI finanziert sich zum allergrößten Teil aus Spenden.

Immer waren junge deutsche Volontäre von DiI im Land, selbst in den schwierigen Zeiten der Intifada und der kriegerischen Auseinandersetzungen. Ich erinnere mich an einen Gottesdienst wärend des ersten Golfkrieges. Die Mitarbeiterin des Jerusalemer Büros hatte noch am frühen Morgen ein Fax an die Gemeinde geschickt – sie hatten, so berichtete sie damals, einen Raum der Wohnung als Schutzraum gegen mögliche Gasangriffe durch die irakische Armee eingerichtet… aber sonst ging es ihnen gut….

Ralf Zintarra, der jetzige  Leiter von DiI berichtete, dass er ständig auf die besondere Situation in Israel reagieren müssen, so sei er auch in der vergangenen Woche während der Vorbereitungen auf das Fest hier in Hannover angerufen worden von der Mitarbeiterin in Jerusalem, die ihn wegen des neuerlichen Raketenangriffs aus Gaza kontaktierte….

Wir hier, in unserem friedlichen Deutschland, das seit der Kapitulation vor 70 Jahren keinen Luftangriff auf Städte und Gemeinden  mehr erlebt hat, können uns doch gar nicht vorstellen, wie es ist, unter der ständigen Bedrohung zu leben…. und auch die Zeiten der RAF mit ihren mörderischen Angriffen auf völlig unschuldige Menschen liegt längst hinter uns… erinnern wir uns eigentlich noch an die Zeit?

Wie ist es, wenn man nicht  sicher sein kann, dass in Bus oder Bahn, in Geschäften oder Restaurants, Diskotheken, Kinos bei Freiluftveranstaltungen alles friedlich ist, man jederzeit  – JEDERZEIT –  mit einem Bombenattentat rechnen MUSS ? Das aber war lange grausame Realität in Israel – und ist es ja zum Teil immer noch!  Und wäre nicht der Schutzzaun, der verhindern soll, dass Attentäter ungehindert die grüne Linie passieren und ins israelische Kernland eindringen können, würden wir auch heute immer wieder von solchen schweren Anschlägen hören…. die „kleinen“, die dennoch passieren (mit dem Auto in die wartende Gruppe an der Haltestelle fahren, Steine auf Autos schleudern, Messerattacken, Überfälle auf Juden in den Siedlungen und… und… und) sind doch  unseren Medien keine einzige Zeile wert, ebensowenig wie die vielen Raketenangriffe AUF  Israel… unsere Medien machen erst mobil, wenn Israel seinerseits sich gegen die Angriffe zu Wehr setzt.

Auch mit dieser Realität sind die Volontäre konfrontiert.

Das aber –  die komplizierte politische und bedrohte  Lage  Israels, wie sie beispielsweise in diesem Artikel  beschrieben wird –  kam bei dem wunderbaren Fest nur andeutungsweise zum Ausdruck. Der Blick richtet sich auf die Aufgaben in der Zukunft.

So lautet dann auch das Motto des Festes:

   לְ הִ פָ גֵ ׁש  וְ לְ הַ כִ יר   –  לִ בְ נֹות  אֶ ת  הֶ עָ תִ יד  בְ יַ חַ ד

“ Einander begegnen   –    Gemeinsam Zukunft bauen   „

und weist weit über die Tage des Feierns hinaus.

Gebe der Ewige, dass mein Wunsch zum Jubiläum über die Zeit hinaus gesegnete und segensreiche  Wirklichkeit sei…

Pfingsten und Schawuot…. 24. Mai, 2015

Posted by Rika in christsein und glaube, judentum.
Tags: , , , ,
3 comments

Frohe Pfingsten!

wünsche ich allen christlichen Leserinnen und Lesern, und

CHAG SCHAWUOT SAMEACH

den jüdischen Freunden von „himmel und erde“.

In diesem Jahr beschert der Kalender wieder  die zeitliche Übereinstimmung  beider Feste, die ja auch im Ursprung des „christlichen Pfingstfestes“ bestand, wie es die Apostelgeschichte beschreibt.

Und auch wenn Juden und Christen ein höchst unterschiedliches Gottesverständnis haben, das ich hier und heute weder  beschreiben noch negieren und schon gar nicht beurteilen will, so wünsche ich uns allen doch die Kraft des göttlichen Geistes, die unser menschliches  Dasein und Leben ermöglicht, die uns inspiriert,  uns trägt und hält – so wie es  uns nach TANACH und NT zugesagt ist.

„Schmücket das Fest mit Maien!“ heißt es in einem alten Pfingstlied….  und zu Schawuot singt man – wie mir mein Hebräischlehrer einst glaubhaft versicherte – u.a.  „EREZ SAWAT CHALAW UDWASCH“.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen schöne und gesegnete Feiertage!