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Nikolaustag… 6. Dezember, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, hamas, islam, israel, medien, meine persönliche presseschau, plo, politik, terrorismus.
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Seit ungefähr 61 Jahren glaube ich nicht mehr an den Nikolaus, bzw. daran, dass es diese geheimnisvolle Person sei, die mir am Morgen des 6. Dezember meinen am Abend zuvor gründlich geputzten Schuh mit Süßigkeiten füllt…. (vor 61 gab es noch keine Geschenke… diese Unsitte kam erst später auf, als schlaue Kaufleute „im Nikolaus“ das Potential  für das vorweihnachtliche Geschäft erkannten und mit „Kleinigkeiten“ als Geschenk warben…) Ich war auch schon damals  nicht katholisch und dementsprechend auch mit den Gebräuchen der Heiligenverehrung nicht vertraut.

Irgendwann stellten meine Eltern als quasi Nikolausvertreter die Verteilung von Süßigkeiten an mich und meinen Bruder auch ein…  wir machten es uns als Familie gemütlich mit einem „bunten Teller“ und Tee oder Kakao.

Später,  ich war inzwischen Ehefrau und Mutter, gab es für unsere lieben Kleinen kleine Geschenke und für uns Erwachsene Nikolauspunsch… ein ganz wunderbar wundersames Getränk….

Aber auch unsere Kinder wurden groß, der „Glaube“ an den Nikolaus wandelte sich auch für sie in eine schöne Legende, die mit  liebevollen Gesten am Nikolaustag ins Bewusstsein gehoben wird…

Heute aber könnte ich beinahe selbst wieder an den Nikolaus glauben, der heimlich still und leise Dinge in Ordnung bringt, kleine Geschenke macht und damit Freude auslöst bei denen, die so beschenkt werden.

Denn heute – allerdings nicht heimlich still und leise – , am Nikolaustag 2017,  löst der als „irrlichternder Egomane“ von vielen Medien  verhöhnte Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, eine vor Jahrzehnten  getroffene Entscheidung ein:  Die USA erkennen Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel an!  Gleichzeitig  kündet Trump an, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen… dieses Versprechen hatte er bereits im Wahlkampf gemacht, jetzt hat er die entsprechenden Stellen angewiesen, den Umzug vorzubereiten.

 

Vielleicht ist es ja ein Zeichen für kindliches Wunschdenken oder für politische Naivität, wenn ich unumwunden zugebe, mich über diese Entscheidung des Präsidenten zu freuen und damit ganz diametral entgegen allen Kommentatoren unserer öffentlich-rechtlichen Wahrheitsverkünder zu denken.  Die werden nämlich nicht müde, die Sicht der sogenannten „Palästinenser“ weiter zu reichen, nach deren Lesart wird Jerusalem die künftige Hauptstadt ihres künftigen Staates sein. Der liegt zwar noch in weiter Ferne und wird – wie wir alle wissen – von den „Siedlungen“ massiv am Entstehen gehindert, aber der bereits bestehende Staat Israel darf darum auf gar keinen Fall Jerusalem zu seiner Hauptstadt machen.

Ist doch logisch, oder?

Die Araber, die sich seit Arafat „Palästinenser“ nennen, diese Identität stiftende  Bezeichnung für ein mögliches „Volk“ aber während der britischen Mandatszeit stolz ablehnten und darauf beharrten Araber zu sein, diese Araber also haben sich seit 1947 der Teilung des damaligen Mandatsgebiets „Palästina“ in einen jüdischen und einen arabischen Staat strikt verweigert. Sie wollen den ganzen Kuchen – das kann man in der Charta der Hamas nachlesen. Und deshalb dürfen die Juden keine Hauptstadt „Jerusalem“ haben. Die sogenannte Völkergemeinschaft weist gerne auf den „ungeklärten Status“ Jerusalems hin und ignoriert dabei geflissentlich die 3000-jährige Geschichte der Stadt Jerusalem als Zentrum der jüdischen Welt ebenso, wie die einfache Tatsache, dass jeder Staat weltweit selbst darüber bestimmt, welcher Ort auf seinem Staatsgebiet die Funktion der „Hauptstadt“ innehat. So hat auch der Staat Israel die uralte, ja ewige „Hauptstadt des Judentums“ zu seiner „staatlichen Hauptstadt“ gemacht.

In Jerusalem tagt die Knesset – seit 1966 in dem ebenso genannten Gebäude – , in Jerusalem ist der Sitz des Ministerpräsidenten und des Präsidenten, der Ministerien und der meisten Einrichtungen der Verwaltung. Aber die Weltgemeinschaft in Form der akkreditierten Botschaften  findet es vermutlich in Tel Aviv sehr viel interessanter, außerdem ist der Weg zum Strand deutlich kürzer und der Shabbat wird in Tel Aviv nicht ganz so streng eingehalten wie in Jerusalem. Kurz gesagt, Tel Aviv ist die „Hauptstadt für die  Botschafter“ und Botschaften. (Ich musste mal in aller Herrgottsfrühe mit meiner Freundin von Jerusalem nach Tel Aviv fahren, weil der Freundin in einem kleinen Straßencafe direkt am Damaskustor der Pass und auch sonstige wichtige Utensilien geklaut worden war und sie einen Behelfspass in der deutschen Botschaft beantragen musste…  wir warteten endlos lange, aber sie bekam den Pass. Anslchließend erholten wir uns am Strand von Tel Aviv von den ausgestandenen Strapazen….  am nächsten Tag fuhren wir über Eilat nach Taba und von dort aus weiter mit einer kleinen Gruppe auf den Sinai….  das würde ich heute nicht mehr machen, die Jeep- und Wandertour im Sinai!)

Heute nun, am Tag des Heiligen Nikolaus, freue ich mich darüber und wiederhole es gerne noch einmal: Der Präsident der USA löst ein Versprechen ein und stimmt dem Selbstbestimmungsrecht Israels zu:

JERUSALEM  IST DIE HAUPTSTADT DES STAATES ISRAEL

Da kann Marietta Slomka wettern und wüten wie sie will. Das stört mich gar nicht, allenfalls ärgere ich mich darüber, dass sie immer noch anti-israelische Propaganda macht.

Und was der  Siggi,die Angie, der Martin und der Aiman, der angebliche Stellvertreter Gottes auf Erden und der beinahe heilige Emanuel aus Frankreich dazu sagen… geschenkt. (Ich finde das zwar ganz schrecklich, aber heute und gleichzeitig ganz und gar unerheblich und auch vollkommen überflüssig!)

Ich würde mir aber vom Nikolaus noch ein kleines Zusatzgeschenk wünschen:

Bitte, bitte lass es friedlich bleiben in Jerusalem und ganz Israel.

Denn schon wetzen sie wieder die Messer, die unversöhnlichen, unfriedlichen arabischen Nachbarn in Samaria und Judäa…

Und ich wünsche mir,  dass all die Neunmalklugen, die sogenannten „Freunde Israels“, die immer und ausschließlich Israel in der Pflicht zu Zugeständnissen sehen und bei Zuwiderhandlungen an den Pranger stellen, dass diese „Freunde“ einfach mal die Klappe halten. Wenigstens das.

Lieber Nikolaus, kannst Du nicht dafür sorgen, dass sie ausnahmsweise mal Trumps Beispiel folgen… dieses eine Mal?

Ich verspreche Dir, ich werde auch ganz brav sein….

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Maßlosigkeit und doppelte Standards…??? 29. November, 2017

Posted by Rika in aktuell, attentat, flüchtlinge, gesellschaft, integration, medien, meine persönliche presseschau, politik, presse.
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Heute, am 29. 11. 2017  in der HAZ

Die Seiten 2 und 3,  ich habe sie fotografiert und das Foto hier eingestellt, um den optischen Eindruck wieder zu geben, den der Leser (also in dem Fall auch ich) heute Morgen beim Aufblättern seiner Zeitung erleben konnte.

„Altena im Sauerland gilt als Musterbeispiel gelungener Integration von Flüchtlingen. Die treibende Kraft dahinter war CDU-Bürgermeister Andreas Hollstein. Jetzt wurde er Opfer eines Mordversuchs. Warum werden immer mehr Kommunalpolitiker massiv bedroht?“ Heißt es im „Untertitel“.

Eine weitere Abschrift des Textes kann ich mir ersparen, weil er wortgleich heute auch im Internet zu lesen ist,  allerdings nicht unter HAZ  (Hannoversche Allgemeine Zeitung)  sondern unter WAZ (Wolfsburger Allgemeine Zeitung).  Beide Blätter gehören zum Madsack-Konzern.

Aber zitieren will ich aus dem Text.

Der Autor, Thorsten Fuchs, führt uns stimmungsvoll mit diesen einleitenden Sätzen ins Thema:

 Am Morgen nach der Tat quillt bereits wieder der Hass aus seinem Computer. An der linken Seite seines Halses klebt ein großes weißes Pflaster, darunter klafft eine 15 Zentimeter lange Schnittwunde, und auf dem Bildschirm liest Andreas Hollstein Nachrichten, in denen sinngemäß steht: Gut, dass jemand versucht, dich zu töten. Schade, dass er es nicht geschafft hat.

 

Mein optischer Eindruck vom Pflaster, unter dem eine 15 cm lange Schnittwunde klaffen soll ist der, dass nicht einmal das Pflaster inklusive Kleberand 15 cm lang ist, geschweige denn die Wunde, die es verdecken soll. Aber das kann man vernachlässigen, der Redakteur hat vermutlich irgendwo abgeschrieben und dann seinen logisch-denkenden Verstand beim Betrachten des Fotos ausgeschaltet. Das kann ja schon mal vorkommen, wenn man im Eifer des Gefechts gegen Rechts nicht wirklich Zeit hat, gründlich zu recherchieren oder zumindest gründlich nachzudenken oder – wie ich es am eigenen Hals getan habe, sogar nachzumessen. An meinem Hals würden die 15 cm vom unteren Ohrläppchen an gemessen bis an den rückwärtigen Halswirbel reichen… und Ihr könnt mir glauben, ich habe keinen Schwanenhals. Aber wie schon gesagt, das ist ja nicht so wichtig. Im Zeitalter von Fakenews kommt es weniger auf das rechte Maß, als vielmehr auf die richtige Gesinnung an und die darf keinesfalls rechts sein.

Das mit den Nachrichten am Bildschirm ist allerdings wirklich böse. Und das meine ich überhaupt nicht ironisch. Jemandem das Bedauern darüber auszudrücken, dass ein versuchter „Mordanschlag“ nicht geklappt habe, ist nicht nur unterste Schublade der Geschmacklosigkeit, es kommt zudem in meinen Augen dem geheimen Wunsch, wenn nicht gar der Absicht, einen anderen zu töten, gefährlich nahe. Daran gibt es gar nichts zu deuteln oder gar zu beschönigen.

Die nächsten Sätze allerdings – und sie waren es am heutigen Morgen, die mich auf die Idee brachten diesen Blogeintrag zu schreiben –   rufen meinen Widerspruchsgeist auf den Plan, schreibt Herr Fuchs doch:

Wenn es noch einen Beweis brauchte, dass das Attentat von Altena nicht nur die irre Tat eines Einzelnen war, sondern auch der Ausdruck eines verbreiteten Denkens, von Aggression und Gewalt, dann sind es diese Nachrichten.

Gemeint sind die via PC eingehenden Nachrichten.

Ist das so?  Ist das wirklich so? Im Text geht es nahtlos so weiter:

„Jeder Politiker erlebt Hass und Bedrohungsszenarien, der Streit und die Wörter werden immer rücksichtsloser“, sagt Bürgermeister Hollstein am Dienstag im Ratssaal des Rathauses von Altena – und fügt fast entschuldigend hinzu: „Dieser Mann war lediglich das Werkzeug.“

Das glaube ich sogar, dass Politiker Hass und Bedrohungsszenarien erleben. Allerdings ist das nicht das Privileg der Politiker. Es mag allenfalls sein, dass viele Politiker, zumal in der Kommunalpolitik, bisher in einem „geschützten Raum“ lebten und die raue Wirklichkeit da draußen in der Welt nicht so richtig mitbekommen haben. Ich bin nämlich ziemlich sicher, dass überall da, wo Menschen in Bereichen arbeiten in denen sie mit der Not und dem Elend konfrontiert sind, mit Verzweifelung, Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, mit finanzieller  und /oder  existentiell empfundener  Ausweglosigkeit, sie auf Menschen treffen, deren Ohnmacht sich in ohnmächtige Wut wandelt und die dieser Wut auch massiv verbal Ausdruck verleihen. Sozialarbeiter und Sozialpädagogen in Jugend- und Sozialämtern oder in der ambulanten Jugend- und Familienhilfe  können sicher ein Lied davon singen, Angestellte in der Bundesanstalt für Arbeit  (da gab es sogar schon Tote), Lehrer in sogenannten Brennpunktschulen,  vermutlich auch Vorgesetzte in vielen Betrieben, die einschneidende Maßnahmen der Belegschaft ankündigen müssen.

Wenn Menschen sich in auswegloser Lage erleben, sich in die Enge getrieben fühlen, greifen sie oftmals zu letzten verzweifelten  Mitteln, um sich wenigsten zu artikulieren, ihrer Frustration Ausdruck zu verleihen, sich „Luft zu verschaffen“. Sie setzen Drohungen in die Welt, wüten gegen alle und jeden. Und manchmal setzen sie ihre Drohungen auch in die Tat um, manche tun dies zielgerichtet und planvoll,  andere spontan, aus der Situation heraus.

Wenn aber der Herr Bürgermeister sagt, dieser Mann sei lediglich das Werkzeug gewesen, so will er doch damit ausdrücken, dass irgendwelche dubiosen Mächte hinter dem armen Kerl stehen oder standen und ihn mehr oder weniger als willenloses Geschöpf für ihre eigenen dunklen Machenschaften „benutzt“ haben. Ein „Werkzeug“ hat in aller Regel keinen eigenen Willen.  Wer also steht dahinter?

Das ist der Punkt, an dem ich mir wünsche,  eine ausführliche Recherche anstelle der  dann folgenden „Vermutungen“ zu lesen. Denn das, was ich zu lesen bekomme, ist dies:

Wieder ist ein Kommunalpolitiker wegen seiner flüchtlingsfreundlichen Haltung zum Ziel von Hass und Gewalt geworden.

ergänzt um die Aufzählung ähnlicher Fälle… wobei die „Ähnlichkeit“ wohl nur angenommen, nicht aber schlüssig erklärt werden kann. Und noch einmal wird aufgelistet, was ehren- wie hauptamtliche Bürgermeister alles zu ertragen haben:

Niederste Beleidigungen, heftigste Drohungen, alles das gehört für ehren- wie hauptamtliche Politiker, die sich in ihrer Stadt oder ihrem Dorf für eine menschenfreundliche Haltung gegenüber Fremden einsetzen, mittlerweile zum Alltag. Das Leben als verbales Hassobjekt kennen viele Bürgermeister inzwischen nur zu gut.

Ich wiederhole mich ja nur ungern,  dieses „Hassobjekt  zu sein“, ist nicht für Politiker reserviert. Aber – und das ist doch der entscheidenden Punkt – hier wird ein Zusammenhang hergeleitet, eine Korrelation beschworen, die meiner Wahrnehmung nach  aber nur unzureichend belegt ist.  Es ist doch viel zu einfach zu sagen: Der Bürgermeister setzt sich für Flüchtlinge ein und wird dafür gehasst.  Mich interessieren die anderen Variablen. Was hat den armen Schlucker bewogen, mit einem Messer auf den Bürgermeister los zu gehen und ihn „leicht“ zu verletzen, wie es an anderer Stelle im Text heißt.

Der Bericht in der HAZ /WAZ gibt über den Täter kaum Auskunft. Dafür erfahren wir umso ausführlicher, wie gut und integrativ die Flüchtlingsarbeit in Altena funktioniert, so gut nämlich, dass…

So viel Engagement sprach sich dann auch bis Berlin herum. Im Mai verlieh Angela Merkel Altena den Nationalen Integrationspreis. „Wir sind überzeugt, dass Integration da am besten gelingt, wo Menschen sich gegenseitig aufeinander einlassen“, sagte die Kanzlerin. „Ich glaube, wir kriegen Deutschland in eine gute Zukunft geführt“, entgegnete Bürgermeister Hollstein, „und die ist bunt.“ Altena, das leuchtende Beispiel. Altena, die etwas andere Kleinstadt.

 

„Wo Menschen sich gegenseitig aufeinander einlassen….“   Das ist das Geheimnis jeden guten Zusammenlebens, ob in der Ehe, einer Familie, in der Gemeinde, im Dorf, in der Schule, in der Kirche,  im Staat. Die Betonung liegt auf „gegenseitig“. Manchmal fällt dieses „sich gegenseitig aufeinander einlassen“ schwer, es kommt zu Konflikten, zu offenem Streit,  Widerspruch und Widerstand. Und manchmal auch zu Gewalt.

Auch in Altena war das so, erfahren wir. Es hatte schon einen Brandanschlag auf ein Haus gegeben, in dem Flüchtlinge wohnten. „Verfestigte ausländerfeindliche Besinnung“ beschied das Gericht den Tätern. Und Herr Fuchs greift diese Vorlage auf und schreibt weiter:

 Auch Andreas Hollstein begegnet seit dieser Zeit immer wieder dieser Gesinnung – in Form von Mails und Briefen, die mit der Zeit immer rücksichtsloser, immer verrohter wurden. „Das Gift aus den sozialen Medien findet vor allem Eingang in die simpleren Gemüter“, so beschreibt Hollstein am Dienstag, was ihn fast täglich erreicht. Bis Montag jedoch war es bei Worten geblieben. Bis der 56-jährige Werner S. den Imbiss betrat, in dem Andreas Hollstein schon auf sein Essen wartete.

 

Man kann es sich richtig gut vorstellen…. das Gift, das aus den sozialen Medien fließt und dann unvermittelt den friedlich auf sein Essen wartenden Bürgermeister trifft. Es ist dramaturgisch sehr sehr gut geschrieben, das mit dem Essen, meine ich.

(Hier muss ich unbedingt einen kleinen Einschub machen, weil mich dieser letzte Satz so sehr an das Buch „Wo die wilden Kerle wohnen“ erinnert.  Für alle, die die Geschichte nicht kennen… ein kleiner Junge hatte sich mit seinem Wolfspelz verkleidet und war seiner Mutter gegenüber so frech geworden, dass diese ihn „ohne Essen“ ins Bett schickte. Max träumte, er sei mit einem Schiff weit fort gesegelt … zu den wilden Kerlen … dann aber segelte er zurück… „bis in sein Zimmer, wo das Essen auf ihn wartete – und es war noch warm.“ Es ist der emotionalste Moment des ganzen Buches, gerade weil es unausgesprochen in diesen wenigen Worten sagt: Die Mutter liebt ihr Kind!  Und das Kind erkennt es  – wie wir Leser – am warmen Essen, das „auf ihn wartete“.)

Mich triggert auch in diesem Bericht „auf das Essen warten“, es ist (für mich) auch in diesem Bericht ein sehr emotionaler Moment.

Und dann kommt da dieser Mann, von dem wir nicht viel erfahren und sticht auf den Bürgermeister ein.

Herr Fuchs macht das geschickt. Er weiß so gut wie nichts über den Mann und seine Herkunft, wenig über sein Leben in Altena, seine sozialen Umstände, er hat sie auch nicht recherchiert, nicht einmal bei den Altenaer Mitbürgern. Er verlässt sich einfach darauf, was allgemein rudimentär gewusst wird und schreibt:

 

Es ist nicht viel, was über den Täter von Altena bekannt ist. Nichts, das den Hass erklären würde. Gelernter Maurer, zuletzt arbeitslos, geschieden, allein lebend, keine Kinder. Er habe wohl psychische Probleme gehabt, erklärt die Staatsanwaltschaft, ein Gutachter soll die Schuldfähigkeit klären. Aber klar ist offenbar auch, dass S. politische, fremdenfeindliche Gründe hatte, den Bürgermeister anzugreifen. Die Tat, so schildert es Hollstein selbst, war offenbar spontan und geplant zugleich.

„Nichts, das den Hass erklären würde.“ Haben die Reporter überhaupt versucht heraus zu finden, ob es Gründe für „Hass“ gibt?

„Aber klar ist offenbar auch, dass S. politische, fremdenfeindliche Gründe hatte.“ Wie wird das belegt? Wen haben sie gefragt, diejenigen, denen das so klar ist?

Wenn nichts den Hass erklären kann, muss es wohl eine ausgeprägte Xenophobie – also ein psychisches Problem – sein, das zur Tat führte. Da können wir beruhigt sein – das ist bei den vielen muslimischen Attentäter auch immer so, zumindest in dieser Hinsicht sind alle gleich.
Der Bürgermeister war aber wohl davon überzeugt, dass die Tat „spontan und geplant zugleich“ war. Er kannte vermutlich Herrn S, wie könnte er sonst überzeugt sein?

Könnte das damit zusammenhängen, frage ich ganz vorsichtig, dass der Bürgermeister oder Leute aus seiner Verwaltung dem Herrn S. das Wasser abgestellt haben, wie an anderer Stelle im Netz zu lesen war, weil man ihn aus der Wohnung mobben wollte…. und ist das deshalb in erster Linie ein sehr persönlicher Grund und erst in Zweiter Linie möglicherweise ein „politischer“, wie Herr Fuchs schreibt, weil nämlich Herr S. glasklar vor Augen hat, dass Altena sehr fürsorglich mit Flüchtlingen umgeht, ihm aber, dem Einheimischen das Wasser abstellt … aus welchen Gründen auch immer. Es kann doch  das subjektive Gefühl sein, mit den eigenen Bedürfnissen und Nöten zurückgestellt worden zu sein zugunsten derjenigen, die neu hinzu gezogen sind, eingeladen wurden zu kommen.

Mich hätte es interessiert, nein, mich interessiert es, mehr über die Hintergründe zu erfahren. Dann muss ich mich nämlich nicht in Spekulationen darüber ergehen, ob der Mann vielleicht schon etliche Male vorstellig geworden sein könnte in der Verwaltung oder sogar  beim Bürgermeister selbst und immer wieder abgewiesen wurde. Ich müsste nicht darüber nachdenken, ob es möglicherweise noch mehr Bürger in Altena gibt, denen es ähnlich ergangen ist oder immer noch ergeht, wie dem Herrn S., dem Täter, und ob diese Ausgesonderten sich möglicherweise zusammen finden in der Kneipe und wüste Beschimpfungen gegen die Gemeinde und den Bürgermeister austauschen … und das ihrer Meinung nach sogar zu Recht. Und ich müsste  mich auch nicht fragen, ob und was das mit Politik zu tun hat,  und ob und wie an dieser winzig kleinen Stelle deutlich wird, wie Politik in das Leben der Bürger eingreift und diese sich ohnmächtig fühlen – machtlos sind sie ja sowieso – und wie sich langsam Wut und Zorn aufladen…. bis einer sein Küchenmesser in den Rucksack steckt… für den Fall, dass….

 

Das alles hätte Herr Fuchs recherchieren oder vermuten oder schreiben können.

Aber er greift zum einfachsten Mittel und  suggeriert HASS,   Hass auf Fremde.

 

Wie tröstlich ist dann doch der nächste Abschnitt des Artikels. Ich stelle ihn hier ein, damit wir es nicht vergessen, damit es nicht verloren gehen, wenn der Link gelöscht wird und damit wir alle uns daran erinnern, wie großartig die Regierenden unseres schönen Vaterlandes reagiert haben und reagieren KÖNNTEN, wenn morgen und übermorgen und überübermorgen einer von uns, die wir schon länger hier leben, Opfer eines „Einzeltäters“ werden, der selbstverständlich keinerlei politische Absichten oder Motive hatte…

Der Altenaer Bürgermeister erfuhr am Dienstag viel Solidarität aus der ganzen Republik, auch von höchster Stelle. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb: „Sie können gewiss sein, dass nicht nur ich, sondern sehr viele Menschen in unserem Land derzeit mit Ihnen fühlen und Ihnen alles erdenklich Gute wünschen.“ Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte: „Attacken auf Amtsträger, die sich mit ihrem persönlichen Einsatz für unsere Gesellschaft einbringen, sind verabscheuungswürdig.“ „Politik und Zivilgesellschaft müssen sich stärker schützend vor Betroffene stellen“, forderte Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration und Flüchtlinge.

Journalisten , die mit emotional eingefärbten Berichten hantieren, mit „Hass“ und „Hassobjekt“ in Zusammenhang mit „Flüchtlingshilfe“ bestimmte Stimmungen erzeugen wollen, konterkarieren das, was sie eigentlich erreichen wollen, nämlich gegen „Rechts“ vernünftige Argumente zu setzen.
Nüchterne Fakten, gut recherchiert, Angaben über diverse Variablen, die in dem Konflikt eine Rolle gespielt haben, das alles könnte man darstellen. Und wir, die Leser, könnten ein eigenes „Urteil“ treffen…. Traut man das den Bürgern nicht mehr zu, selber zu denken, sich eine Meinung zu bilden, die auf Fakten und nicht auf solchen Hirngespinsten wie „15cm-Fake“ beruhen?
Zu den Geschichten, die emotional aufgehübscht sind, gehört wohl auch diese über Altena aus dem vergangenen Jahr…

„Barbie trägt jetzt auch Kopftuch“… 15. November, 2017

Posted by Rika in aktuell, familie, frauen, islam, meine persönliche presseschau, migration, politik.
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titelt mein Käseblättchen auf SEITE EINS!

Das ist doch mal ne Meldung die es wirklich verdient hat, nicht irgendwo im Kultur- oder Wirtschaftsteil einer Zeitung aufzutauchen, sondern ganz prominent und hübsch bebildert gleich auf Seite 1 ins Auge des Betrachters  / Lesers zu fallen.

Bevor ich weiter schreibe, ist hier eine Erklärung nötig:

Ich kämpfe gerade mit meiner generellen abgrundtiefen Abneigung sowohl gegen Barbie wie auch gegen das Kopftuch, man möge mir bitte verzeihen, wenn ich mit diesen ungünstigen Voraussetzungen nur zu einer relativ bissigen Stellungnahme imstande bin.

Meine Haltung zum „Erkennungsmerkmal für  muslimische Frauen“ (muslimische Männer sind in Deutschland ja eher unauffällig gewandet) habe ich ja in verschiedenen Beiträgen hinreichend beschrieben, das muss ich nicht wiederholen, wenngleich sich die Argumentationsgrundlage  auch zu diesem Fall natürlich in keinster Weise geändert hat, nachlesen kann man es beispielsweise hier und hier.

Soweit meine Vorrede.

 

Isabell Rollenhagen, die Autorin des HAZ-Barbie-Titels schreibt einleitend:

„Wespentaille, blonde Wallemähne, weiße Haut: Barbie ist seit mehr als einem halben Jahrhundert der Inbegriff eines uralten westlichen Frauenbildes.“

 

Nein, Barbie ist nicht der Inbegriff eines „uralten“ Frauenbildes, es ist der Inbegriff einer sensationellen Marketingentscheidung eines amerikanischen Spielwarenherstellers:

(1945 wurde Mattel von Harold Matson, Elliot Handler und dessen Frau Ruth Handler in einer Garage gegründet. Der Firmenname setzt sich zusammen aus Matsons Spitzname „Matt“ und „Elliot“. Die ersten Produkte waren Bilderrahmen und Puppenmöbel aus Holz. Die Erweiterung des Angebots um Puppenkleider war sehr erfolgreich, und so entschied sich das Ehepaar Handler, nach Trennung von dem Partner Matson, sich vermehrt auf Spielzeug zu konzentrieren.

Im Jahre 1959 erschien die erste Barbie-Puppe und 1961 die Ken-Puppe  Quelle )

 

Das mit dem „uralten Frauenbild“ relativiert die Autorin dann im nächsten Satz bereits sehr schnell:

Dem Spielzeughersteller Mattel hat dies in den vergangenen Jahren nicht nur von Frauenrechtlerinnen viel Kritik eingebracht.

Warum wohl protestierten Frauen gegen eine Puppe, die in keinster Weise dem gängigen „Frauenbild“ unserer Gesellschaft entsprach, sondern auf geradezu obszöne  Weise Frauen auf blond, dünn, langbeinig – und, wie ich immer vermutete, blöd reduzierte?  Barbie ist eine Anziehpuppe mit ungeheuer schlechtem Geschmack, mehr nicht. Ich jedenfalls finde mich in diesem von Mattel in Kunststoff geprägtem und von der Autorin als „uralt“ propagierten  „Frauenbild“ nicht wieder.

Frau Rollenhagen schreibt unbekümmert und bar jeder Logik weiter:

 

Doch das US-Unternehmen lernt dazu  – und präsentiert immer wieder auch Puppen, die sich von den Stereotypen abwenden sollen. Die neueste Idee: Barbie bekommt einen Hidschab, also ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt.

 

Das ist fein.

Dem Stereotyp „uraltes westliches Frauenbild“ wird jetzt das des „ururalten, archaisch-muslimischen Frauenbildes“ an die Seite gestellt.

Da freuen sich aber die linientreuen Islamverehrer und noch mehr die supertoleranten deutschen, nicht-muslimischen  Islamversteherinnen,  die ja schon längst jede Solidarität mit den unters Kopftuch gezwungenen Frauen aufgekündigt und damit  die emanzipatorische Entwicklung der Frauen  in Deutschland feige verraten haben.

So unterlässt es natürlich auch Frau Rollenhagen, in irgendeiner Weise kritisch auf das „Kopftuch“ an sich einzugehen, vielmehr schließt sie sich dem Werbejubel an, indem sie fortfährt:

Für die Barbie in der „Sheroes-Kollektion“ dient die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31) als Vorbild, wie der Mattel-Konzern auf seiner Website bekannt gab.  …. Mit den Sherors-Puppen  … will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die zeigen können, dass Mädchen alles werden können, was sie wollen.“

In der Tat, muslimische Mädchen im Hidschab können etwas werden …..   ABER  eben nicht ALLES  und schon gar nicht  was SIE  wollen. Sie können nicht mit flatternden Haaren am Strand von Malibu oder Sankt Peter Ording im Sand spielen…. nicht mit leichtem Sommerkleidchen im Zoo spazieren gehen ….  nicht ungestüm mit gleichaltrigen Mädchen wie Jungen im Freien toben…     und sage mir niemand, dass kleine Mädchen genau das auf gar keinen Fall wollen!

 

Diesen winzig kleinen kritischen Einschub vermissen ich in dem Bericht von Seite 1 der HAZ, vom 15. November 2017.

Dafür erfahre ich dies:

Die Sportlerin ist begeistert: „Ich bin stolz, zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt.“ Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden.

 

Ich vermute einfach mal so ins Blaue hinein, dass es der Kindheitstraum der Sportlerin war, wie viele kleine Mädchen mit einer Barbie spielen zu wollen. Das wurde ihr verwehrt, weil ja die Barbie dem  „uralten westlichen Frauenbild“ entsprach und die vermutlich streng muslimischen Eltern genau das verhindern wollten:  Ihre Tochter sollte auf gar keinen Fall einer „westlichen Frau“ ähnlich werden.    Jetzt also können auch muslimische kleine Mädchen mit einer Barbie spielen, die das genaue Abbild ihres muslimischen Frauenbildes ist.

Es sei ihnen gegönnt….

 

Nur von einer deutschen, westlich sozialisierten Frau hätte ich in einem Bericht zu dieser PR-Strategie erwartet, dass zumindest in  einem Halbsatz  das Problem des Kopftuchs für das Selbstbestimmungsrecht kleiner Mädchen angesprochen wird.

Ergänzender Einschub aus einem älteren Kommentar von mir zum damaligen Kopftuchurteil, den ich auch für die „Hidschab-Barbie“ für relevant halte:  „Nun müssen sich halt diejenigen Muslima rechtfertigen, die kein Kopftuch tragen…. Was ist also so großartig an dem Urteil?  ….. WAS ist so großartig an einer Hidschab tragenden Barbie?  
Es ist pädagogisch vollkommen falsch, weil es den jungen Mädchen und Frauen, die aus dem vermeintlich “religiösen” Zwang ausbrechen wollen, nun eine zusätzliche Last in Form Kopftuch tragender Lehrerinnen- und Puppen-vorbilder aufbürdet.
Ich kann darin keinen Fortschritt für die integrationswilligen Muslime erkennen, eher dient es den Extremen zur Rechtfertigung ihrer pseudo-religiösen Ideologie und dem Frauen verachtenden Verhaltenskodex eines archaischen Kultes.

 

Ich habe übrigens lange Zeit versucht, eine Barbie  mit ihrem „uralten westlichen Frauenbild“ von meiner Tochter fern zu halten, zumal das liebste Töchterlein ein gutes Dutzend bezaubernder Puppen besaß….    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich schließlich einen ganz schändliche Deal mit der liebsten Tochter gemacht habe: Die weigerte sich nämlich, zum Abschluss des Schwimmkurses auch die abschließende Prüfung zu machen… alle guten Worte waren vergeblich. Da habe ich sie schlicht erpresst: Wenn Du das Seepferdchen schaffst, bekommst du eine Barbie….  Ich weiß, ich weiß, das war keine pädagogische Glanzleistung. Aber sie schaffte das Seepferdchen und bekam eine Puppe… es war nicht die Original-Barbie…. sie landete auch alsbald in irgendeiner Spielzeugkiste ….

Ich konnte Barbie nicht nur wegen des angeblich „westlichen Frauenbildes“ nicht leiden. Ich fand sie einfach grottenhässlich, völlig unproportioniert und zudem steif und ungelenk…  Nun ja, über Geschmack kann man nicht streiten oder eben doch….

 

Der Blick von außen…. 30. September, 2017

Posted by Rika in einwanderung, flüchtlinge, gesellschaft, integration, islam, meine persönliche presseschau, politik.
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Manchmal, so scheint es mir, sieht man aus der Entfernung sehr viel klarer, als aus der Nähe.

Das sogenannte „Große Ganze“ wird leichter erkennbar, wenn man die vielen kleinen  Facetten unscharf stellt und „nur“ die wesentlichen Konturen betrachtet. Diese „Außensicht“ trifft auf einen Artikel zu, den ich über Facebook fand:

Sieh säte Wind und erntete Sturm„, ist der Titel bei baz-online.

Und im Untertitel wird deutlich, um wen und was es geht. Die Wahlen zum Deutschen Bundestag liegen hinter uns. Ich habe es  mir fast vollkommen verkniffen während des Wahlkampfes dazu zu schreiben. Das Ergebnis? Ein Desaster für die SPD, die FDP freut sich, wieder im BT vertreten zu sein, die Grünen konnten aufatmen, sahen die letzten Umfragen doch nicht danach aus, als würden sie die Hürde schaffen. Die Linke ist ebenfalls wieder vertreten und noch eine weitere Partei hat den Einzug ins Parlament geschafft, die AfD.

Die CDU ist wieder mal die stärkste Kraft – aber zu welchem Preis:

„Eigentlich ist Angela Merkel abgewählt worden. Alle spüren das. Nur Angela Merkel nicht.“

Hatte sie bei den letzten Wahlen schon jeweils Federn lassen müssen, so ist das jetzige Ergebnis eigentlich nur als Misstrauensvotum zu betrachten, aber die Kanzlerin sieht das anders. Sie spricht vom klaren Wählerwillen und davon, dass sie den Wahlkampf gut durchdacht habe und keine Fehler zu erkennen seien. Ihr fehlt eben jener Blick von außen, und der sieht so aus:

 

8,6 Prozent. So viel hat ein amtierender deutscher Bundeskanzler noch nie in einer Wahl verloren, und noch nie hat ein deutscher Bundeskanzler, dessen Partei so abgestürzt ist, das politisch überlebt. Hätte Angela Merkel (CDU) Verstand, kennte sie die ungeschriebenen Gesetze der Demokratie, glaubte sie an die Bedeutung von Wahlen: Sie hätte längst ihren Rücktritt angeboten, so wie das üblich ist, wenn man das Wort Verantwortung ernst nimmt.

Denn niemand trägt mehr Verantwortung für die Pulverisierung der CDU, einer der einst mächtigsten und solidesten bürgerlichen Parteien Europas, als Angela Merkel, eine Frau, die ihr Leben in der DDR begann, weil ihr Vater die DDR offenbar mehr geschätzt hatte als die alte Bundesrepublik und einst in den 1950er-Jahren freiwillig von Hamburg in die DDR gezogen war. Zwar dürfte dieser evangelische Pastor kein Kommunist gewesen sein, aber besonders abgestossen fühlte er sich von ihnen auch wieder nicht.

Angela Merkel, das merkt man immer wieder, und ich sage das als ein Schweizer, der in der alten Bundesrepublik gelebt und studiert hat, Angela Merkel kennt diese alte BRD nur vom Hörensagen her, und vielleicht mag darin ein Grund liegen, dass sie die eigentliche Staatspartei dieser BRD, die Wirtschaftswunderpartei, die katholische Adenauer-Partei, so malträtiert und mit einer Mischung von Geringschätzung und Nonchalance zerstört hat.

Ich werde hier nicht den ganzen Text einstellen,  diesen Abschnitt aber doch:

Die CDU amputiert, die SPD, um 1863 gegründet, beinahe auf das Niveau von 1890 gebombt, als sie auf einen Wähleranteil von 19,8 Prozent kam, und in der Ruinenlandschaft blieb eine neue Partei stehen, die aus dem Nichts zur dritten Kraft im Parlament gemacht wurde: Wenn solche Dinge geschehen, dann ist politisch sehr viel geschehen. Die Deutschen müssen, wie zuvor die Briten und die Amerikaner, in einem Masse über den Status quo verärgert sein, dass es eigentlich unmöglich ist, zur Tagesordnung überzugehen. Jamaika? No, woman no cry, sang Marley. Nein, Frau, weine nicht.

Die AfD hat gewonnen, obwohl sie sich wie eine unzurechnungsfähige Partei aufführt und obwohl manche ihrer Exponenten wahlweise Dummes, Geschmackloses, Bedenkliches und Inakzeptables von sich gegeben hatten. Die AfD hat gewonnen, obschon die Partei von ihren Konkurrenten mit dem schlimmsten Vorwurf belegt worden war, den man in Deutschland einer Partei machen kann, dass sie nämlich eine Nazi-Partei sei – und obschon sie wenig dafür getan hat, solche Beschimpfungen zu widerlegen, hat diese maximal verteufelte und tabuisierte Partei 12,6 Prozent der Stimmen bekommen.

Das lässt erahnen, wie unermesslich die Misere sein muss, in der sich manche Deutsche fühlen. Hätte die AfD einen besseren Ruf, sie wäre womöglich bei 20 Prozent angelangt. Wird Merkel eine Jamaika-Regierung bilden, könnte die AfD diesen Wert in vier Jahren erzielen, sofern sie sich nicht selber im Chaos auflöst, was durchaus denkbar scheint.

 

Teil dieser Misere ist meiner Meinung nach die nach wie vor herrschend Haltung  aller bisher im Bundestag vertretenen Parteien, sich nicht mit der Frage auseinander zu setzen, wie sehr Menschen aus einem gänzlich anderen Kulturraum die Gesellschaft herausfordern, sich mit ihrer eigenen Identität zu befassen, die ja, folgt man Frau Özoguz, außer der Sprache keine eigene Kultur aufzuweisen habe.  Wo blieb der Protest angesichts dieses ungeheuerlichen Statements?   Von Seiten der Kanzlerin, der Opposition, der Mehrheit der Medien war kein Aufbegehren gegen diese Erniedrigung deutscher Kultur zu hören.

Wie der Teufel das Weihwasser, so vermeiden die führenden Politiker der Republik die Auseinandersetzung mit dem religiös verbrämten Faschismus des Islam.  (Leider gilt das für die meisten Kirchenführer nicht minder!) Statt mit den sogenannten „gemäßigten Muslimen“ und mit Islamkritikern den Schulterschluss gegen die Vorherrschaft mittelalterlicher Verhaltensvorschriften in den Koranauslegungen ultrakonservativer Imame  in den Moscheen und den Darlegungen treuer Apologeten des Propheten in öffentlichen Debatten zu suchen, folgt man brav der von der Türkei gesteuerten DITIB und redet in der Islamkonferenz mit Leuten wie Aiman Mazyek. (Zum Glück deutet sich hinsichtlich DITIB ein ganz, ganz leichtes Umschwenken an,  zu wenig, wie ich meine!)

Baz-online schreibt dazu:

 

Angela Merkel hat schliesslich eine Politik gemacht, wie sie im ganzen Westen zu beobachten ist, wie sie überall scheitert und wie sie in höchstem Masse unpopulär ist: In den vergangenen 15 Jahren hat eine unkontrollierte und nie vom Wähler abgesegnete – geschweige denn gewünschte – Immigration von Millionen von Menschen unsere Länder auf eine Art und Weise verändert, wie wir uns das nie hätten vorstellen können.

Wer hat das zugelassen, wer hat das gewollt, wem soll das etwas bringen? Eine hoch bezahlte, gut ausgebildete Elite, die nie im gleichen Masse von den Folgen dieser Masseneinwanderung betroffen ist wie die meisten einfachen Bürger, sieht untätig zu, wenn Immigranten unseren Sozialstaat zweckentfremden, verwöhnte Politiker, die mit Begleitschutz unterwegs sind, muten uns importierte Kriminalität und Terror zu und reden deren Auswirkungen schön, wenn sie uns darüber nicht ganz im Dunkeln lassen; angeblich vernünftige Staatsmänner lassen zu, dass sich unsere Gesellschaften vollkommen umwälzen, ohne Rechenschaft darüber abzulegen, inwiefern uns das gut tut oder uns Bürgerkriege bringt, ja, gewisse Politiker, wie vor allem Angela Merkel, haben diese Umwälzung sogar forciert – ohne irgendjemanden zu fragen, kein Parlament, kein Kabinett, keine EU, keinen einzigen deutschen Bürger.

Selten hat eine Politikerin so selbstherrlich entschieden, dass ihr Land ein anderes werden soll – und selten hat eine Bundeskanzlerin vom Wähler ein so unmissverständliches Urteil empfangen, was er davon hält. 8,6 Prozent. Nur Angela Merkel scheint die Bedeutung dieser Zahl noch nicht begriffen zu haben.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Doch dies noch zum Schluss des Artikels:

Als die Israeliten Gott vergessen hatten, kündigte der Prophet Hosea ihnen zahllose Strafen an:

«Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht aufgehen; was dennoch auf-wächst, bringt kein Mehl; und wenn es etwas bringen würde, sollen Fremde es verschlingen.» Vielleicht sollte Merkel, die Tochter des Pastors, wieder einmal in der Bibel lesen. Und dann abtreten.

 

Aber die halsstarrige Pastorentochter aus der Uckermark wird ganz gewiss nicht abtreten… sie ist schließlich ALTERNATIVLOS

 

 

 

Zwischenruf an einen Journalisten… 17. Juli, 2017

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Edo Reents kennt sich aus!

Er sitzt in seinem gut klimatisierten Büro und mault.
Mault über Polizisten, die nicht seinem Ideal von Clint Eastwoods Polizistendarstellung – hart wie Kruppstahl, flink wie Windhunde blöd -äh – zäh wie Leder – entsprechen.
Vermutlich hat Edo Reents jede Menge Erfahrung im Straßenkampf, er weiß wie es ist, bei sommerlicher Hitze mit 20 kg Ausrüstung gemütlich über die Reeperbahn zu flanieren, Frau Kipping nannte das ja „marodieren“. Deshalb mault Herr Reents auch darüber, dass es total ungerecht sei, dass diese marodierenden Weicheier von Polizisten nun auch noch eine Belohnung kriegen sollen, Konzert und Extraurlaub. Unverschämt! Wer belohnt eigentlich die tapferen Kämpfer für das Gute, für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt, die im Schanzenviertel so gewalttätig der geballten Staatsmacht stundenlang Widerstand geleistet haben, Autos abfackelten, Geschäfte plünderten, Steine und Flaschen warfen im Dienste der Entrechteten der ganzen Welt? Und wer belohnt die mutigen Journalisten, die sich das Getümmel ganz aus der Nähe betrachtet haben oder die, die in ihrem Büro sitzen und sich zu Tode langweilen, während draußen der Bär steppt?
Die Welt ist ja sooo ungerecht und am ungerechtesten ist, dass der Staat seine Polizeibeamten verhätschelt, sie mit fürstlichen Gehältern ausstattet und dafür sorgt, dass die 38,5 Stundenwoche penibel eingehalten wird…

Ach ja,ich vergaß, am besten orientieren sich unsere Polizisten an englischen Krimis mit korrupten und brutalen Cops oder an Till Schwaiger, das sind die wahren Heroes und es erbittert Herrn Reents ganz offensichtlich, dass der deutsche Michel Typen wie „Harry, hol schon mal den Wagen-Derrick“ oder Horst Krause oder Marie Brandt den Vorzug geben…
Er ist erbittert darüber, dass die Typen im deutschen Film nicht so ganz dem entsprechen, was auf den Polizeirevieren eigentlich los sein soll…. Oder ist es umgekehrt? Sollen uns prügelnde Polizisten im Film einstimmen in eine links-grüne Begrifflichkeit von „Polizeistaat“? Weil DAS die Realität ist und nicht der nette Schutzmann um die Ecke, der Polizist, dein Freund und Helfer?
Mensch, Edo, was haben Sie sich eigentlich bei Ihrem schmierigen Geschreibsel gedacht???

Und mehr sag ich jetzt nicht dazu. Den Text des „Zwischenrufs“  habe ich sehr spontan bei Facebbok geschrieben,  als Kommentar auf den unten verlinkten Artikel.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/krawalle-bei-g20-gipfel-polizisten-werden-gehaetschelt-15108937.html?GEPC=s6

So blöd kann selbst der Sigi nicht sein… 26. April, 2017

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Man stelle sich vor, man sei neu in ein Amt gewählt worden und wolle nun seine Antrittsbesuche machen, um sich als neuer Amtsträger zu präsentieren und natürlich dabei gleichzeitig um gute und gedeihliche Zusammenarbeit zu bitten.

Einer der diplomatisch herausfordernden Besuche wäre es, sich mit jemandem treffen zu müssen, den man – gelinde gesagt – nicht leiden kann, aber das Amt gebietet es, mit eben dieser Person doch in relativ gutem Einvernehmen zu sein.

Bevor man also seinen Besuch antritt, informiert man sich so ein bisschen darüber, welche der verborgenen Fettnäpfchen auf jeden Fall ausgelassen werden müssen, damit es nicht zu einer unschönen Begegnung kommt.

Sie, Du und ich würden das so machen, oder? Jedenfalls auf der informellen Ebene würden wir das so machen.

Wir würden es auf jeden Fall vermeiden, den zu Besuchenden an mögliche unangenehme Be- oder Gegebenheiten zu erinnern, etwa an seinen gerade erst verflossenen Liebhaber, an 25 kilo Übergewicht, an missratenen Kinder, an eine wenig attraktive Gattin / hässlichen Gatten oder was auch immer auf der rein persönlichen Ebenen so an extremen Fettnäpfchen lauern könnte. Wir würden doch alles vermeiden, den Besuchskontakt vor die Wand zu fahren, oder?

Sie, Du und ich würden wohl auch auf der „amtlichen Ebene“ herauszufinden suchen, wer der Widersacher des zu Besuchenden ist, mit wem er gerade im Clinch ist oder wer ihm größtmöglichen Schaden zufügen möchte, wir würden das herauszufinden suchen, damit wir nicht Gefahr laufen, ausgerechnet diese Personen als  mögliche Gesprächspartner  bei unserem Antrittsbesuch ebenfalls zu beehren. Wir, Sie, Du  ich, fänden das peinlich und unpassend, stelle ich mir dank meiner guten Kinderstube jedenfalls so vor.

Wir würden aber auch bei „guten Freunden“ nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und den Freund bei der ersten sich bietenden Gelegenheit damit konfrontieren, was er unserer Meinung nach gerade wieder verbockt hat und erst recht würden wir nicht zu den Leuten gehen und sie unserer Unterstützung versichern, von denen wir genau wissen, dass der „gute Freund“ gerade extreme Probleme mit ihnen hat. Nein, Sie, Du und ich würden das nicht machen. Wir würden erst mal in aller Ruhe mit dem „guten Freund“ bei einem schönen Essen reden, ein bisschen Wein oder Bier dazu trinken, für eine angenehme Atmosphäre sorgen und dann, wenn die ‚Gesprächstemperatur‘ auch für schwierige Themen geeignet erscheint, unsere nicht ganz so schönen Anliegen vortragen, beispielsweise unser Bemühen, einen Nachbarschaftskonflikt zu entschärfen oder dergleichen. Auf keinen Fall würden wir erst mit den Nachbarn und dann mit dem „gute Freund“ sprechen.

Wenn nun der neu gekürte Außenminister eines Staates seinen Antrittsbesuch als Außenminister bei einem „befreundeten Staat“ macht, wie geht er dann am besten und am diplomatischsten vor?

Nun, er wird, so denke ich, seine Berater konsultieren und sich über die außen- wie innenpolitische Lage des „befreundeten Staates“ auf den neuesten Stand bringen lassen – siehe Fettnäpfchenvermeidung und Diplomatie.

Alsdann, so stelle ich mir weiter vor, wird er aufgrund dieser Informationen seine notwendigen Besuchstermine vor Ort in einen zeitlich wie thematisch passenden Rahmen bringen.

Was sieht so ein Besuchsprotokoll vor?  Dem Staatspräsidenten die Aufwartung machen, ein Gespräch mit dem Regierungschef des Landes führen, eine kulturelle Einrichtung besuchen, sich für besondere wissenschaftliche oder wirtschaftliche Institutionen interessieren, die humanitären Aufgaben des Landes nicht vergessen und natürlich auch den Oppositionsführern des Parlaments ein offenes Ohr schenken. Wenn dann noch Zeit ist und alle anderen Termine gut verlaufen sind, kann man sich auch noch mit Vertretern der Außerparlamentarischen Opposition treffen… hier in Deutschland wäre das möglicherweise der Unterstützerkreis des NSU oder ehemalige Mitglieder der RAF, ein „Schwarzer Block der Antifa“  oder die „Identitären“  in Meck-Pom, vielleicht sogar die „Reichsbürger“.  Alles sehr „ehrenwerte“ Vereinigungen, die nichts anderes im Sinn haben, als den offiziellen Staat in Frage zu stellen  oder sogar zu zerstören…  (Frau Merkel und Herr Steinmeier als Kanzlerin und Präsident wären bestimmt ganz entzückt, wenn der Außenminister eines „befreundeten Staates“ diese Gruppierungen sehr gezielt aufsuchen würde.)

Was um alles in der Welt hat aber unseren Herrn Außenminister Sigmar Gabriel geritten, als er bei seinem Antrittsbesuch als Außenminister in ISRAEL  jede diplomatische Vorgehensweise über den Haufen warf und noch vor einem Treffen mit  dem Regierungschef Netanjahu ankündigte, sich mit den höchst umstrittenen, aber dennoch von EU gepäppelten und finanziell großzügig ausgestatteten APO-Gruppen „Breaking the Silence“ und B’Tselem treffen zu wollen, die mit ihren Aktionen den Terroristen von Fatah und Hamas in die Hände spielen und Abbas (Gabriel nennt ihn ‚mein Freund‘) immer wieder Munition liefern in der EU und bei der UN  gegen Israel zu agitieren.

„So blöd kann selbst der Sigi nicht sein“ habe ich  diesen Beitrag überschrieben.

Das ist nicht fein von mir.

Aber ich muss doch davon ausgehen, dass Herr Gabriel nach seinem desaströsen Auftritt in Hebron vor ein paar Jahren wenigsten irgendetwas dazu gelernt hat. Er ist doch nicht dumm. Immerhin hat er studiert, war mal Ministerpräsident des schönen Bundeslandes in dem ich lebe, „mein (noch)“  Parteichef , Merkels Wirtschaftsminister und Vizekanzler… ein bisschen Grips gehört doch dazu, um das zu schaffen.

Wenn er also nicht so blöd sein kann, sich dermaßen dämlich zu benehmen, dann, so muss ich doch annehmen,

HAT ER ES MIT VOLLER ABSICHT GETAN.

Und natürlich frage ich mich, WARUM ???

Klügere und politisch versiertere Leute als ich mögen dieser Frage auf den Grund gehen.

Ich will mich auch nicht als Küchenpsychologin versuchen, obwohl ich durchaus die dafür notwendigen Voraussetzungen mit brächte.

Aber wie kann ein Mann am ‚JomhaShoa‘   in ‚Yad Vaschem‘  einen Kranz niederlegen und große Betroffenheit angesichts der deutschen Schuld an der unfassbaren Tragödie zum Ausdruck bringen und nur einen Tag später alle politische und diplomatische Vernunft fahren lassen?

cui bono

Wem dient es…

Bald sind Wahlen in Deutschland – und wie der Antisemitismus-Bericht der Bundesregierung als traurige Gewissheit ausweist, ist der deutsche Antisemitismus virulent wie nie, unterstützt von den muslimisch-arabischen Zuwanderern und sind 40% der Deutschen gegen Israel gestimmt…

 

Wenn das kein Grund ist, sich in Israel wie der Elefant im Porzellanladen aufzuführen. …

Einige Vertreter  der deutschen Medien sind darum auch voll des Lobes für unseren tapferen Außenminister, der sich dem einzigen Schurken im ganzen, ach so friedlichen nahen Osten nicht gebeugt hat….

 

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NACHTRAG

Einen sehr guten Artikel dazu hat Alex Feuerherdt geschrieben, daraus dieser abschließende Absatz als Zitat:

Selbstverständlich hat Sigmar Gabriel es nicht lassen können, zu beteuern, welch großer Freund Israels er doch sei. In einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung behauptete er, die „pro-israelische Einstellung“ sei ein „Markenzeichen der deutschen Sozialdemokratie“, und verstärkte die Peinlichkeit seines Auftritts sogar noch mit dem unsäglichen Satz: „Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocausts.“ Nicht des Nationalsozialismus, nein, der Shoa – was bekanntlich nicht stimmt und lediglich dazu dient, sich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Opfer der Judenvernichtung. Nachdem der aus einer Täterfamilie stammende deutsche Minister sich so selbst auf die moralisch gute Seite der Geschichte bugsiert hatte, konnte er daran gehen, gezielt jenen Eklat zu provozieren, der in Deutschland nun Benjamin Netanjahu angelastet wird. Der aber war bloß nach dem Motto verfahren: Gott, bewahre mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden werde ich allein fertig.

Quelle

Besser kann man die Unverschämtheit der Gabriel’schen Taktik kaum zusammenfassen.

 

 

 

 

Ist das die richtige Methode… 24. April, 2017

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auf die AfD zu antworten?

Bei Facebook (wo sonst 😉  )  sah ich den Link zu einem Bericht des   focus  , wonach zukünftig alle Maritim-Hotels den Mitgliedern der AfD verschlossen bleiben sollen, sofern sie dort irgendwelche Treffen oder gar Parteitage abhalten möchten. Zur Begründung wurde angeführt, „man“ wolle die Mitarbeiter schützen.

Ich habe heute wenig Zeit, hier in meinem Blog ausführlich auf diese interessante Begründung einzugehen und kopiere nur meinen Kommentar hierher, den ich unter die entsprechende Mitteilung bei Facebook geschrieben habe:

„Sind denn die Mitarbeiter von den Parteimitgliedern der AfD belästigt worden? Wenn in einer DEMOKRATIE nicht verbotene Parteien mit Gewalt durch „Demokraten“ an der Wahrnehmung ihrer demokratischen Rechte gehindert werden, liegt dann die Verantwortung in diesem Fall bei der AfD oder nicht vielmehr bei den sogenannten „Demokraten“? Die Frage muss auch erlaubt sein, inwieweit die permanente Berichterstattung in den Medien dazu beigetragen hat, dass sich die „Demokraten“ radikalisieren und gegen eine nicht verbotene Partei hetzen und sogar mit Gewalt agieren, siehe Autos abfackeln und dergleichen. Ich mache mir sehr viel mehr Sorge um meine demokratischen Rechte wie beispielsweise die Meinungsfreiheit, als um den möglichen Einzug der AfD in den Bundestag. Ich befürchte vielmehr, dass das Trommeln gegen die AfD eher dazu beiträgt, diese zu stärken, weil vermutlich auch andere Leute auf die Idee kommen könnten, dass irgendetwas mit dem Demokratieverständnis der Demokraten nicht stimmen kann. “

 

Ich betrachte  tatsächlich mit großer Sorge die Entwicklung im Umgang mit den Menschen, die ihre Meinung abweichend von der, wie es scheint, großen Einheitsmeinungspartei Deutschlands äußern, sei es in Kommentaren, Blogbeiträgen oder eben in der Ausübung ihrer Rechte als politische Partei.

Unsere Gesellschaft verändert sich  – rasant – will mir scheinen.

Dabei spielt für mich der Islam und sein zunehmender, nicht zu übersehender Einfluss eine sehr wesentliche Rolle…..  Ich sage das ja nicht erst gestern oder seit dem Aufkommen der AfD .

Eine kritische Haltung zu der Religion des Friedens gilt bereits als „rechtspopulistisch und rassistisch“, während man getrost Christen in ihren vielfältigen gemeindlich organisierten Strukturen hemmungslos kritisieren und sogar verteufeln darf. Dass da etwas nicht stimmen kann in der Wahrnehmung des unveräußerlichen Rechts auf Meinungsfreiheit, müsste doch eigentlich allen denen bewusst werden, die sich so vehement gegen die „Islamophobie“ wenden, sie sogar mit „Antisemitismus“ gleichsetzen und  dabei einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen, was die eigentliche Basis des Islam, gleich welcher Ausprägung ist:  nämlich ein im tiefen Grunde menschenunfreundlicher, um nicht zu sagen menschenfeindlicher und mit unserem Verständnis von Menschenrechten und Demokratie nicht kompatibler Koran und seine begleitenden Schriften.

So wenig ich als Christin nur die mir genehmen Bibelstellen aus der Gesamtheit der biblischen Schriften extrahieren kann, um mir ein  bequemes Glaubensfundament zu verschaffen, so wenig kann man  in Bezug auf Menschenrechte und  Relevanz für unser Miteinander nur die Suren des Koran als Basis annehmen, die nicht die Gewalt gegen und die Vernichtung der Andersdenkenden und Andersgläubigen (im Koran ist von „Ungläubigen die Rede“ ) fordern.

Mir ist es mehr und mehr schleierhaft, wie sowohl christliche wie atheistische Politiker und Medienmacher diesen Aspekt schlicht aus ihren Überlegungen ausklammern.

Und statt darüber zu debattieren, zu diskutieren, ja, zu streiten, werden die, die Kassandra gleich ihre mahnende Stimme erheben, kalt gestellt, indem man sie als rassistisch und islamophob diskreditiert.


An anderer Stelle mehr dazu…. jetzt kommen gleich meine Enkel und ich muss und will meine Gedanken auf diesen wunderbaren Aspekt meines gegenwärtigen Lebens ausrichten.

 

 

 

Die feine Gesellschaft von Köln…. 22. April, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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Diese wunderbare Auflistung der rechtschaffenden Kölner Vereine und Verbände, die sich alle gegen den Parteitag der AfD in Köln zur Wehr setzen,  habe ich bei facebook gefunden und reiche sie hiermit nahezu kommentarlos weiter.

Außerdem erleichtert diese Dokumentation die Mobilisierung der Kölner zu möglichen anderen notwendigen politischen Protesten.  Wäre doch sehr schade, wenn man nicht auf die Liste zurückgreifen könnte, wenn es darum geht, beispielsweise für  Recht und  Grundgesetz oder ähnlich wichtige Institutionen auf die Straße zu gehen….

(Die Verbände und Vereine könnte man doch auch bitten, gemeinsam nach Berlin zu fahren und dort Flagge zu zeigen und gegen den islam-faschistischen Al-Kuds-Tag zu demonstrieren, wenn sich nämlich zu diesem Anlass  Menschen versammeln, um in den Straßen Berlins  „Kindermörder Israel“  oder Schlimmeres wie  „Juden ins Gas“ zu brüllen. Ist nur mal so ein Gedanke….)

 

++ Unterstützer/innen Aufruf KSSQ für den 22. April (Stand 21.4.) Ein genauer Blick lohnt sich.

1. „Aufstehen gegen Rassismus“
2. Aidshilfe Köln e.V.
3. Aktion Neue Nachbarn – Flüchtlingshilfe im Stadtdekanat Köln
4. AMNESTY INTERNATIONAL Bezirk Köln
5. Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Mittelrhein e.V.

6. Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Köln SPD (AfA Köln)
7. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Köln (ASF Köln)
8. Arsch Huh e.V.
9. AWO Kreisverband Köln e.V.
10. Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V.

11. Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“
12. Bündnis 90/Die GRÜNEN Köln
13. Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V.
14. Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V.
15. Caritasverband Köln

16. CDU Köln
17. Centrum Schwule Geschichte e.V.
18. CollgneAlliance – Gesellschaft zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Köln e.V.
19. Delbrücker gegen Rechts
20. Der andere Buchladen GmbH
21. Der Paritätische NRW Kreisgruppe Köln

22. Deutscher Beamtenbund, Kreisverband Köln
23. Deutscher Gewerkschaftsbund, Stadtverband Köln
24. Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Köln
25. DFG-VK Köln
26. DGB Jugend Köln
27. DIDF Bundesvorstand
28. Die Linke, Kreisverband Köln

29. Ev. Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
30. Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

31. FDP Köln
32. Förderkreis Hochbunker k101 e.V.
33. Friedensbildungswerk Köln
34. Gewerkschaft NGG
35. Hochschule für Musik und Tanz
36. IG BCE Bezirk Köln-Bonn

37. IG Keupstraße
38. IG Metall Köln-Leverkusen
39. Initiative Willkommen in der Moselstraße

40. Integrationsrat der Stadt Köln

41. Jusos Köln

42. KAB – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Stadtverband Köln
43. Katholikenausschuss Köln
44. Katholische Jugendagentur Köln gGmbH
45. Klubkomm-Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V.
46. KLuST e.V.

47. Köln SPD
48. Kölner Appell gegen Rassismus e.V.
49. Kölner CSD-Demonstration
50. Kölner Flüchtlingsrat

51. Kölner Initiative freies Theater
52. Kölner Jugendring
53. Kölner Künstler Theater

54. Kölner Runder Tisch für Integration
55. Kölner Theaterkonferenz
56. Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

57. Landesintegrationsrat

58. Loss mer singe e.V.
59. LSVD NRW e.V. Lesben- und Schwulenverband NRW
60. Melanchthon Akademie Köln

61. Piratenpartei Köln
62. Pro Familia
63. Radioclub Böcklerplatz

64. Rat der Religionen

65. Rom e.V.
66. Rubicon. e.V.
67. Ruderverein Rodenkirchen
68. Schauspiel Köln

69. SKM – Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Köln
70. Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln
71. SPDqueer Köln
72. SWAF – Start with a friend

73. ver.di Arbeitskreis Antifaschismus – Antidiskriminierung
74. Ver.di Bezirk Köln
75. ver.di Vertrauensleute der Uniklinik Köln

76. Verein EL-DE-Haus e.V. – Förderverein des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
77. Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Corinto/El Realejo

78. Verein zur Förderung des politischen Kabaretts e.V.

79. VVN-BdA Köln
80. ZAKO – Zentraler Arbeitskreis Offensiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Ver.di Bundesverwaltung)

81. ZAMUS – Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.

82. Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung

 

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Beeindruckend, nicht wahr?

So viel Mut hätte ich den Kölnern gar nicht zugetraut.

Und man beachte, wie tolerant sie mit Minderheiten umgehen, die auch zu ihrer Stadt gehören…

KÖLNER,  IHR seid wirklich die GRÖSSTEN

(Narren der Republik) !

Das Kreuz mit den Haken…. 20. April, 2017

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Eigentlich ist es eine ganz wunderbare Idee, die  in Text und Bild dargestellt wird.

Eigentlich könnte – ja, müsste – ich sie nach Kräften unterstützen.

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die lachen, Text

Quelle:

Eigentlich.

Denn welcher Christ, welche Christin würde nicht für die  „Würde des Menschen“, für die „Solidarität mit allen“  aufstehen, die in in seinem / ihrem jeweiligen Umfeld leben?

Aber das Bild hat einen Haken, besser gesagt, die Motivation zu diesem Bild hat einen Haken, einen gewaltigen Haken.

Wir leben in einem Land, in dem das Recht auf freie Meinungsäußerung durch unser Grundgesetz verbrieft ist.

Wir leben in einem Land, in dem in geheimer Wahl diejenigen bestimmt werden, die die Regierung eines Landes oder der Bundesrepublik Deutschlands stellen sollen.

Wir leben in einem Land, in dem sich  Parteien zur Wahl stellen können, die laut Gesetz nicht verboten sind.

Wir leben in einem Land, in dem sich die Bürger des Landes frei versammeln können, wie unlängst die Veranstaltungen zum Referendum in der Türkei gezeigt haben.

Manchen Leuten hat das nicht gefallen, diese Wahlwerbung auf deutschem Boden  für ein Referendum in der Türkei, mir auch nicht. Und am liebsten hätte ich nach einem generellen Verbot gerufen… habe ich möglicherweise sogar in dem einen oder anderen Kommentar bei facebook zum Beispiel auch getan, ich weiß es nicht mehr so genau.

Vielen Leuten in diesem Land behagt die (jetzige) Politik schon seit einigen Jahren nicht mehr, sie fühlten sich in ihrem politischen Willen von den großen Parteien nicht mehr hinreichend repräsentiert und fanden auch bei FDP, Linken und Grünen  oder noch kleineren Parteien keine politische Heimat. So gründeten sie ihre eigene Partei und nannten sie „Alternative für Deutschland“.  Bei näherer Betrachtung der Alternative stellt sich allerdings für eine große Mehrheit der Wahlberechtigten heraus, dass die „Alternative für Deutschland“ mitnichten eine Alternative zum herkömmlichen Parteienspektrum ist, ja, mehr noch, dass sie Ideen und Gedanken in ihr politisches Konzept geschrieben hat, die eine allzu große Nähe zu einem längst überwunden geglaubten Nationalsozialismus aufweisen, wenn auch geschickt formuliert und gut getarnt, so dass man bei erstem Überfliegen nicht sofort an NPD und „Drittes Reich“ denkt, wohl aber eine Ahnung empfindet, dass hinter den schönen Worten ganz andere Ziele stecken könnten….

Ich bleibe hier bewusst bei dieser vagen Umschreibung, weil es mir nicht in erster Linie um die Inhalte der neuen Partei geht, sondern vor allem darum, wie man sich ihrer erwehren will. Da setzen die Streiter für Demokratie und Menschenwürde nicht auf die politische Debatte, sondern auf massive Proteste und Widerstand mit allen verfügbaren Mitteln.

In Köln soll der Wahlparteitag der AfD stattfinden  …  und mit ihm ein gewaltiger Proteststurm über und durch die Stadt fegen.

Linke, Grüne, Gewerkschaften und Kirchen vereinen sich in einem einzigen großen Aufstand gegen eine Partei, die ihr „gutes Recht“ wahrnehmen und ihren Parteitag abhalten will.  Und wie das in einer Demokratie so ist, auch dieser große Protest ist „gutes Recht“.  Das will ich ausdrücklich betonen und dagegen richtet sich auch nicht mein Beitrag hier.

Ich finde es aber absurd, um nicht zu sagen gedankenlos-zynisch, einerseits mit einem Plakat zu werben, das an Doppelbödigkeit viel zu bieten hat und andererseits im Begleittext davon zu reden, das Christen für die „Solidarität mit allen aufstehen, die in Köln leben“.

Das Kreuz, von dem namentlich die Rede ist, ist in kirchlichem Kontext für mich immer und zuerst das Kreuz Christi – und selbstverständlich soll die Kirche für dieses Kreuz werben.  Die Optik des Plakats lässt aber auch an das Kreuz denken, das wir Wahlberechtigten demnächst in den Wahlkabinen als Zeichen unseres politischen Willens machen. Auch dagegen gibt es meinerseits keine Einwände. Dann ist da noch das Wortspiel mit Haken und Kreuz…. nur völlig ahnungslose,  politisch naive oder vollkommen dumme Menschen denken da nicht an das Symbol der Nazis in Hitlers Tausendjährigemreich. Und ganz sicher ist diese Assoziation ganz bewusst so gewählt.

Für die „Würde des Menschen aufstehen, die unantastbar ist“ halte ich für eine gute Idee.

Aber gilt diese Würde  nur den Menschen mit dem richtigen Parteibuch?  Wird sie nur denen zugestanden, die auf der Seite der regierungstreuen Mitglieder der Gesellschaft stehen, allenfalls noch auf der Seite der kleinen Oppositionsparteien im Bundestag und Landtag von NRW?

„Für die Solidarität mit allen aufstehen, die in Köln leben“    aber auf gar keinen Fall  mit denen, die heimlich oder offen mit der AfD liebäugeln? Soll ich, muss ich das so verstehen?

Und warum hat man es dann nicht so klar benannt?

„Wir sind gegen die Solidarität mit AfDlern und ihren Sympathisanten!“

Das hört sich nach Ausgrenzung an, nicht wahr?

Damit würde man genau das machen, was man der AfD vorwirft: Abgrenzen, ausgrenzen, Bürgerrechte denen absprechen, die „noch nicht so lange hier wohnen“ (wie unsere Bundeskanzlerin sagen würde).   DAS  darf auf gar keinen Fall sein,  (finde ich ja auch), aber Menschen  Solidarität und Würde streitig machen, die ihre politischen Rechte wahrnehmen, das geht.

Das ist verlogen  und weder der Kirche angemessen,  noch unseres Rechtsstaates würdig.

WÄHLT EIN ANDERES PLAKAT   UND EINEN ANDEREN BEGLEITTEXT, damit ihr –  gerade ihr Kirchen*** –  nicht eurer Glaubwürdigkeit verlustig geht.

*** „Kommt her zu mir alle“, sagt Jesus. Er grenzt nicht aus. Er hält sich nicht fern. Er setzt sich mit korrupten Zöllnern und  Zinseinnehmern an einen Tisch, redet mit „Sündern und Pharisäern“ gleichermaßen.

Wer am Tempelberg das Kreuz ablegt und  nicht laut gegen die Verfolgung der Christen in islamischen Ländern protestiert,  hat kein Recht mit dem Kreuz Politik zu machen.

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NIEMAND hat das Recht,mit dem Kreuz Politik zu machen –  und sei es aus noch so edlen Gründen. Das Kreuz dient denen zum Heil, die an den glauben, der am Kreuz gestorben ist und von den Toten auferstand. Einen anderen Sinn hat dieses Kreuz nicht!

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Über Erdogan sag ich jetzt gar nichts…. 12. März, 2017

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Kein Sterbenswörtchen kommt mir über die Lippen oder per Finger auf die Tastatur.

Ich schweige in zutiefst ergriffener Ehrfurcht vor der weisesten Weisheit der deutschen Regierung:

Einfach mal die Klappe halten.

Wir sagen nix.

Wir mischen uns nicht ein in türkische Angelegenheiten.

Wir weisen allerdings diesen dummen, na, ihr-wisst-schon-Vergleich strikt zurück, WIR sind nämlich weder Nazis noch Faschisten, nur dass das klar ist. Und wenn doch einer rechts ist, denkt, redet oder schreibt, dann schicken wir unser A-Team los, das sorgt für Ordnung. 

Wir sind die Guten und glauben an das Gute, die guten Beziehungen, die Freundschaft und den Frieden zwischen unserem Volk „der-hier-schon- länger-und-den-noch-nicht-so-lange-hier-Lebenden“ und dem türkischen Volk. Schließlich gibt es eine jahrhundertelange Tradition der gegenseitigen Achtung und Zusammenarbeit. Das lassen wir uns weder zerreden noch ausreden und kaputtmachen schon gar nicht.  

Eines muss man unserer Kanzlerin ja lassen, sie, von ihm  als „Mädchen“ tituliert, hat sich das von ihrem politischen Ziehvater gut abgeguckt: Sitzen und schweigen, aussitzen und mit unglaublich vertrauensvollen Augenaufschlag betonen: Ich sag nichts, ich weiß nichts und was ich weiß, will und werde ich nicht sagen, heute nicht und morgen nicht und überhaupt gar nicht.   Daran hat er sich bis heute gehalten…. jedenfalls was die Dinge angeht, über die er nie reden wollte, weil er sein Ehrenwort gegeben hat.

A propos Ehrenwort, ist eigentlich bekannt, ob „das Ehrenwort geben“ eine typische männliche Form ist, sich aus einer unangenehmen Affäre zu ziehen oder machen Macht-Frauen das auch so?

Frau Merkel setzt ja oftmals, wenn sie sich mit eigentlich unangenehmen Dingen an ihr Volk wendet,   ein „naives kleines Mädchen Lächeln“ auf und wird ganz volkstümlich weich in Stimmlage und Modulation. Ist Euch das schon mal aufgefallen?  (Schnodderig wird sie aber auch wenn ihr etwas nicht passt.)

So , als scheinbar  „kleines naives Mädchen“,   hat sie manchen  Mann in der deutschen Politik schachmatt gesetzt – wer würde schon gegen ein kleines Mädchen grob werden, und meistens funktionierte die Masche auch bei den  mächtigen Männern auf internationaler Ebene…  nur eben nicht bei dem     Ihr wisst schon,    bei dem, über den ich nicht reden will.

Das liegt vermutlich an den kulturellen Unterschieden. (Stichwort: Frauen    im Islam)

Eigentlich, so denke ich, wäre es aber längst an der Zeit gewesen, klare Worte zu sprechen, klare Grenzen aufzuzeigen und klare Kante gegenüber allen erpresserischen Versuchen zu geben, die jetzt so als Möglichkeiten in Gespräch sind. Eigentlich. Aber unsere Regierungschefin schweigt weitgehend.…. oder hebt nur ganz sacht die Stimme.

Ich finde das sehr bitter.

Und mehr will ich dazu gar nicht mehr sagen, schreiben auch nicht.

Denn heute will ich einen schönen Abend mit dem Liebsten verbringen, morgen muss ich in die Klinik, meine rechte Schulter wird operiert … und dann ist erst mal Essig mit der Schreiberei, schreibe ich doch seit meinem 15. Lebensjahr fließend im 10-Fingersystem und ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das mit einem Finger – noch dazu einem linken – dann gehen soll.