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Advent im Duftladen…. 2. Dezember, 2020

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, islam, migration, muslimische frauen, politik, sharia.
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Vermutlich werden die meisten Menschen es kaum bemerken und selbst wenn, die meisten Menschen werden sich einfach gar nichts dabei denken.

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Was soll man sich schon denken bei diesem hübschen Bild?

Jemand lächelt freundlich in die Kamera und weist ganz offensichtlich auf einen Geschenkkarton hin, auf dem „Merry Christmas around the World“ steht.

Das ist doch wirklich eine nette Geste des großen weltbekannten Duftladens… Düfte und Cremes around the world….und Damen, denen man Merry Christmas wünscht.

Das Seltsame ist nur, dass diese Dame ganz sicher keine Christin ist, die Christmas feiert. Diese nette Dame gehört nicht nur einer anderen religiösen Fraktion an, sie macht diese Zugehörigkeit ausgerechnet durch die Sharia konforme Kopfbedeckung – um die in diesem Land gehörig gestritten wird – auch mehr als deutlich, sie demonstriert ihre Religion geradezu. Diese freundliche Frau gehört einer religiösen Fraktion an, die die Berichte über die Geburt eines Kindes in Bethlehem zwar nicht generell leugnet, aber ganz entschieden abstreitet, dass dieses Kind „Gottes Sohn“ war oder ist. Das aber, die Geburt des „Gottessohns“ ist es, die uns überhaupt merry an Christmas sein lässt oder nach dem Glauben der Christen lassen sollte.

Zu Christmas feiern wir die Geburt Jesu. Nichts anderes ist der Grund für dieses Fest, das man in Deutschland allerdings Weihnachten nennt…. in Süddeutschland und den deutsch sprechenden Alpenländern vermutlich auch „Christfest“.

Aber, mögen manche jetzt einwenden, die weniger islamkritisch sind als ich, es ist doch sehr nett, dass Muslime den Christen „Merry Christmas“ wünschen…

Und das ist es ja auch auf der ganz persönlichen Ebene, wenn muslimische Freunde „Frohe Weihnachten“ wünschen und sich damit über eine Regel hinwegsetzen, nach der Muslime eben nicht die Gewohnheiten der Nichtmuslime annehmen sollen. Und auch wenn unser kurdischer Friseur im Dorf seinen Kundinnen „frohe Weihnachten“ wünscht, so ist das ein Zeichen seiner persönlichen Wertschätzung für die Kundin und gleichzeitig auch gut fürs Geschäft und das freundliche Miteinander in unserem Dorf.

Wenn aber ein Weltkonzern mit einer Muslima „Merry Christmas“ wünscht, so ist das in meinen Augen nur ein billiges Andienen an die Kundschaft, die eigentlich weder mit Christmas noch mit Christentum irgendetwas im Sinn hat. Und es ist einmal mehr ein Zeichen dafür, wie nach und nach der Islam alle Bereiche unseres ursprünglich christlich ausgerichteten Lebens bestimmt… es mag freundlich beginnen…. aber wenn man in muslimisch geprägte Staaten schaut, wird es nicht freundlich enden. Dort hat das Christentum, haben Christen nämlich einen schweren Stand, wenn sie überhaupt auch nur geduldet sind…

Und deshalb finde ich die Werbung des Duftladens zumindest fragwürdig, wenn nicht gar vollkommen trügerisch und falsch.

Ich wünsche aber trotzdem allen, die hier lesen, eine ruhige und besinnliche Zeit – und denen die es betrifft, einen gesegneten Advent.

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Das Blockflötenspiel reicht nicht …. 19. Oktober, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, hass, integration, islam, medien, migration, mohammed, mord, politik, presse, sharia, terrorismus.
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In Solidarität mit meinem ermordeten Lehrerkollegen zeige ich diese Karikatur hier bei himmel und erde.

Bei Facebook schrieb ich diesen Text dazu:

Sind wir wirklich „mehr“, wie es ein Slogan vor einiger Zeit in der Entgegnung auf rechtsradikale Verbrechen behauptete?

Die Reaktionen auf den Mord an dem französischen Geschichtslehrer machen doch klar, dass wir mehrheitlich erbärmlich feige sind im Umgang mit radikalen An- und Absichten gewisser Zeitgenossen. Da gibt es keinen Aufschrei in der Presse, kein Solidaritätskonzert feiner Sahnefilets oder Toten Hosen, keine gemeinsame Aktion aller deutschen Lehrer – Schweigeminuten in der Aula, Unterweisung zum Thema Meinungsfreiheit und religiöse Vielfalt, Darbietung von Karikaturen umstrittener Propheten usw, usw

Nein, das alles findet nicht statt. Stattdessen müssen wir zum hundertsten Mal unsägliche Kommentare über uns ergehen lassen. Dabei wären wir doch mehr, viel mehr. Würden allein alle Facebook-Nutzer die Karikaturen veröffentlichen, die der Mörder zum Anlass nahm, einen Geschichtslehrer auf offener Straße zu enthaupten, kämen die Fanatiker doch mit dem Morden gar nicht mehr hinterher (ACHTUNG: Sarkasmus) , wieviel weniger, würden alle europäischen Lehrer in Solidarität mit dem ermordeten Kollegen die Karikaturen zum Gegenstand einer Unterrichtsstunde machen, und noch viel weniger müsste die feige und schweigende Mehrheit befürchten, würden alle Tageszeitungen auf Seite eins ausschließlich den Schlächter Mohammed in seiner ganzen Hässlichkeit zeigen, nicht um Muslime zu beleidigen, sondern klar zu stellen, dass es unser gutes Recht ist, einen erbarmungslosen Mann der Geschichte anzuklagen, ihn bloß zu stellen, ihn zu karikieren und sich über ihn zu empören, so wie wir es mit allen andern Fieslingen der Weltgeschichte auch tun. Und wenn es einen furchtbaren Aufschrei der Beleidigten dazu gäbe, was dann?

Glaubt denn irgendjemand von uns, dass Schweigen wirklich das richtige Mittel der Wahl ist, um in diesem Kampf – und nichts anderes ist es – auch nur einen Fußbreit unserer Werte verteidigen zu können?

Liebe Leute, Blockflötenspiel und das Absingen christlicher Lieder, wie es die Kanzlerin dereinst zur Stärkung unserer Identität empfahl, reicht längst nicht mehr aus.

Wir müssen für unsere Freiheit einstehen, wollen wir sie nicht verlieren.

Denn noch sind wir doch tatsächlich „mehr“…. oder vielleicht doch nicht?

Dies ist KEIN Aufruf zur Gewalt, egal in welcher Form.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Nochmals und ausdrücklich:

Dies ist kein Aufruf zur Gewalt, in welcher Form auch immer.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

Muslime bilden keine Rasse 25. Juni, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, einwanderung, emanzipation, gesellschaft, integration, islam, medien, migration, politik.
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Diese Anzeige wird bei facebook veröffentlicht:

Die anti-muslimische Stimmung in Deutschland hat Auswirkungen auf viele der in Deutschland lebenden Muslim*innen, die sehr frustriert über den öffentlichen Disk

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Heute 17:00 • Muslimisches Jugendwerk
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Mein Kommentar unter der Anzeige:

„Es kann keinen „antimuslimischen Rassismus“ geben, da der Islam nicht als Rasse sondern als Religion geführt wird und Muslime entsprechend keine eigene „Rasse“ bilden, sondern Angehörige einer Religionsgemeinschaft sind. Wobei ich mir persönlich die Bemerkung erlaube, dass ich den Islam nicht als Religion, sondern als Ideologie mit religiösen Zügen ansehe, eine Ideologie, die einen universalen Machtanspruch hat. Dagegen zu opponieren ist jedoch legitim.“

Im Zuge der BLM-Bewegung nutzen muslimische Aktivisten die gegenwärtige Diskussion zum Thema  Rassismus, um sich selber als „Opfer rassistischer Umtriebe“ darzustellen und propagieren gleichzeitig die überaus deutliche Selbstinszenierung als Muslim in einer  „noch“ nicht-muslimischen Mehrheitsgesellschaft.  Die Organisation hat ja gar nicht vor, Muslime „nur“ zu politischer Teilhabe aufzurufen, unabhängig von sonstigen religiösen oder ideologischen Zugehörigkeiten, nein, sie fordert explizit dazu auf, sich als Muslim einzubringen in das politische Geschehen.

Die Säkularisierung – also die von christlichen Einflüssen befreite  Gesellschaft – schreitet unaufhaltsam voran und entspricht damit durchaus der schon von Paulus beschriebenen Gewaltenteilung in Kirche und Staat. Diese Teilung haben auch die Gründungsväter der Baptisten in Deutschland vor mehr als  150 Jahren ausdrücklich betont, dabei aber gleichzeitig für alle Religionsgemeinschaften die freie Religionsausübung gefordert.

Was wir heute aber beobachten können, ist doch, dass mit dem Anwachsen der muslimischen Gemeinschaften in Deutschland dieser Trennung von Kirche und Staat zwar für „Kirche“ (durch vor allem grüne und linke Parteien) Geltung verschafft werden soll, in gleichem Atemzug aber für die Besonderheiten islamischer Gepflogenheiten eine Lanze gebrochen wird. Das Beispiel der Kopftuchdebatte muss ich hier nicht erneut aufwärmen, aber die Hinweise auf die Rituale und Gebräuche im Ramadan, die Forderung der Rücksichtnahme auf fastende Muslime oder die Forderung auf Schweinefleisch in Mensen und Kantinen den muslimischen Bürgern zuliebe zu verzichten, sprechen eine ebenso deutliche Sprache wie Umbenennungen alter Namensgebungen für historisch gewachsene Bräuche von Weihnachts- und Christkindlsmärkten in Wintermärkte oder Lichterfeste.

Die Medien berichten über die Gratulation des Bundespräsidenten  zum Zuckerfest und seine Teilnahme an den speziellen Veranstaltungen zum Ramadan, einen Segensgruß zu Ostern an die Christen oder eine entsprechende Grußbotschaft an die jüdischen Gemeinden zu Pessach ist aber eher  unscheinbar  und findet nicht den Weg in die Abendnachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender…. oder fällt gleich ganz aus.

Muslimische Opfern der Gewalt durch einzelne Täter können sich der Anteilnahme durch Frau Merkel sicher sein, Opfer muslimischer Gewalt dagegen erfahren keine Worte des Trostes durch die Kanzlerin –  oder wenn doch, dann erst auf Druck der Öffentlichkeit, die diese Diskrepanz im Verhalten der Offiziellen durchaus „noch“ wahrnimmt.

Die Beispiele ließen sich vermutlich durch viele weitere ergänzen.

Und natürlich darf hier der Hinweis nicht fehlen, dass unsere Regierung mit den Regierungen muslimischer Staaten immer wieder bestes Einvernehmen herstellt, obwohl die Menschenrechtsverletzungen in diesen Staaten ausdrücklich mit den besonderen Bestimmungen des Islam durch die Machthaber legitimiert werden. Auf widerwärtige Weise wird das Wegsehen der Regierung hinsichtlich islamischer „Eigenheiten“ an den sogenannten Al-Kuds-Tagen in deutschen Großstädten deutlich, wenn Tausende durch die Straßen ziehen und „Tod Israel, Tod Amerika“ brüllend skandieren.

Um nicht falsch verstanden zu werden:

Ich bin für die Trennung von Kirche und Staat.

Ich bin für die  Religionsfreiheit, sie gilt für alle Religionen in Deutschland; sie betrifft den persönlichen Glauben und die Freiheit, ihn zu leben, zu wechseln oder zu verlassen.

Ich bin für die politische Teilhabe aller hier lebenden Menschen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und Bestimmungen, unabhängig von der jeweiligen Religionszugehörigkeit.

Und schließlich:

Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung in Wort und Schrift zu äußern – auch Muslime, die meinen, Opfer dieser rassistischen Gesellschaft zu sein.

Und jeder Mensch hat das Recht, Widerspruch gegen jegliche Äußerungen einzulegen, die den eigenen Werten, der eigenen religiösen und / oder ideologischen Basis und / oder der eigenen Wahrnehmung nicht entsprechen.

 

„Morgens um sieben… 21. Juni, 2020

Posted by Rika in aktuell, einwanderung, gesellschaft, integration, medien, migration, politik, presse, terrorismus.
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… ist die Welt noch in Ordnung“  lautete der Titel eines Buches, das später auch verfilmt wurde. Und obwohl ich das Buch damals gelesen habe, kann ich mich beim besten Willen nicht mehr an den Inhalt erinnern.

Aber der Titel gefällt mir immer noch: „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung.“

Damals, als unsere Kinder noch im schulpflichtigen Alter waren, geriet die Welt morgens um sieben allerdings manches Mal in leichte Unordnung, mussten doch während mehrerer Jahre immer mindestens drei unserer  vier Kinder den Zug „kurz nach sieben“ nach Hannover erwischen, um zur Schule zu fahren…  Als der Jüngste auch „Fahrschüler“ wurde, hatte der Älteste das Gymnasium erfolgreich beendet, den beiden anderen Geschwistern stand der Abschluss aber noch bevor.

Ich habe jahrelang den schönen Satz gepflegt, dass ich –  wenn ich morgens gegen 7.30h im Auto saß, um ebenfalls zur Schule zu fahren – den schwierigsten Teil des Tages schon bewältigt hatte, ich war aufgestanden.  Ich bin nämlich eine bekennende Eule.

Und so mag es auch nicht verwundern, dass ich heute erst im späten Verlauf des Vormittags davon erfuhr, dass in Stuttgart die Welt alles andere als in Ordnung war, dass diese Unordnung schon Stunden weit vor „sieben“ begonnen und sich im Laufe der Nacht zu einem echten Krawall gesteigert hatte, in dessen Verlauf Scheiben zu Bruch gingen, Geschäfte geplündert wurden, Polizeiautos demoliert und Beamte sogar verletzt wurden.  Die Welt also weder in Ordnung, noch in sonntäglicher Ruhe war.

Ich gehe davon aus, dass es auch in früheren Jahren zu erheblichen Störungen der Ordnung in den Nächten des Wochenendes gekommen ist, Schlägereien vor Diskotheken und Nachtlokalen keine Seltenheit waren und die Polizei ordnend eingreifen musste. Ab und zu, wenn es wohl allzu hoch her gegangen war, konnte man in der Zeitung am Montagmorgen darüber lesen.

Was sich aber in Stuttgart zur nachtschlafender Zeit abgespielt hatte, war mit eher „verhältnismäßig harmlos“ zu nennenden Saufgelagen oder Prügeleien nicht mehr zu beschönigen.

Und erste Berichte ließen das Schlimmste befürchten.

Wenn es jetzt von Seiten der Polizei heißt, „ein politischer  Hintergrund sei auszuschließen“, wie ich es in einer Notiz las, mag das zwar der Beruhigung der Bevölkerung dienen, die nicht Sorge tragen muss, es könnten US-amerikanische  oder französische Zustände auch hierzulande um sich greifen, aber für mich klingt diese Beschwichtigung eher wie das Pfeifen im Walde, um sich selber Mut zu machen  den Gefahren zu begegnen,  die im Dunkeln lauern.

Wenn sich viele Gruppen vor allem junger Männer zusammen finden, um einer ganz normalen Polizeikontrolle mit massiver Gewalt zu begegnen, so hat das sehr wohl etwas mit einem „politischen Hintergrund“ zu tun.
Der politische Hintergrund ist in der Berichterstattung der letzten Tage zu finden, in der die Polizei in übelster Weise beschimpft und des Amtsmissbrauchs durch Beamte bezichtigt wird – und zwar nicht in der Form, dass man das verfehlte Verhalten einzelner Beamter mit Recht kritisiert, sondern gleich das gesamte „System Polizei“ infrage und unter den Generalverdacht der gewaltsamen Ausübung ihres polizeilichen Auftrags stellt. Eine sogenannte journalistisch tätige, aber nicht näher gendergerecht zu definierende  Person hat in Ausübung der journalistischen Tätigkeit gar von der Polizei als „Abfall“ gesprochen, der auf dem Müll zu entsorgen sei,  und wurde nach einem nicht unerheblichen Sturm der Entrüstung, der sich über die Person ergossen hatte, von der CSU um Verzeihung gebeten… WAS ist das anderes als „politisches Handeln“, sowohl von der journalistisch tätigen Person wie auch von den Verantwortlichen bei der CSU?

Frau Esken mochte in den Tagen zuvor selbstverständlich auch nicht in der Empörung über die – wohlgemerkt in Deutschland arbeitenden – Polizisten zurückstecken, will man sich doch einer Klientel andienen, die die Verhältnisse in den USA  (nach dem gewaltsam durch einen Polizisten herbei geführten  Tod des Verdächtigen George Floyd) 1:1 auf die in der Bundesrepublik herrschende Gewaltenteilung übertragen und daraus durchaus  gewaltsam Potential schlagen.  Was ist das anderes als ein „politischer Hintergrund“?

Gewalt GEGEN die Polizei, die ihrem erteilten Auftrag nachgeht, verdächtige Personen zu überprüfen, möglichen Schaden abzuwenden und ungeklärte Situationen zu klären, ist eine Straftat und  muss in aller Schärfe benannt und geächtet werden. Haben sich Kanzlerin und Präsident inzwischen zu den „Krawallen ohne politischen Hintergrund“ in Stuttgart geäußert?

Liegt ein politischer Hintergrund nur dann vor, wenn man Gewalt mit einer nicht genehmen politischen Haltung in Verbindung bringen kann, oder, um es deutlich zu sagen, wenn man Gewalt dem rechten Parteienspektrum zuordnen kann?

Kneift die Polizei mit diesem Ausdruck vor ihrer eigenen Courage, sich der Gewalt der Straße entschieden entgegen zu stellen und das Kind dann auch beim Namen zu nennen?

Ich will mich nicht an Spekulationen beteiligen, nicht mit dem Finger in die eine oder andere Richtung zeigen.

Aber ich will sehr deutlich sagen, dass ich schwarzsehe für den Zusammenhalt einer Gesellschaft, wenn man die Ordnungsmacht der Polizei durch unüberlegte politische Statements schwächt, um einer Wählerschaft zu gefallen, mit der man sich die zukünftige Mehrheit zu sichern glaubt.

Ich sehe schwarz für eine Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist, die rechtliche Ordnung für alle hier lebenden Menschen durchzusetzen und die aus vermeintlichem „Willkommen für Neuankömmlinge“ von vornherein Menschen ausnimmt, sich an die bestehenden Gesetze zu halten.

Ich sehe schwarz für eine Gesellschaft, die von Journalisten eingelullt wird durch verharmlosende Berichte und so in eine trügerische Falle der Toleranz und vermeintlichen Sicherheit bar jeden Risikos gelockt wird.

Nächte wie in Stuttgart dürfen nicht verharmlost werden. Sie müssen als das benannt werden, das sie sind: eine Gefahr für das einvernehmliche Zusammenleben in einer friedlichen und offenen Gesellschaft.

Was sich bereits bei dem G-20-Gipfel in Hamburg an Gewaltpotential gesellschaftskritischer Gruppen offenbarte, könnte sich als zerstörerischer entfalten, als der politische Gegner selbst,  gegen den sich die Gewalt richtet.

Ich habe mir nicht vorstellen können, dass es nach der RAF jemals wieder eine Gruppierung schaffen würde, die Gesellschaft  in ihren verbrieften Rechten und Grundfesten anzugreifen   …   um sie zu zerstören?

 

 

Aufgeschnappt und nachgedacht… 15. Juni, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, integration, medien, migration, politik, presse.
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In diesen Tagen kocht der „Begriff Rassismus“ besonders hoch, was aber vielleicht nicht verwechselt werden sollte mit „Rassismus“.

Nicht alles, was jetzt unter Rassismus subsummiert wird, stellt sich bei näherer Betrachtung auch als solcher heraus… oder vielleicht doch und ganz anders als dargestellt und gemeint?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es im Internet oder in der Zeitung gelesen habe: Ein Mann mit nicht weißer Hautfarbe wird in einem Zug von dem Zugbegleiter kontrolliert, dabei stellt sich heraus, dass der Fahrgast keinen gültigen Fahrausweis besitzt. Der Zugbegleiter überprüft daraufhin die Personalien und stellt fest, dass der Mann mit mehr als einer – durch entsprechende Dokumente ausgewiesenen – Identitäten unterwegs ist. Er übergibt den Fahrgast beim nächsten Halt der informierten Bahnhofspolizei.

Die wiederum kontrolliert ebenfalls die diversen Ausweispapiere, behält diese ein, lässt den Mann aber laufen. Kaum haben die Polizeibeamten den Mann frei gelassen und sich abgewandt, erhebt der Mann  ein riesiges Geschrei, das die Polizisten veranlasst zurückzukehren… immer mehr Menschen kommen hinzu, stellen sich schützend vor den Mann und beschimpfen und bedrohen die Polizei, OHNE sich über den Sachverhalt ausreichend gut informiert zu haben. Und natürlich lautet der Vorwurf auf „Rassismus“.

Sogleich erheben sich weitere Stimmen, die behaupten, die Zugbegleiter würden gezielt dunkelhäutige, bzw. nicht weiße Menschen kontrollieren. Das alles sei nicht nur Schikane, sondern auch rassistisch.

Vielleicht hat sich das grundsätzliche Kontrollieren der Fahrausweise in den letzten Jahren geändert, das entzieht sich meiner genauen Kenntnis, aber meine Erfahrung mit Bahnfahrten und Kontrolleuren ist die, dass ausnahmslos alle Leute in einem Abteil kontrolliert werden. Es kann natürlich auf sehr langen Strecken durchaus passieren, dass der Zugbegleiter zum wiederholten Male das Abteil betritt, dabei die, die schon seit 2 Stunden da sitzen wieder erkennt und er deshalb auf eine wiederholte Kontrolle verzichtet, den neu zugestiegenen Mann, der zufällig eine dunkle Hautfarbe hat, aber erstmalig überprüft und so der Eindruck entsteht, der Zugbegleiter habe gezielt den erkennbar „Anderen“ aufgesucht, um ihn zu kontrollieren.

Und es kann tatsächlich auch den einen oder anderen Bahnmitarbeiter geben, der besonders forsch und besonders unangenehm auftritt….

Solche Leute gibt es wirklich, die kenne ich noch aus meiner Zeit als Fahrschülerin auf der kurzen Strecke zwischen Ochtrup und Gronau. Es gab da jemanden, der uns Fahrschüler alle genau kannte, der auch genau wusste, dass wir, bzw. unsere jeweiligen Eltern zu Beginn des Monats die neue Monatskarte gekauft hatten und wir somit die Beförderung mit der damaligen Bundesbahn für den entsprechenden Monat bereits bezahlt hatten. Wir waren eine überschaubar kleine Gruppe von vielleicht maximal 15 Schülern. Es kam aber vor, dass die Fahrkarte zur Fahrt zur nachmittäglichen Sportstunde nun nicht am Turnbeutel hing, sondern zuhause am Ranzen. Damit fehlte die Legitimation zur Beförderung. Und dieser fiese Typ sprach nicht nur eine Verwarnung aus, sondern stellte den  Bußgeldbescheid gleich mit aus…. Ja, ja, es gab diese miesen Leute, die aber doch nur ihre Berufspflicht als deutsche Beamte erfüllten. Die Regeln waren ganz klar, unmissverständlich und ließen keinen Spielraum, wollte sich der Beamte nicht seinem Dienstherrn gegenüber schuldig machen, wie es einige andere taten, die bei uns Fahrschülern ein Auge zudrückten, wenn wir mal (wieder) ohne Fahrkarte angetroffen wurden.

Zurück zu meiner Eingangsgeschichte und damit zu der Frage, ob es tatsächlich „rassistisch“ war, was sich im Zug und auf dem Bahnsteig abgespielt hatte?

Ist es nicht so, dass für alle Menschen, die in Deutschland leben, die gleichen Vorschriften und Gesetze gelten? Man mag sie lästig oder ungerecht finden, aber unser Gesellschaftssystem kann nur wirklich funktionieren, wenn sich alle an die vielen Ge- und Verbote, an Vorschriften, Regelungen und Gesetze halten, die nun einmal das Miteinander auf Straßen und Plätzen, in Zügen, Bussen und Bahnen, in Geschäften, den Schulen und für alle Arbeitsbereiche und Arbeitsplätze regeln. Und dies nahezu ausnahmslos für alle. Besondere Akte der Barmherzigkeit wird es immer geben und manche Übertretung wird sicher auch unverhältnismäßig harsch geahndet. Auch das ist eigentlich „normal“ in einer Gesellschaft, die sich aus so vielen unterschiedlichen Menschen, Typen, Charakteren zusammen setzt.

Da nun Rassismus hinter der Umsetzung und Einhaltung von Vorschriften, die für alle gleich gelten, zu vermuten, nur „weil“ eine Person betroffen ist, die nicht im Aussehen der weißen Mehrheitsgesellschaft entspricht, ist vielleicht von den oben genannten Verteidigern des Schwarzfahrers  gut gemeint, aber ist es umgekehrt nicht auch eine Form von „Rassismus“ den nichtweißen Menschen dieses Landes ihrer Hautfarbe wegen besondere Rechte einzuräumen, sie auszunehmen aus der Gemeinschaft der an Regeln und Vorschriften gebundenen allgemeinen Bevölkerung?

Wem ist wirklich damit gedient?

Wir haben in Deutschland das Grundgesetzt, das alle Menschen unabhängig von Herkunft, Stand oder Religion sowohl unter Schutz stellt, als auch verpflichtet sich an die im GG vereinbarten Grundlagen des Zusammenlebens zu halten.

Darüber hinaus haben wir einen ziemlich gut funktionierenden Justizapparat, der allen Menschen offen steht, die sich aus welchen Gründen auch immer ungerecht behandelt oder sogar diskriminiert fühlen.

Wir sollten vorsichtig umgehen mit dem Vorwurf des „Rassismus“.
Denn auch wenn das Verhalten Einzelner an die dunkle Zeit des Nationalsozialismus erinnern mag, es gibt einen grundlegenden und grundsätzlichen Unterschied:

Diese Regierung und unser Gesetz und die große Mehrheit der Bevölkerung bezieht klar Stellung gegen jede Form des Rassismus, der auch nur im Ansatz demjenigen der nationalsozialistischen „Idee von der Vorherrschaft einer bestimmten Rasse“ zu ähneln scheint.

Gegen Ungerechtigkeiten im alltäglichen Zusammenleben kann, darf, soll und muss man sich wehren, aber nicht mit der „Rassismuskeule“ im Gepäck, sondern mit der konkreten Beschreibung dessen, was man als Unrecht wahrnimmt.

 

 
NACHTRAG:
Dies ist der Link
zum oben genannten Vorfall.

Siehe Kommentar!

Politische Nachtgedanken – oder auch … 9. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, asyl, christsein und glaube, flüchtlinge, frauen, gesellschaft, hass, integration, migration, politik, terrorismus.
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ein Hasswort zum Sonntag.

Auch am Samstag, den 7. März wurde wie an jedem Sonntag bei der ARD das Wort zum Sonntag ausgestrahlt, dieser eigentlich als christliche Botschaft gedachte MiniClip am Ende der Woche. Traten vor vielen Jahren noch Pastoren im würdevollen pastoralen Outfit vor die Fernsehgemeinde und stellten das Evangelium in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen, so hat heutzutage auch in dieser ehrwürdigen Institution der Zeitgeist das Sagen und locker-freundliche Geistliche aller Denominationen nutzen die Gelegenheit, um die politische Sicht auf die Lage der Welt aus christlicher Perspektive zu beschreiben.  (Erinnert sich noch jemand an Dorothee Sölle, die diese Art des Nachtgebets aus der Taufe hob?)

In diesen Tagen und Wochen  wiederholt sich an den Grenzen der EU das dramatische Geschehen, das schon 2015 für herzzerreißende Szenen sorgte und dazu beitrug, dass unsere Regierung nicht nur kurzerhand das Schengen-Abkommen außer Kraft setzte, sondern in Folge der unvorhersehbar großen Flüchtlingszüge – aus Syrien vor allem – mit der Türkei, bzw. dessen Alleinherrscher ein Abkommen schloss, um exakt diese wenig schönen Bilder an den Grenzen  zu vermeiden. Gegen sehr viel Geld versprach Erdogan die Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei zu versorgen und sie von der EU fern zu halten. (Ich weiß, dass das eine sehr verkürzte Darstellung ist, aber ich will nicht bei „Adam und Eva“ in diesem konfliktträchtigen Thema anfangen.) Die Vereinbarungen, die die EU mit der Türkei vertraglich aushandelten, waren jedoch auf 4 Jahre begrenzt. Diese Zeit ist abgelaufen. Ein Nachfolgevertrag wurde nicht abgeschlossen.

Gleichzeitig hat Erdogan strategisch geschickt damit begonnen, sein Hoheitsgebiet Richtung Syrien auszudehnen, mit der vorgeschobenen Begründung, er wolle dazu beitragen den Bürgerkrieg in Syrien zu befrieden.  Seine Forderung, darin auch von der EU mit weiteren Zahlungen unterstützt zu werden, lief zunächst ins  Leere, bis er auf die glorreiche Idee kam, die in der Türkei bisher versorgten Flüchtlinge auf den Weg in die EU zu schicken. Das Ergebnis sind die Krawalle an der Grenze zu Griechenland. Flüchtlinge versuchen (durchaus mit Unterstützung der türkischen Behörden) die Grenze zu überwinden, die griechischen Grenzbeamten bemühen sich unter Einsatz von Tränengas und mit Hilfe des Militärs das zu verhindern.

Die Bilder an der Grenze sind nicht schön – ja, es ist zynisch, das so zu sagen und doch enthält diese Bemerkung sehr viel Bedenkenswertes.

Offenbar hat dieses Bedenkenswerte auch Frau Pastorin Behnken zu ihrer geharnischten nächtlichen Politpredigt veranlasst. Hier kann man sie nochmals hören und auch sehen – solange das Video online gestellt bleibt.

 

 

 

 

Ich habe die Wut- und Hassrede nicht live gesehen, sondern bin erst durch Facebook und die dort geschriebenen Kommentare darauf aufmerksam geworden – und habe mir deshalb die Aufzeichnung angesehen.

Mir verschlug es beim Betrachten die Sprache.

Bei Facebook kommentierte ich so:

Es stimmt ja, wir sehen Not und Elend an den Grenzen Europas.
Wir sehen Not und Elend in Afrika, in Afghanistan, in Syrien, in Irak, in viel zu vielen Ländern der Welt.
Und natürlich sind wir auch gefordert zu helfen.
Und die meisten Menschen, die ich kenne, wollen auch helfen, aber sie sind sich nicht sicher, ob die propagierte Art und Weise wie die Hilfe geschehen soll, die richtige ist.
Wie schon im Herbst 2015 so stellt sich mir auch jetzt wieder die Frage, was wir wirklich tun sollen. Alle, die nach Europa und vor allem nach Deutschland wollen wirklich aufnehmen? Überfordert uns das nicht? Ich sagte auch damals schon, dass ich nicht daran zweifle, die finanziellen Mittel dafür bereit stellen zu können, aber kann unsere Gesellschaft die Integration so vieler Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis tatsächlich leisten, ohne daran zu scheitern? Und damit meine ich, dass der bisherige Zusammenhalt dieser Gesellschaft nicht mehr zuverlässig und stark erscheint. Bruchlinien, die bisher zwar erkennbar, aber nicht brüchig waren, brechen tatsächlich auf, man sortiert Menschen ein in die Guten und die Nazis. Dazwischen scheint kein Raum mehr für vorsichtige Kritik an der Politik, kein Raum mehr für die Schwachen im eigenen Land, die Sorge haben oder sogar Angst vor dem Prozess der Veränderung. Nochmals, wem ist damit gedient, grenzenlos zu sein, eine unbestimmte Zahl von Migranten ins Land zu lassen?
„Flüchtlinge“, dieses Wort weckt Erinnerungen an Krieg, Flucht und Vertreibung in der finsteren Zeit des Nationalsozialismus und manche mögen im „Kümmern für Flüchtlinge“ so etwas wie eine nachzuholende Wiedergutmachung sehen… als könne man je wieder gut machen, was Deutschland der Welt angetan hat.
Vielleicht sollten wir aber auch den Mut haben zu unterscheiden zwischen den tatsächlichen „Flüchtlingen“, den Menschen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat fliehen und denjenigen, die „nur“ ein besseres Leben wollen. Auch das ist ein legitimer Wunsch, Millionen Europäer sind in die „Neue Welt“ aufgebrochen, weil sie hier keine Zukunft hatten. Aber dieses kleine Europa der EU ist nicht der Kontinent Amerika. Und man muss realistischer Weise doch sagen, dass nicht Millionen Menschen, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa auf den Weg machen, hier tatsächlich ein erträgliches Auskommen finden werden.
Ich finde es gefährlich, vor dieser Realität die Augen zu schließen und mit dem Gebot christlicher Nächstenliebe alle Argumente vom Tisch zu wischen und denjenigen, die sich der Sicht der kirchlichen Vertreter nicht anpassen wollen oder können, ein schlechtes Gewissen zu machen.
Helfen ja sicher. Aber an Ort und Stelle, mit Kopf, Herz und Hand – mit der realistischen Einschätzung, die der Verstand ermöglicht, mit Mitleid und Barmherzigkeit des Herzens und der Tatkraft bei der Umsetzung der Entscheidungen.
Das war schon 2015 das Gebot der Stunde, aber Frau Merkel entschied sich für einen dreckigen Deal mit Erdogan, dem man – wie sich zeigt – nicht trauen konnte und nicht trauen kann.
Und auch das noch:
Wo bleibt der leidenschaftliche Einsatz für die christlichen Brüder und Schwestern, die unter dem Druck der Verfolgung ächzen und Not leiden und oft genug den Tod ertragen um dieses Glaubens willen.
Da bleiben die Kirchen seltsam stumm. Obwohl genau das schon von Paulus empfohlen wird…. Hilfe üben – den Brüdern und Schwestern zuerst.
Dieses Wort zum Sonntag war eine politische Ansage mit einem winzig kleinen frommen Nachsatz aus den Seligpreisungen…. so viel Evangelium durfte dann gerade noch sein, wobei aber der Name dessen, der diese Seligpreisungen aussprach, verschämt verschwiegen wird, nur der Hinweis auf einen Mann, der vor gut 2000 Jahren lebte…

Dieser Mann – das will ich gerne ergänzen – war, nein ist JESUS CHRISTUS, Heil der Welt.

Ist es nicht interessant, als Pastorin hätte sie doch prima abheben können auf den Bericht aus der Apostelgeschichte, der besagt, dass Paulus in der Nacht einen Traum hatte, in dem er aufgefordert wurde, aus Kleinasien – der heutigen Türkei – nach Europa zu kommen. „Komm herüber und hilf uns“ heißt es da. (Apostelgeschichte 16, 9)  Sie hätte doch gut sagen können, dass wir Christen in Europa nun diejenigen sein sollten,   den Menschen in „Kleinasien“ zu helfen. („Kleinasien“, so wurde noch zu meiner Schulzeit der Bereich des heutigen Nahen Ostens genannt.)  Das hat sie aber nicht, da musste eben die schöne Geschichte von Zeus und Europa herhalten….

Und auch das schrieb ich bei Facebook zu dem Hasswort zum Sonntag:

Die engagierte Frau Pastorin Behnken hätte auch dieses Thema für ihre politischen Nachtgedanken im Wort zum Sonntag wählen können…. zumal ja der Weltfrauentag am Sonntag vor der Tür stand …..

Weltfrauentag: Verfolgt, weil sie Frauen und Christinnen sind

Weltfrauentag: Verfolgt, weil sie Frauen und Christinnen sind

Und auch hier wäre die  Umkehrung des Hilferufes von damals angesagt: Kommt herüber und helft uns!  Doch dazu schweigt die Kirche seit Jahren.

Die verfolgten Brüder und Schwestern sind ihr kein engagiertes Eintreten wert, obwohl eine Empfehlung der Apostel aber genau das ausspricht, nämlich sich zuerst um die Brüder und Schwestern zu kümmern, die in Not sind. Und die Not unter den Christen in muslimisch oder atheistisch-kommunistisch dominierten Ländern ist groß.

 

 

Der Begriff ist das Problem: RASSISMUS 28. Februar, 2020

Posted by Rika in antisemitismus, einwanderung, flüchtlinge, gesellschaft, integration, islam, migration, politik.
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Den nachfolgenden hierher kopierten  Kommentar schrieb ich heute bei Facebook zu dem entsprechenden Beitrag der „ZEIT“.

Ich komme im Moment aus Zeitgründen leider nicht dazu, das näher auszuführen. Es ist mir aber wichtig zu warnen, mit dem Begriff „Rassismus“ sorgfältiger umzugehen , als wir es gemeinhin tun.

„Deutschland habe ein Rassismusproblem, meint die Zeit und lässt Menschen zu Wort kommen, die diesen Rassismus erlebt haben.
Ich halte die Formulierung „Rassismusproblem“ für problematisch.
Es gab immer eine Form der Abgrenzung von „Fremden“, das galt nach dem Krieg sogar für die Deutschen aus den deutschen Ostgebieten, sie wurden nicht mit offenen Armen aufgenommen, man sah sie vielerorts als unerwünschte Eindringlinge an, die den Ortsansässigen die bisherigen Privilegien streitig machen „wollten“, beispielsweise durch den Erwerb von Wohnungen, die ohnehin knapp waren oder man neidete ihnen die „Vergünstigungen“, die sie als Flüchtlinge hatten, ohne darüber nachzudenken, dass diese Menschen alles verloren hatten und nun darauf angewiesen waren, dass ihnen die Eingliederung in die westdeutsche Gesellschaft gut gelang.
Wenn sich in der Mehrzahl muslimische Migranten gegen „Rassismus“ wehren, so muss doch die Frage erlaubt sein, seit wann die Religionszugehörigkeit als „Rasse-Merkmal“ betrachtet wird, ein ursprünglich von den Nationalsozialisten zur Abgrenzung von der „deutschen Volksgemeinschaft“ verwendeter Begriff.
Wir haben hier in Deutschland das große Problem, dass über den Islam in seinen vielfältigen Facetten nicht kritisch gesprochen werden kann, ohne dass sofort das Totschlagargument „Rassismus“ zum Einsatz kommt. Meiner Wahrnehmung nach besteht dieses Problem seit der damalige Bundespräsident Wulff völlig ohne Not erklärte, der Islam gehöre zu Deutschland und in der daraufhin einsetzenden Auseinandersetzung Kritiker dieser Aussage sehr schnell mit eben diesem Begriff mundtot gemacht wurden, bzw. gemacht werden sollten.
Eine offene Diskussion ist seitdem hierzulande nicht mehr möglich, der Begriff „Rassismus“ wird inflationär benutzt, um jede Auseinandersetzung von vornherein abzuwürgen.
Man sollte doch gerade in dieser Zeit sorgfältiger mit diesen Begrifflichkeiten umgehen und man sollte auch endlich ohne Scheu dem Islam an den Stellen kritisch begegnen, an denen seine Vertreter – ob im privaten Bereich oder in offizieller Mission – sich durch ihr Verhalten grundsätzlich von der Mehrheitsbevölkerung abgrenzen wollen. Das hat mit der Kopftuchdebatte begonnen, findet die Fortsetzung in der Debatte um Kantinenessen oder im (freiwilligen) Verzicht auf bislang typische – auf der christlichen Religion basierenden – kulturelle Feste und Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten (umbenannt in Lichtermärkte), Weihnachts- oder Osterfeiern in Kindergärten und Schulen.
All das hat nicht das Geringste mit „Rassismus“ zu tun.
Es ist vielmehr die Wahrnehmung der Unterschiede zwischen den seit ewig scheinenden Zeiten hier lebenden „Deutschen“, die dem christlich geprägten Kulturkreis angehören und den neu hinzugekommenen Menschen, die ihre ebenfalls religiös geprägte Kultur mitbrachten und sie erkennbar weiterhin pflegen.
Hört endlich damit auf, uns ein Rassismusproblem anzudichten an Stellen, an denen es um eine völlig andere Gemengelage geht.

Die RASSISMUSDEBATTE spaltet nämlich diese Gesellschaft mehr, als alle Unterschiede selbst.“

 

Was ich aber nach wie vor für die weitaus wichtigere Aufgabe halte, ist den Antisemitismus in allen seinen Formen und Facetten aufzudecken und engagiert zu bekämpfen.

Denn meine Beobachtung geht leider auch dahin, dass die Bekämpfung des ausdrücklich gegen Juden und Israel gerichteten Antisemitismus allzu leicht mit der Verhinderung eines kritischen Umgangs mit dem Islam vermischt wird, eben in der Zuweisung der islamkritischen Haltung als „Rassismus“.

Nach wie vor stehe ich zu dieser Aussage:

Zu behaupten, Islamkritik – auch Islamophobie genannt – sei im Kern identisch mit Antisemitismus halte ich für eine besonders perfide Form des letzteren.

„Seenotretter“ = „Judenretter“… 25. November, 2019

Posted by Rika in aktuell, Christlicher Antisemitismus, gesellschaft, migration.
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Bisher bin ich davon ausgegangen, dass es – zumal für Christen – eine unumstößliche Übereinkunft hinsichtlich des Verbrechens gibt,  das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben:

Der Holocaust, die Vernichtung, die Ermordung von 6 Millionen europäischen Juden ist ein mit keinem anderen Ereignis vergleichbares Verbrechen.

Ich bin außerdem davon ausgegangen, dass dies auch unabhängig von jedem Kontext gilt, in welchem auch immer auf den Holocaust verwiesen wird.

Seit heute weiß ich, dass das ganz offenbar nicht so ist. Und es sind nicht die „Rechten“, die mir heute die Augen geöffnet haben. Es ist ausgerechnet ein in der „christlichen Welt“ durchaus angesehener Mann, Dr. Michael Diener. Herr Dr. Diener meinte in typisch christlicher Nächstenliebe mit einem spektakulären Vergleich auf die im Mittelmeer agierenden „Seenotretter“ hinweisen zu müssen und verstieg sich zu einer unsäglichen Behauptung, die bei idea veröffentlicht wurde:

Kassel/München (idea) – Die Seenotretter im Mittelmeer stehen in der Tradition von Menschen, die in der Nazi-Zeit Juden vor dem Tod in Vernichtungslagern bewahrten. Diese Ansicht vertrat der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Michael Diener (Kassel), in einem YouTube-Video.

In dem Film würdigten Vertreter der evangelischen Kirche, der katholischen Kirche und der Mennoniten den Einsatz des Seenotrettungsschiffes „Alan Kurdi“ im Mittelmeer.
Diener erklärte in dem Video, die Arbeit der Besatzung sei im Sinne eines zentralen Satzes aus dem Film „Schindlers Liste“ (1993): „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Der Film basiert auf der wahren Geschichte des deutschen Industriellen Oskar Schindler, der im Dritten Reich tausende Juden vor dem Tod in Vernichtungslagern bewahrte.
Die Besatzung der „Alan Kurdi“ nehme die menschliche Verantwortung wahr, Leben zu retten, wo immer es möglich sei, so Diener. In dem Video sprach außerdem der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), den Seenotrettern den Aaronitischen Segen (4. Buch Mose 6,24-26) zu.
Der Dekan des katholischen Bistums Regensburg, Roman Gerl, erklärte, die Helfer auf dem Schiff setzten „ein starkes Signal der Nächstenliebe“. Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden, Pastorin Doris Hege (Frankfurt am Main), wandte sich an die Mitglieder der Crew mit den Worten: „Sie sind ein Segen für die Menschen, die auf dem Mittelmeer Hilfe suchen.“

(Hervorhebung von mir)

Quelle 

Der freundlichste Vorwurf, den ich Dr. Diener mache, ist der, dass er zwar in purer Gedankenlosigkeit, aber dennoch einfach nur etwas ethisch absolut „Tolles“ sagen wollte, etwas, das ein leuchtendes Vorbild für uns alle sein sollte.  Und natürlich ist das, was Menschen, die als „Gerechte unter den Völkern“ heute geehrt werden, mit beispiellosem Mut und ebensolcher Selbstlosigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus auf sich nahmen und ausführten, um Juden vor dem sicheren Tod zu retten, die höchste Form ethischen Handelns und geübter Menschlichkeit.

Aber kann man die Situation der Betroffenen (Juden unter Verfolgungsdruck, Migranten in Seenot auf dem Mittelmeer) auch nur annähernd vergleichen? Haben sich Juden selber in die Gefahr begeben, vernichtet zu werden? Sind sie nicht vielmehr der mit höchster Akribie und Präzision arbeitenden Mordmaschine der  Nationalsozialisten und ihrer Helfershelfer zum Opfer gefallen?  Und nehmen nicht die Emigranten aus Afrika freiwillig jedes Risiko auf sich, der besseren  Lebensbedingungen in Euroopa wegen? Kann man das wirklich vergleichen?

Und ebenso die Retter.  Begeben sich die „Seenotretter“ wirklich in vergleichbare Schwierigkeiten wie diejenigen Menschen, die Juden retteten, obwohl sie davon ausgehen mussten, dass sie, wenn sie dabei beobachtet und erwischt würden, selber mit dem Tode bedroht sein würden? Ich kann beim besten Willen keine vergleichbaren Umstände erkennen.

Die „Seenotretter“ im Mittelmeer zeichnen sich in der öffentlichen Wahrnehmung doch weniger als „selbstlos“, denn vielmehr als Beifall heischend aus. Und der Beifall von Kirchenführern, Politikern, Medien und sogenannten „Kulturschaffenden“, die sich alle im hellen Licht der großartigen  Retter sonnen wollen, ist ihnen ja auch gewiss. Ich weiß, ich klinge gerade ziemlich zynisch. 
Für mich sind die „Seenotretter“ nicht die großartigen Typen, die andere Menschen aus dem Wasser fischen und in Sicherheit bringen, nach meiner Wahrnehmung handeln sie in einer rechtlichen Grauzone, die den Schleppern viel Arbeit abnehmen und noch mehr Geld einbringen und so dazu beitragen, dass wie in einem ‚Perpetuum Mobile‘ das System stabil bleibt: Schlepper bringen die Migranten in untauglichen und nicht hochseefähigen Booten aus der jeweiligen und begrenzten Meilenzone und überlassen sie mit dem tröstlichen Hinweis, die „richtigen Schiffe“ seien ja schon unterwegs, um sie aufzunehmen, ihrem ungewissen Schicksal. Die auf solche Weise nach Europa gelangten Migranten geben die freudige Kunde von ihrer Ankunft im Gelobten Land per Smart- oder I-Phone weiter … denn darüber verfügen doch fast alle Ärmsten der Armen auf den Schlepperbboten, notwendigerweise, dient es doch der Planung des weiteren Weges nach geglückter Anlandung an Europas Gestaden.

Und auch dies noch:  „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“,  Der Satz stammt aus dem Talmud und findet seine Ergänzung in diesem Satz: „Die Gerechten aus den Völkern haben einen Platz in der kommenden Welt“.  In Yad Vaschem in Jerusalem wird der  „Gerechten aus den Völkern“ gedacht – derjenigen Menschen, die Juden retteten.

Herr Diener sollte das eigentlich wissen…..  und nicht eine alte jüdische Weisheit moralisierend vereinnahmen und dabei gleichzeitig ausgerechnet sechs Millionen getötete Juden mit den von Schleppern in Schwierigkeiten gebrachten Migranten vergleichen…. das ist es, was ich angesichts dieses Statements empfinde.

 

 

Sexuelle Lust nur für weiße Frauen? 5. September, 2019

Posted by Rika in emanzipation, gesellschaft, integration, migration, politik.
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Selten hat mich ein Artikel so sprachlos, so zornig gemacht und so tief getroffen, wie der, den ich heute bei Facebook zu Gesicht bekam.

Es ist ein Bericht  so  voller Grausamkeit und bar jeder Empathie,  dass man es schon beim Lesen kaum aushalten mag – verstehen kann man es schon gar nicht – und jedes Nachspüren und Mitfühlen zur Qual wird.

Die Rede ist von den Riten der Beschneidung der jungen Mädchen in überwiegend afrikanischen Gesellschaften. Spätestens seit dem ergreifenden autobiografischen Roman „Wüstenblume“ ist das Thema der Verstümmelung so vieler junger Mädchen durch die Entfernung der Klitoris und der äußeren Schamlippen zum Zwecke der „Bannung sexuellen Lustempfindens der Frau“ nicht mehr unter dem Mantel der Verschwiegenheit verborgen zu halten. Mutige Frauen, denen diese Form der Zerstörung ihres Körpers angetan wurde, machen sich seither dafür stark, diesen schreckliche Eingriff in die Unversehrtheit des weiblichen Körpers für immer zu ächten. Viele Frauen weltweit unterstützen den Kampf gegen die Beschneidung junger Mädchen.  Dieser Feldzug gegen uralte Riten ist schwer genug, der Druck auf die Mütter, ihre Töchter zu verstümmeln, ist immer noch extrem hoch. Begriffe wie Ehre, Kultur, Ritus und Gehorsam sind wirkmächtige Befürworter der  abscheulichen Praxis. Selbst in Deutschland werden Mädchen unter erbärmlichen Umständen von eigens dafür bestimmten „Beschneiderinnen“  für immer einem qualvollen Leiden ausgeliefert.

Der Artikel, den ich heute las, macht aber nicht nur der geübten Praxis wegen so fassungslos, er beschreibt ein Zerrbild eines „weißen, weiblichen  Kulturverständnisses“, wie es rassistischer und frauenfeindlicher nicht sein kann.

Der einleitende  Kommentar und der Literaturhinweis am Ende es Textes,  der auf die unsägliche „Wissenschaftlerin“ und ihre Arbeit hinweist, wird von mir hier farblich abgesetzt, der eigentliche Text als ganzes Zitat kenntlich gemacht:

Anna-Katharina Meßmer (* 1983) ist eine deutsche Speakerin, Beraterin, Aktivistin und Soziologin. Sie hat eine Dissertation mit dem Titel „Überschüssiges Gewebe“ verfasst, in welcher sie die weibliche Genitalverstümmelung verherrlicht…
Hier ein Auszug aus dem Buch „Freiheit ist keine Metapher“, dem ich auch einen kleinen Beitrag beisteuert habe. Der Titel des Aufsatzes lautet „Queere Salafistinnen“ und stammt von Judith Sevinç Bassad.

“ (…) Selbstmordattentate sind nicht die einzige Grausamkeit, für die die Gender Studies Verständnis aufbringen. Auch die Genitalverstümmelung wird von manchen Akademikerinnen als zu beschützendes Kulturgut verstanden, das von der kulturellen Hegemonie des Westens bedroht wird. So behauptet Anna-Katharina Meßmer in ihrer Dissertation Überschüssiges Gewebe, dass der Begriff „Genitalverstümmelung“ nur deswegen negativ konnotiert sei, weil der Westen zu Kolonialzeiten den Orient als ein „unzivilisiertes Anderes“ wahrgenommen habe. Der Akt der Verstümmelung in afrikanischen Dörfern ist also nicht deshalb grauenhaft, weil er es ist, sondern weil der Westen – im Glauben, dass seine eigene „moderne, auf-geklärte, heilende Medizin“ die Überlegenere sei – sie zu einer „barbarischen Tradition“27 stigmatisiert habe. Dementsprechend verurteilt Meßmer auch die Sichtweise des westlichen Feminismus auf Genitalverstümmelungen. Denn in ihm werde „die afrikanische Frau“ als „sich nach westlichen Standards zu emanzipierende“ gesehen.28 Abermals bestimmt hier der Hass auf den Westen die wissenschaftliche Thesenbildung: Nicht die afrikanische Tradition der Verstümmelung wird von der Autorin problematisiert, sondern der Westen, der sie im Zuge seiner vermeintlich kolonialen Interessen überhaupt als eine barbarische Praxis bezeichnete. Auch die Genderforscherin Daniela Hrzán fordert in ihren Artikeln dazu auf, Verständnis für Genitalverstümmelung aufzubringen. Dafür ersetzt sie den Begriff „female genital mutilation“ (FGM) durch die Bezeichnung „female genital cutting“ (FGC), verharmlost also „Genitalverstümmelung“ zu „Genitalbeschneidung“. Der Grund: Bei „Genitalverstümmelung“ könne der Eindruck entstehen, „dass Eltern ihre Kinder bewusst verletzen und foltern, wodurch jeglicher sozialer Kontext, in dem FGC-Praktiken eingebettet sind, ausgeblendet wird“.
Wieso man eine Praxis, mit der man kleinen Mädchen ohne Betäubung und unter Einsatz von körperlicher Gewalt die Klitoris, manchmal auch die Schamlippen mit Rasierklingen, Messern oder Scheren abschneidet und deren Vagina anschließend zunäht – wieso man genau eine solche Praxis nicht als „bewusst verletzend“ bezeichnen sollte, verschweigt die Autorin. Auch, welcher „soziale Kontext“ hier die begriffliche Verharmlosung einer menschenverachtenden Misshandlung legitimiert, führt die Genderforscherin nicht aus. Stattdessen ist sie überzeugt, dass ihre sprachliche Beschwichtigung „für einen kritisch-reflektierten und antirassistischen Umgang mit dem Thema“ stehe. (…)“

 

***
Sofern jemand unser Buch noch nicht haben sollte, hier der Link:
http://www.querverlag.de/freiheit-ist-keine-metapher/

Soweit der bei Facebook erschienene Beitrag. Mein Nachfragen bei demjenigen, der den Text veröffentlicht hat, ergab folgenden ergänzenden Hinweis:   Der  zitierte  Buchauszug findet sich auf den Seiten 268f des oben schon genannten Buches „Freiheit ist keine Metapher

 

Dieser abscheuliche Gedanke, die bei einer Genitalverstümmelung entfernten Schamlippen und die Klitoris sei „überflüssiges Gewebe“ ist an Perversion kaum noch zu überbieten und offenbart nicht nur eine unglaubliche Leibfeindlichkeit, sondern im Hinblick auf die  vor allem in Afrika betroffenen Frauen auch einen beispiellosen Rassismus. Denn anders als Rassismus kann man doch die Argumentation nicht bezeichnen, die hier ins Feld geführt wird als angeblichen „Kampf gegen ein kolonialistisches Weltbild der Weißen“, der der schwarzen, afrikanischen Frau ein angeblich weißes Leitbild nicht länger aufdrängen will und darum dafür plädiert, auch weiterhin die leidvolle Verstümmelung weiblicher Körper aufrecht zu halten.

Gelten die allgemeinen Menschenrechte demnach nicht für Afrikanerinnen?

Ist die Würde des Menschen und die Unversehrtheit einer Person ausschließlich weißen Europäerinnen vorbehalten?

Ich frage mich angesichts dieses fürchterlichen Weltbildes einer akademisch gebildeten weißen Frau, was in Menschen vorgehen mag, die andere Menschen offensichtlich ausschließlich als Forschungsobjekt für ihre krude Theoriebildung missbrauchen. Kann sich irgendeine Frau in Deutschland dafür erwärmen, die kulturellen Highlights afrikanischer Stämme mit den hier einwandernden Menschen gleich mit zu übernehmen, um so den Kolonialismus endgültig zu überwinden den eigenen Körper zugunsten dieses heroischen Aktes ohne jegliche Betäubung und unter Zuhilfenahme nicht steriler Rasierklingen, Glasscherben oder Messer beschneiden zu lassen und damit auch die Möglichkeit sexuellen Lustempfindens für immer aufzugeben – und, nicht nur das, bei jeder Periode, jeder Penetration, jeder Schwangerschaft und jeder Geburt erneut mit unendlichen Schmerzen konfrontiert zu sein?

 

Wenn es nicht Hass auf das eigene Geschlecht ist, nicht Hass auf die eigene Hautfarbe, nicht Hass auf die so mühsam erkämpften Rechte der Frauen, Hass auf die allgemein gültigen Menschenrechte, was um alles in der Welt treibt eine Professorin dann um –    und das in einem Land, das in nicht allzu ferner Vergangenheit Mediziner hervorgebracht hat, die die Würde des Menschen mit Füßen traten und jüdische Männer, Frauen und Kinder als „Versuchskaninchen“ im angeblichen Dienste der Wissenschaft missbrauchten?

Frauen auch weiterhin dem Verstümmeln auszusetzen, weil es so schön irgendwelchen anthropologischen Forschungen oder der Überwindung eines angeblichen weißen Größenwahns dienen mag, das ist doch nichts anderes als ein furchtbares Verbrechen an der Menschheit.

Dass die Genderforschung seltsame Blüten treibt, habe ich schon manches mal im Stillen gedacht,  dass sie aber Verbrechen unterstützt, übersteigt  mein bisheriges Vorstellungsvermögen von  weiblichen weißen „Wissenschaftlerinnen“.

Dazu kann ich nicht länger „im Stillen“ nachdenken. Dazu kann ich nicht schweigen.

 

 

 

…….

In der Ferne – so nah…. 5. August, 2019

Posted by Rika in aktuell, attentat, flüchtlinge, gesellschaft, medien, migration, politik.
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Gestern Abend schaltete der liebste Gatte die Tagesschau der ARD ein und weil ich keine Lust hatte das gemütliche Wohnzimmer zu verlassen, nahm ich an der abendlichen Belehrung durch die Nachrichtenredakteure teil. (Ja, ich weiß, dass diese Einleitung schon alles andere als objektiv ist hinsichtlich unseres Nachrichtenwesens, aber es ist die „harmloseste“ Beschreibung der Sendung, die mir angesichts meiner gestrigen, augenblicklich auftretenden Gefühle möglich ist.)

In den USA ist es – wieder einmal – zu einem fürchterlichen Verbrechen gekommen, Menschen wurden ohne jeden Grund durch einen Schützen getötet. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was so eine Tat in irgendeiner Form rechtfertigen würde, aber es gibt leider Menschen, die so eine Tat zur Rechtfertigung ihrer Verachtung für den amerikanischen Präsidenten und seine Politik missbrauchen. Ich will und muss das hier nicht näher ausführen.

Die ARD-Nachrichtenredaktion räumte dem furchtbaren Geschehen im fernen Amerika sehr viel Zeit und Raum ein.

Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Verbrechen, die uns sprachlos machen ob ihrer Grausamkeit. Menschen werden hinterrücks und ohne jede Vorwarnung und ohne jeden erkennbaren Grund getötet. Wir haben inzwischen gelernt, dass diese lokalen Einzelfälle nicht oder kaum  von Bedeutung für die wichtigen Nachrichtensendungen sind, vor allen Dingen dann, wenn die an der Tat Beteiligten  unterschiedlicher Herkunft sind.

Ist das Opfer ein Mensch, der im Zuge der großen Fluchtbewegung nach Europa / Deutschland kam, wird ihm große Aufmerksamkeit zuteil – auch in den Medien – sofern der Täter aus dem europäischen / deutschen Kulturkreis stammt.  Die Moderatoren bekunden ihre Fassungslosigkeit und weisen mit dem Richtfinger nach Rechts – auch wenn noch keine abschließende Untersuchung durch die Behörden stattgefunden haben kann.

Ist das Opfer ein Mensch, der im Zuge der großen Fluchtbewegung nach Europa / Deutschland kam und hat der Täter die gleiche Biographie aufzuweisen, wird in den großen Medien gar nicht berichtet, allenfalls findet man eine kleine Notiz in der Tageszeitung der Region über den Vorfall.

Ist das Opfer ein Mensch, auf den die Merkmale „europäischer Abstammung“ zutreffen, der Täter aber ein Mensch, der im Zuge der großen Fluchtbewegung nach Europa / Deutschland kam und hat der Vorfall bereits in den sozialen Medien Aufmerksamkeit erregt, so vermelden die Moderatoren die Tat „kurz vorm Wetter“.

Vielleicht ist meine subjektive Wahrnehmung wirklich sehr subjektiv und kann einer objektiven Statistik (gibt es die überhaupt?) nicht standhalten.

Aber angesichts der sehr ausführlichen Berichterstattung über ein Geschehen, das sich Tausende von Kilometern weit weg ereignete, frage ich mich schon, ob hinter der mir seltsam erscheinenden Auswahl dessen, was der bundesrepublikanischen Fernsehöffentlichkeit dargereicht werden sollte und was nicht, irgendein politisches Kalkül stecken mag. Nein, ich neige nicht zu Verschwörungstheorien, ich bin nur neugierig interessiert an einer sinnvollen  Erklärung.

Meine eigene Vermutung mag keine sinnvolle Erklärung liefern.  Sie sieht folgendermaßen aus:  Die „gefühlte Sicherheit“ früherer Zeiten ist bei vielen Menschen einer leichten Verunsicherung gewichen. Dass die aber nicht wünschenswert ist, bekundete unser Innenminister im November 2017 nach den Anschlägen in Paris, als nämlich in Hannover ein Freundschaftsspiel zwischen der niederländischen Nationalmannschaft und der deutschen sehr kurzfristig abgesagt wurde, weil eine diffuse „Terrorlage“ bestand.

Die Bevölkerung darf und soll in gar keinem Fall beunruhigt oder gar verunsichert werden. Wenn aber jeder bedauerliche „Einzelfall“ eines Tötungsdelikt unter der Beteiligung der oben genannten Personen so ausführlich in den Hauptnachrichten dargestellt würde, wie die Amokgeschehnisse im fernen Amerika, würde das zu einer erheblichen Verunsicherung führen – und müssten die Journalisten dann nicht auch der Regierung sehr unangenehme Fragen stellen, ähnlicher Art, wie man sie viel lieber im Blick auf den POTUS als Tatsache unterstellt – natürlich mit umgekehrten Vorzeichen, denn unsere Regierung ist ja nun gar nicht rechtspopulistisch ausgelegt, wie etwa die ferne Administration in Washington.

Wenn man Herrn Trump den Vorwurf macht, seine Migrationspolitik sei es, die für die neuerlichen Verbrechen verantwortlich ist, was müsste man dann unserer Regierung anlasten hinsichtlich ihrer Politik?  Manche Politiker und manche im Internet zu lesenden Kommentare stellen ja solche Fragen, aber die sind eben „rechtspopulistisch“ und das wollen „wirsindmehr“  ja bekanntlich nicht sein. Ich verstehe das natürlich und nehme auch das Dilemma wahr, mit dem die freundlichen Damen und Herren in den Redaktionen zu kämpfen haben.

Aber ich habe noch gelernt, das „ehrlich währt am längsten“ eine gewisse Grundannahme gesellschaftlichen Zusammenhalts ist – zumindest aber sein sollte. Und deshalb würde ich mir wünschen, dass diese Erkenntnis auch in den Redaktionsstuben der großen Medienanstalten zur Durchsetzung käme und offen die Ereignisse, Zusammenhänge, Folgen und Erkenntnisse daraus zur Sprache gebracht werden könnten.

Noch liegt die Deutungshoheit bei den MSM, aber immer mehr Menschen kehren sich ab, weil sie spüren, dass man sie nicht ernst genug nimmt und nicht für klug genug erachtet, die Geschehnisse im Zusammenhang mit den ungelösten Problemen der Migration zu sehen – denn dass dieser Zusammenhang besteht,  ist nicht länger zu verharmlosen.

Und zum Ende dies noch:  Vielleicht, so denke ich manchmal mit leicht verschwörerisch gerunzelter Stirn, soll uns die Beschäftigung mit Trump und seiner Politik nur davon ablenken, die Missstände im eigenen Land genauer unter die Lupe zu nehmen – nur ja nicht vor der eigenen Haustür kehren – es könnte ein böses Erwachen geben.  Sich an die eigene Nase fassen – es könnte unangenehm werden.

Den Splitter im Auge des anderen sehen und nicht den Balken im eigenen erkennen – ich will mich von der Möglichkeit nicht ausschließen.

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