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Das Blockflötenspiel reicht nicht …. 19. Oktober, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, hass, integration, islam, medien, migration, mohammed, mord, politik, presse, sharia, terrorismus.
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In Solidarität mit meinem ermordeten Lehrerkollegen zeige ich diese Karikatur hier bei himmel und erde.

Bei Facebook schrieb ich diesen Text dazu:

Sind wir wirklich „mehr“, wie es ein Slogan vor einiger Zeit in der Entgegnung auf rechtsradikale Verbrechen behauptete?

Die Reaktionen auf den Mord an dem französischen Geschichtslehrer machen doch klar, dass wir mehrheitlich erbärmlich feige sind im Umgang mit radikalen An- und Absichten gewisser Zeitgenossen. Da gibt es keinen Aufschrei in der Presse, kein Solidaritätskonzert feiner Sahnefilets oder Toten Hosen, keine gemeinsame Aktion aller deutschen Lehrer – Schweigeminuten in der Aula, Unterweisung zum Thema Meinungsfreiheit und religiöse Vielfalt, Darbietung von Karikaturen umstrittener Propheten usw, usw

Nein, das alles findet nicht statt. Stattdessen müssen wir zum hundertsten Mal unsägliche Kommentare über uns ergehen lassen. Dabei wären wir doch mehr, viel mehr. Würden allein alle Facebook-Nutzer die Karikaturen veröffentlichen, die der Mörder zum Anlass nahm, einen Geschichtslehrer auf offener Straße zu enthaupten, kämen die Fanatiker doch mit dem Morden gar nicht mehr hinterher (ACHTUNG: Sarkasmus) , wieviel weniger, würden alle europäischen Lehrer in Solidarität mit dem ermordeten Kollegen die Karikaturen zum Gegenstand einer Unterrichtsstunde machen, und noch viel weniger müsste die feige und schweigende Mehrheit befürchten, würden alle Tageszeitungen auf Seite eins ausschließlich den Schlächter Mohammed in seiner ganzen Hässlichkeit zeigen, nicht um Muslime zu beleidigen, sondern klar zu stellen, dass es unser gutes Recht ist, einen erbarmungslosen Mann der Geschichte anzuklagen, ihn bloß zu stellen, ihn zu karikieren und sich über ihn zu empören, so wie wir es mit allen andern Fieslingen der Weltgeschichte auch tun. Und wenn es einen furchtbaren Aufschrei der Beleidigten dazu gäbe, was dann?

Glaubt denn irgendjemand von uns, dass Schweigen wirklich das richtige Mittel der Wahl ist, um in diesem Kampf – und nichts anderes ist es – auch nur einen Fußbreit unserer Werte verteidigen zu können?

Liebe Leute, Blockflötenspiel und das Absingen christlicher Lieder, wie es die Kanzlerin dereinst zur Stärkung unserer Identität empfahl, reicht längst nicht mehr aus.

Wir müssen für unsere Freiheit einstehen, wollen wir sie nicht verlieren.

Denn noch sind wir doch tatsächlich „mehr“…. oder vielleicht doch nicht?

Dies ist KEIN Aufruf zur Gewalt, egal in welcher Form.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Nochmals und ausdrücklich:

Dies ist kein Aufruf zur Gewalt, in welcher Form auch immer.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

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Substitution – zur seltsamen Lage in Deutschland… 27. Februar, 2020

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, attentat, aus küche und keller, aus meinem kramladen, gesellschaft, Grüne Ideologen, integration, medien, meine persönliche presseschau, mord, politik, presse.
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Substitution

Ich habe schon einmal eine ähnliche Überschrift für einen Beitrag gewählt… damals ging es um eine Linsensuppen-Substitution https://himmelunderde.wordpress.com/2012/03/01/linsensuppensubstitution/ .

Heute wollte ich mir mit dem Posten eines Suppenrezeptes eine kleine Ablenkung verschaffen, um von den merkwürdigen Zuständen in Deutschland  Abstand zu gewinnen.
Abstand zu der von mir wahrgenommenen Gemengelage hierzulande, dazu gehören – in Stichworten – die seltsamen Vorgänge bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen und die nicht weniger irritierend anmutenden Reaktionen der Kanzlerin und aller rechtschaffenden – nicht zu verwechseln mit rechten – Parteien von tiefrot über rot bis grünlich, wobei „grünlich“ dafür steht, dass die Partei zwar einen frühlingsfrischen grünen Anstrich hat, aber bei näherer Betrachtung doch schon Flecken des rückwärtsgewandten Verfalls aufweisen, warum sich diese Grünen in Thüringen selbst eher vornehm zurückhalten und lieber den grünen Oberphilosophen und schriftstellernden Märchenonkel für sich reden lassen.

Ob man die FDP zu den rechtschaffenden Parteien zählen darf, ist zur Zeit noch nicht ausgemacht, hat sie es doch zugelassen, dass der als Gegenkandidat für den roten Bodo angetretenen Herrn Kemmerich auch (!) und zudem vielleicht mehr aus Versehen von den Mitgliedern der Partei gewählt wurde, die neuerdings in einem Atemzug mit Adolf und Auschwitz genannt wird, was ich persönlich für eine Relativierung der Verbrechen der Nationalsozialisten halte – und zwar für eine von der übelsten Sorte, nicht weil die besagte Partei als ein Ausbund an Freiheit und Hort der Demokratie angesehen werden kann, sondern weil man mit diesem Vergleich die Verbrechen der Nationalsozialisten klein redet und sie so zu dem „Fliegenschiss“ degradiert, den vor nicht allzu langer Zeit einer der Repräsentanten selbiger Partei für die gesamte Zeit  des Tausendjährigenreiches auszumachen glaubte. Ich halte das für eine Scheußlichkeit sondergleichen.

Die anderen Wähler des Herrn Kemmerich sind ganz offenbar in der Thüringischen CDU beheimatet. Hier macht es Sinn, die ThCDU von der Bundes-CDU zu unterscheiden, denn diese brachte  –  sofort nach dem Startschuß von der in Afrika weilenden Kanzlerin –  ihr größtes Missfallen an diesem inakzeptablen Vorgang zum Ausdruck und stellte sich konsequent hinter Frau Dr. Merkel und ihre undemokratische Forderung, das Ergebnis dieser Wahl sofort rückgängig zu machen.  Nun kann man eine Wahl nicht so mir nichts dir nichts rückgängig machen. Immerhin trat Herr Kemmerich von seinem Ministerpräsidentenposten auch aufgrund des Drängens der Bundes-FDP zurück. Nun hat das Land weder eine regierungsfähige Regierung, noch ist ein Ausweg aus dem Dilemma, der nach demokratischen Regeln zustande kommen könnte, überhaupt absehbar. Was dann allerdings ebenfalls  rückgängig gemacht wurde, war die Stellung von Frau AKK als Parteichefin und Kanzleraspirantin, Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte ihren geordneten Rückzug und den Verzicht auf alle ihre Parteiämter an, nur die Verteidigungsbereitschaft Deutschlands will sie auch weiterhin als Ministerin koordinieren (da gibt es vermutlich nur noch wenig falsch zu machen, weil alles, was je falsch laufen konnte, falsch gelaufen ist).

Nun streiten sich dreieinhalb Herren darüber, wer die Rechtschaffenheit der CDU auch in Zukunft glaubhaft nach innen und außen vertreten soll. Das „dreieinhalb“ bezieht sich nicht auf einen halben Mann, sondern auf einen halben Posten als Kanzleraspirantenkandidat, will doch Herr Spahn nicht selbst den Thron des Regierungschefs besteigen, sondern Herrn Laschett als Steigbügelhalter dienen und dafür den Vize machen. Die anderen beiden Herren, Herr Röttger und Herr Merz, haben ihrerseits schon interessante Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Frau Dr. gemacht, dem einen machte sie einst den Fraktionsvorsitz abspenstig, den anderen feuerte sie als Umweltminister. Man darf gespannt sein, welchem der Herren ihre größere Abneigung gilt und wer darum mit dem höchstmöglichen Sperrfeuer aus der Zentrale der Macht zu rechnen hat, das natürlich nach Kräften mit der geballten Kompetenz an Demagogie und Verunglimpfung einhergehen wird, die die Medien aufzuweisen haben. Im Moment scheint die Medienmeute Hatz auf, bzw. gegen Merz zu machen.

Die Thüringer Inszenierung einer Regierungskrise geriet vorübergehend in den Hintergrund der Berichtertattungen. In Hanau ereignete sich eine furchtbare Tragödie, als ein unter schwerer schizophrener Paranoia leidender Mann neun ihm fremde Menschen, seine eigene Mutter und sich selber erschoss. Der in einem sogenannten „Manifest“ des Täters anklingende,  aber keineswegs als solchen auch ursächlich hinreichend bewiesene „Rassismus“, löste eine Flut von Reaktionen aus, die alle einen gemeinsamen Schwerpunkt  bis heute aufweisen: Die rechte Partei am äußersten rechten Rand muss geächtet, vom Verfassungsschutz überwacht und am besten gleich ganz verboten werden. Zu sagen, es wäre sinnvoll zunächst einmal die polizeilichen Ermittlungen abzuwarten, gleicht schon einem Anfall von Masochismus. Es steht unumstößlich fest, dass solche Taten nur und ausschließlich im bewusstem Hass auf Fremde und Rassismus begangen werden können. Eine schwere psychische  Störung mag man allenfalls bei traumatisierten Menschen annehmen, die aus kulturfremden Ländern hierher kamen und schwere Straftaten begingen, für Menschen aus unserem allgemeinen  kulturellen Umfeld gilt das nicht.

So bleibt auch die Berichterstattung über eine weitere tragische Tat in einem seltsam-nebulösem Dunkel. In dem kleinen nordhessischen Ort Volkmarsen fuhr ein junger Mann seinen Wagen in eine fröhlich feiernde Menschmenge, die den Weg des Karnevalzuges säumte. Bisher ist von 60 Verletzen die Rede, einige von ihnen sehr schwer verletzt, unter ihnen sehr viele Kinder.

Und während  die gesamte politische Elite den Opfern und Angehörigen von Hanau unmittelbar ihr tiefstes Mitgefühl ausdrückte, es in vielen Orten Deutschlands „Demonstrationen gegen Rechts“ gab, Sondersendungen und Talkshows sich des Dramas annahmen, blieb es um Volkmarsen ziemlich still. Der Bundespräsident reiste nicht an, um an Krankenbetten sein Mitgefühl auszudrücken, auch habe ich noch nichts davon gehört, dass den Geschädigten von Volkmarsen eine Entschädigungszahlung zugesagt wurde, wie man sie den Familien der Opfer von Hanau versprach.

Aber vielleicht habe ich auch nicht mehr richtig zugehört oder nachgelesen. Irgendwann schaltet nämlich mein Selbsterhaltungstrieb auf „Abstand und Ruhe“, weil ich es einfach nicht mehr ertrage, mich mit den Ereignissen selbst, aber auch mit den Reaktionen darauf intensiver zu befassen.

Heute, „nach Hanau und Volkmarsen“, beherrschen wieder die Umtriebe der CDU-Granden die Zeitungen.

Und so ganz am Rande nimmt auch langsam die Berichterstattung über die Gefahr, die von einem in China ausgebrochenen Virus ausgeht, Fahrt auf…. allerdings will es mir scheinen, dass nicht Corona selbst  im Mittelpunkt des Interesses steht, sondern die unglückliche Figur, die der Herr Minister Spahn dabei macht, hatte er doch bei ersten vorsichtigen Meldungen die Gefahr für uns hier in Deutschland heruntergespielt, inzwischen mehren sich aber die Stimmen, die sogar eine Pandemie nicht ausschließen wollen und sorgenvoll darauf hinweisen, dass die medizinischen Einrichtungen möglicherweise auch hier bei uns nicht allzu gut darauf vorbereitet seien.

In Krisenzeiten kann eine gute Suppe durchaus über augenblickliche Sorgen hinweghelfen, hier geht es jetzt zur Suppe: Aber Achtung, sie ist nicht vegan, nicht einmal vegetarisch!

Man nehme

500 g Gehacktes halb und halb (natürlich nur vom Biobauern)

2 Stangen Porree (schön kräftig biodynamisch gewachsen)

3 große Zwiebeln

2 säuerliche Äpfel

1 Pck passierte Tomaten (500 g)

200ml Sahne

1 gehäuften El Rosenpaprika

Salz und Pfeffer nach Geschmack

1El Zucker-Zimt-Gemisch

1 Bechertasse Basmatireis

Zubereitung:

Porree sehr gründlich waschen, die äußeren Blätter entfernen, das dunkle Grün abschneiden, die Porreestangen der Länge nach halbieren und in  in sehr feine Halbringe schneiden.

Die Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden

Die Äpfel schälen und grob raffeln

Den Basmatireis in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen und mit der doppelten Menge Wasser und einem Teelöffel Salz in einem hohen und großem Topf zum Kochen bringen, auf die kleinste Energiezufuhr schalten und den Reis ausquellen lassen.

Das Gehackte in einer Pfanne mit hohem Rand gut anbraten, danach die Zwiebeln hinzufügen und glasig werden lassen, beide Zutaten gut vermischen, die geraffelten Äpfel auf die Hackfleisch-Zwiebel-Mischung geben und die Zucker-Zimt-Mischung  darüber streuen und unterheben. Danach den Porree hinzufügen.  Alles gut vermischen und mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika würzen,  einige Minuten leicht köcheln lassen.

Die passierten Tomaten zu dem ausgequollenem Reis geben und gut verrühren, anschließend den Pfanneninhalt zu dem Reis geben, alles gut vermischen,  gekochtes Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist  und mit Sahne verfeinern.

Ich habe noch eine Handvoll eingeweichter Rosinen zugegeben, das ist aber  nicht jedermanns Geschmack. Mir schmeckt das allerdings sehr gut…

 

 

 

Das Motiv ist klar…. oder vielleicht doch nicht? 20. Februar, 2020

Posted by Rika in attentat, aus meinem kramladen, gesellschaft, mord, politik, presse, terrorismus.
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Das Bekennerschreiben weise auf mögliche rechtsradikale Motive hin, sagte die Stimme aus dem Off beim HR.
Und der Tagesschausprecher sagt soeben, die Bundesanwaltschaft gehe von einer zutiefst rassistischen Gesinnung aus.

Wie sollte man es auch anders darstellen. Alle Videobotschaften und schriftlichen Bekenntnissen des Täters  scheinen auf eben diese Einstellungen hinzudeuten.

„Und dennoch“ sage ich sehr entschieden.

Dennoch wäre es doch an der Ordnung gewesen, zunächst einmal sorgfältig zu prüfen, ob diese Einstellung ursächlich für die „kruden Ideen“ sind, die sein Text aufweist, oder ob nicht eine massive Störung seiner Persönlichkeit ihn immer tiefer in die (durch ihn selbst dokumentierte)  Wahnwelt trieben, der zu entkommen vielleicht nur durch das Morden und die anschließende Selbsttötung möglich war.

Haben sich Psychiater mit den Texten und der Videobotschaft beschäftigt? Kamen sie zu Wort in diesem öffentlich ausgetragenen Tribunal der Verlautbarungen und Verurteilungen?

Die Tat ist schrecklich, das ist gar keine Frage.

Mein Mitgefühl gilt den verwundeten Opfern und den Angehörigen der Getöteten.

Aber mein Mitgefühl gilt auch dem Täter, wohl gemerkt, diesem von seiner Paranoia getriebenem Menschen, der zur Waffe griff und zehn Menschen und sich selbst tötete.
Warum?
Mir geht es wie nach dem Amoklauf von Winnenden, wie nach dem am Erfurter Gymnasium: Menschen kommen nicht so einfach mir nichts dir nichts auf die Idee, andere zu töten. Am Anfang steht doch zumeist eine tiefe Kränkung des eigenen Selbstwerts, hervorgerufen durch andere Menschen oder aber, wie in diesem Fall anzunehmen ist, die bereits erkennbare Fehlentwicklung in der Pesönlichkeit, unabhängig von dem realen Verhalten der nächsten Bezugspersonen und der Umwelt.

Ich kann natürlich nicht darüber urteilen wie es im Fall des Tobias R. tatsächlich gewesen sein mag, aber ich habe den von ihm verfassten Text gelesen und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieser Mensch im Vollbesitz seiner geistigen und psychischen Kräfte gewesen sein konnte.  Wie sehr er darüber hinaus negativen Einflüssen durch andere ausgesetzt gewesen sein mag, das festzustellen, ist nun Sache der ermittelnden Behörde.

Ich schreibe diese Stellungnahme, weil ich es unerträglich finde, wie der Schrecken dieser Tat sofort umgesetzt wird in politische Münze und nahezu alle Kommentare, die ich bisher hörte oder las, so sicher davon ausgehen, dass der Mann ein hasserfüllter Rassist mit extrem rechter Gesinnung gewesen sei.

Seinem Manifest nach zu urteilen, war er aber ein Mensch, der hoffnungslos von seinem unheilvollen Wahn, seiner Psychose geknechtet wurde, dies wird in seinem Text überaus deutlich.

Den Text seines Bekenntnisses kann man unter diesem Link finden.

Dieses „Manifest“ liest sich wie eine horrorvolle Eigenauskunft über die Entwicklung, die Tobias R. zu dem Mann werden ließ, der zu einer Waffe greift, um in seinem Wahn die Welt vor Übeltätern zu retten und so selber zum Mörder unschuldiger Menschen wird.

Der Blog ScienceFiles nimmt sich des Manifests kommentierend an. Ich gebe hier nur die Einleitung im Wortlaut wieder:

Wir geben im Folgenden die wesentlichen Inhalte des Manifests, das der Hanauer-Attentäter, Tobias Rathjen, quasi als sein Vermächtnis hinterlassen hat, wieder. Es ist nach unserer Ansicht wichtig, den Inhalt dieses Manifests einer großen Leserzahl zugänglich zu machen, um der politischen Instrumentalisierung des Attentäters entgegen zu wirken.

Hier die wichtigsten Punkte als Zusammenfassung vorweg:
Der Attentäter aus Hanau heißt Tobias Rathjen.
Er ist 1977 geboren und war zum Zeitpunkt seines Todes demnach 42 Jahre alt.
Rathjen hat wohl eine Lehre als Bankkaufmann und ein Studium der BWL absolviert (bzw. begonnen).
Sein Manifest ist das Dokument eines paranoiden Psychopathen, von dem man sich fragen muss, wie er so lange unter Anderen leben konnte, ohne eingeliefert zu werden.
Er ist überzeugt, vom Geheimdienst überwacht zu werden und hält sich für ein “Genie”, weshalb er u.a. eine Strategie für die USA und eine für den DFB entwickelt hat.
Rathjen ist xenophob, seine Xenophobie ist jedoch eine abgeleitete Xenophobie: Wie die Klimahysteriker, so denkt auch Rathjen, dass die Menschheit vor der Katastrophe gerettet werden muss – nicht wegen der Globalen Erwärmung, sondern weil sie nach seiner Ansicht unausweichlich zur Zukunft der Erde gehört.
Die Rettung kann nach seiner Ansicht nur von Völkern kommen, die sich durch Ideen hervorgetan haben. Das schließt eine breite Gruppe von Völkern aus, die nach seiner Ansicht nicht nur keine Ideen produzieren, sondern sich destruktiv auf die Menschheit auswirken und somit die Rettung derselben gefährden. Deshalb müssen diese Völker nach seiner Ansicht eliminiert werden.
Rathjen ist nicht in der Lage, Individuen in Rechnung zu stellen, er ist Kollektivist und kann nur in Gruppen denken. Nicht einmal seine eigene Person kann er unabhängig von einer Gruppe definieren. Er ist mit dem Versuch, eine personale Identität zu entwickeln, gescheitert.
Die interessante Frage, die sich mit Rathjen verbindet, ist nicht, ob er Fremdenfeind war oder nicht. Er war ein Fremdenfeind. Die interessante Frage ist, warum er übergeschnappt ist, denn das paranoide Überzeugungssystem, das er sich zugelegt hat, ist nichts, was ihm alleine zueigen wäre. Paranoide Überzeugungssysteme sind heute weitverbreitet: Klimahysteriker, die die Welt in 10 Jahren untergehen sehen, haben ein paranoides Überzeugungssystem. Linke Gewalttäter, die gegen Unternehmen oder Privatpersonen vorgehen, weil diese als Agent des Kapitals angesehen werden, haben ein paranoides Überzeugungssystem. Die Frage ist, warum wird Rathjen, der ansonsten in keiner Weise bemerkenswert ist, zum Amokläufer? Die Antwort auf diese Frage ist eine gesellschaftliche und keine, die man in Deutschland hören will.

(Hervorhebungvon mir)

Elf Menschen hat der Attentäter von Hanau ermordet und ein Manifest hinterlassen, das ihn als einen kranken, einen paranoiden Psychopathen ausweist. Man muss seine Tat also vor dem Hintergrund seines Wahnsinns sehen.
Wir haben das Manifest gelesen und geben unseren Lesern eine Zusammenfassung der nach unserer Ansicht wichtigsten Stellen.
Das Manifest ist 24 Seiten lang und enthält schon auf Seite 3 die folgende Passage, die das Leben des Attentäters nach seiner Ansicht geprägt hat. Er sei, so schreibt er, 3, 5 oder 11 Tage alt gewesen als sich Folgendes ereignet habe:

Tobias Rathjen
“Parallel zu diesen ersten Eindrücken vernahm ich eine Stimme in meinem Geist, der nun zum ersten Mal einsetzte, die allerdings nicht freundlich war und lautete: „Oh, das ist ja blöd, ich bin in die Falle gegangen“. Ich erwiderte auf diese Frauenstimme unmittelbar mit „Nein“ und schlief kurz darauf wieder ein.”
Dieser Eindruck, der sich im Gehirn des damals maximal Elftägigen nach seiner eigenen Aussage eingegraben hat, ist eingebettet in eine Rahmengeschichte, die auf der Überzeugung gründet, dass tausende Bürger in Deutschland von einem Geheimdienst überwacht werden.

Ich empfehle dringend, sowohl das von mir verlinkte Original, als auch die von ScienceFiles vorgenommenen Erklärungen und Anmerkungen zu lesen.

Aufgrund des Originaltextes kann ich den Täter NICHT für einen Rechtsextremen halten, der lediglich seinem infernalischen und rassistischen  Fremdenhass folgt, wie allzu leichtfertig von vielen politischen Stimmen und den berichtenden Medien zu erfahren ist.

Wir müssen aber Menschen wie Tobias Rathjen sehr ernst nehmen, sie sind in ihrem Wahn unberechenbar und gefährlich.

Und sicher ist die Frage berechtigt, die die Autoren von ScienceFiles am Ende ihres Beitrag stellen, wie es sein kann, dass niemand zuvor den Wahn erkannt habe.

 

Auf gar keinen Fall darf aber dieses schreckliche Verbrechen dazu führen, das, was wir Freiheit nennen, in der vermeintlich dringend gebotenen  Abwehr des Bösen immer weiter  zu beschränken.
Es könnte sich als größter Fehler unserer demokratischen Gesellschaft herausstellen.

Ich hoffe sehr, dass dieser schreckliche Fall trotz allem dazu beiträgt, neben dem üblichen Einteilen in Rechts und Links auch noch zu differenzierter Wahrnehmung fähig zu sein und auch zu kommen.

NACHTRAG am 21.Februar
Prof. Dr. Meins nimmt bei Achgut Stellung zu „Hanau“
https://www.achgut.com/artikel/der_taeter_von_hanau_eine_diagnose

Aus dem Text zitiert:
„Aber dass es hier sich wiederum um einen Täter handelt, der unter dem Einfluss von wahnhaftem Erleben – oder wie es formal heißt: einer krankhaften seelischen Störung – stand und deswegen unfähig war, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, sollte zumindest dem psychiatrisch etwas Vorgebildeten bereits nach kurzer Lektüre des wirren Manifests des Täters klar sein. Da gibt es auch aus der Ferne kein Vertun.
Und dementsprechend ist es schlicht Unsinn, zu behaupten, der Täter habe aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt oder – wie der Generalbundesanwalt meint – habe eine „zutiefst rassistische Gesinnung“. Welche Gesinnung der Täter tatsächlich hatte, muss gegenwärtig offen bleiben. Denn dazu muss in Erfahrung gebracht werden, wie dessen Einstellungen und Überzeugungen zu Zeiten waren, wo Denken, Fühlen und Handeln noch nicht unter dem Einfluss seiner krankhaften seelischen Störung standen. Das Manifest des Täters ist deshalb völlig ungeeignet, um auch nur halbwegs sichere Informationen über die „eigentliche“ – die nicht krankhaft bedingte – Gesinnung zu erlangen. Die bisher bekannten Einlassungen von Mitgliedern seines Sportschützenvereins ergeben keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Gesinnung. Aber diese Frage kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der mageren Quellenlage noch nicht abschließend beantwortet werden.“

und weiter:
„Auch wenn der Täter von Hanau aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage war, das Unrecht seiner Tat einzusehen, bleibt es eine furchtbare Tat. Wenn Mainstream-Politiker und -Medien sowie neuerdings auch der Generalbundesanwalt diese Tat als Ausdruck einer rassistischen oder fremdenfeindlichen Gesinnung bezeichnen, dann folgen sie bloß ihren niederen politischen Instinkten und ihrem Kalkül – wie es sich in den letzten Jahren eben so eingeschliffen hat.“

Trump hat einen Plan und das ZDF die „richtige“ Meinung 29. Januar, 2020

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, HOLOCAUST, iran, israel, israelkritik, medien, meine persönliche presseschau, mord, plo, politik, terrorismus.
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Gestern lief im ZDF der sehr bemerkenswerter Film mit dem Titel „Ein Tag in Auschwitz„.

Anhand eines Fotoalbums, das von dem „Fotographen in Auschwitz“ eigens zur Dokumentation der „tadellosen Abwicklung“ eines Transportes  (hier ungarischer Juden)  angelegt war, wurden die Stationen nachgezeichnet, die die Unglücklichen bis zu ihrem Ende durchlaufen mussten. Die Ankunft in Auschwitz – Birkenau, der „Empfang“ an der Rampe, die Einteilung der Menschen in die Gruppen, die sofort der Gaskammer zugeführt wurden und die, die in das Arbeitslager kamen. Der Historiker, der die Dokumentation weitgehend erstellt hat, gibt die sachliche Auskunft, dass zwischen 70 und 80 % der Menschen eines jeden Transports sofort zu den Gaskammern und in die Vernichtung geführt wurden.

Zeitzeugen kommen zu Wort. Überlebende der Shoah.

Der Film ist ein ruhiges, unaufgeregtes und darum umso eindrücklicheres Zeugnis des Verbrechens, das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben. Die Bilder sprechen für sich, die Zeugen reden klar, ohne Pathos, aber mit mühsam gefundenen Worten für etwas, was sich eigentlich gar nicht in Worte fassen lässt.

Unmittelbar nach dem Ende des Films – natürlich wie immer – das nächste  Programm.

Das nächste Programm sind die „heute“-Nachrichten mit Claus Kleber.

Die Anmoderation ist für mich ein Schock. Mit ätzender Stimme und kaum verhohlener Verachtung „ordnet Herr Kleber ein“, wie er seine Aufgabe beim ZDF in routinierter Selbstdarstellung beschreibt. Es geht um den Friedensplan, den der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorlegt.

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht mehr mitbekommen habe, was Donald Trump im Einzelnen vorgesehen hat. Ich höre die kommentierenden Worte Claus Klebers und mir wird schlecht.

Wie kann man nur, denke ich, nach so einem Film zum Holocaust die Nachrichtensendung mit einem derartigen Introitus beginnen? Es ist mir, als sei die Zeit stehen geblieben und wir seien wieder in der Zeit des Tausendjährigen Reiches und jemand würde mit empörter Stimme das Unrecht anprangern, das die Juden angeblich über diese Welt gebracht haben.  Die Sympathie des Herrn Kleber,  seine alleinige Sorge gilt nicht etwa den unter dem palarbischen Terror leidenden Israelis, nein, sie gilt  den Tätern, den „Palästinensern“, die um ihr Land gebracht werden sollen, denen Trump mit seinem Friedensplan so übel mitgespielt habe.

Als Nicola Albrecht zugeschaltet wird, ist mir so  schlecht, dass ich das Zimmer verlassen muss, in dem der Liebste dem Fortgang der Nachrichtensendung folgt.

Ich kann mir diese antiisraelische Propaganda im Staatsfernsehen einfach nicht mehr zumuten, schon gar nicht in diesen Tagen, in denen deutsche Politiker  vollmundig und äußerst medienwirksam der toten Juden gedenken und irgendetwas von „Nie wieder“ von sich geben, aber gleichzeitig den Mördern und den von der Vernichtung der heute lebenden Juden träumenden Politkern  die Hand schütteln und ihnen zusichern, alles für ihr Wohlergehen zu unternehmen.

Es ist  (beinahe nur*) eine einzige widerliche Show der „Guten Deutschen“, die aus dem Holocaust vor allen Dingen gelernt haben, dass es auf eine perfekte Performance der politischen Meinung ankommt. Das gilt für die Selbstdarsteller im Politikzirkus ebenso wie für die Meinungsmacher in den öffentlich-rechtlichen und allen Medien  darüber hinaus.

ZDF  = Zentrale Deutsche Fehlinformation. Die ARD steht dem ZDF allerdings in nichts nach.

 

Gerd Buurmann hat in seinem Blog dazu so Stellung genommen: „Die volle neue Einseitigkeit

 

 


* beinahe nur – Ich will denen nicht Unrecht tun, die aus tiefem Herzen das Grauen der Shoah beklagen.

 

Der Film „Ein Tag in Auschwitz“ ist mit begleitendem Material auch für den Unterricht an Schulen vorgesehen.

 

 

 

Gehört dein Bauch wirklich dir….? 4. Januar, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, eltern, familie, familienpolitik, frauen, gesellschaft, Kinder - Famile, mütter, mord, politik, väter.
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„Mein Bauch gehört mir!“

Mit dieser Parole warben prominente Frauen zu Beginn der 70er Jahre für die Löschung des Paragraphen 218, der Abtreibung unter Strafe stellt. Abtreibung, so behaupteten sie, sei das natürliche Recht der Frau, darüber zu entscheiden, ob sie Mutter werden wolle oder eben nicht. Damals, zu Beginn dieser Debatte, hatte ich durchaus Sympathien für die Haltung der Frauen. Es war die Zeit der vielen Diskussionen über Feminismus und Emanzipation, und als junge Frau wollte ich natürlich auch eine moderne und aufgeschlossene Frau sein. Ich habe heftig mit diskutiert im Freundes- und Familienkreis.

Dann beschlossen mein Mann und ich eine Familie zu gründen. Ich wurde  schwanger und wir bekamen unser erstes Kind, einen kleinen Sohn. Drei Geschwister kamen im Laufe der nächsten sieben Jahre hinzu, allesamt sehr erwünscht. Alle wunderbare Kinder – wunderbare Menschen auch heute.

Damit veränderte sich meine Haltung zu Abtreibungen deutlich, zumal die moderne Medizin doch Mittel und Wege bereit stellt, eine Schwangerschaft zu verhüten. Abtreibung als Mittel der „Verhütung“ ein Kind zu bekommen ist die perverseste Abkehr von allen ethischen Grundlagen, die das Menschsein ausmachen.  Natürlich muss es Ausnahmen geben, etwa wenn eine Frau durch ein Gewaltverbrechen schwanger wird und sie sich außerstande sieht – und auch außerstande ist – das Kind dieses Verbrechens auszutragen und zu gebären. Da geht Barmherzigkeit vor Recht und Gesetz.

Heute aber werden durch die „Legalisierung“ des 218 (Abtreibung ist immer noch ein Straftatbestand, die Strafe wird jedoch ausgesetzt)  jährlich allein in Deutschland über 100 000 Kinder im Mutterleib getötet, darunter viele Kinder, die durch die Frühdiagnostik als „behindert“ aussortiert werden – oftmals mit dem ausdrücklichen Zuspruch durch die behandelnden Ärzte. Unsere Gesellschaft erlaubt es sich, im Laufe von nur 10 Jahren mehr als eine Million Menschen das Recht auf Leben abzusprechen und zu töten. Gleichzeitig jammern die Politiker, die diesem Wahnsinn zustimmen, darüber, dass unsere Gesellschaft überaltert und deshalb darauf angewiesen sei, Menschen zu importieren, etwa nach dem gleichen Muster des Denkens, dass man Nahrungsmittel, die in unseren Breiten nicht natürlicherweise wachsen und gedeihen, ja auch einführt, egal woher und zu welchen Bedingungen. Wir haben uns alle an dieses global mögliche „Mehr an Gütern“ längst gewöhnt… ich auch.
Die in diesen Tagen wieder heftig geführte Diskussion um das Recht von Gynäkologen für die Möglichkeit zu werben, in ihrer Praxis eine  Abtreibung vornehmen zu lassen, zeigt, wie virulent nach wie vor die Frage danach ist, wer letztendlich über Leben und Tod entscheidet. Kann man dieses Recht tatsächlich „nur“ der Frau zubilligen, die kein Kind bekommen will oder hat nicht auch das noch ungeborene Kind ein verbrieftes Recht auf Leben?

Heute las ich bei Facebook einen Artikel von Andreas Laun in „Die Tagespost“ zum Thema Abtreibung. Er ist deutlich, streckenweise ungemein schmerzhaft in seiner Ausdrucksweise, und er bringt auch das zum Ausdruck, was mich selber umtreibt.

Ich kopiere den Artikel in voller Länge hierher, weil ich ihn sehr, sehr wichtig und gut finde und weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Links im Laufe der Jahre nicht mehr funktionieren und ein Text, auf den ich mich in meinem Kommentar beziehe, plötzlich nicht mehr auffindbar ist.

Hier nun der Text im vollem Umfang:

Warum die Kirche Zeichen setzen muss gegen den Brudermord der Abtreibung.

Mit Kain hat jener Blutstrom begonnen, der seither durch die Weltgeschichte fließt, schäumend und die Täter berauschend. Namen und historische Ereignisse bilden seine Seitenarme: Sie erinnern an Dschingis Khan, an die islamischen Eroberungen ab dem 7. Jahrhundert, an die chinesische Kulturrevolution, an die Genozide an den Armeniern, in Kambodscha und Ruanda, an die Menschenopfer der Azteken, an zwei Weltkriege, an Hitlers Shoa und Stalins Archipel Gulag.
„Gott ist tot, wir haben ihn getötet“, schrieb Friedrich Nietzsche. Brudermord und Gottesmord setzen sich fort in der Geschichte, in einer immer radikaleren Gottlosigkeit der modernen, westlichen Welt, die Gott heute in seinen Geboten, in seiner Offenbarung, in seiner Schöpfung bekämpft. Papst Benedikt XVI. deutete den Holocaust als Versuch, mit dem jüdischen Volk auch seinen Gott und seine Ordnung auszulöschen. Im Anschluss daran formuliert Kardinal Robert Sarah „das größte Verbrechen der modernen Geschichte: Der Hass und der Wille, das jüdische Volks auszumerzen, ist ein Gräuel. Lag alldem nicht der Plan zugrunde, Gott zu töten, indem man das Volk auslöschte, das so viele Jahrhunderte hindurch die Erinnerung an Seinen Bund weitergeben hat.“ Während man Tötungsprogramme in größter Ähnlichkeit zu Diktaturen entwickelt, versucht man den Tod zu besiegen durch wissenschaftliche Projekte. Gleichzeitig organisiert und legalisiert man das Morden und Sterben.
„Blutrausch macht noch süchtiger
als Alkohol und andere Drogen“
Nach den beiden Weltkriegen hätte man annehmen können, die Menschen würden unter dem Eindruck des Erlebten nie wieder Kriege führen. Es kam anders: Viele Kriege wurden seit 1945 geführt, blutig und grausam wie eh und je. Man rüstet weiter und entwickelt trotz Hiroshima und Nagasaki sogar in armen Ländern Atomwaffen. Blutrausch macht noch süchtiger als Alkohol und andere Drogen.
1973 begann das nächste Blutbad, den Zahlen nach größer als alles was es gab, unter dem Schutz und Druck von Heuchelei und legitimierter Lüge. Es begann in den USA mit dem Grundsatzurteil „Roe versus Wade“, durch das in den USA Abtreibung legitimiert wurde. Mittlerweile folgen fast alle Staaten der Welt den Amerikanern, auch unter Druck und mit Hilfe von unbeschreiblich viel Geld. Wenn Gott nicht existiert, lebt der Mensch in einem Vakuum, weil es dann auch keine Ordnung gibt, die nicht der Mensch selbst macht und machen kann. Dann gibt es kein Naturrecht, also kein Recht, das sich aus der von Gott geschaffenen Natur erkennen lässt. Dann gibt es nur menschengemachte Gesetze und Autoritäten. Daraus folgt dann aber, dass der Staat Abtreibung straffrei erklären kann. Eine rechtspositivistische Sicht führte dazu, dass jedes Jahr Millionen von Kindern weltweit ermordet werden. Und dazu, dass arme Länder gedrängt oder erpresst werden, ebenfalls liberale Abtreibungsgesetze zu erlassen. Inzwischen hört man von Veränderungen der Lage, in manchen US-Bundesstaaten wird Abtreibung erneut verboten. So war in der „Tagespost“ zu lesen: „Die Abtreibungslobby hat keine Zukunft, weder in Deutschland noch irgendwo sonst. Und sie weiß es auch oder ahnt es mindestens längst.“ Es wird ein Erwachen kommen, davon bin ich überzeugt. Wir alle werden wie Macbeth rufen: „Zu wissen, dass ich ’s tat. Besser von mir selbst nichts zu wissen!“ Es wird ein bitteres Erwachen sein.
Verlogene Begriffe sollen das Gewissen betäuben
Unsere Zeit hat die Globalisierung des Abtreibungsmordes hervorgebracht. Die Welt betäubt ihr Gewissen immer noch beharrlich, durch verlogene Begriffe wie Unterbrechung, Fleischklumpen, Befreiung der Frau. Die Argumente für Abtreibung sind einfach zu widerlegen, doch die Welt, die so viele Rätsel des Universums gelöst hat, stellt sich dumm. Der Geist der großen und kleineren Mörder lebt weiter und mordet ohne Unterlass. Während man die Erinnerung an den Holocaust wach hält, geht der neue große Mord an den ungeborenen Kindern weiter und weiter. Ihren Müttern will man verbieten zu leiden – an ihrer Erinnerung an das, was sie getan haben und nicht vergessen können.
Bezeichnend, dass es bei der Europawahl kaum ein Politiker wagte, das Thema anzusprechen. Sicherlich, es gibt Politiker in allen Ländern, die gemäß dem Naturrecht, das Gott allen Menschen ins Herz geschrieben hat, denken und auch handeln würden, wenn es ihnen möglich wäre. Aber die Mehrheit tut nicht einmal das, was möglich wäre. Offenbar hat niemand von den mächtigen und einflussreichen Leuten Vladimir Palkos Buch „Die Löwen kommen“ gelesen, über die Feigheit und Blindheit der angeblich christlichen Politiker, die sich bei jeder Gelegenheit zur Rechtsstaatlichkeit bekennen, ohne zu wissen, dass es Rechststaatlichkeit nur gibt, wenn das Naturrecht anerkannt wird. Alle schweigen, wenn etwa eine Hebamme in Norwegen gekündigt wird und keine andere Anstellung erhält, weil sie sich weigert, einer Abtreibung zu assistieren.
Wenn Europa einmal erwacht, muss es sich von der teuflischen Irrlehre befreien, dass die Mehrheit in jedem Fall Recht schaffen kann. Gegen das Massenphänomen Abtreibung steht die jüdisch-christliche Kulturgeschichte Europas. In Goethes „Faust“, einem Hauptwerk der deutschen Literaturgeschichte, spielt Abtreibung eine zentrale Rolle: Gretchen treibt ab und begeht aus der Sicht Goethes damit ein Verbrechen.
„Wie ist es möglich, so viele Frauen zur
Überzeugung zu bringen, sie hätten ein Recht,
ihr eigenes Kind töten zu lassen?“
Wie ist es möglich, so viele Frauen zur Überzeugung zu bringen, sie hätten ein Recht, ihr eigenes Kind töten zu lassen? Bei fast allen Tieren verteidigen die Mütter ihre Jungen sogar dann, wenn sie dabei ihr Leben riskieren. Abtreibung ist gegen den Urinstinkt alles Weiblichen, sogar im Reich der Tiere. In einer Welt, in der der Mensch selbst weithin für ein Tier gehalten wird, sollte es nicht beleidigend sein, an diese Beobachtung zu erinnern: Auch Tiermütter verteidigen ihre Jungen, in vielen Fällen gegen ihre Väter oder fremde Männer. Mit dem Gottesmord und den aus ihm folgenden Morden steht Europa am Abgrund. Es ist im Begriff, Selbstmord zu begehen. Angesichts des globalisierten Abtreibungsmords und seiner Folgen müssten die Befürworter und Täter mit Macbeth rufen: „Wir haben den Schlaf, den unschuldigen Schlaf ermordet.“ Und: „Nicht das Wasser eines Ozeans kann das Blut von unseren Händen waschen.“ Oder auch mit Lady Macbeth: „Noch immer riecht es hier nach Blut.“ Ja, das tut es in Folge der tabuisierten Abtreibungen.
Wir Christen bräuchten für uns und die ganze Welt dringend eine Weltsynode über Kain und Abel: einen gemeinsamen Schrei der Kirche. Und viele Ladys Macbeth, die auf der Bühne der Welt weinen, weil sich das Blut an ihren Händen nicht abwaschen lässt – höchstens durch den Beichtpriester, wie Shakespeare wusste. Man sollte die Stimmen von Papst Johannes Paul II. und von Mutter Teresa hörbar machen. Die Heilige von Kalkutta sagte: „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß töten kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch?“
Europas Bischöfe sollten eine unübersehbare Demonstration planen
Alle Bischöfe Europas sollten eine gemeinsame Demonstration planen, ein Zeichen, das man nicht übersehen kann und das auch in den Medien nicht vertuscht werden kann. Die Kirche sollte akribisch suchen nach den Lecks, durch die die Ideologie des Tötens auch in kirchliche Strukturen eingedrungen ist. Man müsste dies ebenso aufdecken wie die Missbrauchsfälle. Man darf auch hier nichts vertuschen, denn Abtreibung ist der schlimmste Missbrauch eines Kindes. Abtreibung zu „entkriminalisieren“, als ob man ein Verbrechen durch ein Gesetz zu einer guten Tat machen könnte, müsste als unannehmbar gebrandmarkt werden.
Vielleicht ist auch bei vielen Christen, die Abtreibung eigentlich ablehnen, der Gedanke Macbeths eingedrungen: „Zu meinem Vorteil muss sich alles fügen. Ich bin einmal so tief in Blut gestiegen, dass, wollt ich nun im Waten stillstehen, Rückkehr so schwierig wär als durchzugehen.“ Als Christen können wir hinzufügen: Jesus ist durchgegangen, aber nicht als Täter, sondern als Opfer für alle!

 

Ich denke, dass ich dem nichts hinzufügen muss oder sollte.

Antwort auf Chemnitz…. ? 29. August, 2018

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In Chemnitz kam ein Mann zu Tode. Die näheren Umstände sind noch nicht vollkommen geklärt. Involviert in das grausame Geschehen waren aber auch zwei, inzwischen von der Polizei in Gewahrsam genommene „Flüchtlingsmigrantenasylbewerber“, die mit Messern bewaffnet durch die Stadt spazierten und einen Konflikt mit dem späteren Opfer „Daniel“ mit eben diesen Messern austrugen, zum Nachteil des Getöteten, wie man wohl so sagt.

In Chemnitz kam es zu Protesten. Zu den spontan demonstrierenden Bürgern gesellten sich auch solche mit eindeutig „rechter Gesinnung“, offenbart durch entsprechende Sprechgesänge und Armhebungen, die seit Adolfs unseligen Zeiten glücklicherweise in Deutschland verboten sind. (Ich nuss das sicher nicht näher erklären.)

Die Stimmung in der Stadt wird als „aufgeheizt“ und „aggresiv“ beschrieben, und weil derzeit in diesem Land nichts so sehr die Gemüter erregt, wie der notwendige „Kampf gegen Rechts“, wurde auch alsbald in allen verfügbaren Medien des öffentlichen Lebens über die rechten Sachsen und ihre unschöne Haltung gegen „die anderen“ geredet, geschrieben, gefilmt… was das Zeug hält.

Das Opfer kam so ein zweites Mal unter die Räder… ja, es klingt zynisch und das ist es auch. Denn nicht die Frage, warum, wieso, weshalb Flüchtlinge, Migranten, Asylanten zum abendlichen Festspaziergang ein Messer mit sich führen und es auch mit tödlichen Folgen für den Angegriffenen zum Einsatz brachten, wurde thematisiert, sondern die abscheuliche Reaktion der Chemnitzer Einwohner auf diesen doch eigentlich so ganz normalen Mordfall. So jedenfalls habe ich einige der Kommentare verstanden, die die Alltäglichkeit der gewaltsamen Übergriffe beliebiger Angreifer auf beliebige Bürger beschworen und gar keinen Zusammenhang glaubten erkennen zu können, zwischen den kulturellen Unterschieden derjenigen, die schon länger hier leben und denen, die erst kürzlich zum „Volk aller hier im Lande Lebenden“ gehören… wie es die Frau Bundeskanzlerin so trefflich in einem ihrer sprachlich so eloquent vorgetragenen Statements zum Ausdruck brachte.  Nur ein kleiner dummer und vernachlässigungswerter Zufall, so die Argumentation, kein Politikum, nur ein schlichter Raubüberfall mit Todesfolge. Der Daniel hat einfach Pech gehabt, wie unzählige Opfer von Einzelfällen vor ihm auch schon.

Das Politikum ist nicht die Tat, es ist die Reaktion. Und gegen diese reaktionäre Reaktion der Chemnitzer muss man natürlich mit aller gegebenen Härte vorgehen. Das leuchtet ein. Denn die Reaktion widerspricht dem Geist der Willkommenkultur, die wir doch mit aller Entschiedenheit und allerorten hegen um pflegen, um damit dem Ungeist des Faschismus deutscher Prägung während der Zeit des Nationalsozialismus ein für alle Mal Widerstand entgegen zu setzen. Was damals vom deutschen Volk nicht geleistet wurde, das leisten „wir“ heute, darin sind wir ebenso unübertroffen gut, wie in Ausübung der Vernichtung des europäischen Judentums, der Zerstörung der jüdischen Kultur in Europa, dem Anzetteln des Zweiten Weltkrieges und der Versklavung der „minderwertigen Völker des Ostens“. Niemals wieder kann uns irgendjemand den Vorwurf machen, wir würden andere Völker versklaven oder  gar vernichten wollen.

(Das ist übrigens auch mit ein Grund, warum unsere Regierung immer und immer wieder insistiert, wenn in dem kleinen Land am Mittelmeer angeblich  die Menschenrechte mit Füßen getreten …. also „Siedlungen“ gebaut werden und Sicherheitsanlagen  Messerstecher  daran hindern sollen, diejenigen abzustechen, die den damaligen deutschen Mördern gerade so entkommen sind….)

Aber das ist ein anderes Thema… und sicher wird irgendjemand mir den Vorwurf des Whataboutism machen. Man darf einfach gar keine Beziehungen herstellen oder Vergleiche ziehen, die die Lauterkeit der heutigen Regierung und die der verkündenden Medien in Frage stellen KÖNNTEN! Konjungtiv…! (Claudia Roths Teilnahme an einer Domonstration in Hannover spukt mir gerade noch im Kopf rum… „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ soll da gerufen worden sein. Natürlich – und Dank sei der Vorsehung –  nicht von den Reaktionären am rechten Rand der Gesellschaft, nein, man kann beruhigt sein, es waren linke Schreihälse…. dann ist ja alles gut. Die dürfen randalieren und Autos abfakeln oder mit Pflastersteinen werfen, weil sie ja „gegen Rechts sind“. ) Gegen Rechts zu sein legitimiert jedes Mittel – und wehe, jemand stellt Fragen nach der Rechtmäßigkeit der dargebotenen Mittel, dann ist derjenige selber ganz schön schnell ganz schön rechts….

Gegen Rechts zu sein, ist auch das große Anliegen der Frau Chebli, nach eigener Auskunft „palästinensischer Flüchtling“ in dritter oder vierter Generation. Das und ihr streng muslimisches Elternhaus prädestiniert sie geradezu dazu, in Sachen Migration und Integration den Regierenden in verschiedenen Funktionen hilfreich zur Seite zu stehen. (Nicht, dass ich hier falsch verstanden werde, ich halte es für sinnvoll, Menschen mit einer ähnlichen Biografie denjenigen an die Seite zu stellen, die hier in Deutschland ein neues Leben aufbauen wollen. Die Frage ist nur, wie sinnvoll es ist, immer wieder den eigenen Status als Flüchtling und / oder Opfer hervorzuheben, um sich damit von der Mehrheitsgesellschaft deutlich abzuheben und gleichzeitig integrativ zu wirken.

Mit ihrem oben verlinkten Twitter-Statement hat sie jedenfalls keine gute Figur gemacht – und es muss ihr auch selber aufgefallen oder von anderer Stelle mitgeteilt worden sein, denn das Statement wurde auf Twitter gelöscht. Aber es ist in den Weiten des Internets natürlich nach wie vor virulent – und das ist auch gut so, wirft es doch ein bezeichnendes Licht auf das, was Frau Chebli im Innersten bewegen mag:

Wir sind mehr (noch), aber zu still….  Wir sind zu wenig radikal„.

 

Wer ist mit „wir“ gemeint? Alle „Nicht-Rechten“ soll man wohl vermuten, die „(noch)  mehr“ sind.

Doch stimmt das „aber zu still, zu bequem, zu gespalten, zu unorganisiert, zu zaghaft“ denn wirklich?

Werden nicht alle ALLE, aber auch wirklich alle Vorkommnisse, die sich in irgendeiner Weise den Rechten im Land zuordnen lassen von sämtlichen Medien sofort deutlich, heftig und auch laut als nicht hinnehmbar kritisiert (zu Recht, wie ich denke), wenden sich nicht die Poltiker nahezu aller Parteien gegen jede Form des „Rechts-Seins“ und schließen in diese Kritik auch die gewählten Volksvertreter der sich neu gegründeten Partei der AfD mit ein? Ist nicht gerade der Begriff „Nazikeule“ deshalb so oft in Gebrauch, weil inzwischen  sehr vieles, was an kritischen Stimmen gegen die Regierung in Umlauf ist, nahezu reflexhaft mit dem Begriff „Nazi“ oder „Rechts“ belegt wird, oftmals ohne der Sache gründlich auf den Grund zu gehen?

Und ist das mehrheitliche „Wir“ wirklich zu zaghaft? Die Hamburger Protesttage während des Gipfels im vergangenen Jahr zeigten doch überdeutlich eine andere Sprache. Tausende gingen auf die Straße – das war ein „Mehr von Linken, Grünen und Guten“ – und ich meine das überhaupt nicht ironisch. Besorgte Bürger gaben ihrer Besorgnis Ausdruck – und manchen von ihnen war es nicht bewusst oder vielleicht sogar egal, dass sie den Gewalttaten der Antifa und des Schwarzen Blocks eine prima Deckung boten.  Nein, das ist jetzt überhaupt kein Whataboutism zu den Vorgängen in Chemnitz. Das ist einfach eine ganz schlichte Tatsache: Bürger ließen in Hamburg Gewalt zu, weil sie darin einen Ausdruck ihrer eigenen, nur unterschwellig bewussten Bereitschaft zu „radikal“ erleben, nach dem Motto, „eigentlich lehne ich ja Gewalt ab, aber in diesem Fall geht es vielleicht gar nicht anders“…

Das erinnert mich an die Aussage eines Freundes zu den Terroraktionen am Grenzzaun von Gaza. Er meinte, es bliebe ja den Gazanern gar nichts anderes übrig, als gewalttätig zu werden.  Aber ist das so? Ist es nicht eine überaus gefährliche Haltung, „nur“ einer bestimmten Gruppe „Gewalt als Mittle der Wahl“ zuzubilligen, in Sachen Israel aber scharf gegen die angebliche Gewalt der Sicherheitskräfte zu polemisieren?

 

Was also meinte Frau Chebli mit „wir sind zu wenig radikal„?

 

Ganz ohne Zweifel haben die Messerstecher von Chemnitz sehr radikal von ihrer Waffe Gebrauch gemacht.

Ganz ohne Zweifel haben einige, nicht das „Mehr“ der  Demonstranten von Chemnitz radikale Parolen gebraucht, sind auch Flaschen und Böller gworfen worden (und nicht geflogen, wie es in so vielen  Berichten über Aktionen der Antifa heißt, so als führten Flaschen ein Eigenleben….)

Was bedeutet dieses „zu wenig radikal“? Noch mehr Gewalt auf den Straßen – linke Gewalt zumal, die sich gegen Rechte erhebt? Sollen sich etwa die bisher friedlich demonstrierenden Bürger radikalisieren, auch auf die Straßen gehen, mit Flaschen, Steinen oder sogar Messern bewaffnet und ihrem Protest gewaltsam Ausdruck geben?

Das kann und darf es nicht sein.

Die Antwort auf Chemnitz kann nicht lauten, radikaler zu werden.

Frau Chebli meinte zwar im erkärenden  Nachklapp, wir müssten radikaler im Sinne von Demokratie werden. Aber ihre Aktion macht deutlich, dass sie in ihrem Denken immer weiter weg von „mehr Demokratie wagen“ ist.

Die „Radikalisierung der Demokratie“ im Sinne Willy Brandts hat das Wagnis eingeschlossen, sich Menschen eine eigene Meinung bilden zu lassen und sie entscheiden zu lassen wie und wer in diesem Land regieren soll – aufgrund wirklicher Informationen, sachlicher Argumente, kritischer Analyse der Bedingungen zu denen wir jetzt und gerade leben (müssen). Die globale Gemengelage  ist unübersichtlicher geworden, die alten Begriffe von rechts und links taugen nur ungennügend zu Erklärungen und Analysen. Nicht jedes Argument, das die AfD im Bundestrag vorträgt ist falsch – und das Parlament täte gut daran, nicht nach der „Sitzordnung“ zu entscheiden, denn daraus sind doch die Begriffe ursprünglich hervor gegangen. Dem Geist und Inhalt nach sollten Standpunkte geprüft, übernommen oder verworfen werden und nicht weil sie von einer bestimmten Partei – ob sie nun links, rechts oder grün dem Kern nach zuzuordnen ist.

Chemnitz lehrt uns doch auch, dass ein weiteres Übergehen der Anliegen der Bürger nicht zu einem „Mehr“ an „Wir“ führt, sondern zu Ausgrenzungen, Missverständnissen, Spaltungen.

Und die Chefin der Regierung, die verbal so vehement gegen das demonstrierende Volk von Chemnitz vorgeht, sollte sich bewusst machen, dass sie nicht alternativlos ist, dass es neben ihrer (allerdings selten klar formulierten) politischen Sicht auf Deutschland, Europa und die Welt noch gute Gründe gibt, die Lage anders einzuordnen, zu beurteilen und danach zu handeln.

Eigentlich, denke ich, haben sich die Menschen in Chemnitz als wirkliche Demokraten erwiesen…. sie haben ihre Meinung kund getan, sie sind aus ihrer bequemen Gewohnheit aufgebrochen und haben deutlich gezeigt, dass sie an dem Wohlergehen ihrer Stadt interessiert sind. Nun kommt es doch darauf an, gemeinsam an einer Lösung des Problems zu arbeiten, das die Leute von Chemnitz auf die Straße getrieben hat.

Sie als Mob oder Pack oder gar Abschaum zu bezeichnen, ist – wie die Kanzlerin sagen würde – nicht zielführend.

 

 

 

 

In Augenschein genommen…. 16. April, 2018

Posted by Rika in aktuell, araber-"palästinenser", gesellschaft, hamas, hass, israel, mord, politik, terrorismus.
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Ja, schaut hin!

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Die Karte bei fb entdeckt und hierher kopiert. Quelle

Darum geht es in der Berichterstattung über den Marsch der Rückkehrer und ihre so überaus friedlichen Aktionen am Zaun, der den berühmtesten Landstreifen der Welt trennt von dem am meisten verurteilten und verachteten Land der Welt  (legt man dem Rekord „am meisten verurteilten Land“ einfach mal die  Anzahl der Verurteilungen durch den UN-Sicherheitsrat zugrunde).

Wir reden hier nicht von riesigen Entfernungen, die zwischen den Zaunaktivisten mit ihren mörderischen Absichten und der Zivilbevölkerung Israels liegen. Wir reden von Strecken, die schon meine Omma in den 60er Jahren mühelos beim Einkaufen zurücklegen konnte.

Man muss das in deutsche Verhältnisse übertragen:

Die Entfernung vom „Zaun“ bis zu dem Ort  Nahal Oz beträgt ganze 1,3 km. Das ist in etwa die Strecke, die ich in meinem Ort von meinem Haus bis zum Bahnhof  meines Ortes gehen muss, wenn ich mit der S-Bahn nach Hannover fahren will. Übrigens, die Strecke von meinem Dorfbahnhof bis zum Hauptbahnhof in Hannover ist  ziemlich genau so weit, wie die Strecke in Israel an seiner schmalsten Stelle zwischen Mittelmeer und den von den „Palästinensern“ beanspruchtem Gebiet,  Samaria und Judäa,  gut  15 km.

Nun stelle man sich vor – rein fiktiv natürlich – am Bahnhof meines schönen Dorfes sei ein riesiges Protestcamp und zu allem wild entschlossene junge Männer würden große Mengen an Autoreifen in Brand setzen, um ihrem Zorn auf die Bürgermeisterin meines Dorfes Ausdruck zu verleihen ….    Schon das alljährliche Osterfeuer in etwas näherer Entfernung zu meinen Fenstern  bedingt, dass ich diese absolut geschlossen halte… obwohl ich den Geruch von Lagerfeuern eigentlich mag. Den Geruch brennender Autoreifen mag ich  allerdings ganz und gar nicht! (Und manchmal nervt mich im Sommer sogar schon der Geruch, der vom beinahe ständig lohenden Grill des Nachbarn ausgeht…. und der ist doch harmlos, der Nachbar ebenso wie der Grillgeruch!)

Die Entfernung vom „Zaun“ bis zum Kibbuz Mefalsim beträgt schlappe 1,8 km… wie wenig das ist, konnte ich bei einem Besuch des Kibbuz vor etlichen Jahren an Ort und Stelle erfahren.  Das entspricht in etwa der Strecke, die ich in unserem Dorf von meinem Haus bis zum Friedhof zurücklegen muss…

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es in unserem Dorf aussehen würde, wenn wöchentlich hunderte Autoreifen in Brand gesteckt werden.

Und noch viel weniger mag ich mir vorstellen, dass an den Grenzen meines Dorfes uns extrem feindlich gesonnene Mörderbanden nur durch einen Zaun davon abgehalten würden, mir und meinen Mitmenschen in diesem schönen niedersächsischen Dorf an die Gurgel gehen zu wollen und unsere Polizei müsste uns vor diesen Mordbuben schützen…

Aber genau das ist doch die Realität der Israelis, die in Grenznähe zum Gazastreifen leben… und sollten sie dort etwa nicht leben dürfen?

 

Ihr könnt ja anhand dieser wunderbaren Karte mal überlegen, wie es in Euren Städten, Dörfern und Gemeinden aussähe, wenn in nur geringer Entfernung stinkender schwarzer ätzender Qualm die Luft verpestete und den Himmel so verdüsterte, dass man nicht mehr unterscheiden könnte zwischen Feind und Freund. Und von der Bedrohung durch mörderische Terroraktionen  –  nicht nur der Hamas  –  will ich gar nicht erst reden.

Ich stelle mir vor, jemand wie der nette Herr Plöger würde abends bei den Hauptnachrichten vor einer Karte Israels und Gazas stehen und erläutern, mit welchen Widrigkeiten israelische Familie am zurückliegenden Tag wieder fertig werden mussten und mit welchen sie für die nächsten Tage zu rechnen hätten. Und statt auf die Isobarensymbole würde er uns Zuschauer auf brennende Reifen, Raketenhagel, Tunnelnetzwerke und Attacken auf den Zaun aufmerksam machen und dabei besonders darauf hinweisen, dass die Zeit bei Raketenbeschuss zwischen Auslösen des Alarms und dem Einschlag einer Rakete kaum mehr als ein Wimpernschlag lang ist.

 

Schaut sie Euch an, die Karte.

Und dann sagt mir, was die israelische Armee tun soll, um zigtausende junge arabische  Männer vom Erstürmen des Zauns im Schutz des dichten Qualms abzuhalten und wie sie die eigene israelische Zivilbevölkerung schützen soll, wenn sie nicht von Schusswaffen Gebrauch machen kann oder darf oder sollte… wie es sich hierzulande so manche Friedensbewegte vorstellen?

Für nützliche Hinweise wäre die israelische Armee vermutlich dankbar….

Aber die Betonung liegt auf NÜTZLICH !!! Also WIRKSAM!

 

 

Eine Provokation soll es sein… 18. März, 2018

Posted by Rika in aktuell, frauen, gesellschaft, Kinder - Famile, mütter, mord, politik, väter.
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sich für menschliches Leben einzusetzen.

„Spahn provoziert neuen GroKo-Krach über Abtreibungen

 

Ich gebe ja zu, dass Herr Spahn  drastische Worte gewählt hat, als er einen Vergleich zog zwischen der Fürsorge für tierische Lebewesen und der für menschliche (ungeborene) Lebewesen.

Aber vielleicht ist es dringender denn je geboten, mit eben solchen drastischen Worten und Vergleichen den Wahnsinn zu verdeutlichen, der derzeit in Deutschland grassiert.

Wegen der schützenswerten Juchtenkäfer wurde jahrelang um den Bau von Stuttgart 21 gestritten. In Hannover musste, bevor der Klagesmarkt umgebaut werden konnte, ein seltenes Kraut aus den Ritzen zwischen den Pflastersteinen sorgsam entfernt und an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden. Die Elbvertiefung wird mit dem Ringen um eine äußerst seltene Spezies im Uferbereich immer wieder juristisch bekämpft und damit verzögert. Wölfen sichert man einen überaus hohen Schutzstatus zu. Gegen Massentierhaltung gibt es heftige Proteste (wohl zu Recht).

Ungeborenes Leben hat weniger Fürsprecher in der öffentlichen Debatte.

Mehr als Einhunderttausend  Ungeborene werden Jahr für Jahr abgetrieben. Das entspricht in der schieren Anzahl der Getöteten in etwa der Bevölkerung einer Stadt wie Göttingen oder Hildesheim.

In der jetzt geführten Debatte geht es aber mitnichten um ein generelles Verbot von Abtreibungen, diese juristische Angelegenheit wurde schon vor Jahren mit der Änderung des § 218 geregelt. Was die Abtreibungsbefürworter auf die Palme bringt, ist die neu entflammte Debatte darüber, ob ein Gynäkologe im Internet auf seine Praxis aufmerksam machen und dabei auch den Hinweis auf die Durchführung von Abtreibungen geben kann oder nicht. Dieses Verfahren wird durch den § 219 geregelt. Die Werbung für Abtreibung ist demnach per Gesetz verboten.

Bei einer Anzahl von mehr als 100 000 Abtreibungen pro Jahr kann man doch davon ausgehen, dass die abtreibungswilligen Frauen bisher keine Probleme hatten, eine entsprechende Einrichtung für ihr Vorhaben zu finden. Von daher verstehe ich die angeblich  dringende Notwendigkeit nicht, den Paragraphen 219 nun gänzlich zu streichen, wie es die (nur vermutete Mehrheit der) SPD fordert.

Frau Barley wird mit diesen Worten in dem oben verlinkten Artikel zitiert:

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) betonte. «Ich verlasse mich auf das Wort der Kanzlerin, die zugesagt hat, eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden.» Es gehe nicht um Werbung, sondern um Information. «Daran muss jetzt die gesamte Bundesregierung arbeiten», sagte Barley der Deutschen Presse-Agentur. Ärzte bräuchten Rechtssicherheit und Frauen Unterstützung in einer Krisensituation.

 

Mir erschließt sich die Forderung nach mehr Rechtssicherheit für Abtreibungsärzte nicht. Es geht bei § 219 doch nicht um die Abtreibung an sich, sondern schlicht und ergreifend darum, ob ein Arzt im Internetauftritt seiner Praxis auf die Spezialbehandlung „Abtreibung“ hinweisen darf oder nicht. An seiner rechtlichen Situation hinsichtlich der Tötung von menschlichem Leben – dieses Tun nämlich straffrei zu stellen – ändert sich doch gar nichts. Und auch für  die betroffenen Frauen ändert sich nichts.

Wenn Frauen und die mit ihnen sympathisierenden Männer so massiv gegen den § 219 auftreten, bedeutet das doch in erster Linie, dass auf diesem Weg die Abtreibung menschlichen Lebens endgültig zu  einer ganz „normalen“  ärztlichen Tätigkeit erklärt werden soll, wie etwa die Entfernung des Blinddarms oder der Rachenmandeln. Bisher hat es doch offenbar funktioniert, dass Frauen die Ärzte fanden, die den Eingriff vornehmen. Wozu also die Änderung?

Und hat Herr Spahn nicht Recht?

Machen nicht insbesondere die Grünen ein ziemliches Gewese um alles was lebt, mit Ausnahme um noch nicht geborene Menschen?

Und ist das nicht ein ganz schrecklicher Skandal?

Ein Skandal insbesondere in einem Land, das so viel auf seine sozialen Errungenschaften hält. Ungewollt Schwangere, die sich in einer Notlage befinden, müssen und können mehr Unterstützung finden, als es bisher schon möglich ist. Dass das mit der Information über die Ärzte, die Abtreibungen vornehmen geschehen soll,  kann doch nicht zu dieser notwendigen Unterstützung zählen!

DAS LEBEN ZU SCHÜTZEN muss die eigentliche und wichtige Aufgabe zum Thema Abtreibung sein. Dazu gehört auch der Schutz der Frauen, die mit einer Abtreibung ein hohes gesundheitliches und psychisches Risiko eingehen, dessen Langzeitfolgen aber in einer Krisensituation kaum zu übersehen sind. Verantwortung für Frauen kann darum eben auch bedeuten, sie darin zu stärken, ein nicht geplantes und / oder nicht gewolltes Kind dennoch zu bekommen.

„Kein Mensch ist illegal!“ lautet ein Schlagwort im Umgang mit Migration.  Ungeborene Kinder haben diesen Zuspruch in gleicher Weise verdient und das Recht, in Deutschland zu leben und aufzuwachsen

 

By the way,  der demographische Wandel macht auch den Grünen und Linken Sorgen, sie plädieren für nahezu ungebremste Einwanderung, um der immer mehr schrumpfende Bevölkerung ein bisschen entgegen zu wirken.  Aber 100000 Kinder nicht leben zu lassen, ist für sie gar kein Problem.

Da kann man doch ins Grübeln kommen über die ethischen und moralischen Werte….

Oder?

 

 

dass sie sich nicht schämen…. 24. März, 2017

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, hamas, israel, mord, plo, politik, terrorismus, zweistaatenlösung.
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unsere königin der raute und die „steiger-leute“ nämlich.

da steht sie wieder einmal mit dr. holocaustleugner abbas vor der kamera und sichert selbigem zu, sich für die „zweistaatenlösung“ einzusetzen…. und natürlich darf auch die kritik an den „siedlungen“ nicht fehlen. ich verzichte darauf, ihre weisheit hier wort-wörtlich zu zitieren.  es macht mich einfach nur noch geradezu hemmungslos wütend, was frau dr. merkel hinsichtlich ISRAEL, palästinenser und „siedlungen“ so von sich gibt. und da ich weder meine gute kinderstube verraten, noch gefahr laufen möchte, hier in schlimmster wortgewalt zu versinken, erspare ich mir jeden weiteren kommentar zu der dame und dem feinen herrn und kopiere stattdessen den link zu einem blogbeitrag hierher, den ich schon einmal über diese herrschaften verfasst habe:

Traumpaar … oder was

er passt heute so gut wie im oktober 2013.  mit den worten des liebsten zu sprechen, würde ich mit einigem wohlwollen „nur“ sagen, die frau ist lernresistent, mit böser zunge würde ich sagen, die frau ist böswillig israelfeindlich.

oder gibt es auch nur einen einzigen und noch dazu einleuchtenden  grund für gänzlich andere annahmen hinsichtlich ihrer verbissen starren haltung zu, bzw. GEGEN  Israel???

 

Und auch ein anderer blogeintrag von mir passt heute ziemlich gut, der zum „steiger-award“.

vor fünf jahren sollte ein anderer hervorragender „demokrat und friedensbringer“ mit dem preis   ding geehrt werden, mein sehr spezieller freund r. t. erdogan.  auch damals fragte ich mich, wieso um alles in der welt ausgerechnet erdogan dieses preisdingens bekommen sollte, verbinde ich altes kind des ruhrgebiets (na gut, ich wohne schon lange nicht mehr dort, bin nur an seinem rand geboren)  mit dem begriff „STEIGER“ die allerhöchsten tugenden, die ein mensch nur haben kann. kein einziges lesebuch während der ersten 6 jahre meiner schulzeit im schönen nordrhein-westfalen, das OHNE eine der heldenhaften geschichten von pütt und steiger ausgekommen wäre. „so watt prächt, kann’se glauben“.

und nun diese schande, einem mann so eine ehre zukommen lassen zu wollen, der sie

Ü B E R H A U P T   N I C H T  V E R D I E N T  !!!!!

das gilt gleichermaßen für den gewählten präsidenten und zukünftigen  „führer“   der türken, erdogan,  wie für den oberbefehlshaber palästinensischer mordkommandos und terroristen-verehrer, abbas.

und nein, ich nehme kein einziges wort davon zurück.

 

was sind das eigentlich für leute, die auf solch unfassbar traurige und unbegreifliche ideen kommen?

das herz schlägt links… und linke hatten schon immer ein herz für araber und  „freiheitskämpfer“, wie plo, fatah und raf…. die haben schon damals perfekt als terrorkommando zusammen gearbeitet….

 

mehr sag ich dann mal nicht… kinderstube usw.

 

 

 

Närrisch…. 1. März, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, mord, politik, presse.
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… finde ich es nicht, was da auf einem der Mottowagen in Düsseldorf zu sehen war:

Eine grinsende Freiheitsstatue bietet den abgeschlagenen, noch vom Blut tropfenden  Kopf Donald Trumps dar….  und das närrische Volk?    Jauchzt und jubelt es ob dieser gelungenen politischen Demonstration freiheitsliebender Demokraten? In dem oben verlinkten Bericht bei faz.net findet sich nicht der leiseste  Hinweis auf betroffenes Innehalten des Volkes angesichts dieser Darstellung  und leider auch nicht der kleinste Anklang der Kritik von Seiten des Verfassers.

„Macht euch nicht dieser Welt gleich“, heißt es an einer Stelle in der Bibel. Diese –   im ursprünglichen Sinn an die noch jungen christlichen Gemeinden gerichtete –   Aufforderung hätten die Gestalter des Anti-Trump-Wagens besser beherzigen sollen.

Bedient euch nicht der gleichen Methoden wie die, die ihr an anderer Stelle bekämpfen wollt.

Die verantwortlichen Gestalter des Wagens haben  lustvoll-spitzfindige Satire vermissen lassen und stattdessen zur vulgärsten Form gegriffen.

Dient es denn wirklich der Demokratie hier oder sonstwo in der Welt, wenn in Frieden und Freiheit lebende Demokraten sich der grausamen, Menschen verachtenden und widerlichen Symbolik des „Islamischer Staat“ bedienen, um den in freier, demokratischer und geheimer Wahl vom Wahlvolk erkorenen Präsidenten eines befreundeten Staates zu „kritisieren“, verbunden mit der Aufforderung an das amerikanische Volk „RESIST“?   Widersteht!

„Widersteht Trump indem ihr ihm den Kopf abschlagt“ – kann das die Botschaft eines rechtsstaatlichen Volkes an ein rechtsstaatliches Volk sein?

Aufruf zum Lynchmord als „Kritik an Trump“?

Sind die Narren in Düsseldorf von allen guten Geistern verlassen?

Zeigt sich in dieser unfassbar widerwärtigen  Darstellung ein Politikverständnis, wie es abstruser nicht sein kann, jenseits von allem, was Recht und Gerechtigkeit in einer Demokratie als Urgrund gesellschaftlichen Zusammenlebens bedeutet?

Mord und Totschlag als Mittel des politischen Kampfes sind in unserem Rechtssystem  zu Recht vollkommen ausgeschlossen, werden hart bestraft. Kann man den Terror des NSU, kann man den Terror islamistischer Gruppen wie die des „Islamischer Staat“ mit allen Mitteln bekämpfen  und gleichzeitig zum „Morden“ aufrufen, wenn auch „nur“ in einem als  „Karikatur  gedachten“  karnevalistischen Mottowagen?

Man kann nicht, denke ich.

Man kann offenbar doch. Jedenfalls in Düsseldorf.

Ich kann dazu nicht schweigen.

Ich finde es empörend, widerlich, würdelos, unanständig, bar jeder politischen Vernunft.

Mir scheint, in dem Hype um Trump ist jedes Mass verloren gegangen, fehlt jegliche Sensibilität für politisches Handeln, sowohl bei den Mächtigen, wie den Medien unseres Landes,  erheben  sich Stürmer-Methoden aus  längst verschlossen geglaubtem Grab,  regiert deutsche Überheblichkeit in einem Maße, dass es mich fassungslos schaudern macht.

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly verteidigte am Montag seine Motive im WDR-Hörfunk: Da die Fehlentwicklungen in der internationalen Politik zurzeit besonders dramatisch seien, müssten auch die Wagen besonders „gepfeffert“ ausfallen. „Er ist natürlich eine Karikatur an sich und damit ein Göttergeschenk für Karikaturisten“, hatte Tilly im dpa-Interview über Trump gesagt.

(Zitat aus dem oben verlinkten Bericht)

Und was “ Fehlentwicklungen  in der internationalen Politik“  sind, bestimmt wieder einmal der deutsche Michel. Denn wer außer uns guten Deutschen, weiß, was gut und richtig für die Welt ist?

Ganz sicher ist auch  der Präsident der USA zu kritisieren.  Aber niemals kann selbst ein nur indirekter  Aufruf zum Mord ein Mittel der kritischen Auseinandersetzung sein.

Auch nicht in närrischen Zeiten des Karnevals.


NACHTRAG am 2. März:

Eine sehr lesenswerte Betrachtung zum gleichen Thema findet sich bei

SCHLAGLICHTER

Auszug daraus:

„Die Frage ist nicht, ob Tilly das darf oder dürfen soll, sondern warum Menschen so etwas machen und andere Menschen das lustig finden. Worüber lachen sie?

Für Sigmund Freud ist Lachen ein Akt der Befreiung und der Bewusstwerdung. Im Witz kann sich das Verbotene, Verdrängte und Zensurierte entfalten.

Versteht man Tillys Wagen in diesem Sinne als Offenbarung der im Schutz der Narrenfreiheit ans Licht kommenden Volksseele, wird einem angst und bang.

Vor der Arroganz gegenüber dem Land, das Deutschland die Demokratie geschenkt hat. Vor der Unwissenheit über die Verfassung und dem fehlenden Respekt vor der Jahrhunderte langen Stabilität der amerikanischen Demokratie. Vor der nassforschen Überheblichkeit, mit der man sich nicht nur immer im Recht sondern auch noch im Besitz einer höheren Moral wähnt.“

(Hervorhebung von mir)

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