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Neues aus dem Gärtchen… 25. April, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, neues vom gärtchen, vermischtes.
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Vor knapp einem Jahr endete der Rechtsstreit mit unserem Nachbarn um Büsche, Baum und Zaun an der Grenze, ich schrieb ja ellenlange Berichte  darüber, siehe hier

Heute nun wollte ich Lavendel, den ich geschenkt bekommen hatte, im Gärtchen zu einem neuen Zuhause verhelfen. „Wo willst du ihn denn einsetzen?“ fragte der liebste Gatte. „An den Gartenzaun neben dem Eibisch!“ war meine Antwort.

„Das tust du heute besser nicht!“ meinte der Liebste Gatte und wies aus dem Fenster seines Arbeitszimmers.

Im Nachbargarten (in DEM Nachbargarten) war Familie M versammelt (Vater, Mutter, SOHN)  und werkelte eifrig an hohen „Rankgittern“ und buddelten an der im letzten Jahr frisch verlegten Rasenkante, die ja zum „Unfall“ mit unserem Zaun, nein, zum „UMfallen“ unseres Zauns und damit zu einem neuerlichen gerichtlichen Treffen geführt hatte.

Am Zaun werden nun 180 cm hohe Rankgitter gesetzt und sicher mit wunderbar dicht wachsenden Rankgewächsen bepflanzt. Damit hat dann wohl die liebe Seele [des Nachbarn ihre endgültige] Ruh [gefunden]  – und in letzter Konsequenz hat der Herr Nachbar seinen Willen durchgesetzt:  Ein hoher blickdichter RankgitterZaun   trennt ihn von uns!

Im Stillen haben wir mit so einer Aktion gerechnet und so war es mehr der Zeitpunkt als die Tat an sich, die uns heute überrascht hat.

Immerhin gab es ein paar freundliche Worte am Zaun hin und her, wohl auch dank unseres Enkelkindes, das im Gärtchen (vom sicheren Rand der Decke aus)  Gräser und Blätter untersuchte und mit seinen heute erreichten  10 Monaten einfach ein unaussprechlich wonniges Kindchen ist, das jeden Streit und Ärger vergessen macht.

Bei Gelegenheit – und wenn ich das Gärtchen frühlings-sommer-fein gemacht habe -, gibt es auch mal ein Bild vom schönen Rankgitterzaun ….

 

Der Frühling ist im Gärtchen angekommen…. ganz ohne mein Dazutun, darum nun diese Bilder:

MEDION Digital Camera

Das Rankgitter in seiner ganzen Schönheit….

 

MEDION Digital Camera

So schön …..

MEDION Digital Camera

Und nun hoffe ich, dass es sehr schnell sehr grün wird am Gitter….

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Sollen sie doch spielen…. 19. Juni, 2012

Posted by Rika in aus meinem kramladen, neues vom gärtchen.
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Ich sitze nach dem schweren Tagwerk auf meiner Terrasse und genieße das Abendkonzert der Vögel.

Schwer war mein Tagwerk, weil ich endlich, endlich die Terrasse sommerfein gemacht habe, dazu war ich einfach noch nicht gekommen. Keine Zeit nirgends!

Nun haben die Kästen und großen Töpfe nicht nur neue Erde, sondern sind auch neu bepflanzt. Das war ein bisschen schwierig, denn das üppige Blumenangebot, das noch vor Wochenfrist in nahezu allen Gartenmärkten zu bestaunen war, ist wie von Geisterhand mir nichts dir nichts verschwunden – bis auf einen sehr kleinen, aber  gar nicht feinen Rest. So habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und diesmal nur ein paar wenige, noch einigermaßen ansehnliche Blumen in die Kästen gepflanzt und die „Lücken“ mit Kräutern ausgefüllt, habe Rosmarin, Strauchbasilikum, Minze und Salbei „erneuert“, in der Hoffnung, dass der nächste Winter, der vermutlich kommt, nicht ganz so grausam kalt wird wie der letzte. Der hatte ja – ich schrieb darüber – allen meinen Kräutern den Garaus gemacht.

Und nun sitze ich hier auf der Terrasse, genieße den Feierabend, die gute Luft, den Gesang der Vögel und den Duft des Gartens. Der Liebste ist außerhäusig bei dem guten Freund aus Kindertagen und wird erst morgen zurück sein…. Ich halte hier die Stellung, denn ich bin in Rufbereitschaft. Unser zweites Enkelkind kann jetzt oder in den nächsten Tagen den Weg ins Leben antreten (ins öffentliche Leben 🙂  leben tut es ja schon eine ganze Weile und wir sind schon lange voll freudiger Erwartung!)  Und damit das erste Kind nicht mutterseelenallein zu Hause ist, wenn Mama mit Papas Unterstützung für die Verstärkung der kindlichen Fraktion sorgt, ist die stolze Oma eben in Rufbereitschaft….

Fußball wird auch gespielt …. aber was ist das schon gegen das Abenteuer auf ein neues Kind zu warten  oder den Feierabend auf der frisch heraus geputzten  Terrasse zu genießen.

Eine Amsel sitzt auf dem Schornstein der freundlichen Nachbarn. Ich kann sie sehen – und hören.

Sie flötet wunderlieblich  – und ich bilde mir ein, nur für mich!

Es piept … 25. Mai, 2011

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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… in der Eberesche!

Ich sitze am Tisch auf der Terrasse und genieße den Morgen!

Nach der Zeitungslektüre ist nun der Blick ins Netzt an der Reihe… die üblichen Meldungen, die gewohnten Meinungen, manches was mich ärgert und manches das mich freut….

Emsiger Betrieb herrscht im Gärtchen.

Hummeln, Schmetterlinge und vor allem die Vögel schwirren durch die Gegend.

Unablässig zirpt, zwitschert und piept es in er Eberesche vor mir, kleine Federbällchen flattern im Geäst, hüpfen in den Zweigen herum und sperren weit die Schnäbelchen auf.

Unermüdlich sorgende Eltern fliegen hin und her und versorgen die Jungen mit Futter.

Ich erfreue ich an dem munteren Hin und Her …

bleibe ruhig sitzen  … beobachte und genieße…  und versuche schließlich, das Treiben fotografisch zu dokumentieren …

Über meine fotografischen Fähigkeiten gibt es leider nichts Neues, sprich Positives zu berichten, aber immerhin gebe ich mir die größte Mühe, mit meiner kleinen Kamera das eine oder andere Bild des munteren Treibens zu erhaschen:

was die Vögel nicht besonders interessiert ….

… die junge Meise zeigt mir die zunächst kalte Schulter…

… hüpft dann aber ein paar Ästchen weiter und zeigt sich doch noch von ihrer schönen Seite.

Eine Amsel gibt mir durch lautes Flöten zu verstehen, dass sie sich durch mich gestört fühlt… vielleicht  wartet sie ja darauf, dass sie endlich ihr Bad nehmen kann, ohne dass ich ihr dabei zusehe …

… wie ich es vor ein paar Tagen getan habe…

Außer  Meisen zieht es auch die Buchfinken in die Eberesche…

Leider ist es mir noch nicht gelungen, genau den Moment abzupassen, in dem der Altvogel dem Jungen  das Futter in den Schnabel stopft. Ja, stopft. So sieht es nämlich aus.

Allmählich ist Ruhe eingekehrt im Baum vor meiner Nase. Aber bald wird das Schauspiel weiter gehen…

Habe ich schon mal gesagt, wie sehr ich mich an meinem kleinen Gärtchen freue …

und dankbar bin für die Wunder der Natur vor meinen Augen?!!

Ich liebe unsere Eberesche, wirklich… 12. Mai, 2011

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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…   aber mindestens zweimal im Jahr würde ich sie am liebsten   glatt dem irdischen Herdfeuer preisgeben.

Jetzt ist es wieder so weit.

Die Blütezeit ist so gut wie vorüber und ungefähr  achthundertmillionen winzig kleine welkende Blütenblätter rieseln unablässig hernieder auf Kuchenstücke und Grillgut, in Kaffeetassen und Weizenbier, dekorieren ungefragt den Terrassentisch,

…    bedecken den kleinen Teich und nehmen den Fischen die Sicht ins Grüne. Sie setzen sich hartnäckig in die feinen Vertiefungen der Waschbetonplatten (die mal dringend gegen einen schöneren Terrassenbelag ausgetauscht werden müssten…) und kleben auf den Blüten und Blättern der Blumen und Pflanzen, die in ihrer unmittelbaren Nähe erblühen…

Selbstverständlich liegen sie auch auf dem Rasen, wobei der Rasen mehr ein Mittelding aus Wiese, Kleefeld und Acker ist und darum dort die Blütenblattreste der Eberesche nicht weiter stören.

Hundertmal am Tag wische ich den Tisch ab und hundertundeinmal ist er wieder bestreuselt…

In diesem Jahr ist es besonders schlimm, weil die im Herbst so arg gestutzte Eberesche so viele Blüten wie noch nie hat – es sah auch traumhaft schön aus, leider habe ich es verpasst, rechtzeitig, das heißt, als die Blüten noch prachtvoll weiß waren, ein Foto zu machen…

Die  „weiße Pracht“   schon dahin…

Die kleinen grünen Knubbelchen werden größer werden, sich erst zart gelb und dann wunderbar  rot färben, dass es wieder eine Pracht sein wird, eine herbstlich orange-rot-braun-grüngelbe Pracht nämlich, wenn auch die Blätter ihr sattes Grün in ein vornehmes Gold wechseln…

Und doch graut es mir vor dem Spätsommer, denn so viele Amseln, die nötig wären, alle Beeren am Baum zu vertilgen, leben leider doch nicht hier im Gärtchen und drumherum. Und so werden gegen Ende des Sommers und mit Beginn des Herbstes geschätze 800 000 Beeren vom Baum fallen, einen breiigen Matsch auf der Terrasse bilden, den Teich zum Gären bringen und den Rasenacker unbegehbar machen…

Aber in der Zeit dazwischen ist die Eberesche der schönste Baum weit und breit … auch wenn er doch  arg gerupft ist…      ich schrieb darüber!

Aber das wird schon wieder, bestimmt, ganz sicher…

Spätestens im nächsten Frühjahr werden noch mehr junge Zweige nachwachsen … Bestimmt!

Verhoben… 15. Januar, 2011

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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haben wir heute das Häuschen.

Dies ist KEIN aktuelles Bild! Bei uns ist es weder Frühling noch Sommer, sondern winterlich trüb, matschig und ziemlich kühl!

Es war ein richtig nettes Spektakel!

Nachbarn und Freunde aus unserer Volleyballgruppe waren gekommen, um uns beim „Verheben“ des Häuschens zu helfen. Das stand ja, wie schon berichtet, mit der hinteren rechten Ecke ca 5 cm auf Nachbars Grundstück und musste nach dem Urteil des Gerichts so verschoben werden, dass keine Teile des Häuschens mehr in Nachbars Hoheitsgebiet ragen. Das Häuschen ist aber nicht mehr das jüngste und sein hölzernes Fundament dem Augenschein nach zu urteilen, schon reichlich morsch. Deshalb hatten wir Sorge, dass ein  Verschieben das ganze lieb gewordene „Gebäude“ zum Einsturz bringen würde.

Nun war aber dem liebsten Gatten in früher Morgenstunde, quasi  im Halbschlaf und damit noch im Traum die Idee gekommen, das Häuschen statt zu verschieben, einfach zu verheben. An jeder Seite drei kräftige Männer, meinte der Gatte, müssten in der Lage sein, das Häuschen kurz anzuheben und um die paar Zentimeter zu „verheben“, die nötig waren, um dem Gerichtsurteil zu entsprechen.

Gesagt getan.

Zum Glück regnete es heute nicht.  Gegen 10.30 Uhr waren unsere wackeren Helfer zur Stelle. Nach einer kurzen Einweisung durch den liebstenGatten versammelten sich alle draußen im Garten. Und noch ehe ich mich richtig positionieren konnte, um den wichtigen Augenblick im Film festhalten zu können, war das Lupfen und Absenken schon passiert. Dort, wo der Grenzstein tief im Erdreich sein stilles Werk tut, schlug der liebste Gatte einen senkrechten Pfahl ein, um die Grenze zu markieren. Es würde mir ja so etwas wie eine diebische Freude sein,  ein Emblem auf die Häuschenwand zu pinseln und eine Warnung anzubringen: „Achtung, Grenze, Sie verlassen hier den Bereich der Familie Rika“ oder so ähnlich. Aber das könnte  als Provokation verstanden werden und wäre wohl auch eine! Provokationen jedoch stören den Frieden im Land und entsprächen so gar nicht dem, was die Jahreslosung aussagt….   Deshalb verzichte ich auf Emblem und Warnung… und versuche, alles so zu regeln, dass wir in Frieden leben können.

Der Jahreszeit und dem Anlass entsprechend gab es nach der Arbeit eine kräftige Suppe: Westfälisches Blindhuhn.

Nun müssen wir nur noch alle Dinge und Kleinigkeiten, die für das Verheben aus dem Häuschen entfernt worden waren, wieder an Ort und Stelle räumen. Außerdem müssen wir den Dachüberstand an Nachbars Seite radikal absägen und eine Regenrinne anbringen samt Abflussrohr …. Das liegt schon alles bereit. Wir warten nur noch auf freundlicheres Wetter, weil,  die Regenrinne muss mit Silikon abgedichtet werden und dazu muss es, sagten die netten Berater im Baumarkt, mindestens 10°, besser 15 ° C warm sein.

Der Nachbar wird, so man den neuesten Gerüchten Glauben schenken darf, sein Haus nun doch nicht verkaufen.  Es hätte mich auch gewundert. Das passte nämlich so gar nicht zu dem Erscheinungsbild und Image, das er in den letzten Jahren von sich preisgegeben hat. Eher passt es zu ihm, dass er den ihm bekannten Helfern mit einer Klage wegen Hausfriedensbruch drohte – schriftlich und unter Gebrauch von biblischen Zitaten -, hatten sie doch bei der Durchsetzung seines Gerichtserfolgs SEIN Grundstück betreten….

Werde ein anderer klug aus dem Mann, ich gebe die Hoffnung auf Frieden am Gartenzaun auf!

Eberesche – gerupft… 30. September, 2010

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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Da steht sie nun, die ehedem so stattlich-schöne, Königin des Gärtchens, Augenweide und mein ganzer Stolz, die Eberesche und sieht aus wie ein gerupftes Huhn. Ich weiß nicht, ob es statthaft ist, Bäume mit Hühnern zu vergleichen und wer von beiden mehr Gründe hätte, beleidigt zu sein,  mir fiel nur einfach kein passender Vergleich ein…

Über meinen viel geliebten Baum habe ich ja schon mehrfach geschrieben, meistens zu dieser Jahreszeit. Diese Jahreszeit ist eindeutig die schönste für Ebereschenbäume- oder -büsche, wenn nämlich die Beeren leuchten, die Blätter langsam die Farbe wechseln und hungrige Amseln in Scharen  die leckeren Früchte stibitzen.

Diese Jahreszeit ist auch die geeignetste, Büsche und Bäume zu stutzen und in Form zu bringen.

In Form!

Eben!

Da der Liebste und ich deutlich dem Alter der Hochbetagten entgegengehen und uns auf wackeligen Leitern, an hohe Bäume gelehnt, nicht mehr so recht wohl fühlen, übernehmen die anwesenden Söhne des Hauses die Aufgabe des Stutzens und Kürzens.

Die Eberesche hatte einen Schnitt dringend nötig, war sie doch mit den Jahren hoch in den Himmel gewachsen, was den Proportionen eines Reihenhausgärtchens nicht mehr so wirklich entsprach. Schon vor zwei Jahren hatten die Söhne darum deutlich die Höhe verringert, dabei aber eine nicht zu übersehende Asymmetrie verursacht,

die beim diesjährigen Schnitt ausgeglichen werden sollte.  Und so machte sich der anwesende Sohn an die Arbeit…

schnitt hier ein wenig und sägte da,

die Nachbarin gab gute Ratschläge, der Liebste liebt das Kürzen und Absägen sowieso und ich war nicht zu Hause  –  ich habe das Grab meiner Eltern versorgt.

Als ich nach getaner Arbeit zu Hause eintraf, fiel mein Blick zuerst auf einen wahrhaft riesigen Berg von dicken und dünnen Ebereschenästen und -zweigen … richtete sich dann in die Höhe … eine überschaubare Höhe, eine geringe Höhe, eigentlich nur eine kleine, unwesentliche, baumbuschartige Erhebung im Gärtchen…

Es war ein großartiges emotionales Erlebnis!

Ein paar Tage später kletterte der Hausherr selbst nochmals auf die Leiter, um eine weitere geringfügige Kürzung vorzunehmen, ein Stumpfende ragte allzu seltsam in den Himmel…

Und so sieht sie nun aus, meine kleine Eberesche…

Ein gerupftes Huhn, eben!

Die Amseln wirken auch etwas verstört… ist doch das Angebot an Futterbeeren in diesem Jahr deutlich geringer als gewohnt….

PS

Auch wenn es in dem obigen Text etwas anders anklingen könnte, ich bin total froh, dass der Studentensohn die Baumschnittaktion sooo ausgeführt hat. So kann die Eberesche noch Jahre im Gärtchen bleiiben. Sie wird ganz sicher viele neue Äste und Zweige hervorbringen, sie wird blühen und viele Früchte bringen, aber eben nicht mehr immr weiter in den Himmel wachsen.

Mit Verspätung… 14. September, 2010

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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… blüht endlich auch  die Engelstrompete.

Den ganzen Sommer habe ich sehnlich drauf gewartet, dass aus den vielen, vielen winzigkleinen Knospen prächtige Blüten werden …. Pustekuchen. Der Sommer ging ins Land, aus den heißen wurden die nassen Tage, aus Juli der August. Nun ist September, es regnet ohne Unterlass vom grauen Himmel herunter und die Trompete blüht!

Sie blüht seit gestern!

Ich wollte auf gutes Wetter warten, um sie in ihrer ganzen Schönheit aufs Bild zu bannen. Heute muss ich aber fürchten, dass sie verblüht ist, bevor das Wetter besser wird. Sollte es aufklaren und die Sonne scheinen, werde ich mein Fotoglück nochmals versuchen…

Futterneid… 22. Februar, 2010

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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In diesem Jahr ist alles anders.

Seit Weihnachten liegt ununterbrochen Schnee,

aber die Vögel meiden die altbewährten Futterstellen, die wir ihnen wie in jedem Jahr im Gärtchen eingerichtet haben und verschmähen die üblichen Körner. Darum haben wir  zusätzlich  einen wetterfesten Tisch aus dem blaugelben Möbelhaus aufgestellt,  darunter werden Sonnenblumenkerne ausgestreut und jeden Morgen legt der Liebste einen  halbierter Apfel in den Schnee.  Trotzdem kommen  die Piepmätze in diesem Jahr  nicht so zahlreich wie in früheren Jahren. Wir vermuten, dass die Nachbarn einfach schmackhaftere Körner im Angebot haben und Rotkehlchen, Meisen, Spatzen und Finken sich dort reichlich versorgen.

Aber vielleicht liegt es auch an einer dicken und kampflustigen Amsel,  die besonders den Apfel als persönliches Eigentum betrachtet und ihn eifersüchtig bewacht.

Sie versteckt  sich   in der Tuja neben der Terrasse,  um dann mit schnellem Flügelschlag und weit aufgesperrtem Schnabel jeden anderen Futter suchenden Vogel in die Flucht zu schlagen.  Einzig ein paar Tauben trotzen dem Wüterich und ein unerschrockener Buchfink. Aber auch der wagt sich nicht ins Futterhäuschen, sondern sucht unverdrossen im Schnee nach Körnern, Nuss- und Sonnenblumenkernen…

(Das Bild ist etwas unscharf, weil ich durch das seit Wochen ungeputzte Fenster fotografiert habe, aber wer putzt bei diesem Wetter schon Fenster … und schon gar nicht eines, das man nur von außen und mit Hilfe einer kleinen Leiter bearbeiten kann!!!)

Und noch ein Bewohner des Gärtchens wagt sich an den Futterplatz unterm Tisch  im Schnee:   Eine kleine wunderhübsche Maus!

Doch seit sie von der frechen dicken Amsel heftig attackiert wurde,  präsentiert sie sich nicht mehr so frank und frei, sondern legt sich gut geschützt und getarnt auf die Lauer:

Irgendwie habe ich es nicht geschafft, den Bildausschnitt zu vergrößern …. lediglich die Kringel konnte ich so fabrizieren, dass der unvoreingenommene Betrachter einen kleinen Hinweis auf das Mäuschen erhält.

Vielleicht mache ich in meinem noch neuen Ruhestand mal einen Volkshochschulkurs:  „Digitale Fotobearbeitung für Senioren“! Den hat der liebste Gatte mit Erfolg absolviert, leider hat er aber nun so viel mit seinen eigenen Bilder zu tun, dass er für mein Mäuschen keine Zeit hat. Typisch Rentner!

Nachschlag:

Ich muss mich bei meinem Rentner entschuldigen. Er hat sich mit der Maus beschäftigt:

Ist sie nicht süß?

Vielleicht hat der Liebste ja auch noch Zeit für mein Mäusesuchbild…

Suchbild… 25. November, 2009

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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Wenn eine zwar fotografisch interessierte, aber nur mäßig begabte Person den Amseln beim Futtern zuschaut und beschließt, dieses aufregende und interessante Schauspiel für die Ewigkeit zur eigenen Erbauung im Bild festzuhalten, kommt das dabei heraus:

Es ist nicht viel zu sehen von dem großartigen Spektakel, das die Amseln alljährlich in der Eberesche veranstalten, wenn sie sich daran machen, die reifen Früchte zu ernten! Es sind wahre Künstlerinnen und Künstler unter ihnen, die in akrobatischen Manövern auch die Beeren zu erreichen suchen, die sich außerhalb ihrer Schnabelreichweite befinden. Zum Glück können die Beerenfresser fliegen …

Mir gefällt das Bild trotzdem!

Inzwischen ist die Eberesche vollkommen blätterlos und nahezu kahl gefressen. Nur ein paar einzelne Dolden hängen noch an einigen äußersten Zweigspitzen … und die Amseln sind wohl satt, jedenfalls haabe ich schon seit Tagen keine mehr im kühnen Anflug auf die Beeren beobachten können …

Vielleicht sollte ich das Bild ein wenig bearbeiten?  Aber auch das will gekonnt sein …. ähhhhhämm….

Spiegelbilder und Gefechte… 25. Mai, 2009

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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Vor einigen Jahren zerbrach mir ein Garderobenspiegel in mehrere Teile, einige davon schienen  mir noch brauchbar für irgendeine kreative Idee …

Und als  wenige Monate danach der Sommer mit seinen vielen Gärtchenaktivitäten anbrach, wusste ich plötzlich, was mit der größeren Spiegelscherbe zu tun sei:

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Ich platzierte sie im Efeu an der rückwärtigen Mauer des Gärtchens  …

Unscheinbar …

Doch immer wieder  verblüfft der Spiegel  Freunde und Bekannte die uns besuchen:  „Sagt mal, habt ihr da ein Loch in der Mauer?“

Einen Sommer lang lehnte die Spiegelscherbe auf dem unteren Absatz  an der Wand und wurde so zur Bühne für eine junge Amsel, die hin und her stolzierend sich von allen Seiten beäugte (ich schrieb darüber).

Leider brach ein weiteres Stück des Spiegels ab und so wurde er  im wieder wachsenden Efeu  neu ausgerichtet.  Von Zeit zu Zeit beschneiden wir das wuchernde Kraut ein bisschen damit der Spiegeleffekt nicht ganz verloren geht.

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Seit Tagen nun  beobachteten wir einen jungen Spatzen,  der sich jeden Morgen zur Frühstückszeit (unserer!) immer wieder vor dem Spiegel einfindet, aufgeregt auf und ab flattert, die Federn aufplustert und sich minutenlang mit seinem Spiegelbild einen flatterhaften Kampf zu liefern scheint. Anfangs sind wir immer ganz hektisch ins Gärtchen gelaufen, um dem armen Vogel, der dem ersten Anschein durch das „Loch“ fliegen wollte, zur Hilfe zu eilen und ihm einen Ausweg zu zeigen …  aber das hatte das Kerlchen nicht nötig, flog er doch sofort davon, wenn wir uns näherten. Und da er immer wieder mit großem Elan seine Spiegelfechtereien in schöner Regelmäßigkeit am Morgen – und nur zu dieser Tageszeit – kunstvoll ausübt, lassen wir ihm das Vergnügen und stören ihn nicht mehr mit unserem Hilfsangebot…

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Ich muss gestehen, dass  Spiegel auch auf mich  eine gewisse Faszination ausüben  … und ich inzwischen einige Spiegelbilder aufgenommen habe …

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