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80 JAHRE und 7 Tage… 27. Januar, 2022

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, HOLOCAUST, judentum, meditatives, politik.
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„80 Jahre und 7 Tage“

 

Diese Zeitspanne nannte der Präsident der Knesset des Staates Israel in seiner Rede im Deutschen Bundestag zum Gedenken der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus und wies darauf hin, dass nur wenige Kilometer vom Reichstag entfernt das Haus am Wannsee steht, in dem vor 80 Jahren und 7 Tagen eine Konferenz hochrangiger Vertreter des Staates, der SS, der Wehrmacht, der Verwaltung stattfand, in der in nur wenigen Stunden das Schicksal der europäischen Juden besiegelt werden sollte, für immer verbunden mit dem Begriff „Endlösung“, der doch nichts anderes besagt, als VERNICHTUNG !

Vernichtung jüdischer Frauen, Männer, Kinder, Säuglinge und Greise aus allen Machtbereichen der Deutschen. Um die Mörder zu schonen – so kann man es in den „Wannsee-Protokollen“ nachlesen – musste das Morden effektiver, „Ressourcen schonender“ durchgeführt werden, der fabrikmäßig durchgeführte Massenmord nahm in einer schönen Villa in einer idyllischen Landschaft seinen Anfang.

Mickey Levy, der Präsident der Knesset, konnte während seiner Rede, in der er Teile des Kaddisch für die jüdischen Toten sprach, nur mühsam die Tränen zurückhalten …

Und dennoch – so dachte und denke ich – trotz der Trauer, trotz des Gedenkens an die Toten, die Entrechteten, Traumatisierten, trotz des Leids, das mit diesem Tag verbunden ist, ist es auch ein Tag des Triumphs des Lebens über die Mordpläne der Henker.

80 Jahre und 7 Tage nach den Beschlüssen zur „Endlösung“ steht der Präsident der Knesset des jüdischen Staates Israel im Parlamentsgebäude und vor den Abgeordneten des Deutschen Volkes und gedenkt der Toten und spricht doch von Aufbruch, Zusammenarbeit und Vertrauen.

ISRAEL und alle Juden weltweit haben in diesem Moment über Hitler und sein Verbrechensregime gesiegt – mit dem leidvollen Opfer von Sechs-Millionen Leben.

Daran will ich alle Tage meines Lebens erinnern.

Der Schrecken und das Morden der Nazis und all ihrer Helfer und Zuträger darf niemals vergessen werden.

Die Mahnung, die Mickey Levy mit nur zwei Worten aussprach, geht an uns alle:

NIE WIEDER

Antisemitismus darf niemals mehr die Oberhand gewinnen, ganz gleich, in welcher „Verkleidung“ er auftritt: nicht in seiner klassischen Form, nicht als Rassismus, nicht als religiöse Pflicht, nicht als Antizionismus, nicht als allgemeine „Kritik an Israel“, und schon gar nicht als neuerlicher Aufruf zur Vernichtung Israels und der Juden, wie es leider immer wieder bei Aufmärschen zum Al-Quds-Tag passiert.

 

 

Der Anregung zum Gedenken an die über eine Million ermordeten jüdischen Kinder folgend, brennen heute Kerzen in unserem Haus, am Fenster meines Arbeitszimmers und am Fenster der Vorderseite des Hauses.

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Gendern – mein Zwischenruf… 13. März, 2021

Posted by Rika in aktuell, emanzipation, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik.
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Mit der Macht der Sprache beschäftigt sich unter anderem ein Artikel der NZZ,   der bei Facebook veröffentlich ist, wenn auch mit eigentlich anderem Tenor. 

Schnell folgen die Kommentare, die die Teilung in Befürworter und Gegner einer „gendergerechten Sprache“ abbilden. Ein Kommentator ist dabei sicher, dass die gendergerechte Sprache endlich niemanden mehr ausgrenze. 

Dem setze ich diesen kleinen und nicht auf  wissenschaftlicher Basis beruhenden Zwischenruf entgegen: 

Auch die „Gendersprache“ schafft Grenzen, sie grenzt nämlich diejenigen aus, die sich in : und * nicht wiederfinden können. Sie stülpt allen und eben auch den Kritikern an : und * zwangsweise eine Sprachform über, die eben nicht als eine allmählich gewachsene Veränderung daher kommt, wie wir es mit vielen Anglizismen erlebt haben, die inzwischen selbstverständlich sind, sondern eine Sprachform, die in den Studierstuben ersonnen wurde und mit „pseudowissenschaftlichen“ Theorien begründet wird.

Noch sieht – und das ist wörtlich zu nehmen –  „Lieschen Müller“ nämlich bei ihren Begegnungen mit anderen Menschen nicht die Diversität der Geschlechter, die eine neue Sprachform zwingend erscheinen ließe, sie sieht nach wie vor Jungen und Mädchen, Frauen und Männer, Alte und Junge, und Menschen mit allen Hautfarben, die die Palette hergibt. „Soziologisches Sehen“ ist eben nicht Standard, aber Sprache drückte bisher das aus, was wir standardmäßig gewohnt waren oder immer noch gewohnt sind zu sehen.

Und völlig egal, in welchen wilden Aufmachungen oder traditioneller Bekleidung Menschen umher laufen, noch sieht man trotz aller äußerer Erscheinung „nur“ die bisher geläufigen, gewohnten und bekannten Phänotypen „weiblich – männlicher“ Ausprägung.

Und ich bin ziemlich sicher, dass niemand daran interessiert ist, durch ein besonderes Erkennungsmal oder stigmatisierendes Zeichen kenntlich gemacht zu werden, wie es einmal in einer furchtbaren Zeit politisch angesagt war und wie es heute durch  : und * sprachlich im Namen der Toleranz gefordert wird.

Sprache sollte deshalb darauf verzichten, die Diversität durch besondere Zeichen auszudrücken. Vielmehr sollte wir durch Aufklärungsarbeit und Erziehung unser Denken verändern, damit wir auf die sichtbare Aufsplitterung des Gemeinsamen in  viele Facetten verzichten können. 

Ich bin, die ich bin.

Ich bin, der ich bin.

So wie ich bin begegne ich dir, der du, die du,  bist wie du bist.  

„I am I and you are you“ so beginnt das bekannte Gestaltgebet….

Ist das nicht genug?

 

 

Ein bisschen Tratsch … 11. März, 2021

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, medien, politik, presse.
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Ganz ehrlich, ich hatte ja gar keine Ahnung!

Nur ganz am Rande nehme ich in der Regel Geschehnisse wahr, die sich bei den britischen Royals abspielen. Mehr, als man im öffentlich-rechtlichen TV erfahren könnte, bleibt mir gemeinhin verborgen. Natürlich habe ich mir die Traumhochzeiten der „jungen Royals“ nicht entgehen lassen. Welch wunderschön gestylte Frauen in wunderschönen Gewändern und am Arm ganz wunderbarer Männer. So wunderbar das alles.

Und nun das.

Sicher, auch ich habe mitbekommen, dass das Traumpaar Harry und Sally,  nein, Meghan und Harry mit Baby Archie die glamouröse Welt der – „Firma“ genannten – königlichen Familie verlassen haben, der Queen den Dienst aufkündigten und Zuflucht im sonnigen Kalifornien suchten und fanden.

Aber erst das reichlich und aufdringlich beworbene Interview, das die royalen Nestflüchter der Tratsch-Queen Winfrey in Amerika gaben, ließen mich den ganzen Jammer erkennen, dem insbesondere die mit „Herzogin“ geadelte C-Schauspielerin Meghan Markl ausgesetzt war, durch die Bosheit des royalen Clans und die der Medien gleichermaßen. 

An dieser Stelle möchte ich kurz einfügen, was ich in einem Kommentar bei Facebook schreib: 

Dass jede Person, die in „die Firma“ einheiratet, einen schweren Stand hat, kann man wohl mühelos nachvollziehen, umso mehr, wenn die Person nicht mit den Gepflogenheiten britischer Königshäuser zumindest im schulischen Geschichtsunterricht vertraut gemacht wurde. Was mich in der ganzen nun entstandenen medialen Aufregung aber irritiert, ist, dass (fast alle) Medien das trotzig-naive „ich habe mich nicht informiert“ durchgehen lassen und M.M. in ihrer Opferrolle unterstützen.“

Zur Erklärung müsste ich noch hinzu fügen, dass ich mich der Wirkung der Werbung für das Interview nicht entziehen konnte und tatsächlich ca. 25 Minuten lang das perfekt inszenierte  Jammern „bewunderte“, vielmehr mich dabei über die ebenso perfekt dargebrachte Naivität wunderte, mit der HRH M.M. beteuerte, sie habe sich mit voller Absicht nicht über „Harrys Grandma“ informiert, so als sei diese Grandma eine Oma wie jede andere auf der Welt und nicht die Queen, Symbolfigur und auch Ikone einer mehr als tausend Jahre alten Institution, der britischen Monarchie nämlich. 

Vielleicht hatte sich M.M.  tatsächlich nicht darüber informiert, welch „Hohem Hause“ ihr neuer Verehrer angehörte. Aber kann man sich soviel Dummheit wirklich vorstellen? Würde man sich nicht vielmehr gründlich mit allen Fakten auseinandersetzen, die mit dem Anbetenden in irgendeinem Zusammenhang stehen? (Königshaus, Königsfamilie, Geschichte der Monarchie, Geschichte Englands und Großbritanniens etwa) Oder war sie tatsächlich der Meinung, dass sie, wie sie im Interview sagte,  den Umgang mit Promis (zu denen sie sich zweifellos selbst auch zählt) gewohnt sei und sie es darum auch nicht für nötig hielt, sich näher über  die „Promis des britischen Königshauses“ in Kenntnis setzen zu müssen? 

All das setzte mich schon in Erstaunen.

Aber dann zog man die Trumpfkarte:

Sie habe sich mit Rassismus aufgrund ihrer Abstammung konfrontiert gesehen.

Ganz ehrlich?

Als ich zum ersten Mal in der Zeitung Bilder von Mrs. Markl sah, war mir überhaupt nicht der Gedanke gekommen, sie könnte „black“ oder den PoC  zugehörig sein. Ich sah nur eine wunderschöne und elegante junge Frau. Es muss mir auch später entfallen sein, dass ihre Mutter eine Afro-Amerikanerin ist. Daran mag man erkennen, wie wenig Aufmerksamkeit ich dem Klatsch und Tratsch über königliche Paare entgegen gebracht habe, aber auch das, wie wenig meine Wahrnehmung durch „rassistische Motive“ getrübt gewesen ist.

Bei späteren TV-Berichten  bewunderte ich eine gut aussehende, perfekt auftretende junge Frau an Harrys Seite, die einen guten Job für die Firma machte und mit freundlicher Eigenständigkeit in der Öffentlichkeit und den Medien punktete, in durchaus erwünschter Ergänzung zu der anderen jungen Frau im Familienclan, der ebenso hübschen wie bewunderten Kate an Williams Seite.

Über Neid, Missgunst, gar Zickenkrieg will ich nicht spekulieren und auch nicht über diesen Teil des Interviews räsonieren, in dem solche Untertöne leicht anklangen. 

Mehr der unsäglichen Darstellung des Leidens an Ausgegrenztheit  und Rassismus habe ich mir nicht angetan. 

Was mich ärgert, ist, dass sich viel zu viele Medien   (wohl unter dem Eindruck des Rassismus-Vorwurfs) ohne jedes kritische Nachfragen zu M.Ms  eigenem Anteil an dem Desaster  mit der „Herzogin von Sussex“ solidarisieren und damit gleichzeitig die Institution der britischen Monarchie angreifen. 

Es gibt Regeln, nach denen wir alle leben und / oder leben müssen. Sich mit diesen Regeln rechtzeitig vertraut zu machen, kann vor Enttäuschungen und Schaden bewahren und dazu verhelfen, sich in einem fremden System zurecht zu finden. Und natürlich gibt es Regeln, die man infrage stellen kann, andere, die man sogar infrage stellen muss. Aber wie sinnvoll ist es, das in aller Öffentlichkeit und  anklagend mit tränenreicher Stimme vorzutragen?

Qui bono? Wem zum Vorteil nützt es? 

Dient es der behutsamen Modernisierung alter Traditionen in Monarchie und Gesellschaft gleichermaßen?

Dient es der Bekämpfung von Rassismus und Ausgrenzung?

Oder dient es nicht doch vielmehr dem gekränkten Ego einer jungen Frau, die in der Scheinwelt von Hollywood eine Rolle gespielt hat und bitter erkennen musste, dass es doch  einen Unterschied macht,  ob man für einen Film für kurze Zeit eine anstrengende Rolle übernimmt oder aber im wahren Leben damit  konfrontiert ist, dass man mit dem Eingehen der Hochzeit mit einem Royal auch die lebenslangen Pflichten einer Royal übernommen hat und zudem bei deren Erfüllung auf Schritt und Tritt beobachtet wird. 

Ich kann verstehen, dass das eine Herausforderung ist, bei der man leicht an seine Grenzen kommt. Aber mir fehlt das Verständnis dafür, die Probleme in Form einer Anklage auf großer Bühne zu zelebrieren.

 

———————————————————————— 

ERGÄNZUNG

Es ist mir wichtig, noch einen weiteren Aspekt kurz anzureißen, der in dem Interview auch zur Sprache kam und den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte:  Suizidgedanken.

Meghan berichtet davon, dass sie sich während der Schwangerschaft  mit den Gedanken an Suizid getragen habe. Das weist auf eine schwerwiegende depressive Verstimmung oder sogar auf eine Schwangerschaftsdepression hin, unter der auch in Deutschland viele Frauen leiden. Diese Probleme muss man sehr ernst nehmen. Ich gehe aber davon aus, dass es nicht die Sache „der Firma“ sein kann, sich darum zu kümmern, sondern dass ihr sicher ihr Ehemann, der sich ja für Menschen mit psychischen Problemen einsetzt,  hätte helfen können, mit einem kompetenten Therapeuten über ihre Not zu reden. Ich kann aber schlecht einschätzen, warum und wieso das offenbar nicht geschehen ist, bzw. ob nicht auch dieser Vorwurf, „die Firma“ habe nicht geholfen, tatsächlich zutrifft.

Für alle werdenden und gewordenen Eltern (ja, das Thema geht auch die jeweiligen Partner an), hier darum der Link:

In der Schwangerschaft und nach der Geburt – Stiftung Deutsche Depressionshilfe (deutsche-depressionshilfe.de)

 

 

 

 

Hier läuft nichts schief…. 3. Februar, 2021

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, gesellschaft, Grüne Ideologen, politik.
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Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person und Text „CORONA-KRISE -KRISE VIRUS- VIRUS-RADAR So sieht es in Ihrem Kreis aus Kanzlerin Merke im ARD-Interview über das Impf-Desaster „Im großen Ganzen ist nichts schiefgelaufen" VIDET MIT VIDEO“

Hier regiert die Führerin der freien Welt.

Und mehr will ich dazu nicht sagen.

Halt, etwas muss dann doch noch rein küchenpsychologisch eingeflochten werden:

Der Vater der Führerin der freien Welt verließ einst mit Frau und Kind die Freie und Hansestadt Hamburg, um sein Leben fortan im seiner Meinung nach besseren Teil Deutschlands zu führen. Zu der Zeit sprach man in dem „nicht ganz so guten Teil Deutschlands“ von dem „besseren Teil“ nur als der „Zone“, und da die Einteilung in Trizonesien immer noch nicht vollständig überwunden war, nannte man sie, es etwas näher definierend, Ostzone.

Später wurde sie, die Zone, zur „sogenannten DDR“ und noch später einfach nur „DDR“, Deutsche Demokratische Republik. Nicht alles war schlecht in der DDR, oder, um es mit Frau Merkel zu sagen, „Im Großen und Ganzen ist nichts schief gelaufen“! Wer vom sozialistischen System überzeugt war und sich gut damit arrangiert hatte, der wird das vermutlich auch heute noch sagen. Frau Angela Kassner gehörte zu den privilegierten Kadern, für die im Großen und Ganzen nichts schief lief im besten Deutschland aller Zeiten. Als aber die Zeit gekommen war, das Volk sich dem besten System aller Systeme widersetzte und für Erleichterungen und Freiheiten kämpfte, da zahlte sich die lange Schulung im „Mitschwimmen im System“ wieder aus, die sozialistischen Fische waren der jungen Frau davongeschwommen, die kapitalistischen aber lagen verlockend vor der Nase der Wendehälsin, heuerte sie doch nicht bei der sozialdemokratischen Partei an, sondern diente sich dem Erzfeind aller sozialistischen Regierungen an, Helmut Kohl persönlich. Es war vermutlich der schwerwiegendste Fehler des politischen Urgesteins Kohl, das Wesen des „Mädchens“ völlig verkannt zu haben. Und das Mädchen war klug genug, seine politischen Ideen hinter schönen Worten zu verschleiern. Merkel war die perfekte Quotenfrau der CDU des wieder vereinten Deutschlands. Mit naivem Augenaufschlag und völlig unverdächtigem Geschwurbel lullte sie mögliche Kritiker ein und entmachtete in relativ kurzer Zeit nicht nur ihren westdeutschen Ziehvater, sondern auch all die Kerle, die ihr hätten gefährlich werden können.

Und ab da lief alles wie geschmiert.

Eben.

Im Großen und Ganzen ist nichts schief gelaufen in der Karriere der Angela Merkel.

Advent im Duftladen…. 2. Dezember, 2020

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, islam, migration, muslimische frauen, politik, sharia.
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Vermutlich werden die meisten Menschen es kaum bemerken und selbst wenn, die meisten Menschen werden sich einfach gar nichts dabei denken.

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Was soll man sich schon denken bei diesem hübschen Bild?

Jemand lächelt freundlich in die Kamera und weist ganz offensichtlich auf einen Geschenkkarton hin, auf dem „Merry Christmas around the World“ steht.

Das ist doch wirklich eine nette Geste des großen weltbekannten Duftladens… Düfte und Cremes around the world….und Damen, denen man Merry Christmas wünscht.

Das Seltsame ist nur, dass diese Dame ganz sicher keine Christin ist, die Christmas feiert. Diese nette Dame gehört nicht nur einer anderen religiösen Fraktion an, sie macht diese Zugehörigkeit ausgerechnet durch die Sharia konforme Kopfbedeckung – um die in diesem Land gehörig gestritten wird – auch mehr als deutlich, sie demonstriert ihre Religion geradezu. Diese freundliche Frau gehört einer religiösen Fraktion an, die die Berichte über die Geburt eines Kindes in Bethlehem zwar nicht generell leugnet, aber ganz entschieden abstreitet, dass dieses Kind „Gottes Sohn“ war oder ist. Das aber, die Geburt des „Gottessohns“ ist es, die uns überhaupt merry an Christmas sein lässt oder nach dem Glauben der Christen lassen sollte.

Zu Christmas feiern wir die Geburt Jesu. Nichts anderes ist der Grund für dieses Fest, das man in Deutschland allerdings Weihnachten nennt…. in Süddeutschland und den deutsch sprechenden Alpenländern vermutlich auch „Christfest“.

Aber, mögen manche jetzt einwenden, die weniger islamkritisch sind als ich, es ist doch sehr nett, dass Muslime den Christen „Merry Christmas“ wünschen…

Und das ist es ja auch auf der ganz persönlichen Ebene, wenn muslimische Freunde „Frohe Weihnachten“ wünschen und sich damit über eine Regel hinwegsetzen, nach der Muslime eben nicht die Gewohnheiten der Nichtmuslime annehmen sollen. Und auch wenn unser kurdischer Friseur im Dorf seinen Kundinnen „frohe Weihnachten“ wünscht, so ist das ein Zeichen seiner persönlichen Wertschätzung für die Kundin und gleichzeitig auch gut fürs Geschäft und das freundliche Miteinander in unserem Dorf.

Wenn aber ein Weltkonzern mit einer Muslima „Merry Christmas“ wünscht, so ist das in meinen Augen nur ein billiges Andienen an die Kundschaft, die eigentlich weder mit Christmas noch mit Christentum irgendetwas im Sinn hat. Und es ist einmal mehr ein Zeichen dafür, wie nach und nach der Islam alle Bereiche unseres ursprünglich christlich ausgerichteten Lebens bestimmt… es mag freundlich beginnen…. aber wenn man in muslimisch geprägte Staaten schaut, wird es nicht freundlich enden. Dort hat das Christentum, haben Christen nämlich einen schweren Stand, wenn sie überhaupt auch nur geduldet sind…

Und deshalb finde ich die Werbung des Duftladens zumindest fragwürdig, wenn nicht gar vollkommen trügerisch und falsch.

Ich wünsche aber trotzdem allen, die hier lesen, eine ruhige und besinnliche Zeit – und denen die es betrifft, einen gesegneten Advent.

Das Blockflötenspiel reicht nicht …. 19. Oktober, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, hass, integration, islam, medien, migration, mohammed, mord, politik, presse, sharia, terrorismus.
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In Solidarität mit meinem ermordeten Lehrerkollegen zeige ich diese Karikatur hier bei himmel und erde.

Bei Facebook schrieb ich diesen Text dazu:

Sind wir wirklich „mehr“, wie es ein Slogan vor einiger Zeit in der Entgegnung auf rechtsradikale Verbrechen behauptete?

Die Reaktionen auf den Mord an dem französischen Geschichtslehrer machen doch klar, dass wir mehrheitlich erbärmlich feige sind im Umgang mit radikalen An- und Absichten gewisser Zeitgenossen. Da gibt es keinen Aufschrei in der Presse, kein Solidaritätskonzert feiner Sahnefilets oder Toten Hosen, keine gemeinsame Aktion aller deutschen Lehrer – Schweigeminuten in der Aula, Unterweisung zum Thema Meinungsfreiheit und religiöse Vielfalt, Darbietung von Karikaturen umstrittener Propheten usw, usw

Nein, das alles findet nicht statt. Stattdessen müssen wir zum hundertsten Mal unsägliche Kommentare über uns ergehen lassen. Dabei wären wir doch mehr, viel mehr. Würden allein alle Facebook-Nutzer die Karikaturen veröffentlichen, die der Mörder zum Anlass nahm, einen Geschichtslehrer auf offener Straße zu enthaupten, kämen die Fanatiker doch mit dem Morden gar nicht mehr hinterher (ACHTUNG: Sarkasmus) , wieviel weniger, würden alle europäischen Lehrer in Solidarität mit dem ermordeten Kollegen die Karikaturen zum Gegenstand einer Unterrichtsstunde machen, und noch viel weniger müsste die feige und schweigende Mehrheit befürchten, würden alle Tageszeitungen auf Seite eins ausschließlich den Schlächter Mohammed in seiner ganzen Hässlichkeit zeigen, nicht um Muslime zu beleidigen, sondern klar zu stellen, dass es unser gutes Recht ist, einen erbarmungslosen Mann der Geschichte anzuklagen, ihn bloß zu stellen, ihn zu karikieren und sich über ihn zu empören, so wie wir es mit allen andern Fieslingen der Weltgeschichte auch tun. Und wenn es einen furchtbaren Aufschrei der Beleidigten dazu gäbe, was dann?

Glaubt denn irgendjemand von uns, dass Schweigen wirklich das richtige Mittel der Wahl ist, um in diesem Kampf – und nichts anderes ist es – auch nur einen Fußbreit unserer Werte verteidigen zu können?

Liebe Leute, Blockflötenspiel und das Absingen christlicher Lieder, wie es die Kanzlerin dereinst zur Stärkung unserer Identität empfahl, reicht längst nicht mehr aus.

Wir müssen für unsere Freiheit einstehen, wollen wir sie nicht verlieren.

Denn noch sind wir doch tatsächlich „mehr“…. oder vielleicht doch nicht?

Dies ist KEIN Aufruf zur Gewalt, egal in welcher Form.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Nochmals und ausdrücklich:

Dies ist kein Aufruf zur Gewalt, in welcher Form auch immer.

Dies ist ein Aufruf, den Mund aufzumachen und dem Deutungs- und Allmachtsanspruch des Islam und seiner streitlustigen und gewaltbereiten Vertreter einfach nur zu widersprechen.

Irritation im Bürgerbüro … 23. September, 2020

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Ich habe mir auf meine alten Tage einen kleinen gebrauchten Flitzer zugelegt und wollte ihn heute an- bzw. ummelden.
Der Liebste und ich machten uns also auf zum zuständigen Bürgerbüro. Ich hatte mich per Internet erkundigt, welche notwendigen  Papiere mitzubringen seien. Den Passus über eine mögliche Voranmeldung hatte ich für nicht relevant gehalten, da wir ja alles vor Ort erledigen wollten, Zeit genug haben Rentner ja… und von Terminvergabepflicht hatte ich nichts gelesen.
Ich armes naives Dummchen….
„Haben Sie einen Termin?“ fragte recht barsch die Dame bei der Zulassungsstelle meines Wohnortes.
Termin?
Nein.
„Sie müssen sich einen Termin geben lassen. Drei Wochen sollten sie aber schon einplanen!“
Da war ich zunächst einmal baff.
Nur wegen Corona, klärte man uns auf. Keine Menschenansammlung im Bürgerbüro!
Im gesamten Bürgerbüro gab  es außer uns aber  gar  keinen weiteren Besucher, jedenfalls nicht an den zahlreichen Schaltern im Großraumbüro. An den Schreibtischen der Schalter saßen die städtischen Angestellten, was sie gerade anstellten, ließ sich aber nicht feststellen.
‚Vermutlich vergeben sie im Bürgerbüro nur 3 oder 5 Termine pro Tag, so dass es im Büro gar keine Bitt- und Antragsteller gab‘, fuhr es mir durch den Sinn.   Wir waren ja einfach reinmarschiert ins Bürgerbüro, ohne Termin und ohne zu fragen, vorschriftsmäßig ausgestattet mit Mund- und Nasenbedeckung.
Mir war allerdings aufgefallen, dass draußen vor dem Eingang einige Personen standen, die auf irgendjemanden zu warten schienen..
Eine Angelegenheit zu regeln,   ohne vorher einen Termin ausgemacht zu haben,  ist aber unmöglich… und wie gesagt, drei Wochen muss man  für die Terminvergabe einrechnen… Wir könnten es ja im Nachbarort versuchen, ob man dort einen früheren Termin bekommen könne…
Im Nachbarort sah es nicht besser aus…
Auch da standen bereits zwei Personen draußen vor der Tür und warteten darauf, dass ein Angestellter käme, um sie einzulassen…. und natürlich hatten diese Personen bereits einen Termin vereinbart, den von heute, so gegen 11.30h…
Das Auto lasse ich jetzt von der Werkstatt meines Vertrauens ummelden… Das geht ein bisschen schneller…, denn schließlich will ich das Autochen ja  recht bald  in Betrieb nehmen…
…………………………………………………………………………………………………………………………………………
Wer aber  kann mir schlüssig erklären, warum man nicht wie vorher (vor Corona)  eine Wartemarke ziehen und (jetzt mit Corona) solange draußen vor der Tür warten kann, bis man aufgerufen wird? Oder muss das gesamte Bürgerbüro nach jedem Besucher erst mal für eine halbe Stunde gelüftet werden?
Und was machen eigentlich alle Stadtangestellten so die ganze Zeit im Bürgerbüro ohne Bürgerbesuch?
Fragen über Fragen…
Und wenn ich dann noch bedenke, dass mein Enkel mit 28 Kindern den ganzen Vormittag  in einem engen Klassenraum zubringen muss und nach der Schule mit 50 Kindern ohne Abstand im Schulbus sitzt,  bin ich gänzlich ratlos ob dieser Maßnahme des Bürgerbüros….
Mir scheint, die Schildbürger sind nicht auf Schilda begrenzt und es ist auch gar kein Märchen, das uns über die braven Schildbürger erzählt wird….
Sie leben heute noch  und sind mitten unter uns…
Oder sind wir gar selber….?

Aus dem Netz gefischt und kommentiert… 13. August, 2020

Posted by Rika in antisemitismus, atomabkommen, gesellschaft, medien, politik, presse, terrorismus.
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Bei facebook – wo sonst    😉 ? fand ich den von Emrah Erken eingestellten Beitrag.  Um seinen Ausgangskommentar zu den Bildern zu lesen, unter auf „Mehr ansehen“ klicken.

Ich schrieb dazu dies:

„Unser wunderbarer Außenminister, der wegen Auschwitz in die Politik ging, meint nun wieder einem Land und seiner Regierung die deutsche Sicht aufdrängen zu müssen.
Der Herr Außenminister hat aber entweder ein kurzes Gedächtnis oder ihm ist der Überblick abhanden gekommen oder er krankt an beiden Problemen.
Man kann nicht den Iran hofieren und gleichzeitig das Leid der Libanesen beklagen, das passt nicht zusammen.
Er – der Außenminister – sollte doch wissen, dass der Libanon unter der Knute der Hisbollah steht und die Hisbollah wiederum der Außenposten des Iran ist, mitsamt ihrem „kriegerischen Arm“, der sich wieder einmal darauf vorbereitet, die Zielsetzung der Mullahs umzusetzen und Israel aus der Geschichte zu tilgen und die Juden ins Meer zu treiben.

Daran arbeiten sie – die Mullahs – seit der „Satan in Menschengestalt“
aus seinem Pariser Exil in den Iran zurück gekehrt ist.

Herr Maas – und mit ihm die Kanzlerin – sind gänzlich unglaubwürdig, wenn sie immer wieder vollmundig erklären, entschlossen jeglichem Antisemitismus entgegen treten zu wollen.
Nun ja, man kann natürlich jede beliebige Absichtserklärung zu jedem beliebigen Thema veröffentlichen…. man muss sich ja nicht daran halten… und tut es in diesem Fall ja auch nicht, wie wir alle doch längst inzwischen wissen.“

Die desaströse deutsche Politik der Anpassung und des Wegsehens in Bezug auf Iran, habe ich hier in meinem Blog ja schon mehrfach thematisiert. Aber noch nie ist mir die Doppelbödigkeit und Scheinheiligkeit unserer Politiker mehr gegen den Strich gegangen als in der gegenwärtigen Phase.

Sie kungeln mit den erklärten Gegnern Israels und kritisieren die Regierung Netanjahus bei jeder noch so kleinen und unbedeutenden sich bietenden Gelegenheit.

Scham, Wut und Ohnmacht – das sind die Gefühle, mit denen ich angesichts dieser Politik  zu kämpfen habe. Hatte ich geglaubt, dass nach der Amtszeit Ahmadinedschads eine grundsätzlich liberalere Politik der Mullahs in Iran möglich sei, so sah ich mich zunehmend  in meiner hoffnungsvollen Annahme getäuscht.  Konterten deutsche Politiker noch das „taktisch ungeschickte Vorgehen“ des damaligen Machthabers mit milden Worten, so findet heute überhaupt keine  kritische Stellungnahme seitens unserer Regierung gegen die Mullahs mehr statt. Es sind immer nur einzelne Politiker, die sich gegen allzu bösartiges Gebaren des Terrorregimes äußern, niemals „die Regierung“ selbst.

Und die Medien, die es doch so prächtig verstehen, uns die Augen über Orban, Trump und Putin zu öffnen, halten sich in Bezug auf die Mullahs vornehm zurück….

Waren das noch Zeiten, als sie über die „Jubelperser“ kritisch berichteten, die bei dem damaligen Besuch des Schah von Persien für Randale in der geteilten Stadt Berlin sorgten….

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Bild könnte enthalten: 1 Person, Brille, Text „„Allen im Libanon ist klar, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher. Die Tatsache, dass so viel Misswirtschaft und Korruption dazu führt, dass die Menschen im Libanon leiden, das werden die Frauen und Männer auf den Straßen nicht mehr bereit sein zu akzeptieren." op Bundesaußenminister Heiko Maas im Deutschlandfunk über Proteste nach der Explosion in Beirut“
Bild könnte enthalten: 1 Person, Hut, Text „'WE ARE OPEN ABOUT THE FACT THAT HEZBOLLAH'S BUDGET, ITS INCOME, ITS EXPENSES, EVERYTHING IT EATS, AND DRINKS, ITS WEAPONS AND ROCKETS, COME FROM THE ISLAMIC REPUBLIC OF IRAN HASSAN NASRALLAH HEAD HEZBOLLAH TERROR GROUP JOFF LIKUD UK 1O0“

Lob als Ablenkungsmanöver? 13. August, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, flüchtlinge, gesellschaft, Grüne Ideologen, politik.
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In einem katholischen Magazin berichten die  Vertreter der beiden großen Christlichen Kirchen in Deutschland über die spontane Aktion im Jahr 2015, als tausende Flüchtlinge täglich in Deutschland ankamen und was sie, die Bischöfe, seither besonders bewegt.

Fünf Jahre Willkommenskultur“ ist der Bericht überschrieben. (Bitte das Interview lesen)

Ich will nicht, wie Roland Tichy in seiner durchaus berechtigten kritischen Stellungnahme zu eben diesem Interview, von  einem „bischöflichen Bullerbü“ reden, in dem sich die Bischöfe die Welt schön reden und die Wirklichkeit gekonnt ausblenden.  (Auch diesen Artikel bitte lesen)

Mich beschleicht angesichts der bischöflichen Lobreden zur Flüchtlingsthematik und der eigenen bischöflichen Rolle dabei ein ganz anderer Gedanke:

Benutzen die Bischöfe nicht dieses Thema, um von  weitaus schwierigeren Problemen der Kirche – beider großen Kirchen – abzulenken? Es stehen neben dem Mitgliederschwund doch sehr viele wesentliche Fragen auf der Agenda der inter- wie intrakirchlichen Probleme.

Als Außenstehende – ich bin freikirchliche Christin  – bekomme ich die Fragen nur am Rande mit.

Stichworte sind zum Beispiel:

„gemeinsames Abendmahl von Wiederverheirateten“ in der katholischen Kirche,  „gemeinsames Abendmahl von katholischen und evangelischen Christen“, „Ordination von Frauen“,  „Zölibat“, „Segnung gleichgeschlechtlicher Ehen“, „Papst als Oberhaupt aller Christen“, „was ist Kirche – gehören evangelische und freikirchliche Christen dazu?“ „Mission und Evangelisation“, „Prozess der Säkularisierung der Gesellschaft“, „Kirchensteuer versus Freiwilligkeit“, „Sakramente“…. um nur die Punkte zu nennen, die mir durch die Lektüre zahlreicher Veröffentlichungen bewusst sind.

Noch nicht eingebunden in den „Problem-Katalog“ ist die Frage nach der möglichen gemeinsamen theologischen Basis mit den Freikirchen in Deutschland, insbesondere was das Taufverständnis und die Frage „Sakramente“ angeht. Was ist das Einende, was das Trennende?

Eine weitere strittige Frage ist:  Wie sieht die theologisch begründete Abgrenzung zum Islam und dem islamischen Gottesverständnis aus?

Ich bin immer wieder verwundert, um nicht zu sagen frustriert, dass insbesondere zu dem letztgenannten Punkt – der ja in Bezug auf die überwiegend muslimischen Flüchtlinge nicht uninteressant ist – wenig öffentlich geführte oder doch zumindest dokumentierte   Diskussionen erkennbar sind, und damit meine ich die Gespräche, die doch vermutlich unter Theologen und Fachleuten im Auftrag der Institution „Kirche“ geführt werden und die so aufbereitet werden müssten, dass sie auch  Laien, einfachen Kirchenmitgliedern und interessierten Gemeindeleuten zugänglich und verständlich  sind. Fürchten die Verantwortlichen vielleicht, dass veröffentlichte Debatten möglicherweise das Kirchenvolk verunsichern könnten?

Mit anderen Worten, sollen Interviews wie das oben verlinkte davon ablenken, dass es viele Fragen in beiden Kirchen gibt, die noch lange nicht beantwortet sind?

Dienen auch die diversen Aktivitäten in anderen „Spezialgebieten“ der Kirche, wie „Sorge um die Artenvielfalt“, „Klimaschutz und Erderwärmung“, „Tierwohl und Bewahrung der Schöpfung / Umwelt“ in erster Linie dazu, eine „Pseudoeinheit der Kirchen“ zu suggerieren, die aber näherer Betrachtung nicht standhält?

Wie steht es um die Beantwortung solcher Fragen?

Wenn alle Christen den „Leib Jesu“  bilden und Jesus das Haupt der Gemeinde ist, wie Paulus schreibt, braucht „die Kirche“ dann einen Stellvertreter Christi auf Erden? Ist der Papst der „Heilige Vater“ aller Christen oder doch nur das Oberhaupt der Katholiken?

Was würden die beiden Bischöfe wohl auf diese Fragen antworten?

Glauben wir alle an den gleichen Gott – Christen und Muslime und auch Juden? Nach meiner Wahrnehmung wird das locker-flockig verlautbart, vielleicht, weil  diese Frage zu kompliziert ist, als dass sie zu einem öffentlichen Interview  der beiden Bischöfe taugte, die zudem auf dem Tempelberg ihren muslimischen Begleitern zuliebe das Kreuz  – als Zeichen des gekreuzigten und auferstandenen  Christus – verbargen? Gaben sie damit nicht schon ein deutliches Zeichen?

Diese Fragen offen anzugehen, ist schwierig, da ist es doch ungleich einfacher, ein Rettungsboot ins Mittelmeer zu entsenden und sich voller Eigenlob an die Rettungstaten zu erinnern, die man den Flüchtlingen seit 2015 so nächstenliebend entgegen brachte und bringt.

Um bitte nicht missverstanden zu werden, ich sehe natürlich die Notwendigkeit den Flüchtlingen zu helfen, sie vor dem Ertrinken zu bewahren, das ist gar keine Frage.

Aber diese Arbeit darf nicht darüber hinweg täuschen und erst recht nicht als Ablenkungsmanöver dazu dienen, dass wir Christen Gefahr laufen,  durch einen wohlmeinenden Aktivismus die zentrale Botschaft des Evangeliums aus den Augen zu verlieren:

JESUS ist das Zentrum, sein Sterben am Kreuz und seine Auferstehung sind das angebotene Heil für diese Welt.

Sollte das nicht wieder ins Zentrum der Verkündigung gerückt werden…. und nicht die guten Werke.

Manchmal, so will es mir vorkommen, werden die vielen Gleichnisse Jesu, seine Wundertaten und prophetischen Worte nur dazu gebraucht, eine „christliche Begründung“ für rot-grüne Politik zu haben, die besonders die  evangelische Kirche mit Vorliebe betreibt und von ihren Kanzeln verkündet….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremde Feder: Hagia Sophia 25. Juli, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, politik.
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Bei Facebook las ich den bemerkenswerten Text zur Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee, der von Roland Werner mit diesen Worten eingeleitet wurde:

 

Das Ende einer Epoche?!

Die Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee

Doch: Auch wenn die ChristusIkonen verschwinden,
Jesus Christus bleibt.

Lesenswert zu diesem erschütternden Vorgang ist die

Erklärung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)
Erzpriester Radu Constantin Miron

aus Anlass der Umwandlung der Hagia Sophia zur Moschee
Köln/Frankfurt am Main, 23. Juli 2020″

Und hier der eigentliche Text, geschrieben von dem Erzpriester Radu Constantin  Miron

„Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche. Durch einen administrativen Akt des türkischen Staatspräsidenten verliert die Hagia Sophia in Istanbul den Status eines Museums, den sie seit 1935 besaß, und wird zur Moschee gemacht. Dieser staatliche Akt geschieht – wie so häufig in der Türkei – unter scheinbarer Wahrung der Rechtstaatlichkeit.

Das im 6. Jahrhundert gebaute Gotteshaus, das unter Kaiser Justinian als christliche Kirche erbaut wurde und über neun Jahrhunderte als solche diente, wird, wie 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, erneut zur Moschee.

Seit dem 1. Februar 1935 stand sie dann als Museum allen Besucherinnen und Besuchern offen, wie es der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, verfügt hatte. Im Bewusstsein der orthodoxen Christinnen und Christen blieb und bleibt die Hagia Sophia allerdings die „Große Kirche Christi“. So ist es kein Zufall, dass Vertreter aller orthodoxen Patriarchate und autokephalen Kirchen gegen die Entscheidung der türkischen Regierung protestiert haben.

Doch auch viele Vertreterinnen und Vertreter anderer Kirchen, europäischer und weltweiter Institutionen, nicht zuletzt der UNESCO, zu deren Welterbe die Hagia Sophia ja gehört, haben ihre Bestürzung über diesen Vorgang geäußert, der offenkundig nicht religiöse Bedürfnisse, sondern innen- und außenpolitische Ambitionen des türkischen Präsidenten befriedigen soll.

Deshalb richten sich diese Proteste – und auch die vorliegende Erklärung – nicht gegen den Islam oder das islamische Gebet, sondern gegen den Missbrauch der Religion, der hier zutage tritt.

Zwei Aspekte, die nur wenig zur Sprache gekommen sind, gilt es dabei besonders hervorzuheben:

Zum einen ist die Hagia Sophia für die weltweite Christenheit nicht – wie behauptet wurde – „irgendein Gebäude, um das auf einmal so viel Aufhebens gemacht wird“. Vielmehr ist sie auch jene Kirche, auf deren Hauptaltar am 16. Juli 1054 der päpstliche Legat Humbert von Silva Candida das Bannschreiben über Patriarch Michael Kerullarios niederlegte, was zur Großen Kirchenspaltung zwischen Ost- und Westkirche führte. Sie ist also der symbolträchtige Ort, an dem damals das Schisma proklamiert wurde und der heute deshalb für alle, die in der Ökumene tätig sind, ein Mahnmal für die Wiederherstellung der Einheit der Kirche darstellt.

Zum anderen lässt die bewusste Wahl des 24. Juli als Datum der Umwidmung nichts Gutes erahnen, handelt es sich doch um den Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne (1923), in dem in den Artikeln 37-44 auch die Rechte der nicht-muslimischen Minderheiten bzw. die Verpflichtung der Türkei, diese und ihre religiösen Einrichtungen zu respektieren, festgeschrieben wurden. In den vergangenen Jahren stellte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan immer wieder diesen Vertrag in Frage.

Seine Vorliebe für Symbolpolitik, die mal wieder durch diese Datumswahl deutlich wird, geht also offensichtlich auch zu Lasten der christlichen Minderheit in der Türkei. Ihr Schicksal kann und darf uns als Christen nicht gleichgültig sein. Zu oft haben wir unsere Stimme nicht laut genug erhoben, wenn es um den Genozid an den Armeniern und anderen Völkern, um die Septemberpogrome des Jahres 1955, um die Ermordungen von christlichen Missionaren und Würdenträgern oder die zahllosen Enteignungen von Gebäuden und Grundstücken aller christlichen Kirchen des Landes ging.

Auch die Umwidmung der Hagia Sophia ist eine Enteignung, nicht im immobilienrechtlichen, sondern im geistlichen Sinn. Und sie bedeutet das endgültige Ende einer säkularen, laizistischen, europäischen modernen Türkei, wie sie Atatürk vorschwebte, der die Hagia Sophia zum Museum gemacht hatte.

Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche.

Erzpriester Radu Constantin Miron“

 

Es ist mir wichtig, dieses Zeugnis zu bewahren und weiterzugeben.

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