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Corona – hätte, hätte…. 20. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, familie, gesellschaft, medien, politik, presse, schule - kinder, Sport, vermischtes.
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Es gibt tausend Gründe diese schönen Formulierungen zu nutzen…. hätte, hätte, wenn und aber…

Aber es macht eigentlich und jetzt schon gar keinen Sinn …. und dennoch muss dieses „hätte“ thematisiert werden.

Seit Tagen und Wochen kann man über Facebook und ähnliche soziale Netzwerke Informationen über Corona –  das Virus Covid 19 – einerseits und die Maßnahmen in diversen Ländern andererseits erhalten. Und seit Tagen und Wochen gab und gibt es Leute, die ein rasches Handeln hier in Deutschland anmahnten und immer noch anmahnen. Sie wurden zunächst nur belächelt, dann in die Ecke der Fake-News-Verbreiter gestellt, offizielle Regierungsvertreter wiegelten ab, verharmlosten, behaupteten gar, „WIR“ seien dem Virus besser als alle anderen Staaten auf der Welt doch hervorragend gewachsen und überhaupt bestünde nicht der leiseste Grund zur Panikmache.

PANIKMACHE  wurde das genannt, was eigentlich Aufgabe der Regierung und Gesundheitsbehörden gewesen WÄRE.

Man nennt das  AUFKLÄRUNG ZUR GEFAHRENABWEHR

Oder – und das ist noch ein weit wichtigeres Verfahren – Organisation und Durchführung von Notfallplänen.

China – das Ursprungsland der sich entwickelnden Pandemie – hat es vorgemacht, ebenso Südkorea, Taiwan, Singapur.  Absolut strikte und sofortige Bekämpfung des Virus mit allen verfügbaren Mitteln. Dazu zählte die schnelle Feststellung einer Infizierung durch Massentests  ebenso wie die Quarantäne, unter die die Betroffenen gestellt wurden. Selbst die Abriegelung eines ganzen Bezirks und die Stilllegung sämtlicher öffentlicher Aktivitäten – Arbeiten in den Fabriken und Geschäften eingeschlossen – zählten zu den drakonischen Maßnahmen. Und diese hatten und haben Erfolg.

Und bei uns?

NICHTS

Jedenfalls NICHTS in einem noch frühen Stadium der Ausbreitung.

Der Bundesgesundheitsminister riet zum gründlichen Händewaschen und Abstand halten – so ungefähr 1 bis 2 Meter.  Die ersten Fälle von Infektionen wurden nicht ernst genommen. Dann hieß es, betroffen seien ja nur die Alten und Leute mit Vorerkrankungen, für alle anderen bestehe so gut wie keine Gefahr. Es war erschreckend, manche Kommentare zu lesen, in denen  die an Coron Verstorbenen im Nachhinein als „vorerkrankt“ vermerkt und so nicht als Opfer der Seuche geführt wurden, als wären sie auch ohne Vorerkrankung zeitnah verstorben. Zynischer kann man kaum mit den Toten und deren Angehörigen umgehen. Corona wird bagatellisiert, Schuld ist die Vorerkrankung, nicht das Virus. So kann man auch die Opferzahlen manipulieren und die Toten in der Statistik als Herzkranke oder Diabetiker verbuchen.

Der oberste Gesundbeter rühmte sich der Tatsache, dass Deutschland ja doppelt oder dreifach so viele Intensivbetten habe wie Italien, in dem das Virus inzwischen fürchterlich wütete und Ärzte und Pflegekräfte bis zur Erschöpfung versuchten, der Lage Herr zu werden. In Italien starben viele, sehr viele Menschen und hier passierte immer noch NICHTS.

Aber hierzulande sickerte entgegen aller Beteuerungen des Ministers durch, dass es möglicherweise nicht genug Schutzkleidung geben könnte – für die Ärzte und alle Personen die im medizinischen Bereich tätig sind. Der Verdacht hat sich inzwischen bestätigt… Schutzkleidung und Mundschutz sind sogar für Kliniken kaum noch zu bekommen.

Selbst als abzusehen war, dass die Entwicklung in Deutschland in einem Abstand von nur 8 – 10 Tagen den italienischen Ereignissen folgte, wurde immer noch nicht energisch genug gehandelt.

Mir blieb mehr und mehr die Spucke weg, ich konnte es nicht fassen. Da lese ich Tag für Tag, was dieses Virus anrichtet, wie schnell es sich verbreitet und die Profis (Spahn ist allerdings kein Mediziner) in diesem Land kommen nicht in die Gänge.

In Südtirol wurde am Montag, den 9. März mitgeteilt, dass aufgrund der Ausbreitung des Virus die Skigebiete schließen. Eine überaus vernünftige Maßnahme  – aber auch sie vermutlich um Tage zu spät beschlossen. Eine große Rückreisewelle aus den Skiparadiesen zog durch Deutschland und brachte den blinden Passagier mit. Schulklassen mussten unter Quarantäne, einige Schüler und auch Lehrer  hatten sich infiziert.

Und immer noch keine erkennbaren drastischen Maßnahmen zum Kampf gegen die Epidemie, die am 11. 3.  – das war vor gut einer Woche  – von der WHO zur Pandemie hochgestuft wurde.

Die deutsche Regierung versteckte sich hinter einer gesamteuropäischen Lösung, die  zu dem Zeitpunkt aber schon längst nicht mehr möglich war und übte sich ansonsten weiter in Beschwichtigungen und episch langen Krisensitzungen, die aber zunächst  nur die üblichen Formulierungen und Ratschläge an das Volk weiter zu geben in der Lage waren.

Den ersten Landsleuten schien aber inzwischen zu dämmern, dass das alles kein gutes Ende nehmen würde, sie begannen, sich mit Vorräten einzudecken. Warum diese Vorratshaltung ausgerechnet Toilettenpapier in solchen Maßen betraf, dass zum Ende der vergangenen Woche binnen Stunden in nahezu allen Geschäften  nicht nur dieser Hygieneartikel komplett ausverkauft war, wird wohl eines der größten Rätsel der gesamten Corona-Misere bleiben.

Ebenfalls gegen Ende der vergangenen Woche beschloss der DFB alle Erst- und Zweitligaspiele komplett abzusagen – zuvor hatten bereits Europaligaspiele vor leeren Rängen stattgefunden, auch diese Vorsichtsmaßnahme war nicht auf deutschem Mist gewachsen, Dank darum an die europäischen Fußballverbände, die vorausschauender gewesen waren als ihr deutscher Mitspieler. Nach und nach zogen alle anderen Sportverbände nach. Trainingseinheiten wurden gestrichen, Sportstätten geschlossen.

Inzwischen hatte man auch festgestellt, dass zwar jüngere Menschen auch Träger des Virus sein können, aber nicht so leicht akut daran erkranken wie ältere Leute. Doch als Überträger kamen selbst die kleinen Kinder, die Schüler und Jugendlichen infrage. Erste Überlegungen wurden am Freitag der vergangenen Woche laut – und mit Beginn dieser Woche auch umgesetzt –  darum Schulen und Kindergärten  zu schließen, bzw. geschlossen zu halten in den Ländern, in denen gerade die Frühjahrsferien zu Ende gegangen waren. Und es wurde dringend darum gebeten, den Kontakt zwischen Kindern / Jugendlichen und den Großeltern zu vermeiden.

Dass das für die allermeisten Familien extreme Problem mit sich bringt, ist ganz sicher selbst  für die, die davon nicht betroffen sind, begreifbar. Besonders schwierig ist es für die Eltern, die nach wie vor ihrer Berufstätigkeit nachgehen müssen. Notgruppen in Kitas und Horten können wirklich nur notdürftig Abhilfe schaffen. Die Großeltern und andere ältere Verwandte fallen als Betreuer für die Kinder ja aus den genannten Gründen aus.

Der Ministerpräsident Niedersachsen veröffentlichte am Montag, den 16. 3. einen Maßnahmenkatalog zur Eindämmung und Bekämpfung des Virus. Aber vermutlich läuft die Befolgung dieser Maßnahmen viel zu langsam an.

Als schließlich die Kanzlerin in einer emotional-emotionslosen Rede zu ihrem Volk sprach, gab es eigentlich niemanden mehr, der nicht ausreichend über die Situation informiert gewesen wäre. (Die Rede hatte große emotionale Anteile der Besorgnis und Fürsorge, wurde jedoch mit der größtmöglichen Emotionslosigkeit vorgetragen – ja, vorgetragen wie von einem –  zudem auch schlechten  – Laiendarsteller.) Die Presse sah das am nächsten Tag ja ganz anders. Endlich, jubelte  sie, stelle sich die Kanzlerin an die Spitze des Kampfes gegen Corona.

Da ging mir der Hut hoch.

Wochenlang hatte sie sich verkrochen. Nicht nur das, sie hatte sogar darauf bestanden, dass die Grenzen allesamt geöffnet blieben, um nach wie vor auch Migranten aufnehmen zu können. Dass „Deutschland“ schließlich doch seine Grenzen fast ganz dicht machte, lag aber nicht an der Entschlusskraft der obersten Krisenbewältigerin, es lag schlicht daran, dass unsere europäischen Nachbarn bis auf Belgien und die Niederlande allesamt schon ihre Grenzen nach Deutschland geschlossen hatten. Nun konnte auch Frau Merkel ihre Tatkraft beweisen und ihrerseits Grenzschließungen erklären.   – Für wie dumm hält sie eigentlich die Bevölkerung dieses Landes?  Oder auch nicht ganz falsch gefragt: Wie leicht ließ sich die Bevölkerung dieses Landes für dumm verkaufen?  Und welchen Anteil hatten die Medien an diesem Prozess der Volksverdummung mit ihren Beschwichtigungen, ihren seltsamen Moderatoren, die selbst dann noch lieber Herrn Trump mit Häme und Spott bedachten, als wir doch schon mitten in dem rasanten Prozess steckten, dessen Folgen aus den Fehleinschätzungen der Verantwortlichen zu Beginn der sich ausbreitenden Epidemie / Pandemie jetzt auf so dramatische Weise sichtbar werden.

Nun endlich werden zusätzliche Krankenstationen eingerichtet – wobei ich mich frage, woher denn das dazu gehörige Pflegepersonal kommen soll, die Belegschaft der Krankenhäuser arbeitet doch schon seit Monaten, um nicht zu sagen seit Jahren am Limit. Vom Einsatz der Bundeswehr ist die Rede, davon, dass Hotels und Messehallen zu Notquartieren für betroffene Patienten ausgebaut werden sollen, die noch nicht auf Intensivbetten und Beatmungsgeräte angewiesen sind.

Aus Fürsorge für Patienten in den Krankenhäusern und für die Bewohner in Pflege- und Altenheimen sind alle Besuche in den Einrichtungen untersagt. Für viele ältere Leute, besonders für diejenigen, die von einer Demenz betroffen sind, sind das dramatische Eingriffe in ihr gewohntes Leben. Sie können nicht begreifen, warum der Partner, die Kinder oder Enkel, Freunde oder Verwandte nicht zu Besuch kommen. (So habe ich es heute bei einem Telefongespräch mit einer hochbetagten Freundin erlebt, die die Information, die sie ja bekommen hat, nicht mehr speichern kann und sich so verloren und verlassen fühlt.) Und dennoch ist diese Maßnahme extrem wichtig und richtig.

Die Krise schlägt natürlich voll auf die Wirtschaft durch. Betriebe werden geschlossen, sei es aus Schutzgründen für die Werktätigen, sei es, weil kein Nachschub aus den Nachbarländern mehr über die Autobahnen rollen. VW macht dicht, ebenso andere große Unternehmen der Automobilbranche.

Theater, Opernhäuser, Kinos, Bars, Diskotheken, Gaststätten, Hotels sind seit Tagen geschlossen, der Handel extrem eingeschränkt.  Niemand darf mehr auf die nord- oder ostfriesischen Inseln reisen, Sportanlagen und Schwimmbäder sind dicht, Spielplätze dürfen nicht mehr betreten werden. Alles Maßnahmen, die man schon Anfang Februar vorsorglich hätte treffen können.

HÄTTE

Aber es hätte ja sein können, dass das Virus ausgerechnet um Deutschland einen großen Bogen macht und dann hätte man ja mit diesen Maßnahmen der Wirtschaft einen großen Schaden zugefügt… der kommt nun doch und der Schaden für die Kranken ist ebenfalls hoch.

Ja, und dann geht es auch noch um die Beschneidung unserer Freiheit.

Und die darf natürlich in keinster Weise  beschnitten werden (Achtung, Ironie), weshalb sich die meisten Bundesländer gegen eine umfassende Ausgangssperre wehren, wie sie beispielsweise in Österreich und Frankreich bereits beschlossen wurde. Noch!

Denn es sind die Unbekümmerten hier im Lande, die sich nicht an die Empfehlung halten, einander möglichst aus dem Weg zu gehen, alle direkten Sozialkontakte zu meiden, sich nicht in Gruppen zu versammeln, um den Frühling zu genießen. Aber die Leute sind deppert. Sie sitzen in den Münchener Biergärten beieinander und flanieren in Gruppen über den Jungfernsteg, bevölkern in Schwärmen die Parkanlagen in Berlin und anderen Großstädten und pfeifen auf Mindestabstand und soziale Isolation.

Es gibt sogar Jugendliche, die stolz ihren Widerstand in die Kameras der öffentlich-rechtlichen Sender plärren und sich supercool und toll fühlen. Und die Interviewer lassen ihnen das ohne zu zucken sogar durchgehen…. und tragen so dazu bei, dass dieses asoziale und egoistische Treiben als „Recht der Jugend“ wohlgefällig entschuldigt wird.

Da fällt mir nicht mehr viel dazu ein… Es werden Corona-Partys gefeiert, als gäbe es keinerlei Gefahr.

So wird wohl auch in ganz  Deutschland, wie bereits in Bayern,  bald die allgemeine Ausgangssperre verhängt.

Ach ja…. deutsche Touristen sind weltweit von Schutzmaßnahmen betroffen… sie werden ausgewiesen und sind darauf angewiesen, in einer beispiellosen Rückholaktion mit gecharterten Maschinen aus ihren Urlaubsgebieten ausgeflogen zu werden, weil die meisten Airlines Deutschland nicht mehr anfliegen.  Über 100000 Personen sind davon betroffen.

Das Robert Koch Institut veröffentlichte heute diese Stellungnahme:

Covid-19
Coronavirus-Krise hat laut RKI-Chef „unvorstellbares Ausmaß“ angenommen
Angesichts der weiter schnell steigenden Zahl der Corona-Fälle zeigt sich der Chef des Robert-Koch-Instituts alarmiert.
Die Krise habe ein Ausmaß angenommen, das er sich selbst nie habe vorstellen können, sagte Wieler in Berlin. Die Krankenhäuser müssten jetzt vorbereitet sein. Die Zahl der vom RKI registrierten Corona-Fälle stieg innerhalb eines Tages von 11.000 auf rund 14.000. Die Zahl der Toten lag demnach bei 31.

Die amerikanische Johns Hopkins Universität nennt noch höhere Zahlen. RKI-Präsident Wieler sprach von einem „exponentiellen Wachstum“. Man könne die Corona-Epidemie nur verlangsamen, wenn man vor allem die Regel beachte, Abstand zu halten.

In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, dem 13. April.

 

Als ich diese Nachricht bei Facebook las, kam mir die Galle hoch.

Mein Kommentar zu diesem Artikel:

„Immer wieder mein Erstaunen, dass diesen Fachleuten offenbar verborgen blieb, was mir als Laie schon seit Anfang /Mitte Februar klar vor Augen lag.
Ich verstehe nicht dass man nicht beim ersten Bekanntwerden der Epidemie in China Notfallpläne auch für Deutschland entwarf.
Man will um 2° die Erderwärmung steuern, kriegt aber nicht mal die ausreichende Versorgung mit Schutzkleidung für die Mitarbeiter in den Kliniken hin…“

Dieses Erstaunen geht in eine große Fassungslosigkeit über, in Unverständnis, Ärger, ja sogar Wut.

Und dies noch: Der Papst betet öffentlich für die baldige Beendigung der Corona-Welle …. und wird ebenso öffentlich dafür belächelt, sogar gescholten.

Gebe Gott, dass selbst den Lästerern nicht das Lachen vergeht….

Und uns allen nicht die Hoffnung auf Gesundung und das Ende der Krise.

HERR erbarme dich.


Nachtrag

Gerade in der Sondersendung des ZDF: Die Ministerpräsidentin des Bundeslandes Rheinland-Pfalz lamentiert darüber, dass Bayern mit der Ausgangssperre vorgeprescht sei, man habe sich doch bei der Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt, eine gemeinsame Entscheidung zu treffen….

W A N N   hätte das denn passieren sollen?

Es entsetzt mich einmal mehr, wie in diesem Land regiert wird und wie geradezu eifersüchtig die Politeliten  auf ihr Prestige achten – und das in einer Krise wie dieser.

Wir alle aber können etwas tun. Wir alle müssen etwas tun.

Darum auch hier der dringende Appell:
B L E I B T . Z U . H A U S E

IHR zumindest, die Ihr nicht zur Arbeit gehen müsst

 

 

 

 

 

 

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Die Veilchen blühen schon … 7. März, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, Kinder - Famile, Sport.
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… im Gärtchen neben Krokussen und Schneeglöckchen.

Die Sonne scheint, die Vögel lärmen in den Büschen und Bäumen,  es ist Frühling! Unverkennbar!

Und wir fahren in den Schnee.

Das erscheint mir heute irgendwie gar nicht so richtig zu stimmen, viel besser würde es zum Wetter passen auf  die Wiese zu fahren, Blumen zu pflanzen, die Nase in den Wind zu halten und den Maulwurf zu vergraulen, der vermutlich inzwischen seine eifrige Buddeltätigkeit ohne größere Störungen durch menschliche Wesen auf der gesamten Wiese verrichtet…. im Januar fanden wir ja schon eine Hügellandschaft vor….!

Meinem Rücken würde allerdings weder Gartenarbeit auf der Wiese noch Skifahren gefallen, zwar kann ich  wieder ein bisschen durch die Gegend laufen und kleinere Tätigkeiten im Haus übernehmen, aber an Skifahren mag ich eher nicht denken, allenfalls könnte ich es auf der Miara versuchen, einer Anfängerpiste, die ein nur ganz leichtes Gefälle hat und ohne größere Herausforderungen zu bewältigen ist. Meine Freunde, denen ich mein Leid klagte, meinten allerdings, so wie sie mich kennen, würde ich ganz bestimmt die Zähne zusammenbeißen und mich von so einem bisschen Zwicken nicht aufhalten lassen und auch die roten Pisten nicht auslassen (schwarze fahre ich mancher Zipperlein wegen nicht mehr). Sie könnten sich diesmal allerdings  täuschen…

Wenn ich  so zurückdenke, haben wir uns auch früher immer wieder mal auf den Weg in den Schnee gemacht wenn und obwohl  hier bei uns schon die Narzissen und Forsythien blühten. Wir sind oft mit den Kindern zur Familien-Ski-Freizeit nach Südtirol gefahren und da die Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern anreisten, war es meistens „um Ostern“, wenn fast alle Schüler (und Lehrer) in Deutschland Ferien hatten. Manchmal lag Ostern schon ziemlich spät im April, dann grünten unten in Bruneck bereits die Bäume, oben auf der Glatze lag nur noch auf den Pisten Schnee und in den Wiesen daneben blühten die wilden Krokusse.   Spätestens ab Mittag wurde der Schnee weich und sulzig, was der Freude der Kinder aber keinen Abbruch tat, mir hingegen auch damals nicht sonderlich behagte. Die jüngeren Kinder bauten nachmittags nach dem Skifahren Buden im Wald, spielten Räuber und Ritter….  oder nahmen am „Kinderprogramm“ teil, wie auch die etwas älteren Kinder  „ihre“ Veranstaltungen hatten. Es waren für die ganze Familie wunderbare, schöne, (beinahe) stressfreie und entspannende Tage!  „Beinahe“ deshalb, weil spätestens um 9.00h die ganze Familie – Vater, Mutter und vier Kinder –  an der Gondelstation zu sein hatte, das war ein ungeschriebenes und ehernes Gesetz! Das hieß, nach dem Frühstück die Skiklamotten anziehen – vorher noch der übliche Gang zur Toilette -, Ski und Stöcke aus dem Skikeller in die Box befördern, Handschuhe, Mütze, Brille, Pass und Skischuhe nicht vergessen, den Rucksack fertig gepackt haben, alle Kinder auf den Sitzen im Auto (mit Kinderrückbank)*** verfrachten, losfahren, einen Parkplatz möglichst nah an der Treppe zur Gondelstation ergattern, Skischuhe anziehen, den beiden „Kleinen“ die Stöcke in die Hand drücken, für uns Eltern die eigenen Ski und die der Jungsbrüder  schultern –  die „Jungsbrüder“ trugen die leichteren Ski  der „Kleinen“  -, losstapfen, keinen dabei verlieren!  An der Gondel warten! Lange warten!   Die Warterei verkürzten wir uns mit Erzählungen der Art „weißt du noch?“, mit Ratespielen oder auch mit lustigen Gesängen, waren doch meistens auch andere Familien aus unserer Gruppe mit uns aufgebrochen.  Manchmal müssten wir die Kinder auch vor allzu rabiaten Dränglern schützen…

Dann wurde irgendwann  eine schnellere Seilbahn gebaut und noch eine zweite und die Warterei verkürzte sich deutlich! Und auch die Kinder wurden groß, konnten ihre Sachen selber tragen und mit unserem  zweiten Auto dank eigenem Führerschein auch schon mal früher oder später losfahren.  

Schön war’s …. und wenn ich so daran denke…..

kriege ich doch Lust auf Schnee, Ski und Pisten!

Die „Kinder“ werden mir fehlen – und angesichts dieser nostalgischen Erinnerungen auch die gute Gemeinschaft in der Freizeit mit Singen, Bibelarbeiten, Doppelkopfrunden, Klönen… und natürlich dem unvermeidlichen „Bunten Abend“!

Der Meinige und ich werden ganz allein unser 40-jähriges Kronplatzjubiläum  trotz und alledem genießen

.

*** Das umfangreiche Gepäck wurde für die An- und Abreise zur Unterkunft in einem Anhänger transportiert, der während der Freizeit auf dem Gelände parkte!

München – Olympia – 1972…. 19. März, 2012

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", israel, Sport, terrorismus.
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Terroraktion arabischer Terroristen gegen israelische Sportler während der Olympischen Spiele in Münschen.

Der Film läuft gerade!

Er ist so schei…. nicht nur, weil er schlecht gemacht ist, damit könnte man als Fernsehkonsument ja noch leben, man ist ja schließlich einiges gewohnt,

ABER:

die Art, wie Israel dargestellt wird….  nun, das sind wir ja von den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten auch gewohnt!

Israel in der Rolle des Buhmanns, die arabischen  Terroristen als Freiheitskämpfer, der Unterhändler so  ein netter, freundlicher Mann…

„Ich verstehe, dass sie schreckliches Leide erfahren haben!“ sagt die nette deutsche Polizistin.

Natürlich!

Die Araber haben schreckliches Leid erfahren …. von den bösen Israelis, natürlich!

Und auch die Anspielung darauf, dass „die Deutschen ein besonderes Verhältnis zu Israel haben aufgrund der Vergangenheit“ darf natürlich nicht fehlen und es klingt so, als würde man ansonsten doch auf der Seite der arabischen Freunde stehen…

WIDERLICH!

Still, so still… 8. Juli, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, Sport.
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war es gestern im Dorf…

Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass ich spannende Sportereignisse nicht mehr live verfolge, weil ich eben die Spannung nicht mehr aushalte.

Also sah sich der Liebste gestern das Halbfinale Deutschland-Spanien allein unten im Wohnzimmer an und ich machte Gebrauch vom Zweitgerät, das oben „im Dach“ steht.   („Im Dach“ ist der familieninterne Ausdruck für die beiden Zimmer und den Saunabereich oben im ausgebauten  Dachgeschoss.) Es lief eine wunderbar sanft-seichte Schnulze, die mir weder Herzklopfen noch sonst irgendeine Aufregung verursachte … schöne Bilder, schöne Landschaft, schöne Menschen und alles wird gut!

Wegen der Hitze im Dach hatte ich die Fenster geöffnet …

… in Schnulze und Stricken vertieft (ich stricke seit gestern  😉  Eierwärmer artige Mützchen für Frühchen, die in einer der hannoverschen Kliniken geboren und dort umsorgt und umhegt werden, mehr dazu später!)  …merkte ich es zunächst gar nicht …  doch dann fiel es mir auf:

Keine Jubelrufe, kein Aufschreien, keine Tröten … nichts  gar nichts … kein Laut!

Sie haben also verloren und das Dorf trauert…

Heute in der HAZ ein großes Bild auf der Titelseite und der Aufdruck:    SCHADE!

Dem schließe ich mich inhaltlich voll an und finde es ausnahmsweise sogar mal gut, wie die haz berichtet und sich dabei jeglicher Häme und peinlicher Schuldzuweisung enthält … mal sehen, ob das so bleibt, gestern war das Spiel schließlich sehr kurz vor Redaktionsschluß zu Ende und der Redakteur vielleicht nicht nur traurig, sondern  auch ein bisschen müde …

Meistens versuchen   Sportreporter und  -journalisten  mit  verbalen Blutgrätschen  Höchstleistungen und Weltrekorde aufzustellen….

Da müssen sie etwas falsch verstanden haben … 13. Dezember, 2009

Posted by Rika in Sport.
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… die Spieler von Hannover 96 nämlich!

Der Sportteil der HAZ titelte am Samstag:  „Der Torflaute trotzen – Stajner und Ya Konan sollen heute für Hannover 96 in Mönchengladbach stürmen“

Irgendwie muss den wackeren Fußballrecken  das „für“ entgangen sein – „für Hannover 96“ – und nur noch „stürmen“ verstanden haben!  Und das taten sie mit Fleiß, wie mein Schwiegervater selig zu sagen pflegte und mit Erfolg!

8  (in Worten: ACHT) Tore fielen in Mönchengladbach und 6 (in Worten: SECHS) schossen die die Männer aus Hannover und verteilten ihre Tore ganz uneigennützig gleichmäßig auf beide Mannschaften: 3 für Gladbach und 3 für Hannover.

Leider waren die Gladbacher nicht annähernd so uneigennützig und schossen die beiden Tore nur und ausschließlich ganz für sich selbst.

So wurde dann das Spiel zugunsten der Borussia entschieden.

Ein Trost bleibt den Hannoveraner: Die 96er schießen wieder Tore – nur das mit der Richtung müssen sie noch ein bisschen üben – und auch die Erwartungen des Trainers wurden nicht enttäuscht, hatte doch der 96-Coach laut HAZ „ein sehr intensives Spiel erwartet“!

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Wetten, dass das nichts, aber auch gar nichts mit Wetten zu tun hat …

Kann doch jedem mal passieren, dass er irgendwie so voll daneben – ähh, ins Schwarze – trifft …

Robert Enke… 11. November, 2009

Posted by Rika in aktuell, Sport.
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ungläubig  …   fassungslos  …  traurig

Robert Enke ist tot.

Immer lebendig in den Herzen

 

080506HAN104

Foto: Jochen Luebke, aus Spiegel-Online

 

NDR2-Bundesligakonferenz… 23. Mai, 2009

Posted by Rika in Sport.
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Anpfiff um 15.30h in Wolfsburg…

Bayern oder Wolfsburg oder doch Stuttgart?

Bielefeld schießt das erste Tor des Tages …   gegen Hannover … gut für Bielefeld … bitter für Hannover … es wird ja hoffentlich nicht so schlimm kommen wie gegen Wolfsburg!

Andererseits wäre das dann sicher ein deutliches Signal gegen Hecking… soviel heute in der Zeitung zu lesen war, plant Kind mit Hecking auch in der nächsten Saison … dann spielen wir vom ersten Tag an gegen den Abstieg, das ist nämlich Heckings Spezialität… spottet man hier in Hannover…

15.36h Wolfsburg führt gegen Werder 1:0

ich gehe jetzt mal ein bisschen ins Gärtchen – sonst kriege ich nämlich einen Herzkasper !

2:0 für Wolfsburg … nach 16 Minuten!

so ganz kriege ich das mit dem Gärtchen nicht hin … pendel ich halt oder beschalle die Nachbarn gleich mit … die könnten mich zur Not ja auch retten, wenn das mit dem Herzkasper passieren sollte…

Mein Liebster schaut bei Freunden, ist besser für ihn!

München hat auch schon ein Tor auf dem Konto …

Hamburg gegen Eintracht … Gruß an die Verwandtschaft im Main-Taunus-Kreis … einen  Daumen für Euch!

„Rein ins Glück“, sagt der Reporter gerade – schade für die family am Main – führt doch der HSV und freut sich …

„Hecking guckt missmutig in die Gegend“, tönt es aus dem Radio, scheint also nicht so prächtig zu sein in Bielefeld!

3:0 für Wolfsburg! Jungs, die Schale ist Euch sicher … die Fischköppe sind noch müde!

Übrigens ist die Entscheidung in Berlin schon vor gut einer Stunde gefallen 1:0 für den Horst, Gesine hatte keine Chance! Hab’s im ZDF gesehen … 613 Stimmen für Herrn Prof. Köhler … punktgenau!

3:1 in Wolfsburg … was wären die Bremer ohne Diego! (Deshalb hat das ja auch am Mittwoch in Istanbul nicht geklappt!)

Zur Halbzeit liegt Bayern vor Stuttgart und Bielefeld vor Karlsruhe … anders herum fänd ich’s netter…

Hannover sollte Bieldefeld schlagen, die Karlsruher weiter mutig gegen Hertha spielen und die Stuttgarter die Münchener abziehen … Wunschdenken, würde mein Mann jetzt sagen, wobei er mir bei Bielefeld sicher zustimmt!

Und gleich geht’s weiter!

Die Reporter scheinen die Bayern doch noch zur Meisterschaft jubeln zu wollen, meinen, dass die Bremer den Wolfsburgern die Harke zeigen …

… und jetzt führt Cottbus und damit wären die Karlsruher wieder hinten …

mein Herz!

Geh jetzt Kaffee trinken im Gärtchen!

wird nix mit dem Kaffee …

Wolfsburg schießt das 4:1 …

… und Hannover gleicht aus… damit wär Bielefeld hinten … die Abstiegskandidaten machen es eindeutig spannender als die Meisterschaftsaspiranten…!

Stell mal kurz das Kaffeemaschinchen an …

Frankfurt gleicht zum 2:2 aus!

Dortmund gleicht auch aus und liegt vor Hamburg in der Tabelle…

und Gomez schießt den Anschlusstreffer…

KAFFEE !!!

Karlsruhe führt gegen Berlin 4:0 und wird trotzdem absteigen … sollte Cottbus nicht doch noch verlieren, aber danach sieht es nicht aus!

Lecker Kaffee …

3:0 für Cottbus!  Was ist eigentlich mit Leverkusen los?  Alle bestochen?  Komisch, nich?

5:1  für die Wölfe!

….

noch 16 Minuten …

Hab ich eigentlich schon mal geagt, wie toll die Bundesliga im Radio rüberkommt?  Die ReporterInnen legen sich mächtig ins Zeug …  die Spannung unvergleichlich …  was brauch ich Premiere, kann’s eh nicht mitansehen, mein Herz, wie gesagt!

Wo war ich stehengeblieben? War mal kurz unten und hab nun den Faden verloren!

Cottbus scheint zu feiern, wie man hört … rettet sich auf den Relegationsplatz

und Hannover führt gegen Bielefeld … Hecking kann bleiben…

Hoffenheim besiegt Schalke …

und Wolfsburg steht Kopf!!!

Der HSV ist wieder an Dortmund vorbeigezogen!

17.19 h  WOLFSBURG IST DEUTSCHER

FUSSBALLMEISTER !!!

Hannover hat sich doch noch ein Tor einschieben lassen …

Gladbach bleibt in der 1. Liga,  Bielefeld und Karlsruhe sind abgestiegen, Cottbus hat noch die Chance auf  die 1. Liga!

München hat Stuttgart besiegt …

Bundesligakonferenz im NDR beendet … mein Herz schlägt noch …

Glückwunsch an alle „Sieger“!


Der Blick auf die Tabelle

Im freien Fall … 31. August, 2008

Posted by Rika in familie, Sport.
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Seien es Börsenkurse oder Absatz- und Konjunkturzahlen, die Beliebtheitsgrade von Schauspielern, die Angaben über die Glaubwürdigkeit von Politikern oder das Ansehen bekannter Persönlichkeiten – in Verbindung mit „freiem Fall“ lässt das nichts Gutes ahnen!

Nicht so der „freie Fall“, der gestern auf dem Familienprogramm stand, besser gesagt auf dem des zweiten Sohnes,

der (der Sohn natürlich!) hatte nämlich im vergangenen Jahr von Freunden, Eltern und Geschwistern zum Geburtstag einen Gutschein für einen Tandemsprung geschenkt bekommen, einzulösen binnen eines Jahres – und da demnächst schon wieder Geburtstag ist, war die Frist zur Einlösung des Sprungs beinahe verstrichen. Nicht dass der „Junge“ Angst bekommen hätte (Angst hatte lediglich die Mutter!), nein, es hatte bisher einfach nicht gepasst, mal war das Wetter zu schlecht, mal die Umstände, mal hatte man keine Zeit und mal war niemand da, der als Begleitung den sensationellen Sprung gebührend beachten konnte.

Wie auch immer, gestern war alles nahezu perfekt:

Das Wetter über Kassel-Calden traumhaft schön, die Familie vollzählig versammelt und auch der gute Freund mit von der Partie!

Morgens um 9.00h wollten wir aufbrechen – es wurde ein bisschen später, was sich am Ende sogar auszahlen sollte, verfuhr man doch bei den Fallschirmspringern nach dem Motto, wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Und so hatten wir nicht nur ausreichend genug Zeit, das Prozedere ausführlich zu beobachten, das mit diesen Sprüngen verbunden ist und „uns“ mental auf das Ereignis einzustimmen, auch die äußeren Bedingungen wurden immer besser – die anfänglichen leichten Wolken wurden zu dünnen Schleiern und wichen am Nachmittag einem tiefblauen strahlendem Himmel …

… Fallschirmtandemspringeranfängerherz, was willst du mehr!

Der „Junge“ war voller Vorfreude, die mütterlichen Sorgen verschwanden mit jeder Flugzeugladung an Fallschirmspringern, die an den bunten Schirmen hängend langsam der Erde entgegen gesegelt kamen … es waren viele, viele, bevor der „Junge“ an der Reihe war! So sahen wir freudig erregt und gespannt C.’s Sprung entgegen – der junge Mann, der für ihn als „Tandem“ ausgewählt worden war, stellte sich als weitläufiger Bekannte – weil ehemaliger Schüler der gleichen Schule – der Freundin des „Ältesten“ heraus … die Welt ist einfach klein …

und nachdem der versierte Fallschirmspringer alle Gurte, Haken und Ösen an C.’s Anzug und Gurt überprüft hatte, vergingen die letzten Minuten vor dem Aufruf zum Start damit, sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen – der Familie war es sehr recht, fühlte man sich so doch schon beinahe dazugehörig, zu diesem Fallschirmzirkus …

Dann rollte die Maschine heran, die die Gruppe auf 4000 m Höhe bringen sollte – für den „freien Fall“ nämlich, der ca. eine Minute dauern würde …

Die Tandemspringer, also die (unerfahrenen) „Gäste“, sind an ihren roten Anzügen zu erkennen – rechts ist C. und links neben ihm sein Tandem-Coach!

Durch die lange Beobachtungsphase wussten wir, dass es etwa 15 Minuten dauert, bis das Flugzeug die Höhe erreicht und die ersten Springer absetzt … und es dann etwa 10 bis 15 Minuten dauert, bis aus den winzigen Pünktchen, als die man zuerst die sich öffnenden Schirme sieht, das wunderschöne Schauspiel der vielen farbigen Fallschirme entsteht …. und dann die Menschen erkennt, die daran hängen und sicher zur Erde gleiten …

Und dann standen wir und starrten in den Himmel und warteten darauf, dass aus einem der Pünktchen ein gelb-grüner Schirm würde, an dem, so wussten wir, hing er nämlich, der Held dieses Tages …

UNSER Held!

Hier sollte nun eigentlich so ein Minischnipsel von der Landung aus der Videosequenz meiner Digitalkamera eingebaut werden … aber ich muss erst noch in Erfahrung bringen, wie ich das bewerkstelligen kann …

Das hätte ich ja nun beinahe vergessen zu schreiben:

Der „Held“ war total begeistert und wäre am liebsten gleich noch einmal gesprungen, und selbst ich (nicht mehr der junge Hüpfer …!) könnte es mir doch … noch … vielleicht … mit etwas Mut … vorstellen!

Und auch für uns als „Bodenbegleitpersonal“ war es ein wunderschöner Tag und ein tolles Erleben!

„Tränen und Träume“ … 7. August, 2008

Posted by Rika in Sport.
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… hatte die ARD gestern Abend einen Betrag getitelt, der uns mit hinein nahm in die harte Schule der Turnerinnen und Turner!

Er hat mich zum Weinen gebracht …

Und in Wut versetzt …

Jüngste Kinder von ehrgeizigen Eltern getrieben werden einem unbeschreiblichen Martyrium an Geist, Körper und Seele ausgesetzt!

Kinderarbeit ist nichts dagegen … nichts gegen die entsetzlichen körperlichen Anstrengungen und Qualen, nichts gegen die menschenverachtende psychologische Terrorisierung, denen die Kinder ausgesetzt sind, nichts gegen die Entwürdigung dieser kleinen Menschen, die, noch nicht einmal im Schulalter, schon einem strapaziösen Arbeitstag ausgesetzt sind, den ICH so nicht aushalten würde!

Eigentlich, denke ich, müsste man die Kaderschmiede der chinesischen Turnwunderkinder wegen fortgesetzten Verbrechens gegen die Menschlichkeit anzeigen.

So kann und darf man nicht mit Kindern umgehen – weder die Eltern, die keinen Hehl aus ihren hohen Erwartungen an die Kleinsten machen, noch die Trainer, die aus kleinen Kinder seelisch zerstörte „Gummimenschen“ machen.

Der eigene Wille der Kinder wird gebrochen und neu ausgerichtet auf ein einziges Ziel: zu siegen!

Kein Lachen in den Gesichtern, nicht einmal ein Lächeln! (Das wird aber permanent von den Trainer gefordert: „Du musst lächeln, denk an das Lächeln!)

Dafür Tränen und Augen voller Angst und Schmerz!

Wieviele dieser Kinder werden wirklich „siegen“ und wie vielen wird das Leben nur bitter sein?

Und NICHTS darüber im Kommentar des Filmbeitrags, nur sachliche Berichterstattung.

Das macht mich wirklich fassungslos!

Im Gespräch über den Beitrag wunderten wir (mein Mann und ich) uns darüber, mit welcher Offenheit das alles aufgezeichnet wurde und wie selbstverständlich Training und Anspruch offenbar für die erwachsenen Beteiligten war …

… und wir erinnerten uns daran, dass vor 70 Jahren auch noch gelobt wurde, „was hart macht“ und vor 50 Jahren schulischer Drill noch eine Selbstverständlichkeit war, gegen die kaum jemand aufmuckte …

Vermutlich werden auch alle anderen Sportler in China in dieser Weise trainiert … und vermutlich in vielen anderen diktatorischen Ländern auch.

Ich mag nicht an die vielen zerbrochen jungen Menschen denken, die die Norm nicht schaffen, die niemals zum Olypiakader gehören werden, nicht einmal zum Auswahltraining zugelassen werden und auf der Strecke bleiben mit dem bitteren Gefühl, versagt zu haben …

Olympia … nein, danke!

Das Wetter ist schuld!!! 12. Juni, 2008

Posted by Rika in aktuell, Sport.
6 comments

Trübe, kalt, regnerisch, ausgesprochen unerfreulich!

Ja, und die Kroaten, die mögen das Wetter! Die haben das trainiert – haben sie gestern selbst gesagt!

Wenn ich hier bei mir aus dem Fenster schaue, wundere ich mich gar nicht, dass „wir“ verloren haben, bei dem Wetter!!! Schlägt einem doch aufs Gemüt, so ein grauer Tag. Wie soll man da Spielfreude aufbringen … vom Spielwitz ganz zu schweigen, und Rennen macht auch keinen Spaß, bei dem Wetter, näää … die armen Fußballspieler … können einem doch Leid tun …

1 : 2

Sag ich doch, das Wetter ist schuld … musste die Schafskälte auch ausgerechnet jetzt dem Sommer(märchen) in die Quere kommen … und der Netzer Günter, der hat das ja alles gestern schon voraus gesehen … schlechtes Karma , der Mann … was sollen unsere Jungs da machen?

so werden wir nie Europameister!

Schade eigentlich!

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