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Corona – hätte, hätte…. 20. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, familie, gesellschaft, medien, politik, presse, schule - kinder, Sport, vermischtes.
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Es gibt tausend Gründe diese schönen Formulierungen zu nutzen…. hätte, hätte, wenn und aber…

Aber es macht eigentlich und jetzt schon gar keinen Sinn …. und dennoch muss dieses „hätte“ thematisiert werden.

Seit Tagen und Wochen kann man über Facebook und ähnliche soziale Netzwerke Informationen über Corona –  das Virus Covid 19 – einerseits und die Maßnahmen in diversen Ländern andererseits erhalten. Und seit Tagen und Wochen gab und gibt es Leute, die ein rasches Handeln hier in Deutschland anmahnten und immer noch anmahnen. Sie wurden zunächst nur belächelt, dann in die Ecke der Fake-News-Verbreiter gestellt, offizielle Regierungsvertreter wiegelten ab, verharmlosten, behaupteten gar, „WIR“ seien dem Virus besser als alle anderen Staaten auf der Welt doch hervorragend gewachsen und überhaupt bestünde nicht der leiseste Grund zur Panikmache.

PANIKMACHE  wurde das genannt, was eigentlich Aufgabe der Regierung und Gesundheitsbehörden gewesen WÄRE.

Man nennt das  AUFKLÄRUNG ZUR GEFAHRENABWEHR

Oder – und das ist noch ein weit wichtigeres Verfahren – Organisation und Durchführung von Notfallplänen.

China – das Ursprungsland der sich entwickelnden Pandemie – hat es vorgemacht, ebenso Südkorea, Taiwan, Singapur.  Absolut strikte und sofortige Bekämpfung des Virus mit allen verfügbaren Mitteln. Dazu zählte die schnelle Feststellung einer Infizierung durch Massentests  ebenso wie die Quarantäne, unter die die Betroffenen gestellt wurden. Selbst die Abriegelung eines ganzen Bezirks und die Stilllegung sämtlicher öffentlicher Aktivitäten – Arbeiten in den Fabriken und Geschäften eingeschlossen – zählten zu den drakonischen Maßnahmen. Und diese hatten und haben Erfolg.

Und bei uns?

NICHTS

Jedenfalls NICHTS in einem noch frühen Stadium der Ausbreitung.

Der Bundesgesundheitsminister riet zum gründlichen Händewaschen und Abstand halten – so ungefähr 1 bis 2 Meter.  Die ersten Fälle von Infektionen wurden nicht ernst genommen. Dann hieß es, betroffen seien ja nur die Alten und Leute mit Vorerkrankungen, für alle anderen bestehe so gut wie keine Gefahr. Es war erschreckend, manche Kommentare zu lesen, in denen  die an Coron Verstorbenen im Nachhinein als „vorerkrankt“ vermerkt und so nicht als Opfer der Seuche geführt wurden, als wären sie auch ohne Vorerkrankung zeitnah verstorben. Zynischer kann man kaum mit den Toten und deren Angehörigen umgehen. Corona wird bagatellisiert, Schuld ist die Vorerkrankung, nicht das Virus. So kann man auch die Opferzahlen manipulieren und die Toten in der Statistik als Herzkranke oder Diabetiker verbuchen.

Der oberste Gesundbeter rühmte sich der Tatsache, dass Deutschland ja doppelt oder dreifach so viele Intensivbetten habe wie Italien, in dem das Virus inzwischen fürchterlich wütete und Ärzte und Pflegekräfte bis zur Erschöpfung versuchten, der Lage Herr zu werden. In Italien starben viele, sehr viele Menschen und hier passierte immer noch NICHTS.

Aber hierzulande sickerte entgegen aller Beteuerungen des Ministers durch, dass es möglicherweise nicht genug Schutzkleidung geben könnte – für die Ärzte und alle Personen die im medizinischen Bereich tätig sind. Der Verdacht hat sich inzwischen bestätigt… Schutzkleidung und Mundschutz sind sogar für Kliniken kaum noch zu bekommen.

Selbst als abzusehen war, dass die Entwicklung in Deutschland in einem Abstand von nur 8 – 10 Tagen den italienischen Ereignissen folgte, wurde immer noch nicht energisch genug gehandelt.

Mir blieb mehr und mehr die Spucke weg, ich konnte es nicht fassen. Da lese ich Tag für Tag, was dieses Virus anrichtet, wie schnell es sich verbreitet und die Profis (Spahn ist allerdings kein Mediziner) in diesem Land kommen nicht in die Gänge.

In Südtirol wurde am Montag, den 9. März mitgeteilt, dass aufgrund der Ausbreitung des Virus die Skigebiete schließen. Eine überaus vernünftige Maßnahme  – aber auch sie vermutlich um Tage zu spät beschlossen. Eine große Rückreisewelle aus den Skiparadiesen zog durch Deutschland und brachte den blinden Passagier mit. Schulklassen mussten unter Quarantäne, einige Schüler und auch Lehrer  hatten sich infiziert.

Und immer noch keine erkennbaren drastischen Maßnahmen zum Kampf gegen die Epidemie, die am 11. 3.  – das war vor gut einer Woche  – von der WHO zur Pandemie hochgestuft wurde.

Die deutsche Regierung versteckte sich hinter einer gesamteuropäischen Lösung, die  zu dem Zeitpunkt aber schon längst nicht mehr möglich war und übte sich ansonsten weiter in Beschwichtigungen und episch langen Krisensitzungen, die aber zunächst  nur die üblichen Formulierungen und Ratschläge an das Volk weiter zu geben in der Lage waren.

Den ersten Landsleuten schien aber inzwischen zu dämmern, dass das alles kein gutes Ende nehmen würde, sie begannen, sich mit Vorräten einzudecken. Warum diese Vorratshaltung ausgerechnet Toilettenpapier in solchen Maßen betraf, dass zum Ende der vergangenen Woche binnen Stunden in nahezu allen Geschäften  nicht nur dieser Hygieneartikel komplett ausverkauft war, wird wohl eines der größten Rätsel der gesamten Corona-Misere bleiben.

Ebenfalls gegen Ende der vergangenen Woche beschloss der DFB alle Erst- und Zweitligaspiele komplett abzusagen – zuvor hatten bereits Europaligaspiele vor leeren Rängen stattgefunden, auch diese Vorsichtsmaßnahme war nicht auf deutschem Mist gewachsen, Dank darum an die europäischen Fußballverbände, die vorausschauender gewesen waren als ihr deutscher Mitspieler. Nach und nach zogen alle anderen Sportverbände nach. Trainingseinheiten wurden gestrichen, Sportstätten geschlossen.

Inzwischen hatte man auch festgestellt, dass zwar jüngere Menschen auch Träger des Virus sein können, aber nicht so leicht akut daran erkranken wie ältere Leute. Doch als Überträger kamen selbst die kleinen Kinder, die Schüler und Jugendlichen infrage. Erste Überlegungen wurden am Freitag der vergangenen Woche laut – und mit Beginn dieser Woche auch umgesetzt –  darum Schulen und Kindergärten  zu schließen, bzw. geschlossen zu halten in den Ländern, in denen gerade die Frühjahrsferien zu Ende gegangen waren. Und es wurde dringend darum gebeten, den Kontakt zwischen Kindern / Jugendlichen und den Großeltern zu vermeiden.

Dass das für die allermeisten Familien extreme Problem mit sich bringt, ist ganz sicher selbst  für die, die davon nicht betroffen sind, begreifbar. Besonders schwierig ist es für die Eltern, die nach wie vor ihrer Berufstätigkeit nachgehen müssen. Notgruppen in Kitas und Horten können wirklich nur notdürftig Abhilfe schaffen. Die Großeltern und andere ältere Verwandte fallen als Betreuer für die Kinder ja aus den genannten Gründen aus.

Der Ministerpräsident Niedersachsen veröffentlichte am Montag, den 16. 3. einen Maßnahmenkatalog zur Eindämmung und Bekämpfung des Virus. Aber vermutlich läuft die Befolgung dieser Maßnahmen viel zu langsam an.

Als schließlich die Kanzlerin in einer emotional-emotionslosen Rede zu ihrem Volk sprach, gab es eigentlich niemanden mehr, der nicht ausreichend über die Situation informiert gewesen wäre. (Die Rede hatte große emotionale Anteile der Besorgnis und Fürsorge, wurde jedoch mit der größtmöglichen Emotionslosigkeit vorgetragen – ja, vorgetragen wie von einem –  zudem auch schlechten  – Laiendarsteller.) Die Presse sah das am nächsten Tag ja ganz anders. Endlich, jubelte  sie, stelle sich die Kanzlerin an die Spitze des Kampfes gegen Corona.

Da ging mir der Hut hoch.

Wochenlang hatte sie sich verkrochen. Nicht nur das, sie hatte sogar darauf bestanden, dass die Grenzen allesamt geöffnet blieben, um nach wie vor auch Migranten aufnehmen zu können. Dass „Deutschland“ schließlich doch seine Grenzen fast ganz dicht machte, lag aber nicht an der Entschlusskraft der obersten Krisenbewältigerin, es lag schlicht daran, dass unsere europäischen Nachbarn bis auf Belgien und die Niederlande allesamt schon ihre Grenzen nach Deutschland geschlossen hatten. Nun konnte auch Frau Merkel ihre Tatkraft beweisen und ihrerseits Grenzschließungen erklären.   – Für wie dumm hält sie eigentlich die Bevölkerung dieses Landes?  Oder auch nicht ganz falsch gefragt: Wie leicht ließ sich die Bevölkerung dieses Landes für dumm verkaufen?  Und welchen Anteil hatten die Medien an diesem Prozess der Volksverdummung mit ihren Beschwichtigungen, ihren seltsamen Moderatoren, die selbst dann noch lieber Herrn Trump mit Häme und Spott bedachten, als wir doch schon mitten in dem rasanten Prozess steckten, dessen Folgen aus den Fehleinschätzungen der Verantwortlichen zu Beginn der sich ausbreitenden Epidemie / Pandemie jetzt auf so dramatische Weise sichtbar werden.

Nun endlich werden zusätzliche Krankenstationen eingerichtet – wobei ich mich frage, woher denn das dazu gehörige Pflegepersonal kommen soll, die Belegschaft der Krankenhäuser arbeitet doch schon seit Monaten, um nicht zu sagen seit Jahren am Limit. Vom Einsatz der Bundeswehr ist die Rede, davon, dass Hotels und Messehallen zu Notquartieren für betroffene Patienten ausgebaut werden sollen, die noch nicht auf Intensivbetten und Beatmungsgeräte angewiesen sind.

Aus Fürsorge für Patienten in den Krankenhäusern und für die Bewohner in Pflege- und Altenheimen sind alle Besuche in den Einrichtungen untersagt. Für viele ältere Leute, besonders für diejenigen, die von einer Demenz betroffen sind, sind das dramatische Eingriffe in ihr gewohntes Leben. Sie können nicht begreifen, warum der Partner, die Kinder oder Enkel, Freunde oder Verwandte nicht zu Besuch kommen. (So habe ich es heute bei einem Telefongespräch mit einer hochbetagten Freundin erlebt, die die Information, die sie ja bekommen hat, nicht mehr speichern kann und sich so verloren und verlassen fühlt.) Und dennoch ist diese Maßnahme extrem wichtig und richtig.

Die Krise schlägt natürlich voll auf die Wirtschaft durch. Betriebe werden geschlossen, sei es aus Schutzgründen für die Werktätigen, sei es, weil kein Nachschub aus den Nachbarländern mehr über die Autobahnen rollen. VW macht dicht, ebenso andere große Unternehmen der Automobilbranche.

Theater, Opernhäuser, Kinos, Bars, Diskotheken, Gaststätten, Hotels sind seit Tagen geschlossen, der Handel extrem eingeschränkt.  Niemand darf mehr auf die nord- oder ostfriesischen Inseln reisen, Sportanlagen und Schwimmbäder sind dicht, Spielplätze dürfen nicht mehr betreten werden. Alles Maßnahmen, die man schon Anfang Februar vorsorglich hätte treffen können.

HÄTTE

Aber es hätte ja sein können, dass das Virus ausgerechnet um Deutschland einen großen Bogen macht und dann hätte man ja mit diesen Maßnahmen der Wirtschaft einen großen Schaden zugefügt… der kommt nun doch und der Schaden für die Kranken ist ebenfalls hoch.

Ja, und dann geht es auch noch um die Beschneidung unserer Freiheit.

Und die darf natürlich in keinster Weise  beschnitten werden (Achtung, Ironie), weshalb sich die meisten Bundesländer gegen eine umfassende Ausgangssperre wehren, wie sie beispielsweise in Österreich und Frankreich bereits beschlossen wurde. Noch!

Denn es sind die Unbekümmerten hier im Lande, die sich nicht an die Empfehlung halten, einander möglichst aus dem Weg zu gehen, alle direkten Sozialkontakte zu meiden, sich nicht in Gruppen zu versammeln, um den Frühling zu genießen. Aber die Leute sind deppert. Sie sitzen in den Münchener Biergärten beieinander und flanieren in Gruppen über den Jungfernsteg, bevölkern in Schwärmen die Parkanlagen in Berlin und anderen Großstädten und pfeifen auf Mindestabstand und soziale Isolation.

Es gibt sogar Jugendliche, die stolz ihren Widerstand in die Kameras der öffentlich-rechtlichen Sender plärren und sich supercool und toll fühlen. Und die Interviewer lassen ihnen das ohne zu zucken sogar durchgehen…. und tragen so dazu bei, dass dieses asoziale und egoistische Treiben als „Recht der Jugend“ wohlgefällig entschuldigt wird.

Da fällt mir nicht mehr viel dazu ein… Es werden Corona-Partys gefeiert, als gäbe es keinerlei Gefahr.

So wird wohl auch in ganz  Deutschland, wie bereits in Bayern,  bald die allgemeine Ausgangssperre verhängt.

Ach ja…. deutsche Touristen sind weltweit von Schutzmaßnahmen betroffen… sie werden ausgewiesen und sind darauf angewiesen, in einer beispiellosen Rückholaktion mit gecharterten Maschinen aus ihren Urlaubsgebieten ausgeflogen zu werden, weil die meisten Airlines Deutschland nicht mehr anfliegen.  Über 100000 Personen sind davon betroffen.

Das Robert Koch Institut veröffentlichte heute diese Stellungnahme:

Covid-19
Coronavirus-Krise hat laut RKI-Chef „unvorstellbares Ausmaß“ angenommen
Angesichts der weiter schnell steigenden Zahl der Corona-Fälle zeigt sich der Chef des Robert-Koch-Instituts alarmiert.
Die Krise habe ein Ausmaß angenommen, das er sich selbst nie habe vorstellen können, sagte Wieler in Berlin. Die Krankenhäuser müssten jetzt vorbereitet sein. Die Zahl der vom RKI registrierten Corona-Fälle stieg innerhalb eines Tages von 11.000 auf rund 14.000. Die Zahl der Toten lag demnach bei 31.

Die amerikanische Johns Hopkins Universität nennt noch höhere Zahlen. RKI-Präsident Wieler sprach von einem „exponentiellen Wachstum“. Man könne die Corona-Epidemie nur verlangsamen, wenn man vor allem die Regel beachte, Abstand zu halten.

In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, dem 13. April.

 

Als ich diese Nachricht bei Facebook las, kam mir die Galle hoch.

Mein Kommentar zu diesem Artikel:

„Immer wieder mein Erstaunen, dass diesen Fachleuten offenbar verborgen blieb, was mir als Laie schon seit Anfang /Mitte Februar klar vor Augen lag.
Ich verstehe nicht dass man nicht beim ersten Bekanntwerden der Epidemie in China Notfallpläne auch für Deutschland entwarf.
Man will um 2° die Erderwärmung steuern, kriegt aber nicht mal die ausreichende Versorgung mit Schutzkleidung für die Mitarbeiter in den Kliniken hin…“

Dieses Erstaunen geht in eine große Fassungslosigkeit über, in Unverständnis, Ärger, ja sogar Wut.

Und dies noch: Der Papst betet öffentlich für die baldige Beendigung der Corona-Welle …. und wird ebenso öffentlich dafür belächelt, sogar gescholten.

Gebe Gott, dass selbst den Lästerern nicht das Lachen vergeht….

Und uns allen nicht die Hoffnung auf Gesundung und das Ende der Krise.

HERR erbarme dich.


Nachtrag

Gerade in der Sondersendung des ZDF: Die Ministerpräsidentin des Bundeslandes Rheinland-Pfalz lamentiert darüber, dass Bayern mit der Ausgangssperre vorgeprescht sei, man habe sich doch bei der Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt, eine gemeinsame Entscheidung zu treffen….

W A N N   hätte das denn passieren sollen?

Es entsetzt mich einmal mehr, wie in diesem Land regiert wird und wie geradezu eifersüchtig die Politeliten  auf ihr Prestige achten – und das in einer Krise wie dieser.

Wir alle aber können etwas tun. Wir alle müssen etwas tun.

Darum auch hier der dringende Appell:
B L E I B T . Z U . H A U S E

IHR zumindest, die Ihr nicht zur Arbeit gehen müsst

 

 

 

 

 

 

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„Öffne deine Augen…“ 18. Juli, 2014

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", gesellschaft, islam, israel, meine persönliche presseschau, vermischtes.
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Seit Tagen treibe ich mich auf den Oranisationsseiten der Demonstrationen „für Gaza“ herum.

Fast alle diese Gruppen funktionieren  nach einem einheitlichen System und Muster:  Gaza ist von den bösen Israelis bedrängt, bedroht und angegriffen; „wir“, die Guten, müssen uns mit „unseren Geschwistern in Gaza“ solidarisieren.  Da riecht man förmlich schon aus welcher Ecke der Wind weht, wenngleich die Organisatoren neben allem  „insAllah“  auch ganz begeistert sind über Christen, Säkulare, Linke und was sich sonst noch so auf der Bühne des Kampfes  gegen das „Weltjudentum“     den Zionismus bewegt und sich nun engagiert und mit der nötigen kritischen Einstellung in den Kampf um Gaza begibt.

Allerdings haben diejenigen die jetzt die Wiener Demonstration  vorbereiten, die Taktik gewechselt, wohl aus der Erfahrung, dass es nicht so gut ankommt, wenn Berichte  wie die aus  Essen,    Bremen,   Frankfurt     Berlin   in den online-Magazinen  und die bei   Facebook und anderen sozialer Netzwerke auch diejenigen  erreichen, die dem Ganzen (bisher) noch relativ neutral gegenüber stehen. Man möchte auf gar keinen Fall in die unschöne Ecke mit Antisemiten gestellt werden, darum hat man auch die überaus clevere Formulierung gefunden: „Wir haben nichts gegen Juden, wir hassen nur die Zionisten„, wobei „Zionist“   synonym für die gebraucht wird, die in irgendeiner Form zu erkennen geben, dass sie den Staat Israel – wenn  schon nicht unterstützen, so aber doch  im Großen und Ganzen – als demokratischen Staat anerkennen. Jeder, der sich – auf welche Weise auch immer – positiv zu Israel äußert, gerät umgehend in den Verdacht ein „Zionist“ zu sein, den man demzufolge unbedingt kritisieren und beschimpfen darf, soll, muss und das auch tut. So sagen Kommentatoren, „dass die guten Juden“ ja ihrerseits selbst den Staat Israel verteufeln und mit ihm nichts zu tun haben wollen und leider gibt es genug Leute von der Sorte „gute Juden“, die sich nicht entblöden, ihren unappetitlichen Senf in die unbekömmliche Suppe zu geben, die gerade von den „Demonstranten für Gaza“  angerührt wird. Die „Tochter“ ist nur eine von ihnen…

Ich mische mich ein, kommentiere, kopiere Links, Artikel, Logos. Ich werde beschimpft, beleidigt, verunglimpft, beschuldigt und schließlich werden  meine Kommentare gelöscht. Viele Stimmen und Meinungen schlagen mir entgegen, kryptische Verschwörungen, seltsame Behauptungen, Verdrehung Tatsachen usw. usw. usw.   Jemand schrieb mir gar, dass es ja gar nicht die Hamas sei, die gegen Israel kämpft, das wären irgendwelche ausländischen Kräfte…. !  Es zeigt sich nun, wie überaus erfolgreich der jahrelange anti-israelische Drill vor allen in Türkisch sprachigen Medien, wohl aber auch innerhalb der muslimischen Ummah Früchte trägt. (Der religiös-islamische Anteil in den Kommentaren ist unübersehbar und groß.)Jede noch so krude Behauptung wird kritiklos geglaubt und übernommen, die augenfälligsten Bildfälschungen als Beweis für Israels vermeintlichen Massenmord an Kindern mit größter Selbstverständlichkeit weiter gereicht.  Mir wird immer wieder vorgehalten, von den „Zionisten“ für meine Kommentare bezahlt zu werden, wenn ich Berichte einstelle, die die andere Perspektive, die Israels beschreibt. Und immer wieder werde ich als „Jüdin“ beschimpft, wird mir mein Erwiderung Christin zu sein, nicht abgenommen. Es kann einfach nicht sein und wird nicht geduldet, dass jemand für Israel Stellung bezieht. Und es wird in diesen Kommentarspalten leider auch allzu deutlich, dass wir viel zu lange die Lage nicht erkannt haben, nicht deutlich genug darauf bestanden haben, dass die freie Meinungsäußerung zwar ein unveräußerliches Rechtsgut ist, das seine Grenze  aber da haben muss, wo eindeutig mit nationalsozialistischem Gedankengut Stimmung gegen Juden/Israel gemacht wird, der Holocaust einerseits verleugnet, andererseits aber durchaus  „anerkannt“ wird und zwar indem  Kommentatoren ihr großes Bedauern darüber aussprechen, dass „Hitler nicht fertig“ geworden sei und man nun das weiter führen müsse…

Seit heute ist ein weiteres  Logo im Netz.  Ich veröffentliche es hier in seiner ganzen Größe, zeigt es doch sehr klar, worum es vielen Demonstranten eigentlich geht:

 

Nicht mehr von „Free GAZA“ ist die Rede, es geht darum „pro Palästina“ zu sein.

Und nun stimmt auch das Logo mit der Rede vom „Wir sind nicht gegen Juden, wir hassen Zionisten“ überein. Denn „gute Juden“, so war immer wieder zu lesen, wollen ja keinen israelischen Staat. Sie leben friedlich in den bisherigen Staaten des Nahen Ostens oder in Europa.

Dass das aber vorgeschoben ist, zeigt dieses Video einer HASS-Demo gegen Israel in Berllin:

 

ÖFFNE DEINE AUGEN heißt es auf dem Plakat.

Und dann siehst du, was gemeint ist. Ganz Palästina, ohne Israel.  Das ist die erklärte Zielsetzung, die erträumte Zukunft, der erstrebte „Staat“.

„Öffne deine Augen!“ sagen sie und geben damit preis, was sie wirklich wollen. Die Menschen in Gaza sind sicherlich vielen der Demonstrationswilligen nicht egal, aber um das große  Ziel zu erreichen, würden sie vermutlich zu jedem Opfer bereit sein, zumal es sich propagandistisch so prima ausschlachten lässt, wenn Kinder in Gaza durch Israelis sterben – ob das nun den Tatsachen entspricht oder nicht. Sie haben nur diesen einen großen Feind  „Israel“.

Leider laufen viele unserer Politiker immer noch mit völlig geschlossenen Augen durch die Welt, streben strategische Partnerschaften mit der Einheitsregierung aus der „moderaten“ Fatah und der  als Terrororganisation eingestuften Hamas an.

Und leider wird in unseren Medien immer noch ganz „im Sinne journalistischer Ausgewogenheit“, wie unlängst in einer Erwiderung auf eine Beschwerde an das ZDF mitgeteilt wurde, vor allem Israel sehr ausgewogen als Aggressor und übermächtiger Feind dargestellt. Die Ausgewogenheit zeigt sich zum Beispiel darin, dass Barbara Hahlweg, die Moderatorin der „heute“-Sendung,  gestern sagen darf, dass die Waffenruhe den Palästinensern etwas Luft verschafft habe – den Israelis natürlich auch -, dass aber unmittelbar nach Ende der Waffenruhe die Luftschläge gegen Gaz mit großer Härte weiter geführt würden und auch die Hamas wieder ihre Raketen gen Israel schicke, die aber nur wenig Schaden anrichteten…   Leider verschweigt sie äußerst mitfühlend   ( man darf doch den „kritischen Freunden Israels“  nicht das Feindbild rauben! ) , dass die Waffenruhe, die von 10.00 – 15.00 h angesetzt war, von der Hamas bereits um 12.00 h gebrochen wurde, während Israel die Vereinbarung bis 15.00 h einhielt und befolgte.    Und journalistisch ausgewogen ist ganz bestimmt auch dieser „Hintergrundbericht“.    samt seiner wunderbaren Karte und der dazu gehörenden Legende – wobei diesmal der Begriff durchaus doppeldeutig gemeint ist.

Über die Rolle der Medien werde ich vielleicht schreiben, wenn mein Puls wieder normal  hoch ist.

…………………………….

 

Und während ich dies schreibe, werden pro-israelische Kundgebungsteilnehmer  von Gegendemonstranten     extrem bedroht!

Neues aus dem Gärtchen… 25. April, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, neues vom gärtchen, vermischtes.
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Vor knapp einem Jahr endete der Rechtsstreit mit unserem Nachbarn um Büsche, Baum und Zaun an der Grenze, ich schrieb ja ellenlange Berichte  darüber, siehe hier

Heute nun wollte ich Lavendel, den ich geschenkt bekommen hatte, im Gärtchen zu einem neuen Zuhause verhelfen. „Wo willst du ihn denn einsetzen?“ fragte der liebste Gatte. „An den Gartenzaun neben dem Eibisch!“ war meine Antwort.

„Das tust du heute besser nicht!“ meinte der Liebste Gatte und wies aus dem Fenster seines Arbeitszimmers.

Im Nachbargarten (in DEM Nachbargarten) war Familie M versammelt (Vater, Mutter, SOHN)  und werkelte eifrig an hohen „Rankgittern“ und buddelten an der im letzten Jahr frisch verlegten Rasenkante, die ja zum „Unfall“ mit unserem Zaun, nein, zum „UMfallen“ unseres Zauns und damit zu einem neuerlichen gerichtlichen Treffen geführt hatte.

Am Zaun werden nun 180 cm hohe Rankgitter gesetzt und sicher mit wunderbar dicht wachsenden Rankgewächsen bepflanzt. Damit hat dann wohl die liebe Seele [des Nachbarn ihre endgültige] Ruh [gefunden]  – und in letzter Konsequenz hat der Herr Nachbar seinen Willen durchgesetzt:  Ein hoher blickdichter RankgitterZaun   trennt ihn von uns!

Im Stillen haben wir mit so einer Aktion gerechnet und so war es mehr der Zeitpunkt als die Tat an sich, die uns heute überrascht hat.

Immerhin gab es ein paar freundliche Worte am Zaun hin und her, wohl auch dank unseres Enkelkindes, das im Gärtchen (vom sicheren Rand der Decke aus)  Gräser und Blätter untersuchte und mit seinen heute erreichten  10 Monaten einfach ein unaussprechlich wonniges Kindchen ist, das jeden Streit und Ärger vergessen macht.

Bei Gelegenheit – und wenn ich das Gärtchen frühlings-sommer-fein gemacht habe -, gibt es auch mal ein Bild vom schönen Rankgitterzaun ….

 

Der Frühling ist im Gärtchen angekommen…. ganz ohne mein Dazutun, darum nun diese Bilder:

MEDION Digital Camera

Das Rankgitter in seiner ganzen Schönheit….

 

MEDION Digital Camera

So schön …..

MEDION Digital Camera

Und nun hoffe ich, dass es sehr schnell sehr grün wird am Gitter….

Was für ein Tag…. 21. November, 2012

Posted by Rika in vermischtes.
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Heiter, sonnig, wunderschön, angemessen für das Geburtstagskind, das wir heute feiern.

Während der Vorbereitungen in der Küche immer mit einem Ohr am Radio…. keine guten Nachrichten, seltsame Kommentare …

Es ist genug„, schreibt Lila in ihrem Blog. Genug. Mehr als genug. „Wie hält man das bloss aus?“, fragt sie.

Wir essen Kuchen, trinken Kaffee …. in kleiner Runde, die „auswärtigen“ Kinder kommen erst am Wochenende …

Auch bei uns das Thema „Kein Friede für Israel“, aber entgegen den in den Medien  üblichen Schuldzuweisungen an Netanjahu  und die unvermeidlich immer „schuldigen“ Siedlungen  klingt auch hier bei uns das an, was Lila schreibt:

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen! Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.  … Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht! …“

Kleine Anfrage…. 23. Januar, 2012

Posted by Rika in vermischtes.
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Beim Einstellen des Textes von Gerd Buurmann ist mir aufgefallen, dass ich einen langen Text nicht teilen kann…. also diese nette Möglichkeit nicht nutzen kann, um unterhalb einer von mir definierten Linie den Text zu verbergen und erst durch „weiterlesen“ oder so ähnlich wieder sichtbar zu machen.

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Angst fressen Seele auf… 18. August, 2011

Posted by Rika in vermischtes.
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Während die wichtigsten westlichen Staaten, darunter auch Deutschland, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wegen der Gewalt gegen sein eigenes Volk zum Rücktritt auffordern, steht die evangelische Kirche weiter hinter dem umstrittenen Machthaber. Dieser biete der christlichen Minderheit im Land Schutz, sagte der zuständige Pfarrer Jonas Weiß-Lange am Donnerstag in einem Gespräch mit Deutschlandradio Kultur.

 

Das kann doch nicht wahr sein! So meine erste Reaktion nach flüchtigem Lesen dieses Absatzes.

Nicht schon wieder!

Christen auf der „falschen Seite“!

Kann tatsächlich jemand, der sich Christ nennt, „hinter Assad stehen“, hinter einem Präsidenten, der mit brutaler Gewalt gegen sein eigenes Volk vorgeht?

Nein, denke ich, das geht nicht. Das kann nicht wahr sein.

Aber es gibt auch die andere Sicht auf die Lage in Syrien – wie der weitere Bericht zeigt. Christen in muslimischen Ländern, so erläutert Pfarrer Weiß-Lange, seien darauf angewiesen, dass sie  einen „Schutzherren“ haben:

„Offiziell ist das ein säkulares Land“, sagte Weiß-Lange in dem Radiogespräch. „Aber von der Geschichte her, die orientalische Christen in muslimischen Ländern haben, muss es immer jemand sein, der sie beschützt in diesem Land – das Staatsoberhaupt, und das ist in dem Sinne eben in Syrien heute der Präsident.“ …

Während seiner Gespräche hätten syrische Christen deutlich gemacht, dass sie aus Gründen der eigenen Sicherheit hinter dem Regime von Präsident al-Assad stünden, so der Pfarrer weiter. „Der Wunsch ist schlicht zu überleben“, sagte er. Bei aller Kritik am Regime gebe es den Wunsch, dass sich nicht so viel ändern möge. Viele Gläubigen sorgten sich, dass in Syrien Zustände wie im Irak nach dem Sturz von Ex-Staatschef Saddam Hussein oder wie im Libanon während des Bürgerkriegs herrschen könnten.

(Hervorhebung von mir)

Die Angst, dass Christen nach dem möglichen Sturz Assads unter gewaltigen Druck geraten könnten, ist nicht unbegründet. Schließlich liefert der benachbarte Irak bis heute den unwiderlegbaren Beweis, dass es Christen in der Minderheit, unter einer instabilen Regierung / Verwaltung und in unmittelbarer Nachbarschaft muslimischer Aufrührer nicht gerade gut ergeht. Tausende Christen sind seither aus dem Irak geflohen.

Und auch die Entwickelung in Ägypten bietet wenig Anlass zu Hoffnung, dass demokratische Strukturen einkehren und sich damit auch ein größeres Maß an Religionsfreiheit für die Minderheiten ergeben wird. Vielmehr muss man doch befürchten, dass radikale Kräfte die Oberhand gewinnen werden und damit die Rechte der Christen noch weiter eingeschränkt werden.

[Einschub: Das heutige Attentat in Israel wird von einigen Beobachtern auch so gedeutet, dass die Regierung in Kairo die Sicherheit auf dem Sinai und die Abkommen mit Israel nicht mehr gewährleisten kann.]

Ist es daher nicht verständlich, dass die Christen in Syrien lieber an einem Despoten festhalten, als die Revolution zu unterstützen und damit unwägbare neue Machtverhältnisse in Kauf nehmen zu müssen, die für sie, nach allem, was sie in den Nachbarstaaten beobachten, mit hoher Wahrscheinlichkeit  nicht gut sein werden?

Um hier gar kein Missverständnis aufkommen zu lassen:  Ich teile diese Haltung ausdrücklich nicht, aber ich kann sie verstehen.  Ich verurteile die grausamen Übergriffe gegen die eigene Bevölkerung und den erbarmungslosen Kampf um die Macht, den Assad führt.

Ich bin unbedingt dafür, dass die Staatengemeinschaft Assad und sein Regime ächtet und Maßnahmen berät, dem blutigen Treiben Einhalt zu gebieten und Reformen in Syrien zu ermöglichen.

Doch angesichts der berechtigten Angst der Christen in Syrien vor einer ungewissen Zukunft denke ich genauso entschieden, dass die Christen in den demokratischen Gesellschaften dieser Welt sich hinter die Christen in Syrien (und natürlich auch in Irak, Ägypten und all den anderen Ländern) stellen müssen und  den Weltkirchenrat und die UN auffordern sollten  dafür zu sorgen, dass Christen in Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung und mit Regierungen, die sich am Islam orientieren, stärker geschützt werden, dass ihr Recht auf freie Religionsausübung gewährt wird und sie nicht länger dem Druck staatlicher Repression und religiöser Willkür durch die Mehrheitsreligion ausgesetzt sind.

 

 

 

 

 

 

Schafe vor der Nase und Rosen an der Wand… 21. Juni, 2011

Posted by Rika in vermischtes.
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Man kann nicht sagen, dass wir in einem nervtötenden, lärmenden Umfeld leben. Zwar ist die große Stadt nur ein paar Kilometer entfernt und ihr Zentrum lässig in weniger als einer halben Stunde zu erreichen (mit der Bahn in exakt 14 Minuten, mit dem Auto je nach Verkehrslage zwischen 15 und 25 Minuten), aber hier bei uns im Dorf ist es schön friedlich und ruhig. Der Ruhe wegen müssten wir eigentlich keinen Urlaub machen.

Wie ruhig Ruhe aber tatsächlich sein kann, erleben wir in dem kleinen idyllischen Ort an der Nordsee, in dem wir seit Jahren immer wieder Urlaub machen.

Tagsüber hört man ab und zu einen Trecker bei der Arbeit oder das Muhen der Kühe oder das Blöken der Schafe, doch nachts hört man nichts! Gar nichts! Allenfalls den Wind in den Bäumen vorm Haus.  (Wir in unserem Ort am Rande der großen Stadt  hören je nach Windrichtung  von ferne das Brummen der großen Laster auf der A7 oder die ratternden Güterzüge, die unser  Dorf passieren.)

Für ein paar Tage waren wir wieder mal in dem wunderschönen Ferienhaus am Meer. Wir lieben Haus …

… und Landschaft…

Das Land und das Meer!

Hoch aufgelaufene Flut am Siel,  „Fahrrinne“ der Krabbenkutter vom kleinen Hafen zu Watt und Meer.

Meine Idee, Wattwanderungen könnten meinem Fuß gut tun, veranlassten uns ganz spontan zu einem Kurzurlaub im Lieblingsferienhaus, das zu unserem Glück „frei“ war. Dank an die Freunde, die uns ihr wunderschönes Haus immer wieder für erholsame Ferien überlassen.  Die Wanderungen im Watt waren in der Tat richtig gut für meinen Fuß!

In diesem Jahr weidet auf der großen Wiese hinter dem Haus wieder einmal ein Schaf.

Das war auch  in den vergangenen Jahren immer mal so. Warum es nicht bei der großen Herde auf den Salzwiesen  vorm Deich ist, weiß ich nicht zu sagen.

Das Schaf hat zwei junge Lämmer, um die es sich – wie es mit menschlichen Augen betrachtet, erscheint – mit Sorgfalt und Liebe kümmert.

Die Lämmchen ruhen sich am Trog aus. Leider habe ich keine bessere Aufnahme der beiden Lämmer … ich konnte ja nicht ahnen, dass ich sie zu einem Blogeintrag „verwursten“ würde, dann hätte ich mir nämlich die allergrößte Mühe gegeben, die süßen Dinger ordentlich ins Bild zu setzen! Betimmt!!!

Die beiden Jungen sind in dem Alter,  in dem junge Lebewesen vor allem neugierig und voller Tatendrang sind. Und so streifen sie auch schon mal allein durch das hohe Gras der großen Wiese und müssen auf diese Weise entdeckt haben, dass der Zaun zwar große Schafe, nicht aber kleine Lämmer daran hindert, die Weide zu verlassen und das Weite zu suchen. Mutter Schaf mag es aber gar nicht wenn sich die Kleinen aus ihrem Zuständigkeitsbereich entfernen.  Mit lautem Blöken läuft sie über die Wiese, von einem Ende zum anderen und ruft unablässig nach den Lämmern. Die verhalten sich aber mucksmäuschen still, kein Ton! So sehr Frau Schaf auch ruft und lockt, die Kleinen bleiben verschwunden. Endlich, nach stundenlanger Suche (und stundenlangem Geblöke) tauchen sie munter und fidel wieder auf. Mutter Schaf ist zufrieden, gibt noch ein, zwei Töne der Freude von sich – und dann herrscht wieder Stille und ländliche  Ruhe in der kleinen Siedlung hinterm Deich.

Wir zwei,  auf unseren Liegen hinter dem Haus, die Ruhe genießend, lesend oder einem erholsamen  Nickerchen ergeben, betrachten das Schauspiel mit verständnisvoller und wohlwollender Anteilnahme, bangen mit dem Schaf um das Wohlergehen der Kleinen  und reden besänftigend und ermutigend auf Mutter Schaf ein, wenn sie sich auf der Suche nach den Jungen dem Zaun nähert, der ihr Reich von unserem trennt.

Landschaft, Schaf, das Haus und die Rosen an der Wand – das alles machte den Reiz aus dieser Tage in Spieka und trug dazu bei, dass wir uns so sehr wohl fühlten.

Dass das Wetter für ausgelassenes Strandvergnügen weniger geeignet war …

…  und auch Fahrradtouren…

bis auf einen kleinen Ausflug zum Steg

…  wenig verlockend erschienen, störte uns herzlich wenig.

Reichlich Lesestoff und ebenso reichlich Wolle für kreative Einfälle ließen es uns nicht langweilig werden.

Eine Stippvisite der „Hamburger Kinder“, ein Treffen mit der jungen Familie an einem Sonnentag in Duhnen und der gemeinsame Besuch im Zoo am Meer … es war einfach nur schön!

Der Regenbogen –   nach Regen und Sturm nicht nur ein schöner Anblick …

…. ein vollständiger Bogen, den ich mit meiner kleinen Kamera gar nicht vollständig auf EIN Bild bannen kann…

….  erinnert mich (auch jetzt noch und immer wieder)  an die Zusage Gottes für seine Erde,  für uns Menschen, für mich.

Dankbar bin ich für die schöne Auszeit, dankbar auch für mein Zuhause!

Schafe gibt es übrigens auch ganz in der Nähe unseres Hauses, wir hören sie ab und zu blöken!

Lahm gelegt … 10. November, 2009

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Am Sonntag nach dem Gottesdienst mit Glieder-, Kopf- und Halsschmerzen ins Bett gelegt, sogar auf den Besuch bei Sohn, Schwiegertochter und dem süßesen Baby der Welt – meinem Enkel! –  verzichtet, in tiefen Schlaf gesunken und gegen Mitternacht erst aufgewacht, um nach einem kurzen Besuch im Badezimmer weiter zu schlafen bis zum frühen nächsten Morgen.

Das aber ist meinem Rücken nicht bekommen, so dass sich zu den oben genannten schmerzhaften Beschwerden zu allem Überfluss das Kreuz dergestalt bemerkbar macht, dass ich weder liegen, noch sitzen unde erst recht nicht aufrecht stehen, geschweige denn laufen kann. So habe ich weder  zur Schule gehen, noch die Feierlichkeiten zum Mauerfall freudig erregt verfolgen können – und auch mein ganz privates Gedenken an der Stelle der alten jüdischen Synagoge in Hannover musste ausfallen.

Dank guter Tabletten mit möglichen höllischen Nebenwirkungen – aus Langeweile habe ich nämlich den Beipackzettel sehr gründlich gelesen – kann ich heute ein bisschen sitzen, nicht ohne schmerzende  Rückmeldungen aus der Lendenwirbelgegend…

Werde mich auch gleich wieder in mein Bett verziehen – dösen und ein bisschen nachdenken über dies und das und jenes.

Dabei hatte ich mir so viel vorgenommen, zum Kieser-Training wollte ich (Termin abgesagt!), einige Kilometer walken (Konditionstraining für den Skiurlaub), die letzten Kübelpflanzen ins Winterquartier stellen, das Olivenbäumchen und den Oleander in frostsichere „Wintervliese“ hüllen und die Wäscheberge verkleinern…

Nichts von alle dem ist möglich, weil es mich gepackt hat …

Nein, mit Schweinegrippe hat das nichts zu tun … und impfen lasse ich mich auch nicht!

Nun denn… 27. September, 2009

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Das Volk hat entschieden...

Schwarz und Gelb  also…

Willkommen im Tigerentenclub!

Bleibt  abzuwarten, wie das zukünftige Dreigestirn aus CDU, CSU und FDP die Geschicke der Republik zum Nutzen und Frommen der Wirtschaft oder zum Wohle der Menschen lenken werden  und wie die Rollen von Prinz, Bauer und Jungfrau verteilt sein werden… und auch ob oder wie die  Zukunft   von  Papiertiger und  lahmer Ente in gegenseitiger, innig-eiserner Umklammerung gestaltet werden wird …

Übrigens, die gelb-schwarze Borussia sieht derzeit leider gar nicht gut aus!

Paranoia … 18. April, 2009

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Es lebt sich gut in unserem Dorf vor den Toren der großen Stadt.

Bäcker, Metzger, Lebensmittelladen, Ärzte,  Apotheke, Post, Friseur und Kiosk  sind bequem erreichbar,  Kindergarten und Grundschule, Kirchengemeinde und Sportverein bieten alles, was junge Familien brauchen! Alle 30 Minuten geht ein Zug zum Hauptbahnhof der Stadt, zeitversetzt und ebenso oft fahren Busse …

Ja, es lässt sich gut leben in unserem Dorf.

Wenn nur die Sache mit der Phobie nicht wäre!

Es muss sich  bei den Problemen des Mitbürgers  um eine Phobie handeln, anders kann ich es mir nicht erklären. Eine Baumphobie, um genau zu sein. . .  und als Baum zählt alles, was höher als 120 cm ist und eine längere Lebensdauer hat als eine Sonnenblume oder eine vergleichsweise ähnlich hohe Pflanze…

Besonders gefährlich sind Blätter und kleine Stängelchen, die es wagen, ihren angestammten Platz zu verlassen, bzw. ein oder zwei oder auch vier cm über die zu denkende Linie hinauszuwachsen, die zum Grund und Boden des eigenen Standortes gehört, vertikal/horizontal  betrachtet. Gegen die – die Pflanzenteile –  geht man gerichtlich vor, weil, sie könnten ja Unheil anrichten,  es könnten ja Tau- und Regentropfen von ihnen herab fallen und so dazu beitragen, dass der nicht rechtmäßig zur Pflanze gehörende  Standort feucht wird und Moos ansetzt … außerdem bieten Pflanzenteile, die über die vertikale Linie ragen, einen ganz schlechten Anblick und damit einen ständigen Grund für grundlosen Ärger… man gönnt sich ja sonst nichts… als Ärgernis, meine ich.

Und der Zaun, der Zaun erst!    Der führt in Schlangenlinien über die Grenze hin und her – meterlang!  Das macht er schon seit 27 Jahren ungefähr. So lange steht er schon. Aber jetzt ist das mit den Schlangenlinien festgestellt und schriftlich gerügt worden. Ein Zaun, der Schlangenlinien steht. Das geht ja gar nicht! Zugegeben, der Zaun war noch nie richtig hübsch, aber zweckmäßig und vor allem preiswert, damals, als wir ihn mit Hilfe des Freundes auf seiner  anderen Seite mitten auf die Grenze setzten. Und was wir wohl auch nicht so recht bedachten: Holz arbeitet! Ja, es bleibt einfach nicht so, wie man es hingesetzt hat, es wird etwas krumm und steht plötzlich schlangenlinig im Gelände. Geht gar nicht! Muss man auch gerichtlich klären, diesen Zaun, so etwas von Schlangenlinie! Frechheit, das!!!

Wenn ich es recht bedenke, ist das schon mehr als phobisch, gleicht eher  einer ausgewachsenen  Paranoia … das mit den Ästchen, Blättern, Bäumchen und  dem Schlangenlinie stehenden Zaun …

nein,  sowas von  p…    !

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