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Sicher ist sicher – Die ARD und ihre „Informationsstrategie“ …. 22. Juni, 2017

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, araber-"palästinenser", Christlicher Antisemitismus, gesellschaft, israel, israelkritik, medien, politik, pressefreiheit.
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Hatte ich auch früher immer schon mal das Gefühl, dass mir wesentliche Informationen durch die – doch eigentlich den Nachrichten verpflichteten –  Fernsehanstalten vorenthalten werden, so ist mein Misstrauen gegenüber der sachlichen und redlichen Berichterstattung „unseres“ öffentlich-rechtlichen Fernsehens ins Unermessliche gestiegen.

Das galt und gilt insbesondere für die Berichterstattung aus und über Israel, die ich als wenig „ausgewogen“ wahrnahm und als defizitär empfand. Warum, so fragte ich mich manchmal,  haben die verantwortlichen Redakteure nicht die gleichen, wenn nicht gar noch ungleich bessere Möglichkeiten als ich, Behauptungen der „Nahostkorrespondenten“ dahingehend zu prüfen, ob und inwieweit Dichtung und Wahrheit zusammen gehen, respektive auseinanderklaffen. Schließlich gibt es ja nicht nur deutschsprachigen Agenturen, und seit es die geniale Errungenschaft namens Internet gibt, kann man sogar als Verbraucher auch ganz neue Quellen anzapfen, beispielsweise kleine Informationsdienste  oder  – und da schwillt wohl manchem Journalisten der eitel-professionelle Kamm – sich die Welt aus der Perspektive eines Bloggers erklären lassen. Für mich waren es erhellende Momente, „die Welt von Beersheva“ aus zu erkunden oder Briefe aus dem lange versunkenen Rungholt zu lesen. Komisch, habe ich manches Mal gedacht, warum greifen die Nahostexperten eigentlich nicht auch hin und wieder auf diese überaus authentischen Quellen zurück, warum muss ich mich ausschließlich von Leuten belehren lassen, die dafür bezahlt werden, eine Nachricht zur vorherrschenden passenden Meinung der Sender abzuliefern, und zwar so abzuliefern, dass ich schon bei den ersten drei Worten weiß, wohin die Reise gehen wird?  Der übliche Sermon, die übliche Schuldzuweisung, der übliche „Hintergrund“- der mir noch dazu als „Wissen“ verkauft wird, die übliche Betroffenheitslyrik, der übliche erhobene moralische Zeigefinger, der ganz normale übliche Wahnsinn halt, gekoppelt an zumindest unterschwellige, meist aber offene propalästinensische Propaganda und ebenso wahrnehmbaren „üblichen“ Antisemitismus, getarnt als „freundliche“ Israelkritik,  oder sogar vollkommen unverschleiert als harscher „Antizionismus“ daher kommend.

Das Gezerre und Geschacher um die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt: Der Hass auf Juden in Europa“  musste mir nicht erst die Augen für seltsame doppelte Standards in der Be-   ich sollte sagen Ver-urteilung Israels öffnen, das Phänomen war mir schon lange klar, es musste mich auch nicht ohne Aufprallschutz damit konfrontieren, dass eine Dokumentation im Sinne des Wortes eben nicht vor allem sachbezogene Informationen zu liefern hat und dem Zuschauer  genug an  Verstand, Denk- und Urteilsvermögen zugestanden wird, sich eine eigene Meinung auf der Basis des Berichteten bilden zu können, auch dieses, als feinsinnige pädagogische Meinungsbildung im Sinne des Senders geübte Verhalten,   hatte ich längst in der Vergangenheit als Problem erkannt.

Nun aber ist es genug!

Das Fass ist über gelaufen.

Was der WDR – als Teil der ARD – sich in Bezug auf die oben genannte Dokumentation geleistet hat, spottet nicht nur jeder Beschreibung oder ist eine Beleidigung für jeden denkenden Zuschauer,  es ist vielmehr ein absoluter Skandal. Ein Skandal, wie der Sender mit seinen Mitarbeitern umgeht und ein noch größerer Skandal, wie dieser Sender mit dem Thema ANTISEMITISMUS  umgeht.

Eine Facebook-Freundin fragte, warum man in der Diskussion, die auf die Ausstrahlung des mit nachträglichen und   delegitimierenden  Untertiteln versehenen Beitrags folgte,  statt über ANTISEMITISMUS zu sprechen, den Film an sich in die Mangel nahm. Ich habe die Diskussion nicht geschaut… ich schaue Talkshows schon lange nicht mehr, weil ich keine Lust verspüre,  manchen Menschen, die sich für gebildet oder besonders klug oder als Experte empfinden mögen, dabei zuszusehen, wie sie ein unverdauliches Zeug zum Besten geben …. vermutlich bestens entlohnt aus dem Gebührentopf, den ich mit meiner Zwangsabgabe Monat für Monat mit füllen muss. Überlegt hatte ich schon, für diese Diskussionsrunde eine Ausnahme zu machen, aber ich traute meinem Fassungsvermögen nicht, besser gesagt, ich befürchtete, vor Entsetzen, Wut oder Zorn dermaßen aus der Haut zu fahren, dass ich mich anschließend meiner selbst schämen müsste…  Der Liebste  nämlich  verfolgte die Debatte  und saß mit mir im Zimmer unseres kleinen Feriendomizils und ihm wollte ich meinen (möglichen) Tobsuchtsanfall nicht  zumuten.  (Er nahm auf meine Befindlichkeit Rücksicht und setzte Kopfhörer auf…) Dafür „sah“ ich die Runde und verfolgte  die Kommentare, die im Netz sofort aufkamen und  saß so gewissermaßen in der zweiten oder dritten Reihe   oder ganz oben auf der Galerie, auf der man in der Oper zwar noch etwas einigermaßen gut sehen, aber außer der  begleitenden Musik kaum noch etwas verstehen kann (jedenfalls im Hannover’schen Opernhaus ist das so. 😉  )

Eine seltsam anmutende Situation, nicht wahr, die aber auch irgendwie dem Irrwitz entsprach, dem zu folgen ich mich außerstande sah.

Heute nun, wieder hier zu Hause mit ordentlichem Internetzugang,  die Nachlese via Internet. Viele Kommentare, viele Meinungen, viele, sehr viele Beiträge…

Ich will sie nicht alle im Einzelnen nennen… das wäre auch ein Tage füllendes Arbeitspensum.

Nur eine sehr bemerkenswerte Information aus dem Hause des WDR will ich hier wiedergeben, macht sie doch deutlich, wie unglaublich skandalös und irrsinnig das Vorgehen des Senders ist. Es handelt sich um die Fragen, die der  WDR kurz auf knapp den Filmemachern,  Joachim Schroeder und Sophie Hafner,   unterbreitete, um sie ganz offensichtlich des unseriösen Arbeitens zu überführen, und um die Antworten der beiden Autoren.

Ich kopiere sie in Gänze, denn sicher ist sicher  – und wer weiß, ob es sich der WDR nicht schnell wieder anders überlegt und seine schöne Dokumentation der eigenen Schande aus dem Netz nimmt.

Hier ist sie …. aber doch nur in Auszügen…. es ist nämlich ein sehr langes trauriges Kapitel, der besseren Lesbarkeit wegen habe ich die vom WDR beanstandeten Stellen und die Fragen dazu rot-braun unterlegt

 

„Offene Fragen zur Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden
in Europa“
 00:14:52
Sein Mausoleum wurde übrigens von der EU mit über 1,5 Millionen mitfinanziert.
 Wir bitten um Quellen und Belege für diese Information

Arafat Museum (kostete $ 7 Million) und das Grab/Mausoleum sind ein zusammengehörender
Komplex
http://www.yaf.ps/?url=posts/show/1426/A_Visiting_Program_for_the_Martyrs
%E2%80%99_Families_to_Yasser_Arafat_Museum
http://www.yaf.ps/?url=posts/show/601/The_Mausoleum
Die Yasser Arafat Foundation unterhält das Mausoleum und das Museum und wurde mit 1,5
Millionen Euro EU-Geldern mitfinanziert.
http://www.yaf.ps/?url=posts/show/541/The_Foundation
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.1-5-millionen-von-eu-fuer-museum-palaestinenserhuldigen-arafat.535456f4-adcb-4ff6-8b21-3299cbca8aae.html

….

 00:28:52
Diese großen Organisationen finanzieren hunderte von kleinen NGOs, teils unter
palästinensischer, teils unter israelischer Leitung. Die Dichte an NGOs vor Ort
wird als überproportional angesehen. Aus Israel operieren 398 politische NGOs,
diese Zahlen sind bekannt. Die Zahl an NGOs in der Westbank und in Gaza weiß
niemand genau, laut Spiegel von 2012 sind es über tausend mit Sitz in Ramallah.
 Wir bitten darum, uns den Artikel aus dem Spiegel 2012 zur Verfügung zu
stellen
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/party-feeling-im-krisengebiet-disco-ramallah-a-
806718.html
Hier wird gesagt:
„Mehr als tausend Nichtregierungsorganisationen tummeln sich nach Schätzungen des
proisraelischen Jerusalemer Thinktanks „NGO-Monitor“ im Westjordanland. Und das auf 5655
Quadratkilometern, einer Fläche nicht einmal ein Viertel von Rheinland-Pfalz. Das NGO-MappingProject
von 2007 listet in seiner Statistik 1196 NGO, die meisten haben ihr Büro in Ramallah.

 

…….

 00:29:21
Ein paar Infos zu EAPPI? Leider nein. EAPPI veröffentlicht das Budget nicht. Wir
wissen, das World Council of Churches finanziert die Tochter EAPPI mit und wird
von der Organisation „NGO- Monitor“, als einer der Haupt-Unterstützer von
Boykott-Kampagnen eingeschätzt. Das Budget wird von EAPPI zum Teil weiter
verteilt, zum Beispiel an „Frauen für Frieden“, sie organisieren damit Israel
Boycott Kampagne n. EAPPI beteiligt sich auch an der weltweiten Israel
Apartheidweek. Eine beliebte Propaganda vieler NGOs: Israel betreibe
Rassentrennung wie ehemals Südafrika. Oder auch: Israel tötet palästinensische
Kinder aus Rachsucht. Und das neueste Gerücht von EAPPI für SIE: Israelis
legen nachträglich Messer neben tote Palästinenser.
 Nach unseren Informationen gibt es einen Finanzbericht des World Council of
Churches für das Jahr 2015. Haben Sie dies in Ihren Recherchen
berücksichtigt?

Den WSSCC_Financial_Report_2015_forweb.pdf haben wir berücksichtigt.
Naftali Balanson, NGO MONITOR:
„Basically, EAPPI itself does not publish financial information on its website or in its other
documents. A check of the EAPPI website confirms this.“
Auch die website von EAPPI haben wir dahingehend untersucht und sind zu dem gleichen Ergebnis
gekommen.
Naftali Balanson, NGO MONITOR:
„However, since Richard Mann’s last exchange with you, our researchers have uncovered documents
from WCC that we previously had not seen. The Activities Appendix of WCC’s annual financial reports
(2016 version can be downloaded here:
https://www.oikoumene.org/en/resources/documents/other/wcc-financial-report-2016-activitiesappendix,
pages 10-11) does detail EAPPI program funding and expenditures.
That being said, we have found other information from some of EAPPI’s government funders that
*appears* to contradict what WCC lists. We are still studying this issue, but will not have definitive
answer in the near future.
Bottom line, the statement in the video is correct (EAPPI does not provide financial details), but its
parent body (WCC) does.
The WCC financial reports do not mention EAPPI. Their „Activities Appendix“ does. Both in 2015 and
2016. In 2016, the amount is around 1.5 million CHF.“
Auf der nächsten Seite ein Auszug aus dem WSSCC_Financial_Report_2015_forweb.pdf von 2015.
Es werden keine Zahlen zu EAPPI genannt.   …  …

Welche Quellen und Belege gibt es für die Einschätzung, dass EAPPI HauptUnterstützer
von Boykott-Kampagnen sei? Welche Belege liegen Ihnen für
eine institutionelle Unterstützung der Boykotte oder der Apartheidweek vor?
Wir bitten darum, uns die entsprechenden Unterlagen zur Verfügung zu
stellen.

Die Quelle ist im Text benannt: „und wird von der Organisation „NGO- Monitor“, als einer der
Haupt-Unterstützer von Boykott-Kampagnen eingeschätzt.“
Hier der Link zur Seite (von 2017) NGO Monitor:
http://www.ngomonitor.org/ngos/ecumenical_accompaniment_programme_in_palestine_and_israel_eappi_/
Beispiele:
„EAPPI rhetoric includes accusations of “apartheid,” “collective punishment,” “war crimes,” and
“Bantustans”; supporting a Palestinian “right of return”; and promoting the Kairos Palestine
document that calls for BDS against Israel, denies the Jewish historical connection to Israel in
theological terms, and rationalizes, justifies, and trivializes terrorism, calling it “legal resistance.”“
„EAPPI is a partner for the South Africa Team for “Israeli Apartheid Week,” which is “made up of 25
members stretched across South Africa.”“

Bitte sehen Sie auf den nächsten Seiten die Untersuchung von NGO Monitor

……

Ist EAPPI mit den Vorwürfen konfrontiert worden? Wenn ja, bitten wir um
Belege für die Anfrage, inklusive Kenntlichmachung, zu welchem Zeitpunkt
und von wem die Stellungnahme eingefordert worden ist und wie EAPPI sich
dazu verhalten hat.

Der Versuch unseres zuarbeitenden Kollegen und Journalisten Natan Jessen ab Anfang Juni 2016 in
Tel Aviv einen Mitarbeiter von EAPPI vor die Kamera zu bekommen – was ihm scheinbar am 16. Juli
auch gelang. Sehen Sie seinen Text wie folgt:
——– Nachricht ——–
Von: Norbert Jessen
An: Joachim Schröder
„EAPPI hat eine auf der Webseite angegebene Adresse im Büro-Jerusalem mit Telefon
Nummer. Dort antworten nur sporadisch zwei weibliche Stimmen, die immer erst auf
Anfrage bestätigen, dass es sich eine EAPPI Niederlassung handelt. Und dann an den
World Council of Churches weiterleiten, die einen dann an EAPPI zurücksenden. Eine
Leiterin (seinerzeit?) namens Jacquards Hollander soll es auch gegeben haben. Die Dame
war aber ständig 1. außer Hauses, 2. außer Landes. Nach wochenlangen (so weit ich mich
erinnere, war es über einem Monat) Versuchen, gab dann eine der weiblichen Stimmen zu
verstehen, dass es außer Ms. Hollander noch eine Person gebe, die für EAPPI sprechen
könne. Vor malerischer Kulisse vor dem Ölberg, erste Frage meinerseits an diese Person –
dabei stellt sich heraus, dass er gar nicht von EAPPI ist (was er on camera zugibt!),
sondern der Gatte der weiblichen Stimme. (…) Ein Versuch vor etwa zwei Wochen beim
World Council of Churches persönlich vorzusprechen scheiterte. Auch das Klingeln an der
Türe blieb unbeantwortet“

Wir bitten darum, Ihre Quelle für die Propaganda-Vorwürfe vorzulegen, nach
denen die Information gestreut werde, dass Kinder aus Rachsucht getötet
werden sollen und dass Messer neben tote Palästinenser gelegt werden. Bitte
belegen Sie das Gerücht als solches und die Verbindung zu EAPPI.

So sagte es eine Mitarbeiterin von EAPPI, Hannah Griffiths, auf einer Veranstaltung „Tales from the
West Bank: Life Under Occupation“ in London 2016:
„In a public May 2016 event held in London, an EAPPI activist included antisemitic comments,
referring to the”Jewish lobby” in America, accused Israel of planting knives beside the bodies of
Palestinian terrorists, and promoted BDS and other forms of demonization“ (NGO-MONITOR)
An finnischen Universitäten, zusammen mit Finn Church Aid , sprachen Vertreter von EAPPI 2014
von Diskriminierung und dem „vindictively persecuting“ von palästinensischen Kindern von Seiten
Israels.
Quellen:
http://www.ngomonitor.org/ngos/ecumenical_accompaniment_programme_in_palestine_and_israel_eappi_/)
https://www.thejc.com/news/uk-news/church-group-that-sends-volunteers-to-the-west-bank-towitness-life-under-occupation-1.57656

….

….

00:30:11 O-Ton Edelgard Meyer zu Utrup
Ja, das ist eine ganz große Belastung, sich zu sagen, eigentlich tun die was
Ähnliches, was ihnen selbst widerfahren ist, durch dieses Hineinsteigern in die
Opferpsyche. Wenn man so durch die Familie geprägt ist, dann sitzt da schon ein
Schuldgefühl. Man hat sich einfach das Opfer-Sein tief in der Seele eingegraben
oder eingraven lassen, das wird ja auch vielleicht bei dieser Generation jetzt
instrumentalisiert…es tut mir bitter leid, auch für die Israelis, wir sind keine, die
gegen Israel hetzen, wir gönnen ihnen ihren Staat, aber wir möchten nicht, dass
sie an ihrem eigenen Ast derart energisch sägen wie sie es tun.
 Was war das Thema des Interviews und welche Frage wurde zu dieser
Antwort gestellt? Gibt der O-Ton die komplette Antwort wieder? Wenn nein
bitten wir um ein Transkript der vollständigen Antwort im Kontext der
konkreten Frage.

Die Themen des Interviews u.a.:
– Die Arbeit von EAPPI
– Dass EAPPI sich „leider“ noch nicht an Boykottkampagnen beteilige.
Zitat, Edelgard Meyer zu Utrup:
„ Unsere Organisation kann dazu noch nicht verstehen, zu meinem Bedauern. Wir fordern aber
natürlich eine Kennzeichnung der Waren, die auf Westjordanland-Gebiet produziert sind von Israeli.
(…) Also das mit dem Boykott kann ich nicht wirklich – ich kann es persönlich gut verstehen, aber
unsere Organisation zieht da noch nicht 100 % mit“
– Kinder in israelischer Kriegshaft
– Der zweite Teil des IVs dreht sich um ihre Motivation für EAPPI zu arbeiten.
Statement davor:
Frage: „Wenn ich noch eine private Frage stellen darf, wie kommt es, dass sie sich so sehr für den
Nahostkonflikt interessieren?“
Antwort: „Ich habe jahrzehntelang geschlafen: Ich bin in einer Familie aufgewachsen, wo man
einfach nicht – gottesfroh war, dass Juden eine Heimstadt bekommen haben und wo man nicht
realisiert hat, dass in diesem Land (zeigt auf Karte hinter sich) hundert, fünfhundert Dörfer alleine
sind bei der – im Moment der – Unabhängigkeitserklärung sind in den Jahren ’47 und ’48
niedergemacht worden. Wir haben nicht realisiert, dass dieser Streifen am Mittelmeer, ein
fruchtbares Land, das ja natürlich besiedelt war und nicht wie man uns hat glauben gemacht, ein
leeres Land gewesen sei. Da habe ich mich so geschämt, als ich das so in den 70er Jahren endlich
realisiert habe, dass ich mich dazu verdonnert habe richtig hinzusehen, nachdem ich so lange nicht
hingeguckt habe.“

 

00:30:56
Zwischen 2013 und 2015 überweisen sie über 800.000 Euro an B’Tselem, eine
israelische NGO, die Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwirft. Ein
hochrangiger Mitarbeiter sagt dem Journalisten Tuvia Tenenbom ins Gesicht:
Dass der Holocaus eine Lüge und zudem eine Erfindung der Juden gewesen sei.
 Wir bitten um den Quellennachweis für die 800.000 Euro

An dieser ist vor 2 Wochen der Text und das Logo im Bild geändert worden. Die Passage bezieht sich
nun auf Brot für die Welt und die Fusion mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (2012) und geht
nach wie vor wie oben zitiert weiter.
Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst überweist 2013 – 2015
618.862 NIS (2015) + NIS 1,927,198 (2014) + NIS 810,425 (2013)
3.356.485 NIS = 846.109,55 €
an B’tselem.
Quelle:
http://www.ngo-monitor.org/funder/bread_for_the_world_eed/

 Wir bitten um Quellenangabe zu dem Vorwurf, dass B’Tselem Israel Apartheid
und Nazi-Methoden vorwerfe, und die entsprechenden Unterlagen.

NGO MONITOR auf ihrer Website zu B’tselem:
Apartheid:
Accuses Israel of “apartheid,” perpetrating “war crimes,” “beating and abus[ing]” Palestinians,
“demolition of [Palestinian] houses as punishment,” and forced “deportations.”
Former CEO Jessica Montell has said: “I think the word apartheid is useful for mobilizing people
because of its emotional power. In some cases, the situation in the West Bank is worse than
apartheid in South Africa.”
Nazi-methods:
In April 2010, staff member and NGO activist Lizi Sagie resigned after the organization came under
pressure for statements made on her personal blog, including: “The IDF Memorial Day is a
pornographic circus of glorifying grief and silencing voices,” “Israel is committing Humanity’s worst
atrocities…Israel is proving its devotion to Nazi values…Israel exploits the Holocaust to reap
international benefits.”
Sehen Sie hier:
http://www.ngo-monitor.org/ngos/b_tselem/
Sehen Sie zudem diese Recherche zum Thema Arpartheids-Vorwurf des Weiteren:
http://www.btselem.org/press_releases/20040809
„The Forbidden Road Regime in the West Bank – An Apartheid Practice“
„By unlawfully discriminating against Palestinians based on their national origin, the Forbidden
Roads Regime is reminiscent of the apartheid system that existed in South Africa. The regime
violates fundamental principles of international law that are binding on the State of Israel.“
Apartheid- und Nazimethoden:
Alexander Feuerherdt:
„Auch die israelische NGO «B’Tselem» sollte äusserst kritisch gesehen werden. Sie verunglimpft
Israel als «Apartheidstaat» und hat ihm in der Vergangenheit auch vorgeworfen, Nazimethoden
anzuwenden. Unlängst geriet die Vereinigung in die Kritik, weil einer ihrer Aktivisten dem
amerikanisch-israelischen Publizisten Tuvia Tenenbom vor laufender Kamera sagte, der Holocaust
sei «eine Lüge» und «eine Erfindung der Juden». «B’Tselem» dementierte die Äusserung zunächst,
dann erfolgte eine halbherzige Distanzierung und schliesslich die Ankündigung, sich von dem
Mitarbeiter zu trennen.

 

Wir bitten um Quellenangabe für die angebliche Aussage des zitierten
Mitarbeiters, der Holocaust sei eine Erfindung der Juden gewesen

Es handelt sich um den Mitarbeiter Atef Abu Roub .
– Das ist die Aussage in dem IV von Tuvia Tenenbom.
– Quelle:

http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/50/israel-tuvia-tenenbom-allein-unter-juden
– Tuvia Tenenbom „Allein unter Juden“, suhrkamp, Nov. 2014
http://freebeacon.com/issues/btselem-apologizes-over-holocaust-denying-staffer/
https://www.algemeiner.com/2014/10/05/israeli-human-rights-group-btselem-admits-holocaustdenier-in-ranks-video/
http://www.audiatur-online.ch/2014/10/14/von-links-ins-aus/
Ulrich W. Sahm:
„Mit der Glaubwürdigkeit kämpft auch die Menschenrechtsorganisation B‘tselem. Der bekannte
Autor Tuvia Tenenbom hatte unter dem Deckmantel, deutscher Journalist zu sein, vom
palästinensischen Mitarbeiter von B‘tselem, Atef Abu Roub, in einem gefilmten Interview erfahren,
dass der Holocaust an 6 Millionen Juden „eine Lüge“ sei. B‘tselem dementierte, einen
Holocaustleugner zu beschäftigen. Erst Wochen später wies B‘tselem auf seiner hebräischen
Homepage die Behauptung von Abu Roub „mit Abscheu“ zurück. B‘tselem hatte 2009 die UNO mit
vielen Angaben über Menschenrechtsverletzungen beliefert, die ungeprüft in den „GoldstoneReport“
aufgenommen worden sind. Zahlreiche Angaben erwiesen sich als falsch. Das war mit ein
Grund, weshalb sich Richard Goldstone von seinem eigenen Report distanzierte.

00:32:30
Seriösen Schätzungen zufolge überweisen die EU, europäische Regierungen,
europäische Kirchen sowie von der EU mitfinanzierte UN-Organisationen jährlich
100 Millionen Euro Steuergelder an politisc he NGOs, die überwiegend
israelfeindliche Kampagnen betreiben. Deutschlands Anteil daran – ca. 10
Millionen Euro jährlich. Wieviel die ungezählten NGOs in palästinensischen
Gebieten bekommen, weiß niemand genau.
 Wir bitten darum, uns die Belege für die Einschätzung, es handele sich um
NGOs, die „überwiegend israelfeindliche Kampagnen“ betreiben, zur
Verfügung zu stellen.

Zitat Naftali Balanson (NGO Monitor):
——– Nachricht ——–Betreff: Re:
Datum: Thu, 15 Jun 2017 11:50:21 +0300
Von: Naftali Balanson
An: Joachim Schroeder
„NGO Monitor follows hundreds of European-funded Israeli, Palestinian, and European NGOs that
are, to varying degrees active in political campaigns that target the State of Israel. For the dozens of
Israeli, Palestinian, and some of the European groups, most of which claim to promote human rights,
hostile political advocacy against Israel is their primary, if not exclusive focus. Even the European
NGOs with a more international agenda, when it comes to Israel they engage in political warfare,
including calls for boycotts and sanctions.“
Quote von Richard Mann (NGO Monitor)

….

….

Bitte geben Sie Auskunft über das Bildmaterial: um welche Veranstaltung(en)
handelt es sich (Ort und Datum)?

Veranstaltung: Nuit Debout
Ort: Place de la République, Paris und Demonstrationen von Nuit Debout um den Place de la
République, Paris.
Datum: Zwischen dem 28.05.16 und dem 30.05.16


 01:15:24
Einblendung: Paris, 13. November 2015 / Paris, 13 novembre 2015
Im Rahmen der Terroroffensive kommen im Konzerthaus Bataclan 90 Menschen
ums Leben, hunderte werden verletzt. Die ehemaligen Besitzer waren kurz zuvor
nach Israel ausgewandert. Jahrelang hatten sie hier Spenden-Galas für Israel
organisiert. Seit 2008 wurden die jüdischen Inhaber massiv bedroht. 2011 entging
das Bataclan nur knapp einem geplanten Anschlag.
Internationale Ermittlungen führten rechtzeitig zur Festnahme der Attentäter.
 Das Bataclan wird hier in einer Reihung verschiedener tatsächlicher
Anschläge mit eindeutig antisemitischem Hintergrund aufgeführt.
Bitte legen Sie uns hier Belege und Quellen vor, die zu der Bewertung führen,
es habe sich um antisemitischen Terror gehandelt?

Zum Anschlag auf das Bataclan möchten wir unter anderem auf eine Recherche von Alexander
Feuerherdt hinweisen:
Bataclan: Ein antisemitischer Anschlag
Auf den Artikel in der taz:
http://www.taz.de/!5251354/
Sowie:
http://www.juedische-allgemeine.de/index.php/article/view/

01:19:47
„Palästina: Kommt ausgerüstet, mit Mörsern, Feuerlöschern, Knüppeln, Kommt
zahlreich: Wir nehmen uns das Judenviertel von Sarcelles vor“, steht in einem der
vielen Aufrufe.
Über 3.000 Demonstranten kommen. Molotow-Cocktails fliegen gegen die
Synagoge. Polizisten verhindern die Stürmung. Die Menge schreit: „Tod den
Juden“, „Hitler hatte recht“. Die gewalttätige Meute plündert eine von Juden
geführte Apotheke und einen koscheren Supermarkt, beide werden in Brand
gesteckt. Die Polizei spricht von einer „Pariser Intifada“.

 Bitte stellen Sie uns die Quelle/Belege zur Verfügung, aus denen sich ableiten
lässt, dass 3.000 Demonstranten vor Ort waren.

https://www.bayernkurier.de/ausland/1141-franzosen-die-frankreich-verabscheuen/

 

 

Soweit in Auszügen das Frage- und Antwort-Tribunal, das der WDR veranstaltet hat….

 

Möge jeder denkende Mensch seine eigenen Schlüsse daraus ziehen

 

Gut zu lesen ist auch diese Einordnung….:

Der WDR-Faktencheck zur Antisemitismus-Doku im Faktencheck

 

 

 

 

 

Vor langer Zeit… 18. Juni, 2017

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, hamas, israelkritik, medien, politik, presse.
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als der Islam noch nicht als zu Deutschland gehörend ein allgegenwärtiges Reizthema  und „Antisemitismus“ in Wort und Tat geächtet war, konnte man in einem  Bericht des Deutschlandfunks das Folgende  lesen, das ich ungekürzt   einstelle, verbunden mit der Frage: Was ist seither in Deutschland geschehen, dass eine Dokumentation bei ARTE, die sich explizit des Themas  „Antisemitismus“  annimmt, nicht gezeigt werden darf.

(Bekanntlich hatte BILD den Film für 24 Stunden oneline gestellt, so dass sich der WDR, der die Produktion betreut hatte, nun genötigt sieht, sie doch auszustrahlen, allerdings nicht ohne den Hinweis, dass über formale Mängel und Ungenauigkeiten im Anschlu an die Ausstrahlung des Films bei und mit Maischberger diskutiert werden wird.)

Hier nun der Text:

Judenhass im Namen Allahs?

Islamismus und Antisemitismus in Deutschland

Die Sprache der Internetseite <em>cihadnet.com</em> ist türkisch. „Schuld sind Amerika und seine Sponsoren“ steht auf einem Button. Ein Klick – und man empfängt dynamisch-martialische Trommelmusik. Dazu öffnen sich in rhythmischem Wechsel Bilder. Sie zeigen Kriegsopfer, vermutlich aus dem Irak und aus Palästina. – Verletzte, Frauen und Kinder, Fliehende, Gefangene. Der Bilderwechsel wird unterbrochen von Kopien kleiner Markenembleme: Coca-Cola, Marlboro, Macdonalds, Mobil Oil, Milka. „Das sind Schweine, die man nicht mästen soll“, rät eine Textsequenz. Eine andere schärft dem Leser ein, derartige Waren nicht zu konsumieren, weil sie als Bombe zurückkehren könnten.

Von Dorothea Jung

 Metin Kaplan, türkischer Islamistenführer (AP)
Metin Kaplan, türkischer Islamistenführer (AP)

 

 

Ein Klick weiter – die Gesichter von George Bush und Ariel Sharon. Beide mit Rotstift fett durchgestrichen. „Kafir“- Ungläubiger – hat jemand darüber gekritzelt. Während hinter den Köpfen von Bush und Sharon ein Maschinengewehr heraufzieht, brennt gegenüber der Davidstern in der US-Flagge und führt zu einer Boykottliste, auf der Firmen verzeichnet sind, die angeblich Israel unterstützen. Dann erscheint eine Koransure:

Bekämpfet sie! Allah wird sie strafen durch eure Hände und sie mit Schmach bedecken. Er wird euch Sieg über sie verleihen und wird heilen die Herzen eines gläubigen Volks! 

Dass man über die Homepage der türkischen Gotteskrieger zu den Webseiten von Hizbollah, Hamas und Al Quaida gelangt, wundert dann kaum noch. Wie unter einem Brennglas verdichtet zeigt diese Internet-Seite, mit welchen Versatzstücken Islamisten ihre antisemitische Ideologie ausrüsten: 

 

Sie präsentieren antijüdische Standpunkte als die einzig richtige Antwort auf Israels Verhalten im Palästina-Konflikt.
Sie legitimieren ihre Aufrufe zur Gewalt mit dem Koran.
Sie beschimpfen die Juden als Schweine oder Affen.
Sie bezeichnen die USA als Unterstützer einer jüdischen Weltverschwörung.

Wer glaubt, dass derartige antisemitische Stereotypen sich wohl auf einer Internetseite türkischer Islamisten finden lassen, aber nicht in der bundesdeutschen Wirklichkeit, der täuscht sich. Nach Auffassung von Verfassungsschützer Herbert Landolin Müller ist auch in Deutschland die Kritik an Israel ein Eingangstor zu antisemitischen Ressentiments. „Islamisten in der Bundesrepublik verkleiden ihren Antisemitismus häufig als Antizionismus“, sagt der Islamwissenschaftler:

Jetzt gibt es natürlich den Bereich, und das merken manche deutsche Kritiker gar nicht, wie hier die Grenzen verschwinden zwischen einer berechtigten Kritik an einer Regierung in Israel und deren Verhalten gegenüber Palästinensern – und an dem Verbreiten von Ressentiments, die sich auf den Juden im Allgemeinen beziehen – er ist falsch, er ist habgierig, er fühlt sich als das auserwählte Volk. Wo also hier diese Kritik an einem nationalistischen Projekt fließend übergeht in uns sattsam bekannte Vorurteile und Thesen, die von einer jüdischen Weltverschwörung wissen wollen.

Berlin, im April 2002. Durch die Innenstadt zieht eine große Palästina-Solidaritätsdemonstration. Die Polizei hat eine Reihe von Spruchbändern und Plakaten konfisziert, die sie für antisemitisch hielt. Doch arabische Schlachtrufe unterbindet sie nicht. Denn die Polizei versteht kein arabisch. Und so artikulieren sich die fanatisierten Glaubenskrieger der Hamas ungehindert auf den Straßen der Deutschen Hauptstadt.

Mancher Schlachtruf rechtfertigt den Judenhass mit Hilfe der historisch verbürgten Feldzüge des Propheten Mohammed gegen jüdische Stämme – zum Beispiel in der Oase Chaibar – die von der Hamas zum Triumph-Ort über die Juden hochstilisiert wird. 

„Die Hamas soll ihre Revolution vollenden“, rufen die Demonstranten. „Die Hamas soll, wie einst Mohammed in Chaibar, die Juden vernichten. Mohammed wird zurückkehren und siegen“, skandieren sie. Ein junges Mädchen – kein Kopftuch und höchstens 18 Jahre alt – trägt ein Plakat mit Fotomontagen.

Eine Demonstrantin auf der Palästina-Demonstration:

Das ist ein Schimpanse, der stellt Sharon dar, mit einem Foto von Sharon und dem Körper von einem Schimpansen. Und darunter ist Bush, der ihn umarmt. Auch Schimpanse. Und da stand eigentlich: Wer ist die Weltmacht? Und das musste ich wegen dem Polizisten wegmachen.

Dieses Plakat, das Ariel Sharon als großen Affen zeigt, der auf seinem Arm den kleinen Affen George Bush trägt, vereint westliche und islamistische Stereotypen des Antisemitismus. So die Islamismusexpertin Claudia Dantschke vom Berliner Zentrum für Demokratische Kultur. Sie weist auf das Größenverhältnis der beiden Figuren hin.

Es ist der große Affe Ariel Sharon, der für die Juden steht, es ist der kleine Affe in den Armen des großen Affen George Bush, der für die USA steht, dahinter verbirgt sich das klassische, europäische antisemitische Stereotyp der jüdischen Weltverschwörung. Damit wird gesagt, dass die Juden faktisch in Amerika alles lenken und leiten, und sie bestimmen auch die Weltpolitik in Form einer jüdischen Unterwanderung der USA. Und dadurch, dass beide Personen als Affen dargestellt werden, kommt hier noch gleichzeitig ein im islamischen Kontext verbreitetes religiöses antisemitisches Stereotyp zum Ausdruck. 

„In aller Regel begründen Islamisten die Verhöhnung der Juden als Affen mit dem Koran“, sagt der Islamwissenschaftler Herbert Landolin Müller vom Verfassungsschutz in Baden Württemberg:

 

An diversen Koran-Stellen muss man eben zur Kenntnis nehmen, dass bei Juden allgemein von verachteten oder von verworfenen Affen die Rede ist, also eine quasi Enthumanisierung der Juden im allgemeinen, begründet aus der Differenz zwischen Mohammed und jüdischen Stämmen in der damaligen Urgemeinde in Medina, und an diesen, an diesen Antihaltungen knüpft dann dieser religiöser Antijudaismus an.

 

Im Anschluss an die Pro-Palästina-Demonstration versammelt sich eine kleine Gruppe muslimischer Jugendlicher und schreit laut: „Wir wollen keine Judenschweine“. Wer den Antisemitismus im islamistischen Kontext erforscht wie Claudia Dantschke, erkennt bei derartigen Schlachtrufen nicht nur die judenfeindliche Hetzrede, sondern auch eine darüber hinaus gehende kulturelle Erniedrigung:

Wenn man sich die Welt anschaut, wo Menschen mit jüdischem Hintergrund, mit muslimischen Hintergrund leben, wo das Schwein eine ganz klare abwertende Konnotation hat, das heißt: Schweinefleisch ist im Judentum und im Islam verboten zu essen. Es gibt also ein kollektives Ekelempfinden gegenüber Schwein, selbst bei denen, die inzwischen nicht mehr religiös sind. All diese Sachen werden geweckt, und insofern kann man das Ganze dann als klassisch antisemitischen Stereotyp vor diesem kulturellen Hintergrund werten.

Die Polizei schreitet nicht gegen die Skandierer ein. Kein Passant regt sich auf. Darin zeigt sich für Annetta Kahane, dass der Antisemitismus muslimischer Extremisten in die Mehrheitsgesellschaft hineinwirkt. Annetta Kahane ist Vorsitzende der Amadeou-Antonio-Stiftung, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagiert – und sie ist Mitglied der jüdischen Gemeinde in Berlin. 

Ich war ja auf dieser Demonstration. Da sind Slogans gesagt worden jenseits des Korankontextes, also die wirklich direkt antisemitisch waren, die sich keine NPD-Demo in diesem Land hätte trauen dürfen, das wäre sofort aufgelöst worden von der Polizei. Und das hat mich auch damals sehr getroffen, und mich hat auch sehr getroffen, dass alle, die an dieser Demonstration teilgenommen haben, um sie zu teilen, um die Slogans zu teilen, sich daran nicht gestoßen haben.

Berlin, 30. November 2002. Al Quds-Tag, der Tag zur Befreiung Jerusalems. Seit Jahren nutzen Islamisten den letzten Freitag im Fastenmonat Ramadan, um, wie es in einem Aufruf heißt, an die grausamen Verbrechen des Zionismus zu erinnern. Idee: Ayatollah Chomeni. Ausführende: Hizbollah-Anhänger und Verteidiger der iranischen Mullah-Diktatur. Auf Plakaten Fotos erschossener Kinder. Nach Angaben der Veranstalter ermordet von israelischen Soldaten.

„Allah ist groß! Sieg für den Islam! Tod für Israel! Krieg, Krieg bis zum Sieg! Einmarsch, Einmarsch nach Jerusalem!“ skandieren die Demonstranten.

Juliane Wetzel, Historikerin am Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung, macht darauf aufmerksam, dass diese Betonung von „Kindermord“ und „Blut-Fließen“ Assoziationen weckt mit einem antisemitischen Stereotyp aus dem europäischen christlichen Mittelalter, dem des Ritualmordes:

Es geht um die, das Jahrhunderte alte Stereotyp des Christuskindes, das eben ermordet wird von den Juden, um das Blut zu bekommen, um die Matze zu backen. Wobei man inzwischen sagen muss, dass es auch in den arabischen Ländern eine andere Konnotation gibt, nämlich die, dass jetzt arabische Kinder dafür ermordet werden. Ein Film vom syrischen Fernsehen zeigt also wirklich in grausamster Weise die Ermordung eines Jungen, der richtig geschächtet wird, und das Blut spritzt. Es sind drastische Bilder. Und gerade diese religiös motivierten, mit Hass erfüllten Stereotypen kommen auch in den arabischen Ländern zunehmend zum Tragen.

Und werden von Hasspredigern zumindest assoziativ genutzt, um in Medien, weltweit im Internet oder in ihren Gemeinden die Judenfeindschaft anzufachen. Und wenn dann auch noch die Familien undiskutiert und unhinterfragt antisemitisches Gedankengut pflegen, ist es vor allem für jugendliche Muslime gefährlich, meint Claudia Dantschke:

Jugendliche, die in so einem Kontext groß werden, eventuell hier noch im Milieu leben ohne eigene Perspektiven, beruflich, sozial; wo also ein gewisser Frust sich aufbaut, da wirken diese Feindbilder in einer Form, dass sie dann in dem Moment, wo vor ihnen ein sichtbar erkennbarer Jude steht, auch aggressiv werden können. 

Ein Milieu, das antisemitische Feindbilder auf verschiedenen Ebenen in die Köpfe der Jugendlichen transportiert, wirkt sich auch auf junge Muslime aus, die nicht unbedingt den Islamisten zuzurechnen sind. Der Berliner Rabbiner Walther Rothschild hat es im Januar 2001 erlebt:

Spät abends, ein paar Jungs. Als ich vorbeilaufen wollte, habe ich etwas gesagt, dann sind sie auf mich gekommen, einer hat gefragt: „Sind Sie jüdisch?“ ich sag: „Ja, natürlich.“ Er sagte: „Ich hasse alle Juden!“ Ich fragte, wie viele Juden er denn kenne. Dann hat er meinen Hut vom Kopf genommen, ich wollte ihn zurückholen – kam aus dem Nirgendwo SPLAPP eine Faust ins Auge. Und dann: Vorbei. Später hat die Polizei die Leute gefasst. Ein Libanese, ein Iraker und ein Türke, wenn ich recht erinnere. Für mich war die Frage: Wieso dieser Satz „Ich hasse alle Juden!“? Das haben die sicher nicht im Kinderkanal gelernt.

Der Hass kommt aus arabischen und türkischen Internetseiten, aus Fernsehprogrammen, die über Satellit zu empfangen sind, aus Zeitungen, die es hier am Kiosk gibt, von konventionellen Buchläden und von den Büchertischen in den Moscheen. Herbert Landolin Müller beobachtet dabei eine Tendenz zur Vermischung von antisemitischen Spielarten aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Man fände beispielsweise in zahlreichen arabischen Buchläden Ausgaben von Hitlers Mein Kampf oder die sogenannten Protokolle der Weisen von Zion – ein antisemitischer Urtext, eine Fälschung, die die angebliche jüdische Weltverschwörung belegen sollte. Und in türkischen oder arabischen Zeitungen vielfach antisemitische Karikaturen, die an die Hitlerzeit erinnern. Herbert Landolin Müller:

Diese Karikaturen haben Sie auch, wenn Sie die eine oder andere – normale – in Anführungszeichen Tageszeitung in der arabisch islamischen Welt aufschlagen, dann sehen Sie dieses Erbe des Herrn Streicher, also ich vergleiche hier mit dem Blatt „Der Stürmer“, dann können Sie im Grunde tagtäglich neue Varianten dieses, dieser Darstellung des Juden nachvollziehen.

Entscheidend für die Implementierung antisemitischer Stereotype in die muslimischen Gemeinden in Deutschland sind die Schriften der geistigen Vordenker und religiösen Oberhäupter. Da wäre zum Beispiel Hassan al-Banna, der 1928 in Ägypten die Muslimbruderschaft gegründet hat. Seine Publikationen kann man sich von vielen Internetseiten herunterladen. Al-Bannas Texte radikalisierten unter anderem seinen Landsmann Sayid Qutb, dessen auch ins Deutsche übersetzte Pamphlete Herbert Landolin Müller zufolge von Islamisten in Deutschland ebenfalls geschätzt werden:

Bei diesem Mann muss man eben feststellen, er hat also nicht nur einen Korankommentar geschrieben. Der Mann hat auch ein Buch geschriebenUnser Kampf mit den Juden, und hier legt er im Grunde alles dar, was man im Grunde genommen in „Mein Kampf“ auch finden könnte.

Dem Ineinandergreifen von antisemitischen Spielarten aus unterschiedlichen Kulturkreisen fügte im Jahre 1993 der deutsche Konvertit Andreas Abu Bakr Rieger ein einprägsames Kapitel bei. Rieger biederte sich bei einer Tagung der islamistischen Kaplanbewegung als Gesinnungsgenosse an. Und wurde stürmisch gefeiert. 

Takbir, Allahu Akbar. Wir haben heute hier sehr viele Kämpfer gesehen; das hat uns sehr viel Mut gemacht. Wie die Türken haben wir Deutschen in der Geschichte schon oft für ’ne gute Sache gekämpft; obwohl ich zugeben muss, dass meine Großväter bei unserem gemeinsamen Hauptfeind nicht ganz gründlich waren. 

Abu Bakr Rieger ist heute der Herausgeber der Islamischen Zeitung, IZ. Das Medium versteht sich als Brücke zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, ist professionell gemacht und im Stil moderat. Mag sein, dass Rieger heute diesen Auftritt bereut, aber zu einem Interview mit dem Deutschlandfunk war er nicht bereit. Auch nachdem er direkt konfrontiert wurde mit einer Beschreibung seines Auftritts bei den Kaplan-Jüngern, die auf der Internet-Seite „www Sicherheit – heute Punkt de“ veröffentlicht wurde, konnte er sich zu einer deutlichen Distanzierung nicht durchringen. Er schrieb:

Bei den hier genannten und von Ihnen benutzten Anwürfen aus dem „Sicherheitsbereich“ beunruhigt mich auch die unterschwellige Bereitschaft der Autoren, uns in einem Atemzug mit Hitler, Bin Laden, Massenmord oder Holocaust zu nennen, da nur so die gewünschte öffentliche Aufmerksamkeit erzwungen werden kann. Ansonsten ergeben sich meine langjährigen Positionen, unsere absolute Gesprächsbereitschaft oder Haltungen aus der Islamischen Zeitung und meiner eigenen Webseite. 

Wenn alles so eindeutig ist, bleibt zu fragen, warum sich der Herausgeber der Islamischen Zeitung dann nicht unmissverständlich von seiner antisemitischen Äußerung distanziert. Auch macht stutzig, dass er auf einer Internetseite als Redner einer Konferenz in Pretoria im Oktober 2003 annonciert und dort als weltweiter Führer der islamistischen Murabitun Bewegung bezeichnet wird. Diese Kalifats-Bewegung wird Herbert Landolin Müller zufolge von einem Scheich namens Abdelqadir al Sufi geführt:

Das Hauptwerk des Scheich Abdel Kader Al Sufi ist im Grunde eine Ablehnung der parlamentarischen Demokratie, an einer Stelle steht ganz deutlich, dass er sie ablehnt, weil sie jüdisch sei, die Banken sind für ihn auch jüdisch, Papiergeld ist im Grunde Teil des großen Verschwörungskonzeptes. Dagegen müsste man eine Goldwährung setzen und hier praktisch die Welt vom jüdischen Zins und den Banken, Zugriff der Banken und der Börsen zu entziehen. 

Für Müller drängt sich der Eindruck auf, dass es bei der Islamischen Zeitung eine Art doppelter Präsentationsebene gibt: eine für die deutsche Öffentlichkeit und eine andere nach innen gegenüber den muslimischen Gesinnungsgenossen. Die eine ist liberal, und die andere schert sich nicht um westliche Werte. Ähnliches vermuten Islamismusexperten bei zahlreichen muslimischen Gruppierungen in der Bundesrepublik. So sind in den Gemeinden der größten islamistischen Organisation in Deutschland, nämlich der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, die Schriften des Adnan Oktar alias Harun Yahya weit verbreitet. Dieser Autor war einst Apologet der sogenannten Holocaustlüge und ist jetzt auf antisemitische Ideen von jüdischer Freimaurerei und Weltverschwörung umgestiegen. Claudia Dantschkle:

Die Bücher des Harun Yahya, Dutzende von Büchern sind sehr stark verbreitet in Milli-Görüs-Moscheen. Das habe ich selbst erlebt. Das habe ich auch von muslimischen Türken, die in Milli-Görüs-Moscheen verkehren, immer wieder betont und gesagt bekommen. Ich habe es auch erlebt auf in Milli-Görüs-Einrichtungen stattfindenden islamischen Buchwochen, wo das gesamte Kompendium der Bücher des Harun Yahya zu erwerben sind. 

Doch die neue Führungsspitze von Milli Görüs weiß, dass die deutsche Öffentlichkeit beim Thema Antisemitismus sensibel reagiert. Sie versucht in jüngster Zeit, Zeugnisse plakativer Judenfeindschaft aus ihren Reihen zu verbannen. So wurden die Harun-Yahya-Bücher aus dem offiziellen Milli-Görüs-Buchkatalog entfernt. Dennoch tauchen Zweifel an einem Richtungswechsel auf. Zum Beispiel auf einer Anhörung zum Thema Islamismus vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages in dieser Woche. Dort outete sich der als Experte geladene Professor Werner Schiffauer von der Europa-Universität Viadrina als Fürsprecher der neuen Milli-Görüs-Führung. Er meinte, sein positives Urteil mit dem Hinweis untermauern zu können, dass Milli Görüs doch dem „Islamic Council of Fetwa-Research“ beigetreten sei; einer Institution, in der islamische Rechtsgelehrte nach neuen Lösungen für Muslime in Europa suchen. Der Journalist Ahmed Senyurt, der im Ausschuss ebenfalls als Experte befragt wurde, konterte:

Der Chef dieses ‚European Fatwa Research‘ ist Dr. Yussuf Quaradawi. Dr. Yussuf Quaradawi ist jener Scheich, der momentan maßgeblich die Interpretation des Islam in der arabischen, wie auch in der westlichen Welt bestimmt, in dem er Selbstmordattentate legitimiert! Er rechtfertigt religiös motivierte Gewalt gegen andere. Und jener Dr. Yussuf Quaradawi ist einer der einflussreichsten islamischen Gelehrten dieser Welt! 

Die im Innenausschuss des Deutschen Bundestages befragten Experten haben die Abgeordneten darauf hingewiesen, dass antisemitische Ressentiments bei islamistischen Gruppierungen in Deutschland verbreitet sind. In ihrem Abschlussstatement kündigte die Vorsitzende des Ausschusses, Staatssekretärin Cornelie Sonntag-Wolgast an, diesem Thema zukünftig besondere Aufmerksamkeit zu schenken.““

 

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So weit der vom Deutschlandfunk veröffentlichte Beitrag, gefunden habe ich ihn eher zufällig bei Wiki zum Thema Al Quds-Tag,  im Quellenverzeichnis unter der Nr. 14  „Judenhass im Namen Allahs“.

Ich will hier keinen weiteren Kommentar abgeben, da der Text für sich spricht.

Ich möchte allerdings in Bezug auf die umstrittene Dokumentation auf folgende Texte verweisen, die andere Blogger eingestellt haben:

(mehr …)

Warum, Herr Steinmeier? 11. Mai, 2017

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Warum ausgerechnet eine Kranzniederlegung an Arafats Grab?

Was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen, Herr Bundespräsident Steinmeier?

Ehrung für einen großen Staatsmann, Menschenfreund, Friedensbringer?

Was um alles in der Welt hat Sie und Ihre Berater dazu bewogen, ausgerechnet nach dem desaströsen Besuch des Herrn Außenminister Gabriel in Israel nun einen neuerlichen Anlauf zu nehmen, Israel und die Israelis zu brüskieren?

Sicher, damals, Anfang der 90er Jahre, vor einer gefühlten Ewigkeit lag eine Aufbruchsstimmung in der Luft, Frieden schien möglich zwischen den bis dahin durch Terrorakte gegen Israel  berühmt-berüchtigten Arabern (unter Arafats ideologischer und taktischer Führung) und den Israelis und ihrem Ministerpräsidenten Rabin. Das Abkommen von Oslo schien die Türen für einen Frieden weit geöffnet zu haben. Der Nobelpreis an die beiden israelischen Politiker, Rabin und Peres und an Arafat schien das zu besiegeln.Und natürlich war es auch ein sehr bewegendes Zeichen, als Arafat der Witwe des durch den Mordanschlag eines jüdischen Extremisten getöteten Rabin einen Kondolenzbesuch abstattete.

Es war, wie wir heute wissen, nur ein Zeichen für die westliche Welt, ein abgekartetes Täuschungsmanöver, das dazu diente, die wahren Ziele zu verschleiern.

Nichts hat sich seither geändert in den Beziehungen zwischen den „Palästinenser“ genannten Gegnern des jüdischen Staates und Israel. Im Gegenteil. Die Schrecken der sogenannten „Al Aqsa-Intifada“ sind doch noch nicht vergessen, so wenig wie der immer währende Terror, der von Gaza aus gegen Israel geführt wird oder der der vielen (kleinen) Attentate gegen israelische Bürger durch „Palästinenser“. Ungebrochen gilt die Charta der Hamas, die zwar in neuer „scheinmoderater“  Sprache daher kommt, aber nach wie vor an der Vernichtung des Staates Israel fest hält. Nichts hat sich geändert am „Friedenswillen“ der palästinensischen  Führung in Ramallah, die zwar wortreich und blumig ihren großen inneren Drang zum  Frieden unterstreicht, aber gleichzeitig die Attentäter auf jüdische Zivilisten mit hohen Renten belohnt, Schulen nach sogenannten Märtyrern, sprich Selbstmordattentätern in Israel benennt, die viele zivile Opfer auf ihrer „Habenseite“ verbuchen,  und die in den arabisch-sprachigen Medien dazu aufruft, im Kampf gegen die „Besatzung“ nicht nachzulassen, wobei nach „palästinensischer“ Lesart  nicht etwa die umstrittenen Gebiete von Samaria und Judäa gemeint sind, wie man den naiven Westler glauben lässt, sondern eben das gesamt Gebiet „vom Meer bis zum Fluss“, also ganz Israel inbegriffen.

Aber zurück zu der Frage:

Warum ehren Sie, Herr Dr. Steinmeier ausgerechnet in diesen Tagen Yassir Arafat, einen der größten Verbrecherführer im Nahen Osten.

Haben Sie denn nie davon gehört? Haben Ihre Berater sich denn nicht informiert?

Es waren vor allem die von Jassir Arafat geführte Fatah und die PFLP (Volksfront für die Befreiung Palästinas), die den Terror ins Ausland verlagerten und so mehr Publizität und politischen Einfluss erreichten, als sie mit Anschlägen gegen den erklärten Feind – den Staat Israel – jemals gewinnen konnten.
„Zwischen 1968 und 1980“, so der amerikanische Terrorismusforscher Bruce Hoffman, seien palästinensischen Gruppen „für mehr internationale Terrorakte verantwortlich“ gewesen „als jede andere Bewegung“. Darüber hinaus gelang ihnen der Aufbau des ersten internationalen Terrornetzwerks, das von der japanischen Roten Armee über die katholische IRA, die Fraktionen des deutschen Linksterrorismus und den Terrorsöldner Carlos bis hin zur Geheimarmee für die Befreiung Armeniens (Asala) reichte.

Quelle: Spiegel

Nun mögen einige Menschen einwenden, dass sei „vor Oslo“ gewesen und somit sei durch die Oslo-Verträge eine andere, friedlichere Seite Arafats zum Tragen gekommen. Weit gefehlt.  Aus dem veröffentlichten Terminkalender geht hervor, dass Sie auch an den Gräbern Rabins und Peres‘ einen Kranz in Ehrerbietung niedergelegt haben. War es das Anliegen  mit dieser Geste den Oslo-Prozess in Erinnerung zu rufen?  Aber  Oslo ist gescheitert.

Denn zu keiner Zeit hat Arafat das Ziel aus den Augen verloren, den Staat Israel zu zermürben und zu vernichten. In allen seinen Ansprachen an „sein Volk“ geht es um dieses große Ziel. Ein mögliches Abkommen mit Israel, ja selbst die auch von der deutschen Regierung so viel beschworene „Zweistaatenlösung“ wird immer und von allen arabisch-muslimisch-„palästinensischen“  Akteuren als „Zwischenschritt“ zur endgültigen Lösung  angesehen und auch so kommuniziert,  der vollständigen Übernahme aller „palästinensischen Gebiete“ nämlich zwischen Mittelmeer und Jordan.

Camp David, Madrid, Roadmap….  alle Zusammentreffen galten  nur dazu, dem Westen Sand in die Augen zu streuen, auf alle Verhandlungen folgte das NEIN der „palästinensischen“ Führung mit Hinweis auf den einzig möglichen Schuldigen: Israel.

Selbst die Räumung Gazas hat an der negativen Haltung der Linken in Deutschland und selbst bei den maßgeblichen Vertretern Ihrer Partei nichts geändert. Für Sie und Ihre ideologischen Genossen ist nach wie vor einzig Israel in der Pflicht, Zugeständnisse für einen Frieden zu machen, der aber doch immer mehr zu eine Utopie geworden ist. Die Hamas hält an Ihrer Charta ebenso fest wie Sie an dem unentwegten Mantra, die Siedlungen seien das Friedenshindernis. Israel, das müssten doch sogar Sie begreifen, hat die Räumung Gazas einen nahezu unentwegten Beschuss durch Raketen der Hamas eingebracht.

Doch nicht nur der Terror gegen Israel hat vielfältige Formen angenommen, vielfältig und ins Unermessliche gesteigert ist auch die gegen Israel gerichtete Propaganda, sowohl arabisch-palästinensischer Politiker und Medien, wie auch die der Sympathisanten der „Palästinenser“ hier in Deutschland. In den Straßen Berlins dürfen anlässlich des Al-Quds Tages militante Araber, Türken, „Deutsch-Palästinenser“ und ewig-gestrige Linke wie Rechte ungestraft zur Vernichtung Israels aufrufen und dabei Parolen brüllen, die denen des Stürmer und der Nationalsozialisten im Dritten Reich in nichts nachstehen. Polizei? Staatsanwalt? Prozess?

Die UNO gibt der Forderung muslimischer Staaten nach und erklärt der Tempelberg in Jerusalem habe keinerlei Bezug zu Juden und Judentum… Der Protest noch unter Ihrer Zeit als Außenminister war, gemessen an Ihren Forderungen an Israel, wie eine sanfte  Fata Morgana… er fand praktisch nicht statt.

Aber wissen Sie es denn wirklich nicht besser, Herr Dr. Steinmeier?

Haben Sie denn in all den Jahren nichts, aber auch gar nichts dazu gelernt?

Ist es Ihnen nie in den Sinn gekommen, die palästinensische Führung mit Nachdruck dazu auf zu fordern, endlich und endgültig Israel als jüdischen Staat anzuerkennen?

Wie kommt es, dass sie immer noch an uralt linken Anti-Positionen in Bezug auf Israel festhalten und sich sogar nicht entblöden, als höchster Repräsentant Deutschlands einen Kranz an Arafats Grab nieder zu legen.

Mir fehlt dafür jedes Verständnis.

Und ich sage sehr deutlich, Sie, Herr Bundespräsident, handeln nicht in meinem Namen.

Ich verzichte darauf, hier alle Links einzustellen, die mühelos belegen können, welch Geistes Kind Arafat ist. Es reicht, wenn Sie, Herr Präsident,  sich vor ihm verbeugen, ich gebe ihm nicht die Ehre meiner Aufmerksamkeit und die meiner Leserinnen und Leser.

Stattdessen empfehle ich zur Lektüre diesen Text, den ich bei facebook entdeckt habe.

Diesen Auszug daraus:

Wenn Frank-Walter Steinmeier demonstrieren wollte, an wessen Seite das von ihm repräsentierte Deutschland steht, dann ist ihm das gelungen: Mit Yassir Arafat ehrte er einen Menschen, der ein Friedensstifter hätte sein können, bis an sein Lebensende aber noch jede Konfliktlösung vehement hintertrieb, die »Palästinenser« so um einen unabhängigen Staat brachte und um Milliarden betrog.

Und indem er sich »ehren« ließ mit einem Empfang durch »Soldaten«, die Terroristen, an deren Händen das Blut zahlreicher Juden klebt, als ihre »Kameraden« betrachten, als »Kämpfer« gar für »Freiheit und Frieden« und als »Märtyrer«, verriet Frank-Walter Steinmeier anschaulich, was von vielfach beschworenen zivilisatorischen Grundwerten bleibt, überläßt man sie nur seinesgleichen.

Quelle

Sie, Herr Steinmeier, haben mir in Ihrem überaus kritisch-politischen  Verhalten gegenüber  Israel, bei gleichzeitiger Duldung der arabischen  wie iranisch-muslimischen Vernichtungsdrohungen gegen den jüdischen Staat schlussendlich  klar gemacht, dass Sie weder als Diplomat noch als Präsident dieses Landes  Ehre verdient haben, nicht einmal die, die Sie dem Mörder und Terroristen Arafat zukommen ließen.

Meine Achtung vor Ihrer Amtsführung haben Sie endgültig verloren.

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Was mich aber fast ebenso verstört wie die Kranzniederlegung als solche ist die Tatsache, dass in den deutschen Medien darüber so berichtet wird, als sei es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. Nicht eine kritische Silbe in den MSM.

Mag sich jemand die Welle der Empörung vorstellen, wenn ein ranghoher Politiker eines „befreundeten“ Landes ausgerechnet am Grab von Erich Mielke im stummen Gedenken die Ehrung vollzieht…. oder die Gräber der RAF besucht, um den Kampf der linken Genossen gegen die bürgerliche Gesellschaft der BRD zu würdigen ….  von möglichen Nazi-Kultmalen ganz zu schweigen.

Sollte diese tiefe mediale Ruhe  ein Zeichen für die allgemeine Zustimmung zu Israelbashing und Judenhass sein, fein verkleidet in „Kritik unter Freunden“ und Händchen halten mit den „Verfolgten“?

Von der Kanzlerin natürlich auch kein Wort.

Ich hätte das nicht tun sollen…. 4. Dezember, 2016

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", Christlicher Antisemitismus, israel, israelkritik.
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Nach Gottesdienst heute am Morgen und Familienzeit bis in den Nachmittag, wollte ich (endlich) bei facebook allen meinen „Freunden“ und allen, die es betrifft, einen schönen  und gesegneten Advent wünschen und anschließend diesen Wunsch auch hier im Blog weitergeben.

Das tat ich auch mit großer innerer Ruhe und Freude. Siehe hier.

„Nur schnell noch mal ein bisschen stöbern  bei facebook und dann im Blog schreiben“, dachte ich und stöberte….

Das hätte ich nicht tun sollen, denn ich landete bei Gerd Buurmann und seinem Beitrag. Und schon war die ganze schöne und frohe Adventstimmung im Eimer.

Nach dem  bischöflich-kreuzlosen Besuch auf dem Tempelberg und an der Klagemauer war mein Bedarf an christlicher Unterwerfung unter den Islam bei gleichzeitiger  „christlicher Israelf(r)ei(u)ndschaft“ eigentlich für Wochen gedeckt und ich wollte mir nicht vorstellen, dass das binnen kürzester Zeit doch noch zu toppen sei.  Aber, liebe Besucher dieses Blogs, liebe Freunde,  schlimmer geht immer, um diese blöde Floskel mal „sinnvoll“, wenn auch mit großem Frust zu gebrauchen.

Gerd Buurmann schreibt aus gegebenem Anlaß an Mitri Rahem, einem, nein dem Pastor aus Bethlehem, der immer wieder mit seiner großen Liebe zum Land und Staat Israel    auf sich aufmerksam macht. Pfarrer Mitri Rahem hat einen begeisterten Fanclub auch in Deutschland. Lauter liebe fromme Christenmenschen, die mit der größtmöglichen Inbrunst Israel auf den rechten Weg bringen möchten;  darunter ist zu verstehen, dass sie den Staat Israel am liebsten von allen zionistischen (also vor allem jüdischen) Bewohnern reinigen und befreien möchten, damit die armen Palästinenser endlich in Frieden leben können. Ich weiß, ich klinge gerade sehr unfreundlich, zynisch und sarkastisch.

Vor allem bin ich aber vollkommen ohnmächtig und grenzenlos traurig, wieder einmal mit einem uralten Phänomen christlicher Denkweise konfrontiert zu sein, einem uralten Antijudaismus nämlich. Denn wie anders sollte ich es benennen, wenn aus jeder Zeile des Pfarrers aus Bethlehem mir dieser Vorwurf entgegenspringt:

Israel und die Juden sind  das Problem, das den Frieden in der Welt verhindert.

Gerd Buurmann schlüsselt das Phänomen weiter auf… ich werde das hier nicht selbst tun, sondern kopiere Teile seines Textes hierher und setze den Link zu seinem Blogbeitrag:

Er beginnt mit dem Pfarrerwort:

Die Gemeinde zwischen der Nakba (1948) und der Naksah (1967)
Die Zeit Pastors Schehadeh

Der arabisch-israelische Krieg in 1948 war eine Katastrophe für die Bevölkerung Palästinas. Unter den etwa 900.000 vertrieben Palästinensern waren mehr als 55.000 Christen. Infolge dieser Vertreibung durch Israel wurden die christliche Städte in ihrer Demographie umgewalzt: Die größten an der Küste liegenden Städte, die über einen beträchtlichen christlichen Bevölkerungsanteil verfügten, fielen 1948 in zionistische Hände.“ 

Diese Behauptungen läßt Gerd Buurmann nicht unwidersprochen und schreibt einen offenen Brief an den Gottesmann:

„Lieber Pfarrer Rahem,

es gehört zu der Tradition der christlichen Kirche, in der Adventszeit postfaktisch Lügen über Juden zu verbreiten. Diesmal nehmen Sie sich dieser Aufgabe an. Ich möchte Sie korrigieren.

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte.

Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus, Sie sagen 900.000 Flüchtlingen, andere sprechen von 500.000 Flüchtlingen. Der andere Flüchtlingsstrom, den Sie nicht erwähnen, bestand aus 850.000 Flüchtlingen. Beginnen wir also mit den Flüchtlingen, die Sie erwähnen.“

Den ganzen Brief kann man am Originalort nachlesen.

Ich hätte den Pfarrer nicht mit „Lieber Pfarrer“, angeredet, sowenig wie mit „sehr gehrter Herr Pfarrer“.

Ich würde schreiben:

Herr Pfarrer, schämen Sie sich nicht,  so unverschämte Lügen gegen Juden zu verbreiten?

Das wäre wenig christlich, aber entspräche meinem aktuellen Gemütszustand. Und so bin ich Gerd Buurmann dankbar, dass er in ruhiger Sachlichkeit auf Herrn Mitri Rahem antwortet.

Meine Adventsgedanken schreibe ich noch …  wenn ich mich wieder gefangen habe.

Ich bitte um Verständnis!

Gandhi zählt nicht mehr… 1. Juli, 2016

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NEIN,  Gandhis Mantra vom „gewaltlosen Widerstand“ hat ausgedient, es ist nicht mehr im Bewußtsein Europas und seiner politischen Eliten und der über sie berichtenden Medien verankert.

Wie sonst ist es  zu verstehen, dass nicht eine Welle der Empörung durch das ganze aufgeklärte und demokratische Westeuropa schwappt, Menschen auf die Straße gehen und den feigen Mord an einem jungen Mädchen beklagen und beweinen, das in seinem Bett friedlich schlief, als der Mörder kam und es mit vielen Messerstichen so schwer verletzte, dass es daran starb.

Warum, so frage ich mich angesichts dieser schrecklichen Bluttat voller Entsetzen, wird der Mörder nicht ohne wenn und aber verurteilt als Verbrecher? Warum kann es keinen Bericht geben  – immerhin gibt es Berichte, das ist ja nicht immer so, wenn beinahe täglich Israelis von Attentätern getötet werden – warum also  kann es  keinen Bericht geben, der darauf verzichtet auf das angebliche Elend eines im „Freiheitskampf“ stehenden jungen Mannes hinzuweisen?  Warum wird Wert darauf gelegt zu berichten, dass Kiryat Arba eine sogenannte „Siedlung“ ist ? Dürfen Menschen in „Siedlungen“ einfach so und mir nichts dir nichts abgeschlachtet werden? Ist „Siedlung“ ein hinreichender und vor allem legitimer Grund für Attentate, Morde und täglichen Terror?

Warum schreibt es im focus , die Mordserie sei durch einen „Streit um Gebets- und Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem“ ausgelöst worden. Und wie kommt der Schreiberling des Magazins dazu, einen Mord an einem unschuldigen Kind mit diesem Hinweis zu erklären:

  Als Grund wird auch die Frustration der Palästinenser über die fortwährende israelische Besatzung gesehen. Der Friedensprozess liegt seit mehr als zwei Jahren brach.

 

Warum findet sich kein noch so kleiner Hinweis auf die Abscheulichkeit der Tat?  Das ist so schäbig und so empathielos, dass mir schlicht die Sprache fehlt, meinen Abscheu für diese Form der Nachricht auszudrücken.

Hat der Nachrichtenmann, die Nachrichtenfrau noch nie etwas von „gewaltfreiem Widerstand“ eines Mahatma Gandhis gehört? Ist das alles schon vergessen? Ganz abgesehen davon, dass die „fortwährende israelische Besatzung“ das Märchen ist, welches das Geld aus den westlichen Demokratien und den arabischen Bruderstaaten trefflich sprudeln läßt. Immerhin gibt es  doch in den Gebieten von Samaria und Judäa  die palästinensische Autonomiebehörde mit Ramallah als „Hauptstadt“ und Abbas als „Präsidenten“, der von den europäischen Staaten hofiert und gehätschelt wird und vor der EU antisemitische Reden schwingen darf, OHNE dass man ihm ins Wort fällt, im Gegenteil, Herr Schulz fand Abbas‘ Rede „inspirierend“.  Die Amtszeit  des Präsidenten Abbas ist zwar schon seit mindestens 6 Jahren abgelaufen, doch niemand scheint sich daran zu stören – vielmehr sind die angeblich „Besetzten“ doch ganz froh darüber, dass keiner auf die Idee kommt Neuwahlen zu veranstalten, bei denen möglicherweise die Hamas die Kontrolle über „Palästina“ erlangen könnte, mit nicht vorhersehbaren Folgen für die schöne Freizügigkeit, die die Araber  dort genießen, im krassen Gegensatz zur brutalen Herrschaft der Hamas im Gazastreifen, wobei die Herrschaft der PLO im Autonomiegebiet nun auch nicht das Himmelreich auf Erden bedeutet, wenn man z.B. unvorsichtigerweise als „palästinensischer Araber“ versucht, mit den Israelis in Frieden zu leben und beispielsweise Grund und Boden an einen Israeli verkauft. Dann kann man schon um seinen Kopf gebracht werden und hat nicht einmal das Recht auf einen Begräbnisplatz der muslimischen Gemeinschaft.

Aber das interessiert den focus vermutlich ebenso wenig, wie die beklemmenden Tatsachen, dass Morde an Israelis in der Regel von den „Palästinensern“ bejubelt und gefeiert werden und Straßen und Plätze nach den „verehrten Märtyrern“ benannt  und die Familien der Mörder mit großzügigen „Gehältern“  oder sollte ich besser sagen „Kopfgeldern“  bedacht und belohnt werden, Gelder übrigens, die von der Autonomiebehörde gezahlt und von der EU bereit gestellt werden, wenn auch wohl  nicht willentlich für diese speziellen „Boni“, aber die EU forscht auch nicht nach, was mit den Millionen finanziert wird. So wäre es doch nicht unwichtig darüber nachzudenken, ob man weiterhin Schulbücher mitfinanzieren will, in denen der Staat Israel gar nicht vorkommt oder zu wissen, dass Fernsehsendungen für Kinder produziert werden, in denen offen Hass auf Israel kindgerecht vermittelt wird. Die EU gibt sich mit dem Märchen zufrieden, die „Siedlungen“ seien es, die den Frieden behindern und unterstützen weiterhin mit allen Kräften den „Widerstand“ der „Palästinenser“ gegen den Staat Israel.

Nur Gandhi und seine Gewaltlosigkeit haben die Funktionäre der EU dabei vergessen, lieber spielen sie dem arabisch-palästinensischen Terror in die Hände….

 

und wundern sich, wenn Araber Terror auch in Europa verüben.

 

 

 

 

Fremde Feder: Wie Täter und Opfer sich wandeln 11. Februar, 2016

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Immer und immer wieder ist es notwendig darauf aufmerksam zu machen, was das  „Verhältnis“ von  Palästinensern und Israel ausmacht, denn zu viele Menschen hierzulande übernehmen völlig kritiklos die Lesart palästinensischer Propaganda, die es inzwischen zu wahrer Meisterschaft gebracht hat.

Gut, dass Ulrich Sahm genauso hartnäckig wieder und wieder das Bild ein wenig zurecht rückt:

 

 

Ein kurzer Abriss des palästinensischen Terrors. Die Klischees sind bekannt: Palästinenser führen einen Befreiungskampf gegen die « Besatzung». Die weltweit verfolgten Juden behaupten sich mit einem waffenstarrenden Ministaat gegen Vernichtungsdrohungen aus mehreren Richtungen. Nebenbei unterdrücken Sie „die“ Palästinenser (wie man im Ausland auch israelische Araber pauschal nennt) angeblich im eigenen Staat. Dass die rund 2…

Quelle: Wie Täter und Opfer sich wandeln

Lügen und fromme Täuschung… 27. Januar, 2016

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, iran, islam, israel, meine persönliche presseschau, politik, presse, terrorismus.
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Welch eine großartige Nachricht!

Im Vatikan herrscht „Wahre Freude“, titelt  „heute“ und fügt hinzu:

Es ging um Frieden, Toleranz und ein Gebet: Papst Franziskus hat den iranischen Präsidenten Rohani zu einer Privataudienz empfangen. Rohani sprach im Anschluss von einer wahren Freude. Es ging aber auch um Politik.

 

Frieden, Toleranz, Gebet –  das sind Begriffe, die ein jedes Christenherz höher schlagen lassen, und dass der iranisch-muslimisch-schiitische Hassan Rohani den Papst – und damit den höchsten Vertreter der katholischen Christenheit – persönlich bittet, für ihn zu beten, das ist doch wahrlich der höchste Gipfel eines friedlichen Miteinander. Könnte man meinen, wenn, ja wenn es da nicht diese anderen überaus beklemmenden  Nachrichten und Bilder gäbe.

So schreibt  focus  erst gestern:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft dem Iran eine „schändliche Missachtung von Kinderrechten“ vor. Mehr als hundert Jugendliche sollen zum Tode verurteilt sein. Laut Bericht habe es in den vergangenen zehn Jahren etwa 73 Hinrichtungen gegeben.

 

Der Bericht führt weiter aus:

Teheran verstoße damit gegen die UN-Kinderschutzkonvention, die Todesurteile gegen zur Tatzeit Minderjährige verbiete und die das Land schon vor zwei Jahrzehnten unterzeichnet habe, heißt es in dem Bericht. Trotz einer Jugendstrafrechtsreform „liegt der Iran hinter der Welt zurück“, beklagte der Amnesty-Vizedirektor für den Mittleren Osten, Said Boumedouha. „Er behält Gesetze bei, die Todesurteile für Mädchen ab neun Jahren und Jungen ab 15 Jahren erlauben.“

 

(Hervorhebung von mir)  Man beachte das besondere „Privileg“, das den weiblichen Delinquenten zukommt, die können nämlich schon in einem Alter von nur 9 Jahren hingerichtet werden. Ob es etwas damit zu tun hat, dass Mädchen ja auch schon in einem Alter von 9 Jahren geheiratet werden können und ein Mann demzufolge mit ihnen auch die Ehe vollziehen kann? Kindesmissbrauch in Vollendung, muss man sarkastisch-traurig hinzufügen.

 

In Iran werden immer wieder schwule Männer zum Tode verurteilt: Seit der Islamischen Revolution wurden mehr als 4000 Männer, die Männer lieben, an Baukränen erhängt. Eine wegen homosexueller Handlungen verurteilte Person kann in Iran entweder mit 99 Peitschenhieben bestraft oder erhängt werden. Peitschenhiebe gibt es bereits dann, wenn zwei Männer „unnötigerweise“ gemeinsam unter einer Decke schlafen – selbst wenn es keinen sexuellen Kontakt gegeben hat.

 

Quelle

 

 

Mit einem Kran erhängt zu werden, ist eine wirklich schreckliche Art zu sterben. Wenn die Galgen benutzt werden, die man kennt, bricht das Genick des Verurteilten meist schon während des Falls, was die Person quasi fast sofort tötet. Wenn jemand mit einem Kran erhängt wird, wird die Person allerdings langsam am Genick hochgezogen, bis sie über dem Boden hängt. Es kann bis zu 20 Minuten dauern, bis der Tod eintritt.“ Quelle

Rohani, der sich gerne mild lächelnd als „gemäßigter“, „moderater“ islamischer Führer feiern und preisen lässt, hat in seiner bisherigen Amtszeit eine Bilanz des Schreckens vorzuweisen: „… wurden zwischen dem 10. September 2013 und bis zum 15. Januar 2016 insgesamt 2166 Personen, darunter auch 63 Frauen gehängt.“, kann man bei facebook erfahren. Nun gehört facebook nicht unbedingt zu den zuverlässigen Quellen der Erkenntnis, aber vielleicht zu denjenigen, in denen überhaupt berichtet wird, was und wie etwas in Iran vonstatten geht, sind doch unsere offiziellen Medien damit beschäftigt, die Grundlage für ein prima Geschäftsklima zu schaffen, wie ja auch der Jubel über den „gelungenen“ Atomdeal mit Iran zeigt. Der lächelnde Herr Rohani ist eben „vertauenswürdiger“ als ein grimmig drein blickender Ahmadinedschad – wobei es den meisten Regierungsbeobachtern herzlich egal zu sein scheint, dass lediglich der Auftritt, nicht aber die grundlegende Meinung die beiden iranischen Präsidenten voneinander unterscheidet.

 

Nach dem „heute“-Bericht waren diese barbarischen Strafen und Menschenrechtsverletzungen jedoch kein Thema für den Papst und seine Administration. Und auch kein Thema für die berichtende „heute“.  Aber schließlich kann sich der Heilige Vater ja nicht um alles kümmern, immerhin, dies wurde dann doch mitgeteilt :

In einer Erklärung des Vatikans hieß es, Franziskus habe die „wichtige Rolle“ Teherans im Mittlern Osten betont. Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche „die Verbreitung von Terrorismus“ sowie den Waffenhandel stoppten.

 

Wäre die Unterstützung terroristischer Gruppen durch die Regierung des Iran nicht auf so entsetzliche Weise real, könnte man den Satz „Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche die Verbreitung von Terrorismuss sowie Waffenhandel stoppten“ für einen Gag aus der „heute-show“ halten, als ein wunderbar zeitgenössisches Beispiel vom Bock, den man zum Gärtner machen will.

Leider ist es der „heute“ auch nicht aufgefallen, dass der Papst nicht einmal sein Kerngeschäft vernünftig wahrnahm oder wahrnimmt.

Laut biblischer Aussage erging die Weisung Jesu  an Petrus  (dessen Nachfolger Franziskus ja angeblich ist)  seine – Jesu – „Lämmer und Schafe zu weiden“. ( Bibel, Johannes 21, 15-17) Damit ist jedoch nicht   profanes Schafehüten gemeint, wie man sich ohnehinleicht denken könnte,  nein  in diesem „Bild“   geht es darum, die Nachfolger (i.S.v. Jünger) Jesu, also die Christen zu  betreuen.  Dieses „weiden“  meint nicht anderes, als sich  um die Christen zu kümmern, Gefahren von ihnen fern zu halten, für vernünftige Bedingungen zu sorgen, schlicht und einfach  das Wohl der Christen im Blick zu haben und sich für sie einzusetzen, wo immer es erforderlich ist.

Und in Iran ist der Einsatz ranghoher Kirchenführer für das Wohlergehen der Christen dringend geboten, wie überhaupt in den Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung und entsprechender Regierung.

Christen in Iran leiden unter Verfolgung, besonders schwer ist es für diejenigen von ihnen, die sich vom Islam abgewandt und Christ geworden sind. Ihnen droht der Tod.

Davon ist in dem Bericht keine Rede und auch nicht davon, dass der Papst das in irgendeiner Weise angesprochen haben könnte. Möglicherweise hat er es ja sogar zur Sprache gebracht – dann möge er mir meine kritischen Worte verzeihen – und das ZDF hat wieder einmal wichtige Informationen zugunsten einer allgemeinen „Friede-Freude-Eierkuchen-Berichterstattung“ unterschlagen. Obwohl das dann nicht zu dem passen würde, womit die kurze Mitteilung von „heute“ endet:

Obwohl es nicht der erste Besuch eines iranischen Staatsoberhauptes bei einem Papst war, wurde die Audienz im Vorfeld als symbolträchtig interpretiert. Der schiitische Iran sendet dem sunnitischen Erzfeind Saudi-Arabien damit eine Botschaft: Der Iran hat keine Differenzen mit den Christen. 1999 war bereits Rohanis Vorgänger Mohammed Chatami mit Johannes Paul II. zusammengetroffen.

„DER IRAN HAT KEINE DIFFERENZEN MIT DEN CHRISTEN!“  Das muss sich der Leser dieser Zeile ganz langsam zumuten, ist das doch bitterste Ironie, schlimmste Täuschung. Welcher ZDF-Journalist hat sich diesen Satz ausgedacht – OHNE ihn auch nur ansatzweise zu hinterfragen? In jedem Reiseführer ist zu lesen, dass christliche Touristen doch bitteschön auf das Tragen christlicher Symbole verzichten sollten, um keinen Unmut zu erregen und kein öffentliches Ärgernis auf sich zu ziehen. Können die Leute beim ZDF nicht ordentlich recherchieren? Wer sich nur ein wenig unter christlichen Flüchtlingen umhört, der erfährt schreckliche Einzelheiten zum Thema „Christen in Iran“. Zu behaupten, es gäbe keine Differenzen ist eine gezielte Desinformation, eine üble Täuschung der christlichen Welt über die tatsächlichen Gegebenheiten in Iran.

Und damit  wäre ich bei dem Begriff, der meinem Blogeintrag neben den „Lügen“ als Überschrift dient: TÄUSCHUNG

Der Islam kennt die trickreiche Anwendung der Täuschung zum Zweck der Durchsetzung islamischer Ziele. Und so muss man wohl auch dies verstehen:

Rohani, so lesen wir, bittet den Papst, für ihn zu beten.

Hamed Abdel Samad schreibt in seinem Buch  (Droemer, München 2014)  „Der islamische Faschismus“ in dem Kapitel „Taqiyya oder: Täuschung für die Sache Gottes“ unter anderem Folgendes:

„Der Islam war bald sehr erfolgreich mit seinen Eroberungen, und die Muslime bildeten rasch die Mehrheit oder stellten zumindest die Herrschaftselite in den eroberten Gebieten, somit war die Verstellung und das Leugnen des eigenen Glaubens nicht mehr notwendig. Anders war es bei den Schiiten, die sich wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds abspalteten. Sie waren es, die das Prinzip  taqiyya einst prägten, als Selbstschutzmaßnahme, um sich vor der Verfolgung zu schützen.  ….    Ayatollah Khomeini erweiterte dieses Prinzip und erlaubte seinen Anhhängern, sich als Atheisten zu geben, um Zugang zum Verwaltungsapparat des Schahs zu bekommen und das System zu unterwandern. Khomeini schreibt: ‚Sollen die Umstände der taqiyya einen von uns veranlasst haben sich dem Gefolge der Machthaber anzuschließen, dann ist es seine Pflicht davon abzulassen, es sei denn, seine rein formale Teilnahme brächte einen echten Sieg für den Islam.  Auch in der Frühphase der Revolution verbarg er mit Hilfe dieses Prinzips seine Absichten und führte Linke und Bürgerliche damit in die Irre, bis er alle Zügel an sich gerissen hatte. Dabei hätte es jeder wissen können: In seiner Schrift ‚Der islamische Staat‘ hat er alles bestens dargelegt.“ (Seite 158 f)

Wenn ein hoher iranisch-islamischer Funktionär den Papst bittet, für ihn zu beten, so verfolgt er exakt damit die Strategie, die Khomeini zur weltweiten Durchsetzungs des Islam als Herrschaftsform empfiehlt. Er, Rohani, streut seinem Gegenüber formmen Sand in die Augen, macht ihn  zu einem kritiklosen „Verbündeten“, unterstellt ihn dem Gesetz Allahs, denn es ist doch höchst unwahrscheinlich, dass Rohani den Beistand des Dreieinigen Gottes der Christen erbittet. Das wäre nach islamischer Lesart todeswürdige Blasphemie!  So ist es einfach im höchsten Maße perfide, dass der Präsident des Iran, der in seinem Land Christen gnadenlos verfolgen lässt, den höchsten Präsentanten der Christen um ein Gebet bittet. (Ganz anders sähe es natürlich aus, wenn Rohani selbst zu einem Abtrünnigen geworden wäre und um himmlischen Beistand bittet… ) Und der Papst, weiß er nicht, auf welches Spiel der Taqiyyah er sich einlässt?

Ich verstehe es inzwischen nicht mehr, dass zur Recherche ausgebildete Journalisten nicht diesen Zusammenhängen nachgehen und darüber ebenso berichten, wie über den Jubel, den die  geschickte „Täuschung“ – Rohani und Papst im Freudentaumel –  auslöst.

„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ sagt die Bibel.

Für die Obrigkeit zu beten war schon immer eine viel geübte Tradition  der Christen weltweit. Dass unter „Obrigkeit“  auch Tyrannen, Diktatoren, Verbrecher zu finden waren und sind, muss ich nicht ausdrücklich betonen und ich unterlasse es sehr bewusst, das näher zu spezifizieren. Nur dies:

Heute ist der  Gedenktag für die ermordeten Juden ….

und es gab nicht wenige Christen, die für den „Führer“ gebetet haben und nicht darum, dass die Führerschaft, das Morden der Nazis und das Leiden der von den Nazis Verfolgten und Erniedrigten ein Ende haben möge…

Es sei an dieser Stelle auch daran erinnert, dass der nette Herr Rohani mit keiner Silbe die Ankündigung und Forderung seines Vorgängers zurück genommen oder relativiert habe: Immer noch sieht Iran in Israel das „Krebsgeschwür, das aus der Welt entfernt werden soll“….

Der politische und religiöse Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei (76, Foto), hat ein Buch mit dem Titel „Palästina“ veröffentlicht. Nur wenige Wochen nach dem vom Westen gefeierten Atom-Deal spricht der Ayatollah darin Klartext: Das „Krebsgeschwür Israel“ müsse zerstört, die Welt unter islamische Herrschaft gebracht und Jerusalem von den Juden befreit werden. Während der Westen das Atomabkommen als Annäherung Teherans an den Westen feiert, kündigt Khamenei erneut seinen Willen an, den Staat der Juden zu vernichten.

Quelle

 

Auch dazu hat der Papst und haben die Leute von „heute“ geschwiegen…

 

 

 

Was die EU von Bileam lernen könnte… 13. November, 2015

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", aus meinem kramladen, israel, meine persönliche presseschau, plo, politik, terrorismus.
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Die EU hat in diesen Tagen eine Richtlinie umgesetzt, die es nach EU-Verständnis notwendig macht, alle Produkte, die in den sogenannten „Gebieten“ hergestellt werden, so zu kennzeichnen, dass jeder erkennen kann: Dieses israelische Produkt ist nicht in „Israel“  hergestellt, sondern in einem israelischen Betrieb außerhalb der von der EU festgelegten Grenzen des israelischen Staates.

Damit erdreistet sich die EU indirekt  nicht nur, das Staatsgebiet Israels endgültig zu definieren (wie allgemein bekannt sein dürfte, steht die völkerrechtliche Vereinbarung über die „umstrittenen Gebiete“ immer noch aus), sie macht sich einmal mehr zu einem willfährigen Helfer anti-israelischer Kräfte im Nahen Osten, die nichts anderes als die Vernichtung des Staates Israel mit größter Zielstrebigkeit und unter Aufbietung aller propagandistischen Kräfte vorantreiben. Neben den bekannten Waffengängen in mehreren Kriegen, den Schrecken der Intifadas, den mörderischen Anschlägen auf israelische Zivilisten betreiben arabische Politiker die Annulierung jüdischer Identität im jüdischen Land. Sie nehmen beispielsweise Einfluß auf die UNESCO, um eindeutig jüdische historische Stätten in „islamische“ umzuwidmen. Araber reklamieren „palästinensisches Land“ für das „palästinensiche Volk“, das es aber laut Geschichtsschreibung niemals gegeben hat.  Mit ihrer unermüdlichen anti-jüdischen Propaganda betreiben sie so die Delegitimation des jüdischen Staates Israel.

Ihr jüngster Erfolg ist mit Sicherheit die neue Kennzeichnungspflicht für israelische Produkte, die in den Gebieten hergestellt werden. Dass dabei arabische Arbeiter möglicherweise ihre Arbeitsstelle verlieren, weil israelische Firmen ihre Produktionsstätten in das israelische Kernland verlegen, geschenkt. Das, das eigene Wohl zu missachten, ist doch die „erfolgreiche Strategie“ im Kampf gegen den jüdischen Feind. Kinder werden von Anfang an im Hass auf Juden erzogen. Märtyrer zu werden, gilt als die größte Lebensleistung, die ein arabisches Kind erreichen kann, sei es tatsächlich  noch in den Jahren der Kindheit und Jugend  (wie es zurzeit  bei den vielen Attentaten geschieht, die von Kindern oder Jugendlichen an Israelis verübt werden) oder im späteren Erwachsenenalter. Selbstmordattentäter sichern ihren Familien ein lebenslanges Einkommen – zum Preis des eigenen Lebens. Was bedeutet da schon der Verlust von Arbeitsplätzen, möchte man zynisch fragen.

Auf dieses böse Spiel also lässt sich die EU ein und wird von den Arabern dafür frenetisch gefeiert.

Die EU, so kommt es mir vor, liefert damit eine moderne Variante einer uralten biblischen Geschichte:

Als das Volk Israel nach der Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft und der jahrelangen Wüstenwanderung das Gelobte Land erreichte, sahen sich die lokalen Fürsten  mit dem Problem konfrontiert, die Einwandernden zu stoppen. Mit kriegerischen Mitteln wollten sie den Israeliten allerdings nicht in jedem Fall  entgegentreten. Einer von ihnen – Balak mit Namen – griff vielmehr zu einem probaten Mittel der damaligen Zeit und sandte einen Propheten aus, der das ankommende Volk verfluchen sollte.  Die Bibel berichtet das Geschehen im 4. Buch Mose, Kapitel 22 – 24.  Bileam, dem die Aufgabe zugekommen war, das Volk zu verfluchen, wurde auf göttliche Weise daran gehindert. Alle seine Versuche schlugen fehl. Besonders schön finde ich in dem Zusammenhang die kleine Geschichte mit Bileams Esel. Dieses vermeintlich  dumme Grautier vermochte nämlich etwas zu erkennen, was seinem (im wahrsten Sinne des Wortes)  Besitzer nicht möglich war. Es „sah“ den Engel Gottes, der sich dem zum Fluch bereiten Bileam in den Weg  stellte…..  Das Ende der Geschichte ist so: Statt es zu verfluchen, segnete Bileam das Volk Israel: „Wie schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnungen Israel ….  Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht.“ (4. Mose 24, 5 – 9 )

So, in diesem Sinne, kann ich mir gut vorstellen, dass die als „Fluch“ gedachte Kennzeichnung israelischer Waren aus den jüdischen Kernlanden Samaria und Judäa sich in Segen verkehren wird.  Menschen werden die Produkte kaufen „weil“ sie aus dem Gebiet stammen, auf dem seit Urzeiten der Segen dessen liegt, der einst Abraham, Isaak und Jakob das Land und den Segen zusagte.

Und für alle, die mit Religion und Bibel nichts am Hut haben, sei auf die schöne Geschichte des „Made in Germany“ hingewiesen…. was  als Kaufhindernis gedacht war, wurde zum Motor einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.

So weit reicht die Pressefreiheit nun aber doch nicht! 6. Oktober, 2015

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Durch einen Facebookeintrag bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden, in dem Uta Deckow, Leiterin Politik-Desk Landesfunkhaus Sachsen, über die Pressefreiheit räsoniert.

Die Pressefreiheit ist ein wirklich hohes politisches und demokratisches Gut und ich werde sie nach Kräften verteidigen. Die Vorfälle, die Frau Deckow berichtet, sind in der Tat geeignet, die Arbeit der Journalisten als gefährdet zu bezeichnen, aber steht damit wirklich die „Pressefreiheit“ auf dem Spiel?

Der Titel des Artikels scheint das  suggerieren zu wollen:

„Pressefreiheit ja – solange es die eigene Meinung deckt“

Der Text jedoch besagt etwas gänzlich anderes. Es wird ausführlich über die Schwierigkeiten der Journalisten geklagt, die es wagen, über die (vermutlich ihrer Meinung nach nicht von der Meinungsfreiheit gedeckten) Aufmärsche der „GIDA-Marschierer“ zu berichten. Aber sind die -in keinster Weise zu tolerierenden –  Anpöbelungen, Bedrohungen und Beschimpfungen durch intolerante und rechtslastige Demonstranten tatsächlich als Angriff auf die Pressefreiheit zu bewerten?

Soviel ich weiß, wird die Freiheit der Presse durch die Gesetze unseres Landes reguliert und bestimmt und nicht durch noch so unangenehm auftretende Gruppen, die anderer Meinung sind, als die Mehrheit der Bevölkerung und die Mehrheit der Mitglieder der politischen Parteien oder die der Parlamente oder gar der Regierung. Diese aber, Regierung und Parlamente, wären für eine mögliche Einschränkung der Pressefreiheit  mittels Gesetzgebungsverfahren zuständig. Oder irre ich mich da? Und davon kann doch in Deutschland überhauupt keine Rede sein.

Ich kann ja verstehen, dass Frau  Deckow eine Lanze für die Vertreter ihrer Zunft brechen und auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen will, die mitunter den Presseleuten das Leben schwer machen. Darin – auf diese unschönen  Situationen aufmerksam zu machen, unterstütze ich sie sogar und verkneife mir hier darum auch beinahe  jeglichen Fingerzeig auf Journalisten, die durch ihre Art der Berichterstattung, durch Auslassungen oder Hervorhebungen, durch gefakte Bilder oder durch das  völlige Ignorieren des Kontextes bei der Auswahl von Zitaten bestimmter, ihnen nicht genehmer Personen des öffentlichen oder politischen Lebens dazu beitragen, dass das unschöne Wort von der Lügenpresse immer häufiger die Runde macht.  Als  Beispiel der oben genannten Methoden des seriösen Münchhausen-Journalismus sei hier nur die Berichterstattung über Israel und den israelischen Regierungschef genannt. Und selbst diese – zumindest für mich  wenig erfreulichen – Prunkstücke journalistischer Tätigkeit würde ich sogar von der Freiheit der Meinungsäußerung und der Pressefreiheit gedeckt sehen. Wie heißt es doch in der Überschrift zum Artikel so schön: Pressefreiheit ja – solange es die eigene Meinung deckt. Als eine die Demokratie liebende Bürgerin dieses Landes gestehe ich eben auch Journalisten eine eigene Meinung zu, selbst dann, wenn sie mir nicht gefällt.

Unter „eigener Meinung“ haben und mitteilen dürfen  versteht Frau Deckow vermutlich auch diesen Vergleich:

Wir schildern was ist, jeder Journalist aus seinem Erleben, aus seiner Sicht – objektiv geht gar nicht, aber neutral – darum bemühen wir uns. Auch meine Kollegin, die gestern für MDR 1 RADIO SACHSEN vor Ort war.

Dann wurde sie bedroht. „Lügenpresse“-Aufkleber wurden ihr auf die Jacke geklebt – von hinten. Und eine Frau versuchte, ihr von vorn einen Aufkleber quer über die Brust zu heften. Und: eine ganze Reihe von Menschen stand herum, schaute zu – schlimmer noch – fotografierte.

Woran uns Journalisten das erinnert? Nazis brandmarkten Juden mit Aufnähern auf deren Jacken.

Hervorhebung von mir.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen …. oder besser nicht, denn dann müsste man vor Ekel ausspeien, im hohen Bogen ausspucken.

Diese Frau vergleicht allen Ernstes die sicherlich respektlosen Angriffe auf ihre Journalistenkollegin mit  der „Brandmarkung der Juden auf deren Jacken“ durch den gelben Stern, wie er von  der nationalsozialistischen  REGIERUNG Deutschlands unter Adolf Hitler angeordnet, befohlen und überwacht wurde.

Schlimmer kann man nicht die eigene Hybris zur Schau stellen, mit der man sich als Opfer geriert, das denen der jüdischen Opfer im Nationalsozialismus kaum nachsteht. Ich möchte der Dame nicht absichtliche Leugnung oder Relativierung des Holocaust unterstellen, aber ihr Vergleich, selbst wenn er in völliger Gedankenlosigkeit  und lediglich mit der Absicht, eine möglichst große Wirkung zu erzielen angestellt wurde, kommt dem doch sehr, sehr und gefährlich nahe. Gefährlich deshalb, weil Juden heute schon wieder um ihre Sicherheit bangen müssen. Weil jüdische Männer in manchen Bezirken Berlins eben nicht mit der Kipa herumspazieren, um sich nicht als Jude erkennen zu geben. Weil immer noch Polizisten jüdische Einrichtungen rund um die Uhr bewachen müssen und weil „Jude“ auf deutschen Schulhöfen inzwischen zum Schimpfwort degradiert ist und es eben nicht nur tumbe Nazis sind, die dafür verantwortlich sind, sondern das Problem längst der sogenannten Mitte der Gesellschaft entspringt.

Frau Deckow prangert die (rechten und als Nazi verpönten) Pegida-Demonstranten an und merkt selbst nicht, welchen Ungeist sie da verbreitet.

Sich selbst,  bzw. ihre Journalistenzunft, auf eine Stufe mit den von den Nazis verfolgten, bedrohten und gemordeten  Juden zu stellen, das ist mehr als unanständig, das ist  widerwärtig und verachtenswert.

Und das ist auch durch keinerlei Pressefreiheit gedeckt.

Anti-israelische Propaganda … 15. September, 2015

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… im von Zwangsgebühren finanzierten Rundfunk…  rechtzeitig zu Rosch ha-Schana.

Man hätte ja vielleicht anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes eine interessante und informative Sendung darüber machen können, wieso das jüdische Neujahr nichts mit Silvester zu tun hat und darüberhinaus nicht an einen festen Termin im gregorianischen Kalender gebunden ist. Man hätte über die wunderbaren Gebräuche berichten können, die sich rund um das Fest entwickelt haben, ja, man hätte sogar den Zusammenhang der Hohen Feiertag von Rosh HaShana über Jom Kippur bis zu Sukkot darlegen und erklären lönnen.

Und ich kann mir gut vorstellen,  dass es genug Hörerinnen und Hörer geben würde, die so eine Sendung mit Interesse verfolgen, weil sie einfach etwas mehr über das Judentum erfahren.

Man hätte…  aber man hat nicht.

Man hat es stattdessen vorgezogen, eine Sendung  anti-israelischer Propaganda mit dem Titel

„Baustelle Palästina“   Architektur unter der Besatzung

zu präsentieren, getreu wohl dem unausgesprochenen Leitmotiv  der Kulturschaffenden im deutschen Rundfunkwesen, dass es nichts Positives über Israel zu vermelden gibt – und wenn es doch einmal unumgänglich ist, über Israels  Kompetenz in Wissenschaft und Technik zu berichten, dann auf jeden Fall aber mit dem deutlichen Hinweis, dass Israel nicht müde wird, die Palästinenser zu schikanieren und zu unterdrücken.

Und damit auch in der oben genannten Sendung von vornherein klar ist, was der Zuhörer als wesentlichen Ertrag der Sendung behalten soll, wird sie in dem begleitenden Text so eingeleitet:

Im „Heiligen Land“ sind Zerstörung und Wiederaufbau tägliche Realität. Im Westjordanland, in Ostjerusalem und in Gaza ringen palästinensische Denkmalschützer, Kulturschaffende, Architekten und Stadtplaner in diesem Spannungsfeld.

Zerstörung und Wiederaufbau – darunter geht es nicht. Und selbstverständlich ist für Zerstörung Israel verantwortlich, während der mühsame Wiederaufbau nur unter den schrecklichsten Bedingungen durch die „Palästinenser“ bewerkstelligt werden muss. An dieser Stelle sei mir gestattet darauf hinzuweisen, dass der „Wiederaufbau des völlig zerstörten Gazastreifens“ leider, leider immer noch nicht wirklich in Gang gekommen ist, weil die von Israel gelieferten Baumaterialen umgehend von der Hamas für den dringend erforderlichen „Wiederbau“ der Terrortunnel und Kommandostellen der „Freiheitskämpfer“ requiriert und eingesetzt wurde. Aber das erfahren die Hörer der Sendung natürlich nicht.

Stattdessen geht es nach der Vorstellung eines architektonischen Meisterwerkes, das gleichzeitig als „politisches Manifest“ beschrieben und gefeiert wird,  so weiter:

Es geht bei den Architekten von ShamsArd aus Ramallah aber nicht allein um Ästhetik – oder um Ökologie. Bauen ist in einem Land, das permanent von den Israelis kontrolliert wird, ein politischer Akt:

„Der Markt für Baumaterialien in Palästina ist schwierig, da alle Materialien importiert werden müssen – aus den arabischen Nachbarstaaten, oder vom israelischen Besatzungsstaat. Wir wollen aber Unabhängigkeit in unserer Architektur. Wir müssen die Kontrolle über unsere Architektur und das Baumaterial haben, denn die Israelis könnten ja die Exporte stoppen. (…) Wir wollen nicht von Israel abhängen – weder beim Bauen, noch beim Essen, noch beim Leben. Wenn eine Nation nicht ihre eigene Produktion entwickelt, gibt es keine Freiheit.“

Es ist natürlich unangenehm, dass man beim Bauen, Essen und Leben so total von den Importen aus den arabischen Nachbarstaaten abhängig ist und richtig schrecklich ist natürlich die Abhängigkeit von den verhassten Israelis, das leuchtet doch selbst den objektivsten und sanftmütigsten Zuhörern unmittelbar ein. Da hätte es eigentlich des nächsten Hiebs gegen Israel gar nicht mehr bedurft:

Wie sehr Architektur immer auch ein Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse ist, zeigt sich im Alltag palästinensischer Architekten überdeutlich. Die Gebiete des Gaza-Streifens und des Westjordanlandes sind streng abgeriegelt von Israel – ein Kontakt zwischen beiden Palästinensergebieten ist kaum möglich. Auf den Straßen sind Check Points zu passieren. Eingeteilt ist Palästina in die Zonen A, B und C. Nur in der A-Zone hat die Palästinensische Autonomiebehörde das alleinige Sagen – und damit auch das Baurecht. In der B-Zone kontrollieren Israelis und Palästinenser gemeinsam. Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.

„Herrschaftsverhältnisse“ ist ein ganz wunderbarer Kampfbegriff der antiimperialistisch ausgerichteten Nichtherrscher unter Linken und Grünen und mir aus längst verflossenen Göttinger Studienzeiten immer noch seltsam vertraut, lagen doch auf den Tischen in der Mensa, in den Seminarräumen und Hörsaalgebäuden entsprechende Flugblätter aus, die uns alle auf den antiimperialistischen Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ einzustimmen hatten.  Und wenn nicht die RAF ihren Kampf gegen jene furchtbaren Strukturen, die uns so ein unbeschwertes Leben in der vom Kapitalismus beherrschten BRD ermöglichten, wenn also die RAF ihren Kampf nicht so gewaltsam auch mit Hilfe der Palästinenser und ihres Terrorchefs Arafat ausgetragen hätte, wer weiß, vielleicht hätten mich die Streitschriften doch noch zu einer halbwegs guten Linken gemacht… so aber… Nun ja.

Zurück zu den Bauten in der C-Zone: „Die C-Zone allerdings – der Großteil der Palästinenser-Gebiete – untersteht allein den Israelis. Dort ist das Bauen für die Palästinenser streng verboten. Von Palästinensern errichtete Häuser werden von Bulldozern gnadenlos plattgemacht.“ Natürlich fällt es den Berichterstattern unseres staatstragenden Rundfunks gar nicht ein, ebenso darüber zu berichten, dass es Israelis bei Strafe verboten ist, in der A- oder B-Zone zu bauen, und schon gar nicht kommen sie auf den Gedanken zu erwähnen, das selbstredend für jegliches Bauen und egal in welcher Zone, in denen die Israelis mitreden, eine Genehmigung notwendig ist und deshalb sämtlichen Gebäuden, die ohne Genehmigung errichtet werden, der Abrissbagger zu Leibe rückt. (Chaja hat das in mehrern Beiträgen sehr gut beschrieben!) Das trifft auch auf die Häuser der sogenannten „Siedler“ zu.

Dass die Moderatoren und Redakteure von keinerlei historischen Kenntnissen  in ihren Bemühungen um den Kampf gegen „Herrschaftsverhältnisse“ gebremst werden, geschenkt. Und so hörte ich dann auch voller Erstaunen diese (hier schriftlich wiedergegebene) Passage:

Einzelne Initiativen im Land wollen das Alte bewahren – oder im Krieg zerstörte Häuser wieder aufbauen: 4000 Häuser wurden allein in Nablus, einer 2000 Jahre alten Stadt, durch die israelischen Bombardements zerstört – viele von historischem Wert. Aber es gibt keine Denkmalschutz-Gesetze, kaum Geld und wenig Bewusstsein in der Bevölkerung. Für Quais Assali ist Denkmalschutz eine Frage der palästinensischen Identität:

„Nicht nur die palästinensische Architektur ist durch die Okkupation bedroht, sondern auch die Kultur. Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, weil ihnen die Okkupation aufgezwungen wird. Zugleich erleben sie gerade eine gesichtslose Moderne. Da ist es schwierig, die eigene Identität zu bewahren.“

Quais Assali

Die Moderatoren vergessen zu erwähnen, dass die von den Arabern  „Nablus“ genannte Stadt  die Nachfolgerin des alten Sichem ist, das schon zu biblischen Zeiten – schon vor rund 4000 Jahren –  existierte und in der Bibel mehrfach genannt wird.

Kleiner Exkurs: Das Internet ist eine Quelle der Erkenntnis, so findet sich dort das „Handbuch zur biblischen Alterthumskunde, von Ernst Friedr. Karl Rosenmüller,  der Theologie Doctor, und der morgenländischen Literatur ordentl. Professor zu Leipzig„. Erschienen ist das gute Stück „1827 zu Leipzig in der Baumgärtnerschen Buchhandlung“ und es behandelt in seinem Zweiten Teil „Palästina, oder das Land der Hebräer„. In seinem dritten Kapitel widmet sich der Professor „Samaria“ und den „Städten Samaria’s“ . Darin ist wiederholt die Rede von Sichem, nicht aber von Nablus.

Die Erwähnung Nablus hingegen kann man in einem alten Reisebericht aus dem Jahr 1837 nachlesen. Der Ort stand bis zur Einrichtung des britischen „Mandatsgebiet Palästina“ unter türkischer Herrschaft. Nach der Staatsgründung wurde Israel bekanntlich von seinen arabischen Nachbarn mit einem verheerenden Krieg konfrontiert, in dessen Folge „Nablus“ unter jordanische Besatzung fiel.

Es verwundert mich jedoch  nicht, dass,  Zitat s.o. :  „Die Menschen glauben, sie hätten keine eigene Geschichte, kein Erbe, …“ Wie sollen sie, die Menschen, die heute im von Arafat erfundenen Staat Palästina leben,  eine eigene Geschichte haben, wenn sie in der Mehrheit und  bis auf die wenigen durch die arabischen Gebiete ziehenden Beduinen  und die im Land lebenden Drusen doch so gut wie nichts mit der tatsächlichen Geschichte des Landes zu tun haben, sondern erst im Zuge der vermehrten Besiedlung des Landes durch Juden, die aus der Diaspora in ihr angestammtes Land zurückkehrten, als Lohnarbeiter aus den umliegenden arabischen Gebieten nach dem damals allgemein so genannten Landstrich „Palästina“ einwanderten. Die behauptete reiche arabische Kultur im Land hat es doch so nie gegeben!

Welche Identiät hätten sie also bewahren können, von der in der Sendung die Rede ist?

Juden aber, egal in welchem Land der Welt sie gelebt haben und leben, haben niemals ihre jüdische Identität, die IMMER  mit dem „Land der Väter“ und mit Jerusalem auf engste verknüpft war, verloren. (Oft genug ist ihnen das zum schrecklichen Verhängnis geworden.) Sie wussten immer und waren sich dessen absolut sicher,  die uralte Stadt Jerusalem  ist das eigentliche kulturelle und spirituelle Zentrum  jüdischen Lebens ….  Der  Satz „Nächstes Jahr in Jerusalem“ war / ist Teil jeder Sederfeier in der Diaspora.

Aber das können die Verantwortlichen der Kultursendung natürlich nicht wissen und vermutlich ergeht es ihnen ähnlich wie Frau Merkel, für die das „Internet“ noch vor kurzer Zeit absolutes „Neuland“ war, sie konnten sich leider auch nicht im Internet informieren und so auf die Sendung vorbereiten. So mussten sie der anti-israelischen, pro-palästinensischen Propaganda einfach hilflos zuhören….

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Nachlesen und hören kann man die Sendung unter diesem Link.