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Irritation im Bürgerbüro … 23. September, 2020

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Ich habe mir auf meine alten Tage einen kleinen gebrauchten Flitzer zugelegt und wollte ihn heute an- bzw. ummelden.
Der Liebste und ich machten uns also auf zum zuständigen Bürgerbüro. Ich hatte mich per Internet erkundigt, welche notwendigen  Papiere mitzubringen seien. Den Passus über eine mögliche Voranmeldung hatte ich für nicht relevant gehalten, da wir ja alles vor Ort erledigen wollten, Zeit genug haben Rentner ja… und von Terminvergabepflicht hatte ich nichts gelesen.
Ich armes naives Dummchen….
„Haben Sie einen Termin?“ fragte recht barsch die Dame bei der Zulassungsstelle meines Wohnortes.
Termin?
Nein.
„Sie müssen sich einen Termin geben lassen. Drei Wochen sollten sie aber schon einplanen!“
Da war ich zunächst einmal baff.
Nur wegen Corona, klärte man uns auf. Keine Menschenansammlung im Bürgerbüro!
Im gesamten Bürgerbüro gab  es außer uns aber  gar  keinen weiteren Besucher, jedenfalls nicht an den zahlreichen Schaltern im Großraumbüro. An den Schreibtischen der Schalter saßen die städtischen Angestellten, was sie gerade anstellten, ließ sich aber nicht feststellen.
‚Vermutlich vergeben sie im Bürgerbüro nur 3 oder 5 Termine pro Tag, so dass es im Büro gar keine Bitt- und Antragsteller gab‘, fuhr es mir durch den Sinn.   Wir waren ja einfach reinmarschiert ins Bürgerbüro, ohne Termin und ohne zu fragen, vorschriftsmäßig ausgestattet mit Mund- und Nasenbedeckung.
Mir war allerdings aufgefallen, dass draußen vor dem Eingang einige Personen standen, die auf irgendjemanden zu warten schienen..
Eine Angelegenheit zu regeln,   ohne vorher einen Termin ausgemacht zu haben,  ist aber unmöglich… und wie gesagt, drei Wochen muss man  für die Terminvergabe einrechnen… Wir könnten es ja im Nachbarort versuchen, ob man dort einen früheren Termin bekommen könne…
Im Nachbarort sah es nicht besser aus…
Auch da standen bereits zwei Personen draußen vor der Tür und warteten darauf, dass ein Angestellter käme, um sie einzulassen…. und natürlich hatten diese Personen bereits einen Termin vereinbart, den von heute, so gegen 11.30h…
Das Auto lasse ich jetzt von der Werkstatt meines Vertrauens ummelden… Das geht ein bisschen schneller…, denn schließlich will ich das Autochen ja  recht bald  in Betrieb nehmen…
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Wer aber  kann mir schlüssig erklären, warum man nicht wie vorher (vor Corona)  eine Wartemarke ziehen und (jetzt mit Corona) solange draußen vor der Tür warten kann, bis man aufgerufen wird? Oder muss das gesamte Bürgerbüro nach jedem Besucher erst mal für eine halbe Stunde gelüftet werden?
Und was machen eigentlich alle Stadtangestellten so die ganze Zeit im Bürgerbüro ohne Bürgerbesuch?
Fragen über Fragen…
Und wenn ich dann noch bedenke, dass mein Enkel mit 28 Kindern den ganzen Vormittag  in einem engen Klassenraum zubringen muss und nach der Schule mit 50 Kindern ohne Abstand im Schulbus sitzt,  bin ich gänzlich ratlos ob dieser Maßnahme des Bürgerbüros….
Mir scheint, die Schildbürger sind nicht auf Schilda begrenzt und es ist auch gar kein Märchen, das uns über die braven Schildbürger erzählt wird….
Sie leben heute noch  und sind mitten unter uns…
Oder sind wir gar selber….?
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