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Fremde Feder: Hagia Sophia 25. Juli, 2020

Posted by Rika in aktuell, christsein und glaube, gesellschaft, politik.
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Bei Facebook las ich den bemerkenswerten Text zur Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee, der von Roland Werner mit diesen Worten eingeleitet wurde:

 

Das Ende einer Epoche?!

Die Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee

Doch: Auch wenn die ChristusIkonen verschwinden,
Jesus Christus bleibt.

Lesenswert zu diesem erschütternden Vorgang ist die

Erklärung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)
Erzpriester Radu Constantin Miron

aus Anlass der Umwandlung der Hagia Sophia zur Moschee
Köln/Frankfurt am Main, 23. Juli 2020″

Und hier der eigentliche Text, geschrieben von dem Erzpriester Radu Constantin  Miron

„Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche. Durch einen administrativen Akt des türkischen Staatspräsidenten verliert die Hagia Sophia in Istanbul den Status eines Museums, den sie seit 1935 besaß, und wird zur Moschee gemacht. Dieser staatliche Akt geschieht – wie so häufig in der Türkei – unter scheinbarer Wahrung der Rechtstaatlichkeit.

Das im 6. Jahrhundert gebaute Gotteshaus, das unter Kaiser Justinian als christliche Kirche erbaut wurde und über neun Jahrhunderte als solche diente, wird, wie 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, erneut zur Moschee.

Seit dem 1. Februar 1935 stand sie dann als Museum allen Besucherinnen und Besuchern offen, wie es der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, verfügt hatte. Im Bewusstsein der orthodoxen Christinnen und Christen blieb und bleibt die Hagia Sophia allerdings die „Große Kirche Christi“. So ist es kein Zufall, dass Vertreter aller orthodoxen Patriarchate und autokephalen Kirchen gegen die Entscheidung der türkischen Regierung protestiert haben.

Doch auch viele Vertreterinnen und Vertreter anderer Kirchen, europäischer und weltweiter Institutionen, nicht zuletzt der UNESCO, zu deren Welterbe die Hagia Sophia ja gehört, haben ihre Bestürzung über diesen Vorgang geäußert, der offenkundig nicht religiöse Bedürfnisse, sondern innen- und außenpolitische Ambitionen des türkischen Präsidenten befriedigen soll.

Deshalb richten sich diese Proteste – und auch die vorliegende Erklärung – nicht gegen den Islam oder das islamische Gebet, sondern gegen den Missbrauch der Religion, der hier zutage tritt.

Zwei Aspekte, die nur wenig zur Sprache gekommen sind, gilt es dabei besonders hervorzuheben:

Zum einen ist die Hagia Sophia für die weltweite Christenheit nicht – wie behauptet wurde – „irgendein Gebäude, um das auf einmal so viel Aufhebens gemacht wird“. Vielmehr ist sie auch jene Kirche, auf deren Hauptaltar am 16. Juli 1054 der päpstliche Legat Humbert von Silva Candida das Bannschreiben über Patriarch Michael Kerullarios niederlegte, was zur Großen Kirchenspaltung zwischen Ost- und Westkirche führte. Sie ist also der symbolträchtige Ort, an dem damals das Schisma proklamiert wurde und der heute deshalb für alle, die in der Ökumene tätig sind, ein Mahnmal für die Wiederherstellung der Einheit der Kirche darstellt.

Zum anderen lässt die bewusste Wahl des 24. Juli als Datum der Umwidmung nichts Gutes erahnen, handelt es sich doch um den Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne (1923), in dem in den Artikeln 37-44 auch die Rechte der nicht-muslimischen Minderheiten bzw. die Verpflichtung der Türkei, diese und ihre religiösen Einrichtungen zu respektieren, festgeschrieben wurden. In den vergangenen Jahren stellte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan immer wieder diesen Vertrag in Frage.

Seine Vorliebe für Symbolpolitik, die mal wieder durch diese Datumswahl deutlich wird, geht also offensichtlich auch zu Lasten der christlichen Minderheit in der Türkei. Ihr Schicksal kann und darf uns als Christen nicht gleichgültig sein. Zu oft haben wir unsere Stimme nicht laut genug erhoben, wenn es um den Genozid an den Armeniern und anderen Völkern, um die Septemberpogrome des Jahres 1955, um die Ermordungen von christlichen Missionaren und Würdenträgern oder die zahllosen Enteignungen von Gebäuden und Grundstücken aller christlichen Kirchen des Landes ging.

Auch die Umwidmung der Hagia Sophia ist eine Enteignung, nicht im immobilienrechtlichen, sondern im geistlichen Sinn. Und sie bedeutet das endgültige Ende einer säkularen, laizistischen, europäischen modernen Türkei, wie sie Atatürk vorschwebte, der die Hagia Sophia zum Museum gemacht hatte.

Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche.

Erzpriester Radu Constantin Miron“

 

Es ist mir wichtig, dieses Zeugnis zu bewahren und weiterzugeben.

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Was man so meint…. 7. November, 2019

Posted by Rika in baptisten, christsein und glaube, familie, gesellschaft.
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Neulich hatte ich bei Facebook ein kleines Scharmützel mit Günter Mahler, der in der Zeitschrift „Die Gemeinde“ in einer eigenen Rubrik unter der Überschrift „Mahler meint“ seine Sicht auf die Welt und das was sie (vielleicht/ vermutlich/ vermeintlich) zusammenhält oder auch nicht, äußern darf.
Seit mindestens 50 Jahren lese ich „Die Gemeinde“, früher noch in anderem Look und unter anderem Namen. Viele strittige Themen wurden in der langen Zeit abgehandelt… sie spiegeln gleichzeitig den Prozess, der sich auch in der Freikirche, der ich angehöre, hin zu mehr Liberalismus und zu weniger „Schrifttreue“ vollzieht.
Nicht jeder findet diesen Prozess gut, nicht jeder findet ihn schlecht und nicht wenige verzichten auf einen eigenen Standpunkt und schauen mehr darauf, was der prominente Bruder X oder die bekannte Schwester Y zu sagen haben und schließen sich dann der geäußerten Meinung an, getreu dem Motto, wenn die oder der das so sehen und sagen, muss es ja stimmen.
Zweifellos hat der natürlich richtig „meinende Mahler“ gegenüber einer gar nicht prominenten Person- wie mir beispielsweise – erheblich mehr Bonuspunkte und natürlich entsprechend mehr Befürworter dessen was er für – nun ja – richtig ausgibt.
Nun ist das mit „richtig“ so eine Sache, denn das entsprechende Gegenüber, der Antagonist des „richtig“ ist eben nicht „fast richtig“ oder „vielleicht richtig“ oder „kann man so sagen richtig“, sondern schlicht und einfach „falsch“. Nicht, dass Herr Mahler das so explizit sagen würde oder sagt, nein, er macht das sehr geschickt.
In der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ skizziert er die verschiedenen Strömungen, die sowohl im politischen wie im gemeindlich-christlichen Leben zu einer Polarisierung innerhalb der Gesellschaft führen. Das ist an sich eine lobenswerte Angelegenheit. Allerdings fällt mir auf, dass er sich dabei fast ausnahmslos ironisch-kritisch derjenigen Meinungen annimmt, die als rechts / populistisch / evangelikal oder charismatisch beschrieben werden könnten und die er wohl auch meint und kritisiert.
Angefangen bei der Publizistin Liane Bednarz, dessen Buch er als Zeichen für einen Rechtsruck „in unseren Gemeinden“ ausmacht (gemeint ist der Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden – Baptisten / Brüdergemeinden),
über den Streit
über das rechte Schriftverständnis – gestritten wird angeblich über die Verbalinspiration und / oder die historisch-kritische Exegese,
über die Gleichgeschlechtlichkeit – den Begriff Homosexualität vermeidet er aber -,
über das Lebensmodell Familie,
über die Abtreibungspraxis – die Diskussion darüber nennt er einen „evangelikalen Dauerbrenner“,
bis über den Streit über die Einführung eines neuen Lehrplans in Baden-Württemberg – er verzichtet auf die nähere Beschreibung dessen, was streitwürdig ist, meint aber wohl die geänderten Pläne in Bezug auf Sexualität, die viele Christen auf die Barrikaden treibt,nimmt Günter Mahler sich der Menschen an, die anders ticken, denken und schreiben als er.
Natürlich darf der Hinweis auf die AfD ebenso wenig fehlen, wie ein Seitenhieb auf das Nachrichtenmagazin idea, das die Publizistin Gabriele Kuby zur „Journalistin des Jahres kürte“, weil sie eine der „prominenten Kämpferinnen gegen die liberale Sexualmoral, den Genderwahnsinn und die Zerstörung der christlichen Familie“ sei.
Als weitere Fakten für die „Auferstehung von fundamentalistischen und biblizistischen Standpunkten“ in unserer Freikirche nennt Mahler die „Bewunderung von amerikanischen Megachurches“, die „Wiedervereinigung Deutschlands und unseres Bundes“, galt es in der DDR doch gegen den Staat „den rechten Glauben“ zu bewahren, was laut Mahler dazu führt, dass in den Ostländern besonders viele „Christen in der AfD“ zu finden seien, die sich für die „Bewahrung des christlichen Abendlandes“ mühten, sich gegen Islamisierung und Genderwahn und für die christliche Familie einsetzten.
Mahler beobachtet „die Eroberung unserer Gemeinden durch die ‚charismatische Bewegung‘ und betrachtet mit Sorge „eine junge Generation“, „die kein Interesse an historisch-kritischer Auseinandersetzung mit der Bibel hat, sondern Tag und Nacht in einer Haltung der Anbetung leben möchte“. Er nennt den Augsburger Theologen Johannes Hartl einen „Guru dieser Bewegung“.
Zum Abschluss seiner Meinung verkündet Mahler die tröstende Feststellung: „Unser Gemeindebund ist bunt“ und beteuert: „Wir wollen nicht ‚Herren über den Glauben sein, sondern Gehilfen zur Freude ‚ (2. Korinther 1, 24)“. Und er fragt: „Wo hat die Gemeinschaft der versöhnten Verschiedenheit seine Grenzen?“
Nach Mahler „Immer da, wo Werte, die durch Gott gesetzt sind, verletzt werden. Immer da, wo Ausgrenzung geschieht und Ablehnung gelebt wird. Und auch immer da, wo Menschen proklamieren, im alleinigen Besitz der göttlichen Wahrheit zu sein.“ Und er wünscht „uns allen ein gutes Urteilsvermögen und dem Präsidium viel Weisheit und Mut“.
Das – Weisheit und Urteilsvermögen – wünsche ich Günter Mahler in hohem Maße… möge er über seine eigenen Worte noch einmal gründlich nachdenken… insbesondere was Ausgrenzung und Ablehnung beispielsweise von Birgit Kelle oder Johannes Hartl angeht, die er hier namentlich nennt.
Mich hat er in dem oben genannten Zwist „rechtspopulistische- Evangelikale“ genannt…. nun ja…
Das Attribut war mir bisher noch nicht zugeschrieben worden.

Quelle und Zitate aus „Die Gemeinde“, Ausgabe 22, 3. November 2019, Seite 16, „Mahler meint“

Eine Zeremonie der Schande…. 5. Februar, 2019

Posted by Rika in antisemitismus, araber, araber-"palästinenser", Christlicher Antisemitismus, fatah, gesellschaft, hamas, islam, israel, medien, plo, politik.
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In Ergänzung zu meinem Post über die unsägliche Huldigung Arafats durch den Deutschlandfunk, weise ich auf einen Text Thomas Eppingers hin, den dieser anlässlich des Besuchs unseres Bundespräsidenten, Dr. Walter Steinmeier, in Israel, im Frühjahr 2017,  und bei der „Autonomiebehörde“ gemacht hat.

Die Wiederauflage des Textes und das Einstellen bei FB hat Thomas Eppinger selber vorgenommen, weil auch „sein“ Bundespräsident, Herr van der Bellen, es sich nicht nehmen ließ, einem Mörder und Terroristen übelster Sorte seine Aufwartung zu machen und an dessen monströsem Grabmal einen Kranz nieder zu legen, in gleicher anbiedernder, ebenso peinlicher wie entlarvender Geste, wie sie Frank Walter Steinmeier vorexerzierte.

Thomas Eppinger hat in seinem damaligen Beitrag Arafats „Verdienste“  für die Menschheit aufgeführt.   Den kompletten Text kann man hier lesen, ich entnehme daraus nur die höchst aufschlussreiche

Auflistung und Bemerkung:

  • 1965-67      Bombenanschläge gegen israelische Dörfer, Wasserleitungen und Eisanbahnen, Häuser werden zerstört und Israelis getötet.
  • 21.2.1970    Bombenanschlag auf den Swiss Air Flug Nr. 330 nach Tel Aviv. 47 Tote.
  • 8.5.1970      Anschlag auf einen israelischen Schulbus. 9 Schüler und 3 Lehrer werden ermordet.
  • 6.-9.9.1970 In den ‚Dawson’s Field-Entführungen‘ werden insgesamt 3 Flugzeuge der Linien EL-Al, TWA und BOAC mit 370 Geiseln entführt. Die Geiseln werden gegen inhaftierte Terroristen ausgetauscht.
  • Mai 1972     Die Japanische Rote Armee ermordet im Auftrag der PLO 26 Menschen am Flughafen Lod in Tel Aviv.
  • 5.9.1972      Der Schwarze September, eine Splittergruppe der Fatah, stürmt mit acht Mann das Quartier der israelischen Mannschaft bei den Olympischen Spielen von München. Zwei Israelis werden ermordet, neun sterben bei dem dilettantischen Befreiungsversuch der deutschen Polizei. Das Desaster führt zur Gründung der GSG9 unter Ulrich Wegener. Arafat war über den Anschlag im Bilde, es gibt Vermutungen, dass er ihn persönlich geplant hat.
  • 11.4.1974    18 Menschen werden bei einem Anschlag in Kirjat Schmona ermordet, die Hälfte davon Kinder.
  • 15.5.1974    31 Israelis, darunter 21 Kinder, werden bei einem Anschlag auf eine Schule in Ma’alot ermordet.
  • 11.3.1978    Im ‚Küstenstraßen-Anschlag‘ tötet die Fatah 38 Israelis, darunter 13 Kinder.
  • 7.10.1985    Bei der Entführung des Kreuzfahrtschiffes ‚Achille Lauro‘ ermorden die Terroristen den 69-jährigen, an den Rollstuhl gefesselten, Leon Klinghoffer und lassen die Leiche samt Rollstuhl ins Meer werfen.
  • 1993 erhält Jassir Arafat den Friedensnobelpreis für die Anerkennung Israels. Die Anschläge der von ihm geführten und/oder finanzierten Terrorgruppen gehen weiter. Tausende Israelis fallen ihnen zum Opfer.

 

Mit selbst durchgeführten Anschlägen hat sich die PLO nicht begnügt. Auch die Terroristen der RAF erhielten in palästinensischen Terrorcamps den letzten Schliff. Buback, Ponto, Schleyer – 33 Morde und mehr als 200 Verletzte gingen auf das Konto deutscher Terroristen, die von Palästinensern ausgebildet worden waren. Auf Befehl Arafats oder wenigstens mit seiner Billigung, jedenfalls von seiner Organisation finanziert.

 

Soweit Thomas Eppinger.

Bitte. Das muss man sich doch einfach vor Augen führen, wenn in der heutigen Zeit vollmundig in Deutschland dem Antisemitismus deutscher Prägung und Ausführung der Kampf angesagt wird, Linke, Grüne, FDP und die Regierungsparteien nicht müde werden, den Antisemitismus „Rechts“ zu verorten und zu fordern, aufs Schärfste dagegen vorzugehen.

Dagegen habe ich überhaupt nichts einzuwenden.

ABER man darf es doch nicht dabei belassen!

Der Antisemitismus – und ich werde nicht müde, dies immer und immer wieder zu sagen – hat viele fürchterliche „Quellgebiete“  und daraus erwächst ein nicht abreißender, schrecklicher Strom, der, so fürchte ich, kaum noch zu stoppen ist. Zu den Quellgebieten gehört neben dem „klassischen“, auf die „Rasse abzielenden“ Antisemitismus der Nationalsozialisten ganz sicher der religiöse, der wiederum verschiedenen  Quellen entspringt, denn neben der abendländischen, dem Christentum zugehörigen, findet sich auch die morgenländische, dem Islam angehörende, der sich explizit auf den Koran bezieht. Dies wiederum ist in der Neuzeit eng verbunden mit einem Sachverhalt der zwar schon länger existiert, aber mit dem stetig wachsenden jüdischen Bevölkerungsanteil auf dem ehemaligen, dem osmanischen Reich zugehörenden Gebiet ständig zugenommen hat:  der Bedrohung und Gefährdung der jüdischen Bewohner durch die muslimisch-arabischen (vermutlich auch christlich -arabischen) Bevölerungsgruppen, die vor allem die im Zuge der Alliah eintreffenden jüdischen  Neuankömminge als Fremde betrachteten und als Feinde behandelten.

Wenn heute in Deutschland von Antisemitismus geredet wird, beziehen sich die Regierenden und die Angehörigen Grüner und Linker Parteien fast ausschließlich auf den „deutschen, klassischen, rassistischen, christlichen Antisemitismus und schließen fest die Augen vor dem muslimischen Antisemitismus. Und erst recht sind sie unfähig, in ihrer Unterstützung für die sogenannten Palästinenser und deren  mörderischen, als „Widerstand gegen die Besatzung“ gerechtfertigen Terrorismus  den Antisemitismus im Gewand des Antizionismus zu erkennen.

 

Ich fürchte, und damit will ich diese eigentlich als Ergänzung gedachten Ausführungen beschließen, dass wir noch manche Verbeugung westlicher Politiker vor Arafats Mausoleum erleben werden, ebenso hohe Geistliche, die sich – mir gänzlich unverständlich – dem Islam andienen, wie es der Papst gerade auf der arabischen Halbinsel unternimmt und  hohe evangelische Geistliche  in Jerusalem schon seit Jahren vormachen…

 

 

 

Die Kirche und Israel …. was soll ich dazu noch sagen? 23. April, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, Christlicher Antisemitismus, gesellschaft, islam, israel, israelkritik.
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Schon mehrfach habe ich darüber geschrieben, dass Repräsentanten der Kirchen in Deutschland in ihren Äußerungen zu Israel vor allem eines sind: kritisch – natürlich nur ganz freundschaftlich und wohlmeinend.

Es gehört offenbar in manchen kirchlichen Kreisen  zur Freundschaft mit Israel dazu, dass man dem Freund immer wieder auf  die vermeintlichen oder tatsächlichen Missstände hinweist, die man an ihm bei gründlicher Betrachtung finden kann, wo hingegen die akute Not, die sich aus der immer währenden Bedrohung durch die umgebenden Staaten einerseits und den Terror andererseits ergibt, nur selten zum Anlass genommen wird, sich mit den Feinden Israels auseinander zu setzen.

Zum guten Ton der evangelischen Kirche in Deutschland gehört es auch, „Israelsonntage“ zu veranstalten. Was eigentlich als eine wichtige und gute Sache gedacht und geplant war, nimmt manchmal die Züge eines Tribunals, statt eines Gottesdienstes an, auch wenn dies nicht für alle Gottesdienstbesucher auf Anhieb erkennbar ist, weil die  feinen, antiisraelischen Spitzfindigkeiten geschickt zwischen frommen Worten und schönen Liedern verborgen sind. Aber ihre unterschwellige Botschaft entfalten diese raffiniert eingestreuten Informationen zum Nachteil Israels   dennoch.

Diese unterschwellig wirkenden Botschaften hat Ulrich Sahm in einer Arbeitsanleitung für einen solchen Gottesdienst entdeckt,  „enttarnt“ und in einer eigenen kritischen Stellungnahme aufgegriffen.

Ulrich Sahm bittet ausdrücklich darum, seinen Text zu verbreiten, was ich hiermit „gerne“ tue  — wobei sich das „gerne“ ausdrücklich darauf bezieht, Ulrich Sahm in seinem Bemühen um Aufklärung zu unterstützen, nicht aber auf die Notwendigkeit, dies  tun zu müssen.

Er schreibt, Bezug nehmend auf Dr. Rainer Stuhlmann,  folgende Erwiderung:

 

Evangelische Kirche im Rheinland:

Staatsgründung Israels „ein Datum im christlichen Märtyrerkalender“

 

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 22. April 2018

„Zum ersten Mal in der Geschichte der Evangelischen Kirche im Rheinland reisen Mitglieder der Kirchenleitung gemeinsam mit Vertretern jüdischer Gemeinden nach Israel. Anlass ist das 70-jährige Bestehen des Staates Israels sowie eine Bekräftigung der gemeinsamen Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus in unserer Gesellschaft.“

Dieses historische Ereignis soll vom 26. bis 29. April stattfinden, so Jens Peter Iven, Pressesprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland. Dabei reist man nach Nes Ammim, eine christliche Siedlung zwischen Haifa und der libanesischen Grenze mit 332 Einwohnern.

Auf der Homepage der Evangelischen Kirche im Rheinland findet sich eine „Gottesdienst-Arbeitshilfe“, die ebenso dem 70-jährigen Bestehen des jüdischen Staates gewidmet ist. Der Verfasser, Dr. Rainer Stuhlmann, war von 2011 bis 2016 Studienleiter in Nes Ammim. Unter dem Titel „70 Jahre Staat Israel – ein Datum im christlichen Kalender?“ schreibt Stuhlmann im vierten Paragraphen: Was für Juden ein Grund zum Feiern ist, das ist für andere ein Grund zur Trauer. Den einen hat die Staatsgründung Schutz, Sicherheit, Gerechtigkeit und Freiheit gebracht, den anderen Vertreibung, Zerstörung, Zwang und Unrecht.“

Die rund 2,5 Millionen Araber im Staat Israel mit eigenen Parteien in der Knesset, Generalen in der Armee und Vertretung in Regierung wie Gesellschaft wurden von Stuhlmann nicht gefragt. Er unterschlägt auch, dass unmittelbar nach der Gründung Israels aus der gesamten arabischen Welt fast alle dort seit 3000 Jahren lebenden Juden zwangsenteignet und vertrieben worden sind. Libyen und Syrien sind heute „judenfrei“. In Ägypten leben noch 10 alte jüdische Frauen. Es sind mehr Juden nach Israel geflohen, als „Araber aus Palästina“ vom Staatsgebiet Israels weggezogen sind.

Weiter schreibt Stuhlmann, „Die von den Vereinten Nationen beschlossene Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat hat zu einem grausamen Krieg geführt, in dem es auf allen Seiten Opfer gegeben hat.“ Nicht die Empfehlung der UNO Generalversammlung von 1947 hat zu einem Krieg „geführt“. Der Krieg wurde von den arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und anderen beschlossen, weil sie keinen jüdischen Staat in ihrer Mitte dulden wollten. Deshalb fielen sie in der Nacht nach der Ausrufung Israels 1948 über den frisch gegründeten jüdischen Staat her, um ihn zu vernichten. Im Gegensatz zu Deutschland hat in Nahost noch nie jemand eingestanden, einen Krieg verloren zu haben. Die unterlegenen Angreifer weigerten sich deshalb, Verantwortung für die Folgen ihres Tuns zu übernehmen, darunter das Schicksal der von den arabischen Führern zur „zeitweiligen Flucht“ aufgerufenen Araber aus Palästina.

Am Ende des Krieges hatten die Juden ihren Staat, der weit größer war, als es der Teilungsplan vorsah. Und die Palästinenser nichts.“

Bei Krieg weiß man vorher nie, was am Ende rauskommt. Bemerkenswert ist die Behauptung: „Und die Palästinenser nichts.“ Die haben in der Tat großes Pech gehabt, zumal es 1948 noch keine „Palästinenser“ im heutigen Sinn gab. Die Araber des britischen Mandatsgebiets Palästina haben sich erst 1968 mit der 2. von Jassir Arafat verfassten PLO-Charta als Palästinenser konstituiert und gefordert, anstelle Israels einen Staat zu errichten.

Stuhlmann erwähnt, dass es „in diesen siebzig Jahren mindestens acht Kriege und zwei blutige Aufstände gegeben hat. Immer war Israel trotz schmerzlicher Verluste siegreich und die Palästinenser die Verlierer.“

Laut UNO ist Krieg ein militärische Auseinandersetzung zwischen Staaten. Davon gab es nur vier: 1948, 1956, 1967 und 1973. Alles andere waren „Militäroperationen“ gegen Freischärler, Terrormilizen und „bewaffnete Arme von politischen Parteien“. Die Israelis haben sich gegen Raketenbeschuss und Selbstmordattentate in Bussen, Schulen und Restaurants gewehrt. Hätten die Juden sich etwa massakrieren lassen sollen, um den Palästinensern einen Sieg zu gönnen? Verschärfte Sicherheitskontrollen auf Flughäfen, Verriegelung der Pilotenkanzeln und Poller um Weihnachtsmärkte: Nach jedem Terroranschlag in Europa und den USA werden Sicherheitskontrollen mit israelischer Hilfe nachjustiert. Israels Geheimdienste haben allein 1917 mehrere Dutzend tödliche Anschläge in aller Welt verhindert.

„Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender. Im Ruinenfeld von Iqrit und Bir‘am in Galiläa sind nur die Kirchen stehen geblieben. Die Bewohner dieser beiden christlichen Dörfer wurden vertrieben. Nur als Leichen dürfen sie und ihre Nachfahren zurückkehren, um auf dem Friedhof am Rande der Ruinen ihrer Häuser begraben zu werden.“ Stuhlmann übernimmt hier den ansonsten in der evangelischen Kirche unüblichen palästinensischen Märtyrerkult. Juden können nicht einmal als Leichen in die arabischen Länder zurückkehren, um sich dort neben ihren zerstörten Synagogen begraben zu lassen.

Stuhlmann beklagt weiter die späten Friedensverhandlungen, erst mit Ägypten und Jordanien und dann mit der PLO. Er erwähnt nicht das dreimalige „Nein“ der arabischen Welt 1967 in Khartum, das jegliche Kontakte mit Israel ausschloss. Und dann schreibt er: „Und doch steht die Anerkennung eines palästinensischen Staates immer noch aus – auch durch unsere Regierung.“ Ihm scheint unbekannt zu sein, dass die Palästinenser bis heute ihren Staat nicht ausgerufen haben. Denn dann würden sie Milliardensummen verlieren, die ihnen als „Aufbauhilfe für den künftigen Staat“ geschenkt werden. Sowie sie einen Staat ausgerufen hätten, stünde ihnen bestenfalls eine kümmerliche „Entwicklungshilfe“ zu. Wie kann Stuhlmann von Deutschland die Anerkennung eines Staates fordern, der nicht einmal existiert?

Den Höhepunkt der Geschichtsklitterung erreicht das Arbeitspapier der Rheinischen evangelischen Kirche mit dem Satz: „Die palästinensischen Christen leben seit zweitausend Jahren im Land.“ Dann gab es also „palästinensische Christen“ vor der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Vielleicht war ja auch Jesus ein „palästinensischer Christ“ und Araber, über 100 Jahre, ehe Kaiser Hadrian die römische Provinz „Judäa“ in „Syria-Palästina“ umbenannt hat, um jegliche Erinnerung an die Juden zu tilgen?

Kirchenrat Dr. Volker Haarmann zeichnet verantwortlich für diese „Gottesdienst-Arbeitshilfe“. Präses Manfred Rekowski hat das Grußwort verfasst. Beide nehmen an der Reise teil. Auf Nachfrage erklärte Pressesprecher Iven, dass es zwischen jenem Arbeitspapier und der „historischen Reise“ keinen Zusammenhang gebe.

Die Argumente Stuhlmanns stammen aus dem klassischen Repertoire palästinensischer Propaganda zur Delegitimierung Israels und der Juden. Es fragt sich, welchen Sinn Vertreter jüdischer Gemeinden in Deutschland in dieser „ökumenischen Reise“ sehen. Eine Stellungnahme der jüdischen Teilnehmer steht noch aus.

 

(C) Ulrich W. Sahm

 

Presseerklärung:

http://www.ekir.de/www/service/pm-kl-und-juedischer-verband-gemeinsam-in-israel-30132.php

 

Arbeitspapier:

http://www.ekir.de/www/ueber-uns/christen-und-juden-15878.php

 

ekir.de/url/bBF

(Dieser Link ist für Abrufe aus Israel gesperrt)

 

http://www.ekir.de/www/ueber-uns/materialien-und-links-13873.php

 

 

Soweit der Text Ulrich Sahms, inklusive der von ihm eingestellten Links.

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Bei facebook kommentierte ich Ulrich Sahms Beitrag so:

Was für mich so unglaublich irritierend ist, ist die Tatsache, dass Herr Stuhlmann zwar einerseits ein überzeugendes Christuszeugnis abgibt – vor allem in seinem Blog – und beinahe gleichzeitig das Gift des Antisemitismus getarnt als natürlich nur „wohlmeinende“ Israelkritik unter das ihm andächtig zuhörende  Kirchenvolk predigt.“

 

Wer sich näher mit  Rainer Stuhlmanns Äußerungen zu Israel befassen möchte, sei auf seinen Blog verwiesen, in dem er regelmäßig während seiner Zeit  in Nes Ammim  (2011 -2016 ) seine Erfahrungen mit Israel beschrieb.

 

 

 

 

Passionszeit – Zeit für die Schöpfung… 21. Februar, 2018

Posted by Rika in christsein und glaube.
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meint Annette Kurschus – oder habe ich sie, respektive ihr kurzes Statement  komplett falsch verstanden?

Das liest sich nämlich so:

Es ist gut innezuhalten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und – in Vorbereitung auf das Osterfest – die Schöpfung in all ihrem Leiden und in all ihrer Schönheit in den Blick zu nehmen. So lässt sich neu erfahren: Es ist genug für alle da.

 Quelle

 

Das Wesentliche der christlichen Botschaft in der Passionszeit „in Vorbereitung auf das Osterfest“   ist also „die Schöpfung in allem ihren Leiden und in all ihrer Schönheit“.

 

Nun ist man es ja schon seit Jahren gewohnt, dass „die Schöpfung“ ein zentrales, wenn nicht DAS zentrale Anliegen der „christlichen“ Kirche ist. Bewahrung der Schöpfung, Stoppen des Klimawandel, Sorge um den Anstieg des Meeresspiegel…. welch großartige Botschaft für die Menschen in diesem Land. Aber muss man dazu in eine Kirche gehen? Genügt es nicht einfach, immer mal wieder  bei den Grünen vorbei zu schauen oder Mitglied bei NABU zu sein? Es gibt doch einfach ein gutes Gefühl, wenn man sich für die geschundene Erde und Schöpfung einsetzt, nicht wahr? Das ist doch die wesentliche Aufgabe eines jeden guten Christenmenschen. Und natürlich ist diese Aufgabe „in Vorbereitung auf das Osterfest“ besonders relevant und ganz zentral, denn warum begehen wir das Osterfest, worum geht es Ostern noch mal???

(Über das andere Schwerpunktthema der heutige Christen, nämlich dies „wir glauben alle an den gleichen Gott oder eben  Allah“ will ich mich hier nicht schon wieder auslassen.)

Aber, und das ist die Frage, die sich mir  neben der ‚Relevanz der Schöpfung für Ostern‘ vor allen Dingen stellt, was hat das mit Passion zu tun, mit DER PASSION?

Bisher dachte ich, die Passionszeit diene der Besinnung, des Innehaltens  und der Hinwendung auf Jesus Christus und seinen Tod am Kreuz.

„Jesu, deiner Passion will ich heut gedenken…“  habe ich im Chor gesungen und immer noch klingt es in mir nach, dieses Lied, die Würdigung und Anbetung des „großen Schmerzensmann“, wie Jesus in einem anderen Choral genannt wird.

Aber vielleicht passt es ja heute zur evangelischen Kirche besser, das Sterben am Kreuz nicht mehr als notwendiges Geschehen zu betrachten, dem wir das Heil verdanken, ist es für die Kirche sehr viel angebrachter, der Schöpfung mehr zu huldigen, als dem Schöpfer.  Und, denke ich etwas sarkastisch, passt „Passion um innezuhalten und die Schöpfung in den Blick zu nehmen“ auf jeden Fall gut zu Bischöfen, die auf dem Tempelberg ihr Kreuz verstecken, um Muslime nicht zu beleidigen.

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

Folgt dann irgendwann der „Passionszeit ohne Kreuz“  auch eine Kirche ohne Kreuz, ohne Jesu Tod am Kreuz?

Und was dann?

 

Nachklapp

„So lässt sich neu erfahren: Es ist genug für alle da.“  Ist es wirklich das, was wir neu erfahren sollen oder können, dass genug da ist für alle? Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, dass genug für alle da ist. Und ganz sicher ist es wichtig und richtig, auf das Teilen dessen was da ist, aufmerksam zu machen.

Aber so wie wir in der Passionszeit des Leidens Jesu gedenken, so feiern wir Ostern doch aus einem einzigen Grund: „Der HERR ist auferstanden!“ rufen wir einander zu, dessen vergewissern wir uns an Ostern, daraus schöpfen wir die gläubige Hoffnung auf Auferstehung und Ewigkeit.

Dreamteam: Papst – Erdogan…. 6. Februar, 2018

Posted by Rika in antisemitismus, Christlicher Antisemitismus, gesellschaft, islam, israel, terrorismus.
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Ach was muss man doch von (bösen) Buben hören oder lesen….

Was mir gerade eben – so kurz vorm Schlafengehen – noch unter die Augen kam, ist nun alles andere als erfreulich. Ich bin aber eigentlich schon im Halbschlaf-Modus und werde deshalb keine großartigen Gedanken mehr auf virtuelles Papier bringen.

Deshalb nur eine kurze „copy & paste-Aktion“

Das schrieb ich einleitend bei Facebook:

Wäre es nicht das Oberhaupt der Katholiken würde ich zu dieser Geschichte das berühmte Sprichwort von den gehörnten Tieren bemühen, denen „man“ die Gartenarbeit überträgt…. 
Aber mit so profanen Vergleichen wird man dem höchsten Repräsentanten der Christenheit vermutlich nun doch nicht ganz gerecht…. wenngleich es für den anderen Protagonisten doch noch dieses Gedicht gab…. das von Böhmermann….

Meine Verehrung für den seltsamen Franziskus hielt sich schon immer in sehr überschaubaren Grenzen – und ich hoffe nun inständig, dass ich damit nicht die Katholiken unter meinen Freunden beleidige -, aber der Mann pflegt einen seltsamen Umgang mit Terroristen (ich denke da an seine Begegnung mit Herrn Abbas) und antijüdischen Terrorunterstützern… denn als solchen muss man Herrn Erdogan ansehen…


Jetzt aber liegt meine Sympathie für den Franz im absoluten Minusbereich auf einer Skala von 10 …. 0……10…-  

zu diesem Bericht:

Papst und Erdoğan wollen Jerusalem schützen

Im Vatikan empfängt Papst Franziskus den türkischen Präsidenten Erdoğan zu einer Audienz. Über die Jerusalem-Frage sind sich die beiden einig.

VATIKANSTADT (inn) – Papst Franziskus und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wollen den jetzigen Status Jerusalems schützen. Das haben die beiden am Montag bei einer knapp einstündigen Audienz im Vatikan betont. Sie bezogen sich dabei auf die UN-Resolution vom 21. Dezember, die sich indirekt gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump richtete.

Laut der türkischen Nachrichtenagentur „Anadolu“ sprachen Franziskus und Erdoğan auch über gemeinsame Bemühungen gegen Fremdenhass und Islamophobie. Sie betonten, dass es falsch sei, Terror mit Religionen in Verbindung zu bringen. Ein weiteres Thema war die Flüchtlingspolitik.

„Jerusalem ist nicht nur eine Frage der Muslime“

Vor seinem Besuch im Vatikan hatte der türkische Präsident der italienischen Zeitung „La Stampa“ ein Interview gegeben. Darin kündigte er an, der Status Jerusalem solle im Fokus der Audienz stehen. Denn Trumps Erklärung widerspreche den internationalen Gesetzen. In dem Zusammenhang lobte er den Papst für Äußerungen in einem Telefonat nach der amerikanischen Entscheidung. Franziskus habe keine Zeit verloren und eine gerechte Botschaft an die gesamte christliche Welt verbreitet. „Denn Jerusalem ist nicht nur eine Frage der Muslime. Wir sind beide für die Verteidigung des Status quo und haben den Willen, ihn zu wahren“, ergänzte Erdoğan. „Keine Nation hat das Recht, einseitige Schritte zu unternehmen und die internationalen Gesetze zu ignorieren zu einer Frage, die Milliarden Menschen interessiert.“

Auf die Frage nach möglichen Initiativen von Türkei und Vatikan, um Jerusalem zu „bewahren“, antwortete er: „Der Status der Stadt muss gewahrt bleiben, auf Grundlage der UNO-Resolutionen, um zu gewährleisten, dass Muslime, Christen und Juden in Frieden leben, Seite an Seite. Die internationale Gemeinschaft muss die Verantwortung übernehmen, den Frieden in Jerusalem zu sichern.“

Seitdem die Türkei und der Vatikan 1960 offizielle Beziehungen aufnahmen, ist es der erste offizielle Besuch eines türkischen Präsidenten im Kirchenstaat.

 

Quelle:

Gute Nacht Welt… ich gehe jetzt schlafen…

Kein schöner Text nach Weihnachten… 29. Dezember, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, einwanderung, flüchtlinge, frauen, gesellschaft, integration, islam, migration, politik.
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Die Freude an der Weihnachtsbotschaft Gottes :

Jesus kommt in die Welt, um die Welt – die Menschen –  mit Gott zu versöhnen„,

darf nicht darüber hinweg täuschen, dass wir immer noch in einer unversöhnlichen Welt leben, in der Menschen gegeneinander wüten, Kriege führen, Verrat üben, einer dem anderen nicht traut, Menschen andere Menschen bedrohen und sogar töten…. aus nichtigen Gründen.

Das Evangelium von Jesus Christus ist der radikalste Kontrapunkt, den man sich nur vorstellen kann,  zu dem Wahnsinn, den unsere Welt in dieser Zeit erlebt.  Aber hören wir ihn noch, diesen Kontrapunkt? Mehr noch, wird er noch gepredigt in den Kirchen und Gotteshäusern unseres Landes?

Wir Menschen brauchen Jesus! Diesen jüdischen Jesus aus Nazareth, der durch sein Leben die Vision von einem Leben in Gottes Frieden wieder in unser Bewusstsein rückt, der uns klar macht, dass jeder Mensch ein geliebtes Geschöpf Gottes ist, mit dem ewig gleichen Wert des Menschseins, das  dem Ebenbild Gottes entspricht, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, reich oder arm.

Aus dieser Ebenbildlichkeit Gottes, wie sie die Bibel seit Urzeiten beschreibt, leiten wir in Deutschland die „unantastbare Würde des Menschen“ ab. Vielen ist es in Vergessenheit geraten, dass dies der Urgrund jeglicher Menschenwürde ist: Wir sind alle Geschöpfe Gottes, nach seinem Willen geschaffen, ihm zu Ehren sollen wir leben.

Leider, so mein Eindruck, haben auch viele kirchliche Würdenträger unserer Zeit diesen Aspekt zugunsten einer allgemeinen „Bewahrung der Schöpfung“ vernachlässigt, predigen sie „Willkommenskultur“ und betreiben  „Nächstenliebe als politisches Programm“, dem die christliches Gemeinschaft zu folgen hat. Sie legen nicht den Finger in die Wunde und benennen das, was Gottes Ordnung widerspricht, sie weisen nicht auf, was schief läuft in der gegenwärtigen kulturellen Auseinandersetzung zwischen denen, die schon immer hier lebten und denen, die neu kommen. Sie fordern Respekt für die Religion des Friedens und schließen ihre Augen vor dem, was so offensichtlich ist in der „Offenbarung des Koran“ über die Würde des Menschen:

Frauen haben nicht den gleichen Wert wie Männer, Ungläubigen wird jeder Wert und jede Daseinsberechtigung abgesprochen – man darf sie töten, ohne dafür bestraft zu werden, Christen und Juden werden als Hunde und Schweine bezeichnet – und auch so behandelt in den Ländern, in denen der Islam Staatsreligion und politisches Gesetz in Eins ist.

Darüber schweigen die christlichen Anführer dieser Welt. Sie dienen sich vielmehr dem Islam an und nennen es „Nächstenliebe“ oder  „wir glauben alle an den gleichen Gott“.  Statt intensiv auf Christus hinzuweisen als den, den diese Welt braucht, suchen Kirchenführer das „Gemeinsame“ mit dem Islam – und blenden alles Trennende aus.

Ich nenne das Blindheit, Torheit, Sünde.

Wir versündigen uns an Muslimen, wenn wir ihnen aus vermeintlicher Toleranz das Evangelium von Jesus vorenthalten und statt dessen in unseren Kirchen Suren des Koran vorlesen lassen.

Wir versündigen uns an Muslimen und an Christen, wenn wir aus vermeintlichem „kulturellen Verständnis“ dazu schweigen, wenn Frauen und Mädchen von muslimischen Männern verachtet oder gar bedroht, drangsaliert und sogar getötet werden, weil es der Koran so vorgibt.

Wir versündigen uns an unseren Mitmenschen, wenn wir es zulassen, das Gesetz des Koran gleich-gültig neben unser Grundgesetz zu stellen und es zulassen, dass mit zweierlei Maß Recht gesprochen wird über Männer und Frauen.

Es ist nicht Nächstenliebe, wenn wir zulassen, dass muslimische Männer hier ihre kulturellen Eigenheiten pflegen und ausleben und dabei Frauen und Mädchen benachteiligen. Es ist ein Verbrechen an Frauen und Mädchen, egal ob muslimischen oder christlichen Glaubens oder sonstiger kultureller Prägung.

Es ist nicht Toleranz sondern Feigheit, wenn wir großzügig darüber hinwegsehen, dass sich archaische Stammesriten in unseren Städten breit machen und der  der  Gottesebenbildlichkeit entsprechenden  Würde des Menschen Hohn sprechen.

Wir Christen sollten nicht länger dazu schweigen.

Wir sollten mutig auf den hinweisen, der zu unserem Wohl und Heil in die Welt gekommen ist, Jesus, der Christus, Gottes Sohn.

Ich weiß, dass dieser letzte Satz für meine jüdischen Freunde nicht nachzuvollziehen ist. Das Wissen um Jesus mag uns einen, wie Schalom Ben Chorin es formulierte, der Glaube an ihn trennt uns. Ich lasse den Satz dennoch so stehen… er ist das Fundament meines Lebens.

 

Einen ganz und gar nicht religiösen Text zum Thema „Gleichheit von Frau und Mann“  und damit eben auch zu  „Menschenbild“ und „Menschenwürde“ fand ich bei „publico“, ich empfehle ihn zur Lektüre….

Krieg gegen Frauen

 

 

 

 

 

 

 

Jauchzet…. frohlocket…. 10. Dezember, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, judentum, meditatives.
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Seit vielen Jahren ist es im Hause Rika Tradition die Adventszeit mit der wunderbaren ersten Kantate aus Bachs Weihnachtsoratorium einzuläuten….. morgens zum Frühstück…   vor dem Gottesdienstbesuch… am Adventkranz brennt die erste Kerze…

Doch nicht nur zum Frühstück erklingt die Aufforderung zu jauchzen und zu frohlocken, auch beim adventsonntäglichen Kaffeetrinken ergötzen wir uns an der wunderbaren Musik. Das hatte vor zwei Jahren  auch der kleine Enkelsohn mitbekommen und fand großen Gefallen an der Musik. Bei einem der nächsten Besuche fragte er:

„Omi, kann ich den Chor hören?“

„Was meint das Kind mit ‚Chor'“, fragte ich mich…. und dann auch das Kerlchen selbst.

„Den Chor und die Trommel!“ meinte es.

Ich wusste augenblicklich, welche Musik der kleine Mann meinte.

Chor und Trommel.

Das trifft es doch gut. Mit einem ‚Trommelwirbel‘ in die Zeit der Erwartung…

Hier sind sie, der Chor und die Trommel….

 

Jauchzet!  Frohlocket! Auf, preiset die Tage!

Jauchzen und freuen, auch wenn vielen von uns in diesen Tagen so oft  das Herz schwer ist angesichts der vielen bösen Stimmen, die sich erheben gegen das Volk der Juden, aus dessen Mitte ER gekommen ist, CHRISTUS, das Heil der Welt.

Ich wünsche allen Menschen eine schöne, friedliche und gesegnete Zeit des Advent.

 

Fremde Feder: Das christliche Erwachen gegenüber der Heiligkeit des Tempelbergs bringt prophezeihtes „Haus des Gebets für alle Nationen“ näher 22. Juli, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", christsein und glaube, fatah, islam, israel, judentum, plo, terrorismus.
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Ich  übernehme den  Text, den ich von heplev übernommen habe, auch wenn der Akzent dort anders gesetzt ist, als ich es hier kommentiere.

Anlass für mein Rebloggen des langen Aufsatzes sind die arabischen Ausschreitungen in Jerusalem, die sich gegen die von Israel installierten Sicherheitskontrollen an den Zugängen zum Tempelberg entzündet haben. (Und der fürchterliche Mord an drei Israelis, die am Shabbat von einem Araber bestialisch umgebracht wurden – getreu dem Aufruf muslimischer Autoritäten folgend, die zum „Tag des Zorns“ als Reaktion auf die neuen Sicherheitskontrollen aufgerufen hatten.)

Israelische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche arabisch-israelische  Angreifer erschossen, die zuvor die  drusischen Polizisten mit Schüssen getötet hatten.  Um zu verhindern, dass Waffen von „betenden Muslimen“ auf den Tempelberg gelangen und dort gelagert werden, hat die Polizei in Jerusalem verfügt, dass Metalldetektoren an den Eingängen angebracht werden. Diese gibt es bereits seit Jahren an den Zugängen zur Kotel (Klagemauer) und natürlich auch an den „heiligen Stätten der Muslime“ in Mekka und Medina …. was  aber bisher in keinster Weise als Behinderung für Betende betrachtet wurde.

Zur Klarstellung:   Nicht „Israel“ verhindert, dass Christen im „Haus des Gebets für alle Nationen“ beten können, es ist der Ungeist des sich virulent ausbreitenden Islam extremster Prägung, der ja nicht nur den Tempelberg ganz offiziell seines ureigen Namens beraubt hat (Siehe UN-Resolution), es ist der Islam, der mit Hass gegen Juden (und Christen gleichermaßen) agitiert und jedes jüdische – und damit auch frühchristliche – Zeugnis in Israel und Judäa-Samaria auszulöschen versucht.

Hier in Deutschland, will mir scheinen, erfüllt sich aber gerade eine andere uralte biblische  Prophetie vor unseren Augen:

1. Mose 12, 3  „Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.“ (Elberfelder Übersetzung)

Moses Mendelsohn übersetzt die gleiche Bibelstelle so:

Ich will nämlich segnen, die dich segnen; wer dir flucht, den will ich verfluchen, und mit dir werden sich alle Geschlechter des Erdreichs segnen.“

Diese Verheißung gilt Abraham  –  und ihm allen Menschen, die G’ttes Bund mit Abraham als ewigen Bund der Verheißung annehmen und anerkennen.

(Meine sehr persönliche Anmerkung dazu: Der Mitgliederschwund der christlichen Kirchen in Deutschland und Europa hat exakt mit dieser Verheißung zu tun….  Die ständige Verurteilung Israels durch christliche Bischöfe und Pfarrer und ihrer „gläubigen Schäfchen“, das Ablegen ihres Kreuzes durch die höchsten deutschen christlichen Vertreter auf dem Tempelberg, das gemeinsame Beten mit den Nachfolgern Mohammeds und der Gleichstellung G’ttes mit dem Allah des Koran in Anbiederung an die, die „Juden vom Gesicht der Erde tilgen wollen“, wie führende islamische Gelehrte in Anlehnung an den Koran fordern, das alles hat Auswirkungen auch auf die Entwicklung der Kirche.)

 

Doch nun zum Text:

 

abseits vom mainstream - heplev

Adam Aliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 20. Juni 2017

sie bringe ich zu meinem heiligen Bergund erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.
(Jesaja 56,7)

Bisher ist der blutige Kampf um den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden ausgetragen worden, aber ein neues Erwachen bei einigen Christen zu dessen Bedeutung schafft eine sich verschiebende vormessianische Wirklichkeit an dem bereits brisanten Ort. Der sich entwickelnde Status der Christen auf dem Tempelberg zeigte sich vor ein paar Wochen in einer muslimisch-christlichen Konfrontation, die beinahe in Gewalt endete.

Der Showdown auf dem Tempelberg involvierte Nate Waller, den Leiter der Aktionen von Hayovel, einer Organisation, die christliche Freiwillige nach Israel bringt, um biblische Prophetie zu erfüllen, indem sie in Weinbergen in Samaria arbeiten. Als regelmäßiger Besucher des Tempelbergs ist Wallers Verbindung zu dem…

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Das Kreuz mit den Haken…. 20. April, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, wahlrecht.
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Eigentlich ist es eine ganz wunderbare Idee, die  in Text und Bild dargestellt wird.

Eigentlich könnte – ja, müsste – ich sie nach Kräften unterstützen.

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die lachen, Text

Quelle:

Eigentlich.

Denn welcher Christ, welche Christin würde nicht für die  „Würde des Menschen“, für die „Solidarität mit allen“  aufstehen, die in in seinem / ihrem jeweiligen Umfeld leben?

Aber das Bild hat einen Haken, besser gesagt, die Motivation zu diesem Bild hat einen Haken, einen gewaltigen Haken.

Wir leben in einem Land, in dem das Recht auf freie Meinungsäußerung durch unser Grundgesetz verbrieft ist.

Wir leben in einem Land, in dem in geheimer Wahl diejenigen bestimmt werden, die die Regierung eines Landes oder der Bundesrepublik Deutschlands stellen sollen.

Wir leben in einem Land, in dem sich  Parteien zur Wahl stellen können, die laut Gesetz nicht verboten sind.

Wir leben in einem Land, in dem sich die Bürger des Landes frei versammeln können, wie unlängst die Veranstaltungen zum Referendum in der Türkei gezeigt haben.

Manchen Leuten hat das nicht gefallen, diese Wahlwerbung auf deutschem Boden  für ein Referendum in der Türkei, mir auch nicht. Und am liebsten hätte ich nach einem generellen Verbot gerufen… habe ich möglicherweise sogar in dem einen oder anderen Kommentar bei facebook zum Beispiel auch getan, ich weiß es nicht mehr so genau.

Vielen Leuten in diesem Land behagt die (jetzige) Politik schon seit einigen Jahren nicht mehr, sie fühlten sich in ihrem politischen Willen von den großen Parteien nicht mehr hinreichend repräsentiert und fanden auch bei FDP, Linken und Grünen  oder noch kleineren Parteien keine politische Heimat. So gründeten sie ihre eigene Partei und nannten sie „Alternative für Deutschland“.  Bei näherer Betrachtung der Alternative stellt sich allerdings für eine große Mehrheit der Wahlberechtigten heraus, dass die „Alternative für Deutschland“ mitnichten eine Alternative zum herkömmlichen Parteienspektrum ist, ja, mehr noch, dass sie Ideen und Gedanken in ihr politisches Konzept geschrieben hat, die eine allzu große Nähe zu einem längst überwunden geglaubten Nationalsozialismus aufweisen, wenn auch geschickt formuliert und gut getarnt, so dass man bei erstem Überfliegen nicht sofort an NPD und „Drittes Reich“ denkt, wohl aber eine Ahnung empfindet, dass hinter den schönen Worten ganz andere Ziele stecken könnten….

Ich bleibe hier bewusst bei dieser vagen Umschreibung, weil es mir nicht in erster Linie um die Inhalte der neuen Partei geht, sondern vor allem darum, wie man sich ihrer erwehren will. Da setzen die Streiter für Demokratie und Menschenwürde nicht auf die politische Debatte, sondern auf massive Proteste und Widerstand mit allen verfügbaren Mitteln.

In Köln soll der Wahlparteitag der AfD stattfinden  …  und mit ihm ein gewaltiger Proteststurm über und durch die Stadt fegen.

Linke, Grüne, Gewerkschaften und Kirchen vereinen sich in einem einzigen großen Aufstand gegen eine Partei, die ihr „gutes Recht“ wahrnehmen und ihren Parteitag abhalten will.  Und wie das in einer Demokratie so ist, auch dieser große Protest ist „gutes Recht“.  Das will ich ausdrücklich betonen und dagegen richtet sich auch nicht mein Beitrag hier.

Ich finde es aber absurd, um nicht zu sagen gedankenlos-zynisch, einerseits mit einem Plakat zu werben, das an Doppelbödigkeit viel zu bieten hat und andererseits im Begleittext davon zu reden, das Christen für die „Solidarität mit allen aufstehen, die in Köln leben“.

Das Kreuz, von dem namentlich die Rede ist, ist in kirchlichem Kontext für mich immer und zuerst das Kreuz Christi – und selbstverständlich soll die Kirche für dieses Kreuz werben.  Die Optik des Plakats lässt aber auch an das Kreuz denken, das wir Wahlberechtigten demnächst in den Wahlkabinen als Zeichen unseres politischen Willens machen. Auch dagegen gibt es meinerseits keine Einwände. Dann ist da noch das Wortspiel mit Haken und Kreuz…. nur völlig ahnungslose,  politisch naive oder vollkommen dumme Menschen denken da nicht an das Symbol der Nazis in Hitlers Tausendjährigemreich. Und ganz sicher ist diese Assoziation ganz bewusst so gewählt.

Für die „Würde des Menschen aufstehen, die unantastbar ist“ halte ich für eine gute Idee.

Aber gilt diese Würde  nur den Menschen mit dem richtigen Parteibuch?  Wird sie nur denen zugestanden, die auf der Seite der regierungstreuen Mitglieder der Gesellschaft stehen, allenfalls noch auf der Seite der kleinen Oppositionsparteien im Bundestag und Landtag von NRW?

„Für die Solidarität mit allen aufstehen, die in Köln leben“    aber auf gar keinen Fall  mit denen, die heimlich oder offen mit der AfD liebäugeln? Soll ich, muss ich das so verstehen?

Und warum hat man es dann nicht so klar benannt?

„Wir sind gegen die Solidarität mit AfDlern und ihren Sympathisanten!“

Das hört sich nach Ausgrenzung an, nicht wahr?

Damit würde man genau das machen, was man der AfD vorwirft: Abgrenzen, ausgrenzen, Bürgerrechte denen absprechen, die „noch nicht so lange hier wohnen“ (wie unsere Bundeskanzlerin sagen würde).   DAS  darf auf gar keinen Fall sein,  (finde ich ja auch), aber Menschen  Solidarität und Würde streitig machen, die ihre politischen Rechte wahrnehmen, das geht.

Das ist verlogen  und weder der Kirche angemessen,  noch unseres Rechtsstaates würdig.

WÄHLT EIN ANDERES PLAKAT   UND EINEN ANDEREN BEGLEITTEXT, damit ihr –  gerade ihr Kirchen*** –  nicht eurer Glaubwürdigkeit verlustig geht.

*** „Kommt her zu mir alle“, sagt Jesus. Er grenzt nicht aus. Er hält sich nicht fern. Er setzt sich mit korrupten Zöllnern und  Zinseinnehmern an einen Tisch, redet mit „Sündern und Pharisäern“ gleichermaßen.

Wer am Tempelberg das Kreuz ablegt und  nicht laut gegen die Verfolgung der Christen in islamischen Ländern protestiert,  hat kein Recht mit dem Kreuz Politik zu machen.

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NIEMAND hat das Recht,mit dem Kreuz Politik zu machen –  und sei es aus noch so edlen Gründen. Das Kreuz dient denen zum Heil, die an den glauben, der am Kreuz gestorben ist und von den Toten auferstand. Einen anderen Sinn hat dieses Kreuz nicht!

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