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Jauchzet…. frohlocket…. 10. Dezember, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, judentum, meditatives.
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Seit vielen Jahren ist es im Hause Rika Tradition die Adventszeit mit der wunderbaren ersten Kantate aus Bachs Weihnachtsoratorium einzuläuten….. morgens zum Frühstück…   vor dem Gottesdienstbesuch… am Adventkranz brennt die erste Kerze…

Doch nicht nur zum Frühstück erklingt die Aufforderung zu jauchzen und zu frohlocken, auch beim adventsonntäglichen Kaffeetrinken ergötzen wir uns an der wunderbaren Musik. Das hatte vor zwei Jahren  auch der kleine Enkelsohn mitbekommen und fand großen Gefallen an der Musik. Bei einem der nächsten Besuche fragte er:

„Omi, kann ich den Chor hören?“

„Was meint das Kind mit ‚Chor'“, fragte ich mich…. und dann auch das Kerlchen selbst.

„Den Chor und die Trommel!“ meinte es.

Ich wusste augenblicklich, welche Musik der kleine Mann meinte.

Chor und Trommel.

Das trifft es doch gut. Mit einem ‚Trommelwirbel‘ in die Zeit der Erwartung…

Hier sind sie, der Chor und die Trommel….

 

Jauchzet!  Frohlocket! Auf, preiset die Tage!

Jauchzen und freuen, auch wenn vielen von uns in diesen Tagen so oft  das Herz schwer ist angesichts der vielen bösen Stimmen, die sich erheben gegen das Volk der Juden, aus dessen Mitte ER gekommen ist, CHRISTUS, das Heil der Welt.

Ich wünsche allen Menschen eine schöne, friedliche und gesegnete Zeit des Advent.

 

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Fremde Feder: Das christliche Erwachen gegenüber der Heiligkeit des Tempelbergs bringt prophezeihtes „Haus des Gebets für alle Nationen“ näher 22. Juli, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", christsein und glaube, fatah, islam, israel, judentum, plo, terrorismus.
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Ich  übernehme den  Text, den ich von heplev übernommen habe, auch wenn der Akzent dort anders gesetzt ist, als ich es hier kommentiere.

Anlass für mein Rebloggen des langen Aufsatzes sind die arabischen Ausschreitungen in Jerusalem, die sich gegen die von Israel installierten Sicherheitskontrollen an den Zugängen zum Tempelberg entzündet haben. (Und der fürchterliche Mord an drei Israelis, die am Shabbat von einem Araber bestialisch umgebracht wurden – getreu dem Aufruf muslimischer Autoritäten folgend, die zum „Tag des Zorns“ als Reaktion auf die neuen Sicherheitskontrollen aufgerufen hatten.)

Israelische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche arabisch-israelische  Angreifer erschossen, die zuvor die  drusischen Polizisten mit Schüssen getötet hatten.  Um zu verhindern, dass Waffen von „betenden Muslimen“ auf den Tempelberg gelangen und dort gelagert werden, hat die Polizei in Jerusalem verfügt, dass Metalldetektoren an den Eingängen angebracht werden. Diese gibt es bereits seit Jahren an den Zugängen zur Kotel (Klagemauer) und natürlich auch an den „heiligen Stätten der Muslime“ in Mekka und Medina …. was  aber bisher in keinster Weise als Behinderung für Betende betrachtet wurde.

Zur Klarstellung:   Nicht „Israel“ verhindert, dass Christen im „Haus des Gebets für alle Nationen“ beten können, es ist der Ungeist des sich virulent ausbreitenden Islam extremster Prägung, der ja nicht nur den Tempelberg ganz offiziell seines ureigen Namens beraubt hat (Siehe UN-Resolution), es ist der Islam, der mit Hass gegen Juden (und Christen gleichermaßen) agitiert und jedes jüdische – und damit auch frühchristliche – Zeugnis in Israel und Judäa-Samaria auszulöschen versucht.

Hier in Deutschland, will mir scheinen, erfüllt sich aber gerade eine andere uralte biblische  Prophetie vor unseren Augen:

1. Mose 12, 3  „Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.“ (Elberfelder Übersetzung)

Moses Mendelsohn übersetzt die gleiche Bibelstelle so:

Ich will nämlich segnen, die dich segnen; wer dir flucht, den will ich verfluchen, und mit dir werden sich alle Geschlechter des Erdreichs segnen.“

Diese Verheißung gilt Abraham  –  und ihm allen Menschen, die G’ttes Bund mit Abraham als ewigen Bund der Verheißung annehmen und anerkennen.

(Meine sehr persönliche Anmerkung dazu: Der Mitgliederschwund der christlichen Kirchen in Deutschland und Europa hat exakt mit dieser Verheißung zu tun….  Die ständige Verurteilung Israels durch christliche Bischöfe und Pfarrer und ihrer „gläubigen Schäfchen“, das Ablegen ihres Kreuzes durch die höchsten deutschen christlichen Vertreter auf dem Tempelberg, das gemeinsame Beten mit den Nachfolgern Mohammeds und der Gleichstellung G’ttes mit dem Allah des Koran in Anbiederung an die, die „Juden vom Gesicht der Erde tilgen wollen“, wie führende islamische Gelehrte in Anlehnung an den Koran fordern, das alles hat Auswirkungen auch auf die Entwicklung der Kirche.)

 

Doch nun zum Text:

 

abseits vom mainstream - heplev

Adam Aliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 20. Juni 2017

sie bringe ich zu meinem heiligen Bergund erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.
(Jesaja 56,7)

Bisher ist der blutige Kampf um den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden ausgetragen worden, aber ein neues Erwachen bei einigen Christen zu dessen Bedeutung schafft eine sich verschiebende vormessianische Wirklichkeit an dem bereits brisanten Ort. Der sich entwickelnde Status der Christen auf dem Tempelberg zeigte sich vor ein paar Wochen in einer muslimisch-christlichen Konfrontation, die beinahe in Gewalt endete.

Der Showdown auf dem Tempelberg involvierte Nate Waller, den Leiter der Aktionen von Hayovel, einer Organisation, die christliche Freiwillige nach Israel bringt, um biblische Prophetie zu erfüllen, indem sie in Weinbergen in Samaria arbeiten. Als regelmäßiger Besucher des Tempelbergs ist Wallers Verbindung zu dem…

Ursprünglichen Post anzeigen 740 weitere Wörter

Das Kreuz mit den Haken…. 20. April, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, wahlrecht.
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Eigentlich ist es eine ganz wunderbare Idee, die  in Text und Bild dargestellt wird.

Eigentlich könnte – ja, müsste – ich sie nach Kräften unterstützen.

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die lachen, Text

Quelle:

Eigentlich.

Denn welcher Christ, welche Christin würde nicht für die  „Würde des Menschen“, für die „Solidarität mit allen“  aufstehen, die in in seinem / ihrem jeweiligen Umfeld leben?

Aber das Bild hat einen Haken, besser gesagt, die Motivation zu diesem Bild hat einen Haken, einen gewaltigen Haken.

Wir leben in einem Land, in dem das Recht auf freie Meinungsäußerung durch unser Grundgesetz verbrieft ist.

Wir leben in einem Land, in dem in geheimer Wahl diejenigen bestimmt werden, die die Regierung eines Landes oder der Bundesrepublik Deutschlands stellen sollen.

Wir leben in einem Land, in dem sich  Parteien zur Wahl stellen können, die laut Gesetz nicht verboten sind.

Wir leben in einem Land, in dem sich die Bürger des Landes frei versammeln können, wie unlängst die Veranstaltungen zum Referendum in der Türkei gezeigt haben.

Manchen Leuten hat das nicht gefallen, diese Wahlwerbung auf deutschem Boden  für ein Referendum in der Türkei, mir auch nicht. Und am liebsten hätte ich nach einem generellen Verbot gerufen… habe ich möglicherweise sogar in dem einen oder anderen Kommentar bei facebook zum Beispiel auch getan, ich weiß es nicht mehr so genau.

Vielen Leuten in diesem Land behagt die (jetzige) Politik schon seit einigen Jahren nicht mehr, sie fühlten sich in ihrem politischen Willen von den großen Parteien nicht mehr hinreichend repräsentiert und fanden auch bei FDP, Linken und Grünen  oder noch kleineren Parteien keine politische Heimat. So gründeten sie ihre eigene Partei und nannten sie „Alternative für Deutschland“.  Bei näherer Betrachtung der Alternative stellt sich allerdings für eine große Mehrheit der Wahlberechtigten heraus, dass die „Alternative für Deutschland“ mitnichten eine Alternative zum herkömmlichen Parteienspektrum ist, ja, mehr noch, dass sie Ideen und Gedanken in ihr politisches Konzept geschrieben hat, die eine allzu große Nähe zu einem längst überwunden geglaubten Nationalsozialismus aufweisen, wenn auch geschickt formuliert und gut getarnt, so dass man bei erstem Überfliegen nicht sofort an NPD und „Drittes Reich“ denkt, wohl aber eine Ahnung empfindet, dass hinter den schönen Worten ganz andere Ziele stecken könnten….

Ich bleibe hier bewusst bei dieser vagen Umschreibung, weil es mir nicht in erster Linie um die Inhalte der neuen Partei geht, sondern vor allem darum, wie man sich ihrer erwehren will. Da setzen die Streiter für Demokratie und Menschenwürde nicht auf die politische Debatte, sondern auf massive Proteste und Widerstand mit allen verfügbaren Mitteln.

In Köln soll der Wahlparteitag der AfD stattfinden  …  und mit ihm ein gewaltiger Proteststurm über und durch die Stadt fegen.

Linke, Grüne, Gewerkschaften und Kirchen vereinen sich in einem einzigen großen Aufstand gegen eine Partei, die ihr „gutes Recht“ wahrnehmen und ihren Parteitag abhalten will.  Und wie das in einer Demokratie so ist, auch dieser große Protest ist „gutes Recht“.  Das will ich ausdrücklich betonen und dagegen richtet sich auch nicht mein Beitrag hier.

Ich finde es aber absurd, um nicht zu sagen gedankenlos-zynisch, einerseits mit einem Plakat zu werben, das an Doppelbödigkeit viel zu bieten hat und andererseits im Begleittext davon zu reden, das Christen für die „Solidarität mit allen aufstehen, die in Köln leben“.

Das Kreuz, von dem namentlich die Rede ist, ist in kirchlichem Kontext für mich immer und zuerst das Kreuz Christi – und selbstverständlich soll die Kirche für dieses Kreuz werben.  Die Optik des Plakats lässt aber auch an das Kreuz denken, das wir Wahlberechtigten demnächst in den Wahlkabinen als Zeichen unseres politischen Willens machen. Auch dagegen gibt es meinerseits keine Einwände. Dann ist da noch das Wortspiel mit Haken und Kreuz…. nur völlig ahnungslose,  politisch naive oder vollkommen dumme Menschen denken da nicht an das Symbol der Nazis in Hitlers Tausendjährigemreich. Und ganz sicher ist diese Assoziation ganz bewusst so gewählt.

Für die „Würde des Menschen aufstehen, die unantastbar ist“ halte ich für eine gute Idee.

Aber gilt diese Würde  nur den Menschen mit dem richtigen Parteibuch?  Wird sie nur denen zugestanden, die auf der Seite der regierungstreuen Mitglieder der Gesellschaft stehen, allenfalls noch auf der Seite der kleinen Oppositionsparteien im Bundestag und Landtag von NRW?

„Für die Solidarität mit allen aufstehen, die in Köln leben“    aber auf gar keinen Fall  mit denen, die heimlich oder offen mit der AfD liebäugeln? Soll ich, muss ich das so verstehen?

Und warum hat man es dann nicht so klar benannt?

„Wir sind gegen die Solidarität mit AfDlern und ihren Sympathisanten!“

Das hört sich nach Ausgrenzung an, nicht wahr?

Damit würde man genau das machen, was man der AfD vorwirft: Abgrenzen, ausgrenzen, Bürgerrechte denen absprechen, die „noch nicht so lange hier wohnen“ (wie unsere Bundeskanzlerin sagen würde).   DAS  darf auf gar keinen Fall sein,  (finde ich ja auch), aber Menschen  Solidarität und Würde streitig machen, die ihre politischen Rechte wahrnehmen, das geht.

Das ist verlogen  und weder der Kirche angemessen,  noch unseres Rechtsstaates würdig.

WÄHLT EIN ANDERES PLAKAT   UND EINEN ANDEREN BEGLEITTEXT, damit ihr –  gerade ihr Kirchen*** –  nicht eurer Glaubwürdigkeit verlustig geht.

*** „Kommt her zu mir alle“, sagt Jesus. Er grenzt nicht aus. Er hält sich nicht fern. Er setzt sich mit korrupten Zöllnern und  Zinseinnehmern an einen Tisch, redet mit „Sündern und Pharisäern“ gleichermaßen.

Wer am Tempelberg das Kreuz ablegt und  nicht laut gegen die Verfolgung der Christen in islamischen Ländern protestiert,  hat kein Recht mit dem Kreuz Politik zu machen.

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NIEMAND hat das Recht,mit dem Kreuz Politik zu machen –  und sei es aus noch so edlen Gründen. Das Kreuz dient denen zum Heil, die an den glauben, der am Kreuz gestorben ist und von den Toten auferstand. Einen anderen Sinn hat dieses Kreuz nicht!

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nicht schockstarre…. 29. März, 2017

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", gesellschaft, integration, islam, medien, plo, politik.
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…. hat mich davon abgehalten, über Sigis „freundschaft“ zu schreiben,

obgleich diese unanständige beziehung zu einem, der sich die vertreibung der juden aus „ganz palästina“  (wenn nicht gar in alter ideologisch-religiös-faschistischer tradition die auslöschung der juden selbst)  auf die fahne geschrieben hat, durchaus einen tiefen und lang anhaltenden schock auslösen kann.

ich habe mit wut und entsetzen auf Gabriels twitterbotschaft reagiert. mein schweigen darüber hier auf meinem blog war privaten gegebenheiten geschuldet.  ***

was sich schon vor jahren abzeichnete, dass nämlich die araber die deutungshoheit über ihren terrorkampf gegen israel  –   nicht nur in den medien, sondern auch bei den politischen „eliten“ – gewinnen würde, wird mehr und mehr zur (für mich unfassbaren) realität. nahezu alle parteien, ihr jeweiliges führungspersonal und die ihnen nahe stehenden und im ideologischen geiste verbündeten medien stimmen ein in den gewaltig anschwellenden chor der offen anti-israelischen stimmen. sei es der vollkommen unberechtigte vorwurf israel „stehle“ den „palästinensern“ das wasser, sei es die bornierte lüge, israel sei ein „apartheidsstaat“  oder eben die immer wieder vorgebrachte ausrede für die arabisch-palästinensische    unfähigkeit   widerständigkeit zum frieden mit israel, die „siedlungen“ wären DAS friedenshindernis;  immer deutlicher setzt sich die arabisch-palästinensiche lesart durch.

gleichzeitig erfährt die grüne fraktion des propheten in diesem land eine mediale und politische aufmerksamkeit und damit auch aufwertung, dass ich mir mehr entsetzt, als verwundert die augen reibe.    wenn ich beobachte, wie shariakonformen forderungen raum gegeben wird, kirchenleute mit der islamischen lehre eine unheilige allianz eingehen, bei zeitgleicher verteufelung urchristlicher werte wie beispielsweise  biblisch orientiertem glauben und predigt, standhaftigkeit in der bezeugung Jesus als Sohn Gottes, dann wird mir angst und bange.

DAS hätte ich noch vor 15 – 20 jahren nicht für möglich gehalten.

die zügig voranschreitende „westlich-europäische“  säkularisierung (entchristlichung) der gesellschaft, öffnet die räume für das eindringen neuer religiös-ideologischer konzepte und gemeinschaften –  immer stärker hervortretend  der islam, der laut altbundespräsident wulff  seit 2010 zu deutschland gehört, eine festlegung übrigens, die von führenden politikern kaum noch bestritten wird, im gegenteil, sie wird gerade im zuge der flüchtlings- und migrantendebatte von diesen auch medial stark propagiert.

dabei verwundert es mich sehr, dass christliche geistliche, pastoren, bischöfe, priester zwar mit den methoden der theologisch-wissenschaftlichen forschung der bibel zu leibe rücken um sie von allem möglichen ballast zu entrümpeln, aber gleiches im „eigenen“ umgang mit dem koran   (sofern sie sich überhaupt damit beschäftigen) vermeiden;  allenfalls fordern sie eine dem christentum vergleichbare form der  „aufklärung“  für koran und islam ein. das hält sie aber nicht davon ab, allah,  (die gottheit des koran, die in der nachfolge einer früheren mondgottheit steht), als mit dem in der bibel geoffenbarten Gott gleich zu setzen und fröhlich das mantra von „wir glauben alle an den gleichen gott“  gebetsmühlenartig zu wiederholen.  unter dem deckmantel der religionsfreiheit setzen sie sich für großmoscheen, islamische zentren und minarette ein, und haben kein problem mit sharia-konform kopftuch tragenden muslimas in (christlichen) kindergärten und lehrerinnen in staatlichen schulen, sie lassen imame in kirchen suren aus dem koran vortragen (ohne diese inhaltlich zu hinterfragen) und schweigen zu steinigungen und brutalsten archaischen strafen (wie sie der koran und die hadithe vorschreiben) in den islamisch regierten staaten und verlieren kaum ein wort über die mörderische verfolgung der christen durch muslime, die natürlich auch im namen allahs und mit hinweis auf die entsprechenden suren des koran handeln…. „tötet die ungläubigen, wo immer ihr sie findet…“.

auf grün-rote ideologische konzepte für das alltagsleben in deutschland  – hier nur das stichwort „gender“  –   will ich nicht eingehen, auch nicht auf grünen regelungswahn in bezug auf landwirtschaft und ernährung zum beispiel  (gerade sehr aktuell der spargel, der nur noch zu einem sehr geringen teil unter folien angebaut werden soll), um nur die harmlosesten auswüchse grüner umweltpolitik zu nennen.

es passt wohl ins bild einer sich rasant verändernden politikrichtung, wenn frau merkel hernn abbas immer wieder gern empfängt, dem terror unterstützer und förderer preise verliehen werden und herr gabriel ihn als „meinen freund mahmoud abbas“ bezeichnet. und es passt ins bild unserer gesellschaft, dass ein aufbegehren gegen den zunehmenden einfluss des islam mit unterstützung der medien verhindert wird, als vermeintlich notwendiger kampf gegen rechts. aber dort,   wo wirklich  real existierende, sich selbst so bezeichnende rechte ungestört agieren, nimmt niemand den kampf auf, sondern grüne wie rote, schwarze und linke politiker und medienvertreter räumen feige das feld  ….  oder hört und liest man beispielsweise von einer konzertierten aktion gegen alte und neue nazis in mecklenburg-vorpomern? da lässt man einige wenige bürger in ihrem schier aussichtslosen kampf gegen rechts allein

 

„Hurra, wir kapitulieren“  schrieb H. M. Broder vor ein paar jahren….  und es klang wie eine prophezeihung für die zukunft.

freunde, ich sag’s euch:   wir schaffen das!!!

NEIN, WIR HABEN ES SCHON GESCHAFFT …..

 


***   (wenn ich wieder beidhändig schreiben und auch wieder gut navigieren kann, werde ich die entsprechenden links einfügen.)

 

 

 

Lügen und fromme Täuschung… 27. Januar, 2016

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, iran, islam, israel, meine persönliche presseschau, politik, presse, terrorismus.
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Welch eine großartige Nachricht!

Im Vatikan herrscht „Wahre Freude“, titelt  „heute“ und fügt hinzu:

Es ging um Frieden, Toleranz und ein Gebet: Papst Franziskus hat den iranischen Präsidenten Rohani zu einer Privataudienz empfangen. Rohani sprach im Anschluss von einer wahren Freude. Es ging aber auch um Politik.

 

Frieden, Toleranz, Gebet –  das sind Begriffe, die ein jedes Christenherz höher schlagen lassen, und dass der iranisch-muslimisch-schiitische Hassan Rohani den Papst – und damit den höchsten Vertreter der katholischen Christenheit – persönlich bittet, für ihn zu beten, das ist doch wahrlich der höchste Gipfel eines friedlichen Miteinander. Könnte man meinen, wenn, ja wenn es da nicht diese anderen überaus beklemmenden  Nachrichten und Bilder gäbe.

So schreibt  focus  erst gestern:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft dem Iran eine „schändliche Missachtung von Kinderrechten“ vor. Mehr als hundert Jugendliche sollen zum Tode verurteilt sein. Laut Bericht habe es in den vergangenen zehn Jahren etwa 73 Hinrichtungen gegeben.

 

Der Bericht führt weiter aus:

Teheran verstoße damit gegen die UN-Kinderschutzkonvention, die Todesurteile gegen zur Tatzeit Minderjährige verbiete und die das Land schon vor zwei Jahrzehnten unterzeichnet habe, heißt es in dem Bericht. Trotz einer Jugendstrafrechtsreform „liegt der Iran hinter der Welt zurück“, beklagte der Amnesty-Vizedirektor für den Mittleren Osten, Said Boumedouha. „Er behält Gesetze bei, die Todesurteile für Mädchen ab neun Jahren und Jungen ab 15 Jahren erlauben.“

 

(Hervorhebung von mir)  Man beachte das besondere „Privileg“, das den weiblichen Delinquenten zukommt, die können nämlich schon in einem Alter von nur 9 Jahren hingerichtet werden. Ob es etwas damit zu tun hat, dass Mädchen ja auch schon in einem Alter von 9 Jahren geheiratet werden können und ein Mann demzufolge mit ihnen auch die Ehe vollziehen kann? Kindesmissbrauch in Vollendung, muss man sarkastisch-traurig hinzufügen.

 

In Iran werden immer wieder schwule Männer zum Tode verurteilt: Seit der Islamischen Revolution wurden mehr als 4000 Männer, die Männer lieben, an Baukränen erhängt. Eine wegen homosexueller Handlungen verurteilte Person kann in Iran entweder mit 99 Peitschenhieben bestraft oder erhängt werden. Peitschenhiebe gibt es bereits dann, wenn zwei Männer „unnötigerweise“ gemeinsam unter einer Decke schlafen – selbst wenn es keinen sexuellen Kontakt gegeben hat.

 

Quelle

 

 

Mit einem Kran erhängt zu werden, ist eine wirklich schreckliche Art zu sterben. Wenn die Galgen benutzt werden, die man kennt, bricht das Genick des Verurteilten meist schon während des Falls, was die Person quasi fast sofort tötet. Wenn jemand mit einem Kran erhängt wird, wird die Person allerdings langsam am Genick hochgezogen, bis sie über dem Boden hängt. Es kann bis zu 20 Minuten dauern, bis der Tod eintritt.“ Quelle

Rohani, der sich gerne mild lächelnd als „gemäßigter“, „moderater“ islamischer Führer feiern und preisen lässt, hat in seiner bisherigen Amtszeit eine Bilanz des Schreckens vorzuweisen: „… wurden zwischen dem 10. September 2013 und bis zum 15. Januar 2016 insgesamt 2166 Personen, darunter auch 63 Frauen gehängt.“, kann man bei facebook erfahren. Nun gehört facebook nicht unbedingt zu den zuverlässigen Quellen der Erkenntnis, aber vielleicht zu denjenigen, in denen überhaupt berichtet wird, was und wie etwas in Iran vonstatten geht, sind doch unsere offiziellen Medien damit beschäftigt, die Grundlage für ein prima Geschäftsklima zu schaffen, wie ja auch der Jubel über den „gelungenen“ Atomdeal mit Iran zeigt. Der lächelnde Herr Rohani ist eben „vertauenswürdiger“ als ein grimmig drein blickender Ahmadinedschad – wobei es den meisten Regierungsbeobachtern herzlich egal zu sein scheint, dass lediglich der Auftritt, nicht aber die grundlegende Meinung die beiden iranischen Präsidenten voneinander unterscheidet.

 

Nach dem „heute“-Bericht waren diese barbarischen Strafen und Menschenrechtsverletzungen jedoch kein Thema für den Papst und seine Administration. Und auch kein Thema für die berichtende „heute“.  Aber schließlich kann sich der Heilige Vater ja nicht um alles kümmern, immerhin, dies wurde dann doch mitgeteilt :

In einer Erklärung des Vatikans hieß es, Franziskus habe die „wichtige Rolle“ Teherans im Mittlern Osten betont. Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche „die Verbreitung von Terrorismus“ sowie den Waffenhandel stoppten.

 

Wäre die Unterstützung terroristischer Gruppen durch die Regierung des Iran nicht auf so entsetzliche Weise real, könnte man den Satz „Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche die Verbreitung von Terrorismuss sowie Waffenhandel stoppten“ für einen Gag aus der „heute-show“ halten, als ein wunderbar zeitgenössisches Beispiel vom Bock, den man zum Gärtner machen will.

Leider ist es der „heute“ auch nicht aufgefallen, dass der Papst nicht einmal sein Kerngeschäft vernünftig wahrnahm oder wahrnimmt.

Laut biblischer Aussage erging die Weisung Jesu  an Petrus  (dessen Nachfolger Franziskus ja angeblich ist)  seine – Jesu – „Lämmer und Schafe zu weiden“. ( Bibel, Johannes 21, 15-17) Damit ist jedoch nicht   profanes Schafehüten gemeint, wie man sich ohnehinleicht denken könnte,  nein  in diesem „Bild“   geht es darum, die Nachfolger (i.S.v. Jünger) Jesu, also die Christen zu  betreuen.  Dieses „weiden“  meint nicht anderes, als sich  um die Christen zu kümmern, Gefahren von ihnen fern zu halten, für vernünftige Bedingungen zu sorgen, schlicht und einfach  das Wohl der Christen im Blick zu haben und sich für sie einzusetzen, wo immer es erforderlich ist.

Und in Iran ist der Einsatz ranghoher Kirchenführer für das Wohlergehen der Christen dringend geboten, wie überhaupt in den Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung und entsprechender Regierung.

Christen in Iran leiden unter Verfolgung, besonders schwer ist es für diejenigen von ihnen, die sich vom Islam abgewandt und Christ geworden sind. Ihnen droht der Tod.

Davon ist in dem Bericht keine Rede und auch nicht davon, dass der Papst das in irgendeiner Weise angesprochen haben könnte. Möglicherweise hat er es ja sogar zur Sprache gebracht – dann möge er mir meine kritischen Worte verzeihen – und das ZDF hat wieder einmal wichtige Informationen zugunsten einer allgemeinen „Friede-Freude-Eierkuchen-Berichterstattung“ unterschlagen. Obwohl das dann nicht zu dem passen würde, womit die kurze Mitteilung von „heute“ endet:

Obwohl es nicht der erste Besuch eines iranischen Staatsoberhauptes bei einem Papst war, wurde die Audienz im Vorfeld als symbolträchtig interpretiert. Der schiitische Iran sendet dem sunnitischen Erzfeind Saudi-Arabien damit eine Botschaft: Der Iran hat keine Differenzen mit den Christen. 1999 war bereits Rohanis Vorgänger Mohammed Chatami mit Johannes Paul II. zusammengetroffen.

„DER IRAN HAT KEINE DIFFERENZEN MIT DEN CHRISTEN!“  Das muss sich der Leser dieser Zeile ganz langsam zumuten, ist das doch bitterste Ironie, schlimmste Täuschung. Welcher ZDF-Journalist hat sich diesen Satz ausgedacht – OHNE ihn auch nur ansatzweise zu hinterfragen? In jedem Reiseführer ist zu lesen, dass christliche Touristen doch bitteschön auf das Tragen christlicher Symbole verzichten sollten, um keinen Unmut zu erregen und kein öffentliches Ärgernis auf sich zu ziehen. Können die Leute beim ZDF nicht ordentlich recherchieren? Wer sich nur ein wenig unter christlichen Flüchtlingen umhört, der erfährt schreckliche Einzelheiten zum Thema „Christen in Iran“. Zu behaupten, es gäbe keine Differenzen ist eine gezielte Desinformation, eine üble Täuschung der christlichen Welt über die tatsächlichen Gegebenheiten in Iran.

Und damit  wäre ich bei dem Begriff, der meinem Blogeintrag neben den „Lügen“ als Überschrift dient: TÄUSCHUNG

Der Islam kennt die trickreiche Anwendung der Täuschung zum Zweck der Durchsetzung islamischer Ziele. Und so muss man wohl auch dies verstehen:

Rohani, so lesen wir, bittet den Papst, für ihn zu beten.

Hamed Abdel Samad schreibt in seinem Buch  (Droemer, München 2014)  „Der islamische Faschismus“ in dem Kapitel „Taqiyya oder: Täuschung für die Sache Gottes“ unter anderem Folgendes:

„Der Islam war bald sehr erfolgreich mit seinen Eroberungen, und die Muslime bildeten rasch die Mehrheit oder stellten zumindest die Herrschaftselite in den eroberten Gebieten, somit war die Verstellung und das Leugnen des eigenen Glaubens nicht mehr notwendig. Anders war es bei den Schiiten, die sich wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds abspalteten. Sie waren es, die das Prinzip  taqiyya einst prägten, als Selbstschutzmaßnahme, um sich vor der Verfolgung zu schützen.  ….    Ayatollah Khomeini erweiterte dieses Prinzip und erlaubte seinen Anhhängern, sich als Atheisten zu geben, um Zugang zum Verwaltungsapparat des Schahs zu bekommen und das System zu unterwandern. Khomeini schreibt: ‚Sollen die Umstände der taqiyya einen von uns veranlasst haben sich dem Gefolge der Machthaber anzuschließen, dann ist es seine Pflicht davon abzulassen, es sei denn, seine rein formale Teilnahme brächte einen echten Sieg für den Islam.  Auch in der Frühphase der Revolution verbarg er mit Hilfe dieses Prinzips seine Absichten und führte Linke und Bürgerliche damit in die Irre, bis er alle Zügel an sich gerissen hatte. Dabei hätte es jeder wissen können: In seiner Schrift ‚Der islamische Staat‘ hat er alles bestens dargelegt.“ (Seite 158 f)

Wenn ein hoher iranisch-islamischer Funktionär den Papst bittet, für ihn zu beten, so verfolgt er exakt damit die Strategie, die Khomeini zur weltweiten Durchsetzungs des Islam als Herrschaftsform empfiehlt. Er, Rohani, streut seinem Gegenüber formmen Sand in die Augen, macht ihn  zu einem kritiklosen „Verbündeten“, unterstellt ihn dem Gesetz Allahs, denn es ist doch höchst unwahrscheinlich, dass Rohani den Beistand des Dreieinigen Gottes der Christen erbittet. Das wäre nach islamischer Lesart todeswürdige Blasphemie!  So ist es einfach im höchsten Maße perfide, dass der Präsident des Iran, der in seinem Land Christen gnadenlos verfolgen lässt, den höchsten Präsentanten der Christen um ein Gebet bittet. (Ganz anders sähe es natürlich aus, wenn Rohani selbst zu einem Abtrünnigen geworden wäre und um himmlischen Beistand bittet… ) Und der Papst, weiß er nicht, auf welches Spiel der Taqiyyah er sich einlässt?

Ich verstehe es inzwischen nicht mehr, dass zur Recherche ausgebildete Journalisten nicht diesen Zusammenhängen nachgehen und darüber ebenso berichten, wie über den Jubel, den die  geschickte „Täuschung“ – Rohani und Papst im Freudentaumel –  auslöst.

„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ sagt die Bibel.

Für die Obrigkeit zu beten war schon immer eine viel geübte Tradition  der Christen weltweit. Dass unter „Obrigkeit“  auch Tyrannen, Diktatoren, Verbrecher zu finden waren und sind, muss ich nicht ausdrücklich betonen und ich unterlasse es sehr bewusst, das näher zu spezifizieren. Nur dies:

Heute ist der  Gedenktag für die ermordeten Juden ….

und es gab nicht wenige Christen, die für den „Führer“ gebetet haben und nicht darum, dass die Führerschaft, das Morden der Nazis und das Leiden der von den Nazis Verfolgten und Erniedrigten ein Ende haben möge…

Es sei an dieser Stelle auch daran erinnert, dass der nette Herr Rohani mit keiner Silbe die Ankündigung und Forderung seines Vorgängers zurück genommen oder relativiert habe: Immer noch sieht Iran in Israel das „Krebsgeschwür, das aus der Welt entfernt werden soll“….

Der politische und religiöse Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei (76, Foto), hat ein Buch mit dem Titel „Palästina“ veröffentlicht. Nur wenige Wochen nach dem vom Westen gefeierten Atom-Deal spricht der Ayatollah darin Klartext: Das „Krebsgeschwür Israel“ müsse zerstört, die Welt unter islamische Herrschaft gebracht und Jerusalem von den Juden befreit werden. Während der Westen das Atomabkommen als Annäherung Teherans an den Westen feiert, kündigt Khamenei erneut seinen Willen an, den Staat der Juden zu vernichten.

Quelle

 

Auch dazu hat der Papst und haben die Leute von „heute“ geschwiegen…

 

 

 

Vom Buch der Bücher…. 11. Januar, 2016

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube.
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… und seiner Wirkung….

Ich sitze im Gottesdienst meiner Gemeinde.

Unser Pastor hält eine bemerkenswerte Predigt über das Buch der Bücher – die Bibel.  Nachhören kann man sie unter diesem Link   (10. 1. 2016).

Ich werde an eine Geschichte erinnert, die mein Vater immer wieder erzählt hat:

Sein Urgroßvater – also mein Ururgroßvater – und seine Brüder waren in ihrem sauerländischen Dorf für ihre Grobheit und ihren gottlosen Lebenswandel bekannt und dafür, dass sie gern mal zuschlugen, wenn jemand ihnen dumm kam. Dumm kam ihnen ein Erweckungsprediger, der über Land zog und Leute aufforderte, sich neu Gott und Jesus zuzuwenden. Dem Mann wollten sie das Handwerk legen, doch außer dem Argument ihrer Fäuste fiel ihnen nicht viel ein, was sie dem Prediger entgegen setzen konnten. Sie mussten aber noch einen Funken Anstand in sich gespürt haben, der es ihnen verbat, einen frommen Prediger zu verprügeln. Also beschlossen sie, es dem Kerl mit seinen eigenen Mitteln heimzuzahlen, nämlich seine Aussagen über die Bibel zu widerlegen.

Nur hatten die Raufbrüder wohl nicht allzu viel behalten vom Konfirmandenunterreicht, der damals ja noch eine Pflicht für jeden evangelisch getauften Menschen war und ihr Wissen über Gottes Wort war eher mager.

Also mussten sie sich  erst einmal genauer mit dem Buch befassen und darum beschlossen sie, es zu lesen.

So kam es, dass sie gemeinsam die ganze Bibel durchlasen –   von der ersten Seite  „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“,   über die Abrahamgeschichte, die Sache mit Mose und dem Auszug aus Ägypten hinweg, durch alle Gesetzesvorschriften die Aufzählung der Geschlechterfolge hindurch, über Psalmen, Hiob und die Propheten,  durch die Evangelien, die Apostelgeschichte und Briefe,  um schließlich beim letzten Satz der Offenbarung des Johannes zu landen: „Die Gnade des Herrn Jesu sei mit allen.“

Und als sie dort angekommen waren, ging es ihnen so wie Abraham: „Und Abraham glaubte dem HERRN (Gott) …“ Nachzulesen in 1. Mose 15, 6  und im Brief des Apostel Paulus an die Römer, in dem er den oben genannten Vers aus der Torah zitiert, siehe: Römer 4,3

Es war nicht mehr die Rede davon, den Prediger zu widerlegen, ihn anzugreifen. Die Brüder bekehrten sich und ließen sich taufen.

Ich halte das in mehrfacher Hinsicht für eine bemerkenswerte Geschichte.

Wer schon einmal den Vorsatz gefasst hat, die ganze Bibel fortlaufend durchzulesen, wird festgestellt haben, dass das ein heroisches Unterfangen ist, bei dem man leicht an seine Grenzen kommen kann, weil es eben nicht nur erbauliche Geschichten sind, die dort erzählt werden, sondern auch höchst schwer verdauliche Aussagen gemacht werden, die man ohne ergänzenden Kommentar leicht missverstehen kann oder die einem wie die Hieroglyphen Ägyptens erscheinen, obwohl einem die Buchstaben durchaus geläufig sind. „Gott bittet uns in seinem Wort zum Gespräch“, sagte unser Pastor unter anderem und auch, dass es nicht wichtig sei, wenn man auf Anhieb etwas nicht verstehe. Er ermutigte dazu, Gott zu hinterfragen, gar mit ihm zu streiten, wie es etwa Jakob am Jabbok gemacht habe.

Die Brüder, die sich durch die gesamte Bibel lasen, verfügten nur über ein sehr bescheidenes Schulwissen und ich kann mir durchaus vorstellen, dass selbst das Lesen schon eine große Herausforderung war, wieviel mehr das Verstehen! Dass sie nicht aufgegeben haben, setzt mich einerseits in Erstaunen, andererseits wird es für mich deutlich, dass bereits da Gottes Geist wirksam wurde. Und das ist das andere Bemerkenswerte an der Geschichte.  Niemand hat die Brüder belehrt oder ihnen das Wort erklärt und dennoch haben sie das Wesentliche begriffen: Es ist Gott selbst, der zu ihnen redet und der sich ihnen in Jesus so zu erkennen gibt, dass sie beschließen, diesem Gott, diesem Jesus zu vertrauen, ihr ganzes Leben zu ändern, ihren raufboldigen Lebensstil aufzugeben und danach zu fragen, was Gott von ihnen will.

Mein Großvater***, der ja seinen Großvater noch gekannt hatte, war ein einfacher Mann mit einer schlichten Schulbildung von ganzen 6 Jahren Volksschule, aber er kannte seine Bibel und verstand es, schwierige Texte zu erklären. Von meinem Vater habe ich die Freude an der Beschäftigung mit biblischen Texten übernommen. Er hatte mir schon als kleinem Kind die großen Gestalten der Bibel nahe gebracht und mich dafür begeistert, über Aussagen der Bibel nachzudenken und mit anderen zu diskutieren. Und natürlich hatte er mich mit Jesus bekannt gemacht und auch ich hatte gespürt und erfahren, was es heißt, diesem Jesus zu vertrauen. Auch ich ließ mich „auf das Bekenntnis meines Glaubens“ taufen.

Manchmal wünschte ich aber, dass ich auch so eine radikale Umkehr erlebt hätte, wie mein Ururgroßvater und seine Brüder, so ein vom „Saulus zum Paulus Erlebnis“ mich ganz und gar ergriffen hätte….  So sind es  „nur“ immer wieder kleine Aha-Erlebnisse, die mich in der Spur Jesu halten oder mich dahin zurückführen, wenn ich mal ein bisschen abseits des Weges meine eigene Spur ziehe…

Das sind die Momente, die mich auch zögern lassen, noch radikalere  Aussagen beispielsweise zum Islam von mir zu geben, als ich es ohnehin schon tue…  Und dann wüsste ich gerne  – HERR, was willst Du, dass ich tun soll?

 

*** Mein Großvater war es auch, von dem ich erstmals warnende Worte in Bezug auf den Islam hörte.  Und das zu einer Zeit ( Ende der 50er Jahre!), als muslimische Einwanderung überhaupt noch kein Thema war…Ich war noch ein Kind und lauschte dem Gespräch der Erwachsenen, die sich, wie hätte es auch anders sein können in dieser Familie, über die Bibel, das Wort und seine Bedeutung unterhielten und dabei heiß darüber diskutierten, ob der Islam Jesus  als Gottes Sohn bezeuge oder eben nicht. Für meinen Großvater und Vater  (und die, mit denen sie darüber redeten) schieden sich an dieser Frage die Geister…

Eine Weihnachtserzählung… 25. Dezember, 2015

Posted by Rika in christsein und glaube.
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…  nach dem Lukas-Evangelium

 

Die Frau, die auf der niedrigen Steinmauer saß und suchend über den Platz blickte, sah müde aus. Sie war erschöpft. Lange waren sie und Josef unterwegs gewesen, um von Nazareth hierher nach Bethlehem zu kommen. Augustus, der Kaiser in Rom und Herrscher des römischen Reiches hatte ein Gesetz erlassen, wonach jeder sich in der Stadt, aus der er stammte, registrieren lassen musste, Viele waren nach Bethlehem gekommen und es war schwierig für den Aufenthalt hier eine Unterkunft zu finden.

Sie hatten schon in vielen Häusern nachgefragt, aber niemand war bereit sie aufzunehmen.

Maria spürte die mitleidigen Blicke der Menschen. Sie legte die Hände auf ihren Leib, spürte ihr Kind und seine kräftigen Stöße, spürte sein  Leben und ahnte, nein, wusste, dass die Geburt des Kindes bald sein würde.

Das Kind.

Sie hatte es nicht gewünscht, auch nicht gewollt und schon gar nicht geplant!

Sie dachte an die letzten Wochen und Monate und konnte immer noch nicht recht begreifen, was da mit ihr geschah. Wie ein Traum war es ihr vorgekommen, als damals der Bote Gottes zu ihr gekommen war und gesagt hatte, dass sie ein Kind gebären würde, das einmal „Sohn des Höchsten“ heißen und von dem man sagen würde, dass sein Königreich kein Ende haben würde. Sie hatte nur ungläubig gefragt: „Ich soll ein Kind haben? Ich bin doch nicht einmal verheiratet und auch nie mit einem Mann zusammen gewesen!“ Aber der Engel hatte erwidert, dass der Geist Gottes bei ihr sein würde und ihr geboten, das Kind „Jesus“ zu nennen. So hatte sie Ja gesagt zu diesem Kind.

Und Josef, ihr Verlobter?

Der war nicht begeistert von der seltsamen Schwangerschaft. Sie hatte es wohl gemerkt wie er sie heimlich beobachtete, sie hatte gespürt, dass er sie verlassen wollte. Ein Wunder, dass er immer noch bei ihr war. Ein Wunder?

Aber da kam er ja. Sie sah seinem Gesicht an, dass er keine Unterkunft gefunden hatte. „Maria, es tut mir leid, nirgends gibt es einen Raum für uns. Nur dort am Dorfrand, siehst du den kleinen Stall? Der Besitzer hat uns erlaubt, dort erst einmal zu bleiben.

Maria nahm ihr Bündel auf und ging müde hinter Josef her auf den Stall zu. Sie war ein bisschen ängstlich. Ihr erstes Kind sollte sie gebären und außer Josef würde niemand da sein, ihr zu helfen.

„Dort also“, dachte sie, „dort!“

 

Inzwischen war es Abend geworden. Menschen und Tiere hatten sich zur Ruhe begeben, das hektische Treiben hatte sich gelegt, die letzten Lichter waren verloschen.

Draußen auf den Feldern brannten vereinzelt kleine Feuer. Die Hirten ließen sie brennen als Schutz gegen die Kälte der Nacht und zur Abwehr möglicher Gefahren durch wilde Tiere oder Gesindel. Aber auch die Gespräche der Hirten waren längst verstummt. Einige der Männer schliefen schon, andere, die wachen mussten, dösten vor sich hin, sahen in die Glut, hingen ihren Gedanken nach.

Da! Plötzlich! Was war das?

Einer der Hirten schreckte auf. Helles Licht lag über den Feldern, dabei hätte er schwören können, dass es höchstens Mitternacht war.

War da nicht auch eine Gestalt? Und eine Stimme?

Jetzt waren auch die anderen Hirten wach, sie scharten sich ängstlich zusammen.

„Habt keine Angst!“ hörten sie die Stimme rufen. „Freuen sollt ihr euch, denn große Freude ist den Menschen bereitet worden und bald werden es alle wissen: In Bethlehem ist ein Kind geboren. Es ist der Gesalbte des HERRN, der Retter! Geht hinüber zu dem Stall dort, da werdet ihr das Kind finden! Es liegt in Windeln gewickelt in einer Krippe!“

Ein Kind in Bethlehem? Das war doch nichts Besonderes! Kinder gab es dort doch genug!

Die Hirten waren immer noch furchtsam. Doch plötzlich waren bei der Gestalt viele, viele, himmlischen Heerscharen gleich und die Hirten hörten sie singen:

„Ehre sei Gott in der Höhe, Frieden auf Erden allen Menschen, die Gott wohl gefallen!“

Die Hirten staunten und standen wie erstarrt!

Doch dann rafften sie eilig ein paar Sachen zusammen und liefen hinüber nach Bethlehem. Sie fanden den Stall, sahen Maria und Josef und in der Krippe das Kind. Es war so, wie der Engel es gesagt hatte.

 

Die Hirten aber erzählten alles weiter und sie priesen und lobten Gott für das, was sie gehört und gesehen hatten.

 

(Lukas 2, 1 – 2o,  nacherzählt von Rika)

Vor Jahren habe ich „diese“ Weihnachtsgeschichte in der Christvesper meiner Gemeinde erzählt. Sie war mir in Vergessenheit geraten, durch einen Zufall habe ich sie wieder entdeckt und damit

 wünsche ich denen die sich zu Christus bekennen ein frohes und gesegnetes Christfest und allen Menschen geruhsame, stressfreie und harmonische Feiertage.

PAX ET BONUM 

Eure Rika

Ambulanter Hospizdienst: Ich mach hier mal ein bisschen Werbung… 5. November, 2015

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, politik.
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Es ist überaus erfreulich, dass im Deutschen Bundestag beschlossen wurde, die Situation Sterbender zu verbessern und die Palliativversorgung totkranker Menschen und die Hospizarbeit zu fördern. (Siehe dazu den Gesetzentwurf)

Dass viele Menschen erhebliche Angst vor den letzten Tagen und Wochen vor ihrem Dahinscheiden haben, nicht aber vor dem Tod selbst, das ist viel zu lange viel zu wenig beachtet worden. Ich wage sogar zu behaupten, dass ohne die in der Öffentlichkeit schon seit langem heftig und kontrovers geführte  Debatte um aktive Sterbehilfe das Thema „Umgang mit Sterbenden“ niemals den Weg in den Bundestag gefunden hätte und die Hospizarbeit auch weiterhin eher ein Schattendasein am Rande der „Krankheitswirtschaft“ führen würde.

Es sind die schrecklichen Erfahrungen mit aktiver „Sterbehilfe“ während der NS-Zeit, die die Debatte um begleiteten Suizid so heikel und schwierig macht. Wenn man, wie von einigen Abgeordneten gefordert, die ärztliche Hilfe zum Suizid totkranker Menschen straffrei stellt, öffnet man damit nicht gleichzeitig dem Missbrauch Tor und Tür? Wenn schwerkranken Menschen durch manipulative Propaganda nahe gelegt wird, es sei ein Gewinn, ihrem  Leben vorzeitig selbst ein Ende zu setzen, um so Schmerzen, Einsamkeit und der drohenden Fremdbestimmung durch pflegende Angehörige oder Pflegedienste zu entgehen, wenn zudem Angehörigen suggeriert wird, das sei alles im rechtlichen Rahmen des Erlaubten, werden wir dann in einigen Jahren möglicherweise erleben, dass man auch nicht gar so schwerkranke Personen drängt, ihrem Leben ein Ende zu setzen, weil es einfach kostenfünstiger für die Familien, die Krankenkassen und die Gesellschaft ist? Wann ist ein altes und schwaches Leben, wann ein von schwerster Krankheit gezeichnetes Leben noch lebenswert und wer bestimmt das?

Die Fragen um  Suizid und die rechtlichen Voraussetzungen will der Bundestag klären und darüber abstimmen, welche gesetzlichen Bestimmungen in Zukunft gelten sollen bei der Frage nach Leben und  selbstbestimmtenTod, wobei das „selbstbestimmt“ nicht nur eine Frage des erklärten Willen, sondern auch der jeweiligen Umstände dessen ist, der willens ist sich zu töten,  respektive  sich töten zu lassen.  Menschen, die (noch) körperlich in der Lage sind, Suizid zu begehen aus Angst vor dem Altwerden oder  in schwerer Krankheit und bei zu erwartenden Schmerzen, wird es immer geben und vermutlich werden auch viele Menschen genau das tun:  ihrem Leben selbst und ohne fremde Hilfe ein Ende setzen. Für diese Menschen muss der Gesetzgeber keine neuen Gesetze beschliessen. Mit dem eingetretenen Tod entzieht sich der Mensch auch der irdischen Gerichtsbarkeit.  Für diejenigen aber, die „nur“ mit Hilfe anderer aus dem Leben scheiden können, muss es Regeln und Gesetze geben, andernfalls würde sich doch jeder, der bei einer Selbstötung hilfreich zur Hand geht, sich des Totschlags oder der Beihilfe zum Totschlag strafbar machen.

In der Debatte um die rechtlichen Bestimmungen zur Tötung auf Verlangen, zur „assistierten Selbsttötung“ und wie die Handlungen sonst noch heißen mögen, wird aber leider beinahe gänzlich übersehen, dass es eine andere Möglichkeit gibt, dem Tod entgegen zu gehen, das Sterben zu erleichtern. Die Rede ist – wie oben schon angedeutet – von einer deutlich verbesserten Palliativversorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Ich habe es sowohl in der Begleitung meiner Eltern, als auch währende des Sterbens meiner Freundin erlebt, dass die körperlichen Schmerzen und Beschwernisse sterbender Menschen durch die begleitenden Ärzte deutlich – wenn auch vielleicht nicht vollständig – gemindert werden können. Allerdings müsste auch für diese Form der Sterbebegleitung zumindest das Gesetz über den Gebrauch von Betäubungsmitteln dahingehend geändert werden, dass man dem oben genannten Personenkreis die unbegrenzte Einnahme schmerzlindernder Medikamente straffrei zubilligt. Ich bin keine Ärztin und kann demzufolge wenig über die lebensverkürzenden Aspekte unbeschränkter Gaben von Morphium und ähnlichen Medikamenten sagen, aber angesichts des ohnehin nahenden Todes sollte das ein zu vernachlässigender Gesichtspunkt sein. Es muss immer darum gehen, den Leidenden Schmerzen zu ersparen. (Ich bin mir durchaus bewusst, dass dies der oben angeführten Fragestellung real und rechtlich sehr nahe kommen könnte.)

Neben einer guten palliativen Versorgung schwerstkranker Menschen und Sterbender, spielen aber auch die  menschlichen Begleitumstände Sterbender eine nicht unerhebliche Rolle. Viele Angehörige sind mit der Begleitung ihrer totkranken Familienmitglieder überfordert, manche sind aus zeitlichen oder räumlichen Gegebenheiten dazu gar nicht in der Lage, sei es, dass die Angehörigen berufstätig sind und damit  der Sterbende  in der gemeinsamen Wohnung nicht ausreichend gut betreut werden kann oder die Angehörigen sogar in einer anderen Stadt wohnen. Für diese Fälle gibt es seit einigen Jahren ambulante Hospizdienste. Eigens dafür ausgebildete und zumeist ehrenamtlich tätige Mitarbeiter helfen stundenweise in der Begleitung sterbender Menschen. Leider sind diese Dienst noch nicht ausreichend zahlreich im gesamten Bundesgebiet angesiedelt und können daher den vorhandenen Bedarf noch nicht decken. Dies soll nun durch die heute im Bundestag beschlossenen Massnahmen verbessert werden.

Ein anderer Punkt ist, dass ambulante Hospizdienste noch viel zu wenig im öffentlichen Bewusstsein der Bevölkerung verankert sind. Und deshalb mache ist jetzt ein bisschen Reklame für „meinen“ Hospizdienst mit diesem Text, den ich heute für eine Information über „uns“ geschrieben habe:

„Der ambulante Hospizdienst informiert:

In den letzten Tagen und Wochen debattierte der Deutsche Bundestag über verschiedene Entwürfe für eine Gesetzesänderung zur Sterbehilfe ( Suizidbeihilfe), und wenn sie diese Zeilen lesen, wird darüber abgestimmt worden sein. Aus Angst vor Schmerzen, Einsamkeit oder dem Verlust des selbstbestimmten Lebens verlangen immer mehr schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen nach (ärztlicher) Sterbehilfe und der gesetzlichen Regelung, diese straffrei zu stellen. Neben dieser Debatte verabschiedete der Bundestag am 5. 11. 2015 ein Palliativ- und Hospiz-Gesetzt zur besseren Versorgung sterbender Menschen.

In diesem Sinne setzt der ambulante Hospizdienst einen entsprechend eigenen  Akzent in der Frage der „Sterbehilfe“ :   „Mit uns: Leben gestalten bis zuletzt.“ Unter diesem Leitgedanken informiert der Dienst in dem neu gestalteten Flyer über die Angebote zur Hilfe für Sterbende und  Angehörige und weist auf die Möglichkeiten hin,  auch in den letzten Wochen des Lebens  Würde und Lebensqualität zu erhalten. Ehrenamtliche Mitarbeiter – koordiniert von der Leiterin des Dienstes, Birthe Möller,   –  bieten nach den Bedürfnissen der Sterbenden und in Absprache mit  Angehörigen oder Ärzten und Pflegeeinrichtungen  ihre Zeit an zum Zuhören, Vorlesen, Beten, für Gespräche  oder einfach nur um da zu sein, wenn Angehörige keine Zeit haben oder fehlen. Sie unterstützen Angehörige auch in organisatorischen Angelegenheiten, etwa beim Gang zum Bestatter.

Der ambulante Hospizdienst bietet auch in der Zeit nach dem Tod  Hilfe für Angehörige  an:  Trauernden Menschen Raum und Zeit zu geben für Gespräche, den Austausch über Gefühle, angstfrei reden zu können über das Erleben des Todes eines nahestehenden und lieben Menschen und die Einsamkeit danach, das ermöglicht das „Trauerfrühstück“ im Kirchröder Turm einmal im Monat an einem Samstagmorgen unter dem Leitgedanken: „Gemeinsam weniger einsam.“  Ehrenamtliche Mitarbeiter richten in einem festlich gestalteten Raum das Frühstück aus und bieten nicht nur einen liebevollen „gastronomischen Service“  an, sondern sind für die Trauernden persönlich da. Auf diese Möglichkeit weist der  neue Flyer „Trauerfrühstück“ hin. Er ist so gestaltet, dass er  als Einladungskarte an Betroffene weiter gegeben werden kann.

Die verschiedenen Aufgaben des  ambulanten Hospizdienstes werden von Ehrenamtlichen wahrgenommen. Mit dem Flyer „Zeitschenker werden“ wirbt der Dienst um Menschen die bereit sind,  sich ausbilden zu lassen, um mithelfen zu können, „die Situation von schwerstkranken und sterbenden Menschen zu verbessern“, wie es in dem Text des Flyers heißt. Wir brauchen mehr Mitarbeiter.

Es ist uns ein großes Anliegen, die Arbeit des ambulanten Hospizdienstes vielen Leuten bekannt zu machen und in die Öffentlichkeit zu tragen.  Wir weisen darum hiermit auf die Flyer hin, die in den Gemeinden ausliegen und bitten sehr darum, von ihnen Gebrauch zu machen, sie an Betroffene weiter zu reichen oder sie in größerer Zahl  auszulegen, etwa nach persönlicher Rücksprache in Apotheken oder Arztpraxen, beim Friseur oder beim Bäcker oder – oder – oder. Natürlich können Flyer auch über  die Geschäftsstelle des Hospizdienstes im Diakoniewerk Kirchröder Turm e.V., Kirchröder Straße 46 bezogen werden.  Noch wird an der Website des ambulanten Hospizdienstes gearbeitet, wenn sie aber fertig gestellt sein wird, ist auch dies eine Möglichkeit, den Hospizdienst durch  Links persönlich weiter bekannt zu machen. Die Webadresse lautet: www.ambulanter-hospizdienst-hannover.de  Sie findet sich auch auf jedem Flyer.

Man zündet doch kein Licht an, um es unter einen Scheffel zu stellen, heißt es sinngemäß in der Bibel. Wir wollen das Licht der Hilfe auf einen Leuchter stellen, dass es Menschen zu Gute kommt, die Hilfe brauchen.

Und auch dies noch zum Schluss:  Für alle, die nicht persönlich als Sterbebegleiter oder Trauerbegleiter arbeiten können, aber dennoch mithelfen wollen, dass Menschen im Sterben  nicht der Ausweglosigkeit von Angst und Einsamkeit hilflos ausgesetzt sind,  weisen wir auf unser Spendenkonto hin. Ohne Spenden kann der ambulante Hospizdienst seinen Dienst langfristig nicht erbringen. Die Kontodaten findet man auf jedem Flyer.“

Endlich! 28. September, 2015

Posted by Rika in aktuell, asyl, flüchtlinge, gesellschaft, migration, politik, terrorismus.
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Endlich wird  öffentlich darüber diskutiert.

Christliche Flüchtlinge sind auch in deutschen Flüchtlingslagern nicht vor Übergriffen durch Muslime sicher. 

Man muss es sich  vor Augen halten, um zu begreifen, wie anmaßend und unzumutbar so ein Verhalten ist.

Muslimische Menschen fliehen vor der Gewalt in einem muslimischen Land in ein Land, das seit Jahrhunderten christlich geprägt und immer noch mehrheitlich von Christen bewohnt ist. Sie, die Muslime,  werden freundlich und mit Beifall am Bahnsteig in Empfang genommen, ehrenamtliche und freiwillige Helfer – viele von ihnen Christen – kümmern sich, organisieren und arbeiten, manche bis zur Erschöpfung. Den Ankommenden  wird die gesuchte Sicherheit vor Terror, Krieg  und Gewalt geboten, zwar ist das Dach über dem Kopf zunächst für die meisten von ihnen  nur eine Notunterkunft, aber sie werden mit allem versorgt, was man für das tägliche (Über)Leben braucht.

In der Notunterkunft sind aber nicht nur muslimische Flüchtlinge. Auch Christen sind vor dem Terror, vor Krieg und Gewalt geflohen. Sie gehörten nicht nur in ihren Heimatländern zu einer Minderheit, sie sind es auch in den Flüchtlingsunterkünften.

Was aber müssen sie zu ihrem Entsetzen dort erleben?

Drohungen erfahren sie,  verbale und auch körperliche Gewalt durch Flüchtlinge, die wie sie vor dem Terror in ein sicheres Land geflohen sind.

Muslime hetzen Christen –  in Deutschland, in einem christlichen Land.

Das ist unfassbar.

Völlig fassungslos macht mich aber diese Haltung:

Eine Trennung nach Religionen hält Lauinger aber für falsch: Gerade intensiv religiöse Muslime müssten lernen, mit anderen Religionen zu leben. „Es ist ein Spagat zwischen der konfliktvermeidenden getrennten Unterbringung und der klaren Anforderung, andere Kulturen und Religionen zu dulden.“

Der das sagt,  ist Thüringens Justiz- und Migrationsminister von den Grünen, Dieter Lauinger.

Ausgerechnet an christlichen Flüchtlingen sollen Muslime lernen, wie man sich im Umgang mit anderen Religionen zu verhalten habe?

Die OPFER werden zum Trainingsfeld für die Täter?

Meint er das wirklich ernst?

Weiß er überhaupt, was er da von sich gibt?

Würde er auch  Vergewaltiger in großer Gruppe scharenweise und ohne weitere therapeutische oder sozialpädagogische Begleitung in ein Frauenhaus schicken, damit sie an  vergewaltigten und misshandelten  Frauen lernen, dass ‚man das nicht darf‘, dass es ungesetzlich ist und dem gesellschaftlichen Miteinander nicht entspricht Frauen  zu vergewaltigen, Frauen zu misshandeln? Was würden die Frauen dazu sagen?

Der Vergleich mag geschmacklos sein und absurd dazu. Aber genau das ist doch die Situation der bedrängten Christen. Sie fliehen in eine Schutzeinrichtung und werden dort erneut misshandelt.

Nein, für die Belehrung darüber, wie unsere Gesellschaft in Deutschland funktioniert, dass der Staat nicht nur  Religionsfreiheit  propagiert, sondern auch allen gewährt  und dass dies durch die Gesetze des Landes geschützt ist, für diese Belehrung sind nicht die geflüchteten Christen zuständig, das auch denen  begreiflich zu machen, die bisher mit ganz anderen Systemen von Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenrechten gelebt haben und die mit einer anderen ideologischen Basis aufgewachsen sind, als wir in Deutschland, das ist allein Sache des Staates und seiner rechtlichen Einrichtungen und der Verwaltung. Und noch mehr ist es Sache des Staates, entsprechende Sanktionen zu verhängen, wenn Asylbewerber sich nicht an diesen gesellschaftlichen Konsens halten wollen.

Das Asylrecht ist kein Freibrief zur Durchsetzung der ideologisch geprägten Lebensweise der Flüchtlinge.

Das scheint aber weder die Ankömmlinge noch manche Mitglieder der Parteien zu bekümmern, die nach mehr Multikulti oder mehr Arbeitskräften durch Zuwanderer rufen.

Doch die Forderung nach einer Trennung der religiösen Gruppen wird lauter – und sei es auch nur, weil zunehmend die Konflikte zwischen den verschiedenen muslimischen Traditionen auch hier in deutschen Asylantenheimen aufbrechen und  auch die Polizei  an ihre Grenzen kommt, wie man diesem Bericht entnehmen kann:

An der Belastungsgrenze angelangt“Polizei will muslimische und christliche Flüchtlinge getrennt unterbringen

ENDLICH !

Ich plädiere damit aber weder für eine Ghettoisierung der Zuwanderer noch für Apartheid deutscher Prägung. Die Trennung kann nur eine vorläufige Maßnahme zum Schutz der Minderheiten sein, bis die Asylverfahren abgeschlossen sind und die Bewerber bei erfolgreicher Prozedur in eigene Wohnungen ziehen können.

Die Regierungen aller Bundesländer müssen aber jetzt und dringend  deutlich machen, dass nur, wer sich an die Regeln hält, die das Grundgesetz vorschreibt, auch ein Recht darauf hat, in Deutschland zu leben.

AD MEA VE ESRIM….. 15. Juni, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, freunde, gesellschaft, israel, judentum.
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„Hundertundzwanzig sollst du werden!“ lautet ein traditioneller jüdischer  Wunsch zum Geburtstag.

Und das ist es, was ich „Dienste in Israel“ anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Herzen wünsche.

Ich erinnere mich vage an einen Gottesdienst in meiner Gemeinde im  Frühsommer vor 34 oder 35 Jahren. Mitglieder unserer Gemeinde berichteten über ihre Reise nach Israel. Sie hatten aber  keine gewöhnliche Urlaubsreise als Touristen gemacht, sie kamen vielmehr von einem Erntehelfereinsatz in einem Kibbuz zurück und hatten auch eine große Kiste Orangen mit gebracht, um zu verdeutlichen was sie dort unten in der Nähe des Gazastreifens eigentlich gemacht hatten:  Orangen geerntet.

Das war, so erinnere ich mich, das erste Mal, dass ich etwas von „Dienste in Israel“ erfuhr.

Immer wieder in den darauf folgenden Jahren gab es in meiner Gemeinde viele Impulse aus und für Israel, Informationen über die Arbeit von „HaGOSCHRIM“, den „Brückenbauern“, wie die Organisation in Israel auch genannt wird. Junge Leute aus Deutschland gehen als Volontäre für drei, sechs, neun oder zwölf Monate nach Israel, arbeiten in einem Kibbuz oder in einer der vielen sozialen Einrichtungen für pflegebedürftige Menschen –  Senioren im Pflegeheim oder schwer- und schwerstbehinderte junge und auch ältere  Menschen.  In Deutschland werden sie durch „Dienste in Israel“ auf Land, Leute und ihre Aufgabe vorbereitet (inklusive einem ersten Anfängerkurs Hebräisch),  in Israel werden sie duch Mitarbeiter von DiI betreut – Wohnung und Büro sind in Jerusalem – und von den Ansprechpartnern in den Einrichtungen eingewiesen, angeleitet und begleitet. Ich habe die Wohnung in der „Hagai schewa“ als einen Ort der Begegnung kennengelernt …. unser ältester Sohn war 13 Monate als Volontär im Land, zunächst hatte er nur einen dreimonatigen Kibbuz-Einsatz geplant, dann kam sein Anruf…  „Ich würde gerne länger bleiben…!“ Aus organisatorischen Gründen musste er nach einem weiteren „Urlaubsmonat“ in Israel zurück nach Deutschland kommen und dann drei Monate später erneut nach Israel aufbrechen für 9 Monate Dienst in einem Altenheim in Kfar Saba…

DIENSTE IN ISRAEL  – was wäre es ohne die Volontäre und was wäre es  ohne die schier unermüdliche Arbeit von Fridegart und Egon Maschke und aller nachfolgenden Leiter und Mitarbeiter ? Ich erinnere mich daran, dass Fridegart, wann immer sie hörte, dass jemand aus dem Großraum Hannover nach Israel reiste,  mit der Bitte an die Reisenden herantrat, doch eine „Kleinigkeit“ für die Mitarbeiter im Jerusalemer Büro mitzunehmen, und so kam es, dass ich einmal mit einem riesigen Kochtopf zu meinen Füßen den Flug nach Israel antrat und dieses Ding dann auch noch per Bus und Scherut durchs halbe Land transportierte….  Jeder und jede, die mit Maschkes jemals wegen Israel in Kontakt waren, könnten ähnliche Geschichten erzählen…. und über allem stand immer der vertrauensvolle Auspruch : „Be’Esrat HaSchem“  – mit Gottes Hilfe  und der dazu gehörende Dank „Toda laEl“ –  „Dank sei GOTT“ – „wem sonst“, wie Fridegart oft und gern hinzufügte….

Am vergangenen Wochenende dann das große Fest.

Ein Fest der Begegnung und des Dankes – TODA RABA, TODA LA’EL!

Rückblick auf die 40 Jahre, Erinnerung an die Anfänge, Ehrung der Begründer des Werkes – Fridegart und Egon Maschke -, Dank an die vielen, vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in all den Jahren. Dank auch an die israelischen Behörden, ohne die das alles gar nicht möglich wäre, Dank an die vielen Spender, ohne deren finanzielle Hilfe eben auch gar nichts mgölich wäre, denn DiI finanziert sich zum allergrößten Teil aus Spenden.

Immer waren junge deutsche Volontäre von DiI im Land, selbst in den schwierigen Zeiten der Intifada und der kriegerischen Auseinandersetzungen. Ich erinnere mich an einen Gottesdienst wärend des ersten Golfkrieges. Die Mitarbeiterin des Jerusalemer Büros hatte noch am frühen Morgen ein Fax an die Gemeinde geschickt – sie hatten, so berichtete sie damals, einen Raum der Wohnung als Schutzraum gegen mögliche Gasangriffe durch die irakische Armee eingerichtet… aber sonst ging es ihnen gut….

Ralf Zintarra, der jetzige  Leiter von DiI berichtete, dass er ständig auf die besondere Situation in Israel reagieren müssen, so sei er auch in der vergangenen Woche während der Vorbereitungen auf das Fest hier in Hannover angerufen worden von der Mitarbeiterin in Jerusalem, die ihn wegen des neuerlichen Raketenangriffs aus Gaza kontaktierte….

Wir hier, in unserem friedlichen Deutschland, das seit der Kapitulation vor 70 Jahren keinen Luftangriff auf Städte und Gemeinden  mehr erlebt hat, können uns doch gar nicht vorstellen, wie es ist, unter der ständigen Bedrohung zu leben…. und auch die Zeiten der RAF mit ihren mörderischen Angriffen auf völlig unschuldige Menschen liegt längst hinter uns… erinnern wir uns eigentlich noch an die Zeit?

Wie ist es, wenn man nicht  sicher sein kann, dass in Bus oder Bahn, in Geschäften oder Restaurants, Diskotheken, Kinos bei Freiluftveranstaltungen alles friedlich ist, man jederzeit  – JEDERZEIT –  mit einem Bombenattentat rechnen MUSS ? Das aber war lange grausame Realität in Israel – und ist es ja zum Teil immer noch!  Und wäre nicht der Schutzzaun, der verhindern soll, dass Attentäter ungehindert die grüne Linie passieren und ins israelische Kernland eindringen können, würden wir auch heute immer wieder von solchen schweren Anschlägen hören…. die „kleinen“, die dennoch passieren (mit dem Auto in die wartende Gruppe an der Haltestelle fahren, Steine auf Autos schleudern, Messerattacken, Überfälle auf Juden in den Siedlungen und… und… und) sind doch  unseren Medien keine einzige Zeile wert, ebensowenig wie die vielen Raketenangriffe AUF  Israel… unsere Medien machen erst mobil, wenn Israel seinerseits sich gegen die Angriffe zu Wehr setzt.

Auch mit dieser Realität sind die Volontäre konfrontiert.

Das aber –  die komplizierte politische und bedrohte  Lage  Israels, wie sie beispielsweise in diesem Artikel  beschrieben wird –  kam bei dem wunderbaren Fest nur andeutungsweise zum Ausdruck. Der Blick richtet sich auf die Aufgaben in der Zukunft.

So lautet dann auch das Motto des Festes:

   לְ הִ פָ גֵ ׁש  וְ לְ הַ כִ יר   –  לִ בְ נֹות  אֶ ת  הֶ עָ תִ יד  בְ יַ חַ ד

“ Einander begegnen   –    Gemeinsam Zukunft bauen   „

und weist weit über die Tage des Feierns hinaus.

Gebe der Ewige, dass mein Wunsch zum Jubiläum über die Zeit hinaus gesegnete und segensreiche  Wirklichkeit sei…