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Aus dem Netz gefischt: Christenverfolgung nicht dramatisieren… 30. Mai, 2017

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, terrorismus.
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Es war Kirchentag…

Treffen evangelischer Christen….

C H R I S T E N

Christen werden verfolgt …. drangsaliert …. entrechtet …. misshandelt … getötet….

Wir lesen darüber immer wieder  in einigen wenigen Medien, denn nicht alle Journalisten halten das für berichtenswert.

 

Da spricht ein Bischof ein „wahres Bischofswort“:

 

 

Bild könnte enthalten: 1 Person, Text

Bischof (von altgriechisch ἐπίσκοπος epískopos ‚Aufseher‘, ‚Hüter‘, ‚Schützer‘)…“ Quelle

Und statt einer Zurechtweisung durch seine bischöflichen Kollegen….   Schweigen!

 

Da bleibt einem armen Christenmenschen das Wort im Halse stecken, weswegen es hier auch keine weiteren Aussagen von mir  gibt, nur noch der Hinweis auf den Fundort

und den Blick auf   diesen Text….

 

Der Fairness halber auch diese Einordnung des bischöflichen Wortes, die zwar nachvollziehbar ist, aber sicher nur für einen sehr geringen Teil der unter  Verfolgung leidenden Christen zutrifft.

 

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Lügen und fromme Täuschung… 27. Januar, 2016

Posted by Rika in aktuell, antisemitismus, gesellschaft, iran, islam, israel, meine persönliche presseschau, politik, presse, terrorismus.
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Welch eine großartige Nachricht!

Im Vatikan herrscht „Wahre Freude“, titelt  „heute“ und fügt hinzu:

Es ging um Frieden, Toleranz und ein Gebet: Papst Franziskus hat den iranischen Präsidenten Rohani zu einer Privataudienz empfangen. Rohani sprach im Anschluss von einer wahren Freude. Es ging aber auch um Politik.

 

Frieden, Toleranz, Gebet –  das sind Begriffe, die ein jedes Christenherz höher schlagen lassen, und dass der iranisch-muslimisch-schiitische Hassan Rohani den Papst – und damit den höchsten Vertreter der katholischen Christenheit – persönlich bittet, für ihn zu beten, das ist doch wahrlich der höchste Gipfel eines friedlichen Miteinander. Könnte man meinen, wenn, ja wenn es da nicht diese anderen überaus beklemmenden  Nachrichten und Bilder gäbe.

So schreibt  focus  erst gestern:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft dem Iran eine „schändliche Missachtung von Kinderrechten“ vor. Mehr als hundert Jugendliche sollen zum Tode verurteilt sein. Laut Bericht habe es in den vergangenen zehn Jahren etwa 73 Hinrichtungen gegeben.

 

Der Bericht führt weiter aus:

Teheran verstoße damit gegen die UN-Kinderschutzkonvention, die Todesurteile gegen zur Tatzeit Minderjährige verbiete und die das Land schon vor zwei Jahrzehnten unterzeichnet habe, heißt es in dem Bericht. Trotz einer Jugendstrafrechtsreform „liegt der Iran hinter der Welt zurück“, beklagte der Amnesty-Vizedirektor für den Mittleren Osten, Said Boumedouha. „Er behält Gesetze bei, die Todesurteile für Mädchen ab neun Jahren und Jungen ab 15 Jahren erlauben.“

 

(Hervorhebung von mir)  Man beachte das besondere „Privileg“, das den weiblichen Delinquenten zukommt, die können nämlich schon in einem Alter von nur 9 Jahren hingerichtet werden. Ob es etwas damit zu tun hat, dass Mädchen ja auch schon in einem Alter von 9 Jahren geheiratet werden können und ein Mann demzufolge mit ihnen auch die Ehe vollziehen kann? Kindesmissbrauch in Vollendung, muss man sarkastisch-traurig hinzufügen.

 

In Iran werden immer wieder schwule Männer zum Tode verurteilt: Seit der Islamischen Revolution wurden mehr als 4000 Männer, die Männer lieben, an Baukränen erhängt. Eine wegen homosexueller Handlungen verurteilte Person kann in Iran entweder mit 99 Peitschenhieben bestraft oder erhängt werden. Peitschenhiebe gibt es bereits dann, wenn zwei Männer „unnötigerweise“ gemeinsam unter einer Decke schlafen – selbst wenn es keinen sexuellen Kontakt gegeben hat.

 

Quelle

 

 

Mit einem Kran erhängt zu werden, ist eine wirklich schreckliche Art zu sterben. Wenn die Galgen benutzt werden, die man kennt, bricht das Genick des Verurteilten meist schon während des Falls, was die Person quasi fast sofort tötet. Wenn jemand mit einem Kran erhängt wird, wird die Person allerdings langsam am Genick hochgezogen, bis sie über dem Boden hängt. Es kann bis zu 20 Minuten dauern, bis der Tod eintritt.“ Quelle

Rohani, der sich gerne mild lächelnd als „gemäßigter“, „moderater“ islamischer Führer feiern und preisen lässt, hat in seiner bisherigen Amtszeit eine Bilanz des Schreckens vorzuweisen: „… wurden zwischen dem 10. September 2013 und bis zum 15. Januar 2016 insgesamt 2166 Personen, darunter auch 63 Frauen gehängt.“, kann man bei facebook erfahren. Nun gehört facebook nicht unbedingt zu den zuverlässigen Quellen der Erkenntnis, aber vielleicht zu denjenigen, in denen überhaupt berichtet wird, was und wie etwas in Iran vonstatten geht, sind doch unsere offiziellen Medien damit beschäftigt, die Grundlage für ein prima Geschäftsklima zu schaffen, wie ja auch der Jubel über den „gelungenen“ Atomdeal mit Iran zeigt. Der lächelnde Herr Rohani ist eben „vertauenswürdiger“ als ein grimmig drein blickender Ahmadinedschad – wobei es den meisten Regierungsbeobachtern herzlich egal zu sein scheint, dass lediglich der Auftritt, nicht aber die grundlegende Meinung die beiden iranischen Präsidenten voneinander unterscheidet.

 

Nach dem „heute“-Bericht waren diese barbarischen Strafen und Menschenrechtsverletzungen jedoch kein Thema für den Papst und seine Administration. Und auch kein Thema für die berichtende „heute“.  Aber schließlich kann sich der Heilige Vater ja nicht um alles kümmern, immerhin, dies wurde dann doch mitgeteilt :

In einer Erklärung des Vatikans hieß es, Franziskus habe die „wichtige Rolle“ Teherans im Mittlern Osten betont. Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche „die Verbreitung von Terrorismus“ sowie den Waffenhandel stoppten.

 

Wäre die Unterstützung terroristischer Gruppen durch die Regierung des Iran nicht auf so entsetzliche Weise real, könnte man den Satz „Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche die Verbreitung von Terrorismuss sowie Waffenhandel stoppten“ für einen Gag aus der „heute-show“ halten, als ein wunderbar zeitgenössisches Beispiel vom Bock, den man zum Gärtner machen will.

Leider ist es der „heute“ auch nicht aufgefallen, dass der Papst nicht einmal sein Kerngeschäft vernünftig wahrnahm oder wahrnimmt.

Laut biblischer Aussage erging die Weisung Jesu  an Petrus  (dessen Nachfolger Franziskus ja angeblich ist)  seine – Jesu – „Lämmer und Schafe zu weiden“. ( Bibel, Johannes 21, 15-17) Damit ist jedoch nicht   profanes Schafehüten gemeint, wie man sich ohnehinleicht denken könnte,  nein  in diesem „Bild“   geht es darum, die Nachfolger (i.S.v. Jünger) Jesu, also die Christen zu  betreuen.  Dieses „weiden“  meint nicht anderes, als sich  um die Christen zu kümmern, Gefahren von ihnen fern zu halten, für vernünftige Bedingungen zu sorgen, schlicht und einfach  das Wohl der Christen im Blick zu haben und sich für sie einzusetzen, wo immer es erforderlich ist.

Und in Iran ist der Einsatz ranghoher Kirchenführer für das Wohlergehen der Christen dringend geboten, wie überhaupt in den Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung und entsprechender Regierung.

Christen in Iran leiden unter Verfolgung, besonders schwer ist es für diejenigen von ihnen, die sich vom Islam abgewandt und Christ geworden sind. Ihnen droht der Tod.

Davon ist in dem Bericht keine Rede und auch nicht davon, dass der Papst das in irgendeiner Weise angesprochen haben könnte. Möglicherweise hat er es ja sogar zur Sprache gebracht – dann möge er mir meine kritischen Worte verzeihen – und das ZDF hat wieder einmal wichtige Informationen zugunsten einer allgemeinen „Friede-Freude-Eierkuchen-Berichterstattung“ unterschlagen. Obwohl das dann nicht zu dem passen würde, womit die kurze Mitteilung von „heute“ endet:

Obwohl es nicht der erste Besuch eines iranischen Staatsoberhauptes bei einem Papst war, wurde die Audienz im Vorfeld als symbolträchtig interpretiert. Der schiitische Iran sendet dem sunnitischen Erzfeind Saudi-Arabien damit eine Botschaft: Der Iran hat keine Differenzen mit den Christen. 1999 war bereits Rohanis Vorgänger Mohammed Chatami mit Johannes Paul II. zusammengetroffen.

„DER IRAN HAT KEINE DIFFERENZEN MIT DEN CHRISTEN!“  Das muss sich der Leser dieser Zeile ganz langsam zumuten, ist das doch bitterste Ironie, schlimmste Täuschung. Welcher ZDF-Journalist hat sich diesen Satz ausgedacht – OHNE ihn auch nur ansatzweise zu hinterfragen? In jedem Reiseführer ist zu lesen, dass christliche Touristen doch bitteschön auf das Tragen christlicher Symbole verzichten sollten, um keinen Unmut zu erregen und kein öffentliches Ärgernis auf sich zu ziehen. Können die Leute beim ZDF nicht ordentlich recherchieren? Wer sich nur ein wenig unter christlichen Flüchtlingen umhört, der erfährt schreckliche Einzelheiten zum Thema „Christen in Iran“. Zu behaupten, es gäbe keine Differenzen ist eine gezielte Desinformation, eine üble Täuschung der christlichen Welt über die tatsächlichen Gegebenheiten in Iran.

Und damit  wäre ich bei dem Begriff, der meinem Blogeintrag neben den „Lügen“ als Überschrift dient: TÄUSCHUNG

Der Islam kennt die trickreiche Anwendung der Täuschung zum Zweck der Durchsetzung islamischer Ziele. Und so muss man wohl auch dies verstehen:

Rohani, so lesen wir, bittet den Papst, für ihn zu beten.

Hamed Abdel Samad schreibt in seinem Buch  (Droemer, München 2014)  „Der islamische Faschismus“ in dem Kapitel „Taqiyya oder: Täuschung für die Sache Gottes“ unter anderem Folgendes:

„Der Islam war bald sehr erfolgreich mit seinen Eroberungen, und die Muslime bildeten rasch die Mehrheit oder stellten zumindest die Herrschaftselite in den eroberten Gebieten, somit war die Verstellung und das Leugnen des eigenen Glaubens nicht mehr notwendig. Anders war es bei den Schiiten, die sich wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds abspalteten. Sie waren es, die das Prinzip  taqiyya einst prägten, als Selbstschutzmaßnahme, um sich vor der Verfolgung zu schützen.  ….    Ayatollah Khomeini erweiterte dieses Prinzip und erlaubte seinen Anhhängern, sich als Atheisten zu geben, um Zugang zum Verwaltungsapparat des Schahs zu bekommen und das System zu unterwandern. Khomeini schreibt: ‚Sollen die Umstände der taqiyya einen von uns veranlasst haben sich dem Gefolge der Machthaber anzuschließen, dann ist es seine Pflicht davon abzulassen, es sei denn, seine rein formale Teilnahme brächte einen echten Sieg für den Islam.  Auch in der Frühphase der Revolution verbarg er mit Hilfe dieses Prinzips seine Absichten und führte Linke und Bürgerliche damit in die Irre, bis er alle Zügel an sich gerissen hatte. Dabei hätte es jeder wissen können: In seiner Schrift ‚Der islamische Staat‘ hat er alles bestens dargelegt.“ (Seite 158 f)

Wenn ein hoher iranisch-islamischer Funktionär den Papst bittet, für ihn zu beten, so verfolgt er exakt damit die Strategie, die Khomeini zur weltweiten Durchsetzungs des Islam als Herrschaftsform empfiehlt. Er, Rohani, streut seinem Gegenüber formmen Sand in die Augen, macht ihn  zu einem kritiklosen „Verbündeten“, unterstellt ihn dem Gesetz Allahs, denn es ist doch höchst unwahrscheinlich, dass Rohani den Beistand des Dreieinigen Gottes der Christen erbittet. Das wäre nach islamischer Lesart todeswürdige Blasphemie!  So ist es einfach im höchsten Maße perfide, dass der Präsident des Iran, der in seinem Land Christen gnadenlos verfolgen lässt, den höchsten Präsentanten der Christen um ein Gebet bittet. (Ganz anders sähe es natürlich aus, wenn Rohani selbst zu einem Abtrünnigen geworden wäre und um himmlischen Beistand bittet… ) Und der Papst, weiß er nicht, auf welches Spiel der Taqiyyah er sich einlässt?

Ich verstehe es inzwischen nicht mehr, dass zur Recherche ausgebildete Journalisten nicht diesen Zusammenhängen nachgehen und darüber ebenso berichten, wie über den Jubel, den die  geschickte „Täuschung“ – Rohani und Papst im Freudentaumel –  auslöst.

„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ sagt die Bibel.

Für die Obrigkeit zu beten war schon immer eine viel geübte Tradition  der Christen weltweit. Dass unter „Obrigkeit“  auch Tyrannen, Diktatoren, Verbrecher zu finden waren und sind, muss ich nicht ausdrücklich betonen und ich unterlasse es sehr bewusst, das näher zu spezifizieren. Nur dies:

Heute ist der  Gedenktag für die ermordeten Juden ….

und es gab nicht wenige Christen, die für den „Führer“ gebetet haben und nicht darum, dass die Führerschaft, das Morden der Nazis und das Leiden der von den Nazis Verfolgten und Erniedrigten ein Ende haben möge…

Es sei an dieser Stelle auch daran erinnert, dass der nette Herr Rohani mit keiner Silbe die Ankündigung und Forderung seines Vorgängers zurück genommen oder relativiert habe: Immer noch sieht Iran in Israel das „Krebsgeschwür, das aus der Welt entfernt werden soll“….

Der politische und religiöse Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei (76, Foto), hat ein Buch mit dem Titel „Palästina“ veröffentlicht. Nur wenige Wochen nach dem vom Westen gefeierten Atom-Deal spricht der Ayatollah darin Klartext: Das „Krebsgeschwür Israel“ müsse zerstört, die Welt unter islamische Herrschaft gebracht und Jerusalem von den Juden befreit werden. Während der Westen das Atomabkommen als Annäherung Teherans an den Westen feiert, kündigt Khamenei erneut seinen Willen an, den Staat der Juden zu vernichten.

Quelle

 

Auch dazu hat der Papst und haben die Leute von „heute“ geschwiegen…