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Ein bisschen ratlos… 24. Januar, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Gerade finden die Handballeuropameisterschaften statt.

Nach gutem Start in der Vorrunde will dem deutschen Team in der nun zu spielenden Hauptrunde kein Sieg mehr gelingen. Man sagt, das hinge auch damit zusammen, dass zu viele Spieler mehr oder weniger plötzlich an Corona erkrankt seien und darum keine eingespielte Mannschaft mitsamt ihren jeweiligen Ersatzspielern mehr auf dem Platz stehen, respektive spielen könne.

Mich macht das ein bisschen ratlos.

Wie kann es sein, so frage ich mich, dass Handballspieler im – statistisch betrachtet – unvorhersehbar großen Maß an Corona erkranken? Wo haben sie sich angesteckt, wer ist der Urheber des Desasters?

Müsste man nicht, so meine Überlegung, vor einem so wichtigen Wettkampf alle Möglichkeiten der Gefährdung ausschließen, auf alle Kontakte außerhalb des Handballfeldes (und der Familien) verzichten, um sich ja nicht das Virus einzufangen, das eine Teilnahme am Wettkampf unmöglich machen würde? Waren die Spieler alle geimpft und geboostert?

Ja, ja, ich weiß, dass selbst das nicht ein ausreichend großer Schutz vor einer möglichen Ansteckung ist, aber wieso wussten das die Verantwortlichen offenbar nicht und haben darum die Mannschaft leider nicht entsprechend ausreichend gut darauf eingestellt und die wichtigste Verhaltensregel verbindlich für alle aufgestellt:

Keine Kontakte

Wenn ich ein sehr, sehr wichtiges Ereignis vor Augen habe, bemühe ich mich (selbst als doppelt und dreifach Geimpfte) dann nicht noch mehr als gewöhnlich darum, mich ja nicht in gefährliche Situationen zu begeben, um die Teilnahme an dem wichtigen Ereignis ja nicht zu versäumen?

Kann mir jemand erklären, was da bei den deutschen Handballern so gründlich schiefgelaufen ist?

Wie kann man nur alle Empfehlungen, die ja an uns alle gehen, auf so fahrlässige Weise ignorieren?

Es betrifft ja nicht nur die Spieler, auch die betreuenden Personen sind an dieser Stelle gefragt, Trainer, Therapeuten, medizinisches Personal, Köche und Kofferträger… Team sorglos, so scheint mir, ging da auf die Reise.

Wie gesagt, ich bin ein bisschen ratlos…. und ziemlich fassungslos ob dieses Corona-Desasters.

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Seit zwei Jahren verändert sich die Welt …. 18. Januar, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Genau heute vor zwei Jahren trafen sich Freunde und die Familien zweier junger Leute, um zu feiern und sie auf eine wunderbare Reise um die halbe Welt zu verabschieden.

Niemand von uns Feiernden hatte auch nur den leisesten Verdacht, dass nur wenige Wochen später die Welt Kopf stehen würde wegen eines winzigen Feindes, der die Menschen überall auf dem Planeten bedrohte.

Wir feierten lange und ausgelassen in einer dieser wunderbaren „Locations“, wie es auf Neudeutsch heißt. Knapp einhundert Personen in „kontaktfreudiger Nähe“ des begrenzten Raums. Schön und ausgelassen und auch ein bisschen wehmütig, wie Abschiedsfeiern nun mal so sind.

Und dann ging sie wirklich los, diese große Reise ins Abenteuer.

Erstes Ziel: Brasilien.

Und erster sehr leise, aber doch öffentlich geäußerter Verdacht, ein bösartiges Virus könnte sich von China aus auf den Weg rund um die Welt gemacht haben. „Nichts Genaues weiß man nicht!“ ist eine etwas flapsige Umschreibung für derartig nebulöse Szenarien, in denen für den von jeder Fachkenntnis befreiten Beobachter noch nicht klar ist, was eigentlich im Schwange ist. Fachleuten hingegen war der Ernst der Lage wohl durchaus schon bewusst, aber noch hielten sie „hinter dem Berg“, vermutlich um die Bevölkerung nicht zu verunsichern und wohl auch, um über die zu treffenden Maßnahmen nachzudenken.

Dass schon seit Jahren Notfallpläne in den Schubladen des Gesundheitsministeriums liegen und vor sich hin schlummern, erfuhren wir erst mit Verspätung, vermutlich, weil nicht nur die Pläne vor sich hin schlummerten, sondern ebenso auch der verantwortliche Minister und sein Stab.

Von Beginn der sich aufbauenden Epidemie an und erst recht, als diese zur Pandemie hochgestuft wurde, machte Herr Spahn eine überaus unglückliche Figur. Abwiegeln, klein reden, ja keine Aufklärung betreiben, die die Bevölkerung rechtzeitig auf die bedrohliche Lage und die notwendigen zu ergreifenden Maßnahmen hingewiesen hätte.

So war bei uns im Februar die öffentlich bekannte Lage immer noch nebulös, dafür sonnten sich die Reisenden inzwischen im schönen Afrika.

Mein Telefon verzeichnet am 26. 2. 2020 die erste mütterlich Besorgnis, die ich hinsichtlich Corona den im Süden der Erdhalbkugel weilenden „Kindern“ mitteilte: „Hallo liebe Weltenbummler, ich hoffe, dass Ihr gut über das Corona-Virus informiert seid und Euch entsprechend sinnvoll verhaltet“. Die Antwort aus Südafrika: „Jap, machen wir. Wir wurden auch schon vom Reisebüro informiert und auf Dinge hingewiesen. Hier ist das bisher nicht so ein großes Thema. Wir lesen es nur ständig auf deutschen Websites. … An den Flughäfen wurde allerdings z.B. auch unsere Temperatur gemessen und viele Menschen haben Mundschutz getragen.“

Über Mundschutz wurde zu dem Zeitpunkt in Deutschland nicht einmal müde gelächelt, das kam auch später. Er wurde gar nicht erst in Erwägung gezogen.

Hier im Blog notierte ich am 27. Februar:

„Und so ganz am Rande nimmt auch langsam die Berichterstattung über die Gefahr, die von einem in China ausgebrochenen Virus ausgeht, Fahrt auf…. Allerdings will es mir scheinen, dass nicht Corona selbst im Mittelpunkt des Interesses steht, sondern die unglückliche Figur, die der Herr Minister Spahn dabei macht, hatte er doch bei ersten vorsichtigen Meldungen die Gefahr für uns hier in Deutschland heruntergespielt, inzwischen mehren sich aber die Stimmen, die sogar eine Pandemie nicht ausschließen wollen und sorgenvoll darauf hinweisen, dass die medizinischen Einrichtungen möglicherweise auch hier bei uns nicht allzu gut darauf vorbereitet seien.“

Und die Pandemie nahm Fahrt auf.

Auch in Deutschland begann man endlich Maßnahmen zu ergreifen. Schulen wurden geschlossen und ein allgemeiner Lockdown beschlossen, der augenblicklich ein sehr geteiltes Echo auslöste.

Selbsternannte Fachleute versuchten die Regierungsmaßnahmen, die ja ohnehin viel zu spät getroffen worden waren, als Unsinn darzustellen. Corona, so erzählten sie, sei weniger gefährlich als die Grippewelle, die pünktlich mit der kalten Jahreszeit über viele Menschen herfällt und auch zu schweren Verläufen bis hin zu Todesfällen führt.

Schwere Verläufe und viel zu viele Todesfälle wurden zunächst aus unseren europäischen Nachbarländern gemeldet, bis die Corona-Welle auch hier Tribut forderte – und bis heute fordert.

Am 17. März spitzt sich die Lage für Fernreisende zu, von ersten Flugausfällen ist bereits die Rede.

Die Situation spielt auch in unserem Chat eine Rolle, wobei erschwerend hinzukommt, dass die beiden Weltreisenden inzwischen auf Madagaskar weilen und nicht ständig über ein gut funktionierende Netz verfügen.

Ich notiere an dem Tag im Chat: „50 Millionen Euro gibt die Regierung aus, um Urlauber zurückzuholen.“

Im Verlauf des gleichen Tages erfahren die beiden, dass Madagaskar vom 20. März an alle Flüge von und nach Madagaskar streichen und den Flughafen dicht machen wird. In einer abenteuerlichen Tour gelingt es ihnen, am 19. 3. rechtzeitig den Flughafen zu erreichen, Freunde haben sie auf Addis Abeba buchen können, von dort aus kommen sie eine Woche später mit einem regulären Flug zurück nach Deutschland.

Von irgendwelchen Sicherheitschecks in Frankfurt ist keine Rede. Da waren selbst in Äthiopien die Vorkehrungen sehr viel penibler und besser…

Ende März beginne ich – wie viele andere Leute – mit der Produktion von selbst genähten Mund-Nasen-Bedeckungen, die zunächst von den verantwortlichen Politikern nur müde belächelt werden, bis sie aber doch als Schutz bei den nötigen Einkäufen der Lebensmittel nicht nur zugelassen, sondern sogar verlangt werden, denn die Regierung hat es nicht geschafft, ausreichende Vorräte an medizinischen Masken zu beschaffen und für die Bevölkerung bereitzustellen, die wenigen verfügbaren müssen den medizinischen Fachleuten in den Praxen und Kliniken vorbehalten werden….

Im Sommer 2020 normalisiert sich das Leben nur leicht.

Doch mit dem Herbst folgt die nächste Infektionswelle und noch immer gibt es keinen Impfschutz. Viel zu viele Menschen liegen „mit Covid“ auf den Intensivstationen, viel zu viele sterben.

Als gegen Ende des Jahres 2020 die ersten Impfdosen verfügbar sind, stellt sich heraus, dass die Regierung es versäumt hat, ausreichende Bestellungen in Auftrag zu geben. Gleichzeitig werden aus den bisherigen sogenannten „Coronaleugnern“ entschiedene Impfgegner.

Im Frühjahr 2021 beginnen auch in Deutschland endlich die Impfaktionen, zunächst nach Prioritäten durchgeführt, da es immer noch nicht ausreichend viele Dosen für die gesamte Bevölkerung gibt. Das Virus entwickelt Varianten, die an Gefährlichkeit zunehmen. Die Heftigkeit, mit der über das Für und Wider der Impfaktion gestritten wird, nimmt ebenfalls täglich zu. Von der „Spaltung der Gesellschaft“ ist die Rede. Manche Juristen stellen in Diskussionen den Schutz der Rechtsstaatlichkeit über den Schutz des Lebens und geben so den Impfgegnern Anregungen und Argumente im Kampf gegen die von der Regierung empfohlenen Maßnahmen. Unter die (naiven) Ignoranten mischen sich Querdenker und Rechte und bilden eine üble Gemengelage bei den sich häufenden Protestaktionen in Form von angemeldeten Demonstrationen und später dann bei nicht genehmigten Spaziergängen.

Auf die erste Impfung folgte planmäßig die zweite, seit dem Herbst 2021 wird eine dritte Impfung als Auffrischung des Schutzes empfohlen, das „Boostern“ beginnt.

Der Liebste und ich sind natürlich geboostert – und sehr dankbar. Die meisten unserer Freunde ebenfalls und auch die Mehrheit der Familie. Dass einzelne Personen aus diesem Kreis noch nicht den 3. „Schuss“ haben, liegt einzig und allein an der Bürokratie, nicht an ihrem Willen, sich nochmals impfen zu lassen.

Dass immer noch rund 25 % der Bevölkerung nicht vollständig oder gar nicht geimpft ist, liegt allerdings weniger an der Bürokratie, als vielmehr an Quacksalbern, Verschwörungstheoretikern und juristischen Beratern, die sich gegen das allgemeine Impfen aussprechen – oftmals aus fadenscheinigen Gründen und immer aus mangelnder Einsicht in die medizinische Notwendigkeit.

Heute vor zwei Jahren habe ich mir nicht vorstellen können, dass so eine Entwicklung in einem zivilisierten Land wie Deutschland oder den Ländern der EU so rasant das gesamte Leben drastisch verändern würde.

Ich verzichte hier auf detaillierte Darstellungen… wir erleben es ja in Echtzeit und live…

Meine ehrliche Antwort auf eine aufrichtig gestellte Frage… 23. November, 2021

Posted by Rika in aktuell.
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Ich erhielt eine E-Mail von einer Leserin meines Blogs, die mich auf den vorherigen Beitrag ansprach und fragte, wie dieser mit meiner Selbstauskunft zu „himmel und erde“, wie ich sie ja verfasst habe, in Einklang zu bringen sei.

Vielleicht fällt diese von ihr wahrgenommene Diskrepanz auch anderen irritierend auf. Ich habe in einer Mail auf ihre Anfrage geantwortet – und stelle diese Antwort hier ein, um ein wenig näher meine Beweggründe zu erklären:

Liebe X,

aufrichtigen Dank für das aufrichte Feedback und die Nachfrage.

Ich will sie gerne beantworten.

Dazu zitiere ich zunächst meinen Eingangssatz:

„Was sind das – was seid Ihr – nur für schreckliche Ignoranten und Verharmloser der NS-Zeit, die immer wieder die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie mit der Willkür und dem Terror vor allem gegen Juden, aber auch gegen andere Minderheiten vergleichen?“

Es geht mir nicht um eine andere Meinung zum Impfgeschehen, auch wenn ich über viele Statements ungläubig den Kopf schütteln muss. Es geht mir in dem Beitrag explizit um diejenigen, die ihren Widerstand mit dem Widerstand gegen das NS-Regime vergleichen, oder, schlimmer noch, die sich selbst mit den Opfern des Regimes auf eine Stufe stellen.

Seit ich – geboren 1949 –  mit ungefähr  14 Jahren oder sogar noch jünger das Buch „Exodus“ von Leon Uris gelesen habe und mit den unvorstellbaren, schrecklichen Taten der Deutschen während der Zeit des Nationalsozialismus konfrontiert wurde,   hat mich immer wieder in veränderter Form die Frage bewegt  und  ich  habe sie mit Vehemenz meinen Eltern und Großeltern gestellt: Warum habt ihr das, die Verfolgung und Ermordung von 6 Millionen europäischen Juden, zugelassen, warum habt ihr das Morden an den Juden einfach ignoriert.

Viel später in meinem Leben ist mir klar geworden, dass ich diese Frage aus der sicheren Position eines Kindes der Nachkriegszeit gestellt habe, ich selber aber gar nicht sicher weiß, wie ich mich denn verhalten hätte. Die Frage blieb dennoch bestehen, aber die Anklage gegen meine (direkten eigenen) Altvorderen wurde schwächer, ich wurde barmherziger.

1992 war ich zum ersten Mal in Israel, inzwischen deutlich meiner eigenen charakterlichen Anteile bewusst, und in dem Gefühl, tatsächlich zum Volk der Täter zu gehören, auch wenn es – Dank sei Gott – in meiner Familie keine aktiven „Parteigenossen“ und schon gar keine (aktiven) Täter gab (aktive Widerständler gab es aber auch nicht). Aber mit dieser Einstellung „ich gehöre zum Tätervolk und nicht zu den Opfern“  besuchte ich die Gedenkstätte Yad Vaschem in Jerusalem – und es traf mich bis ins Mark. Die Dokumente und Briefe, mit denen dem „Führer“ mitgeteilt wurde, eine Stadt sei „judenrein“, die nüchtern verfassten Protokolle über die Sterberate durch Arbeit und mangelnder Ernährung in den Arbeitslagern, die Bilder von Bergen menschlicher Haare, Schuhen, Brillen, die Aufzählung der Namen der gemordeten Kinder….  Das Grauen so hautnah zu spüren… Ich bin seitdem noch einige Male in Yad Vaschem gewesen, zuletzt 2018, der Schrecken, die Scham, das Grauen wirkt auf mich und in mir unverändert fort.

Ich bin  hier in Deutschland in der Gedenkstätte Bergen-Belsen gewesen, allein und später als Begleiterin von Jugendgruppen… Es ist ein stiller Ort, der die Schrecken nicht spiegelt, aber in der Dokumentationsstätte sehr gut medial darstellt und erfahrbar macht.

Im Oktober habe ich an einem Schweigemarsch in Hamburg teilgenommen, der nach dem Angriff auf einen Juden, der dabei schwere Verletzungen davontrug, auf Initiative einer jüdischen Facebook-Freundin organisiert wurde. 300 Leute nahmen daran teil, einige, wie ich, die nicht in Hamburg wohnen, waren extra angereist. 300 Menschen demonstrieren schweigend gegen den erstarkenden Antisemitismus, aber Tausende demonstrieren gegen die Corona-Regeln.

 Es kommen Menschen in den Corona-Zeiten daher und vergleichen die jetzige Regierung mit der Diktatur Adolf Hitlers, die Umsetzung der Impfmöglichkeiten und die Einschränkungen, die wir ja durch die Welle erleben, mit dem Druck, der Verfolgung und  den unglaublichen Zuständen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern. Das macht mich fassungslos. Das macht mich unglaublich fassungslos. Das macht mich auch wütend. Dafür habe ich gar kein Verständnis. Das finde ich schändlich, widerwärtig. Ich kann meiner Verachtung für Leute, die solche Vergleich auch nur anstellen und weitergeben, gar nicht in passenden Worten Ausdruck geben.

Zugleich erlebe ich eine extrem rasante Zunahme des Antisemitismus in Deutschland. Meine jüdischen Freunde stehen nahezu alle vor der Frage, ob es nicht besser sei, Deutschland zu verlassen und nach Israel auszuwandern. Ich lese von Beleidigungen jüdischer Kinder in den Schulen, von Mobbing, Anfeindungen, tätlichen Übergriffen – auch auf Erwachsene.

Und da kommen Impfgegner daher und nehmen für sich in Anspruch, wie die Juden – weiland und heute wieder – „Opfer“ zu sein, noch dazu Opfer des besten demokratischen Staates, den Deutsche je hatten!

Angesichts dieser Gemengelage finde ich meinen Blogbeitrag   extrem harmlos, ja, geradezu freundlich formuliert.

Es geht mir nicht darum, irgendeine Meinung zu kritisieren. Ich kritisiere und verachte „diese besondere Meinung und Haltung“ und kann sie auch nicht mit dem Mäntelchen christlicher Nächstenliebe zudecken. Im Gegenteil. Es entsetzt mich, dass auch bekennende Christen solche Ansichten, wie ich sie im Blog kritisiere, vertreten.

 Jeder hat natürlich das Recht, sich gegen eine Impfung zu entscheiden, aber er sollte sich gut überlegen, wie er das begründet und seine möglichen Ängste vor der Impfung nicht hinter dem „Pseudomut als Widerstandskämpfer“ verstecken.

Schon gar nicht richtet sich meine Kritik gegen diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden dürfen oder können. Für die habe ich vollstes Verständnis. Ich habe sogar ein gewisses Verständnis für diejenigen, die meinen, Gott würde sie auf andere Weise vor der Ansteckung mit Corona bewahren und die deshalb die Impfung ablehnen. So eine Argumentation kenne ich aus anderen Bezügen, beispielsweise bei psychologischen Themen. Zum Zahnarzt geht man selbstverständlich, auch einen Blinddarm lässt man sich operieren, aber für psychische Probleme ist  bitte  nur Gott selbst zuständig.

Gott hat uns einen gut funktionierenden Verstand gegeben. Wir dürfen ihn auch nutzen, um Probleme zu bewältigen. Corona ist ein Problem und die Impfung – und alle Einschränkungen – sind Teil der Lösung.

In diesem Sinne, alles Gute, Gesundheit und Segen für Sie,

Ihre „Rika“


Die wenigen Angaben in Klammern, habe ich nachträglich für diesen Beitrag eingefügt.

Meine Bezüge auf Gott sind dem Brief und der Anfrage geschuldet die mir gestellt wurde. Darin wird ausdrücklich meine christliche Grundhaltung angesprochen.

Auch Christen dürfen wütend werden…. und müssen nicht alles in frommer Haltung ertragen.

In der Ruhe fehlt die Kraft… 24. April, 2021

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Es war sehr lange, viel zu lange ruhig bei „himmel und erde“… und ich frage mich selber, wieso.

Es wäre zu einfach zu sagen, Corona sei dafür verantwortlich, denn die alleinige Verantwortliche für diesen Blog bin ich selbst. Und dennoch liegt etwas Wahres darin, anzunehmen, dass die Ruhe hier im Blog auch mit Corona zu tun hat.

Tag für Tag stürmen Nachrichten auf mich ein, ich lese in der Zeitung und im Internet zum Thema „Corona“, werde mit den Inzidenzzahlen beglückt, mit Stellungnahmen prominenter Politiker und Wissenschaftler, lese abstruse Kommentare von Leuten, die man getrost unter „Querdenker“ sortieren kann, höre die absonderlichsten Meinungen und weiß am Ende kaum noch wirklich Bescheid. Aber das, Bescheid zu wissen, ist doch das eigentliche Motiv, möglichst viele verschiedene Informationen zu sammeln und einzuordnen in das eigene Bezugssystem des Denkens und Begreifens.

Abgesehen von den wirklich rein medizinisch-wissenschaftlichen Fakten, deren Darstellung ich einfach nur für wahr halten muss, weil ich sie ja selber gar nicht nachprüfen kann, bilde ich mir ein, selber gut verstanden zu haben, was, wie und warum in Sachen Corona notwendig ist oder vonseiten der Regierung als notwendig erklärt wird. Das bedeutet aber keinesfalls, dass ich mit allen Entscheidungen einverstanden oder gar glücklich bin.

Dieses Gefühl oder gar die Überzeugung, nicht einverstanden sein zu können mit den Maßnahmen, die die Regierung beschließt, müssen wohl auch die Akteure gehabt haben, die unter dem Hashtag „allesdichtmachen“ ihren Widerspruch öffentlich gemacht haben – und damit prompt heftige Reaktionen auslösten, die gleichfalls Widerspruch für die Akteure und sogar offene Forderungen des Berufsverbotes für namentlich genannte Schauspieler enthielten.

Wenn ein äußerst prominenter Schauspieler sich an der Aktion beteiligt, läuft er Gefahr, auch zum „personifizierten Symbol“ derselben zu werden und die Anteilnahme – in Form größten Zuspruchs wie größtmöglichen geballten Zorns – des geneigten Publikums auf sich zu ziehen. Dass dies Jan Josef Liefers traf, ist darum kaum verwunderlich. Niemand käme doch auf die Idee, einen der C- oder D-Promis aufs Korn der öffentlichen Kritik zu nehmen, was kümmert mich das wenig intelligente Geschwätz eines Schauspielers, dessen Namen ich nicht einmal kenne? Aber Liefers, den „kenne“ ich, nicht persönlich natürlich, nur „vom Fernsehen“ und da vor allem in der Person des irritierend arroganten Rechtsmediziners Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne im „Tatort Münster“, der immer Recht und immer das letzte Wort haben will. (Ich liebe den Münster Tatort – und auch den nervenden Egomanen Boerne, obwohl ich im wahren Leben solche Typen überhaupt nicht ausstehen kann…. ja, ich weiß, das ist ein Widerspruch in sich!)

#allesdichtmachen soll, so las ich, von einem Mann initiiert worden sein, der von Anbeginn der Pandemie an mit kritischen, um nicht zu sagen, verleugnenden Aussprüchen zu Corona öffentliche Aufmerksamkeit erlangen wollte.

Nun also diese Aktion.

Man kann ihm eine gewisse Meisterleistung sicher nicht absprechen, dafür mehr oder weniger bekannte Schauspieler gewonnen zu haben, den Schauspielern aber eben sowenig den Vorwurf ersparen, nicht geprüft zu haben, wem man da auf den Leim gegangen war, mit wem man sich in ein unordentliches Bett gelegt hatte

Niemand wird die Frustration und Sorge der Schauspieler um Arbeit, Auskommen und Zukunft NICHT verstehen können. Zu lange schon ruhen Theater, Opern, Varietés, Lesungen und mögliche Arbeiten im Dauerlockdown. Das nimmt jede Energie, lähmt für die meisten Künstler bei Bühne und Film Kreativität, Lebensfreude und Selbstwertgefühl. In der aufgezwungenen Ruhe liegt eben kaum oder gar keine Kraft.

So mag es nicht verwundern, dass nach den neuerlichen Beschlüssen der Bundesregierung zur Verschärfung des Lockdowns die Aufforderung zu kreativem Protest für viele Künstler wie gerufen kam. Ich habe nur sehr wenige Protest-Videos gesehen, als ich auf die Aktion aufmerksam wurde, waren die Aufnahmen schon aus dem Netz genommen und nur einzelne noch abrufbar. Es lässt sich aber aus den kritischen und heftigen Kommentaren schließen, dass nicht jeder Schauspieler auch ein begnadeter Drehbuchschreiber ist, schon gar nicht, wenn es um pointierte, sarkastisch dargebrachte Kritik geht. Manche der Videos, so ist zu vermuten, waren nicht nur schlecht gemacht, sondern zudem auch noch strunzdumm und somit alles andere als eine Aufforderung zum nachdenklichen Protest.

Aus #allesdichtmachen wurde so ein „seid ihr noch ganz dicht?“

Habt ihr sie noch alle, in dieser Form Kritik zu üben an den Maßnahmen, die ja nicht nur Schauspieler betreffen. Jeden Tag lesen wir von den Problemen der „kleinen Geschäftsleute“, den Selbstständigen, den Künstlern insgesamt, den Restaurantbetreibern, Köchen und Bediensteten in den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben. Wir sehen die Tourismusbranche am Boden, den Eisbudenbetreiber in allen Feriengebieten der Republik, den Fischbrötchenverkäufer an der Küste, die Pensionswirte, die keine Gäste mehr aufnehmen dürfen, selbst Campingplatzbetreiber sind trotz ihres großen Frischluftareals ohnmächtig untätig – sie alle leiden an und unter den Maßnahmen.

Und wir leiden mit ihnen.

Von Schülern und Lehrer, Erziehern und Kitakindern will ich gar nicht erst reden, auch nicht von den vielen Eltern, die es irgendwie schaffen müssen, Arbeit und Heimschule miteinander zu vereinbaren, die Kinder bei Laune zu halten und selbst nicht Geduld und Kraft zu verlieren.

Aber deutlich hinweisen will ich auf die Angehörigen der an Corona Verstorbenen, auf die Genesenden, die immer noch mit den Langzeitfolgen kämpfen, auf die schweren Fälle auf den Intensivstationen, um deren Leben Pfleger und Ärzte Tag und Nacht kämpfen, auf die Alten in den Seniorenheimen und die Menschen, die sich um sie kümmern.

Ich bin Ulrike Herrmann, eine ganz normale Frau und frage euch Schauspieler und Selbstdarsteller:

Seid ihr eigentlich noch ganz dicht?

Und ich fordere euch auf, endlich dicht zu werden oder dichtzumachen, ganz im Sinne der bekannten Formel, wonach jemand, der sich unsinnig verhält, nicht ganz dicht sei! Nutzt euren Verstand, euer Denkvermögen und euer Talent. Arbeitet daran, die Lage für alle erträglicher zu machen. Es gibt sie doch, die Künstler, die wunderbare Aktionen anbieten, die Lust und Freude verbreiten, uns staunen lassen über ihren Einfaltsreichtum zur Bewältigung ihrer persönlichen wie der allgemeinen Krise. Und wenn ihr schon Kritik üben wollt, dann doch nicht mit einem selbstgefälligen Filmchen, das zudem vollkommen einseitig nur dem eigenen Jammer dient und mitnichten dazu beitragen kann, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu fördern.

Wir alle miteinander sind betroffen von den Auswirkungen eines tückischen Virus – wir kommen nur heil durch diese Zeit, wenn wir uns solidarisch verhalten und dazu gehört auch, dass wir uns an die beschlossenen Maßnahmen halten, selbst wenn sie uns persönlich an vielen Stellen unzumutbar und unlogisch erscheinen mögen. Wir können nur gemeinsam gewinnen – und hoffen, dass wir durch die Impfung endlich wieder ein „normales Leben“ führen können.

Dann aber, wenn wir es überstanden haben, dann sollten wir die zur Rechenschaft ziehen, die durch ihr Nichthandeln – ob nun in der Regierung oder bei den Querdenkern – den Prozess zur Überwindung der Pandemie unnötig verlangsamt und das Leid der Opfer unnötig gesteigert haben.

Covid im Altenheim 25. Januar, 2021

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Die alte Dame wohnt schon seit sehr vielen Jahren in einem höchst angesehenen Altenheim in einem hübschen 2-Zimmer-Appartment mit Bad, kleiner Küche und Balkon. Damals zog sie in diese Einrichtung, weil sie noch selbstbestimmend entscheiden wollte wie und wo sie ihren Lebensabend verbringen wollte. Sie war ungeheuer fit, agil, wach, interessiert und den Menschen zugewandt. Und obschon hochbetagt, fuhr sie noch vor einigen Jahren mit Bus und Bahn durch Deutschland, hielt Kontakt zu den alten Freunden, zu denen auch wir uns zählen dürfen, veranstaltete immer noch Kurse für Interessierte.

Vor etwa vier oder fünf Jahren bemerkten wir eine leichte Veränderung, die altersbedingte leichte Vergesslichkeit schien – beinahe unbemerkt – in eine Demenz überzugehen. Leider hat sich der ursprünglich nur als Vermutung angenommene Verdacht bestätigt. Sie hat immer noch hellwache Phasen und dem Liebsten, der sie regelmäßig (Corona-konform) besucht, gelingt es immer noch, sie in Gespräche über alte vertraute Themen zu verwickeln, bei denen sie konzentriert und aufmerksam dem Gesprächsfaden nicht nur folgen, sondern ihn auch weiterspinnen kann. Aber es gibt auch die Zeiten, in denen sie nicht weiß wo sie selbst und wer ihr Gegenüber ist. Das ist bitter und traurig zu beobachten, ist aber der Verlauf einer Erkrankung am Lebensende, wie ihn sehr viele weit über 90-jährige Personen zu allen Zeiten erlitten haben und immer noch erleiden.

Aber leider sind dies keine normalen Zeiten. Und konnte man früher mit der Vergesslichkeit der Alten in den Altenheimen gut und „menschlich“ umgehen, so stellen sich heute ganz andere Herausforderungen. Unsere alte Freundin hält es nämlich nicht in ihren Vierwänden, sie wandert nicht nur im Haus umher, sondern erkundet auch gerne die Welt außerhalb des Hauses. Eigentlich ist das ja ein Gutes und eigentlich müsste man sich darüber freuen, wenn ein alter Mensch noch unternehmungslustig genug ist, ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen.

Doch gestern erhielten wir vom Haus die Nachricht, dass ein sie betreuender Pfleger positiv auf Covid getestet wurde – und das verändert alles.

Denn natürlich muss die liebenswerte alte Dame nun in Quarantäne.

Aber wie will man das einer an Demenz erkrankten Person klar machen? Es war schon schwer genug ihr zu erklären warum sie im ersten Lockdown keinen Besuch mehr erhalten konnte, – wir telefonierten, erklärten und sie vergaß es nahezu augenblicklich wieder. Das Haus, in dem sie lebt, verfügt aber nicht über eine „offene und dennoch geschlossene“ Station für Demente, innerhalb der sich die Bewohner frei bewegen können, ohne in einem Zimmer eingeschlossen zu sein, aber doch davor geschützt werden, die Station selbst zu verlassen und sich zu „verlaufen“.

Was also ist zu tun? Man darf sie nicht in ihrem Appartement einschließen, man kann aber auch nicht gewährleisten, dass sie freiwillig in ihren Zimmern bleibt, denn daran, das eigenen Tun zu kontrollieren, fehlt es ja bei an Demenz erkrankten Menschen, der „Wille“ und das damit verbundene Verstehen ist nicht mehr Organisator des eigenen Handelns. Befürchtet wird zudem, dass unsere Freundin auch nicht mehr in der Lage ist, die Notwendigkeit des Tragens der FFP2-Maske zu erkennen und sie darum auch nicht tragen wird, weil es mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Wenn aber die Einsicht fehlt, eine Unannehmlichkeit in Kauf zu nehmen, wieso sollte man es dann tun? Das sind die Probleme, die vor allem die betroffene Person selbst betreffen.

Sehr viel schwerwiegender aber sind die Probleme, die mit der Organisation des Hauses zu tun haben. Schon in normalen Zeiten können die Belange der Bewohner nur mit einem riesigen persönlichen Einsatz der wenigen Pflegekräfte sicher gestellt werden. Es fehlt einfach das Personal, um allen Menschen in der Einrichtung zeitnah gerecht werden zu können. Nun aber, in der Krise, wird dieser ohnehin schon beträchtliche Mangel zu einem riesigen Problem. In diesem speziellen Fall ist es ja nicht nur unsere Freundin, die von der Pflegekraft versorgt wurde, es werden ja immer mehrere Menschen von einer Person bei den alltäglichen Verrichtungen wie Waschen und Anziehen betreut. Diese Person ist jetzt natürlich auch in Quarantäne und verschärft den ohnehin schon vorhandenen Personalmangel zusätzlich. Es ist niemand da, der in die Bresche springen könnte, der darauf achtet, dass die betroffenen Bewohner ihre Quarantäne nicht verlassen oder wenigstens mit der Maske im Haus herumlaufen. Die Pfleger müssen über die normalen Arbeitsschritte hinaus auch die Schnelltest durchführen, um eine mögliche Infektion so schnell wie möglich feststellen zu können. Das System, das immer schon hart an der Grenze war, kann eigentlich die zusätzlichen Belastungen nicht tragen.

Mir ist an diesem Beispiel so bewusst geworden, warum ausgerechnet in den Pflegeheimen die Anzahl der Infizierten so hoch ist und damit auch die Sterberate deutlich über „normal“ liegt.

Man kann – ohne gegen die Freiheitsrechte des einzelnen Bewohners zu verstoßen – einfach nicht verhindern, dass sich die Pflegebedürftigen, die noch mobil genug sind, um nicht den ganzen Tag im Bett zu liegen, gegenseitig anstecken.

Und das ist etwas, das man schon im ersten Lockdown erkennen konnte und dem man mit einiger Voraussicht hätte begegnen können, um nicht zu sagen, begegnen müssen. Aber ohne die Hilfe von außen waren und sind die Heime absolut nicht im Stande, die nötige Organisation zu leisten, die eine Infektionswelle innerhalb des Hauses verhindern könnte. Und ich frage mich schon, ob es nicht die Möglichkeiten gäbe, durch administrative Maßnahmen hier für Abhilfe zu sorgen. Wenn doch eine Pandemie zu dem gehört, was man gemeinhin unter „Katastrophe“ versteht, greifen dann nicht auch die Maßnahmen, die man in jedem anderen Katastrophenfall anwenden würde? Und hätte man nicht spätestens im Sommer massiv dafür werben müssen, mehr Personal in die Pflegeeinrichtungen zu entsenden – es müssten ja nicht unbedingt examinierte Kräfte sein, Hilfsdienste könnten die Hauptamtlichen entlasten.

Und vor allen Dingen frage ich mich, warum man nicht zu aller erst das Personal in den Einrichtungen (Pflegeheimen, Krankenhäuser und auch Arztpraxen) geimpft hat, die Personen, die tatsächlich von Tür zu Tür, von Zimmer zu Zimmer gehen, die ganz normale „Außenkontakte“ durch ihre Familien und in ihrer Freizeit haben und die doch am ehesten gefährdet sind, das Virus aufzunehmen und weiterzutragen.

Die Versäumnisse wiegen mit jeder Woche schwerer.

Natürlich kann die Regierung den Lockdown noch einmal kräftig verschärfen, aber an den Bedingungen in den Einrichtungen wird sich dadurch nichts zum Positiven verändern, im Gegenteil, ohne die drastische Aufstockung des Personals werden Verschärfungen die Situation noch schwerer und unerträglicher machen, als sie ohnehin schon ist.

Wir sind die Größten…. 16. Januar, 2021

Posted by Rika in aktuell.
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Fast!

Fast sind wir die Größten in der Bewältigung der Corona-Krise.

Nein, nein und nochmals nein!

Nein, wir sind die größten Dilettanten im Impfgeschehen, die man sich nur vorstellen kann.

Beweise gefällig?

Da kommt mir heute unser lieb gewordenes Käseblättchen wie an jedem Morgen ins Haus, bzw. in die Zeitungsröhre, ins Haus müssen wir es schon selber holen. Und was findet sich schon auf der Titelseite?

Dies:

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Niedersachsen werde wie Deutschland insgesamt in den kommenden Wochen noch weniger Impfstoff vom Hersteller Biontech/Pfizer erhalten als bisher schon.“ So zitiert der Artikel unter der Überschrift „Lockdown zeigt keine Wirkung: Nervosität in Niedersachsen wächst“ die Gesundheitsministerin Reimann. (Quelle HAZ, 16./17. Januar 2021, Seite 1)

Und natürlich fällt auch die Mitteilung ins Auge, siehe oben: „Mehr als 8000 Menschen in der Region Hannover geimpft“. Wenn das kein Grund ist zu jubeln. In der Region Hannover wohnen rund 1200000 Menschen und wenn das Impfen in diesem Tempo so weitergeht und auch die Sache mit den Anschreiben an die Betroffenen doch noch geklärt werden kann, werden wir bis zum Ende des Sommers im Jahr 2022 oder auch später vermutlich alle im Raum Hannover die dringend benötigte Spritze erhalten haben, sofern – und da liegt der Hase im Pfeffer – genügend Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

Seit dem 27. Dezember 2020 wird nun geimpft, und in der Region Hannover hat man es auf ganz 8000 Personen gebracht. Im etwa gleichen Zeitraum impfte das kleine Israel, das rund 9 Millionen Einwohner insgesamt hat, bereits 2 Millionen Menschen.

Wie das? fragt man sich erstaunt und reibt sich die Augen. Das liegt zum Einen daran, dass Israel ein hochmodernes Gesundheitssystem hat, von dem man in Deutschland nur träumen kann. (Aus zuverlässiger Quelle ist mir bekannt, dass unsere Gesundheitsämter restlos überfordert sind, allein die Infektionsherde zu verfolgen und dann per Fax – als habe es die geniale Erfindung des Internet noch immer nicht gegeben – an die zentrale Stelle zu melden!) Jeder Israeli hat eine Zugangskarte zu dem digitalen Erfassungssystem, das sowohl diagnostische Ergebnisse für den Patienten bereithält, wie auch den unmittelbaren Zugang zu Beratung und medizinischen Einrichtungen ermöglicht und eben auch die Patienten ohne großen bürokratischen Aufwand informieren und zu den Impfungen einbestellen kann. Zum Anderen liegt es daran, dass in Israel die Sicherheit und das Leben der Bevölkerung oberste Priorität hat, was dazu führte, dass sich das Land mit dem Bekanntwerden der erfolgreichen Entwicklung des Impfstoffes ausreichend große Mengen sicherte, um so schnell wie möglich die Schutzimpfung der Bevölkerung beginnen zu können.

In unserem schönen Land haben nicht Schutz und Sicherheit der deutschen Bevölkerung oberste Priorität, will es mir scheinen, sondern der Datenschutz und natürlich die Solidarität mit allen Notleidenden dieser Erde, zumindest aber mit den Ländern der EU, so dass es überhaupt nicht denkbar ist, dass die Regierung Deutschlands einen in Deutschland mit deutschen Steuergeldern geförderten Impfstoff auch vorrangig an die eigene Bevölkerung weitergibt, „Germany first“ käme doch dem schlimmsten rechten Nationalismus gleich, den man sich nur vorstellen kann, und nur der Herr der Finsternis würde so ein Ansinnen überhaupt in Erwägung ziehen… pfui Teufel aber auch.

Nun könnte ich ja als überzeugte Europäerin durchaus darin zustimmen, alle EU-Länder gleich behandeln zu wollen und darum der EU das Verteilen des Impfstoffs und das Organisieren der Impferei zu überlassen. Leider, leider ist die EU aber kein altruistisch arbeitender Wohlfahrtsverband, sondern eben eine Art Zweckbündnis zur Durchsetzung der eigenen nationalen Interessen, sofern diese Interessen nicht vorwiegend von und durch Deutschland angemeldet werden, siehe oben. Und darum hat die aus Deutschland stammende Präsidentin von der Leyen auch mit der Bestellung des bereits entwickelten und vorhandenen Impfstoffes aus deutscher Entwicklung und Produktion gewartet, bis auch die Franzosen in die Puschen kamen und ihrerseits einen Impfstoff zur Verfügung stellen konnten, bzw. zur Verfügung stellen können werden, denn weder ist der Impfstoff vollständig entwickelt, noch steht er auch nur ansatzweise zur Verteilung bereit. Und so kommt es, dass es EU-weit nicht ausreichende Dosen des begehrten Stoffes gibt und in Deutschland erst recht nicht…. Aber wir können immerhin stolz darauf sein, dass wir nicht eigensüchtig sind und anderen Ländern gerne den Vortritt überlassen.

Dummerweise machen aber die immer noch nicht gesunkenen Zahlen, die über Ansteckung und Todesfälle Auskunft geben, deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Und weil der Impfschutz noch lange auf sich warten lassen wird, zieht man einfach ein bisschen die Daumenschrauben in Form noch strengerer Lockdown-Maßnahmen an. Das ist einfacher, als für eine bessere und vor allen Dingen ausreichende Verteilung zu sorgen und soll die Bevölkerung darin bestärken, alles für ihren Schutz und ihre Sicherheit getan zu haben.

Wir, der Liebste und ich haben keinen Grund uns lauthals zu beklagen. Zwar würde ich auch gerne mal wieder mit allen Kindern und Enkeln zusammen sein, ich würde auch gerne „richtig“ einkaufen und nicht nur die Dinge für den täglichen Bedarf, ich könnte auch einen Friseur gut gebrauchen, würde gerne ausgehen, fein essen oder einfach nur ohne Mund-Nasen-Bedeckung am Maschsee entlang bummeln oder durch die Innenstadt Hannovers flanieren… zur Not auch einfach mal wieder bei den Blau-Gelben vorbeischauen… all das geht gerade nicht. Aber wir Zwei werden auch nicht zu Homeoffice gezwungen oder zur Präsenz am Arbeitsplatz, wir haben keine kleinen Kinder mehr, die gerne draußen mit Freunden spielen würden, wir müssen auch nicht im Homeschooling schulpflichtige Kinder betreuen, was für viele Eltern und Kinder der reinste Horror sein muss.

Wir sind unendlich privilegiert mit sicherem Einkommen aus Rente und Pension, mit einem ausreichend großen Wohnraum, um uns auch mal aus dem Weg gehen zu können und mit den technischen Einrichtungen, die es uns erlauben, Kontakt zu den entfernt wohnenden Kindern zu halten, via Zoom miteinander zu quatschen oder Doppelkopf zu spielen, wie es der Liebste gestern mit seinen Söhnen getan hat.

Nein, wir oder ich haben gar keinen Grund zu meckern.

Aber dennoch mahne ich nicht zum ersten Mal an, dass etwas schief gelaufen ist in diesem Land und auch weiterhin schief läuft.

Und ich habe überhaupt nicht die Hoffnung, dass sich das in Kürze ändern wird, auch nicht durch die heutige Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden, Armin Laschet aus NRW, der doch vermutlich nur eine Spielfigur auf dem Feld ist, das immer noch von der ungekrönten Königin beherrscht wird.

Mein Herz für Schüler und Lehrer…. 12. Dezember, 2020

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Neben dem medizinischen Personal – im weitesten Sinne – gehört meine ganze und herzliche Anteilnahme den Schülern und Lehrern.

Schon im Frühjahr, als wir alle noch nicht so genau wissen konnten wie das mit dem tückischen Virus weitergehen würde und was man am besten gegen seine zügige Ausbreitung unternehmen müsse, waren „Schulen“ ein Streitpunkt der diversen Landesfürsten – soll man Schulen schließen und wann? Wie kann man Unterricht in Corona-Zeiten und bei löchrigem „Netz“ ermöglichen oder gar sicherstellen? Was spricht für eine rasche Schließung, was dagegen? Wie können Eltern die Betreuung der Schüler, die nicht zur Schule gehen können, organisieren, wenn sie selbst arbeiten müssen? Sind Schulen systemrelevant?

Und nun, nach den Erfahrungen des Frühjahrs mit den angeordneten Schulschließungen, dem später verordneten Blockunterricht und einem langen Sommer und schon bedrohlich aufflackerndem Corona-Herbstleuchten stehen wir wieder vor der gleichen Frage.

Und ich frage mich einigermaßen irritiert, ob denn niemand in den Landesschulbehörden und den Ministerien für Gesundheit und Zivilschutz irgendetwas aus eben diesen Erfahrungen des Frühjahres gelernt hat. Welche Notfallpläne liegen in den Schubladen bereit? Wer veranlasst ihre Umsetzung? Gibt das Kanzleramt vor, einigen sich die Ministerpräsidenten der Länder auf gemeinsame Maßnahmen oder findet wieder der Wettstreit um den schnellsten Start und das beste Vorgehen statt?

Hat man energisch genug die Vernetzung von Schule und Schülern via Internet vorangetrieben? Welche Hilfen werden den finanzschwachen Familien angeboten? Wo ist immer noch Dunkeldeutschland was das Internet angeht und was macht man da?

Auch wenn ich schon seit 10 Jahren nicht mehr im aktiven Schuldienst bin, so interessiert es mich doch, wie diese verschiedenen Probleme angegangen und gelöst werden. Natürlich leuchtet es mir ein, dass in den Ballungsgebieten rings um die großen Städte und Industriezentren andere Bedingungen herrschen als auf dem berühmten platten Land. Aber dennoch muss es doch irgendwie vergleichbare Standards geben, beispielsweise in der Frage, ob und unter welchen Bedingungen die Arbeiten in den Abschlussklassen geschrieben werden, welcher Stoff unbedingt noch in diesem Schuljahr vermittelt werden muss und an welchen Stellen man zur Not auch streichen kann.

Wer ungefähr so alt ist wie ich (71) + / – 8 wird sich sicherlich noch an die Jahre 1966 /67 erinnern, als der Schuljahresbeginn einheitlich auf die Woche nach den jeweiligen großen Sommerferien verlegt wurde. Damals begann das Schuljahr in den meisten Bundesländern nach den Osterferien. Die Angleichung passierte entweder mit einem Langschuljahr oder mit 2 Kurzschuljahren. In NRW gab man den Kurzschuljahren den Vorrang, d.h. in der Zeit von Ostern 1966 bis zum Sommer 67 gab es zwei „Schuljahre“. Die Versetzungen und Abschlüsse nach dem ersten Kurzschuljahr waren Ende November 1966 – und am 1. Dezember begann damit auch das zweite Kurzschuljahr, das dann im Sommer 67 endete.

Jeder kann sich vermutlich mühelos vorstellen, dass man nicht den Stoff eines kompletten Schuljahres in ein „Kurzschuljahr“ stopfen kann, Streichungen am Curriculum waren also notwendig. Hat es uns „Kurzschülern“ damals geschadet? Vermutlich kaum. Für mich war es damals lediglich schwierig, weil meine Eltern Wohn- und Arbeitsplatz wechselten und wir aus Nordrhein-Westfalen nach Hessen zogen. Für diejenigen, die nach dem ersten Kurzschuljahr in eine Berufsausbildung wechselten oder ein Studium anstrebten, gab es allerdings ein kleines Problem, da ja auch Semesterbeginn und der Beginn einer Lehre bisher an den Rhythmus des Schuljahres gekoppelt war.

Warum ich dies alles schreibe?

Weil ich davon überzeugt bin, dass auch ein „Corona-Schuljahr“ von den meisten Schülern relativ gut bewältigt werden kann und die Schulen sicherlich mit Rücksicht auf die fehlende „Vollzeit“ auch entsprechend bei der Notenvergabe und den Hilfen für ohnehin schwache Schüler reagieren werden.

Nicht die mangelnde Unterrichtszeit im Präsenzmodus ist das Problem für Schüler und Lehrer, sondern dieses tagelange Abwägen, die Uneinigkeit der Kultusminister der Länder, die Uneindeutigkeit der Landesschulbehörde, wie man sie gerade in Niedersachsen beobachten kann, bei der die Regelung den Schulleitern überlassen bleibt, was aber wiederum negative Auswirkungen auf die Familien hat, die mehr als ein Kind zur Schule schicken, also ein Grundschulkind und eines auf der weiter führenden Schule haben und dadurch mit der Situation konfrontiert sind, dass der eine Schulleiter schließt und in den Hausmodus geht, der andere aber bei dem Präsenzmodus bleibt. Noch komplizierter wird es, wenn zusätzlich der Blockmodus angeboten wird: Montag, Mittwoch und Freitag für Gruppe A Präsenzmodus, für Gruppe B aber Hausmodus, Dienstag und Donnerstag für Gruppe A Hausmodus und für Gruppe B Präsenzmodus, gewechselt wird dann in der folgenden Woche, damit beide Gruppe jeweils gleich behandelt werden…

Den Lehrern obliegt es, den Stoff jeweils für Haus- und Präsenzmodus vorzubereiten und entsprechend auch nachzuarbeiten, sprich, die im Hausmodus eigenständig erledigten Lernaufgaben zu überprüfen und zu korrigieren. So wurde ja bereits im Frühjahr nach der kompletten Schließung der Schulen verfahren. Ich hörte von Betroffenen, dass alle Eltern sich via Internet täglich neu über mögliche Abweichungen informieren mussten – und auch seit dem Sommer so verfahren müssen. Und natürlich bedeutet das für etliche Familie und die betroffenen Kinder, dass sie allein durch diese Maßnahme benachteiligt sind.

Meine ganz unmaßgebliche Empfehlung lautet daher: Die Weihnachtsferien JETZT vorzuziehen und bis zum 15 Januar zu verlängern. Für die eigentlichen Schultage können Arbeitsblätter ausgegeben werden, die von den Lehrern entsprechend auch kontrolliert werden. Den betreuenden Eltern sollte unbürokratisch eine bezahlte Freistellung vom Arbeitsplatz ermöglicht werden. Dem Arbeitgeber wird der finanzielle Aufwand durch den Staat entschädigt.

Kein Geld! Höre ich da die Amtsschimmel wiehern.

Stimmt. Dafür will der Staat kein Geld locker machen. Aber dem TUI-Konzern mal eben eine Hilfe in Milliardenhöhe zukommen lassen, ist kein Problem. Da geht es ja um „die Wirtschaft“, Kinder stören da eher, jedenfalls solange sie noch Kinder sind und nicht als Arbeitskräfte gebraucht werden.

Mir war es schon immer unverständlich, dass mit dem Slogan „Kinder sind unsere Zukunft“ geworben wurde und wird, aber zur Sicherung dieser Zukunft der Kinder in Form von vernünftiger Bildungspolitik leider allzu wenig getan wird, sprich, die Bereitschaft fehlt, dafür sehr, sehr viel Geld locker zu machen.

Und den schönen Spruch „Kinder brauchen eine Struktur“, der zwar ganz sicher stimmt, der aber als Ausrede dafür herhalten muss, dass man die Schulen nicht komplett schließen will, den können sich die verantwortlichen Politiker gerne an die Mütze stecken. Ja, Kinder brauchen eine Struktur, wer aber sagt, dass die Hausschule nicht auch eine Struktur bieten kann, eine, die auch die Eigenverantwortung der (älteren) Schüler stärkt.

Und noch etwas fällt mir ein: Leute, die man heute gerne als fachfremde Aushilfskräfte in die Schulen steckt, die aber keine pädagogische Ausbildung haben und darum für den Präsenzunterricht vielleicht nicht unbedingt geeignet sind, könnten aber die Lehrer bei der Kontrolle der Arbeitsblätter unterstützen… sozusagen als „fachfremde Lehrpersonen in Heimarbeit“.

Ich weiß, ich habe gerade die letzten Sätze ein wenig ins Blaue hinein geschrieben – und den Weihnachtsmann, der solche Wünsche erfüllen könnte, den gibt es nicht.

Darum, liebe Kollegen und Kolleginnen an der Front, bleibt gesund, unerschrocken, wacker, mutig und erhaltet Euch Euren Idealismus, der Euch einmal diesen wunderbaren Beruf erwählen ließ….

Einfach so…. 8. Dezember, 2020

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„Einfach so“ will ich schreiben…. oder, wie es eine meiner Tanten vermutlich formuliert hätte, würde sie noch leben: Frei von der Leber weg.

Draußen zaubert die Nachmittagssonne goldenes Licht und die Krähen sitzen in den Bäumen und krächzen, dass man sich fürchten könnte, würde man, wie die Menschen in früheren Jahrhunderten, dieses Krächzen als böses Omen ansehen – Krankheit und sogar Tod verkündend. Wie gut, dass diese Zeiten vorbei sind in denen Menschen auf die Zeichen der Natur besonders acht gaben und in ihnen Botschaften des Himmels oder der Hölle sahen, je nachdem….

Aber sind diese Zeiten wirklich vorbei?

Haben wir Menschen wirklich aufgehört auf seltsame Zeichen zu achten, uns vor böswilligen Verheißungen in Form von Messages aller Art zu fürchten und sie abzuwehren mit – einem Gegenzauber nicht unähnlichen – Beschwörungsformeln, meist ausgedrückt in wirklich üblen Beschuldigungen, verleumderischen Zuweisungen, seltsamen Theorien, die mehr aus dem Bereich der Fiktion, denn aus gut begründeten Forschungsergebnissen stammen…. ?

Draußen ist das Licht golden und lässt die letzten Blätter an den Bäumen leuchten und den Himmel noch strahlender aussehen als zu sonstigen Tageszeiten.

Am Vogelhäuschen holen sich Meisen und Amseln ihre tägliche Futterration ab, noch ist es nicht kalt, noch liegt kein Schnee, so sehr ich mir auch beides wünsche…. klirrende Kälte, tiefblauen Himmel über einem schneebedeckten Land…. „Übers schneebedeckte Feld wandern wir…“ heißt es in einem Weihnachtslied, das, wenn ich mich nicht irre, auf das Bestreben der Nationalsozialisten zurück geht, christliche Weihnachtslieder durch nicht christliche Winterlieder abzulösen… Ich habe das Lied früher gerne gesungen, es hat eine melancholische, leicht eingängige Melodie und den Text kann man in den Wochen vor Weihnachten auch auf das christliche Fest beziehen…. „Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud..“

Wer würde sich nicht auf das Weihnachtsfest freuen, selbst dann, wenn er es aus religiösen Gründen gar nicht feiern würde, sondern nur der schönen kulturellen Begleiterscheinungen wegen, Zusammensein mit der Familie, Kerzenschimmer (früher wohl auch Duft, aber der ist in vielen Häusern den nicht duftenden „Elektrischen“ gewichen), feines Essen und natürlich die Geschenke, die wahlweise unter oder neben dem Tannenbaum liegen oder auch ganz ohne Baum weitergereicht werden und Freude bringen. „Man“ braucht den biblisch- religiösen Bezug doch gar nicht, um all das genießen zu können.

Nach Frau Kässmann, so war es unlängst in einem sozialen Medium zu lesen, gibt es ohnehin „kein Recht auf Weihnachten“. Manno, da hat sie wieder einen Satz rausgehauen, würde ich es mal etwas flapsig beschreiben. Kein Recht auf Weihnachten. Ich habe, muss ich gestehen, nur diesen Kernsatz gelesen und ihre vermutlich erhellenden weiteren Ausführungen dazu nicht auch noch… die wurden nämlich nicht mitgeteilt, ich könnte sie natürlich mit dem Suchmaschinchen finden. Aber auch das ist doch heute in den s.M. (sozialen Medien) so üblich. Jemand schreibt eine provokante Überschrift und schon springt das Kommentatoren-Roulette an und ein vielstimmiger Chor zumeist kritischer Stimmen erhebt sich, ohne dass auch nur einer der Choristen den eigentlichen Text gelesen hätte… (Mir passiert das auch ganz oft, dass ich auf die Titelzeile bereits reagiere… ) Es ist wie das Krähengeschrei da draußen, jeder versucht noch ein bisschen lauter, noch ein bisschen bissiger, noch ein bisschen böswilliger zu schreiben…. Selten nur finden sich ruhige und sachliche Stimmen….

Was könnte Frau Kässmann also gemeint haben mit ihrer provozierenden Feststellung? Es gibt so viele „Rechte“, die wir gedankenlos für uns in Anspruch nehmen, einfordern, als selbstverständlich erachten, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob so ein „Recht“ auch wirklich zu Recht besteht. Manches, was wir als „Recht“ ansehen, ist einfach nur eine lieb gewordene Gewohnheit – und erst wenn sie infrage gestellt oder etwa durch Maßnahmen, wie sie jetzt wegen „Corona“ erforderlich werden, bedroht sind, merken wir, dass diese Selbstverständlichkeiten gar nicht so selbstverständlich sind.

Treffen zu Weihnachten mit der gesamten Familie? Geht das überhaupt? Und wollen wir das auch riskieren, wenn die Zahlen, die jeden Tag veröffentlicht werden, eher wie der mittelalterliche Fluch und „Gottseibeiuns“ anmuten, Unheil verheißend wie der Krähengesang, vor dem sich die Leute fürchteten? In unserer Familie kämen immerhin fünf verschiedene Haushalte aus vier verschiedenen Orten zusammen, dazu die Enkelkinder, die in Schulen und Kita gehen…. Da kann bei einem Treffen eigentlich nicht mehr von „social distancing“ die Rede sein, da wird unser Haus und Gärtchen eher zum Spreader.

Aber die Sehnsucht ist doch da, sich zu treffen, einander zu begegnen, miteinander zu klönen, zu singen, zu essen, zu spielen…

Wie können wir es trotz aller Corona-Besorgnisse organisieren?

Wir denken darüber nach, haben sogar schon einen Plan gemacht, der, sollten die Zahlen nicht weiter steigen, auch funktionieren könnte. Und natürlich gibt es einen Plan B und einen Plan C und auch die Einsicht, dass wir vielleicht genötigt sind am 22. Dezember zu sagen: Ihr Lieben alle, es hat keinen Sinn und es ist unfassbar traurig, aber wir – jeder der fünf Haushalte – müssen zu Hause bleiben und im eigenen Haushalt Weihnachten feiern und allenfalls die moderne Technik nutzen, uns zuwinken und per Skype Weihnachtslieder gemeinsam singen ….

Ja, das könnte Frau Kässmann gemeint haben. Es gibt eigentlich kein verbrieftes Recht, „Weihnachten wie immer“ zu feiern, so traurig und bitter das auch immer sein mag.

Aber es gibt natürlich ein Recht auf Weihnachten, darauf, sich an den Ursprung für das Feiern dieses Festes zu erinnern, daran, dass wir der Geburt Jesu gedenken, sein Kommen in die Welt feiern … „uns zum Heil erkoren, ward er heut geboren“…. wobei es theologisch ja nicht ganz richtig ist auf den Zusatz zu verzichten „vor gut 2000 Jahren“, aber das ließe sich nun wirklich schlecht singen und müsste überdies alle Jahre neu berechnet werden….

Also auf dieses „Weihnachten“ und seine wunderbare Botschaft habe ich jedes Recht der Welt… und ich bin unsagbar dankbar dafür in einem Teil der Welt zu leben, in dem ich die Inanspruchnahme dieses Rechts nicht heimlich erleben muss und ich nicht dafür bestraft werde, wenn ich es öffentlich singend verkünde:

„Freu dich Erd und Sternenzelt, Halleluja, Gottes Sohn kam in die Welt, Halleluja. Uns zum Heil erkoren, ward er heut geboren…“ Noch ist der Stichtag, den wir als „Geburtstag“ annehmen, nicht gekommen, aber er kündigt sich an…. drum sei noch an das andere Lied erinnert: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit….“

 

Draußen wird das Licht weniger …. und die Krähen haben ihr Gekrächze auch eingestellt .

 

 

Widerstandskämpfer in Corona-Zeiten… 24. November, 2020

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Mit zunehmendem und blankem Entsetzen lese und höre ich von den modernen Widerstandskämpfern heutiger Tage.

In der „Tradition der Geschwister Scholl“ trat am vergangenen Samstag eine „Jana aus Kassel“ in Hannover auf – wobei hier ein klitzekleines Wörtchen fehlt, nämlich „vermeintlichen“, in der „vermeintlichen Tradition“ müsste es heißen. Dieses Wörtchen fehlt aber ganz offenbar auch im Gedankengebäude der „ich bin die Jana aus Kassel“ Protagonistin. Da steht sie auf der notdürftig errichteten Bühne vor dem Opernhaus und behauptet allen Ernstes, wie einst Sophie Scholl im Widerstand gegen die Nazis, so befände sie, die Jana aus Kassel, sich seit Februar im Widerstand zur Verteidigung von Freiheitsrechten und Demokratie, organisiere Demonstrationen und hielte Vorträge und engagiere sich irgendwie gegen die, wie sie meint, die unsere Freiheit und unsere Demokratie aufs Spiel setzen mit den Anweisungen und Aktionen im Kampf gegen „Corona“.

Was damit der vorläufige Höhepunkt einer fürchterlichen Folge von „Widerstandskämpfen“ gegen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung war, hat ja eine monatelange Geschichte höchst unterschiedlicher „Kampfformen“. Der Kampf begann bereits mit den ersten Informationen über das seltsame Virus, das binnen weniger Wochen seinen Weg von China aus über die ganze Welt antrat und die Gesundheitssysteme vieler Staaten ins Chaos stürzte und Menschen Krankheit, Einsamkeit und Elend oder gar den Tod brachte. Noch bevor das Virus selbst vollständig enträtselt und seine Übertragungswege ermittelt werden konnte (der Prozess dauert übrigens immer noch an), meldeten sich Feld-Wald-und Wiesen-Ärzte zu Wort, die ihre Sicht der Dinge den vorsichtigen Verlautbarungen der Virologen entgegen hielten. Man hantierte mit Zahlen und Tabellen, bemühte Vergleiche mit den alljährlichen Grippe- und Erkältungswellen und tat alles dafür, das Virus zu verharmlosen, die forschenden Wissenschaftler zu verteufeln und den Verschwörungstheoretikern Tor und Tür zu öffnen.

Auf den Internetplattformen diskutieren zahllose Experten und übertrafen sich in seltsamen Schlussfolgerungen und Ratschlägen gegenseitig. Ich will das hier nicht alles im Einzelnen aufrühren und schon gar nicht möchte ich eine Plattform für weitere unnütze Diskussionen bieten. Nur in einem Punkt waren (und sind) sich aber alle „Experten“ völlig einig, die Maßnahmen, die die Landesregierungen in der Zusammenarbeit mit Virologen anordneten, dienten und dienen nicht der Eindämmung der Pandemie.

Vielmehr wurde mehr oder weniger laut und deutlich gemunkelt, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie könnten die Regierung nutzen, um unsere Freiheitsrechte einzuschränken oder längst geplante Globalisierungsmaßnahmen endlich unter dem Deckmantel des Kampfes für die Gesundheit des Volkes unbemerkt in die Tat umzusetzen.

Dieser Gedanke, muss ich gestehen, ist mir allerdings nie gekommen.

Ja, auch ich hielt die Corona-Maßnahmen zu Beginn der Welle für wenig überzeugend, um nicht zu sagen, für „nicht hilfreich“, weil ich sie einfach nicht für ausreichend und sie zudem als viel zu spät in Angriff genommen ansah. Der Herr Gesundheitsminister beruhigte die leicht verunsicherte Gesellschaft, stocherte dabei aber im Nebel und verkündete, alles im Griff zu haben. Das Stochern selbst nehme ich ihm gar nicht über, aber seine Überzeugung er habe alles im Griff, die verübele ich ihm sogar sehr.

Es gehört dieses „Stochern im Nebel“ – etwas salopp gesagt – zu dem, was man wissenschaftliches Arbeiten an noch unbekannten Problemen nennt. Und mit jedem „forschenden“ Schritt lichtet sich dieser Nebel ein ganz kleines bisschen oder verdichtet sich auch wieder, wenn man nämlich auf dem Holzweg war oder ist. Wir konnten dieses Vorgehen beinahe täglich in den Verlautbarungen des RKI und den prompten Reaktionen anderer Bevollmächtigter in Sachen Corona, die zu anderen Erkenntnissen oder Schlussfolgerungen kamen, miterleben. Was eigentlich immer in Forschungsprozessen passiert, der Austausch über das Vorgehen, der Abgleich der (vorläufigen) Ergebnisse, fand aber nicht nur im Labor, sondern eben auch auf großer Bühne statt, ohne dass das Vorgehen für das staunende und leicht verwunderte Publikum ausreichend gut beschrieben und kommuniziert wurde. Es verunsicherte die Leute. Dass das aber auch den nicht offiziell bevollmächtigten Experten ganz prima in die Karten spielte, ließ sich leicht an der Menge der Meinungen ablesen, die in den sozialen Medien zur Diskussion gestellt wurden.

Selbst in von mir als „seriös“ angesehenen Onlineportalen stellten selbsternannte, aber fachfremde Experten nimmermüde ihre eigenen Theorien ins Netz und lieferten so den „Widerstandskämpfern“ die nötige Munition.

Und das ist bis heute so geblieben. Mit Hilfe von Schaubildern, Statistiken und Tabellen soll bewiesen werden, wie falsch die Regierungen der Länder samt Bundeskanzlerin in ihren Strategien liegen.

Kann man es darum den vielen Menschen wirklich übel nehmen, die sich ins Getümmel stürzen und abstands- und maskenlos von einer Demo zur nächsten eilen und sich dabei wie Helden fühlen? Masken- und abstandslos zu demonstrieren, ist allerdings nicht nur übel zu nehmen, sondern als ein Akt der Entsolidarisierung mit den von Corona betroffenen oder durch Corona besonders gefährdeten Mitmenschen deutlich zu verurteilen.

Mich verwundert solches Treiben angesichts der vielen Meinungsäußerungen in den sozialen Netzwerken allerdings überhaupt nicht. Es war doch nur eine Frage der Zeit, wann die Skeptiker auf die Straße gehen würden, angetrieben von dem hehren Vorhaben, ihre Freiheit, ohne Mundschutz und Abstand sich mit anderen Menschen zu treffen, mit allen Mitteln zu verteidigen, koste es was es wolle. Da gab es Organisatoren, die empfahlen, die Kinder in die erste Reihe zu stellen, damit mögliche Wasserwerfer gar nicht erst in Aktion treten würden, lustige herzförmige rote Luftballons sollten den Standort der Kinder anzeigen.

Wisst Ihr, woran mich das erinnert? Es erinnert mich an das schändliche Treiben der Hamas, die auch Kinder und Jugendliche vorschickt, wohl wissend, dass israelische Streitkräfte niemals auf Kinder schießen würden! Kinder als Schutzschilde für die Feiglinge oder als Schutzschilde für die Raketenabschussanlagen, die in zivilen Häusern mit vielen Familien und Kindern installiert werden.

Ich hätte mir niemals vorstellen wollen, dass die Strategie der Hamas auch unter zivilisierten Menschen in Deutschland Anwendung finden könnte, dort die Hamas, hier die Leute, die ungern von Wasserwerfen durchnässt werden möchten. Es ist der gleiche schreckliche Ungeist. Statt diejenigen zu schützen die am notwendigsten den Schutz der Erwachsenen benötigen, verkriechen sich diese Feiglinge hinter Kindern!

Und noch etwas finde ich höchst bemerkenswert.

Wie in den sozialen Medien, so sind auch bei den Demonstrationen seltsame Verbrüderungen zu beobachten. Der alte ApO-Opa marschiert neben dem mutigen Pegida-Spaziergänger, die Leute von „wir sind jung, wir sind laut weil ihr uns die Zukunft klaut“ haben keine Probleme, dass einige ihrer Mitkämpfer auch der Fraktion der Verschwörungstheoretiker angehören, die „Bunten“ und auch die „Blauen“ und die „Braunen“ sind auf den Beinen gegen die vermeintlichen Ignoranten ihrer schönen, ach so wenig bunten (Vor)Urteile, wonach die Regierung das Volk in Isolationshaft nehmen will, um besser regieren zu können, sprich, die Interessen der Regierenden durchsetzen zu können, zum Nachteil der Menschen dieses Landes.

Ich gebe ja zu, dass ich nicht unbedingt ein Freund unserer Kanzlerin bin und viele ihrer spontanen Entscheidungen falsch finde. Ich gebe auch zu, dass ich mir ein starkes Parlament zurück wünsche, das der Regierung auf die Finger sieht und zur Not auch kräftig draufhaut – also Widerspruch einlegt und wirklich ausreichende Diskussionen und Debatten einfordert, bevor ein neues Gesetz in spätnächtlicher oder – nach durchwachter Nacht – in frühmorgendlicher Stunde im Hauruck-Verfahren verabschiedet wird, wie wir es in den vergangenen Jahren allzu oft erlebt haben. Die Medien bewunderten die Kanzlerin für ihre Ausdauer und ihr Stehvermögen in solchen nächtlichen Marathonsitzungen. Ich bewunderte allenfalls ihre tolle Strategie, die mich an Sitzungen des ASTA oder des Studentenparlaments erinnert, in denen auch diejenigen ihre Anliegen durchboxen konnten, die genug Kaffee und Preludin verkonsumiert hatten, um nicht vor Müdigkeit und Erschöpfung einzuschlafen…

Was ich aber bei allem Verständnis für das Unbehagen vieler Menschen nun überhaupt nicht verstehe, ist, dass man – wie „Jana aus Kassel“ oder das elfjährige Mädchen, das sich gar mit Anne Frank verglich – allen Ernstes die heutige gesellschaftspolitische Situation Deutschland, unser Rechtssystem und unsere demokratischen Errungenschaften auch nur ansatzweise für vergleichbar oder gar deckungsgleich mit dem System der Gewaltherrschaft der Nazis halten.

Niemand wird an seiner freien Meinungsäußerung gehindert, jeder Mensch hat das Recht, eine Demonstration anzumelden oder an ihr teilzunehmen. Keiner wird aufgrund der Kritik an der Regierung verhaftet und unter Folter zu Geständnissen erpresst, die den Kopf kosten würden, wie es ein im Tausendjährigenreich durchaus übliches Verfahren war, mit dem politischen Gegner umzugehen. Wer allerdings im Netz und auf der Straße krude Ideen verbreitet und schreckliche Vergleiche anstellt, muss sich nicht wundern, wenn er Hohn und Spott erntet, daran mag dann so mancher „Widerstandskämpfer“ tatsächlich verzweifeln. Ich würde allerdings nüchtern und total cool sagen, dass ihm das dann auch zurecht geschieht…

Schließlich muss jeder Mensch die Konsequenzen für die eigene Dummheit tragen und ertragen.

Irritation im Bürgerbüro … 23. September, 2020

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Ich habe mir auf meine alten Tage einen kleinen gebrauchten Flitzer zugelegt und wollte ihn heute an- bzw. ummelden.
Der Liebste und ich machten uns also auf zum zuständigen Bürgerbüro. Ich hatte mich per Internet erkundigt, welche notwendigen  Papiere mitzubringen seien. Den Passus über eine mögliche Voranmeldung hatte ich für nicht relevant gehalten, da wir ja alles vor Ort erledigen wollten, Zeit genug haben Rentner ja… und von Terminvergabepflicht hatte ich nichts gelesen.
Ich armes naives Dummchen….
„Haben Sie einen Termin?“ fragte recht barsch die Dame bei der Zulassungsstelle meines Wohnortes.
Termin?
Nein.
„Sie müssen sich einen Termin geben lassen. Drei Wochen sollten sie aber schon einplanen!“
Da war ich zunächst einmal baff.
Nur wegen Corona, klärte man uns auf. Keine Menschenansammlung im Bürgerbüro!
Im gesamten Bürgerbüro gab  es außer uns aber  gar  keinen weiteren Besucher, jedenfalls nicht an den zahlreichen Schaltern im Großraumbüro. An den Schreibtischen der Schalter saßen die städtischen Angestellten, was sie gerade anstellten, ließ sich aber nicht feststellen.
‚Vermutlich vergeben sie im Bürgerbüro nur 3 oder 5 Termine pro Tag, so dass es im Büro gar keine Bitt- und Antragsteller gab‘, fuhr es mir durch den Sinn.   Wir waren ja einfach reinmarschiert ins Bürgerbüro, ohne Termin und ohne zu fragen, vorschriftsmäßig ausgestattet mit Mund- und Nasenbedeckung.
Mir war allerdings aufgefallen, dass draußen vor dem Eingang einige Personen standen, die auf irgendjemanden zu warten schienen..
Eine Angelegenheit zu regeln,   ohne vorher einen Termin ausgemacht zu haben,  ist aber unmöglich… und wie gesagt, drei Wochen muss man  für die Terminvergabe einrechnen… Wir könnten es ja im Nachbarort versuchen, ob man dort einen früheren Termin bekommen könne…
Im Nachbarort sah es nicht besser aus…
Auch da standen bereits zwei Personen draußen vor der Tür und warteten darauf, dass ein Angestellter käme, um sie einzulassen…. und natürlich hatten diese Personen bereits einen Termin vereinbart, den von heute, so gegen 11.30h…
Das Auto lasse ich jetzt von der Werkstatt meines Vertrauens ummelden… Das geht ein bisschen schneller…, denn schließlich will ich das Autochen ja  recht bald  in Betrieb nehmen…
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Wer aber  kann mir schlüssig erklären, warum man nicht wie vorher (vor Corona)  eine Wartemarke ziehen und (jetzt mit Corona) solange draußen vor der Tür warten kann, bis man aufgerufen wird? Oder muss das gesamte Bürgerbüro nach jedem Besucher erst mal für eine halbe Stunde gelüftet werden?
Und was machen eigentlich alle Stadtangestellten so die ganze Zeit im Bürgerbüro ohne Bürgerbesuch?
Fragen über Fragen…
Und wenn ich dann noch bedenke, dass mein Enkel mit 28 Kindern den ganzen Vormittag  in einem engen Klassenraum zubringen muss und nach der Schule mit 50 Kindern ohne Abstand im Schulbus sitzt,  bin ich gänzlich ratlos ob dieser Maßnahme des Bürgerbüros….
Mir scheint, die Schildbürger sind nicht auf Schilda begrenzt und es ist auch gar kein Märchen, das uns über die braven Schildbürger erzählt wird….
Sie leben heute noch  und sind mitten unter uns…
Oder sind wir gar selber….?
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