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Der Blick von außen…. 30. September, 2017

Posted by Rika in einwanderung, flüchtlinge, gesellschaft, integration, islam, meine persönliche presseschau, politik.
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Manchmal, so scheint es mir, sieht man aus der Entfernung sehr viel klarer, als aus der Nähe.

Das sogenannte „Große Ganze“ wird leichter erkennbar, wenn man die vielen kleinen  Facetten unscharf stellt und „nur“ die wesentlichen Konturen betrachtet. Diese „Außensicht“ trifft auf einen Artikel zu, den ich über Facebook fand:

Sieh säte Wind und erntete Sturm„, ist der Titel bei baz-online.

Und im Untertitel wird deutlich, um wen und was es geht. Die Wahlen zum Deutschen Bundestag liegen hinter uns. Ich habe es  mir fast vollkommen verkniffen während des Wahlkampfes dazu zu schreiben. Das Ergebnis? Ein Desaster für die SPD, die FDP freut sich, wieder im BT vertreten zu sein, die Grünen konnten aufatmen, sahen die letzten Umfragen doch nicht danach aus, als würden sie die Hürde schaffen. Die Linke ist ebenfalls wieder vertreten und noch eine weitere Partei hat den Einzug ins Parlament geschafft, die AfD.

Die CDU ist wieder mal die stärkste Kraft – aber zu welchem Preis:

„Eigentlich ist Angela Merkel abgewählt worden. Alle spüren das. Nur Angela Merkel nicht.“

Hatte sie bei den letzten Wahlen schon jeweils Federn lassen müssen, so ist das jetzige Ergebnis eigentlich nur als Misstrauensvotum zu betrachten, aber die Kanzlerin sieht das anders. Sie spricht vom klaren Wählerwillen und davon, dass sie den Wahlkampf gut durchdacht habe und keine Fehler zu erkennen seien. Ihr fehlt eben jener Blick von außen, und der sieht so aus:

 

8,6 Prozent. So viel hat ein amtierender deutscher Bundeskanzler noch nie in einer Wahl verloren, und noch nie hat ein deutscher Bundeskanzler, dessen Partei so abgestürzt ist, das politisch überlebt. Hätte Angela Merkel (CDU) Verstand, kennte sie die ungeschriebenen Gesetze der Demokratie, glaubte sie an die Bedeutung von Wahlen: Sie hätte längst ihren Rücktritt angeboten, so wie das üblich ist, wenn man das Wort Verantwortung ernst nimmt.

Denn niemand trägt mehr Verantwortung für die Pulverisierung der CDU, einer der einst mächtigsten und solidesten bürgerlichen Parteien Europas, als Angela Merkel, eine Frau, die ihr Leben in der DDR begann, weil ihr Vater die DDR offenbar mehr geschätzt hatte als die alte Bundesrepublik und einst in den 1950er-Jahren freiwillig von Hamburg in die DDR gezogen war. Zwar dürfte dieser evangelische Pastor kein Kommunist gewesen sein, aber besonders abgestossen fühlte er sich von ihnen auch wieder nicht.

Angela Merkel, das merkt man immer wieder, und ich sage das als ein Schweizer, der in der alten Bundesrepublik gelebt und studiert hat, Angela Merkel kennt diese alte BRD nur vom Hörensagen her, und vielleicht mag darin ein Grund liegen, dass sie die eigentliche Staatspartei dieser BRD, die Wirtschaftswunderpartei, die katholische Adenauer-Partei, so malträtiert und mit einer Mischung von Geringschätzung und Nonchalance zerstört hat.

Ich werde hier nicht den ganzen Text einstellen,  diesen Abschnitt aber doch:

Die CDU amputiert, die SPD, um 1863 gegründet, beinahe auf das Niveau von 1890 gebombt, als sie auf einen Wähleranteil von 19,8 Prozent kam, und in der Ruinenlandschaft blieb eine neue Partei stehen, die aus dem Nichts zur dritten Kraft im Parlament gemacht wurde: Wenn solche Dinge geschehen, dann ist politisch sehr viel geschehen. Die Deutschen müssen, wie zuvor die Briten und die Amerikaner, in einem Masse über den Status quo verärgert sein, dass es eigentlich unmöglich ist, zur Tagesordnung überzugehen. Jamaika? No, woman no cry, sang Marley. Nein, Frau, weine nicht.

Die AfD hat gewonnen, obwohl sie sich wie eine unzurechnungsfähige Partei aufführt und obwohl manche ihrer Exponenten wahlweise Dummes, Geschmackloses, Bedenkliches und Inakzeptables von sich gegeben hatten. Die AfD hat gewonnen, obschon die Partei von ihren Konkurrenten mit dem schlimmsten Vorwurf belegt worden war, den man in Deutschland einer Partei machen kann, dass sie nämlich eine Nazi-Partei sei – und obschon sie wenig dafür getan hat, solche Beschimpfungen zu widerlegen, hat diese maximal verteufelte und tabuisierte Partei 12,6 Prozent der Stimmen bekommen.

Das lässt erahnen, wie unermesslich die Misere sein muss, in der sich manche Deutsche fühlen. Hätte die AfD einen besseren Ruf, sie wäre womöglich bei 20 Prozent angelangt. Wird Merkel eine Jamaika-Regierung bilden, könnte die AfD diesen Wert in vier Jahren erzielen, sofern sie sich nicht selber im Chaos auflöst, was durchaus denkbar scheint.

 

Teil dieser Misere ist meiner Meinung nach die nach wie vor herrschend Haltung  aller bisher im Bundestag vertretenen Parteien, sich nicht mit der Frage auseinander zu setzen, wie sehr Menschen aus einem gänzlich anderen Kulturraum die Gesellschaft herausfordern, sich mit ihrer eigenen Identität zu befassen, die ja, folgt man Frau Özoguz, außer der Sprache keine eigene Kultur aufzuweisen habe.  Wo blieb der Protest angesichts dieses ungeheuerlichen Statements?   Von Seiten der Kanzlerin, der Opposition, der Mehrheit der Medien war kein Aufbegehren gegen diese Erniedrigung deutscher Kultur zu hören.

Wie der Teufel das Weihwasser, so vermeiden die führenden Politiker der Republik die Auseinandersetzung mit dem religiös verbrämten Faschismus des Islam.  (Leider gilt das für die meisten Kirchenführer nicht minder!) Statt mit den sogenannten „gemäßigten Muslimen“ und mit Islamkritikern den Schulterschluss gegen die Vorherrschaft mittelalterlicher Verhaltensvorschriften in den Koranauslegungen ultrakonservativer Imame  in den Moscheen und den Darlegungen treuer Apologeten des Propheten in öffentlichen Debatten zu suchen, folgt man brav der von der Türkei gesteuerten DITIB und redet in der Islamkonferenz mit Leuten wie Aiman Mazyek. (Zum Glück deutet sich hinsichtlich DITIB ein ganz, ganz leichtes Umschwenken an,  zu wenig, wie ich meine!)

Baz-online schreibt dazu:

 

Angela Merkel hat schliesslich eine Politik gemacht, wie sie im ganzen Westen zu beobachten ist, wie sie überall scheitert und wie sie in höchstem Masse unpopulär ist: In den vergangenen 15 Jahren hat eine unkontrollierte und nie vom Wähler abgesegnete – geschweige denn gewünschte – Immigration von Millionen von Menschen unsere Länder auf eine Art und Weise verändert, wie wir uns das nie hätten vorstellen können.

Wer hat das zugelassen, wer hat das gewollt, wem soll das etwas bringen? Eine hoch bezahlte, gut ausgebildete Elite, die nie im gleichen Masse von den Folgen dieser Masseneinwanderung betroffen ist wie die meisten einfachen Bürger, sieht untätig zu, wenn Immigranten unseren Sozialstaat zweckentfremden, verwöhnte Politiker, die mit Begleitschutz unterwegs sind, muten uns importierte Kriminalität und Terror zu und reden deren Auswirkungen schön, wenn sie uns darüber nicht ganz im Dunkeln lassen; angeblich vernünftige Staatsmänner lassen zu, dass sich unsere Gesellschaften vollkommen umwälzen, ohne Rechenschaft darüber abzulegen, inwiefern uns das gut tut oder uns Bürgerkriege bringt, ja, gewisse Politiker, wie vor allem Angela Merkel, haben diese Umwälzung sogar forciert – ohne irgendjemanden zu fragen, kein Parlament, kein Kabinett, keine EU, keinen einzigen deutschen Bürger.

Selten hat eine Politikerin so selbstherrlich entschieden, dass ihr Land ein anderes werden soll – und selten hat eine Bundeskanzlerin vom Wähler ein so unmissverständliches Urteil empfangen, was er davon hält. 8,6 Prozent. Nur Angela Merkel scheint die Bedeutung dieser Zahl noch nicht begriffen zu haben.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Doch dies noch zum Schluss des Artikels:

Als die Israeliten Gott vergessen hatten, kündigte der Prophet Hosea ihnen zahllose Strafen an:

«Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht aufgehen; was dennoch auf-wächst, bringt kein Mehl; und wenn es etwas bringen würde, sollen Fremde es verschlingen.» Vielleicht sollte Merkel, die Tochter des Pastors, wieder einmal in der Bibel lesen. Und dann abtreten.

 

Aber die halsstarrige Pastorentochter aus der Uckermark wird ganz gewiss nicht abtreten… sie ist schließlich ALTERNATIVLOS

 

 

 

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Sind wir wirklich so bunt, weltoffen und demokratisch? 27. September, 2017

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Dieses öffentlich an Herrn Gauland adressierte Bekenntnis fand ich bei facebook…. eine mir sehr liebe Person hatte es weiter gegeben.

 

 

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und Text

(Urheber des „Plakats“ ist laut facebook Sven Reitis)

Der Text ist doch wirklich gut  – oder?

Oder eben bei weiteren Nachdenken darüber doch nicht ganz so gut  wie es zunächst den Anschein hat?

„Alter Mann!“

Es fängt  damit an, dass der Schreiber dieser Zeilen entweder sich selbst oder den „alten Mann“,  den Adressaten (und unausgesprochen nicht nur alle ‚alten‘ Männer, die sich ähnlich politisch  äußern) ausnimmt aus einer Gemeinschaft, die wir bisher „Volk“ nannten.

Ich kann  aber auch  darüber spekulieren, ob der Begriff „Volk“ an sich schon ein Ausschlusskriterium ist oder als solches hier gebraucht wird, erinnert „Volk“ doch zu sehr an das „deutsche Volk“, das in der Vergangenheit zu eng und zu sehr mit „Führer“ liiert war und solche Assoziationen heute einfach nicht mehr wachgerufen werden sollten …   von „Volk“ ist man in Deutschland heute wohl wieder  zu leicht und zu schnell bei „völkisch“, und das war vor 1945 eine wichtige Vokabel, die in den Reden über Recht, „Rasse“ und Wesen  der Deutschen nicht fehlen durfte.

Dies Deutschland der Rassegesetze und völkischen Beobachter ist aber nicht einfach so mir nichts dir nichts untergegangen, wie weiland die Titanic unterging, nachdem sie einen Eisberg gerammt hatte, dies Deutschland, das einen Krieg angezettelt und sich aus purem Hass und Antisemitismus  die Vernichtung der Juden auf die Fahne geschrieben hatte, ist  niedergekämpft und niedergerungen worden unter dem Einsatz und Opfer millionenfachen Lebens russischer, englischer, amerikanischer, französischer Soldaten und ihrer Verbündeten aus nahezu allen Ländern der zivilisierten Welt.

Nein, Deutschland ist nicht „untergegangen“.

Es ist schon ein gewaltiger Unterschied ob man unverschuldet untergeht oder in einem harten und von deutscher Seite erbittert geführten Krieg („Wollt ihr den totalen Krieg?“ –  „JAAAAA!!!“) besiegt wird.

Deutschland wurde – Dank sei Gott – besiegt und damit wurde auch der politischen Macht der  bösartigen, grausamen und menschenverachtenden Ideologie des Faschismus das Ende bereitet.  Im Westen Deutschlands erlernten die Deutschen durch mehr oder weniger starken Druck der Siegermächte demokratische Strukturen, der Osten hingegen wurde formal von der Sowjetunion für „antifaschistisch“ erklärt und ächzte noch Jahrzehnte unter dem „Demokratie“ genannten real existierenden Sozialismus/Kommunismus sowjetischer Prägung,  mit Hilfe der Stasi wurde die „richtige politische Einstellung“ überwacht, Abweichler von der Norm weggesperrt  und alle Bürger durch den „antifaschistischen Schutzwall“ eingesperrt!

Aber glaubt der Schreiber der obigen Zeilen wirklich, dass „sein Deutschland“  mit dieser Vergangenheit nichts zu tun hat, dass er sich so mir nichts dir nichts  distanzieren kann von dem was Deutschland war und er nun in einem „neuen Deutschland“ fröhlich und bar jeder Geschichte leben kann?  Ist dieser seltsamen Vorstellung seine Zuordnung   „dein Deutschland“ geschuldet, das im nicht näher definierten Gegensatz zu „seinem“ oder gar „unserem“ Deutschland steht?

„Mein Deutschland ist bunt, weltoffen und demokratisch“.

Ist das so?

Und besteht das schöne neue, bunte Deutschland dann nur aus Schwarz, Gelb, Rot, Grün und Dunkelrot?  Ist „Blau“dann plötzlich keine Farbe mehr, sondern nur noch ein unappetitlicher Zustand, zum Kotzen, wie nach einer durchzechten Nacht? (By the way, nach der Farbenlehre ist BLAU unverzichtbar, will man GRÜN erhalten…  und wenn man mit den Farben im Farbkasten spielt und Rot und Grün kräftig zusammenrührt und mit etwas Schwarz anreichert, ergibt es ein sattes Braun )

Gilt weltoffen nur noch  noch für Leute mit der rechten – ähh – richtigen Gesinnung und wer bestimmt die? Oder meint „weltoffen“ eine Einladung an alle Menschen und Völker dieser schönen Welt, aber den Ausschluss Herrn Gaulands und seiner Partei und aller Menschen, die die AfD gewählt haben?

Und was ist heute demokratisch?  Ist es demokratisch, nur noch eine politische Meinung zuzulassen und sorgsam darauf zu achten, dass niemand den Boden der grünrotschwarzgelbtiefroten Gemeinschaftsideologie verlässt? Hat das Grundgesetz noch Gültigkeit, das allen NICHT verbotenen Parteien das Recht einräumt, sich an freien, demokratischen und geheimen Wahlen zu beteiligen und vor allem allen wahlberechtigten Bürgern das Recht zuspricht, in geheimer Wahl ihren politischen Willen zum Ausdruck zu bringen, indem sie einer Partei und/oder einer Person ihre Stimme geben?

Wäre es so, dass in der politischen Farbenlehre nur noch rotgrüngelbschwarztiefrot zählte, Weltoffenheit nur noch den neu zu uns Kommenden gelte aber den Abweichlern von der Farbenlehre nicht mehr und Wahlen nur noch ein Ergebnis haben dürften, nämlich das derjenigen, sie sich selber für bunt, weltoffen und demokratisch halten und alle verachtend ausgrenzen, die nicht sind wie sie, dann, ja dann würde ich den Untergang Deutschlands beklagen, eines freien Deutschlands nämlich , das sich seiner Vergangenheit bewusst ist und DESHALB so demokratisch ist wie nie zuvor.

Bei Facebook, dem ich das „Plakat“ und damit auch dieses kleine Gedankenspiel verdanke, habe ich folgende Kommentare abgegeben. Sie stelle ich hier unverändert ein, auch wenn sie etwas holperig daherkommen:

 

A:  Vielleicht sollte man wieder „mehr Demokratie wagen“, wie es einst der große Willy Brandt seiner Partei und allen deutschen Bürgern nahelegte. Mich hat das damals tief beeindruckt. Ich war jung und politisch interessiert. Inzwischen bin ich alt geworden, aber Politik interessiert mich immer noch. Allerdings bin ich bekümmert darüber, wie wenig Zutrauen so viele Leute noch in demokratische Prozesse haben und es macht mich fassungslos, mit welchem Hass und welcher Häme Menschen ausgegrenzt werden, die nicht dem „modernen Bild“ eines uniformen Staatsgedanken entsprechen. Ich entdeckte diesen Text und stelle ihn hier ein, er gibt all das wieder, was mich in der Diskussion um Rechts und Links bewegt, denn das sollten wir doch nicht vergessen: Die Linke fußt auf dem Unrecht der SED – oder besser gesagt, des Kommunismus, der viel Elend über die Menschen gebracht hat – unsere „Oma Gifhorn“ könnte ein Lied davon singen. Aber das spielt in den Medien so gut wie keine Rolle. Schon mal darüber nachgedacht, warum das so ist?

Hier nun der Text: „

»So ganz begreife ich euer Problem nicht. Es wurde mit der AfD eine Partei gewählt, die rechte Positionen besetzt, so wie wir mit den Linken und den Grünen Parteien haben, die linke Positionen besetzen. Es empören sich alle so, als hätte man der AfD die absolute Mehrheit überlassen. Die Wahl der AfD war für alle, die das stetige Abdriften der Politik nach links beenden wollen, reine Notwehr.

Natürlich gibt es bei der AfD auch extreme Rechte, aber eine Demokratie muss auch die vertragen können, sonst wäre es keine Demokratie. Wieviele der Brandflaschenwerfer aus Hamburg waren wohl Linke oder Grüne? Das war doch auch ziemlich extrem und da wird nicht so ein Aufstand gemacht. Wer eine Politik der Mitte möchte, muss auch manchmal ein Steinchen auf die rechte Seite der Waagschale legen.

Als Demokrat bin ich entsetzt, was hier im Land seit einiger Zeit abgeht. 13% haben die AfD gewählt, nicht weil sie wieder Konzentrationslager wollen, nicht weil sie sich wieder einen Führer wünschen, nicht weil sie das dritte Reich wieder aufleben lassen wollen, sondern weil sie einfach die Meinung der Linken in diesem Land nicht teilen.

Die CDU hatte vor 10 Jahren noch überwiegend die gleichen Ansichten wie heute die AfD, aber die Partei ist nach links gewandert und nicht ihre ehemaligen Wähler nach rechts.

Würde man isoliert die Meinung eines Helmut Schmidt zur Flüchtlingsfrage hören, würde man ihn auch als Nazi beschimpfen, denn der war total gegen die Zuwanderung so vieler Moslems. Das SPD-Urgestein Wehner hat schon vor langer Zeit vor unkontrollierter Zuwanderung gewarnt. Selbst die Ansichten der SPD von 1997, würde man heute als Rechts bezeichnen.

Jetzt ist mit der AfD eine Partei mit 13% vertreten, die endlich mal eine ganz andere Meinung hat. Genau das nennt man Demokratie, aber ihr bekommt hier alle Schnappatmung. 

Hört auf, die AfD-Wähler zu beleidigen und zu diffamieren, denn genau das erzeugt Hass, und Hass führt zu Gewalt. Seid Demokraten und akzeptiert, dass es Menschen mit einer anderen Meinung gibt. Teilen müsst ihr diese Meinung nicht. Aber wer es so an Respekt vor Menschen mit anderer Meinung fehlen lässt, darf selbst keinen Respekt erwarten.

Die SPD bezeichnet sich als Partei der Toleranz und sieht sich als das Bollwerk der Demokratie. Irgendwie erkenne ich das nicht. Also kommt wieder runter und reisst euch endlich mal zusammen.«“   Der Autor wollte unerkannt bleiben, heißt es.

 

B: Ach ja, das muss ich noch ergänzen…. ich bin 1980 aus Überzeugung SPD-Mitglied geworden und bin von vielen Frommen dafür verurteilt worden. Ich bin immer noch in der SPD …. auch wenn mich ihre Positionen zur Zeit überhaupt nicht mehr überzeugen, aber wenn alle weglaufen, wenn es Probleme gibt, gibt es niemanden mehr, der für Veränderung aufstehen kann. Und dafür will ich mich einsetzen: Wir müssen wieder mehr Demokratie wagen, denn für mich ist DEMOKRATIE ALTERNATIVLOS, auch wenn unsere Bundeskanzlerin den Begriff „alternativlos“ immer nur für ihre Politik reklamiert, die ich allerdings für außerordentlich alternativbedürftig halte, was nicht gleichbedeutend ist, die AfD zu wählen. Das habe ich nicht getan und werde es auch nicht tun, aber dieser fürchterlichen, hasserfüllten Hetze gegen Menschen, die aus Gründen, die ich nicht kenne und die sie auch nicht öffentlich rechtfertigen müssen, die AfD gewählt haben, werde ich mit allergrößter Entschiedenheit entgegen treten. Nicht weil ich für die AfD bin, sondern weil ich immer noch auf den alten Willy hören will: MEHR DEMOKRATIE WAGEN !!!

C: Macht euch in euren Worten und Taten nicht denen gleich, gegen die ihr antreten wollt, die Welt zu verbessern. Verachtung drängt Menschen ins Abseits, sie verstehen zu wollen, eröffnet die Möglichkeit des Gesprächs, überzeugen kann man sie nur mit dem eigenen Verhalten und der Wahrung der Würde ihres Menschseins —

(Ich verlinke hier nicht auf den urspünglichen Facebookbeitrag, bei dem ich kommentiert habe, weil es die Seite einer anderen Person ist.)

 

In Ergänzung habe ich bei FB auch noch einen Link weitergegeben, der Hinweis soll auch hier nicht fehlen

 

Schlaglichter: Deutschland hat gewählt 

Demokratie – kein Traum…. damals! 24. Juni, 2017

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, emanzipation, gesellschaft, politik.
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Regierungserklärung von Bundeskanzler Willy Brandt vor dem Deutschen
Bundestag in Bonn am 28. Oktober 1969

Ich war im gleichen Monat 20 Jahre alt geworden.

11 Jahre später bin ich in die  SPD eingetreten …. es war das Jahr, in dem Strauß mit Macht an die Macht drängte…

Heute frage ich mich, was ist aus „meiner“ SPD geworden – und warum vertritt sie nicht mehr kraftvoll die Politik, die Willy Brandt in seiner ersten Rede als Bundeskanzler dem Parlament und der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Sein denkwürdiger Satz,“mehr Demokratie wagen„, ist in dieser Rede gefallen – hängen geblieben bis heute.

Die Kanzlerin von heute setzt dem ihr mutiges „alternativlos“ entgegen und lullt uns ein mit ihrem inhaltsleeren Mantra „wir schaffen das „, wobei nicht so ganz klar ist, wer „wir“ ist und was „das“ sein soll und selbst das schöne Wort „schaffen“ bleibt nichts als ein schönes Wort, wie eine „Mutti“ es zu einem kleinen ängstlichen Kind sagen könnte…. „Keine Angst, wir schaffen das, morgen sieht die Welt / der Kindergarten / die Schule   / der Freund  /  der, die, das, wer oder was auch immer   schon wieder ganz anders aus ….  Mutti  ist ja da!“

Ich kenne solche Sätze,  nur dass ich zu meinen Kindern selten gesagt habe „wir schaffen das“,  ich habe eher gesagt : Nur Mut, DU schaffst das. Ich traue DIR das zu und ich vertraue DIR! DU wirst es schon machen. Und auch:  Hab keine Sorge, wenn es dir doch nicht gelingt, „wir“ kriegen es hin, damit klar zu kommen, ich werde dich nicht dafür tadeln.

Die Kanzlerin fasst einsam weit rechende Entschlüsse und geht dann zum „wir“ über, das diese Entschlüsse umzusetzen oder einfach nur zu schlucken hat.

Gegenargumente?

Fehlanzeige  – sie werden einfach nicht gestattet.

Statt des „mündigen Bürgers“ haben wir wieder das Volk zu sein, das einem Führer blind vertrauen soll –  mehr Wissen, nähere  Auskünfte würden uns nämlich verunsichern,  wie der Innenminister in fürsorglicher Unterschätzung „unserer“ Fähigkeiten zur Selbstbestimmung und Eigenverantwortung uns, dem Volk mitteilte.

Das Denken und  eigene Entscheiden bitte einstellen, denn das ist nicht hilfreich. 

Das gilt nicht nur in Fragen der Sicherheit, der Klimaforschung, der Internetnutzung, der Griechenlandrettung, der Flüchtlingskriese, der Energieversorgung, des Elterngeldes, des Bildungsnotstandes, der Bankenrettung, der Gesundheitsreform, der Rentendiskussion, des Militärwesens, der Ernährungsfragen, der Ehe für alle, der Mitsprache, der parlamentarischen Entscheidungsprozesse, der Einteilung in Gut und Böse  und der Religionsfreiheit so!

Das ist das eigentliche, alternativlose Regierungsprogramm der Kanzlerin.

Was ist aus Brandts „MEHR DEMOKRATIE WAGEN“   geworden?

Ein Parlament, das abnickt was die Regierung (Frau Merkel) alternativlos vorgibt, eine Opposition, die die Bezeichnung  nicht verdient, ein Souverän, dem im Laufe der letzten 12 Jahre jegliche Lust auf „Alternative“ ausgetrieben wurde, wohl gemerkt zu einer Zeit, als es die Partei AfD noch gar nicht gab. Die Kanzlerin verkündete, das Parlament stimmte zu, die Medien applaudierten und der deutsche Michel legte sich beruhigt schlafen. Nix „mehr Demokratie wagen“, nicht mal in den früher so aufmüpfigen Medien, die keinen Kanzler ungeschoren davon kommen ließen. „Wie hat sie das nur angestellt?“, habe ich mich oft gefragt. Mit süßestem „kleines  Mädchenlächeln“  die stärksten Konkurrenten in die Pfanne hauen – und fast keiner merkt was, fast keiner sagt was, fast keiner widersteht? Nicht mal der starke Bayer, der tat und tut immer nur so, bevor auch er dahin schmilzt wie Butter in der Sonne.  (Den Aufmüpfigen in der Kanzlerpartei ist das ja auch schlecht bekommen…. und den anderen, die das ziemlich fassungslos mit ansehen mussten, ist so die Lust auf Revolte schnell vergangen. Kein (Männer)Andenpakt und keine Super-Konnektion.  )

 

Ich war noch keine 50 Jahre alt, als Roman Herzog im April 1997 seine berühmte Ruck-Rede im Berliner Hotel Adlon hielt:  „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen.  

Zitat aus der Rede:

Ich will heute abend kein Blatt vor den Mund nehmen, sondern die Probleme beim Namen nennen.

Was ist los mit unserem Land? Im Klartext: Der Verlust wirtschaftlicher Dynamik, die Erstarrung der Gesellschaft, eine unglaubliche mentale Depression- das sind die Stichworte der Krise. Sie bilden einen allgegenwärtigen Dreiklang, aber einen Dreiklang in Moll.

 

Der Dreiklang in Moll hatte sich langsam aber sicher in der langen, sehr, sehr langen Regierungszeit Helmut Kohls des Starken gebildet. (Nein, dies ist nicht mein Nachruf auf den verstorbenen Bundeskanzler!)

Auch Kohl duldete keinen Widerspruch, wenngleich er selbst nicht davon redete, dass seine Politik „alternativlos“ sei.

 

Müssen CDU-Kanzler eigentlich wirklich jeweils die Amtszeit Adenauers überbieten? Können die den großen „Alten“ nicht einfach Geschichte sein lassen? Und könnte man die Regierungszeit eines Kanzlers nicht auf 8, maximal 10 Jahre begrenzen, egal, welcher Partei er angehört?  Das würde „Ruck“ und „Mut“ sicher Auftrieb geben…

 

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Als Willy Brandt im Oktober 1992 starb, wurde  ich im selben Monat 43 Jahre alt…. ich erfuhr von seinem Tod im Eged-Bus zwischen Haifa und Tel Aviv…

Seine Regierungserklärung kann man hier nachlesen.

 

Warum, Herr Steinmeier? 11. Mai, 2017

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", fatah, gesellschaft, hamas, israel, politik, presse, terrorismus, zweistaatenlösung.
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Warum ausgerechnet eine Kranzniederlegung an Arafats Grab?

Was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen, Herr Bundespräsident Steinmeier?

Ehrung für einen großen Staatsmann, Menschenfreund, Friedensbringer?

Was um alles in der Welt hat Sie und Ihre Berater dazu bewogen, ausgerechnet nach dem desaströsen Besuch des Herrn Außenminister Gabriel in Israel nun einen neuerlichen Anlauf zu nehmen, Israel und die Israelis zu brüskieren?

Sicher, damals, Anfang der 90er Jahre, vor einer gefühlten Ewigkeit lag eine Aufbruchsstimmung in der Luft, Frieden schien möglich zwischen den bis dahin durch Terrorakte gegen Israel  berühmt-berüchtigten Arabern (unter Arafats ideologischer und taktischer Führung) und den Israelis und ihrem Ministerpräsidenten Rabin. Das Abkommen von Oslo schien die Türen für einen Frieden weit geöffnet zu haben. Der Nobelpreis an die beiden israelischen Politiker, Rabin und Peres und an Arafat schien das zu besiegeln.Und natürlich war es auch ein sehr bewegendes Zeichen, als Arafat der Witwe des durch den Mordanschlag eines jüdischen Extremisten getöteten Rabin einen Kondolenzbesuch abstattete.

Es war, wie wir heute wissen, nur ein Zeichen für die westliche Welt, ein abgekartetes Täuschungsmanöver, das dazu diente, die wahren Ziele zu verschleiern.

Nichts hat sich seither geändert in den Beziehungen zwischen den „Palästinenser“ genannten Gegnern des jüdischen Staates und Israel. Im Gegenteil. Die Schrecken der sogenannten „Al Aqsa-Intifada“ sind doch noch nicht vergessen, so wenig wie der immer währende Terror, der von Gaza aus gegen Israel geführt wird oder der der vielen (kleinen) Attentate gegen israelische Bürger durch „Palästinenser“. Ungebrochen gilt die Charta der Hamas, die zwar in neuer „scheinmoderater“  Sprache daher kommt, aber nach wie vor an der Vernichtung des Staates Israel fest hält. Nichts hat sich geändert am „Friedenswillen“ der palästinensischen  Führung in Ramallah, die zwar wortreich und blumig ihren großen inneren Drang zum  Frieden unterstreicht, aber gleichzeitig die Attentäter auf jüdische Zivilisten mit hohen Renten belohnt, Schulen nach sogenannten Märtyrern, sprich Selbstmordattentätern in Israel benennt, die viele zivile Opfer auf ihrer „Habenseite“ verbuchen,  und die in den arabisch-sprachigen Medien dazu aufruft, im Kampf gegen die „Besatzung“ nicht nachzulassen, wobei nach „palästinensischer“ Lesart  nicht etwa die umstrittenen Gebiete von Samaria und Judäa gemeint sind, wie man den naiven Westler glauben lässt, sondern eben das gesamt Gebiet „vom Meer bis zum Fluss“, also ganz Israel inbegriffen.

Aber zurück zu der Frage:

Warum ehren Sie, Herr Dr. Steinmeier ausgerechnet in diesen Tagen Yassir Arafat, einen der größten Verbrecherführer im Nahen Osten.

Haben Sie denn nie davon gehört? Haben Ihre Berater sich denn nicht informiert?

Es waren vor allem die von Jassir Arafat geführte Fatah und die PFLP (Volksfront für die Befreiung Palästinas), die den Terror ins Ausland verlagerten und so mehr Publizität und politischen Einfluss erreichten, als sie mit Anschlägen gegen den erklärten Feind – den Staat Israel – jemals gewinnen konnten.
„Zwischen 1968 und 1980“, so der amerikanische Terrorismusforscher Bruce Hoffman, seien palästinensischen Gruppen „für mehr internationale Terrorakte verantwortlich“ gewesen „als jede andere Bewegung“. Darüber hinaus gelang ihnen der Aufbau des ersten internationalen Terrornetzwerks, das von der japanischen Roten Armee über die katholische IRA, die Fraktionen des deutschen Linksterrorismus und den Terrorsöldner Carlos bis hin zur Geheimarmee für die Befreiung Armeniens (Asala) reichte.

Quelle: Spiegel

Nun mögen einige Menschen einwenden, dass sei „vor Oslo“ gewesen und somit sei durch die Oslo-Verträge eine andere, friedlichere Seite Arafats zum Tragen gekommen. Weit gefehlt.  Aus dem veröffentlichten Terminkalender geht hervor, dass Sie auch an den Gräbern Rabins und Peres‘ einen Kranz in Ehrerbietung niedergelegt haben. War es das Anliegen  mit dieser Geste den Oslo-Prozess in Erinnerung zu rufen?  Aber  Oslo ist gescheitert.

Denn zu keiner Zeit hat Arafat das Ziel aus den Augen verloren, den Staat Israel zu zermürben und zu vernichten. In allen seinen Ansprachen an „sein Volk“ geht es um dieses große Ziel. Ein mögliches Abkommen mit Israel, ja selbst die auch von der deutschen Regierung so viel beschworene „Zweistaatenlösung“ wird immer und von allen arabisch-muslimisch-„palästinensischen“  Akteuren als „Zwischenschritt“ zur endgültigen Lösung  angesehen und auch so kommuniziert,  der vollständigen Übernahme aller „palästinensischen Gebiete“ nämlich zwischen Mittelmeer und Jordan.

Camp David, Madrid, Roadmap….  alle Zusammentreffen galten  nur dazu, dem Westen Sand in die Augen zu streuen, auf alle Verhandlungen folgte das NEIN der „palästinensischen“ Führung mit Hinweis auf den einzig möglichen Schuldigen: Israel.

Selbst die Räumung Gazas hat an der negativen Haltung der Linken in Deutschland und selbst bei den maßgeblichen Vertretern Ihrer Partei nichts geändert. Für Sie und Ihre ideologischen Genossen ist nach wie vor einzig Israel in der Pflicht, Zugeständnisse für einen Frieden zu machen, der aber doch immer mehr zu eine Utopie geworden ist. Die Hamas hält an Ihrer Charta ebenso fest wie Sie an dem unentwegten Mantra, die Siedlungen seien das Friedenshindernis. Israel, das müssten doch sogar Sie begreifen, hat die Räumung Gazas einen nahezu unentwegten Beschuss durch Raketen der Hamas eingebracht.

Doch nicht nur der Terror gegen Israel hat vielfältige Formen angenommen, vielfältig und ins Unermessliche gesteigert ist auch die gegen Israel gerichtete Propaganda, sowohl arabisch-palästinensischer Politiker und Medien, wie auch die der Sympathisanten der „Palästinenser“ hier in Deutschland. In den Straßen Berlins dürfen anlässlich des Al-Quds Tages militante Araber, Türken, „Deutsch-Palästinenser“ und ewig-gestrige Linke wie Rechte ungestraft zur Vernichtung Israels aufrufen und dabei Parolen brüllen, die denen des Stürmer und der Nationalsozialisten im Dritten Reich in nichts nachstehen. Polizei? Staatsanwalt? Prozess?

Die UNO gibt der Forderung muslimischer Staaten nach und erklärt der Tempelberg in Jerusalem habe keinerlei Bezug zu Juden und Judentum… Der Protest noch unter Ihrer Zeit als Außenminister war, gemessen an Ihren Forderungen an Israel, wie eine sanfte  Fata Morgana… er fand praktisch nicht statt.

Aber wissen Sie es denn wirklich nicht besser, Herr Dr. Steinmeier?

Haben Sie denn in all den Jahren nichts, aber auch gar nichts dazu gelernt?

Ist es Ihnen nie in den Sinn gekommen, die palästinensische Führung mit Nachdruck dazu auf zu fordern, endlich und endgültig Israel als jüdischen Staat anzuerkennen?

Wie kommt es, dass sie immer noch an uralt linken Anti-Positionen in Bezug auf Israel festhalten und sich sogar nicht entblöden, als höchster Repräsentant Deutschlands einen Kranz an Arafats Grab nieder zu legen.

Mir fehlt dafür jedes Verständnis.

Und ich sage sehr deutlich, Sie, Herr Bundespräsident, handeln nicht in meinem Namen.

Ich verzichte darauf, hier alle Links einzustellen, die mühelos belegen können, welch Geistes Kind Arafat ist. Es reicht, wenn Sie, Herr Präsident,  sich vor ihm verbeugen, ich gebe ihm nicht die Ehre meiner Aufmerksamkeit und die meiner Leserinnen und Leser.

Stattdessen empfehle ich zur Lektüre diesen Text, den ich bei facebook entdeckt habe.

Diesen Auszug daraus:

Wenn Frank-Walter Steinmeier demonstrieren wollte, an wessen Seite das von ihm repräsentierte Deutschland steht, dann ist ihm das gelungen: Mit Yassir Arafat ehrte er einen Menschen, der ein Friedensstifter hätte sein können, bis an sein Lebensende aber noch jede Konfliktlösung vehement hintertrieb, die »Palästinenser« so um einen unabhängigen Staat brachte und um Milliarden betrog.

Und indem er sich »ehren« ließ mit einem Empfang durch »Soldaten«, die Terroristen, an deren Händen das Blut zahlreicher Juden klebt, als ihre »Kameraden« betrachten, als »Kämpfer« gar für »Freiheit und Frieden« und als »Märtyrer«, verriet Frank-Walter Steinmeier anschaulich, was von vielfach beschworenen zivilisatorischen Grundwerten bleibt, überläßt man sie nur seinesgleichen.

Quelle

Sie, Herr Steinmeier, haben mir in Ihrem überaus kritisch-politischen  Verhalten gegenüber  Israel, bei gleichzeitiger Duldung der arabischen  wie iranisch-muslimischen Vernichtungsdrohungen gegen den jüdischen Staat schlussendlich  klar gemacht, dass Sie weder als Diplomat noch als Präsident dieses Landes  Ehre verdient haben, nicht einmal die, die Sie dem Mörder und Terroristen Arafat zukommen ließen.

Meine Achtung vor Ihrer Amtsführung haben Sie endgültig verloren.

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Was mich aber fast ebenso verstört wie die Kranzniederlegung als solche ist die Tatsache, dass in den deutschen Medien darüber so berichtet wird, als sei es die größte Selbstverständlichkeit der Welt. Nicht eine kritische Silbe in den MSM.

Mag sich jemand die Welle der Empörung vorstellen, wenn ein ranghoher Politiker eines „befreundeten“ Landes ausgerechnet am Grab von Erich Mielke im stummen Gedenken die Ehrung vollzieht…. oder die Gräber der RAF besucht, um den Kampf der linken Genossen gegen die bürgerliche Gesellschaft der BRD zu würdigen ….  von möglichen Nazi-Kultmalen ganz zu schweigen.

Sollte diese tiefe mediale Ruhe  ein Zeichen für die allgemeine Zustimmung zu Israelbashing und Judenhass sein, fein verkleidet in „Kritik unter Freunden“ und Händchen halten mit den „Verfolgten“?

Von der Kanzlerin natürlich auch kein Wort.

So blöd kann selbst der Sigi nicht sein… 26. April, 2017

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Man stelle sich vor, man sei neu in ein Amt gewählt worden und wolle nun seine Antrittsbesuche machen, um sich als neuer Amtsträger zu präsentieren und natürlich dabei gleichzeitig um gute und gedeihliche Zusammenarbeit zu bitten.

Einer der diplomatisch herausfordernden Besuche wäre es, sich mit jemandem treffen zu müssen, den man – gelinde gesagt – nicht leiden kann, aber das Amt gebietet es, mit eben dieser Person doch in relativ gutem Einvernehmen zu sein.

Bevor man also seinen Besuch antritt, informiert man sich so ein bisschen darüber, welche der verborgenen Fettnäpfchen auf jeden Fall ausgelassen werden müssen, damit es nicht zu einer unschönen Begegnung kommt.

Sie, Du und ich würden das so machen, oder? Jedenfalls auf der informellen Ebene würden wir das so machen.

Wir würden es auf jeden Fall vermeiden, den zu Besuchenden an mögliche unangenehme Be- oder Gegebenheiten zu erinnern, etwa an seinen gerade erst verflossenen Liebhaber, an 25 kilo Übergewicht, an missratenen Kinder, an eine wenig attraktive Gattin / hässlichen Gatten oder was auch immer auf der rein persönlichen Ebenen so an extremen Fettnäpfchen lauern könnte. Wir würden doch alles vermeiden, den Besuchskontakt vor die Wand zu fahren, oder?

Sie, Du und ich würden wohl auch auf der „amtlichen Ebene“ herauszufinden suchen, wer der Widersacher des zu Besuchenden ist, mit wem er gerade im Clinch ist oder wer ihm größtmöglichen Schaden zufügen möchte, wir würden das herauszufinden suchen, damit wir nicht Gefahr laufen, ausgerechnet diese Personen als  mögliche Gesprächspartner  bei unserem Antrittsbesuch ebenfalls zu beehren. Wir, Sie, Du  ich, fänden das peinlich und unpassend, stelle ich mir dank meiner guten Kinderstube jedenfalls so vor.

Wir würden aber auch bei „guten Freunden“ nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und den Freund bei der ersten sich bietenden Gelegenheit damit konfrontieren, was er unserer Meinung nach gerade wieder verbockt hat und erst recht würden wir nicht zu den Leuten gehen und sie unserer Unterstützung versichern, von denen wir genau wissen, dass der „gute Freund“ gerade extreme Probleme mit ihnen hat. Nein, Sie, Du und ich würden das nicht machen. Wir würden erst mal in aller Ruhe mit dem „guten Freund“ bei einem schönen Essen reden, ein bisschen Wein oder Bier dazu trinken, für eine angenehme Atmosphäre sorgen und dann, wenn die ‚Gesprächstemperatur‘ auch für schwierige Themen geeignet erscheint, unsere nicht ganz so schönen Anliegen vortragen, beispielsweise unser Bemühen, einen Nachbarschaftskonflikt zu entschärfen oder dergleichen. Auf keinen Fall würden wir erst mit den Nachbarn und dann mit dem „gute Freund“ sprechen.

Wenn nun der neu gekürte Außenminister eines Staates seinen Antrittsbesuch als Außenminister bei einem „befreundeten Staat“ macht, wie geht er dann am besten und am diplomatischsten vor?

Nun, er wird, so denke ich, seine Berater konsultieren und sich über die außen- wie innenpolitische Lage des „befreundeten Staates“ auf den neuesten Stand bringen lassen – siehe Fettnäpfchenvermeidung und Diplomatie.

Alsdann, so stelle ich mir weiter vor, wird er aufgrund dieser Informationen seine notwendigen Besuchstermine vor Ort in einen zeitlich wie thematisch passenden Rahmen bringen.

Was sieht so ein Besuchsprotokoll vor?  Dem Staatspräsidenten die Aufwartung machen, ein Gespräch mit dem Regierungschef des Landes führen, eine kulturelle Einrichtung besuchen, sich für besondere wissenschaftliche oder wirtschaftliche Institutionen interessieren, die humanitären Aufgaben des Landes nicht vergessen und natürlich auch den Oppositionsführern des Parlaments ein offenes Ohr schenken. Wenn dann noch Zeit ist und alle anderen Termine gut verlaufen sind, kann man sich auch noch mit Vertretern der Außerparlamentarischen Opposition treffen… hier in Deutschland wäre das möglicherweise der Unterstützerkreis des NSU oder ehemalige Mitglieder der RAF, ein „Schwarzer Block der Antifa“  oder die „Identitären“  in Meck-Pom, vielleicht sogar die „Reichsbürger“.  Alles sehr „ehrenwerte“ Vereinigungen, die nichts anderes im Sinn haben, als den offiziellen Staat in Frage zu stellen  oder sogar zu zerstören…  (Frau Merkel und Herr Steinmeier als Kanzlerin und Präsident wären bestimmt ganz entzückt, wenn der Außenminister eines „befreundeten Staates“ diese Gruppierungen sehr gezielt aufsuchen würde.)

Was um alles in der Welt hat aber unseren Herrn Außenminister Sigmar Gabriel geritten, als er bei seinem Antrittsbesuch als Außenminister in ISRAEL  jede diplomatische Vorgehensweise über den Haufen warf und noch vor einem Treffen mit  dem Regierungschef Netanjahu ankündigte, sich mit den höchst umstrittenen, aber dennoch von EU gepäppelten und finanziell großzügig ausgestatteten APO-Gruppen „Breaking the Silence“ und B’Tselem treffen zu wollen, die mit ihren Aktionen den Terroristen von Fatah und Hamas in die Hände spielen und Abbas (Gabriel nennt ihn ‚mein Freund‘) immer wieder Munition liefern in der EU und bei der UN  gegen Israel zu agitieren.

„So blöd kann selbst der Sigi nicht sein“ habe ich  diesen Beitrag überschrieben.

Das ist nicht fein von mir.

Aber ich muss doch davon ausgehen, dass Herr Gabriel nach seinem desaströsen Auftritt in Hebron vor ein paar Jahren wenigsten irgendetwas dazu gelernt hat. Er ist doch nicht dumm. Immerhin hat er studiert, war mal Ministerpräsident des schönen Bundeslandes in dem ich lebe, „mein (noch)“  Parteichef , Merkels Wirtschaftsminister und Vizekanzler… ein bisschen Grips gehört doch dazu, um das zu schaffen.

Wenn er also nicht so blöd sein kann, sich dermaßen dämlich zu benehmen, dann, so muss ich doch annehmen,

HAT ER ES MIT VOLLER ABSICHT GETAN.

Und natürlich frage ich mich, WARUM ???

Klügere und politisch versiertere Leute als ich mögen dieser Frage auf den Grund gehen.

Ich will mich auch nicht als Küchenpsychologin versuchen, obwohl ich durchaus die dafür notwendigen Voraussetzungen mit brächte.

Aber wie kann ein Mann am ‚JomhaShoa‘   in ‚Yad Vaschem‘  einen Kranz niederlegen und große Betroffenheit angesichts der deutschen Schuld an der unfassbaren Tragödie zum Ausdruck bringen und nur einen Tag später alle politische und diplomatische Vernunft fahren lassen?

cui bono

Wem dient es…

Bald sind Wahlen in Deutschland – und wie der Antisemitismus-Bericht der Bundesregierung als traurige Gewissheit ausweist, ist der deutsche Antisemitismus virulent wie nie, unterstützt von den muslimisch-arabischen Zuwanderern und sind 40% der Deutschen gegen Israel gestimmt…

 

Wenn das kein Grund ist, sich in Israel wie der Elefant im Porzellanladen aufzuführen. …

Einige Vertreter  der deutschen Medien sind darum auch voll des Lobes für unseren tapferen Außenminister, der sich dem einzigen Schurken im ganzen, ach so friedlichen nahen Osten nicht gebeugt hat….

 

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NACHTRAG

Einen sehr guten Artikel dazu hat Alex Feuerherdt geschrieben, daraus dieser abschließende Absatz als Zitat:

Selbstverständlich hat Sigmar Gabriel es nicht lassen können, zu beteuern, welch großer Freund Israels er doch sei. In einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung behauptete er, die „pro-israelische Einstellung“ sei ein „Markenzeichen der deutschen Sozialdemokratie“, und verstärkte die Peinlichkeit seines Auftritts sogar noch mit dem unsäglichen Satz: „Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocausts.“ Nicht des Nationalsozialismus, nein, der Shoa – was bekanntlich nicht stimmt und lediglich dazu dient, sich auf die gleiche Stufe zu stellen wie die Opfer der Judenvernichtung. Nachdem der aus einer Täterfamilie stammende deutsche Minister sich so selbst auf die moralisch gute Seite der Geschichte bugsiert hatte, konnte er daran gehen, gezielt jenen Eklat zu provozieren, der in Deutschland nun Benjamin Netanjahu angelastet wird. Der aber war bloß nach dem Motto verfahren: Gott, bewahre mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden werde ich allein fertig.

Quelle

Besser kann man die Unverschämtheit der Gabriel’schen Taktik kaum zusammenfassen.

 

 

 

 

Närrisch…. 1. März, 2017

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, mord, politik, presse.
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… finde ich es nicht, was da auf einem der Mottowagen in Düsseldorf zu sehen war:

Eine grinsende Freiheitsstatue bietet den abgeschlagenen, noch vom Blut tropfenden  Kopf Donald Trumps dar….  und das närrische Volk?    Jauchzt und jubelt es ob dieser gelungenen politischen Demonstration freiheitsliebender Demokraten? In dem oben verlinkten Bericht bei faz.net findet sich nicht der leiseste  Hinweis auf betroffenes Innehalten des Volkes angesichts dieser Darstellung  und leider auch nicht der kleinste Anklang der Kritik von Seiten des Verfassers.

„Macht euch nicht dieser Welt gleich“, heißt es an einer Stelle in der Bibel. Diese –   im ursprünglichen Sinn an die noch jungen christlichen Gemeinden gerichtete –   Aufforderung hätten die Gestalter des Anti-Trump-Wagens besser beherzigen sollen.

Bedient euch nicht der gleichen Methoden wie die, die ihr an anderer Stelle bekämpfen wollt.

Die verantwortlichen Gestalter des Wagens haben  lustvoll-spitzfindige Satire vermissen lassen und stattdessen zur vulgärsten Form gegriffen.

Dient es denn wirklich der Demokratie hier oder sonstwo in der Welt, wenn in Frieden und Freiheit lebende Demokraten sich der grausamen, Menschen verachtenden und widerlichen Symbolik des „Islamischer Staat“ bedienen, um den in freier, demokratischer und geheimer Wahl vom Wahlvolk erkorenen Präsidenten eines befreundeten Staates zu „kritisieren“, verbunden mit der Aufforderung an das amerikanische Volk „RESIST“?   Widersteht!

„Widersteht Trump indem ihr ihm den Kopf abschlagt“ – kann das die Botschaft eines rechtsstaatlichen Volkes an ein rechtsstaatliches Volk sein?

Aufruf zum Lynchmord als „Kritik an Trump“?

Sind die Narren in Düsseldorf von allen guten Geistern verlassen?

Zeigt sich in dieser unfassbar widerwärtigen  Darstellung ein Politikverständnis, wie es abstruser nicht sein kann, jenseits von allem, was Recht und Gerechtigkeit in einer Demokratie als Urgrund gesellschaftlichen Zusammenlebens bedeutet?

Mord und Totschlag als Mittel des politischen Kampfes sind in unserem Rechtssystem  zu Recht vollkommen ausgeschlossen, werden hart bestraft. Kann man den Terror des NSU, kann man den Terror islamistischer Gruppen wie die des „Islamischer Staat“ mit allen Mitteln bekämpfen  und gleichzeitig zum „Morden“ aufrufen, wenn auch „nur“ in einem als  „Karikatur  gedachten“  karnevalistischen Mottowagen?

Man kann nicht, denke ich.

Man kann offenbar doch. Jedenfalls in Düsseldorf.

Ich kann dazu nicht schweigen.

Ich finde es empörend, widerlich, würdelos, unanständig, bar jeder politischen Vernunft.

Mir scheint, in dem Hype um Trump ist jedes Mass verloren gegangen, fehlt jegliche Sensibilität für politisches Handeln, sowohl bei den Mächtigen, wie den Medien unseres Landes,  erheben  sich Stürmer-Methoden aus  längst verschlossen geglaubtem Grab,  regiert deutsche Überheblichkeit in einem Maße, dass es mich fassungslos schaudern macht.

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly verteidigte am Montag seine Motive im WDR-Hörfunk: Da die Fehlentwicklungen in der internationalen Politik zurzeit besonders dramatisch seien, müssten auch die Wagen besonders „gepfeffert“ ausfallen. „Er ist natürlich eine Karikatur an sich und damit ein Göttergeschenk für Karikaturisten“, hatte Tilly im dpa-Interview über Trump gesagt.

(Zitat aus dem oben verlinkten Bericht)

Und was “ Fehlentwicklungen  in der internationalen Politik“  sind, bestimmt wieder einmal der deutsche Michel. Denn wer außer uns guten Deutschen, weiß, was gut und richtig für die Welt ist?

Ganz sicher ist auch  der Präsident der USA zu kritisieren.  Aber niemals kann selbst ein nur indirekter  Aufruf zum Mord ein Mittel der kritischen Auseinandersetzung sein.

Auch nicht in närrischen Zeiten des Karnevals.


NACHTRAG am 2. März:

Eine sehr lesenswerte Betrachtung zum gleichen Thema findet sich bei

SCHLAGLICHTER

Auszug daraus:

„Die Frage ist nicht, ob Tilly das darf oder dürfen soll, sondern warum Menschen so etwas machen und andere Menschen das lustig finden. Worüber lachen sie?

Für Sigmund Freud ist Lachen ein Akt der Befreiung und der Bewusstwerdung. Im Witz kann sich das Verbotene, Verdrängte und Zensurierte entfalten.

Versteht man Tillys Wagen in diesem Sinne als Offenbarung der im Schutz der Narrenfreiheit ans Licht kommenden Volksseele, wird einem angst und bang.

Vor der Arroganz gegenüber dem Land, das Deutschland die Demokratie geschenkt hat. Vor der Unwissenheit über die Verfassung und dem fehlenden Respekt vor der Jahrhunderte langen Stabilität der amerikanischen Demokratie. Vor der nassforschen Überheblichkeit, mit der man sich nicht nur immer im Recht sondern auch noch im Besitz einer höheren Moral wähnt.“

(Hervorhebung von mir)

Fremde Feder zur Meinungsfreiheit…. 2. Februar, 2017

Posted by Rika in gesellschaft, presse, pressefreiheit.
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Das Unbehagen, das ich schon seit einiger Zeit über die Beschränkungen verspüre, die der „öffentlich geäußerten Meinung“ auferlegt werden oder werden sollen, nimmt mit jeder Erklärung der Regierenden über den Kampf gegen Hatespeech, Fakenews, Internetnutzung und Sicherheit eher zu, als dass es durch Informationen,  Nachdenken oder Diskussion   erklärbarer und  damit weniger würde.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ auch eine immense politische Bedeutung hatte, denn nur die Gedanken waren frei, sie zu äußern war es eben nicht. Das traf sowohl für die Zeit des Nationalsozialismus wie auch für die des real existierenden Sozialismus in der ehemaligen DDR zu, beides Regime, die ihre doch gar nicht so geheimen Mitarbeiten ins Land schickten     –     wie Sauron aus Mordor seine Angst einflößenden Reiter, die Nazgul,  Vorboten eines sich anbahnenden Unheils, das aber  kaum greifbar und sichtbar war.

GESTAPO  und STASI, allgegenwärtige Aufpasser über das, was  gedacht und geredet wurde im Staat. Haben wir das wirklich schon alles vergessen? Es gab sie doch, die Blockwarte, die eben nicht nur über die Einhaltung der Hausordnung wachten, die Zuträger und Spitzel, die dafür sorgten, dass das System bestens informiert war über die Abweichler von der verordneten politischen Meinung.  Sie hatten doch ihre Augen und Ohren überall – und es war höchst unklug und zudem gefährlich,  allzu offen mit den Gedanken hausieren zu gehen, die nicht dem Mainstream entsprachen.

Wenn jetzt die Regierung daran geht  –   für unser aller Informationssicherheit selbstverständlich  –   wieder die Blockwarte und Spitzel los zu schicken, kann das nichts Gutes bedeuten.

In seinem Blogbeitrag „Ein unwissenschaftlicher Vergleich – und dann gab’s das Dritte Reich“  nimmt sich Roger Letsch dieses Problems an.

Hier sein Text:

Wann kann man eine gesellschaftliche Entwicklung als auf absehbare Zeit unumkehrbar bezeichnen? Gibt es im Vorfeld großer Zusammenbrüche den einen Moment, an dem erkennbar eine Weiche gestellt wird, deren eine Seite in Richtung Ungewissheit führt, während die andere Seite zwangsläufig in Richtung Abgrund weist? Historiker finden in der Geschichte zahlreiche Ereignisse, deren katastrophales Ende sie gern auf ein initiales Ereignis zurückführen, aus dem heraus die folgenden Handlungen geradezu automatisiert und folgerichtig abliefen. Als Beispiel sei hier nur das Attentat in Sarajewo genannt, das lange Zeit als „der Auslöser“ des Ersten Weltkrieges galt, von dem aus sich alles andere zwangsläufig entwickelt habe. Nun krankt die vergleichende Geschichtsforschung bekanntlich an der mangelhaften Infrastruktur für Zeitreisen, weshalb sie den endgültigen Beweis für derlei „Initial-Thesen“ stets schuldig bleiben muss. Sie kann nämlich nie den Gegenbeweis führen, indem sie eine Weiche in der Vergangenheit anders stellt und dann feststellt, was auch hätte passieren können.

Deshalb ist das, was ich jetzt zu tun beabsichtige unstatthaft, unwissenschaftlich, ungenau, unbeweisbar und dementsprechend reine Spekulation. Ich werde ein solches als „Initial“ betrachtetes Ereignis in die Gegenwart projizieren und behaupten, dass gerade wieder ein ähnlicher Zeitpunkt kurz bevor steht, an dem sich die Zukunft in zwei sehr unterschiedliche Richtungen entwickeln kann.

24. März 1933

Jeder, der sich auch nur ein Wenig in der Geschichte auskennt,

(mehr …)

Blickt eigentlich noch irgendein Mensch durch? 25. Februar, 2016

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Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine so verworrene politische Situation erlebt zu haben, wie ich sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt wahrnehme.

Wenn wir hier im Hannöverschen nicht gerade mit eingefleischten 96-Fans und Anhängern sprechen – die Situation für 96 ist äußerst bedrohlich, der Abstieg steht vor der Tür -, gibt es in den Gesprächen unter Freunden oder mit flüchtigen Bekannten beim zufälligen Treffen an der „berühmt-berüchtigten Fleischtheke“ ***  des Supermarktes um die Ecke eigentlich nur ein Thema:

Die Flüchtlingsfrage.

Dabei sind es zunehmend mehr gar nicht die Flüchtlinge selber, die von besonderem Interesse sind, vielmehr fragen sich die Leute und frage auch ich mich:  „Was geht eigentlich in Frau Merkel vor?“

Denn wir, so scheint es mir zumindest, haben uns doch längst damit abgefunden, dass es Menschen geradezu nach Deutschland treibt, die einen, weil sie vor dem Krieg fliehen, die anderen, weil sie dem Elend ihres Heimatlandes entkommen wollen, die nächsten, weil sie von einem guten Leben in Deutschland träumen.  Längst ist auch klar, dass wir diesem unaufhaltsamen Streben nach Deutschland wenig bis gar nichts entgegen setzen können. Zäune an den Grenzen sind unmoralisch und unmenschlich, Obergrenzen bei der Aufnahme der Flüchtlinge sind gar nicht kalkulierbar, weil: siehe Zäune –  und Europa und Erdogan sowieso nicht mitspielen.

Erdogan…. wie, so frage ich mich seit Wochen, wie kann die Kanzlerin ausgerechnet auf diesen Machtmenschen ihre ganze Hoffnung setzen? Auf einen Politiker, der ungehemmt und ungebremst einen Krieg gegen Teile der Bevölkerung seines Landes führt? Ich sage bewusst „Teile der Bevölkerung seines Landes“, denn nach Erdogan gehören Kurden ganz offensichtlich nicht zu seinem Staatsvolk und vermutlich sehen die Kurden das inzwischen ganz genauso. Wie kann Frau Merkel mit einem Politiker Geschäfte machen – und nichts anderes ist es doch, wenn sie ihm Milliarden (EU-Gelder) gegen die Verwahrung der Flüchtenden innerhalb des türkischen Reiches bietet und darüberhinaus  verlangt, die Grenzen zu Europa so zu sichern, dass Deutschland seine Grenzen offen halten kann für einen ungestörten Warenaustausch innerhalb der EU – wie also kann Frau Merkel Geschäfte machen mit einem Präsidenten, der die Meinungsfreiheit in seinem Land beschneidet, die Opposition kalt stellt, Kritiker in Gefängnisse stecken läßt, die Pressefreiheit einschränkt, das Demonstrationsrecht aushebelt und die ISIS-Kämpfer im Nachbarland Syrien mit Waffen, Nachschub und medizinischer Versorgung unterstützt, von den jüngsten direkten Eingriffen in die Kämpfe ganz zu schweigen?

By the way, noch herrscht bei uns Pressefreiheit – die Presse ist frei  zu sagen, was die Regierung vorschlägt, und auch die Meinungsfreiheit ist noch sicher gestellt, jedenfalls  solange sich das Volk nicht in „Pack“, „Schande“, „keine Menschen“, „Abschaum“, „braunen Dreck“, „Faschisten“, „Dunkeldeutsche“ oder „Verbrecher“ verwandelt und darum Meinungen von sich gibt, die nicht nur höchst unschön sind, sondern im höchsten Maße auch Schande für Deutschland bedeuten könnten, im Ausland zumal, das doch gerade erst über die überwältigend wunderbare Weltoffenheit der Deutschen in Entzücken geraten war. (Die Regierungschefs der befreundeten und nicht ganz so befreundeten Staaten hegen allerdings mehr oder weniger offen Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit politischen Leitlinie der deutschen Kanzlerin und wollen sich ihrem „Welcome Refugees“ nur sehr bedingt bis gar nicht anschließen.

Apropos Leitlinie.

Gibt es die?  Ich meine, so richtig klar ausformuliert und auch für das Volk erkennbar?!

Nein, ich meine jetzt  nicht die auf Hochglanzpapier gedruckten Wahlprogrammeversprechungen, die sind eh für die Katz…  immer schon gewesen, das zumindest kann ich  als mehr als 40 Jahre lang  aktive, Stimme vergebende Wählerin mit Fug und Recht behaupten. Ich meine die Leitlinien der Politik, die sich erkennbar auch  im Alltag bemerkbar machen. Nein, damit meine ich jetzt nicht die Beschränkungen, die uns aus irgendwelchen Gründen von jetzt auf gleich aufgelegt werden in Form von Geldzahlungen, die wegen der erneuerbaren Energien zu entrichten sind oder weil die Funk- und Fernsehanstalten qualitativ hochwertige Leistungen erbringen und  wir Konsumenten in Absprache mit den Regierenden die dazu notwendigen Fördermittel  in Form von Gebühren zu abzugeben haben, egal, ob wir überhaupt über die notwendigen Empfangsgeräte wie Radio oder Fernsehen verfügen oder nicht, um nur diese Beispiele zu nennen. Ich meine solche Leitlinien wie beispielsweise „Bildungspolitik“, worunter ich mehr verstehe, als die minimalste Grundsicherung des Lernens  (an maroden Schulen) und Lehrens durch permanent überforderte – weil zu wenige – Pädagogen oder die Früherziehung an Kitas in  größtmöglichen Gruppen bei minimalster Personaldecke in Form von 1 (in Worten einer)  qualifizierten Erzieherin und 1 Sozialassistent/en/in für 25 Kinder oder den täglichen Kampf der Studenten, um wenigsten noch einen Treppen- oder Fensterbankplatz im ansonsten völlig überfüllten Hörsaal zu ergattern, damit man den Credit Point für die verpflichtend notwendige Teilnahme an der Vorlesung erhält – erforderlich  für den Bachelor- oder Masterabschluß.

Es wäre auch schön, wenn sich politischer Gestaltungswille bei der Verkehrswegeplanung durchsetzen würde und die notwendigen Baumaßnahmen nicht im endlosen Chaos mit nicht mehr vorhersagbarem Ende Steuergelder in unvorstellbarer Höhe verschlingen würden. Großartig fände ich es, wenn hingegen dem Verbraucher, also mir, es völlig frei gestellt bliebe, welche Glühlampe meine Wohnung erhellen darf, um nur ein Beispiel zu nennen,  und die ständigen Belehrungen über Nahrungsmittel, Schweinezucht, die angeblich begrüßenswerte Ansiedlung von Wölfen und den notwendigen Schutz der Umwelt unterblieben. Das nervt nämlich. So wie mich auch die Klimaerwärmungsdebatten immer wieder ungläubig staunend machen. Glaubt man denn allen Ernstes, den Wärmegehalt  der Atmosphäre unseres Planeten auf zwei Grad genau regeln zu können, wie etwa die Temperatur im Wohnzimmer eines Hauses mittels eines genau justierten Thermostats? Für mich fällt dies unter das Stichwort „Imponderabilien“, also Zustände und Situationen, die sich meiner Kontrolle entziehen. Dass wir die Resourcen der Erde gleichwohl nicht gedankenlos verplempern dürfen zugunsten des eigenen (sowieso zeitlich begrenzten) Nutzen und Frommen versteht sich dagegen von selbst und ist ein anderes Thema.

Nervig finde ich auch, dass die Regierenden meinen, mich fürsorglich an die Hand nehmen zu müssen, weil mir eigenes Denken nicht zugemutet werden kann oder weil man mich mit  klar benannten Schwierigkeiten und Problemen nicht verunsichern oder gar ängstigen möchte. Die meisten von uns meistern ihr Leben doch auch ohne einen ständigen Vormund, der ihnen sagt, was zu tun und zu lassen ist. Nicht umsonst reden wir doch vom Selbstbestimmungsrecht und von der Wahrnehmung unserer demokratischen Rechte. Dies, die demokratischen Rechte wahrzunehmen, kann sich doch nicht darin erschöpfen, alle Jubeljahre ein Kreuzchen auf einem Wahlzettel zu machen und ansonsten „die da oben machen zu lassen“ im guten Glauben, dass sie es schon richten werden. Dieser gute Glaube ist mir in den letzten Monaten und Wochen ohnehin gründlich abhanden gekommen. Ich habe nicht den Eindruck, dass „die da oben es richten werden“. Schlimmer als auf einem Hühnerhof geht es in Parteien und Regierungen zu, egal ob auf Landes- oder Bundesebene. Alles gackert, scharrt, plärrt und kräht durcheinander. Außer dem ständig wiederholten Mantra der Kanzlerin „Wir schaffen das!“ ist doch keine klare Linie, kein Plan, keine Ordnung und erst recht keine geregelte Vorgehensweise seit dem Beginn der Flüchtlingskrise zu erkennen, und selbst das Mantra wird zunehmend mehr nur noch gemurmelt und nicht mehr kraftvoll mit energisch unterstützenden Hand- und Armbewegungen verbreitet.

Noch schlimmer als das Durcheinander der Regieanweisungen der Regierenden empfinde ich die Zumutungen der Medien die für sich die Deutungshoheit über das, was gut oder böse, richtig oder falsch sei in Anspruch nehmen, und uns mit einer kaum oder nicht mehr  zu ertragenden  Penetranz Tag für Tag unter die Nase reiben, in die Ohren predigen, in die Augen streuen was zu meinen, zu denken und zu tun sei und was nicht und die dabei die Klaviatur der Betroffenheit längst über Gebühr bedienen und  meine Gefühle strapazieren, bis ich mit völliger Resignation oder wütendem Protest auf alle die Bilder und Sprüche reagiere, die an meinen barmherzigen Edelmut appelieren wollen. Dabei gehört es doch zu meinem  Menschsein, dass sich mein Herz regt, wenn ich Unrecht sehe, wenn ich Menschen in Not erlebe. Das geht doch ganz sicher den meisten von uns so. Aber wenn neben mir eine Sirene dauerhaft Alarm heult und das Blaulicht, das um Achtung bittet, gar nicht mehr erlischt, schaltet mein Organismus irgendwann aus reinem Selbstschutz auf OFF / OUT / ENDE   oder auf Flucht, weg vom Alarm, weg von der eingeforderten Verantwortung für eine Misere, die ich nicht zu verantworten habe. Bei vielen derjenigen, die einst gutgläubig und unbescholten waren, und die jetzt auf so schreckliche Art und Weise gegen die eingeforderte Solidarität rebbelieren, so denke ich, hat das System nicht nur auf Flucht, sondern bereits auf Angriff geschaltet.

Das entsetzt mich, macht mich ohnmächtig…

meine Gedanken beginne sich im  Kreis zu drehen….

Leere breitet sich aus.

Ich blicke nicht mehr durch.

Vielleicht geht es der Kanzlerin genauso – aber sie darf es nicht sagen, es könnte mich – und EUCH ALLE  –   ja verunsichern….

 

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*** „berühmt-berüchtigte Fleischtheke“: Ein Lehrer an der Grundschule unserer Kinder war erbittert darüber, dass viele Dinge, die doch eigentlich direkt mit ihm, dem Lehrer, besprochen werden sollten, zuerst und manchmal auch ausschließlich beim kleinen Supermarkt unseres Dorfes an der Fleischtheke verhandelt würde. Die „Fleischtheke“ wurde zu einem geflügelten Wort im Lehrerzimmer und unter uns Eltern.

 

Das fällt mir so als Nachklapp ein: Unsere Politiker stehen auch an „Fleischtheken“ bei Will,  Maischberger, Illner und co….   und wir sind pikiert, weil wir ihnen bloß zuschauen und zuhören können bei ihrem mediengerechten Auftritten. Aber was hat das mit politischem Handeln zu tun?

 

Fremde Feder: Wie Täter und Opfer sich wandeln 11. Februar, 2016

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Immer und immer wieder ist es notwendig darauf aufmerksam zu machen, was das  „Verhältnis“ von  Palästinensern und Israel ausmacht, denn zu viele Menschen hierzulande übernehmen völlig kritiklos die Lesart palästinensischer Propaganda, die es inzwischen zu wahrer Meisterschaft gebracht hat.

Gut, dass Ulrich Sahm genauso hartnäckig wieder und wieder das Bild ein wenig zurecht rückt:

 

 

Ein kurzer Abriss des palästinensischen Terrors. Die Klischees sind bekannt: Palästinenser führen einen Befreiungskampf gegen die « Besatzung». Die weltweit verfolgten Juden behaupten sich mit einem waffenstarrenden Ministaat gegen Vernichtungsdrohungen aus mehreren Richtungen. Nebenbei unterdrücken Sie „die“ Palästinenser (wie man im Ausland auch israelische Araber pauschal nennt) angeblich im eigenen Staat. Dass die rund 2…

Quelle: Wie Täter und Opfer sich wandeln

Lügen und fromme Täuschung… 27. Januar, 2016

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Welch eine großartige Nachricht!

Im Vatikan herrscht „Wahre Freude“, titelt  „heute“ und fügt hinzu:

Es ging um Frieden, Toleranz und ein Gebet: Papst Franziskus hat den iranischen Präsidenten Rohani zu einer Privataudienz empfangen. Rohani sprach im Anschluss von einer wahren Freude. Es ging aber auch um Politik.

 

Frieden, Toleranz, Gebet –  das sind Begriffe, die ein jedes Christenherz höher schlagen lassen, und dass der iranisch-muslimisch-schiitische Hassan Rohani den Papst – und damit den höchsten Vertreter der katholischen Christenheit – persönlich bittet, für ihn zu beten, das ist doch wahrlich der höchste Gipfel eines friedlichen Miteinander. Könnte man meinen, wenn, ja wenn es da nicht diese anderen überaus beklemmenden  Nachrichten und Bilder gäbe.

So schreibt  focus  erst gestern:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft dem Iran eine „schändliche Missachtung von Kinderrechten“ vor. Mehr als hundert Jugendliche sollen zum Tode verurteilt sein. Laut Bericht habe es in den vergangenen zehn Jahren etwa 73 Hinrichtungen gegeben.

 

Der Bericht führt weiter aus:

Teheran verstoße damit gegen die UN-Kinderschutzkonvention, die Todesurteile gegen zur Tatzeit Minderjährige verbiete und die das Land schon vor zwei Jahrzehnten unterzeichnet habe, heißt es in dem Bericht. Trotz einer Jugendstrafrechtsreform „liegt der Iran hinter der Welt zurück“, beklagte der Amnesty-Vizedirektor für den Mittleren Osten, Said Boumedouha. „Er behält Gesetze bei, die Todesurteile für Mädchen ab neun Jahren und Jungen ab 15 Jahren erlauben.“

 

(Hervorhebung von mir)  Man beachte das besondere „Privileg“, das den weiblichen Delinquenten zukommt, die können nämlich schon in einem Alter von nur 9 Jahren hingerichtet werden. Ob es etwas damit zu tun hat, dass Mädchen ja auch schon in einem Alter von 9 Jahren geheiratet werden können und ein Mann demzufolge mit ihnen auch die Ehe vollziehen kann? Kindesmissbrauch in Vollendung, muss man sarkastisch-traurig hinzufügen.

 

In Iran werden immer wieder schwule Männer zum Tode verurteilt: Seit der Islamischen Revolution wurden mehr als 4000 Männer, die Männer lieben, an Baukränen erhängt. Eine wegen homosexueller Handlungen verurteilte Person kann in Iran entweder mit 99 Peitschenhieben bestraft oder erhängt werden. Peitschenhiebe gibt es bereits dann, wenn zwei Männer „unnötigerweise“ gemeinsam unter einer Decke schlafen – selbst wenn es keinen sexuellen Kontakt gegeben hat.

 

Quelle

 

 

Mit einem Kran erhängt zu werden, ist eine wirklich schreckliche Art zu sterben. Wenn die Galgen benutzt werden, die man kennt, bricht das Genick des Verurteilten meist schon während des Falls, was die Person quasi fast sofort tötet. Wenn jemand mit einem Kran erhängt wird, wird die Person allerdings langsam am Genick hochgezogen, bis sie über dem Boden hängt. Es kann bis zu 20 Minuten dauern, bis der Tod eintritt.“ Quelle

Rohani, der sich gerne mild lächelnd als „gemäßigter“, „moderater“ islamischer Führer feiern und preisen lässt, hat in seiner bisherigen Amtszeit eine Bilanz des Schreckens vorzuweisen: „… wurden zwischen dem 10. September 2013 und bis zum 15. Januar 2016 insgesamt 2166 Personen, darunter auch 63 Frauen gehängt.“, kann man bei facebook erfahren. Nun gehört facebook nicht unbedingt zu den zuverlässigen Quellen der Erkenntnis, aber vielleicht zu denjenigen, in denen überhaupt berichtet wird, was und wie etwas in Iran vonstatten geht, sind doch unsere offiziellen Medien damit beschäftigt, die Grundlage für ein prima Geschäftsklima zu schaffen, wie ja auch der Jubel über den „gelungenen“ Atomdeal mit Iran zeigt. Der lächelnde Herr Rohani ist eben „vertauenswürdiger“ als ein grimmig drein blickender Ahmadinedschad – wobei es den meisten Regierungsbeobachtern herzlich egal zu sein scheint, dass lediglich der Auftritt, nicht aber die grundlegende Meinung die beiden iranischen Präsidenten voneinander unterscheidet.

 

Nach dem „heute“-Bericht waren diese barbarischen Strafen und Menschenrechtsverletzungen jedoch kein Thema für den Papst und seine Administration. Und auch kein Thema für die berichtende „heute“.  Aber schließlich kann sich der Heilige Vater ja nicht um alles kümmern, immerhin, dies wurde dann doch mitgeteilt :

In einer Erklärung des Vatikans hieß es, Franziskus habe die „wichtige Rolle“ Teherans im Mittlern Osten betont. Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche „die Verbreitung von Terrorismus“ sowie den Waffenhandel stoppten.

 

Wäre die Unterstützung terroristischer Gruppen durch die Regierung des Iran nicht auf so entsetzliche Weise real, könnte man den Satz „Rohani solle sich für Lösungen einsetzen, welche die Verbreitung von Terrorismuss sowie Waffenhandel stoppten“ für einen Gag aus der „heute-show“ halten, als ein wunderbar zeitgenössisches Beispiel vom Bock, den man zum Gärtner machen will.

Leider ist es der „heute“ auch nicht aufgefallen, dass der Papst nicht einmal sein Kerngeschäft vernünftig wahrnahm oder wahrnimmt.

Laut biblischer Aussage erging die Weisung Jesu  an Petrus  (dessen Nachfolger Franziskus ja angeblich ist)  seine – Jesu – „Lämmer und Schafe zu weiden“. ( Bibel, Johannes 21, 15-17) Damit ist jedoch nicht   profanes Schafehüten gemeint, wie man sich ohnehinleicht denken könnte,  nein  in diesem „Bild“   geht es darum, die Nachfolger (i.S.v. Jünger) Jesu, also die Christen zu  betreuen.  Dieses „weiden“  meint nicht anderes, als sich  um die Christen zu kümmern, Gefahren von ihnen fern zu halten, für vernünftige Bedingungen zu sorgen, schlicht und einfach  das Wohl der Christen im Blick zu haben und sich für sie einzusetzen, wo immer es erforderlich ist.

Und in Iran ist der Einsatz ranghoher Kirchenführer für das Wohlergehen der Christen dringend geboten, wie überhaupt in den Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung und entsprechender Regierung.

Christen in Iran leiden unter Verfolgung, besonders schwer ist es für diejenigen von ihnen, die sich vom Islam abgewandt und Christ geworden sind. Ihnen droht der Tod.

Davon ist in dem Bericht keine Rede und auch nicht davon, dass der Papst das in irgendeiner Weise angesprochen haben könnte. Möglicherweise hat er es ja sogar zur Sprache gebracht – dann möge er mir meine kritischen Worte verzeihen – und das ZDF hat wieder einmal wichtige Informationen zugunsten einer allgemeinen „Friede-Freude-Eierkuchen-Berichterstattung“ unterschlagen. Obwohl das dann nicht zu dem passen würde, womit die kurze Mitteilung von „heute“ endet:

Obwohl es nicht der erste Besuch eines iranischen Staatsoberhauptes bei einem Papst war, wurde die Audienz im Vorfeld als symbolträchtig interpretiert. Der schiitische Iran sendet dem sunnitischen Erzfeind Saudi-Arabien damit eine Botschaft: Der Iran hat keine Differenzen mit den Christen. 1999 war bereits Rohanis Vorgänger Mohammed Chatami mit Johannes Paul II. zusammengetroffen.

„DER IRAN HAT KEINE DIFFERENZEN MIT DEN CHRISTEN!“  Das muss sich der Leser dieser Zeile ganz langsam zumuten, ist das doch bitterste Ironie, schlimmste Täuschung. Welcher ZDF-Journalist hat sich diesen Satz ausgedacht – OHNE ihn auch nur ansatzweise zu hinterfragen? In jedem Reiseführer ist zu lesen, dass christliche Touristen doch bitteschön auf das Tragen christlicher Symbole verzichten sollten, um keinen Unmut zu erregen und kein öffentliches Ärgernis auf sich zu ziehen. Können die Leute beim ZDF nicht ordentlich recherchieren? Wer sich nur ein wenig unter christlichen Flüchtlingen umhört, der erfährt schreckliche Einzelheiten zum Thema „Christen in Iran“. Zu behaupten, es gäbe keine Differenzen ist eine gezielte Desinformation, eine üble Täuschung der christlichen Welt über die tatsächlichen Gegebenheiten in Iran.

Und damit  wäre ich bei dem Begriff, der meinem Blogeintrag neben den „Lügen“ als Überschrift dient: TÄUSCHUNG

Der Islam kennt die trickreiche Anwendung der Täuschung zum Zweck der Durchsetzung islamischer Ziele. Und so muss man wohl auch dies verstehen:

Rohani, so lesen wir, bittet den Papst, für ihn zu beten.

Hamed Abdel Samad schreibt in seinem Buch  (Droemer, München 2014)  „Der islamische Faschismus“ in dem Kapitel „Taqiyya oder: Täuschung für die Sache Gottes“ unter anderem Folgendes:

„Der Islam war bald sehr erfolgreich mit seinen Eroberungen, und die Muslime bildeten rasch die Mehrheit oder stellten zumindest die Herrschaftselite in den eroberten Gebieten, somit war die Verstellung und das Leugnen des eigenen Glaubens nicht mehr notwendig. Anders war es bei den Schiiten, die sich wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds abspalteten. Sie waren es, die das Prinzip  taqiyya einst prägten, als Selbstschutzmaßnahme, um sich vor der Verfolgung zu schützen.  ….    Ayatollah Khomeini erweiterte dieses Prinzip und erlaubte seinen Anhhängern, sich als Atheisten zu geben, um Zugang zum Verwaltungsapparat des Schahs zu bekommen und das System zu unterwandern. Khomeini schreibt: ‚Sollen die Umstände der taqiyya einen von uns veranlasst haben sich dem Gefolge der Machthaber anzuschließen, dann ist es seine Pflicht davon abzulassen, es sei denn, seine rein formale Teilnahme brächte einen echten Sieg für den Islam.  Auch in der Frühphase der Revolution verbarg er mit Hilfe dieses Prinzips seine Absichten und führte Linke und Bürgerliche damit in die Irre, bis er alle Zügel an sich gerissen hatte. Dabei hätte es jeder wissen können: In seiner Schrift ‚Der islamische Staat‘ hat er alles bestens dargelegt.“ (Seite 158 f)

Wenn ein hoher iranisch-islamischer Funktionär den Papst bittet, für ihn zu beten, so verfolgt er exakt damit die Strategie, die Khomeini zur weltweiten Durchsetzungs des Islam als Herrschaftsform empfiehlt. Er, Rohani, streut seinem Gegenüber formmen Sand in die Augen, macht ihn  zu einem kritiklosen „Verbündeten“, unterstellt ihn dem Gesetz Allahs, denn es ist doch höchst unwahrscheinlich, dass Rohani den Beistand des Dreieinigen Gottes der Christen erbittet. Das wäre nach islamischer Lesart todeswürdige Blasphemie!  So ist es einfach im höchsten Maße perfide, dass der Präsident des Iran, der in seinem Land Christen gnadenlos verfolgen lässt, den höchsten Präsentanten der Christen um ein Gebet bittet. (Ganz anders sähe es natürlich aus, wenn Rohani selbst zu einem Abtrünnigen geworden wäre und um himmlischen Beistand bittet… ) Und der Papst, weiß er nicht, auf welches Spiel der Taqiyyah er sich einlässt?

Ich verstehe es inzwischen nicht mehr, dass zur Recherche ausgebildete Journalisten nicht diesen Zusammenhängen nachgehen und darüber ebenso berichten, wie über den Jubel, den die  geschickte „Täuschung“ – Rohani und Papst im Freudentaumel –  auslöst.

„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ sagt die Bibel.

Für die Obrigkeit zu beten war schon immer eine viel geübte Tradition  der Christen weltweit. Dass unter „Obrigkeit“  auch Tyrannen, Diktatoren, Verbrecher zu finden waren und sind, muss ich nicht ausdrücklich betonen und ich unterlasse es sehr bewusst, das näher zu spezifizieren. Nur dies:

Heute ist der  Gedenktag für die ermordeten Juden ….

und es gab nicht wenige Christen, die für den „Führer“ gebetet haben und nicht darum, dass die Führerschaft, das Morden der Nazis und das Leiden der von den Nazis Verfolgten und Erniedrigten ein Ende haben möge…

Es sei an dieser Stelle auch daran erinnert, dass der nette Herr Rohani mit keiner Silbe die Ankündigung und Forderung seines Vorgängers zurück genommen oder relativiert habe: Immer noch sieht Iran in Israel das „Krebsgeschwür, das aus der Welt entfernt werden soll“….

Der politische und religiöse Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei (76, Foto), hat ein Buch mit dem Titel „Palästina“ veröffentlicht. Nur wenige Wochen nach dem vom Westen gefeierten Atom-Deal spricht der Ayatollah darin Klartext: Das „Krebsgeschwür Israel“ müsse zerstört, die Welt unter islamische Herrschaft gebracht und Jerusalem von den Juden befreit werden. Während der Westen das Atomabkommen als Annäherung Teherans an den Westen feiert, kündigt Khamenei erneut seinen Willen an, den Staat der Juden zu vernichten.

Quelle

 

Auch dazu hat der Papst und haben die Leute von „heute“ geschwiegen…