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Kleine Zwischenrufe im Mai…. 25. Mai, 2020

Posted by Rika in antisemitismus, christsein und glaube, emanzipation, familie, familienpolitik, gesellschaft, Grüne Ideologen, islam, israel, medien, politik, presse, soziale arbeit.
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Ich habe hier im Blog bisher nichts im Wonnemonat Mai geschrieben.

Zum einen war der Wonnemonat nicht so wonnig, wie man es ihm gemeinhin zuschreibt, was allerdings weniger am Wetter, als vielmehr an den beherrschenden Themen lag, Stichpunkte: Corona, Coronaleugnung, Politik, Israel, 75. Tag der „Befreiung“, Islam, Religion und was sonst noch so anfiel….

Zum anderen hatte ich gar keine Muße für längere Einträge, das zu begründen, hebe ich mir aber für spätere Zeiten auf.

Trotzdem habe ich mich natürlich mit den oben genannten Themen beschäftigt und bei Facebook immer wieder kurze Kommentare zu entsprechenden Artikeln gegeben. Die liste ich hier nun auf…

So aus dem Zusammenhang mögen sie für die Leser hier keinen Sinn ergeben, aber vielleicht ist es interessant, sie den diversen Stichpunkten zuordnen…

Mir sind sie eine Erinnerung an einen Monat voller irritierender, sich teilweise widersprechender, zornig oder wehmütig stimmender Geschichten…

Tag 1 im Mai 2020

„Erwiderung auf Anja Reschke und die Corona-Krise: Es ist zwar etwas kindisch – mit 70 Jahren tritt man vermutlich erneut in die entsprechende Phase ein -, aber wenn Frau Reschke auf dem Bildschirm erscheint, wechsele ich sofort den Sender … Die Erfahrung aus früheren Sendungen mit dieser Vorzeigejournalistin macht das absolut notwendig … aus gesundheitlichen Gründen natürlich.“

„Bevor ich mich aufrege möchte ich wissen, was auf dem Shirt steht… die Übersetzung ins Deutsche bitte! (Meine Reaktion auf das Foto einer Grundschulleiterin, die ein T-Shirt mit der Aufschrift „Hidaya“..“

„Greta Thunberg launches campaign to fight coronavirus
washingtontimes.com
„Vermutlich kann sie das Virus sehen….“  Meine Vermutung zur Mitteilung…

„Es ist schon erstaunlich mit welch irrwitzigen Berechnungen und Aussagen Ökonomen den Medizinern Fachwissen und wissenschaftliches Arbeiten bestreiten. Her Homburg redet Humbug was die Beurteilung der medizinischen Faktoren angeht.
Als Ökonom sollte er daran arbeiten, wie man den Aufschwung mach der Pandemie schaffen kann. Ansonsten sollte er sich besser zurück halten. “  Zu Professor Stefan Homburg, der Corona nur für einen Hype hält.

2. Mai 2020

„Gestern lief in der ARD ein Beitrag über Hannelore Kohl, die Zeit ihres Lebens ihren Mann und damit auch die CDU aktiv unterstützte, am Ende aber einen hohen Preis bezahlte… Der „Machtmensch Kohl“ wurde abgelöst durch eine als wenig machtvoll angesehene junge Frau, verharmlosend „Kohls Mädchen“ genannt. Doch die sich als harmlos inszenierende Angela Merkel, mit ihrem Kleinmädchenlächeln und dem ebenso kleinmädchenhaften Sprach- und Sprechmodus übertrifft den „Machtmenschen Kohl“ um Längen. Helmut Kohl hatte niemals vor, die ganze Welt mit seinen Rettungsphantasien zu beglücken, noch weniger hatte er vor, diese Phantasien auch in die Tat umzusetzen, er wollte Deutschland zu einem prosperierenden und an christlichen Werten orientierten Gemeinwesen machen. Angela Merkel, die zwar ihren Amtseid abgeleistet hat, in dem sie sich verpflichtete dem deutschen Volk zu dienen und Unheil von ihm fern zu halten, hat aber eine ganz andere Agenda. Da geht es nicht mehr um das Wohlergehen Deutschlands, da geht es um nichts Geringeres als um die Rettung der Welt – mit Hilfe und auf Kosten der deutschen Steuerzahler. Denn all die Milliarden, die diese Rettungsaktionen kosten, erwirtschaftet nicht „der Staat“, er nimmt sie ein von allen Menschen, die in Deutschland irgendeine Form von Arbeit verrichten, die konsumieren oder Dienstleistungen – etwa von Friseuren- in Anspruch nehmen (alles, wirklich alles wird durch die Mehrwertsteuer zum „Einkommen des Staates“), Eigentum besitzen, ja sogar von denen, die einfach nur eine Rente beziehen für die sie jahrelang in die Kassen einbezahlt haben (ich weiß, Generationenvertrag). Der Staat verwaltet diese Einnahmen bestenfalls – und manchmal auch durchaus überaus schlecht…. Angela Merkel übt eine Macht in einer Fülle aus, die von keinem anderen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland derartig missbraucht wurde zum Schaden Deutschlands. Es wird Zeit darüber nachzudenken, eine Kanzlerschaft generell auf 2 Amtsperioden zu beschränken, um diese Ausuferung der Macht zu begrenzen und vom Volk als Souverän kontrollieren zu lassen.“

„Es ist unerträglich, dass sie immer und immer wieder ihr schweres Schicksal in den Mittelpunkt rückt.
Meine beiden biodeutschen Großväter waren auch arme Schlucker, einfache Arbeiter… ihre Enkel haben es zu Ingenieuren, Unternehmern, Lehrern, Professor, leitenden Angestellten gebracht.. Mit Fleiß und Energie.
Soll ich das jetzt auch dauernd in jeder Stellungnahme zu einem aktuellen Thema hervorheben?“ Zur ewig jammernden und sich selbst bemitleidenden Frau Chebli…

„Es gibt in meiner Familie auch so eine „Esel-Krieg-Geschichte“. Mein Vater war als Fallschirmjäger in Italien in dem umkämpften Gebiet von Monte Cassino eingesetzt. Am Tag vor dem Beginn der Entscheidungsschlacht wurde mein Vater zu einem Lehrgang abkommandiert… das rettete ihm das Leben. Niemand seiner Einheit hatte überlebt. Und der Esel? Er benötigte einen Tierarzt und wurde gleichfalls mit meinem Vater aus der Gefahrenzone beordert… „Ein Esel und ich haben als einzige meiner Einheit überlebt“ war die für ihn nur schwer auszuhaltende Erfahrung…“   Kommentar zu einemBild, auf dem ein Soldat zu sehen ist, der einen Esel trägt…

Auf die Frage, ob man lachen oder weinen soll zum gleichen Bild: “ Alles zugleich… mein Vater ist in Italien in britische Gefangenschaft genommen und in ein POW-Camp nach Ägypten verbracht worden. Als er im Oktober 1948 zurück nach Hause kam war er nicht mehr der junge Mann, mit dem sich meine Mutter 6 Jahre zuvor verlobt hatte… meine Eltern heirateten im November 48… Heute denke ich, dass mein Vater die traumatischen Erlebnisse, über die er so gut wie nie sprach, nie verwunden hat…. Sie machten sich aber in den letzten Lebensjahren bemerkbar und belasteten ihn sehr, bevor er 87jährig starb.“

„Mein Vater begeisterte mich schon früh für Homer, Ilias und Odyssee… er hatte als Offizier im PoW-Camp die Möglichkeit Theologie zu studieren und in dem Zusammenhang auch Griechisch und Hebräisch zu lernen… das hat ihm vermutlich auf andere Weise das Leben gerettet…“  Immer noch zum Eselbild gehörend… es war ein guter Wortwechsel.

 

3.Mai 2020

„Der Islam ist nicht nur eine Religion unter vielen anderen, nicht einmal „nur“ eine der drei monotheistischen Religionen, der Islam ist immer und überall auch dort, wo er die Mehrheit der Glaubenden in deinem Staat stellt, gleichzeitig auch die übergeordnete Macht, der selbst das staatliche Recht untergeordnet ist, sofern dieses nicht ohnehin auf dem Islam / Koran aufbaut. Insofern ist der Gebetsruf – Adhan – nicht einfach nur eine Erinnerung an die anstehende Gebetszeit, es ist immer und überall auch der Anspruch des Islam als Zeichen des Herrschaftsanspruchs über das Gebiet, in dem der Gebetsruf erklingt. Eine Säkularisierung, wie es das Christentum in Deutschland / Europa erfahren hat, ist für den Islam allerdings nicht in Sicht. Insofern ist Kritik an dem Ruf zum Gebet, das ja die Aussage trifft, es gäbe keinen anderen Gott, den es anzurufen gelte, durchaus berechtigt. https://www.cicero.de/kultur/gebetsruf-muezzin-neukodlln-ramadan-facebook-digitaler-gottesdienst-seyran-ateshttps://de.wikipedia.org/wiki/Adhān#Ritualrechtliche_Einordnung  …“

„Es hat einen großen Wandel in der „Beziehung“ zu Gott gegeben. Ich (70 Jahre alt) bin in einer Brüdergemeinde aufgewachsen, damals wäre es undenkbar gewesen Jesus im Gebet ohne den Zusatz „Herr“ anzusprechen, selbst im Reden über Jesus wurde immer „der Herr Jesus“ oder „unser Herr Jesus“ gesagt. Heute, so viele Jahre später und mit einem anderen Zugang, der uns Jesus als „Bruder“ vorstellt, fällt das „Herr“ zu sagen fast vollständig aus… allenfalls noch in den Einsetzungsworten zum Abendmahl ist es gebräuchlich. Jesus ist zum Kumpel geworden… und mit ihm hat auch Gott einen Teil der Erhabenheit und „HERRlichkeit“ eingebüst.
Vielleicht müssen wir auch wieder in unserer Sprache deutlich machen, dass Gott wirklich der HERR ist und nicht einfach nur der freundliche Begleiter auf dem Lebensweg.
Dies sind meine spontanen Überlegungen zu dem Text über die Offenbarung…“ Zu einemText über Gottes Herrschaft

„Ich kann keinen Beleg liefern, nur eine Erfahrung beisteuern, die ich allerdings in einem anderen, aber auch politisch hoch sensiblen Bereich gemacht habe. Ich war über 23 Jahre als Lehrerin tätig – und natürlich hatte ich privat auch eine politische Meinung, die musste aber im Schulbetrieb völlig außen vor bleiben… was mir mit „verbaler Zurückhaltung“ auch gelang, inwiefern ich meinen Gesichtsausdruck und meine Körpersprache immer unter Kontrolle hatte, möchte ich nicht beschwören müssen. Eines unserer Kinder hatte einen Mathematiklehrer, der offen für die damalige Partei der Republikaner kandidierte. In der Schule war das durchaus bekannt und Bemerkungen des Lehrers abseits des Fachs Mathematik, das er unterrichtete, bestätigten das ebenso. Was ich damit sagen will? Politische Meinungen sollten für alle Nichtpolitiker oder Funktionsträger immer privat bleiben. Sie haben nach meiner Meinung auch in den Nachrichtensendungen und Magazinen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Äußerung von Moderatoren oder Sprechern nichts verloren, weil die öffentlichen Sender eine Dienstleistung erbringen, der ich mich zwar ausgesetzte, von der ich aber erwarten kann, dass sie neutral berichten – im Gegensatz etwa zu Zeitschriften oder Magazinen, welche ich ausdrücklich kaufe. Lehrer, die das Fach Politik oder Gemeinschaftskunde unterrichten, müssen sich in aller Regel auch darum bemühen, alle Aspekte auszuleuchten, ohne ihre persönlichen Präferenzen preiszugeben. In früheren Zeiten konnte man zwar ahnen, welcher Journalist zu welcher Partei tendierte, aber offen zur Schau getragene politische „Haltungen“ waren verpönt. Das hat sich leider heute geändert… ich denke nur an Reschke und Kollegen… Und das ist der Hauptgrund, warum ich mir die sogenannten Magazine in den öffentlich-rechtlichen Sendern ebenso wenig antue wie sämtliche Talkrunden, die seit einiger Zeit leider auch nicht mehr die Vielfalt der Meinungen abbilden, sondern zum Tribunal für von der Mehrheit abweichende Meinungen geworden sind.“   Über die „Neutralität“ von Beamten und Journalisten

„Attila, wir haben uns in den letzten Jahren so sehr daran gewöhnt, dass es in nahezu allen (politischen) Belangen nur ein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt – angefangen bei dem Ausstieg aus der sicheren Energieversorgung durch konventionelle Kraftwerke, über die Klima-Diskussion zur Klimarettung, dass dieses „entweder oder“ tatsächlich wie ein Spaltpilz wirkt. Wer am lautesten den anderen Diskutanten übertrifft, ihm den Verstand die Intelligenz den Durchblick oder gar die richtige Gesinnung abspricht und dabei gleichzeitig der immer größer werdenden Mehrheit angehört, der hat gewonnen. Ich bin – was Corona angeht – anderer Meinung als Du, aber ich verstehe Deine Befürchtungen, sie sind für Dich ja existentiell und sehr real… meine Bedenken gelten eher meiner Gesundheit und der meines Mannes, so kommen wir zu unterschiedlichen Einschätzungen der nächsten notwendigen Schritte. Ich hoffe sehr, dass in der Gesellschaft eine gegenseitige Ächtung nicht weitere schlimme Auswüchse treibt und alle wieder zu einem vernünftigen Umgang miteinander zurückfinden werden. Für mich war Freiheit immer ein hohes Gut, das ich mit Klauen und Zähnen verteidigen würde, müsste ich tatsächlich Gewalt anwenden 😉 . Ich denke, jeder Mensch braucht Sicherheit, auch für seine ganz eigenen Wahrnehmung der Welt und ihrer Probleme. Und ich wünsche mir einfach, dass das wieder mehr in den Blick genommen wird. Früher gab es ein schönes Sprichwort: „Was dem einen sin Uhl, ist dem annern sin Nachtigall“. Wir Menschen ticken nun einmal unterschiedlich, wir sollten wieder lernen, die Unterschiede wert zu schätzen, statt als Spaltbeil zu missbrauchen. Eine gute Woche wünsche ich.“   Zu einem Beitrag, in dem nur ein richtig oder falsch beklagt wird.

4. Mai 2020

„Ganz ehrlich? Ich verstehe die Aufregung um die Impfpflicht nicht. Es ist doch unbestritten, dass erst die massenhaft durchgeführten Schutzimpfungen die verheerenden Krankheiten – die man immer so leichtfertig als „Kinderkrankheit bezeichnet“ – nahezu vollkommen besiegt haben. Wie viele Kinder gab es zu meiner Kindheit noch, die an Polio – Kinderlähmung schwer erkrankten, wie viele Frauen brachten missgebildete Kinder zur Welt, weil sie selbst an Röteln während der Schwangerschaft erkrankt waren, wie viele Menschen haben unter den schwersten Spätfolgen gelitten, die eine Maserninfektion ausgelöst hatten, wie schrecklich wüteten die Pocken, wie viele haben eine Diphterie-Erkrankung nicht überlebt, viele Menschen sind erbärmlich an TBC gestorben… Und für alle, die aus besonderen Gründen gegen bestimmte Krankheiten nicht geimpft werden konnten, gab es immer schon Ausnahmeregelungen. Ich weiß das aus eigenem Erleben. Ich durfte nicht gegen Pocken geimpft werden, das wurde in meinem internationalen Notfallausweis dreisprachig vermerkt, so dass ich auch in die Länder reisen konnte, für die eine Pflichtimpfung gegen Pocken bestand. Ich verstehe die Impfgegner einfach nicht. Sind das übrigens die gleichen Leute, die auf Globuli schwören, aber bei Zahnschmerzen doch lieber zum Zahnarzt als zum Heilpraktiker gehen?“

„Zitat: „Wer mit Vorsicht die Altparteien wählt hat bestimmt das Nachsehen……“ Die so gescholtenen „Altparteien“ CDU/CSU, SPD und FDP haben dafür gesorgt, dass es seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland stabile und demokratische Verhältnisse im Westteil des heutigen Deutschlands gab und auch immer noch gibt, selbst wenn Grüne und neue SED-Ableger mächtig am etablierten System unserer Gesellschaft rütteln. WIR verdanken diesen Parteien einen seit Jahrzehnten währenden Frieden und einen nicht unbeträchtlichen Wohlstand. Deshalb kann ich dem Gejaule über „Altparteien“ überhaupt keine Sympathie entgegen bringen. Ich würde mir allerdings dringend wünschen, dass die CDU/CSU – die ich übrigens nie gewählt habe – wieder zu ihren Wurzeln zurückfinden würde und endlich aus der Macht der DDR-sozialisierten Kanzlerin entlassen würde. Desgleichen wünsche ich mir dringend, dass sich „meine“ Partei, die SPD, ebenfalls wieder auf ihre „sozialdemokratische“ Leitlinie begibt und die schreckliche Anbiederung an die Honeckernachfolgepartei, genannt „Die Linke“ endlich aufgibt. Es wird höchste Zeit, dass wir zu den demokratischen Tugenden zurückkehren, die wir so mühsam erlernt haben, und uns nicht länger am Gängelband der Kanzlerin und ihren Bewunderern in den Medien entmündigen lassen. Ihr Verständnis von „Demokratie“ ist für eine demokratische Gesellschaft nicht geeignet.“

„Wäre Frau Merkel statt in die CDU/CSU in die SPD gegangen, um politisch aktiv zu werden, hätte die Mehrheit der Deutschen auf sie mit Misstrauen reagiert, eine ehemalige FDJ-Funktionärin will uns sagen wo es lang zu gehen hat und mischt darum die SPD auf und dreht sie nach Links? Aber eine ehemalige ostdeutsche Pfarrerstochter in der CDU/CSU ist vollkommen unverdächtig. (Auch wenn ich mich immer schon gefragt habe, wie es sein konnte, dass Angela als Pfarrerstochter überhaupt studieren konnte, meine christlichen Freunde in der damaligen DDR konnten das nämlich nicht!) Frau Merkle hat die Stellschrauben zunächst in ihrer Partei geschickt und kaum merklich angezogen, und erst einmal an der Macht, dann die ganze Partei auf Linkskurs gebracht, so dass die alten Konservativen in der CDU plötzlich gaaanz weit im rechten Winkel standen und nach und nach nicht nur kalt gestellt, sondern auch solchermaßen entmachtet auch geächtet wurden.“

Kinder in der Corona-Zeit

„Meine kleine Enkelin, 5 Jahre alt: „Ich würde ja gerne wieder in den Kindergarten gehen, aber das geht nicht, weil ich den Abstand nicht schaffe.““

„Die Kinder sind oft realistischer als die Eltern.“

„Kinder mit Förderbedarf sind nicht zwangsläufig aus finanziell schwachen Familien. Damit könnten auch Kinder mit einer Entwicklungsstörung oder Verzögerung gemeint sein und für die wäre es sicher gut wieder in der Kita betreut zu werden.“

„Ihr erster Satz ist bereits entlarvend, es geht nicht um „private Dauerschuld der Nachgeborenen“. Es muss aber auch 75 Jahre nach dem Ende des Krieges, den Deutschland angezettelt hat und nach der Ermordung von 6 Millionen Juden durch Deutsche klar gesagt werden, das dieses Land nicht das moralische Recht hat, sich ausgerechnet in die Belange des Staates der Juden einzumischen.
Darüber hinaus
geht es um die Unverhältnismäßigkeit in der Behandlung Israels im Vergleich zu anderen Staaten, wie Iran beispielsweise.
Das Verhalten Deutschlands kann ich nur als Schande bezeichnen.“

5. Mai 2020

„Es ist eigentlich ein Trauerspiel, dass ausgerechnet Corona den Fokus auf ein Problem lenkt, das doch sonst allzu gerne von der Gesellschaft ausgeblendet wird, die Dramen nämlich, die sich in manchen Familien abspielen. Sozialarbeiter, die schon immer ein trauriges Lied davon singen können, werden gerne für überflüssig gehalten, das Studium „Soziale Arbeit“ für nicht sonderlich wissenschaftlich oder anspruchsvoll verspottet. Es ist das typische Paradoxon, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist das Geschrei groß, wird der Brunnen als zu tief, nicht genug gesichert kritisiert und diejenigen plötzlich um Hilfe angerufen, die man sonst mit gleichgültiger Nichtbeachtung vernachlässigt. Mehr als 20 Jahre Arbeit an Förderschulen haben mir gezeigt, dass es keine Phantasie ist, wenn in Romanen und Filmen das Elend der Welt drastisch geschildert wird. Und es betrifft alle gesellschaftlichen Schichten, eben nicht nur sogenannte Asoziale, weswegen ich mir abgewöhnt habe, von „asozial“ zu sprechen, wenn es eigentlich um finanziell schwache Familien geht. Asoziale im wahrsten Sinn des Wortes a-sozial – nicht sozial – findet man bei reichen wie bei armen Familien. Auch das wird in dieser Krise deutlich, wobei natürlich die Familien besonders leiden, die aufgrund ihrer schwachen finanziellen Mittel auch in einer bedrückenden Wohnsituation leben müssen und die zudem um Arbeitsplatz und ohnehin schmale Bezüge bangen.“

Gunnar Heinsohn: Lockdown müsste wöchentlich überprüft werden
tichyseinblick.de
Mir gefällt dieses Nachrechnen überhaupt nicht! Fest steht, dass es verheerende Situationen in den Krankenhäusern Italiens, Spaniens, Frankreichs, New Yorks gegeben hat. Sollten wir nicht sehr, sehr froh sein, dass uns das erspart geblieben ist – eben durch drastische Maßnahmen, zu denen ja auch gehörte, dass Krankenhäuser sich speziell auf einen möglichen Ansturm vorbereiteten und beispielsweise alle aufschiebbaren Operationen kurzfristig absagten. Aus dem gleichen Grund war es wichtig, die Ansammlung sehr vieler Menschen zu verbieten. Dass jetzt langsam an Lockerungen gedacht wird und diese auch schrittweise eingeführt werden, zeigt doch, dass man mit Vernunft und Augenmaß der ungewohnten und ungewöhnlichen Krise begegnet ist… und sicher auch noch für Wochen begegnen wird. Alle diese Besserwisser, die nun für sich in Anspruch nehmen, den Stein der Weisen immer schon in der Hand gehalten zu haben, sollten in erster Linie dankbar sein, dass es sie und ihre Familien nicht getroffen hat und aus Respekt vor denjenigen, die Tote zu beklagen haben, einfach mal Zurückhaltung üben mit ihren dreisten Behauptungen.“

6. Mai 2020

„Nachdem die Ministerpräsidenten der Länder im Namen des Föderalismus ihre Eigenständigkeit bewiesen haben und Frau Merkel damit quasi entmachteten, muss sie nun ihrerseits ihren Eigensinn – äh ihre Eigenmächtigkeit unter Beweis stellen..
Man könnte ja sonst auf die Idee kommen, die Kanzlerin sei überflüssig geworden im Krisenmanagement.“

7.Mai 2020

„Ich schaue die diversen Sendungen an, die sich mit „den letzten Tagen des Tausendjährigenreiches“ beschäftigen.
Natürlich gab es auch Deutsche, die die einrückenden feindlichen Truppen ausdrücklich begrüßten. Nur wenige begrüßten sie als „Befreier“, aber alle waren froh, dass der Krieg endlich vorbei war. So viel an Differenzierung sollte uns Nachgeborenen doch zuzutrauen sein. Und dazu gehört unauflöslich auch, dass es Deutschland war, das das große Schlachten und Morden angezettelt hatte … und wenn es nach den fanatischen Faschisten gegangen wäre, wäre der Untergang auch komplett gewesen, wäre kein Stein auf dem anderen geblieben….“bis zur letzten Patrone“ nach Hitlers Weisung gekämpft worden.
Gott und den Alliierten sei Dank, ist das den meisten Städten und Dörfern erspart geblieben.
„Wir“ wurden nicht befreit, wir wurden bezwungen.
Dafür können wir in der Nachschau allerdings dankbar sein.
Kein Jubeltag, stille Einsicht ist angebracht.“

„In meiner Familie wurde erzählt, dass sich mutige ältere Männer, zu denen auch einige Onkel der Familie gehörten, den jungen Heißspornen von Hitlers letztem Aufgebot entgegenstellten, um sie und die Stadt vor weiterem unsinnigen Morden zu schützen. Diese Hitlerjungen wollten die einrückenden Truppen „bis zum letzten Mann“ bekämpfen, während der Bürgermeister meiner Heimatstadt Hohenlimburg schon die weiße Fahne bereit hielt….“

https://www.lokalkompass.de/hagen/c-lk-gemeinschaft/endlich-ist-im-ruhrgebiet-das-kriegsende-da_a1353822?fbclid=IwAR3B2FQsnh5EtuPxRqs6xb39VWm2Xbm9OvOgfnziM7rQQkYSkyeBI9MfqnU

„Auf einen bestimmten Prozentsatz kann ich mich nicht festlegen, weil ich einfach die entsprechenden Zahlen nicht kenne und deshalb nur mit Vermutungen arbeiten würde. Aber ganz sicher gab es Menschen, die sehnsüchtig auf die Befreiung warteten und die tatsächlich – wenn auch spät – befreit wurden: die Kriegsgefangen, die in Deutschland Frondienste der schlimmsten Art verrichten mussten, die aus dem Osten verschleppten Zwangsarbeitern, die politischen Gefangenen, die Juden, Roma, Homosexuelle und Zeugen Jehovas in den KZs und natürlich die untergetauchten Juden und ihre (wenigen) Helfer. Und vermutlich auch etliche, denen mit zunehmenden Niederlagen im Kriegsgeschehen die Politik und Propaganda der Nazis suspekt wurde…. “

„Wir wurden nicht befreit, wir wurden niedergerungen.
Es gab natürlich auch Befreite – aus KZs, Zwangsarbeiterlagern, Vernichtungslagern, Kriegsgefangenenlagern.
Und natürlich gab es nach der Kapitulation gar keine Nazis mehr.
Was sollen wir also feiern?
Wir sollten lieber stille Einkehr halten und der Millionen Töten gedenken, die Deutschland mit der Anzettelung des Krieges und der Vernichtung der europäischen Juden zu verantworten hat.
Schweigen, angesichts des Grauens.“

8. Mai 2020

„Eben, Europa wurde von dem Kriegsterror Deutschlands befreit.
Alles andere ist plumpe Verleugnung der Geschichte.“

….

„Was auch aus dem Blick gerät, ist die für die Betroffenen fürchterliche Tatsache, dass mit dem Einverständnis der Westmächte unglaublich viele sogenannte „Volksdeutsche“, die sich bereits auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands befanden, an die sowjetischen Behörden ausgeliefert und zurück verschleppt wurden… zumeist nach Sibirien oder in die kasachische Steppe.
Viele dieser Volksdeutschen konnten erst nach 1970 in die Bundesrepublik zurückkehren.
Das war auch ein Verbrechen an der Menschlichkeit.“

9. Mai 2020

„Von einem gänzlich roten Deutschland träumt die SED doch schon seit der Gründung der DDR. Beim ersten Anlauf hat es ja nicht ganz geklappt, weil der böse kapitalistische Westen für viele Zwangssozialisten so verlockend war, dass sie sogar Leib und Leben riskierten, um dem sozialistischen Paradies zu entkommen. Nun also der nächste Versuch…. mit den eierpopeia-grünen Genossen von Bündnis 90 und den kevineskengesteuerten Genossen der ehemaligen SPD wird es schon gelingen, aus ganz Deutschland ganz schnell ein ganz armes Land zu machen und so dem Sozialismus endlich den Durchbruch zu ermöglichen….“

11. Mai 2020

„Das macht mich unfassbar wütend. Diese Instrumentalisierung einer jungen Frau, der man das Leben nahm… und die sich gegen diese Form der Vereinnahmung nicht mehr wehren kann“ Zu einem Foto Anne Franks mit der Bildunterschrift von Corona-Gegnern: ‚Anne Frank wäre bei uns. Nie wieder Diktatur!‘

12. Mai 2020

Kotau für die Maskenpflicht
reitschuster.de
„Wie sicher kann man denn sein, dass man nicht infiziert ist?
Mich macht diese Denkfaulheit sprachlos.“

„Leider machen sich die Genossen um Esken und „Kevin“ daran, Schumachers Kurs grundsätzlich zu revidieren. Das ist ein fataler Fehler, der nicht nur der SPD, sondern auch der Demokratie schadet.“ – Zur Führung in der SPD

13. Mai 2020

„Das ist die ebenso bekannte wie bewährte Masche muslimischer Verbände … dreist, frech, fordernd … Islamisierung ohne Waffengewalt, aber umso gefährlicher, weil alle eingelullt werden mit dem Mantra, Islam sei Frieden.“  (Das IZH will Wiedergutmachung wegen Corona-Schließung)

14. Mai 2020

„Wer CO2 „sehen“ kann, darf in gar keinem Expertenkreis fehlen. Darum richtige Entscheidung.
Fragt sich nur, welche Spezialkräfte die anderen Experten vorzuweisen haben… Jahrelanges Studium und lange währende Forschungsarbeit sind ja wohl kaum die notwendigen Voraussetzungen… siehe Greta…“  Greta in den Expertenrat zu Coronakrise gewählt.

„“Ich will, dass Ihr in Panik geratet!“
Greta als Brandbeschleuniger und Panikorganisator zur Rettung des Planeten… wenn schon nicht durch das von ihr wahrnehmbare CO2…. ..“

Zur ARD-Berichterstattung: „Euer Text macht mich wütend.
Israel ist ein wunderbares Land mit einer stabilen Demokratie, Kultur, Wissenschaft und Forschung sind in kaum einem anderen Land so hervorragend ausgebildet. Und was macht ihr?
Ihr hackt mit euren uralten antijüdischen Vorurteilen auf dem einzigen freiheitlichen Land östlich des Mittelmeers herum. Zum Ausspucken vor eure Füße.“

„Haben Sie vergessen, dass seit 15 Jahren keine Juden mehr im Gazastreifen leben und auch keine Soldaten im Streifen stationiert sind?
Zur „Belohnung“ für die komplette Räumung wird Israel mit Raketen und Brandsätzen von der Hamas attackiert. Lesen Sie einfach die Charta der Hamas, dann reden wir weiter.“

15. Mai 2020

„Palästina ist eine Gebietsbezeichnung, eingeführt durch die Römer, um jede Erinnerung an den dort existierenden jüdischen Staat auszulöschen.
Einen Staat Palästina hat es nie gegeben. Ein Volk namens „Palästinenser“ hat es nie gegeben.“

„“Der Staat erhebt sich!“
Das ist die deutsche negative Seite der Münze… die öffentlich-rechtlichen Sender werden zum gleichen Thema nicht müde uns zu erzählen, dass in den USA durch Trump nichts getan wird und man Unternehmen und Arbeitnehmer sich selbst überlässt.
Wie hätte man es denn gerne zwischen Trump und deutschen Sozialsystem?
Millionen zusätzliche Arbeitslose?“

„Tja… „America first“ will man ja nicht zum Vorbild nehmen…. „Wir“ sind halt die moralischen Besserwisserweltmeister… koste es, was es wolle…“

„Ich habe es nicht verstanden, dass ausgerechnet diese beiden „charismatischen“ Gestalten das neue Dreamteam der SPD sein sollten…
Mit Realpolitik hatte das nichts zu tun, Kevin hatte seine Jusos in Stellung gebracht, um für sich selbst die bestmögliche Ausgangsposition nach Eskens Scheitern zu haben….es war ein teuflischer Schachzug, der den Fortbestand der SPD dem eigenen Wohlergehen unterordnete…
Vorgemacht hatte es Gabriel mit seinem dreckigen Deal, Martin Schulz den Vorsitz zuzuschustern.
Gabriel hätte in der anstehenden Wahl gegen Merkel keine Chance gehabt… und das wusste er genau. Aber Außenminister hätte er vielleicht bleiben können, wenn es nach der BT-Wahl nicht dieses Debakel gegeben hätte.“

16. Mai 2020

„Menschen, die keine US-Amerikaner sind, haben auch kein Recht den USA-Präsidenten zu wählen… Das nehmen unsere Medien echt übel und wählen an jedem Tag, den Gott werden lässt, den gegenwärtigen Präsidenten mit brachialer verbaler Gewalt ab.“

Zu der Behauptung, Bethlehem läge in Palästina: „Evangelium, Lukas 2, 4
„Weil Joseph ein Nachkomme Davids war, der in Bethlehem geboren wurde, reiste er von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa.“
Und so wurde auch Jesus als Jude im jüdischen Bethlehem in Judäa geboren.
Bethlehem liegt auch heute noch in Judäa.“

„Seit die Autonomiebehörde über Bethlehem regiert, haben sehr viele Christen wegen der Repressalien durch die PA Bethlehem verlassen.
Es war schrecklich, als Arafat auf der christlichen Geburtskirche die Fahne des Propheten hisste.“

„Bethlehem lag und liegt immer noch in Judäa und Judäa war und ist immer noch jüdisches Kernland, auch wenn dort keine Juden mehr leben und seit der Übernahme der Verwaltung durch die Autonomiebehörde auch nur noch wenige Christen, die sich auf den berufen, der einst als Jude in Bethlehem in Judäa geboren wurde: Jesus Christus.“

„Ich war vor zwei Jahren in Bethlehem und hatte Kontakt mit Christen… Sie stehen unter enormen Druck durch die muslimischen Behörden und Nachbarn.“

“ Das Beschämende ist doch, dass die Christen in Bethlehem von den Christen in Deutschland so erbärmlich im Stich gelassen werden, um ja nicht die Muslime zu erzürnen.
Es ist trostlos und fürchterlich.
Deutsche Bischöfe verbergen auf dem Tempelberg ihre Kreuze, den muslimischen Autoritäten zuliebe, statt für ihren Glauben einzustehen.
Und hier in Deutschland sind sie in gleicher Weise unterwegs.
Statt das Evangelium zu den Muslimen zu bringen, laden sie Imame ein, islamische Suren in Kirchen zu rezitieren.“

„Im Gegenteil, ich liege völlig richtig.
Freie Wahlen in Israel für Juden, Araber, Christen, Bahais … Richter, Lehrer, Polizisten, Ärzte, Soldaten, Professoren aus allen Teilen der Gesellschaft. Kunst, Wissenschaft, Forschung und Technik mit höchstem Standard und ebenfalls für alle Bürger Israels offen.
Der Busfahrer unserer Reisegruppe vor 2 Jahren war nach eigener Auskunft stolzer Beduine, alle seine Söhne waren in der Armee, eine Drusin im Golan war überzeugte Israel in, im Straßenbild von Jerusalem Menschen aller gesellschaftlichen Bereiche, fromme Juden ebenso wie locker gekleidete junge Leute …. Homosexuelle ..
Pressefreiheit… unabhängige Gerichte… 20 % der israelischen Bevölkerung sind Araber mit allen Rechten…
Wie kommen Sie auf die Idee, Israel sei kein demokratisches Land?
Waren Sie jemals dort?
Man informiert sich immer am besten an Ort und Stelle.“

„Ich weiß nicht, Habib Serhan, was es da zu lachen gibt.
Im Gegenteil, es ist eine furchtbar traurige Geschichte.
Seit Jahrhunderten lebten Christen in Bethlehem, jetzt, unter der Verwaltung der PA, werden sie weggemobbt, bedrängt, vertrieben… “

17. Mai 2020

„Sollte man nicht dankbar sein, dass eine zweite Welle vermutlich nicht auftritt?
Wer hier ständig stänkert und jammert hat von wissenschaftlicher Forschung keinen blassen Schimmer.
Jeder Erkenntnisgewinn beruht auf der einfachen Tatsache, die Erstannahme überprüfen und entweder bestätigen oder verwerfen zu müssen… einfach aufgrund neuer Details, Tests und weiterer Forschung.
So war es seit jeher bei jedem neu aufgetauchten Problem und so wird es auch in 100 Jahren noch sein.
Trial and error, Versuch und Irrtum ist das Wesen jeder Forschung.
Und das Virus ist noch lange nicht enträtselt… der Prozess wird sich noch lange hinziehen.
Geduld und Zuversicht sind erforderlich, nicht diese ewige Meckerei und Maulerei.“

„Die Gretchenfrage müsste doch eigentlich die sein:
Wie hält es die EU mit Israel?
Unterstützt die EU weiterhin die Terrororganisationen von Fatah und Hamas, den längst nicht mehr durch Wahlen legitimierten Abbas, der „Frieden“ säuselt und Hass sät, oder macht sie unmissverständlich klar, dass sie an der Seite Israels steht im Kampf um die Abwehr von Terror und Gewalt die immer noch die Regime ausüben, die Israel von Beginn an vernichten wollten und immer noch wollen.“ Antwort auf die Ansicht, die Gretchenfrage für die EU müsse heißen, wie es Israel mit der Annexion hielte….

2o. Mai 2020

„Merkels eigentliche Liebe für eine politische Richtung tritt immer deutlicher zutage… unter dem Schwarz der CDUCSU schimmert erkennbar das tiefe Rot der SED-Sozialistin… “  Zu einem Bericht über ihr Schweigen zur Wahl einer ehemaligen SED-Funktionärin und bekennenden Antikapitalistin zur Verfassungsrichterin in Mecklenburg-Vorpommern

„Absolutistischer als Merkel hat noch kein Bundeskanzler vor ihr geherrscht.
Was ist mit dem Parlament los, das ihr kriecherisch die Füße küssend das alles durchgehen lässt?“

21. Mai 2020

„Zu Sarrazin:
Ich bin davon überzeugt, dass nur sehr wenige seiner Kritiker das Abschaffbuch überhaupt gelesen haben.
Ich habe es mir zu Gemüte geführt und sehr viele seiner mit Statistiken hinterlegten Thesen aus meiner Arbeit an einer Förderschule bestätigen können. Rassismus würde ich ihm aufgrund des Buches nicht unterstellen.
Leider ist aber Herr Sarrazin ein wesentlich schlechterer Redner als Autor. Seine Auftritte im TV muss man extrem unglücklich nennen, wobei die geballte Macht seiner Gegnerschaft ganz wesentlich dazu beigetragen hat.
Ich habe damals schon argumentiert – und tue es heute immer noch -, dass die SPD sehr viel besser gefahren wäre, seine Thesen in ihr Sozialprogramm als Handlungsgrundlage aufzunehmen, statt Sarrazin zu verteufeln.“

„Vielleicht sollte man dann doch lieber zum guten alten Feiertag namens „Christi Himmelfahrt“ zurückkehren. Schließlich ist das der ursprüngliche Feiertag, der mit sich betrinkenden Männerhorden nun so gar nichts zu tun hat. Dann muss auch kein einziges Kind unter Diskriminierung leiden… im Gegenteil, man könnte jedem vaterlosen Kind vom „himmlischen Vater“ erzählen, zu dem Jesus zurück kehrte.“  Im Beitrag wird gefordert, auf den Begriff „Vatertag“ zu verzichten, da er diskriminierend sei….

„Es gibt so viele Zwänge, die der Staat uns auferlegt: Wir müssen Steuern zahlen, den Führerschein machen, um als Autofahrer am öffentlichen Verkehr teilnehmen zu können, wir müssen unsere Kinder zur Schule schicken, wir sind in allen möglichen Pflichtversicherungen, wenn wir eine Arbeitsstelle annehmen, wir brauchen einen Personalausweise, um uns jederzeit ausweisen zu können, und einen Reisepass, wenn wir ins nicht befreundete EU-Ausland reisen. Wir müssen Fahrscheine für Bus und Bahn lösen, um befördert zu werden und Rundfunkgebühren bezahlen, selbst wenn wir gar kein Fernsehgerät, kein Radio und auch keinen Computer besitzen… Das alles nehmen wir mehr oder weniger gelassen hin, obwohl es massive Eingriffe in unser ganz privates Leben sind. Und wenn wir oder unsere Kinder an sogenannten Kinderkrankheiten erkranken, weil wir eben nicht geimpft sind, muss es die staatliche Gesundheitsversorgung richten…. also Arzt, Krankenkasse oder gar Krankenhaus.“

22. Mai 2020

„Tolles Foto, tolle Frau, tolle Schwiegertochter. ♡ ♡ ♡“

„Hat man nicht immer schon China als „Reich der Mitte“ bezeichnet?
Bisher war ich davon ausgegangen, dass sich „Mitte“ auf die Mitte zwischen dem Süden und Norden Asiens bezieht…
Einleuchtend ist aber auch diese Darstellung (oben) und rückt insbesondere unsere Weltführerin in die ihr rein geografisch-strategisch zukommende Position….“

„Zustimmung, liebe Frau Motschmann.
Es gehört zu unserem gesellschaftlichen Zusammenleben, zu unserer Kultur, dass wir Kirmes, Schützenfeste, Oktobermärkte und -feste feiern und natürlich auch die vielen wunderschönen Weihnachtsmärkte in der Adventszeit genießen.
Den Schaustellern muss dringend geholfen werden.“

23. Mai 2020

„Es ist mir unbegreiflich, dass unsere Regierung immer noch von „den Siedlungen“ als FriedensHindernis spricht.
Teile der muslimischen Welt sind von Hass auf Israel geradezu zerfressen und setzen alles daran, diesen Hass weiter zu tragen und Israel verbal und mit Waffen zu bekämpfen.“

„Dieses verächtliche Herabsehen auf Sozialpädagogen sollten intelligente Leute lassen.
Ich bin sicher, dass viele, die sich über diesen Berufsstand erheben, schreiend das Weite suchen würden, müssten sie Basisarbeit „am und im Elend“ leisten.“

„Vom Islam keine Ahnung, dafür aber Toleranz für diejenigen, deren Basislektüre, der Koran, die Christen und Juden Affen und Schweinen gleich setzt.
Unfassbar.“ Bericht über eine Kirche in der Muslime im Ramadan beten dürfen.

„Ulrike Werner, „Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ernsthaft gläubige Muslime z.B. einen christlichen Gottesdienst mit Abendmahl in einer Moschee durchführen würden.“ Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Das käme nach muslimischen Verständnis nämlich einer Gotteslästerung gleich, feiern wir doch unsere Gottesdienste im „Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Allein diese Anbetungsformel, die der Einzigartigkeit Allahs widerspricht, kann niemals in einer Moschee gesprochen werden. Aber das ist ja für unsere hohe Geistlichkeit ohnehin kaum noch ein Argument, da wir ja nach Meinung viel zu vieler Theologen alle an den gleichen Gott glauben und darum kurz Jesus und den Heiligen Geist in der Versenkung verschwinden lassen können. “

„Für uns Christen ist „das All-Eine“ aber immer die Einheit aus Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist. Und das ist genau das All-Eine, das der Koran und damit auch die gläubigen Moslems strikt ablehnen, ablehnen MÜSSEN, wollten sie nicht Gotteslästerung betreiben. Ohne Jesus Christus ist aber Christentum nicht denkbar…. auf Ihn gründet sich doch unser Glaube.“

„Stefan L., “ Kenne mich mit dem Koran nicht aus, “ dann wird es Zeit, sich mit ihm zu beschäftigen, bevor man Islam und Christentum über einen Kamm schert. Es gibt genug aufklärende Seiten im Internet, eine davon ist diese: https://www.biblisch-lutherisch.de/religion-islam-judentum/mohammeds-umgang-mit-ungläubigen-christen-und-juden/

24. Mai 2020

„Zitat: „Wie kann man den Eltern, mit denen man grds. zufällig in eine Gemeinschaft geraten ist, vertrauen, wenn es darum geht, die Kinder nur gesund in die Kita/Schule zu schicken? “ Wie können Eltern sicher sein, dass sie selbst und ihre Kinder zum jeweils gegenwärtigen Zeitpunkt des Schul- oder Kitabesuchs gesund iSv „nicht infiziert“ sind? Darin liegt für mich das eigentliche Problem. Je häufiger ich Kontakte zu anderen Personen habe, umso weniger kann ich mir sicher sein, mich nicht infiziert zu haben, da wir ja inzwischen wissen, dass nicht jeder Infizierte auch aktiv erkrankt und erkennbare Symptome ausbildet, aber dennoch andere infizieren kann.“

25. Mai 2020

„Die Verleugnung des Kreuzes der Bischöfe auf dem Tempelberg setzt sich also nun IN der Kirche fort, indem Allah als der Einzige und Größte angerufen wird.
Der Koran und mit ihm alle Muslime verleugnen die Dreieinigkeit Gottes, die Sohnschaft und den KREUZestod Jesu.
Nach der Deutung des Islam, ist überall dort, wo Allah angerufen wird, das Hoheitsgebiet des Islam.
Es wird mit dem Christentum in Deutschland ein trauriges Ende nehmen.“ Bezogen auf den Bericht über „Muslime beten in Kirche“.

 

Soweit die Auflistung kurzer Kommentare im Monat Mai bei Facebook.

Und zu beinahe jedem Bericht, der einem Kommentar vorausgeht, hätte ich hier einen längeren Beitrag schreiben können…

Later….  wenn Zeit und Stimmung besser dafür geeignet sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lobgesänge und Schmählieder ….. 16. April, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, meine persönliche presseschau, politik, presse.
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In Zeiten von Corona bin ich meinem Vorsatz untreu geworden, kein Magazin und keine politische Sendung des ZDF zu sehen.
Dabei ist das wirklich sehr lustig, so ein Magazin… und so unterhaltsam.

Am 14. 4. 2020  wurde uns in der Sendung „Frontal 21“ mitgeteilt, dass Frau Merkel schon vor Jahren versprochen hatte bis zum Jahr 2010 in ganz Deutschland schnelles Internet durch Breitband oder Glasfaser bereit zu stellen.
Also seit 10 Jahren hätte es keine blinden Flecke mehr geben dürfen. Es gibt sie aber immer noch, liebe Freunde und das sogar sehr zahlreich und zudem riesig,  was in diesen Gegenden weder Home-Office noch Home-Schooling in Corona-Zeiten möglich macht. Für die Betroffenen ist das ein Desaster erster Güte.

Dann erfuhren wir, dass es doch schon seit Jahren Lieferengpässe für lebenswichtige Medikamente gibt und eine Expertin erklärte, dass der Wiederaufbau pharmazeutischer Produktionsstätten ab heute 10 Jahre dauern würde, sofern jetzt schon alle Genehmigungsverfahren abgeschlossen WÄREN…

Und da darf man doch schon mal die Frage stellen, wie blind die jeweiligen Minister in Frau Merkels Kabinett waren, als sie ohne Not dem Wissensexport und die Verlagerung der Produktion lebenswichtiger Medikamente nach China zugestimmt haben und warum sie nicht angesichts von bekannten Lieferengpässen schon seit Jahren darauf hinwirken, die ehemals weltberühmte Pharmaindustrie nach Deutschland zurück zu holen. Krisen wie diese bringen das Versäumnis auf schmerzhaft Art und Weise an den Tag.

Aus dem Nebel meiner Erinnerungen tauchte zudem an dieser Stelle der Termin zur Eröffnung eines gewissen Flughafens auf….

Aber was war der absolute Höhepunkt der Sendung?
Na, hat jemand eine Ahnung?
Richtig… zum gefühlten 4 Millionsten Male wurde dem staunenden Publikum Trump als Trottel vorgeführt.
Da hätte ich mich beinahe vor grimmigem Gelächter verschluckt.

 

Gestern nun lief in der ARD die Huldigung der Kanzlerin als große Krisenmanagerin des Jahres 2015 in Form eines „Dokudramas“ nach der Vorlage des Sachbuches „Die Getriebenen“, geschrieben von Robin Alexander. Jeder, der hier ab und zu liest, kennt meine Haltung zu Frau Dr. Merkel und wird begreifen, dass ich den Film nicht gesehen habe. Ich kann dazu also auch nichts sagen, bestenfalls könnte ich Aussagen von Menschen zitieren, die sich mit Buch und Film beschäftigt haben und erstaunt darüber sind, dass die massive Kritik an Merkels Vorgehen, wie sie im Buch geäußert wird, im Film so gar keinen Niederschlag findet. Das unterlasse ich aber, da ich ja das Einverständnis der betreffenden Personen einholen müsste. Doch auch die Tatsache mag interessant sein, dass Robin Alexander weder als Berater beim Schreiben des Drehbuchs hinzugezogen wurde, noch den bereits fertigen Film vorab sehen konnte.

Nicht vorenthalten möchte ich aber die grandiose Bewerbung des Polit-Thrillers, die  NDR-Kultur mit diesem Artikel betreibt: „Die Getriebenen“ : Drama um Merkels Flüchtlingspolitik

Unsere wunderbare Kanzlerin und  nimmermüde Kämpferin für die Rettung der Welt und ihre ebenso nimmermüden Hofberichterstatter, sind natürlich überhaupt nicht gleich zu setzen mit den tumben Amerikanern, die ihren Präsidenten für seine Taten loben – und natürlich ist der sich selbst lobende Präsident erst recht nicht mit einer Kanzlerin gleichzusetzen, die für die Lobgesänge alle verfügbaren Medien längst instrumentalisiert hat…

 

Ach ja, einen schönen Text las ich gestern. Er ist ein bisschen lang, aber lohnt sich wirklich.

Und nein, keine Sorge, ich bin kein Trump-Fan, ich bin nur der Meinung, man solle doch immer erst vor der eigenen Haustür kehren und dann beim Nachbarn sauber machen, allerdings nur, sofern er darum bittet…

Immer der Donald: Eine Gebrauchsanleitung

Alles zum Schutz der Bevölkerung… 29. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, familie, gesellschaft, politik.
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ALLES?

Tun die Verantwortlichen in der Regierung, allen voran der Minister für das Gesundheitswesen, wirklich alles für den Schutz der Bevölkerung?

Ich muss sagen, da mehren sich mit jedem Tag meine Zweifel.

Hätte, wenn und aber auf die Vergangenheit zu beziehen, ich sagte es ja schon, ist ein gänzlich sinnloses Unterfangen. Aber „hätte“ oder „müsste“ in der Gegenwart, machte durchaus Sinn.

Müsste man nicht noch strengere Maßnahmen ergreifen?

Hätten nicht noch mehr Kontrollen einen Sinn und positiven Effekt?

 

Ein Beispiel gefällig?

Ich schrieb ja von den jungen Leuten, die ihre Reise so unerwartet plötzlich abbrechen mussten. Von Madagaskar aus waren sie mit dem letzten Flieger nach Addis Abeba gelangt  (der Flug war ohnehin für ihre Weiterreise von Madagaskar aus gebucht gewesen und konnte zum Glück umgebucht werden) um von dort aus den Heimflug nach Deutschland antreten zu können.

Während sie bei der Einreise in Addis Abeba Angaben über ihren letzten Aufenthaltsort und ebenso über den Aufenthalt in Äthiopien machen mussten und ihr Fieber gemessen wurde, passierte nach der Landung in Frankfurt NICHTS.
D.h. so ganz stimmt es nicht. Die Passagiere, die 7 Stunden lang mit rund 300 anderen an Bord der Maschine gewesen waren, durften aus Sicherheitsgründen nur Gruppenweise das Flugzeug verlassen, durchliefen dann die Einreisekontrolle – lediglich der Pass war vorzuweisen – und fanden sich dann in der gleichen Menschenmenge wie im Flieger am Gepäckband wieder. Keine weiteren Kontrollen, keine Fragen, kein Fiebermessen, nichts dergleichen, womit man zumindest den Anschein hätte wahren können, man habe alles für die gesundheitliche Sicherheit sowohl der einreisenden wie der anwesenden Menschen in Deutschland getan.

Addis Abeba, so erzählte es unser Sohn, ist in diesen Tagen ein Drehkreuz im internationalen Luftverkehr. Menschen aus allen möglichen Ländern Asiens, Indonesiens und Afrika landen dort, um in alle möglichen Länder den Weiterflug anzutreten.  Neben der Warteschlange zum Check-In, in der die jungen Leute standen, warteten auch  andere  Reisende auf ihre Abfertigung, die augenscheinlich zum Weiterflug in asiatische Gegenden bereit waren, und für  größtmögliche Sicherheit durch Ganzkörperschutzanzüge und Atemschutzmasken gesorgt hatten.

Überhaupt, so berichteten es Sohn und Freundin, war in Addis Abeba deutlich mehr an Aufwand zum Schutz der Bevölkerung zu sehen als hier in Deutschland. Vor jedem Geschäft, jedem Restaurant standen große Wasser- und Seifenbehälter, die man vor dem Betreten und nach dem Verlassen des Gebäudes zu nutzen hatte. Und so wunderten sich die beiden sehr, dass am Frankfurter Flughafen nichts, aber auch gar nichts zu sehen war, das zumindest der Handhygiene hätte dienen können.

Mein Mann und ich waren in den Tagen vor der Ankunft der Weltenbummler davon ausgegangen, dass sie unter Umständen in Frankfurt zunächst eine Quarantänestation durchlaufen müssten, zumindest aber Angaben darüber zu machen hätten, wo sie sich in Zukunft aufhalten würden, um dort in Quarantäne abzuwarten, ob sie sich bereits im Reiseland oder aber im Flugzeug den Virus eingefangen hatten oder nicht.

Im Sinne  einer Verhütung der Ausweitung des Virus war ich zudem davon ausgegangen, dass die jeweiligen Passagiere eines Flugzeugs als Gruppe /Kohorte erfasst und man so in der Lage sein würde, im Fall der Infektion Einzelner diese Infizierten einerseits zu isolieren und andererseits rasch und zeitnah ihre möglichen Kontaktpersonen im Flieger zu informieren und zu testen.

Wird uns nicht immer in den Nachrichten und Sondersendungen erzählt, in Deutschland sei die Rate der Infizierten deshalb vergleichsweise niedrig, weil so intensiv getestet würde, also vielmehr Personen durch Tests erfasst würden als in unseren so geplagten Nachbarländern? Warum verzichtet man dann darauf die Ankömmlinge aus der ganzen weiten Welt zu testen? Weil sie möglicherweise noch keine deutlichen Anzeichen der Krankheit haben?

Mir ist das unbegreiflich.

Allerdings könnte es verständlich werden wenn man davon ausgeht, dass an Testmaterial ähnlich großer Mangel herrscht wie an Atemschutzmasken und Schutzkleidung. Und meine stille Befürchtung ist, dass auch die so sehr gepriesene Anzahl an „ausreichenden“  Intensivbetten und Beatmungsgeräten sich  in letzter Konsequenz als frommer Traum herausstellen wird, die Aussage zwar stimmen mag, dass wir in Deutschland mehr Einrichtungen zur Verfügung haben als andere Länder, aber die Befürchtung ist doch, dass diese bei weitem nicht ausreichend sein werden…. das wird ja mittlerweile auch von offiziellen Stellen leise angemahnt, warum es so dringend ist, die Kontaktsperre aufrecht zu halten.

Wobei ich wieder bei der Ausgangsfrage bin:

Warum wird dann aber bei der Einreise nach Deutschland nicht getestet.

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Um es aber ganz deutlich zu sagen:

Ich bin sehr froh über alle Anstrengungen die unternommen werden, „den Laden am Laufen zu halten“, wie ich es erst  heute in einem Text las. Versäumnisse und Fehler zu machen sind auch Teil der menschlichen Natur, das ist nicht der Punkt meiner Klage.

Ich beziehe mich darauf, dass beschwichtigende Parolen ausgegeben werden, die näherer Betrachtung nicht standhalten. Es würde mich weniger ärgern, dass bei der Einreise nicht getestet wird, wenn offen darüber geredet würde  – auch und gerade von den Verantwortlichen – dass die von mir angesprochenen Maßnahmen alle vorhandenen Kapazitäten an Personal wie Material hoffnungslos sprengen würden und man sich wirklich  auf die aller notwendigsten Sicherheitsmaßnahmen beschränken MUSS.

Ich bin sicher, dass das Verständnis für die Ausgangssperre angesichts  mangelnder anderweitiger Möglichkeiten und Kapazitäten größer wäre, wenn das genau so auch kommuniziert würde.  Aber so, wie wir schon in einem noch sehr frühen Stadium der Pandemie beschwichtigt wurden, hier sei ja alles bestens im Griff, so werden wir auch jetzt nach dem Motto informiert:

Alles, was das ganze Ausmaß der Krise offen legen würde, könnte die Bevölkerung verunsichern.

Damit wird der angeblich „mündige Bürger“ aber entmündigt, ihm wird eben nicht zugemutet, selber im größtmöglichen Maße Verantwortung zu übernehmen und  Sorge für sich und andere zu tragen.

Dass die „systemrelevanten Personengruppen“ über jedes Maß hinaus belastet werden, hängt zu einem nicht unwesentlichen Teil damit zusammen, dass sich große Teile der Bevölkerung immer noch aufgrund unzureichender Information in einer trügerischen Sicherheit wiegen und entsprechend unsinnig verhalten.

 

 Ihr, die IHR nicht unbedingt zur Arbeit gehen müßt,  BLEIBT ZU HAUSE !

Bleibt noch hinzuzufügen, dass „unsere Weltenbummler“ sich jetzt natürlich in Quarantäne befinden, zum eigenen Schutz und dem ihrer Familie.

Hier in diesem wunderbaren Land… 23. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, medien, politik.
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Eigentlich – ja,  jetzt folgt sofort die Einschränkung – eigentlich schätze ich „Achgut“ und teile meistens die Ein- und Ansichten der Autoren zu den Plagen und Problemen der Zeit.

Natürlich gilt das auch für diesen Artikel und seinen Autor und die Veröffentlichung von Meinung und Bedenken. Das ist gar keine Frage.

Aber in der gegenwärtigen Lage möchte ich doch lieber das Heft des Handels den Medizinern überlassen, statt den Bedenkenträgern zu folgen, die unsere Freiheitsrechte in Gefahr sehen; ich bin nämlich davon überzeugt, dass eine Ausnahmesituation auch Ausnahmemaßnahmen erfordert und dass wir mit dem Ende des Ausnahmefalles auch wieder zur demokratischen Normalität zurückfinden werden.

Aber vorerst unterstütze ich alle dringend erforderlichen Maßnahmen, die allerdings meiner unmaßgeblichen Meinung nach ohnehin zu spät kommen:

Hier, in diesem wunderbaren Land, geht es angesichts der Krise durch Corona nämlich höchst sonderbar zu.

Hier, in diesem schönen Land, können immer noch Menschen aus aller Herren Länder einreisen, ohne in den Flughäfen befragt und möglicherweise getestet zu werden – aus sicherer Quelle weiß ich, das  sogar in Addis Abeba ein Fragebogen ausgefüllt werden muss und auf Fieber getestet wird… (Einige werden jetzt sagen, das sei nur für die Galerie.)

Hier, in diesem Land mit den angeblich höchsten Standards im Gesundheitssystem, gibt es gar nicht ausreichend genug Tests, um jeden möglichen Verdachtsfall zu überprüfen. (Und vermutlich gibt es auch gar nicht genug medizinisch geschultes Personal, das die Tests durchführen könnte.

Hier, in diesem wunderbaren Land, gibt es für das medizinische und sonstige Personal in Krankenhäusern und Praxen weder genug Schutzanzüge noch ausreichende Mengen an Atemmasken, weshalb in einigen abgelegenen Orten die Ärzte schon zu Maleranzügen greifen, um halbwegs sicher zu sein…

Hier, in diesem besten aller demokratischen Länder, zanken sich die Verantwortlichen von Bund- und Landesregierungen darum, welche Maßnahmen sofort ergriffen und welche auf die lange Bank geschoben werden können und in ihrer Eitelkeit einerseits und dem Run auf die Kanzlernachfolge andererseits, lassen sie jedes vernünftige Zusammenarbeiten vermissen.

Hier, in diesem herrlichsten aller sozialen Länder, gibt es Leute, die es natürlich finden, alte Menschen, die ohnehin die Sozial-, Renten- und Krankenkassen unnötig belasten, ruhig dem „normalen“ Verlauf einer durchaus möglichen, tödlich ausgehenden Infektion mit Corona zu überlassen…. „Ein bisschen Schwund ist immer“, mag der Vater des Gedanken sein oder schlimmer noch „Besser die als ich!“

Hier, in diesem großartigen Land, streiten sich die Dichter und Denker um die Deutungshoheit ihrer (oftmals komplett unwissenschaftlichen) „Analysen“ und mehren sich die aberwitzigsten Theorien und Erklärungen der Art von „wieso-weshalb, warum die Lage sei wie sie ist und was weshalb deshalb zu tun sei“.  Eine Kakophonie selten vernommenen Ausmaßes ertönt im Land.

Hier, in diesem Land mit dem besten öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Welt, machen sich Journalisten zunächst über die Maßnahmen anderer Länder lustig, um sie alsbald nach Eintreten der Besorgnis erregenden Umstände auch hierzulande zu bejubeln und der großen Dame im Kanzleramt, die wochenlang nichts von sich hören ließ, ihre untertänigste Referenz und Lobeshymnen zu erweisen.

Hier, in diesem Land in dem ich geboren bin und wirklich gerne lebe, wünsche ich mir sehr, dass „wir schaffen das“ nicht nur eine längst verbrauchte Floskel ist, sondern wir solidarisch miteinander umgehen, die Schwachen stützen – gerade auch mit finanziellen Mitteln -, die Regeln zum Wohle aller Menschen einhalten und endlich aufhören, denen das Leben unnötig durch seltsame Beiträge in den sozialen Medien schwer machen, die zum Teil bis an die Grenzen des Erträglichen und bis zur eigenen Erschöpfung daran arbeiten, dass wir heil durch diese Krise kommen, den Ärzten, Krankenpflegerinnen und Pflegern, den Laboranten, Pharmakologen, aber auch  den Putzkolonnen, Müllwerkern, Polizisten, Feuerwehrleuten und  Rettungsdiensten, den Mitarbeitern in den Verwaltungen und Verkehrsbetrieben und den vielen Menschen, die für den Nachschub an Lebensmitteln und all der Dinge sorgen, die wir trotz oder gerade auch in Quarantänezeiten benötigen….

Danach, da bin ich sicher, wird es um Analyse und Bewertung der Mittel und Maßnahmen gehen, die trotz eines bestehenden Unsicherheitsfaktors getroffen wurden.

Wir können nicht sicher sein, welche Faktoren zur Bewältigung einzig und allein ausschlaggebend sind, aber wir können ganz sicher sein, dass Nichtstun, ja selbst  Zaudern und  Zögern nicht zur Linderung  der Folgen dieser Pandemie beitragen werden.

Das gilt sowohl für die medizinischen, wie für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen  Aspekte dieser Situation, die ja nicht nur unser schönes Land betreffen, sondern die weltweit Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen wie der Völker haben werden.

 

 

 

 

 

 

Corona – hätte, hätte…. 20. März, 2020

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, familie, gesellschaft, medien, politik, presse, schule - kinder, Sport, vermischtes.
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Es gibt tausend Gründe diese schönen Formulierungen zu nutzen…. hätte, hätte, wenn und aber…

Aber es macht eigentlich und jetzt schon gar keinen Sinn …. und dennoch muss dieses „hätte“ thematisiert werden.

Seit Tagen und Wochen kann man über Facebook und ähnliche soziale Netzwerke Informationen über Corona –  das Virus Covid 19 – einerseits und die Maßnahmen in diversen Ländern andererseits erhalten. Und seit Tagen und Wochen gab und gibt es Leute, die ein rasches Handeln hier in Deutschland anmahnten und immer noch anmahnen. Sie wurden zunächst nur belächelt, dann in die Ecke der Fake-News-Verbreiter gestellt, offizielle Regierungsvertreter wiegelten ab, verharmlosten, behaupteten gar, „WIR“ seien dem Virus besser als alle anderen Staaten auf der Welt doch hervorragend gewachsen und überhaupt bestünde nicht der leiseste Grund zur Panikmache.

PANIKMACHE  wurde das genannt, was eigentlich Aufgabe der Regierung und Gesundheitsbehörden gewesen WÄRE.

Man nennt das  AUFKLÄRUNG ZUR GEFAHRENABWEHR

Oder – und das ist noch ein weit wichtigeres Verfahren – Organisation und Durchführung von Notfallplänen.

China – das Ursprungsland der sich entwickelnden Pandemie – hat es vorgemacht, ebenso Südkorea, Taiwan, Singapur.  Absolut strikte und sofortige Bekämpfung des Virus mit allen verfügbaren Mitteln. Dazu zählte die schnelle Feststellung einer Infizierung durch Massentests  ebenso wie die Quarantäne, unter die die Betroffenen gestellt wurden. Selbst die Abriegelung eines ganzen Bezirks und die Stilllegung sämtlicher öffentlicher Aktivitäten – Arbeiten in den Fabriken und Geschäften eingeschlossen – zählten zu den drakonischen Maßnahmen. Und diese hatten und haben Erfolg.

Und bei uns?

NICHTS

Jedenfalls NICHTS in einem noch frühen Stadium der Ausbreitung.

Der Bundesgesundheitsminister riet zum gründlichen Händewaschen und Abstand halten – so ungefähr 1 bis 2 Meter.  Die ersten Fälle von Infektionen wurden nicht ernst genommen. Dann hieß es, betroffen seien ja nur die Alten und Leute mit Vorerkrankungen, für alle anderen bestehe so gut wie keine Gefahr. Es war erschreckend, manche Kommentare zu lesen, in denen  die an Coron Verstorbenen im Nachhinein als „vorerkrankt“ vermerkt und so nicht als Opfer der Seuche geführt wurden, als wären sie auch ohne Vorerkrankung zeitnah verstorben. Zynischer kann man kaum mit den Toten und deren Angehörigen umgehen. Corona wird bagatellisiert, Schuld ist die Vorerkrankung, nicht das Virus. So kann man auch die Opferzahlen manipulieren und die Toten in der Statistik als Herzkranke oder Diabetiker verbuchen.

Der oberste Gesundbeter rühmte sich der Tatsache, dass Deutschland ja doppelt oder dreifach so viele Intensivbetten habe wie Italien, in dem das Virus inzwischen fürchterlich wütete und Ärzte und Pflegekräfte bis zur Erschöpfung versuchten, der Lage Herr zu werden. In Italien starben viele, sehr viele Menschen und hier passierte immer noch NICHTS.

Aber hierzulande sickerte entgegen aller Beteuerungen des Ministers durch, dass es möglicherweise nicht genug Schutzkleidung geben könnte – für die Ärzte und alle Personen die im medizinischen Bereich tätig sind. Der Verdacht hat sich inzwischen bestätigt… Schutzkleidung und Mundschutz sind sogar für Kliniken kaum noch zu bekommen.

Selbst als abzusehen war, dass die Entwicklung in Deutschland in einem Abstand von nur 8 – 10 Tagen den italienischen Ereignissen folgte, wurde immer noch nicht energisch genug gehandelt.

Mir blieb mehr und mehr die Spucke weg, ich konnte es nicht fassen. Da lese ich Tag für Tag, was dieses Virus anrichtet, wie schnell es sich verbreitet und die Profis (Spahn ist allerdings kein Mediziner) in diesem Land kommen nicht in die Gänge.

In Südtirol wurde am Montag, den 9. März mitgeteilt, dass aufgrund der Ausbreitung des Virus die Skigebiete schließen. Eine überaus vernünftige Maßnahme  – aber auch sie vermutlich um Tage zu spät beschlossen. Eine große Rückreisewelle aus den Skiparadiesen zog durch Deutschland und brachte den blinden Passagier mit. Schulklassen mussten unter Quarantäne, einige Schüler und auch Lehrer  hatten sich infiziert.

Und immer noch keine erkennbaren drastischen Maßnahmen zum Kampf gegen die Epidemie, die am 11. 3.  – das war vor gut einer Woche  – von der WHO zur Pandemie hochgestuft wurde.

Die deutsche Regierung versteckte sich hinter einer gesamteuropäischen Lösung, die  zu dem Zeitpunkt aber schon längst nicht mehr möglich war und übte sich ansonsten weiter in Beschwichtigungen und episch langen Krisensitzungen, die aber zunächst  nur die üblichen Formulierungen und Ratschläge an das Volk weiter zu geben in der Lage waren.

Den ersten Landsleuten schien aber inzwischen zu dämmern, dass das alles kein gutes Ende nehmen würde, sie begannen, sich mit Vorräten einzudecken. Warum diese Vorratshaltung ausgerechnet Toilettenpapier in solchen Maßen betraf, dass zum Ende der vergangenen Woche binnen Stunden in nahezu allen Geschäften  nicht nur dieser Hygieneartikel komplett ausverkauft war, wird wohl eines der größten Rätsel der gesamten Corona-Misere bleiben.

Ebenfalls gegen Ende der vergangenen Woche beschloss der DFB alle Erst- und Zweitligaspiele komplett abzusagen – zuvor hatten bereits Europaligaspiele vor leeren Rängen stattgefunden, auch diese Vorsichtsmaßnahme war nicht auf deutschem Mist gewachsen, Dank darum an die europäischen Fußballverbände, die vorausschauender gewesen waren als ihr deutscher Mitspieler. Nach und nach zogen alle anderen Sportverbände nach. Trainingseinheiten wurden gestrichen, Sportstätten geschlossen.

Inzwischen hatte man auch festgestellt, dass zwar jüngere Menschen auch Träger des Virus sein können, aber nicht so leicht akut daran erkranken wie ältere Leute. Doch als Überträger kamen selbst die kleinen Kinder, die Schüler und Jugendlichen infrage. Erste Überlegungen wurden am Freitag der vergangenen Woche laut – und mit Beginn dieser Woche auch umgesetzt –  darum Schulen und Kindergärten  zu schließen, bzw. geschlossen zu halten in den Ländern, in denen gerade die Frühjahrsferien zu Ende gegangen waren. Und es wurde dringend darum gebeten, den Kontakt zwischen Kindern / Jugendlichen und den Großeltern zu vermeiden.

Dass das für die allermeisten Familien extreme Problem mit sich bringt, ist ganz sicher selbst  für die, die davon nicht betroffen sind, begreifbar. Besonders schwierig ist es für die Eltern, die nach wie vor ihrer Berufstätigkeit nachgehen müssen. Notgruppen in Kitas und Horten können wirklich nur notdürftig Abhilfe schaffen. Die Großeltern und andere ältere Verwandte fallen als Betreuer für die Kinder ja aus den genannten Gründen aus.

Der Ministerpräsident Niedersachsen veröffentlichte am Montag, den 16. 3. einen Maßnahmenkatalog zur Eindämmung und Bekämpfung des Virus. Aber vermutlich läuft die Befolgung dieser Maßnahmen viel zu langsam an.

Als schließlich die Kanzlerin in einer emotional-emotionslosen Rede zu ihrem Volk sprach, gab es eigentlich niemanden mehr, der nicht ausreichend über die Situation informiert gewesen wäre. (Die Rede hatte große emotionale Anteile der Besorgnis und Fürsorge, wurde jedoch mit der größtmöglichen Emotionslosigkeit vorgetragen – ja, vorgetragen wie von einem –  zudem auch schlechten  – Laiendarsteller.) Die Presse sah das am nächsten Tag ja ganz anders. Endlich, jubelte  sie, stelle sich die Kanzlerin an die Spitze des Kampfes gegen Corona.

Da ging mir der Hut hoch.

Wochenlang hatte sie sich verkrochen. Nicht nur das, sie hatte sogar darauf bestanden, dass die Grenzen allesamt geöffnet blieben, um nach wie vor auch Migranten aufnehmen zu können. Dass „Deutschland“ schließlich doch seine Grenzen fast ganz dicht machte, lag aber nicht an der Entschlusskraft der obersten Krisenbewältigerin, es lag schlicht daran, dass unsere europäischen Nachbarn bis auf Belgien und die Niederlande allesamt schon ihre Grenzen nach Deutschland geschlossen hatten. Nun konnte auch Frau Merkel ihre Tatkraft beweisen und ihrerseits Grenzschließungen erklären.   – Für wie dumm hält sie eigentlich die Bevölkerung dieses Landes?  Oder auch nicht ganz falsch gefragt: Wie leicht ließ sich die Bevölkerung dieses Landes für dumm verkaufen?  Und welchen Anteil hatten die Medien an diesem Prozess der Volksverdummung mit ihren Beschwichtigungen, ihren seltsamen Moderatoren, die selbst dann noch lieber Herrn Trump mit Häme und Spott bedachten, als wir doch schon mitten in dem rasanten Prozess steckten, dessen Folgen aus den Fehleinschätzungen der Verantwortlichen zu Beginn der sich ausbreitenden Epidemie / Pandemie jetzt auf so dramatische Weise sichtbar werden.

Nun endlich werden zusätzliche Krankenstationen eingerichtet – wobei ich mich frage, woher denn das dazu gehörige Pflegepersonal kommen soll, die Belegschaft der Krankenhäuser arbeitet doch schon seit Monaten, um nicht zu sagen seit Jahren am Limit. Vom Einsatz der Bundeswehr ist die Rede, davon, dass Hotels und Messehallen zu Notquartieren für betroffene Patienten ausgebaut werden sollen, die noch nicht auf Intensivbetten und Beatmungsgeräte angewiesen sind.

Aus Fürsorge für Patienten in den Krankenhäusern und für die Bewohner in Pflege- und Altenheimen sind alle Besuche in den Einrichtungen untersagt. Für viele ältere Leute, besonders für diejenigen, die von einer Demenz betroffen sind, sind das dramatische Eingriffe in ihr gewohntes Leben. Sie können nicht begreifen, warum der Partner, die Kinder oder Enkel, Freunde oder Verwandte nicht zu Besuch kommen. (So habe ich es heute bei einem Telefongespräch mit einer hochbetagten Freundin erlebt, die die Information, die sie ja bekommen hat, nicht mehr speichern kann und sich so verloren und verlassen fühlt.) Und dennoch ist diese Maßnahme extrem wichtig und richtig.

Die Krise schlägt natürlich voll auf die Wirtschaft durch. Betriebe werden geschlossen, sei es aus Schutzgründen für die Werktätigen, sei es, weil kein Nachschub aus den Nachbarländern mehr über die Autobahnen rollen. VW macht dicht, ebenso andere große Unternehmen der Automobilbranche.

Theater, Opernhäuser, Kinos, Bars, Diskotheken, Gaststätten, Hotels sind seit Tagen geschlossen, der Handel extrem eingeschränkt.  Niemand darf mehr auf die nord- oder ostfriesischen Inseln reisen, Sportanlagen und Schwimmbäder sind dicht, Spielplätze dürfen nicht mehr betreten werden. Alles Maßnahmen, die man schon Anfang Februar vorsorglich hätte treffen können.

HÄTTE

Aber es hätte ja sein können, dass das Virus ausgerechnet um Deutschland einen großen Bogen macht und dann hätte man ja mit diesen Maßnahmen der Wirtschaft einen großen Schaden zugefügt… der kommt nun doch und der Schaden für die Kranken ist ebenfalls hoch.

Ja, und dann geht es auch noch um die Beschneidung unserer Freiheit.

Und die darf natürlich in keinster Weise  beschnitten werden (Achtung, Ironie), weshalb sich die meisten Bundesländer gegen eine umfassende Ausgangssperre wehren, wie sie beispielsweise in Österreich und Frankreich bereits beschlossen wurde. Noch!

Denn es sind die Unbekümmerten hier im Lande, die sich nicht an die Empfehlung halten, einander möglichst aus dem Weg zu gehen, alle direkten Sozialkontakte zu meiden, sich nicht in Gruppen zu versammeln, um den Frühling zu genießen. Aber die Leute sind deppert. Sie sitzen in den Münchener Biergärten beieinander und flanieren in Gruppen über den Jungfernsteg, bevölkern in Schwärmen die Parkanlagen in Berlin und anderen Großstädten und pfeifen auf Mindestabstand und soziale Isolation.

Es gibt sogar Jugendliche, die stolz ihren Widerstand in die Kameras der öffentlich-rechtlichen Sender plärren und sich supercool und toll fühlen. Und die Interviewer lassen ihnen das ohne zu zucken sogar durchgehen…. und tragen so dazu bei, dass dieses asoziale und egoistische Treiben als „Recht der Jugend“ wohlgefällig entschuldigt wird.

Da fällt mir nicht mehr viel dazu ein… Es werden Corona-Partys gefeiert, als gäbe es keinerlei Gefahr.

So wird wohl auch in ganz  Deutschland, wie bereits in Bayern,  bald die allgemeine Ausgangssperre verhängt.

Ach ja…. deutsche Touristen sind weltweit von Schutzmaßnahmen betroffen… sie werden ausgewiesen und sind darauf angewiesen, in einer beispiellosen Rückholaktion mit gecharterten Maschinen aus ihren Urlaubsgebieten ausgeflogen zu werden, weil die meisten Airlines Deutschland nicht mehr anfliegen.  Über 100000 Personen sind davon betroffen.

Das Robert Koch Institut veröffentlichte heute diese Stellungnahme:

Covid-19
Coronavirus-Krise hat laut RKI-Chef „unvorstellbares Ausmaß“ angenommen
Angesichts der weiter schnell steigenden Zahl der Corona-Fälle zeigt sich der Chef des Robert-Koch-Instituts alarmiert.
Die Krise habe ein Ausmaß angenommen, das er sich selbst nie habe vorstellen können, sagte Wieler in Berlin. Die Krankenhäuser müssten jetzt vorbereitet sein. Die Zahl der vom RKI registrierten Corona-Fälle stieg innerhalb eines Tages von 11.000 auf rund 14.000. Die Zahl der Toten lag demnach bei 31.

Die amerikanische Johns Hopkins Universität nennt noch höhere Zahlen. RKI-Präsident Wieler sprach von einem „exponentiellen Wachstum“. Man könne die Corona-Epidemie nur verlangsamen, wenn man vor allem die Regel beachte, Abstand zu halten.

In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, dem 13. April.

 

Als ich diese Nachricht bei Facebook las, kam mir die Galle hoch.

Mein Kommentar zu diesem Artikel:

„Immer wieder mein Erstaunen, dass diesen Fachleuten offenbar verborgen blieb, was mir als Laie schon seit Anfang /Mitte Februar klar vor Augen lag.
Ich verstehe nicht dass man nicht beim ersten Bekanntwerden der Epidemie in China Notfallpläne auch für Deutschland entwarf.
Man will um 2° die Erderwärmung steuern, kriegt aber nicht mal die ausreichende Versorgung mit Schutzkleidung für die Mitarbeiter in den Kliniken hin…“

Dieses Erstaunen geht in eine große Fassungslosigkeit über, in Unverständnis, Ärger, ja sogar Wut.

Und dies noch: Der Papst betet öffentlich für die baldige Beendigung der Corona-Welle …. und wird ebenso öffentlich dafür belächelt, sogar gescholten.

Gebe Gott, dass selbst den Lästerern nicht das Lachen vergeht….

Und uns allen nicht die Hoffnung auf Gesundung und das Ende der Krise.

HERR erbarme dich.


Nachtrag

Gerade in der Sondersendung des ZDF: Die Ministerpräsidentin des Bundeslandes Rheinland-Pfalz lamentiert darüber, dass Bayern mit der Ausgangssperre vorgeprescht sei, man habe sich doch bei der Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt, eine gemeinsame Entscheidung zu treffen….

W A N N   hätte das denn passieren sollen?

Es entsetzt mich einmal mehr, wie in diesem Land regiert wird und wie geradezu eifersüchtig die Politeliten  auf ihr Prestige achten – und das in einer Krise wie dieser.

Wir alle aber können etwas tun. Wir alle müssen etwas tun.

Darum auch hier der dringende Appell:
B L E I B T . Z U . H A U S E

IHR zumindest, die Ihr nicht zur Arbeit gehen müsst

 

 

 

 

 

 

Substitution – zur seltsamen Lage in Deutschland… 27. Februar, 2020

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Substitution

Ich habe schon einmal eine ähnliche Überschrift für einen Beitrag gewählt… damals ging es um eine Linsensuppen-Substitution https://himmelunderde.wordpress.com/2012/03/01/linsensuppensubstitution/ .

Heute wollte ich mir mit dem Posten eines Suppenrezeptes eine kleine Ablenkung verschaffen, um von den merkwürdigen Zuständen in Deutschland  Abstand zu gewinnen.
Abstand zu der von mir wahrgenommenen Gemengelage hierzulande, dazu gehören – in Stichworten – die seltsamen Vorgänge bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen und die nicht weniger irritierend anmutenden Reaktionen der Kanzlerin und aller rechtschaffenden – nicht zu verwechseln mit rechten – Parteien von tiefrot über rot bis grünlich, wobei „grünlich“ dafür steht, dass die Partei zwar einen frühlingsfrischen grünen Anstrich hat, aber bei näherer Betrachtung doch schon Flecken des rückwärtsgewandten Verfalls aufweisen, warum sich diese Grünen in Thüringen selbst eher vornehm zurückhalten und lieber den grünen Oberphilosophen und schriftstellernden Märchenonkel für sich reden lassen.

Ob man die FDP zu den rechtschaffenden Parteien zählen darf, ist zur Zeit noch nicht ausgemacht, hat sie es doch zugelassen, dass der als Gegenkandidat für den roten Bodo angetretenen Herrn Kemmerich auch (!) und zudem vielleicht mehr aus Versehen von den Mitgliedern der Partei gewählt wurde, die neuerdings in einem Atemzug mit Adolf und Auschwitz genannt wird, was ich persönlich für eine Relativierung der Verbrechen der Nationalsozialisten halte – und zwar für eine von der übelsten Sorte, nicht weil die besagte Partei als ein Ausbund an Freiheit und Hort der Demokratie angesehen werden kann, sondern weil man mit diesem Vergleich die Verbrechen der Nationalsozialisten klein redet und sie so zu dem „Fliegenschiss“ degradiert, den vor nicht allzu langer Zeit einer der Repräsentanten selbiger Partei für die gesamte Zeit  des Tausendjährigenreiches auszumachen glaubte. Ich halte das für eine Scheußlichkeit sondergleichen.

Die anderen Wähler des Herrn Kemmerich sind ganz offenbar in der Thüringischen CDU beheimatet. Hier macht es Sinn, die ThCDU von der Bundes-CDU zu unterscheiden, denn diese brachte  –  sofort nach dem Startschuß von der in Afrika weilenden Kanzlerin –  ihr größtes Missfallen an diesem inakzeptablen Vorgang zum Ausdruck und stellte sich konsequent hinter Frau Dr. Merkel und ihre undemokratische Forderung, das Ergebnis dieser Wahl sofort rückgängig zu machen.  Nun kann man eine Wahl nicht so mir nichts dir nichts rückgängig machen. Immerhin trat Herr Kemmerich von seinem Ministerpräsidentenposten auch aufgrund des Drängens der Bundes-FDP zurück. Nun hat das Land weder eine regierungsfähige Regierung, noch ist ein Ausweg aus dem Dilemma, der nach demokratischen Regeln zustande kommen könnte, überhaupt absehbar. Was dann allerdings ebenfalls  rückgängig gemacht wurde, war die Stellung von Frau AKK als Parteichefin und Kanzleraspirantin, Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte ihren geordneten Rückzug und den Verzicht auf alle ihre Parteiämter an, nur die Verteidigungsbereitschaft Deutschlands will sie auch weiterhin als Ministerin koordinieren (da gibt es vermutlich nur noch wenig falsch zu machen, weil alles, was je falsch laufen konnte, falsch gelaufen ist).

Nun streiten sich dreieinhalb Herren darüber, wer die Rechtschaffenheit der CDU auch in Zukunft glaubhaft nach innen und außen vertreten soll. Das „dreieinhalb“ bezieht sich nicht auf einen halben Mann, sondern auf einen halben Posten als Kanzleraspirantenkandidat, will doch Herr Spahn nicht selbst den Thron des Regierungschefs besteigen, sondern Herrn Laschett als Steigbügelhalter dienen und dafür den Vize machen. Die anderen beiden Herren, Herr Röttger und Herr Merz, haben ihrerseits schon interessante Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Frau Dr. gemacht, dem einen machte sie einst den Fraktionsvorsitz abspenstig, den anderen feuerte sie als Umweltminister. Man darf gespannt sein, welchem der Herren ihre größere Abneigung gilt und wer darum mit dem höchstmöglichen Sperrfeuer aus der Zentrale der Macht zu rechnen hat, das natürlich nach Kräften mit der geballten Kompetenz an Demagogie und Verunglimpfung einhergehen wird, die die Medien aufzuweisen haben. Im Moment scheint die Medienmeute Hatz auf, bzw. gegen Merz zu machen.

Die Thüringer Inszenierung einer Regierungskrise geriet vorübergehend in den Hintergrund der Berichtertattungen. In Hanau ereignete sich eine furchtbare Tragödie, als ein unter schwerer schizophrener Paranoia leidender Mann neun ihm fremde Menschen, seine eigene Mutter und sich selber erschoss. Der in einem sogenannten „Manifest“ des Täters anklingende,  aber keineswegs als solchen auch ursächlich hinreichend bewiesene „Rassismus“, löste eine Flut von Reaktionen aus, die alle einen gemeinsamen Schwerpunkt  bis heute aufweisen: Die rechte Partei am äußersten rechten Rand muss geächtet, vom Verfassungsschutz überwacht und am besten gleich ganz verboten werden. Zu sagen, es wäre sinnvoll zunächst einmal die polizeilichen Ermittlungen abzuwarten, gleicht schon einem Anfall von Masochismus. Es steht unumstößlich fest, dass solche Taten nur und ausschließlich im bewusstem Hass auf Fremde und Rassismus begangen werden können. Eine schwere psychische  Störung mag man allenfalls bei traumatisierten Menschen annehmen, die aus kulturfremden Ländern hierher kamen und schwere Straftaten begingen, für Menschen aus unserem allgemeinen  kulturellen Umfeld gilt das nicht.

So bleibt auch die Berichterstattung über eine weitere tragische Tat in einem seltsam-nebulösem Dunkel. In dem kleinen nordhessischen Ort Volkmarsen fuhr ein junger Mann seinen Wagen in eine fröhlich feiernde Menschmenge, die den Weg des Karnevalzuges säumte. Bisher ist von 60 Verletzen die Rede, einige von ihnen sehr schwer verletzt, unter ihnen sehr viele Kinder.

Und während  die gesamte politische Elite den Opfern und Angehörigen von Hanau unmittelbar ihr tiefstes Mitgefühl ausdrückte, es in vielen Orten Deutschlands „Demonstrationen gegen Rechts“ gab, Sondersendungen und Talkshows sich des Dramas annahmen, blieb es um Volkmarsen ziemlich still. Der Bundespräsident reiste nicht an, um an Krankenbetten sein Mitgefühl auszudrücken, auch habe ich noch nichts davon gehört, dass den Geschädigten von Volkmarsen eine Entschädigungszahlung zugesagt wurde, wie man sie den Familien der Opfer von Hanau versprach.

Aber vielleicht habe ich auch nicht mehr richtig zugehört oder nachgelesen. Irgendwann schaltet nämlich mein Selbsterhaltungstrieb auf „Abstand und Ruhe“, weil ich es einfach nicht mehr ertrage, mich mit den Ereignissen selbst, aber auch mit den Reaktionen darauf intensiver zu befassen.

Heute, „nach Hanau und Volkmarsen“, beherrschen wieder die Umtriebe der CDU-Granden die Zeitungen.

Und so ganz am Rande nimmt auch langsam die Berichterstattung über die Gefahr, die von einem in China ausgebrochenen Virus ausgeht, Fahrt auf…. allerdings will es mir scheinen, dass nicht Corona selbst  im Mittelpunkt des Interesses steht, sondern die unglückliche Figur, die der Herr Minister Spahn dabei macht, hatte er doch bei ersten vorsichtigen Meldungen die Gefahr für uns hier in Deutschland heruntergespielt, inzwischen mehren sich aber die Stimmen, die sogar eine Pandemie nicht ausschließen wollen und sorgenvoll darauf hinweisen, dass die medizinischen Einrichtungen möglicherweise auch hier bei uns nicht allzu gut darauf vorbereitet seien.

In Krisenzeiten kann eine gute Suppe durchaus über augenblickliche Sorgen hinweghelfen, hier geht es jetzt zur Suppe: Aber Achtung, sie ist nicht vegan, nicht einmal vegetarisch!

Man nehme

500 g Gehacktes halb und halb (natürlich nur vom Biobauern)

2 Stangen Porree (schön kräftig biodynamisch gewachsen)

3 große Zwiebeln

2 säuerliche Äpfel

1 Pck passierte Tomaten (500 g)

200ml Sahne

1 gehäuften El Rosenpaprika

Salz und Pfeffer nach Geschmack

1El Zucker-Zimt-Gemisch

1 Bechertasse Basmatireis

Zubereitung:

Porree sehr gründlich waschen, die äußeren Blätter entfernen, das dunkle Grün abschneiden, die Porreestangen der Länge nach halbieren und in  in sehr feine Halbringe schneiden.

Die Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden

Die Äpfel schälen und grob raffeln

Den Basmatireis in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen und mit der doppelten Menge Wasser und einem Teelöffel Salz in einem hohen und großem Topf zum Kochen bringen, auf die kleinste Energiezufuhr schalten und den Reis ausquellen lassen.

Das Gehackte in einer Pfanne mit hohem Rand gut anbraten, danach die Zwiebeln hinzufügen und glasig werden lassen, beide Zutaten gut vermischen, die geraffelten Äpfel auf die Hackfleisch-Zwiebel-Mischung geben und die Zucker-Zimt-Mischung  darüber streuen und unterheben. Danach den Porree hinzufügen.  Alles gut vermischen und mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika würzen,  einige Minuten leicht köcheln lassen.

Die passierten Tomaten zu dem ausgequollenem Reis geben und gut verrühren, anschließend den Pfanneninhalt zu dem Reis geben, alles gut vermischen,  gekochtes Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist  und mit Sahne verfeinern.

Ich habe noch eine Handvoll eingeweichter Rosinen zugegeben, das ist aber  nicht jedermanns Geschmack. Mir schmeckt das allerdings sehr gut…

 

 

 

Das Motiv ist klar…. oder vielleicht doch nicht? 20. Februar, 2020

Posted by Rika in attentat, aus meinem kramladen, gesellschaft, mord, politik, presse, terrorismus.
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Das Bekennerschreiben weise auf mögliche rechtsradikale Motive hin, sagte die Stimme aus dem Off beim HR.
Und der Tagesschausprecher sagt soeben, die Bundesanwaltschaft gehe von einer zutiefst rassistischen Gesinnung aus.

Wie sollte man es auch anders darstellen. Alle Videobotschaften und schriftlichen Bekenntnissen des Täters  scheinen auf eben diese Einstellungen hinzudeuten.

„Und dennoch“ sage ich sehr entschieden.

Dennoch wäre es doch an der Ordnung gewesen, zunächst einmal sorgfältig zu prüfen, ob diese Einstellung ursächlich für die „kruden Ideen“ sind, die sein Text aufweist, oder ob nicht eine massive Störung seiner Persönlichkeit ihn immer tiefer in die (durch ihn selbst dokumentierte)  Wahnwelt trieben, der zu entkommen vielleicht nur durch das Morden und die anschließende Selbsttötung möglich war.

Haben sich Psychiater mit den Texten und der Videobotschaft beschäftigt? Kamen sie zu Wort in diesem öffentlich ausgetragenen Tribunal der Verlautbarungen und Verurteilungen?

Die Tat ist schrecklich, das ist gar keine Frage.

Mein Mitgefühl gilt den verwundeten Opfern und den Angehörigen der Getöteten.

Aber mein Mitgefühl gilt auch dem Täter, wohl gemerkt, diesem von seiner Paranoia getriebenem Menschen, der zur Waffe griff und zehn Menschen und sich selbst tötete.
Warum?
Mir geht es wie nach dem Amoklauf von Winnenden, wie nach dem am Erfurter Gymnasium: Menschen kommen nicht so einfach mir nichts dir nichts auf die Idee, andere zu töten. Am Anfang steht doch zumeist eine tiefe Kränkung des eigenen Selbstwerts, hervorgerufen durch andere Menschen oder aber, wie in diesem Fall anzunehmen ist, die bereits erkennbare Fehlentwicklung in der Pesönlichkeit, unabhängig von dem realen Verhalten der nächsten Bezugspersonen und der Umwelt.

Ich kann natürlich nicht darüber urteilen wie es im Fall des Tobias R. tatsächlich gewesen sein mag, aber ich habe den von ihm verfassten Text gelesen und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieser Mensch im Vollbesitz seiner geistigen und psychischen Kräfte gewesen sein konnte.  Wie sehr er darüber hinaus negativen Einflüssen durch andere ausgesetzt gewesen sein mag, das festzustellen, ist nun Sache der ermittelnden Behörde.

Ich schreibe diese Stellungnahme, weil ich es unerträglich finde, wie der Schrecken dieser Tat sofort umgesetzt wird in politische Münze und nahezu alle Kommentare, die ich bisher hörte oder las, so sicher davon ausgehen, dass der Mann ein hasserfüllter Rassist mit extrem rechter Gesinnung gewesen sei.

Seinem Manifest nach zu urteilen, war er aber ein Mensch, der hoffnungslos von seinem unheilvollen Wahn, seiner Psychose geknechtet wurde, dies wird in seinem Text überaus deutlich.

Den Text seines Bekenntnisses kann man unter diesem Link finden.

Dieses „Manifest“ liest sich wie eine horrorvolle Eigenauskunft über die Entwicklung, die Tobias R. zu dem Mann werden ließ, der zu einer Waffe greift, um in seinem Wahn die Welt vor Übeltätern zu retten und so selber zum Mörder unschuldiger Menschen wird.

Der Blog ScienceFiles nimmt sich des Manifests kommentierend an. Ich gebe hier nur die Einleitung im Wortlaut wieder:

Wir geben im Folgenden die wesentlichen Inhalte des Manifests, das der Hanauer-Attentäter, Tobias Rathjen, quasi als sein Vermächtnis hinterlassen hat, wieder. Es ist nach unserer Ansicht wichtig, den Inhalt dieses Manifests einer großen Leserzahl zugänglich zu machen, um der politischen Instrumentalisierung des Attentäters entgegen zu wirken.

Hier die wichtigsten Punkte als Zusammenfassung vorweg:
Der Attentäter aus Hanau heißt Tobias Rathjen.
Er ist 1977 geboren und war zum Zeitpunkt seines Todes demnach 42 Jahre alt.
Rathjen hat wohl eine Lehre als Bankkaufmann und ein Studium der BWL absolviert (bzw. begonnen).
Sein Manifest ist das Dokument eines paranoiden Psychopathen, von dem man sich fragen muss, wie er so lange unter Anderen leben konnte, ohne eingeliefert zu werden.
Er ist überzeugt, vom Geheimdienst überwacht zu werden und hält sich für ein “Genie”, weshalb er u.a. eine Strategie für die USA und eine für den DFB entwickelt hat.
Rathjen ist xenophob, seine Xenophobie ist jedoch eine abgeleitete Xenophobie: Wie die Klimahysteriker, so denkt auch Rathjen, dass die Menschheit vor der Katastrophe gerettet werden muss – nicht wegen der Globalen Erwärmung, sondern weil sie nach seiner Ansicht unausweichlich zur Zukunft der Erde gehört.
Die Rettung kann nach seiner Ansicht nur von Völkern kommen, die sich durch Ideen hervorgetan haben. Das schließt eine breite Gruppe von Völkern aus, die nach seiner Ansicht nicht nur keine Ideen produzieren, sondern sich destruktiv auf die Menschheit auswirken und somit die Rettung derselben gefährden. Deshalb müssen diese Völker nach seiner Ansicht eliminiert werden.
Rathjen ist nicht in der Lage, Individuen in Rechnung zu stellen, er ist Kollektivist und kann nur in Gruppen denken. Nicht einmal seine eigene Person kann er unabhängig von einer Gruppe definieren. Er ist mit dem Versuch, eine personale Identität zu entwickeln, gescheitert.
Die interessante Frage, die sich mit Rathjen verbindet, ist nicht, ob er Fremdenfeind war oder nicht. Er war ein Fremdenfeind. Die interessante Frage ist, warum er übergeschnappt ist, denn das paranoide Überzeugungssystem, das er sich zugelegt hat, ist nichts, was ihm alleine zueigen wäre. Paranoide Überzeugungssysteme sind heute weitverbreitet: Klimahysteriker, die die Welt in 10 Jahren untergehen sehen, haben ein paranoides Überzeugungssystem. Linke Gewalttäter, die gegen Unternehmen oder Privatpersonen vorgehen, weil diese als Agent des Kapitals angesehen werden, haben ein paranoides Überzeugungssystem. Die Frage ist, warum wird Rathjen, der ansonsten in keiner Weise bemerkenswert ist, zum Amokläufer? Die Antwort auf diese Frage ist eine gesellschaftliche und keine, die man in Deutschland hören will.

(Hervorhebungvon mir)

Elf Menschen hat der Attentäter von Hanau ermordet und ein Manifest hinterlassen, das ihn als einen kranken, einen paranoiden Psychopathen ausweist. Man muss seine Tat also vor dem Hintergrund seines Wahnsinns sehen.
Wir haben das Manifest gelesen und geben unseren Lesern eine Zusammenfassung der nach unserer Ansicht wichtigsten Stellen.
Das Manifest ist 24 Seiten lang und enthält schon auf Seite 3 die folgende Passage, die das Leben des Attentäters nach seiner Ansicht geprägt hat. Er sei, so schreibt er, 3, 5 oder 11 Tage alt gewesen als sich Folgendes ereignet habe:

Tobias Rathjen
“Parallel zu diesen ersten Eindrücken vernahm ich eine Stimme in meinem Geist, der nun zum ersten Mal einsetzte, die allerdings nicht freundlich war und lautete: „Oh, das ist ja blöd, ich bin in die Falle gegangen“. Ich erwiderte auf diese Frauenstimme unmittelbar mit „Nein“ und schlief kurz darauf wieder ein.”
Dieser Eindruck, der sich im Gehirn des damals maximal Elftägigen nach seiner eigenen Aussage eingegraben hat, ist eingebettet in eine Rahmengeschichte, die auf der Überzeugung gründet, dass tausende Bürger in Deutschland von einem Geheimdienst überwacht werden.

Ich empfehle dringend, sowohl das von mir verlinkte Original, als auch die von ScienceFiles vorgenommenen Erklärungen und Anmerkungen zu lesen.

Aufgrund des Originaltextes kann ich den Täter NICHT für einen Rechtsextremen halten, der lediglich seinem infernalischen und rassistischen  Fremdenhass folgt, wie allzu leichtfertig von vielen politischen Stimmen und den berichtenden Medien zu erfahren ist.

Wir müssen aber Menschen wie Tobias Rathjen sehr ernst nehmen, sie sind in ihrem Wahn unberechenbar und gefährlich.

Und sicher ist die Frage berechtigt, die die Autoren von ScienceFiles am Ende ihres Beitrag stellen, wie es sein kann, dass niemand zuvor den Wahn erkannt habe.

 

Auf gar keinen Fall darf aber dieses schreckliche Verbrechen dazu führen, das, was wir Freiheit nennen, in der vermeintlich dringend gebotenen  Abwehr des Bösen immer weiter  zu beschränken.
Es könnte sich als größter Fehler unserer demokratischen Gesellschaft herausstellen.

Ich hoffe sehr, dass dieser schreckliche Fall trotz allem dazu beiträgt, neben dem üblichen Einteilen in Rechts und Links auch noch zu differenzierter Wahrnehmung fähig zu sein und auch zu kommen.

NACHTRAG am 21.Februar
Prof. Dr. Meins nimmt bei Achgut Stellung zu „Hanau“
https://www.achgut.com/artikel/der_taeter_von_hanau_eine_diagnose

Aus dem Text zitiert:
„Aber dass es hier sich wiederum um einen Täter handelt, der unter dem Einfluss von wahnhaftem Erleben – oder wie es formal heißt: einer krankhaften seelischen Störung – stand und deswegen unfähig war, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, sollte zumindest dem psychiatrisch etwas Vorgebildeten bereits nach kurzer Lektüre des wirren Manifests des Täters klar sein. Da gibt es auch aus der Ferne kein Vertun.
Und dementsprechend ist es schlicht Unsinn, zu behaupten, der Täter habe aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt oder – wie der Generalbundesanwalt meint – habe eine „zutiefst rassistische Gesinnung“. Welche Gesinnung der Täter tatsächlich hatte, muss gegenwärtig offen bleiben. Denn dazu muss in Erfahrung gebracht werden, wie dessen Einstellungen und Überzeugungen zu Zeiten waren, wo Denken, Fühlen und Handeln noch nicht unter dem Einfluss seiner krankhaften seelischen Störung standen. Das Manifest des Täters ist deshalb völlig ungeeignet, um auch nur halbwegs sichere Informationen über die „eigentliche“ – die nicht krankhaft bedingte – Gesinnung zu erlangen. Die bisher bekannten Einlassungen von Mitgliedern seines Sportschützenvereins ergeben keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Gesinnung. Aber diese Frage kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der mageren Quellenlage noch nicht abschließend beantwortet werden.“

und weiter:
„Auch wenn der Täter von Hanau aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage war, das Unrecht seiner Tat einzusehen, bleibt es eine furchtbare Tat. Wenn Mainstream-Politiker und -Medien sowie neuerdings auch der Generalbundesanwalt diese Tat als Ausdruck einer rassistischen oder fremdenfeindlichen Gesinnung bezeichnen, dann folgen sie bloß ihren niederen politischen Instinkten und ihrem Kalkül – wie es sich in den letzten Jahren eben so eingeschliffen hat.“

Ramelow hat einen Plan…. 13. Februar, 2020

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Bodo Ramelow hat einen Plan.

Darin verspricht er hoch und heilig, nach seiner –  nur mit einem taktischen Wahlmanöver zu erreichenden  –  Wiederwahl zum Thüringischen Ministerpräsidenten umgehend den Landtag aufzulösen, um durch Neuwahlen die „richtige“ Regierung Thüringens ermitteln zu können.

Ich bin gestern einer Empfehlung des liebsten Gatten gefolgt und habe „Maischberger“ gesehen, was ich schon seit Jahren nicht mehr mache. Über die Qualität der Sendung, über die geladenen Experten – Politiker wie Journalisten – will ich mich hier nicht äußern, wohl aber über die Show des Bodo Ramelow, der sich gewaltig ins Zeug legte und alle Register zog, um die versammelte Fernsehgemeinde davon zu überzeugen, dass mit ihm ein nicht nur ehrenwerter Mann die Verantwortung in Thüringen übernehmen würde, sondern er selbst, Bodo Ramelow, die einzig machbare Lösung des Problems herbeiführen könne, wollte man nur seinem Plan folgen. Der Plan sieht vor – siehe oben – ihn mit Hilfe der benötigten  Stimmen der anwesenden Abgeordneten der CDU direkt im ersten Wahlgang zu wählen, oder durch Abwesenheit der entsprechenden Anzahl von Abgeordneten der CDU im dritten Wahlgang die einfache Mehrheit für Ramelow zu sichern.  Letzteres Szenario wurde in der Bildzeitung offenbar als „Klo-Deal“ verhandelt und so dargestellt, als habe es eine entsprechende Vereinbarung darüber  mit der CDU bereits gegeben. Diese Vereinbarung wird jedoch von Herrn Ramelow heftig bestritten.

Auf Maischbergers vorsichtig vorgetragenen Vorschlag, selbst auf die Kandidatur zu verzichten, um so den beschriebenen Weg zu Neuwahlen zu ermöglichen, geht Ramelow mit einer emotional vorgetragenen „Wahlkampfrede“ ein, in der er nochmals seine Bemühungen im Vorfeld der Wahl des Ministerpräsidenten in der vergangenen Woche aufführt und vehement die Vorstellung zurückweist, eine andere Person als er – der doch von den Bürgern Thüringens zum  Ministerpräsidenten erkoren sei, weil RRG den höchsten Stimmenanteil errungen habe – solle nun zum MP auf Abruf gewählt werden.

Und an dieser Stelle setzt mein Nachfragen ein.

Wenn, lieber  Herr Ramelow, es ihnen so ernst ist mit der Strategie, den Landtag aufzulösen um Neuwahlen zu ermöglichen, warum überlassen sie dann dieses nicht ungeschickte Manöver nicht einer „neutralen“ Person, die nicht dermaßen viel an Widerspruch bei den Parteien CDU und FDP hervorruft, wie sie? Warum nicht einen x-beliebigen Abgeordneten der Linken Nachfolgepartei der Mauerschützengesellschaft aufbieten oder besser noch einen Abgeordneten der  SPD – immerhin regiert die CDU in Berlin mit der SPD, das dürfte auch in Thüringen weniger Widerstand hervorrufen –   und das Prozedere dann genau so wie geplant durchführen? Ihre ebenso heftig wie emotional geführten Auslassungen zu dieser Strategie machen mir jedenfalls deutlich, dass ihr Plan nur mit äußerster Vorsicht zu behandeln ist.

Ich empfand es widerwärtig und verlogen, als sie auf die Frage, was ihnen bei der Wahl Kemmerichs durch den Kopf gegangen sei, antworteten, sie hätten in dem Moment daran gedacht, wie nur eine Woche zuvor der Opfer des Nationalsozialismus in Buchenwald gedacht worden sei und nun sei Herr Kemmerich von den Nachfolgern der Nazi-Mordgesellen gewählt worden.

Das, Herr Ramelow, nehme ich ihnen nicht ab.

Hätten sie ehrlich gesagt, ‚ich fand das Schei–e und mir war zum Heulen‘, hätte es wirklich jeder verstehen können, sogar ich, die ich ihnen nur wenig Sympathien entgegen bringe. Aber jetzt, eine Woche später, sich mit dieser Behauptung  als antifaschistischer Saubermann zu präsentieren, das nehme ich ihnen übel. Das war eine Showeinlage für die Galerie, die Selbstdarstellung eines von sich durch und durch überzeugten Mannes, der sich auf der richtigen Seite der Geschichte sieht, dabei aber beide Augen fest zukneift, wenn es um die Geschichte geht, die noch nicht so lange zurück liegt wie die des Tausendjährigenreiches, einer Geschichte von Bespitzelung, Verfolgung, Unterdrückung, Freiheitsberaubung und Ermordung derjenigen die dem Teil Deutschlands den Rücken kehren wollten, in dem ihr schöner Freistaat Thüringen liegt. Es war die Show eines Mannes der sich weigert, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Immerhin ließen sie sich zu der Bemerkung herab, in der DDR habe es auch Unrecht gegeben… Sollte das ein Friedensangebot an alle diejenigen sein, die noch vor Jahren der Losung gefolgt sind „Freiheit statt Sozialismus“, die es der SPD-Führung damals sehr übel nahmen, auch nur den kleinsten Schritt zu tun, der einer staatlichen Anerkennung der DDR gleichkommen würde?

Ich glaube ihnen kein Wort. Und schon gar nicht haben sie mich mit dieser Show davon überzeugt, nach ihrer Wahl wirklich den Landtag auflösen zu wollen.

Welche Garantie bieten sie an? Ein Schriftstück mit entsprechender Formulierung? Hätte das juristisch Bestand?

Ihr Ehrenwort?

In der Politik auf das Ehrenwort von Politikern zu vertrauen, käme der Geschichte vom Wolf und den sieben Geißlein gleich.

 

Trump hat einen Plan und das ZDF die „richtige“ Meinung 29. Januar, 2020

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Gestern lief im ZDF der sehr bemerkenswerter Film mit dem Titel „Ein Tag in Auschwitz„.

Anhand eines Fotoalbums, das von dem „Fotographen in Auschwitz“ eigens zur Dokumentation der „tadellosen Abwicklung“ eines Transportes  (hier ungarischer Juden)  angelegt war, wurden die Stationen nachgezeichnet, die die Unglücklichen bis zu ihrem Ende durchlaufen mussten. Die Ankunft in Auschwitz – Birkenau, der „Empfang“ an der Rampe, die Einteilung der Menschen in die Gruppen, die sofort der Gaskammer zugeführt wurden und die, die in das Arbeitslager kamen. Der Historiker, der die Dokumentation weitgehend erstellt hat, gibt die sachliche Auskunft, dass zwischen 70 und 80 % der Menschen eines jeden Transports sofort zu den Gaskammern und in die Vernichtung geführt wurden.

Zeitzeugen kommen zu Wort. Überlebende der Shoah.

Der Film ist ein ruhiges, unaufgeregtes und darum umso eindrücklicheres Zeugnis des Verbrechens, das Deutsche an den europäischen Juden verübt haben. Die Bilder sprechen für sich, die Zeugen reden klar, ohne Pathos, aber mit mühsam gefundenen Worten für etwas, was sich eigentlich gar nicht in Worte fassen lässt.

Unmittelbar nach dem Ende des Films – natürlich wie immer – das nächste  Programm.

Das nächste Programm sind die „heute“-Nachrichten mit Claus Kleber.

Die Anmoderation ist für mich ein Schock. Mit ätzender Stimme und kaum verhohlener Verachtung „ordnet Herr Kleber ein“, wie er seine Aufgabe beim ZDF in routinierter Selbstdarstellung beschreibt. Es geht um den Friedensplan, den der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorlegt.

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht mehr mitbekommen habe, was Donald Trump im Einzelnen vorgesehen hat. Ich höre die kommentierenden Worte Claus Klebers und mir wird schlecht.

Wie kann man nur, denke ich, nach so einem Film zum Holocaust die Nachrichtensendung mit einem derartigen Introitus beginnen? Es ist mir, als sei die Zeit stehen geblieben und wir seien wieder in der Zeit des Tausendjährigen Reiches und jemand würde mit empörter Stimme das Unrecht anprangern, das die Juden angeblich über diese Welt gebracht haben.  Die Sympathie des Herrn Kleber,  seine alleinige Sorge gilt nicht etwa den unter dem palarbischen Terror leidenden Israelis, nein, sie gilt  den Tätern, den „Palästinensern“, die um ihr Land gebracht werden sollen, denen Trump mit seinem Friedensplan so übel mitgespielt habe.

Als Nicola Albrecht zugeschaltet wird, ist mir so  schlecht, dass ich das Zimmer verlassen muss, in dem der Liebste dem Fortgang der Nachrichtensendung folgt.

Ich kann mir diese antiisraelische Propaganda im Staatsfernsehen einfach nicht mehr zumuten, schon gar nicht in diesen Tagen, in denen deutsche Politiker  vollmundig und äußerst medienwirksam der toten Juden gedenken und irgendetwas von „Nie wieder“ von sich geben, aber gleichzeitig den Mördern und den von der Vernichtung der heute lebenden Juden träumenden Politkern  die Hand schütteln und ihnen zusichern, alles für ihr Wohlergehen zu unternehmen.

Es ist  (beinahe nur*) eine einzige widerliche Show der „Guten Deutschen“, die aus dem Holocaust vor allen Dingen gelernt haben, dass es auf eine perfekte Performance der politischen Meinung ankommt. Das gilt für die Selbstdarsteller im Politikzirkus ebenso wie für die Meinungsmacher in den öffentlich-rechtlichen und allen Medien  darüber hinaus.

ZDF  = Zentrale Deutsche Fehlinformation. Die ARD steht dem ZDF allerdings in nichts nach.

 

Gerd Buurmann hat in seinem Blog dazu so Stellung genommen: „Die volle neue Einseitigkeit

 

 


* beinahe nur – Ich will denen nicht Unrecht tun, die aus tiefem Herzen das Grauen der Shoah beklagen.

 

Der Film „Ein Tag in Auschwitz“ ist mit begleitendem Material auch für den Unterricht an Schulen vorgesehen.

 

 

 

„Ich will, dass das sofort geschieht!“ 21. Januar, 2020

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„Ich will, dass das sofort geschieht!“ sprach die junge Greta vor den Wirtschaftsfachleuten und Politikern in Davos.   ( „An die Zuhörer, die „wichtigsten Führer der Weltwirtschaft“ gerichtet, fordert sie, dass unter anderem sofort alle Investitionen in die Gewinnung fossiler Brennstoffe gestoppt werden. „Wir wollen nicht, dass diese Dinge bis 2050, 2030 oder selbst 2021 erledigt werden. Wir wollen, dass das jetzt geschieht. (Quelle))

Wie ein bockiges kleines Mädchen, das mit seiner Mutter an der Supermarktkasse steht mit den Füssen aufstampft und zornig verlangt, sofort die Gummibärchen zu bekommen, steht Greta da und stellt ihre Forderungen. Die Mutter an der Supermarktkasse ist aber gerade mit der Abwicklung des Einkaufs beschäftigt. Ihr „warte bitte, bis wir zu Hause sind!“ beruhigt das Mädchen aber genauso wenig, wie es Greta gelang, sich zu beruhigen und die Panik zugunsten eines ruhigen Nachdenkens hinter sich zu lassen.

Bei ruhigem Nachdenken hätte die junge Aktivistin, als die sie immer bezeichnet wird, doch auf die Idee kommen können, dass solche gewaltigen Umstellungen in der Energieversorgung, der Wirtschaft, ja sogar in den privaten Haushalten keine „jetzt auf gleich Veranstaltung“ sein kann, dass ein planloses Vorgehen nichts als Chaos hervorbringen würde.

Man kann moderne Volkwirtschaften nicht von heute auf morgen zu einem gänzlich anderen Wirtschaften und Verhalten zwingen, weil wir es nämlich selbst sind, die diesen plötzlichen Umschwung gar nicht leisten könnten, selbst wenn wie es wollten nicht. Wir können nicht alle CO2-Emissionen jetzt und sofort zurückfahren, weder die, die bei der Stromerzeugung notwendigerweise entstehen, noch die, die wir unserer Mobilität gemäß emittieren.

Wir können nicht auf die sichere Energieversorgung durch Kraftwerke verzichten, noch auf die Energie, mit der wir unsere Wohnungen heizen oder unsere Kraftfahrzeuge bewegen, weil unsere Lebensgewohnheiten es bei aller Liebe  nicht hergeben. Millionen Menschen hängen bei ihren täglichen Verrichtungen vom frühen Morgen bis in den späten Abend von  Energie ab, sei es für den morgendlichen Kaffee, die Fahrt zum Arbeitsplatz  oder die Beschäftigung am Feierabend, sei es für die Wärme und Beleuchtung in der Wohnung oder in den Schulen, Krankenhäusern, Fabriken, Büros und  Geschäften. Wir leben in Deutschland in einer Klimazone die es notwendig macht, von Oktober bis Mai  die Innenräume zu heizen. Arbeitgeber fordern eine hohe Mobilität von den Arbeitnehmern, denn nicht jede Wohnung liegt direkt neben dem Arbeitsplatz. Die meisten Arbeitsplätze sind an Werkzeuge und Geräte gebunden, die ohne Strom nicht funktioniere können. Wir selbst sind an warmes Essen gewohnt, an saubere Kleidung, an warmes Wasser zur Körperpflege, an zumindest wöchentliches Duschen, an den Gebrauch von Haushaltsgeräten aller Art – wer benutzt heutzutage keinen Mixer, um Teig zu rühren oder Sahne zu schlagen, in meiner Kindheit war das noch reine Handarbeit -, wer möchte auf Fernsehen, Radio, Computer, Handy oder Smartphone zugunsten des Klimas verzichten? Wem genügen die heimischen Produkte für die Mahlzeiten – also Obst und Gemüse aus regionalem Anbau und ohne den Einsatz von Gewächshäusern? Verzicht auf Kaffee, Tee, Tabak, Schokolade, Erdnüsse, Sojasprossen, Ananas, Orangen, Mandarinen, Tomaten, Paprika und Papaya? Alle diese Dinge müssen aber irgendwie befördert werden, mit Flugzeugen, Schiffen, Zügen, LKWs von den Erzeugern zu den Verbrauchern.

Es ist eine Utopie, den Verzicht SOFORT einzufordern. Selbst Gretas Bahnfahrten erfordern Energie….

Natürlich ist ein Umdenken auch und gerade im Bereich unseres Konsums notwendig. Müssen wir jede neue Mode mitmachen, jeden Monat oder mehrmals im Jahr neue Klamotten anschaffen? Brauchen die Kinder wirklich soviel Spielzeug und muss man unbedingt immer wieder neue elektronische Spielereien für Erwachsene kaufen? Muss man unbedingt alle 6 Wochen zum Friseur oder die neuesten Kosmetikprodukte erwerben, in Fitnessbuden rennen, jeden Schnickschnack und jede neue Masche mitmachen? Brauch man neben der Tageszeitung noch diverse Magazine? Alle paar Jahre neue Möbel, Computer, Fernseher in XXL-Größe?

„Ich will, dass das sofort geschieht!“ richtet sich eben nicht nur an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft. Jeder von uns ist damit gemeint. Ausnahmslos jeder.

Und jeder von uns mag überlegen, was er SOFORT  aufgeben will, was er ohne Not aufgeben kann, welche Umstellung SOFORT möglich ist und welche eine längere Planungsphase benötigt, um nicht im Chaos oder einer Katastrophe zu enden.

Ich fürchte nicht erst seit heute, dass wir mit SOFORT genau die Katastrophe herbei führen, vor der Greta solch unvorstellbar große Angst hat und Angst schürt. In der guten Absicht den Planeten zu retten, könnten wir nämlich allzu leicht unsere Zivilisation zerstören.

Das, was wir Zivilisation nennen, ist doch nur eine äußerst zerbrechliche Hülle über der unbändigen Natur  –  und damit meine ich vor allem die Natur des Menschen….

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Auf das Problem einer sicheren Energieversorgung durch die sogenannten Erneuerbaren will ich hier nicht eingehen, nur zum xten Mal darauf hinweisen, dass Windkraft und Sonne uns nicht in dem von uns bisher  gewohnten Maß versorgen werden, wenn Kohle, Gas und Atom ihr Werk bei uns nicht mehr verrichten werden und auch die Nachbarn nicht mehr großzügig ihre Produkte zur Verfügung stellen, bzw. teuer verkaufen.