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Unangemessene Fragen….? 28. August, 2015

Posted by Rika in araber, asyl, einwanderung, flüchtlinge, gesellschaft, politik.
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Ist es Hass?

Wenn man in diesen Tagen die Zeitungen oder Magazine liest, schlägt einem immer wieder ein Wort entgegen:

HASS    –     Hass, vor allem  in Kombination mit Ausländer oder Fremden.

Fremdenhass ist der am häufigsten gemachte Vorwurf gegenüber denjenigen,  die nicht in das geforderte „Willkommen, willkommen!“ einstimmen mögen und das auch mehr oder weniger klar zum Ausdruck bringen. Und, nein, damit meine ich nicht die Brandstifter und Steinewerfer,  sondern diejenigen, die es wagen, ihre Skepsis zu artikulieren. Skepsis, darüber nämlich, ob und wie es gelingen kann, den Zustrom der „Flüchtlinge“ sinnvoll zu verteilen, den Menschen Wohnung, Nahrung und Arbeit zu bieten und sie in die Gesellschaft zu integrieren  bzw. sie wieder  „abzuschieben – wohin auch immer. Die Fragen danach sind doch ganz offenbar nicht erwünscht, „man“  scheint zu  befürchten, dass sie den „Ausländerhass“ befördern. Aber sind sie nicht dringend geboten? Ich möchte doch wissen, was wie wo warum erörtert und angeordnet wird. Aber wenn schon mein Nachfragen als „feindlich“ eingestuft, meine Skepsis als „Hass“ gewertet wird, verschieben sich damit nicht alle Werte?

Wenn Sigmar Gabriel von „Pack“ spricht, das seiner Meinung nach nicht zu Deutschland gehöre, hat er ganz sicher (zunächst) alle diejenigen auf seiner Seite, die mit Entsetzen und Abscheu auf die dramatischen Gewaltexzesse reagieren, die sich vor Notunterkünften für Flüchtlinge abspielen. Es geht in der Tat nicht an, dass Flüchtlinge, die hier – aus welchen Gründen auch immer – Zuflucht suchen, mit roher Gewalt konfrontiert werden durch die, die damit nicht einverstanden sind. Aber gehören diese ideologisch verblendeten Gewalttäter nicht auch zu „uns“?  Was haben wir, was hat „die Gesellschaft“ denn getan, um einer demokratie- und gesellschaftsfeindlichen Gesinnung entgegen zu treten – vor Jahren schon, als erkennbar wurde, dass die Leute ein wenig anders ticken, als wir es so gerne hätten?

Haben wir – „die Gesellschaft“ –  nicht auf ganzer Linie versagt, wenn Leute  „Ausländer raus“ vor Flüchtlingsunterkünften brüllen oder „Jude, Jude, feiges Schwein“ in den Straßen Berlins skandieren?

Wie und wann  reagieren wir auf Gewaltausbrüche?

Was tun wir gegen Menschen die meinen, Autos abzufackeln sei eine irgendwie legitime Form des politischen Protests? Und was unternehmen wir gegen diejenigen, die Polizisten als „Bullen“ titulieren und mit aggressiver Lust gegen die bürgerliche Ordnung und deren Hüter vorgehen? Wie reagieren wir auf (zumeist) junge Männer , die ein Fußballspiel zum Anlass nehmen für Gewaltorgien gegen „die anderen“ Fans, die auf den Straßen Unheil anrichten und ganze Zugabteile zerlegen?

Gewalt als Ausdruck des eigenen Unwillens gegenüber einem gesellschaftlich verabredeten  Konsenz oder der rechtlich verbrieften Ordnung wird doch nicht in jedem Fall deutlich von „der Politik“ verurteilt. Es finden sich immer und in jeder Partei Leute, die mit „Verständnis“  auf Verhaltensweisen reagieren, die eigentlich nicht akzeptabel sind. Das gilt sowohl für die „Ausländer-raus-Brüller“, wie für diejenigen, die gegen Israel  lauthals Todesdrohungen ausstoßen oder  die vergleichsweise  „harmlosen“ Fußballfans, die Züge zertrümmern.

Wenn sehr verschämt in den Medien darüber berichtet wird, dass es in deutschen Grossstädten „no-go-areas“ gibt, in die selbst Polizisten nur in Mannschaftsstärke gehen möchten, wenn man liest, dass arabische Clans mafiaähnliche Strukturen geschaffen haben und über ganze Stadtteile herrschen, wenn am deutschen Recht vorbei muslimische „Friedensrichter“ Recht sprechen und dabei nach Sharia-Recht urteilen, ist es dann „Hass“, wenn man mit Skepsis auf ein „noch mehr“ an arabisch-muslimischen Zuwanderern reagiert? Würde Herr Gabriel die für die no-go-areas Verantwortlichen  auch als  „Pack“ bezeichnen und würden „man“ ihm darin auch zustimmen?

Wenn Frau Merkel sehr deutlich sagt, dass es kein Recht auf die Verletzung der Würde anderer gebe, gilt das dann wirklich für alle Menschen, die in Deutschland leben?

Und darf man diese Fragen stellen OHNE als rassistisch und fremdenhassend gebrandtmarkt zu werden?

Den Flüchtlingen muss jetzt schnell und unbürokratisch geholfen werden. Aber ebenso schnell müssen Konzepte und Regeln erstellt werden, die die Einwanderung nach Deutschland regeln, denn das ist es doch, was wir derzeit – und vermutlich auch in Zukunft – erleben und bewältigen müssen. Und zwar vollkommen unabhängig vom geltenden Asylrecht.

Unsere Gesellschaft wird sich verändern, aber wir sollten regeln wie!

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