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Holz … Holz …. Holz! 29. Oktober, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Als wir vor 11 Jahren das kleine Blockhaus auf der Wiese hinter dem Deich bauten, verzichteten wir auf einen Anschluss an das Gasnetz und vertrauten ganz darauf, das Häuschen mit einem leistungsstarken Kaminofen auch im strengsten Winter warmhalten zu können. Bisher ging die Rechnung immer auf. Holz oder Holzbriketts für „normale“ Wintertemperaturen, Braunkohle und auch Steinkohle für eisige Tage sorgen dafür, dass das Wiesenhaus bei allen Wetterlagen schön warm ist.

Doch in diesem Sommer kamen wir des Brennholzes wegen zum ersten Mal in leichte Schwierigkeiten.

Mit der Energie-, bzw. Gaskrise, die durch den Ukraine-Krieg Russlands ausgelöst wurde, kamen plötzlich sehr viele Leute auf die Idee, den Kamin oder Kaminofen nun tatsächlich in Betrieb nehmen zu wollen, der bisher allenfalls an besonderen Tagen der Gemütlichkeit wegen genutzt wurde oder sogar gänzlich nur der Dekoration wegen das Wohnzimmer zierte. Der bisherige Holzlieferant hielt sich wohl der verstärkten Nachfrage wegen bedeckt und konnte oder wollte uns keine Zusage für Kaminholz machen.

Wir haben aber einen sehr netten und vor allen Dingen auch sehr kompetenten Nachbarn, der sich in diesen Dingen bestens auskennt und Augen und Ohren offen hielt und tatsächlich einen neuen Holzlieferanten ausfindig machte, der uns auf die Warteliste nahm. Und so warteten wir geduldig, aber mit leichtem Bangen, ob die Lieferung auch tatsächlich noch vor dem großen Frost eintreffen würde.

Heute nun meldet der jüngste Sohn Vollzug!

Er verbringt mit seiner Liebsten das lange Wochenende im Häuschen auf der Wiese – und mein Liebster ist froh, dass der Sohn sich des Holzes annehmen und es im Holzschober verstauen wird.

Ich freue mich auch und sage „herzlichen Dank, lieber Bias!“

Danke auch an unsere lieben Nachbarn!

In den nächsten 3 – 4 Wochen werden wir das Haus winterfest machen, d.h., alles, was jetzt noch draußen auf der Wiese steht, ins Gartenhäuschen räumen, den Strandkorb auf die Terrasse verfrachten und gut vertäuen (vor zwei Jahren hat ihn der Sturm einfach mal kurz umgepustet), Wasser abstellen und ablassen und alles was einfrieren könnte, mit in unser ständiges Wohnhaus nehmen, damit durch platzende Behälter kein Schaden entsteht. Ab und zu werden wir nach dem Rechten sehen und dann auch das Wasser wieder anstellen (bei der Abreise die gleiche Prozedur wie beschrieben!) und mit dem Holz das Häuschen auf angenehme Temperaturen bringen…. wobei meine Wohlfühltemperatur nicht bei 19° liegt…. muss ich zu meiner Schande bekennen.

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Habecks Masterplan 8. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Langsam wird klar, wie Robert Habeck regiert. Der Wirtschaftsminister ist, positiv formuliert, verbindlich, wendig und voller Erfindungsreichtum. Wenn er etwas gegen jemanden durchsetzen will, dann sucht er nicht den offenen Streit – sondern lässt seine Leute hinter den Kulissen einen Weg finden...“

Leider ist der Rest dieses Artikels von Petra Pinzler (Warum die Methode Habeck an ihre Grenzen stößt) bei der ZEIT auch hinter den Kulissen (der Bezahlschranke) verborgen. Darum habe ich keine Ahnung, wie es nach diesen schönen Sätzen weitergeht.

Wer verbindlich, wendig und voller Erfindungsreichtum hinter den Kulissen arbeiten lässt, bildet den positiven Gegensatz zu „offenem Streit“, wie ihn diejenigen praktizieren, die öffentlich die Probleme diskutieren und über Lösungswege verhandeln.

Ich würde ja die Methode Habecks als Mauschelei im Hinterzimmer bezeichnen, verbindlich-wendig, eben das Fähnlein der Erkenntnis im Wind der Meinungen oder der Gegenargumente schwenkend und mit Erfindungsreichtum, aber ohne jede Verbindlichkeit, mal das eine, mal das andere geschickt zugunsten der eigenen Darstellung als „Problemlöser“ je nach Problemlage wenden, wie man es ja bei Maischberger beobachten konnte.

Geht es aber um Fakten, wie sie die Gesetze der Natur, der Physik und Mathematik unerschütterlich und gar nicht zu wenden darstellen, dann kommt die Methode Habeck an ihre Grenzen, dann bringt es der Redekünstler allenfalls noch fertig, mit immer neuen sprachlichen Wendungen das Gegenüber so zu verwirren und / oder einzuschläfern, dass man seine Ahnungslosigkeit, die er geschickt mit Worten zu verbergen sucht, kaum wahrnehmen kann. Frau Maischberger war aber nicht nur hellwach, sie war auch sehr gut vorbereitet und ließ den Minister nicht vom Haken ihrer Fragen.

Die Experten aber, die Herrn Habeck gründlich und deutlich die Faktenlage klarmachen, und das eben nicht im Hinterzimmer, sondern auch offen wagen, werden sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen, als lägen sie im „Streit“ mit Habeck?

Wieso seine Gasumlage ein schwerer Fehler war, sollte nicht offen diskutiert werden können, wie es um die Energieversorgung – und damit um die Existenz der Betriebe bestellt ist, die mit ihrer Produktion komplett vom Gas, zumindest aber von zuverlässiger und bezahlbarer Energie abhängen, kann nicht offen debattiert werden, warum sich ein AKW nicht als Notfallreserve eignet, sondern im (durchaus reduzierten) Dauerbetrieb gehalten werden muss, darf nicht berichtet werden, OHNE mit dem Attribut „Streit“ versehen zu werden? Ist es Streit, wenn bei Sachthemen kritisch nachgefragt wird?

Gerade in Bezug auf die Energieversorgung ist Offenheit und Transparenz das einzige Mittel, um Vertrauen in der Bevölkerung für die Maßnahmen zu erhalten. Das gilt insbesondere auch für das Thema „Kernenergie und Atomkraftwerke“, das ganz sicher bei den Wählern der Grünen heftige Reaktionen hervorrufen wird.

Zum Thema Habeck und die AKW empfehle ich diesen Artikel:

Daraus diese Absätze:

Auf der Pressekonferenz erklärte der Wirtschafts- und Energieminister, dass die beiden Kernkraftwerke genutzt werden könnten, „wenn es die Situation gebiete“. Am wichtigsten war Habeck die Feststellung, am Atomausstieg festzuhalten: „Das heißt auch: Alle drei derzeit in Deutschland noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke werden planmäßig Ende 2022 regulär vom Netz gehen. Am Atomausstieg, wie er im Atomgesetz geregelt ist, halten wir fest. Neue Brennelemente werden nicht geladen und Mitte April 2023 ist auch für die Reserve Schluss.“

So formuliert Habeck verbindlich-wendig, dass alles beim Alten bleibt, aber, das Volk könne beruhigt sein, wenn es zum Notfall kommen sollte, könne man ja flugs die AKWe hochfahren.

Dass das aber ganz und gar nicht geht, muss ihm da bereits klar gewesen sein, wie in dem Artikel zu lesen ist:

Nun wird bekannt, dass die Geschäftsführung der Preussen Elektra, die das Kernkraftwerk Isar 2 betreibt, sich am Dienstag mit einem Brief an den für energiepolitische Fragen zuständigen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Patrick Graichen, der zudem ein enger Vertrauter Habecks ist, gewandt hat. Preussen Elektra bestätigt, so wie der Stresstest es auch ergeben hatte, dass der Versorgungsbeitrag der drei Kernkraftwerke erforderlich sei, aber die Idee, sie in einen Reservebetrieb zu schicken, um sie bei Bedarf wieder hochzufahren, technisch nicht möglich wäre.“

„In dem Schreiben von Guido Knott, dem Chef von Preussen Elektra, das dem Spiegel vorliegt, heißt es: „Zwei der drei laufenden Anlagen zum Jahreswechsel in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren, ist technisch nicht machbar und daher ungeeignet, um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern.“ Knott verwies darauf, dass dem Ministerium seit dem 25. August bekannt ist, dass „ein flexibles Anheben oder Drosseln der Leistung nicht mehr möglich ist“. Offensichtlich hat Habeck die technischen Einwände ignoriert oder schlichtweg nicht verstanden.“

Und weiter:

Robert Habeck, der sich schon mit der wunderlichen Welt des Insolvenzrechts auseinanderzusetzen hatte, zeigte sich irritiert über den Brief der Preussen Elektra und kommentierte: „Ich habe den Brief mit einiger Verwunderung heute Morgen zur Kenntnis genommen.“ Wieso das? Ihm waren doch schon Ende August die Monita zur Kenntnis gebracht worden. In Habecks Augen hatte die Preussen Elektra das Konzept der Einsatzreserve nicht verstanden, bei dem es sich nicht um das Hoch- und Herunterfahren des Kraftwerks handele, sondern um die Entscheidung, ob die beiden AKWs überhaupt benötigt würden oder nicht. Was heißt das? Ging es nur um graue Theorie? Nur um ein Spiel der Phantasie oder eine theoretische Überlegung, lediglich um ein Gedankenspiel? Sollte die Öffentlichkeit mit dem Formelkompromiss beruhigt werden, mit dem das grüne Wirtschaftsministerium hoffte, über die Niedersachsen-Wahl am 9. Oktober zu kommen? Doch die Taktik des „Wasche mir den Pelz, doch mache mich nicht nass“ mag auf grünen Parteitagen und in der Mirakelwelt grüner Stuhlkreise funktionieren, in der Physik, in der Technik, in der Wirtschaft funktioniert sie nicht, da sind klare Ansagen vonnöten, denn das Atom hört nicht auf Ideologie.“

Wäre Habeck, was manche Leute inzwischen für möglich halten, wirklich zu dumm, das zu verstehen, müsste man ihm wegen schwerwiegender mangelnder Kompetenz die Führung des Wirtschaftsministeriums entziehen. Es wäre doch unverzeihlich, einen Mann, dem die kognitiven Möglichkeiten fehlen, die Materie, mit der er es zu tun hat, zu durchschauen, in so einer verantwortungsvollen Position zu halten, noch dazu in einer Krise, wie sie die Bundesrepublik kaum je erlebt hat.

Da der Minister aber immerhin von einer Universität promoviert wurde, kann man ihm mangelnde Intelligenz wohl kaum zuschreiben.

Eher sollte man sich mit der „Methode Habeck“ beschäftigen, wie sie von seiner Biografin beschrieben wird:

Der Grünen-Vorsitzende stellt es gern so dar, als sei seine steile Parteikarriere eine Verkettung von glücklichen Zufällen; tatsächlich ist sie eher das Ergebnis von gut kaschierter Zielstrebigkeit und erheblichem Einsatz. Habeck hat kein Problem damit, dass andere in seinem Interesse zurückstecken müssen. „Er hält sich für Gottes Geschenk an die Menschheit“, sagt ein Grünen-naher Politikwissenschaftler, der es sich mit niemandem verscherzen und deshalb anonym bleiben möchte.“

Bei einem weniger gut aussehenden Schwiegermutter-Typ würde man vermutlich nicht von „Methode“ sprechen, sondern von eiskaltem Vorgehen gegen den politischen Gegners, ob innerparteilich oder parteiübergreifend.

Tatsächlich baut Habeck, so beschreiben es Freunde, einen gewissen Druck auf, wenn er seine fairen Vier-Augen-Gespräche führt. „Guck mal, hier bin ich“, signalisiere er dann, „ich würde den Job super machen, und am Ende profitieren wir alle.“ Dem Konkurrenten schiebt er so die Verantwortung dafür zu, mit der eigenen, weniger strahlenden Persönlichkeit womöglich ein schlechteres Ergebnis für die Grünen zu holen. So machte er es nicht nur bei Hentschel, so machte er es wohl auch bei der grünen Spitzenfrau Monika Heinold, die er bei der Landtagswahl 2012 nicht als Co-Kandidatin neben sich haben wollte, obwohl sie auf Platz eins der Landesliste stand. Eine gewisse Genugtuung dürfte es dementsprechend für Heinold bedeutet haben, dass Habeck mit seiner Solonummer kein wesentlich besseres Ergebnis holte als die Doppelspitze 2009.“

…..

Auch gegenüber Cem Özdemir ging Habeck in gewohnter Weise vor, als es 2017 um die Spitzenkandidatur ging. Er rief Özdemir an und teilte ihm mit, dass das zwar jetzt irgendwie blöd sei, sich aber nicht vermeiden lasse: Er werde gegen Özdemir kandidieren. Formal kann man gegen eine solche Konkurrenz gar nichts einwenden, jeder Grüne hat schließlich das Recht, sich um jede Parteiposition zu bewerben. Aber aus der Perspektive des Angegriffenen, der jetzt plötzlich gegen Habecks Charme, sein Charisma und seine Entschlossenheit anzutreten hat, mag sich das trotzdem manchmal wie Nötigung anfühlen.“

Die Methode Habeck scheiterte bei Frau Maischberger, weil die kluge Journalistin nicht nur gut vorbereitet war, ich sagte es bereits, sondern auch eine große Erfahrung im Umgang mit Blendern, Scharlatanen und machtbewussten Selbstverliebten hat.

Habeck wurde demaskiert und vorgeführt, seine Methode funktionierte nicht.

Man kann nur hoffen, dass das mehr und mehr in das Bewusstsein der Leute dringt und sie – vor allen Dingen die Frauen – sich nicht mehr von der smarten Teddybärfassade blenden lassen. Ich darf das sagen, ich bin eine Frau.


Wer wissen möchte, welche Auswirkungen Habecks Masterplan für Deutschland hat und wie die Methode Habeck erkennbar schwerwiegende Veränderungen herbeiführen wird, sollte diesen Beitrag lesen:

Die Deindustrialisierung Deutschlands hat begonnen

Zehn Prozent der deutschen Mittelständler sehen sich vor dem Zusammenbruch. Stahlfabriken machen dicht, Papierfabriken stehen vor dem Aus. Der Papierhersteller Hakle ist erst der Anfang. Die Aluminiumindustrie hat ihre Produktion weitgehend stillgelegt. Alarmierend ist auch die Lage von Chemie- und Düngemittelfabriken.

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Ist es Sarkasmus oder pure Verzweiflung, wenn ich vermute, dass Putin mit seinem Angriff auf die Ukraine ungewollt (?) den grünen Plänen für ein industriearmes Deutschlands ganz wunderbar in die Hände spielt, zumal auch die USA als Unterstützer der Ukraine von einem schwachen Deutschland und einer nicht minder schwachen EU profitieren werden…

Gute Nachrichten sehen anders aus… 5. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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Russlands Gas-Lieferstopp treibt die Preise in Richtung Rekordhoch. Seit Freitag verteuerte sich Gas um etwa 35 Prozent. Wegen der Energiekrise wächst die Angst vor einer Rezession.

Von Thomas Spinnler, tageschau.de

Der erneute Stopp russischer Gaslieferungen hat den Gaspreis nach oben schießen lassen. Heute kletterte der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas um etwa 72,5 Euro auf zuletzt 281 Euro je Megawattstunde. Das entspricht einem Plus von rund 35 Prozent auf die Notierung vom vergangenen Freitag. Der TTF-Kontrakt gilt als eine Richtschnur für das europäische Preisniveau.

Damit ist eine Zeit tendenziell sinkender Preise zumindest vorerst beendet. In der vergangenen Woche waren die Notierungen noch gefallen; Investoren hatten damit auf die Tatsache reagiert, dass die europäische Gasspeicher schneller befüllt wurden als erwartet. Aktuell sind beispielsweise die deutschen Gasspeicher zu rund 86 Prozent befüllt. Im vergangenen Jahr hatte der Stand zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch bei etwa 60 Prozent gelegen.“     

Quelle

„Aktuell sind beispielsweise die deutschen Gasspeicher zu rund 86 Prozent befüllt. Im vergangenen Jahr hatte der Stand zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch bei etwa 60 Prozent gelegen.“    

Das ist doch tröstlich, dass die Gasspeicher bereits zu 85 % gefüllt sind, da können wir uns doch alle beruhigt zurücklehnen ….

Die Frage ist nur, von wem und wie und zu welchem Preis wird gerade das Gas eingeführt, das nicht in den Speichern landet, sondern sofort verbraucht werden soll und muss, da sowohl die Industrie, wie die Gaskraftwerke und auch die privaten Haushalte am Gas hängen, ob sie wollen oder nicht!

Noch ist das Wetter gut, die Gasheizungen bleiben im niedrigen Modus, versorgen die Bewohner allenfalls mit warmem Wasser.

Dass aber gleichzeitig die Preise sämtlicher Versorgungsgüter steigen und steigen, geht bei dieser „tröstlichen“ Bekanntgabe der bereits zu 85% gefüllten Speicher nahezu komplett unter, bzw. wird verschämt mit der Aussage „Wegen der Energiekrise wächst die Angst vor einer Rezession.“ umschrieben. Die Angst um eine Rezession haben sicherlich die verantwortlichen Politiker und Bankfachleute, die berühmten „kleinen Leute“ bangen aber darum, wie sie einigermaßen heil und ohne große Schulden aufzuhäufen durch den Herbst und Winter kommen können.

Wohl denen, die einen gut gefüllten Kleiderschrank mit warmen Klamotten haben und nicht auch noch hohe Ausgaben für Winterkleidung befürchten müssen. Denn dass wir uns alle nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich warm anziehen müssen, ist ganz sicher keine Spökenkiekerei.

Als ehemalige Fachlehrerin für ‚Familienhauswesen‘ und mit den Erfahrungen der Nachkriegskindheit erlaube ich mir auch den Hinweis darauf, dass es vernünftig ist, bereits jetzt einen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln anzulegen, u.a. auch solchen, die bereits „gar gekocht“ und in Dosen gut verschlossen sind. Wer weiß, wie es mit der Stromversorgung weitergehen wird, da macht es Sinn, sich auf alte Methoden der Vorratshaltung zu besinnen und weniger Lebensmittel in der Tiefkühltruhe zu horten, als vielmehr in Einweckgläsern und Dosen bereitzuhalten für den großen Blackout… oder einfach nur, um vor den steigenden Preisen einen kleinen Vorsprung hinzulegen.

Bleibt besonnen, klug und weise – und gesund!

Geteiltes Leid ist halbes Leid… 25. Juli, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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An diesen uralten Spruch mag sich vielleicht Frau von der Leyen erinnert haben und fordert nun alle Länder der EU auf, sich massiv beim Gasverbrauch einzuschränken.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/notfallplaene-gas-101.html

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dringt darauf, dass sich auch Länder mit geringer Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen an Einsparanstrengungen beteiligen. „Auch Mitgliedstaaten, die kaum russisches Gas beziehen, können sich den Folgen eines möglichen Lieferstopps in unserem Binnenmarkt nicht entziehen“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.“

Ganz ehrlich?

Ich finde das ziemlich anmaßend den Ländern gegenüber, die, anders als Deutschland, keine florierende Wirtschaft haben und nur ein deutlich weniger großes Bruttosozialprodukt aufweisen können.

Das hat mit Solidarität gar nichts zu tun, aber sehr viel mit Eigennutz der großen Industrienationen, die doch sehr viel stärker als überwiegend agrarwirtschaftlich ausgerichtete Volkswirtschaften von dem zuverlässigen und bisher relativ preiswerten Stoff abhängen, der das industriell-wirtschaftliche Fortkommen so wunderbar ermöglichte und sicherte.

Warum sollen die armen Länder der EU ihren Sparbeitrag liefern, wenn sie doch zuvor gar nicht an dem erwirtschafteten Reichtum der Großen in ausreichend hohem Maß teilhaben konnten?

Mir leuchtet diese Logik nicht ein.

Frau v.d.Leyen argumentiert aber gänzlich im Sinne der Großen, wenn sie anmerkt:

Die Volkswirtschaften in der EU seien eng miteinander verwoben, der EU-Binnenmarkt sei das „Herz unserer Wirtschaft“. „Deshalb ist es wichtig, dass alle Mitgliedstaaten die Nachfrage drosseln, dass alle mehr speichern und mit denjenigen Mitgliedern teilen, die stärker betroffen sind“, ergänzte von der Leyen. Energiesolidarität sei ein „Grundprinzip der europäischen Verträge„.

Wer ist denn am stärksten „betroffen“? Doch die Mitglieder, die bisher auch am stärksten von dem so gepriesenen Binnenmarkt profitierten. Haben sie ihren Profit ebenso solidarisch und großzügig „geteilt“? Ich wage das sehr entschieden zu bezweifeln, auch wenn Deutschland zu den größten Beitragszahlern der EU gehört und mit diesen Zahlungen die schwächeren Länder stützt, so ist doch der Gewinn unserer Volkswirtschaft in diesem System des Binnenmarktes im Vergleich immer noch viel größer als unser „Solidaritätsbeitrag“ an andere EU-Mitgliedsländer.

Ich halte darum die Forderung nach solidarischer Einschränkung des (vermutlich ohnehin geringen) Gasverbrauchs für unmoralisch. Aber Moral hat ja in der Politik ohnehin nur dann einen hohen Aufmerksamkeitswert, wenn Wahlen anstehen und die Parteien und Politiker mit moralischen Argumenten zu punkten versuchen.

Dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen, die der Westen gegen Russland verhängte und immer weiter verschärft, auch uns in unterschiedlicher Weise treffen wird, konnte und musste doch allen klar sein, die sich so vehement für alle nur denkbaren Maßnahmen für die Ukraine stark machten. Nun den schwächsten Mitgliedern der EU, die meiner Wahrnehmung nach ohnehin nur zögerlich in die Sanktionspolitik eingestiegen sind, auch noch einen weiteren Verzicht zugunsten des Weiterlaufens unserer Wirtschaft aufzubürden (denn nichts anderes ist der eigentliche Grund für die Forderung), ist in meinen Augen der falsche Weg, dem Problem zu begegnen.

Ob Frau v.d.Leyen eigentlich denkt, bevor sie solche Sätze wie diesen von sich gibt?

Inzwischen liefert Russland in zwölf Mitgliedstaaten nur noch teilweise oder gar nicht mehr Gas“, sagte von der Leyen der dpa. Der Kreml sei kein verlässlicher Partner für die Energieversorgung Europas. „Deswegen muss Europa für den schlimmsten Fall vorbereitet sein: einen vollständigen Stopp der Gaslieferungen, früher oder später.“ Je schneller man handele, desto mehr spare man – und desto sicherer sei man.“

WIR haben auf den Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine mit einem enormen „Wirtschaftskrieg gegen Russland“ geantwortet und erwarten nun allen Ernstes, dass „der Kreml“ das mit dem größten Gleichmut hinnimmt und unverdrossen seine Gaslieferungen an uns fortsetzt?

Wir, der Westen, wollten Russlands Finanzkraft (die „unserer Einschätzung“ nach für den Krieg gegen die Ukraine nicht unerheblich ist) entscheidend schwächen und Russland so in die Knie zwingen. Nun zeigt sich aber, dass die Sanktionen uns nicht minder in die Knie zwingen. Hätte man das nicht von Anfang an wissen MÜSSEN, zumindest aber bedenken sollen? „Was darf es uns denn kosten?“ habe ich schon zu Beginn der Krise gefragt. Offenbar haben die Strategen, die die Sanktionen ausgeheckt haben, sich gar keine Gedanken darüber gemacht, was passieren werde, wenn die Energielieferungen aus Russland teilweise oder gar komplett ausbleiben.

Wie kurzsichtig war und ist diese Strategie und wie kann man oder könnte man heute einen Strategiewechsel vornehmen?

Ich halte nach wie vor daran fest, dass es andere Lösungen geben muss, als den Konflikt mit Waffen bis zum bitteren Ende auszufechten.

Die Erklärung Russlands, der kürzlich erfolgte Beschuss Odessas habe den amerikanischen Waffen gegolten, spricht doch eine mehr als deutliche Sprache, wohin die Reise gehen wird, wenn wir weiterhin auf Waffen, statt auf Verhandlungen setzen!

Trübe Aussichten… 11. Juli, 2022

Posted by Rika in aktuell.
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„Man“ hätte es doch wissen müssen, zumindest aber wissen können, dass die gegen Russland ausgesprochenen Sanktionen nicht unbeantwortet bleiben würden.

Können unsere Politiker denn wirklich so naiv gewesen sein, sich nicht über die Folgen ihrer Handelsbeschränkungen, die sie Russland auferlegten, im Klaren gewesen zu sein und sich stattdessen – wie ich ja immer wieder staunend und vollkommen irritiert beobachtet habe – immer stärker von Journalisten antreiben zu lassen, noch mehr Solidarität zu zeigen, noch mehr Waffen zu liefern, noch mehr Sanktionen auszusprechen, noch mehr Verbündete für diese Art der Kriegsbeteiligung zu gewinnen?

Aus amerikanischer Sicht scheint es eine gute Strategie zu sein, Russland weiter und weiter isolieren und kalt stellen zu wollen, aber die kalten Füße werden in diesem Fall weder die Amerikaner, noch die Russen haben, verfügen sie doch über genug Energie, den Krieg bis in den Winter und darüber hinaus zu tragen. Auch wird die amerikanische Wirtschaft kaum unter den Sanktionen zu leiden haben, weder müssen sie aus Energiemangel die Produktion stilllegen, noch verlieren sie einen großen Handelspartner und Abnehmer ihrer Produkte. In Europa sieht das aber schon ganz anders aus.

Die Abhängigkeit von den russischen Energieträgern und das Wegbrechen des Marktes in Russland bringt für europäische – und speziell für deutsche Unternehmen – erhebliche Risiken mit sich. Man muss doch nicht Wirtschaftsminister sein, um sich das an 5 Fingern abzählen zu können.

Und was meint Herr Müller mit sehr, sehr schlimm?

„Sollte wirklich gar kein Gas mehr aus Russland kommen, befürchtet Müller eine schwierige Versorgungslage in Deutschland. Solch ein „worst case“ „sieht leider sehr, sehr schlimm aus, muss man deutlich sagen“, sagte er im ZDF. „Das heißt, in dem schlimmsten Fall, wenn also kein Gas mehr aus Russland käme.“

Dabei komme es auch auf ein paar Parameter an: „Wie schnell sind wir mit den Flüssiggas-Terminals, die die Bundesregierung beschafft? Wie stark können wir selber Gas einsparen“, zählt Müller auf. „Aber es gab mehrere Szenarien, nach denen wir in eine Gas-Notlage reinrutschen würden. Das hieße, es wäre zu wenig Gas da.““ Quelle https://www.zdf.de/nachrichten/politik/gas-versorgung-bundesnetzagentur-mueller-ukraine-krieg-russland-100.html

Meint sehr, sehr schlimm lediglich, dass Wohnungen kalt bleiben, Krankenhäuser genauso wenig geheizt werden können – und darum still gelegt werden müssten – wie Altenheime und Schulen? Meint er nicht vielmehr, dass darüber hinaus in Deutschland das Licht ausgehen wird, weil in den Gaskraftwerken die Turbinen nicht mehr laufen und es eben nicht nur an Gas, sondern auch an elektrischer Energie in den Fabriken für Maschinen und Produktionsanlagen, in Haushalten für das Betreiben der auf Energie angewiesenen Geräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, Heizungsanlage, Herd und Licht und öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen an allen Ecken und Enden, die mit Strom versorgt werden, fehlen wird?

Bei einem Blackout, so war vor einiger Zeit und lange vor dem Ukraine-Desaster zu lesen, funktioniert nämlich binnen kürzester Zeit auch die Versorgung mit Frischwasser ebenso wenig, wie die Entsorgung des Brauchwassers (inklusive Toilettenabwasser)… Bei dem Modell zum Blackkout war von der Ukraine noch gar keine Rede, da ging es um die Frage, ob nach der Abschaltung der Atomkraft- und der Kohlekraftwerke die Energiesicherheit gewährleistet wäre – zu dem Zeitpunkt waren alle Gaskraftwerke noch in der Lage, Volllast zu fahren, fallen die aber aus, weil das russische Gas ausbleibt und die Speicher leer sein werden, kann man doch mit allem Fatalismus nur noch „Gute Nacht, Deutschland“ sagen und versuchen, in irgendeiner Form das private Leben doch noch zu bewältigen.

Irgendwo las ich den zynischen Rat, man könne ja – wenn die Wohnungen nicht mehr beheizt werden können – für die Rentner „Wärmestuben“ nach dem Vorbild der Adolf’schen Kriegsjahre einrichten. Hey, da kommt richtig Freude auf.

Freudig werden die Nordlichter wohl auch auf diese Sätze reagieren:

„Müller appellierte an alle, Gas zu sparen. „Man muss die Lage genau beobachten, gleichzeitig aber alles dafür tun, jetzt schon Gas einzusparen, die Heizung zu optimieren, in der Familie zu diskutieren, in der Industrie sich vorbereiten.

Aus Sicht der Bundesnetzagentur gelte es auch, ein Nord-Süd-Gefälle in Deutschland bei der Gasversorgung zu verhindern. Daher würden die Speicher im Süden gezielt gefüllt.“

Ich kann diese Darstellung nur so verstehen, dass es gar nicht um die „Gasversorgung“ als solche handelt, sondern um die Bereitstellung von Energie durch Gaskraftwerke. Im Norden scheint die Energieversorgung gesichert zu sein, da sich dort ausreichend genug Windräder drehen, die verhindern sollen, dass wir völlig im Dunkeln stehen, da im Süden aber – Dank der jahrelangen Blockadehaltung der Südländer – weder Windkraft noch Trassen vorhanden sind, eigenen Strom zu produzieren oder den aus dem Norden nach Bayern zu liefern, müssen dort die Gaskraftwerke ungehindert laufen. Sind das nur meine Hirngespinste oder trifft es exakt ins Schwarze? (Es mag allerdings auch möglich sein, dass die Gasspeicher des Nordens einen höheren Füllstand haben…. immerhin kam bisher das meiste russische Gas in den nördlichen Bundesländern an….)

Wie auch immer, ich plädiere immer dringlicher dafür, einen Waffenstillstand auszuhandeln, bei dem auch die Ukraine Zugeständnisse machen muss.

Ich weiß, dass diese Forderung nicht sehr populär ist in Deutschland, Aber ich denke – und an der Stelle sehe ich es grundsätzlich anders als Frau Baerbock, die meint, man könne Sicherheitspolitik nicht mehr mit, sondern müsse sie ohne Russland betreiben – dass es eine Zeit nach Putin geben wird, auf die man jetzt schon hinarbeiten muss. Wir West- und Mitteleuropäer können mit diesem sehr großen Land an unseren östlichen Grenzen auf Dauer nicht OHNE gemeinsame Friedensbemühungen MIT Russland leben.

Herr Biden mag das anders sehen, er spielt seine eigene Musik nach eigenen Noten, er gibt den Takt vor und den Ton an. Ob es uns gefällt oder nicht, ist nicht von Interesse.


Leseempfehlung: https://zettelsraum.blogspot.com/2022/07/randnotiz-venezuela-als-vorbild-und-wer.html#more

Zitat aus dem Text: „Nach jetzigem technischen Stand, nach dem was überhaupt irgendwie möglich oder denkbar ist, muss ein Land, wenn es weiter so viel Energie verbrauchen will wie bisher, entweder Kohle, Öl oder Atomkraftwerke bauen. Oder  mit Russland Frieden schließen und sich diesem auf Gedeih und Verderb ausliefern. Die Alternative dazu ist schlicht die Reduktion der Lebensqualität. Womit wir in Venezuela sind, wo die Regierung ihren Bürgern auch den immer engeren Gürtel vorschreibt.“

„Ich will, dass Ihr in Panik geratet“… 26. Januar, 2019

Posted by Rika in aktuell, gesellschaft, medien, politik, presse.
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Ich will, dass Ihr in Panik geratet!“

Das sagt das junge 16jährige Mädchen, Greta Thunberg   – und die Pressse jubelt ihm nahezu kritiklos zu.

So macht auch meine Heimatzeitung, die HAZ, auf Seite 1 diese schöne Aussage zur Titelzeile eines Artikels über die mutige Kämpferin für ihre und die Zukunft unseres Planeten.  „Mit einem emotionalen Appell hat die 16 Jahre alte Klimaaktivistin Greta Thunberg die Top-Manager und Spitzenpolitiker in Davos zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel aufgerufen.“  schreibt die HAZ.   ImText wird Greta mit diesen Worten an die anwesenden Manager zitiert:

Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es.

Ich will eure Hilfe nicht, ich will nicht, dass ihr ohne Hoffnung seid. Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. …

Jetzt ist es an der Zeit, deutlich zu sein. Die Klimakrise zu lösen, ist die größte und komplexeste Herausforderung, der die Menschheit je gegenüberstand. An Orten wie Davos erzählen Menschen gerne Erfolgsgeschichten. Aber ihr finanzieller Erfolg hat ein unvorstellbares Preisschild. Und beim Klimawandel müssen wir anerkennen, dass wir versagt haben.

 

Ich erinnere mich, dass ich als 16jährige entweder den Schwarm meiner kindlichen Sehnsucht heiraten, oder Missionarin in Afrika werden wollte. Als Alternative überlegte ich eine zeitlang, mit meiner Lieblingstante Herta, die ledig war, eine Junggesellen-WG aufzumachen. Damals sagte man aber noch nicht WG und Junggesellinnen gab es auch noch nicht. Das kam später. Im jugenlichen Überschwang und im Bewusstsein der eigenen „Beinah-Unsterblichkeit“ und nahezu unbegrenzter Möglichkeiten , kann man leicht  glauben, die Welt sei ähnlich leicht zu handhaben wie der bunte Ball, mit dem wir damals „Ball an die Wand“ spielten, dabei ging es darum, möglichst viele kunstvolle Würfe zu machen, bevor der Ball dann auf der Erde landete. In sofern kann ich auch den jugendlichen Überschwang der hübsch bezopften Greta aus Schweden gut verstehen.

Aber dennoch…. und ein „Dennoch“  gibt es.

Ich habe es in verschiedenen Variationen bei facebook in Form von Kommentaren beschrieben, und damit ich das nicht alles noch einmal neu schreiben muss, kopiere ich diese Aussagen einfach hierher. Ich begann an diesem Morgen mit einem eigenen Eintrag bei fb:

 

Ich lese die Zeitung, die HAZ. Auf Seite 1 springt mir eine Überschrift ins Auge:
„Ich will, dass ihr in Panik geratet“.
Ich gerate tatsächlich in Panik, aber nicht wegen einer möglichen Klimakatastrophe, sondern darüber dass eine ungebildete 16-jährige Göre gefeiert wird als neuer Stern am Himmel des Klimakatastrophen-Kampfes. Darüber, dass ernst zu nehmenden Wissenschaftlern, die vom Mainstream abweichende Modelle vortragen könnten, kein Raum zur Darlegung ihrer Erkenntnisse gegeben wird, sondern dass ihnen stattdessen ohne Anhörung jegliche Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird.
Ich gerate in Panik darüber, dass hierzulande Schüler von den Medien geradezu gepusht werden, dem kleingeistigen Weltbild Gretas zu folgen und auf die Straße zu gehen.
Ich gerate in Panik über die manipulative Macht der Medien, die es fertig bringen, ein Schulmädchen zum Heiland der Welt, zur Rettung der Klimaideologen zu schreiben.

Ich gerate in Panik darüber, dass offenbar die Mehrheit der Medien von allen guten Geistern verlassen ist…. Sachlichkeit, Objektivität und kritisches Denken an den Nagel gehängt haben, der fernab ist von jeder von Vernunft geprägten Verantwortung für das, was sie in die Welt sagen und schreiben.

Ich kommentiere aber auch bei anderen Facebook-Nutzern und auch in Erwiderung auf andere Kommentare.

Und zwar so:

Ich verstehe die Medien nicht, die doch diesen Hype erst erzeugt haben. Ich betrachte es als Missbrauch an einer Jugendlichen, die unversehens auf eine Bühne gestoßen wird, die viel, viel zu groß ist.

Die Erwachsenen leiten in Deutschland gerade eine der radikalsten Wenden in der Energieversorgung und in der Industrielandschaft ein, die wir bisher kannten
Gerade hier in Deutschland ist darum Gretas Vorwurf völlig überflüssig. Die Wende kann nicht schneller vollzogen werden.
Würden alle noch verbliebenen (klassischen)  Stromerzeuger JETZT abgeschaltet, stünden wir buchstäblich im Dunklen. Das müsste eigentlich selbst dem besten Kämpfer für die Energiewende klar sein. 
Auch den Inividualverkehr kann man nicht abschaffem, solange es keinen ausreichenden öffentlichen Nah- und Fernverkehr gibt.
Alles andere ist eine reine Utopie.

 

Und gleichzeitig läuft bereits die Energiewende und bedeutet einen Umbruch, wie wir ihn zuletzt mit der Erfindung der Dampfmaschine erlebt haben..
Wenn man bedenkt, wie groß auch der Energiebedarf allein der Großrechner für die Nutzung des Internet ist, wie gigantisch die Mengen an E-Energie sein werden,  wenn nur die Hälfte aller jetzt fahrenden Verbrenner als E-Autos unterwegs sein werden und der Verbrauch der Industrie gleich bleibt.

 

Vieleicht sollte man Greta schützen, wenn auch nur annähernd zutrifft, was wiki bekannt gibt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/
Das ist der Grund, warum ich es Missbrauch nenne, was die Medien mit ihr treiben.

 

Ist das nicht seit uralten Zeiten so? 
Jede Generation trifft Entscheidungen, die für die folgenden Generationen bedeutsam sind… so ist es mir mit meinen Eltern und den wesentlichen Entscheidern ihrer Generation ergangen und so geht es weiter. 
Die Proteste meiner Generation in den späten 60ger Jahren haben Auswirkungen bis heute, meine Kinder und Enkel werden sich mit den Entscheidumgen der 68er befassen müssen… und nur wenig davon war richtig gut.
Die heute 30 – 40jährigen bringen ihre Vorstellungen ein… aber eben nicht  HEUTE  bereits die 6 oder 8jährigen….     Warum mag das so sein?

 

Welche konkreten und realisierbaren Vorschläge macht Greta, Vorschläge, die NICHT bereits durchdacht und gemacht wurden und die auch ohne Zwangsmaßnahmen realisierbar sind? Meine Frage ist echt gemeint, nicht polemisch

 

Passend dazu ein kurzer Gedankengang zum Thema Energiewende in einem anderen Thread. Hier geht es mir um die Stellungnahme eines FB-Nutzers dazu. Ich habe sein Einverständnis  eingeholt, seinen Text weiterzugeben.

 

Ein Kommentar von   Martin M.

»Aktuell beträgt die Spitzenlast im deutschen Stromnetz 80 GW, womit die maximale gesicherte Leistung von 90 GW auch fast ausgeschöpft ist. Das bedeutet übrigens auch, dass eine Abschaltung von 20 Kohlekraftwerken (wie von den Grünen gefordert) vollkommen unmöglich ist.

Ein Tesla Supercharger hat jetzt eine Ladeleistung von 120 kW. Das bedeutet: sämtliche deutschen Kraftwerke können maximal 670.000 Tesla Supercharger gleichzeitig aufladen. Aber auch nur dann, wenn ansonsten im ganzen Land alle Lichter und Computer aus sind, alle Geschäfte, Krankenhäuser und Polizeireviere dichtmachen und alle Maschinen stillstehen. Realistischerweise kann man mit unserem Kraftwerkspark nie mehr als 100.000 Tesla Supercharger gleichzeitig aufladen.

Um den gesamten Verkehr in Deutschland zu elektrifizieren, bräuchte man ne Leistung von 500 – 1000 GW, also 10 Mal mehr als wir jetzt haben. Wie soll das in diesem Jahrhundert jemals klappen? Daher bleibt nur, Supercharger zu verbieten und lediglich langsam ladende Stromer zu erlauben. Dann könnte man mit unserem Kraftwerkspark zumindest 500.000 E-Autos gleichzeitig aufladen. Das dauert halt dann immer die ganze Nacht. Mehr als 3 Millionen E-Autos wird es in Deutschland daher niemals geben, weil sonst immer die meisten leergefahren rumstehen und mangels Leistung im Stromnetz nicht aufgeladen werden können. Wenn man Schnelllader erlaubt, wäre es sogar nur ein Bruchteil davon.

Interessant auch der Vergleich mit dem konventionellen Tankstellennetz. Die Energiedichte von Benzin liegt bei 12,8 kWh pro kg. Eine Tankgeschwindigkeit von 32 Litern pro Minute ist Standard bei deutschen Tankstellen. 1 Liter Benzin wiegt 750 Gramm. Damit kriegt eine stinknormale Zapfsäule eine Energie von 307,2 kWh pro Minute in einen Benziner rein. Das ist eine Leistung von 18,4 MW. In Deutschland gibt es ca. 150k Zapfsäulen. Wenn die alle gleichzeitig laufen, haben sie also eine Leistung von 2.760 GW. Alle deutschen Kraftwerke haben jedoch wie gesagt nur eine gesamte gesicherte Leistung von 90 GW – 30 Mal weniger. Und die Kraftwerke müssen ja auch noch andere Stromkunden bedienen. D. h. mit Kraftstoff kann man deutsche Autos mindestens 100 Mal einfacher betanken als mit Strom.«

 

Und abschließen möchte ich mit meinem ziemlich sarkastischen Kommentar zum Thema „Energiebedarf an einem ganz normalen Wintertag im Jahr 2030″:

Wozu die ganze Aufregung. Bis 2030 gibt es keine Auto-, Chemie-, Pharma- und Schwerindustrie mehr in Deutschland. Statt mit Strom fressenden Rechnern wird wieder mit dem Rechenstab gerechnet, private PC sind wegen möglicher Bildung von Widerstandsnestern gegen die Grüne Regierung ohnehin verboten, ebenso Handys oder Smartphomes. Jeder Haushalt bekommt einmal in 6 Wochen einen Waschtag zugewiesen, die wenigen, noch erlaubten Kühe werden mit der Hand gemolken, Geflügelfarmen und Treibhäuser sind bis auf wenige verboten. Der Flugverkehr stark eingeschränkt, die aus Russland importierten und dort ausgemusterten Züge fahren zum Glück mit Diesel. Also, wozu die Panik. Das bisschen Haushaltsstrom fürs Kaffee kochen und eine warme Mahlzeit am Tag schaffen die Windräder… und wenn nicht, bleibt die Küche eben kalt.“

 

Wer ein Skeptiker in Sachen „menschengemachter“ Klimawandel ist –  mit dem Schwerpunkt auf „menschengemacht“ -,  so wie ich, muss ganz schön mutig sein, solche  Gedanken in einer Runde überzeugter  Vertreter des „menschengemachten Klimawandels“  einzubringen. Inzwischen ist Klimawandel nicht nur ein seit Jahrmillionen bestehendes und immer wieder phänomenales Geschehen  –  eigentlich bekannt und selbstverständlich (kleine Erinnerung an die Schulzeit … kleine Eiszeit …. große Eiszeit …. Grundmoränen …. Endmoränen usw),  nein, Klimawandel ist eine Glaubenssache und ein Politikum. Und wer den politischen und den Experten von der Zunft der Journalisten  in Sachen Klima widerspricht, würde, wären wir noch im Mittelalter, vermutlich ein schreckliches Ende nehmen.

Für manche Wissenschaftler hat der Widerspruch schon ein schlechtes Ende genommen… sie wurden einfach kalt gestellt, ihre Artikel werden nicht mehr veröffentlicht, zu Kongressen werden sie nicht mehr als Redner eingeladen … und vermutlich entstehen ihnen dadurch auch finanzielle Nachteile.

Wie gut, dass ich „nur“ Werk- und Hauswirtschaftslehrerin war und jetzt im Ruhestand bin.

Beim Thema Hauswirtschaft fallen mir auf der Stelle auch einige Themen ein, die im Strom der wichtigsten Medien  auf sanften Wellen der Zustimmung schaukeln, aber  mir mindestens ein Stirnrunzeln hervorrufen…

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