jump to navigation

Was die EU von Bileam lernen könnte… 13. November, 2015

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", aus meinem kramladen, israel, meine persönliche presseschau, plo, politik, terrorismus.
Tags: , , , , , , ,
4 comments

Die EU hat in diesen Tagen eine Richtlinie umgesetzt, die es nach EU-Verständnis notwendig macht, alle Produkte, die in den sogenannten „Gebieten“ hergestellt werden, so zu kennzeichnen, dass jeder erkennen kann: Dieses israelische Produkt ist nicht in „Israel“  hergestellt, sondern in einem israelischen Betrieb außerhalb der von der EU festgelegten Grenzen des israelischen Staates.

Damit erdreistet sich die EU indirekt  nicht nur, das Staatsgebiet Israels endgültig zu definieren (wie allgemein bekannt sein dürfte, steht die völkerrechtliche Vereinbarung über die „umstrittenen Gebiete“ immer noch aus), sie macht sich einmal mehr zu einem willfährigen Helfer anti-israelischer Kräfte im Nahen Osten, die nichts anderes als die Vernichtung des Staates Israel mit größter Zielstrebigkeit und unter Aufbietung aller propagandistischen Kräfte vorantreiben. Neben den bekannten Waffengängen in mehreren Kriegen, den Schrecken der Intifadas, den mörderischen Anschlägen auf israelische Zivilisten betreiben arabische Politiker die Annulierung jüdischer Identität im jüdischen Land. Sie nehmen beispielsweise Einfluß auf die UNESCO, um eindeutig jüdische historische Stätten in „islamische“ umzuwidmen. Araber reklamieren „palästinensisches Land“ für das „palästinensiche Volk“, das es aber laut Geschichtsschreibung niemals gegeben hat.  Mit ihrer unermüdlichen anti-jüdischen Propaganda betreiben sie so die Delegitimation des jüdischen Staates Israel.

Ihr jüngster Erfolg ist mit Sicherheit die neue Kennzeichnungspflicht für israelische Produkte, die in den Gebieten hergestellt werden. Dass dabei arabische Arbeiter möglicherweise ihre Arbeitsstelle verlieren, weil israelische Firmen ihre Produktionsstätten in das israelische Kernland verlegen, geschenkt. Das, das eigene Wohl zu missachten, ist doch die „erfolgreiche Strategie“ im Kampf gegen den jüdischen Feind. Kinder werden von Anfang an im Hass auf Juden erzogen. Märtyrer zu werden, gilt als die größte Lebensleistung, die ein arabisches Kind erreichen kann, sei es tatsächlich  noch in den Jahren der Kindheit und Jugend  (wie es zurzeit  bei den vielen Attentaten geschieht, die von Kindern oder Jugendlichen an Israelis verübt werden) oder im späteren Erwachsenenalter. Selbstmordattentäter sichern ihren Familien ein lebenslanges Einkommen – zum Preis des eigenen Lebens. Was bedeutet da schon der Verlust von Arbeitsplätzen, möchte man zynisch fragen.

Auf dieses böse Spiel also lässt sich die EU ein und wird von den Arabern dafür frenetisch gefeiert.

Die EU, so kommt es mir vor, liefert damit eine moderne Variante einer uralten biblischen Geschichte:

Als das Volk Israel nach der Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft und der jahrelangen Wüstenwanderung das Gelobte Land erreichte, sahen sich die lokalen Fürsten  mit dem Problem konfrontiert, die Einwandernden zu stoppen. Mit kriegerischen Mitteln wollten sie den Israeliten allerdings nicht in jedem Fall  entgegentreten. Einer von ihnen – Balak mit Namen – griff vielmehr zu einem probaten Mittel der damaligen Zeit und sandte einen Propheten aus, der das ankommende Volk verfluchen sollte.  Die Bibel berichtet das Geschehen im 4. Buch Mose, Kapitel 22 – 24.  Bileam, dem die Aufgabe zugekommen war, das Volk zu verfluchen, wurde auf göttliche Weise daran gehindert. Alle seine Versuche schlugen fehl. Besonders schön finde ich in dem Zusammenhang die kleine Geschichte mit Bileams Esel. Dieses vermeintlich  dumme Grautier vermochte nämlich etwas zu erkennen, was seinem (im wahrsten Sinne des Wortes)  Besitzer nicht möglich war. Es „sah“ den Engel Gottes, der sich dem zum Fluch bereiten Bileam in den Weg  stellte…..  Das Ende der Geschichte ist so: Statt es zu verfluchen, segnete Bileam das Volk Israel: „Wie schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnungen Israel ….  Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht.“ (4. Mose 24, 5 – 9 )

So, in diesem Sinne, kann ich mir gut vorstellen, dass die als „Fluch“ gedachte Kennzeichnung israelischer Waren aus den jüdischen Kernlanden Samaria und Judäa sich in Segen verkehren wird.  Menschen werden die Produkte kaufen „weil“ sie aus dem Gebiet stammen, auf dem seit Urzeiten der Segen dessen liegt, der einst Abraham, Isaak und Jakob das Land und den Segen zusagte.

Und für alle, die mit Religion und Bibel nichts am Hut haben, sei auf die schöne Geschichte des „Made in Germany“ hingewiesen…. was  als Kaufhindernis gedacht war, wurde zum Motor einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.

Advertisements

Das würde Frau Roth niemals sagen, 2. März, 2013

Posted by Rika in gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau.
Tags: , , , , , ,
add a comment

vermutlich nicht einmal denken:

Erdogans Hassparolen

Diese antiwestliche Türkei gehört nicht in die EU

Antiwestliche Ressentiments sind in der Türkei Normalität. Der neueste antisemitische Fauxpas des Premiers Erdogan geht jedoch zu weit. Sein Doppelspiel darf der Westen nicht länger hinnehmen.

schreibt Clemens Wergin und spricht damit aus, was niemand von Regierung oder Opposition auch nur ansatzweise öffentlich sagen würde und führt weiter aus:

Seit vielen Jahren gibt es in der türkischen Gesellschaft ein starkes antiwestliches Ressentiment. So schreibt etwa der türkische Politologe Ersin Kalaycioglu, die Türkei sei ein Paradebeispiel für den „cultural turn“, den Samuel Huntington in seinem „Clash of Civilizations“ prophezeit hat.

„Eine Resozialisierung der türkischen Öffentlichkeit hat eine neue Mentalität geschaffen, die die religiöse Identität betont, indem sie definiert, wer türkischer Bürger ist, und eine Weltsicht befördert, die durch das Prisma des religiösen Konflikts schaut“, meint Kalaycioglu.

Davor verschließen die offiziellen Stellen der Bundesrepublik fest, ganz fest die Augen und wer es wagt, dieses Thema offen anzusprechen, wird leicht mit dem Bann „islamophob“ zu sein belegt, einem schwerwiegenden Delikt, das Erdogan ja als „Verbrechen gegen die Menschheit“ bezeichnet.

Clemens Wergin schreibt dazu:

Zu dieser Mentalität gehöre die Vorstellung, dass Muslimen überall in der Welt Unrecht durch den Westen widerfahre. „Weite Teile der türkischen Bevölkerung scheinen an ein fast mittelalterliches Weltbild zu glauben“, so Kalaycioglu, „in dem Muslime, Christen und Juden miteinander im Krieg stehen. Sie glauben, dass sie den Islam vor den Angriffen der christlichen Missionare und ihrer jüdischen Alliierten im Nahen Osten und zu Hause beschützen müssen.“ Das sind die Gefühle, an die Erdogan andockt und die er mit seiner islamischen Identitätspolitik noch verstärkt.

Wobei ich nicht davon ausgehe, dass „die Resozialisierung“ der türkischen Öffentlichkeit  zu einer veränderten Mentalität führt oder geführt hat, sondern zu einer bewussten Fokussierung auf die politisch-ideologische Komponente dessen, was bislang ausschließlich als „Religion“ verstanden und behandelt wurde, nämlich den Islam als Gesellschaftsmodell und Grundlage politischen Handelns.

Erdogan hat es verstanden, „religiöse Gefühle“ zu instrumentalisieren und einer faschistisch anmutenden Ideologie und Staatsdokrtin nutzbar zu machen. Wer seine vielen Reden in den letzten Jahren verfolgt hat, konnte diesen Prozess mühelos erkennen. Das zu benennen war aber in Deutschland aus den unterschiedlichsten Gründen politisch nicht erwünscht. Und man kann nur hoffen, dass sich eine breite Mehrheit der Politiker in Deutschland und Europa Clemens Wergins Forderung anschließen wird:

Es ist nun höchste Zeit zu zeigen, dass der Westen Erdogans Doppelspiel nicht mehr mitmacht. Man kann sich nicht einerseits von westlichen Patriot-Raketen gegen Syrien schützen lassen und sich andererseits mit antisemitischen Tönen bei den radikalsten Elementen der arabischen Welt einschmeicheln, so wie es Erdogan es nun wieder getan hat, als er die jüdische Nationalbewegung – den Zionismus – auf eine Stufe mit der massenmordenden Ideologie des Faschismus gestellt hat.

Dabei hat die jüdische Nationalbewegung – bei allen Fehlern, die man ihr wie vielen Nationalbewegungen in der Geschichte anlasten kann– nicht einmal im Ansatz Verheerungen angerichtet wie etwa der türkische Nationalismus. Dessen staatlichen Vertreter weigern sich ja bis heute, den Völkermord an den Armeniern einzugestehen oder sich gar dafür zu entschuldigen. Erdogan sollte sich also hüten, anderen Lektionen erteilen zu wollen.

Bis heute verweigert die türkische Regierung die Aufarbeitung des Verbrechens an den Armeniern und bestreitet energisch das damalige Vorgehen gegen die armenische Bevölkerung der Türkei als Völkermord zu bezeichnen. Der Umgang mit der kurdischen Minderheit in der Türkei spottet jeder Beschreibung dessen, was  „Menschenrecht“ ist, der Schutz der christlichen Minderheit fehlt vollständig. Die antijüdische Propaganda Erdogans ist unüberhörbar, seine verbalen Angriffe gegen Israel können getrost als Volksverhetzung bezeichnet werden.

Und gerade heute wird bekannt, unter welch unsäglichen Bedingungen deutsche Soldaten der Patriot-Einheiten in der Türkei leben müssen und wie alles von Seiten der Türken versucht wird, eine Begegnung zwischen deutschen und türkischen Einheiten zu verhindern. So dass es geradezu geboten ist danach zu fragen, was diese Raketenstellungen eigentlich dort sollen (mir hat sich der Zweck und Nutzen von Anfang an nicht recht erschließen wollen und die Aufklärung durch die Regierungsstellen über Sinn und Ziel waren mehr als dürftig!)  und ob es nicht an der Zeit ist, sie schleunigst wieder in ihre Herkunftsländer abzukommandieren.

Es ist der amerikanische Außenminister, der Herrn Erdogan in die Schranken weist, wie im Text weiter ausgeführt wird:

Der neue amerikanische Außenminister John Kerry hat nun sehr deutlich gemacht, dass Erdogans Hassparolen das Verhältnis zum Westen gefährden. Warum eigentlich können sich nicht auch europäische Offizielle einmal zu solch deutlichen Worten aufraffen? Etwa auch darüber, dass Ankara weiter die radikalislamische Terrororganisation Hamas unterstützt, die jeden Friedensschluss mit Israel und dessen Existenzrecht rundheraus ablehnt.

Nein, es ist zu befürchten, dass sich europäische Offizielle zu solchen deutlichen Worten niemals aufraffen werden, da wir in Europa – wohl im Gegensatz zu den Bürgern in den USA – schon seit Jahren mit antiisraelischer Propaganda geblendet und mit pro-palästinensischem Verständnis für jede auch noch so gräulich-barbarische Terrortat der Kämpfer für ein „freies Palästina“ eingelullt und „auf Linie“, auf Hamas-Linie, gebracht werden.

Und so ist auch zu befürchten, dass weder  Frau Roth, noch die Regierenden höchstselbst die Schlussfolgerung Clemens Wergins wohlwollend zur Kenntnis nehmen, geschweige denn seine Forderung  in die Tat umsetzen werden:

Eines jedoch sollte jedem klar sein: Diese Türkei hat in Europa nichts verloren. Es ist schlimm genug, dass Ankara die Nato seit Jahren mit Blockadepolitik lähmt. Es kann nicht im Interesse des Westens sein, einer antiwestlich agierenden Türkei auch noch zu ermöglichen, als Mitglied der EU Vetomacht über die Brüsseler Institutionen zu erlangen.

Der Westen muss Erdogan deutlich machen, dass er für seine antagonistische Politik einen Preis zahlen muss. Ansonsten wird er sich nur weiter radikalisieren.

Quelle:  „Diese antiwestliche Türkei gehört nicht in die EU

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Artikel Daniel Pipes‘ vom 6. Februar 2013 „Verlässt die Türkei den Westen?“  und daraus der bemerkenswerte Satz:

Angesichts dieser Realität ist Erdoğans Türkei kein vertrauenswürdiger Partner des Westens mehr, sondern eher ein Maulwurf in seinem inneren Heiligtum. Wird sie nicht hinausgeworfen, sollte sie zumindest von der NATO suspendiert werden

Wie „sehr“, nein, wie wenig  die Türkei, respektive Erdogans Politikansatz in die westlich orientierte politische Landschaft passt,  machen Sätze  des folgenden Absatzes  deutlich:

5) Mit der Anmerkung „Sind wir mit diesen Ländern nicht in der NATO?“ ging Erdoğan in denselben Äußerungen dazu über festzustellen, dass die Türkei als einziges NATO-Land mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung „falsche Schritte der NATO stoppen würde. So sahen wir solche Schritte wie die Aufnahme Israels in die NATO. Wir verhinderten das. Wir haben unsere eigenen roten Linien. Für uns ist niemals akzeptabel mit Israel in der NATO zu tun zu haben. Mit einer solch grausamen Auffassung gemeinsame Sache zu machen, würde mit unserer Struktur, Geschichte und Kultur in Konflikt stehen.“ Erdoğan behauptet nicht nur, dass er Israel aus der NATO heraushielt, sondern er behauptet auch eine entscheidende Rolle in der NATO zu spielen – etwas, das ich ziemlich glaubwürdig finde.

(Hervorhebung von mir)

Abschließend schreibt Daniel Pipes:

Wenn man Erdoğans Shanghai-Schachzug und Davutoğlus umschriebene Drohung von vor ein paar Tagen, „die Türkei würde einem israelischen Angriff gegen ein muslimisches Land nicht unbeteiligt daneben stehen“, hinzufügt, dann deuten diese Äußerungen auf eine eigensinnige türkische Führung, die das Gefühl hat, sie könne so ziemlich alles sagen und tun, was ihr gefällt. Und das kann sie.

Und das kann sie, weil „der Westen“ sie unbegreiflicher Weise lässt!

Aber vielleicht – so sorge ich mich – ist das für die politisch Verantwortlichen des Westens gar nicht unbegreiflich, weil  sie klammheimlich und unbemerkt von der Öffentlichkeit eine ähnliche, wenn nicht gar die gleiche politische Haltung vertreten… die „Außenministerin“ der EU gab ja mehr als einmal Anlass zu solchen Befürchtungen!

Was, so frage ich mich, läuft hinter der Bühne ab, dass wir staunenden oder auch empörten Zuschauer zwar das Geschehen mitbekommen, nicht aber die Regieanweisung oder das Drehbuch, an dem sich das Drama orientiert. Und einmal mehr möchte ich wissen, wie   in diesem Zusammenhang der präsidiale Ausspruch vom Islam, der zu Deutschland gehöre, zu der [im Verborgenen (?) betriebenen]  Merkel’schen  Politik gehört.