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Sinn … Irrsinn … Unsinn…? 21. März, 2020

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft, politik.
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Sinn oder Unsinn, gar Irrsinn?

Wer kann das  heute noch sicher sagen?

Kleines Beispiel gefällig?

Manche von denen die hier lesen haben es ja sicher schon mitbekommen, wir haben eine kleine Wiese am Meer, sie ist unser Refugium und Rückzugsort.

Als nun die ersten Vermutungen aufkamen, es könne zu einer allgemeinen Quarantäne für uns alle kommen,   glaubten wir mit unserer Wiese einen Platz zu haben, an dem wir weit weg von Hannover die Krise phasenweise und in aller Ruhe aussitzen  könnten.

Doch dem ist nicht so.

Eigentlich hätte  mich ja schon gestern oder vorgestern die Nachricht stutzig machen sollen, wonach alle friesischen Inseln im Norden und „Osten“ der Republik für Touristen gesperrt werden und auch die Feriengebiete in Schleswig-Holstein dicht gemacht würden. Ich hatte aber nicht weiter darüber nachgedacht.

Gestern nun erreichte uns die Nachricht unseres Wiesennachbarn die besagte, dass der längere Aufenthalt in unserem geliebten Kaff hinter dem Deich verboten sei, bereits dort anwesende Touristen den Ort verlassen müssten und ganz sicher auch vor Ostern nicht wieder kommen dürften.  „Aber das gilt doch sicher nicht für uns!“ war meine entgeisterte Reaktion, wir sind doch keine Touristen, die Wiese ist doch quasi unsere zweite Wohnung, wir bezahlen Steuern, die Müllabfuhr, Wasser, Abwasser und Stromversorgung, auch die Deichsteuer entrichten wir pünktlich und die Kurkarte, die uns den Zugang zu den kostenpflichtigen Stränden in der Gegend ermöglicht, haben wir auch schon bezahlt. Also wir sind davon doch gewisse nicht betroffen.

Eine kurze Internetrecherche  ergab zu meiner grenzenlosen Erleichterung, dass es „nur“ Touristen und Besucher beträfe, Ferienwohnungen und Häuser nicht vermietet werden dürfen und Hotels, Pensionen und Privatquartiere nicht mehr länger „Gäste“ aufnehmen und beherbergen dürfen. Na also. Wir sind aus dem Schneider.

Aber da gibt es noch dieses berühmte weiße Tier, das wieherte hörbar auf! Richtig, der Amtsschimmel meldete sich zu Wort in einer ergänzenden Ankündigung zu den bereits erlassenen Verfügungen:

Aktuelles
Stand: 20.03.2020, 16:30 Uhr
Auf der Seite „Informationen zum Corona- Virus COVID-19“ finden Sie alle Pressemitteilungen, Allgemeinverfügungen, Informationen im Bereich Schulen & Schülerbeförderungen und allgemeine Informationen, die bisher auf den Seiten des Landkreises Cuxhaven veröffentlicht bzw. bekannt gemacht wurden.

Und unter dem Link diese Ansage:

Zweiten Allgemeinverfügung des Landkreises Cuxhaven vom 18.März 2020
zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich, hier Zweitwohnungsinhaber, angesichts der Corona-Epidemie und zum Schutz der Bevölkerung vor der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 auf dem Gebiet des Landkreises Cuxhaven.

Gemäß § 28 Absatz 1 Satz 2 lnfektionsschutzgesetz (IfSG) in Verbindung mit § 1
Abs. 1 Niedersächsisches Verwaltungsverfahrensgesetz in Verbindung mit § 35
Satz 2 Veiwaltungsverfahrensgesetzwird folgende Ergänzung zur 2.Allgemeinverfügung vom 1&März 2020 erlassen:
1. Personen mit erstem Wohnsitz außerhalb des Landkreises Cuxhaven ist die Nutzung einer Nebenwohnung (sogenannte Zweitwohnung) im Sinne des Bundesmeldegesetzes untersagt.
Hiervon ausgenommen sind Nutzungen aus zwingenden beruflichen sowie aus ehe-,
Sorge- und betreuungsrechtlichen Gründen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch.

Personen, die sich bereits in einer Nebenwohnung im Gebiet des Landkreises
Cuxhaven befinden, haben ihre Rückreise an ihren ersten Wohnsitz unverzüglich, spätestens bis zum 22. 3. vorzunehmen.

 

(Die seltsame Formatierung habe ich nicht zu verantworten… sie liegt an der Übernahme des Dokuments.)

Peng. Da haben wir den Salat.

Nix da mit „geht uns nichts an, betrifft uns nicht!“

Unser freundlicher Nachbar rief persönlich die eingerichtete Beratungsnummer an und erfuhr, dass man dringend notwendige Dinge in der Zweitwohnung selbstverständlich erledigen könne, auch die Wiese dürfe gemäht werden und einem Spaziergang auf dem Deich stünde nichts im Wege. Man dürfe allerdings in keinem Fall in der Wohnung oder dem Haus übernachten.

Diese Erklärung ist es, die mich zu diesem Beitrag geradezu inspirierte.

Ich kann also die schlappen 220 km zur Wiese hinter dem Deich fahren, gucken, ob die Spinnen im Haus ihr Unwesen treiben oder Ameisen inzwischen eingedrungen sind, um an meinen Zuckervorräten zu naschen, ich darf auch die Wiese mähen oder die Tulpen begießen, mich sogar auf der Wiese in die Sonne legen und natürlich ist ein Spaziergang auf dem Deich nicht nur gesund, sondern auch nicht untersagt… Aber bitte – nein, das BITTE ist kein Bitte, sondern ein knallhartes Verbot –  übernachten darf ich in dem Haus nicht! Ob der Landrat Sorge hat, ich könnte die Spinnen und Ameisen infizieren?

Es leuchtet mir natürlich total ein, dass man das Virus nicht von Hannover an die Deiche trägt… Wenn aber einem Gang über den Deich nicht der Riegel vorgeschoben wird, wieso darf man sich dann im eigenen Haus nicht ausruhen, aufhalten, übernachten, die Quarantäne aushalten?

Ich verstehe ja auch, dass man das Haus nicht  weiteren Besuchern überlassen darf, um das Virus nicht durch ungereinigtes Inventar weiterzugeben, aber  wir vermieten es ja ohnehin nicht, allenfalls überlassen wir es Familienangehörigen und lieben Freunden – aber das ließe sich ja für kurze Zeit vermeiden.

Es stimmt natürlich auch, dass dann überprüft werden müsste, ob die Eigentümer gerade das Haus bewohnen oder irgendwelche anderen Personen.

Das allerdings, liebe geneigte Leserschaft, macht der Landkreis ohnehin.

Während der Saison schaut nämlich in regelmäßigen Abständen ein netter älterer Herr vorbei und kontrolliert, ob die Besitzer mit gültiger Kurkarte vor Ort sind oder einfach nur Besucher, die natürlich auch den Kurbeitrag zu entrichten haben. Mit Besuchern sind aber nicht nur die Personen gemeint, die als Nichteigentümer das Haus beleben, sondern tatsächlich auch die Menschen, die während unserer Anwesenheit zu Besuch sind und – Trommelwirbel – auch bei uns übernachten. Tagesbesucher, die abends wieder abreisen, müssen nämlich in unserem Kaff keine Kurtaxe entrichten, weil unser Strand (noch) kostenlos zu erreichen ist. Sie müssten allerdings in den Nachbarorten für das Betreten der Strände den Eintritt entrichten. So will es die Kurverwaltung und vermutlich auch das Gesetz.

Ich habe mich  schon  oft über dieses Verfahren gewundert.

Aber wir leben in Deutschland, da ist alles bestens geregelt und für alles gibt es Vorschriften, Anweisungen, Ge- und Verbote.

Nur Ausnahmen – das ist in diesen Tagen auch eine interessante Erkenntnis, die ich hier aber nicht weiter vertiefen will – bestätigen die Regel.

 

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Um nicht missverstanden zu werden:
Natürlich werden wir uns an alle diese Vorgaben halten, auch wenn sie an manchen Stellen unsinnig erscheinen mögen.
Unsere Siedlung an der Nordsee ist klein, die Anzahl der Bewohner überschaubar… man bekommt mit, wenn neue Leute auftauchen.

Aber die Regelungen gelten ja nicht nur für das „Kaff“, sie gelten für den gesamten Landkreis und wohl auch für die Stadt Cuxhaven selbst. In den größeren Orten sind natürlich viel mehr Menschen betroffen und der Schutz der Bevölkerung hat nun mal Vorrang vor den Befindlichkeiten der „Rika von der Wiese“…

In diesem Sinne:
Wir halten Abstand und bleiben zu Hause.

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Ein Hoch auf die Freundschaft…. 5. März, 2017

Posted by Rika in meine persönliche presseschau, politik, presse.
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Unser neuer Außenminister, Sigmar Gabriel, hat Sorgen, schreibt der spon.

Sigmar Gabriel (SPD) will sich die Freundschaft zur Türkei nicht „kaputtmachen lassen“. In einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“ warnt der Bundesaußenminister vor einer weiteren Verschlechterung des Verhältnisses der beiden Länder.

 „Die deutsch-türkische Freundschaft ist tiefer als die diplomatischen Spannungen, die wir heute erleben„, schreibt der SPD-Politiker. „Deutsche und Türken sind zu eng befreundet, um aus politischen Meinungsverschiedenheiten dauerhaft Hass und Unverständnis entstehen zu lassen.“    Offenbar will Gabriel eine weitere Eskalation des jüngsten Streits mit Ankara verhindern.

(Hervorhebung von mir)

Mhhh, da will der Sigi sich nichts kaputt machen lassen. Die Frage muss  doch erlaubt sein, wen er für den oder die Kaputtmacher hält. Er selbst singt ja das hohe Lied der Freundschaft zwischen Deutschen und Türken,  und das mag auf vielen sehr persönlichen Ebenen ganz sicher auch zutreffen, zur Freude der Beteiligten und mit gegenseitigem Gewinn.

Aber kann man sich vorstellen, dass Frau Merkel und Herr Erdogan  „Freunde “ sind? Und würde man das überhaupt wollen, ich meine, so gemeinsam am Strand spazieren gehen in Strickjacke und Jogginganzug wie weiland Kohl und Gorbatschow?  Wenn man sich die Bilder der letzten Treffen dieser zwei, Angie und Recep  ansieht, hat man doch eher den Eindruck, dass der eine die andere am liebsten sonstwo hin befördern würde und „ihr“ Gesichtsausdruck drückt doch alles andere als wahre Freude darüber aus.

Können eigentlich Staaten Freunde sein? Man redet ja immer von „befreundeten Staaten“, aber gemeint sind doch nicht die Institutionen, wohl eher sind  die entsprechenden Regierungen einander gewogen. Wobei, Freundschaftsverträge zwischen Staaten gibt es auch. Einen zumindest spuckt mir das Suchmaschinchen aus, und der ist schon eine Weile her ….

Dieser hier ist es:

Der Freundschaftsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Tonga ist ein Vertrag zwischen dem Deutschen Kaiser Wilhelm I. im Namen des Deutschen Reichs und dem König von Tonga, George Tupou I. Er wurde am 1. November 1876 abgeschlossen und am 1. Juni 1977 erneuert.

Quelle

 „Er wurde am 1. November 1876 abgeschlossen und am 1. Juni 1977 erneuert.“   Da gab es schon lange keinen Kaiser mehr im Deutschen Reich, und auch das Deutsche Reich war längst verschwunden. Wie sind jetzt Republik. Bundesrepublik, genauer gesagt und ganz genau „Bundesrepublik Deutschland“. So ein bisschen „Deutsch“ ist ja noch dabei.

Das Suchmaschinchen landet noch einen weiteren Treffer, diesen hier:

Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken [Berliner Vertrag], 24. April 1926

Der Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, den der deutsche Außenminister Gustav Stresemann und der sowjetische Botschafter in Deutschland Nikolaj Krestinskij am 24. April 1926 in Berlin unterzeichneten und der schon bald „Berliner Vertrag“ genannt wurde, war seinem Inhalt nach ein unspektakulärer Neutralitätsvertrag.

Wie wir alle wissen, war dem „unspektakurlären Neutralitätsvertrag“  keine lange Dauer beschieden und von Freundschaft konnte keine Rede mehr sein, als Hitlers „Deutsches Reich“ die Sowjetunion 1941 überfiel und in einen mörderischen Krieg zog.

Das „Deutsche Reich“ fand mit der Kapitulation ein Ende,  neben der Bundesrepublik Deutschland gab bis es 1990  die Deutsche Demokratische Republik, bis die dann aufgelöst wurde und einging in die BRD.   Die Sowjetunion  gibt es auch nicht mehr, sie löste sich auf in ein großes Russland und die jetzigen  Staaten der ehemaligen Teilrepubliken.

Die schlaue Suchmaschine belehrt mich auch darüber, wer eigentlich in unserem Staat für das Schließen von Verträgen zuständig ist:

Völkerrechtliche Verträge

Gemäß Artikel 59 Absatz 1 Satz 2 GG schließt der Bundespräsident im Namen des Bundes die Verträge mit auswärtigen Staaten. Völkerrechtliche Verträge zwischen Staaten werden im Namen des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland geschlossen. Dort, wo die Bundesregierung oder Bundesministerien völkerrechtliche Verträge selbst schließen können, so auf dem Gebiet der Regierungsübereinkünfte und Ressortabkommen, hat der Bundespräsident seine Rechte übertragen. In den Fällen, in denen der Bundespräsident nicht selbst handelt, fällt dem Bundesminister des Auswärtigen eine führende und koordinierende Rolle zu.

Meist erteilt der Bundespräsident dem Außenminister, einem Staatssekretär oder einem deutschen Botschafter dafür eine entsprechende Vollmacht.

Quelle

Da hat der Sigi ja Glück.

Da kann er sich  ja vom demnächstigen  Bundespräsidenten und ehemaligen Außenminister  die Erlaubnis holen, mit der Türkei einen  (neuen***) Freundschaftsvertrag   zu schließen, um sich ja nichts kaputt machen zu lassen an der tiefen Freundschaft zwischen Türken und Deutschen.

Denn die hat ja, abgesehen von den Beziehungen zwischen realen Menschen, also türkischen und deutschen,  auch politisch schon eine lange, wenn auch nicht unbedingt rühmliche Tradition.  So hat der deutsche Kaiser einfach ganz fest  Augen und Ohren verschlossen, als ihm von dem Massaker berichtet wurde, das die Türken an den Armeniern anstellten und das in einem furchtbaren Völkermord endete (der bis heute nicht    anerkannt ist von der Türkei und auch die Kanzlerin ziert sich) Die Türken waren schließlich Verbündete im Kampf gegen Engländer und Franzosen.

Aus berufener Quelle erfahren wir:

Das zweite und dritte Kriegsjahr waren von der Tragödie der Armenier überschattet. Dass sich der schon länger schwelende interethnische Konflikt im Süd-Kaukasus und in Ostanatolien gerade in jener Zeit gefährlich zuspitzte, hing nicht zuletzt auch mit der für die Türken ungünstigen Kriegsentwicklung zusammen. Botschafter von Wangenheim überreichte dem Großwesir im Juli 1915, etwa vier Monate nach Beginn der Ausschreitungen und den Deportationen von Armeniern, eine Protestnote der Reichsregierung. Deutsche Wirtschaftsvertreter wurden mehrmals gegenüber der osmanischen Regierung vorstellig, die Massaker und Vertreibungen einzustellen. Doch spielten wohl weniger humanitäre Gründe eine Rolle als vielmehr die Tatsache, dass armenische Facharbeiter zu Tausenden von den Baustellen der Unternehmen verschwanden, die am Vortrieb der Bagdad-Bahn beteiligt waren. Reichskanzler von Bethmann Hollweg war der Fortbestand des Bündnisses so wichtig, dass er selbst eine kritische Berichterstattung in der deutschen Presse verhinderte. „Unser einziges Ziel ist, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darob Armenier zugrunde gehen oder nicht“[4], so seine Replik auf einen entsprechenden Vorschlag der deutschen Botschaft in Konstantinopel.

Das mit der kritischen Berichterstattung hätte die jetzige Kanzlerin vielleicht auch manchmal ganz gerne, kann ich mir vorstellen, und der Sigi nicht minder. Ist doch einfach ganz lästig, wenn die Presse dauernd dazwischen funkt und auch meint, dass es nicht so toll ist, wenn in diesen Tagen türkische Minister Wahlkampf für ein Ermächtigungsgesetz, pardon, für das Referendum zur Verfassungsänderung machen, an der Herr Erdogan bastelt, damit er mit ähnlicher Machtfülle in Zukunft ausgestattet ist, wie weiland der Gröfaz. (Der bis heute unter Türken große Bewunderer hat…)

Ich finde, der Sigi sollte sich das mit der tiefen Freundschaft noch einmal gründlich überlegen.

Staaten sind keine Freunde, sie schließen Verträge, und Verträge sollten doch mehr mit Vernunft und weniger mit freundschaftlichen Gefühlen zu tun haben, die sind nämlich  in den ganz privaten zwischenmenschlichen Beziehungen eigentlich viel besser aufgehoben.

Ich kann leider nicht entdecken, dass Erdogans Pläne im Sinne einer demokratischen Gesellschaftsordnung, wie sie die Türkei bisher hatte, irgendwie „vernünftig“ sind.

Deshalb sollte der Sigi seinem türkischen Ministerkollegen ganz einfach schlicht erklären, dass Wahlkämpfe türkischer Minister auf deutschem Boden zur Auflösung der türkischen demokratischen Strukturen schlicht und einfach nicht erwünscht, nein, ganz und gar verboten sind.


*** Es gab schon mal einen „Freundschaftsvertrag„, aber auch der war nicht von langer Dauer.

 

 

Einen wunderbaren Artikel zur falsch verstandenen Freundschaft, respektive zum kleinmütigen Duckmausertum gegenüber der Türkei findet sich hier:  „Meinungsfreiheit hat Grenzen, Deutschland darf Erdogans Regime keine Bühne bieten“

Danke… 31. Dezember, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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für ein so reiches und gutes  Jahr 2015 mit seinen vielen kleinen und großen Freuden, schönen Erlebnissen, Begegnungen mit Freunden, der Freude mit der Familie…

Danke für all das Gute, das ich erfahren habe und worüber ich ansatzweise auch hier bei himmel und erde berichtet habe. Alles aufzuzählen, dafür reicht jetzt die Zeit nicht…. Silvester steht vor der Tür und will gebührend gefeiert werden.

Die traurigen Ereignisse will ich nicht vergessen oder verdrängen. Wenn Menschen leiden, Freunde in Not geraten,  krank werden, sterben, so berührt mich das tief. Ich denke an sie – ohne sie jetzt genauer zu nennen.

Mit einer Ausnahme… aus der Zeitung erfuhr ich gestern, dass ein ehemaliger Kollege von mir im Alter von nur 39 Jahren am 25. Dezember ganz plötzlich verstorben ist. Seine Frau und seine kleinen Töchter, seine Eltern, die ganze Familie trauert um ihn – und auch ich kann nicht fassen, dass so ein junges und hoffnungsvolles Leben  nicht mehr auf dieser Erde weiter lebt, liebt, lacht, arbeitet…

Auch das gehört zu diesem jetzt zur Neige gehenden Jahr…

Alles gehört zu meinem Leben, nichts will ich von mir werfen wie ein altes schmutziges Kleid.

 

Und saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers HERRN Jesu Christi.  Epheser 5,20

 

Allen, die hier ab und zu lesen, wünsche ich von Herzen ein gutes, glückliches, freundliches und segensreiches Jahr

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Sein Hut, der hat vier Ecken…. 20. Juli, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Da steht er nun, der Hut, und es ist eine helle Freude ihn zu betrachten.

Es ist, so wurde uns erzählt, bei den Chemikern an der Uni in Hamburg ein beliebter Brauch, dem „Delinquenten“ nach der Verteidigung, der Disputation im Promotionsverfahren,  einen eigens für ihn gestalteten Doktorhut zu überreichen.  Und so ist auf dem Geviert des Hutes alles  das versammelt, was den damit frisch dekorierten jungen Mann auszeichnet, bzw. und besser gesagt, was typisch ist für ihn abseits des akademischen Betriebes, dem er lang genug angehörte, um  den Kolleginnen und Kollegen Gelegenheit zu bieten,  die  diversen Eigenheiten und Eigenschaften kennenlernen und studieren zu können.

Wieviel Arbeit in diesem Hut steckt, denke ich …  und meine beides, die Arbeit „am“ Hut und  die Arbeit „für“ den Hut:   die lange Zeit des offiziellen Lernens an Schule und Universität –  Büffeln für Prüfungen und Klausuren, wieder und wieder,  Laborarbeit während der gesamten Studienzeit, Schreiben der Bachelorarbeit, der Masterarbeit und schließlich ganz gezielt das Arbeiten für die Doktorarbeit im Labor und das Schreiben der Arbeit selbst.

Dankbar sind wir, die Eltern, dass wir unseren Sohn all die Jahre begleiten konnten, seinen „offiziellen Lernweg“ ebenso wie das Lernen, das das Leben selbst mitbringt, erfordert, ausmacht …   das Miteinander in der Familie und den sozialen Strukturen – Freundschaften, Kolleginnen und Kollegen, Gruppen in Freizeit und  Gemeinde.

Wir freuen uns mit ihm über „den Hut“ und darüber, dass er immer noch der liebenswerte „Kleine“*** ist, eingebettet in den Kreis seiner Geschwister und der Familie. Und so waren wir als Familie auch (fast) alle  dabei, als er im Hörsaal seine Dissertation „verteidigte“  –  dabei will ich gerne gestehen, dass es mir ebenso  ging wie meinem kleinen Enkel, der seinen Vater flüsternd fragte: „Papa, was redet der Bias da?“,  denn außer den Wörtern in den einleitenden und  verbindenen Sätzen  verstand ich eigentlich so gut wie nichts von dieser doch sehr eigenen Sprache mit der Chemiker die Wirksamkeit bestimmter Stoffe, Verbindungen und Verfahren beschreiben. Es war dennoch sehr beeindruckend für mich diesem Vortrag zu folgen, den „der Kleine“ souverän, flüssig und eloquent vor dem Publikum aus Prüfungsausschuß, Kolleginnen und Kollegen seiner Arbeitsgruppe,  Studierenden, Freunden hielt – so als hätte er in den letzten Jahren nichts anderes getan, als wissenschaftliche Referate und Vorträge zu halten. Die anschließende Befragung bewältigte er sicher und mit konzentrierter Aufmerksamkeit…..  Mutterherz, bleib ruhig!  Er macht es so gut!

Der erste Gratulant war sein Doktorvater –  ihm schlossen sich die beiden prüfenden Professoren an und dann in langer Reihe alle im Hörsaal Anwesenden, der Liebste schätzte sie auf etwa 60 Personen.  …  „der Hut“  wurde überreicht und anschließend   lange und ausführlich gefeiert …. An dieser Stelle sei es erlaubt, nicht nur die HutbastlerInnen lobend zu würdigen, sondern auch die netten Menschen, die mit vielen Köstlichkeiten das Buffet bereicherten und die „Feierlocation“ gestalteten und dekorierten! Chapeau!

Welch ein wunderschöner Tag!

Doktorhut Tobias

Herzlichen Glückwunsch, lieber Tobias!

Alles Gute und Gottes Segen für Deinen weiteren „Lern- und Lebensweg“!

“Sagt allezeit für alles dem GOTT und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus.” Epheser 5,20…   Das fällt an solch einem Tag ganz leicht….

……………………………………………………………………………………………………………………………

*** Unsere beiden jüngsten Kinder wurden von ihren Geschwistern (und auch von uns Eltern) immer  zusammenfassend „die Kleinen“ genannt … und manchmal nenne ich sie immer noch so…. und scheine dabei zu vergessen, dass die „Kleinen“ doch inzwischen „groß“ sind und  wunderbare, erwachsene Menschen und „der Kleine“  ein Mann !  Ich bin so dankbar für diese tiefe Verbundenheit zu ihm –  wie wir sie zu allen unserer Kinder haben und die Kinder untereinander…  Ja, Dank sei GOTT, wem sonst.

AD ME’AH VE ESRIM….. 15. Juni, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, freunde, gesellschaft, israel, judentum.
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„Hundertundzwanzig sollst du werden!“ lautet ein traditioneller jüdischer  Wunsch zum Geburtstag.

Und das ist es, was ich „Dienste in Israel“ anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Herzen wünsche.

Ich erinnere mich vage an einen Gottesdienst in meiner Gemeinde im  Frühsommer vor 34 oder 35 Jahren. Mitglieder unserer Gemeinde berichteten über ihre Reise nach Israel. Sie hatten aber  keine gewöhnliche Urlaubsreise als Touristen gemacht, sie kamen vielmehr von einem Erntehelfereinsatz in einem Kibbuz zurück und hatten auch eine große Kiste Orangen mit gebracht, um zu verdeutlichen was sie dort unten in der Nähe des Gazastreifens eigentlich gemacht hatten:  Orangen geerntet.

Das war, so erinnere ich mich, das erste Mal, dass ich etwas von „Dienste in Israel“ erfuhr.

Immer wieder in den darauf folgenden Jahren gab es in meiner Gemeinde viele Impulse aus und für Israel, Informationen über die Arbeit von „HaGOSCHRIM“, den „Brückenbauern“, wie die Organisation in Israel auch genannt wird. Junge Leute aus Deutschland gehen als Volontäre für drei, sechs, neun oder zwölf Monate nach Israel, arbeiten in einem Kibbuz oder in einer der vielen sozialen Einrichtungen für pflegebedürftige Menschen –  Senioren im Pflegeheim oder schwer- und schwerstbehinderte junge und auch ältere  Menschen.  In Deutschland werden sie durch „Dienste in Israel“ auf Land, Leute und ihre Aufgabe vorbereitet (inklusive einem ersten Anfängerkurs Hebräisch),  in Israel werden sie duch Mitarbeiter von DiI betreut – Wohnung und Büro sind in Jerusalem – und von den Ansprechpartnern in den Einrichtungen eingewiesen, angeleitet und begleitet. Ich habe die Wohnung in der „Hagai schewa“ als einen Ort der Begegnung kennengelernt …. unser ältester Sohn war 13 Monate als Volontär im Land, zunächst hatte er nur einen dreimonatigen Kibbuz-Einsatz geplant, dann kam sein Anruf…  „Ich würde gerne länger bleiben…!“ Aus organisatorischen Gründen musste er nach einem weiteren „Urlaubsmonat“ in Israel zurück nach Deutschland kommen und dann drei Monate später erneut nach Israel aufbrechen für 9 Monate Dienst in einem Altenheim in Kfar Saba…

DIENSTE IN ISRAEL  – was wäre es ohne die Volontäre und was wäre es  ohne die schier unermüdliche Arbeit von Fridegart und Egon Maschke und aller nachfolgenden Leiter und Mitarbeiter ? Ich erinnere mich daran, dass Fridegart, wann immer sie hörte, dass jemand aus dem Großraum Hannover nach Israel reiste,  mit der Bitte an die Reisenden herantrat, doch eine „Kleinigkeit“ für die Mitarbeiter im Jerusalemer Büro mitzunehmen, und so kam es, dass ich einmal mit einem riesigen Kochtopf zu meinen Füßen den Flug nach Israel antrat und dieses Ding dann auch noch per Bus und Scherut durchs halbe Land transportierte….  Jeder und jede, die mit Maschkes jemals wegen Israel in Kontakt waren, könnten ähnliche Geschichten erzählen…. und über allem stand immer der vertrauensvolle Auspruch : „Be’Esrat HaSchem“  – mit Gottes Hilfe  und der dazu gehörende Dank „Toda laEl“ –  „Dank sei GOTT“ – „wem sonst“, wie Fridegart oft und gern hinzufügte….

Am vergangenen Wochenende dann das große Fest.

Ein Fest der Begegnung und des Dankes – TODA RABA, TODA LA’EL!

Rückblick auf die 40 Jahre, Erinnerung an die Anfänge, Ehrung der Begründer des Werkes – Fridegart und Egon Maschke -, Dank an die vielen, vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in all den Jahren. Dank auch an die israelischen Behörden, ohne die das alles gar nicht möglich wäre, Dank an die vielen Spender, ohne deren finanzielle Hilfe eben auch gar nichts mgölich wäre, denn DiI finanziert sich zum allergrößten Teil aus Spenden.

Immer waren junge deutsche Volontäre von DiI im Land, selbst in den schwierigen Zeiten der Intifada und der kriegerischen Auseinandersetzungen. Ich erinnere mich an einen Gottesdienst wärend des ersten Golfkrieges. Die Mitarbeiterin des Jerusalemer Büros hatte noch am frühen Morgen ein Fax an die Gemeinde geschickt – sie hatten, so berichtete sie damals, einen Raum der Wohnung als Schutzraum gegen mögliche Gasangriffe durch die irakische Armee eingerichtet… aber sonst ging es ihnen gut….

Ralf Zintarra, der jetzige  Leiter von DiI berichtete, dass er ständig auf die besondere Situation in Israel reagieren müssen, so sei er auch in der vergangenen Woche während der Vorbereitungen auf das Fest hier in Hannover angerufen worden von der Mitarbeiterin in Jerusalem, die ihn wegen des neuerlichen Raketenangriffs aus Gaza kontaktierte….

Wir hier, in unserem friedlichen Deutschland, das seit der Kapitulation vor 70 Jahren keinen Luftangriff auf Städte und Gemeinden  mehr erlebt hat, können uns doch gar nicht vorstellen, wie es ist, unter der ständigen Bedrohung zu leben…. und auch die Zeiten der RAF mit ihren mörderischen Angriffen auf völlig unschuldige Menschen liegt längst hinter uns… erinnern wir uns eigentlich noch an die Zeit?

Wie ist es, wenn man nicht  sicher sein kann, dass in Bus oder Bahn, in Geschäften oder Restaurants, Diskotheken, Kinos bei Freiluftveranstaltungen alles friedlich ist, man jederzeit  – JEDERZEIT –  mit einem Bombenattentat rechnen MUSS ? Das aber war lange grausame Realität in Israel – und ist es ja zum Teil immer noch!  Und wäre nicht der Schutzzaun, der verhindern soll, dass Attentäter ungehindert die grüne Linie passieren und ins israelische Kernland eindringen können, würden wir auch heute immer wieder von solchen schweren Anschlägen hören…. die „kleinen“, die dennoch passieren (mit dem Auto in die wartende Gruppe an der Haltestelle fahren, Steine auf Autos schleudern, Messerattacken, Überfälle auf Juden in den Siedlungen und… und… und) sind doch  unseren Medien keine einzige Zeile wert, ebensowenig wie die vielen Raketenangriffe AUF  Israel… unsere Medien machen erst mobil, wenn Israel seinerseits sich gegen die Angriffe zu Wehr setzt.

Auch mit dieser Realität sind die Volontäre konfrontiert.

Das aber –  die komplizierte politische und bedrohte  Lage  Israels, wie sie beispielsweise in diesem Artikel  beschrieben wird –  kam bei dem wunderbaren Fest nur andeutungsweise zum Ausdruck. Der Blick richtet sich auf die Aufgaben in der Zukunft.

So lautet dann auch das Motto des Festes:

   לְ הִ פָ גֵ ׁש  וְ לְ הַ כִ יר   –  לִ בְ נֹות  אֶ ת  הֶ עָ תִ יד  בְ יַ חַ ד

“ Einander begegnen   –    Gemeinsam Zukunft bauen   „

und weist weit über die Tage des Feierns hinaus.

Gebe der Ewige, dass mein Wunsch zum Jubiläum über die Zeit hinaus gesegnete und segensreiche  Wirklichkeit sei…

Pädagogisch wertvoll….. 3. März, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, Kinder - Famile.
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Da sind sie versammelt, die jungen Elternpaare samt Kindern, Großmutter und Tante im Hause Rika.

Der Kuchen ist gegessen, Kaffee, Saft und Tee getrunken, die Erwachsenen sitzen noch plaudernd am Tisch, während die lieben Kleinen sich über die Spielzeugkiste hermachen, Bauklötze, Kuscheltiere, Ball und Autos daraus hervorkramen und sich – zunächst – vergnügt damit beschäftigen.  Die Enkel sind natürlich  längst vertraut mit Umgebung, Wohnraum, Kiste und deren Inhalt, nicht so die kleine Tochter des befreundeten Ehepaares. Sie ist gerade zwei Jahre alt und das jüngste Spielkind in der Runde – denn das Baby mit seinen vier Monaten gehört noch nicht in diese Kategorie.

Das kleine Mädchen nimmt Kontakt auf zu Spielzeug und den beiden Knaben, vorsichtig, freundlich, sich immer der Gegenwart der Eltern vergewissernd. Ein  Ball hat es ihm angetan, es greift ihn und hält ihn gut fest. Aber  ausgerechnet heute erregt dieser Ball auch das Interesse des jüngeren Knaben und im (von mir vermuteten) Bewusstsein des Enkel-Hausrechts entwindet er den Ball dem verdutzten kleinen Mädchen. Das erhebt mit Recht Einspruch, ein mächtig lautes Protestgeschrei erklingt, ein herzzerreißendes, alles übertönendes Weinen … Tränen fließen …. Mama und Papa sollen helfen und trösten.  Der kleine Junge ist zwar ein wenig irritiert, aber durchaus zufrieden mit seinem Erfolg. Seine Eltern hingegen sind nicht einverstanden, schließlich sei das andere Kind hier zu Gast und überhaupt, man nehme nicht einfach so Sachen anderen Kindern aus der Hand,  intervenieren sie beim Sohnemann  und   dass es gar nicht nett sei,  was er dem Mädchen angetan hat …. „Sieh mal, wie traurig es ist. Gib doch den Ball zurück!“

„NEIN!“ protestieren die Eltern des weinenden Kindes zu unserer Verblüffung.

Ihre Tochter, so erklären sie, gehe nämlich ziemlich rabiat mit dem  Kind ihrer  Tagesmutter um, nehme ihm jedes Spielzeug weg, schubse es auch mal vom Stühlchen, setze immer seinen Willen durch und das andere Kind lasse das alles ziemlich widerstandslos mit sich geschehen.  (Offenbar auch mit Billigung der Tagesmutter, denke ich im Stillen.) Darum sei es gut, dass ihr heute das passiere, was sie ständig dem anderen Kind zumute. Der Junge solle seinen Ball ruhig behalten, die Tochter müsse lernen, mit so einer Situation klar zu kommen.

Inzwischen hatte der Junge den Ball dem Mädchen ganz sanft vor die Füße gelegt….

Das Weinen verstummt….   das Mädchen nimmt den Ball wieder auf….

Das Gespräch der Erwachsenen dreht sich einige Minuten über die Tücken pädagogisch wert- und sinnvollen Handelns bei divergierenden Zielen – wobei ich an dieser Stelle bemerken will, dass bis auf den Vater des kleinen Mädchens alle anwesenden Erwachsenen per Hochschulstudium ausgebildete  Pädagogen sind….

Keine Briefe mehr aus Rungholt…. 23. Januar, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen, israel.
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Es ist still geworden, viel zu still.

Kein Brief mehr aus Rungholt, keine Geschichten aus dem ganz normalen  israelischen Alltag, keine  Kommentare zur Politik Israels, keine Sinn machenden Erklärungen zu Propaganda und / oder Lügenmärchen aus den Gebieten und keine erhellenden Klarstellungen zu deutschen Pressemeldungen zu Konflikten zwischen Israel und seinen Nachbarn.

Nichts

Es ist, als sei Rungholt ein zweites Mal untergegangen.

Ich finde das sehr betrüblich und hoffe inständig, dass es der Briefschreiberin „nur“ an Zeit mangelt und nicht etwa an Gesundheit und würde mich sehr freuen, wenn bald wieder ein Brief eintrudelte aus Rungholt.

Alles Gute Dir, liebe und verehrte Lila!

Schreib doch mal wieder!

 

Auf ein Neues… 31. Dezember, 2014

Posted by Rika in familie, freunde, gesellschaft.
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und ein gutes und ein glückliches Jahr 2015!

Mit diesem alten irischen Reisesegen wünsche ich Euch allen, die Ihr hier ab und zu lest,  Gottes guten Segen für Euren Weg im neuen Jahr und  zu allem Eurem Tun und Lassen!

„Möge dein Weg
dir freundlich entgegenkommen,
möge der Wind dir den Rücken stärken.
Möge die Sonne dein Gesicht erhellen und der
Regen um dich her die Felder tränken.
Und bis wir beide, du und ich, uns wieder sehen,
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.
Gott möge bei dir auf deinem Kissen ruhen.
Deine Wege mögen dich aufwärts führen,
freundliches Wetter begleite deinen Schritt.“

20141853

Das Watt vor Cuxhaven-Duhnen…..  einer meiner Sehnsuchtsorte und „mein Bild“  für einen weiten Horizont….

Ich wünsche Euch   Weite und Freiheit im  Denken, Leben und Handeln….

und mir,  dass ich nicht zu einseitig bin oder engstirnig  werde ….   und mir der Blick über den Tellerrand gelingt und nicht durch Ängste oder Vorurteile verstellt wird.

Aus unserem Gärtchen…. 8. Juli, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Das Bügelzimmer habe ich gegen das Gärtchen getauscht….

Leise plätschert der „Wasserfall“, Dämmerung färbt den Himmel zartrosablau, im Terrassenofen brennt ein Schwedenfeuer – es soll die Mücken vertreiben – und die Kerzen, die ich vor einiger Zeit schon angezündet habe, leuchten heller…

Vögel rufen sich einen guten Abend zu – jedenfalls stelle ich mir vor, dass sie das tun -, irgendwo redet man laut im Radio oder Fernsehen, ich kann es hören, aber nicht verstehen…

Was für ein Tag heute…

Mein Vater hätte Geburtstag, 91 wäre er geworden, wir haben einen Blumenstrauß auf sein Grab gestellt…

Meine Freundin hat angerufen, eigentlich wollte sie mich morgen besuchen… sie liegt im Krankenhaus, ihre Blutwerte sind schlechter geworden … die Chemo übermorgen wird wohl ausfallen müssen… wir hätten uns so gerne getroffen, morgen…

Ich denke an beide… voller Hoffnung und voller Dankbarkeit…

Dankbar bin ich auch für das zurückliegende Wochenende im „heiligen Dorf“…

C. hat sein Studium abgeschlossen, in einer feierlichen Zeremonie und einem sehr anregenden Gottesdienst wurden die Absolventen des Theologischen Seminars verabschiedet…. und das Ereignis mit all den Alumni, vielen  Studierenden und fast allen Dozenten  in großer Runde fröhlich gefeiert… und auch mit der ganzen Familie natürlich! Ein wunderbares Fest…

GOTT sei Lob und Dank…

Frühlingserwachen…. 28. März, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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… findet zur Zeit nur im Hause statt….

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(„Frühling“ im HäuschenDas hübsche Federvieh haben uns Freunde mitgebracht, die für ein paar Tage bei uns im Häuschen waren, die Weidenzweige habe ich von einem Bund stibitzt, das auf dem Osterfeuer landen sollte...)

Aber ich will ja nicht über das Wetter meckern, ich kann es ja ohnehin nicht ändern, mich allenfalls den Bedingungen da draußen anpassen so gut es geht.

Seit Dienstagnachmittag sind wir zurück vom Häuschen auf der Wiese am Meer…. schön war es, trotz Schnee und Frost und eisigem Wind. So einen starken und kalten Ostwind hatten wir bis dahin noch nicht erlebt „auf unserer Wiese“, er rüttelte am Schornstein und an den Fensterläden, blies durch die feine Ritze an der Terrassentür und ließ das Haus ein bisschen ächzen und stöhnen. Wir waren froh über unseren  Ofen, der unentwegt mit Brennstoff versorgt wurde und Tag und Nacht das Haus und uns schön warm hielt…

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Nach einer langen Wanderung bei eisigem Ostwind durch die Salzwiesen vorm Deich rücke ich ein bisschen näher an den Ofen…

Aber eigentlich, ja eigentlich  hatten wir traumhaftes Wetter, echtes Winterwetter nämlich: strahlenden Sonnenschein und eisige Kälte, nur stand unser Sinn nicht nach Winterpromenade, sondern nach Frühling …

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Der aber lässt auch hier im heimischen Dorf auf sich warten…

Heute rieselt es wieder zarte weiße Flocken vom Himmel und im Vogelhäuschen sucht das Eichhörnchen nach Futter …

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Wann hat es das zuletzt im Hannöverschen gegeben…. Ende März, so kurz vor  Ostern? Ich kann mich nicht erinnern….

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