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Vom Wetter, vom Gärtchen, von der Wiese und von mir… 16. Juli, 2017

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Ich will nicht meckern.

Draußen ist es angenehm kühl für einen Sommertag mitten im Juli.

Der Himmel ist grau verhangen, was es mir erspart einen Sonnenhut  oder Sonnencreme  zu benutzen. Ich bin nämlich empfindlich gegen Sonne, früher bekam ich Sommersprossen und Sonnenbrand, heute Kopfschmerzen und Sonnenbrand wenn ich mich länger als 20 Minuten in praller Sonne aufhalte. Schatten ist mir im Sommer eigentlich am liebsten. Allerdings meine ich nicht unbedingt den Schatten unter Wolken, eher den unter grünen Bäumen oder bunten Sonnenschirmen.  Denn abgesehen von Kopfschmerzen, Sonnenbrand und Sommersprossen hat der Sonnenschein doch auch viel Gutes zu bieten, trist-graue Häuser sehen im Sonnenlicht  gleich viel schöner aus, beinahe mediterran-pittoresk, auch Gärten leuchten bei Sonne ungleich farbiger, als in nebelig-trübem Grau dieser Tage.

Nein, nein, ich will nicht meckern.

Da es ja erfreulicherweise immer wieder kräftig regnet, muss ich im Gärtchen nicht gießen. Schon gar nicht müsste ich das kostbare Nass vom städtischen Wasseranbieter  beziehen, füllt sich doch die Regentonne völlig kostenlos und jeden Tag neu. Damit sie nicht überfließt und sich ihr Inhalt  wohl möglich auch noch in den nachbarlichen Garten ergießt, fülle ich alle Kannen und Eimer  –  und wenn alle Gefäße voll sind, leere ich sie in den kleinen Gartenteich,  dieser hat einen völlig neuen Rekord im Hochwasserstand erreicht und  lässt das überflüssige Wasser ringsum im Erdreich versickern.

Praktisch, nicht?

Die Blumen, die ich in diesem Jahr wieder mal  in Kästen und Kübel gepflanzt habe,  leiden zum Glück auch nicht an Wassermangel, allerdings sind nicht alle Balkonblumen für Dauerregen geeignet, die Blüten werden matschig, bevor sie richtig aufgeblüht sind. Da muss ich mir zum Glück keine Sorgen darum machen, ob bei völligem Erblühen (und Ausreifen) möglicherweise Saatgut anfällt, das im nächsten Jahr austreiben und meine Blumenkomposition ein wenig beeinträchtigen könnte.

Ist doch praktisch, oder?

Der Liebste hat auch weniger im Gärtchen zu tun als sonst. Die Ernte der Josterbeeren – die immer in seinen Aufgabenbereich fällt – haben in diesem Jahr die Amseln besorgt. Vor einer Woche noch war der Busch übervoll mit den dunkelroten Beeren, leider fehlte ihnen zur Süße noch ein wenig Sonne, auch hätten sie ein bisschen praller sein können, also beschloss ich, ihnen noch ein paar Tage zu gönnen. Darauf müssen die Amseln nur gewartet haben, denn als der Liebste am Mittwoch zwischen zwei Regenschauern die Beeren ernten wollte  – ich hatte mit mindesten ca.  2 – 3  kg gerechnet – waren nicht einmal mehr eine handvoll übrig….  Also, liebe Familie, liebe Freunde, in diesem Jahr gibt es weder Josterbeerenmarmelade noch Aufgesetzten. So ein Jammer.   Nun ja, hab ich eben nicht so viel Arbeit mit Beeren waschen und abzupfen, Gläser spülen und Marmelade kochen.

Ist aber doch auch praktisch, oder?

Auf der Wiese hatten wir auch Wetter.

Erfrischenden Regen natürlich und zwischendurch auch mal ein paar Sonnencremetage. Die nutze der Liebste zum Wiese mähen und ich zum Fenster putzen. Das musste einfach mal sein, das mit den Fenstern, meine ich. Aber es geht doch nichts über Regentropfen die an einem frisch geputzten Fenster abperlen…   Es glänzt und sie glitzern. Ist doch schön.

Unwetter hatten wir auch. Unheilvolle Wolken trieben heran vor einem sich immer mehr  verdunkelnden  Himmel bei gleichzeitig irritierendem Licht  – selten habe ich einen so schwarzen Himmel am eigentlich  doch hellen Vormittag gesehen –    und es wurde ganz still…. kein Wind …. kein Hauch …. kein Vogel…. kein Laut ….. NICHTS

 

 

 

 

 

Und dann brach er  los, der Sturm. Regen peitschte gegen die Fenster, knallte auf das Dach,  mein Wetterhahn tanzte wie irrsinnig auf und ab, Odiles Zweige beugten sich tief hinunter und schossen im nächsten Augenblick in die Höhe…

 

So könnte Weltuntergang sein,  dachte ich….   wohl wissend, dass es weitaus schwerere Stürme an der Nordsee gibt und nicht nur da…

 

Über die schweren Stürme, die nicht dem Wetter geschuldet sind, will ich nicht schreiben.

Nicht über Gipfel  –  über denen eben nicht Ruh ist –  und deren „Hauch“ für drei Tage die uns vertraute Welt bewegte …    sonst aber wohl nichts wenn man es   entweder räumlich oder auch faktisch wie  ideell betrachtet.

Nicht über „Hamburg brennt“, wie man großmäulig in Magazinen und Nachrichten verkündete und gar einen Vergleich zu Aleppo anstellte, was ich für dermaßen übertrieben finde, dass es mich noch heute vor Abscheu über so eine Ausdrucksweise schüttelt. „Bürgerkriegsähnliche Zustände“ wurden ausgerufen und  in der „Elphi“ die Freude schöner Götterfunken besungen, während in der Schanze der gewalttätige Mob tobte.  Der Niederschlag in den Medien, offiziellen wie sozialen war entsprechend stürmisch. Von Polizeistaat redeten die einen, von linkem Terror die anderen …  Verhaftungen folgten….  Freilassungen ebenso…  den Rücktritt des Ersten Bürgermeisters  forderten gleich mehrere  Seiten… und von der Polizei  Rechenschaft ….

 

Auf der Wiese beruhigte sich der Sturm – fast so schnell wie er gekommen war.

Das kann man vom „Gipfelsturm“  nicht erhoffen, der Wahlkampf ist eröffnet, es könnte heftig werden…. und in der Folge bitter ….

 

Meine Seele braucht dringend die Ruhe nach dem Sturm…

 

(Dieses Foto entstand im letzten Jahr im Frühling, Odile frisch gestutzt  und kahl….)

 

Solange die Erde steht….

Zeit für die Eberesche II 3. Oktober, 2015

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Meine geliebte Eberesche ….

 

 

Wieder ist es Zeit ihr Loblied zu singen. Nach dem schrecklichen Rupfen vor fünf  Jahren hat sie sich prima erholt und  hat – wie um uns zu zeigen, dass sie unverwüstlich ist –  unglaublich viele neue Triebe gebildet, so dass sie nun fast wieder so hoch ist wie vor dem Rupfen.

 

Der Liebste wird vermutlich nicht noch einmal auf die Leiter steigen…   so wächst und wächst das  einstmals so kleine Bäumchen und erfreut die Vogelwelt  – und uns natürlich auch.

 

 

 

 

Unglaublich viele Beeren hat die Eberesche  in diesem Jahr angesetzt und so herrscht ein reges und munteres Fressen in dem  dichten Geäst  und dem immer noch erstaunlich grünen Blätterwald. Die Amseln machen sich über die Beeren her und entwickeln dabei bewunderungswürdige Taktiken um auch die äußersten Beeren zu erreichen. Viele Meisen tummeln sich in den Zweigen, sie jagen wohl eher kleinste Spinnen, Käfer und Insekten.

Goldener Oktober  im Gärtchen … und doch ist es unverkennbar Herbst geworden… allem Sonnenschein zum Trotz. Im Schatten ist es schon empfindlich kühl da draußen und drinnen wärmt seit gestern wieder die Heizung.

eberesche

 

Meiner Seele tut es gut, einfach nur in das herbstlich goldene Gärtchen zu schauen….

Das Gärtchen… mal wieder… 5. November, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Seit wir das kleine Häuschen auf der Wiese am Meer haben und dort noch viel Arbeit auf uns wartet, ist unser heimisches Gärtchen so ein kleines bisschen vernachlässigt. Doch nicht nur die „Konkurrenz“ am Meer ist Ursache für die nachlassende Fürsorge, auch die Auseinandersetzung mit dem Nachbarn zur Rechten trägt einen großen Teil dazu bei. Mir macht es einfach nicht mehr so viel Freude im Gärtchen rum zu wurschteln  seit das Rankgitter des Nachbarn einerseits die vertraute Optik grundsätzlich verändert hat und uns andererseits dauernd vor Augen führt, dass der Nachbar mit allen Tricks seinen Willen durchsetzt und sich dabei auch nicht scheut, unsere Abwesenheit zu nutzen, um Tatsachen zu schaffen, die sich nur schlecht revidieren lassen. Ich schrieb ja wiederholt darüber.

Wie immer nutzen wir die schönen Oktobertage um das Gärtchen „winterfest und -fein“ zu machen. Die Büsche und Bäume werden gestutzt, verblühte Stauden beschnitten, Blumenzwiebeln in die Erde gebracht und das Gartenmobiliar im kleinen Gartenhäuschen sicher verstaut. So auch in diesem Jahr.

Der liebste Gatte kletterte auf eine sehr hohe Leiter …

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und stutzte die Eberesche so sehr, dass von dem armen Baum kaum noch etwas übrig blieb… auch die Eberesche war hier schon mehrfach Thema 😉  , er stellte die Leiter auch an die Fichte,

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verschwand im dichten Geäst und sägte und machte und tat, dass es ihm eine Lust und mir ein Graus war. Ich stand nämlich am Fuß der Leiter, um nicht zu sagen auf dem Leiterfuß,  und versuchte so gut es ging, das Schwanken ein wenig zu minimieren und dem Gatten das Gefühl der Sicherheit zu suggerieren…. im Ernstfall hätte ich weder die Leiter halten, noch seinen Fall verhindern können. Aber es ging ja alles gut und unten auf dem Rasen türmten sich alsbald die abgesäbelten Äste und Zweige zum Himmel….

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Wir schafften es vor dem einsetzenden schlechten Wetter und bevor wir zur Wiese aufbrachen, zumindest optisch die Ordnung im Gärtchen wieder herzustellen. Ich müsste das Beet am Gartenzaun noch ein bisschen aufhübschen, aber wie gesagt…. mir fehlt dazu die Lust an der Freude. Mit Recht, wie sich schnell herausstellen sollte.

Montag, am späten Abend,  hatten wir uns zur Wiese aufgemacht, dort den Dienstag, Mittwoch und den halben Donnerstag in tiefer Ruh und süßem Frieden verbracht. Dann war es vorbei mit Ruh und Frieden. Der nette Nachbar rief an und fragte: „Sag mal, Rika, habt ihr Herrn Miesemau (Name frei erfunden!)  erlaubt die Fichte zu beschneiden? Der steht nämlich auf der Leiter und schnippelt am Baum rum, dass man es nicht mit ansehn mag und sein Vater hilft ihm dabei…!“

Nein, das hatten wir nicht.

Wohl hatten wir schon Ende September einen Brief des Nachbarn bekommen, in dem er  den Rückschnitt anmahnte, hatten sich doch wieder ein paar Zweiglein und Blättchen in den Luftraum des Nachbarn begeben. Auch hatte der Nachbar mündlich angefragt, ob wir nicht doch die Fichte fällen wollten, uns sogar seine Hilfe dabei angeboten und uns mit der Ankündigung zu verlocken gesucht, er wolle sich an den Kosten für einen kleinen neuen immergrünen Baum beteiligen. Wir hatten ihm jedoch keine Zusage zur Fällaktion gegeben und uns auch sonst nur sehr zurückhaltend zur Fichte geäußert. Das ist ohnehin ein schwieriges Thema, stammt der Baum doch aus einem schönen Waldgebiet bei Kassel, in dem wir manchmal mit den Eltern spazieren gingen. Bei einem dieser Spaziergänge, unser zweitgeborener Sohn war gerade ein halbes Jahr alt, hatte ich einige Winzlinge von Bäumchen aus der Erde gezupft (sie waren nicht länger als mein Zeigefinger) sie zu Hause in Blumentöpfe gepflanzt und sie gehegt und gepflegt und als sie groß genug waren, im Gärtchen ins Beet gesetzt….  Ein Bäumchen ging ein…. eines wurde vor Jahren zum Weihnachtsbaum, ein Baum steht noch und wird Jahr um Jahr in seinem zum  Himmel strebenden Drang beschnitten. Und wer hier schon länger liest, weiß, dass er eigentlich schon im Februar 2010 gefällt werden sollte, aber die Unverschämtheit, mit der der Nachbar uns das Leben schwer machte, das bis heute verhindert hat. Da ist der liebste Gatte stur, ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheit und seinem nach Harmonie und Friede ausgerichtetem Sinn.

Gestern sind wir von der Wiese zurückgekommen…  besahen uns den Baum und fanden darüberhinaus im Briefkasten ein Schreiben des Nachbarn, überaus höflich und freundlich formuliert, in welchem er uns mitteilte, aus Sorge um die Gesundheit meines Mannes das Kürzen der Zweige übernommen zu haben, hätte doch sein Vater beobachtet, dass es meinem Mann nicht möglich gewesen war, noch mehr abzuschneiden, als er es getan hatte. Auch wiederholte der Nachbar sein Angebot, beim Fällen des Baums zu helfen und sich an den Kosten für einen neuen kleinen Baum (etwa 2 Meter hoch) zu beteiligen.

Was soll ich dazu sagen….?

Hätte der Nachbar nicht mit uns darüber sprechen können, dass er  ALLE  Zweige auf „seiner Seite“ selbst beschneiden will, auch die, die weit über der gerichtlich festgelegten  Marke von 2.50 m wachsen und in seinen Hoheitsbereich ragen? (Die unterhalb der Marke wachsen, bzw. wuchsen, hat der liebste Gatte längst beschnitten!!!) Ja, das hätte er.

Musste er wieder unsere Abwesenheit nutzen, um Fakten zu schaffen? Ich meine nein.

„Der Baum bleibt stehen“, meint der liebste Gatte. Eben deshalb!

Neues aus dem Gärtchen… 25. April, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, neues vom gärtchen, vermischtes.
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Vor knapp einem Jahr endete der Rechtsstreit mit unserem Nachbarn um Büsche, Baum und Zaun an der Grenze, ich schrieb ja ellenlange Berichte  darüber, siehe hier

Heute nun wollte ich Lavendel, den ich geschenkt bekommen hatte, im Gärtchen zu einem neuen Zuhause verhelfen. „Wo willst du ihn denn einsetzen?“ fragte der liebste Gatte. „An den Gartenzaun neben dem Eibisch!“ war meine Antwort.

„Das tust du heute besser nicht!“ meinte der Liebste Gatte und wies aus dem Fenster seines Arbeitszimmers.

Im Nachbargarten (in DEM Nachbargarten) war Familie M versammelt (Vater, Mutter, SOHN)  und werkelte eifrig an hohen „Rankgittern“ und buddelten an der im letzten Jahr frisch verlegten Rasenkante, die ja zum „Unfall“ mit unserem Zaun, nein, zum „UMfallen“ unseres Zauns und damit zu einem neuerlichen gerichtlichen Treffen geführt hatte.

Am Zaun werden nun 180 cm hohe Rankgitter gesetzt und sicher mit wunderbar dicht wachsenden Rankgewächsen bepflanzt. Damit hat dann wohl die liebe Seele [des Nachbarn ihre endgültige] Ruh [gefunden]  – und in letzter Konsequenz hat der Herr Nachbar seinen Willen durchgesetzt:  Ein hoher blickdichter RankgitterZaun   trennt ihn von uns!

Im Stillen haben wir mit so einer Aktion gerechnet und so war es mehr der Zeitpunkt als die Tat an sich, die uns heute überrascht hat.

Immerhin gab es ein paar freundliche Worte am Zaun hin und her, wohl auch dank unseres Enkelkindes, das im Gärtchen (vom sicheren Rand der Decke aus)  Gräser und Blätter untersuchte und mit seinen heute erreichten  10 Monaten einfach ein unaussprechlich wonniges Kindchen ist, das jeden Streit und Ärger vergessen macht.

Bei Gelegenheit – und wenn ich das Gärtchen frühlings-sommer-fein gemacht habe -, gibt es auch mal ein Bild vom schönen Rankgitterzaun ….

 

Der Frühling ist im Gärtchen angekommen…. ganz ohne mein Dazutun, darum nun diese Bilder:

MEDION Digital Camera

Das Rankgitter in seiner ganzen Schönheit….

 

MEDION Digital Camera

So schön …..

MEDION Digital Camera

Und nun hoffe ich, dass es sehr schnell sehr grün wird am Gitter….

Aber ich will doch jetzt nicht in den Skiurlaub…. 10. März, 2013

Posted by Rika in aktuell.
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Früher, also  ungefähr vor mehr als 15 Jahren, haben wir so kurz vor den Osterferien gehofft und gebangt, dass der Frühling noch ein bisschen auf sich warten lassen würde. Weil früher fuhren wir meistens – wenn Ostern günstig lag – mit „Allemann“ nach Südtirol, zu unserem Lieblingsskiberg und mit uns ungefähr 50 weitere Personen, die sich alle „beim Günter“ zur Skifreizeit trafen. Schön war das und geliebt haben wir die Freizeiten!!!

Das Wetter da draußen würde mich zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen, wenn, ja wenn wir in froher Erwartung winterlichen Skivergnügens wären.

MEDION Digital Camera

Heute, Sonntag, 10. März 2013, 17.14h !

Sind wir aber nicht!

Seit der gute Onkel Willi keine Skifreizeiten mehr anbietet – das Alter -, die Kinder groß und kein Mensch mehr auf die Ferien angewiesen ist, weil ich ja nun auch im glücklichen Ruhestand bin, fahren wir nicht mehr „über Ostern“ in die Berge um Ski zu fahren. Wie oft blühten hier schon die Forsythien, strahlte die Sonne vom blankblauen Himmel und roch es wunderbar nach Frühling…. und wir sehnten uns nach Winterwetter und Schnee und guten Pistenbedingungen!

Auch in Südtirol war oft schon der Winter so gut wie vorbei, unten in den Tälern erfreuten blühende Mandelbäumchen, Narzissen und Tulpen die nicht skifahrenden Gäste, während die Skifahrer spätestens ab Mittag mit sprudelnden Bächlein neben und Matschschnee auf der Piste rechnen mussten…. nicht zu jedermanns Vergnügen, zu meinem jedenfalls nicht. Ich fahre lieber über eine harte Piste als durch Sulzschnee…. das ist auch für meine geschundenen Kniee besser. Rund um Tonis Hütte waren die Wiesen voller zartblauer Krokusse und wer zu lange hemdsärmelig auf der Terrasse saß holte sich einen kräftigen Sonenbrand…

Früher, eben!

Heute schaue ich aus dem Fenster in leise rieselnden Schnee, nur das nicht Weihnachten, sondern Ostern vor der Tür steht. Die ersten Zug- oder Strichvögel, die unsere Eberesche vor gut 10 Tagen angeflogen haben und sich seitdem an den Futterstellen laben, scheinen irritiert zu sein von all dem kalten Weiß um sie herum. Da geht es mir ganz ähnlich!

Mein innerer Kompass steht auf frühlingsfrische Gartenarbeit, Terrasse sommerfein machen und Schalen und Kästen mit Frühlingsblumen füllen.

Nix und nichts da!

Leise rieselt der Schnee (ich sagte es ja schon), still und starr ruht der See (der kleine Gartenteich), weihnachtlich glänzet der Wald (Tanne und Koniferen), freue dich, Ostern wird’s bald….

Verkehrte Welt, Weihnachten schaute ich in einen frühlingsgrünen Garten….

Nun ja, ich will nicht meckern.

All die vielen Familien, die sich jetzt auf Skiferien freuen, werden dankbar und glücklich sein. Es sei ihnen gegönnt.

Und irgendwann, soviel ist gewiss, wird auch bei uns hier die Sonne jeden Schnee vertreiben und die Blumen hervorlocken…

Ich kann warten…. jedenfalls noch ein bisschen!

Das Gärtchen wartet… 28. Oktober, 2012

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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auf meine ordnende Hand, vor allem aber darauf, dass ich es endlich winterfest mache.

Ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen. Denn seit die Wiese am Meer Freude und Arbeit bedeutet, ist das Gärtchen in die zweite Reihe gerückt; eigentlich müsste es heißen: Gerückt worden.

Von mir!

Nicht, dass ich mich nicht kümmern wollte, aber seit dem letzten Arbeitseinsatz auf der Wiese zwickt  der Rücken und verhindert jede Gartenarbeit.

Vielleicht ist das Gärtchen ja jetzt ein bisschen beleidigt, weil ich ihm nicht mehr meine ungeteilte Aufmerksamkeit widme. Ich verspreche aber mit meinem großen Gärtnerinnenehrenwort, dass ich ihm wieder alle Liebe und Pflege zukommen lassen werde, sobald die Wiese „fertig“ ist (das wird zwar noch ein bisschen dauern, aber das muss man dem Gärtchen ja nicht verraten!)

 

 

Zum Glück hat der Winter bei uns noch nicht Einzug gehalten.

Ich komme nämlich auch morgen nicht dazu, die Blätter zusammenzufegen, die Pumpen aus den kleinen Teichen zu nehmen und die Terrassenmöbel der „Schwedenecke“ ins Häuschen zu räumen. Denn morgen beginnt wieder eine „Wiesenwoche“, d.h. der letzte Arbeitseinsatz vor dem Winter. Ein paar Büsche müssen noch eingepflanzt und ein paar Blumenzwiebeln verbuddelt werden…. (Selbstverständlich werde ich mir die größte Zurückhaltung auferlegen und dem besten Ehemann die körperlich schweren Arbeiten freiwillig überlassen, ich übernehme dafür die Verantwortung für die Durchführung… 😉  ) Aber dann, ich schwöre, dann ist das Gärtchen dran und es wird so fein und winterfest gemacht, wie es mir nur möglich ist.

Hoffentlich hat der Winter noch ein bisschen Geduld und verweilt noch ein wenig im Süden bevor er zu uns in den Norden kommt…. Sonst könnte es zum ersten Mal nach 30 Jahren passieren, dass das Gärtchen unversorgt der kalten Jahreszeit standhalten muss…

*****

Ach ja, der Eberesche geht es gut! Sie hatte in diesem Jahr nur mäßig Blüten angesetzt und demzufolge kaum Früchte,  die wenigen haben die Amseln schon vertilgt. Dafür hat sie sehr viele neue Zweige gebildet, was nach dem „Rupfen“ vor zwei Jahren ausgesprochen schön ist, wobei der Meinige schon darauf lauert, die neuen Triebe einzukürzen, man soll ja die Bäume bekanntlich nicht in den Himmel wachsen lassen, schon gar nicht, wenn sie die Aussicht aus dem Arbeitszimmer versperren… 😉