jump to navigation

Gute Nachrichten sehen anders aus… 5. September, 2022

Posted by Rika in aktuell.
Tags: , , , , , , , ,
2 comments

Russlands Gas-Lieferstopp treibt die Preise in Richtung Rekordhoch. Seit Freitag verteuerte sich Gas um etwa 35 Prozent. Wegen der Energiekrise wächst die Angst vor einer Rezession.

Von Thomas Spinnler, tageschau.de

Der erneute Stopp russischer Gaslieferungen hat den Gaspreis nach oben schießen lassen. Heute kletterte der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas um etwa 72,5 Euro auf zuletzt 281 Euro je Megawattstunde. Das entspricht einem Plus von rund 35 Prozent auf die Notierung vom vergangenen Freitag. Der TTF-Kontrakt gilt als eine Richtschnur für das europäische Preisniveau.

Damit ist eine Zeit tendenziell sinkender Preise zumindest vorerst beendet. In der vergangenen Woche waren die Notierungen noch gefallen; Investoren hatten damit auf die Tatsache reagiert, dass die europäische Gasspeicher schneller befüllt wurden als erwartet. Aktuell sind beispielsweise die deutschen Gasspeicher zu rund 86 Prozent befüllt. Im vergangenen Jahr hatte der Stand zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch bei etwa 60 Prozent gelegen.“     

Quelle

„Aktuell sind beispielsweise die deutschen Gasspeicher zu rund 86 Prozent befüllt. Im vergangenen Jahr hatte der Stand zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch bei etwa 60 Prozent gelegen.“    

Das ist doch tröstlich, dass die Gasspeicher bereits zu 85 % gefüllt sind, da können wir uns doch alle beruhigt zurücklehnen ….

Die Frage ist nur, von wem und wie und zu welchem Preis wird gerade das Gas eingeführt, das nicht in den Speichern landet, sondern sofort verbraucht werden soll und muss, da sowohl die Industrie, wie die Gaskraftwerke und auch die privaten Haushalte am Gas hängen, ob sie wollen oder nicht!

Noch ist das Wetter gut, die Gasheizungen bleiben im niedrigen Modus, versorgen die Bewohner allenfalls mit warmem Wasser.

Dass aber gleichzeitig die Preise sämtlicher Versorgungsgüter steigen und steigen, geht bei dieser „tröstlichen“ Bekanntgabe der bereits zu 85% gefüllten Speicher nahezu komplett unter, bzw. wird verschämt mit der Aussage „Wegen der Energiekrise wächst die Angst vor einer Rezession.“ umschrieben. Die Angst um eine Rezession haben sicherlich die verantwortlichen Politiker und Bankfachleute, die berühmten „kleinen Leute“ bangen aber darum, wie sie einigermaßen heil und ohne große Schulden aufzuhäufen durch den Herbst und Winter kommen können.

Wohl denen, die einen gut gefüllten Kleiderschrank mit warmen Klamotten haben und nicht auch noch hohe Ausgaben für Winterkleidung befürchten müssen. Denn dass wir uns alle nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich warm anziehen müssen, ist ganz sicher keine Spökenkiekerei.

Als ehemalige Fachlehrerin für ‚Familienhauswesen‘ und mit den Erfahrungen der Nachkriegskindheit erlaube ich mir auch den Hinweis darauf, dass es vernünftig ist, bereits jetzt einen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln anzulegen, u.a. auch solchen, die bereits „gar gekocht“ und in Dosen gut verschlossen sind. Wer weiß, wie es mit der Stromversorgung weitergehen wird, da macht es Sinn, sich auf alte Methoden der Vorratshaltung zu besinnen und weniger Lebensmittel in der Tiefkühltruhe zu horten, als vielmehr in Einweckgläsern und Dosen bereitzuhalten für den großen Blackout… oder einfach nur, um vor den steigenden Preisen einen kleinen Vorsprung hinzulegen.

Bleibt besonnen, klug und weise – und gesund!

Werbung

Von Kühen, Schafen und Sommerwetter… 28. August, 2022

Posted by Rika in aktuell.
Tags: , , , , , , , , , , , , ,
2 comments

(Nicht nur) Von Kühen, Schafen und Sommerwetter soll hier die Rede sein.

„Das Beste am Norden sind …“

So beginnen wunderbare Werbesprüche, die der NDR von Zeit zu Zeit sendet und in denen einige Eingeborene Norddeutschlands die Besonderheiten ihrer Heimat auf witzige Weise anpreisen können. Mir machen diese Liebeserklärungen an norddeutsche Frauen, Hühner, Schafe, Deiche, Trecker und was es sonst noch so auf dem Land gibt, unendlich viel Spaß.

Das Beste am Norden ist unsere Wiese…

Das ist für mich das Beste am Norden, dieses kleine Stückchen Land hinterm Deich, mit einem ebenfalls kleinen Häuschen darauf, aber mit dem weiten Blick über die Felder, die immer den Jahreszeiten entsprechend ihr Aussehen verändern und die jetzt schon sehr deutlich den Herbst ankündigen. Das Rapsfeld vor unserer Nase, das im Frühjahr so strahlend gelb und mit betörendem Duft blühte, ist längst abgeerntet. Vor ein paar Tagen zog der Bauer die erste Pflugbahn am Graben entlang … unterließ dann aber jedes weitere Pflügen, was mich dazu anregte, über den Sinn seines Tuns nachzudenken, ohne aber zu einem Ergebnis zu kommen.

Das – Nachzudenken über das, was vor meiner Nase geschieht – ist etwas richtig Gutes am Norden und an der Wiese. Ich bin etwas weiter weg von den täglichen Horrormeldungen, die mir via Zeitung, Fernsehen und Smartphone zugespielt werden. Ich schaue den Wolken nach, die jetzt, nach den heißen Tagen, wieder für kühlere Temperaturen sorgen, beobachte die jungen Elstern, die über die Wiese spazieren, als seien sie die Herrscher eines kleinen Königreichs, sehe den Weiden zu, deren Zweige im Wind hin und her wogen – das passt so gut zu Odile, wie eine der Weiden heißt, die ja, genau, tatsächlich nach „der“ Odile aus dem Ballett Schwanensee benannt ist….

Zu meinem Blickfeld gehören auch einige Windräder des nahen „Windparks“. Im Moment drehen sich fast alle, vor einer Stunde noch standen einige der Rotoren aber still. Vermutlich benötigt man gerade nicht den gesamten Strom, die die Dinger bei gutem Wind produzieren, wird doch in diesen Tagen, wie ich unlängst las und hier auch weitergab, die elektrische Energie durch die Verstromung von kostbarem Gas erzeugt, da würde der Überschuss durch die Windkraftanlagen eher stören.

Über Sinn und Zweck der Gasumlage will ich jetzt nicht weiter nachdenken, ich erlaube mir stattdessen aber doch den Hinweis auf einen Artikel, den ich vorgestern oder gestern las und in dem der Herr über die Umwelt mitteilte, „Legionen von Juristen“ hätten ihn vor der Regelung gewarnt, die er – um die Versorger, nicht aber die Abnehmer zu retten – allen zumutet, die irgendwie am Gasnetz hängen. Trotz der vielen Fachleute im Wirtschaftsministerium sei es offenbar nicht gelungen, die Folgen dieser „Gasumlage“ genannten Regelung in den Blick zu nehmen. Man fragt sich angesichts dieses ministeriellen Eingeständnisses natürlich, welche möglichen Folgen möglicher Regelungen ebenso wenig in den Blick genommen werden und ob es möglicherweise einen Zusammenhang geben könnte zwischen Wissen und Kompetenz des Ministers und dem nicht vorhandenen Weitblick. Ich meine ja nur, dass es doch seltsam anmutet, dass der Wirtschaftsminister einer der stärksten Volkswirtschaften der Welt keine Ahnung zu haben scheint von der Materie, mit der er es zu tun hat. „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ habe ich noch in der Schule gelernt, was nichts anderes bedeutete, als dass man von den Dingen, über die man redet, doch irgendwie Ahnung haben sollte, gar nicht erst zu reden von den Entscheidungen, die ein „Schuster“ nicht in seiner ureigensten Profession trifft, sondern in völliger Verkennung seiner Kompetenzen für gänzlich andere Gewerke und Wirtschaftszweige anordnet.

Anordnungen ganz anderer Art, so konnte man es auch in diesen Tagen lesen, sind ganz furchtbar „in die Hose gegangen“, um es salopp zu formulieren. Meine Rede ist von dem Erstellen und dem Verhindern von Büchern, d.h, die Bücher wurden zwar erstellt, der Verkauf aber verhindert, nachdem einige wenige besonders Erleuchtete den Verlag darauf aufmerksam gemacht hatten, dass die Bücher nicht dem korrekten Umgang mit dem hochsensiblen Thema „indigene Kulturen“ entsprachen. Wie man seither in vielen, vielen Artikeln lesen kann, gibt es tatsächlich auch Befürworter der Anordnung des Verlags, ich gehe aber davon aus – eine Statistik dazu habe ich weder gesucht noch gefunden – dass die „Ablehner“ dieser Maßnahme die Mehrheit bilden und einigen wenigen Zeitgenossen die ganze Diskussion schlicht nur auf den berühmten Keks geht. Karl Mays wundersame Erzählungen aus der neuen Welt über das Aufeinandertreffen völlig verschiedener Kulturen, die Freundschaft zwischen den Protagonisten dieser Kulturen, wie auch die ebenso beschriebenen feindlichen Aktivitäten sollen nicht mehr Jugendlichen zugänglich gemacht werden. Ob auch „Lederstrumpf“ unter den Bann fällt, habe ich zwar noch nicht gehört, aber davon ist doch auszugehen. Wir Deutschen hatten immer schon einen Hang für radikale Lösungen, die Scheiterhaufen, auf denen die Bücher verbrannt wurden, die nicht ins Schema der erwünschten politisch-kulturellen „Bildung“ passten, sollten uns doch Mahnung sein und eben nicht Vorbild, auch wenn die Ächtung heute nicht mehr bei nächtlichen Feuern auf öffentlichen Plätzen zelebriert wird, sondern der Sturm der Empörung sich auf den sogenannten sozialen Netzwerken austobt – wäre es da nicht besser, von „Unsozialen Netzwerken“ zu reden?!

Reden muss man dieser Tage natürlich auch über das Wetter. Niemals, so behauptet man, sei ein Sommer so heiß und so trocken gewesen. Das „niemals“ bezieht sich jedoch auf die Zeit, seit es wissenschaftlich verbriefte und kommentierte Wetteraufzeichnungen gibt. Was davor war, fällt wegen mangelnder Beweise einfach unter den bekannten Tisch. Meine Erinnerungen an „gefühlt“ heißeste Sommer aller Zeiten in meiner Kindheit taugen leider nicht als Argument gegen jedwede Krisenhysterie, mit der die Wetternachrichten allabendlich das Fernsehvolk zu schocken suchen. „Alarm, Alarm“ schallt es allerorten. Getreide verdorrt auf den Feldern, Bäche versiegen, der stolze „Vater Rhein in seinem Bett“ ist auf ein kaum noch schiffbares Rinnsal geschrumpft, in den Talsperren werden längst versunkene Dörfer wieder sichtbar und in der Oder sterben die Fische. Klar, da kann man es schon mit der Angst zu tun kriegen. In den Flüssen meiner Kindheit gab es allerdings gar keine Fische, so dreckig waren sie, verseucht von den Einleitungen der Metall verarbeitenden Betriebe an den Flussläufen und den sie speisenden Bächen. 50 Jahre später tummeln sich Fische und Schwimmer im und Kanufahrer auf dem Wasser von Lenne und Ruhr – und auch der Rhein, der einst so schmutzig war, dass ein Bad darin einem geplanten Suizid gleich kam, ist wieder sauber. Fulda und Werra, die die Weser zur Weser machen, liefern kaum noch Schlagzeilen, das war vor 35 Jahren auch noch anders, als vor allem die Abwässer des Kaliabbau an der Werra den Fluss zu einer tödlichen Gefahr für Wassertiere machten. Die Umweltschutzministerin sollte daher nicht auf „jahrelang anhaltenden Katastrophenmodus“ schalten, sondern auf „Ärmel hochkrempeln“ und so schnell wie möglich die Ursache finden um die Schäden so schnellstmöglich beseitigen.

Schäden sind auch bei den verheerenden Feuern zu beklagen. Es ist schrecklich, verkohlte Wälder zu sehen, rußgeschwärzte Stämme einst wunderbarer Kiefern und Fichten zu sehen. Aber, auch das wird berichtet, zwischen den schwarzen, toten Stümpfen regt sich neues Grün. Viel schneller, als die Katastrophenhysteriker auch nur geahnt haben. – Da fällt mir ein, dass Brandrodungen nicht nur im heutigen Amazonasgebiet üblich sind, sondern in früheren Jahrhunderten auch in Europa ein beliebtes Mittel waren, den Boden für den Ackerbau zu bereiten.

Ich will mich einfach nicht mehr von den Katastrophenmeldungen der diversen Panikorchester in Schockstarre versetzen lassen. Ich schaue aus dem Fenster des Häuschens auf der Wiese in die mich umgebende Natur und vertraue auf die alte Zusage, dass nicht aufhören soll „Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht!“

Zum Glück haben wir es immer noch nicht in der Hand, Gezeiten, Wind und Regen, Unwetter, Jahreszeiten, Frost und Hitze unserem Willen unterzuordnen.

Aber wir haben es in der Hand, Vorsorge* zu treffen…. Der Deich, der mich vor dem Wüten der Nordsee schützt und den ich von unserer Terrasse in weniger als einem halben Kilometer Entfernung sehen kann, ist dafür ein gutes Zeugnis.

Selbst die Kühe, die vor dem Deich in den Salzwiesen grasen oder die Schafe, die die Grasnarbe auf den Deichen kurz, dicht und fest halten, sind ein Zeichen des Vertrauens in die Natur. Bauern und Schäfer würden ihre Tiere dort nicht weiden lassen, wenn sie nicht sicher sein könnten, dass ihre Tiere in den Sommermonaten dort gut aufgehoben sind….*** sofern nicht die Wölfe über die Deiche kommen, aber das ist ein anderes Thema… in meiner hannoverschen Heimatgegend wurden erst vor kurzem wieder zwei junge Pferde gerissen….


**Vorsorge: Wer jemals in Israel war, bekommt eine Ahnung davon, wie eine vernünftige Wasserwirtschaft in einem überaus regenarmen Land aussehen muss. Statt also an der CO2-Schraube zu drehen, ohne damit irgendeinen spürbaren Effekt zu erzielen, sollten sich die Klimabesorgten bei israelischen Landwirten schlaumachen, wie man sparsam mit wenig Wasser Getreide, Gemüse, Tomaten, Apfelbäume oder Palmen bewässern kann. Sinnvoll wäre es auch, sich bei den erwarteten Temperaturen nicht mit Dämmungen der Häuser gegen Kälte zu beschäftigen, sondern mit Vorrichtungen, die die Wärme draußen lassen und Häuser kühl halten. Und wenn hier keine deutschen Eichen mehr wachsen wollen, pflanzen wir eben Dattelpalmen an… sage ich mit einem Augenzwinkern. Die Wärme war doch auch ganz schön, oder? Wann sonst kann man bis spätnachts draußen sitzen und den Sternen zusehen, ohne sich in einen Pelzmantel hüllen zu müssen…

*** Ganz sicher würden die Tiere bei einer Wettervorhersage, die Unheil ankündigt, von ihren Besitzern in Sicherheit gebracht.

Am Ende des Sommers gehören Salzwiesen und Deiche ohnehin nur den Seevögeln…

Gerade fängt es an zu nieseln…. ganz leicht.

Teurer Beistand…. 29. Juli, 2022

Posted by Rika in aktuell.
Tags: , , , ,
add a comment

Dass es teuer wird, hören wir ja immer deutlicher. Solidarität ist eben nicht nur eine freundliche Haltung, sie ist auch ein teures Gut, sowohl ideell wie finanziell.

Ideell werden wir alle eingeschworen auf den Kampf Gut gegen Böse, und es ist völlig klar, wer gut und wer böse ist. Das will ich hier nicht debattieren, denn es wäre vermutlich auch böse, allzu genau nachzufragen, wie gut und böse definiert wird und wer darüber entscheidet. Gestern lieferte Monitor dazu einen „sehr guten“ Beitrag. Böse ist zum Beispiel nach Meinung der Monitor-Redaktion, wer sich gegen Abtreibung ausspricht, evangelikalen Kreisen angehört, sich auf der Seite der orthodoxen Christen wohler fühlt, als bei den bekennenden Atheisten, in Weltanschauungsfragen eine andere Meinung hat als Georg Restle und nicht nur Putin für gefährlich hält, sondern auch anderen Kriegsbefürwortern nicht über den Weg traut. Als besonders gefährliches Beispiel wurde die Regensburgerin Gloria von Turn und Taxis vorgeführt, die alle diese negativen Haltungen von A wie Abtreibung bis Z wie Zelenskyj in ihrer Person vereinigt. In einem Land, das sich bisher so viel auf die herrschende Meinungsfreiheit einbildete, ist es schon ziemlich gefährlich, sich öffentlich so zu positionieren, wie es die einst so schillernde Fürstin wortgewandt und gar nicht furchtsam tut. Auch wenn ich ihr nicht in allen Positionen zustimme, bewundernswert finde ich es schon, dass sie so unumwunden ihre Meinung kundtut, auch wenn sie dafür gescholten wird.

Mehr Mut zu eigenem Denken und Reden wäre uns allen zu wünschen… meine und denke ich. 😉

Die finanzielle Seite unserer uneingeschränkten Solidarität mit der Ukraine ist bereits jetzt spürbar durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Sie wird für viele Familien aber im Herbst zu dramatischen Situationen führen, wenn nämlich die beschlossene „Gasumlage“ zur Rettung der Gasversorger in ganzer Härte auch bei den Endverbrauchern eintrifft.

In einem Paar-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 12.000 kWh liegen die zusätzlichen Kosten durch die Umlage laut Check24 zwischen 214 und 714 Euro. Für einen Single-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 kWh Gas pro Jahr sind Mehrkosten zwischen 89 Euro und 298 Euro zu erwarten. Auch das Verbrauchsportal Verivox hat Modellrechnungen erstellt und kommt zu denselben Zahlen wie Check24.

Das ist für Leute mit einem hohen und vor allem sicheren Einkommen vermutlich zu verkraften, aber für Familien oder einzelne Personen, die ohnehin nicht auf Rosen gebettet sind, wird jeder Euro weniger im geplanten Etat ganz bitter zu Buche schlagen.

Wirtschaftsminister Habeck betonte, dass es Entlastungen für jene Bürger geben werde, die wegen der Umlage an die Armutsgrenze rutschten: „Das ist kein guter Schritt, aber ein notwendiger Schritt.“ Tragbar werde er durch soziale Ausgleichsmaßnahmen.“

Aber auch diese Ausgleichsmaßnahmen bringt ja nicht der Nikolaus oder der Weihnachtsmann. Ich bin immer erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit bei diesen Berechnungen unterschlagen wird, dass das dafür notwendige Geld ja zunächst erwirtschaftet werden und dann in Form von Steuern dem Staat zur Verfügung gestellt werden muss. Geld, das zudem an anderen Stellen nicht mehr ausgegeben werden kann, weil auch der Wirtschaftsminister wie die schwäbische Hausfrau jeden Euro nur einmal einsetzen kann, um damit Notwendiges zu bezahlen.

Die geplante Umlage für alle Gaskunden soll voraussichtlich ab dem 1. Oktober gelten. Die genaue Höhe der Umlage solle bis Mitte oder Ende August im Internet veröffentlicht werden, hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Sie hänge davon ab, welche Ausgleichsansprüche die Gasimporteure geltend machten.

Betroffen von der Gasumlage sind Millionen Deutsche. Etwa die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt. Über die Umlage sollen Versorger die stark gestiegenen Einkaufspreise wegen der zuletzt immer stärker gedrosselten russischen Lieferungen an alle Gasverbraucher weitergeben können. Geplant ist, dass Importeure 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage weiterreichen können. Bis Ende September müssen die Importeure ihre Kosten noch selbst tragen.

Ich verkneife mir an dieser Stelle die Frage, wie hoch die Profite der Importeure in den vergangenen Jahren waren und wo sie möglicherweise sicher gebunkert sind…

Der Stadtwerke-Verband fordert von der Politik schnelle Klarheit, um Kundinnen und Kunden rechtssicher über die Höhe der Gasumlage informieren zu können. „Andernfalls müssen Stadtwerke vorübergehend für ihre Kunden die Umlage bezahlen, was die wenigsten auch nur kurze Zeit durchhalten können“, sagte eine Sprecherin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Verband forderte eine Vorbereitungszeit von acht bis zehn Wochen.

Verbraucherschützer pochen indes darauf, dass zusätzliche Entlastungen für Haushalte mit niedrigen Einkommen jetzt schnell kommen. „Wenn die Umlage zum 1. Oktober kommt, muss das Hilfspaket der Bundesregierung für die Verbraucherinnen und Verbraucher stehen“, sagte Ramona Pop, Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.“

Spätestens im Herbst stehen uns heiße Debatten und kalte Tage bevor.

Heute las ich in der Zeitung, dass die Stadt Hannover überlegt, die Temperatur in den Klassenräumen der Schulen zu drosseln.

Mit den Kindern kann man es ja machen…

Nach zwei Jahren mit schlecht organisierten Corona-Schutzmaßnahmen in den Schulen ist nun Frieren für den Krieg in der Ukraine angesagt….

Der Bumerang, in Form der Sanktionen gegen Russland, ist inzwischen mit aller Wucht bei uns angekommen.

Ich vergaß mitzuteilen, aus welcher Quelle die Zitate stammen. Sie finden sich hier.

Unter dem Radar? 3. Juni, 2022

Posted by Rika in aktuell.
Tags: , , , , , ,
add a comment

Der Krieg gegen die Ukraine steht seit Wochen im ungeteilten Fokus medialer Aufmerksamkeit.

In diesen Wochen werden wir täglich mit erschütternden Bildern und Reportagen konfrontiert, womit – so denke ich – aber langsam eine Grenze des Erträglichen erreicht wird. Nicht etwa, weil uns die Lage der Menschen in der Ukraine gleichgültig wird, sondern weil unser eingebautes „Alarmsystem“ bei Daueralarm irgendwann abschaltet. Man kann es nicht mehr hören, schaltet ab. Das ist vielleicht nicht die ganz feine Art, mit den Problemen anderer Menschen umzugehen, aber dennoch eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Das intuitive Ausschalten des Daueralarms macht uns wieder handlungsfähig,  müssen wir doch handlungsfähig bleiben, um mit gut durchdachtem Vorgehen die Ursachen des Alarms angehen und zu Lösungen kommen zu können.

Zu den Alarmtönen gehören ganz sicher auch die immer unverschämter gestellten Forderungen der „Kriegsteilnehmer“ nach schweren Waffen, seien es die vom Krieg tatsächlich bedrohten und betroffenen ukrainischen Politiker oder die deutschen Sympathisanten der ukrainischen Verteidiger, die den Kanzler und die Regierung bestürmen, ohne Rücksicht auf die gesamte Gemengelage, die Ukraine mit modernsten und schwersten Waffen zu versorgen und dabei sogar einen Gegenschlag Russlands auch auf die EU und die Nato-Staaten in Kauf zu nehmen.

Der Daueralarm, dem wir ausgesetzt sind, hat aber für eine ganz andere politische Entwicklung höchst positive Eigenschaften: Er hält alle anderen Themen unter dem Radar der Aufmerksamkeit. Doch nicht nur das, die mit dem Krieg in der Ukraine verbundenen wirtschaftlichen Sanktionen beschleunigen ein Vorhaben, das ohne das Kriegsgeschehen vermutlich heftigste Diskussionen auslösen würde.

Dazu fand ich heute diesen interessanten Beitrag, der aber nicht nur mich „alarmieren“ sollte.

Hier kann man ihn nachlesen:   https://eike-klima-energie.eu/2022/06/03/die-zerstoerung-des-deutschen-gasnetzes/

Es geht um nichts Geringeres als um den Rückbau einer Infrastruktur, die bisher die private, wie die industrielle Versorgung mit einem der wichtigsten Energieträger sicherstellte.

Dass dieses Vorhaben in dem von Habeck geführten Wirtschaftsministerium vorangetrieben wird, kann eigentlich nur diejenigen verwundern, die in Robert Habeck einen netten Mann sehen, der zwar eine Vision von einer zukünftigen heilen Welt hat und dabei als gutmütiger Onkel angesehen wird, der aber nicht daran denken würde, die jetzige Grundlage für unser Wohlergehen zerstören zu wollen. Doch genau das ist der Plan:

„Patrick Graichen, Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), hatte auf der Handelsblatt-Tagung „Stadtwerke 2022“ am 10. Mai 2022 in Berlin die Stadtwerke aufgefordert, mit den Planungen zum Rückbau zu beginnen. Graichen führte zur Begründung aus: „Natürlich ist im Jahr 2045 da kein Gas mehr in den Netzen“ und der Betrieb einzelner Heizungen mit klimaneutralem Wasserstoff als Erdgasersatz sei „Träumerei“, wie die „Welt“ berichtete. Bis 2025 sollte es in jeder Kommune eine Wärmeplanung geben, die klare Vorgaben macht, wie lange noch welches Gasnetz betrieben werde, sagte der Staatsekretär. Das wäre dann der dritte finale Anschlag auf die Sicherheit der Energieversorgung Deutschlands: nach dem Kernenergie- und dem Kohleausstieg folgt der Erdgasausstieg.“

Es geht in dieser Vorlage nicht nur um die Einstellung der Gasversorgung, es geht darum, die Infrastruktur, das Leitungsnetz zu zerstören…. „zurückzubauen“ hört sich ja viel harmloser an, nicht wahr?

„Das Oster-Paket des Dr. Robert Habeck

Die Bundesregierung hat dem Bundestag ein Gesetzespaket zur Änderung der Stromerzeugung in Deutschland (genannt Oster-Paket) zugeleitet. Zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren in allen Rechtsbereichen soll im Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) der Grundsatz verankert werden, dass „die Nutzung erneuerbarer Energien im überragenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient“. In der Begründung des Gesetzesentwurfs heißt es weiter: „Im Jahr 2030 sollen mindestens 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, und bereits im Jahr 2035 soll die Stromversorgung fast vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden“. Die Strommenge soll bis 2035 auf 750 Terawattstunden (TWh) ansteigen, um Elektromobilität und Wärmepumpen zusätzlich mit Strom zu versorgen. Bis 2030 sollen bereits 600 TWh aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Solar und Wind, stammen. Wie realistisch ist das? Wie versorgungssicher ist das? Und wie teuer wird das?  Darüber schweigt das Gesetzespaket. Der heutige Stromverbrauchmix zeigt die Ausgangslage.(Quelle: BDEW Jahresbericht 2021, S. 33)

Ich will hier nicht weitere Absätze des ganzen Berichts zitieren. Jeder kann den Beitrag lesen.

Mir graut es vor diesen Vorhaben und seinen Folgen… und beinahe bin ich froh, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit die vollständige Umsetzung des Plans im Jahr 2045   (sollte er tatsächlich so durchgeführt werden) aus Altersgründen nicht erleben werde.

%d Bloggern gefällt das: