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Die vom Völkerrecht kommt…. 28. Januar, 2023

Posted by Rika in aktuell.
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Mit unnachahmlicher Chuzpe tanzt Annalena Baerbock durch die große Welt der Politik, verteilt Watschen an hochrangige Repräsentanten „befreundeter“ Staaten, gibt ungefragt Nachhilfe in feministischer Außenpolitik und erklärt mal kurz und nebenbei, dass die Staaten der EU sich im Krieg gegen Russland befinden.

Baerbocks Äußerung: Sind wir im Krieg mit Russland? (msn.com)

Und immer noch wird sie von den Medien nicht etwa öffentlich kritisiert, nein, die Journalisten beeilen sich, ihr beizuspringen, das AA liefert nachträglich die Formulierungen, die die Kriegserklärung relativieren sollen, der Kanzler widerspricht klar und deutlich, aber mehr hat die Lichtgestalt der deutsch-grünen Bewegung nicht zu befürchten, über eine Remission der plappernden, vom Völkerrecht kommenden „Spitzenpolitikerin“ wird nicht einmal ansatzweise auch nur gemunkelt.

Dabei müsste Frau Baerbock, die laut Eigenauskunft aus dem Völkerrecht kommt, doch mit besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht agieren und dabei auch bei spontanen Äußerungen nicht die Tatsache aus dem Blick verlieren, dass sie nicht als Annalena aus Pattensen redet, sondern als die Chefin des Außenministeriums der Bundesrepublik Deutschland, was allen ihren Aussagen ein besonderes Gewicht verleiht.

Wie besonders, machen diese Erklärungen in dem oben verlinkten Artikel deutlich, dort heißt es:

Anerkannt ist, dass gerade Außenminister ihren Staat durch einseitige Erklärungen völkerrechtlich binden können. Das gilt nach einem Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag selbst dann, wenn die Erklärung etwa auf einer Pressekonferenz abgegeben wurde. So hatte etwa der Internationale Gerichtshof 1974 im Verfahren zu französischen Atomtests eine Äußerung des französischen Verteidigungsministers zu der Frage, ob Frankreich seine oberirdischen Atomtests einstellen werde, als völkerrechtlich relevant angesehen.

Sollte man nicht annehmen, dass eine „aus dem Völkerrecht Kommende“ um die Brisanz ihrer Erklärungen weiß und darum sorgfältig abwägt, was und wie sie etwas sagt? Hat sie doch, anders als Lieschen Müller „darauf studiert“, wie es umgangssprachlich gerne formuliert wird, wenn man hervorheben möchte, dass die Kompetenz für eine berufliche Position durch ein Studium erworben wurde.

Wie kann es aber sein, dass ihr solche grundsätzlichen Erkenntnisse zur rechtlichen Verbindlichkeit offenbar völlig fremd sind? Oder – und das wäre allerdings ein weitaus größeres Verhängnis – sie redet gar nicht unbesonnen daher, sondern weiß sehr genau, was sie mal eben so nebenbei durch einen scheinbar unabsichtlich gesprochenen Satz anrichtet und es war ihr Kalkül, genau das zu intendieren: Wir befinden uns im Krieg gegen Russland – und es wird Zeit, das öffentlich zu sagen und auch entsprechend zu handeln, füge ich gedanklich hinzu.

Kann man solche Handlungen wirklich einer verantwortungsbewussten Ministerin durchgehen lassen? Wiegen diese Sätze nicht schwerer, als das zögerliche Handeln der zurückgetretenen Ministerin der Verteidigung, der man Unfähigkeit im Amt nachsagt – ob zu Recht, kann und will ich nicht beurteilen.

Aber ist eine – wenn auch nur versehentliche – „Kriegserklärung gegen Russland“ nicht ebenso eklatantes Versagen, Zeichen der Unfähigkeit im wichtigen Amt?

Es ist, wie der Artikel auch zeigt, ja nicht der erste dahergeplapperte Satz der Ministerin, der im Nachhinein einige Erklärungen verlangt. Auch in der Frage der Panzerlieferung an die Ukraine plauderte sie gekonnt-naiv oder doch mit gezielter Absicht und schuf somit Fakten.

Mit Recht freilich stehen solche Äußerungen Baerbocks unter einem besonderen Lichtkegel. Sie kann als Außenministerin Deutschland völkerrechtlich binden. So wies der Potsdamer Völkerrechtler Andreas Zimmermann, der Deutschland schon mehrfach vor dem Internationalen Gerichtshof vertreten hat, kürzlich auf F.A.Z. Einspruch (faz.net/einspruch) darauf hin, dass die Außenministerin schon die deutsche Leopard-Zusage im Grunde durch eine Interviewäußerung rechtlich vorweggenommen habe. So sagte sie im französischen Rundfunk am 22. Januar auf die Frage, ob Deutschland Polen den Export deutscher Leopard-Kampfpanzer genehmigen würde: „Im Moment ist die Frage noch nicht gestellt worden, aber wenn wir gefragt würden, würden wir nicht im Weg stehen.“ Auf Nachfrage wiederholte sie das.

Sie inszeniert sich – und das ist meine Interpretation ihrer unheimlichen Auftritte – als Schattenkanzler neben Scholz. Kanzlerkandidatin der Grünen war sie und Kanzler wäre sie so gerne geworden, weil sie ja, wir erinnern uns, im Gegensatz zu Habeck, der von der Landwirtschaft sei, doch aus dem Völkerrecht käme. Sie hat es selbst verbockt, und verbockt immer noch – doch jetzt in ihrem Amt – wichtigste Positionen.

Mir war schon die Kandidatin Baerbock nicht ganz geheuer, mit ihren Fälschungen im Lebenslauf und der ziemlich ungeklärten Bildungsbiografie an Hamburgs Uni und Londons Schnellausbildung zum Völkerrechtler.

Und mehr denn je halte ich sie für die absolute Fehlbesetzung in einem Amt, das in einer krisenhaften Weltlage, wie wir sie derzeit erleben, sehr wichtige Funktionen zu erfüllen hat, allen voran die, die Lage zu entschärfen und eben nicht in unverantwortlicher Weise anzufeuern und zuzuspitzen.

„Unverantwortlich“, „Moralisch falsch“ – Nach Scholz‘ Panzer-Entscheidung steigt die Angst vor Konsequenzen (msn.com)

Die Bedenken gegen / wegen der Eskalation wachsen von Tag zu Tag, nur unsere Außenministerin scheint das nicht zu bekümmern.

Annalena Baerbock sollte ihr Amt zur Verfügung stellen. Aber wer, um Himmels willen, ist bei den Grünen überhaupt geeignet, vernünftige, nicht ideologiebasierte Politik zu machen?


Und noch etwas fällt mir im Umgang der Presse mit Frau Baerbock auf (allerdings ist das ein zu vernachlässigendes Thema):

Frau Dr. Merkel wurde spöttisch als „Hosenanzug“ tituliert, weil sie völlig jeder Modetorheit abgeneigt in immer ähnlich geschnittenen Hosenanzügen auflief, nur die Farben wechselten.

Heiko Maas, der Vorgänger Baerbocks im Außenamt, wurde ob seiner geschniegelten Frisur und seiner modischen Anzüge aufs journalistische Korn genommen.

Nur bei Annalena schweigt die Presse, dabei präsentiert sich Frau Minister in immer neuen topmodischen Outfits und bestens gestylt, und macht so jeden öffentlichen Termin zum Laufsteg ihrer Eitelkeiten.

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Warum ich heute nicht öffentlich gedenke… 27. Januar, 2023

Posted by Rika in aktuell.
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Als vor einigen Jahren der 27. Januar zum Gedenktag an die Opfer der Shoah eingesetzt wurde, war ich emotional berührt und „dankbar“, wurde – oder sollte zumindest – damit der jüdischen Menschen gedacht werden, die durch die von Deutschen geplante und bis zuletzt sorgsam durchgeführte Tötungsmaschinerie um ihr Leben gebracht worden waren oder – sofern sie den Horror überlebt hatten, mit dem furchtbaren Grauen weiterleben mussten, nahezu alle Angehörigen für immer verloren zu haben, von dem materiellen Verlust will ich hier nicht reden, es ist das LEBEN, das für immer verloren oder durch das Trauma beschädigt war und ist.

Ich bin – sofern ich nicht krank oder in Urlaub war – seither in jedem Jahr zum Holocaust-Mahnmal in Hannover gefahren und habe eine Rose niedergelegt, in Gedenken an einen Menschen, der getötet wurde und mit dessen Enkelin ich in Freundschaft verbunden bin.

Im Laufe der Jahre gab es seither viele Gedenkveranstaltungen, Reden wurden gehalten und Kränze an Denkmalen niedergelegt. Aber das Leben für die Kinder und Enkel der Überlebenden wurde in Deutschland zunehmend „ungemütlicher“, um diesen harmlos erscheinenden Begriff für ein erschreckendes Phänomen zu gebrauchen. Juden in Deutschland sind wieder der Verfolgung ausgesetzt, diesmal nicht „offiziell vom Staat“ verordnet, aber leider auch nicht vom Staat mit allen Mitteln verhindert, im Gegenteil. Man, also der Staat und seine offiziellen Behörden, ist schon wieder (oder immer noch?) blind auf dem Auge, das eigentlich mit aller Schärfe auf den zunehmenden Antisemitismus blicken müsste, einem Antisemitismus, der von den „alten“ Verdächtigen immer noch und ebenso ausgeht, wie der neue, der eigentlich gar nicht wirklich neu ist, weil viele derjenigen, die ihn als Zuwanderer ins Land mitbrachten und mitbringen, auch immer schon Antisemiten waren. Neu ist nur, dass sie sich hier beinahe ungestraft, um nicht zu sagen, sogar mit einigem „Wohlwollen“ der Ewiggestrigen frei entfalten können, sei es bei Al-Kuds-Tagen, an denen gegen Israel demonstriert und „Juden ins Gas“ gebrüllt werden kann, ohne dass die Polizei einschreitet, sei es durch Hetzprediger in den Moscheen, die ähnliche Aufrufe in ihrer jeweiligen Muttersprache als fromme religiöse Übung betrachten, sei es durch „Jugendliche“, die in ihren Vierteln ungehindert Jagd auf als Juden erkennbare Menschen machen….

Zu all dem gibt es, wenn wieder einmal ein nicht mehr zu leugnender Vorfall gegen Juden öffentlich wird, Beileidsbekundigungen für das Opfer und beschwichtigenden Formulierungen für den oder die Täter, deren Herkunftsgruppe doch bitte nicht unter Generalverdacht zu stellen sei (sofern der Herkunftsgruppe nicht biodeutsche alte oder neue Nazis angehören).

Ich bin es so leid, immer wieder auf diese doppelbödige Heuchelei hinzuweisen.

Was ich aber gerade heute zum „Gedenken an die Opfer des Holocaust“ las, brachte mich an den Rand der Fassungslosigkeit. H.M. Broder schreibt dazu:

Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, freut sich so sehr darüber, dass in einer Gedenkstunde des Bundestages der „queeren Opfer“ der Nazis gedacht wird, dass sie eine andere Opfer-Gruppe nicht einmal erwähnt. 

Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat zum heutigen Gedenktag an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz eine Presseerklärung online gestellt, in der sie ihrer großen Freude darüber Ausdruck verleiht, dass „der Deutsche Bundestag in der Gedenkstunde am 27. Januar wegen ihrer sexuellen Identität verfolgte Menschen in den Mittelpunkt der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus“ stellt. Das sei „ein enorm wichtiges Zeichen“, denn: „Der Hass und die Verfolgung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten waren mit der Befreiung von der NS-Diktatur nicht zu Ende“.

Zu den Verfolgten gehörten auch „lesbische und bisexuelle Frauen“, die als „Asoziale“ verhaftet wurden und in Konzentrationslagern „landeten“. Ataman weist auch darauf hin, „dass die Forschung zu Diskriminierung und Ausgrenzung queerer Menschen weiter vorangetrieben werden“ müsse: „Gerade über die Verfolgung von trans* Menschen, aber auch von lesbischen Frauen wissen wir immer noch zu wenig.“ Ferda Ataman natürlich ausgenommen.

Über die rund eine Million Juden (und natürlich auch Jüdinnen), die in Auschwitz vom Leben zum Tode befördert wurden, verliert Frau Ataman kein Wort. Sie arisiert das Gedenken. Und betreibt dabei Geschichtsklitterung. Der Historiker Alexander Zinn, der zur Geschichte der Homosexuellen-Verfolgung im Nationalsozialismus forscht, sagt in einem Interview mit der Welt, von „queeren Opfern des Nationalsozialismus“ zu sprechen, sei „Quatsch“ und warnt davor, „die Geschichte zu verbiegen, um des Prestiges habhaft zu werden, das mit der Zugehörigkeit zu einer Verfolgtengruppe einhergeht“. 

Übrigens, die von den Nazis ermordeten Sinti und Roma, deren Zahl auf 200.000 bis 500.000 geschätzt wird, sind Frau Ataman ebenfalls kein Wort wert. Waren sie nicht queer genug?“

So weit Broders textlicher Einwand.

Ich denke, dass zu dem Erinnern an das Morden der Deutschen sicher auch das Gedenken an die nicht-jüdischen Opfer gehört, aber die Umwidmung des Gedenktages an die Opfer der Shoah – und als solcher wurde der 27. Januar einst eingesetzt – wie sie Frau Atama betreibt, zeigt einmal mehr, wer in diesem Staat inzwischen die Deutungshoheit der gesellschaftlichen „Big Points“ hat und wie wenig der Kampf gegen Antisemitismus zu diesen „Big Points“ gehört.

Der Umwidmung entziehe ich mich. Da mache ich nicht mit.

Ich werde eine Kerze anzünden und in Gedanken durch die Gedenkstätte Yad Vaschem gehen und online Bergen-Belsen aufsuchen, das KZ, in dem so viele Menschen, die Auschwitz überlebt hatten und auch den Todesmarsch bis Bergen-Belsen geschafft hatten, in den letzten Tagen des Lagers – vor der Befreiung des Lagers durch die Briten – elendig starben… und leider auch noch danach an den Folgen von Hunger und Entkräftung….

Siehe dazu auch diesen Beitrag: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/ferda-ataman-die-kaperung-eines-gedenktages/

N A C H K L A P P

Ich bin dem Hinweis eines Leserbriefschreibers unter „Broders Artikel“ nachgegangen und habe das Suchmaschinchen angeworfen.

Folgende Arbeit gibt Auskunft über die Verfolgung lesbischer Frauen und homosexueller Männer in der NS-Zeit:

Daraus folgendes Zitat:

„Schlussfolgerungen
Die neuesten Forschungsergebnisse lassen sich wie folgt resümieren:
Die Behauptung einer systematischen, mit dem Holocaust vergleichbaren Ausrottungspoli-
tik an homosexuellen Frauen und Männern ist aufgrund des bisher in den letzten Jahren in
erster Linie von lesbischen Historikerinnen bzw. schwulen Historikern erarbeiteten Daten-
materials völlig unzulässig.
Die nationalsozialistische Homosexualitätspolitik zielte nicht auf die physische Vernichtung
der Homosexuellen ab, sondern auf die Beseitigung der Homosexualität – durch verschär-
fende Maßnahmen im Bereich des Strafrechts und des Strafvollzugs, durch „Heilung“, durch
„Umerziehung durch Arbeit“.“

WIE also wollen wir in Zukunft mit dem 27. Januar umgehen?

Biblisches Vorbild ??? 26. Januar, 2023

Posted by Rika in aktuell.
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Vereinzelt finden sich nun auch in den Printmedien verdeckte Hinweise auf etwas, was wir „Kartoffeln und Krauts“, sprich, wir nordwesteuropäischen Durchschnittsmenschen bisher nicht auf dem Speiseplan hatten: Würmer, Maden, Insekten als Bestandteil unserer Nahrungsmittel, zumindest der Nahrungsmittel, die uns als Fertigprodukte oder Tütensuppen in den Supermarktregalen werbewirksam hübsch bebildert angeboten werden.

Ich muss gestehen, bisher hielt ich das für eine zu vernachlässigende Information. Dank eines ausführlichen Artikels zum Thema bei TE (schon wieder TE 😉 ) bin ich aber nun eines besseren belehrt. Die EU hat demzufolge die Beimischung der verarbeiteten Krabbel- und Kriechtiere bis zu einer Menge von 10% am Gesamtvolumen des Nahrungsmittels zugestimmt. Lecker.

Einigermaßen bibelfesten Lesern des Heiligen Buches ist es ja sicherlich bekannt, dass Heuschrecken eben nicht nur als eine der schrecklichen 10 Plagen angesehen werden müssen, die mit dazu beitrugen, das Herz des Pharao zu erweichen und die Hebräer ziehen zu lassen („When Moses was in Egypt‘ land, let my people go… ), sondern auch dem berühmten Täufer Johannes zur Speise dienten, so berichtet es das Matthäus-Evangelium: „Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung von Kamelhaar und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig.“ (Matth. 3, 4, Elberfelder Übersetzung)

Vielleicht orientieren sich die Befürworter der Beikost aus Maden, Würmern und Insekten aber auch an Reiseberichten und Erzählungen über die Essgewohnheiten fremder Völker oder aber, sie halten das Verspeisen solcher Tiere für eine schmackhafte Alternative, ganz im Gegensatz zu der Überzeugung meines Vaters selig, der partout keine Krabben, Muscheln oder anderes Getier des Meeres, mit Ausnahme von Fischen essen wollte, weil es ihn ganz furchtbar bei dem Gedanken ekelte, mit den Tierchen auch deren Magen- und Darminhalt mit zu verspeisen. Er begründete seine Abneigung unter anderem auch damit, dass er ja auch keine Küchenschaben äße oder solche, einigen Meeresbewohnern nicht unähnliche Lebewesen, die Haus und Hof bevölkern und zumeist im Dunkeln ihr Unwesen treiben, selbst dann nicht, wenn sie gegrillt oder gekocht wären.

Wie dem auch sei, irgendein gewitzter Mensch ist auf die Idee gekommen, die Viecher, die bei uns bisher unter „Ungeziefer“ liefen, im Kampf gegen den Klimawandel und als Ersatz für die bisherigen tierischen Eiweißlieferanten wie Hühner, Puten, Schweine, Rinder oder Schafe der Bevölkerung Mittel- und Nordeuropas schmackhaft zu machen, bzw. wenn schon nicht als erkennbare „Ekeltiere“ auf dem Teller, so doch in zerstückeltem, zermahlenem oder geraspeltem Zustand unter das ansonsten bekannte „NahrungsGUT“ zu mengen, wobei meiner unmaßgeblichen Meinung nach das Nahrungsgut damit eben nicht mehr als „gut“ bezeichnet werden kann.

Bevor ich mir hier aber unter Ekelschüben die Finger wund tippe, verweise ich auf den sehr lesenswerten Bericht. Lediglich folgenden Leserbrief, den ich unter besagtem Artikel ebenfalls las, gebe ich hier ungekürzt ein, er mag den Irrsinn aufdecken, dem wir unbemerkt folgen würden, wären wir nicht mittels des Artikels aufgeklärt worden.

Hier ist der Leserbrief:

Zu den Heuschrecken kurz was gegoogelt.

„Die Europäische Wanderheuschrecke erreicht eine Größe von bis zu 6 cm und ein Gewicht von 2 bis 3 Gramm und zählt damit zu einer der größten Heuschrecken Europas. Der Hinterleib wird von den Flügeln überragt.“

„Was fressen Heuschrecken…
Darunter fallen Blätter und Gräser, aber auch Gemüse und Obst. Jeden Tag fressen sie etwa 40 Gramm Pflanzenfutter, doch sie verwerten nur einen Bruchteil davon. Wer diese Heuschrecken als Futterinsekten bevorraten möchte, verfüttert optimalerweise auch Weizenkleie oder Haferflocken.“

„Wie alt kann eine Heuschrecke werden?
Wissenschaftlicher Name: Tettigonia viridissima Familie: Laubheuschrecken Größe: 3 bis 4 cm Lebenserwartung: Das erwachsene Tier wird etwa 6 Monate alt.“

Eine Heuschrecke frisst also TÄGLICH das zwölffache ihres Gewichtes. Vorzugsweise Haferflocken.

Zum Vergleich.
„Als Faustregel gilt: Ein zweieinhalb Kilogramm schweres Huhn braucht ca. 120 Gramm Futter und 250 Milliliter Wasser täglich.“
Das ist ein zwanzigstel des Gewichtes am Tag.

„Eine Kuh wiegt ca. 600 bis 700 kg. Eine Kuh frisst am Tag durchschnittlich 51,5 kg Futter und trinkt dazu etwa 80 Liter Wasser.“ Das sind 7%.

Eine Heuschrecke vertilgt im Vergleich zum Huhn 240 mal soviel Futter und 170 mal soviel wie eine Kuh.

Das ist doch kein Geschäft. Der Wirkungsgrad ist noch schlechter als in der Wasserstoffwirtschaft.

Manchmal muss man einfach mal um die Ecke denken oder solche Berechnungen anstellen.

Hat jemand von denen, die jetzt ganz Feuer und Flamme sind, jemals eklige Mehlwürmer oder Nahrungsmittelmotten samt Larven im eigenen Vorratsschrank entdeckt? Mir passierte das vor ein paar Jahren, aus einer Tee-Mischung mit allen möglichen natürlichen Beeren, Samen, Blättern und sonstigen essbaren Pflanzenteilen aus Gottes schöner Natur kroch, krabbelte und flog es mir entgegen, die Miniwürmchen eroberten den ganzen Vorratsschrank, die Motten verbreiteten sich im Haus… Ich hatte nicht bemerkt, dass eine Invasion von Schädlingen sich aus meinen Vorräten entwickelt und entpuppt hatte…. So eklig, dass ich es nie wieder erleben möchte und ich darum mit Argusaugen über Tüten, Päckchen und sogar Teedosen wache. Aufmerksamkeit ist auch bei Grieß, Rosinen, Mandeln oder Reis geboten. Verdächtige Gebinde werden sofort entsorgt.

Und so etwas soll in mein Essen?

Blond, blöd und dumm war gestern… 25. Januar, 2023

Posted by Rika in aktuell.
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Ich bin eine weiße, naturblonde Frau, genauer gesagt, ich war als Kind hellblond, meine Haare dunkelten etwas nach und nahmen eher eine Farbe an, die ich je nach Jahreszeit und Sonneneinstrahlung mit grünlich-hell-aschblond ziemlich gut charakterisieren konnte, bis ich wiederum ein paar Jahrzehnte später nunmehr nicht mehr hell-aschblond bin, sondern hell-aschgrau. Noch präziser, nicht ich bin hell-aschgrau, sondern die Haare auf meinem Kopf wechselten von hellblond zu hell-aschgrau.

Heute, liebe Leute, müsst Ihr schön aufpassen, was Ihr mit Euren Haaren auf dem Kopf so treibt. Denn die neue Losung im Kampf gegen Rassismus oder kulturelle Aneignung und für Identität, bzw. Ethno-Identität lautet:

An ihren Haaren sollt ihr sie erkennen!

Jemand, der nicht von Natur aus richtig blond, hellblond, rotblond, aschblond oder dunkelblond ist und mittels Chemie der Natur auf die Sprünge hilft und sich blonder macht, als er eigentlich ist, ist nicht blöd, wie man vielleicht auch vermuten könnte, nein, er begeht eine supergefährliche Aneignung, die ihn direkt mit dem Bösen aus Machtphantasien und Rassismus in Verbindung bringt. Das jedenfalls argwöhnt eine weltbekannte Soziologin, die sich nicht nur mit dem Blondsein an sich beschäftigt hat, sondern mit den Blondgefärbten und ihren möglichen oder tatsächlichen Motiven.

Wurden wir naturblonden Frauen noch vor ein paar Jahren als naturblöde Dummchen angesehen und belächelt, so müssen wir heute fürchten, als naturblonde Unterdrückerinnen, noch dazu mit weißer Haut auf den Index der politisch zu Ächtenden gesetzt zu werden, denn merke: Blond UND weiß geht gar nicht, das ist das Markenzeichen der Herrschaftsrasse schlechthin. Wenn ich naturaschgraublonde, norddeutsche Frau aber nun, um diesem Stigma nicht länger ausgesetzt zu sein, meine Haare dunkelbraun oder grauschwarz färbe, begehe ich vermutlich wieder eine kulturelle Aneignung und stehe damit erneut an dem Pranger der Erwachten, den die modernen Kämpfer für das Gute und gegen alles Böse aufgestellt haben.

Es ist zum Haareraufen.

Wie ich auf diese seltsamen Gedanken komme, mögt Ihr wissen wollen? Nun, ich las eine bissig-freche Glosse bei TE und folgte dem Link im Text, der mich zu diesem Artikel brachte. Ich stelle ihn hier ein, man weiß ja nie, wie lange so ein Link hält und am Ende ist die Quelle, aus der ich schöpfte, nicht mehr zugänglich.

Das ist der Text:

„Die Debatte um kulturelle Aneignung geht weiter: Nun geraten auch blond gefärbte Haare unter Verdacht

Wollen Frauen, die sich die Haare blond färben, dadurch ihre genetische Überlegenheit zeigen? Dies wird in einer neuen identitätspolitischen Debatte behauptet. Wie einfach war das Leben, als man als Blondine bloss für dumm und naiv gehalten wurde.

Diesmal geht es nicht um kulturelle Aneignung durch blonde Dreadlocks, sondern um die Aneignung von sozialem Status durch falsches Blond. In beiden Fällen wirft man den Frisurenträgern vor, sich mit etwas zu schmücken, das ihnen nicht zusteht. Weisse mit Rastas bedienen sich bei einer fremden Kultur. Künstlich Blondierte beanspruchen die Symbolik der begehrten Haarfarbe, die nicht ihre natürliche ist, für sich. Weil es sich bei blonden Haaren um ein ausschliessliches genetisches Merkmal von Weissen handelt, scheint der Wunsch danach besonders problematisch.

So argumentiert die Soziologieprofessorin und Autorin Tressie McMillan Cottom, eine Afroamerikanerin, die die jüngste identitätspolitische Debatte ausgelöst hat. Anfang Jahr sah sie auf Tiktok das Video einer jungen weissen Amerikanerin, deren blonde Haare die dunklen Wurzeln zeigten. Nutzerinnen warfen der Frau vor, eigentlich brünett zu sein. Um den Vorwurf zu entkräften, liess diese ihre Mutter sagen, nein, die Tochter sei keine natürliche Brünette: «Du wurdest blond geboren.»

Das provozierte McMillan Cottom ihrerseits zu einem Kommentar auf der Videoplattform. Für sie ist «blond» ein ethnisches Merkmal. Indem man betone, als Kind blond gewesen zu sein, meine man immer etwas anderes mit. Denn warum wäre es einem sonst so wichtig, bei der Selbstbeschreibung auf die phänotypische Erscheinung in den ersten Jahren des Lebens hinzuweisen?

Natürliches Blond sei eine Auszeichnung und verleihe einer Frau Ansehen und Macht, wiederholte McMillan Cottom in einer späteren Kolumne in der «New York Times». Genauso werde sozialer Status definiert: Manche hätten ihn natürlicherweise, andere strebten nach ihm, indem sie sich das Aussehen verpassten, das sie aufwerte.

Wer sich also die Haare blond färbe, wolle als Mitglied der dominanten Gruppe lesbar sein, so die Autorin, und das ist ihr eigentlicher Punkt: «Blond ist keine Haarfarbe, sondern eine Bezeichnung für einen bestimmten Menschentyp.» Gemeint sind Weisse mit ihren Privilegien.

nnerhalb von zwei Tagen wurde das Video 1 Million Mal angeklickt. Die Blonden und «selbsternannten Blondinen» (McMillan Cottom) liessen den Angriff nicht unbeantwortet. Die meisten sahen nicht ein, weshalb die Wahl ihrer Haarfarbe ein politischer Entscheid sein sollte, der ein Diskriminierungspotenzial habe.

Die Soziologin wiederum sah sich durch die wütenden Reaktionen bestätigt, dass Schönheit, Macht und Hautfarbe mehr miteinander zu tun hätten, als viele wahrhaben wollten. Sie teilte weiter aus, bis sie von Tiktok kurzzeitig gesperrt wurde.

Die Theorie, dass blondierte Haare ein sozialer Status seien, dem rassistisches Denken zugrunde liege, wirkt tatsächlich übersteuert. Was stimmt: Blond hat eine starke Symbolik. Keine andere Haarfarbe weckt ähnliche Phantasien. Blond steht für Reinheit, Unschuld und Sanftmut. Blonde Haare galten schon in der Antike als Schönheitsideal, sie werden mit der Sonne in Verbindung gebracht, mit Gold, wecken lauter positive, leuchtende Assoziationen.

Es gibt also schon eine Obsession mit blonden Haaren. Weil sie selten sind, wollen sie so viele haben. Nur ungefähr 2 Prozent der Weltbevölkerung sind natürlich blond, alle anderen helfen künstlich nach. Blonde Haare werden mit dem Alter dunkler, und auch deshalb ist blond so begehrt: Die Farbe wird mit Jugendlichkeit verbunden.

Mit natürlichem Blond ist immer ein Verlust verknüpft. Selbst strohblonde Kinder verlieren das helle Haupt in der Pubertät. Deshalb ist das Nachfärben später auch eine Erinnerung an sich selbst. Was tut man nicht alles, um die Spuren der Zeit am Körper zu verwischen. Der Wunsch, jung und strahlend auszusehen wie damals, steht hinter jedem Schönheitshandeln.

Trotzdem haftet Blond das Besondere an. Die Populärkultur und die Werbung haben die blonde Frau mit vielen Zuschreibungen versehen. Das macht ihre Macht aus. Marilyn Monroe und Kim Novak, Kim Basinger und Sharon Stone verkörperten in Filmen die Femme fatale, das blonde Gift, die Sexbombe. Gleichzeitig gelten blonde Frauen in den Augen mancher Männer als schutzbedürftig, wodurch die Männer an Selbstvertrauen gewinnen, etwa beim Dating, wie Studien zeigen.

Es ist klar, dass man beim Wort «Blondine» eher an Gwyneth Paltrow oder Reese Witherspoon denkt als an Beyoncé und Jennifer Lopez, beide mit dunkler Haut, die ihre Haare ebenfalls blond färben. Soll man sich deswegen schuldig fühlen? Tressie McMillan Cottom, die mit diesem Beispiel ihre These belegen will, suggeriert das zumindest.

Doch nicht jede Vorliebe für Blond verrät bereits eine Weltanschauung. Blond gelte als attraktiv, weil es mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehe, schreibt die Biologin Jena Pincott in ihrem Buch «Do Gentlemen Really Prefer Blondes?» nüchtern: «Helle Farben fallen auf.»

Nicht jeder Mann bevorzugt deswegen Blondinen, und blonde Haare bringen einer Frau auch nicht nur Vorteile. Blond ist auch ein Klischee, das wenig Schmeichelhaftes hat. Oder gehabt hat: Wie einfach war das Leben als Blondine, als man noch für dumm, naiv und leicht zu erobern gegolten hat. Heute hingegen werden Frauen, die ihre Haare blond färben, Überlegenheitsgefühle und Machtansprüche unterstellt, da sie so ihr Weiss-Sein bestätigten. Man wünscht sich schon fast den Blondinenwitz zurück.“

So weit der Text – hier die Quelle

Vielleicht wäre es einfach das Allerbeste, man würde als Frau oder Mädchen – wie in einigen Kulturkreisen üblich – das Haupt verhüllen und das Gesicht hinter einem feinen Schleier verstecken, damit auch die Farbe der Augenbrauen und Wimpern nicht zu erkennen sind, denn bei uns Naturblonden sind (sofern nicht gefärbt) auch diese blond, mal etwas heller, mal etwas rötlich oder etwas dunkler, aber ganz bestimmt niemals schwarz oder dunkelbraun…

Dann könnten wir auch endlich den Kopftuchstreit…. ach nein, das ist ein kultursensibles anderes Thema…

Rassismus – wohin man auch sieht…. 24. Januar, 2023

Posted by Rika in aktuell.
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Ein Bericht bei „pro“ veranlasste mich zu einem Leserbrief, den ich hier einstelle:

Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde“… das lernte ich in der Sonntagschule gemeinsam mit dem Zusatz: „Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen.“
Ich bin in einer Freikirche sozialisiert, in der es weder Bilder von Gott, Jesus oder irgendwelchen Heiligen gab, noch ein Kreuz.
Aber – und das ist für mich in dem Zusammenhang mit dem Artikel der springende Punkt – wenn ich nach Gottes Bild geschaffen bin, ein weißes kleines Mädchen, heute eine alte weiße Frau, ist auch Gott, wenn ich mir schon eine „leibliche Vorstellung“ von ihm und Jesus mache, den Menschen meines Kulturkreises ähnlich. Als nördliche Mitteleuropäerin entsprachen am ehesten „weiße“ (wer ist schon wirklich weiß oder wirklich schwarz oder wirklich braun?) Menschen darum meiner Vorstellung von Jesus…
Ich finde, die Rassismus-Debatte geht an dieser Stelle viel zu weit. Allerdings gebe ich zu, dass „natürlich“ Missionare ihre „Bilder“ auch nach Afrika, Asien oder Amerika transportierten. Man kann das Schuld nennen, aber ich gebe doch zu bedenken, dass die damaligen Verhältnisse grundsätzlich anders waren als heute, das Sendungsbewusstsein der Missionare dem Missionsbefehl Jesu entsprach und nicht einem nach heutiger Sicht rassistisch geprägten Dünkel.
Im Licht der heutigen Aufklärung sind wir schnell bereit, alles unter „Rassismus“ zu sortieren.
Sollten wir nicht lieber den Grundsatz der „Gottesebenbildlichkeit“ für alle Menschen ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen, statt mit Schuldzuweisungen die wunderbare Zusage „wir sind alle Gottes Kinder“ in aller Schärfe dahingehend zu beurteilen, wer wem in aller Naivität der damaligen Zeit Unrecht getan hat?
Mache ich es mir damit zu einfach?

So weit zu meinem Leserbrief.

Auch heute mache ich mir kein Bild von Gott, schon gar nicht als Bild eines alten weißen Mannes mit Bart, zwar entspricht meine spontane Vorstellung von der „Person Jesus“ immer noch dem im Kindesalter geprägten Denkmuster, aber ich bin doch nicht länger darauf festgelegt oder sogar darin gefangen. Ich habe keine Schwierigkeit damit, mir Jesus nicht als „nördlichen Mitteleuropäer“, sondern den Bewohnern des heutigen Israels oder der arabischen Länder ähnlich vorzustellen. Und ebenso mühelos kann ich mir vorstellen, dass Afrikaner oder Chinesen, Inder oder die Ureinwohner Amerikas ihre „Gottesbilder“ und Vorstellungen von Jesus den Menschen anpassen, mit denen sie zusammen leben und die damit ihren jeweiligen „Bildern vom Menschen, die Gottes Ebenbild“ sind, entsprechen.

Kommt es denn wirklich darauf an, wie Jesus wirklich ausgesehen haben mag und wollen wir ihn nun für alle Zeiten DARAUF festlegen?

Für mich ist das der völlig falsche Zugang zu Christus, zu Gott und seiner Geschichte mit uns Menschen.

Gott wohnt in einem Licht, zu dem niemand Zugang hat, sagt die Bibel.

Sollten wir es nicht dabei belassen und alle die vielen Bilder einfach stehen lassen als Zeugen ihrer Zeit? Die heute unter Rassismusverdacht gestellten Bilder nämlich, die Künstler in der Vergangenheit malten, um den des Lesens unkundigen Menschen ihrer Zeit die Geschichten der Bibel zu erzählen, in der Bildsprache, die die jeweiligen Betrachter auch verstanden, weil sie ihrer Lebenswirklichkeit entsprachen, oder in der heutigen Zeit die wunderbaren Bilder eines Marc Chagalls, der die gleichen Geschichten in seine ihm eigene Bildsprache „übersetzte“, obwohl sein Publikum durchaus des Lesens mächtig war und ist.

Mir kommt es so vor, als zerstörte die beinahe schon fanatisch geführte Debatte um Rassismus und das Kulturgut, dem Rassismus unterstellt wird, das, was eigentlich beabsichtigt ist, nämlich die Anerkennung und Würdigung der VIELFALT der Menschen, die diesen Planeten bevölkern.

Ausgerechnet Deutschland…? 20. Januar, 2023

Posted by Rika in aktuell.
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Gestern Abend lief die „Phoenix-Runde“, die ich mit Interesse verfolgte. Unter anderem verlangte eine junge Frau, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe, dass Deutschland doch die Führung im Unterstützungskampf der Ukraine durch die Lieferung schwerer Waffen übernehmen müsse / übernehmen sollte.

Ihre Begründung für die Forderung habe ich gar nicht mehr richtig mitbekommen, weil sofort in mir der Widerspruchsgeist die Vorreiterrolle in meinem Gedankensystem übernahm.

Warum?

Warum sollte Deutschland die Führungsposition übernehmen?

Weil wir das bevölkerungsstärkste Land der EU sind, mit der größten und stärksten Wirtschaftsleistung? Nun, darüber könnte man reden. Die Unterstützung für die Ukraine erfordert natürlich eine starke Wirtschaftsleistung, kostet sie doch sehr viel Geld. Aber am Geld sollte die Hilfe ohnehin nicht scheitern, geht es doch in erster Linie um Menschen und um ihr Recht auf ein – durch andere Mächte – nicht beeinträchtigtes oder gefährdetes Leben in Freiheit.

Da stimmen vermutlich alle Menschen zu, die sich mit dem Thema mehr oder weniger ausführlich beschäftigen.

Aber beschäftigen sich die Leute, die so vehement die Führung Deutschland in der Versorgung mit militärischen Gütern fordern, auch mit der sehr besonderen Vergangenheit Deutschlands?

Sollten wir wirklich auch nur in die Nähe einer „pseudo-kriegsführenden“ Führungsmacht gerückt werden durch die Lieferung mit schwerstem militärischen Gerät?

Haben die Unterstützer dieses Gedankens vergessen, dass zwei verheerende Kriege mit Millionen von Toten auf das Konto deutscher Führungsmacht und deutscher Führungsgelüste geht? Haben sie vergessen, dass noch vor 40 Jahren der „Eiserne Vorhang“ das heutige Staatsgebiet der BRD in zwei sich feindlich gegenüber stehende Blöcke teilte, wobei der eine Block unter dem Schirm der USA stand, der andere unter dem Diktat der Sowjetunion?

Denken sie daran, dass mit dem Fall der Berliner Mauer die Auflösung der Sowjetunion und damit verbunden auch die des „Warschauer Pakts“ eine ungeheure Beschleunigung erfuhr, die nicht mehr aufzuhalten war und in deren Folge die Macht der sowjetischen Diktatur entscheidend geschwächt wurde, der Kommunismus als Staatsform auf europäischem Boden nahezu komplett abgeschafft wurde, sieht man vom heutigen Russland und den wenigen, ihm ergebenen „Freunden“ einmal ab?

Wie kämen ausgerechnet wir in Deutschland also dazu, uns wieder zu einer „Führungsmacht“ aufzuspielen, die dem Herrn im Kreml Paroli bieten will und sei es auch „nur“ in Form von deutschen Kampfpanzern, die gegen die russische Kriegsmaschinerie gerichtet sind?

Hat irgendjemand von den „wir-müssen-jetzt-liefern-Schreiern“ jemals darüber nachgedacht, wie das im historischen Kontext aussieht?

Wenn, wie Herr Scholz nicht müde wird zu betonen, die USA mit der Lieferung des schwersten Gerätes vorangehen, könnte sich Deutschland dem Vorgehen anschließen. Es wäre eine grundsätzlich andere Situation. Nicht Deutschland übernähme in diesem Szenario die Führungsrolle, sondern die stärkste militärische Macht der NATO.

Aber vielleicht ist es genau das, was die USA bisher vermeiden wollen, nicht als „die“ Führungsmacht der NATO aufzutreten und damit dem russischen Bären einen weiteren Vorwand zur Fortsetzung und möglichen Erweiterung des Krieges zu liefern.

Darum aber Deutschland in die Führungsposition zu schieben, es von Scholz Entscheidung abhängig zu machen, ob und welche Waffen die europäischen NATO-Mitglieder liefern, scheint mir dennoch die falsche Strategie zu sein, gerade auch im Hinblick darauf, dass die Ukraine von ihrem Vorhaben nicht abrücken will, neben den von Russland eroberten Gebieten im Osten des Landes auch die Krim zurückerobern zu wollen.

Ich gebe zu, dass ich überhaupt keine Vorstellung davon habe, wie man das Dilemma aufheben könnte, in dem sich der „Westen“ befindet, der Westen mit seiner Vorstellung von Freiheit und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Der Ukraine kann man dieses Recht nicht absprechen – aber das Risiko einer Erweiterung des Krieges bei der Durchsetzung dieses Rechts ist hoch, für manche Bürger und Politiker dieses Landes zu hoch.

Ihnen – den Politikern – darum Feigheit oder Führungsschwäche vorzuwerfen, wie es gewisse Leute und Journalisten in beinahe täglichen Talkshows immer und immer wieder öffentlich äußern, trägt nicht zur Lösung des Konflikts bei, sondern verschärft im Gegenteil die Spannungen sowohl innerhalb Deutschlands wie in der EU und den NATO-Staaten, die sich hinter Deutschland „verstecken“ möchten.

Führung besteht doch nicht darin, den Forderungen der Ideologen und Journalisten, die sich ohnehin für die besseren Politiker halten, nachzugeben. Führung bedeutet doch, den Forderungen (zunächst) standzuhalten, sie auf Sinn und Machbarkeit zu prüfen und erst dann eine Entscheidung zu treffen, wenn alle Bedenken weitgehend ausgeräumt sind.

Ganz abgesehen davon steht doch die Frage riesig groß im Raum, wie groß die Bestände an schweren Leopard-Kampfpanzern überhaupt sind, die „sofort“ – also noch in den kommenden Wochen – geliefert werden könnten (ohne die Kampfkraft der Bundeswehr entscheidend zu schwächen, wie hohe Militärs zu bedenken geben), inklusive der nötigen Munition natürlich und der Leute, die mit den Dingern umgehen können.

Nicht nur darum gilt für mich auch weiterhin dieser Satz:

Ich halte trotz allem fest an der Vorstellung, dass es einen anderen Weg geben muss, diesen Krieg zu beenden, als den, ihn mit Waffen bis zur völligen Zerstörung des Landes immer weiter auszufechten.

Der Startschuss ist gefallen… 18. Januar, 2023

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… und die Jagd ist eröffnet.

Kaum sickert durch, bzw. wird öffentlich bekannt gegeben, dass der neue Minister der Verteidigung Boris Pistorius sein wird, wird auf den mir zugänglichen, angeblich „sozialen“ Netzwerkseiten gehetzt und gepöbelt, dass es eine Art ist, eine höchst unfeine Art allerdings.

Auf dem ehedem von mir sehr geschätzten Blog „ach wie gut“ tummeln sich die Freibeuter der Netzwelten und übertreffen sich gegenseitig damit, besonders garstig, ehrabschneidend und hämisch über den noch nicht einmal vom Parlament bestätigten und vereidigten Minister in spe herzufallen. Nettikette? Was soll das sein? Offenbar sind die Betreiber des Blogs mit ihren bösartigen Lesebriefschreibern einer Meinung, sonst müssten sie die Schreiber der drastisch formulierten Beleidigungen gegenüber dem „Neuen“, dem gesamten Kabinett und dem Kanzler eigentlich höflich in ihre Schranken weisen.

Aber Bitte um Mäßigung??? Fehlanzeige!!!

Was mir heute am noch jungen Morgen an Geschriebenem unter die Augen kam, könnte man durchaus als „Abschaum“ bezeichnen, so widerwärtig-widerlich wurde bar jeder Einsicht in die politisch schwierigen Gegebenheiten, wie sie der von Russland provozierte Krieg gegen die Ukraine nun einmal darstellen, gerotzt und gekotzt. Man möge mir diese Ausdrucksweise verzeihen. Aber etwas Freundlicheres will mir partout nicht einfallen.

Gebe man dem Mann doch wenigstens 10, wenn schon nicht 100 Tage Zeit, sich in die Materie einzuarbeiten und zu zeigen, dass er es kann.

Oder eben nicht kann, auch das könnte ja rein theoretisch deutlich werden. Dann könnte man ja immer noch die Messer schwingen oder das Fallbeil schärfen.

Aber diese Art der vorzeitigen medialen Hinrichtung eines Mannes ist einfach nur unanständig.

Und was das Jammern über die geschlechtergerechte Verteilung von Ministerposten im Kabinett angeht, nun, da kann ich als Frau nur sagen: Heult doch!

Ich bin mit meinen 73 Jahren nicht mehr ganz so darauf erpicht, meine Geschlechtsgenossinnen wie früher und um jeden Preis in ihrem Kampf um Frauenrechte oder Gleichberechtigung in allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens zu unterstützen, schon gar nicht, wenn es um die Bewältigung einer schweren Krise geht, die leicht in Schlimmeres umschlagen könnte, in einen großen heißen Krieg nämlich, der dann nicht mehr auf die Ukraine begrenzt wäre.

Und ich bin durchaus der Meinung, dass Leistung, Wissen und Können allemal Vorrang haben muss bei der Besetzung von Ämtern vor der Entscheidung nach Parität oder Quote, egal ob Landesproporz oder männlich/weiblich/divers. Das bin ich mir und meinem eigenen Selbstverständnis von eigener Leistungsbereitschaft, eigenem Können und eigenem Wissen schuldig. Zu wissen, wo die eigenen Grenzen sind und sich entsprechen zu ver- bzw. zu enthalten, halte ich für die höchste Form der Erkenntnis im Streben nach Macht und Einfluss.

Was soll das??? 16. Januar, 2023

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Seit vielen, vielen Jahren schaue ich am Montagabend „Barnaby„, diese wunderbare britische Serie unsagbar schrecklicher Moritaten… Meuchelmorde, Rachemorde, seltsam-wundersame Bewohner des herrlichen Landstrichs Midsomer und ihre skurrilen Mordgesellen bereiten mir Vergnügen, so seltsam-versnobt es auch klingen mag. Sich solche Geschichten auch nur auszudenken, wäre in Deutschland einfach gänzlich unmöglich.

Mittlerweile, man wird es sich denken können, kenne ich jede der „alten“ Folgen nahezu auswendig, werden sie doch seit Jahren in schöner Regel- oder besser Unregelmäßigkeit wiederholt, an jedem Montagabend bei ZDF-Neo und jeweils zwei Folgen hintereinander.

Was soll ich zu diesem Spleen sagen?

Mich „beruhigen“ diese schröcklich schrecklichen Mordgeschichten, lenken sie doch perfekt vom Elend der Welt und der entsprechenden Nachrichtenlage ab. Geschichten, deren Ausgang man ja bereits kennt, sind nämlich ungemein beruhigend, nichts, das mich in Aufregung versetzen könnte oder mir den, im Anschluss an das Morden, gerechten Schlaf rauben würde. Alles in bester britischer Butter, sozusagen.

Und nun das! Hat der Mensch Töne?

Da sendet das ZDF in ihrem „Neo“ nur eine Barnaby-Folge und im Anschluss „Wir“. Keine Ahnung, was das ist und was das soll.

Aber genau zu dem Zeitpunkt, als „Wir“ beginnt, verweigert mein T-Home-Zugang zur Welt des Internets seinen Dienst. Er muckt schon seit gestern.

Der mobile Hotspot hilft aus, damit ich diese Sätze noch zu Ende bringen kann.

Also, wo war ich stehen geblieben? Beim ZDF, seiner „ZDF-Neo-Sparte“ und Barnaby.

Eine Welt, in der man Filme dreht, in der derartig irrsinnige Menschen irrsinnige Morde verüben, ist doch irgendwie in Ordnung. Da kann kein Brexit und kein Megxit das gewohnte tagtägliche Allerlei des Tagesablaufs trüben, mögen Harry und William, King Charles III. oder das gesamte britische Parlament für Unruhe sorgen, in Midsomer ist die Welt noch in Ordnung, es passieren zwar grauenhafte Morde, aber Barnaby und sein jeweiliger Adlatus klären auf und rücken so das öffentliche Leben wieder in die gewohnten spießigen Bahnen.

Es ist genau das, was wir doch eigentlich alle brauchen, ein bisschen spießige Normalität, jenseits von den Aufregungen um Greta oder die Ministerriege in Berlin.

Denn jenseits von Berlin und Garzweiler, und abseits von Politikergezänk und Journalistengeschwafel gibt es das ganz normale Leben, mit Liebe und Leid, Freude und Trauer, leben und leben lassen. Und niemand kann das so gut in bewegliche Bilder fassen wie die britischen Serien, die sich mit allen Facetten des Lebens beschäftigen. Bei uns und unseren Serien wird immer, davon kann man sich mühelos bei Krimis und Schnulzen überzeugen, der pädagogische Zeigefinger sichtbar, der uns auf die erwünschte gesellschaftspolitische Linie bringen soll, ob Gender oder Klima oder Rassismus. Wir sollen nicht in erster Linie unterhalten, sondern zu besseren Menschen erzogen werden. Ich bin da allerdings ziemlich resistent, um nicht zu sagen, geradezu rebellisch in meiner Reaktion auf Umerziehungsprogramme in Filmen und Filmchen.

Und nun das! „WIR“

Wie kann man es einer alten Frau nur antun, das gewohnte und durchaus auch geliebte Montagabendritual mit Barnaby so brutal zu verändern?

Was soll das?

Unwort 13. Januar, 2023

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Heute muss man sich hüten, bestimmte Ausdrücke in der Öffentlichkeit zu gebrauchen, man könnte sonst leicht in eine Schublade sortiert werden, in der man sich keinesfalls wiederfinden möchte.

Was aber beim Gebrauch von Ausdrücken, die unter Kuratel gestellt wurden, für die Privatsphäre lediglich unangenehme Folgen haben könnte, wäre für Berufsschreiber, Moderatoren oder andere Öffentlichkeitsarbeiter hochgradig gefährlich, könnten sie sich doch allzu schnell eine Existenz gefährdende Abmahnung oder Schlimmeres einhandeln. Die Missachtung der Empfehlung einer selbsternannten Elite, um nicht zu sagen „Sprachschutz-Abteilung“, käme einem selbst verschuldeten Berufsverbot gleich. Bei Politikern wäre es definitiv das Ende der Karriere, bei der heutzutage die Meinung oder Haltung wichtiger ist als Wissen, Können oder Leistung.

Die Marburger „S.A.“ hat aber gar nicht unsere schöne Sprache im Auge, vielmehr geht es ihr um die mit „Sprache verbundene oder geäußerte Haltung“. Es ist die von den Marburgern assoziierte „falsche Haltung“ der Sprachnutzer, die ein Wort zu einem völlig normalen Gebrauchswort oder zu einem Unwort macht.

Wer im gerade angefangenen Jahr immer noch von „Klimaterrorist“ redet, hat die falsche Haltung.

Denn mit dem Ausdruck „Klimaterrorist“ die aktiven und /oder gewaltsamen Proteste der Klimakämpfer zu bezeichnen, offenbart nicht etwas die „falsche Haltung“ der Streiter, die sich auf Straßen festkleben, den Verkehr behindern oder im Kampf ums Klima mit Steinen, Molotowcocktails oder Exkrementen gegen Polizisten vorgehen, nein, der Ausdruck „Klimaterrorist“, von denjenigen genutzt, die nicht als Fan Greta Thunbergs oder Luisa Neubauer angesehen werden können, aber sich kritisch zu gewaltsamen Protesten der Klimaaktivisten äußern, zeigt, dass diese User auf der vollkommen falschen Seite stehen und darum mit allen Mitteln mundtot gemacht werden müssen. Da man ihnen aber nicht grundlos das Schreiben verbieten kann, muss man die entsprechenden Ausdrücke, die einer richtigen Haltung widersprechen, verbieten, zumindest aber so deutlich kritisieren und propagandistisch negativ überhöhen, dass ein Moderator oder Autor / Journalist, der seinen gut dotierten Job behalten will, es sich hundertmal überlegt, ob er im unerlaubten Jargon weiterhin reden oder schreiben will.

Im Gegensatz zu berufsmäßigen Schreibern habe ich es vergleichsweise gut. Ich bin zwar auch nicht begeistert darüber, mich in Schubladen einsortiert vorzufinden, in die ich mich freiwillig niemals selber einordnen würde, aber weder hängt mein Seelenleben noch mein Auskommen davon ab, ob und wie ich der „S.A.“ angepasst rede oder hier im Blögchen schreibe.

Und so werde ich auch in Zukunft von Klimaterroristen sprechen, wenn Menschen in Ausdruck und Tat Gewalt ausüben in ihrem vermeintlich guten Kampf ums Klima. Ich halte zum Beispiel Greta und Luisa für Klimaterroristen, die mit ihrer Panikmache eine ganze Generation in Angst und Schrecken versetzt und damit zu völlig irrationalen Reaktionen veranlasst haben. (Gleiches gilt auch für verschiedene Vertreter der Partei, die mit der Sonnenblume wirbt, und uns mit ihren Plänen und Maßnahmen in steinzeitliche / mittelalterliche Verhältnisse zurückbefördern wollen und werden, sofern wir ihnen nicht Einhalt gebieten.)

Statt sich den klimatischen Veränderungen mit sinnvollen Maßnahmen anzupassen, wird mit aller propagandistischen Macht an der rein virtuellen Schraube gedreht, das 1.5° oder 2.0°-Ziel zu erreichen, koste es, was es wolle. Machen wir uns doch nichts vor, es wird der Weltbevölkerung nicht gelingen, das „Klima“ zu beherrschen. Das Klima beherrscht seit ewigen Zeiten uns, die Menschen, und wird das in alle Ewigkeit, zumindest aber solange diese Erde besteht, auch weiterhin tun. Wir Menschen haben gelernt, das Feuer zu hüten, feste Behausungen gegen die Unbillen des Wetters zu bauen, Landwirtschaft zu betreiben, die den Hunger beseitigt, Technologien einzusetzen, die unsere Körperkräfte schonen und damit dazu beitragen, unsere Lebenszeit zu verlängern. Wir haben Krankheitserreger entdeckt und Abhilfe dagegen entwickelt, wir erkunden den Mond und das Planetensystem, können unfassbar schnell reisen und noch schneller Nachrichten in nahezu jeden Teil der Welt (außerhalb der Netzlöcher Deutschlands) senden.

Wovor sollte uns grauen?

Davor, dass unsere Kreativität, mit der wir bisher auf Herausforderungen reagierten, versagt? Und damit meine ich nicht die Kreativität in Form von Steuerabgaben auf CO2, die zwar nicht das CO2 selbst reduzieren, aber angeblich unsere Luftverpestung und Klimaschändung mit CO2 gegenüber den Nicht-Industrieländern gerechter sein lässt.

Ach, was rege ich mich noch auf. Es ist vergebliche Liebesmüh.

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Übrigens, das hatte ich bisher noch nicht erwähnt, es gab auch früher schon „Unwörter“, nur wurden die nicht von den „Sprachschutzabteilungen“ ausgerufen, es waren damals Mütter und Väter, Omas und Opas, Tanten und Onkel und die Lehrer an den Schulen, die gewisse Wörter unter den Bann stellten.

Das Wort Schei… gehörte definitiv dazu. Im Kindergarten wurde einem der Mund mit Seife ausgewaschen, wenn man dieses ungehörige Wort in den Mund nahm. Mein Vetter Achim und ich waren kreativ, wir sagten einfach „Scheibe“ oder Scheibenkleister oder Scheibenhonig, jeder wusste, was gemeint war, aber das Unwort wurde nicht ausgesprochen.

Es gibt immer noch eine Menge Wörter, die auf dem Index der zwar nicht verbotenen, aber dennoch nicht gern gehörten Worte stehen, früher rechnete man sie der „Gossensprache“ zu, und natürlich hatte niemand, der etwas auf sich hielt, diese Worte öffentlich in Gebrauch. Klar, auch das hatte und hat etwas mit „Haltung“ zu tun, nämlich mit Ästhetik, Feingefühl, Schönheit der Sprache, aber nichts mit einer von wenigen, uns allen aufgezwungenen „Haltung“ in Fragen der Klima- und sonstigen Politik.

Bemühen wir uns um die Schönheit unserer Sprache – zu der auch das Wort „Klimaterrorist“ gehören darf, weil es in verkürzter Form etwas beschreibt, was mit „sie verüben Terror für das Klima“ doch ebenso zutreffend wie umständlich ausgedrückt würde.


Und auch dies noch:

Ich nehme allerdings den Einwand ernst, dass bei dem heute beinahe schon inflationär genutzten Wort „Terror“ und mit dem Ausdruck „Klimaterrorist“ die Gefahr einhergeht, „Terror“ und „Terrorismus“ insgesamt zu verharmlosen.

Ich halte alle Formen des aktiven und gewaltsamen Kampfes zur „Klimarettung“ keinesfalls für harmlos und damit auch nicht für gerechtfertigt.

Fremdgesteuert…. 10. Januar, 2023

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Sie haben es nun auch in meine Tageszeitung geschafft, besser gesagt, meine Tageszeitung bietet ihnen die große Bühne für das große Wäschewaschen und die Welt schaut staunend zu, wie ein bisher beliebter Mensch immer weiter seinen Niedergang betreibt und alle dafür verantwortlich macht, nur selber nicht das geringste Einsehen zeigt, an der ganzen Misere – durchaus auch schuldhaft – im höchsten Maße beteiligt zu sein und nun die Folgen tragen zu müssen. Wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass es sich finanziell durchaus gelohnt hat, an die Öffentlichkeit zu gehen, wirkt doch die schmutzige Wäsche, mit vielen Millionen Dollar „gewaschen“, beinahe penibel gereinigt – jedenfalls was die Offenlegung der Schuldigen betrifft, die ja nach Meinung des Waschsaloninhabers nur bei den bösen Medien und Verwandten zu suchen sind.

Sie wollen angeblich eine Versöhnung herbeiführen und tun alles dafür, dass genau das nicht passieren kann.

Ihrem Beispiel und Vorbild in der Offenlegung von Streit und Konflikten und in der damit verbundenen Verbreitung von Hass und Häme folgend, soll die Welt ein besserer Ort werden.

Der arme Mann, er glaubt, sich endlich aus allen Zwängen befreit zu haben und ist in die größte Falle getappt, die das Leben einem Mann zu bieten hat, der blind vor Liebe nur seinen hormongesteuerten Impulsen folgt. Die Venusfalle ist zugeschnappt.

Die Schauspielerin hat die Hosen an, bestimmt das Drehbuch und das Sagen, führt die Regie und lässt das Männlein tanzen.

Es wird nicht gut ausgehen für die Kämpfer gegen eine tausendjährige Tradition. Diese mag einige Kratzer und Schrammen davontragen und sich möglicherweise marginal-kleine Korrekturen auferlegen, aber die Verlierer dieses unappetitlichen öffentlichen Dreinschlagens sind die Schläger aus dem sonnigen Kalifornien und nicht die Geschlagenen diesseits des Atlantiks.

Was endlich das Fremdgesteuert sein beenden sollte, offenbart doch nur, dass der arme Prinz von einer Fremdsteuerung in die nächste geraten ist und dabei einen Verlust hinnehmen muss, den er vermutlich vorher niemals auf der Rechnung hatte.

Die Frage ist, wie lange die Schauspielerin noch Spaß an ihrem Drama hat…. und welches Drehbuch kommt dann?

(So, damit habe ich mich auch dem Tratsch und Klatsch ergeben, der schon seit Wochen kaum noch zu übersehen war. Aber damit soll es auch genug sein. Noch mehr von meiner Aufmerksamkeit haben die Wäschewascher wirklich nicht verdient.)

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